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(11) |
EP 2 650 253 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.01.2015 Patentblatt 2015/04 |
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Anmeldetag: 18.03.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Mehrkomponenten-Füllmaschine zum Befüllen von Behältern mit Flüssigkeiten
Multi-component filling machine for filling containers with liquids
Machine de remplissage à plusieurs composants pour le remplissages de récipients avec
des liquides
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
11.04.2012 DE 102012205901
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.10.2013 Patentblatt 2013/42 |
| (73) |
Patentinhaber: Krones AG |
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93073 Neutraubling (DE) |
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Erfinder: |
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- Grosch, Sabine
93073 Neutraubling (DE)
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| (74) |
Vertreter: Grünecker, Kinkeldey,
Stockmair & Schwanhäusser |
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Leopoldstrasse 4 80802 München 80802 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 207 108 EP-A1- 1 980 153 DE-U1- 29 512 257
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EP-A1- 1 657 159 WO-A1-00/32475 US-A1- 2006 086 410
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein entsprechendes Verfahren zum Befüllen
von Behältern mit Flüssigkeiten, bestehend aus mehreren Komponenten.
Hintergrund
[0002] Aus dem Stand der Technik sind bereits Rundläufermaschinen für Mehrkomponentenprodukte
bekannt.
[0003] So zeigt beispielsweise die
EP1362825B9 ein Karussell mit einer Leitung zum Füllelement für ein Basisprodukt und weitere
Leitungen (insgesamt drei) für jeweils weitere Zusatzkomponenten. Dabei werden die
Zusatzkomponenten, wie in Fig. 2 des Dokuments ersichtlich, zunächst mit der Hauptkomponente
gemischt und dann in den zu befüllenden Behälter abgefüllt.
[0004] Ferner zeigt die
DE102006006288A1 eine Vorrichtung zum Dosieren hochviskoser Flüssigkeiten. Dabei wird ein zu befüllender
Behälter an einer Position fixiert und es werden nacheinander unterschiedliche Dosierer
in Position gebracht, um die Flüssigkeit abzufüllen. Dabei befinden sich diese Dosierer
an einer Art Karussell, welches versetzt zum zu befüllenden Behälter angeordnet ist.
[0005] Ebenso zeigt die
US2988450 eine Vordosage von Aromen, Farben oder Ähnlichem. Dabei werden bevor oder nachdem
der Behälter mit der Basiskomponente in einem Füllkarussell befüllt wurde, beispielsweise
an einem Linearfüller hintereinander weitere Komponenten in den Behälter eingeführt.
Dafür sind jeweils einzelne Füllrohre und Füllstationen vorgesehen, zwischen denen
die Behälter hin- und herbewegt werden.
[0006] Darüber hinaus zeigt die
WO2005003017A1 einen Karussellfüller, wobei durch ein Verschwenken des Behälters auf dem Behälterträger
eine Bewegung des Behälters zwischen unterschiedlichen Füllventilauslässen erreicht
wird.
[0007] Ferner offenbart die
DE 295 12 527 U1 eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 zum Befüllen von Behältern
mit unterschiedlichen, pasteusen Molkereiprodukten. Dazu werden aus mehreren drehbar
angeordneten Düsen eines Doppelfüllstutzens, die in den Behälter eingefahren werden,
unterschiedliche Molkereiprodukte in den Behälter gefüllt. Die gesamte Anordnung ist
drehbar gelagert, sodass die Molkereiprodukte in einer bestimmten Form in den Behälter
gefüllt werden können. Unabhängig davon, mit wie vielen unterschiedlichen Produkten
der Behälter gefüllt wird, wird der Doppelfüllstutzen zum Befüllen in den Behälter
eingeführt.
Aufgabe
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Befüllen mit Behältern
mit gegebenenfalls mehrkomponentigen Flüssigkeiten zu entwickeln, wobei die Befüllung
möglichst effektiv und sowohl zeit- als auch platzsparend erfolgen soll.
Lösung
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Vorrichtung nach Anspruch 1 und das
Verfahren nach Anspruch 9 gelöst.
[0010] Die Unteransprüche beinhalten zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung.
[0011] Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Abfüllung der Flüssigkeiten an
der Füllmaschine erfolgt, wobei die Füllmaschine wenigstens zwei Produktvorlagebehälter
mit jeweils einer abzufüllenden Flüssigkeit umfasst. Ferner sind an der Füllmaschine
vorzugsweise eine Vielzahl von gleichmäßig verteilten Füllstationen zum Befüllen von
Behältern vorgesehen, wobei jede der Füllstationen ein Füllrohrbündel aus mindestens
zwei Füllrohren aufweist. Dabei sind die Füllrohre im Füllrohrbündel einer Füllstation
insbesondere so angeordnet, dass die Position des Behälters in Bezug auf die Füllstation
in horizontaler Richtung während des Befüllens beibehalten werden kann. Das erlaubt
eine sehr flexible, schnelle und platzsparende Steuerung der Befüllung und erlaubt
damit einen hohen Durchsatz.
[0012] Erfindungsgemäß verfügt jede der Füllstationen weiterhin über einen Rotator der die
Füllrohre um eine zur Symmetrieachse des zu befüllenden Behälters parallele Achse
rotieren lassen kann. Dadurch ist es möglich, nur einzelne Füllrohre aus dem Füllrohrbündel
über dem Behälter zu positionieren.
