TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die Erfindung betrifft ein Scheiben-Geländer, mittels der Scheiben in ihrem Fußbereich
eingespannt gehalten werden, so dass auf Geländerpfosten verzichtet werden kann.
STAND DER TECHNIK
[0002] Entsprechende Glasscheiben-Geländer sind beispielsweise aus der
DE 20 2007 009 239 U1 oder der
WO 2009/003452 A1 bekannt. Bei derartigen Geländern ist vorgesehen, die Glasscheibe - die beispielsweise
auch aus zwei miteinander verbundenen wie insbesondere miteinander verklebten Einzelscheiben
bestehen kann - in ein die Glasscheibe eingespannt haltendes U-Profil einzusetzen.
Die Innenwände dieses U-Profils sind ebenflächig ausgebildet. Der Fußbereich der Glasscheibe
wird mit einem U-förmigen Profilkörper aus Kunststoff eingefasst, der vor der Montage
der Glasscheibe in das U-Profil eingesetzt wird. Anschließend erfolgt mittels keilartiger
Einsätze eine exakte und kippsichere Ausrichtung der Glasscheibe. Der U-förmige Profilkörper,
der den Fußbereich der Glasscheibe umfasst, reicht dabei beidseitig der Glasscheibe
bis in den Mündungsbereich des U-Profils. Vor dem Einsetzen der Glasscheibe in das
U-Profil ist dieses U-Profil bereits an einem bauseitig fest angeordneten Befestigungsprofil
angeschraubt oder angeschweißt worden. Dazu kann einer der beiden Schenkel des U-Profils
eine Umbiegung aufweisen, mittels der das U-Profil an dem Befestigungsprofil eingehängt
werden kann.
[0003] Aus der
WO 2009/123443 A1 ist ebenfalls ein Glasscheiben-Geländer bekannt, bei dem die Glasscheibe im Mündungsbereich
des U-Profils mittels zweier Distanzkörper gehalten wird.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0004] Ausgehend von diesem vorbekannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, ein verbessertes Scheiben-Geländer anzugeben, das wirtschaftlich günstig
hergestellt werden kann und eine möglichst einfache und rasche Montage ermöglicht.
[0005] Das erfindungsgemäße Scheiben-Geländer ist durch die Merkmale des Hauptanspruchs
gegeben. Sinnvolle Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand von sich an den Hauptanspruch
anschließenden weiteren Ansprüchen.
[0006] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, im oberen, freien Randbereich von zumindest einem
der beiden Schenkel des U-Profils einen Rundstab als Distanzkörper zu verwenden. Dieser
Stabkörper liegt mit seiner einen Außenfläche an dem Schenkel des U-Profils pressend
an, während er mit seiner dazu gegenüber liegenden anderen Außenfläche pressend an
der Scheibe anliegt. An der Innenseite des Schenkels, an der der Stabkörper pressend
angelegt wird, befindet sich ein von dem Schenkel weg gerichteter Vorsprung, der in
Richtung der Scheibe auskragt. Dieser Vorsprung ist unterhalb der maximalen Breitenausdehnung
des Stabkörpers vorhanden, so dass der Stabkörper ein Stück weit in das U-Profil eingesetzt
werden kann. Gleichzeitig verhindert dieser Vorsprung ein zu weites Herunterrutschen
des Stabkörpers, da der Stabkörper in seinem maximal weit in dem U-Profil einsitzenden
Zustand an dem Vorsprung des Schenkels anliegt.
[0007] Die Innenseite des Schenkels, an der der Stabkörper pressend angelegt werden kann,
kann mehrere Vorsprünge aufweisen, die mit gegenseitigem Abstand untereinander angeordnet
sind. Insbesondere kann diese Innenseite keilartig ausgebildet sein, so dass ein unterer
Vorsprung jeweils gegenüber einem dazu oberen Vorsprung weiter in den Innenraum des
U-Profils in Richtung quer zur Scheibenebene hineinragt. Auf diese Weise kann ein
Stabkörper unterschiedlich tief im Innenraum des U-Profils platziert werden, wodurch
eine Ausrichtung der Scheibe im U-Profil möglich wird. Es wäre auch möglich, auf den
unterschiedlichen Vorsprüngen jeweils Stabkörper mit unterschiedlicher maximaler Breitenausdehnung
zu platzieren, wobei der Stabkörper mit der kleinsten maximalen Breitenausdehnung
ganz unten angeordnet werden sollte.
