[0001] Die Erfindung betrifft ein Kufensegment für einen Kantenschutz einer Straßenfräsmaschine
oder dergleichen Bodenbearbeitungsmaschine mit einem Kufenabschnitt, an den mittelbar
oder unmittelbar ein Befestigungsabschnitt angeformt ist.
[0002] Straßenfräsmaschinen werden im Straßen- und Wegebau eingesetzt. Sie dienen dazu den
vorhandenen Fahrbahnbelag vollständig oder vorzugsweise teilweise abzutragen. Hierbei
kommt eine Fräswalze zum Einsatz, die innerhalb eines Fräskastens geschützt untergebracht
ist. Die Fräswalze ist üblicherweise mit Meißeln bestückt, die zum Fahrbahnabtrag
in den zu bearbeiteten Untergrund eingreifen. An den in Fahrtrichtung der Straßenfräsmaschine
verlaufenden Seiten des Fräskastens sind Schutzelemente eingesetzt, die als Kantenschutz
bezeichnet werden. Der Kantenschutz deckt die Fräswalze seitlich ab und verhindert
damit zum einen den Zugang zur Fräswalze während des Fräsbetriebes. Zum anderen wird
ein Auswurf von abgefrästem Material in die Umgebung verhindert. Der Kantenschutz
steht mit einer unteren Gleitkufe auf der Fahrbahnoberfläche auf, sodass eine vollständige
Abdeckung der Fräswalze erreicht ist. Zudem drückt die Gleitkufe auf den unbearbeiteten
Fahrbahnbelag, der im Anschluss an die Fräswalze außerilalb des Arbeitsbereiches liegt.
Dementsprechend bildet der Kantenschutz mithin ein Widerlager der ein Ausbrechen des
seitlich anschließenden Fahrbahnbelages während des Fräsprozesses verhindert. Die
Gleitkufe ist aus. Kufensegmenten zusammengesetzt, die einem gewissen Verschleiß unterliegen
und daher nach Erreichen ihrer Verschleißgrenze getauscht werden müssen. Hierzu weisen
die Kufensegmente einen Befestigungsabschnitt auf mit dem sie seitlich an den Kantenschutz
angeschraubt sind. Die Schraubenköpfe der Kufensegmente sind mitunter dem abrasiven
Angriff von abgetragenem Material ausgesetzt und werden dann abgeschüffen. Sie können
mit dem bestimmungsgemäßen Werkzeug dann nicht mehr gelöst werden. Weiterhin kann
es vorkommen, dass die Anschlussflächen zwischen dem Kantenschutz und den Kufensegmenten
ausgewaschen werden. Dann lassen sich die Kufensegmente nicht mehr exakt reproduzierbar
positionieren.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Kufensegment für einen Kantenschutz bereitzustellen,
der eine einfache Wartung ermöglicht.
[0004] Es ist weiterhin Aufgabe der Erfindung, einen Kantenschutz der vorstehend erwähnten
Art bereitzustellen, der eine einfache Wartung unterstützt.
[0005] Die das Kufensegment betreffende Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Befestigungsabschnitt
des Kufensegmentes als Steckansatz ausgebildet ist. Damit kann das Kufensegment mit
dem Steckansatz in eine entsprechend ausgebildete Steckaufnahme des Kantenschutzes
eingesteckt werden, sodass es im rauen Baustellenbetrieb einfach getauscht werden
kann. Der Steckansatz ist in der Steckaufnahme in einem verschleißgeschützten Bereich
angeordnet, sodass eine reproduzierbare Zuordnung des Kufensegmentes zum Kantenschutz
unterstützt ist.
[0006] Um eine exakte Zuordnung der einzelnen Kufensegmente untereinander auf einfache Weise
sicherstellen zu können, kann es vorgesehen sein, dass wenigstens eine Anschlagfläche
vorgesehen ist, die sich quer zu der die Steckrichtung vorgebenden Mittellängsachse
des Steckansatzes erstreckt. Mithin kann das Kufensegment mit seinem Steckansatz,
also in den Kantenschutz eingeschoben werden, bis die Anschlagfläche die Einsetzbewegung
definiert begrenzt.
