[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verpackung von Produkten, insbesondere Zigaretten,
in einer Fertigungs- und/oder Verpackungsanlage, in der mindestens einer Fertigungseinheit
der Anlage Verpackungseinheiten einer niedrigeren Verpackungsstufe zugeführt werden,
die die Fertigungseinheit derart in zugeordnete Verpackungseinheiten höherer Stufen
verpackt, dass die Verpackungseinheiten der höheren Verpackungsstufe jeweils ein oder
mehrere Verpackungseinheiten der niedrigeren Verpackungsstufe umfassen.
[0002] Die Möglichkeit der umfassenden Rückverfolgbarkeit von Produkten (Track and Trace)
wird in der Zigarettenindustrie immer wichtiger. Zukünftig wird es beispielsweise
möglicherweise gesetzlich vorgeschrieben werden, bei einer im Handel erhältlichen,
bestimmten Zigarettenpackung nachweisen zu können, auf welchen Maschinen, zu welchen
Zeiten, mit welchen Materialien etc. diese Zigarettenpackung hergestellt wurde.
[0003] Zudem wird es gegebenenfalls notwendig werden, angeben zu können, in welche spezifischen
Verpackungseinheiten höherer Verpackungsstufe diese Zigarettenpackung bei Verlassen
der Herstellungsstätte verpackt wurde. So ist denkbar, nachweisen zu müssen, in welche
Zigarettenstange (Gebindepackung) und/oder in welchen Karton die Packung verpackt
wurde und/oder auf welcher Palette sie ausgeliefert wurde. Mit dem Begriff "Verpacken"
ist im Rahmen der vorliegenden Anmeldung jede Zuordnung einer Verpackungseinheit niedrigerer
Stufe zu einer Verpackungseinheit höherer Stufe gemeint. In diesem Sinne können beispielsweise
Verpackungseinheiten "Kartons" in eine Verpackungseinheit "Palette" verpackt werden,
auf die die Kartons gestellt werden. Die Verpackungseinheit höherer Stufe muss die
Verpackungseinheit niedrigerer Stufe daher räumlich nicht zwingend umgeben, auch nicht
teilweise.
[0004] Um das vorgenannte Ziel zu erreichen, schlägt die
EP 1 459 988 A1 vor, auf die Verpackungen der Verpackungseinheiten der einzelnen Verpackungsstufen
Codierungen aufzubringen, die jeweils Informationen über den in den Verpackungseinheiten
enthaltenen Inhalt tragen. Dabei tragen diese Codierungen jeweils Informationen über
die in den Verpackungseinheiten enthaltenen, kleineren Verpackungseinheiten.
[0005] Die Codierungen der Verpackungseinheiten niedrigerer Stufe werden im Fertigungsprozess
zu diesem Zweck ausgelesen, bevor die Verpackungseinheiten derjenigen Fertigungseinheit
zugeführt werden, die diese Verpackungseinheit niedrigerer Stufe in die ihr zugeordnete
Verpackungseinheit höherer Stufe verpackt, Die ausgelesenen Codierungen gehen demnach
als Information in die Erzeugung von Codierungen ein, die dann auf die Verpackungseinheiten
höherer Stufe aufgebracht werden. Hierdurch wird eine Zuordnung zwischen den Verpackungseinheiten
verschiedener Stufen geschaffen.
[0006] Nachteilig ist hierbei unter anderem, dass bei den hohen Prozessgeschwindigkeiten
in der Verpackungsindustrie das Auslesen der Codierungen und insbesondere die Analyse
bzw. die Verarbeitung der ausgelesenen Codierungen zu den auf die Verpackungseinheiten
höherer Stufen aufzubringenden Codierungen nur sehr schwierig umzusetzen ist. Zudem
müssen die Codierungen auf den Verpackungseinheiten höherer Stufe, die die Informationen
über die Verpackungseinheiten niedrigerer Stufe tragen, zwingend im laufenden Fertigungsprozess
auf die Verpackungseinheiten aufgebracht werden. Eine Vorfertigung von beispielsweise
Stangenzuschnitten mit bereits aufgebrachter Codierung ist nicht möglich.
[0007] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Verpackung von Produkten
der eingangs genannten Art anzugeben, mit dem in möglichst einfacher und effizienter
Weise eine Nachverfolgung von in verschiedenen Verpackungsstufen verpackten Produkten
möglich ist. Es ist des Weiteren Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Fertigungs-
und Verpackungsanlage anzugeben, die nach einem solchen Verfahren arbeitet.
[0008] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 sowie eine Fertigungs anlage mit den Merkmalen des Anspruchs 18.
[0009] Danach ist das Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gekennzeichnet, dass
eine Kamera Bilder der Verpackungen der der jeweiligen Fertigungseinheit zuzuführenden
oder bereits zugeführten Verpackungseinheiten niedrigerer Stufe aufnimmt sowie eine
(in der Regel zusätzliche, allerdings ggf. dieselbe) Kamera Bilder der Verpackungen
derjenigen Verpackungseinheiten höherer Stufe, die den Verpackungseinheiten niedrigerer
Stufe jeweils zugeordnet sind, d.h., von denen die Verpackungseinheiten niedrigerer
Stufe jeweils umfasst sind. Die aufgenommenen Bilder der Verpackungen der jeweils
einander zugeordneten Verpackungseinheiten werden zudem jeweils einer gemeinsamen
Kennung zugeordnet. Vorzugsweise werden die aufgenommenen Bilder dann in einem Datenspeicher,
etwa einer Festplatte einer Computereinrichtung, zusammen mit der gemeinsamen Kennung
abgespeichert.
[0010] Erfindungsgemäß werden daher zwischen den einzelnen Verpackungseinheiten verschiedener
Stufen durch die gemeinsame Kennung Zuordnungen geschaffen, ohne dass sich diese Zuordnungen
- wie dies im Stand der Technik notwendig ist - zwingend aus auf den Verpackungseinheiten
angeordneten Codierungen der nächst höheren Verpackungsstufe ergeben müssen. Weder
ist ein Auslesen der Codierungen zwingend notwendig. Noch müssen die Codierungen -wie
im Stand der Technik- im Fertigungsprozess zwingend analysiert und zur Erzeugung anderer
Codierungen verwendet werden. Das erfindungsgemäße Konzept der bildlichen Erfassung
der Verpackungseinheiten unterschiedlicher Stufe und der Verknüpfung der Bilder ist
auch bei höchsten Fertigungsgeschwindigkeiten umsetzbar und erfordert nur vergleichsweise
geringe Rechenleistungen.
[0011] Neben dieser Möglichkeit, die Zuordnungen der einzelnen Verpackungseinheiten unterschiedlicher
Verpackungsstufen mit vergleichsweise geringer Rechenleistung zu erreichen, ist ein
weiterer Vorteil der Erfindung, dass die aufgenommenen Bilder der Verpackungseinheiten
im Fertigungsprozess eine zu Nachweiszwecken optimale Dokumentationsgrundlage bilden.
[0012] Um die jeweilige Verpackungseinheit auf dem jeweils aufgenommen Bild später identifizieren
zu können, ist auf jeder Verpackung der jeweiligen Verpackungseinheit zweckmäßigerweise
eine Codierung aufgebracht, die die Identifikation der spezifischen Verpackungseinheit
ermöglicht. Diese Codierung ist bevorzugt eindeutig. Der Begriff "eindeutig" bezieht
sich in diesem Zusammenhang auf die Fertigung mindestens einer Charge der betreffenden
Verpackungseinheit. Mindestens in dieser Charge, vorzugweise über viele Chargen, soll
die Codierung nur einmal verwendet werden.
[0013] Die Codierung kann grundsätzlich neben einem geeigneten Merkmal, das eine solche
Identifikation der betreffenden Verpackungseinheit ermöglicht, noch weitere Informationen
tragen, wie etwa Informationen über den Hersteller der jeweiligen Verpackungseinheit,
über die Fertigungseinheit, die die Verpackungseinheit gefertigt hat, über das Fertigungsdatum
bzw. die Fertigungszeit und vieles mehr. Die Bilder der Verpackungen werden dann derart
aufgenommen, dass diese auf den Verpackungen befindlichen Codierungen jeweils auf
den Bildern erkennbar sind.
[0014] Was die Auswertung der abgespeicherten Bilder betrifft, so werden diese zweckmäßigerweise
mittels eines geeigneten Verfahrens analysiert. Beispielsweise können die Codierungen
der Verpackungseinheiten aus den aufgenommen Bildern ausgelesen werden, indem eine
geeignete Bilderkennungssoftware die jeweilige Codierung automatisch aus den Bildern
extrahiert und in eine verwertbare Datenform umwandelt, etwa mittels eines geeigneten
OCR-Programms. Diese Analyse muss vorteilhaferweise nicht im Fertigungsprozess erfolgen,
sondern kann nachgelagert bei Bedarf vorgenommen werden.
[0015] Die aufgenommen Bilder der Verpackungseinheiten können in einer Ausführungsform der
Erfindung unbearbeitet in dem Datenspeicher abgelegt bzw. archiviert werden. Wenn
dann zu einem späteren Zeitpunkt beispielsweise die Rückverfolgung einer spezifischen
Verpackungseinheit einer höheren Stufe notwendig ist, kann das entsprechende Bild
dieser Verpackungseinheit aus dem Datenspeicher abgerufen und ggf. analysiert werden.
Die dem Bild zugeordnete, gemeinsame Kennung ermöglicht es dann jedenfalls, die eine
oder die Mehrzahl der der gemeinsamen Kennung zugeordneten Verpackungseinheiten niedrigerer
Stufe zu bestimmen bzw. aus dem Datenspeicher abzurufen.
[0016] Wenn die Fertigungsanlage über mehr als zwei Verpackungsstufen und somit mehr als
zwei Fertigungseinheiten verfügt, können beispielsweise die Bilder der ersten Verpackungsstufe
mit den Bildern der zweiten Verpackungsstufe über eine erste Kennung verknüpft sein,
die Bilder der zweiten Verpackungsstufe mit den Bildern der dritten Verpackungsstufe
über eine zweite Kennung, die Bilder der dritten Verpackungsstufe mit den Bildern
der vierten Verpackungsstufe über eine dritte Kennung usw. Es kann jede Fertigungseinheit
als gemeinsame Kennung eine lokale, maschineninteme Kennung verwenden, vorzugsweise
eine Zählnummer. Diese wird bevorzugt unmittelbar von der Fertigungseinheit bzw. der
Steuervorrichtung derselben erzeugt. Die jeweiligen Kennungen der jeweiligen Fertigungseinheiten
müssen dabei nicht übereinstimmen oder in sonstiger Weise miteinander verknüpft sein.