[0013] In einer weiteren Ausführungsform weist das Füllrohrbündel einen Durchmesser auf,
der kleiner als der Durchmesser der Öffnung des zu befüllenden Behälters ist. Das
erlaubt eine Miniaturisierung der Füllstation und damit eine erhebliche Platzersparnis.
[0014] In einer weiteren Ausführungsform weist die Vorrichtung Absperrventile an jeder Zuleitung
von den Produktvorlagebehältern zu den Füllrohren jeder Füllstation auf, wobei die
Absperrventile die Zuleitungen verschließen können. Dadurch wird eine genaue Dosage
der abzufüllenden Flüssigkeiten gewährleistet.
[0015] In einer weiteren Ausführungsform enthält jeder Produktvorlagebehälter eine andere
abzufüllende Flüssigkeit. Damit ist die Komplexität der abgefüllten Flüssigkeit nur
abhängig von der Anzahl der Produktvorlagebehälter und der jeweils abgefüllten Menge
der entsprechenden Flüssigkeiten, womit eine hohe Vielzahl von möglichen abzufüllenden
Flüssigkeiten erreicht werden kann.
[0016] In einer weiteren Ausführungsform verfügt jede der Füllstationen über einen Motor,
vorzugsweise einen Elektromotor, der den vertikalen Abstand von zu befüllendem Behälter
und einzufahrendem Füllrohr verändern kann. Durch das Einfahren der Füllrohre und
gegebenenfalls des ganzen Füllrohrbündels kann ein Verlust von Flüssigkeit, die nach
Ende des Befüllens noch eventuell in den Füllrohren verbleibt und langsamer austritt,
vermieden werden. Außerdem kann gleichzeitig ein Umfallen des Behälters während des
Befüllens verhindert werden.
[0017] In einer weiteren Ausführungsform weist eines der Füllrohre jeder Füllstation einen
größeren Durchmesser als die übrigen Füllrohre an der entsprechenden Füllstation auf.
Ist beispielsweise vorgesehen, dass die zu erstellende Flüssigkeit aus einer Hauptkomponente
und mehreren Nebenkomponenten mit weniger Volumenanteilen besteht, so kann die Hauptkomponente
durch das größere Füllrohr in gleicher oder kürzerer Zeit abgefüllt werden, auch wenn
der Volumenanteil der Hauptkomponente am Gesamtvolumen wesentlich größer ist.
[0018] In einer weiteren Ausführungsform ist das Füllrohr mit dem größeren Durchmesser von
den übrigen Füllrohren der Füllstation umgeben. Eine solche Anordnung gestattet es
gerade beim Hereinfahren der Füllrohre in den zu befüllenden Behälter, dass keine
Störungen durch gegebenenfalls asymmetrisch verteilte Füllrohre entstehen.
[0019] Weiterhin sind die Füllstationen entsprechend einer Ausführungsform geeignet, sich
während des Befüllvorgangs mit derselben Geschwindigkeit zu bewegen wie die zu befüllenden
Behälter. Das heißt der Behälter wird auf dem Förderer während des Befüllens und während
die entsprechende Füllstation beispielsweise teilweise in den Behälter eingefahren
oder über diesem positioniert ist, weiterbewegt und die Füllstation bewegt sich mit
derselben Geschwindigkeit mit dem zu befüllenden Behälter mit.
[0020] In einer weiteren Ausführungsform ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass
sie geeignet ist, den zu befüllenden Behälter an eine sich mit einer Geschwindigkeit
bewegene Füllstation heranzuführen, mit dieser Füllstation mit der Geschwindigkeit
mitzubewegen und durch sie zu befüllen und von der sich mit der Geschwindigkeit weiterbewegenden
Füllstation wegzuführen, wobei die Geschwindigkeit zu jeder Zeit, insbesondere während
der Behälter herangeführt, befüllt und weggeführt wird, von null verschieden ist.
[0021] Unter Verwendung beispielsweise dieser Vorrichtung lässt sich ein Verfahren zum Befüllen
von Behältern mit mehrkomponentigen Flüssigkeiten verwirklichen, wobei die Befüllung
der Behälter an einer Füllstation durch ein Füllrohrbündel, welches zumindest zwei
Füllrohre umfasst, erfolgt und jedes dieser Füllrohre mit jeweils einem Produktvorlagebehälter
verbunden ist. Ferner erfolgt die Befüllung so, dass die horizontale Position des
Behälters in Bezug auf die Füllstation während der gesamten Befüllung unverändert
bleibt. Das gestattet ein effektives zeit- und platzsparendes Befüllen von Behältern
mit mehrkomponentigen Flüssigkeiten.
[0022] Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass die Füllrohre jeder Füllstation um
eine Achse parallel zur Symmetrieachse des zu befüllenden Behälters rotieren. Damit
lässt sich erreichen, dass jeweils nur das benötigte Füllrohr über dem Behälter positioniert
wird, um die entsprechende Komponente der Flüssigkeit abzufüllen.
[0023] In einer weiteren Ausführungsform ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens eines der Füllrohre zum Befüllen in den Behälter eingefahren wird. Damit
lässt sich ein Verlust von Flüssigkeit außerhalb des Behälters nach Beendigung des
Befüllens sowie ein Umfallen des zu befüllenden Behälters während des Befüllens mit
der entsprechenden Flüssigkeitskomponente vermeiden.
