[0001] Die Erfindung betrifft eine Nockenwellenbaugruppe, umfassend eine in ihrem Inneren
einen Aufnahmeraum aufweisende, d.h. zumindest abschnittsweise als Hohlwelle ausgebildete
Nockenwelle, zumindest abschnittsweise, insbesondere im Bereich einer elektromagnetischen
Stelleinheit, aus einem magnetisierbaren (flussleitenden) Material, für einen Verbrennungsmotor
und eine elektromagnetische Stelleinheit zur Betätigung eines Stellpartners, insbesondere
eines Steuerventils eines, vorzugsweise hydraulischen, Nockenwellenverstellers, mit
einer Spulenwicklung und einem durch Bestromen der Spulenwicklung verstellbaren Anker
zum Zusammenwirken mit dem Stellpartner gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Ferner
betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen einer solchen Nockenwellenbaugruppe
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 12 als auch einen Motorblock gemäß Anspruch 16.
[0002] Eine Nockenwellenbaugruppe, umfassend einen hydraulischen Nockenwellenversteller
ist in der
EP 1 596 040 A2 beschrieben. Der Nockenwellenversteller dient dazu, den Öffnungs- oder Schließzeitpunkt
von Gaswechselventilen des Verbrennungsmotors einzustellen.
[0003] In der
DE 10 2006 031 517 A1 ist eine alternative Nockenwellenbaugruppe beschrieben, umfassend einen Nockenwellenversteller,
dessen Steuerventil mit Hilfe einer elektromagnetischen Stelleinheit verstellbar ist.
Die elektromagnetische Stelleinheit der bekannten Nockenwellenbaugruppe ist an der
Stirnseite der Nockenwelle angeordnet und wirkt axial mit dem in der Nockenwelle angeordneten
Steuerventil des Nockenwellenverstellers zusammen.
[0004] Aus der
JP 2010 190060 A ist eine Nockenwellenbaugruppe bekannt, bei der eine Spulenwicklung zum berührungslosen
Verstellen eines Ankers entlang der Nockenwellendrehachse innerhalb der Nockenwelle
angeordnet ist.
[0005] Aus der
EP 2 252 774 B1 ist eine Nockenwellenbaugruppe bekannt, bei der die Spulenwicklung zur Betätigung
eines mit einem Steuerventil eines Nockenwellenverstellers zusammenwirkenden Ankers
in einem Gehäuse außerhalb des Motorblocks angeordnet ist, und zwar mit Axialabstand
zu der vollständig im Motorblick aufgenommenen Nockenwelle. An dieser ist eine in
das Gehäuse für die Spulenwicklung hineinragende Joch- und Kerneinheit festgelegt,
wobei Joch und Kern der Joch- und Kerneinheit über unmagnetisches Material miteinander
verbunden sind. Nachteilig bei der bekannten Nockenwellenbaugruppe ist, dass diese
einen vergleichsweise hohen Bauraumbedarf aufweist.
[0006] Es bestehen Bestrebungen den hohen Bauraumbedarf von Nockenwellenbaugruppen zu reduzieren.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine alternative Nockenwellenbaugruppe
anzugeben, deren Bauraumbedarf insbesondere im Bereich der Stirnseite der Nockenwelle,
reduziert ist. Ferner besteht die Aufgabe darin, ein Verfahren zum Herstellen einer
derartig bauraumoptimierten Nockenwellenbaugruppe anzugeben.
[0008] Hinsichtlich der Nockenwellenbaugruppe wird die Aufgabe mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 und hinsichtlich des Herstellungsverfahrens zum Herstellen einer solchen Nockenwellenbaugruppe
mit den Merkmalen des Anspruchs 12 gelöst.
[0009] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
In den Rahmen der Erfindung fallen sämtliche Kombinationen aus zumindest zwei von
in der Beschreibung, den Ansprüchen und/oder den Figuren offenbarten Merkmalen. Zur
Vermeidung von Wiederholungen sollen vorrichtungsgemäß offenbarte Merkmale als verfahrensgemäß
offenbart gelten und beanspruchbar sein. Ebenso sollen verfahrensgemäß offenbarte
Merkmale als vorrichtungsgemäß offenbart gelten und beanspruchbar sein.
[0010] Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, den Anker, zumindest abschnittsweise, vorzugsweise
vollständig, innerhalb der, zumindest abschnittsweise als Hohlwelle ausgebildeten,
Nockenwelle, also in einem im Inneren der Nockenwelle ausgebildeten Aufnahmeraum anzuordnen
und die Spulenwicklung zum Verstellen des Ankers radial beabstandet zum Anker, und
zwar außerhalb der Nockenwelle. Um bei Bestromung der Spulenwicklung einen ausreichend
starken magnetischen Fluss von der Spulenwicklung zum Anker und wieder zurück zu erzeugen
ist gemäß der Erfindung vorgesehen, dass die Nockenwelle einen ersten und einen zweiten
Axialabschnitt aufweist, zwischen denen ein den magnetischen Fluss beeinflussender
Materialbereich vorgesehen ist, der geeignet und bestimmt ist, den magnetischen Fluss
von einem der Axialabschnitte zum jeweils anderen Axialabschnitt (im Vergleich zu
einer Ausführung ohne einen solchen Materialbereich) über den Anker sowie über den
zwischen dem Innenumfang der Nockenwelle und dem Anker vorgesehenen, ggf. ölgefüllten
Luftspeicher zu erhöhen. Der Materialbereich ist also so beschaffen, dass er den magnetischen
Fluss, zumindest größtenteils, ganz besonders bevorzugt vollständig von einem der
Axialabschnitte zum Anker und vom Anker zum jeweils anderen Axialabschnitt "zwingt"
also derart, dass der magnetische Fluss den Abstand zwischen den Axialabschnitten
und dem Anker überquert und den "Umweg" über den Anker nimmt. Hierdurch wird eine
platzsparende, wirkungsgradoptimierte Ausbildung der elektromagnetischen Stelleinheit
erhalten. Theoretisch wäre es denkbar, die, vorzugsweise radialdurchbruchsfreie, Nockenwelle
aus einem nichtmagnetisierbaren Material auszubilden, um somit auf zwei über einen
Materialbereich beabstandete Axialabschnitte zu verzichten - diese Alternativlösung
hätte jedoch aufgrund des großen, magnetisch nicht leitenden Radialabstandes zwischen
Spulenwicklung und Anker den Nachteil, dass eine vergleichsweise großdimensionierte
Spulenwicklung eingesetzt werden müsste, um eine Verstellung des Ankers zu gewährleisten.
