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EP 2 650 139 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.06.2016 Patentblatt 2016/23 |
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Anmeldetag: 05.04.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Buchform- und Pressmaschine
Book moulding and pressing machine
Machine pour former et presser des livres
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
10.04.2012 CH 4972012
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.10.2013 Patentblatt 2013/42 |
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Patentinhaber: Müller Martini Holding AG |
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6052 Hergiswil (CH) |
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Erfinder: |
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- Ganter, Christian
97243 Bieberehren (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 674 285 EP-A2- 0 309 736
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EP-A1- 1 942 009
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Buchform- und Pressmaschine mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1. Sie betrifft auch ein Verfahren zum Betrieb einer solchen Buchform-
und Pressmaschine.
[0002] Aus der
DE 4422783 A1 ist eine Buchform- und Pressmaschine bekannt geworden, welche eine Reihe von Pressvorrichtungen
mit daran angeordneten Falzeinbrenneinrichtungen an einem um eine vertikale Drehachse
intermittierend angetriebenen Rotor angeordnet aufweist. Die Bücher werden in einer
Einfuhrstation in eine Pressvorrichtung, in der sie ganzflächig aufgenommen werden
und über die Einbrennleiste ununterbrochen geformt werden, eingeführt und verbleiben
permanent in derselben Pressbacke, bis sie in der Ausfuhrstation wieder herausgeführt
werden. Zwischen dem Zuführen der in Decken eingehängten Buchblöcke und dem Ausführen
der geformten und gepressten Bücher macht der Rotor einige intermittierende Drehbewegungen,
welche als Press- bzw. Einbrennzeit genutzt wird.
[0003] Bei leicht geschlossenen Falzformschienen und mit oder ohne Druck geschlossenen Pressplatten
senkt sich dann ein Ladestempel als Formschiene einer Nachformeinrichtung gegen den
Frontschnitt und drückt den Buchblock in den Rücken, wodurch die beiden Buchdeckel
über Schrenz und Vorsatz im Gelenk gegen die Einbrennschienen gezogen werden. Buchblock
und Buchdecke können so relativ zueinander ausgerichtet werden bei gleichzeitiger
Nachformung des Buches. Bei den Formschienen gibt es dazu für runde und gerade Bücher
gesonderte Einsätze.
[0004] Ein weiteres Merkmal dieser Buchformmaschine und fast aller am Markt befindlichen
Buchform- und Pressmaschinen ist, dass aus Sicherheitsgründen die gesamte Maschine
mit einer Verkleidung versehen ist, und dass aus dieser Verhausung nur das Einfuhrband
und das Ausfuhrband herausragen, sodass ein Wechsel eines Formstückes z.B. beim Wechsel
von einem geraden Buch auf ein rundes Buch oder beim Wechsel auf ein masslich geändertes
Formstück, mit dem sich eine verbesserte Rundung erzielen lässt, ein Leerfahren der
Maschine, Öffnen der Schutzverkleidung und wieder Starten der Maschine bedeutet.
[0005] Document
EP 1 942 009 A1 offenbart eine Maschine nacht dem Oberbegrift des Anspruchs 1.
Darstellung der Erfindung
[0006] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Der Erfindung, wie sie in den Ansprüchen
gekennzeichnet ist, liegt die Aufgabe zugrunde, eine Buchform- und Pressmaschine zu
schaffen, bei welcher eine Nachformeinrichtung so gestaltet ist, dass je nach Ausbildung
des Frontschnitts des Buchblocks resp. des Buchblockrückens eine automatisierte Inbetriebsetzung
von verschiedenartigen Nachformstempeln vorgenommen wird.
[0007] Zu diesem Zweck wird die Nachformeinrichtung so gestaltet, dass sie mit einem Werkzeugträger
ausgestattet ist, welcher auswechselbare Formleisten für gerade und runde Bücher,
etc., aufweist, wobei diese Formleisten dann operationell gegen den Frontschnitt drücken
und damit die Buchblockrücken nachformen.
[0008] Dabei sind Elemente der Nachformeinrichtung resp. des Werkzeugträgers so ausgebildet,
dass sie gegenüber dem Frontschnitt des eingespannten Buchblocks mindestens in horizontaler
und vertikaler Richtung verfahrbar sind, also mindestens die X- und Y-Ebene abdecken.
[0009] Darüber hinaus ist die erfindungsgemässe Nachformeinrichtung so gestaltet, dass in
der Ebene des Frontschnitts des eingespannten Buchblocks der zur Nachformeinrichtung
gehörende Werkzeugträger, der seinerseits in der Regel aus einer Grundvorrichtung
und aus mindestens einem Werkzeug zusammengesetzt ist, wirksam ist.
[0010] Der Werkzeugträger führt in einer ersten, näher beschriebenen Anwendungsform eine
Rotationsbewegung aus, wobei in Umfangsrichtung des Werkzeugträgers, also entlang
eines Kreisbogens, mehrere tangential angeordnete Werkzeuge, also Formleisten, angeordnet
sind, womit der Werkzeugträger an sich die Funktion einer Bevorratung an Formleisten
erfüllt, welche von Fall zu Fall ohne eine Umrichtungsoperation abgerufen resp. in
Betriebsposition gebracht werden können.
[0011] Grundsätzlich ist aber der zur Nachformeinrichtung gehörende Werkzeugträger nicht
auf eine solche Ausführungsvariante beschränkt. Grundsätzlich besteht die Nachformeinrichtung
immer aus mindestens einem, auch unterschiedlich ausgestalteten Werkzeugträger, welcher
mit mindestens einem für die Formgebung des Frontschnitts bestimmten Werkzeug, also
Formleiste, bestückt ist. Der Werkzeugträger und/oder das Werkzeug führen gegenüber
dem zu formenden Frontschnitt eine Abfolge von Bewegungen in einer Ebene oder im Raum
aus, wobei diese Abfolge von Bewegungen an sich, je nach Werkzeugträgertypus, unterschiedlich
sein können, und diese Abfolge von Bewegungen können maschinell einstellbar sein,
frei programmierbar und/oder durch mindestens einen Sensor geführt werden.
[0012] Es ist indessen auch Voraussetzung für eine gute Nachformung, dass der Buchblock,
welcher auf den Prismenplatten des Ladetisches aufliegt, auf die richtige Höhe zwischen
die Pressplatten positioniert wird, damit die Einbrennleisten im Bereich des Buchfalzes
mit einer geringen Kraft auf das Buch auftreffen und so das Buch festhalten können,
wenn dann der Ladetisch wieder nach unten weggefahren wird.
[0013] Eine mögliche Ausführung des Ladetisches sieht vor, dass während der Ladeoperation
des Buchblocks über eine Signaleinrichtung dessen Kontur erfasst wird und über den
Antrieb des Ladetisches, welcher ein Wegmesssystem aufweist, die richtige Höhe angefahren
wird.