[0008] Um eine möglichst gleichmäßige Lagerung der Scheibe zu ermöglichen, kann jeder Stabkörper
längs seiner Stabachse gleiche maximale Breitenquerschnitte besitzen. Ein solcher
Stabkörper sollte mit seiner Längsachse etwa parallel zur Längsachse des U-Profils
in dasselbe eingesetzt werden. Insbesondere kann jeder Stabkörper längs seiner Stabachse
gleiche Querschnitte aufweisen. In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform kann
der Stabkörper als Rundstab oder Ovalstab ausgebildet sein. Es wäre auch möglich,
den Stabkörper tropfenförmig oder mit einem polygonen, beispielsweise sechseckigen,
Querschnitt vorzusehen.
[0009] Ein solcher Stabkörper kann beidseitig der Scheibe vorhanden sein. Erfindungsgemäß
wird die Scheibe auf ihrer einen Seite durch einen Rundstab und auf ihrer anderen
Seite durch einen Distanzkörper eingepresst zwischen den beiden Schenkeln des U-Profils
gehalten Auf diese Weise kann die Montage besonders einfach dadurch erfolgen, dass
zunächst der Distanzkörper zwischen dem einen Schenkel des U-Profils und der Scheibe
positioniert wird. Anschließend kann der Stabkörper im Mündungsbereich zwischen dem
anderen Schenkel und der Scheibe platziert werden. Wird jetzt die Scheibe etwas gegen
den Distanzkörper gedrückt, kann der Stabkörper von selbst so weit nach unten in das
U-Profil rutschen beziehungsweise fallen, bis die Scheibe eingespannt gehalten wird.
Durch die an der Innenseite des Schenkels des U-Profils vorhandenen Vorsprünge kann
der Stabkörper nur bis zu einem vorbestimmten Punkt in das U-Profil hineinrutschen,
so dass ein zu tiefes Einsitzen oder ein Herunterfallen des Stabkörpers verhindert
werden kann.
[0010] Der Distanzkörper kann in eine Nut an der Innenseite des Schenkels des U-Profils
eingehängt werden. In diesem Fall könnte der Distanzkörper eine entsprechende Feder
aufweisen, die in die Nut des U-Profils eingesetzt oder eingeschoben werden kann,
um den Distanzkörper lagesicher an dem Schenkel des U-Profils zu befestigen. Die Nut
des U-Profils muss dabei nicht vollständig von der Feder des Distanzkörpers ausgefüllt
werden, vielmehr kann es ausreichend sein, die Feder etwas kürzer als die Nut auszubilden.
Alternativ oder zusätzlich dazu könnte die Feder zumindest bereichsweise etwas breiter
als die Nut ausgebildet sein, so dass die Feder zusammengedrückt werden müsste, um
in die Nut eingesetzt werden zu können. Um ein solches Zusammendrücken der Feder zu
erleichtern, könnte die Feder einen etwa horizontalen Schlitz aufweisen, wodurch sich
die Feder innerhalb der Nut leicht aufspreizen würde.
[0011] Alternativ oder zusätzlich dazu kann sich der Distanzkörper lastmäßig auf einem im
Bodenbereich des U-Profils vorhandenen Profilkörper abstützen. Dies kann beispielsweise
dadurch realisiert werden, dass der Profilkörper einteilig mit dem Distanzkörper vorliegt.
Der Distanzkörper könnte auch getrennt vom Profilkörper vorliegen und so tief in das
U-Profil hineinreichen, dass er auf einer der Wände des Profilkörpers aufliegt.
[0012] Der obere Mündungsbereich des U-Profils kann seitlich der Scheibe beidseitig jeweils
durch eine Abdeckprofil abgedeckt werden. Dieses Abdeckprofil kann das Eindringen
von Feuchtigkeit, beispielsweise durch Regen, verhindern und für einen optisch ansprechenden
Abschluss des U-Profils sorgen. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann
das Abdeckprofil einteilig mit dem Distanzkörper verbunden sein. Abdeckprofil und
Distanzkörper können somit in einem einzigen Arbeitsschritt montiert werden; eine
spätere Nachbearbeitung des oberen Mündungsbereichs des U-Profils ist damit nicht
erforderlich.
[0013] Das Abdeckprofil kann eine Längsnut aufweisen, die in einen rippenartigen Vorsprung
des Schenkels des U-Profils geklemmt werden kann. Eine solche Ausführungsform kann
auch bei einer integrierten Ausbildung von Abdeckprofil und Distanzkörper eingesetzt
werden.