Im Gegensatz dazu kommt eine erfindungsgemäße Nockenwellenbaugruppe mit vergleichsweise
kleindimensionierter Spulenwicklung aus, so dass die erfindungsgemäße Nockenwellenbaugruppe
nicht nur in axialer Richtung, sondern auch in radialer Richtung bauraumoptimiert
ist.
[0011] Bevorzugt wird auf eine axial an die Nockenwelle angrenzende Joch- und Kerneinheit
verzichtet, da diese Funktion von dem ersten und dem zweiten Axialabschnitt der Nockenwelle
übernommen wird.
[0012] Bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei welcher die Nockenwelle vollständig innerhalb
eines Motorblocks angeordnet ist. Weiter bevorzugt befinden sich der Anker und die
Spulenwicklung ebenfalls vollständig innerhalb des Motorblocks und nicht wie im Stand
der Technik an einem außen am Motorblock festgelegten Gehäuse, auf welches weiterbildungsgemäß
bevorzugt vollständig verzichtet wird.
[0013] Ganz besonders bevorzugt ist es, wenn der den Magnetfluss beeinflussende Bereich
in radialer Richtung nicht über die axial benachbarten Nockenwellenabschnitte bzw.
über deren, bevorzugt gemeinsame zylindrische, Hüllkontur vorsteht.
[0014] Um eine optimale Beeinflussung des magnetischen Flusses in der zuvor beschriebenen
Art und Weise zu bewirken, ist in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, das das
den Materialbereich ausbildende Material, also das Material, dass im Materialbereich
umfasst ist oder aus welchem dieser besteht, magnetisch nicht leitend ist oder zumindest
weniger magnetisch leitend ist als das (sonstige) Material der Nockenwelle. In diesem
Zusammenhang sei definiert, dass unter dem anspruchsgemäßen magnetisierbaren Material
der Nockenwelle das Material oder die Materialkombinationen der Nockenwelle benachbart
zu dem den magnetischen Fluss beeinflussenden Materialbereich zu verstehen ist, also
das oder die Materialen, aus dem oder denen die Axialabschnitte gebildet sind. Durch
die Ausbildung des den magnetischen Fluss beeinflussenden Materialbereichs aus einem
nicht oder zumindest weniger magnetisierbaren Material, vorzugsweise Metall, beispielsweise
Lagerwerkstoffe, wie z.B. Messing, wird eine optimale magnetische Trennung zwischen
den beiden Axialabschnitten erreicht. Diese magnetische Trennung kann vollständig
oder nur teilweise realisiert werden, je nachdem, ob die beiden Axialabschnitte ausschließlich
über den den magnetischen Fluss beeinflussenden Materialbereich miteinander verbunden
sind, oder ob zusätzlich zu dem Materialbereich eine Materialbrücke aus Nockenwellenmaterial
vorgesehen ist. Die Qualität bzw. das Maß der magnetischen Trennung wird auch beeinflusst
von der Materialwahl des Materialbereichs, also dadurch, ob nicht magnetisierbares
oder nur schwer magnetisierbares Material eingesetzt wird.
[0015] In der vorliegenden Anmeldung wird "magnetisierbar" im Sinne von "flussleitend" verstanden,
d.h. ein magnetisierbares Material ist flussleitend, wohingegen ein schwer magnetisierbares
Material schlechter flussleitend ist, d.h. das schwer magnetisierbare Material setzt
dem magnetischen Fluss einen großen Widerstand entgegen. Nicht magnetisierbares Material
ist nicht flussleitend. "Magnetisierbar" meint also nicht eine mögliche Remanenz (Aufmagnetisierbarkeit)
des Materials sondern, dass eine signifikante Magnetisierung des Materials unter äußerem
Magnetfeld eintritt.
[0016] Bevorzugt ist es, wenn die Nockenwelle, vorzugsweise zumindest im Bereich der Stelleinheit
(Aktorbereich) aus magnetisierbarem (flussleitendem) Material, insbesondere einem
geeigneten Stahl ausgebildet ist.
[0017] Ganz besonders bevorzugt ist eine Ausführungsvariante, bei der der erste und der
zweite Axialabschnitt, insbesondere ausschließlich, über den Materialbereich mechanisch
fest miteinander verbunden sind. Dies kann insbesondere dadurch realisiert werden,
dass der erste und der zweite Axialabschnitt durch Verschweißen, insbesondere Auftragsschweißen
unter Verwendung von nicht oder wenig magnetisch leitendem Material miteinander verbunden
werden. Alternativ zu einem Schweißprozess ist es denkbar, dass der Materialbereich
von einem Lotmaterial gebildet ist, welches zwar die Materialabschnitte mechanisch
fest miteinander verbindet, jedoch im Gegensatz zu einem Schweißprozess keine materialschlüssige,
dennoch eine mechanisch feste Verbindung herstellt. Bevorzugt wird die Nockenwellenmantelfläche
(Oberfläche) nach dem Schweißen oder Löten bearbeitet, insbesondere geglättet, beispielsweise
durch Abdrehen und/oder Schleifen.
[0018] Beispielsweise als Alternative zum Aufbringen eines zusätzlichen Materials, insbesondere
eines Lot- oder Schweißmaterials zur Ausbildung des Materialbereichs ist es möglich,
den Materialbereich durch eine Materialveränderung in einem Abschnitt axial zwischen
den beiden Axialabschnitten der Nockenwelle zu realisieren bzw. zu bilden. Dies kann
beispielsweise durch partielle Wärmebehandlung, insbesondere Glühen oder sonstige
Verfahren zur Gefügeumwandlung erreicht werden.
[0019] Eine weitere alternative Herstellungsmöglichkeit besteht darin, als den magnetischen
Fluss beeinflussenden Materialbereich zwischen dem ersten und dem zweiten Axialabschnitt
ein Ringbauteil bzw. Hohlzylinderbauteil aus einem nicht- oder schlecht-magnetisch
leitendem Material, beispielsweise Messing vorzusehen, welches in geeigneter Weise,
beispielsweise durch Reibschweißen mit den beiden Axialabschnitten, vorzugsweise mit
den einander zugewandten Stirnseiten der Axialabschnitte verbunden wird.
