[0001] Die Erfindung betrifft ein Panzerungselement zum Schutz gegen ballistische Bedrohungen
mit einem über eine Schweißverbindung angeschweißten Montageelement. Einen weiteren
Gegenstand der Erfindung bildet ein ballistisch geschütztes Gehäuse, insbesondere
Fahrzeuggehäuse, mit einem Panzerungselement mit einem über eine Schweißverbindung
angeschweißten Montageelement.
[0002] Panzerungselemente dieser Art sind häufig von plattenförmiger Geometrie, bestehen
aus einem metallischen Werkstoff wie etwa Panzerstahl und werden in vielen Bereichen
zum Schutz gegen ballistische Bedrohungen eingesetzt, etwa zum Schutz von Fahrzeugen,
Bunkern, Gebäuden, Containern, Feldlagern und Ähnlichem.
[0003] Oftmals ist vorgesehen, dass innerhalb des über die Panzerungselemente geschützten
Bereichs, also beispielsweise im Inneren einer Fahrerkabine eines militärischen Kraftfahrzeugs,
Objekte verschiedenster Art an den Panzerungselementen befestigt werden. Beispielsweise
werden Sitze, Gurthalter, Feuerlöscher und sonstige Anbauteile aller Art an den Panzerungselementen
befestigt. Hierzu werden üblicherweise Montageelemente über eine Schweißverbindung
an den Panzerungselementen befestigt, über welche die Objekte anschließend an dem
Panzerungselement befestigt werden können, beispielsweise über eine Schraubverbindung.
[0004] Aus
DE 10 2007 005 707 A1 ist so ein an eine Plattenstruktur angeschweißter Innengewindezapfen bekannt, der
zur Befestigung einer Beplankung dient.
[0005] In diesem Zusammenhang hat sich die Schweißverbindung zwischen dem Panzerungselement
und dem Montageelement als nachteilig erwiesen, da durch den Wärmeeinfluss während
des Schweißvorgangs das Gefüge des Grundwerkstoffs des Panzerungselements negativ
beeinflusst wird. Aufgrund dieser Beeinflussungen ist die ballistische Schutzwirkung
des Panzerungselements im Bereich der Schweißverbindung gegenüber dem reinen Grundwerkstoff
geschwächt, so dass sich eine ballistische Schwachstelle ergibt.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, durch die Schweißverbindung hervorgerufene ballistische
Schwachstellen auf einfache Weise zu kompensieren.
[0007] Diese Aufgabe wird bei einem Panzerungselement der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, dass ein die Schweißverbindung als ballistische Unterstützung überdeckendes Überdeckungselement
vorgesehen ist.
[0008] Das Überdeckungselement überdeckt die sich im Bereich der Schweißverbindung ergebende
ballistische Schwachstelle, wodurch dieser Bereich ballistisch unterstützt wird. Die
Gefahr eines Eindringens ballistischer Geschosse in den geschützten Innenraum wird
reduziert. Durch die lokale Überdeckung ergibt sich im Bereich der Schweißverbindung
ein verbessertes Schutzniveau. Die ballistische Schwachstelle wird durch die Überdeckung
gestärkt, so dass auch im Bereich der Schweißverbindungen auf einfache Weise ein ballistisches
Schutzniveau erreicht wird, welches jedem des reinen Grundwerkstoffs des Panzerungselements
entspricht.
[0009] Die Erfindung sieht vor, dass das Montageelement an die Innenseite des Panzerungselements
angeschweißt ist. Die an der Innenseite angeordnete Schweißverbindung ist für etwaige
Aggressoren von außen nicht erkennbar. Auch das Überdeckungselement ist an der Innenseite
angeordnet.
[0010] Vorteilhaft ist eine Ausgestaltung nach welcher das Montageelement ein Gewinde aufweist.
Das Montageelement kann nach Art einer Gewindebuchse bzw. nach Art eines Schweißbutzens
mit einem Gewinde versehen sein. Über das Gewinde lassen sich Objekte verschiedener
Art von innen her lösbar an dem Panzerungselement fixieren. Je nach Art des an dem
Montageelement festzulegenden Objekts kann ein Innengewinde und/oder ein Außengewinde
zur Befestigung des Objekts vorgesehen sein.