Unter Verwendung der mit auf den Verpackungen der einzelnen Verpackungsstufen enthaltenen
Codierungen, mit denen mindestens eine eindeutige Identifizierung der jeweiligen Verpackungseinheit
möglich ist, können die einzelnen Verpackungseinheiten dann dennoch über die verschiedenen
Verpackungsstufen durch geeignete Analyse der gespeicherten Bilder lückenlos rückverfolgt
werden.
[0017] Diese Ausführungsform mit über die Verpackungsstufen unverknüpften Kennungen hat
den Vorteil, dass die jeweiligen Kennungen bzw. von diesen abgeleitete Informationen
nicht von der einen Fertigungseinheit zur nächsten weitergegeben werden müssen. Diese
Ausführungsform ermöglicht besonders hohe Fertigungsgeschwindigkeiten.
[0018] Denkbar ist alternativ allerdings auch, dass über sämtliche Verpackungsstufen jeweils
ein und dieselbe gemeinsame Kennung bzw. allgemein miteinander verknüpfte Kennungen
verwendet werden. Dann wären entsprechend auch die Bilder der Verpackungseinheiten
sämtlicher Verpackungsstufen unmittelbar miteinander verknüpft. Um die Kennungen miteinander
verknüpfen zu können, könnten beispielsweise die Bilder der Verpackungseinheiten der
jeweils niedrigeren Verpackungsstufe unmittelbar im Prozess analysiert und aus ihnen
die jeweiligen Codierungen der Verpackungseinheiten ausgelesen werden, bevor bzw.
wenn diese in die Verpackungseinheiten höherer Stufe verpackt werden. Anhand der die
jeweilige Verpackungseinheit eindeutig identifizierenden Codierungen kann dann die
entsprechende Kennung bestimmt werden, die in der vorherigen Verpackungsstufe dieser
Codierung zugeordnet wurde. Die so bestimmte Kennung oder eine davon abgeleitete Kennung
kann dann auch für die aktuelle Verpackungsstufe verwendet werden.
[0019] Was die aufgenommenen Bilder der Verpackungseinheiten niedrigerer Stufe betrifft,
so kann pro Verpackungseinheit ein einzelnes Bild aufgenommen werden. In der Regel
werden allerdings die Verpackungen mehrerer, d. h. einer Gruppe von Verpackungseinheiten
gemeinsam in einem Bild aufgenommen werden. Dies bietet sich insbesondere dann an,
wenn die Verpackungseinheiten, insbesondere Zigarettenpackungen, in der Fertigungseinheit
bzw. in Förderprozessen zwischen den Fertigungseinheiten ohnehin gruppiert angeordnet
sind. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn -üblicherweise zehn-Zigarettenpackungen
zu einer Gebindepackung, im Folgenden kurz als Stange bezeichnet, gruppiert werden.
Ein solches Bild der Zigarettenpackungsgruppe kann etwa aufgenommen werden, wenn sich
die Packungsgruppe in der Tasche eines Revolvers des die Stange herstellenden Stangenpackers
angeordnet ist.
[0020] Vorzugsweise werden die Bilder der Verpackungen der Verpackungseinheiten niedrigerer
Stufe aufgenommen, bevor oder während sich diese Verpackungseinheiten in der Fertigungseinheit
befinden, die diese Verpackungseinheiten in die Verpackungseinheiten höherer Stufe
verpackt.
[0021] Was die Bilder der Verpackung der Verpackungseinheiten höherer Stufe betrifft, so
werden diese vorzugsweise ebenfalls aufgenommen, während sich die jeweils zugeordnete
Verpackungseinheit bzw. die jeweils zugeordnete Verpackungseinheitsgruppe niedrigerer
Stufe in der vorgenannten Fertigungseinheit befindet.
[0022] Beispielsweise kann in dem Stangenpacker eine Gruppe von Zigarettenpackungen bereits
teilweise in die Verpackung der Stange, nämlich in den entsprechend gefalteten Stangenzuschnitt,
eingehüllt sein, wobei die mit den Codierungen versehenen Packungsseiten der Zigarettenpackungen
noch zugänglich sind, d. h. noch nicht von dem entsprechenden Abschnitt des Stangenzuschnitts
überdeckt sind. In diesem Fall kann eine dem Stangenpacker zugeordnete Kamera diese
Packungsseiten, beispielsweise deren Unterseiten, der Zigarettenpackungen erfassen
bzw. ein entsprechendes Bild aufnehmen und dieselbe Kamera oder ggf. eine andere Kamera
kann ein Bild der Verpackung der Stange aufnehmen, also den Stangenzuschnitt mit der
daran angeordneten Stangen-Codierung.
[0023] Alternativ ist aber auch denkbar, dass die Aufnahme des Bildes der Verpackung der
Verpackungseinheit höherer Stufe erfolgt, nachdem die Verpackungseinheit höherer Stufe
fertiggestellt ist, also vorzugsweise nachdem die Verpackungseinheit höherer Stufe
mit der ihr zugeordneten Verpackungseinheit/Verpackungseinheitsgruppe niedrigerer
Stufe die Fertigungseinheit bereits verlassen hat. Um hierbei die Zuordnung der gemeinsamen
Kennung, sowohl zu dem Bild der Verpackungseinheit bzw. Verpackungseinheitsgruppe
niedrigerer Stufe, als auch zu dem Bild der zugeordneten Verpackungseinheit höherer
Stufe zu ermöglichen, wird die Verpackungseinheit bzw. die Verpackungseinheitsgruppe
niedrigerer Stufe während der Verpackung in der Fertigungseinheit weiterverfolgt,
bis das Bild der Verpackungseinheit höherer Stufe aufgenommen wird. Die Weiterverfolgung
kann beispielsweise mittels eines Schiebregisters erfolgen, das einzelnen Förderelementen,
insbesondere Fördertaschen oder dergleichen, eines Förderers zugeordnet ist, denen
die Verpackungseinheit- bzw. - Verpackungseinheitsgruppe niedrigerer Stufe während
des Fertigungsvorgangs und ggf. während nachfolgender Fördervorgänge zugeordnet ist.
[0024] Was die jeweilige gemeinsame Kennung betrifft, so wird diese in einer besonderen
Ausführungsform der Erfindung unmittelbar vor, während oder unmittelbar nach der Aufnahme
der Bilder der Verpackungen der Verpackungseinheiten jeweils in das jeweilige, aktuelle
Kamerabild eingeblendet, sodass sie unmittelbar in das aufgenommene Bild integriert
ist, oder sie wird nachträglich mittels geeigneter Software in das bereits aufgenommene
Bild eingefügt. Die jeweils aufgenommenen bzw. erzeugten Bilder können dann zusammen
mit der eingeblendeten bzw. eingefügten Kennung in dem Datenspeicher abgespeichert
werden. Denkbar ist aber auch, die Kennung mit den jeweiligen Bildern in üblicher
Datenbanktechnik zu verknüpfen. Dann würde die Kennung in einer Datenbank in ein Feld
geschrieben werden, das mit dem oder den der Kennung zugeordneten bzw. zuzuordnenden
Bildern verknüpft ist.
[0025] Was die Codierungen auf den Verpackungen betrifft, so können diese bereits auf den
vorproduzierten Zuschnitten angeordnet sein oder alternativ während des Fertigungsprozesses
mittels geeigneten Druckwerks auf die jeweilige Verpackung aufgebracht werden.
[0026] In weiterer Ausbildung der Erfindung können zudem Bilder von aus dem Fertigungsprozess
der Fertigungs- und/oder Verpackungsanlage als Schlechtverpackungseinheiten auszuschleusenden
Verpackungseinheiten aufgenommen werden. Schlechtverpackungseinheiten sind Einheiten,
die -aus welchen Gründen auch immer, in der Regel wegen mangelnder Qualität- aus dem
eigentlichen Fertigungsprozess ausgeschleust werden. Die Aufnahme der Bilder der Schlechtverpackungseinheiten
erfolgt dabei zweckmäßigerweise ebenfalls derart, dass die auf den Verpackungen der
Verpackungseinheiten befindlichen Codierungen auf den jeweils aufgenommenen Bildern
erkennbar sind. Die aufgenommenen Bilder der auszuschleusenden Schlechtverpackungseinheiten
werden dann vorzugsweise ebenfalls in dem Datenspeicher zur Dokumentation hinterlegt.
[0027] Alternativ können die Codierungen auf den Schlechtverpackungseinheiten mittels geeigneten
Erfassungsorganen, insbesondere ebenfalls Kameras, auch direkt ausgelesen und gegebenenfalls
in dem Datenspeicher abgelegt werden.
[0028] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung liefert ein einer Schutzhaube
zugeordneter Haubensensor ein Signal, sobald die von dem Sensor überwachte Schutzhaube
der Fertigungseinheit geöffnet wird. Bei Auftreten des Haubensignals wird eine das
Auftreten des Haubensignals repräsentierende Information mindestens einem derjenigen
Bilder von Verpackungen zugeordnet, die zum Zeitpunkt des Signals aufgenommen werden.
Bevorzugt wird allerdings mindestens sämtlichen zu diesem Zeitpunkt in der Fertigungseinheit
befindlichen Verpackungseinheiten jeweils eine solche Information zugewiesen. Hintergrund
dieser Maßnahme ist, dass bei geöffneter Haube in der Fertigungseinheit befindliche
Verpackungseinheiten, beispielsweise manipulativ, durch externe Verpackungseinheiten
ersetzt werden könnten. Die Zuordnung der vorgenannten Information zu diesen Verpackungseinheiten
kennzeichnet diese als potentiell unsicher.
[0029] Was die Zuordnung betrifft, so kann die das Auftreten des Haubensignals repräsentierende
Information beispielsweise zusammen mit dem ihr zugeordneten Bild in einem bzw. in
dem vorgenannten Datenspeicher abgespeichert werden.
[0030] Höchste Sicherheit gegen das vorgenannte, manipulative Austauschen von Verpackungseinheiten
wird dann erreicht, wenn bei Auftreten des Haubensignals mindestens sämtliche der
zum Zeitpunkt der Öffnung der Haube in der Fertigungseinheit befindlichen Verpackungseinheiten
automatisch als Schlechtpackungen ausgeschleust werden.
[0031] Um einen weiteren Schutz vor Manipulationen zu ermöglichen, können während des Fertigungsprozesses
die die Verpackungseinheiten identifizierenden Codierungen der Verpackungseinheiten
ausgelesen und mit in einem Speicher hinterlegten Vorgabewerten, beispielsweise Sollcodierungen,
verglichen werden. Der Auslesevorgang der Codierungen kann durch direktes Auslesen
derselben im Fertigungsprozess mittels geeigneter Ausleseorgane erfolgen. Alternativ
können die Codierungen in der oben dargestellten Weise aus den entsprechenden, mit
einer Kamera aufgenommenen, in dem Datenspeicher hinterlegten Bildern der Verpackungen
der Verpackungseinheiten ausgelesen werden.