[0014] Sowohl Stabkörper als auch Distanzkörper müssen nicht über die gesamte Länge des
U-Profils vorhanden sein. Vielmehr kann es ausreichend sein, Distanzkörper und Stabkörper
lediglich abschnittsweise vorzusehen. Es wäre auch möglich, beispielsweise den Distanzkörper
als durchgehenden Abstandshalter auszubilden, während der Stabkörper nur in bestimmten
Abständen vorhanden ist.
[0015] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung sind den in den Ansprüchen ferner angegebenen
Merkmalen sowie dem nachstehenden Ausführungsbeispiel zu entnehmen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
[0016] Die Erfindung wird im Folgenden anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher beschrieben und erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch den Fußbereich eines Glasscheiben-Geländers nach der Erfindung,
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch den Fußbereich des Glasscheiben-Geländers gemäß Fig. 1 während
der Montage und
- Fig. 3
- einen Querschnitt des Mündungsbereichs des U-Profils mit strichpunktiert angedeuteten
eingesetzten Scheiben unterschiedlicher Dicke.
WEGE ZUM AUSFÜHREN DER ERFINDUNG
[0017] Ein Glasscheiben-Geländer 10 ist mit seinem Fußbereich im Querschnitt ausschnittsweise
in Fig. 1 dargestellt. Die im vorliegenden Beispielsfall aus zwei über eine Klebeschicht
12 fest miteinander verklebten Scheiben 14,16 bestehende Glasscheibe 18 sitzt mit
ihrem Fußbereich 20 eingespannt gehalten in einem U-Profil 22.
[0018] Der rechte und der linke Schenkel 24, 26 des U-Profils 22 ragen unter Bildung einer
jeweiligen Ausrundung rechtwinklig von einem den Boden 28 des U-Profils 22 bildenden
Steg nach oben aus. Dieser Boden 28 des U-Profils 22 ragt im vorliegenden Beispielsfall
in Form eines Befestigungssteges 30 über den rechten, inneren Schenkel 24 über. Mittels
des Befestigungssteges 30 kann das U-Profil 22 an einem Bauwerk beziehungsweise an
einem Bauanschlusselement befestigt werden. Im Gegensatz zu dem hier dargestellten
Ausführungsbeispiel sind auch andere Befestigungsmöglichkeiten des U-Profils möglich.
[0019] Die beiden Schenkel 24, 26 des U-Profils 22 können unterschiedlich lang sein. So
könnte bei einem an der Stirnseite einer Boden- oder Deckenplatte montierten Glasscheiben-Geländer
der innere, rechte Schenkel 24 insbesondere aus optischen Gründen niedriger als der
äußere, linke Schenkel 26 ausgebildet sein.
[0020] Die beiden Schenkel 24, 26 weisen im vorliegenden Beispielsfall jeweils einen Knick
32,34 auf. Zwischen diesen Knicken 32,34 und dem Boden 28 des U-Profils 22 verjüngt
sich die Wandstärke der beiden Schenkel 24, 26 jeweils nach oben hin - weg vom Boden
28 und hin zu den beiden Knicken 32,34. Oberhalb der Knicke 32,34 verjüngt sich die
Wandstärke der beiden Schenkel 24, 26 nicht mehr so stark wie unterhalb derselben.
Im Gegensatz zu dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel könnte die Wandstärke der
beiden Schenkel 24, 26 oberhalb der beiden Knicke 32, 34 auch etwa konstant ausgebildet
sein. Es wäre auch möglich, auf die Knicke 32, 34 zu verzichten und die beiden Schenkel
24, 26 vollständig mit konstanter oder vollständig mit nach oben hin sich verjüngender
Wandstärke auszubilden.
[0021] In dem U-Profil 22 ist die Glasscheibe 18 mit ihrem Fußbereich 20 eingespannt gehalten.
Die Glasscheibe 18 wird dazu in ihrem unteren Randbereich von einem im vorliegenden
Beispielsfall einteiligen U-förmigen Profilkörper 40 eng anliegend umschlossen. Dieser
U-förmige Profilkörper 40 besitzt einen Boden 42 mit zwei nach oben ragenden Wänden
44, 46. Solange noch keine Glasscheibe 18 in das U-Profil 22 und den U-förmigen Profilkörper
40 eingesetzt worden ist, weist der Boden 42 eine satteldachförmige Form auf (siehe
Fig. 2). Beim Herunterdrücken des satteldachförmigen Bodens 42 durch eine eingesetzte
Glasscheibe 18 drücken sich die unteren Wandbereiche der beiden Wände 44, 46 nach
außen gegen die beiden Schenkel 24, 26 des U-Profils 22. Auf diese Weise ist eine
spielfreie Anlage des Fußbereichs 20 der Glasscheibe 18 im Bodenbereich des U-Profils
22 möglich.
