Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Dosier- und Mischvorrichtung für Mehrkomponentenstoffe,
insbesondere Mehrkomponenten-Klebstoffe, aufweisend mindestens zwei zusammenhängende
hohl-zylinderförmige Kartuschenaufnahmevorrichtungen zur Aufnahme einzelner Klebstoffkomponenten,
eine Austriebsvorrichtung zum gleichzeitigen Austreiben der Klebstoffkomponenten aus
den Kartuschen durch Kartuschenausgänge mit Hilfe von in die Kartusche eintauchenden
Austriebskolben und eine Mischvorrichtung, welche mit den Kartuschenausgängen verbunden
ist, die ausgetriebenen Klebstoffkomponenten mischt und diese gemischt austrägt.
Stand der Technik
[0002] Eine ähnliche Dosier- und Mischvorrichtung ist beispielsweise aus der Druckschrift
DE 32 33 366 A1 zum Mischen einer Dental-Abdruckmasse aus zwei pastösen Komponenten bekannt. Diese
dort beschriebene Vorrichtung zum Mischen der Komponenten einer Dental-Abdruckmasse
umfasst ein als Wegwerfteil ausgebildetes Rührwerk mit einem Basiskörper, welcher
eine Mischkammer, mehrere voneinander gesondert in die Mischkammer mündende Zuführkanäle
für die Komponenten der Abdruckmasse sowie eine Auslassöffnung für die gemischte Abdruckmasse
aufweist. Das Rührwerk umfasst weiterhin einen in der Mischkammer drehbar angeordneten
Rührer, der von einer Antriebsvorrichtung, an der das Rührwerk abnehmbar gehalten
ist, angetrieben wird. Die Komponenten der Abdruckmasse sind in Vorratszylindern enthalten
und werden durch Kolben in die Mischkammer eingeschoben und nach Mischung über die
Auslassöffnung in den Abdrucklöffel hinein ausgeschoben. Mittels einer Steuerung kann
die Vorschubgeschwindigkeit von Stellantrieben der Kolben variiert werden, so dass
sowohl das die Abbindezeit der Abdruckmasse bestimmende Verhältnis der Kolbenvorschubgeschwindigkeit
als auch den Gesamtvorschub beziehungsweise die Vorschubdauer und damit die Abdruckmassenmenge
gesteuert werden kann.
[0003] Ein Problem solcher Dosier- und Mischvorrichtungen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1 besteht darin, dass die Dosiergenauigkeit, insbesondere bei hohen Mengenverhältnissen
der einzelnen Komponenten-wie beispielsweise 50:1 oder höher -, problematisch werden.
[0004] Es wird weiterhin auf die Druckschrift
US 6 176,396 B1 hingewiesen. Diese Druckschrift zeigt eine Dosier- und Mischvorrichtung für Mehrkomponentenstoffe,
insbesondere Mehrkomponentenklebstoffe, mit einer einzigen Kartuschenaufnahmevorrichtung,
zur Aufnahme von auswechselbaren Kartuschen mit einzelnen Stoffkomponenten, eine Austriebsvorrichtung
zum gleichzeitigen Austreiben der Stoffkomponenten aus den Kartuschen durch Komponentenausgänge
mit Hilfe von in die Kartuschenaufnahmevorrichtung beziehungsweise Kartuschen eintauchenden
Austriebskolben, eine Mischvorrichtung, welche mit den Komponentenausgängen verbunden
ist, die ausgetriebenen Stoffkomponenten mischt und diese gemischt austrägt. Zum Antrieb
der Austriebskolben wird jeweils eine Gewindestange verwendet, welche in ein zentral
in dem Austriebskolben befindlichen Gewinde eingeführt ist und durch gleichzeitige
Drehung der Gewindestangen relativ zum jeweiligen Austriebskolben einen Vortrieb am
Austriebskolben erzeugt. Das Problem der hier gezeigten Dosier- und Mischvorrichtung
besteht darin, dass die dort gezeigten Gewindestangen in ihrer vollen Länge bereits
in die einzelnen zu mischenden Komponenten eintauchen müssen und damit zum Beispiel
einfache Schlauchkartuschen nicht mehr einfach verwendet werden können, sondern spezielle
Kartuschen notwendig sind, die bereits in deren zentralen Innenraum den notwendigen
Platz für die durch die Kartuschen hindurch reichenden Gewindestange aufweisen müssen.
Darstellung der Erfindung
[0005] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Dosier- und Mischvorrichtung für Mehrkomponentenstoffe,
insbesondere für Mehrkomponenten-Klebstoffe, vorzuschlagen, die auch bei großen Mengenunterschieden
bezüglich der Mischung der Komponenten auch bei einfachen Produktionsbedingungen der
entsprechenden Dosier- und Mischvorrichtung hohe Genauigkeitsanforderungen erfüllt.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen Patentanspruches gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand untergeordneter Ansprüche.
[0007] Die Erfinder haben erkannt, dass ein wesentliches Problem bei der genauen Dosierung
mehrerer Komponenten, insbesondere bezüglich der Komponenten mit nur geringem Mischungsanteil,
aufgrund des sehr einfachen Vortriebs des jeweiligen Kolbens in den Kartuschen mit
Komponenten mit geringem Mischungsanteil besteht.
[0008] Dieses Problem lässt sich dadurch lösen, dass nicht nur ein einfacher linearer Vorschub
des Kolbens verwendet wird, sondern dieser Kolben mit einem Gewinde ausgestattet wird,
welches dafür sorgt, dass durch eine definierte Drehung des Kolbens ein entsprechender
Vortrieb entsteht. Durch eine sehr einfache genau zu definierende Gewindesteigung
lässt sich dieser Vortrieb sehr individuell auf die Notwendigkeiten des jeweiligen
Mischungsverhältnisses der einzelnen zusammenzuführenden Komponenten einstellen.