[0032] Abhängig von dem vorgenannten Vergleich der Codierungen mit den Vorgabewerten können
die Verpackungseinheiten anschließend gegebenenfalls aus dem Fertigungsprozess ausgeschleust
werden.
[0033] So können die ausgelesenen Codierungen beispielsweise verglichen werden mit einer
Menge von in dem Speicher interlegten Sollcodierungen. Für den Fall, dass die jeweils
ausgelesene Codierung nicht in der hinterlegten Menge an Codierungen enthalten ist,
kann die der ausgelesenen Codierung zugeordnete Verpackungseinheit aus dem Fertigungsprozess
ausgeschleust werden.
[0034] Der Vergleich mit Vorgabewerten kann auch darin bestehen, anhand der Vorgabewerte
die Struktur der ausgelesenen Codierungen zu prüfen. Wenn die Struktur nicht zu einer
vorgegeben Struktur passt, sind die Verpackungseinheiten als "fremd" erkannt.
[0035] Durch die obigen Maßnahmen können demnach fremde Verpackungseinheiten, die manipulativ
ausgetauscht wurden und die eine unbekannte bzw. fremde Codierung aufweisen, erkannt
und gegebenenfalls ausgeschleust werden.
[0036] Weitere Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den beigefügten Unteransprüchen,
aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung
sowie aus den beigefügten Zeichnungen. Darin zeigt:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf eine Fertigungs- und Verpackungsanlage zur Herstellung von Zigaretten,
die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren arbeitet,
- Fig. 2
- die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens anhand einer der in Fig. 1 gezeigten
Fertigungseinheiten der Fertigungs- und Verpackungsanlage, nämlich anhand eines Stangenpackers,
- Fig. 3a
- ein Bild einer Gruppe von Zigarettenpackungen in einem Stangenzuschnitt, und
- Fig. 3b
- ein Bild der Zigarettenpackungen aus Fig. 3a mit fertig gestellter Stangenpackung.
[0037] Das in den Zeichnungen gezeigte Ausführungsbeispiel betrifft eine Fertigungs- und
Verpackungsanlage zur Herstellung und Verpackung von Zigaretten, nämlich eine sogenannte
Linie.
[0038] Die Anlage umfasst mehrere Fertigungseinheiten, nämlich beispielsweise eine Zigarettenherstellmaschine
10 - Maker -, eine sich an diesen anschließende Verpackungsmaschine 11 - Packer -,
eine Folieneinschlagmaschine 12 - Cello -, eine Verpackungsmaschine 13 zum Herstellen
von Gebinden bzw. Stangen 14 aus mehreren Zigarettenpackungen 15 - Stangenpacker -,
einen Kartonierer 16, der die Packungsgebinde 14 in Versandkartons 17 verpackt sowie
einen Palettierroboter 18, der die Kartons 17 gruppenweise auf Paletten 19 stellt.
[0039] Die einzelnen Fertigungseinheiten 10, 11, 12, 13, 16, 18 sind durch geeignete Fördereinrichtungen,
wie etwa Förderbänder, Förderketten und dergleichen in an sich bekannter Weise miteinander
verbunden, sodass die Fertigung nach dem Prinzip der Reihenfertigung ausgestaltet
ist. Die Fertigungseinheiten 10, 11, 12, 13, 16, 18 sind demnach in Richtung des Produktions-
bzw. Fertigungsflusses nacheinander angeordnet.
[0040] Die Fertigungs- und Verpackungsanlage verpackt die von dem Maker 10 produzierten
Zigaretten in mehreren Verpackungsstufen. Verpackungseinheiten, die bezogen auf den
Fertigungsfluss in einer niedrigeren Verpackungsstufe gefertigt werden, werden von
der nachfolgenden Fertigungseinheit jeweils in Verpackungseinheiten höherer Verpackungsstufen
verpackt.
[0041] So werden beispielsweise die von dem Maker 10 produzierten Verpackungseinheiten "Zigaretten"
in dem Packer 11 in die Verpackungseinheit nächsthöherer Verpackungsstufe verpackt,
nämlich in die Verpackungseinheit "Zigarettenpackung". Dabei werden bekanntermaßen
mehrere Zigaretten gruppenweise in jeweils eine Zigarettenpackung 15 integriert.
[0042] Die im Produktionsablauf nächsthöhere Verpackungsstufe wird durch die Folieneinschlagmaschine
12 repräsentiert, in der die einzelnen Zigarettenpackungen 15 in jeweils eine Folienumhüllung
gewickelt werden. Bezogen auf die Zigarettenpackungen 15 ohne Folienumhüllung bilden
die umhüllten Packungen 15 Verpackungseinheiten höherer Stufe.
[0043] Die so eingehüllten Zigarettenpackungen 15 werden nachfolgend dann als Verpackungseinheiten
niedrigerer Stufe dem Stangenpacker 13 zugeführt. In diesem Stangenpacker 13 werden
üblicherweise jeweils zehn der Zigarettenpackungen 15 in die im Vergleich zu den eingehüllten
Zigarettenpackungen 15 höherer Verpackungseinheit, nämlich die Stange 14, verpackt.
[0044] Die Stangen 14 werden dann wiederum als Verpackungseinheiten niedrigerer Stufe dem
Kartonierer 16 zugeführt, der eine bestimmte Anzahl von Stangen 14 gruppenweise in
die Verpackungseinheit nächsthöherer Stufe integriert, nämlich in die einzelnen Kartons
17.
[0045] Die einzelnen Kartons 17 werden schließlich dem Palettierroboter 18 zugeleitet, der
die fertigen Kartons gruppenweise auf Paletten 19 als Verpackungseinheiten nächsthöherer
Stufe stellt.
[0046] Grundsätzlich gilt, dass die Verpackungseinheit nächsthöherer Stufe ein oder mehrere
Verpackungseinheiten der nächstniedrigeren Verpackungsstufe umfassen. Die Begriffe
"Verpackungseinheit niedrigerer Stufe" bzw. "Verpackungseinheit höherer Stufe" sind
dabei keine Beschreibungen absoluter Verpackungsstufen, sondern ausschließlich Beschreibungen
relativer Natur. Grundsätzlich ist dabei auch denkbar, bereits die Verpackungseinheit
"Zigarette" als eine Verpackungsstufe zu betrachten, in der der Tabak in die Verpackungseinheit
"Zigarette" integriert wird.
[0047] Erfindungsgemäß sind einzelnen der vorgenannten Fertigungseinheiten 10, 11, 12, 13,
16, 18 der Fertigungs- und Verpackungsanlage Kameras 20a-20n zugeordnet.
[0048] Diese werden zum Teil benötigt, um ein Steuerungsverfahren umzusetzen, das bei Bedarf
eine Rückverfolgbarkeit einzelner Verpackungseinheiten ermöglicht. So ist beispielweise
denkbar, dass ein Hersteller 38 von Zigaretten in der Zukunft nachweisen können muss,
in welche Zigarettenstange (Gebindepackung) 14 und in welchen Karton 17 eine bestimmte
Packung 15 im Fertigungsprozess verpackt wurde und/oder auf welcher Palette 19 sie
-zusammen mit der Stange 14 bzw. dem Karton 17, in die sie verpackt war- ausgeliefert
wurde.
[0049] Die der Verpackungsmaschine 11 zugeordnete Kamera 20a erfasst vorgefertigte Zuschnitte
21 für die in der Verpackungsmaschine 11 gefertigten Zigarettenpackungen 15. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel sind die Zigarettenpackungen 15 Klappschachteln. Die Zuschnitte
21 verfügen jeweils über mindestens eine Codierung 46. Die Kamera 20a ist derart angeordnet,
dass die von den Zuschnitten 21 mit der Kamera 20a jeweils angefertigten Aufnahmen
jeweils auch die Codierung 46 zeigen. Die vorgefertigten Zuschnitte 21 können bereits
im Rahmen der Vorfertigung mit den Codierungen 46 versehen werden. Alternativ ist
auch denkbar, die Codierungen 46 mittels eines Druckwerks 22a erst im Fertigungsprozess
aufzubringen.
[0050] Die weitere der Verpackungsmaschine 11 zugeordnete Kamera 20b erzeugt Aufnahmen einzelner,
bereits in der Verpackungsmaschine 11 teilweise oder endgefertigter Zigarettenpackungen
15, die als Schlechtpackungen, beispielsweise weil sie vorgegebenen Qualitätssollwerten
nicht entsprechen, aus dem Verpackungsprozess der Verpackungsmaschine 11 ausgeschleust
werden. Die Kamera 20b ist dabei entlang einer Abförderstrecke angeordnet, entlang
der die Schlechtpackungen aus der Verpackungsmaschine 11 ausgeschleust werden. Vorliegend
werden die Schlechtpackungen über den Abförder einem Schredder 23a zur Vernichtung
zugeführt.
[0051] Die Kamera 20c ist bezogen auf den Produktionsfluss unmittelbar vor der Folieneinschlagmaschine
12 angeordnet. Sie erfasst die dort einlaufenden, von der Verpackungsmaschine 11 gefertigten
Zigarettenpackungen 15.
[0052] Die Kamera 20e ist in Prozessrichtung nach der Folieneinschlagmaschine 12 angeordnet,
allerdings vor dem nachfolgenden Stangenpacker 13. Sie erfasst die von der Folieneinschlagmaschine
12 gefertigten Zigarettenpackungen 15, die in Richtung des Stangenpackers 13 gefördert
werden.
[0053] Für Packungen 15, die die Folieneinschlagmaschine 12 als Schlechtpackungen ausschleust,
ist die Kamera 20d entlang einer entsprechenden Abförderstrecke der Packungen 15 angeordnet
und kann Bilder, der einem Schredder 23b über die Abförderstrecke zugeführten Schlechtpackungen,
erzeugen.
[0054] Dem Stangenpacker 13 sind neben der Kamera 20e die drei weiteren Kameras 20f, g und
h zugeordnet. In später anhand Fig. 2 noch näher beschriebener Weise erzeugen die
Kameras 20g und 20f Bilder der Zigarettenpackungen 15 sowie der teilweise fertigen
Stange 14. Entlang einer Abförderstrecke für Schlechtstangen ist die Kamera 20h angeordnet,
um ausgeschleuste Stangen 14 zu erfassen, bevor diese einem Schredder 23c zugeführt
werden.
[0055] Dem Kartonpacker 16 sind drei Kameras 20i, 20j, 20k zugeordnet. Die Kamera 20i erfasst
die Stangen 14 während des Einschubs in den Kartonpacker 16. Die Kamera 20j erfasst
die fertigen Kartons 17 beim Verlassen des Kartonierers 16. Die Kamera 20k ist entlang
einer entsprechenden Abförderstrecke zur Erfassung derjenigen Kartons angeordnet,
die als Schlechtkartons ausgeschleust werden. Dem Palettierroboter 18 ist die Kamera
201 zugeordnet, die die einzelnen Paletten 19 erfasst, auf denen die einzelnen Kartons
17 gruppenweise angeordnet werden.