[0022] Die Wände 44, 46 des U-förmigen Profilkörpers 40 können im Vergleich zu den beiden
Schenkeln 24, 26 des U-Profils 22 vergleichsweise kurz ausgebildet werden. Im Gegensatz
zu dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel könnten die Wände 44,46 des U-förmigen
Profilkörpers 40 allerdings auch bis fast in den Mündungsbereich des U-Profils 22
hineinragen.
[0023] Der U-förmige Profilkörper 40 besteht aus einem leichten Kunststoffmaterial, das
eine ausreichende Druckfestigkeit besitzt. Das Gewicht der Glasscheibe 18 wird durch
den auf sie aufgeschobenen U-förmigen Profilkörper 40 nur unwesentlich größer.
[0024] An der Innenseite des äußeren Schenkels 26 ist im Mündungsbereich des U-Profils 22
eine Nut 50 vorgesehen. In diese Nut 50 kann die Feder 52 eines Distanzkörpers 54
eingeschoben werden, so dass dieser Distanzkörper 54 lagesicher in einem vorbestimmten
Abstand zum Boden 28 des U-Profils 22 an dem äußeren Schenkel 26 positioniert werden
kann. An dem Distanzkörper 54 ist einteilig ein Abdeckprofil 56 angeformt. Das Abdeckprofil
56 sorgt für einen optisch ansprechenden Abschluss des oberen Mündungsbereichs des
U-Profils 22 und kann das Eindringen von Feuchtigkeit, beispielsweise durch Regen,
in das U-Profil 22 verhindern. Das Abdeckprofil 56 besitzt ein Nut 58, mit der das
Abdeckprofil 56 an einem rippenartigen Vorsprung 60 des äußeren Schenkels 26 befestigt
werden kann. Im Gegensatz zu dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel könnte es
sich bei Distanzkörper 54 und Abdeckprofil 56 auch um zwei separate Bauteile handeln.
[0025] Die Befestigung des Distanzkörpers 54 an dem äußeren Schenkel 26 erfolgt im vorliegenden
Beispielsfall mittels einer Nut-Feder-Verbindung. Im Gegensatz dazu wären auch andere
Arten der Befestigung möglich, beispielsweise könnte der Distanzkörper eine Hakenausbildung
aufweisen, die in eine entsprechende Hinterschneidung in dem äußeren Schenkel eingehängt
werden könnte.
[0026] Im Gegensatz zu dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel könnten der U-förmige
Profilkörper 40 und der Distanzkörper 54 auch einteilig miteinander verbunden sein.
Dies könnte beispielsweise durch einen in Fig. 1 strichpunktiert angedeuteten Distanzfortsatz
62 erfolgen, der die äußere, linke Wand 46 des U-förmigen Profilkörpers 40 mit dem
Distanzkörper 54 verbindet. In diesem Fall könnte der Distanzkörper 54 sich lastmäßig
zumindest teilweise auf dem U-förmigen Profilkörper 40 abstützen.
[0027] An der Innenseite des inneren Schenkels 24 ist im oberen Bereich ein keilförmiger
Schultervorsprung 70 einteilig angeformt. Der keilförmige Schultervorsprung 70 besitzt
mehrere Vorsprünge 72. Die einzelnen Vorsprünge 72 sind jeweils so angeordnet, dass
ein unterer Vorsprung gegenüber einem dazu oberen Vorsprung weiter in den Innenraum
des U-Profils 22 hineinragt. Zwischen benachbarten Vorsprüngen 72 ist die Oberfläche
des keilförmigen Schultervorsprungs 70 jeweils konkav ausgebildet, so dass ein Stabkörper
74, der im vorliegenden Beispielsfall einen kreisrunden Querschnitt mit konstantem
Durchmesser aufweist, sicher zwischen zwei Vorsprüngen 72 positioniert werden kann,
um die Glasscheibe 18 eingespannt zu halten.
[0028] Im Gegensatz zu dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel könnte die Oberfläche
des keilförmigen Schultervorsprungs 70 auch geriffelt oder gezackt ausgebildet sein.
Alternativ oder zusätzlich dazu könnte auch der Stabkörper 74 eine geriffelte oder
gezackte Oberfläche aufweisen.