[0007] Besonders bevorzugt kann es dabei vorgesehen sein, dass der Steckansatz einen Anschlag
aufweist, mit dem die Steckbewegung begrenzbar ist. Der Anschlag ist mithin im Bereich
des Steckansatzes verschleißgeschützt untergebracht.
[0008] Die Montage kann weiter dadurch vereinfacht werden, dass der Steckansatz im Bereich
seines freien Endes mit wenigstens einer angeformten Einführzentrierung versehen ist.
[0009] Wenn vorgesehen ist, dass der Steckansatz an gegenüberliegenden Seiten Stütz-Flanken
aufweist, die sich quer zur Laufrichtung des Kufensegmentes erstrecken, dann kann
während des Betriebseinsatzes eine formschlüssige Abstützung in Hauptkraftrichtung
am Kantenschutz erreicht werden.
[0010] Besonders bevorzugt verlaufen hierbei die Stütz-Flanken zueinander parallel oder
sie konvergieren in Steckrichtung des Steckansatzes. Bei konvergierenden Flächenbereichen
ergibt sich zudem eine verjüngte Geometrie des Steckansatzes, die die Einführung in
die Steckaufnahme erleichtert. Gemäß einer alternativen Erfindungsvariante kann es
auch vorgesehen sein, dass die Stütz-Flanken Flächenbereiche aufweisen, die konvex
oder konkav ausgeformt sind. Solche Flächenbereiche bieten zugunsten geringerer Flächenpressungen
große Abtragflächenbereiche.
[0011] Während des Betriebseinsatzes kann es auch vorkommen, dass die Straßenfräsmaschine
quer zur Hauptfahrtrichtung verfahren wird. Um bei diesem Betriebszustand auch eine
zuverlässige Fixierung der Kufensegmente aufrecht zu erhalten, kann es vorgesehen
sein, dass der Steckansatz an gegenüberliegenden Seiten sich in Laufrichtung des Kufensegmentes
erstreckende Seitenflächen aufweist. Mit diesen Seitenflächen kann das Kufensegment
an entsprechenden Gegenflächen des Kantenschutzes formschlüssig abgestützt werden.
[0012] Straßenfräsmaschinen werden während des Betriebseinsatzes häufig auch entgegengesetzt
zur Hauptfahrtrichtung bewegt. Hierdurch entstehen am Kufensegment Belastungssituationen,
die von denen bei Betrieb in Hauptfahrtrichtung abweichen. Um hierbei eine belastungsoptimierte
Auslegung des Kufensegmentes erreichen zu können, ist es gemäß einer Erfindungsvariante
vorgesehen, dass der Steckänsatz zu eine durch die Mittellängsachse des Steckansatzes
verlaufenden und sich quer zur Laufrichtung des Kufensegmentes erstreckenden Mittelquerebene
eine unsymmetrische Geometrie aufweist.
[0013] Gemäß einer denkbaren Erfindungsalternative kann es vorgesehen sein, dass wenigstens
ein in Laufrichtung vorspringender Vorsprung vorgesehen ist, der in oder entgegengesetzt
zur Laufrichtung über den Steckansatz vorsteht. Der Vorsprung dient zur Überbrückung
von zwischen den einzelnen Kufensegmenten stehenden Kantenschutzbereichen und ermöglicht
damit eine möglichst abstandsfreie Kufenausbildung.
[0014] Eine kompakte Ausgestaltung des Kufensegmentes wird dadurch unterstützt, dass an
den Steckansatz mittelbar oder unmittelbar ein Ansatz angeschlossen ist, der den Kufenabschnitt
trägt.
[0015] Dabei kann insbesondere vorgesehen sein, dass der Kufenabschnitt eine größere Breite
als der Ansatz aufweist. Mit einem derartigen Querschnittversatz kann eine labyrinthartige
Überdeckung des Eintritts in die Steckaufnahme erreicht werden. Hierdurch wird der
Eintrag von Schmutz in die Steckaufnahme verringert.
[0016] Eine hohe Verschleißresistenz des Kufensegmentes kann dadurch erreicht werden, dass
ein Hartstoffelement, bspw. eine Auftragsschweißung, ein Hartmetallelement, eine Hartstoffbeschichtung
oder dergleichen auf den Kufenabschnitt aufgebracht ist.
