[0001] Die Erfindung betrifft eine Aufzuganlage mit zumindest einem Aufzugkabinenträger,
der zwei oder mehr Aufzugkabinen aufnehmen kann. Speziell betrifft die Erfindung das
Gebiet der Aufzuganlagen, die als sog. Doppeldecker-Aufzuganlagen ausgestaltet sind.
[0002] Aus der
JP 2001-322771 A1 ist ein Doppeldecker-Aufzug bekannt. Der bekannte Aufzug umfasst einen Kabinenrahmen,
in dem zwei Kabinen übereinander angeordnet sind. Hierbei ist die obere Kabine über
einen elastischen Körper an dem Kabinenrahmen abgestützt. Die untere Kabine ist über
einen elastischen Körper auf einem Sockel abgestützt. Der Sockel ist wiederum über
hydraulische Ölzylinder an dem Kabinenrahmen abgestützt. Hierbei wird das Gewicht
der unteren Kabine gemessen. Der Öldruck für die hydraulischen Ölzylinder wird abhängig
von dem Gewicht der unteren Kabine gesteuert.
[0003] Der aus der
JP 2001-322771 A1 bekannte Doppeldecker-Aufzug hat den Nachteil, dass der Hub der hydraulischen Ölzylinder
begrenzt ist und somit ein möglicher Verstellweg für die untere Kabine begrenzt ist.
Theoretisch ist zwar auch ein relativ grosser Verstellweg für die untere Kabine durch
einen entsprechend grossen Hub der Ölzylinder realisierbar, praktisch stehen dem aber
Gründe der Statik und Sicherheit entgegen. Insbesondere muss auch während einer Fahrt
des Kabinenrahmens eine ausreichende Sicherheit gewährleistet sein. Speziell bei einer
Notbremsung können hierbei grosse Kräfte auf die Ölzylinder wirken, was bei der Konstruktion
zu berücksichtigen ist.
[0004] US 5 220 981 offenbart eine Aufzugsanlage gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Aufzuganlage zu schaffen, die einen verbesserten
Betrieb ermöglicht. Speziell ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine Aufzuganlage
zu schaffen, die eine hohe Betriebssicherheit ermöglicht und einen grossen Anwendungsbereich
hat.
[0006] Die Aufgabe wird durch eine erfindungsgemässe Aufzuganlage mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst. Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Massnahmen sind
vorteilhafte Weiterbildungen der im Anspruch 1 angegebenen Aufzuganlage möglich.
[0007] Die Aufgabe wird durch eine Aufzuganlage gelöst, die zumindest einen Aufzugkabinenträger,
der in einem für eine Fahrt des Aufzugkabinenträgers vorgesehenen Fahrraum verfahrbar
ist, eine erste Aufzugkabine, die an dem Aufzugkabinenträger angeordnet ist, und zumindest
eine zweite Aufzugkabine, die an dem Aufzugkabinenträger angeordnet ist, aufweist.
Es ist zumindest ein hydraulisches Verstellelement für die erste Aufzugkabine vorgesehen,
das zum Verstellen der ersten Aufzugkabine relativ zu dem Aufzugkabinenträger dient.
Zudem ist zumindest ein hydraulisches Verstellelement für die zweite Aufzugkabine
vorgesehen, das zum Verstellen der zweiten Aufzugkabine relativ zu dem Aufzugkabinenträger
dient. Dabei wird ein Hub des hydraulischen Verstellelements für die erste Aufzugkabine
zum Verstellen der ersten Aufzugkabine in eine erste Verstellrichtung in einen Hub
des hydraulischen Verstellelements für die zweite Aufzugkabine zum Verstellen der
zweiten Aufzugkabine in eine entgegengesetzte Verstellrichtung umgesetzt.
