[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft im weitesten Sinne die Verpackung von Lebensmitteln,
hier im Besonderen aber die Verpackung von Lebensmitteln zur Präsentation im Einzelhandel,
um Kunden einen Kaufanreiz zu geben.
[0002] Produkte wie auch Lebensmittel und darunter auch Süßigkeiten werden in einer großen
Vielfalt von Verpackungen und Präsentationskonzepten im Einzelhandel angeboten. Im
Besonderen werden dabei Aktionen im Rahmen von größeren Events wie beispielsweise
Welt- und Europameisterschaften genutzt, um den Kaufanreiz zu erhöhen, wobei die Produkte
event- bzw. themabezogen präsentiert werden. Eine Verpackung mit den Merkmalen im
Oberbegriff von Anspruch 1 ist aus der
GB-A-818 942 bekannt.
[0003] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung beruht darin basierend auf diesem Grundkonzept
eine Verpackung für Lebensmittel zum Präsentieren beim Kunden und Schaffen eines Kaufanreizes
zu entwickeln, die sich von den bisherigen Konzepten abgrenzt, gleichzeitig aber kostengünstig
und leicht herzustellen ist.
[0004] Diese Aufgabe wird durch eine Verpackung mit den Merkmalen des Anspruchs 1, einem
Materialbogen für eine solche nach Anspruch 9 sowie Sets mit einem solchen Materialbogen
nach Anspruch 13 oder 19 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung
finden sich in den Unteransprüchen.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt der Gedanke zu Grunde aus einem ursprünglichen flachen
Materialbogen ein dreidimensionales Objekt zu falten, in dem das separat verpackte
Lebensmittel aufgenommen ist. Dabei kann das Objekt thema- und/oder eventbezogen sein,
und eigenständig oder in Verbindung mit dem Lebensmittel einen realen Gegenstand bilden.
Rein beispielsweise sei hier eine Rassel oder ein Pokal genannt. Im Fall der Rassel
kommen als Lebensmittel insbesondere Lebensmittel, die schüttgutartig verpackt sind
und das Geräusch einer Rassel imitieren können in Frage.
[0006] Dementsprechend schlägt die vorliegende Erfindung eine Verpackung für Lebensmittel,
insbesondere eine Süßigkeit vor. Unter einer Süßigkeit sind diesbezüglich alle Lebensmittel
zu verstehen, die nicht zu den Grundnahrungsmitteln gehören. Dazu zählen unter anderem
Lutschpastillen, Bonbons, Kaugummis, verschiedene Arten von Schokoladen, Kekse, etc.
Insbesondere dient die Verpackung der Aufnahme von schüttgutartig in einem Behälter
oder Behältnis aufgenommenen Süßigkeiten, wie beispielsweise Pastillen, Bonbons oder
Kaugummis. Die Verpackung gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst einen ursprünglich
flachen Materialbogen. Der Materialbogen kann aus Papier, Pappe, Kunststoff oder Kombinationen
davon sowie vergleichbaren Materialien bestehen. Bevorzugt kommen jedoch Papier oder
Pappe zum Einsatz. Unter "flach" ist dabei zu verstehen, dass die großen Außenflächen
des Materialbogens vor dem Falten in einer gemeinsamen, nicht gekrümmten Ebene liegen.
Ein Synonym für "flach" ist daher "planar". Dieser ursprünglich flache Materialbogen
ist erfindungsgemäß zu einem dreidimensionalen, insbesondere themabezogenen, Objekt
gefaltet. Dabei ist unter einem dreidimensionalen Objekt insbesondere die Nachahmung
eines dreidimensionalen realen Gegenstands zu verstehen, dem der Kunden regelmäßig
eine spezielle Eigenschaft und/oder Funktion zuordnet. Ferner ist eine Aufnahme vorgesehen,
in der wenigstens ein separat verpacktes Lebensmittel aufgenommen ist. Am Beispiel
der Lutschpastillen, Bonbons oder Kaugummis könnten diese in einer Vielzahl in einem
Behälter, z. B. einer Schachtel aus Papier, Pappe oder Kunststoff aufgenommen sein,
welche Schachtel wiederum in der Aufnahme des Objekts gehalten ist. Indem das separat
verpackte Lebensmittel in dem Objekt präsentierbar ist und der Kunde mit dem Objekt
eine separate vom Lebensmittel eigenständige Eigenschaft und/oder Funktion verbindet,
wird ein Unterschied zu bestehenden vergleichbaren Lebensmitteln geschaffen und dadurch
ein Kaufanreiz gegeben.