[0056] Sämtliche der Kameras 20a-20l sind derart ausgerichtet, dass sie jeweils die auf
den erfassten einzelnen Verpackungseinheiten und/oder Zuschnitten aufgebrachte, die
Verpackungseinheiten/die Zuschnitte identifizierende Codierungen erfassen können.
[0057] Die Kameras sind Teil eines Gesamtsystems, das es -wie bereits erwähnterlaubt, die
einzelnen Verpackungseinheiten unterschiedlicher Verpackungsstufen bei Bedarf rückzuverfolgen.
[0058] Der Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens bzw. des erfindungsgemäßen Systems wird
anhand des in Fig. 2 detaillierter dargestellten Stangenpackers 13 näher erläutert.
[0059] Der Stangenpacker 13 entspricht im Wesentlichen der Vorrichtung gemäß der
DE 100 00 798 A1. Danach umfasst der Stangenpacker 13 zwei Faltaggregate, nämlich einen ersten Faltrevolver
25 und einen zweiten Faltrevolver 26. Diese sind jeweils mit Taschen 27, 28 versehen
zur Aufnahme von Packungsgruppen 43 aus zwei übereinander angeordneten Reihen von
jeweils in der Regel fünf Zigarettenpackungen 15. Der Fertigungsprozess wird im Bereich
des oberen, um eine horizontale Achse drehenden Faltrevolvers 25 eingeleitet.
[0060] In einer Einschubstation 34 wird auf einer horizontalen Platte 29 der Packungsinhalt,
nämlich die Packungsgruppe 43, bereitgehalten und durch einen Schieber 30 von der
Plattform 29 ab und in die bereitgehaltene Tasche 27 eingeschoben. Quer zur Einschubrichtung
wird jeweils ein Stangenzuschnitt 24 zur Bildung der Verpackung bzw. Außenumhüllung
der Stange 14 bereitgehalten. Der Stangenzuschnitt 24 wird in üblicher Weise durch
die Packungsgruppe 43 aus Packungen 15 erfasst und unter U-förmiger Faltung mit in
die Tasche 27 eingeschoben. Der Einschubvorgang wird durch einen aus oberen und unteren
Formstücken gebildetes Mundstück 32 erleichtert.
[0061] In der in Fig. 2 gezeigten Stellung der Packungsgruppe 43 innerhalb der Tasche 27
liegen die nach radial außen zeigenden Seitenflächen der einzelnen Packungen 15 frei,
d. h. sie sind nicht von Taschenwänden der Tasche 27 bzw. von dem Stangenzuschnitt
24 überdeckt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind dies die Unterseiten der Packungen
15.
[0062] Auf diesen Unterseiten ist jeweils eine Codierung 39 angeordnet. Die Codierungen
39 wurden zuvor im Fertigungsprozess von einem zwischen Verpackungsmaschine 11 und
Folieneinschlagmaschine 12 angeordneten Druckwerk 22b aufgebracht. Sie erlauben insbesondere
die eindeutige Identifikation der jeweiligen Zigarettenpackung 15. Daneben kann die
Codierung noch Informationen über das Herstellungsdatum und die Herstellungszeit der
Zigarettenpackungen 15 enthalten, über die Maschine, mit der die Packungen 15 gefertigt
wurden und vieles mehr.
[0063] Der Stangenzuschnitt 24 überdeckt die Oberseite, die Unterseite und die nach radial
innen zeigende Seite der Packungsgruppe 43. Die dem Stangenpacker 13 zugeordnete Kamera
20g ist derart ausgebildet und positioniert, dass sie in der gezeigten Stellung der
Packungsgruppe 43 die nach außen zeigenden Seiten sämtlicher Packungen 15 der Packungsgruppe
43 gemeinsam mit den auf diesen angeordneten Codierungen 39 in einem Bild 41 erfassen
kann.
[0064] Zudem erfasst in dieser Position gemäß einer Variante der Erfindung die weitere,
dem Stangenpacker 13 zugeordnete Kamera 20f die nach oben zeigende Seite des Stangenzuschnitts
24. Die Erfassung erfolgt in einem Bereich des Stangenzuschnitts 24, in dem eine die
jeweilige Stange 14 identifizierende Codierung 40 angeordnet ist. Diese Codierung
40 ist auf den vorgefertigten Stangenzuschnitten 24 bereits aufgedruckt.
[0065] Im weiteren Fertigungsverlauf wird in an sich bekannter Weise die Packungsgruppe
43 in der Tasche 27 durch Drehung des Faltrevolvers 25 um einen Takt gedreht. In dem
Faltrevolver 25 finden diverse, an sich bekannte Faltvorgänge statt, auf die hier
nicht näher eingegangen wird. Anschließend wird der Stangeninhalt, also die Packungsgruppe
43, zusammen mit dem teilweise oder bereits endgefalteten Stangenzuschnitt 24 dem
zweiten Faltrevolver 26 übergeben. Dieser transportiert die Stange 14 schließlich
zu einer Abförderstation 33. Anschließend werden die einzelnen Stangen 14 entlang
einer Förderstrecke in Richtung des Kartonpackers 16 weitergefördert.
[0066] Die von der Kamera 20g aufgenommenen Bilder 41 der Packungsgruppe 43 aus Packungen
15 sind in Fig. 3a gezeigt. Die von der Kamera 20f aufgenommenen Bilder 42 des Stangenzuschnitts
24 sind in Fig. 3b dargestellt.
[0067] Entsprechende Bilderpaare 41, 42 werden von jeder während des Fertigungsprozesses
in der Einschubstation 34 in die jeweilige Tasche 27 eingeschobenen Packungsgruppe
43 bzw. jedem zugeordneten Stangenzuschnitt 24 aufgenommen. Bei der Aufnahme jedes
Bildes 41, 42 wird sowohl in das von der Kamera 20g erzeugte Bild 41 der Packungsgruppe
43 als auch in das Bild 42 von dem die Packungsgruppe 43 einhüllenden Stangenzuschnitt
24 jeweils eine von dem Stangenpacker 13 vergebene, eindeutige Kennung 35 eingeblendet.
Im vorliegenden Fall ist dies eine Zählnummer.
[0068] Die Kennung 35 ist bei beiden Bildern 41, 42 dieselbe, es handelt sich demnach um
eine bezogen auf die beiden Bilder gemeinsame Kennung 35. Die Kennung 35 wird dabei
maschinenintem von dem Stangenpacker 13 erzeugt bzw. von der Steuerung 36 des Stangenpackers
13.
[0069] Die im darauffolgenden Maschinentakt des Stangenpackers 13 in der Einschubstation
34 in die entsprechende Tasche 27 des Faltrevolvers 25 eingeschobene, als nächstes
zu verpackende Packungsgruppe 43, sowie der entsprechende nächste Stangenzuschnitt
24, in die die nächste Packungsgruppe 43 eingehüllt wird, erhält erfindungsgemäß eine
Kennung 35, die sich von der vorherigen bzw. von sämtlichen vorhergehenden Kennungen
35 unterscheidet. Mithin wird in die beiden Bilder 41, 42 der nächsten Packungsgruppe
43 bzw. des nächsten, der Packungsgruppe 43 zugeordneten Stangenzuschnitts 24 jeweils
eine andere gemeinsame Kennung 35 eingeblendet.
[0070] In einfachster Umsetzung der Erfindung, in der die Kennung 35 - wie vorliegend -
als Zählnummer ausgebildet ist, kann die Kennung 35 des nächsten Bilderpaares 41,
42 gegenüber der Kennung 35 des vorhergehenden Bilderpaares 41, 42 schlicht um den
Wert eins erhöht werden.
[0071] Naturgemäß kann jede Art von Kennungen verwendet werden, solange die jeweiligen Kennungen
eindeutig sind. Die Eindeutigkeit bezieht sich dabei bevorzugt mindestens auf die
Fertigung einer Charge des in dem Stangenpacker 13 bzw. gegebenenfalls des in der
Fertigungsanlage zu fertigenden Produktes.
[0072] Die Maschinensteuerung 36 des Stangenpackers 13 sorgt dafür, dass die von der Kamera
20g sowie von der Kamera 20f erzeugten Bilder einem externen PC 37 zugeleitet werden.
Dieser externe PC 37 speichert jedes Bild jeder auf die dargestellte Weise aufgenommenen
Packungsgruppe 43 bzw. jedes Stangenzuschnitts 24 in einem entsprechenden Datenspeicher
zwischen, etwa auf einer geeigneten Festplatte.
[0073] Die im Laufe des Fertigungsprozesses aufgenommenen Bilder 41, 42 können sofort oder
zu einem späteren Zeitpunkt ausgewertet werden. Beispielsweise kann der Zigarettenhersteller
38 auf die gespeicherten Daten bei Bedarf zugreifen und diese - falls gefordert -
an eine übergeordnete Behörde 44 übermitteln.
[0074] Die Bilder 41, 42 sind jeweils in der gespeicherten Form noch unausgewertet bzw.
noch nicht analysiert. Insbesondere sind die Codierungen 39, 40 noch nicht ausgelesen.
Wenn beispielsweise die Behörde 44 von dem Hersteller 38 verlangt, nachzuweisen, welche
spezifischen Zigarettenpackungen 15 in einer bestimmten Stange 42 verpackt sind, können
die in dem Speicher bzw. ggf. in einer geeigneten Datenbank hinterlegten Bilder analysiert
werden. Mittels geeigneten Bilderkennungsverfahren können aus sämtlichen aufgenommenen
Bildern 41, 42 die Codierungen 39 der Zigarettenpackungen bzw. die Codierungen 40
der Stangen 14 sowie die Kennungen 35 der jeweiligen Bilder extrahiert und ausgelesen
werden. Anhand der Kennungen 35 können dann jeweils die Packungen 15 ermittelt werden,
die im Rahmen der Fertigung in eine spezifische Stange 14 verpackt wurden. Denn den
jeweiligen Packungen 15 und der entsprechenden Stange 14 sind/ist jeweils dieselbe,
identische Kennung 35 zugeordnet.
[0075] Alternativ zu der oben beschriebenen Aufnahme des Bildes 42 der Stange 14 durch die
Kamera 20f im Bereich der Einschubstation 34 kann die Aufnahme des Bildes 42 des Stangenzuschnitts
24 bzw. der Stange 14 auch nach Fertigstellung der Stange 14 erfolgen. So kann beispielsweise
eine Kamera 20m entlang der Förderstrecke angeordnet sein, entlang der die Stangen
14 nach Fertigstellung zum Kartonierer 16 gefördert werden. Die Kamera 20m erzeugt
dann wie die Kamera 20f in der weiter oben beschriebenen Ausführungsform Bilder 42
der Stangen 14.