[0020] Besonders bevorzugt ist es, wenn der Materialbereich zwischen den beiden Axialabschnitten
der Nockenwelle durch Auffüllen eines Freiraums mit, bevorzugt nicht oder schlecht
magnetisierbarem Material erzeugt wird, wobei der Freiraum eine Aussparung, insbesondere
eine Umfangsnut in der Nockenwelle sein kann, dass also neben dem Freiraum, insbesondere
radial innen benachbart eine, vorzugsweise möglichst dünne, Verbindung aus Nockenwellenmaterial
zwischen den beiden Axialabschnitten der Nockenwelle verbleibt. Alternativ kann es
sich bei dem Freiraum um eine vollständige Trennung, d.h. einen radial durchgehenden,
insbesondere umfangsgeschlossenen Spalt bzw. Axialabstand zwischen den beiden Axialabschnitten
der Nockenwelle handeln. Wie bei der Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens
bzw. einer bevorzugten Ausführungsvariante des Verfahrens noch zu erkennen sein wird,
ist es besonders zweckmäßig, wenn das Herstellen des Freiraums durch Herstellen einer
Aussparung oder vollständiges Trennen der beiden Axialabschnitte der Nockenwelle in
derselben Einspannung erfolgt, so dass die beiden Axialabschnitte exakt zueinander
positioniert bleiben und kein erneutes Relativpositionieren notwendig ist.
[0021] Wie bereits erläutert ist es besonders zweckmäßig, wenn der Freiraum durch Auftragsschweißen
gefüllt wird, wobei in diesem Fall das nicht oder schlecht leitende magnetische Material
in einem fluiden, erhitzten Zustand aufgebracht wird.
[0022] Wie zuvor bereits angedeutet, ist es grundsätzlich denkbar, dass die beiden Axialabschnitte
der Nockenwelle nicht ausschließlich über den Materialbereich aus nicht oder schlecht
magnetisierbarem Material aneinander gehalten sind, sondern dass unmittelbar an den
Materialbereich angrenzend, insbesondere radial innerhalb, ein axialer, vorzugsweise
ringförmiger, noch weiter bevorzugt möglichst dünner, d.h. eine möglichst geringe
Radialerstreckung aufweisender Verbindungssteg bzw. Verbindungsring vorgesehen wird.
Bevorzugt ist dieser Verbindungsabschnitt, insbesondere Ringabschnitt so dünn ausgelegt
bzw. mit einem so dünnen Querschnitt in radialer Richtung versehen, dass bei Bestromung
der Spulenwicklung (schnell) eine magnetische Sättigung erreicht wird, wodurch negative
Auswirkungen des magnetisierbaren Verbindungsabschnitts auf den Wirkungsgrad der elektromagnetischen
Stelleinheit minimiert werden.
[0023] Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei der die Nockenwelle bis auf den
den magnetischen Fluss beeinflussenden Bereich maximal zweiteilig ausgebildet ist,
d.h. nicht mehr als zwei Teile umfasst. Eine einteilige Ausgestaltung ist möglich,
wenn die beiden Axialabschnitte, wie zuvor beschrieben über eine Materialbrücke miteinander
verbunden sind oder der den magnetischen Fluss beeinflussende Bereich durch Gefügeumwandlung
eines Nockenwellenabschnittes erzeugt ist. Bei einer zweiteiligen Ausführungsform
sind die beiden Axialabschnitte (bevorzugt ausschließlich) über den den magnetischen
Fluss beeinflussenden Materialbereich miteinander verbunden. Weiter bevorzugt weist
die Nockenwelle eine axial durchgehende zylindrische Außenkontur auf.
[0024] Im Hinblick auf die geometrische Ausgestaltung des nicht- oder nur schlechtmagnetisierbaren
Materialbereichs gibt es unterschiedliche Alternativen. Grundsätzlich ist es möglich,
den Materialbereich mit einer im Querschnitt rechteckigen Kontur zu versehen. Besonders
zweckmäßig ist es, insbesondere um möglichst große Verbindungs- bzw. Fixierflächen
zwischen den Axialabschnitten und dem Materialbereich zu erhalten, wenn die Verbindungsflächen
bzw. Halteflächen zwischen dem Materialbereich und den Axialabschnitten schräg ausgebildet
sind. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass die Axialerstreckung
des Materialbereichs über seine Radialerstreckung, d.h. in Richtung Anker betrachtet,
abnimmt.
[0025] Um eine möglichst gute magnetische Trennung zwischen den beiden Axialabschnitten
zu erreichen ist es bevorzugt, wenn der Materialbereich aus nicht oder schwermagnetisierbarem
Material umfangsgeschlossen, d.h. ringförmig ausgebildet ist.
[0026] Im Hinblick auf die Anordnung der Spulenwicklung gibt es mehrere Alternativen. Gemäß
einer besonders bevorzugten Ausführungsvariante ist die Spulenwicklung koaxial zur
Nockenwelle angeordnet, umschließt diese also ringförmig. Alternativ ist die Spulenwicklung
neben der Nockenwelle angeordnet, vorzugsweise derart, dass eine Spulenwicklungsachse
parallel zur Nockenwelle verläuft. Auch ist es denkbar mehrere in Umfangsrichtung
nebeneinander angeordnete, d.h. über den Umfang der Nockenwelle verteilte Spulenwicklungen
vorzusehen.
[0027] Gemäß der Erfindung ist der Anker zumindest abschnittsweise in der Nockenwelle, genauer
dem in der Nockenwelle vorgesehenen, vorzugsweise von dieser begrenzten Aufnahmeraum
aufgenommen. Besonders zweckmäßig im Hinblick auf einen optimierten Raumbedarf ist
es, wenn der Anker über den größten Teil seiner Axialerstreckung, vorzugsweise vollständig
in der Nockenwelle angeordnet ist. Ebenso ist es bevorzugt, wenn der Stellpartner,
insbesondere ein Steuerventil eines Nockenwellenverstellers, mit welchem der Anker
zusammenwirkt, zumindest abschnittsweise, vorzugsweise vollständig in der Nockenwelle
aufgenommen ist. Besonders zweckmäßig ist es, wenn der Stellpartner zumindest axial
von einer Stirnseite her in die Nockenwelle hineinragt.
