Stand der Technik
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abfüllen von, insbesondere
pulverförmigem, Füllgut in Kapseln.
[0002] Insbesondere für Medikamente werden häufig Kapseln, z.B. aus Gelatine, verwendet,
welche aus im Wesentlichen zylindrischen Hohlformen mit halbkugelförmigen Endbereichen
hergestellt sind. Eine Hälfte der Kapseln wird mit einem Füllgut, insbesondere einem
Medikament, gefüllt und anschließend wird die andere Hälfte der Kapsel aufgesetzt,
um eine geschlossene Kapsel zu erhalten. Die Befüllung der Kapsel erfolgt hierbei
in Füllmaschinen, welche insbesondere eine hohe Genauigkeit bei der Abfüllung der
jeweiligen Mengen sicherstellen müssen, um Fehldosierungen eines Medikaments zu verhindern.
Von daher ergeben sich häufig längere Füllzeiten der Kapseln, was eine Ausbringungsmenge
einer Füllmaschine beschränkt. Aus der
DE 199 15 259 A1 ist beispielsweise eine Vorrichtung zum Dosieren und Abfüllen von pulverförmigem
Füllgut in Behältern bekannt, bei der zwei Fülleinheiten nebeneinander in Reihe angeordnet
sind. Hierbei kann insbesondere eine Teilbefüllung durch die erste Fülleinheit und
eine abschließende Endbefüllung durch die zweite Fülleinheit erfolgen.
[0003] EP 1 413 434 A1 zeigt eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Offenbarung der Erfindung
[0004] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Abfüllen von Füllgut in Kapseln mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 weist demgegenüber den Vorteil auf, dass im Vergleich mit den bekannten
Vorrichtungen eine Leistungssteigerung durch eine verbesserte Befüllung der Kapseln
erreicht wird. Hierbei kann erfindungsgemäß insbesondere auf mehrere Füllstationen
verzichtet werden und trotzdem eine schnelle Füllzeit erreicht werden. Dies wird erfindungsgemäß
dadurch erreicht, dass die Vorrichtung eine Füllvorrichtung zum Befüllen der Kapseln
und einen Kapselhalter umfasst, wobei der Kapselhalter wenigstens eine Reihe von mehreren
Aufnahmen, in welchen die zu befüllenden Kapseln angeordnet sind, aufweist. Ferner
ist eine Stationsanordnung mit einer Mehrzahl von Stationen vorgesehen, welche nacheinander
angeordnet sind. Hierbei ist eine Bewegungsvorrichtung vorgesehen, welche an einer
Kapselfüllstation eine Relativbewegung zwischen der Füllvorrichtung und dem Kapselhalter
ermöglicht, wobei die Füllvorrichtung gegenüber dem Kapselhalter wenigstens eine erste
Füllstellung zum Befüllen einer ersten Kapsel und eine zweite Füllstellung zum Befüllen
einer zweiten Kapsel einnimmt. Hierdurch können mittels einer einzigen Füllvorrichtung
durch Vorsehen der Relativbewegung zwischen der Füllvorrichtung und dem Kapselhalter
alle im Kapselhalter aufgenommenen Kapseln durch Einnehmen mehrerer Füllstellungen
gefüllt werden. Somit kann die Füllvorrichtung die im Kapselhalter befindlichen Kapseln
sowohl in der ersten als auch der zweiten Füllstellung befüllen. Die Vorrichtung zeichnet
sich ferner insbesondere durch einen sehr geringen baulichen Aufwand aus.
Weiterhin weist die Füllstation erfindungsgemäß ein Dosierrad und einen Vorratstrichter
zur Aufnahme des Füllguts auf. Dadurch kann ohne großen baulichen Aufwand eine betriebssichere
Führung des Füllguts in das Dosierrad erreicht werden.
[0005] Die Unteransprüche zeigen bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung.
[0006] Besonders bevorzugt umfasst die Stationsanordnung ein Stationsrad mit einer Vielzahl
von Kapselhaltern. Hierdurch kann ein sehr effizienter Durchlauf während des Füllvorgangs
erreicht werden. Die Bewegungsvorrichtung führt dabei eine Relativbewegung zwischen
der Füllvorrichtung und dem Kapselhalter in radialer Richtung aus.
[0007] Vorzugsweise ist dabei zwischen der Füllvorrichtung und dem Kapselhalter eine Relativbewegung
in eine erste Richtung und eine zweite Richtung in einer horizontalen Ebene möglich.
Hierdurch können insbesondere mehrere, parallele Reihen von Kapseln, gefüllt werden.
Besonders bevorzugt ist dabei die erste Richtung senkrecht zur zweiten Richtung.