[0017] Eine besonders bevorzugte Erfindungsvariante ist dergestalt, dass ein Klemmelement
verwendet ist, das eine oder mehrere elastische Funktionsteile aufweist. Mit dem Klemmelement
kann das Kufensegment auf einfache Weise mit dem Kantenschutz verspannt werden, wobei
die Verbindung aufgrund der Elastizität der Funktionsteile einfach gefügt und gelöst
werden kann. Besonders bevorzugt ist das Klemmelement dabei im Bereich des Steckansatzes
gehalten, sodass es vor Verschleiß geschützt untergebracht ist.
[0018] Eine besonders einfache Zuordnung des Klemmelementes zum Kufensegment lässt sich
dann erreichen, wenn der Steckeinsatz eine Aufnahme in Form einer Aufsparung oder
Ausnehmung aufweist, in die das Klemmelement eingebracht ist. Dabei kann insbesondere
die Elastizität des Klemmelementes auch ausgenutzt sein um eine Verspannung in der
Aufnahme zu erreichen, sodass auf zusätzliche Befestigungsmaßnahmen verzichtet werden
kann.
[0019] Die den Kantenschutz betreffende Aufgabe der Erfindung für eine Straßenfräsmaschine
oder dergleichen Bodenbearbeitungsmaschine mit einem Rand, der zur Aufnahme von Kufensegmenten
ausgebildet ist wird dadurch gelöst, dass der Rand Steckaufnahmen zur Aufnahme der
Kufensegmente aufweist. Die Kufensegmente können in die Steckaufnahmen einfach, vorzugsweise
werkzeuglos eingeführt werden. In den Steckaufnahmen ist ein Steckansatz des Kufensegmentes
verschleißgeschützt untergebracht und die Kufensegmente können reproduzierbar in die
Steckaufnahmen eingefügt werden. Hierdurch wird die Wartung des Kantenschutzes deutlich
vereinfacht.
[0020] Besonders bevorzugt sind die Steckaufnahmen taschenförmig ausgebildet und zur Unterseite
des Kantenschutzes hin offen. Eine einfache Herstellung des Kantenschutzes ist dabei
dann möglich, wenn vorgesehen ist, dass der Rand kammartig ausgebildete Ausnehmungen
aufweist, die zur Bildung der Aufnahmen mit zueinander parallel beabstandeten Wandungen
zumindest bereichsweise geschlossen sind.
[0021] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- in perspektivischer Darstellung einen Kantenschutz für eine Straßenfräsmaschine;
- Figur 2
- ein in Figur 1 mit II-II gekennzeichnetes Schnittdetail;
- Figur 3
- ein in Figur 1 mit III-III gekennzeichnetes Schnittdetail;
- Figur 4
- in perspektivischer Darstellung eine erste Variante eines Kufensegmentes;
- Figur 5
- eine Schnittdarstellung des Kufensegmentes gemäß Figur 4 längs des darin mit V-V gekennzeichneten
Schnittverlaufes,
- Figur 6
- in perspektivischer Darstellung eine zweite Ausgestaltungsvariante eines Kufensegmentes;
- Figur 7
- das Kufensegment gemäß Figur 6 in Seitenansicht;
- Figur 8
- eine Dritte Ausgestaltungsvariante eines Kufensegmentes in perspektivischer Darstellung;
und
- Figur 9
- einen Schnittverlauf durch die mit IX-IX gekennzeichnete Mittelquerebene des Kufensegmentes
gemäß Figur 8.
[0022] Figur 1 zeigt einen Kantenschutz 10 für eine Straßenfräsmaschine mit einem plattenartig
ausgebildeten Basisteil 10.1. Dieses Basisteil 10.1 bildet eine Befestigungsseite
11 zur Ankopplung an die Straßenfräsmaschine im Bereich eines Fräskastens. Gegenüberliegend
der Befestigungsseite 11 weist der Kantenschutz 10 einen Rand 12 auf. Dieser Rand
12 ist mit Aussparungen versehen, die zueinander über Stege 13 beabstandet angeordnet
sind, sodass sich eine kammartige Geometrie ergibt. In die zwischen den Stegen 13
gebildeten Lücken sind Wandungen 16, bestehend aus Blech, eingesetzt. Dabei sind in
jede Aussparung jeweils zwei Wandungen 16 eingesetzt, die zueinander parallel beabstandet
angeordnet sind. Auf diese Weise ergibt sich zwischen den Wandungen 16 und den Stegen
13 eine Steckaufnahme 14, wie dies die Figuren 2 und 3 veranschaulichen. Die Wandungen
16 sind über Schweißnahtverbindungen 17 mit dem Rand 12 des Kantenschutzes 10 verschweißt.