[0076] Die Bilder erfassen mindestens den Bereich der Stangencodierungen 40. Um in das jeweilige
Bild 42 in diesem Fall dieselbe Kennung 35 einblenden zu können, wie in das zuvor
in der Einschubstation 34 aufgenommene Bild 41 der Packungsgruppe 43, ist es notwendig,
die Position der entsprechenden Packungsgruppe 43 während ihres Durchlaufs durch den
Stangenpacker 13 weiterzuverfolgen. Dies kann beispielsweise mittels eines geeigneten
Schieberegisters 45 geschehen, das den entsprechenden Förderorganen bzw. Fördertaschen
zugeordnet ist, die den Stangenzuschnitt 24 mitsamt Packungsgruppe 43 bzw. die teilweise
und anschließend vollständig fertig gestellte Stange 14 weiterfördert. An der Position
der Kamera 20m ist der Steuerung 36 des Stangenpackers 13 demnach bekannt, von welcher
Packungsgruppe 43 jeweils gerade aktuell ein Bild aufgenommen wird und welche Kennung
35 dieser Packungsgruppe 43 zuvor bei ihrer Erfassung in der Einschubstation 34 durch
die Kamera 20g zugewiesen worden ist. Dieselbe Kennung 35 wird dann in das Bild 42
der aktuell aufgenommenen Stange 14 eingeblendet.
[0077] In einer Abwandlung der vorgenannten Alternative können auch vorgefertigte Stangenzuschnitte
24 verwendet werden, die noch keine Codierung 40 aufweisen. In diesem Fall kann diese
Codierung 40 beispielsweise kurz vor der Aufnahme des Bildes 42 durch die Kamera 20m
mittels eines Druckwerks 22c auf die Stange 14 aufgebracht werden.
[0078] Die Kamera 20h erfasst Stangen 14, die als vorgegebenen Qualitätsmaßstäben nicht
genügende Schlechtpackungen bzw. Schlechtstangen aus dem Fertigungsprozess ausgefördert
werden, bevor sie dem Schredder 23c zugeführt werden. Die Kamera 20h nimmt dabei jeweils
die Codierung 40 der Stangen 14 zeigende Bilder der entsprechenden Stangen 14 auf.
Auch in die Bilder dieser Stangen 14 kann in ähnlicher Weise wie oben im Zusammenhang
mit den Bildaufnahmen der Kamera 20m beschrieben grundsätzlich dieselbe Kennung 35
eingeblendet sein, die zuvor in das Bild der in der Stange 14 befindlichen Packungsgruppe
15 eingeblendet worden ist. Dies muss aber nicht der Fall sein. Die erzeugten Bilder
werden ebenfalls an den PC 37 übertragen und sind somit durch den Hersteller 38 analysier-
bzw. auswertbar. Insbesondere müssen aus den Bildern die Codierungen 40 extrahiert
und ausgelesen werden.
[0079] Alternativ ist im Übrigen denkbar, die Codierungen 40 dieser Schlechtstangen auch
direkt im Rahmen des Ausschleusevorgangs auszulesen und zu verarbeiten, ohne zuvor
erst Bilder der Schlechtstangen aufnehmen zu müssen.
[0080] Analog zu der vorstehend für den Stangenpacker 13 beschriebenen Weise können sämtliche
Verpackungsstufen der Fertigungs- und Verpackungsanlage gesteuert werden. Es können
somit bei grundsätzlich sämtlichen Fertigungseinheiten 10, 11, 12, 13, 16, 18, denen
Verpackungseinheiten einer niedrigeren Stufe zugeführt werden und die diese in eine
Verpackungseinheit einer höheren Stufe integrieren, die entsprechenden Kameras Bilder
der Verpackungen der Verpackungseinheit niedrigerer Stufe aufnehmen sowie Bilder der
zugeordneten Verpackungen höherer Stufe und diese Bilder von der oder den Steuerungseinrichtungen
einer gemeinsamen Kennung zugeordnet werden.
[0081] Hierdurch wird eine Rückverfolgbarkeit der Verpackungseinheiten über sämtliche oder
ausgewählte Verpackungsstufen erreicht. Naturgemäß ist denkbar, ein oder mehrere Verpackungsstufen
aus der Betrachtung herauszunehmen, etwa wenn für die jeweilige Verpackungsstufe keine
Rückverfolgbarkeit gewünscht oder notwendig ist.
[0082] In der Fig. 2 ist des Weiteren eine den Stangenpacker 13 gegen unbefugte Eingriffe
schützende Schutzhaube 49 gezeigt. Dieser Schutzhaube 49 ist ein Sensor 50 zugeordnet.
Dieser Sensor 50 liefert an die Steuerung 36 des Stangenpackers 13 ein Signal, sobald
die Schutzhaube geöffnet wird. Gemäß einer Alternative der Erfindung ist vorgesehen,
dass nach dem Öffnen der Schutzhaube 49 aus Sicherheitsgründen sämtliche fertiggestellten
oder teilweise fertiggestellten Stangen 14 innerhalb des Stangenpackers 13 als Schlechtstangen
ausgeschleust werden. Hintergrund ist die Gefahr, dass nach dem Öffnen der Schutzhaube
49 einzelne Stangen 14 manipulativ ausgetauscht werden könnten.
[0083] Alternativ ist denkbar, bei Auftreten eines Haubensignals mindestens denjenigen Bildern
41 und/oder 42 derjenigen Stangen 14 und/oder Zigarettenpackungen 15 jeweils eine
das Auftreten des Haubensignals repräsentierenden Information zuzuordnen, die zum
Zeitpunkt des Signals aufgenommen werden. Zweckmäßigerweise werden allerdings sämtliche
halbfertigen und fertigen Stangen 14 und/oder Zigarettenpackungen 15 ermittelt, die
sich zum Zeitpunkt des Signals innerhalb des Stangenpackers 13 befinden und entsprechend
den Bildern 41, 42 sämtlicher ermittelter Stangen 14 bzw. Zigarettenpackungen 15 jeweils
die vorgenannte Information zugeordnet.
[0084] Die Zuordnung der Information kann erfolgen, indem zu den einzelnen Bildern 41, 42
jeweils eine entsprechende zusätzliche Kennung bzw. ein entsprechendes zusätzliches
Merkmal in dem Speicher des PCs 37 abgespeichert wird. Hierdurch können die Stangen
14 in der späteren Analyse durch den Hersteller 38 als potentiell unsicher bzw. potentiell
manipuliert identifiziert werden.
[0085] Eine weitere, auch eigenständig beanspruchbare Besonderheit der Erfindung wird nachfolgend
beschrieben. Fertigungs- und Verpackungsanlagen für Zigaretten und/oder einzelnen
Fertigungseinheiten derselben sind steuerbare Organe zugeordnet, wie etwa Prüforgane
und/oder Beleuchtungsorgane oder dergleichen. Diese Organe müssen oder sollten häufig
abhängig von den jeweils eingesetzten Zuschnitten, wie etwa Packungszuschnitten, Banderolen,
Folien oder dergleichen, unterschiedlich eingestellt werden.
[0086] Zuschnitte werden beispielsweise während des Fertigungsprozesses von Beleuchtungsorganen
beleuchtet und die so beleuchteten Zuschnitte werden mittels optischer Prüforgane,
wie etwa Kameras, erfasst. Je nach eingesetztem Zuschnitt kann es sinnvoll sein, den
Zuschnitt dabei mit Licht unterschiedlicher Wellenlänge zu bestrahlen. Wenn ein zu
prüfender Bereich eines Zuschnitts beispielsweise rot eingefärbt ist, sollte das entsprechende
Beleuchtungsorgan den mit der Kamera zu erfassenden Bereich mit einem Licht anderer
Lichtfarbe bestrahlen als dies bei einem Zuschnitt der Fall ist, bei dem der zu prüfende
Bereich beispielsweise grün ist.
[0087] Um die jeweiligen steuerbaren Organe einer Fertigungseinheit abhängig von den eingesetzten
Zuschnitten zu steuern, ist vorgesehen, auf den Zuschnitten jeweils eine Codierung
anzuordnen, die im Fertigungsprozess ausgelesen werden kann. Nach Maßgabe bzw. abhängig
von der ausgelesenen Codierung wird dann mindestens ein steuerbares Organ gesteuert,
insbesondere ein Beleuchtungs- und/oder ein Prüforgan. Die auszulesende Codierung
ist vorteilhafterweise an einer Position des Zuschnitts angeordnet, die bei der jeweils
fertiggestellten Verpackungseinheit später von außen nicht mehr zu erkennen ist.
[0088] Bei der in den Fig. 1-3 gezeigten Fertigungs- und Verpackungsanlage sind beispielsweise
die vorgefertigten Zigarettenpackungszuschnitte 21 mit einer entsprechenden Codierung
46 versehen. Die Codierungen 46 sind entweder bereits auf den vorgefertigten Zuschnitten
21 vorhanden, bevor letztere in den Fertigungsprozess eingeschleust werden. In diesem
Fall werden die Codierungen 46 von der Kamera 20a ausgelesen. Alternativ werden die
Codierungen 46 von dem Druckwerk 22a aufgebracht. Abhängig von diesen Codierungen
46 können dann entsprechende Organe der Fertigungs- und Verpackungsanlage gesteuert
werden. Es können beispielsweise Parameter der Kameras 20b, 20c, 20d, 20e, 20g eingestellt
werden, die die Zuschnitte 21 bzw. die aus diesen hergestellten Zigarettenpackungen
15 erfassen bzw. Bilder derselben aufnehmen.
[0089] In ähnlicher Weise können Beleuchtungsorgane 47, die die Zigarettenstangen 14 beleuchten,
während die Kamera 20m in der oben beschriebenen Weise die Bilder 42 der Stangen 14
aufnimmt, abhängig von auf den Stangen 14 aufgebrachten Codierungen 48 eingestellt
werden. Diese Codierungen 48 können beispielsweise mittels einer Kamera 20n ausgelesen
werden, die die einzelnen Stangenzuschnitte 24 im Bereich der Einschubstation 34 des
Stangenpackers 13 erfasst, während die Zuschnitte 24 dieser Einschubstation 34 zugeführt
werden. Nach Maßgabe der Codierungen 48 wird die Wellenlänge des Lichtes eingestellt,
mit der die Beleuchtungsorgane 47 die Stangen 14 bestrahlen. Die Codierungen 48 sind
in einem Bereich des Stangenzuschnitts 14 angeordnet, der bei der fertigen Stange
14 von außen nicht erkennbar ist, vgl. Fig. 3b.
[0090] Nachfolgend wird noch eine weitere, ebenfalls eigenständig beanspruchbare Besonderheit
der Erfindung beschrieben.