[0024] In einer Ausführungsform ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass sich unterscheidende
Flüssigkeiten oder Grundstoffe der mehrkomponentigen Flüssigkeit durch verschiedene
Füllrohre geleitet werden. Das minimiert den Reinigungsaufwand, da jedes Füllrohr
nur für genau eine Flüssigkeitskomponente verwendet wird.
[0025] In einer weiteren Ausführungsform ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass
eine Hauptkomponente der abzufüllenden Flüssigkeit durch ein Füllrohr mit größerem
Durchmesser abgefüllt wird. Das gestattet bei der Verwendung einer Hauptkomponente,
die einen höheren Volumenanteil als die anderen Komponenten der Flüssigkeit besitzt,
eine Abfüllung auch dieser Hauptkomponente mit geringem Zeitaufwand
[0026] In einer weiteren Ausführungsform ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass
sich die Füllstationen während des Befüllens eines zu befüllenden Behälters mit derselben
Geschwindigkeit wie der zu befüllende Behälter bewegen. Das ermöglicht ein schnelles
und möglichst störungsfreies Befüllen der Behälter.
[0027] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass der zu befüllende Behälter an eine sich mit
einer Geschwindigkeit bewegende Füllstation herangeführt, mit dieser Füllstation mit
der Geschwindigkeit mitbewegt und durch sie befüllt und von der sich mit der Geschwindigkeit
weiterbewegenden Füllstation weggeführt wird, wobei die Geschwindigkeit zu jeder Zeit
der Befüllung, insbesondere während der Behälter herangeführt, befüllt und weggeführt
wird, von null verschieden ist. So kann eine zeitsparende Befüllung der zu befüllenden
Behälter gewährleistet werden, indem unnötige Stopps während des Befüllprozesses vermieden
werden.
Kurzbeschreibung der Abbildungen
[0028]
- Fig. 1:
- Schematische Darstellung einer Ausführungsform der Vorrichtung zum Befüllen von Behältern.
- Fig. 2:
- Schematische Darstellung der Komponentenzuteilung aus unterschiedlichen Produktvorläuferbehältern.
- Fig. 3:
- Schematische Darstellung der Zuteilung der Flüssigkeit bei Verwendung nur einer Flüssigkeitskomponente.
- Fig. 4:
- Schematische Darstellung des Befüllvorgangs.
- Fig. 5:
- Schematische Darstellung einer bevorzugten Ausführungsform des Füllrohrbündels.
Detaillierte Beschreibung
[0029] Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform der Vorrichtung zum Befüllen von Behältern mit
einer mehrkomponentigen Flüssigkeit. Dabei umfasst die Vorrichtung den Füller 100
und einen Förderer 140, auf dem die zu befüllenden Behälter 150 transportiert werden.
Der hier dargestellte Füller 100 ist ein Linearfüller. Die wesentlichen Merkmale der
Erfindung lassen sich aber auch ohne weiteres auf beliebige andere Anordnungen übertragen,
insbesondere auf Karussellfüller. Der Füller 100 umfasst des Weiteren die Füllstationen
101, eine Führung 120 für die Füllstationen sowie einen Flüssigkeitsspeicher 110,
der die diversen Produktvorlagenbehälter 111, 112, 113 umfasst. Die Produktvorlagebehälter
111, 112, 113 beinhalten die gewünschten Komponenten der abzufüllenden Flüssigkeit.
Dabei kann es sich beispielsweise um Wasser und Zusätze wie Sirup oder generell unterschiedlich
viskose Flüssigkeiten oder Flüssigkeiten mit stückigen Anteilen handeln. Ferner umfassen
die Füllstationen 101 jeweils eine Halterung 104 zur Befestigung an der Führung 120
und zur Verbindung mit den Produktvorlagebehältern im Flüssigkeitsspeicher 110 sowie
eine Zuleitung 103, die Füllrohre 105 und einen Füllkopf 106, der gegebenenfalls weitere
Bestandteile, wie Motoren, umfassen kann. Als ein Spezialfall einer "mehrkomponentigen"
Flüssigkeit ist im erfindungsgemäßen Sinn aber auch der Fall anzusehen, in dem alle
Produktvorlagebehälter 111, 112, 113 dieselbe Flüssigkeit enthalten. Dabei bezieht
sich der Ausdruck dann darauf, dass eine flaschenweise oder chargenweise Abfüllung
derselben Flüssigkeit durch unterschiedliche Füllrohre 105 stattfindet. Durch die
Verwendung von Füllrohren mit unterschiedlichen Durchmessern kann dann dieselbe Flüssigkeit
mit unterschiedlichen, von den Durchmessern abhängigen Fließgeschwindigkeiten abgefüllt
werden. Die unterschiedlichen Fließgeschwindigkeiten können jedoch auch wahlweise
oder zusätzlich durch unterschiedliche Abfülldrücke in den jeweiligen Produktvorlagebehältern
111, 112, 113 erreicht werden.
[0030] Zur Befüllung der zu befüllenden Behälter 150 werden die Behälter 150 auf dem Förderer
140 in Transportrichtung mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit bewegt. Die Füllstationen
101 bewegen sich an der Führung 120 des Füllers 100 mit derselben Geschwindigkeit.