[0008] Zudem weist die Füllstation einen besonders kompakten Aufbau auf und es kann problemlos
eine ausreichende Füllmenge in die unterschiedlichen Füllstellungen gebracht werden.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist das Dosierrad wenigstens
eine erste Füllkammer und eine zweite Füllkammer auf und das Dosierrad dreht sich
während eines Bewegungsvorgangs von der ersten Füllstellung zur zweiten Füllstellung,
um eine mit Füllgut gefüllte Füllkammer in die Füllposition zu bringen und die leere
Füllkammer wieder aufzufüllen. Aufgrund der simultanen Bewegungen des Dosierrads und
des Kapselhalters können Befüllungen von Kapseln sowohl in der ersten Füllstellung
als auch der zweiten Füllstellung in rascher Folge ausgeführt werden.
[0010] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist ein Füllvorgang
einer Kapsel an der Kapselfüllstation mittels der Füllvorrichtung der kürzeste aller
einzelnen Vorgänge in der Stationsanordnung. Besonders bevorzugt dauert ein Füllvorgang
in der Kapselfüllstation dabei halb so lang wie der nächst kürzeste Vorgang in einer
Station.
[0011] Besonders bevorzugt umfasst der Kapselhalter eine erste Reihe von Aufnahmen und eine
zweite Reihe von Aufnahmen, welche parallel zueinander angeordnet sind. Hierdurch
kann eine Vielzahl von Kapseln auf einer geringen Fläche angeordnet werden. Weiter
bevorzugt können noch mehrere zueinander parallele Reihen, z.B. drei oder vier oder
fünf Reihen, angeordnet werden.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Vorrichtung ferner
eine zweite Kapselfüllstation mit einer zweiten Füllvorrichtung. Hierdurch ist es
möglich, dass beispielsweise in der ersten Füllstation eine Teilbefüllung und in der
zweiten Füllstation eine Endbefüllung der Kapseln erfolgt.
[0013] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Bewegungsvorrichtung
an der Füllvorrichtung angeordnet und die Füllvorrichtung wird relativ zum Kapselhalter
bewegt. Hierdurch kann eine hohe Variabilität der Relativbewegung zwischen der Füllvorrichtung
und dem Kapselhalter sichergestellt werden.
[0014] Vorzugsweise umfasst die Bewegungsvorrichtung eine angetriebene Kurvenscheibe oder
einen Linearmotor oder einen Servomotor. Hierdurch ist eine betriebssichere Bewegung
der Bewegungsvorrichtung in radialer und vertikaler Richtung mit kurzen Taktzeiten
möglich. Zwischen Motor und Füllvorrichtung kann alternativ ein Zwischengetriebe oder
als Zwischenglied ein Schlitten kombiniert mit einer Koppel bzw. Umlenkung vorgesehen
werden, um eine erzeugte vertikale Bewegung in eine horizontale Bewegung mittels Umlenkung
umzuwandeln. Ferner kann hierzu auch ein Gewindetrieb (Zahnstange/Ritzel) eingesetzt
werden. Alternativ kann der Antrieb auch unter der Maschinenebene bzw. Basisplatte
der Station positioniert werden.
[0015] Alternativ oder zusätzlich ist die Bewegungsvorrichtung am Kapselhalter angeordnet,
um den Kapselhalter relativ zur Füllvorrichtung zu bewegen. Hierbei ist allerdings
nachteilig, dass insbesondere bei Verwendung eines Stationsrades der Kapselhalter
aus dem Stationsrad entnommen werden muss und relativ zur Füllvorrichtung bewegt werden
muss.
[0016] Weiterhin bevorzugt umfasst die Bewegungsvorrichtung ein Führungselement mit Kurvenbahn.
Hierdurch wird mit minimierter Bauteileanzahl und kompaktem Bauvolumen eine betriebssichere
radiale Bewegung der Kapselhalter erreicht.
[0017] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist ferner eine Kulissenführung
vorgesehen, um den Kapselhalter in eine erste Stellung und eine zweite Stellung zu
bringen. Dadurch wird eine radiale Bewegung der Kapselhalter während der Stillstandszeit
der Vorrichtung ermöglicht. Somit kann nach dem Befüllen der in der erste Reihe der
Aufnahmen befindlichen Kapseln auf einfache Weise eine Positionierung auf die zweite
Reihe des Kapselhalters erfolgen und danach können alle darin befindlichen Kapseln
nacheinander befüllt werden. Dadurch wird eine verbesserte Maschineneffizienz mit
kürzeren Taktzeiten erreicht. Der Antrieb der Kulisse kann hierbei rein mechanisch
oder über ein Kurvengetriebe mittels eines Linear- oder Servomotors erfolgen. Bei
kleineren Leistungen ist alternativ auch der Einsatz eines pneumatischen Antriebs
möglich.