[0028] Die Erfindung führt auch auf ein Verfahren zum Herstellen einer erfindungsgemäßen
Nockenwellenbaugruppe. Kern des Verfahrens ist es, das in einem (Zwischen-) Bereich
zwischen einem ersten Axialabschnitt und einem zweiten Axialabschnitt einer Nockenwelle
ein, vorzugsweise die beiden Axialabschnitte mechanisch fest miteinander verbindender,
Materialbereich so vorgesehen wird, dass dadurch eine magnetische Flussführung bewirkt
wird, bei welcher der magnetische Fluss von einem der Axialabschnitte der Nockenwelle
zu dem jeweils anderen Axialabschnitt über den Anker (im Vergleich zu einer Ausführungsvariante
ohne einen solchen Materialbereich) erhöht wird.
[0029] Im Hinblick auf die Erzeugung des Materialbereichs gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.
Besonders bevorzugt ist es den Materialbereich durch Auffüllen, beispielsweise mittels
Auftragsschweißens, eines Freiraums zwischen den beiden Axialabschnitten mit einem
Material zu erzeugen, welches nicht oder zumindest weniger leicht magnetisierbar ist
als das Material der beiden Axialabschnitte der Nockenwelle. Bevorzugt bestehen die
beiden Axialabschnitte der Nockenwelle aus dem gleichen Material. Grundsätzlich denkbar
ist auch eine Ausführungsvariante, bei denen die beiden Nockenwellenaxialabschnitte
aus unterschiedlichen Materialen bestehen.
[0030] Vor dem Auffüllen des Freiraums wird dieser bevorzugt hergestellt, alternativ durch
spanende Bearbeitung eines Nockenwellenrohlings, beispielsweise durch Einbringen einer
Nut oder durch Trennen eines zuvor einteiligen Nockenwellenkörperrohlings, wobei es
besonders bevorzugt ist, wenn das Herstellen des Freiraums in derselben Einspannung
erfolgt, wie das Auffüllen des Freiraums, um eine erneute Positionierung der beiden
Axialabschnitte im Falle der vollständigen Trennung zu vermeiden.
[0031] Alternativ ist es möglich, zwei Nockenwellenkörperrohlinge, die später die beiden
Axialabschnitte der Nockenwelle bilden, unter Einhaltung des Freiraums zu positionieren
und daraufhin den Freiraum mit, insbesondere nicht- oder zumindest weniger leicht
magnetisierbarem Material, beispielsweise durch Auftragsschweißen aufzufüllen.
[0032] Gemäß einer alternativen Herstellungsvariante des Materialsbereichs wird bevorzugt
kein Freiraum aufgefüllt, sondern es wird das ursprünglich magnetisierbare Material
des Nockenwellenkörperrohlings partiell bearbeitet (verändert), so dass das Material
in dem späteren Materialbereich nicht oder zumindest weniger leicht magnetisierbar
wird als das Material des ersten und/oder zweiten Axialabschnittes. Hierzu wird das
Material im späteren Materialbereich beispielsweise partiell durch Wärmebehandlung
bearbeitet.
[0033] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnungen.
[0034] Diese zeigen in:
- Fig. 1
- in einer stark schematisierten nur hälftig dargestellten, geschnittenen Ansicht eine
Nockenwellebaugruppe, bei der zwei Axialabschnitte der Nockenwelle ausschließlich
über einen Materialbereich aus nicht- magnetisierbarem Material axial fest miteinander
verbunden sind, und
- Fig. 2
- eine alternative Ausführungsvariante der Nockenwellenbaugruppe, bei der die beiden
Axialabschnitte zusätzlich zu dem Materialbereich über einen ringförmigen Verbindungsabschnitt
aus Nockenwellenmaterial miteinander verbunden sind, wobei die Radialerstreckung dieses
Verbindungsbereichs so gewählt ist, dass dieser Bereich bei Bestromung einer Spulenwicklung
rasch magnetisch gesättigt wird.
[0035] In den Figuren sind gleiche Elemente und Elemente mit der gleichen Funktion mit den
gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0036] In Fig. 1 ist in einer schematischen Längsschnittansicht eine Nockenwellenbaugruppe
mit einer hohlen Nockenwelle aus einem magnetisierbaren Material, hier Stahl, sowie
einem hydraulischen Nockenwellenversteller 3, einer elektromagnetischen Stelleinheit
4 und einem Stellpartner 5 für die elektromagnetische Stelleinheit in Form eines Steuerventils
des Nockenwellenverstellers 3 gezeigt. Der Nockenwellenversteller 3 ist samt Stellpartner
5 (Steuerventil) auf der Nockenwelle 2 in an sich bekannter Art und Weise angeordnet
und fixiert. Ein nicht separat dargestelltes Nockenwellenverstellergehäuse ist direkt
oder indirekt mit einer ebenfalls nicht dargestellten Kurbelwelle des ebenfalls nicht
dargestellten Verbrennungsmotors verbunden und von dieser angetrieben. Zudem weist
der Nockenwellenversteller 3 mit der Nockenwelle 2 verbundene, nicht gezeigte Verstellelemente
auf, die durch eine hydraulische Betätigung in an sich bekannter Weise relativ zum
Nockenwellenverstellergehäuse verdreht werden können. Die Verdrehung dieser Verstellelemente
bewirkt eine Phasenverstellung der Nockenwelle 2 relativ zur Kurbelwelle.
[0037] Die elektromagnetische Stelleinheit 4 umfasst einen in der Nockenwelle 2, genauer
in einem Aufnahmeraum 6 der Nockenwelle 2 angeordneten Anker 7, der axial verschieblich
gelagert ist und durch Bestromung einer radial außerhalb und mit Abstand zu der Nockenwelle
2 angeordneten Spulenwicklung 8 in axialer Richtung der Nockenwelle 2 verstellbar
ist. Der Anker 7 ist axial benachbart zum Stellpartner 5 angeordnet, welcher alternativ
vollständig in der Nockenwelle 2 angeordnet ist und axial in diese hineinragt. Auch
ist es denkbar, dass sich der Stellpartner außerhalb der Nockenwelle 2 befindet und
der Anker 7 ein Stück weit aus der Nockenwelle 2 hinausragt.
Wie erläutert ist der Stellpartner 5 ein Steuerventil des Nockenwellenverstellers
3, wobei mit Hilfe des Steuerventils der Nockenwellenversteller 3 angesteuert werden
kann, indem dem hydraulischen Nockenwellenversteller 3 durch das Steuerventil (Stellpartner
5) in einer für die gewünschte Verstellung erforderlichen Menge und den notwendigen
Druck die verstellende bewirkende Hydraulikflüssigkeit zugeführt wird. Durch die Hydraulikflüssigkeit
werden die Verstellelemente des Nockenwellenverstellers 3 relativ zum Gehäuse des
Nockenwellenverstellers 3 verdreht, was dann, wie erläutert in einer Phasenverstellung
der Nockenwelle 2 resultiert.