[0011] Die Erfindung sieht vor, dass das Überdeckungselement über eine Verbindungsstelle
mit dem Montageelement verbunden ist. Das Monatageelement kann zunächst mit dem Panzerungselement
verbunden und anschließend die Verbindung zwischen dem Montageelement und dem Überdeckungselement
hergestellt werden. Auch eignet sich diese Ausgestaltung als Nachrüstlösung für bereits
im Einsatz befindliche Montageelemente. Als Verbindungsstelle kommen Schweiß- und/oder
Schraubverbindungen in Frage.
[0012] Erfindungsgemäß ist dabei das Überdeckungselement als Scheibe ausgebildet.
[0013] Scheibe kann aus einem Panzerungsmaterial bestehen und das Montageelement nach Art
eines umlaufenden Kragens rosettenartig umschließen.
[0014] Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass das Überdeckungselement als konische Scheibe
ausgebildet ist, wobei sich der Konus insbesondere in Richtung des Panzerungselements
öffnen kann.
[0015] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass das Überdeckungselement eine Öffnung aufweist,
in welche das Montageelement zur Verbindung mit dem Überdeckungselement eingreift.
Im Bereich der Öffnung kann das Überdeckungselement mit dem Montageelement schraubverbunden
und/oder verschweißt sein. Eine für das ballistische Schutzniveau des Panzerungsetements
vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass das Überdeckungselement lose an dem Panzerungselement
anliegt. Während das Überdeckungselement mit dem Montageelement verschweißt sein kann,
ist es von Vorteil, wenn dieses randseitig lose an dem Panzerungselement anliegt.
Insbesondere ist eine schweißverbindungsfreie Anordnung gegenüber dem Panzerungselement
von Vorteil, um nicht das Gefüge des Grundwerkstoffs des Panzerungselements durch
eine solche Schweißverbindung negativ zu beinträchtigen.
[0016] Erfindungsgemäß ist das Überdeckungselement an der Innenseite des Panzerungselements
angeordnet. Auf diese Weise befindet sich das Überdeckungselement im geschützten Innenbereich
und bleibt für äußere Aggressoren im Verborgenen.
[0017] Auch kann es von Vorteil sein, wenn das Montageelement in eine Öffnung des Panzerungselements
eingesetzt ist. Die Öffnung kann als Durchgangsloch oder als Sackloch ausgebildet
sein. Bereits bei der Fertigung der Panzerungsetemente können die Öffnungen in diese
eingebracht werden, wodurch eine Art vorgegebenes Lochmuster entsteht, welches der
Monteur beim späteren Anschweißen der Montageelemente nutzen kann, wodurch sich eine
einfache, wenig fehleranfällige Montage ergibt.
[0018] In diesem Zusammenhang ist es für eine lagegenaue Befestigung der Montageelemente
von Vorteil, wenn das Montageelement ein Zentrierelement aufweist, welches in die
Öffnung eingesetzt ist. Das Zentrierelement kann insbesondere als Zentrierzapfen ausgebildet
sein und einen kleineren Durchmesser als das Montageelement aufweisen.
[0019] Darüber hinaus wird bei einem ballistisch geschützten Gehäuse der eingangsgenannten
Art zur
Lösung der vorstehenden Aufgabe vorgeschlagen, dass dessen Panzerungselement nach einem
der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet ist.
[0020] Das an dem Panzerungselement vorgesehene Überdeckungselement überdeckt die sich im
Bereich der Schweißverbindung ergebende ballistische Schwachstelle, wodurch dieser
Bereich ballistisch unterstützt wird. Durch die Überdeckung ergibt sich im Bereich
der Schweißverbindung ein lokal verbessertes Schutzniveau. Die ballistische Schwachstelle
wird durch die Überdeckung gestärkt, so dass auch im Bereich der Schweißverbindung
auf einfache Weise ein ballistisches Schutzniveau erreicht wird, welches jenem des
reinen Grundwerkstoffs des Panzerungselements entspricht.
[0021] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass das Montageelement im Verbindungsbereich zweier
Panzerungselemente angeordnet und mit beiden verschweißt ist. Bei dem Verbindungsbereich
kann es sich beispielsweise um eine verschweißte Gehäusekante eines militärischen
Kraftfahrzeuggehäuses handeln. Das Überdeckungselement kann bei einer solchen Ausgestaltung
durch insbesondere stirnseitiges Verschrauben mit dem Montageelement verbunden sein.