[0014] Ebenso ist es wichtig, dass während des Nachformprozesses der Buchblock durch die
beiden anliegenden zur Pressvorrichtung gehörenden Pressplatten schon leicht vorgepresst
wird, so dass der Buchblock zwar noch von der Nachformeinrichtung verschoben werden
kann , aber das Formwerkzeug der Nachformeinrichtung beim Verschieben des Buchblocks
nicht in den Schnitt des Buches eindringt. Nach dem Nachformen wird die erzeugte Buchform
durch eine Erhöhung der Druckkraft der Einbrennleisten fixiert und die Nachformeinrichtung
resp. der Werkzeugträger wird aus den Pressplatten herausgefahren.
[0015] Um hierbei bei dem anschliessenden Pressvorgang bei Büchern, die zu Faltenbildung
im Bereich des Vorsatzes neigen, beste Einbrenn- und Pressergebnisse erzielen zu können,
hat es sich herausgestellt, dass neben den bereits bestehenden Pressfolgen Einbrennen/Pressen
und Pressen/Einbrennen noch eine dritte Variante Pressen/Einbrennen/Pressen seine
Berechtigung findet.
[0016] Dabei lässt sich die Presseinrichtung ohne Weiteres mit mehreren seriell angeordneten
Stationen gestalten, welche mit ebenso vielen Buchblocks bestückt werden können. Jede
Station wird individuell durch eine Nachformeinrichtung resp. durch einen Werkzeugträger
betrieben, wobei zur Produktionssteigerung auch eine Anzahl von Werkzeugträgern nebengeordnet
gleichzeitig im Einsatz stehen oder intermittierend betrieben werden können.
[0017] Für den Betrieb sowohl der Presseinrichtung als auch der Nachformeinrichtung lassen
sich die Abfolgen der dafür zugrunde liegenden Bewegungen maschinell einstellen, frei
programmieren und/oder durch mindestens einen Sensor führen.
[0018] Die als Werkzeug dienenden Formleisten, welche allgemein einen integrierenden Bestandteil
des Werkzeugträgers bilden, lassen sich, soweit es sich bei der Nachformeinrichtung
um einen radähnlichen Werkzeugträger handelt, vorzugsweise radial aussen an zum Werkzeugträger
gehörenden Speichen anordnen, wobei diese Formleisten dann eine gemeinsames Rotationsachse
mit dem Werkzeugträger bilden.
[0019] Dieser durch eine Rotation gekennzeichnete Werkzeugträger mit den in Umfangsrichtung
eingebauten und tangential angeordneten Formleisten wird zunächst unter Ausschöpfung
seiner Freiheitsgrade motorisch betrieben und mittig zu dem sich zwischen den Pressplatten
befindlichem Buchblock gefahren. Dabei kommt es in genügendem Abstand zu dem Frontschnitt
- im Idealfall liegt der Drehbereich des Werkzeugträgers mit seinen Formleisten komplett
ausserhalb der Presseinrichtung - jeweils zu einer rotativ abgestützten Beistellung
jener Formleiste, welche gemäss der Ausgestaltung des Buchblockrückens die angeforderte
Form darstellt.
[0020] Vorzugsweise wird das genaue Einfahren des Formleisten tragenden Werkzeugträgers
zwischen die Pressplatten durch eine Steuerung übernommen, in welche die dafür notwendigen
Daten fortlaufend eingespeist werden oder bereits vorgängig eingegeben wurden und
dort gespeichert sind. Dies gilt nicht nur für den hier beschriebenen radähnlichen
Werkzeugträger, sondern auch für jeden anderen Werkzeugträger, welcher beispielsweise
im Sinne eines Roboterarms aufgebaut sein kann.
[0021] Ausgangspunkt einer automatisierten Zustellung der entsprechenden Formleiste bildet
die Dimensionierung des zu verarbeitenden Buchblocks, und darüber hinaus auch die
vorzunehmende Formgebung des Frontschnitts resp. des Buchblockrückens. Die Erstellung
der Koordinaten hierzu wird in der Regel durch eine Abfolge von Bewegungen mindestens
in vertikaler und horizontaler Richtung gegenüber der Ebene des Frontschnitts erzielt.
Daraus wird aus der Bevorratung im Werkzeugträger jene Formleiste aktiviert resp.
eingesetzt resp. erfasst, welche für die Nachformung des Buchblocks optimal bestimmt
worden ist.
[0022] Sind einmal die Koordinaten des Werkzeugträgers gegenüber dem Frontschnitt des Buchblocks
bestimmt, also ist die dafür auschlaggebende Mittigkeit zum Frontschnitt erstellt
worden, und ist der Hub resp. die translative Schwenkbewegung bis zum Aufsetzen der
Formleiste auf den Frontschnitt ermittelt, so greift für gleiche Buchblocks lediglich
nur noch eine monotone Bewegung ein, d.h. der Werkzeugträger mit der in dieser Ebene
operativ wirkenden Formleiste fährt jeweils leicht aus dem Einflussbereich der Pressplatten
heraus, bis die nächste Beladung mit einem oder mehreren Buchblocks erfolgt ist, und
führt dann die formgebende Bewegung wieder aus.
[0023] Der Rotor führt eine intermittierende Drehbewegung aus, welche mindestens eine nächste
leere Presseinrichtung in die Ladeposition bringt, in welche mindestens der nächste
Buchblock für die Nachformung zwischen die Pressplatten eingefahren wird und dann
für die Formgebung bereit steht.
[0024] Folgen verschiedene Buchblocks mit unterschiedlichen Buchblockrückenformen und Dimensionierungen
nacheinander, so erfolgt neben der reinen Hubbewegung des Werkzeugträgers zunächst
auch noch eine drehende Bewegung, soweit es sich um einen rotativen Werkzeugträger
handelt, bis die Beistellung der abgerufenen Form leiste erfolgt ist; zusätzlich wird
dann noch nach Bedarf eine angepasste Ausmittung dieser Formleiste gegenüber dem neuen
Buchblock resp. gegenüber der entsprechenden eingenommenen Lage der Pressplatten stattfinden.
[0025] Wird auf einen roboterähnlichen Werkzeugträger gesetzt, so greift der werkzeugtragende
Teil jeweils nach dem passenden Werkzeug aus einem Werkzeugmagazin zurück. Auf alle
Fälle erfolgt die Bewegung für die Formgebung des Buchblockrückens auch hier durch
eine im Wesentlichen vertikale Senkung des Werkzeugträgers.
[0026] Da hiermit immer die Abmessungen der zum Einsatz kommenden Formleiste bekannt sind,
kann über eine Steuerung sichergestellt werden, dass diese Formleiste während seiner
vertikalen Bewegung beim Einfahren zwischen die Pressplatten nicht mit den letztgenannten
kollidiert, da deren Beabstandung zueinander der Steuerung bekannt ist. Des Weiteren
kann die Mittigkeit der Formleisten zu dem Buchblock durch eine im Wesentlichen horizontale
Bewegung der Nachformeinrichtung resp. des Werkzeugträgers automatisch eingestellt
resp. feinreguliert werden.