[0038] Wie aus Fig. 1 zu entnehmen ist, umfasst die Nockenwelle 2 einen ersten Axialabschnitt
9 sowie einen zweiten Axialabschnitt 10. Zwischen dem ersten und dem zweiten Axialabschnitt
9, 10 ist ein den magnetischen Fluss beeinflussender Materialbereich 11 aus einem
nicht oder nur schlecht magnetisierbaren Material vorgesehen. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 sind die beiden Axialabschnitte 9, 10 ausschließlich über diesen Materialbereich
11 aneinander fixiert bzw. miteinander verbunden. Der Materialbereich 11 bildet eine
vollständige oder teilweise magnetische Trennung der beiden Axialabschnitte 9, 10.
Der Materialbereich 11 dient dazu, den lediglich schematisch eingezeichneten magnetischen
Fluss 12 von einem der Axialabschnitte über einen ggf. ölgefüllten oder luftgefüllten
(Umfangs-) Spalt 13 zum Anker 7 zu leiten, der von dem magnetischen Fluss 12 axial
durchsetzt wird und dann wiederum von dem Anker 7 zurück über den Spalt 13 zum jeweils
anderen Axialabschnitt.
[0039] Aus Fig. 1 ist zu entnehmen, dass die Spulenwicklung 8 koaxial zur Nockenwelle 2
bzw. zur Längsmittelachse 14 der Nockenwelle 2 mit Radialabstand zur Nockenwelle 2
angeordnet ist. Zwischen der Nockenwelle 2 und der Spulenwicklung 8 ist ein geringer
Umfangsluftspalt 15 realisiert, so dass sich die Nockenwelle 2 relativ zu der ortsfest
angeordneten Spulenwicklung 8 verdrehen kann. Alternativ kann die Nockenwelle nicht
koaxial sondern parallel neben der Nockenwelle 2 angeordnet werden.
[0040] Der Spulenwicklung 8 sind ein erster und ein zweiter Jochabschnitt 16, 17 zugeordnet,
die ringscheibenförmig ausgebildet sind und sich in radialer Richtung erstrecken.
Die beiden Jochabschnitte 16, 17 sind in axialer Richtung von einem, hier hohl-zylindrischen,
magnetisierbaren Gehäuse 18 miteinander verbunden. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel
handelt es sich bei dem ersten, Jochabschnitt 16, dem zweiten Jochabschnitt 17 und
dem Gehäuse 18 um separate, miteinander verbundene Bauteile, wobei bei einer alternativen
Ausführungsvariante zumindest einer der Jochabschnitte 16, 17 einteilig mit dem Gehäuse
18 verbunden sein kann.
[0041] Bei Bestromung der Spulenwicklung 8 ergibt sich der lediglich schematisch dargestellte
magnetische Fluss 12, wobei die Flussrichtung und damit die Bewegungsrichtung des
Ankers 7 abhängig ist von der Bestromungsrichtung der Spulenwicklung 8. In dem gezeigten
Ausführungsbeispiel verläuft der magnetische Fluss von dem radial inneren Ende des
ersten Jochabschnittes 16 in radialer Richtung nach außen in das zylindrische Gehäuse
18, in diesem in axialer Richtung zum radial äußeren Ende des zweiten Jochabschnittes
17 und dann im zweiten Jochabschnitt 17 nach radial innen, überbrückt dann einen zweiten
Spalt 19 zwischen dem zweiten Jochabschnitt 17 und dem zweiten Axialabschnitt, durchsetzt
den zweiten Axialabschnitt im Wesentlichen in radialer Richtung nach innen, überbrückt
dann den Spalt 13 hin zum Anker 7, verläuft im Anker 7 in axialer Richtung, überbrückt
dann wieder in radialer Richtung nach außen den Spalt 13 in den ersten Axialabschnitt
9 hinein und verläuft in diesem radial nach außen und überbrückt einen ersten Spalt
20 zwischen dem ersten Axialabschnitt 9 und dem ersten Jochabschnitt 16.
[0042] Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann eine Rückstellung, entweder vom Stellpartner
weg oder auf den Stellpartner zu mittels eines, beispielsweise mechanischen Verstellmechanismus
erfolgen, insbesondere über einen Federmechanismus (nicht dargestellt). Zur Begrenzung
der axialen Verstellbewegung des Ankers 7 in Richtung von dem Stellpartner 5 weg ist
in dem gezeigten Ausführungsbeispiel ein schematisch dargestellter Axialanschlag 21,
auf der von dem Stellpartner 5 abgewandten Seite des Ankers 7 vorgesehen.
[0043] In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ist der Anker 7 mehrteilig ausgebildet und
umfasst einen Hülsenabschnitt 22, an dem ein Bolzenabschnitt 23, beispielsweise durch
Einpressen, festgelegt ist. In dem Bolzenabschnitt 23 ist stirnseitig eine Kugel 24
in einem Käfig verdrehbar gehalten, wobei sich der Anker 7 über die Kugel 24 axial
am Stellpartner 5 abstützt.
[0044] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 wurde der Materialbereich 11 durch Auftragsschweißen
hergestellt. Hierzu wurde ein Nockenwellenkörperrohling aus magnetisierbarem Material
im Bereich des jetzigen Materialbereichs 11 aufgeteilt in zwei separate Axialabschnitte,
die jetzt den ersten und zweiten Axialabschnitt 9, 10 bilden. Diese beiden Axialabschnitte
wurden durch Auftragsschweißen von nicht-magnetisierbarem Material 11, d.h. durch
Herstellen des Materialbereichs 11 fest, hier materialschlüssig miteinander verbunden.
Zu erkennen ist, dass die Axialerstreckung des Materialbereichs von radial außen nach
radial innen abnimmt, und dass an jedem Axialabschnitt 9, 10 stirnseitig jeweils mindestens
eine schräge Kontaktfläche ausgebildet ist, um die Kontaktflächen zum Materialbereich
11 und damit die Festigkeit des Systems zu erhöhen.