Auf diese Weise werden eine Vielzahl von zueinander in gleichmäßiger Teilung beabstandet
angeordneter Steckaufnahmen 14 geschaffen. Diese Steckaufnahmen 14 dienen zur Aufnahme
von Kufensegmenten 30, wie sie beispielhaft näher in den Figuren 4 bis 9 gezeigt sind.
Die Kufensegmente 30 sind dabei im Grundaufbau im Wesentlichen ähnlich aufgebaut.
Sie weisen einen Kufenabschnitt 36 auf, der an seiner Unterseite mit einem Hartstoffelement
37 belegt ist. Als Hartstoffelement 37 kann bspw. ein Auftrag bestehend aus Metallpulver
verwendet sein. Denkbar ist es auch, dass auf den Kufenabschnitt Hartmetallelemente
oder eine Panzerschweißerung aufgebracht ist. An den Kufenabschnitt 36 ist ein Ansatz
31 angeformt. Dabei weist der Ansatz 31 quer zu der in Hauptbewegungsrichtung der
Straßenfräsmaschine verlaufenden Laufrichtung L eine geringere Breite als der Kufenabschnitt
36 auf. Auf diese Weise ergeben sich beidseitig des Ansatzes 31 absatzartige Abschnitte,
die Anlageflächen 36.1 bilden. Der Ansatz 31 weist zwei Vorsprünge 32 auf, die in
Laufrichtung L über einen Steckansatz 38 beidseitig vorstehen. Die Vorsprünge 32 bilden
Anschlagflächen 33, die über Verrundungsübergänge 34 in Seitenwände 35 übergehen.
[0023] Der Steckansatz 38 wird von zwei sich in Laufrichtung L erstreckenden Seitenflächen
38.3 begrenzt. Dabei sind die Seitenflächen 38.3 zueinander parallel. Die Seitenflächen
38.3 gehen absatzlos in den Ansatz 31 über.
[0024] Wie die Ausgestaltungsvariante gemäß den Figuren 4 und 5 zeigt, weist der Steckansatz
38 zwei Stützflanken 38.2 auf, die senkrecht zu den Seitenflächen 38.3 stehen und
die zueinander parallel beabstandet verlaufen. Jede Stützflanken 38.2 geht über eine
Einführzentrierung 38.1 in eine Stirnseite 38.4 über.
[0025] Im Bereich des Steckansatzes 38 ist ein Klemmelement 40 befestigt. Das Klemmelement
40 weist elastische Funktionsteile 42 auf, die vorwiegend als Lamellen ausgebildet
sind, wie dies Figur 5 erkennen lässt. Denkbar ist es auch ein Klemmelement zu verwenden,
das Blockartig ausgebildet ist und aus einem elastischen Material gebildet ist, wobei
dann ein Teil dieses Blocks oder der ganze Block das Funktionsteil mit elastischen
Eigenschaften bildet. Die lamellenartigen Funktionsteile 42 sind zueinander pfeilförmig
angestellt und in Richtung zu der die Mittellängsachse M des Steckansatzes definierenden
Steckachse geneigt. Wie Figur 5 erkennen lässt, weist das Klemmelement 40 ein Basisteil
41 auf, an das die Funktionsteile 42 einteilig angeformt sind. In den Steckansatz
38 ist eine taschenförmige Aufnahme 39 in Form einer Aussparung eingetieft. Das Klemmelement
40 ist mit seinem Basisteil 41 in diese Aufnahme 39 eingesetzt, wobei es sich mit
dem Basisteil 41 an einem Boden 39.1 der Aufnahme abstützt. Vorliegend ist das Klemmelement
40 derart ausgeführt, dass auch das Basisteil 41 elastische Eigenschaften aufweist.