Vorteilhaft können mehrere Montageelemente im Verbindungsbereich zweier Panzerungselemente
entlang einer Verbindungskante angeordnet sein. Die Verbindungskante der Panzerungselemente
kann durch eine Schweißnaht gebildet sein, wodurch sich im Verbindungsbereich eine
ballistische Schwächung ergibt. Durch geeignete Anordnung können sowohl die Schweißverbindungen
des Montageelements mit den Panzerungselementen als auch die Verbindungskante ballistisch
unterstützt werden.
[0022] In diesem Zusammenhang ist es weiterhin von Vorteil, wenn das Montageelement mit
einem den Verbindungsbereich und die Schweißverbindung überdeckenden Überdeckungselement
verbunden ist. Die Verbindung kann insbesondere mittels Verschrauben erfolgen. Über
das Überdeckungselement wird bei einer solchen Ausgestaltung nicht nur die Schweißverbindung
des Montageelements mit den Panzerungsetementen ballistisch unterstützt, gleichzeitig
erfolgt auch eine ballistische Unterstützung der Verbindungskante beider Panzerungselemente.
[0023] Weitere Einzelheiten und Vorteile eines erfindungsgemäßen Panzerungselements sowie
eines mehrere derartige Panzerungselemente aufweisenden Gehäuses werden nachfolgend
unter Zuhilfenahme der beigefügten Zeichnungen von Ausführungsbeispielen erläutert
werden.
[0024] Darin zeigen:
- Fig. 1
- in perspektivischer Ansicht ein aus mehreren Panzerungselementen zusammengesetztes,
ballistisch geschütztes Kraftfahrzeuggehäuse in Form einer Fahrerkabine,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Ansicht eines Verbindungsbereichs zweier Panzerungselemente,
- Fig. 3
- ein Panzerungselement mit mehreren an dieses angeschweißten Montageelementen,
- Fig. 4
- eine Schnittdarstellung gemäß der in Figur 3 mit IV-IV bezeichneten Schnittebene,
- Fig. 5
- eine vergrößerte Ansicht der in Figur 4 mit V bezeichneten Einzelheit,
- Fig. 6
- eine vergrößerte Ansicht der in Figur 4 mit VI bezeichneten Einzelheit,
- Fig. 7
- eine weitere Ausführung eines an ein Panzerungselement angeschweißten Montagelements
und
- Fig. 8
- in geschnittener Darstellung eine vergrößerte Ansicht eines im Verbindungsbereich
zweier Panzerungselemente vorgesehenen Montageelements.
[0025] In Figur 1 dargestellt ist in perspektivischer Ansicht ein ballistisch geschütztes
Gehäuse 50, welches mit einer Vielzahl von Panzerungselementen 1 zum Schutz gegen
ballistische Bedrohungen versehen ist, die als Panzerungsplatten ausgebildet sind.
[0026] Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf eine Verwendung im Fahrzeugbereich
beschränkt, sondern lässt sich gleichermaßen auch in anderen Bereichen beispielsweise
zum Schutz von Bunkern, Gebäuden, Schiffen, Feldlagern und Ähnlichem einsetzen.
[0027] Wie die vergrößerte Ansicht in Figur 2 erkennen lässt sind an den Panzerungselementen
1 eine Vielzahl von Montageelementen 2 mit zugehörigen Überdeckungselementen 4 vorgesehen.
Zunächst sind im Bereich der Innenseite der Panzerungselemente 1 Überdeckungselemente
4 von im Wesentlichen rosettenförmiger Geometrie dargestellt. Darüber hinaus sind
im Verbindungsbereich 51 zweier Panzerungselemente 1 Überdeckungselemente 4 dargestellt,
die von eher länglicher, plattenförmiger Geometrie sind und nicht Gegenstand der vorliegenden
Erfindung sind.
[0028] Auf die Funktionen dieser und weiterer Überdeckungselemente 4 sowie zugehöriger Montageelemente
2 wird nachfolgend anhand der Darstellungen in den Figuren 3 bis 8 im Einzelnen eingegangen
werden.