[0018] Für einen schnellen Füllvorgang umfasst die Füllvorrichtung vorzugsweise mehrere
Fülleinheiten, welche in Reihe angeordnet sind, um gleichzeitig mehrere Kapseln einer
Reihe zu füllen. Besonders bevorzugt entspricht dabei eine Anzahl der Fülleinheiten
einer Anzahl der Kapselaufnahmen in einer Reihe des Kapselhalters. Weiter bevorzugt
ist die Füllvorrichtung eine Druck-Vakuum-Füllvorrichtung, wobei eine Füllmenge mittels
Vakuum angesaugt wird und mittels Druck abgegeben wird.
[0019] Vorzugsweise umfasst die Füllvorrichtung eine flexible Produktzuführung, die zwischen
Vorratsbehälter und Füllstation vorgesehen ist. Damit wird eine optimale Produktzuführung
zu der sich bewegenden Füllstation ermöglicht. Für eine bessere Reinigung und um Einflüsse
auf die Produkteigenschaften zu verhindern, ist es vorteilhaft, die Zuführung aus
Stahl herzustellen und schwenkbar zu gestalten. Zwischen dem Vorratsbehälter bzw.
der Füllstation und der schwenkbaren Produktzuführung sind jeweils flexible Dichtungen
vorgesehen.
Zeichnung
[0020] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme
auf die begleitende Zeichnung im Detail beschrieben. In der Zeichnung ist:
- Figur 1
- eine schematische Draufsicht einer Vorrichtung zum Abfüllen von Füllgut gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- Figur 2
- eine schematische Schnittansicht durch eine Füllvorrichtung von Figur 1 in einer ersten
Position,
- Figur 3
- eine schematische Schnittansicht durch eine Füllvorrichtung von Figur 1 in einer zweiten
Position,
- Figur 4
- eine schematische Schnittansicht einer Bewegungsvorrichtung für die Füllvorrichtung
von Figur 2 und 3,
- Figur 5
- eine schematische Schnittansicht einer alternativen Bewegungsvorrichtung für die Füllvorrichtung
von Figur 2 und 3,
- Figur 6
- eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform einer Bewegungsvorrichtung
samt Kulissenführung in einer ersten Stellung,
- Figur 7
- eine perspektivische Ansicht der Bewegungsvorrichtung von Figur 6 in einer zweiten
Stellung,
- Figur 8
- eine vergrößerte Ansicht der Kulissenführung in der ersten Stellung von Figur 6, und
- Figur 9
- eine vergrößerte Darstellung der Kulissenführung in der zweiten Stellung von Figur
7.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
[0021] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 5 eine Vorrichtung 20 zum
Abfüllen von pulverförmigem Füllgut 21 gemäß einem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel
im Detail beschrieben.
[0022] Figur 1 zeigt eine Gesamtübersicht der Vorrichtung 20, welche ein Stationsrad 40
mit insgesamt zwölf Stationen 1 bis 12 umfasst. Im Stationsrad 40 sind insgesamt zwölf
Kapselhalter 30 entlang des Umfangs angeordnet, wobei jeder Kapselhalter 30 eine Vielzahl
von Aufnahmen 31, 32 zur Aufnahme von Kapseln 22 aufweist. Die Aufnahmen 31, 32 sind
dabei in jedem Kapselhalter 30 in zwei Reihen, nämlich einer ersten Reihe R1 und einer
zweiten Reihe R2 parallel zueinander angeordnet. Eine Rotationsrichtung des Stationsrads
40 ist durch den Pfeil A gekennzeichnet.
[0023] Die Stationen des Stationsrads 40 sind dabei wie folgt. An der Station 1 werden leere,
geschlossene Kapseln, welche ein Kapselunterteil 23 und ein Kapseloberteil 24 umfassen,
von einem Vorrat zugeführt. Die Kapseln werden dabei einzeln jeweils in eine Aufnahme
31 des Kapselhalters 30 eingeführt.
[0024] An der Station 2 werden die Kapseln 22 geöffnet, d.h., das Kapseloberteil 24 wird
vom Kapselunterteil 23 entfernt, so dass das Kapselunterteil 23 in der Aufnahme 31
verbleibt.
[0025] Es sei angemerkt, dass das Zuführen und Öffnen der Kapseln auch an der gleichen Station
erfolgen kann. Auch kann z.B. an Station 1 die erste Reihe und an Station 2 die zweite
Reihe mit Kapseln aufgefüllt werden, und an den Stationen vorzugsweise auch gleich
geöffnet werden.
[0026] Die Stationen 3 und 4 sind in diesem Ausführungsbeispiel nicht besetzt.
[0027] Die Station 5 ist eine Füllstation, in welcher die geöffneten Kapseln 22 gefüllt
werden. Hierzu ist eine Füllvorrichtung 25 vorgesehen, welche im Detail in den Figuren
2 und 3 gezeigt ist. Die Füllvorrichtung 25 umfasst ein Dosierrad 26 und einen Vorratstrichter
27, in welchem das pulverförmige Füllgut 21 angeordnet ist. Die Füllvorrichtung 25
umfasst eine hier nicht sichtbare Bewegungsvorrichtung, welche die Füllvorrichtung
25 in zwei Richtungen, nämlich eine erste Richtung X und eine zweite Richtung Y bewegt.