Es kann dann mit Übermaß in die Aufnahme 39 eingepresst werden, sodass keine zusätzlichen
Befestigungsmittel erforderlich sind. Alternativ kann das Klemmelement 40 auch bspw.
in die Aufnahme 39 eingeklebt sein. Im montierten Zustand stehen die Funktionsteile
42 geringfügig über die Seitenfläche 38.3 vor, wie dies Figur 5 erkennen lässt. Der
Überstand ist in Figur 5 mit a gekennzeichnet. Zur Montage des in den Figuren 4 und
5 gezeigten Kufensegmentes 30 in dem Kantenschutz 10 gemäß Figur 1 wird das Kufensegment
30 zunächst mit seinem Steckansatz 38 an die nach unten offene Steckaufnahme 14 angesetzt.
Dabei fädeln die Einführzentrierungen 38.1 an den benachbarten Stegen 13 ein, sodass
die Montage erleichtert ist. Dann wird das Kufensegment 30 mit seinem Stegansatz 30
in Richtung der Mittellängsachse M in die Steckaufnahme 14 eingeschoben. Dies kann
zunächst kraftlos oder mit geringem Kraftaufwand erfolgen, bis die Funktionsteile
42 an den Innenseiten der Wandungen 16 zum Eingriff kommen. Beim Einschieben des Kufensegmentes
30 müssen die Funktionsteile 42 elastisch deformiert werden. Die Einsteckbewegung
des Kufensegmentes 30 in die Steckaufnahme 14 wird mittels den Anschlagflächen 33
der Vorsprünge 32 begrenzt. Diese legen sich an die Stirnseiten 15 der Stege 13 an.
Im montierten Zustand steht die Anlagefläche 36.1 des Kufenabschnittes 36 im geringen
Abstand zu einer stirnseitigen Gegenfläche 19 der Wandungen 16, wie dies Figur 3 erkennen
lässt. Die Stirnseite 38.4 steht ebenfalls im Abstand zu einer gegenüberliegenden
Bodenfläche der Steckaufnahme 14. Alternativ kann die Zuordnung auf derart gewählt
werden, dass das Kufensegment 30 mit der Stirnseite 38.4 sich an einer Bodenfläche
der Steckaufnahme 14 abstützt. Entsprechend steht dann die Anschlagfläche 33 im geringen
Abstand zu der Stirnseite der Stege 13. Dabei ist dann die Anschlaggeometrie zwischen
dem Kufensegment 30 und der Steckaufnahme 14 geschützt in der Steckaufnahme 14 untergebracht.
Das Klemmelement 40 kann alternativ auch an dem Basisteil 10.1, insbesondere geschützt
in der Steckaufnahme 14, untergebracht sein.
[0026] Während des Betriebseinsatzes schleifen die Kufensegmente 30 mit ihren Hartstoffelementen
37 über den Untergrund und werden dabei kontinuierlich verschlissen. Nach Erreichen
der Verschleißgrenze können die Kufensegmente 30 einfach ausgetauscht werden. Zur
Demontage sind fensterartige Öffnungen 18 in den außenseitigen Wandungen 16 vorgesehen.
In diese Öffnungen 18 kann ein Werkzeug 20 mit einem Austreibdorn 21 eingestellt werden.
Dabei stützt sich dann der Austreibdorn 21 auf der Anlagefläche 36.1 des Kufenabschnittes
36 ab. Mittels eines Hammerschlages kann dann eine Austreibkraft senkrecht nach unten
in das Kufensegment 30 eingebracht werden. Dabei wird dann die reibschlüssige Verbindung
zwischen der Innenseite der Wandung 16 und dem Klemmelement 14 durch Ausschieben des
Kufensegments 30 getrennt. Anschließend kann das Kufensegment 30 vollständig aus der
Steckaufnahme 14 ausgezogen und gegen ein neues Kufensegment 30 ausgetauscht werden.
[0027] In Figur 6 ist eine alternative Ausgestaltungsvariante eines Kufensegmentes 30 dargestellt.