[0008] Der Aufzugkabinenträger der Aufzuganlage kann beispielsweise in einem Aufzugschacht
angeordnet sein. Der für die Fahrt des Aufzugkabinenträgers vorgesehene Fahrraum ist
dann von dem Aufzugschacht begrenzt. Hierbei kann eine Antriebsmaschineneinheit vorgesehen
sein, die zum Betätigen des Aufzugkabinenträgers dient. Dadurch ist der Aufzugkabinenträger
entlang der vorgesehenen Fahrbahn verfahrbar. Der Aufzugkabinenträger kann an einem
mit dem Aufzugkabinenträger verbundenen Zugmittel aufgehängt sein. Das Zugmittel kann
hierbei in geeigneter Weise über eine Treibscheibe der Antriebsmaschineneinheit geführt
sein. Solch ein Zugmittel kann neben der Funktion des Übertragens der Kraft oder des
Moments der Antriebsmaschineneinheit auf den Aufzugkabinenträger auch die Funktion
haben, den Aufzugkabinenträger zu tragen. Unter einer Betätigung des Aufzugkabinenträgers
ist insbesondere ein Heben oder Senken in dem Aufzugschacht beziehungsweise dem für
die Fahrt des Aufzugkabinenträgers vorgesehenen Fahrraum zu verstehen. Der Aufzugkabinenträger
kann an einer oder mehreren Führungsschienen geführt sein.
[0009] Vorteilhaft ist es, dass ein möglicher Hub des hydraulischen Verstellelements für
die erste Aufzugkabine zum Verstellen der ersten Aufzugkabine etwa gleich gross ist
wie ein möglicher Hub des hydraulischen Verstellelements für die zweite Aufzugkabine
zum Verstellen der zweiten Aufzugkabine. Hierdurch können für die beiden Aufzugkabinen
etwa gleich grosse mögliche Verstellwege realisiert werden. Dies macht insbesondere
eine identische Auslegung der Komponenten für die erste Aufzugkabine und die zweite
Aufzugkabine möglich. Hierbei wirken vergleichbare Kräfte auf das hydraulische Verstellelement
der ersten Aufzugkabine und das hydraulische Verstellelement der zweiten Aufzugkabine,
wodurch sich eine optimierte Ausgestaltung ergibt. Dadurch ist eine kostengünstige
Herstellung möglich.
[0010] Vorteilhaft ist es auch, dass eine Verstellrichtung für die erste Aufzugkabine, in
der die erste Aufzugkabine von dem hydraulischen Verstellelement für die erste Aufzugkabine
verstellbar ist, und eine Verstellrichtung für die zweite Aufzugkabine, in der die
zweite Aufzugkabine von dem hydraulischen Verstellelement für die zweite Aufzugkabine
verstellbar ist, parallel zu einer Fahrtrichtung des Aufzugkabinenträgers sind, in
der der Aufzugkabinenträger durch den Fahrraum verfahrbar ist. Beim Beschleunigen
und Verzögern des Aufzugkabinenträgers ergeben sich hierbei Kräfte auf die Aufzugkabine,
die ebenfalls parallel zu der Fahrtrichtung sind. Hierdurch ist eine vorteilhafte
Belastung der hydraulischen Verstellelemente für die Aufzugkabinen entlang ihrer Verstellrichtungen
gegeben. Dadurch ist eine robuste Ausgestaltung möglich.
[0011] Vorteilhaft ist es, dass das hydraulische Verstellelement für die erste Aufzugkabine
bei einer Verstellung der ersten Aufzugkabine relativ zu dem Aufzugkabinenträger synchron
zu dem hydraulischen Verstellelement für die zweite Aufzugkabine in einer Verstellrichtung
der ersten Aufzugkabine sowie in einer Verstellrichtung der zweiten Aufzugkabine verstellt
wird. Hierdurch kann bei einer Verstellung der ersten Aufzugkabine und der zweiten
Aufzugkabine relativ zu dem Aufzugkabinenträger stets eine vorteilhafte Gewichtsverteilung
innerhalb des Aufzugkabinenträgers erzielt werden.