[0007] Vorzugsweise kommt eine derartige Verpackung in Verbindung mit größeren Sportevents
zum Einsatz, wie beispielsweise Welt- und Europameisterschaften. Rein beispielhaft
sind hier Fußballwelt- und Europameisterschaften genannt. Hierbei ist es bevorzugt
das dreidimensionale Objekt zu einem sportbezogenen Objekt, insbesondere einer Rassel
oder einem Pokal, zu falten. Dabei kann die Rassel insbesondere in Verbindung mit
oben erwähnten schüttgutartig in einem Behälter enthaltenen Lebensmitteln, z. B. Süßigkeiten,
insbesondere Lutschpastillen, Kaugummis oder Bonbons als tatsächlich Geräusch entwickelnde
Rassel zur Unterstützung der eigenen Mannschaft zum Einsatz kommen.
[0008] Um den Herstellungsprozess einfach und kostengünstig zu gestalten, ist es bevorzugt
die Aufnahme entweder unmittelbar durch Faltung des ursprünglich flachen Materialbogens
zum dreidimensionalen Objekt mit auszugestalten oder aber durch einen separaten ebenfalls
ursprünglich flachen Materialbogen auszubilden.
[0009] Dabei kann der Materialbogen durch die Verwendung von Klebemittel im gefalteten Zustand
gehalten werden. Bevorzugt ist es jedoch, dass der Materialbogen durch formschlüssigen
Eingriff von Eingriffseinrichtungen im gefalteten Zustand gehalten wird und/oder durch
das dreidimensionale Objekt im gefalteten Zustand gehalten ist. Auch ist es denkbar,
dass die aus dem Materialbogen gefaltete Aufnahme ausschließlich durch das dreidimensionale
Objekt im gefalteten Zustand gehalten ist. Dadurch kann auf Klebemittel verzichtet
und der Herstellungsprozess optimiert werden.
[0010] Auch die Verbindung der Aufnahme mit dem dreidimensionalen Objekt erfolgt vorteilhafterweise
formschlüssig und/oder kraftschlüssig, d. h. ohne Verwendung von Klebemitteln und
anderen stoffschlüssigen Verbindungen, insbesondere damit nur formschlüssig und/oder
kraftschlüssig. Dabei ist es in der Regel vorteilhaft primär formschlüssige Verbindungen
zu verwenden, die von einer zusätzlichen kraftschlüssigen Komponente unterstützt wird.
Ebenso wird das separat verpackte Lebensmittel vorzugsweise nur formschlüssig und/oder
kraftschlüssig in der Aufnahme bzw. der Verpackung gehalten.
[0011] Darüber hinaus ist es weiter vorteilhaft das dreidimensionale Objekt primär durch
form- und/oder kraftschlüssige Verbindungselemente im gefalteten Zustand zu halten.
Insbesondere ist es hierbei bevorzugt dies durch den Eingriff von Eingriffseinrichtungen,
die Bestandteil des Materialbogens sind, zu realisieren.
[0012] Ferner ist erfindungsgemäß ein zusätzliches ebenfalls bevorzugt flaches Element aus
den gleichen oder vergleichbaren Materialien, wie der Materialbogen vorgesehen und
steht mit dem Materialbogen, aus dem das dreidimensionale Objekt gefaltet ist in Eingriff,
um das dreidimensionale Objekt im gefalteten Zustand zu halten.
[0013] Bei letzterer Ausgestaltung hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn das zusätzliche
Element, das dreidimensionale Objekt vollumfänglich umgreift und dadurch zusammenhält.
Dabei ist es bevorzugt, dass das zusätzliche Element auf das dreidimensionale Objekt
aufgeschoben wird und in radialer Richtung und/oder Umfangsrichtung zusammenhält bzw.
in Form hält.
[0014] Um ein Entnehmen des separat verpackten Lebensmittels aus der Verpackung zu verhindern,
kann es vorteilhaft sein die Außenkontur geschlossen zu gestalten. Um dennoch einen
Blick auf das Lebensmittel bzw. dessen Verpackung zu gewähren, kann es vorteilhaft
sein im Bereich der Außenkontur des dreidimensionalen Objekts ein Sichtfenster, insbesondere
ein durch ein transparentes Material verschlossenes Sichtfenster vorzusehen.
[0015] Insbesondere bei der Ausbildung des dreidimensionalen Objekts als Rassel hat es sich
als vorteilhaft ergeben, dass der Materialbogen mehrere flache, der Außenkontur des
dreidimensionalen Objekts im Querschnitt entsprechende Abschnitte aufweist, die über
erste Faltlinien miteinander verbunden sind.