[0029] Oberhalb des keilförmigen Schultervorsprungs 70 ist an der Innenseite des inneren
Schenkels 24 eine Nut 80 vorhanden. An dieser Nut 80 und dem darüber befindlichen
rippenartigen Vorsprung 82 kann ein separates Abdeckprofil 84 befestigt werden. Das
Abdeckprofil 84 besitzt dazu eine Feder 86, die in die Nut 80 eingeschoben werden
kann. Darüber hinaus weist das Abdeckprofil 84 eine Nut 88 auf, in die der rippenartige
Vorsprung 82 des Schenkels 24 eingeschoben werden kann. Im Gegensatz zu dem hier dargestellten
Ausführungsbeispiel könnten auch andere Befestigungsmöglichkeiten des Abdeckprofils
in Frage kommen. Beispielsweise könnte das Abdeckprofil eine Hakenausbildung aufweisen,
die in eine entsprechende Hinterschneidung an dem Schenkel des U-Profils eingehängt
werden könnte.
[0030] Bei der Montage des Glasscheiben-Geländers 10 wird zunächst der U-förmige Profilkörper
40 in das U-Profil 22 von oben eingesetzt und der Distanzkörper 54 an dem äußeren
Schenkel 26 befestigt. In den U-förmigen Profilkörper 40 wird die Glasscheibe 18 gegebenenfalls
leicht schräg von oben eingesetzt. Anschließend wird der Stabkörper 74 lose in den
Mündungsbereich des U-Profils 22 zwischen dem inneren Schenkel 24 und der Glasscheibe
18 eingelegt. Die Glasscheibe 18 kann jetzt etwas gegen den Distanzkörper 54 gedrückt
werden. Dabei rutscht beziehungsweise fällt der Stabkörper 74 zumindest ein Stück
weit zwischen die Glasscheibe 18 und den keilförmigen Schultervorsprung 70 des inneren
Schenkels 24. Sofern eine weitere Ausrichtung der Glasscheibe 18 gewünscht sein sollte,
kann der Stabkörper 74 mit einem geeigneten Werkzeug tiefer in den zwischen der Glasscheibe
18 und dem keilförmigen Schultervorsprung 70 vorhandenen Spalt eingeschoben werden.
Dies könnte auch durch erhöhten Druck auf die Scheibe 18 erreicht werden. Im letzten
Schritt wird das Abdeckprofil 84 im Mündungsbereich des inneren Schenkels 24 des U-Profils
22 angebracht, um für einen optisch ansprechenden Abschluss zu sorgen.
[0031] Wie insbesondere Fig. 3 zu entnehmen ist, kann durch den Einsatz von Stabkörpern
74 mit einheitlichem Durchmesser der Einbau von verschiedenen Glasscheiben 18 mit
unterschiedlichen Dicken in identischen U-Profilen 22 erfolgen. Unabhängig von der
gewünschten Glasdicke der einzubauenden Glasscheibe müssen daher keine verschiedenen
U-Profile vorrätig gehalten werden. Es müssen lediglich U-förmige Profilkörper in
unterschiedlicher Dicke und gegebenenfalls - sofern die Glasscheibe mittig des U-Profils
vorhanden sein soll - unterschiedlich dicke Distanzkörper 54 vorrätig gehalten werden.
Dadurch reduzieren sich die erforderlichen Lagerkosten erheblich.
[0032] Im Gegensatz zu den in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen könnte der
Stabkörper in seiner Längsachse zu einem Körper zusammenschrumpfen, bei dem die Längsausdehnung
nicht größer ist als die Querausdehnung. Dadurch könnte beispielsweise ein Rundstab
auch die Form einer Kugel annehmen.
1. Scheiben-Geländer (10)
- mit einem formstabilen U-Profil (22), zwischen dessen beiden Schenkeln (24, 26)
der Fußbereich (20) einer Scheibe, wie insbesondere der Glasscheibe (18) eines Geländers,
eingespannt gehalten ist,
- mit Distanzkörpern (54, 74) im Mündungsbereich des U-Profils (22) jeweils zwischen
Scheibe (18) und einem Schenkel (24, 26) des U-Profils (22),
- mit einem U-förmigen Profilkörper (40), der die Scheibe (18) im Bodenbereich des
U-Profils (22) eng anliegend umschließt und seinerseits gegen die beiden Schenkel
(24, 26) des U-Profils (22) drückt, so dass der Fußbereich der Scheibe (18) im Bodenbereich
des U-Profils (22) spielfrei an den Schenkeln (24, 26) des U-Profils (22) anliegt.