[0012] Vorteilhaft ist es, dass eine hydraulische Verbindung zwischen dem hydraulischen
Verstellelement für die erste Aufzugkabine und dem hydraulischen Verstellelement für
die zweite Aufzugkabine vorgesehen ist. In der hydraulischen Verbindung ist eine Pumpe
angeordnet, wobei die Pumpe zum Absenken der ersten Aufzugkabine bzw. zum Anheben
der zweiten Aufzugkabine relativ zu dem Aufzugkabinenträger von dem hydraulischen
Verstellelement für die erste Aufzugkabine zu dem hydraulischen Verstellelement für
die erste Aufzugkabine fördert.
[0013] Je nach Beladung der ersten oder der zweiten Aufzugkabine und Verstellrichtung der
ersten oder der zweiten Aufzugkabine variiert die von der Pumpe zu erbringende Leistung,
um ein Druckfluid aus dem hydraulischen Verstellelement der ersten Aufzugkabine in
das Verstellelement der zweiten Aufzugkabine zu fördern.
[0014] Beispielsweise bei höherer Beladung der ersten Aufzugskabine, herrscht im hydraulischen
Verstellelement der ersten Aufzugkabine ein höherer hydraulischer Druck als im hydraulischen
Verstellelement der zweiten Aufzugkabine. Die resultierende Last wirkt also auf das
hydraulische Verstellelement der ersten Aufzugkabine, so dass das Druckfluid die Tendenz
hat, aus dem hydraulischen Verstellelement der ersten Aufzugkabine verdrängt zu werden.
Für ein Absenken der ersten Aufzugkabine hat die Pumpe nur eine geringe Leistung zu
erbringen. Bei grösserer resultierenden Last, ist von der Pumpe gar eine Drosselleistung
zu erbringen, um die erste Aufzugkabine kontrolliert abzusenken. Dabei wird die zweite
Aufzugkabine entsprechend angehoben. Für ein Anheben der ersten Aufzugkabine gegen
die resultierende Last hingegen hat die Pumpe eine grössere Leistung zu erbringen.
Dabei wird die zweite Aufzugkabine entsprechend abgesenkt.
[0015] Vorteilhaft ist es auch, dass in der hydraulischen Verbindung ein Sperrventil angeordnet
ist. Dabei fördert die Pumpe von dem hydraulischen Verstellelement für die erste Aufzugkabine
zu dem hydraulischen Verstellelement für die erste Aufzugkabine über das offene Sperrventil.
In einer Ruhestellung hingegen, in der die erste Aufzugkabine und die zweite Aufzugkabine
relativ zu dem Aufzugkabinenträger ruhen, sperrt das Sperrventil die hydraulische
Verbindung. Somit kann in der Ruhestellung eine zuverlässige Fixierung der ersten
und der zweiten Aufzugkabine bezüglich des Aufzugkabinenträgers erzielt werden.
[0016] Insbesondere ist auch bei einer Fehlfunktion der Pumpe das Sperrventil absperrbar.
Dabei ist eine unerwünschte Gegenbewegung der ersten und der zweiten Aufzugkabine
verhindert. Hierdurch ist eine hohe Betriebssicherheit gewährleistet.
[0017] Ebenso vorteilhaft ist es, dass das hydraulische Verstellelement für die erste Aufzugkabine
unterhalb der ersten Aufzugkabine an einem Querträger des Aufzugkabinenträgers angeordnet
ist und dass das hydraulische Verstellelement für die zweite Aufzugkabine oberhalb
der zweiten Aufzugkabine an einem Querträger des Aufzugkabinenträgers angeordnet ist.
Bei einer Anordnung der ersten Aufzugkabine unterhalb der zweiten Aufzugkabine, ergibt
sich hierbei der Vorteil, dass der Zwischenraum zwischen der ersten und der zweiten
Aufzugkabine frei von Verstellelementen bleibt und ein geringer Kabinenabstand zwischen
der ersten und der zweiten Aufzugkabine einstellbar ist. Dies ermöglicht den Einsatz
der Aufzuganlage in Gebäuden mit relativ geringen Stockwerkhöhen.