Die Anlage ist vorzugsweise so gesteuert, dass eine korrekte Positionierung der Füllstationen
101 über einen zu befüllenden Behälter 150 ohne weitere Eingriffe, insbesondere Veränderungen
des Geschwindigkeitsprofils der Füllstationen 101, erreicht werden kann. Ist die Füllstation
101 über dem zu befüllenden Behälter 150 positioniert, so kann die Befüllung durch
die Füllrohre 105 erfolgen. Währenddessen wird der zu befüllende Behälter 150 auf
dem Förderer 140 weiterbewegt. Nachdem der zu befüllende Behälter 150 mit der Füllstation
101 eine vorgegebene Strecke L zurückgelegt hat und vollständig befüllt ist, wird
die Füllstation 101 wieder vom befüllten Behälter 150 entfernt und an der Führung
120 weiterbewegt. Der befüllte Behälter 150 wird dann mit dem Förderer 140 zu möglicherweise
weiteren Prozessabschnitten befördert. Wird ein Karussellfüller verwendet, ist eine
Führung 120 sowie eine Bewegung der Füllstationen 101 relativ zum Karussellfüller
unnötig. Ebenso würde der Förderer 140 vorzugsweise ersetzt durch Umlenksterne, die
die Behälter 150 den fest positionierten Füllstationen 101 am Karussellfüller übertragen.
Damit wäre auch eine Steuerung des Geschwindigkeitsprofils der Flaschen 150 einerseits
und der Füllstationen 101 andererseits überflüssig.
[0031] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung der Versorgung der Füllrohre mit den Flüssigkeitskomponenten
aus den Produktvorlagebehältern 211, 212 und 213 über die Leitung 203. Dabei erfolgt
eine Isolierung der einzelnen Flüssigkeitskomponenten voneinander während des Leitens
durch die Leitung 203. Das kann beispielsweise über in der Leitung 203 vorgesehene
Trennkammern oder aber über in der Leitung 203 eingebrachte Schläuche erzielt werden.
In jedem Fall ist eine Trennung der einzelnen Komponenten aus den Produktvorlagebehältern
211, 212 und 213 so vorgesehen, dass sie durch die Leitung 203 bis hin zu den Füllrohren
205 ununterbrochen erfolgt, d.h. dass keine Mischung der Komponenten vor Eintritt
in den zu befüllenden Behälter geschieht. Zum schließlichen Befüllen sind Ventile
226, 227, 228 vorgesehen, durch deren Öffnung/Schließung der Befüllvorgang geregelt
wird. Die Ventile 226, 227, 228 sind vorzugsweise unabhängig voneinander steuerbar,
sodass eine Zufuhr der Flüssigkeitskomponenten aus den Produktvorlagebehältern 211,
212, 213 unabhängig voneinander erfolgen kann und somit der genaue Volumenanteil jeder
Flüssigkeitskomponente eingestellt werden kann.
[0032] Fig. 3 zeigt eine Modifikation der Vorrichtung, wobei nur ein Produktvorlagebehälter
311 vorgesehen ist, der über die Leitung 303 mit den Füllrohren 305 verbunden ist.
Auch das kann im erfindungsgemäßen Sinn als Abfüllen einer mehrkomponentigen Flüssigkeit
verstanden werden, da die Abfüllung weiterhin über unterschiedliche Ventile erfolgt.
Alternativ können auch mehrere Produktvorlagebehälter mit derselben Flüssigkeit vorgesehen
sein. Da es sich jeweils um dieselbe Flüssigkeit in den Produktvorlagebehältern bzw.
in dem Produktvorlagebehälter 311 handelt, ist eine Trennung der Flüssigkeiten in
der Leitung 303 nicht mehr notwendig. Es kann sich jedoch als zweckmäßig erweisen,
auch in diesem Fall eine Trennung bereits in der Leitung 303 vorzunehmen. Im Falle
der Abfüllung nur einer Flüssigkeitskomponente können die Ventile 326, 327 und 328
entweder abwechselnd geöffnet werden, beispielsweise bei jedem neuen Behälter ein
anderes Ventil, oder sie werden bei der Befüllung alle gleichzeitig geöffnet. Öffnet
man die Ventile abwechselnd bei jeder Flasche oder sogar abwechselnd bei jeder neuen
Produktionscharge, lässt sich eine Reinigung der Füllrohre 305 selbst im Betriebsfall
der Vorrichtung durchführen, da die jeweils nicht genutzten Füllrohre 305, oder das
zuletzt verwendete Füllrohr 305 des Füllrohrbündels gereinigt werden kann, während
ein anderes oder die anderen Füllrohre 305 zur Befüllung der Behälter genutzt werden.
[0033] Fig. 4 zeigt eine Detailansicht des Befüllvorgangs. Dabei wird an der Füllstation
400 eines der Füllrohre 405' aus dem Füllrohrbündel über der Öffnung des Behälters
450 positioniert. Es kann hier entweder nur ein ausgewähltes Füllrohr 405' oder nicht
erfindungsgemäß auch das gesamte Füllrohrbündel über der Öffnung positioniert werden.