[0027] Der wesentliche Vorteil der Erfindung ist sonach darin zu sehen, dass es bei jedem
Formatwechsel und/oder bei jedem Wechsel der Buchblockrückenform zu keinen zusätzlichen
Rüstzeiten kommt, und komplementäre zeitintensive manuelle Arbeitsgänge wegfallen.
[0028] Damit kann neu ein System zur Verfügung gestellt werden, welches zu einer substantiellen
Steigerung der Produktivität bei maximierter Qualität des Produkts führt.
[0029] Gemäss einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemässen Nachformeinrichtung
ist der rotierende Werkzeugträger in seinem Drehzentrum mit einer um die Rotationsachse
drehbare Welle verbunden, wobei der Werkzeugträger in seinem Drehzentrum ohne Weiteres
eine in Richtung der Rotationsachse aus ihm herausragende Welle aufweisen kann. Auf
der Welle kann ein Kupplungsflansch mit radialen Arretierbohrungen angeordnet werden,
oder die Welle selbst weist solche Arretierbohrungen auf. Jede Arretierbohrung ist
jeweils winkelgenau einer der Formleisten zugeordnet. Vorzugsweise rechtwinklig zur
Rotationsachse ist ein Arretierbolzen derart angeordnet und angetrieben, dass dieser
in die ihm zugeordnete Arretierbohrungen formschlüssig eingeschoben werden kann, was
zu einer Systemsicherung des Werkzeugträgers führt. Selbstverständlich sind auch andere
Arretierungskohzepte möglich.
[0030] Der Werkzeugträger kann auch die Form einer sich oberhalb des Frontvorschnitts parallel
oder quasi-parallel befindlichen und in mindestens einer Ebene verstellbaren Schiene
aufweisen. Auf dieser Schiene ist dann mindestens ein in mindestens einer Ebene verstellbares
Werkzeug angeordnet. Sind die einzelnen Werkzeuge auf der Schiene fest verankert,
so führt diese bei Bedarf entsprechende translative Bewegungen aus, bis das abgerufenen
Werkzeug in Position gebracht ist, wobei bezogen auf die Werkzeuge auch kinematische
Umkehrungen möglich sind.
[0031] Ferner ist es vorteilhaft, wenn bei der erfindungsgemässen Nachformeinrichtung zu
jeder Formleiste mindestens eine Markierung vorgesehen ist. Diese Vorkehrung lässt
sich dann vorteilhaft mit einem ortfesten Sensor zur Erkennung der Lage und Bestätigung
der abgerufenen Formleiste ergänzen, wobei das System auch eine Erkennung beinhalten
kann, welche auf die genaue parallele Ausrichtung der Pressfläche der Formleiste gegenüber
der Ebene des Frontschnitts Auskunft gibt.
[0032] Durch die Tatsache, dass jede Formleiste eine Markierung aufweist und jede Formleiste
auf jeden Werkzeugplatz des Werkzeugträgers montiert werden kann, kann vorzugsweise
der rotierende Werkzeugträger in beliebiger Reihenfolge mit unterschiedlichen Formleisten
bestückt werden. Eine Identifizierung der Reihenfolge der sich auf dem Werkzeugträger
befindlichen Formleisten geschieht dann immer automatisch durch die Steuerung; die
zum Einsatz kommende Formleiste kann dann per Programm oder per Knopfdruck ausgewählt
werden. Eine solche identifizierungsfähige Steuerung kommt auch zum Einsatz, wenn
Roboterarme die Funktion des Werkzeugsträgers für die Formung des Buchblockrückens
übernehmen.
[0033] Aufgabengemässe vorteilhafte Ausführungen gehen aus den übrigen abhängigen Ansprüchen
hervor.
Kurze Erläuterung der Figuren
[0034] Nachstehend wird die Erfindung anhand von Figuren näher erläutert. Alle für das unmittelbare
Verständnis der Erfindung nicht wesentlichen Elemente sind weggelassen worden. Gleiche
Elemente sind in den verschiedenen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung der Buchform- und Pressmaschine gemäss einem Ausführungsbeispiel
mit eingesetztem Buch,
- Figur 2
- eine weitere perspektivische Darstellung einer Sicht auf eine Nachformeinrichtung
der Buchform- und Pressmaschine aus Figur 1 ohne weitere Details der Buchform- und
Pressmaschine, von der lediglich zur schematischen Verdeutlichung eine Pressplatte
mit entsprechend angeordnetem Buch gezeigt ist,
- Figur 3
- eine weitere perspektivische Ansicht auf die Nachformeinrichtung aus Figur 2 mit Blick
auf einen Kupplungsflansch mit Arretierbohrungen,
- Figur 4
- eine roboterähnliche Vorrichtung als Werkzeugträger konzipiert mit auswechselbaren
Werkzeugen und
- Fig. 5
- eine Disposition mehrerer Werkzeugträger in Serie in Wirkverbindung mit einer mit
mehreren Stationen disponierten Presseinrichtung.
Ausführungsbeispiele der Erfindung
[0035] Die Figuren 1 bis 3 zeigen eine erfindungsgemässe Nachformeinrichtung 1. In Figur
1 ist die Nachformeinrichtung 1 in ihrer Einbausituation in einer Buchform- und Pressmaschine
gezeigt. Die Buchform- und Pressmaschine ist dazu bestimmt, einen Buchblock 37 mit
nach unten ausgerichtetem Buchblockrücken 39 (Fig. 2) zwischen Pressplatten 31, 32
auf einen Ladetisch 62 aufzunehmen. Die Darstellung gemäss Fig. 1 zeigt eine offene
Seite der Buchform- und Pressmaschine, worin der zwischen den Pressplatten 31, 32
entsprechend eingespannte Buchblock 37 erkennbar ist. In der Regel ist die Buchform-
und Pressmaschine für eine vertikale Ausrichtung des Buchblocks 37 konstruiert. Allerdings
ist dies eine vorteilhafte Arbeitsweise, die aber nicht zwingend vorgegeben ist. Die
in der Beschreibung verwendeten Angaben oben und unten bzw. horizontal und vertikal
beziehen sich auf die üblichen Ebenen.
[0036] Figur 1 zeigt von oben nach unten eine Nachformeinrichtung 1, eine Presseinrichtung
30 und eine Ladeeinrichtung 60. Die Ladeeinrichtung 60 weist in vertikaler Ausrichtung
Y zueinander parallele Prismenplatten 66, 67 auf, die dem Rücken 39 des Buchblocks
37 zugewandt sind und als Abstützung wirken. Die unmittelbar in Wirkverbindung mit
dem Buchblockrücken stehenden Prismenplatten 66, 67 weisen jene Form auf, welche der
Form des Buchblockrückens 39 optimal entspricht.
[0037] Betreffend die Pressplatten 31, 32 der Presseinrichtung 30 ist die äussere Pressplatte
31 ortsfest angeordnet, während die innere Pressplatte 32 durch eine horizontale Bewegung
X gegenüber dem Buchblock 37 auf Format einstellbar ist.
[0038] Eine vertikale Bewegung Y der Ladeeinrichtung 60 gegenüber der Presseinrichtung 30
ist ebenfalls gewährleistet.