[0018] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der nachfolgenden Beschreibung
anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Aufzuganlage in einer schematischen Darstellung entsprechend einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
[0019] Fig. 1 zeigt eine Aufzuganlage 1 mit zumindest einem Aufzugkabinenträger 2. Der Aufzugkabinenträger
2 ist in einem für eine Fahrt des Aufzugkabinenträgers 2 vorgesehenen Fahrraum 3 verfahrbar.
Beispielsweise kann der Fahrraum 3 in einem Aufzugschacht eines Gebäudes vorgesehen
sein. Der Fahrraum 3 ist dann durch solch einen Aufzugschacht begrenzt. Hierbei können
in dem Gebäude mehrere Stockwerke 4, 5 vorgesehen sein. Die Stockwerke 4, 5 sind neben
dem Fahrraum 3 angeordnet. Hierbei stellen die Stockwerke 4, 5 Beispiele für Haltepunkte
4, 5 dar. Hierbei sind exemplarisch die Stockwerke 4, 5 dargestellt. In der Praxis
kann eine deutlich grössere Anzahl an Stockwerken beziehungsweise Haltepunkten vorgesehen
sein.
[0020] Der Aufzugkabinenträger 2 ist an ein Zugmittel 8 aufgehängt. Das Zugmittel 8 läuft
zumindest um eine Treibscheibe 9 einer Antriebsmaschineneinheit 10. Entsprechend der
momentanen Drehrichtung der von der Antriebsmaschineneinheit 10 angetriebenen Treibscheibe
9 wird der Aufzugkabinenträger 2 in einer Richtung 11 nach oben oder in einer Richtung
12 nach unten durch den Fahrraum 3 verfahren. Somit kann der Aufzugkabinenträger 2
in den Fahrtrichtungen 11, 12 durch den Fahrraum 3 gefahren werden.
[0021] Der Aufzugkabinenträger 2 dient zum Aufnehmen einer ersten Aufzugkabine 15 und einer
zweiten Aufzugkabine 16. In diesem Ausführungsbeispiel nimmt der Aufzugkabinenträger
2 die beiden Aufzugkabinen 15, 16 auf.
[0022] Die erste Aufzugkabine 15 ist in diesem Ausführungsbeispiel unter der zweiten Aufzugkabine
16 in dem Aufzugkabinenträger 2 angeordnet. Zwischen den beiden Aufzugkabinen 15,
16 ist ein Querträger 17 des Aufzugkabinenträgers 2 vorgesehen. Ferner ist unter der
ersten Aufzugkabine 15 ein weiterer Querträger 18 des Aufzugkabinenträgers 2 vorgesehen.
Ferner ist ein Querträger 19 des Aufzugkabinenträgers 2 über der zweiten Aufzugkabine
16 vorgesehen. Das Zugmittel 8 kann beispielsweise an dem Querträger 19 des Aufzugkabinenträgers
2 befestigt sein.
[0023] Zwischen der ersten Aufzugkabine 15 und dem Querträger 18 sind hydraulische Verstellelemente
20, 21 angeordnet. Die hydraulischen Verstellelemente 20, 21 sind hierbei einerseits
mit dem Querträger 18 und andererseits mit einer Bodenplatte 22 der ersten Aufzugkabine
15 verbunden. Die hydraulischen Verstellelemente 20, 21 dienen zum Anheben der ersten
Aufzugkabine 15 in einer Verstellrichtung 23. Ausserdem kann die erste Aufzugkabine
15 durch entsprechendes Ansteuern der Verstellelemente 20, 21 in einer Verstellrichtung
24 abgesenkt werden. Somit ist eine Verstellung der ersten Aufzugkabine 15 in den
Verstellrichtungen 23, 24 möglich. Die Verstellrichtungen 23, 24 sind entgegengesetzt
zueinander orientiert. Ausserdem sind die Verstellrichtungen 23, 24 parallel zu den
Fahrtrichtungen 11, 12 des Aufzugkabinenträgers 2 orientiert.