- wobei zumindest einer der Distanzkörper im Mündungsbereich des U-Profils (22) als
Stabkörper (74) ausgebildet ist, der im oberen, freien Randbereich von zumindest einem
der beiden Schenkel (24) des U-Profils (22) vorhanden ist,
- wobei der Stabkörper (74) mit seiner einen Seite an dem Schenkel (24) und mit seiner
dazu gegenüberliegenden, anderen Seite an der Scheibe (18) pressend anlegbar ist,
- wobei die Innenseite (70) des Schenkels (24), an der der Stabkörper (74) pressend
anlegbar ist, zumindest einen vom Schenkel (24) in Richtung der Scheibe (18) auskragenden
Vorsprung (72) aufweist, der unterhalb der Position der maximalen Breitenausdehnung
des Stabkörpers (74) vorhanden ist,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- der Stabkörper ein Rundstab (74) ist, der in seinem maximal weit in dem U-Profil
(22) einsitzenden Zustand an dem zumindest einen Vorsprung (72) pressend anliegt.
2. Scheiben-Geländer nach Anspruch 1,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- der Rundstab (74) eine geriffelte, gezackte oder polygone Oberfläche aufweist.
3. Scheiben-Geländer nach einem der vorstehenden Ansprüche,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die Innenseite (70) des Schenkels (24), an der der Stabkörper (74) pressend anlegbar
ist, mehrere mit gegenseitigem Abstand untereinander angeordnete Vorsprünge (72) aufweist.
4. Scheiben-Geländer nach Anspruch 3,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- diese Innenseite (70) keilartig ausgebildet ist, so dass
- ein jeweils unterer Vorsprung (72) gegenüber einem dazu oberen Vorsprung (72) weiter
in den Innenraum des U-Profils (22) in Richtung quer zu Scheibenebene hineinragt.
5. Scheiben-Geländer nach einem der vorstehenden Ansprüche,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- jeder Stabkörper (74) längs seiner Stabachse gleiche maximale Breitenquerschnitte
besitzt.
6. Scheiben-Geländer nach Anspruch 5,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- jeder Stabkörper (74) längs seiner Stabachse gleiche Querschnitte besitzt.
7. Scheiben-Geländer nach einem der vorstehenden Ansprüche,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- unterschiedliche Stabkörper mit voneinander unterschiedlichen maximalen Breitenquerschnitten
vorhanden sind.
8. Scheiben-Geländer nach einem der vorstehenden Ansprüche,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die Scheibe beidseitig durch Stabkörper einpressbar zwischen den beiden Schenkeln
des U-Profils haltbar ist.
9. Scheiben-Geländer nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die Scheibe (18) auf ihrer einen Seite durch einen Stabkörper (74) und auf ihrer
anderen Seite durch einen Distanzkörper (54) einpressbar zwischen den beiden Schenkeln
(24, 26) des U-Profils (22) haltbar ist.
10. Scheiben-Geländer nach Anspruch 9,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- der Distanzkörper (54) in einer Nut (50) eines Schenkels (26) einhängbar vorhanden
ist.
11. Scheiben-Geländer nach Anspruch 9 oder 10,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- der Distanzkörper (54) lastmäßig auf dem im Bodenbereich des U-Profils (22) vorhandenen
Profilkörper (40), der die Scheibe (18) im Bodenbereich des U-Profils (22) umfasst,
abstützbar ist.
12. Scheiben-Geländer nach einem der vorstehenden Ansprüche,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- ein den oberen Mündungsbereich des U-Profils (22) jeweils seitlich abdeckendes Abdeckprofil
(56, 84) vorhanden ist.
13. Scheiben-Geländer nach Anspruch 12,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- das Abdeckprofil (56) einstückig mit einem Distanzkörper (54) verbunden ist.
14. Scheiben-Geländer nach Anspruch 12 oder 13,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- das Abdeckprofil (56, 84) eine Längsnut (58, 88) besitzt,
- zumindest ein Schenkel (24, 26) des U-Profils (22) einen rippenartigen Vorsprung
(60, 82) besitzt, der in die Längsnut (58, 88) des Abdeckprofils (56, 84) klemmend
einführbar ist.