[0029] In Figur 3 ist die Innenseite eines plattenförmigen Panzerungselements 1 in einer
Draufsicht und in Figur 4 das Panzerungselement 1 in einer entsprechenden Schnittdarstellung
dargestellt, wobei zur Veranschaulichungszwecken ein Raster aus unterschiedlichen
Montageelementen 2 mit zugehörigen Überdeckungselementen 4 eingezeichnet ist. Über
die Montageelemente 2 lassen sich verschiedene Objekte wie beispielsweise Sitze, Gurthalter,
Feuerlöscher sowie Anbauteile aller Art lösbar an der Innenseite I des Panzerungselements
1 fixieren.
[0030] Figur 5 zeigt in vergrößerter, geschnittener Darstellung ein Montageelement 2, welches
über eine Schweißverbindung 3 mit dem Panzerungselement 1 verschweißt ist. Das Montageelement
2 ist nach Art einer Gewindebuchse bzw. eines Schweißbutzens ausgeführt. Das Montageelement
2 ist von insgesamt zylindrischer Geometrie und weist umlaufend eine ringförmige Schweißverbindung
3 auf, über welche das Montagelement 2 an der Innenseite I der Schutzplatte 1 befestigt
ist.
[0031] Aufgrund der Wärmeeinwirkung beim Herstellen der Schweißverbindung 3 ergibt sich
im Bereich der Schweißverbindung 3 eine Beeinträchtigung des Gefüges des Grundwerkstoffs
des Panzerungselements 1, die dort lokal zu einer ballistischen Schwachstelle führt.
Dieser Nachteil kommt insbesondere bei Panzerungselementen 1 bzw. Panzerstahl-Dünnblech-Strukturen
geringerer Dicke zum tragen, weshalb sich die vorliegende Erfindung insbesondere für
Panzerungselemente 1 mit einer Dicke im Bereich 3 mm bis 10 mm, vorteilhafter im Bereich
von 5 mm bis 8 mm und insbesondere auch bei den häufig als Panzerungselemente 1 verwendeten
Panzerstahlblechen mit einer Dicke von 6 mm eignet, wie diese in den Figuren dargestellt
sind.
[0032] Um auch in den durch die Schweißverbindung 3 ballistisch geschwächten Bereichen die
ballistische Schutzwirkung des Grundwerkstoffs des Panzerungselements 1 erreichen
zu können, ist das Überdeckungselement 4 gegenüber der Schweißverbindung 3 derart
angeordnet, dass die Schweißverbindung 3 in Bedrohungsrichtung betracht überdeckt
wird. Durch die Überdeckung des Überdeckungselements 4 erhöht sich lokal die ballistische
Schutzwirkung.
[0033] Bei der Ausführung gemäß Figur 5 ist das Überdeckungselement 4 mit dem Montageelement
2 über eine Verbindungsstelle 6 verbunden, die als Schweißverbindung ausgeführt ist.
Bei dem Überdeckungselement 4 handelt es sich um eine konische Scheibe, die im Bereich
ihrer inneren Öffnung über das Montageelement 2 herübergeführt und mit diesem durch
Schweißen verbunden ist. Der Konus des Überdeckungselements 4 öffnet sich in Richtung
des Panzerungselements 1. Der Rand des Überdeckungselements 4 liegt lose an der Innenseite
I des Panzerungselements 1 an. In diesem Bereich ist keine Schweißverbindung vorgesehen.
[0034] Bei der Ausführung gemäß Figur 5 ist das Montageelement 2 von der Innenseite I des
Panzerungselements 1 her kommend in eine Öffnung 7 des Panzerungselements 1 eingesetzt.
Die Öffnung 7 kann bereits während des Zuschneidens des Panzerungselements 1, beispielsweise
mittels einer Laserstrahl-Schneidanlage, in das Panzerungselement 1 eingebracht werden.
Beim späteren Verschweißen des Montageelements 2 an dem Panzerungselement 1 braucht
der Schweißer daher lediglich ein Zentrierelement 8 in die Öffnung 7 einsetzen, wonach
das Montageelement 2 dann in definierter Lage an der Innenseite I des Panzerungselements
1 verschweißt werden kann, was eine wenig fehleranfällige, rasche Montage erlaubt.
Auch besteht die Möglichkeit, bereits im Einsatz befindliche Montageelemente 2 nachträglich
mit einem solchen Überdeckungselement 4 zu versehen.