[0024] Die Verstellrichtung 23 zeigt senkrecht nach oben, während die Verstellrichtung 24
senkrecht nach unten zeigt.
[0025] Die hydraulischen Verstellelemente 20, 21 sind als hydraulische Ölzylinder ausgelegt.
Dabei weisen die hydraulischen Verstellelemente 20, 21 Buchsen mit Zylinderbohrungen
auf, in denen Kolben 27, 28 geführt sind. Desweiteren definieren die Buchsen Zylinderräume.
Die Zylinderräume sind mit einem hydraulischen Druckfluid, insbesondere einem Hydrauliköl,
gefüllt.
[0026] Vorzugsweise sind die Ölzylinder der Verstellelemente 20, 21 dermassen ausgelegt,
dass eine Kolbenfläche eines Kolbens 27, 28 jeweils einen Zylinderraum zweiteilt,
nämlich in einen oberen 25, 26 und einen unteren 29, 30 Bereich des Zylinderraums.
Dabei ist zumindest der untere Bereich 29, 30 mit Druckfluid gefüllt. Vorzugsweise
ist auch der obere Bereich 25, 26 mit Druckfluid gefüllt. Hierbei sind die beiden
oberen Bereiche 25, 26 der Zylinderräume über eine Verbindungsleitung 51 und die beiden
unteren Bereiche 29, 30 der Zylinderräume über eine Verbindungsleitungen 31 miteinander
verbunden.
[0027] Der untere Bereich 29, 30 eines Zylinderraums stellt einen Arbeitsbereich dar, in
dem der Druck im Druckfluid für eine Verstellung der ersten Aufzugkabine 15 aufgebaut
wird. Daher ist der Druck in einem unteren Bereich 29, 30 eines Zylinderraums relativ
hoch, nämlich im Bereich von 100 oder mehreren 100 bar. Der obere Bereich 25, 26 eines
Zylinderraums hingegen dient der Dämpfung einer schlagartigen Hubbewegung, wie sie
beispielsweise bei einem Fang auftreten kann. Daher ist der Druck in einem oberen
Bereich 25, 26 eines Zylinderraums relativ gering und beträgt etwa 1 bis 2 bar.
[0028] Ausserdem sind hydraulische Verstellelemente 32, 33 für die zweite Aufzugkabine 16
vorgesehen. Die hydraulischen Verstellelemente 32, 33 sind zwischen dem Querträger
19 und der zweiten Aufzugkabine 16 angeordnet. Hierbei sind die hydraulischen Verstellelemente
32, 33 einerseits mit dem Querträger 19 und andererseits mit einer Deckenplatte 34
der zweiten Aufzugkabine 16 verbunden.
[0029] Die hydraulischen Verstellelemente 32, 33 sind ebenfalls als hydraulische Ölzylinder
ausgelegt. Dabei weisen die hydraulischen Verstellelemente 32, 33 Buchsen auf. Die
Buchsen wiederum weisen Zylinderbohrungen auf, in denen Kolben 37, 38 geführt sind.
Desweiteren definieren die Buchsen Zylinderräume. Die Zylinderräume sind mit einem
hydraulischen Druckfluid, insbesondere einem Hydrauliköl, gefüllt. Die Verstellelemente
32, 33 bzw. deren Ölzylinder sind vorzugsweise funktionsgleich wie diejenigen der
Verstellelementen 20, 21 aufgebaut.
[0030] Daher zweiteilt auch hier eine Kolbenfläche eines Kolbens 37, 38 jeweils einen Zylinderraum,
nämlich in einen oberen 35, 36 und einen unteren 39, 40 Bereich des Zylinderraums.