[0016] Des Weiteren sind die einzelnen Abschnitte, vorzugsweise jeweils entlang ihrer Mittellinie
mit einer zweiten Faltlinie versehen, so dass die Abschnitte entlang der ersten Faltlinien
jeweils zur Hälfte aufeinander gefaltet werden können und dadurch die zweiten Faltlinien
der Abschnitte beim Falten zum dreidimensionalen Objekt, insbesondere der Rassel oder
des Pokals im gefalteten Zustand im Zentrum des Objekts liegen. Dadurch erstrecken
sich die aufeinander liegenden Bereiche der Abschnitte sternförmig bzw. radial vom
Zentrum weg. Mit anderen Worten ist das Objekt im Querschnitt sternförmig gestaltet.
Dabei ist es vorteilhaft, dass die einzelnen Abschnitte einen den Rasselkopf bzw.
Pokalkopf ausbildenden Teilbereich und einen den Rasselgriff bzw. Pokalfuß ausbildenden
Teilbereich aufweisen.
[0017] Um im gefalteten Zustand das Lebensmittel aufnehmen zu können, ist es bevorzugt die
Abschnitte jeweils mit einer Aussparung zu versehen, so dass im Beispiel der Rassel
bzw. des Pokals im Zentrum des Rassel- bzw. Pokalkopfs ein Hohlraum entsteht, in dem
das Lebensmittel vorzugsweise rein formschlüssig aufgenommen werden kann. Um dies
zu unterstützen, kann es vorteilhaft sein zusätzlich eine separate Aufnahme in diesem
Hohlraum vorzusehen, die beispielsweise durch eine Schachtel mit einseitiger Öffnung
realisiert sein kann.
[0018] Darüber hinaus schlägt die vorliegende Erfindung ein Set zur Herstellung einer Verpackung,
wie sie oben erläutert wurde, vor, wie es in Anspruch 8 definiert ist. Vorteilhafte
Ausführungsformen des Sets finden sich in den zugehörigen Unteransprüchen.
[0019] Insbesondere zur Ausbildung einer Rassel oder eines Pokals ist ein weiteres bevorzugt
flaches Element vorgesehen, das auf den zum dreidimensionalen Objekt gefalteten Materialbogen
aufschiebbar ist, um den zum dreidimensionalen Objekt gefalteten Materialbogen im
gefalteten Zustand zu halten. Dabei ist in dem flachen Element eine Aussparung vorgesehen,
die mehrere durch das Zentrum verlaufende längliche Schlitze aufweist. Insbesondere
bevorzugt ist es das flache Element rund zu gestalten. Weiter bevorzugt ist es beim
Einsatz in einer Rassel oder einem Pokal, bei aufeinander liegenden Bereichen (Wände)
der einzelnen Abschnitte, die sich radial vom Zentrum erstrecken, die Aussparungen
entsprechend der sich radial erstreckenden Wände zu gestalten, so dass die sich radial
erstreckenden Wände durch Aufschieben des zusätzlichen Elements in Umfangsrichtung
beabstandet gleichmäßig gehalten werden und damit das Objekt im gefalteten Zustand
verbleibt.
[0020] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung, die mit einem oder mehreren
der oben erwähnten Merkmale verwirklicht werden können, es sei denn die Merkmale widersprechen
einander, sind der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen zu entnehmen.
Diese erfolgt unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen, in denen:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht einer Verpackung gemäß einer ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ohne separat verpackte Lebensmittel zeigt;
Figur 2 eine perspektivische Ansicht der Verpackung aus Figur 1 mit separat verpackten
Lebensmitteln zeigt;
Figur 3 eine Unteransicht der Verpackung aus den Figuren 1 und 2 zeigt;
Figur 4 eine Aufsicht auf einen Materialbogen zur Ausbildung des dreidimensionalen
Objekts der Verpackung aus Figur 1 zeigt;
Figur 5 ein zusätzliches Element zeigt, um das dreidimensionale Objekt aus den Figuren
1 bis 3, welches aus einem Materialbogen gemäß Figur 4 gefaltet wurde, im gefalteten
Zustand zu halten;
Figur 6 eine perspektivische Ansicht einer Verpackung gemäß einer zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ohne separat verpackte Lebensmittel zeigt;
Figur 7 eine Aufsicht auf einen Materialbogen zur Ausbildung des dreidimensionalen
Objekts der Verpackung aus Figur 6 zeigt; und
Figur 8 ein zusätzliches Element zeigt, um das dreidimensionale Objekt aus Figur 6,
welches aus einem Materialbogen gemäß Figur 7 gefaltet wurde, im gefalteten Zustand
zu halten.