Die Gestaltung dieses Kufensegmentes 30 entspricht im Wesentlichen dem Kufensegment
30 gemäß den Figuren 4 und 5, sodass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehenden
Ausführungen verwiesen werden kann. Im Unterschied zu dem Kufensegment 30 gemäß den
Figuren 4 und 5 sind die Stützflanken 38.2 nicht zueinander parallel, sondern V-förmig
angestellt und konvergieren in Richtung zum freien Ende des Steckansatzes 38. Entsprechend
sind die Stege 13 vorzugsweise derart ausgestaltet, dass sie angepasste winklige Anschlagflächenbereiche
bilden, die in der Steckaufnahme 14 in Richtung zu der unterseitigen Öffnung hin divergieren.
Hierdurch ergibt sich eine konusförmige Sitzflächenpaarung zwischen den Stegen 13
und dem Kufensegment 30. Dies hat den Vorteil, dass bereits nach Eindringen einer
geringen Austreibbewegung in Richtung der Mittellängsachse M die Stützflanken 38.2
außer Eingriff mit den entsprechenden Gegenflächen der Stege 13 gelangen, sodass hier
beim Austreiben keine Reibkräfte entstehen.
[0028] Wie Figur 7 zeigt, sind in den Steckansatz 38 zwei taschenförmige Aufnahmen 39 entsprechend
der Ausgestaltung gemäß den Figuren 4 und 5 eingebracht. Dabei sind die Aufnahmen
39 zueinander in Laufrichtung L versetzt angeordnet und die elastischen Funktionsteile
42 der Klemmelemente 40 stehen beidseitig des Steckansatzes 38 vor. Auf diese Weise
wird eine doppelseitige Verklemmung des Steckansatzes 38 in der Steckaufnahme 14 erreicht.
Selbstverständlich ist diese Art der Klemmung bei allen Kufensegmenten 30 möglich.
Im Gegensatz zu dem Kufensegment 30 gemäß den Figuren 4 und 5 ist der Kufenabschnitt
36 und damit das Hartstoffelement 37 konvex ausgebildet. Gemäß Figur 1 ist dieses
Kufensegment 30 bspw. vorteilhaft am vorderen Ende des Kantenschutzes 10 angeordnet
und bildet mithin eine Auflaufgeometrie.
[0029] In den Figuren 8 und 9 ist eine weitere Ausgestaltungsvariante eines Kufensegmentes
30 dargestellt. Auch hier soll zur Vermeidung von Wiederholungen bezüglich gleicher
Bezugszeichen auf die vorstehenden Ausführungen Bezug genommen werden. Nachfolgend
werden lediglich die Unterschiede erläutert. Wie Figur 8 zeigt weist der Steckansatz
38 zwei gegenüberliegende Stütz-Flanken 38.2 auf. Diese besitzen zunächst Flächenbereiche,
die an die Anschlagflächen 33 angeschlossen sind und die zueinander winklig stehen.
Diese Flächenbereiche konvergieren zum freien Ende des Steckansatzes 38 hin. Im Anschluss
an die konvergierenden Flächenbereiche sind absatzlos konvexe Flächenbereiche der
Stütz-Flanke 38.2 angeschlossen. Diese konvexen Bereiche der Stütz-Flanken 38.2 gehen
bündig über eine ebenfalls konvexe Einführzentrierung ineinander über. Auch mit dieser
Geometrie ist eine passgenaue und einfache Zuordnung des Steckansatzes 38 zu entsprechenden
Gegenflächen der Stege 13 möglich.
[0030] Das Klemmelement 40 weist, wie dies Figur 9 zeigt, ein Basisteil 41 auf, an dem beidseitig
lamellenartigen elastischen Funktionsteile 42 angeschlossen sind. Die elastischen
Funktionsteile 42 sind wieder zur erleichterten Einführung des Steckansatzes 38 in.die
Steckaufnahme 14 pfeilförmig angestellt und stehen beidseitig über die Seitenflächen
38.3 des Steckansatzes 38 geringfügig vor. Die Aufnahme 39 ist als Durchbruch aus
dem Steckansatz 38 ausgenommen. Beim Einführen des Steckansatzes 38 in die Steckaufnahme
14 des Kantenschutzes 10 gleiten die Funktionsteile 42 an den Innenseiten der beiden
Wandungen 16 ab und werden hier deformiert.