[0009] Besonders einfach ist es hierbei, wenn der Kolben mit einem Außengewinde ausgestattet
wird, welches sich in den Innenzylinder der jeweiligen Kartuschenaufnahmevorrichtung
oder der Kartusche in der sich die zu dosierende Komponente befindet, durch entsprechende
Drehung des Kolbens vorschiebt. Hierbei ist es in der Regel nicht einmal notwendig,
innerhalb der Kartusche ein Innengewinde anzubringen. Es reicht dabei, wenn das Gewinde
des Kolbens sich selbstschneidend oder selbstprägend ein entsprechendes Negativgewinde
auf der Innenwandung von Kartusche oder Kartuschenaufnahmevorrichtung erzeugt. Hierbei
ist es auch besonders günstig, wenn im Falle einer ZweiKomponenten-Dosier- und Mischvorrichtung
die eine Kartuschenaufnahmevorrichtung, in der sich die entsprechend reich zu dosierende
Materialkomponente, zum Beispiel in einem Schlauchbeutel, befindet, mit Hilfe eines
Linearantriebs für den Kolben vorgetrieben wird, während die Kartuschenaufnahmevorrichtung,
die das sehr sparsam zu dosierende Material, zum Beispiel in einer zylindrischen festen
Kartusche, in sich trägt, mit dem erfindungsgemäßen Kolben mit Gewinde durch Rotation
des Kolbens vorgetrieben wird.
[0010] Entsprechend diesem Grundgedanken schlagen die Erfinder eine Dosier- und Mischvorrichtung
für Mehrkomponentenstoffe, insbesondere Mehrkomponenten-Klebstoffe, vor, welche aufweist:
- mindestens zwei zusammenhängende Kartuschenaufnahmevorrichtungen zur Aufnahme einzelner
Stoffkomponenten,
- eine Austriebsvorrichtung zum gleichzeitigen Austreiben der Stoffkomponenten aus den
Kartuschen durch Komponentenausgänge mit Hilfe von in die Kartuschenaufnahmevorrichtung
beziehungsweise Kartuschen eintauchenden Austriebskolben,
- eine Mischvorrichtung, welche mit den Kartuschenausgängen verbunden ist, die ausgetriebenen
Stoffkomponenten mischt und diese gemischt austrägt.
[0011] Die erfindungsgemäße Verbesserung besteht demgemäß darin, dass mindestens ein Austriebskolben
ein Gewinde aufweist, welches durch eine Drehung des Antriebskolbens einen Vorwärtstrieb
des Austriebskolben erzeugen kann.
[0012] Zur Begriffsbestimmung wird darauf verwiesen, dass im Sinne dieser Druckschrift unter
Kartusche jegliches, vorzugsweise auswechselbare, Behältnis gemeint ist, welches jeweils
eine der Stoffkomponenten enthält. Vorzugsweise kann es sich dabei um zylindrische
Behältnisse mit relativ fester Wandung oder auch um Schlauchbeutel handeln.
[0013] Vorteilhaft kann also mindestens eine Kartusche als Hohlzylinder ausgebildet sein,
in dem sich mindestens eine Stoffkomponente befindet. Bei dieser Ausführung kann das
Gewinde des mindestens einen Austriebskolbens mit Gewinde in Kontakt mit einer Wandung
der mindestens einen hohlzylinderförmigen Kartusche stehen.
[0014] Weiterhin kann mindestens eine Kartusche ein Schlauchbeutel sein, in dem sich mindestens
eine Stoffkomponente befindet. Hierbei kann das Gewinde des mindestens einen Austriebskolbens
mit Gewinde für diese Kartuschenaufnahmevorrichtung in der ein Schlauchbeutel als
Kartusche eingesetzt ist, dann in Kontakt mit einer Wandung der Kartuschenaufnahmevorrichtung
stehen.
[0015] Weiterhin kann mindestens eine der Kartuschenaufnahmevorrichtungen einen Hohlzylinder
aufweisen oder zumindest als solcher ausgebildet sein. Alternativ kann jedoch auch
mindestens eine Kartuschenaufnahmevorrichtung mindestens drei zylindrisch angeordnete
stabartige Stützen aufweisen, in welche eine ausreichend stabile Kartusche eingesetzt
werden kann.
[0016] Mit Hilfe eines Austriebskolbens, der ein Gewinde aufweist und dessen Vortrieb durch
eine Drehung des Gewindes bestimmt wird, lässt sich sehr leicht eine sehr genaue Dosierung
hervorrufen, indem einerseits die Gewindesteigung und andererseits die Umdrehungsgeschwindigkeit
der Antriebsachse entsprechend der gewünschten Dosierung angepasst wird.
[0017] Grundsätzlich ist es hierbei vorteilhaft, wenn der Austriebskolben, der letztendlich
in die Kartusche eintauchen soll, um das dort befindliche Material durch einen Kartuschenausgang
auszutreiben, sein Gewinde an der Außenseite trägt, so dass sich das Gewinde in die
Innenseite der zylindrischen Kartusche oder Kartuschenaufnahmevorrichtung einprägen
kann und damit den Vortrieb bestimmt. Möglich ist jedoch auch ein etwas aufwendiger
gestalteter Kolben, der an seiner hinteren Seite eine Verbindung zu einem außerhalb
der Kartusche liegenden Zylinder aufweist, der wiederum ein Innengewinde besitzt,
welches sich auf der Außenseite der Kartusche abstützt und so durch eine Drehung des
gesamten Austriebskolbens sein Gewinde auf der Außenseite der Kartusche beziehungsweise
der Kartuschenaufnahmevorrichtung einprägt und damit durch eine Drehung relativ zur
Kartusche beziehungsweise der Kartuschenaufnahmevorrichtung einen Vorschub bewirkt,
der das in der Kartusche befindliche Material durch einen Komponentenausgang austreibt.
[0018] Wie bereits erwähnt, ist es vorteilhaft, wenn in der mindestens einen Kartusche oder
Kartuschenaufnahmevorrichtung, in der sich der mindestens eine Austriebskolben mit
Außengewinde befindet, bereits ein Negativgewinde zum Außengewinde des Austriebskolbens
vorliegt. Hierdurch wird der Kraftaufwand für das Vortreiben des Austriebskolbens
etwas geringer. Andererseits besteht die Möglichkeit, das Außengewinde des mindestens
einen Austriebskolbens selbstschneidend auszuführen, damit dieser bei einer Drehung
ein Negativgewinde selbst einschneidet oder einprägt.
[0019] Besonders vorteilhaft ist eine Dosier- und Mischvorrichtung, bei der eine Kombination
einer vorzugsweise kleineren Kartusche, in der ein Austriebskolben mit Gewinde vorliegt,
und einer weiteren Kartuschenaufnahmevorrichtung mit einer linear angetriebenen Austriebsstange
für den dort befindlichen Austriebskolben, durch den ein dort befindlichen Schlauchbeutel,
vorzugsweise mit einem wesentlich größeren Dosieranteil als in der kleineren Kartusche,
ausgetrieben werden kann.