Die beiden Richtungen X, Y sind dabei senkrecht zueinander (vgl. Figur 1) und bewegen
die Füllvorrichtung 25 in einer horizontalen Ebene. Die Bewegungsvorrichtung umfasst
dabei vorzugsweise zwei separate Antriebe, welche die Füllvorrichtung 25 in die beiden
Richtungen X, Y bewegen. Figur 2 zeigt dabei eine Startposition des Befüllvorgangs,
wobei die Füllvorrichtung 25 über einer Aufnahme 31 der ersten Reihe R1 der Aufnahmen
angeordnet ist und somit in einer ersten Füllstellung positioniert ist. Das Dosierrad
26 weist eine erste Dosierkammer 28a und eine zweite Dosierkammer 28b auf. In der
in Figur 2 dargestellten Stellung wird an einer Aufnahmeposition E in die erste Dosierkammer
28a mittels Vakuum eine kleine Füllmenge 80 angesaugt. Danach dreht sich das Dosierrad
26 in Richtung des Pfeils B um 180° und gibt die kleine Füllmenge 80 an einer Abgabeposition
F mittels Druckluft ab, so dass die Füllmenge 80 in das Kapselunterteil 23 hinein
fällt. Wie aus Figur 3 ersichtlich, führt die Füllvorrichtung 25 dann eine Bewegung
in Richtung X aus, so dass die Abgabeposition F somit in einer zweiten Füllstellung
über einer Aufnahme 32 der zweiten Reihe R2 positioniert ist. Eine zweite Füllmenge
51 wird dann in gleicher Weise in das Kapselunterteil 23 in der Aufnahme 32 der zweiten
Reihe R2 eingefüllt. Um nun das nächste Kapselunterteil 23 in der in der zweiten Reihe
R2 nachfolgenden Aufnahme zu füllen, wird die Füllvorrichtung 25 in Richtung Y bewegt
und das Kapselunterteil 23 in der nächsten Aufnahme befüllt. Dann kann die Füllvorrichtung
25 wieder in X-Richtung bewegt werden, um das nächste Kapselunterteil 23 in der ersten
Reihe R1 zu füllen. Alternativ kann die Füllvorrichtung auch nach dem Befüllen des
zuvor in der ersten Reihe R1 befüllten Kapselunterteils 23 zu einer zweiten Füllstellung
in der zweiten Richtung Y bewegt werden, um ein weiteres Kapselunterteil 23 in der
ersten Reihe R1 zu befüllen. Gleichermaßen kann nach dem zuvor erfolgten Befüllen
des Kapselunterteils 23 in der zweiten Reihe R2 auch eine Bewegung in der zweiten
Richtung Y erfolgen, um ein weiteres Kapselunterteil 23 in der zweiten Reihe R2 zu
befüllen. Somit ist es möglich, durch beliebig aufeinanderfolgende horizontale Relativbewegungen
der Füllvorrichtung 25 in den ersten bzw. zweiten Richtungen X, Y zu den jeweiligen
ersten und zweiten Füllstellungen alle Kapselunterteile 31 eines Kapselhalters 30
in variabler Reihenfolge zu befüllen. Da der Vorratsbehälter 27 immer mitbewegt wird,
ist immer eine ausreichende Menge an Füllgut 21 vorhanden. Besonders bevorzugt kann
das Dosierrad 26 auch vier in einem Winkel von 90° zueinander angeordnete Dosierkammern
aufweisen, wobei das Dosierrad 26 zur Aufnahme und Abgabe des Füllguts 21 hierbei
jeweils um 90° weitergedreht wird. Es sei angemerkt, dass alternativ die Füllvorrichtung
auch mehrere Fülleinheiten in Reihe umfassen kann, wobei die Anzahl der Fülleinheiten
gleich der Anzahl der Aufnahmen 31, 32 in der Reihe R1 und R2 ist oder ein Vielfaches
oder eine Teilmenge davon ist.
[0028] Gegebenenfalls kann auch an der Station 6 noch eine weitere Füllvorrichtung vorgesehen
sein, so dass beispielsweise die erste Füllvorrichtung an der Station 5 eine Teilfüllung
vornimmt und die zweite Füllvorrichtung 6 eine abschließende Endbefüllung und genaue
Dosierung der Füllmenge vornimmt.
[0029] An der Station 7 kann beispielsweise eine Wiegevorrichtung vorgesehen sein, um die
gefüllten Kapseln zu überprüfen.
[0030] Die Station 8 ist eine Auswurfstation, bei der beschädigte oder nicht gefüllte oder
falsch gefüllte Kapseln ausgesondert werden können.