Das hängt von der Ausgestaltung des Füllrohrbündels und der Größe der Öffnungen des
zu befüllenden Behälters 450 ab. Die Positionierung erfolgt über einen Motor 421,
der die Rotation der Füllrohre bzw. des Füllrohrbündels steuert. Über einen weiteren,
hier nicht eingezeichneten Motor, kann zweckmäßig der vertikale Abstand des zu befüllenden
Behälters 450 und der Füllrohre 405 bzw. des Füllrohrbündels verändert werden. Das
kann entweder durch Höhenverstellung des Füllrohrbündels oder einzelner Füllrohre
405 oder des zu befüllenden Behälters 450 erfolgen. Auch eine Kombination beider Bewegungen
ist denkbar. Ist entweder das Füllrohr 405' oder alternativ, nicht erfindungsgemäß
das gesamte Füllrohrbündel, in Position über der Öffnung des zu befüllenden Behälters
450 gebracht bzw. in ihn eingefahren, erfolgt über die Leitung 403 und Öffnung eines
oder mehrerer der Ventile 426, 427, 428 die Befüllung des zu befüllenden Behälters
450 mit den vorgesehenen Flüssigkeitskomponenten oder der vorgesehenen Flüssigkeit.
Vorzugsweise erfolgt die Bestimmung des Anfangs und Endes der Befüllung über eine
Wiegezelle oder eine Sonde oder Durchflussmesser bzw. Positions- oder Zeitmessungen
des zu befüllenden Behälters 450 mit geeigneten Sensoren, die in dieser Abbildung
nicht eingezeichnet sind und je nach Ausgestaltung an zweckmäßigen Positionen der
Füllstation und/oder des Füllers und des Förderers angebracht werden müssten.
[0034] So kann bei stets gleichen abzufüllenden Flüssigkeitskomponenten und -mengen vorzugsweise
am Beginn der in Fig. 1 darstellten Strecke L ein Sensor vorgesehen sein, der das
Einlaufen eines zu befüllenden Behälters 450 in den Befüllbereich registriert. Da
die Geschwindigkeit des Förderers zu jeder Zeit bekannt ist und damit auch die Geschwindigkeit
des zu befüllenden Behälters 450, kann die gesamte Befüllung durch die Füllrohre 405
aus dem Füllrohrbündel an der Füllstation so gesteuert sein, dass bis zum Ende der
Strecke L aus Fig. 1 die gesamte Befüllung abgeschlossen ist. Bei gleichbleibendem
Durchfluss und stets gleicher Geschwindigkeit im Förderer werden somit Wiegezellen
überflüssig. Alternativ können jedoch auch Wiegezellen benutzt werden, um Schwankungen
in der Befüllung zu kompensieren.
[0035] Darüber hinaus erlaubt es eine geeignete Steuerung der Füllstationen und insbesondere
des Füllrohrbündels, beispielsweise flaschenweise andere Flüssigkeiten abzufüllen.
So kann vorgesehen sein, dass ein Gesamtkontingent von n Produktvorlagebehältern vorgesehen
ist und eine dementsprechend gleich große Anzahl von n Füllrohren 405 an jeder Füllstation
angebracht ist. Je nach abzufüllender mehrkomponentiger Flüssigkeit werden dann nur
m <
n Füllrohre 405 verwendet. Bei den übrigen Füllrohren bleiben die Ventile demnach geschlossen
und die Steuerung erfolgt so, dass nur die m nötigen Füllrohre 405 über der Öffnung
des zu befüllenden Behälters 450 positioniert werden. Das gestattet eine erhebliche
Flexibilität des Abfüllvorgangs bei gleichzeitig sehr hohem Durchsatz.
[0036] In Fig. 5 ist eine schematische Darstellung des Füllrohrbündels einer jeden Füllstation
dargestellt. Jedes Füllrohrbündel besteht im Wesentlichen aus den Füllrohren 505.
Diese sind befestigt an dem Füllkopf 506, der über Verbindungselemente mit der Leitung
503 verbunden ist.
[0037] Es ist vorgesehen, dass die Füllrohre 505 nicht gleichzeitig sondern abwechselnd
in die zu befüllenden Behälter 550 eingeführt werden. Sie sind in einem Abstand d
zueinander angeordnet so dass die momentan zur Befüllung nicht verwendeten Füllrohre
505 den Füllvorgang, insbesondere das Einfahren des verwendeten Füllrohrs 505' nicht
behindern. In diesem Fall muss das Füllrohrbündel beweglich gelagert sein. Eine möglichst
einfache Verbindung mit der starren Leitung 503, durch die, wie hier beschrieben,
in getrennten Kammern 530 die Komponenten der Flüssigkeiten bereitgestellt werden,
kann über die Verwendung flexibler Schläuche 522 erfolgen. Dreht der Motor 521, der
im Füllkopf 506 angeordnet ist, das Füllrohrbündel, so bewegen sich die Schläuche
522 entsprechend mit.
[0038] Ist eine Drehbarkeit der Füllrohre 505 nicht vorgesehen, so kann auch der Motor 521
entfallen und die Verbindung von Leitung 503 und Füllrohren 505 muss nicht mehr zwingend
mit beweglichen Schläuchen 522 erfolgen sondern kann auch durch starre Verbindungen
gewährleistet werden.