Dabei ist zumindest der untere Bereich 39, 40 mit Druckfluid gefüllt. Vorzugsweise
ist auch der obere Bereich 35, 36 mit Druckfluid gefüllt. Hierbei sind die beiden
oberen Bereiche 35, 36 der Zylinderräume über eine Verbindungsleitung 71 und die beiden
unteren Bereiche 39, 40 der Zylinderräume über eine Verbindungsleiten 41 miteinander
verbunden. Ein unterer Bereich 39, 40 bzw. ein oberer Bereich 35, 36 eines Zylinderraums
steht ebenfalls unter hohem bzw. geringem Druck.
[0031] Die zweite Aufzugkabine 16 kann in einer Verstellrichtung 61 nach oben und in einer
Verstellrichtung 62 nach unten verstellt werden. Die Verstellrichtungen 61, 62 sind
hierbei parallel zu den Fahrrichtungen 11, 12 des Aufzugkabinenträgers 2 orientiert.
[0032] Zwischen den hydraulischen Verstellelementen 20, 21 und den hydraulischen Verstellelementen
32, 33 ist über eine hydraulische Leitung 42 eine hydraulische Verbindung 42 gebildet.
Dabei sind zumindest die unteren Bereiche 29, 30, 39, 40 der Zylinderräume bzw. der
hydraulischen Verstellelemente 20, 21, 32, 33 verbunden. Über die hydraulische Verbindung
42 wird je nach Schaltstellung einer Schaltventileinheit 43 eine Verbindung zwischen
den unteren Bereichen 29, 30 der hydraulischen Verstellelemente 20, 21 und den unteren
Bereichen 39, 40 der hydraulischen Verstellelemente 32, 33 freigegeben oder gesperrt.
[0033] Dazu verfügt die Schaltventileinheit 43 über ein Sperrventil 50 und einen Schaltmagneten
49. Mittels des Schaltmagneten 49 ist das Sperrventil 50 so schaltbar, dass es die
hydraulische Verbindung 42 freigibt oder sperrt. Beim Verstellen der Aufzugskabine
15, 16 in die Verstellrichtungen 23, 62 bzw. 24, 61 gibt das Sperrventil 50 die hydraulische
Verbindung 42 frei. In einer Ruhestellung der beiden Aufzugkabinen 15, 16 hingegen
sperrt das Sperrventil 50 die hydraulische Verbindung 42. Der Schaltmagnet ist ausfallsicher
ausgelegt. Daher gibt der Schaltmagnet 49 das Sperrventil 50 nur bei Aufbringung eines
Schaltstroms frei. Bei einem Stromausfall hingegen sperrt der Schaltmagnet 49 das
Sperrventil 50. Dazu steht der Schaltmagnet 49 in Wirkkontakt mit einer Rückstellfeder,
die den Schaltmagnet 49 in eine Sperrichtung des Sperrventils 50 rückstellt.
[0034] Desweiteren ist in der hydraulische Verbindung 42 zwischen den Arbeitsbereichen 29,
30, 39, 40 der hydraulischen Verstellelemente 20, 21 und der hydraulischen Verstellelemente
32, 33 eine Pumpe 48 angeordnet. Dabei fördert die Pumpe 48 zum Anheben und Absenken
der ersten Aufzugkabine 15 bzw. zum Absenken und Anheben der zweiten Aufzugkabine
16 relativ zu dem Aufzugkabinenträger 2 Druckfluid aus den Arbeitsbereichen 29, 30
der hydraulischen Verstellelemente 21, 22 für die erste Aufzugkabine 15 in die Arbeitsbereiche
39, 40 der hydraulischen Verstellelemente 20, 21 für die zweite Aufzugkabine 16 oder
umgekehrt.