[0031] An der Station 9 werden die Kapseloberteile 24 wieder über die nun gefüllten Kapselunterteile
23 positioniert und in der Station 10 werden die Kapseln wieder verschlossen. Dies
kann beispielsweise durch Absenken der Kapseloberteile auf die Kapselunterteile erfolgen.
[0032] Die Station 11 ist die Abgabestation der gefüllten Kapseln und die Station 12 ist
eine Reinigungsstation, in welcher die Kapselhalter 30 gereinigt werden, um Fehlbefüllungen
bzw. falsches Aufnehmen der Kapseln in die Aufnahmen 31 zu vermeiden.
[0033] Figur 4 zeigt eine an der Füllvorrichtung 25 angeordnete Bewegungsvorrichtung 50,
die eine Relativbewegung zwischen der Füllvorrichtung 25 und dem Kapselhalter 30 in
X-Richtung ausführt. Wie aus Figur 4 ersichtlich, umfasst die Bewegungsvorrichtung
50 hierbei einen Schlitten 53, der mit einem Ende an der Füllvorrichtung 25 befestigt
ist und in einer Haltevorrichtung 55 mittels einer Lagerung 54 verschiebbar abgestützt
bzw. gelagert ist. Das gegenüberliegende Ende des Schlittens 53 ist an einer Kurvenscheibe
51 drehbar befestigt, die von einem Antrieb 52, z. B. einem Servomotor, in Pfeilrichtung
K bewegt wird und somit den Schlitten 53 samt der Füllvorrichtung 25 in der X-Richtung
bewegt. Dadurch wird die Füllvorrichtung 25 von der in Figur 4 dargestellten Position
über der ersten Reihe R1 in die Position über der zweiten Reihe R2 des Kapselhalters
30 verschoben. Entsprechend der Formgebung der Kurvenscheibe 51 erfolgt durch eine
nachfolgende Drehung der angetriebenen Kurvenscheibe 51 eine entsprechende Bewegung
in umgekehrter X-Richtung. Die Bewegungsvorrichtung 50 und die Füllvorrichtung 25
sind in diesem Ausführungsbeispiel im Wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene angeordnet.
[0034] Wie aus Figur 4 weiter ersichtlich, weist die Füllvorrichtung 25 zudem eine flexible
Produktzuführung 200 auf, die rohrförmig ausgebildet ist und zwischen einem Vorratsbehälter
210 und dem Vorratstrichter 27 schwenkbar angeordnet ist. Dadurch wird eine optimale
Zuführung des Füllguts 21 aus dem Vorratsbehälter 210 zu der sich bewegenden Füllstation
25 erreicht.
[0035] Wie in Figur 5 dargestellt, kann alternativ auch eine Bewegungsvorrichtung 60 vorgesehen
werden, von welcher eine Kurvenscheibe 61 samt Antrieb 62 unterhalb einer Basisplatte
67 der Station 5 angeordnet ist. Die Bewegungsvorrichtung 60 weist eine auf der Basisplatte
67 montierte Haltevorrichtung 68 auf, in der ein erster Schlitten 63 mittels einer
ersten Lagerung 64 verschiebbar abgestützt wird. Ein Ende des Schlittens 63 ist mit
der Kurvenscheibe 61 drehbar verbunden ist, die von einem Antrieb 62, vorzugsweise
Form eines Servomotors, angetrieben wird. Das gegenüberliegende Ende des ersten Schlittens
63 ist über eine Umlenkung 65 mit einem zweiten Schlitten 66 verbunden, der mittels
einer zweiten Lagerung 67 in der Haltevorrichtung 68 verschiebbar gelagert ist.
[0036] Wie aus Figur 5 ersichtlich, wird hierbei eine im Wesentlichen senkrechte Bewegung
des ersten Schlittens 63 in einer Richtung S in eine Bewegung in der Richtung X erzeugt,
die die Verschiebung der Füllvorrichtung 25 von der ersten Reihe R1 zur zweiten Reihe
R2 des Kapselhalters 30 bewirkt. Ein Antrieb für die Bewegung der Füllvorrichtung
25 in Y-Richtung ist in den Figuren 4 und 5 zur Vereinfachung der Darstellung jeweils
nicht dargestellt, wobei der Antrieb in Y-Richtung gleich wie der in X-Richtung aufgebaut
sein kann. Alternativ kann auch ein Linearantrieb vorgesehen werden.
[0037] Demzufolge wird eine betriebssichere Bewegung der Bewegungsvorrichtung 50 bzw. 60
mit hoher Variabilität zwischen der Füllvorrichtung 25 und dem Kapselhalter 30 ermöglicht.
Ferner wird dadurch eine rasche Befüllung der Kapseln mit deutlich verkürzten Taktzeiten
gewährleistet. Zudem ist eine flexible Anpassung bzw. Integration der Bewegungsvorrichtung
50, 60 entsprechend den jeweiligen Platzverhältnissen am Stationsrad 40 der erfindungsgemäßen
Vorrichtung 20 möglich.