[0039] In einem unteren Bereich der Presseinrichtung 30 sind, dem Buchblockrücken 39 zugewandt,
auf beiden Seiten des Buchblocks 37 Heizbalken 33, 34 angeordnet. Die Heizbalken 33,
34 heizen Einbrennschienen 35, 36 auf, die den Buchblock 37 formen. Der Buchblock
37 hat dem Buchblockrücken 39 gegenüberliegend einen offenen zu verformenden Frontschnitt
38 (vgl. Fig. 2).
[0040] Oberhalb des Buchblocks 37 ist in Figur 1 die Nachformeinrichtung 1 mit einem vertikal
und horizontal verstellbaren (mit Pfeilen Y1, X1 angedeutet), radähnlichen, um sich
drehenden Werkzeugträger 5 dargestellt. Der Werkzeugträger 5 weist radialverlaufende
Speichen 13 auf, welche an ihren äusseren Enden tangential angeordnete Formleisten
6, 7, 8 tragen, vorliegend vier Formleisten, welche paarweise gegenüberliegend angeordnet
sind. Die Anzahl Formleisten ist frei und deren Verteilung auf dem Umfang muss nicht
symmetrisch sein.
[0041] Die Formleisten 6, 7, 8 weisen dem Frontschnitt 38 des Buchblocks 37 zugewandt unterschiedlich
stark gewölbte Oberflächen bzw. flache Oberflächen auf, die je nach gewünschter Konfigurierung
des Buchblocks 37 zur Verfügung stehen.
[0042] Aus den Figuren 2 und 3 gehen weitere Details der Nachformeinrichtung 1 hervor.
[0043] Aus Figur 2 geht hervor, dass die vertikale Verstellbarkeit der Nachformeinrichtung
1 über eine Schiene-Schlitten-Anordnung mit einer Führungsstange 2 und einem Führungsschlitten
3 gegeben ist. An dem Führungsschlitten 3 ist ein Tragarm 4 befestigt, der eine rotierbare
Welle des Werkzeugträgers 5 aufnimmt.
[0044] Wie detailliert aus Figur 3 hervorgeht, ist die Welle 12 mittig zum Werkzeugträger
5 gelagert. Die Rotationsachse der Welle 12 bildet sonach auch die Rotationsachse
des Werkzeugträgers 5, womit die Formleisten 6, 7, 8 eine kreisförmige Bewegung ausführen
können.
[0045] Die Formleisten 6, 7, 8 weisen innenseitig einen oder mehrere Markierungsbolzen 9
auf (Fig. 2), dessen Markierungen in Wirkverbindung mit einem Sensor 10 stehen. Der
Sensor 10 ist in diesem Ausführungsbeispiel der Erfindung an einem oberen Ende der
Führungsstange 2 angeordnet, dergestalt, dass die Erfassung eines Markierungsbolzens
(9) sicher gestellt ist.
[0046] Aus Figur 3 geht eine rückseitige Ansicht des Werkzeugträgers 5 und seinen Drehantrieb
15 hervor. Der Werkzeugträger 5 ist mit seiner Welle 12 drehbar in einem Tragarm 4
gelagert, so dass die Speichen 13, je nach Ausführungsart, parallel, quasi-parallel
oder abgewinkelt zu dem Tragarm 4 liegen können.
[0047] Des Weiteren geht aus Figur 3 hervor, dass der Tragarm 4 benachbart zu der Lagerung
der Welle 12 eine Lagerung 17 für einen Arretierbolzen 18 aufweist. In der Fortsetzung
der Ebene der Welle 12 des Werkzeugträgers 5 ist ein Hubzylinder 19 angeordnet, der
in lagekonformer Wirkverbindung mit einem Arretierbolzen 18 steht, und der dessen
operative Betätigung bewirkt. In dem Wirkungsbereich des Arretierbolzens 18 ist um
die Welle 12 ein Kupplungsflansch 14 angelegt, der mit einem angeschlossenen Drehantrieb
15 in Wirkverbindung steht. Der Kupplungsflansch 14 selbst weist in seiner äusseren
Mantelfläche Arretierbohrungen 20 auf, die radial auf die Welle 12 ausgerichtet sind.
[0048] Der rechtwinklig zu der Welle 12 in dem Bereich des Kupplungsflansches 14 angeordnete
Arretierbolzen 18 greift, durch den angeschlossenen Hubzylinder 19 betrieben, jeweils
in eine ihm zugewiesene Arretierbohrung 20 formschlüssig ein.
[0049] Mittels des in Figur 2 ersichtlichen Sensors 10 werden die Markierungen jeder Formleiste
erkannt und wird der Verfahrwinkel 11 gemessen und gespeichert. In der Darstellung
von Figur 2 befindet sich die Formleiste 8 oberhalb des Frontschnitts 38 des Buchblocks
37 in einer aktiven Stellung. Mittels des Sensors 10 wurde vorher zu einem entsprechenden
Verfahrwinkel 11 das Erreichen der aktiven Stellung der Formleiste 8 erkannt. Die
gemessenen Werte des Verfahrwinkels 11 werden beispielsweise an eine zentrale Maschinensteuerung
übergeben und mit Sollwerten abgeglichen, so dass nach Vorgabe eines bestimmten Formats
die Auswahl der entsprechenden konformen Formleiste sicher gestellt ist.
[0050] Ist eine aktive Stellung einer der Formleisten 6, 7, 8 erreicht, kann der Arretierbolzen
18 in seiner zu der Welle 12 radialen Bewegung in die Arretierbohrung 20 des Kupplungsflanschs
14 einfahren, so dass die aktive Stellung der entsprechenden Formleiste gesichert
ist. Die bewegungsmässige aktive Verbindung zwischen Arretierbolzen 18 und Hubzylinders
19 ist immer dann in Betrieb, wenn es darum geht, die durch den Drehantrieb 15 ausgelöste
Drehung der Welle 12 rechtzeitig lagekonform zu fixieren, indem der aktivierte Arretierbolzen
18 in die ankommende Arretierbohrung 20 einfindet.
[0051] Um sicher zu stellen, dass die richtige Formleiste zum Einsatz kommt, ist jede Formleiste
6, 7, 8 mit einer oder mehreren unverwechselbaren Markierungen 9 versehen, wie beispielsweise
einem oder mehreren Zylinderstiften an einer jeweils anderen Position. Bei einem Formatwechsel
fragt eine auf Sensorbasis wirkende Signaleinrichtung (Sensor 10) während einer kompletten
Drehbewegung des Werkzeugträgers 5 diese Markierungen 9 ab und identifiziert so über
den abgelesenen Drehwinkel 11 gegenüber einer vorgegebenen Nullachse jede der operativ
wirkenden Formleisten 6,7,8.
[0052] Danach dreht ein drehzahlgeregelter Antrieb den Werkzeugträger 5 bis die aktive Formleiste
8 ihre Arbeitsstellung über den Pressplatten 31, 32 erreicht hat. Dann sichert der
schaltbare Arretierbolzen 18 diese Lage gegen eine weitere Drehung ab.