[0035] Die Pumpe 48 ist so ausgelegt, dass sie je nach gewünschter Verstellrichtung der
Aufzugkabinen 15, 16 entweder Druckfluid aus den Arbeitsbereichen 29, 30 der hydraulischen
Verstellelemente 20, 21 in die Arbeitsbereiche 39, 40 der hydraulischen Verstellelemente
32, 33 fördert oder Druckfluid in die Gegenrichtung, nämlich aus den Arbeitsbereichen
39, 40 der hydraulischen Verstellelemente 32, 33 in die Arbeitsbereiche 29, 30 der
hydraulischen Verstellelemente 20, 21 fördert. Die Pumpe 48 verfügt also über zwei
Förderrichtungen. In gewissen Beladungsfällen der ersten und der zweiten Aufzugkabine
15, 16 ist die Pumpe 48 auch als drosselndes Element einsetzbar.
[0036] Dazu ist die Pumpe 48 mit einem drehzahlgeregelten Motor 47 über eine Antriebswelle
verbunden. Das vom Motor 47 an die Pumpe 48 abgegebene Drehmoment für die Verstellung
der ersten oder der zweiten Aufzugkabine 15, 16 hängt weitgehend von der Beschleunigung
der Aufzugkabinen 15, 16 sowie der Last in Verbindung mit der Verstellrichtung der
ersten oder der zweiten Aufzugkabine 15, 16 ab. Die Last resultiert aus einer Differenz
zwischen den momentanen Beladungen der ersten und der zweiten Aufzugkabine 15, 16.
[0037] Auf den hydraulischen Verstellelementen 20, 21 lastet die Gewichtskraft der ersten
Aufzugkabine 15 und gegebenenfalls eine Beladung der ersten Aufzugkabine 15. Auf den
hydraulischen Verstellelementen 32, 33 lastet entsprechend die Gewichtskraft der zweiten
Aufzugkabine 16 und gegebenenfalls eine Beladung der zweiten Aufzugkabine 16.
[0038] Ist beispielsweise die Beladung der ersten Aufzugkabine 15 grösser als diejenige
der zweiten Aufzugkabine 16, ist ein Druck p1 des Druckfluids in den Arbeitsbereichen
29, 30 der hydraulischen Verstellelemente 20, 21 grösser als ein Druck p2 des Druckfluids
in den Arbeitsbereichen 39, 40 der hydraulischen Verstellelemente 32, 33.
[0039] In dieser Situation muss der Motor 47 je nach Förderrichtung der Pumpe 48 eine grössere
oder kleinere Last überwinden. Wird Druckfluid in die Verstelleinheit 20, 21 mit dem
höheren Druck p1 gefördert, so hat der Motor ein grösseres Drehmoment zu erbringen,
als wenn Druckfluid in die Verstelleinheit 32, 33 mit dem geringeren Druck p2 gefördert
wird. Bei einem grösseren Beladungunterschied zwischen der ersten und der zweiten
Aufzugkabine 15, 16 mit entsprechend grossem Druckunterschied ist die Pumpe 48 auch
als drosselndes Element einsetzbar, um die Durchflussmenge des Druckfluids aus den
Arbeitsbereichen 29, 30 der hydraulischen Verstellelemente 20, 21 in die Arbeitsbereiche
39, 40 der hydraulischen Verstellelemente 32, 33 zu begrenzen.
[0040] Je nach Beladung der ersten und der zweiten Aufzugskabine 15, 16 ist eine andere
Druckverteilung möglich, in der beispielsweise der Druck p2 grösser ist als der Druck
p1. Daraus ergeben sich entsprechend andere Voraussetzungen für die Erbringung eines
Drehmomentes für den Motor 47.
[0041] Beispielsweise beim Absenken der ersten Aufzugkabine 15 bewegen sich einerseits die
Kolben 27, 28 der hydraulischen Verstellelemente 20, 21 in die Verstellrichtung 24.