[0020] Vorteilhaft kann die linear vorgetriebene Austriebsstange eine regelmäßige Verzahnung
aufweisen, in die ein Zahnrad oder ein Spindelgewinde zum Vortrieb eingreifen kann.
Alternativ hierzu kann die linear angetriebene Austriebsstange umgekehrt auch selbst
ein Spindelgewinde aufweisen, in das eine externe Verzahnung eingreifen kann.
[0021] Des Weiteren kann bei der erfindungsgemäß ausgestalteten Dosier- und Mischvorrichtung
auch mindestens ein Getriebe zum Antrieb der Austriebskolben vorgesehen sein, wobei
in einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung ein gemeinsames Getriebe mit einem
Antriebseingang und mehreren Abtriebsausgängen zum Antrieb zumindest der Antriebskolben
vorgesehen werden kann.
[0022] Mit einem solchen Getriebe können einerseits mindestens ein linear bewegbarer Austriebskolben
und mindestens ein rotatorisch bewegbarer Austriebskolben verbunden werden. Besonders
günstig ist dies, wenn ein gemeinsames Getriebe durch einen gemeinsamen Antriebseingang
einerseits eine Übersetzung auf einen linearen Vortrieb, zum Beispiel mit Hilfe eines
Kegelradantriebes oder eines Zahnradantriebes oder eines Spindelantriebes, aufweist
und andererseits einen rotierenden Ausgang aufweist, bei dem eine Achse rotierend
angetrieben wird, um den mit einem Gewinde versehenen Austriebskolben zur Rotation
anzutreiben.
[0023] Bei der erfindungsgemäßen Dosier- und Mischvorrichtung kann des Weiteren die Mischvorrichtung
sowohl als passiver oder statischer Mischer oder alternativ hierzu als aktiver oder
dynamischer Mischer, insbesondere als Rotationsmischer, ausgeführt werden.
[0024] Im Fall der Ausführung der Mischvorrichtung als aktiver oder dynamischer Mischer
wird vorgeschlagen, dass dieser Mischer mit einem Getriebe, insbesondere mit dem Getriebe
für den Antrieb der Austriebskolben, verbunden wird. Hierdurch besteht die Möglichkeit
durch einen einzigen gemeinsamen Antrieb, zum Beispiel einem Elektromotor, mit Hilfe
der verschiedenen Abtriebsausgänge einerseits einen linearen Vortrieb anzutreiben,
andererseits einen Rotationsantrieb für einen Austriebskolben mit Gewinde und schließlich
einen Rotationsmischer zu bedienen. Hierbei wird vorteilhaft dafür gesorgt, dass sowohl
der Austrieb als auch die aktive Durchmischung der einzelnen Komponenten immer abgestimmt
aufeinander durchgeführt wird.
[0025] Bezüglich der erfindungsgemäßen Austriebskolben, insbesondere des Austriebskolbens
mit Gewinde, wird vorgeschlagen, dass diese mindestens eine Entlüftungsvorrichtung
im Bereich des Austriebskolbens selbst aufweisen oder alternativ, dass mindestens
eine der Kartuschen oder Kartuschenaufnahmevorrichtungen, in die der Austriebskolben
eingeführt wird, eine Entlüftungsvorrichtung aufweist. Hierdurch kann insbesondere
als Entlüftungsvorrichtung im hinteren Teil der Kartuscheninnenseite beziehungsweise
Kartuschenaufnahmevorrichtung mindestens eine Entlüftungsnut eingelassen werden, so
dass zumindest über einen Teil der Austriebsstrecke überschüssige Luft seitlich entweichen
kann.
[0026] Weiterhin wird in einer besonderen Ausführungsform der Dosier- und Mischvorrichtung
vorgeschlagen, dass mindestens zwei der Kartuschenaufnahmevorrichtungen unterschiedlich
lang ausgebildet sind und/oder mindestens zwei der Kartuschenaufnahmevorrichtungen
unterschiedliche Durchmesser aufweisen. Die unterschiedlich lange Ausbildung der Kartuschenaufnahmevorrichtungen
kann problemlos durch Anbringung einer entsprechenden Gewindesteigung an dem oder
den Austriebskolben kompensiert werden, wobei zusätzlich oder auch alternativ dazu
mit Hilfe der unterschiedlichen Durchmesser der unterschiedlichen Dosierung der einzelnen
Stoffkomponenten Rechnung getragen werden kann.
[0027] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass das mindestens eine Getriebe motorisch angetrieben
wird, insbesondere durch einen Elektromotor.
[0028] Schließlich schlagen die Erfinder vor, dass die Kartuschenaufnahmevorrichtungen mit
Austriebskolben und Kleberkomponenten zu einer Einheit verbunden sind und der Mischer
und das mindestens eine Getriebe separat ansetzbar oder andockbar oder anklipsbar
ausgeführt sind.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0029] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der bevorzugten Ausführungsbeispiele mit Hilfe
der Figuren näher beschrieben, wobei nur die zum Verständnis der Erfindung notwendigen
Merkmale dargestellt sind. Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf gezeigte
und beschriebene Ausführungsbeispiele beschränkt.