[0091] Danach ist vorgesehen, in den Fertigungsprozess einer Fertigungseinheit oder einer
Fertigungs- und/oder Verpackungsanlage ein oder mehrere Testprodukte, insbesondere
Testverpackungseinheiten und/oder Testzuschnitte, einzuschleusen. Die Testprodukte
sollen einen oder mehrere definierte Fehler aufweisen, beispielsweise einen falschen
Aufdruck, falsche Abmessungen oder dergleichen. Sie weisen eine auslesbare Codierung
auf, die sie als Testprodukte identifiziert.
[0092] Die Testprodukte dienen dazu, ein oder mehrere Prüfeinrichtungen und/oder Prüfverfahren
der Fertigungseinheit bzw. der Anlage zu testen. Mithilfe solcher Prüfeinrichtungen
werden im Fertigungsprozess die hergestellten Produkte auf Qualitätsmängel oder dergleichen
geprüft.
[0093] Im Fertigungsprozess stromab der Prüfeinrichtung, die durch das Testprodukt geprüft
werden soll, ist eine Ausleseeinheit angeordnet, die die genannte Codierung des Testproduktes
auslesen kann.
[0094] Wenn die Prüfeinrichtung fehlerfrei arbeitet, wird das eingeschleuste Testprodukt
von der Prüfeinrichtung aufgrund des auf die Prüfeinrichtung abgestimmten Fehlers
erkannt. Wie dies auch nach Erkennung eines regulären, fehlerhaften Produktes der
Fall sein kann, schleust die Prüfeinrichtung das Testprodukt anschließend gegebenenfalls
aus dem Fertigungsprozess aus.
[0095] Wenn die Prüfeinrichtung allerdings nicht fehlerfrei arbeitet, wird der Fehler des
Testproduktes von der Prüfeinrichtung gegebenenfalls nicht erkannt. Das Testprodukt
wird aus dem Fertigungsprozess nicht ausgeschleust. In diesem Fall gelangt das Testprodukt
zu der nachgeordneten Ausleseeinheit. Diese liest die Codierung des Testproduktes
aus.
[0096] Anhand der Codierung erkennt die Steuerung der Fertigungseinheit oder der Fertigungs-
und/oder Verpackungsanlage das Testprodukt als eben solches und erzeugt eine Fehlermeldung.
Die Fehlermeldung weist schließlich auf die nicht ordnungsgemäß bzw. fehlerhaft arbeitende
Prüfeinrichtung hin.
[0097] Wenn mit einer zu testenden Prüfeinrichtung beispielsweise Banderolen von Zigarettenpackungen
überprüft werden, könnte eine Testzigarettenpackung mit einer diese als Testpackung
ausweisenden Codierung eingeschleust werden. Die Banderole der Testpackung würde einen
auf die Prüfeinrichtung abgestimmten Fehler aufweisen, beispielsweise eine Schiefstellung.
[0098] Sollte die Prüfeinrichtung zur Prüfung der Banderole die Fehlerhaftigkeit, also die
Schiefstellung der Banderole, erkennen, wird die Testzigarettenpackung - wie jede
einen Banderolenfehler aufweisende Packung - aus dem Fertigungsprozess automatisch
ausgeschleust.
[0099] Sollte die Prüfeinrichtung allerdings fehlerhaft arbeiten, wird der Fehler der Testpackung
nicht erkannt. Die Testpackung verbleibt daher im Fertigungsprozess. Die die Testpackung
identifizierende Codierung wird dann mittels einer nachgeordneten Ausleseeinheit,
etwa einer Kamera, ausgelesen.
[0100] Anhand der Codierung erkennt die Steuerung der Fertigungseinheit oder der Fertigungs-
und/oder Verpackungsanlage, dass es sich bei der der ausgelesenen Codierung zugeordneten
Packung um eine Testpackung handelt, die sich noch im Fertigungsprozess befindet,
obgleich sie bei fehlerfrei arbeitender Prüfeinrichtung bereits ausgeschleust worden
wäre. Anschließend kann die Steuerung eine Fehlermeldung generieren und die Prüfeinrichtung
gewartet bzw. repariert werden.
Bezugszeichenliste
[0101]
| 10 |
Zigarettenherstellmaschine |
37 |
PC |
| 11 |
Verpackungsmaschine |
38 |
Hersteller |
| 12 |
Folieneinschlagmaschine |
39 |
Codierung |
| 13 |
Verpackungsmaschine |
40 |
Codierung |
| 14 |
Stange |
41 |
Bild |
| 15 |
Zigarettenpackung |
42 |
Bild |
| 16 |
Kartonierer |
43 |
Packungsgruppe |
| 17 |
Versandkarton |
44 |
Behörde |
| 18 |
Palettierroboter |
45 |
Schieberegister |
| 19 |
Palette |
46 |
Codierung |
| 20a-20n |
Kamera |
47 |
Beleuchtungsorgane |
| 21 |
Zuschnitt |
48 |
Codierung |
| 22a-22c |
Druckwerk |
49 |
Schutzhaube |
| 22b |
Kamera |
50 |
Sensor |
| 23a |
Schredder |
|
|
| 23b |
Schredder |
|
|
| 23c |
Schredder |
|
|
| 24 |
Stangenzuschnitt |
|
|
| 25 |
Faltrevolver |
|
|
| 26 |
Faltrevolver |
|
|
| 27 |
Tasche |
|
|
| 28 |
Tasche |
|
|
| 29 |
Platte |
|
|
| 30 |
Schieber |
|
|
| 32 |
Mundstück |
|
|
| 33 |
Abförderstation |
|
|
| 34 |
Einschubstation |
|
|
| 35 |
Kennung |
|
|
| 36 |
Maschinensteuerung |
|
|
1. Verfahren zur Verpackung von Produkten, insbesondere Zigaretten, in einer Fertigungsanlage,
in der mindestens einer Fertigungseinheit (13) der Anlage Verpackungseinheiten einer
niedrigeren Verpackungsstufe (15) zugeführt werden, die die Fertigungseinheit (13)
in zugeordnete Verpackungseinheiten höherer Stufe (14) verpackt, sodass die Verpackungseinheiten
der höheren Verpackungsstufe (14) jeweils ein oder mehrere Verpackungseinheiten der
niedrigeren Verpackungsstufe (15) umfassen, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kamera (20g) Bilder der Verpackungen der der Fertigungseinheit zuzuführenden
oder bereits zugeführten Verpackungseinheiten niedrigerer Stufe (15) aufnimmt sowie
eine Kamera (20f, 20m) Bilder der Verpackungen der den Verpackungseinheiten niedrigerer
Stufe (15) jeweils zugeordneten Verpackungseinheiten höherer Stufe (14), und dass
die aufgenommenen Bilder (41, 42) der Verpackungen der jeweils einander zugeordneten
Verpackungseinheiten (14, 15) jeweils einer gemeinsamen Kennung (35) zugeordnet werden,
vorzugsweise einer maschineninternen Zählnummer der Fertigungseinheit (13).
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für die Verpackung jeder der Verpackungseinheiten niedrigerer Stufe (15) ein einzelnes
Bild aufgenommen wird oder dass ein gemeinsames Bild (41) für die Verpackungen einer
Gruppe (43) von Verpackungseinheiten niedrigerer Stufe (15) aufgenommen wird.
3. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bilder (41) der Verpackungen der Verpackungseinheiten niedrigerer Stufe (15)
aufgenommen werden, bevor oder während sich die Verpackungseinheiten niedrigerer Stufe
(15) in der Fertigungseinheit (13) befinden, insbesondere während sie sich, bevorzugt
gruppenweise, in einem Förderorgan (27) einer Fördereinrichtung (25) der Fertigungseinheit
(13) befinden, vorzugsweise in einer Tasche (27) eines Revolvers (25).
4. Verfahren gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bilder (42) der Verpackungen der Verpackungseinheiten höherer Stufe (14) ebenfalls
aufgenommen werden, während sich die jeweils zugeordnete Verpackungseinheit bzw. die
jeweils zugeordnete Verpackungseinheitsgruppe (43) niedrigerer Stufe (15) in der Fertigungseinheit
(13) befindet, vorzugsweise zusammen mit der Verpackung der Verpackungseinheit/Verpackungseinheitsgruppe
niedrigerer Stufe (15).
5. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungseinheit bzw. die Verpackungseinheitsgruppe (43) niedrigerer Stufe
(15) während deren Verpackung in der Fertigungseinheit (13) weiterverfolgt wird, und
dass die Aufnahme des Bildes (42) der Verpackung der zugeordneten Verpackungseinheit
höherer Stufe (14) erfolgt, nachdem die Verpackungseinheit höherer Stufe (14) mit
der von dieser umfassten Verpackungseinheit/Verpackungseinheitsgruppe (43) fertiggestellt
ist, vorzugsweise nachdem die zugeordnete Verpackungseinheit höherer Stufe (14) die
Fertigungseinheit (13) verlassen hat.
6. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erfassten Bilder (41, 42) der Verpackungen der Verpackungseinheiten der höheren
bzw. der niedrigeren Verpackungsstufe (14, 15) jeweils mit der ihnen jeweils zugeordneten,
gemeinsamen Kennung (35) in einem Datenspeicher abgespeichert werden, insbesondere
in einem einer Computereinrichtung zugeordneten Datenspeicher.
7. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass unmittelbar vor, während oder unmittelbar nach der Aufnahme der Bilder (41, 42) der
Verpackungen der Verpackungseinheiten (14, 15) die jeweils den Bildern (41, 42) zugeordneten,
gemeinsamen Kennungen (35) jeweils in das jeweilige Kamerabild (41, 42) eingeblendet
oder eingefügt werden, und dass die jeweils aufgenommenen Bilder (41, 42) zusammen
mit der eingeblendeten bzw. eingefügten Kennung (35) abgespeichert werden.
8. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bilder (41, 42) der Verpackungen der Verpackungseinheiten (14, 15) derart aufgenommen
werden, dass auf den Verpackungen befindliche, die Verpackungseinheiten identifizierende
Codierungen (39, 40) auf den Bildern (41, 42) erkennbar sind.
9. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Codierungen (39. 40) während des Betriebs der Fertigungsanlage mittels eines
der Anlage zugeordneten Druckwerks (22a, 22c) auf die jeweilige Verpackung aufgebracht
werden.
10. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Bilder von den aus dem Fertigungsprozess der Fertigungsanlage als Schlechtpackungen
auszuschleusenden Verpackungseinheiten (14, 15) aufgenommen werden, insbesondere derart,
dass auf den Verpackungen der Verpackungseinheiten (14, 15) befindliche, die Verpackungseinheiten
(14, 16) jeweils identifizierende Codierungen (39, 40) auf den jeweils aufgenommenen
Bildern erkennbar sind, und dass die aufgenommen Bilder der auszuschleusenden Schlechtpackungen
in dem Datenspeicher hinterlegt werden.
11. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die in dem Datenspeicher hinterlegten Bilder (41, 42) der Verpackungen der Verpackungseinheiten
(14, 15) mittels eines geeigneten Verfahrens analysiert werden, insbesondere indem
die auf den Bildern (41, 42) gezeigten Codierungen (39, 40) der jeweiligen Verpackungseinheiten
(14, 15) mittels eines geeigneten Text- bzw. Bilderkennungsverfahrens aus den Bilder
extrahiert und insbesondere ausgelesen werden.
12. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein einer Schutzhaube (49) zugeordneter Haubensensor (50) ein Signal liefert, sobald
die von dem Sensor (50) überwachte Schutzhaube (49) der Fertigungseinheit (13) geöffnet
wird, und dass bei Auftreten des Haubensignals eine das Auftreten des Haubensignals
repräsentierende Information mindestens einem derjenigen Bilder (41, 42) von Verpackungen
zugeordnet wird, die zum Zeitpunkt des Signals aufgenommen werden.
13. Verfahren gemäß Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die das Auftreten des Haubensignals repräsentierende Information gemeinsam mit dem
zugeordneten Bild (41, 42) in den Datenspeicher abgespeichert wird.
14. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein einer Schutzhaube (49) zugeordneter Haubensensor (50) ein Signal liefert, sobald
die von dem Sensor (50) überwachte Schutzhaube (49) der Fertigungseinheit (13) geöffnet
wird, und dass bei Auftreten eines Haubensignals die zum Zeitpunkt der Öffnung der
Haube (49) in der Fertigungseinheit (13) befindlichen Verpackungseinheiten (14, 15)
automatisch als Schlechtpackungen ausgeschleust werden.
15. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass während des Fertigungsprozesses Verpackungseinheiten (14, 15) identifizierende Codierungen
(39, 40) von Verpackungseinheiten (14 ,15) ausgelesen werden, und dass die ausgelesenen
Codierungen (39, 40) verglichen werden mit in einem Datenspeicher hinterlegten Vorgabewerten,
insbesondere Sollcodierungen, und dass abhängig von diesem Vergleich die Verpackungseinheiten
(14, 15) gegebenenfalls aus dem Fertigungsprozess ausgeschleust werden.
16. Verfahren gemäß Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die ausgelesenen Codierungen (39, 40) verglichen werden mit einer Menge von hinterlegten
Sollcodierungen und dass für den Fall, dass die ausgelesene Codierung (39, 40) nicht
in der hinterlegten Menge an Codierungen (39, 40) enthalten ist, die der ausgelesenen
Codierung (39, 40) zugeordnete Verpackungseinheit (14, 15) aus dem Fertigungsprozess
ausgeschleust wird.
17. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungseinheiten niedrigerer Stufe (15) die aus der Verpackungsmaschine (11)
einer Fertigungsanlage zur Verpackung von Zigaretten stammenden Zigarettenpackungen
(15) sind sowie die Verpackungseinheiten höherer Stufe die einer Folieneinschlagmaschine
(12) der Anlage zugeführten Folienzuschnitte oder die einem Stangenpacker (13) der
Anlage zugeführten Stangenzuschnitte (24), in die die Zigarettenpackungen (15) gruppenweise
eingehüllt werden, oder dass die Verpackungseinheiten niedrigerer Stufe (14) die einem
Kartonpacker (16) der Anlage zugeführten Zigarettenstangen (14) sind, und die Verpackungseinheiten
höherer Stufe Kartonzuschnitte, in die die Zigarettenstangen (14) gruppenweise eingepackt
werden, oder dass die Verpackungseinheiten niedrigerer Stufe die einen Palettierer
(18) zugeführten Kartons (17) sind und die Verpackungseinheiten höherer Stufe Paletten
(19), auf die die Kartons (17) gruppenweise gestellt werden.
18. Fertigungsanlage zur Durchführung des Verfahrens gemäß Anspruch 1, mit mindestens
einer Fertigungseinheit (13), der Verpackungseinheiten einer niedrigeren Verpackungsstufe
(15) zuführbar sind, die von der Fertigungseinheit (13) derart in zugeordnete Verpackungseinheiten
(14) höherer Stufe verpackbar sind, dass die Verpackungseinheiten der höheren Verpackungsstufe
(14) ein oder mehrere Verpackungseinheiten (15) der im Verpackungsprozess vorhergehenden,
niedrigeren Verpackungsstufe umfassen, gekennzeichnet durch eine Kamera (20g), mit der Bilder (41) der Verpackungen der der Fertigungseinheit
(12) zuzuführenden Verpackungseinheiten niedrigerer Stufe (15) aufnehmbar sind, und
eine Kamera (20f, 20m), mit der Bilder (42) der Verpackungen der der Verpackungseinheiten
niedriger Stufe (15) jeweils zugeordneten Verpackungseinheiten höherer Stufe (14)
aufnehmbar sind, und durch eine Steuerungsvorrichtung (36), mit der die aufgenommenen Bilder (41, 42) der Verpackungen
der jeweils einander zugeordneten Verpackungseinheiten (14, 15) jeweils einer gemeinsamen
Kennung (35) zuordenbar sind, vorzugsweise einer maschineninternen Zählnummer der
Fertigungseinheit (13).
1. A method for packaging products, in particular cigarettes, in a production system
in which at least one production unit (13) of the system is fed packaging units from
a lower packaging level (15), and the production unit (13) packages said packaging
units in associated packaging units from a higher level (14), and therefore the packaging
units from the higher packaging level (14) each comprise one or more packaging units
from the lower packaging level (15), characterized in that a camera (20g) records images of the packs of the packaging units from the lower
level (15) which are to be fed, or have already been fed, to the production unit,
and a camera (20f, 20m) records images of the packs of the packaging units from the
higher level (14) which are respectively assigned to the packaging units from the
lower level (15), and in that the recorded images (41, 42) of the packs of the respectively associated packaging
units (14, 15) are each assigned to a common identifier (35), preferably to a machine-internal
counting number of the production unit (13).
2. The method as claimed in claim 1, characterized in that a single image is recorded for the pack of each of the packaging units from the lower
level (15), or in that a joint image (41) is recorded for the packs of a group (43) of packaging units from
the lower level (15).
3. The method as claimed in one or more of the preceding claims, characterized in that the images (41) of the packs of the packaging units from the lower level (15) are
recorded before, or while, the packaging units from the lower level (15) are located
in the production unit (13), in particular while they are located, preferably in groups,
in a conveying device (27) of a conveying apparatus (25) of the production unit (13),
preferably in a pocket (27) of a turret (25).
4. The method as claimed in claim 3, characterized in that the images (42) of the packs of the packaging units from the higher level (14) are
likewise recorded while the respectively associated packaging unit, or the respectively
associated packaging-unit group (43), from the lower level (15) is located in the
production unit (13), preferably together with the pack of the packaging unit/packaging-unit
group from the lower level (15).
5. The method as claimed in one or more of the preceding claims, characterized in that the tracking of the packaging unit, or the packaging-unit group (43), from the lower
level (15) continues during packaging thereof in the production unit (13), and in that the image (42) of the pack of the associated packaging unit from the higher level
(14) is recorded following completion of the packaging unit from the higher level
(14) with the packaging unit/packaging-unit group (43) which it comprises, preferably
after the associated packaging unit from the higher level (14) has left the production
unit (13).
6. The method as claimed in one or more of the preceding claims, characterized in that the recorded images (41, 42) of the packs of the packaging units from the higher
and the lower packaging levels (14, 15) are each stored, with the respectively associated,
common identifier (35), in a data memory, in particular in a data memory assigned
to a computer.
7. The method as claimed in one or more of the preceding claims, characterized in that the common identifiers (35) assigned in each case to the images (41, 42) are each
incorporated or inserted in the respective camera image (41, 42) immediately before,
during, or immediately after, the operation of recording the images (41, 42) of the
packs of the packaging units (14, 15), and in that the respectively recorded images (41, 42) are stored together with the incorporated
or inserted identifier (35).
8. The method as claimed in one or more of the preceding claims, characterized in that the images (41, 42) of the packs of the packaging units (14, 15) are recorded such
that it is possible to detect on the images (41, 42) codings (39, 40) which are located
on the packs and identify the packaging units.
9. The method as claimed in one or more of the preceding claims, characterized in that the codings (39, 40) are applied to the respective pack, by means of a system-specific
printing unit (22a, 22c), during operation of the production system.
10. The method as claimed in one or more of the preceding claims, characterized in that images are recorded of the packaging units (14, 15) which are to be rejected as defective
packs from the production process of the production system, in particular such that
codings (39, 40) which are located on the packs of the packaging units (14, 15), and
each identify the packaging units (14, 15), can be detected on the respectively recorded
images, and that the recorded images of the defective packs which are to be rejected
are stored in the data memory.
11. The method as claimed in one or more of the preceding claims, characterized in that the data-memory-stored images (41, 42) of the packs of the packaging units (14, 15)
are analyzed by means of a suitable method, in particular by virtue of the codings
(39, 40) of the respective packaging units (14, 15), said codings being shown on the
images (41, 42), being extracted from the images, and in particular read out, by means
of a suitable text- and/or image-recognition method.
12. The method as claimed in one or more of the preceding claims, characterized in that a cover sensor (50) assigned to a protective cover (49) emits a signal as soon as
the protective cover (49) of the production unit (13), said cover being monitored
by the sensor (50), is opened, and in that, when the cover signal occurs, an item of information representing the occurrence
of the cover signal is assigned at least to one of those images (41, 42) of packs
which are recorded at the point in time when the signal occurs.
13. The method as claimed in claim 12, characterized in that the item of information representing the occurrence of the cover signal is stored
in the data memory together with the associated image (41, 42).
14. The method as claimed in one or more of the preceding claims, characterized in that a cover sensor (50) assigned to a protective cover (49) emits a signal as soon as
the protective cover (49) of the production unit (13), said cover being monitored
by the sensor (50), is opened, and in that, when a cover signal occurs, the packaging units (14, 15) located in the production
unit (13) at the point in time when the cover (49) is opened are rejected automatically
as defective packs.
15. The method as claimed in one or more of the preceding claims, characterized in that codings (39, 40) of packaging units (14, 15), which identify packaging units (14,
15), are read out during the production process, and in that the read-out codings (39, 40) are compared with data-memory-stored preset values,
in particular desired codings, and in that the packaging units (14, 15) are rejected, if appropriate, from the production process
in dependence on this comparison.
16. The method as claimed in claim 15, characterized in that the read-out codings (39, 40) are compared with a number of stored desired codings,
and in that, for the case where the read-out coding (39, 40) is not contained in the stored number
of codings (39, 40), the packaging unit (14, 15) assigned to the read-out coding (39,
40) is rejected from the production process.