1. Panel railing (10)
- having a dimensionally stable U-profile (22), between the two limbs (24, 26) of
which the base region (20) of a panel, such as, in particular, the glass pane (18)
of a railing, is held in a clamped manner,
- having spacer bodies (54, 74) in the opening region of the U-profile (22) in each
case between the panel (18) and one limb (24, 26) of the U-profile (22),
- having a U-shaped profile body (40) which surrounds the panel (18) in a tightly
bearing manner in the base region of the U-profile (22) and which itself presses against
the two legs (24, 26) of the U-profile (22), such that the base region of the panel
(18) bears without play against the limbs (24, 26) of the U-profile (22) in the base
region of the U-profile (22),
- wherein at least one of the spacer bodies is formed, in the opening region of the
U-profile (22), as a rod body (74) which is provided in the upper, free edge region
of at least one of the two limbs (24) of the U-profile (22),
- it being possible for the rod body (74) to be placed in a pressing manner with its
one side against the limb (24) and with its other side which lies opposite the former
against the panel (18),
- the inner side (70) of the limb (24), against which inner side (70) the rod body
(74) can be placed in a pressing manner, having at least one projection (72) which
protrudes from the limb (24) in the direction of the panel (18) and is present below
the position of the maximum width extent of the rod body (74),
- characterized in that
- the rod body is a round rod (74), which, in its state in which it is seated to a
maximum extent in the U-profile (22), bears in a pressing manner against the at least
one projection (72).
2. Panel railing according to Claim 1,
- characterized in that
- the round rod (74) has a corrugated, serrated or polygonal surface.
3. Panel railing according to either of the preceding claims,
- characterized in that
- the inner side (70) of the limb (24), against which inner side (70) the rod body
(74) can be placed in a pressing manner, has a plurality of projections (72) which
are arranged at a mutual spacing from one another.
4. Panel railing according to Claim 3,
- characterized in that
- said inner side (70) is of wedge-like configuration, with the result that
- a respectively lower projection (72) protrudes further than an upper projection
(72) into the interior of the U-profile (22) in the direction transversely with respect
to the panel plane.
5. Panel railing according to one of the preceding claims,
- characterized in that
- each rod body (74) has identical maximum width cross sections along its rod axis.
6. Panel railing according to Claim 5,
- characterized in that
- each rod body (74) has identical cross sections along its rod axis.
7. Panel railing according to one of the preceding claims,
- characterized in that
- there are different rod bodies with maximum width cross sections which are different
from one another.
8. Panel railing according to one of the preceding claims,
- characterized in that
- the panel can be held on both sides by rod bodies such that it can be pressed in
between the two limbs of the U-profile.
9. Panel railing according to one of Claims 1 to 7,
- characterized in that
- the panel (18) can be held on its one side by a rod body (74) and on its other side
by a spacer body (54) such that it can be pressed in between the two limbs (24, 26)
of the U-profile (22).
10. Panel railing according to Claim 9,
- characterized in that
- the spacer body (54) is present such that it can be clipped in a groove (50) of
a limb (26).
11. Panel railing according to Claim 9 or 10,
- characterized in that
- the spacer body (54) can be supported in terms of load on the profile body (40)
which is present in the base region of the U-profile (22) and encloses the panel (18)
in the base region of the U-profile (22).
12. Panel railing according to one of the preceding claims,
- characterized in that
- there is a covering profile (56, 84) which covers the upper opening region of the
U-profile (22) in each case laterally.
13. Panel railing according to Claim 12,
- characterized in that
- the covering profile (56) is connected integrally to a spacer body (54).
14. Panel railing according to Claim 12 or 13,
- characterized in that
- the covering profile (56, 84) has a longitudinal groove (58, 88),
- at least one limb (24, 26) of the U-profile (22) has a rib-like projection (60,
82) which can be inserted in a clamping manner into the longitudinal groove (58, 88)
of the covering profile (56, 84).