[0030] Es zeigen im Einzelnen:
- FIG: 1
- Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Dosier- und Mischvorrichtung für einen 2-Komponentenkleber;
- FIG 2 - FIG 3:
- 3D-Ansichten einer kleinen zylindrischen Kartusche mit fester Außenwand, Drehkolben
und Austrittstülle;
- FIG 4:
- Längsschnitt durch eine zylindrische Kartusche mit fester Außenwand, innen liegender
Entlüftungsnut und abscherbarem Verschluss an der Austrittstülle;
- FIG 5:
- Kartusche aus Figur 4 in 3D-Darstellung;
- FIG 6 - FIG 14:
- Unterschiedliche Ausführungsvarianten der Drehkolben mit Außengewinde;
- FIG 15 - FIG 16:
- Erste Variante einer Kartuschenkupplung in zwei 3D-Ansichten;
- FIG 17 - FIG 18:
- Zweite Variante einer Kartuschenkupplung in unterschiedlichen 3D-Ansichten.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0031] Die
Figur 1 zeigt eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Dosier- und Mischvorrichtung 1 mit
beispielhaft dargestellten zwei Kartuschenaufnahmevorrichtungen 2 und 3 unterschiedlichen
Durchmessers und unterschiedlicher Länge für einen Schlauchbeutel 2.1 und einer festen
Kartusche 3.1. Die größere Kartuschenaufnahmevorrichtung 2 wird mit Hilfe eines Linearkolbens
16, der mit einer Zahnstange 4 verbunden ist und durch diese linear in die Kartuschenaufnahmevorrichtung
2 mit Hilfe eines Getriebes 8 vorgetrieben wird, betätigt. Die Kartuschenaufnahmevorrichtung
3, die einen wesentlich kleineren Durchmesser aufweist und außerdem wesentlich kürzer
als die Kartuschenaufnahmevorrichtung 2 ist, wird erfindungsgemäß durch einen Drehkolben
betätigt, welcher auf der Außenseite ein Gewinde aufweist, das sich in die Innenseite
der Kartuschenaufnahmevorrichtung 3 oder einer dort eingesetzten Kartusche 3.1 einprägt
und durch ihre Rotation einen Vortrieb des als Drehkolben ausgeführten Austriebskolbens
erzeugt. Angetrieben wird dieser Drehkolben 11 durch eine Drehachse 5, welche mit
dem Getriebe 8 verbunden ist, das bei einer einzigen Antriebseingangsseite drei unterschiedliche
Antriebsausgangsseiten aufweist. Dies sind einerseits ein Ausgang für die linear vorgeschobene
Zahnstange 4, andererseits ein Ausgang für die rotierende Drehachse 5 und schließlich
ein Ausgang für die ebenfalls rotierende Antriebsachse 10, welche einen Rotationsmischer
7 betreibt. Die beiden Kartuschenaufnahmevorrichtungen 2 und 3 sind ausgangsseitig
mit einer Kartuschenkupplung 6 verbunden, durch die auch das in den Kartuschenaufnahmevorrichtungen
2 und 3 befindliche Material von den Komponentenausgängen zum Rotationsmischer 7,
der ebenfalls mit der Kartuschenkupplung 6 verbunden ist, befördert wird. Die Bauweise
eines solchen Rotationsmischers ist allgemein bekannt. Er verfügt außerdem über eine
vorne angebrachte Austragsspitze 17, durch welche das gemischte Material letztendlich
ausgetragen wird.
[0032] Das Getriebe 8 wird in der hier gezeigten Ausführungsform der Dosier- und Mischvorrichtung
1 mit Hilfe eines Elektromotors 9 angetrieben.
[0033] Im Detail zeigen die
Figuren 2 und 3 zwei gegenläufig orientierte 3D-Darstellungen einer kleinen Kartusche 3.1, welche
in die Kartuschenaufnahmevorrichtung 3 aus der Figur 1 eingesetzt wird. Mit einem
hierfür vorgesehenen Drehkolben 11, welcher auf der Außenseite mit einem Gewinde versehen
ist und in die kleine Kartusche 3.1 eingedreht wird, kann in sehr genau dosierbarer
Weise der Austrag des Materials innerhalb der Kartusche 3.1 durch eine Austragstülle
12 erzeugt werden.
[0034] In der
Figur 4 ist eine weitere Ausführungsform einer zylindrischen Kartusche 3.1 mit fester Außenwand
gezeigt, in die sich ein Drehkolben mit seinem Gewinde einschrauben kann. Zusätzlich
ist am unteren Ende der Kartusche 3.1, an dem der Drehkolben angesetzt wird, eine
Entlüftungsnut 14 gezeigt, die dazu dient, überschüssige Luft beim Eindrehen des Drehkolbens
entweichen zu lassen, damit letztlich der Drehkolben unmittelbar auf der auszutreibenden
und vor allem genau zu dosierenden Materialkomponente aufsitzt. Lufteinschlüsse wären
hierbei bezüglich einer möglichst genauen Dosierbarkeit kontraproduktiv, da durch
die Kompressibilität der Luft jeweils Hystereseerscheinungen zwischen der Betätigung
des Kolbens und der tatsächlich austretenden Materialmenge auftreten würden.
[0035] Zusätzlich ist an dieser Kartusche 3.1 auch noch ein bevorzugtes Verschlusssystem
der Kartusche zu erkennen, bei dem mit der Herstellung der Kartusche eine Verschluss
13 einstückig mit der Austragstülle 12 verbunden ist. Zum Öffnen wird der Verschluss
13, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme eines entsprechenden Werkzeuges, von der Austragstülle
durch Drehen abgeschert, so dass eine Austragsöffnung in der Austragstülle entsteht.
Bekannt ist ein solcher Verschluss beispielsweise im Bereich von Zahnpastatuben.
[0036] In der
Figur 5 ist die Kartusche 3.1 aus der Figur 4 nochmals in einer 3D-Darstellung gezeigt.
[0037] Der Drehkolben 11 ist im Detail noch in verschiedenen Ausführungen in den Figuren
6 bis 14 gezeigt, wobei die
Figuren 6 und 7 eine einstückig herstellbare Variante zeigen, bei der am Drehkolben 11 selbst im
hinteren Bereich ein Gewinde 11.1 angebracht ist, danach folgen nach vorne zwei Begrenzungsringe
zwischen die ein O-Ring zur zusätzlichen Abdichtung eingesetzt werden kann und schließlich
der eigentliche Dichtring 11.3 am vorderen Ende des Drehkolbens. Auf der Frontseite
des Drehkolbens ist in der Figur 6 ein Lufteinschlussbereich 11.4 zu erkennen, in
welchen überschüssige Luft eingeschlossen werden kann, ohne negative Auswirkung auf
die genaue Dosierbarkeit des gesamten Systems zu nehmen.
[0038] Die
Figur 8 zeigt eine andere Variante des Drehkolbens als 2K-Spritzguß. Die
Figur 9 zeigt eine zweiteilige Ausführungsform mit einem konventionellen Kolben vorne und
einer hinten angeordneten Gewindehülse, auf der das Außengewinde 11.1 angebracht ist.
[0039] In der
Figur 10 ist ein einteiliger Kolben mit einer harten Dichtlippe 11.3 vorne gezeigt, während
in der
Figur 11 eine Ausführungsvariante eines Drehkolbens mit einer integrierten Entlüftung im Kolben
selbst gezeigt wird.
Die Figuren 12 bis 14 zeigen unterschiedliche Anschlussvarianten des erfindungsgemäßen
Drehkolbens 11 an eine Drehachse. In der
Figur 12 ist eine Variante mit einem einfachen Innensechskant gezeigt, in den ein entsprechender
Außensechskant eingeführt wird. Alternativ hierzu zeigt die
Figur 12a einen Anschluss mit fünf nach oben stehenden Klauen, in die ein entsprechendes Gegenstück
eingreifen kann.