[0045] Es ist auch auf alternative Weise möglich, die magnetische Trennung zwischen den
beiden Axialabschnitten 9, 10 zu realisieren, beispielsweise indem als Materialbereich
11 ein Ring aus einem nicht- oder nur schwermagnetisierbarem Material vorgesehen wird,
um die beiden separaten, d.h. späteren Axialabschnitte 9, 10 miteinander zu verbinden.
[0046] Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 entspricht im Wesentlichen dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen im Folgenden im Wesentlichen
nur auf die Unterschiede zwischen den Ausführungsbeispielen eingegangen wird. Im Hinblick
auf die Gemeinsamkeiten zwischen den Ausführungsbeispielen wird auf Fig. 1 mit zugehöriger
Figurenbeschreibung verwiesen.
[0047] Im Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 sind die beiden Axialabschnitte
9, 10 nicht vollständig magnetisch getrennt, sondern neben dem Materialbereich 11
ist radial innen ein in der Schnittansicht stegartiger Verbindungsabschnitt 25 vorgesehen,
welcher im Wesentlichen ringförmig ist und unmittelbar radial benachbart zum Materialbereich
11 angeordnet ist. Die Radialerstreckung, d.h. Dickenerstreckung des Verbindungsabschnittes
25 ist so bemessen, dass bei Bestromung der Spulenwicklung 8 im Verbindungsabschnitt
25 eine magnetische Sättigung schnell erreicht wird, so dass ein hieraus resultierender
Verlust minimiert wird. Der Hauptfluss verläuft wie in Fig. 1 eingezeichnet.
[0048] Hergestellt werden kann das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2, indem in einem Nockenwellenkörperrohling
ein Freiraum in Form des jetzigen Materialbereichs 11, beispielsweise durch spanende
Bearbeitung hergestellt und dieser Freiraum dann mit dem den Materialbereich 11 bildenden
Material, insbesondere durch Auftragsschweißen aufgefüllt wird. Anstelle der Füllung
des Freiraums 11 mit fluidem, erstarrendem Material ist es alternativ möglich einen
festen Ringeinsatz aus nicht- oder nur schwer-magnetisierbarem Material, beispielsweise
aus Messing einzusetzen und diesen bevorzugt mit beiden Axialabschnitten, beispielsweise
durch Reibschweißen zu verbinden.
[0049] Der Vorteil des zweiten Ausführungsbeispiels gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel
besteht in einer erhöhten mechanischen Stabilität. Weiterhin stellt sich das Problem
nicht, dass eine Fluchtung der beiden Nockenwellenabschnitte über den Materialbereich
hinweg gesondert sichergestellt werden muss.
[0050] Bei sämtlichen gezeigten Ausführungsbeispielen ragt der Stellpartner 5 von axial
außen exemplarisch in die Nockenwelle 2 hinein. Besonders bevorzugt ist eine (nicht
dargestellte) Ausführungsform, bei der sich der Stellpartner, insbesondere ein Steuerventil
für die Nockenwellenverstellung wie beispielsweise in der
EP 2 252 774 B1 gezeigt, vollständig innerhalb der Nockenwelle befindet.
Bezugszeichenliste
[0051]
- 1
- Nockenwellenbaugruppe
- 2
- Nockenwelle
- 3
- Nockenwellenversteller
- 4
- Stelleinheit
- 5
- Stellpartner
- 6
- Aufnahmeraum
- 7
- Anker
- 8
- Spulenwicklung
- 9
- Axialabschnitt
- 10
- Axialabschnitt
- 11
- Materialbereich
- 12
- magnetischer Fluss
- 13
- Spalt
- 14
- Längsmittelachse
- 15
- Umfangsluftspalt
- 16
- Jochabschnitt
- 17
- Jochabschnitt
- 18
- Gehäuse
- 19
- zweiter Spalt
- 20
- erster Spalt
- 21
- Axialanschlag
- 22
- Hülsenabschnitt
- 23
- Bolzenabschnitt
- 24
- Kugel
- 25
- Verbindungsabschnitt
1. Nockenwellenbaugruppe, umfassend eine in ihrem Innern einen Aufnahmeraum (6) aufweisende
Nockenwelle (2), zumindest abschnittsweise aus einem magnetisierbaren Material für
einen Verbrennungsmotor und eine elektromagnetische Stelleinheit (4) zur Betätigung
eines Stellpartners (5), insbesondere eines Steuerventils eines Nockenwellenverstellers
(3), mit einer Spulenwicklung (8) und einem durch Bestromen der Spulenwicklung (8)
verstellbaren Anker (7) zum Zusammenwirken mit dem Stellpartner (5),
dadurch gekennzeichnet,
dass der Anker (7), zumindest abschnittsweise, vorzugsweise vollständig, innerhalb der
Nockenwelle (2) in dem Aufnahmeraum (6) und die Spulenwicklung (8) zum berührungslosen
Verstellen des Ankers (7) radial außerhalb der Nockenwelle (2) angeordnet sind, und
dass die Nockenwelle (2) einen ersten Axialabschnitt (9) und einen zweiten Axialabschnitt
(10) aufweist, zwischen denen ein den magnetischen Fluss (12) beeinflussender Materialbereich
(11) vorgesehen ist, um den magnetischen Fluss (12) von einem der Axialabschnitte
(9, 10) zum jeweils anderen Axialabschnitt (9, 10) über den Anker (7) zu erhöhen.
2. Nockenwellenbaugruppe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Materialbereich (11) aus einem Material ausgebildet ist, welches nicht magnetisierbar
ist oder zumindest schwerer magnetisierbar ist als das magnetisierbare Nockenwellenmaterial.
3. Nockenwellenbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste und der zweite Axialabschnitt (9, 10) über den Materialbereich (11) mechanisch
fest miteinander verbunden sind.
4. Nockenwellenbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Axialabschnitt (9) und der zweite Axialabschnitt (10) über den Materialbereich
(11) materialschlüssig verbunden sind.
5. Nockenwellenbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Materialbereich (11) durch eine Gefügeumwandlung, beispielsweise durch eine partielle
Wärmebehandlung der Nockenwelle (2), erhalten ist.
6. Nockenwellenbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Materialbereich (11) durch Auffüllen, insbesondere durch Auftragsschweißen, eines
Freiraums zwischen dem ersten und dem zweiten Axialabschnitt (9, 10) mit Material,
insbesondere im erhitzten, bevorzugt fluiden, Zustand, oder durch das Vorsehen, vorzugsweise
Festelegen eines separaten Ringelementes, erhalten ist.
7. Nockenwellenbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Axialabschnitt (9) und der zweite Axialabschnitt (10) ausschließlich über
den Materialbereich (11) aneinander gehalten sind, oder dass der erste Axialabschnitt
(9) und der zweite Axialabschnitt (10) in einem zu dem Materialbereich (11) benachbarten
Abschnitt über einen, vorzugsweise als Ringabschnitt ausgebildeten Verbindungsabschnitt
(25) verbunden bzw. einteilig ausgebildet sind, der aus dem Material des ersten und
zweiten Axialabschnittes (9, 10) besteht.
8. Nockenwellenbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Materialbereich (11) umfangsgeschlossen ist.
9. Nockenwellenbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Spulenwicklung (8) die Nockenwelle (2) umschließt und koaxial zu der Nockenwelle
(2) und zu dem Anker (7) angeordnet ist, oder dass die Spulenwicklung (8) neben der
Nockenwelle (2) angeordnet ist, vorzugsweise derart, dass eine Spulenwicklungsachse
parallel zur Nockenwelle (2) verläuft.
10. Nockenwellenbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Anker (7) über den größten Teil seiner Axialerstreckung, vorzugsweise vollständig,
in der Nockenwelle (2) aufgenommen ist und/oder dass Stellpartner (5) zumindest abschnittsweise
in der Nockenwelle (2) aufgenommen ist, vorzugsweise axial in diese hinein ragt.
11. Nockenwellenbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Axialerstreckung des Materialbereichs (11) über seine Radialerstreckung unterschiedlich
ist, vorzugsweise dass die Axialerstreckung mit geringer werdendem Radialabstand zum
Anker (7) abnimmt.
12. Verfahren zum Herstellen einer Nockenwellenbaugruppe nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen einem ersten Axialabschnitt (9) und einem zweiten Axialabschnitt (10) einer
Nockenwelle (2) ein den magnetischen Fluss (12) beeinflussender Materialbereich (11)
vorgesehen wird, um einen magnetischen Fluss (12) von einem der Axialabschnitte (9,
10) zum jeweils anderen Axialabschnitt (9, 10) über einen in der Nockenwelle (2) aufnehmbaren
Anker (7) zu erhöhen.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
der Materialbereich (11) durch eine Gefügeumwandlung, beispielsweise durch eine partielle
Wärmebehandlung der Nockenwelle (2), erhalten wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Materialbereich (11) durch Auffüllen, insbesondere durch Auftragsschweißen, eines
Freiraums zwischen dem ersten und dem zweiten Axialabschnitt (9, 10) mit Material,
insbesondere im erhitzen, bevorzugt fluiden, Zustand, erhalten wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Herstellen des Freiraums in derselben Einspannung erfolgt wie das Auffüllen des
Freiraums.
16. Motorblock mit einer Nockenwellenbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei
bevorzugt die Nockenwelle (2) und/oder der Anker (7) und/oder die Spulenwicklung (8)
innerhalb des Motorblocks angeordnet sind/ist.
1. A camshaft assembly, comprising a camshaft (2) having in its interior a receiving
space (6), at least partially of a magnetisable material for an internal combustion
engine and an electromagnetic actuating unit (4) for actuating an actuating partner
(5), in particular a control valve of a camshaft adjuster (3), with a coil winding
(8) and an armature (7), adjustable by energizing the coil winding (8), for cooperating
with the actuating partner (5),
characterized in that
the armature (7), at least partially, preferably completely, is arranged inside the
camshaft (2) in the receiving space (6) and the coil winding (8) for noncontact adjusting
of the armature (7) is arranged radially outside the camshaft (2), and that the camshaft
(2) has a first axial section (9) and a second axial section (10), between which a
material region (11) influencing the magnetic flux (12) is provided, in order to increase
the magnetic flux (12) from one of the axial sections (9, 10) to the respectively
other axial section (9, 10) via the armature (7).
2. The camshaft assembly according to Claim 1, characterized in that the material region (11) is constructed from a material which is not magnetisable
or is at least more difficult to magnetise than the magnetisable camshaft material.
3. The camshaft assembly according to one of Claims 1 or 2, characterized in that the first and the second axial section (9, 10) are connected securely with one another
mechanically via the material region (11).
4. The camshaft assembly according to one of the preceding claims, characterized in that the first axial section (9) and the second axial section (10) are connected in a
materially connected manner via the material region (11).
5. The camshaft assembly according to one of the preceding claims, characterized in that the material region (11) is obtained by a microstructural transformation, for example
by a partial heat treatment of the camshaft (2).
6. The camshaft assembly according to one of the preceding claims, characterized in that the material region (11) is obtained by filling, in particular by build-up welding,
of a free space between the first and the second axial section (9, 10) with material,
in particular in the heated, preferably fluid, state, or by the provision, preferably
fixing, of a separate annular element.
7. The camshaft assembly according to one of the preceding claims, characterized in that the first axial section (9) and the second axial section (10) are held against one
another exclusively via the material region (11), or that the first axial section
(9) and the second axial section (10) in a section adjacent to the material region
(11) are connected via a connecting section (25), preferably constructed as an annular
section, or respectively are constructed in one piece, which connecting section consists
of the material of the first and second axial section (9, 10).
8. The camshaft assembly according to one of the preceding claims, characterized in that the material region (11) is circumferentially closed.
9. The camshaft assembly according to one of the preceding claims, characterized in that the coil winding (8) surrounds the camshaft (2) and is arranged coaxially to the
camshaft (2) and to the armature (7), or that the coil winding (8) is arranged adjacent
to the camshaft (2), preferably such that a coil winding axis runs parallel to the
camshaft (2).
10. The camshaft assembly according to one of the preceding claims, characterized in that the armature (7) is received over the majority of its axial extent, preferably completely,
in the camshaft (2) and/or that actuating partner (5) is received at least partially
in the camshaft (2), preferably extends axially into the latter.
11. The camshaft assembly according to one of the preceding claims, characterized in that the axial extent of the material region (11) is different over its radial extent,
preferably that the axial extent decreases with a radial distance from the armature
(7) becoming less.
12. A method for the production of a camshaft assembly according to one of the preceding
claims,
characterized in that
between a first axial section (9) and a second axial section (10) of a camshaft (2)
a material region (11), influencing the magnetic flux (12), is provided, in order
to increase a magnetic flux (12) from one of the axial sections (9, 10) to the respectively
other axial section (9, 10) via an armature (7) which is able to be received in the
camshaft (2).