[0035] Das Zentrierelement 8 ist bei der Ausführung gemäß Figur 5 als bolzenförmiger Fortsatz
des Montageelements 2 ausgebildet, der einen gegenüber dem übrigen Montageelement
2 reduzierten Durchmesser aufweist. Das Zentrierelement 8 ist konzentrisch zum Gewinde
5 des Montageelements 2 angeordnet. Bei dem Gewinde 5 handelt es sich um ein an dem
Montagelement 2 vorgesehenes, nach Art eines Gewindesacklochs ausgebildetes Innengewinde.
[0036] Während die Öffnung 7 in Figur 5 als Durchgangsbohrung dargestellt ist, wäre es auch
möglich, die Öffnung 7 als Sacklochbohrung auszuführen und beispielsweise mittels
spanabhebender Fertigungsverfahren in das Material des Panzerungselements 1 einzubringen.
Die Öffnung 7 wäre bei einer solchen Ausgestaltung von Außen nicht sichtbar.
[0037] Abweichend zu der Ausführung gemäß Figur 5 ist das Überdeckungselement 4 gemäß Figur
6 einstückig mit dem Montageelement 2 verbunden und gehört nicht zum Gegenstand der
vorliegenden Erfindung.
[0038] Die Öffnung 7 ist bei der Ausführung gemäß Figur 6 ebenfalls als Durchgangsbohrung
ausgestaltet, wobei das Montageelement 2 und mit diesem das Überdeckungselement 4
von der Außenseite A des Panzerungselements 1 her kommend in die Öffnung 7 eingesetzt
sind. Nach Einsetzen des Montageelements 2 kann dieses über die an der Innenseite
I des Panzerungselements 1 vorgesehene Schweißverbindung 3 an dem Panzerungselement
1 festgelegt werden. Das Überdeckungselement 4 ist gemäß Figur 6 als radiale Erweiterung
des einen Endes des Montageelements 2 ausgestaltet, die die Schweißverbindung 3 von
außerhalb des Panzerungselements 1 überdeckt und insoweit eine ballistische Unterstützung
des durch die Schweißverbindung 3 ballistisch geschwächten Bereichs der Panzerungselement
1 darstellt. Das Überdeckungselement 4 befindet sich an der bedrohungszugewandten
Außenseite A des Panzerungselements 1 und weist eine in etwa pilzkopfförmige Geometrie
auf. Ähnlich der Ausführung in Figur 5 weist auch das Montageelement 2 gemäß Figur
6 ein Innengewinde 5 zur lösbaren Befestigung von Objekten auf.
[0039] Figur 7 zeigt eine weitere Ausgestaltung eines erfindungsgemässen Montageelements
2 sowie eines zugehörigen Überdeckungselements 4. Ähnlich der Ausführung in Figur
5 ist das Überdeckungselement 4 über eine Verbindungsstelle 6 mit dem Montageelement
2 verbunden. Die Verbindung erfolgt über ein an dem Montageelement 2 vorgesehenes
Außengewinde, welches in ein an dem Überdeckungselement 4 vorgesehenes Innengewinde
eingreift. Das Montageelement 2 wird zunächst über die Schweißverbindung 3 an der
Innenseite I des Panzerungselements 1 verschweißt, wonach dann das nach Art einer
konisch ausgebildeten Scheibe gestaltete Überdeckungselement 4 von Innen her über
das Außengewinde des Montageelements 3 gegen die Innenseite I des Panzerungselements
1 verschraubt wird. Der Bereich des der Verbindungsstelle 6 gegenüber liegenden Randes
des Überdeckungselements 4 liegt dieses lose an der Innenseite I des Panzerungselements
1 an. Auch bei dieser Ausgestaltung ergibt sich eine ballistisch unterstützende Überdeckung
des durch die Schweißverbindung 3 ballistisch geschwächten Bereichs des Panzerungselements
1.
[0040] In Figur 8 ist der Verbindungsbereich 51 zweier Panzerungselemente 1 dargestellt.
Im Verbindungsbereich 51, beispielsweise einer Ecke eines Gehäuses 50, sind die beiden
Panzerungselemente 1 über eine Schweißstelle 52 miteinander verbunden.