[0040] Die
Figur 13 zeigt eine spezielle Ausführungsform, bei der der Verschlussteil des Drehkolbens
11 und der Verschlussteil der Drehachse 5 so ausgestaltet sind, dass diese ohne besonderes
Zutun, sich bei der Montage selbst in die richtige Position manövrieren und eine kraftschlüssige
Verbindung erzeugen. Alternativ ist der Drehkolben 11 in der
Figur 13a mit vier innen liegenden Stegen ausgebildet, in die ein entsprechendes Gegenstück
an der Achse 5 eingeschoben werden kann und formschlüssig eingreifen kann.
[0041] Die
Figur 14 zeigt nochmals eine Ausführungsform eines Drehkolbens, ähnlich den Figuren 6 und
7, wobei hier der O-Ring 18 zwischen den beiden Begrenzungen 11.2 bereits angebracht
ist. Im hinteren Bereich des Kolbens ist eine abgerundete längliche Vertiefung zu
erkennen, die ebenfalls als formschlüssiger Anschluss für eine Drehachse verwendet
werden kann, wobei der runde Außenbereich zusätzlich zum Beispiel genutzt werden kann,
um einen Außenring der Drehachse an dem Kolben umgreifend anzuklipsen, so dass die
Drehachse sich zwangsweise bei einem Voranschreiten des Kolbens mit diesem Kolben
nach vorne mitbewegt.
[0042] In den
Figuren 15 und 16 beziehungsweise
17 und 18 sind zwei unterschiedliche Kartuschenkupplungen 6 im Detail dargestellt. Diese Kartuschenkupplungen
6 verfügen auf ihrer Rückseite jeweils über zwei Einsteckflansche 19.1 und 19.2, in
die die große und kleine Kartusche eingesteckt werden. In den Einsteckflansch 19.1
und 19.2 sind jeweils zwei Austrittsöffnungen 20.1 und 20.2 angeordnet, aus denen
das in den Kartuschen befindliche Material zu einem angeschlossenen Mischer geleitet
werden kann. Zusätzlich verfügen die Kartuschenkupplungen 6 noch über einen Antriebsdurchbruch
21, durch welchen die Antriebsachse die vom Getriebe kommt, zum Rotationsmischer geführt
werden kann.
[0043] In den Figuren 15 und 16 sind die beiden Austrittsöffnungen 20.1 und 20.2 einschließlich
dem Antriebsdurchbruch 21 in einer Linie angeordnet, während bei der Ausführung bei
den Figuren 17 und 18 der Kartuschenkupplung diese Öffnungen ein Dreieck ausbilden,
so dass sich hieraus eine kompaktere Ausführung der gesamten Dosier- und Mischvorrichtung
ergibt.
[0044] Insgesamt wird mit der Erfindung also eine Dosier- und Mischvorrichtung, insbesondere
für Mehrkomponenten-Klebstoffe, vorgeschlagen, bei der mehrere hohlzylinderförmige
Kartuschen jeweils Stoffkomponenten beinhalten und eine Austriebsvorrichtung zum gleichzeitigen
Austreiben der Stoffkomponenten über eine Mischvorrichtung vorgesehen sind, wobei
erfindungsgemäß mindestens ein Austriebskolben ein Gewinde aufweist, welches in Kontakt
mit einer Wandung der Kartusche steht, so dass eine Drehung des Antriebskolben einen
Vorwärtstrieb des Austriebskolben erzeugen kann.
[0045] Es erscheinen die nachfolgend beschriebenen Merkmalskombinationen besonders günstig
zu sein:
- I. Dosier- und Mischvorrichtung für Mehrkomponentenstoffe, insbesondere Mehrkomponenten-Klebstoffe,
aufweisend:
I.a mindestens zwei zusammenhängende Kartuschenaufnahmevorrichtungen zur Aufnahme
von auswechselbaren Kartuschen mit einzelnen Stoffkomponenten,
I.b eine Austriebsvorrichtung zum gleichzeitigen Austreiben der Stoffkomponenten aus
den Kartuschen durch Komponentenausgänge mit Hilfe von in die Kartuschenaufnahmevorrichtung
beziehungsweise Kartuschen eintauchenden Austriebskolben,
I.c eine Mischvorrichtung, welche mit den Komponentenausgängen verbunden ist, die
ausgetriebenen Stoffkomponenten mischt und diese gemischt austrägt, wobei
I.d mindestens ein Austriebskolben ein Gewinde aufweist, welches durch eine Drehung
einen Vorwärtstrieb des Austriebskolben erzeugen kann.
- II. Dosier- und Mischvorrichtung gemäß der voranstehenden Merkmalskombination I, wobei
mindestens eine Kartusche ein Hohlzylinder ist, in dem sich mindestens eine Stoffkomponente
befindet.
- III. Dosier- und Mischvorrichtung gemäß der voranstehenden Merkmalskombination II,
wobei das Gewinde des mindestens einen Austriebskolbens mit Gewinde in Kontakt mit
einer Wandung der mindestens einen hohlzylinderförmigen Kartusche steht.
- IV. Dosier- und Mischvorrichtung gemäß einer der voranstehenden Merkmalskombinationen
I bis II, wobei mindestens eine Kartusche ein Schlauchbeutel ist, in dem sich mindestens
eine Stoffkomponente befindet.
- V. Dosier- und Mischvorrichtung gemäß der voranstehenden Merkmalskombination IV, wobei
das Gewinde des mindestens einen Austriebskolbens für eine Kartuschenaufnahmevorrichtung
in der ein Schlauchbeutel als Kartusche eingesetzt werden kann, in Kontakt mit einer
Wandung der Kartuschenaufnahmevorrichtung steht.
- VI. Dosier- und Mischvorrichtung gemäß einer der voranstehenden Merkmalskombinationen
I bis V, wobei mindestens eine Kartuschenaufnahmevorrichtung einen Hohlzylinder aufweist.
- VII. Dosier- und Mischvorrichtung gemäß einer der voranstehenden Merkmalskombinationen
I bis V, wobei mindestens eine Kartuschenaufnahmevorrichtung mindestens drei zylindrisch
angeordnete stabartige Stützen aufweist.
- VIII. Dosier- und Mischvorrichtung gemäß einer der voranstehenden Merkmalskombinationen
I bis VII, wobei mindestens ein Austriebskolben ein Außengewinde aufweist.