[0053] Dieser Rüstvorgang ist automatisiert umsetzbar und geschieht immer ausserhalb des
sich räumlich darunter befindlichen Bewegungsbereichs der Pressplatten 31, 32. Die
Abmessungen der aktiven Formleiste 6, 7, 8 sowie die jeweilige innere Beabstandung
der Pressplatten 31, 32 zueinander sind in der Steuerung abgelegt, so dass Kollisionen
während der vertikalen Bewegung der Formleisten im Betrieb ausgeschlossen bleiben,
eingedenk der Tatsache, dass die operativ richtige Lage der Formleisten 6, 7, 8 durch
die Steuerung bestimmt wird.
[0054] Bei solchen gesteuerten Bewegungsabläufen ist es nicht mehr erforderlich, die Mittigkeit
der aktiven Formleiste gegenüber der jeweiligen Dimensionierung des Buchblocks 37
manuell einzustellen oder zu kontrollieren.
[0055] Aus Fig. 4 geht eine weitere Möglichkeit eines Werkzeugträgers 100 hervor, welcher
eine andere Konzeption gegenüber dem in den Figuren 1-3 beschriebenen radähnlichen
Werkzeugträger 5. Grundsätzlich bleibt aber die finale Formgebung des Frontschnitts
38 mit beiden beschriebenen Varianten 5, 100 unverändert. Dieser Werkzeugträger 100
hat eine roboterähnliche Konzeption und besteht aus einer Säule 101, welche in vertikaler
Richtung Y die Führung für einen Führungsschlitten 105 übernimmt. An dem Führungsschlitten
105 ist ein Ausleger 106 verankert, welcher endseitig einen Werkzeughalter 107 trägt.
Die senkrechte Verschiebung der Schlitten 105 wird durch einen Motor 102 bewerkstelligt.
Die Säule 101 ist fussseitig auf einem horizontal verschiebbaren Führungsschlitten
103 verankert, dessen Verschiebung ebenfalls durch einen Motor 104 bewerkstelligt
wird. Ausleger 106 und Werkzeughalter 107 sind in beiden Richtungen (X, Y) verfahrbar.
Mit diesen weiten Freiheitsgraden lässt sich die Auswechslung der individuell ausgestalteten
Werkzeuge 108, 109, 110 direkt aus einem Werkzeugmagazin über einen selbsttätigen
Kupplungsmechanismus 111/112 durchführen, wie dies aus Figur 4 hervorgeht. Ist einmal
das Werkzeug mit der entsprechenden Formenleiste über die durch den Ausleger 106 ausgeführte
vertikale Bewegung in Kombination mit einer horizontalen Translation über den Schlitten
103 in operativer Stellung gebracht worden, so erfolgt dann die effektive Formgebung
des Frontschnitts resp. des Rückens des Buchblocks durch eine reine vertikale Bewegung
des Schlitten 105. Auch hier ist es ohne Weiteres möglich die Abfolge von Bewegungen
über eine Steuerung erfolgen zu lassen, und zwar nach denselben Kriterien, wie dies
beim vorangehenden Werkzeugträger 5 beschrieben worden sind. Auch hier lassen sich
positionsabhängige Arretierungsmechanismen vorsehen, welche eine stabilisierende Wirkung
für die formgebende Sequenz gewährleisten.
[0056] Fig. 5 zeigt zwei in Serie disponierte Werkzeugträger 5, welche den gleichen Aufbau
haben, wie sie unter den Figuren 1-3 dargelegt wurden. Eine solche Disposition muss
vorzugsweise immer in Wirkverbindung mit der Presseinrichtung gesehen werden, welche
dann auch mehrere seriell angeordnete Stationen für ebenso viele Buchblocks aufweisen
muss. Jede Station wird dann individuell durch eine Nachformeinrichtung resp. durch
einen Werkzeugträger bedient, wobei zur Produktionssteigerung auch eine Anzahl von
Werkzeugträgern gleichzeitig im Einsatz stehen können, oder intermittierend betrieben
werden. Eine solche Produktionskadenz lässt sich auch mit roboterähnlichen Werkzeugträgern
100 betreiben.
1. Buchform- und Pressmaschine, im Wesentlichen bestehend aus einer Nachformeinrichtung
(1), einer Presseinrichtung (30), einer Ladeeinrichtung (60), wobei die Ladeeinrichtung
im Wesentlichen aus einem Ladetisch (62), und die Presseinrichtung (30) aus einer
Anzahl von zueinander beabstandbaren Pressplatten (31, 32), und aus Einbrennschlenen
(35, 36) besteht, und wobei die Nachformeinrichtung (1) Mittel aufweist, welche gegenüber
einem Frontschnitt (38) eines Buchblocks (37) eine Formgebung bewerkstelligen, wobei
die Presseinrichtung (30) mindestens eine Station für die Aufnahme eines Buchblocks
(37) aufweist, wobei die Nachformeinrichtung (1) aus mindestens einem Werkzeugträger
(5, 100) besteht, welcher mit mindestens einem formgebenden Werkzeug (6, 7, 8) für
die Formgebung des Frontschnitts (38) bestückt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkzeugträger (5, 100) nach dessen Bestückung mit dem formgebenden Werkzeug
(6, 7, 8) vor der Einleitung der Formgebung des Frontschnittes des Buchblocks eine
angepasste Ausmittung des im Einsatz stehenden Werkzeuges gegenüber der Dicke des
jeweiligen zu verarbeitenden Buchblocks über eine Abfolge von Bewegungen im Raum ausführt.
2. Buchform- und Pressmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Presseinrichtung (30) mehrere seriell angeordnete Stationen für die Aufnahme
einer entsprechenden Anzahl von Buchblocks (37) aufweist, und dass jeder Station oder
mehreren Stationen ein individuell oder im Verbund Interdependent betreibbaren Werkzeugträger
(5, 100) und/oder Werkzeug (6, 7, 8; 108, 109, 110) zugewiesen ist.
3. Buchform- und Pressmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das formgebende Werkzeug (6, 7, 8) durch Formleisten gebildet ist.
4. Buchform- und Pressmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkzeugträger (100) und das Werkzeug (108, 109, 110) Bestandteile eines Bewegungsautomaten
sind, dessen Bewegungsfolgen, Wege und Winkel durch Achsenfreiheitsgrade charakterisiert
sind.
5. Buchform- und Pressmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Bewegungsautomat (100) für den zu formenden Frontschnitt (38) jeweils auf mindestens
einen in einem Werkzeugsmagazin abgelegten Werkzeug (108, 109, 110) zugreift.
6. Buchform- und Pressmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkzeugträger (5) die Form eines radähnlichen Gebildes aufweist, dass der Werkzeugträger
mehrere am äusseren Umfang angeordnete Werkzeuge (6, 7, 8) trägt, und dass die Werkzeuge
(6, 7, 8) in tangentialer Anordnung konzentrisch zum Zentrum des Werkzeugträgers (5)
angeordnet sind.
7. Buchform- und Pressmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeuge (6, 7, 8) symmetrisch in Umfangsrichtung auf den Werkzeugträger (5)
verteilt sind.