[0041] Zu erkennen ist ein Montageelement 2, das seitlich sowohl mit dem einen, wie auch
mit dem anderen Panzerungselement 1 über entsprechende Schweißverbindungen 3 verschweißt
ist. Im Bereich dieser Schweißverbindungen 3 ergibt sich eine ballistische Schwächung
der Panzerungselemente 1.
[0042] Diese wird durch das die Schweißverbindung 3 überdeckende Überdeckungselement 4 ausgeglichen,
welches bei der Ausführung gemäß Figur 8 abweichend vom Gegenstand der vorliegenden
Erfindung nach Art einer ebenen Platte gestaltet ist. Das Überdeckungselement 4 wird
bei dieser Ausführung von mehreren Montagelementen 2 gehalten, die sich entlang des
Verbindungsbereichs 51 erstrecken. Die Verbindung erfolgt jeweils über Schraubbolzen
9, die gegen die Montageelemente 2 verspannt sind. Das Überdeckungselement 4 erstreckt
sich parallel zu der im Verbindungsbereich 51 der Schutzelement 1 vorgesehene Schweißstelle
52 und überdeckt nicht nur diese Schweißstelle 52 sondern auch die Schweißverbindungen
3, weshalb sich hier eine besondere Unterstützung der ballistischen Schutzwirkung
durch das Überdeckungselement 4 ergibt.
[0043] Die vorstehend beschriebenen Ausführungen von Montageelementen sowie den zugehörigen
Überdeckungsetementen erlauben es, auf einfache Weise ballistische Schwächungen, die
durch die Schweißverbindung eines Montageelements mit dm Panzerungselement resultieren,
auszugleichen. Aufgrund des in konstruktiver Hinsicht vergleichsweise einfachen Aufbaus
eignen sich die vorstehend beschriebenen Vorrichtungen insbesondere auch als Nachrüstlösungen
für bereits in Betrieb befindliche Fahrzeuge.
Bezugszeichen:
[0044]
- 1
- Panzerungselement
- 2
- Montageelement
- 3
- Schweißverbindung
- 4
- Überdeckungselement
- 5
- Gewinde
- 6
- Verbindungsstelle
- 7
- Öffnung
- 8
- Zentrierelement
- 9
- Schraubbolzen
- 50
- Gehäuse
- 51
- Verbindungsbereich
- 52
- Schweißstelle
- I
- Innenseite
- A
- Außenseite
1. Panzerungselement zum Schutz gegen ballistische Bedrohungen mit einem über eine Schweißverbindung
(3) an die Innenseite (I) des Panzerungselements (1) angeschweißten Montageelement
(2) und einem an der Innenseite (I) des Panzerungselements (1) angeordneten, die Schweißverbindung
(3) als ballistische Unterstützung überdeckenden Überdeckungselement (4),
dadurch gekennzeichnet,
dass das Überdeckungselement (4) über eine Verbindungsstelle (6) mit dem Montageelement
(2) verbunden ist und als Scheibe ausgebildet ist.
2. Panzerungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Montageelement (2) ein Gewinde (5) aufweist.
3. Panzerungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Überdeckungselement (4) als konische Scheibe ausgebildet ist.
4. Panzerungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Überdeckungselement (4) eine Öffnung aufweist, in welche das Montageelement (2)
zur Verbindung mit dem Überdeckungselement (4) eingreift.
5. Panzerungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Überdeckungselement (4) lose an dem Panzerungselement (1) anliegt.
6. Panzerungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Montageelement (2) in eine Öffnung (7) des Panzerungselements (1) eingesetzt
ist.
7. Panzerungselement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Montageelement (2) ein Zentrierelement (8) aufweist, welches in die Öffnung (7)
eingesetzt ist.
8. Ballistisch geschütztes Gehäuse, insbesondere Fahrzeuggehäuse, mit einem Panzerungselement
(1) mit einem über eine Schweißverbindung (3) angeschweißten Montageelement (2),
dadurch gekennzeichnet,
dass das Panzerungselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet ist.
9. Gehäuse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Montageelement (2) im Verbindungsbereich (51) zweier Panzerungselemente (1) angeordnet
und mit beiden verschweißt ist.
10. Gehäuse nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Montageelemente (2) im Verbindungsbereich (51) zweier Panzerungselemente
(1) entlang einer Verbindungskante angeordnet sind.