13. The method according to Claim 12, characterized in that the material region (11) is obtained by a microstructural transformation, for example
by a partial heat treatment of the camshaft (2).
14. The method according to one of Claims 12 or 13, characterized in that the material region (11) is obtained by filling, in particular by build-up welding,
of a free space between the first and the second axial section (9, 10) with material,
in particular in the heated, preferably fluid, state.
15. The method according to Claim 14, characterized in that the production of the free space takes place in the same clamping as the filling
of the free space.
16. An engine block with a camshaft assembly according to one of Claims 1 to 11, wherein
preferably the camshaft (2) and/or the armature (7) and/or the coil winding (8) is/are
arranged inside the engine block.
1. Ensemble d'arbre à cames, comportant un arbre à cames (2) comprenant un espace de
réception (6) dans son intérieur, au moins partiellement en un matériau magnétisable,
pour un moteur à combustion interne, et une unité de réglage électromagnétique (4)
pour l'actionnement d'un partenaire de réglage (5), en particulier d'une soupape de
commande d'un déphaseur d'arbre à cames (3), comprenant un enroulement de bobine (8)
et une armature (7) déplaçable par alimentation en courant électrique de l'enroulement
de bobine (8) pour coopérer avec le partenaire de réglage (5),
caractérisé en ce que
l'armature (7) est disposée au moins partiellement, de préférence complètement, à
l'intérieur de l'arbre à cames (2) dans l'espace de réception (6) et l'enroulement
de bobine (8) est disposé radialement à l'extérieur de l'arbre à cames (2) pour le
déplacement sans contact de l'armature (7), et en ce que l'arbre à cames (2) comprend une première portion axiale (9) et une deuxième portion
axiale (10), entre lesquelles est prévue une région de matériau (11) influençant le
flux magnétique (12), afin d'augmenter le flux magnétique (12) à partir de l'une des
portions axiales (9, 10), vers l'autre portion axiale (9, 10) respective par le biais
de l'armature (7).
2. Ensemble d'arbre à cames selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la région de matériau (11) est réalisée à partir d'un matériau qui n'est pas magnétisable
ou au moins plus difficilement magnétisable que le matériau d'arbre à cames magnétisable.
3. Ensemble d'arbre à cames selon l'une quelconque des revendications 1 et 2,
caractérisé en ce que
la première et la deuxième portion axiale (9, 10) sont reliées fixement l'une à l'autre
mécaniquement par le biais de la région de matériau (11).
4. Ensemble d'arbre à cames selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la première portion axiale (9) et la deuxième portion axiale (10) sont reliées par
liaison de matière par le biais de la région de matériau (11).
5. Ensemble d'arbre à cames selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la région de matériau (11) est obtenue par une transformation de structure, par exemple
par un traitement thermique partiel de l'arbre à cames (2).
6. Ensemble d'arbre à cames selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la région de matériau (11) est obtenue par remplissage, en particulier par rechargement
par soudure, d'un espace libre entre la première et la deuxième portion axiale (9,
10) avec du matériau, en particulier à l'état chauffé, de préférence fluide, ou en
prévoyant, de préférence en fixant, un élément annulaire séparé.
7. Ensemble d'arbre à cames selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la première portion axiale (9) et la deuxième portion axiale (10) sont maintenues
l'une contre l'autre exclusivement par le biais de la région de matériau (11), ou
en ce que la première portion axiale (9) et la deuxième portion axiale (10) sont, dans une
portion adjacente à la région de matériau (11), reliées par le biais d'une portion
de liaison (25) réalisée de préférence sous forme de portion annulaire ou sont réalisées
d'une seule pièce, laquelle portion de liaison est constituée du matériau de la première
et de la deuxième portion axiale (9, 10).
8. Ensemble d'arbre à cames selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la région de matériau (11) est réalisée avec une périphérie fermée.
9. Ensemble d'arbre à cames selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'enroulement de bobine (8) entoure l'arbre à cames (2) et est disposé de manière
coaxiale à l'arbre à cames (2) et à l'armature (7), ou en ce que l'enroulement de bobine (8) est disposé près de l'arbre à cames (2), de préférence
de telle sorte qu'un axe d'enroulement de bobine s'étende parallèlement à l'arbre
à cames (2).
10. Ensemble d'arbre à cames selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'armature (7) est reçue dans l'arbre à cames (2) sur la majeure partie de son étendue
axiale, de préférence entièrement, et/ou en ce que le partenaire de réglage (5) est reçu au moins partiellement dans l'arbre à cames
(2), de préférence pénètre axialement dans celui-ci.
11. Ensemble d'arbre à cames selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'étendue axiale de la région de matériau (11) est différente sur son étendue radiale,
de préférence en ce que l'étendue axiale diminue au fur et à mesure que la distance
radiale à l'armature (7) devient plus petite.
12. Procédé de fabrication d'un ensemble d'arbre à cames selon l'une quelconque des revendications
précédentes,
caractérisé en ce
qu'une région de matériau (11) influençant le flux magnétique (12) est prévue entre une
première portion axiale (9) et une deuxième portion axiale (10) d'un arbre à cames
(2), afin d'augmenter le flux magnétique (12) à partir de l'une des portions axiales
(9, 10), vers l'autre portion axiale (9, 10) respective par le biais d'une armature
(7) pouvant être reçue dans l'arbre à cames (2).
13. Procédé selon la revendication 12,
caractérisé en ce que
la région de matériau (11) est obtenue par une transformation de structure, par exemple
par un traitement thermique partiel de l'arbre à cames (2).
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 12 et 13,
caractérisé en ce que
la région de matériau (11) est obtenue par remplissage, en particulier par rechargement
par soudure, d'un espace libre entre la première et la deuxième portion axiale (9,
10) avec du matériau, en particulier à l'état chauffé, de préférence fluide.
15. Procédé selon la revendication 14,
caractérisé en ce que
la fabrication de l'espace libre s'effectue lors du même serrage que le remplissage
de l'espace libre.
16. Bloc-moteur comprenant un ensemble d'arbre à cames selon l'une quelconque des revendications
1 à 11, dans lequel de préférence l'arbre à cames (2) et/ou l'armature (7) et/ou l'enroulement
de bobine (8) est/sont disposé(e)(s) à l'intérieur du bloc-moteur.