[0021] In den verschiedenen Zeichnungen und Ausführungsformen wurden gleiche Bezugszeichen
für gleiche oder vergleichbare Elemente verwendet. In der folgenden Beschreibung wurden
die entsprechenden Elemente in der Regel nur einmal erläutert und die Beschreibung
eines Elements bei einer Ausführungsform gilt auch für das gleiche Element einer anderen
Ausführungsform.
[0022] Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 5 eine erste Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung erläutert.
[0023] Die Verpackung ist gebildet aus einem flachen Materialbogen, insbesondere aus Papier
oder Pappe, wie er in Figur 4 dargestellt ist, einer Aufnahme 20, ebenfalls aus Papier
oder Pappe sowie einem zusätzlichen Element 30, wie es einzeln in Figur 5 dargestellt
ist und das ebenfalls aus Papier oder Pappe besteht. Dabei ist das dreidimensionale
Objekt der Verpackung als Rassel ausgestaltet.
[0024] Der Materialbogen 10 weist mehrere (hier sechs) Abschnitte 11 auf, die hier in zwei
Teilbereiche untergliedert werden können, einen Kopfbereich 12 der Rassel und einen
Griffbereich 13 der Rassel.
[0025] Die jeweiligen Abschnitte 11 sind über erste Faltlinien 14 miteinander verbunden,
wobei die jeweils äußeren Abschnitte 11 nur einseitig mit einem anderen Abschnitt
verbunden sind und die inneren Abschnitte 11 jeweils an gegenüberliegenden Seiten
über die Faltlinien 14 mit jeweils einem Abschnitt 11 in Verbindung stehen. Im Bereich
der Kopfbereiche 12 weist jeder Abschnitt 11 eine Aussparung 15 auf. Die Aussparungen
15 in den beiden äußeren Abschnitten 11 weisen jeweils in ihrer unteren und außen
liegenden Ecke eine Nut 16 auf. Eine solche Nut 16 ist in den einander zugewandten
unteren Ecken der Aussparungen 15 der mittig nebeneinander liegenden Abschnitte 11
ebenso vorgesehen.
[0026] Darüber hinaus sind die Abschnitte 11 jeweils mit zweiten Faltlinien 17 versehen,
die entlang einer Mittelachse verlaufen und es gestatten die jeweiligen Abschnitte
11 mittig zu falten. Durch die zweiten Faltlinien 17 werden die einzelnen Abschnitte
11 in eine linke und rechte Teilsektion 19
L bzw. 19
R unterteil.
[0027] Der Kopfbereich 12 ist vom Griffbereich 13 durch zur Mittellinie gegenüberliegende
Nuten 18 voneinander getrennt. Die in den Figuren 1 und 2 sichtbare Aufnahme 20 ist
ebenfalls aus einem flachen, jedoch nicht separat dargestellten Materialbogen ausgestaltet
und zu einem oben offenen Karton gefaltet. In diesem Zustand wird der Karton durch
mit den Seitenwänden 22 verklebte Laschen 21 (Figur 1) gehalten.
[0028] Das zusätzliche Element 30 (Figur 5) weist eine im Wesentlichen runde Grundform bzw.
Außenkontur mit einem Zentrum 31 auf. Darüber hinaus sind drei längliche und geradlinig
verlaufende Schlitze 32 vorgesehen, die jeweils durch das Zentrum 31, d. h. radial
verlaufen. Dadurch ergibt sich im zusätzlichen Element 30 eine im Wesentlichen durch
die Schlitze 32 gebildete sternförmige Aussparung.
[0029] Zum Bilden einer Verpackung, wie sie in den Figuren 1 und 2 dargestellt ist, werden
die linke Sektion 19
L des Abschnitts 11 in Figur 4 links außen und die rechte Sektion 19
R des Abschnitts 11 in Figur 4 rechts außen um die zweite Faltlinie 17 nach oben gefaltet
und von links nach rechts die jeweils rechte Sektion 19
R mit der jeweils linken Sektion 19
L benachbarter Abschnitte 11 um die zweiten Faltlinien 17 bzw. die ersten Faltlinien
14 in Figur 4 nach hinten aufeinander gefaltet. Anschließend werden die linke Sektion
19
L des Abschnitts 11 in Figur links außen und die rechte Sektion 19
R des Abschnitts 11 in Figur rechts außen mit ihrer Rückseite ebenfalls aufeinander
gelegt, so dass die zweiten Faltlinien 17, wie in Figur 1 ersichtlich, aufeinander
zu weisen. Die jeweils aufeinander liegenden Sektionen 19
R und 19
L der Abschnitte 11 bilden dabei einzelne Wände 23, die radial von einem Zentrum 31
der Verpackung verlaufen. Dadurch ergibt sich im Kopfbereich 12 ein Hohlraum 24, der
durch die Aussparungen 15 der einzelnen Abschnitte 11 gebildet ist. Durch die Nuten
16 sind in zwei diametral gegenüberliegenden Wänden 23 entsprechende Nuten ausgebildet,
um die Aufnahme 20 in Vertikalrichtung formschlüssig im Hohlraum 24 zu halten. Hierfür
wird die zuvor gefaltete Aufnahme 20 durch die in Figur 1 ersichtlichen Bereiche zwischen
zwei Wänden 23 schräg in den Hohlraum 24 eingeführt und dann in den Nuten 16 verrastet,
wobei der Boden 25 der Aufnahme 20 auf den nach oben weisenden die jeweilige Aussparungen
15 begrenzenden Kanten der Abschnitte 11 in Vertikalrichtung gestützt ist.