[0038] Nachfolgend wird mit Bezug auf die Figuren 6 bis 9 eine Vorrichtung 20 zum Abfüllen
von pulverförmigem Füllgut gemäß einem zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiel im
Detail beschrieben. Gleiche oder funktional gleiche Bauteile sind hier mit denselben
Bezugszeichen wie im ersten Ausführungsbeispiel bezeichnet.
[0039] Im Gegensatz zum zuvor beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel umfasst die Vorrichtung
20 bei diesem zweiten Ausführungsbeispiel eine Bewegungsvorrichtung 70, die am Stationsrad
40 angeordnet ist und eine Relativbewegung zwischen der Füllvorrichtung 25 und dem
Kapselhalter 30 in radialer Richtung bzw. X-Richtung ausführt. Die Bewegungsvorrichtung
70 weist hierzu ein Führungselement 71 mit einer Kurvenbahn 72 auf. Ferner ist am
Führungselement 71 eine Kulissenführung 73 mit einer darin ausgebildeten Ausnehmung
74 (vergl. Figur 8) vorgesehen. In der Ausnehmung 74 ist eine Halterung 75 befestigt
(vergl. Figur 6), mittels der ein Kapselhalter 30 über eine in der Halterung 75 fixierte
Stange 76 an der Bewegungsvorrichtung 70 befestigt ist.
[0040] Bei der Rotationsbewegung A des Stationsrads 40 wird der Kapselhalter 30 entsprechend
der Formgebung der Kurvenbahn 72 in radialer Richtung bzw. X-Richtung relativ zur
hier nicht dargestellten Füllvorrichtung 25 bewegt. Die Kulissenführung 73 befindet
sich dabei in einer in Figur 6 und Figur 8 jeweils durch einen Pfeil dargestellten
ersten Stellung B, sodass eine Reihe R1 von im Kapselhalter 30 befindlichen Kapselunterteilen
23 (vergl. Figur 6) befüllt werden kann.
[0041] Zur Befüllung der in einer benachbarten Reihe R2 befindlichen Kapselunterteilen 23
wird die Kulissenführung 73 im Stillstand des Stationsrads 40 von der ersten Stellung
B in eine durch einen Pfeil dargestellte zweite Stellung C verschoben, die in Figur
9 veranschaulicht ist. In der zweiten Stellung C der Kulissenführung 73 kann dann
eine Befüllung von Kapselunterteilen 23 in einer zweiten Reihe R2 eines derart positionierten
Kapselhalters 30' erfolgen (vergl. Figur 7).
[0042] Es sei angemerkt, dass alternativ auch eine Kombination beider zuvor beschriebenen
Bewegungsvorrichtungen möglich ist, sodass sowohl die Füllvorrichtung als auch der
Kapselhalter bewegt werden können. Dadurch ist eine schnellere Positionierung der
verwendeten Kapselhalter und der Füllstation möglich, wodurch im individuellen Anwendungsfall
eine weitere Steigerung der Maschineneffizienz erreichbar ist. Allerdings wird dadurch
auch der Maschinenaufwand vergrößert. Weiter sei angemerkt, dass die Füllvorrichtung
25 eine Füllzeit aufweist, welche die Hälfte einer Zeit einer Station mit der zweitkürzesten
Bearbeitungszeit ist. Hierdurch ist es möglich, einen vorgegebenen Takt des Stationsrades
40 sehr gut einzuhalten, wobei insbesondere bei Verwendung von einer Füllvorrichtung
mit fünf Fülleinheiten sowohl die erste Reihe R1 als auch die zweite Reihe R2 des
Kapselhalters 30 in nur einer Station gefüllt werden können.
[0043] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Abfüllen von Füllgut 21 in Kapseln 22 wird vorzugsweise
zur Befüllung von Kapseln mit Medikamenten verwendet.