[0039] Unabhängig davon ob bewegliche oder fest positionierte Füllrohre 505 vorgesehen sind,
kann zusätzlich zu diesen ein weiteres zentrales Füllrohr mit einem gegebenenfalls
größeren Durchmesser als die übrigen Füllrohre vorgesehen sein, das in der Mitte des
Füllkopfes 506 angebracht ist. Das kann zum Abfüllen einer Hauptkomponente, die einen
größeren Volumenanteil als die übrigen Komponenten an der Flüssigkeit hat, genutzt
werden. Wie angedeutet, kann die Hauptkomponente durch die zentrale kreisförmige Öffnung
531 innerhalb der Leitung 503 durch das Füllrohrbündel geführt werden. Während des
Befüllens kann dieses Füllrohr dann permanent in den zu befüllenden Behälter 550 eingeführt
sein, wohingegen die anderen Füllrohre 505 jeweils durch Drehung in eine passende
Position gebracht werden können, sofern das vorgesehen ist. Ungeachtet von beweglich
oder unbeweglich angeordneten Füllrohren 505 können durch Öffnung der entsprechenden
Ventile die Nebenkomponenten dem Gemisch zugesetzt werden. Somit kann die Hauptkomponente
über den gesamten Befüllvorgang in den Behälter 550 eingefüllt werden, wohingegen
die Nebenkomponenten abwechselnd für einen Zeitabschnitt während des Befüllens eingefüllt
werden.
1. Füllmaschine (100) zur Abfüllung von Flüssigkeiten, insbesondere Getränken und/oder
Lebensmitteln, mit
wenigstens zwei Produktvorlagebehältern (111, 112) für jeweils eine abzufüllende Flüssigkeit,
und
mit einer Füllstation, vorzugsweise einer Vielzahl von gleichmäßig verteilten Füllstationen
(101) zum Befüllen von Behältern (150), wobei
jede Füllstation (101) ein Füllrohrbündel aus mindestens zwei, mit einem Abstand (d)
beabstandet zueinander angeordneten Füllrohren (105) aufweist, und
wobei die Füllrohre (105) im Füllrohrbündel einer Füllstation (101) so angeordnet
sind, dass die Position des Behälters (150) in Bezug auf die Füllstation (101) in
horizontaler Richtung während des Befüllens beibehalten werden kann;
dadurch gekennzeichnet, dass
jeder Füllstation (101) ein Rotator (421) zugeordnet ist, der die Füllrohre (105)
um eine zur Symmetrieachse des zu befüllenden Behälters (150) parallele, beabstandete
Achse rotieren kann;
wobei der Rotator (421) geeignet ist, einzelne Füllrohre (105) aus dem Füllrohrbündel
abwechselnd über einer Öffnung des zu befüllenden Behälters (150) zu positionieren.
2. Vorrichtung aus Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllrohrbündel einen Durchmesser aufweist, der kleiner als der Durchmesser der
Öffnung des zu befüllenden Behälters (150) ist.
3. Vorrichtung aus Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Absperrventil (226, 227, 228) an jeder Zuleitung vorgesehen ist, das die Zuleitung
verschließen kann.
4. Vorrichtung aus einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Produktvorlagebehälter (111, 112) eine andere abzufüllende Flüssigkeit enthält.
5. Vorrichtung aus einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jede Füllstation (101) über einen Motor, vorzugsweise einen Elektromotor verfügt,
der den vertikalen Abstand von zu befüllendem Behälter (150) und einzufahrendem Füllrohr
(405') verändern kann.
6. Vorrichtung aus einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Füllrohre der Füllstation (101) einen größeren Durchmesser als die übrigen
Füllrohre (105) aufweist, wobei vorgesehen sein kann, dass das Füllrohr mit größerem
Durchmesser von den übrigen Füllrohren (105) der Füllstation (101) umgeben ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Füllstationen (101) während des Befüllens eines zu befüllenden Behälters
(150) mit derselben Geschwindigkeit wie der zu befüllende Behälter (150) bewegen können.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung geeignet ist, einen zu befüllenden Behälter (150) an eine sich mit
einer Geschwindigkeit bewegende Füllstation (101) heranzuführen und mit der Füllstation
(101) mit der Geschwindigkeit weiterzubefördern, den zu befüllenden Behälter (150)
während der Weiterbeförderung durch die Füllstation (101) zu befüllen und den befüllten
Behälter von der sich mit der Geschwindigkeit weiterbewegenden Füllstation (101) zu
entfernen, wobei die Geschwindigkeit zu jeder Zeit, insbesondere während der Behälter
herangeführt, befüllt und weggeführt wird, von null verschieden ist.
9. Verfahren zum Abfüllen von Flüssigkeiten, insbesondere Getränken und/oder Lebensmitteln,
dadurch gekennzeichnet, dass:
die Befüllung an einer Füllstation (101) durch ein Füllrohrbündel aus zumindest zwei,
im Abstand (d)
zueinander angeordneten Füllrohren (105) erfolgt, die jeweils mit einem Produktvorlagebehälter
(111, 112) verbunden sind, und dass
die Befüllung so erfolgt, dass die horizontale Position des Behälters (150) in Bezug
auf die Füllstation (101) während der gesamten Befüllung unverändert bleibt;
dadurch gekennzeichnet, dass
die Füllrohre (105) mittels eines der Füllstation (101) zugeordneten Rotators (421)
um eine zur Symmetrieachse des zu befüllenden Behälters (150) parallele, beabstandete
Achse rotiert werden;
wobei der Rotator (421) einzeine Füllrohre (105) aus dem Füllrohrbündel abwechselnd
über einer Öffnung des zu befüllenden Behälters (150) positioniert.