[0030] Um das dreidimensional gefaltete Objekt im gefalteten Zustand zu halten, wird das
zusätzliche Element 30 von unten auf den Griffabschnitt 13 aufgeschoben, wobei die
durch das Falten gebildeten Wände 23 im Bereich des Griffabschnitts 13 in die länglichen
Schlitze 32 des zusätzlichen Elements 30 eingreifen bzw. das zusätzliche Element 30
entlang der Wände 23 den Griffabschnitt 13 nach oben bis zum Kopfabschnitt geschoben
wird, wo die jeweils diametral außen liegenden Enden 33 der Schlitze 32 in die Nut
18 eingreifen und so formschlüssig ein Entfernen des zusätzlichen Elements 30 verhindern.
Dieser Zustand ist aus Figur 3 am besten ersichtlich.
[0031] Vorteilhafterweise werden in die Aufnahme 20 mehrere z. B. vier Dosen mit vorzugsweise
schüttgutartig enthaltenen Lebensmitteln, z. B. Lutschpastillen, aufgenommen. Die
Verpackung dieser Lebensmittel ist vorzugsweise eine Schachtel aus Kunststoff und/oder
Pappe, wobei die Süßigkeiten diese Schachtel nicht vollständig ausfüllen, so dass
bei einem Schütteln ein rasselähnliches Geräusch erzeugt wird. Die Verpackung der
ersten Ausführungsform mit eingesetzten separat verpackten Lebensmitteln ist Figur
2 zu entnehmen. Greift ein Verwender die Verpackung der ersten Ausführungsform im
Griffbereich 13 und schüttelt die Verpackung, so wird durch die Bewegung der Lebensmittel,
z. B. Lutschpastillen in der separaten Verpackung ein rasselähnliches Geräusch erzeugt,
das beispielsweise bei Sportevents zur Anfeuerung Verwendung finden kann.
[0032] Die Verpackung 40 liegt dabei vorteilhafterweise an den die Öffnungen 15 begrenzenden
in Vertikalrichtung oberen Kanten der Abschnitte 11 an, um ein Herausfallen zu vermeiden,
d, h. die Verpackungen werden formschlüssig in Vertikalrichtungen durch die Aufnahme
20 und die oberen Kanten der Aussparungen 15 der Abschnitte 11 gehalten und in Horizontalrichtung
durch die Seitenwände 22 der Aufnahme 20.
[0033] Eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, bei der das dreidimensionale
Objekt einem Pokal nachempfunden ist, wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die Figuren
6 bis 8 erläutert. Dabei wird im Wesentlichen auf die Ausführungen zur ersten Ausführungsform
in den Figuren 1 bis 5 Bezug genommen und lediglich Unterschiede herausgestellt.
[0034] Die Verpackung der zweiten Ausführungsform umfasst ebenfalls einen flachen Materialbogen
10, der zu einem dreidimensionalen Objekt, hier einem Pokal, gefaltet ist. Der Materialbogen
10 ist in Figur 7 dargestellt. Dabei sind ebenfalls mehrere (hier sechs) über erste
Faltlinien 14 verbundene Abschnitte 11 vorgesehen. Diese sind ebenfalls in zwei Teilbereiche
unterteilt, einen Kopfabschnitt 12 anders als bei der Ausführungsform in Figur 1,
jedoch nicht in einen Griffabschnitt, sondern vielmehr in einen Ständer- bzw. Fußabschnitt
113. Dabei stehen die einzelnen Abschnitte 11 anders als bei der Ausführungsform in
Figur 4 nicht nur im Kopfbereich 12 über die ersten Faltlinien 14 miteinander in Verbindung,
sondern auch im Ständerabschnitt 113. Dadurch ergeben sich zwischen den Faltlinien
14, die jeweils benachbarte Abschnitte 11 verbinden, Aussparungen 115, wie es am besten
aus Figur 7 ersichtlich ist.