8. Buchform- und Pressmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkzeugträger (5) im Bereich seines Drehzentrums Mittel (12, 14, 18,20) aufweist,
welche eine formschlüssige Lage gegenüber dem sich im Einsatz befindlichen Werkzeug
(8, 7, 8) erstellen.
9. Buchform- und Pressmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkzeugträger (5) in seinem Drehzentrum mit einer Weile (12) verbunden ist,
dass die Welle (12) oder ein auf der Welle verankerter Kupplungsflansch (14) radial
verlaufende Arretierbohrungen (20) aufweist, welche in Wirkverbindung mit einem zustellbaren
Arretierbolzen (18) stehen, und durch die beiden (18, 20) einen Formschluss bilden,
und dass jede formschlüssige Lage zwischen Arretierbohrung (20) und Arretierbolzen
(16) die operative Lage eines bestimmten Werkzeugs (6, 7, 8) bildet.
10. Buchform- und Pressmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Arretierbolzen (18) gegenüber der Arretierbohrung (20) fluchtend und rechtwinklig
oder in einem spitzen Winkel zur Welle (12) zustellbar Ist.
11. Buchform- und Pressmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkzeugträger die Form einer sich oberhalb des Frontschnitts (38) parallel erstreckende
und in mindestens einer Ebene verstellbare Schiene aufweist, auf welcher Schiene mindestens
ein in mindestens einer Ebene verstellbares Werkzeug (8, 7, 8) angeordnet ist.
12. Verfahren zum Betrieb einer Buchform und Pressmaschine, welche im Wesentlichen aus
einer Nachformeinrichtung (1), einer Presseinrichtung (30), einer Ladeeinrichtung
(60) besteht, wobei die Ladeeinrichtung im Wesentlichen aus einem Ladetisch (62),
und die Presseinrichtung aus einer Anzahl von zueinander beabstandeten Pressplatten
(31, 32), und aus Einbrennschienen (35, 36) besteht, und wobei die Nachformeinrichtung
(1) Mittel aufweist, welche gegenüber einem Frontschnitt (38) eines Buchblocks (37)
eine Formgebung ausführen, nach einem der Ansprüche 1-11, wobei die Presseinrichtung
(30) mit mindestens einer Station für die Aufnahme eines Buchblocks (37) betrieben
wird, wobei die Nachformeinrichtung (1) aus mindestens einem Werkzeugträger (5, 100)
besteht, welcher mit mindestens einem für die Formgebung des Frontschnitts (38) bestimmten
Werkzeug (6, 7, 8) bestückt wird, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Werkzeugträger (5, 100) nach dessen Bestückung mit dem formgebenden Werkzeug
(6, 7, 8; 108, 109, 110) vor der Einleitung der Formgebung des Frontschnittes des
Buchblocks eine angepasste Ausmittung des im Einsatz stehenden Werkzeuges gegenüber
der Dicke des jeweiligen zu verarbeitenden Buchblocks über eine Abfolge von Bewegungen
im Raum vorgenommen wird, und dass die Bewegungen maschinell eingestellt werden, frei
programmierbar sind, oder durch mindestens einen Sensor geführt werden.
13. Verfahren nach Anspruch 12. dadurch gekennzeichnet, dass der Werkzeugträger (5, 100) quer zur Breite des Frontschnitt (38) mindestens eine
weitere translative Bewegung und gegenüber dem Frontschnitt (38) mindestens eine vertikale
oder quasi-vertikale formgebende Bewegung ausführt.
14. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (10) direkt oder indirekt mindestens eine Information über die Lage eines
Werkzeugs (6, 7, 8; 108, 109, 110) oder über die Lage des operativ bestimmten Werkzeugs
erfasst und an eine Steuerungseinheit wertergibt.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellung des Werkzeugs (6, 7, 8; 108, 109, 110) im Raum durch mindestens einen
Sensor (10) detektiert wird.
16. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Nachformung des auf zum Ladetisch gehörenden Prismenplatten (66, 67) aufliegenden
Buchblocks auf eine vorbestimmte Höhe zwischen die zu der Presseinrichtung (30) gehörenden
Pressplatten (31, 32) positioniert wird, dergestalt, dass die Einbrennschienen (35,
36) im Bereich eines Buchfalzes mit einer geringeren Kraft auf den Buchblock auftreffen,
und dass der Buchblock bei der Absenkung des Ladetisches (62) festgehalten wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass während des Ladens des Buchblocks über eine Signaleinrichtung die Kontur des Buchblocks
erfasst wird, und dass über einen Antrieb die anzusteuernde Höhe des Ladetisches (62)
angefahren wird.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Ladetisch (62) mit einem Wegmesssystem betrieben wird.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 12-18. dadurch gekennzeichnst, dass der Buchblock
während des Nachformprozesses durch die Pressplatten (31, 32) vorgepresst wird, und
dass nach dem Nachformprozess der Buchblock durch Erhöhung der Druckkraft der Einbrennschienen
(35, 36) fixiert wird und dass danach die Nachformeinrichtung aus dem Bereich der
Pressplatten herausgefahren wird.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 12-19
dadurch gekennzeichnet, dass die Pressfolgen bei der Herstellung des Buchblocks nach folgenden Abläufen durchgeführt
werden:
- Einbrennen/Pressen, oder
- Pressen/Einbrennen, oder
- Pressen/Einbrennen/Pressen.
1. Book moulding and pressing machine, comprising substantially a reshaping device (1),
a pressing device (30) and a loading device (60), wherein the loading device comprises
substantially a loading table (62) and the pressing device (30) comprises a number
of pressing plates (31, 32), which can be spaced from one another, and burning rails
(35, 36), and wherein the reshaping device (1) has means which effect a shaping of
a front cut (38) of a book block (37), wherein the pressing device (30) has at least
one station for receiving a book block (37), and the reshaping device (1) consists
of at least one tool carrier (5, 100) which is fitted with at least one shaping tool
(6, 7, 8) for shaping the front cut (38), characterised in that the tool carrier (5, 100), after being fitted with the shaping tool (6, 7, 8) and
prior to initiation of the shaping of the front cut of the book block, carries out
appropriate centring of the tool being used with respect to the thickness of the respective
book block to be processed by means of a sequence of movements in space.
2. Book moulding and pressing machine according to Claim 1, characterised in that the pressing device (30) includes a plurality of serially arranged stations for receiving
a corresponding number of book blocks (37), and in that an individually operable, or jointly and interdependently operable, tool carrier
(5, 100) and/or tool (6, 7, 8; 108, 109, 110), is assigned to each station or plurality
of stations.
3. Book moulding and pressing machine according to Claim 1, characterised in that the shaping tool (6, 7, 8) is formed by forming rails.
4. Book moulding and pressing machine according to Claim 1, characterised in that the tool carrier (100) and the tool (108, 109, 110) are components of an automatic
movement mechanism the movement sequences, travel distances and angles of which are
characterised by axial degrees of freedom.