1. Garde-corps vitré (10) comprenant
- un profilé en U (22) à stabilité de forme, entre les deux branches (24, 26) duquel
est retenue, par enchâssement, la zone inférieure (20) d'un vitrage tel que le panneau
vitré (18) d'un garde-corps, en particulier,
- des corps d'espacement (54, 74) dans la région de l'embouchure du profilé en U (22),
respectivement interposés entre le vitrage (18) et une branche (24, 26) dudit profilé
en U (22),
- un corps profilé (40) configuré en U, qui entoure le vitrage (18) avec contact intime
dans la région du fond du profilé en U (22), et exerce à son tour une pression contre
les deux branches (24, 26) dudit profilé en U (22), de sorte que la zone inférieure
dudit vitrage (18) est en applique contre lesdites branches (24, 26) du profilé en
U (22), avec absence de jeu, dans ladite région du fond dudit profilé en U (22),
- au moins l'un des corps d'espacement étant réalisé, dans la région de l'embouchure
du profilé en U (22), sous la forme d'un corps de barreau (74) présent dans la région
marginale supérieure libre d'au moins l'une (24) des deux branches dudit profilé en
U (22),
- ledit corps de barreau (74) pouvant être mis en applique, avec effet de pression,
contre la branche (24) par l'un de ses côtés, et contre le vitrage (18) par son autre
côté pointant à l'opposé,
- la face intérieure (70) de la branche (24), contre laquelle le corps de barreau
(74) peut être mis en applique avec effet de pression, étant pourvue d'au moins une
saillie (72) qui dépasse en direction du vitrage (18) et est présente au-dessous de
l'emplacement de l'étendue maximale en largeur dudit corps de barreau (74),
- caractérisé par le fait que
- le corps de barreau est une barre ronde (74) appliquée contre la saillie (72) à
présence minimale, avec effet de pression, dans son état d'intégration à profondeur
maximale dans le profilé en U (22).
2. Garde-corps vitré selon la revendication 1,
- caractérisé par le fait que
- la barre ronde (74) présente une surface moletée, crénelée ou polygonale.
3. Garde-corps vitré selon l'une des revendications précédentes,
- caractérisé par le fait que
- la face intérieure (70) de la branche (24), contre laquelle le corps de barreau
(74) peut être mis en applique avec effet de pression, comporte plusieurs saillies
(72) placées les unes au-dessous des autres avec espacement mutuel.
4. Garde-corps vitré selon la revendication 3,
- caractérisé par le fait que
- cette face intérieure (70) présente une réalisation de type cunéiforme, de sorte
- qu'une saillie inférieure (72) considérée pénètre plus profondément dans l'espace
interne du profilé en U (22), par rapport à une saillie (72) sus-jacente, dans la
direction transversale à un plan du vitrage.
5. Garde-corps vitré selon l'une des revendications précédentes,
- caractérisé par le fait que
- chaque corps de barreau (74) présente des sections transversales identiques de largeur
maximale le long de son axe.
6. Garde-corps vitré selon la revendication 5,
- caractérisé par le fait que
- chaque corps de barreau (74) présente des sections transversales identiques le long
de son axe.
7. Garde-corps vitré selon l'une des revendications précédentes,
- caractérisé par
- la présence de corps de barreaux différents, dotés de sections transversales de
largeur maximale qui diffèrent les unes des autres.
8. Garde-corps vitré selon l'une des revendications précédentes,
- caractérisé par le fait que
- le vitrage peut être retenu entre les deux branches du profilé en U avec faculté
d'emprisonnement, de part et d'autre, par des corps de barreaux.
9. Garde-corps vitré selon l'une des revendications 1 à 7,
- caractérisé par le fait que
- le vitrage (18) peut être retenu entre les deux branches (24, 26) du profilé en
U (22) avec faculté d'emprisonnement par un corps de barreau (74), sur l'un de ses
côtés, et par un corps d'espacement (54) sur son autre côté.
10. Garde-corps vitré selon la revendication 9,
- caractérisé par le fait que
- le corps d'espacement (54) peut être accroché dans une rainure (50) d'une branche
(26).
11. Garde-corps vitré selon la revendication 9 ou 10,
- caractérisé par le fait que
- le corps d'espacement (54) peut prendre appui, avec imposition de charge, sur le
corps profilé (40) qui est présent dans la région du fond du profilé en U (22) et
qui enserre le vitrage (18) dans ladite région du fond dudit profilé en U (22).
12. Garde-corps vitré selon l'une des revendications précédentes,
- caractérisé par
- la présence d'un profilé de recouvrement (56, 84) occultant respectivement, dans
le sens latéral, la région supérieure de l'embouchure du profilé en U (22).
13. Garde-corps vitré selon la revendication 12,
- caractérisé par le fait que
- le profilé de recouvrement (56) est relié d'un seul tenant à un corps d'espacement
(54).
14. Garde-corps vitré selon la revendication 12 ou 13,
- caractérisé par le fait que
- le profilé de recouvrement (56, 84) présente une rainure longitudinale (58, 88),
- au moins une branche (24, 26) du profilé en U (22) étant dotée d'une protubérance
(60, 82) du type nervure pouvant être insérée, avec effet de coincement, dans ladite
rainure longitudinale (58, 88) dudit profilé de recouvrement (56, 84).