1. Vorrichtung zum Abfüllen von Füllgut (21) in Kapseln (22), umfassend:
- eine Füllvorrichtung (25) zum Zuführen von Füllgut (21) zu den Kapseln (22),
- einen Kapselhalter (30) mit wenigstens einer Reihe von Aufnahmen (31), in welchen
die zu befüllenden Kapseln (22) angeordnet sind,
- eine Stationsanordnung mit mehreren Stationen, welche nacheinander angeordnet sind,
wobei die Stationsanordnung zumindest eine Kapselfüllstation (5) und einen taktweise
arbeitenden Antrieb umfasst, und
- eine Bewegungsvorrichtung (50; 60; 70) welche an einer Kapselfüllstation (5) eine
Relativbewegung zwischen der Füllvorrichtung (25) und dem Kapselhalter (30) ausführt,
- wobei die Füllvorrichtung (25) gegenüber dem Kapselhalter (30) wenigstens eine erste
Füllstellung zum Befüllen einer ersten Kapsel und eine zweite Füllstellung zum Befüllen
einer zweiten Kapsel einnimmt,
gekennzeichnet dadurch dass
die Kapselfüllstation (5) ein Dosierrad (26) und einen Vorratstrichter (27) zur Aufnahme
des Füllguts (21) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stationsanordnung ein Stationsrad (40) mit einer Vielzahl von Kapselhaltern (30)
umfasst und die Bewegungsvorrichtung (50; 60; 70) eine Relativbewegung zwischen Füllvorrichtung
(25) und Kapselhalter (30) in radialer Richtung (X) ausführt.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Relativbewegung zwischen der Füllvorrichtung (25) und dem Kapselhalter (30)
in eine erste Richtung (X) und eine zweite Richtung (Y) in einer horizontalen Ebene
möglich ist wobei die erste Richtung (X) senkrecht zur zweiten Richtung (Y) ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dosierrad (26) wenigstens eine erste Füllkammer (28a) und eine zweite Füllkammer
(28b) aufweist und sich das Dosierrad (26) während eines Bewegungsvorgangs von der
ersten Füllstellung zur zweiten Füllstellung dreht, um eine der Füllkammern (28a,
28b) mit Füllgut aufzufüllen.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Füllzeit in der Kapselfüllstation (5) die kürzeste Vorgangszeit bei allen einzelnen
Vorgängen der jeweiligen Stationen der Stationsanordnung ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kapselhalter (30) eine erste Reihe (R1) von Aufnahmen (31) und eine zweite Reihe
(R2) von Aufnahmen (31) umfasst, wobei die erste und zweite Reihe parallel zueinander
angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine zweite Kapselfüllstation (5) mit einer zweiten Füllvorrichtung.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsvorrichtung (50; 60) an der Füllvorrichtung (25) angeordnet ist und
die Füllvorrichtung (25) relativ zum Kapselhalter (30) bewegt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsvorrichtung (50, 60) eine angetriebene Kurvenscheibe (50) oder einen
Linearmotor oder einen Servomotor umfasst.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsvorrichtung (70) am Kapselhalter (30) angeordnet ist und den Kapselhalter
(30) relativ zur Füllvorrichtung (25) bewegt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsvorrichtung (70) ein Führungselement (71) mit Kurvenbahn (72) umfasst.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, ferner umfassend eine Kulissenführung (73), um den Kapselhalter
(30) in eine erste Stellung (B) und eine zweite Stellung (C) zu bringen.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllvorrichtung (25) mehrere Fülleinheiten umfasst, um gleichzeitig mehrere Kapseln
in den Aufnahmen (31) einer Reihe (R1, R2) zu füllen, wobei insbesondere die Anzahl
der Fülleinheiten der Anzahl der Aufnahmen (31) in einer Reihe entspricht und wobei
die Füllvorrichtung insbesondere eine Druck-Vakuum-Füllvorrichtung ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllvorrichtung (25) eine flexible Produktzuführung (200) umfasst.
1. Device for introducing filling material (21) into capsules (22), said device including:
- a filling device (25) for supplying filling material (21) to the capsules (22),
- a capsule holder (30) with at least one row of accommodating means (31) in which
the capsules (22) to be filled are arranged,
- a station arrangement having several stations which are arranged one after the other,
wherein the station arrangement includes at least one capsule filling station (5)
and one drive which operates in a fixed cycle and
- a movement apparatus (50; 60; 70) which carries out a relative movement between
the filling device (25) and the capsule holder (30) at a capsule filling station (5),
- wherein the filling device (25), in relation to the capsule holder (30), assumes
at least one first filling position for filling a first capsule and one second filling
position for filling a second capsule,
characterized in that
the capsule filling station (5) has a dosing wheel (26) and a hopper funnel (27) for
accommodating the filling material (21).
2. Device according to Claim 1, characterized in that the station arrangement includes a station wheel (40) with a plurality of capsule
holders (30) and the movement apparatus (50; 60; 70) carries out a relative movement
between the filling device (25) and the capsule holder (30) in the radial direction
(X).
3. Device according to one of the preceding claims, characterized in that a relative movement between the filling device (25) and the capsule holder (30) in
a first direction (X) and a second direction (Y) is possible in a horizontal plane,
wherein the first direction (X) is perpendicular to the second direction (Y).
4. Device according to Claim 1, characterized in that the dosing wheel (26) has at least one first filling chamber (28a) and one second
filling chamber (28b) and during a movement operation the dosing wheel (26) is rotated
from the first filling position to the second filling position in order to fill up
one of the filling chambers (28a, 28b) with filling material.
5. Device according to one of the preceding claims, characterized in that a fill time in the capsule filling station (5) is the shortest operating time in
the case of all the individual operations of the respective stations of the station
arrangement.
6. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the capsule holder (30) includes a first row (R1) of accommodating means (31) and
a second row (R2) of accommodating means (31), wherein the first and second row are
arranged parallel to each other.
7. Device according to one of the preceding claims, characterized by a second capsule filling station (5) with a second filling device.
8. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the movement apparatus (50; 60) is arranged at the filling device (25) and moves
the filling device (25) in relation to the capsule holder (30).
9. Device according to Claim 8, characterized in that the movement apparatus (50, 60) includes a driven cam disk (50) or a linear motor
or a servomotor.
10. Device according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the movement apparatus (70) is arranged at the capsule holder (30) and moves the
capsule holder (30) in relation to the filling device (25).
11. Device according to Claim 10, characterized in that the movement apparatus (70) includes a guiding element (71) with a curved path (72).
12. Device according to Claim 11, additionally including a connecting link guide (73)
in order to move the capsule holder (30) into a first position (B) and a second position
(C).
13. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the filling device (25) includes several filling units in order to fill several capsules
in the accommodating means (31) of a row (R1, R2) at the same time, wherein, in particular,
the number of filling units corresponds to the number of accommodating means (31)
in a row and wherein the filling device is, in particular, a pressure/vacuum filling
device.
14. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the filling device (25) includes a flexible product supplying means (200).
1. Dispositif pour remplir des capsules (22) de produit de remplissage (21), comprenant
:
- un dispositif de remplissage (25) pour acheminer du produit de remplissage (21)
aux capsules (22),
- un support de capsules (30) comprenant au moins une rangée de logements (31), dans
lesquels sont disposées les capsules (22) à remplir,
- un agencement de postes comprenant plusieurs postes qui sont disposés les uns après
les autres, l'agencement de postes comprenant au moins un poste de remplissage de
capsules (5) et un entraînement fonctionnant de manière cadencée, et
- un dispositif de déplacement (50 ; 60 ; 70) qui effectue, au niveau d'un poste de
remplissage de capsules (5), un mouvement relatif entre le dispositif de remplissage
(25) et le support de capsules (30),
- le dispositif de remplissage (25) adoptant, par rapport au support de capsules (30),
au moins une première position de remplissage pour remplir une première capsule et
une deuxième position de remplissage pour remplir une deuxième capsule,
caractérisé en ce que le poste de remplissage de capsules (5) présente une roue de dosage (26) et une trémie
de réserve (27) pour recevoir le produit de remplissage (21).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'agencement de postes comprend une roue de postes (40) avec une pluralité de supports
de capsules (30) et le dispositif de déplacement (50 ; 60 ; 70) effectue un mouvement
relatif entre le dispositif de remplissage (25) et le support de capsules (30) dans
la direction radiale (X).
3. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un mouvement relatif entre le dispositif de remplissage (25) et le support de capsules
(30) est possible dans une première direction (X) et une deuxième direction (Y) dans
un plan horizontal, la première direction (X) étant perpendiculaire à la deuxième
direction (Y).
4. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la roue de dosage (26) présente au moins une première chambre de remplissage (28a)
et une deuxième chambre de remplissage (28b) et la roue de dosage (26) tourne pendant
une opération de déplacement de la première position de remplissage à la deuxième
position de remplissage, afin de remplir l'une des chambres de remplissage (28a, 28b)
avec du produit de remplissage.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un temps de remplissage dans le poste de remplissage de capsules (5) est le temps
d'opération le plus court pour toutes les opérations individuelles des postes respectifs
de l'agencement de postes.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le support de capsules (30) comprend une première rangée (R1) de logements (31) et
une deuxième rangée (R2) de logements (31), la première et la deuxième rangée étant
disposées parallèlement l'une à l'autre.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par un deuxième poste de remplissage de capsules (5) avec un deuxième dispositif de remplissage.
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de déplacement (50 ; 60) est disposé au niveau du dispositif de remplissage
(25) et déplace le dispositif de remplissage (25) par rapport au support de capsules
(30).
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que le dispositif de déplacement (50, 60) comprend une came entraînée (50) ou un moteur
linéaire ou un servomoteur.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le dispositif de déplacement (70) est disposé sur le support de capsules (30) et
déplace le support de capsules (30) par rapport au dispositif de remplissage (25).
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que le dispositif de déplacement (70) comprend un élément de guidage (71) avec une piste
de came (72).
12. Dispositif selon la revendication 11, comprenant en outre un guide à coulisse (73)
afin d'amener le support de capsules (30) dans une première position (B) et dans une
deuxième position (C).
13. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de remplissage (25) comprend plusieurs unités de remplissage afin de
remplir simultanément plusieurs capsules dans les logements (31) d'une rangée (R1,
R2), le nombre des unités de remplissage correspondant notamment au nombre des logements
(31) dans une rangée et le dispositif de remplissage étant notamment un dispositif
de remplissage à pression de vide.
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de remplissage (25) comprend une alimentation flexible en produit (200).