- IX. Dosier- und Mischvorrichtung gemäß der voranstehenden Merkmalskombination VIII,
wobei in der mindestens einen Kartuschenaufnahmevorrichtung oder Kartusche, in der
sich der mindestens eine Austriebskolben mit Außengewinde befindet, ein Negativgewinde
zum Außengewinde des Austriebskolbens vorliegt.
- X. Dosier- und Mischvorrichtung gemäß einer der voranstehenden Merkmalskombinationen
I bis IX, wobei das Gewinde des mindestens einen Austriebskolbens selbstschneidend
ausgeführt ist, um sich selbst ein Negativgewinde in die Kartuschenaufnahmevorrichtung
oder Kartusche zu schneiden oder zu prägen.
- XI. Dosier- und Mischvorrichtung gemäß einer der voranstehenden Merkmalskombinationen
I bis X, wobei mindestens ein Austriebskolben eine linear vorgetriebene Austriebsstange
aufweist.
- XII. Dosier- und Mischvorrichtung gemäß der voranstehenden Merkmalskombination XI,
wobei die linear vorgetriebene Austriebsstange eine regelmäßige Verzahnung aufweist,
in die ein Zahnrad oder ein Spindelgewinde zum Vortrieb eingreifen kann.
- XIII. Dosier- und Mischvorrichtung gemäß der voranstehenden Merkmalskombination XI,
wobei die linear angetriebene Austriebsstange ein Spindelgewinde aufweist, in das
eine Verzahnung eingreifen kann.
- XIV. Dosier- und Mischvorrichtung gemäß einer der voranstehenden Merkmalskombinationen
I bis XIII, wobei mindestens ein Getriebe zum Antrieb der Austriebskolben vorgesehen
ist.
- XV. Dosier- und Mischvorrichtung gemäß einer der voranstehenden Merkmalskombinationen
I bis XIII, wobei ein gemeinsames Getriebe mit einem Antriebseingang und mehreren
Abtriebsausgängen zum Antrieb zumindest der Antriebskolben vorgesehen ist.
- XVI. Dosier- und Mischvorrichtung gemäß einer der voranstehenden Merkmalskombinationen
XIV bis XV, wobei mit dem mindestens einen Getriebe mindestens ein linear bewegbarer
Austriebskolben und mindestens ein rotatorisch bewegbarer Austriebskolben verbunden
sind.
- XVII. Dosier- und Mischvorrichtung gemäß einer der voranstehenden Merkmalskombinationen
I bis XVI, wobei die Mischvorrichtung als passiver oder statischer Mischer ausgeführt
ist.
- XVIII. Dosier- und Mischvorrichtung gemäß einer der voranstehenden Merkmalskombinationen
I bis XVI, wobei die Mischvorrichtung als aktiver oder dynamischer Mischer, insbesondere
als Rotationsmischer, ausgeführt ist.
- XIX. Dosier- und Mischvorrichtung gemäß der voranstehenden Merkmalskombination XVIII,
wobei der aktive oder dynamische Mischer mit einem Getriebe, insbesondere mit dem
Getriebe für den Antrieb der Austriebskolben, verbunden ist.
- XX. Dosier- und Mischvorrichtung gemäß einer der voranstehenden Merkmalskombinationen
I bis XIX, wobei mindestens einer der Austriebskolben eine Entlüftungsvorrichtung
aufweist.
- XXI. Dosier- und Mischvorrichtung gemäß einer der voranstehenden Merkmalskombinationen
I bis XIX, wobei mindestens eine der Kartuschenaufnahmevorrichtungen oder Kartuschen
eine Entlüftungsvorrichtung aufweist.
- XXII. Dosier- und Mischvorrichtung gemäß der voranstehenden Merkmalskombination XXI,
wobei als Entlüftungsvorrichtung im hinteren Teil der Innenseite der mindestens einen
Kartuschenaufnahmevorrichtung oder Kartusche mindestens eine Entlüftungsnut eingelassen
ist.
- XXIII. Dosier- und Mischvorrichtung gemäß einer der voranstehenden Merkmalskombinationen
I bis XXII, wobei mindestens zwei der Kartuschenaufnahmevorrichtungen unterschiedlich
lang sind.
- XXIV. Dosier- und Mischvorrichtung gemäß einer der voranstehenden Merkmalskombinationen
I bis XXIII, wobei mindestens zwei der Kartuschenaufnahmevorrichtungen unterschiedlichen
Durchmesser aufweisen.
- XXV. Dosier- und Mischvorrichtung gemäß einer der voranstehenden Merkmalskombinationen
XIV bis XXIV, wobei das mindestens eine Getriebe motorisch, insbesondere durch einen
Elektromotor, angetrieben ist.
- XXVI. Dosier- und Mischvorrichtung gemäß einem der voranstehenden Merkmalskombinationen
I bis XXV, wobei die Kartuschenaufnahmevorrichtungen mit Austriebskolben zu einer
Einheit verbunden sind und der Mischer und das mindestens eine Getriebe separat ansetzbar
oder andockbar oder anklipsbar ausgeführt sind.
[0046] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten Merkmale der Erfindung nicht nur
in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder
in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0047]
- 1
- Dosier- und Mischvorrichtung
- 2
- große Kartuschenaufnahmevorrichtung
- 2.1
- Schlauchbeutel
- 3
- kleine Kartuschenaufnahmevorrichtung
- 3.1
- zylindrische feste kleine Kartusche
- 4
- Zahnstange
- 5
- Drehachse für Drehkolben / Antriebskolben in Form eines Drehkolbens mit Getriebe
- 6
- Kartuschenkupplung
- 7
- Aktiver Rotationsmischer
- 8
- Getriebe
- 9
- E-Motor
- 10
- Antriebsachse für Rotationsmischer
- 11
- Drehkolben
- 11.1
- Gewinde
- 11.2
- Begrenzung für O-Ring
- 11.3
- Dichtung
- 11.4
- Lufteinschlussbereich
- 12
- Austragstülle
- 13
- Verschluss
- 14
- Entlüftungsnut
- 16
- Linearkolben
- 17
- Austragsspitze
- 18
- O-Ring
- 19.1
- Einsteckflansch
- 19.2
- Einsteckflansch
- 20.1
- Austrittsöffnung
- 20.2
- Austrittsöffnung
- 21
- Antriebsdurchbruch
1. Dosier- und Mischvorrichtung (1) für Mehrkomponentenstoffe, insbesondere Mehrkomponenten-Klebstoffe,
aufweisend:
1.1. mindestens zwei zusammenhängende Kartuschenaufnahmevorrichtungen (2, 3) zur Aufnahme
von auswechselbaren Kartuschen (2.1, 3.1) mit einzelnen Stoffkomponenten,
1.2. eine Austriebsvorrichtung (4, 5, 8, 9, 11, 16) zum gleichzeitigen Austreiben
der Stoffkomponenten aus den Kartuschen (2.1, 3.1) durch Komponentenausgänge mit Hilfe
von in die Kartuschenaufnahmevorrichtung (2, 3) beziehungsweise Kartuschen (2.1,3.1)
eintauchenden Austriebskolben (11),
1.3. eine Mischvorrichtung (7), welche mit den Komponentenausgängen verbunden ist,
die ausgetriebenen Stoffkomponenten mischt und diese gemischt austrägt,
dadurch gekennzeichnet, dass
1.4. mindestens ein Austriebskolben (11) ein Gewinde (11.1) derart aufweist, dass
durch eine Drehung des Austriebskolbens (11) relativ zur Kartuschenaufnahmevorrichtung
(2, 3) mit dem Gewinde ein Vorwärtstrieb des Austriebskolben (11) erzeugt werden kann.