[0035] Ein weiterer Unterschied zur Ausführungsform in den Figuren 1 bis 7 liegt darin,
dass die Nut zur Befestigung des zusätzlichen Elements 30 nicht an der Schnittstelle
zwischen Kopfabschnitt 12 und Ständerabschnitt 113 vorgesehen ist, sondern vielmehr
im Ständerabschnitt 113 und dabei nahe einer Kante 114, die im gefalteten Zustand
die Standfläche bildet. Das zusätzliche Element 30, wie es in Figur 8 dargestellt
ist, unterscheidet sich im Prinzip nicht wesentlich von dem in Figur 5 dargestellten
mit der Ausnahme, dass es exakt kreisrund gestaltet ist. Somit wird auf die Ausführungen
der ersten Ausführungsform in Bezug auf diese Ausgestaltung Bezug genommen.
[0036] Der Aufbau der Verpackung, wie sie in Figur 6 dargestellt ist, erfolgt gleichermaßen
wie in Bezug auf Figur 1 erläutert. Um den Materialbogen 10 im gefalteten Zustand
zu halten, wird das zusätzliche Element 30 unten auf den Ständerabschnitt 113 aufgeschoben,
wobei die durch die jeweiligen Sektionen 19
R und 19
L gebildeten Wände 23 in die länglichen Schlitze 32 des Element 30 eingreifen bis das
Element 30 mit den Nuten 118 verrastet und dadurch gehalten wird (Figur 6).
[0037] Ein weiterer Unterschied der zweiten Ausführungsform ist die Ausgestaltung der Aufnahme
20, wie sie in Figur 6 erkennbar ist. Hierbei wird die Aufnahme 20 nicht durch Klebemittel
und Laschen im gefalteten Zustand gehalten, sondern vielmehr dadurch, dass die in
Figur 6 längeren Seitenwände 22 entsprechend nicht sichtbare Laschen aufweisen und
die jeweils kurzen Seitenwände 22 um eine Faltlinie 26 doppelt gefaltet sind und ein
Vorsprung 27 in eine Nut 28 im Boden 25 eingreift um die Aufnahme 20 im gefalteten
Zustand, wobei die Laschen zwischen dem doppelt gefalteten Seitenwänden liegen.
[0038] Ansonsten unterscheidet sich die zweite Ausführungsform außer durch die Gestalt in
Form eines Pokals nicht wesentlich von der ersten Ausführungsform, so dass auf die
diesbezüglichen Ausführungen verwiesen wird.
[0039] Damit bieten die verschiedenen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung die Möglichkeit
auf einfachste Art und Weise aus Materialbögen und meist ohne Verwendung von Klebemittelverbindungen
Verpackungen herzustellen, die den Kaufanreiz erhöhen ohne die Herstellungskosten
für das Produkt wesentlich zu erhöhen. Dabei ist die event- bzw. sportbezogene Ausgestaltung
des dreidimensionalen Objekts als Rassel oder Pokal besonders vorteilhaft. Es versteht
sich aber, dass die vorliegende Erfindung auch anderweitig umgesetzt werden kann und
auf verschiedenartige Events oder Themen bezogen ausstaltbar ist.
1. Verpackung für Lebensmittel, insbesondere eine Süßigkeit, umfassend:
einen ursprünglich flachen Materialbogen (10), der zu einem dreidimensionalen, insbesondere
themabezogenen Objekt, bevorzugt einem sportbezogenen Objekt, insbesondere einer Rassel,
gefaltet ist, wobei das Objekt eine Aufnahme (20) umfasst, in der wenigstens ein separat
verpacktes Lebensmittel aufgenommen ist, wobei das dreidimensionale Objekt durch ein
zusätzliches, bevorzugt flaches, Element (30), das mit dem Materialbogen (10), aus
dem das dreidimensionale Objekt gefaltet ist, in Eingriff steht, im gefalteten Zustand
gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, dass das bevorzugt flache Element (30) eine Aussparung aufweist, die mehrere durch das
Zentrum (31) verlaufende längliche Schlitze (32) aufweist und von unten auf einen
Griffabschnitt oder einen Ständerabschnitt des dreidimensionalen Objekts aufgeschoben
ist, wobei Wände des dreidimensionalen Objekts in die Schlitze eingreifen.
2. Verpackung nach Anspruch 1, bei der das zusätzliche Element (30) das dreidimensionale
Objekt vollumfänglich umgreift und dadurch zusammenhält.