5. Book moulding and pressing machine according to Claim 4, characterised in that the automatic movement mechanism (100) accesses at least one tool (108, 109, 110)
stored in a tool magazine for the respective front cut (38) to be shaped.
6. Book moulding and pressing machine according to Claim 1, characterised in that the tool carrier (5) has the form of a wheel-like structure, in that the tool carrier carries a plurality of tools (6, 7, 8) arranged on its outer circumference,
and in that the tools (6, 7, 8) are arranged in a tangential disposition and concentrically with
respect to the centre of the tool carrier (5).
7. Book moulding and pressing machine according to Claim 6, characterised in that the tools (6, 7, 8) are distributed symmetrically on the tool carrier (5) in the
circumferential direction.
8. Book moulding and pressing machine according to Claim 6, characterised in that the tool carrier (5) has in the region of its centre of rotation means (12, 14, 18,
20) which establish a positive position with respect to the tool (6, 7, 8) being used.
9. Book moulding and pressing machine according to Claim 8, characterised in that the tool carrier (5) is connected at its centre of rotation to a shaft (12), in that the shaft (12), or a coupling flange (14) fixed to the shaft, has radially-disposed
locking bores (20) operatively associated with a deployable locking pin (18), the
bore (20) and pin (18) forming a positive fit, and in that each positive position established between locking bore (20) and locking pin (18)
forms the operative position of a particular tool (6, 7, 8).
10. Book moulding and pressing machine according to Claim 9, characterised in that the locking pin (18) can be advanced, with respect to the locking bore (20), in alignment
with and at right angles to, or at an acute angle to, the shaft (12).
11. Book moulding and pressing machine according to Claim 1, characterised in that the tool carrier has the form of a rail extending above the front cut (38) and adjustable
in at least one plane, on which rail at least one tool (6, 7, 8) adjustable in at
least one plane is arranged.
12. Method for operating a book moulding and pressing machine comprising substantially
a reshaping device (1), a pressing device (30) and a loading device (60), wherein
the loading device comprises substantially a loading table (62) and the pressing device
comprises of a number of pressing plates (31, 32), which are spaced from one another,
and burning rails (35, 36), and wherein the reshaping device (1) has means which effect
a shaping of a front cut (38) of a book block (37), according to any one of Claims
1-11, wherein the pressing device (30) is operated with at least one station for receiving
a book block (37), and the reshaping device (1) consists of at least one tool carrier
(5, 100) which is fitted with at least one tool (6, 7, 8) designed for shaping the
front cut (38), characterised in that an appropriate centring of the tool being used with respect to the thickness of the
respective book block to be processed is carried out with the tool carrier (5, 100),
after the tool carrier (5, 100) has been fitted with the shaping tool (6, 7, 8; 108,
109, 110) and prior to initiation of the shaping of the front cut of the book block,
by means of a sequence of movements in space, and in that the movements are adjusted mechanically, are freely programmable, or are directed
by at least one sensor.
13. Method according to Claim 12, characterised in that the tool carrier (5, 100) carries out at least one further translational movement
transversely to the width of the front cut (38), and at least one vertical or quasi-vertical
shaping movement with respect to the front cut (38).
14. Method according to Claim 12, characterised in that the sensor (10) captures directly or indirectly at least one piece of information
relating to the position of the tool (6, 7, 8; 108, 109, 110) or to the position of
the operatively specified tool and transmits said information to a control unit.
15. Method according to Claim 14, characterised in that the position of the tool (6, 7, 8; 108, 109, 110) in space is detected by at least
one sensor (10).
16. Method according to Claim 12, characterised in that during the reshaping of the book block, which rests on prism plates (66, 67) forming
part of the loading table, the book block is positioned at a predetermined height
between the pressing plates (31, 32) belonging to the pressing device (30), in such
a way that the burning rails (35, 36) impinge on the block in the region of a shoulder
with less force, and that the book block is held fast as the loading table (62) is
lowered.
17. Method according to Claim 16, characterised in that, during loading of the book block, the contour of the book block is captured by means
of a signalling device, and in that the loading table (62) is moved to its intended height by means of a drive.
18. Method according to Claim 17, characterised in that the loading table (62) is operated using a travel distance measuring system.
19. Method according to any one of Claims 12-18, characterised in that during the reshaping process the book block is pre-pressed by means of the pressing
plates (31, 32), in that after the reshaping process the book block is fixed by increasing the pressure of
the burning rails (35, 36), and in that the reshaping device is then moved out of the region of the pressing plates.
20. Method according to any one of Claims 12-19,
characterised in that during the production of the book block the pressing cycles are carried out according
to the following sequences:
- burning/pressing, or
- pressing/burning, or
- pressing/burning/pressing.
1. Machine de mise en forme et de pressage de livres composée, pour l'essentiel, d'un
dispositif (1) de mise en forme ultérieure, d'un dispositif de pressage (30) et d'un
dispositif de chargement (60), ledit dispositif de chargement étant essentiellement
constitué d'un plateau de chargement (62) et ledit dispositif de pressage (30) comprenant
un certain nombre de platines de pressage (31, 32) mutuellement espacées, et des barrettes
(35, 36) de rainage à chaud, ledit dispositif (1) de mise en forme ultérieure étant
pourvu de moyens qui procurent une mise en forme vis-à-vis d'une tranche de gouttière
(38) d'un corps d'ouvrage (37), ledit dispositif de pressage (30) présentant au moins
un poste dévolu à la réception d'un corps d'ouvrage (37), ledit dispositif (1) de
mise en forme ultérieure étant constitué d'au moins un porte-outils (5, 100) garni
d'au moins un outil de formage (6, 7, 8) dédié à la mise en forme de ladite tranche
de gouttière (38), caractérisée par le fait qu'à l'issue de son garnissage par l'outil de formage (6, 7, 8) et préalablement au lancement
de la mise en forme de la tranche de gouttière du corps d'ouvrage, le porte-outils
(5, 100) provoque, par une succession de mouvements dans l'espace, un centrage adapté
de l'outil en service par rapport à l'épaisseur du corps d'ouvrage considéré, devant
être traité.
2. Machine de mise en forme et de pressage de livres, selon la revendication 1, caractérisée par le fait que le dispositif de pressage (30) compte plusieurs postes agencés en série, dévolus
à la réception d'un nombre correspondant de corps d'ouvrages (37) ; et par le fait qu'un porte-outils (5, 100) et/ou un outil (6, 7, 8 ; 108, 109, 110), actionnable(s)
en mode individuel ou en association interdépendante, est affecté à chaque poste ou
à plusieurs postes.
3. Machine de mise en forme et de pressage de livres, selon la revendication 1, caractérisée par le fait que l'outil de formage (6, 7, 8) est constitué par des réglettes de formage.
4. Machine de mise en forme et de pressage de livres, selon la revendication 1, caractérisée par le fait que le porte-outils (100) et l'outil (108, 109, 110) sont des composants d'un élément
à motricité automatisée dont les successions de mouvements, les courses et les angles
se singularisent par des degrés de liberté axiale.