10. Verfahren aus Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Füllrohre (105) zum Befüllen in den Behälter eingefahren wird.
11. Verfahren aus Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich unterscheidende Flüssigkeiten/Grundstoffe der abzufüllenden Flüssigkeit durch
verschiedene Füllrohre (105) geleitet werden, wobei vorgesehen sein kann, dass die
Hauptkomponente der abzufüllenden Flüssigkeit durch ein Füllrohr mit größerem Durchmesser
abgefüllt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Füllstationen (101) während des Befüllens eines zu befüllenden Behälters
(150) mit derselben Geschwindigkeit wie der zu befüllende Behälter bewegen.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der zu befüllende Behälter an eine sich mit einer Geschwindigkeit bewegene Füllstation
(101) herangeführt, mit dieser Füllstation (101) mit der Geschwindigkeit mitbewegt
und durch sie befüllt und von der sich mit der Geschwindigkeit weiterbewegenden Füllstation
(101) weggeführt wird, wobei die Geschwindigkeit zu jeder Zeit, insbesondere während
der Behälter herangeführt, befüllt und weggeführt wird, von null verschieden ist.
1. Filling machine (100) for a filling operation with liquids, in particular drinks and/or
foodstuffs, comprising
at least two product storage containers (111, 112) for a filling liquid respectively,
and
comprising a filling station, preferably a plurality of uniformly distributed filling
stations (101) for filling containers (150),
each filling station (101) having a filling pipe bundle of at least two filling pipes
(105) spaced apart from one another by a distance (d), and
the filling pipes (105) in the filling pipe bundle of a filling station (101) are
disposed so that the position of the container (150) relative to the filling station
(101) can be maintained in the horizontal direction during the filling operation,
characterised in that
every filling station (101) co-operates with a rotator (421) which is able to rotate
about an axis parallel with and spaced apart from the axis of symmetry of the container
(150) to be filled,
and the rotator (421) is configured to position individual filling pipes (105) of
the filling pipe bundle alternately above an opening of the container (150) to be
filled.
2. Device as claimed in claim 1, characterised in that the filling pipe bundle has a diameter that is smaller than the diameter of the opening
of the container (150) to be filled.
3. Device as claimed in claim 1 or 2, characterised in that a shut-off valve (226, 227, 228) is provided on every intake line, which is able
to close the intake line.
4. Device as claimed in one of claims 1 to 3, characterised in that every product storage container (111, 112) contains a different filling liquid.
5. Device as claimed in one of claims 1 to 4, characterised in that every filling station (101) has a motor, preferably an electric motor, which is able
to vary the vertical distance of the container (150) to be filled and filling pipe
(405') to be inserted.
6. Device as claimed in one of claims 1 to 5, characterised in that one of the filling pipes of the filling station (101) has a larger diameter than
the other filling pipes (105) and the filling pipe with a larger diameter may be surrounded
by the other filling pipes (105) of the filling station (101).
7. Device as claimed in one of claims 1 to 6, characterised in that during the operation of filling a container (150) to be filled, the filling stations
(101) are able to move at the same speed as the container (150) to be filled.
8. Device as claimed in one of claims 1 to 7, characterised in that the device is configured to deliver a container (150) to be filled to a filling station
(101) moving at a speed and convey it onwards with the filling station (101) at the
speed, fill the container (150) to be filled whilst being conveyed onwards by the
filling station (101) and move the filled container away from the filling station
(101) still moving at the speed, the speed being different from zero at all times,
in particular whilst the container is being delivered, filled and moved away.
9. Method of filling with liquids, in particular drinks and/or foodstuffs, characterised in that
the filling operation at a filling station (101) is effected by means of a filling
pipe bundle of at least two filling pipes (105) disposed at a distance (d) apart from
one another, which are connected respectively to a product storage container (111,
112), and
the filling operation is effected so that the horizontal position of the container
(150) relative to the filling station (101) remains unchanged during the entire filling
operation;
characterised in that
the filling pipes (105) are rotated about an axis parallel with and spaced at a distance
apart from the axis of symmetry of the container (150) to be filled by means of a
rotator (421) co-operating with the filling station (101) ;
and the rotator (421) positions individual filling pipes (105) of the filling pipe
bundle alternately above an opening of the container (150) to be filled.
10. Method as claimed in claim 9, characterised in that at least one of the filling pipes (105) is inserted in the container for the filling
operation.
11. Method as claimed in claim 9 or 10, characterised in that different liquids/foodstuffs of the filling liquid are directed through different
filling pipes (105), and the main component of the filling liquid may be filled through
a filling pipe with a larger diameter.
12. Method as claimed in one of claims 9 to 11, characterised in that the filling stations (101) are moved at the same speed as the container to be filled
during the operation of filling a container (150) to be filled.
13. Method as claimed in one of claims 9 to 12, characterised in that the container to be filled is delivered to a filling station (101) moved at a speed,
moved with this filling station (101) and filled by it at the speed and moved away
from the filling station (101) still moving at the speed, and the speed is different
from zero at all times, in particular whilst the container is being delivered, filled
and moved away.