11. Gehäuse nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Montagelement (2) mit einem den Verbindungsbereich (51) und die Schweißverbindung
(3) überdeckenden Überdeckungselement (4) verbunden ist.
1. Armour element for protecting against ballistic threats, comprising a mounting element
(2) welded onto the inside (I) of the armour element (1) via a welded joint (3), and
a covering element (4) which is arranged on the inside (I) of the armour element (1)
and covers the welded joint (3) in the form of a ballistic support, characterized in that the covering element (4) is connected to the mounting element (2) via a connecting
point (6) and is in the form of a disc.
2. Armour element according to Claim 1, characterized in that the mounting element (2) has a thread (5).
3. Armour element according to either of the preceding claims, characterized in that the covering element (4) is in the form of a conical disc.
4. Armour element according to one of the preceding claims, characterized in that the covering element (4) has an opening in which the mounting element (2) engages
for connection to the covering element (4).
5. Armour element according to one of the preceding claims, characterized in that the covering element (4) bears loosely against the armour element (1).
6. Armour element according to one of the preceding claims, characterized in that the mounting element (2) is inserted into an opening (7) in the armour element (1).
7. Armour element according to Claim 6, characterized in that the mounting element (2) has a centring element (8) which is inserted into the opening
(7).
8. Ballistically protected housing, in particular vehicle housing, comprising an armour
element (1) with a mounting element (2) welded on via a welded joint (3), characterized in that the armour element (1) is designed according to one of the preceding claims.
9. Housing according to Claim 8, characterized in that the mounting element (2) is arranged in the connecting region (51) of two armour
elements (1) and is connected to both of them.
10. Housing according to Claim 9, characterized in that a plurality of mounting elements (2) are arranged along a connecting edge in the
connecting region (51) of two armour elements (1).
11. Housing according to Claim 9, characterized in that the mounting element (2) is connected to a covering element (4) covering the connecting
region (51) and the welded joint (3).
1. Elément de blindage de protection contre des menaces balistiques, comprenant un élément
de montage (2) soudé au niveau du côté intérieur (I) de l'élément de blindage (1)
par l'intermédiaire d'une liaison de soudage (3) et comprenant un élément de recouvrement
(4) disposé au niveau du côté intérieur (I) de l'élément de blindage (1), recouvrant
la liaison de soudage (3) en tant que support balistique,
caractérisé en ce que
l'élément de recouvrement (4) est relié à l'élément de montage (2) par l'intermédiaire
d'une jonction (6), et
en ce qu'il est réalisé sous la forme d'un disque.
2. Elément de blindage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de montage (2) présente un filetage (5).
3. Elément de blindage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de recouvrement (4) est réalisé sous la forme d'un disque conique.
4. Elément de blindage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de recouvrement (4) présente une ouverture, avec laquelle l'élément de
montage (2) vient en prise afin d'être relié à l'élément de recouvrement (4).
5. Elément de blindage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de recouvrement (4) repose de manière libre au niveau de l'élément de blindage
(1).
6. Elément de blindage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de montage (2) est inséré dans une ouverture (7) de l'élément de blindage
(1).
7. Elément de blindage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de montage (2) présente un élément de centrage (8), qui est inséré dans
l'ouverture (7).
8. Enceinte à protection balistique, en particulier enceinte de véhicule, comprenant
un élément de blindage (1) pourvu d'un élément de montage (2) soudé par l'intermédiaire
d'une liaison de soudage (3),
caractérisée en ce que
l'élément de blindage (1) est réalisé selon l'une quelconque des revendications précédentes.
9. Enceinte selon la revendication 8,
caractérisée en ce que l'élément de montage (2) est disposé dans la zone de liaison (51) de deux éléments
de blindage (1) et est assemblé par soudage auxdits deux éléments de blindage.
10. Enceinte selon la revendication 9,
caractérisée en ce que plusieurs éléments de montage (2) sont disposés dans la zone de liaison (51) de deux
éléments de blindage (1) le long d'une arête de liaison.
11. Enceinte selon la revendication 9,
caractérisée en ce que l'élément de montage (2) est relié à un élément de recouvrement (4) recouvrant la
zone de liaison (51) et la liaison de soudage (3).