3. Verpackung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der die Aufnahme aus einem separaten
ursprünglich flachen Materialbogen gefaltet ist.
4. Verpackung nach Anspruch 3, bei der die aus dem Materialbogen gefaltete Aufnahme (20)
ausschließlich durch das dreidimensionale Objekt oder formschlüssige Eingriffselemente
im gefalteten Zustand gehalten ist.
5. Verpackung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der die Aufnahme (20) formschlüssig
und/oder kraftschlüssig, insbesondere nur formschlüssig und/oder kraftschlüssig, in
dem dreidimensionalen Objekt gehalten ist.
6. Verpackung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der das dreidimensionale Objekt
durch den Eingriff zweier Elemente (242) die Bestandteil des Materialbogens (10) aus
dem das dreidimensionale Objekt gefaltet ist sind, im gefalteten Zustand gehalten
ist.
7. Verpackung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der im Bereich der Außenkontur
des dreidimensionalen Objekts ein Sichtfenster, insbesondere ein durch ein transparentes
Material (240) verschlossenes Sichtfenster, vorgesehen ist durch welches das Lebensmittel
bzw. dessen Verpackung (40) sichtbar ist.
8. Set bestehend aus einem Materialbogen zum Ausbilden des dreidimensionalen Objekts
einer Verpackung nach einem der vorstehenden Ansprüche mit mehreren flachen der Außenkontur
des dreidimensionalen Objekts im Querschnitt entsprechenden Abschnitten (11), die
über erste Faltlinien (14) miteinander verbunden sind und einem, bevorzugt flachen
Element (30) das auf den zum dreidimensionalen Objekt gefalteten Materialbogen (10)
aufschiebbar ist, um den zum dreidimensionalen Objekt gefalteten Materialbogen im
gefalteten Zustand zu halten, dadurch gekennzeichnet, dass das bevorzugt flache Element (30) eine Aussparung aufweist, die mehrere durch das
Zentrum (31) verlaufende längliche Schlitze (32) aufweist und von unten auf einen
Griffabschnitt oder einen Ständerabschnitt des dreidimensionalen Objekts aufschiebbar
ist, sodass Wände des dreidimensionalen Objekts in die Schlitze eingreifen.
9. Set nach Anspruch 8, wobei die Abschnitte (11) des Materialbogens jeweils entlang
Ihrer Mittellinie eine zweite Faltlinie (17) aufweisen, so dass die zweiten Faltlinien
(17) der Abschnitte im zum dreidimensional Objekt gefalteten Zustand im Zentrum (31)
des dreidimensionalen Objekts liegen.
10. Set nach Anspruch 8 oder 9, wobei die Abschnitte (11) des Materialbogens jeweils eine
Aussparung (15) aufweisen, die im gefalteten Zustand des dreidimensionalen Objekts
die Aufnahme bilden oder sich zu einer Halterung für die Aufnahme (20) ergänzen.
1. Package for foodstuffs, in particular confectionery, comprising:
an originally flat sheet of material (10) which is folded into a three-dimensional,
in particular themed object, preferably a sports-related object, in particular a rattle,
wherein the object comprises a receptacle (20) in which at least one separately packaged
foodstuff is received, wherein the three-dimensional object is kept in the folded
state by an additional, preferably flat element (30) which is engaged with the sheet
of material (10) from which the three-dimensional object is folded, characterised in that the preferably flat element (30) has a recess which has several elongate slots (32)
running through the centre (31) and is slid from below onto a handle section or stand
section of the three-dimensional object, wherein walls of the three-dimensional object
engage in the slots.
2. Package according to claim 1, in which the additional element (30) encompasses the
three-dimensional object over its whole circumference and so holds it together.
3. Package according to any of the preceding claims, in which the receptacle is folded
from a separate, originally flat sheet of material.
4. Package according to claim 3, in which the receptacle (20) folded from the sheet of
material is kept in the folded state exclusively by the three-dimensional object or
form-locking engaging elements.
5. Package according to any of the preceding claims, in which the receptacle (20) is
held in the three-dimensional object in form-locking and/or force-locking relationship,
in particular only in form-locking and/or force-locking relationship.
6. Package according to any of the preceding claims, in which the three-dimensional object
is kept in the folded state by the engagement of two elements (242) which form part
of the sheet of material (10) from which the three-dimensional object is folded.
7. Package according to any of the preceding claims, in which in the region of the outer
contour of the three-dimensional object a viewing window is provided, in particular
a viewing window closed by a transparent material (240), through which the foodstuff
or its package (40) is visible.