2. Dosier- und Mischvorrichtung (1) gemäß dem voranstehenden Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Kartusche (3.1) ein Hohlzylinder ist, in dem sich mindestens eine
Stoffkomponente befindet.
3. Dosier- und Mischvorrichtung (1) gemäß dem voranstehenden Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewinde (11.1) des mindestens einen Austriebskolbens (11) in Kontakt mit einer
Wandung der mindestens einen hohlzylinderförmigen Kartusche (3.1) steht.
4. Dosier- und Mischvorrichtung gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 1 bis
2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Kartusche ein Schlauchbeutel (2.1) ist, in dem sich mindestens eine
Stoffkomponente befindet.
5. Dosier- und Mischvorrichtung (1) gemäß dem voranstehenden Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewinde (11.1) des mindestens einen Austriebskolbens (11) für eine Kartuschenaufnahmevorrichtung
(3) in der ein Schlauchbeutel als Kartusche eingesetzt werden kann, in Kontakt mit
einer Wandung der Kartuschenaufnahmevorrichtung steht.
6. Dosier- und Mischvorrichtung (1) gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Kartuschenaufnahmevorrichtung (2, 3) einen Hohlzylinder aufweist.
7. Dosier- und Mischvorrichtung (1) gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 1
bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Austriebskolben (11, 16) ein Außengewinde (11.1) aufweist.
8. Dosier- und Mischvorrichtung (1) gemäß dem voranstehenden Patentanspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der mindestens einen Kartuschenaufnahmevorrichtung (3) oder Kartusche (3.1), in
der sich der mindestens eine Austriebskolben (11) mit Außengewinde (11.1) befindet,
ein Negativgewinde zum Außengewinde des Austriebskolbens (11) vorliegt.
9. Dosier- und Mischvorrichtung (1) gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 1
bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewinde (11.1) des mindestens einen Austriebskolbens (11) selbstschneidend ausgeführt
ist, um sich selbst ein Negativgewinde in die Kartuschenaufnahmevorrichtung (3) oder
Kartusche (3.1) zu schneiden oder zu prägen.
10. Dosier- und Mischvorrichtung (1) gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 1
bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Austriebskolben (16) eine linear vorgetriebene Austriebsstange (4)
aufweist.
11. Dosier- und Mischvorrichtung (1) gemäß dem voranstehenden Patentanspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die linear vorgetriebene Austriebsstange (4) eine regelmäßige Verzahnung aufweist,
in die ein Zahnrad oder ein Spindelgewinde zum Vortrieb eingreifen kann.
12. Dosier- und Mischvorrichtung (1) gemäß dem voranstehenden Patentanspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die linear angetriebene Austriebsstange (4) ein Spindelgewinde aufweist, in das eine
Verzahnung eingreifen kann.
13. Dosier- und Mischvorrichtung (1) gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 1
bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Austriebskolben (11, 16) eine Entlüftungsvorrichtung aufweist.
14. Dosier- und Mischvorrichtung (1) gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 1
bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Kartuschenaufnahmevorrichtungen (2, 3) oder Kartuschen (2.1,
3.1) eine Entlüftungsvorrichtung (14) aufweist.
15. Dosier- und Mischvorrichtung (1) gemäß dem voranstehenden Patentanspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass als Entlüftungsvorrichtung im hinteren Teil der Innenseite der mindestens einen Kartuschenaufnahmevorrichtung
(2, 3) oder Kartusche (2.1, 3.1) mindestens eine Entlüftungsnut (14) eingelassen ist.
1. Metering and mixing device (1) for multi-component substances, in particular multi-component
adhesives, comprising:
1.1. at least two associated cartridge accommodating devices (2, 3) for accommodating
replaceable cartridges (2.1, 3.1) having individual substance components,
1.2. a discharging device (4, 5, 8, 9, 11, 16) for simultaneously discharging the
substance components from the cartridges (2.1, 3.1) through component outlets by means
of discharging pistons (11) that plunge into the cartridge accommodating device (2,
3) or cartridges (2.1, 3.1),
1.3. a mixing device (7), which is connected to the component outlets, mixes the discharge
substance components, and outputs them in the mixed state,
characterized in that
1.4. at least one discharging piston (11) has a thread (11.1) in such a way that the
discharging piston (11) can be driven forward by means of the thread when the discharging
piston (11) is rotated relative to the cartridge accommodating device (2, 3).
2. Metering and mixing device (1) according to the previous Claim 1, characterized in that at least one cartridge (3.1) is a hollow cylinder in which at least one substance
component is located.
3. Metering and mixing device (1) according to the previous Claim 2, characterized in that the thread (11.1) of the at least one discharging piston (11) is in contact with
the wall of the at least one cartridge (3.1) of hollow cylindrical shape.
4. Metering and mixing device according to one of the previous Claims 1-2, characterized in that at least one cartridge is a tubular bag (2.1) in which at least one substance component
is located.
5. Metering and mixing device (1) according to the previous Claim 4, characterized in that the thread (11.1) of the at least one discharging piston (11) for a cartridge accommodating
device (3) in which a tubular bag can be inserted as cartridge is in contact with
a wall of the cartridge accommodating device.
6. Metering and mixing device (1) according to one of the previous Claims 1-5, characterized in that at least one cartridge accommodating device (2, 3) comprises a hollow cylinder.