5. Machine de mise en forme et de pressage de livres, selon la revendication 4, caractérisée par le fait que l'élément (100) à motricité automatisée accède, pour la tranche de gouttière (38)
devant être mise en forme, à au moins un outil respectif (108, 109, 110) déposé dans
un magasin d'outillage.
6. Machine de mise en forme et de pressage de livres, selon la revendication 1, caractérisée par le fait que le porte-outils (5) revêt la forme d'une structure analogue à une roue ; par le fait que ledit porte-outils porte plusieurs outils (6, 7, 8) disposés sur le pourtour extérieur
; et par le fait que lesdits outils (6, 7, 8) sont agencés en une disposition tangentielle, concentriquement
au centre dudit porte-outils (5).
7. Machine de mise en forme et de pressage de livres, selon la revendication 6, caractérisée par le fait que les outils (6, 7, 8) sont répartis, sur le porte-outils (5), avec symétrie dans le
sens périphérique.
8. Machine de mise en forme et de pressage de livres, selon la revendication 6, caractérisée par le fait que le porte-outils (5) est doté, dans la région de son centre de rotation, de moyens
(12, 14, 18, 20) établissant une position prise par complémentarité de formes vis-à-vis
de l'outil (6, 7, 8) en service.
9. Machine de mise en forme et de pressage de livres, selon la revendication 8, caractérisée par le fait que le porte-outils (5) est relié à un arbre (12) au niveau de son centre de rotation
; par le fait que l'arbre (12), ou une bride d'accouplement (14) ancrée sur ledit arbre, comporte des
perçages d'arrêt (20) qui s'étendent radialement et sont en liaison opérante avec
un tenon d'arrêt (18) ajustable, l'un et les autres (18, 20) instaurant un assemblage
par conformation ; et par le fait que chaque position prise par complémentarité de formes, entre un perçage d'arrêt (20)
et le tenon d'arrêt (18), constitue la position opérationnelle d'un outil (6, 7, 8)
déterminé.
10. Machine de mise en forme et de pressage de livres, selon la revendication 9, caractérisée par le fait que le tenon d'arrêt (18) est ajustable avec alignement par rapport au perçage d'arrêt
(20), et à angle droit ou à angle aigu vis-à-vis de l'arbre (12).
11. Machine de mise en forme et de pressage de livres, selon la revendication 1, caractérisée par le fait que le porte-outil revêt la forme d'un rail s'étendant parallèlement au-dessus de la
tranche de gouttière (38) et pouvant être réglé dans au moins un plan, rail sur lequel
se trouve au moins un outil (6, 7, 8) réglable dans au moins un plan.
12. Procédé d'actionnement d'une machine de mise en forme et de pressage de livres, qui
est composée pour l'essentiel d'un dispositif (1) de mise en forme ultérieure, d'un
dispositif de pressage (30) et d'un dispositif de chargement (60), ledit dispositif
de chargement étant essentiellement constitué d'un plateau de chargement (62) et ledit
dispositif de pressage comprenant un certain nombre de platines de pressage (31, 32)
mutuellement espacées, et des barrettes (35, 36) de rainage à chaud, ledit dispositif
(1) de mise en forme ultérieure étant pourvu de moyens qui exécutent une mise en forme
vis-à-vis d'une tranche de gouttière (38) d'un corps d'ouvrage (37), conforme à l'une
des revendications 1-11, ledit dispositif de pressage (30) étant actionné avec au
moins un poste dévolu à la réception d'un corps d'ouvrage (37), ledit dispositif (1)
de mise en forme ultérieure étant constitué d'au moins un porte-outils (5, 100) garni
d'au moins un outil de formage (6, 7, 8) destiné à la mise en forme de ladite tranche
de gouttière (38), caractérisé par le fait qu'un centrage adapté de l'outil en service, par rapport à l'épaisseur du corps d'ouvrage
considéré devant être traité, est effectué à l'aide du porte-outils (5, 100) à l'issue
du garnissage de ce dernier par l'outil de formage (6, 7, 8 ; 108, 109, 110) et préalablement
au lancement de la mise en forme de la tranche de gouttière du corps d'ouvrage, par
une succession de mouvements dans l'espace ; et par le fait que lesdits mouvements sont engendrés en mode automatique, sont librement programmables
ou sont guidés par l'intermédiaire d'au moins un capteur.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé par le fait que le porte-outils (5, 100) accomplit au moins un mouvement translatoire supplémentaire,
transversalement par rapport à la largeur de la tranche de gouttière (38), et au moins
un mouvement vertical ou quasi vertical de mise en forme vis-à-vis de ladite tranche
de gouttière (38).
14. Procédé selon la revendication 12, caractérisé par le fait que le capteur (10) détecte, en mode direct ou indirect, au moins une information relative
à la position d'un outil (6, 7, 8 ; 108, 109, 110) ou relative à la position de l'outil
destiné à opérer, puis la transmet à une unité de commande.
15. Procédé selon la revendication 14, caractérisé par le fait que la position, occupée par l'outil (6, 7, 8 ; 108, 109, 110) dans l'espace, est détectée
par l'intermédiaire d'au moins un capteur (10).
16. Procédé selon la revendication 12, caractérisé par le fait que, lors de la mise en forme ultérieure du corps d'ouvrage reposant sur des panneaux
prismatiques (66, 67) faisant partie intégrante du plateau de chargement, il s'opère
un positionnement à une hauteur prédéterminée, entre les platines (31, 32) faisant
partie intégrante du dispositif de pressage (30), de façon telle que les barrettes
(35, 36) de rainage à chaud viennent rencontrer ledit corps d'ouvrage avec une force
moindre, dans la région d'une pliure de livre ; et par le fait que ledit corps d'ouvrage est fermement retenu au cours de l'abaissement dudit plateau
de chargement (62).
17. Procédé selon la revendication 16, caractérisé par le fait que le profil du corps d'ouvrage est détecté par l'intermédiaire d'un dispositif de signalisation,
durant le chargement dudit corps d'ouvrage ; et par le fait que la hauteur du plateau de chargement (62), devant être commandée, est atteinte par
l'intermédiaire d'un entraînement.
18. Procédé selon la revendication 17, caractérisé par le fait que le plateau de chargement (62) est actionné à l'aide d'un système mesureur de courses.
19. Procédé selon l'une des revendications 12-18, caractérisé par le fait qu'une compression préalable est imposée au corps d'ouvrage par les platines de pressage
(31, 32), au cours du processus de mise en forme ultérieure ; par le fait que ledit corps d'ouvrage est bloqué à demeure par accroissement de la force de compression
des barrettes (35, 36) de rainage à chaud, à l'issue dudit processus de mise en forme
ultérieure ; et par le fait que le dispositif de mise en forme ultérieure est ensuite déplacé hors de la région desdites
platines de pressage.
20. Procédé selon l'une des revendications 12-19,
caractérisé par le fait que, lors de la fabrication du corps d'ouvrage, les séquences de pressage sont exécutées
conformément aux opérations suivantes :
- rainage à chaud/pressage, ou
- pressage/ rainage à chaud, ou
- pressage/ rainage à chaud/pressage.
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