1. Kufensegment für einen Kantenschutz (10) einer Straßenfräsmaschine oder dgl. Bodenbearbeitungsmaschinen
mit einem Kufenabschnitt (36), an den mit mittelbar oder unmittelbar ein Befestigungsabschnitt
angeformt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Befestigungsabschnitt als Steckansatz (38) ausgebildet ist.
2. Kufensegment nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens eine Anschlagfläche (33) vorgesehen ist, die sich quer zu der die Steckrichtung
vorgebenden Mittellängsachse des Steckansatzes (38) erstreckt.
3. Kufensegment nach einem der Ansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Steckansatz (38) einen Anschlag aufweist, mit dem die Steckbewegung begrenzbar
ist.
4. Kufensegment nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Steckansatz (38) im Bereich seines freien Endes mit wenigstens einer angeformten
Einführzentrierung (38.1) versehen ist.
5. Kufensegment nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Steckansatz (38) an gegenüberliegenden Seiten Stütz-Flanken (38.2) aufweist,
die sich quer zur Laufrichtung (L) des Kufensegments (30) erstrecken.
6. Kufensegment nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stütz-Flanken (38.2) Flächenbereiche aufweisen, die zueinander parallel verlaufen
oder in Steckrichtung des Steckansatzes (38) konvergieren.
7. Kufensegment nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stütz-Flanken (38.2) Flächebereiche aufweisen, die konvex oder konkav angeformt
sind.
8. Kufensegment nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Steckansatz (38) an gegenüberliegenden Seiten sich in Laufrichtung (L) des Kufensegments
(30) erstreckende Seitenflächen (38.3) aufweist.
9. Kufensegment nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Steckansatz (38) zu einer, durch die Mittellängsachse (M) des Steckansatzes verlaufenden
und sich quer zur Laufrichtung (L) des Kufensegments (30) erstreckenden Mittelquerebene,
eine unsymmetrische Geometrie aufweist.
10. Kufensegment nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens ein in Laufrichtung (L) vorspringender Vorsprung (32) vorgesehen ist,
der in oder entgegengesetzt zur Laufrichtung (L) über den Steckansatz (38) vorsteht.
11. Kufensegment nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass an den Steckansatz (38) mittelbar oder unmittelbar ein Ansatz (31) angeschlossen
ist, der den Kufenabschnitt (36) trägt.
12. Kufensegment nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kufenabschnitt (36) eine größere Breite als der Ansatz (31) aufweist.
13. Kufensegment nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kufenabschnitt (36) ein Haftstoffelement (37), bspw. eine Auftragsschweißung,
ein Hartmetalleiement, eine Haftstoffbeschichtung oder dgl. aufweist.
14. Kufensegment nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Klemmelement (40) verwendet ist, das ein oder mehrere elastische Funktionsteile
(42) aufweist.
15. Kufensegment nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Klemmelement (40) im Bereich des Steckansatzes (38) gehalten ist.
16. Kufensegment nach einem der Ansprüche 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Steckansatz (38) eine Aufnahme (39) in Form einer Aussparung oder Ausnehmung
aufweist, in die das Klemmelement (40) eingebracht ist.
17. Kantenschutz (10) für eine Straßenfräsmaschine oder dgl. Bodenbearbeitungsmaschine
mit einem Rand (12), der zur Aufnahme von Kufensegmenten (30) ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rand (12) Steckaufnahmen (14) zur Aufnahme der Kufensegmente (30) aufweist.
18. Kantenschutz nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steckaufnahmen (14) taschenförmig ausgebildet und zur Unterseite des Kantenschutzes
(10) hin offen sind.
19. Kantenschutz nach einem der Ansprüche 17 oder 18,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rand (12) kammartig ausgebildete Ausnehmungen aufweist, die zur Bildung der Aufnahmen
mit zueinander parallel beabstandeten Wandungen (18) zumindest bereichsweise geschlossen
sind.
20. Kantenschutz nach einem der Ansprüche 17 bis 19 mit einem oder mehreren Kufensegmenten
(30) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 16.