1. Machine de remplissage (100) destinée au conditionnement par remplissage de liquides,
notamment de boissons et/ou de produits alimentaires,
comprenant au moins deux réservoirs de fourniture de produits (111, 112) chacun pour
un liquide à conditionner par remplissage, et
comprenant un poste de remplissage, de préférence une pluralité de postes de remplissage
(101) répartis de manière régulière, pour assurer le remplissage de récipients ou
contenants (150), machine
dans laquelle chaque poste de remplissage (101) comporte un faisceau de tubes de remplissage
constitué d'au moins deux tubes de remplissage (105) agencés de manière mutuellement
espacée d'une distance (d), et
dans laquelle les tubes de remplissage (105) sont agencés dans le faisceau de tubes
de remplissage d'un poste de remplissage (101) de manière telle, que la position du
contenant (150) par rapport au poste de remplissage (101), dans la direction horizontale,
puisse être conservée pendant le remplissage ;
caractérisée
en ce qu'à chaque poste de remplissage (101) est associé un actionneur de rotation (421), qui
est en mesure de faire tourner les tubes de remplissage (105) autour d'un axe parallèle
à l'axe de symétrie du contenant (150) à remplir et distant de cet axe de symétrie
;
l'actionneur de rotation (421) étant adapté à positionner alternativement des tubes
de remplissage individuels (105) du faisceau de tubes de remplissage, au-dessus d'une
ouverture du contenant (150) à remplir.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le faisceau de tubes de remplissage présente un diamètre qui est inférieur au diamètre
de l'ouverture du contenant (150) à remplir.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce qu'il est prévu sur chaque conduite d'alimentation, une vanne d'arrêt (226, 227, 228)
qui est en mesure de fermer la conduite d'alimentation.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que chaque réservoir de fourniture de produit (111, 112) renferme un autre liquide à
conditionner par remplissage.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que chaque poste de remplissage (101) dispose d'un moteur, de préférence d'un moteur
électrique, qui est en mesure de faire varier la distance d'espacement verticale entre
le contenant (150) à remplir et le tube de remplissage (405') à introduire.
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'un des tubes de remplissage du poste de remplissage (101) présente un diamètre
plus grand que les autres tubes de remplissage (105) restants, et il peut être prévu
que le tube de remplissage de diamètre plus grand soit entouré par les autres tubes
de remplissage (105) restants du poste de remplissage (101).
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les postes de remplissage (101) peuvent se déplacer pendant le remplissage d'un contenant
(150) à remplir, avec la même vitesse que le contenant (150) à remplir.
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le dispositif est configuré pour amener un contenant (150) à remplir à un poste de
remplissage (101) se déplaçant avec une certaine vitesse, et poursuivre son transport
avec le poste de remplissage (101) à la vitesse de celui-ci, pour remplir, par le
poste de remplissage (101), le contenant (150) à remplir, pendant la poursuite du
transport, et pour éloigner le contenant rempli du poste de remplissage (101) continuant
à se déplacer avec ladite vitesse, la vitesse étant différente de zéro à tout moment,
notamment pendant que le contenant est amené, rempli et évacué.
9. Procédé destiné au conditionnement, par remplissage, de liquides, notamment de boissons
et/ou de produits alimentaires, d'après lequel :
le remplissage s'effectue dans un poste de remplissage (101) par un faisceau de tubes
de remplissage constitué d'au moins deux tubes de remplissage (105) agencés de manière
mutuellement espacée d'une distance (d), qui sont reliés respectivement à un réservoir
de fourniture de produit (111, 112), et d'après lequel
le remplissage s'effectue de manière à ce que la position horizontale du contenant
(150) par rapport au poste de remplissage (101) reste inchangée pendant tout le remplissage
;
caractérisé en ce que
l'on fait tourner les tubes de remplissage (105) autour d'un axe parallèle à l'axe
de symétrie du contenant (150) à remplir et distant de cet axe de symétrie, au moyen
d'un actionneur de rotation (421) associé au poste de remplissage (101) ;
l'actionneur de rotation (421) positionnant alternativement des tubes de remplissage
individuels (105) du faisceau de tubes de remplissage, au-dessus d'une ouverture du
contenant (150) à remplir.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'un au moins des tubes de remplissage (105) est introduit dans le contenant, pour
le remplissage.
11. Procédé selon la revendication 9 ou la revendication 10, caractérisé en ce que des liquides/substances de base du liquide à conditionner par remplissage, qui sont
différents les uns des autres, sont envoyés à travers des tubes de remplissage (105)
différents, et il peut être prévu que le composant principal du liquide à conditionner
par remplissage soit envoyé dans un tube de remplissage de diamètre plus grand, pour
le remplissage.
12. Procédé selon l'une des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que les postes de remplissage (101) se déplacent, pendant le remplissage d'un contenant
(150) à remplir, avec la même vitesse que le contenant à remplir.
13. Procédé selon l'une des revendications 9 à 12, caractérisé en ce que le contenant à remplir est amené à un poste de remplissage (101) se déplaçant avec
une certaine vitesse, est déplacé avec ce poste de remplissage (101) à la vitesse
de celui-ci et rempli par celui-ci, et est évacué du poste de remplissage (101) continuant
à se déplacer avec ladite vitesse, la vitesse étant différente de zéro à tout moment,
notamment pendant que le contenant est amené, rempli et évacué.
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