8. Set consisting of a sheet of material for forming the three-dimensional object of
a package according to any of the preceding claims having several flat sections (11)
which correspond to the outer contour of the three-dimensional object in cross-section
and which are connected to each other by first fold lines (14), and a preferably flat
element (30) which can be slid onto the sheet of material (10) folded into the three-dimensional
object in order to keep the sheet of material folded into the three-dimensional object
in the folded state, characterised in that the preferably flat element (30) has a recess which has several elongate slots (32)
running through the centre (31) and can be slid from below onto a handle section or
stand section of the three-dimensional object, so that walls of the three-dimensional
object engage in the slots.
9. Set according to claim 8, wherein the sections (11) of the sheet of material in each
case have a second fold line (17) along their centre line, so that the second fold
lines (17) of the sections in the state folded into the three-dimensional object are
located at the centre (31) of the three-dimensional object.
10. Set according to claim 8 or 9, wherein the sections (11) of the sheet of material
in each case have a recess (15) which, in the folded state of the three-dimensional
object, form the receptacle or complement each other to form a support for the receptacle
(20).
1. Emballage pour articles alimentaires, en particulier pour un article de confiserie,
comprenant :
une feuille de matériau (10) initialement plate, pliée pour former un objet tridimensionnel,
en particulier un objet à thème, préférentiellement un objet se rapportant au sport,
en particulier une crécelle, où l'objet comprend un logement (20) contenant au moins
un article alimentaire emballé séparément, l'objet tridimensionnel étant maintenu
en état de pliage par un élément complémentaire (30) préférentiellement plat, lequel
est en prise avec la feuille de matériau (10) dans laquelle l'objet tridimensionnel
est plié, caractérisé en ce que l'élément (30) préférentiellement plat présente un évidement pourvu de plusieurs
fentes oblongues (32) qui s'étendent en passant par le centre (31), où est glissée
depuis le bas une partie de poignée ou une partie de montant de l'objet tridimensionnel,
les parois de l'objet tridimensionnel étant engagées dans les fentes.
2. Emballage selon la revendication 1, où l'élément complémentaire (30) entoure l'objet
tridimensionnel sur toute sa périphérie en le maintenant.
3. Emballage selon l'une des revendications précédentes, où le logement est plié dans
une feuille de matériau séparée initialement plate.
4. Emballage selon la revendication 3, où le logement (20) plié dans la feuille de matériau
est exclusivement maintenu en état de pliage par l'objet tridimensionnel ou par des
éléments d'assemblage à engagement positif.
5. Emballage selon l'une des revendications précédentes, où le logement (20) est maintenu
dans l'objet tridimensionnel par engagement positif et/ou par adhérence, en particulier
exclusivement par engagement positif et/ou par adhérence.
6. Emballage selon l'une des revendications précédentes, où l'objet tridimensionnel est
maintenu en état de pliage par engagement de deux éléments (242) faisant partie de
la feuille de matériau (10) dans laquelle l'objet tridimensionnel est plié.
7. Emballage selon l'une des revendications précédentes, où une fenêtre d'observation,
en particulier une fenêtre d'observation obturée par un matériau transparent (240),
est prévue dans la région du contour extérieur de l'objet tridimensionnel, derrière
laquelle l'article alimentaire ou son emballage (40) sont visibles.
8. Kit composé d'une feuille de matériau pour la réalisation de l'objet tridimensionnel
d'un emballage selon l'une des revendications précédentes, avec plusieurs sections
(11) plates dont la section correspond au contour extérieur de l'objet tridimensionnel,
lesquelles sont raccordées l'une à l'autre par de premières lignes de pliage (14)
et un élément (30) préférentiellement plat qui peut être glissé sur la feuille de
matériau (10) pliée pour former l'objet tridimensionnel pour maintenir en état de
pliage la feuille de matériau pliée pour former l'objet tridimensionnel, caractérisé en ce que l'élément (30) préférentiellement plat présente un évidement pourvu de plusieurs
fentes oblongues (32) qui s'étendent en passant par le centre (31), où est glissée
depuis le bas une partie de poignée ou une partie de montant de l'objet tridimensionnel,
les parois de l'objet tridimensionnel étant ainsi engagées dans les fentes.
9. Kit selon la revendication 8, où les sections (11) présentent chacune une deuxième
ligne de pliage (17) le long de leur axe central, de telle sorte qu'en état de pliage
formant l'objet tridimensionnel, les deuxièmes lignes de pliage (17) des sections
sont situées au centre (31) de l'objet tridimensionnel.
10. Kit selon la revendication 8 ou 9, où les sections (11) présentent chacune un évidement
(15), lesdits évidements formant le logement en état de pliage de l'objet tridimensionnel,
ou se complétant pour former un support pour le logement (20).