7. Metering and mixing device (1) according to one of the previous Claims 1-6, characterized in that at least one discharging piston (11, 16) has an outer thread (11.1).
8. Metering and mixing device (1) according to the previous Claim 7, characterized in that, in the at least one cartridge accommodating device (3) or cartridge (3.1) in which
the at least one discharging piston (11) with outer thread (11.1) is located, a negative
thread with respect to the outer thread of the discharging piston (11) is present.
9. Metering and mixing device (1) according to one of the previous Claims 1-8, characterized in that the thread (11.1) of the at least one discharging piston (11) is configured so that
it is self cutting, in such a way that it itself cuts or punches a negative thread
into the cartridge accommodating device (3) or cartridge (3.1).
10. Metering and mixing device (1) according to one of the previous Claims 1-9, characterized in that at least one discharging piston (16) comprises a linearly forward driven discharge
bar (4).
11. Metering and mixing device (1) according to the previous Claim 10, characterized in that the linearly forward driven discharge bar (4) comprises a regular toothing with which
a gear wheel or a spindle thread can engage for the forward driving.
12. Metering and mixing device (1) according to the previous Claim 10, characterized in that the linear driven discharge bar (4) comprises a spindle thread with which a toothing
can engage.
13. Metering and mixing device (1) according to one of the previous Claims 1-12, characterized in that at least one of the discharging pistons (11, 16) comprises a ventilation device.
14. Metering and mixing device (1) according to one of the previous Claims 1-12, characterized in that at least one of the cartridge accommodating devices (2, 3) or cartridges (2.1, 3.1)
comprises a ventilation device (14).
15. Metering and mixing device (1) according to the previous Claim 14, characterized in that, as ventilation device, in the rear portion of the inner side of the at least one
cartridge accommodating device (2, 3) or cartridge (2.1, 3.1) at least one ventilation
groove (14) is countersunk.
1. Appareil de mesure et de mélange (1) pour des substances multi-composants, en particulier
des adhésifs multi-composants, comprenant:
1.1. au moins deux dispositifs associés accommodant une cartouche (2, 3) pour accommoder
des cartouches remplaçables (2.1, 3.1) ayant des composants de substance individuelle,
1.2. un dispositif de décharge (4, 5, 8, 9, 11, 16) pour décharger simultanément les
composants de la substance des cartouches (2.1, 3.1) à travers des trous de composants
au moyen de pistons de décharge (11) qui plongent dans le dispositif accommodant la
cartouche (2, 3) ou les cartouches (2.1, 3.1),
1.3. un appareil de mélange (7), qui est relié aux trous de composants, mélange les
composants de la substance déchargée, pour les sortir dans un état mélangé,
caractérisé en ce que
1.4. au moins un piston de décharge (11) comporte un filetage (11.1) de sorte que
le piston de décharge (11) peut être poussé vers l'avant au moyen du filetage lorsque
le piston de décharge (11) est pivoté par rapport au dispositif accommodant la cartouche
(2, 3).
2. Appareil de mesure et de mélange (1) selon la précédente revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins une cartouche (3.1) est un cylindre creux dans lequel se trouve au moins
un composant de substance.
3. Appareil de mesure et de mélange (1) selon la précédente revendication 2, caractérisé en ce que le filetage (11.1) d'au moins un piston de décharge (11) est en contact avec la paroi
d'au moins une cartouche (3.1) ayant une forme cylindrique creuse.
4. Appareil de mesure et de mélange selon l'une quelconque des revendications précédentes
1 à 2, caractérisé en ce qu'au moins une cartouche est un sachet tubulaire (2.1) dans lequel se trouve au moins
un composant de substance.
5. Appareil de mesure et de mélange (1) selon la précédente revendication 4, caractérisé en ce que le filetage (11.1) de au moins un piston de décharge (11) d'un dispositif accommodant
une cartouche (3) dans lequel le sachet tubulaire peut être inséré lorsque la cartouche
est en contact avec une paroi du dispositif accommodant la cartouche.
6. Appareil de mesure et de mélange (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes
1 à 5, caractérisé en ce qu'au moins un dispositif accommodant la cartouche (2, 3) comporte un cylindre creux.
7. Appareil de mesure et de mélange (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes
1 à 6, caractérisé en ce qu'au moins un piston de décharge (11, 16) comporte un filetage externe (11.1).
8. Appareil de mesure et de mélange (1) selon la précédente revendication 7, caractérisé en ce que, dans au moins un dispositif accommodant la cartouche (3) ou la cartouche (3.1) dans
lequel au moins un piston de décharge (11) avec un filetage externe (11.1) est situé,
un filetage négatif par rapport au filetage externe du piston de décharge (11) est
présent.
9. Appareil de mesure et de mélange (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes
1 à 8, caractérisé en ce que le filetage (11.1) de au moins un piston de décharge (11) est configuré pour qu'il
soit auto-taraudeur, de telle façon qu'il taraude ou perfore lui-même un filetage
négatif dans le dispositif accommodant une cartouche (3) ou une cartouche (3.1).
10. Appareil de mesure et de mélange (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes
1 à 9, caractérisé en ce qu'au moins un piston de décharge (16) comporte une barre de décharge à entraînement
avant linéaire (11.1).
11. Appareil de mesure et de mélange (1) selon la précédente revendication 10, caractérisé en ce que la barre de décharge à entraînement avant linéaire (4) comprend une denture régulière
avec laquelle une roue dentée ou un filetage de mandrin peut entrer en contact pour
l'entraînement avant.
12. Appareil de mesure et de mélange (1) selon la précédente revendication 10, caractérisé en ce que la barre de décharge à entraînement avant linéaire (4) comprend un filetage de mandrin
qui peut entrer en contact avec une denture.
13. Appareil de mesure et de mélange (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes
1 à 12, caractérisé en ce qu'au moins l'un des pistons de décharge (11, 16) comporte un dispositif d'aération.
14. Appareil de mesure et de mélange (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes
1 à 12, caractérisé en ce qu'au moins l'un des dispositifs accommodant une cartouche (2,3) ou des cartouches (2.1,
3.1) comporte un dispositif d'aération (14).
15. Appareil de mesure et de mélange (1) selon la précédente revendication 14, caractérisé en ce que, comme dispositif d'aération, dans la partie arrière du côté interne d'au moins un
dispositif accommodant une cartouche (2,3) ou une cartouche (2.1, 3.1) au moins une
rayure d'aération (14) est fraisée.