17. The method as claimed in one or more of the preceding claims, characterized in that the packaging units from the lower level (15) are the cigarette packs (15) coming
from the packaging machine (11) of a production system for packaging cigarettes, and
the packaging units from the higher level are the sheet-material blanks fed to a sheet-wrapping
machine (12) of the system or are the multipack blanks (24) which are fed to a multipacker
(13) of the system and in which the cigarette packs (15) are wrapped in groups, or
in that the packaging units from the lower level (14) are the cigarette multipacks (14) fed
to a cartoner (16) of the system, and the packaging units from the higher level are
carton blanks in which the cigarette multipacks (14) are packaged in groups, or in that the packaging units from the lower level are the cartons (17) fed to a palletizer
(18), and the packaging units from the higher level are pallets (19) on which the
cartons (17) are positioned in groups.
18. A production system for implementing the method as claimed in claim 1, having at least
one production unit (13) which can be fed packaging units from a lower packaging level
(15), which can be packaged, by the production unit (13), in associated packaging
units (14) from a higher level such that the packaging units from the higher packaging
level (14) comprise one or more packaging units (15) from the lower packaging level,
which goes before in the packaging process, characterized by a camera (20g), which can record images (41) of the packs of the packaging units
from the lower level (15) which are to be fed to the production unit (12), and by
a camera (20f, 20m), which can record images (42) of the packs of the packaging units
from the higher level (14) which are respectively assigned to the packaging units
from the lower level (15), and by a control means (36), by way of which the recorded
images (41, 42) of the packs of the respectively associated packaging units (14, 15)
can each be assigned to a common identifier (35), preferably to a machine-internal
counting number of the production unit (13).
1. Procédé pour emballer des produits, notamment des cigarettes, dans un équipement de
fabrication, dans lequel des unités de conditionnement d'un niveau de conditionnement
inférieur (15) sont acheminées à au moins une unité de fabrication (13) de l'équipement,
lesquelles sont emballées par l'unité de fabrication (13) dans des unités de conditionnement
associées de niveau supérieur (14), de sorte que les unités de conditionnement du
niveau de conditionnement supérieur (14) comprennent respectivement une ou plusieurs
unités de conditionnement du niveau de conditionnement inférieur (15), caractérisé en ce qu'une caméra (20g) enregistre des images des emballages des unités de conditionnement
de niveau inférieur (15) à acheminer ou déjà acheminées à l'unité de fabrication et
une caméra (20f, 20m) des images des emballages des unités de conditionnement de niveau
supérieur (14) respectivement associées aux unités de conditionnement de niveau inférieur
(15), et en ce qu'un identifiant commun (35), de préférence un numéro de comptage interne à la machine
de l'unité de fabrication (13) est à chaque fois associé aux images (41, 42) enregistrées
des emballages des unités de conditionnement (14, 15) respectivement associées les
unes aux autres.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une image unique est enregistrée pour l'emballage de chacune des unités de conditionnement
de niveau inférieur (15) ou en ce qu'une image (41) commune est enregistrée pour les emballages d'un groupe (43) d'unités
de conditionnement de niveau inférieur (15).
3. Procédé selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que les images (41) des emballages des unités de conditionnement de niveau inférieur
(15) sont enregistrées avant ou pendant que les unités de conditionnement de niveau
inférieur (15) se trouvent dans l'unité de fabrication (13), notamment pendant qu'elles
se trouvent, de préférence groupées, dans un organe de convoyage (27) d'un dispositif
de convoyage (25) de l'unité de fabrication (13), de préférence dans une poche (27)
d'un revolver (25).
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé cri ce que les images (42) des emballages
des unités de conditionnement de niveau supérieur (14) sont également enregistrées
pendant que l'unité de conditionnement respectivement associée ou le groupe d'unités
de conditionnement (43) respectivement associé de niveau inférieur (15) se trouve
dans l'unité de fabrication (13), de préférence conjointement avec l'emballage de
l'unité de conditionnement/du groupe d'unités de conditionnement de niveau inférieur
(15).
5. Procédé selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de conditionnement ou le groupe d'unités de conditionnement (43) de niveau
inférieur (15) continue d'être tracé pendant son emballage dans l'unité de fabrication
(13), et en ce que l'enregistrement de l'image (42) de l'unité de conditionnement de niveau supérieur
(14) associée a lieu après que l'unité de conditionnement de niveau supérieur (14)
avec l'unité de conditionnement/le groupe d'unités de conditionnement (43) qu'elle
comprend soit achevée, de préférence après que l'unité de conditionnement de niveau
supérieur (14) associée ait quitté l'unité de fabrication (13).
6. Procédé selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que les images (41, 42) acquises des emballages des unités de conditionnement de niveau
de conditionnement supérieur ou inférieur (14, 15) sont respectivement mises en mémoire
avec leur identifiant (35) commun respectivement associé dans une mémoire de données,
notamment dans une mémoire de données associée à un dispositif informatique.
7. Procédé selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que les identifiants (35) communs, respectivement associés aux images (41, 42), sont
à chaque fois incrustés ou insérés dans l'image de caméra (41, 42) correspondant immédiatement
avant, pendant ou immédiatement après l'enregistrement des images (41, 42) des emballages
des unités de conditionnement (14, 15), et en ce que les images (41, 42) respectivement enregistrées sont mises en mémoire conjointement
avec l'identifiant (35) incrusté ou inséré.
8. Procédé selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que les images (41, 42) des emballages des unités de conditionnement (14, 15) sont enregistrées
de telle sorte que les codages (39, 40) identifiant les unités de conditionnement
qui se trouvent sur les emballages soient reconnaissables sur les images (41, 42).
9. Procédé selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que les codages (39, 40) sont appliqués sur l'emballage correspondant pendant le fonctionnement
de l'unité de fabrication à l'aide d'un mécanisme d'impression (22a, 22c) associé
à l'équipement.
10. Procédé selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que les images des unités de conditionnement (14, 15) qui doivent être expulsées du processus
de fabrication de l'unité de fabrication en tant qu'emballages non conformes sont
enregistrées, notamment de telle sorte que les codages (39, 40) qui se trouvent sur
les emballages des unités de conditionnement (14, 15), qui identifient à chaque fois
les unités de conditionnement (14, 15), soient reconnaissables sur les images enregistrées
correspondantes, et en ce que les images enregistrées des emballages non conformes à expulser sont stockées dans
la mémoire de données.
11. Procédé selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que les images (41, 42) des emballages des unités de conditionnement (14, 15) qui sont
stockées dans la mémoire de données sont analysées à l'aide d'un procédé approprié,
notamment par extraction et notamment par lecture des codages (39, 40) des unités
de conditionnement (14, 15) respectives apparaissant sur les images (41, 42) à l'aide
d'un procédé de reconnaissance de texte ou d'image approprié.
12. Procédé selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un détecteur de capot (50) associé à un capot de protection (49) délivre un signal
dès que le capot de protection (49) surveillé par le capteur (50) de l'unité de fabrication
(13) est ouvert, et en ce que lorsque le signal de capot se produit, une information représentant la survenance
du signal de capot est associée à au moins l'une des images (41, 42) des emballages
qui sont enregistrées au moment du signal.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'information représentant la survenance du signal de capot est mise en mémoire dans
la mémoire de données conjointement avec l'image (41, 42) associée.
14. Procédé selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un détecteur de capot (50) associé à un capot de protection (49) délivre un signal
dès que le capot de protection (49) surveillé par le capteur (50) de l'unité de fabrication
(13) est ouvert, et en ce que lorsque le signal de capot se produit, les unités de conditionnement (14, 15) qui
se trouvent dans l'unité de fabrication (13) au moment de l'ouverture du capot (49)
sont automatiquement expulsées en tant qu'emballages non conformes.
15. Procédé selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que pendant le processus de fabrication, les codages (39, 40) des unités de conditionnement
(14, 15) qui identifient les unités de conditionnement (14, 15) sont lus, et en ce que les codages (39, 40) lus sont comparés avec des valeurs de consigne stockées dans
une mémoire de données, notamment des codages de consigne, et en ce que les unités de conditionnement (14, 15) sont éventuellement, expulsées hors du processus
de fabrication en fonction de cette comparaison.
16. Procédé selon la revendication 15, caractérisé en ce que les codages (39, 40) lus sont comparés avec une pluralité de codages de consigne
stockés et en ce que dans le cas ou les codages (39, 40) lus ne sont pas inclus dans la pluralité de codages
(39, 40) stockés, l'unité de conditionnement (14, 15) associé au codage (39, 40) lu
est expulsée hors du processus de fabrication.
17. Procédé selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que les unités de conditionnement de niveau inférieur (15) sont des paquets de cigarettes
(15) issus de la machine d'emballage (11) d'un équipement de fabrication destiné à
emballer des cigarettes et les unités de conditionnement de niveau supérieur (14)
sont des films découpés acheminés à une machine de mise sous film (12) de l'équipement
ou des cartouches découpées (24) acheminées à une emballeuse en cartouches (13) de
l'équipement, dans lesquelles les paquets de cigarettes (15) sont enveloppés par groupes,
ou en ce que les unités de conditionnement de niveau inférieur (15) sont des cartouches de cigarettes
(14) acheminées à une emballeuse en carton (16) de l'équipement et les unités de conditionnement
de niveau supérieur sont des cartons découpés dans lesquels les cartouches de cigarettes
(14) sont emballées par groupes, ou en ce que les unités de conditionnement de niveau inférieur sont des cartons (17) acheminés
à une machine de palettisation (18) et les unités de conditionnement de niveau supérieur
sont des palettes (19) sur lesquelles les cartons (17) sont déposés par groupes.
18. Équipement de fabrication destiné à mettre en oeuvre le procédé selon la revendication
1, comprenant au moins une unité de fabrication (13) à laquelle peuvent être acheminées
des unités de conditionnement d'un niveau de conditionnement inférieur (15), lesquelles
peuvent être emballées par l'unité de fabrication (13) dans des unités de conditionnement
(14) associées de niveau supérieur de telle sorte que les unités de conditionnement
de niveau de conditionnement supérieur (14) comprennent une ou plusieurs unités de
conditionnement (15) du niveau de conditionnement inférieur précédent dans le processus
d'emballage, caractérisé par une caméra (20g) avec laquelle peuvent être enregistrées les images (41) des emballages
des unités de conditionnement de niveau inférieur (15) à acheminer à l'unité de fabrication
(13), et une caméra (20f, 20m) avec laquelle peuvent être enregistrées les images
(42) des emballages des unités de conditionnement de niveau supérieur (14) respectivement
associées aux unités de conditionnement de niveau inférieur (15), et par un dispositif
de commande (36) avec lequel un identifiant commun (35), de préférence un numéro de
comptage interne à la machine de l'unité de fabrication (13), peut à chaque fois être
associé aux images (41, 42) enregistrées des emballages des unités de conditionnement
(14, 15) respectivement associées les unes aux autres.