Andererseits bewegen sich die Kolben 37, 38 der hydraulischen Verstellelemente 32,
33 in die Verstellrichtung 61. Da das aus den Arbeitsbereichen 29, 30 der hydraulischen
Verstellelementen 20, 21 verdrängte Druckfluid in die Arbeitsbereiche 39, 40 der hydraulischen
Verstellelementen 32, 33 fliesst, wird eine synchrone Bewegung einerseits der hydraulischen
Verstellelemente 20, 21 und andererseits der hydraulischen Verstellelemente 32, 33
in die Verstellrichtung 24 bzw. 61 erzielt. Hierbei sind die hydraulischen Verstellelemente
20, 21 und die hydraulischen Verstellelemente 32, 33 aufeinander abgestimmt ausgestaltet.
Beim Absenken der zweiten Aufzugkabine 16 kehrt sich die Bewegung der Kolben 27, 28,
37, 38 bzw. die Flussrichtung des Druckfluids um.
[0042] In einer Ruhestellung der Aufzugkabinen 15, 16 ist die Verbindung zwischen den hydraulischen
Verstellelementen 32, 33 und den hydraulischen Verstellelementen 20, 21 über die hydraulische
Leitung 42 gesperrt. Hierdurch findet kein Austausch des Druckfluids zwischen einerseits
den Arbeitsbereichen der hydraulischen Verstellelemente 32, 33 und andererseits den
Arbeitsbereichen der hydraulischen Verstellelemente 20, 21 statt. Hierdurch ist zum
einen eine Verstellung der Kolben 27, 28 der hydraulischen Verstellelemente 20, 21
gesperrt und somit verhindert. Zum anderen ist auch eine Verstellung der Kolben 37,
38 der hydraulischen Verstellelemente 32, 33 gesperrt und somit verhindert. Das Druckfluid
ist nämlich ein inkompressibles Druckfluid. Somit ist eine zuverlässige Fixierung
der Position der ersten und der zweiten Aufzugkabine 15, 16 relativ zu dem Aufzugkabinenträger
2 ermöglicht.
[0043] Das Verstellen der Aufzugkabinen 15, 16 wird von einer Steuereinheit 46 gesteuert.
Dazu verfügt Die Steuereinheit 46 über Informationen einer ersten Positionsmesseinheit
72, einer zweiten Positionsmesseinheit 73, mindestens einer ersten Lastmesseinheit
78, 79 sowie mindestens einer zweiten Lastmesseinheit 80, 81. Die erste Positionsmesseinheit
72 und die erste Lastmesseinheit 78, 79 sind der ersten Aufzugkabine 15 zugeordnet.
Die zweite Positionsmesseinheit 73 und die zweite Lastmesseinheit 80, 81 sind der
zweiten Aufzugkabine 16 zugeordnet. Die Steuereinheit 46 kennt also stets die Positionen
der ersten und der zweiten Aufzugskabine 15, 16 relativ zum Aufzugkabinenträger 2
und kennt ebenso eine momentane Beladung der ersten und der zweiten Aufzugkabine 15,
16. Zudem kommuniziert die Steuereinheit 46 mit einer Aufzugsteuerung und verfügt
über Informationen, welches Stockwerk als nächstes angefahren wird und welcher Kabinenabstand
77 zwischen den Aufzugkabinen 15, 16 für dieses Stockwerk einzustellen ist.
[0044] Mittels dieser Informationen gibt die Steuereinheit 46 dem Motor 47 ein Drehmoment
vor, um bei gegebener Beladung, den Kabinenabstand 77 zwischen den Aufzugkabinen 15,
16 zeitgerecht einzustellen. Über die Positionsmesseinheiten 72, 73 verfügt die Steuereinheit
46 über die aktuellen Positionen der Aufzugkabinen 15, 16 beim Verstellen und stellt
den Motor 47 bei Erreichen des vorgegebenen Kabinenabstandes 77 ab. Zudem steuert
die Steuereinheit 46 den Schaltmagneten 49 dermassen an, dass das Sperrventil 50 die
hydraulische Verbindung 42 während des Verstellens des Kabinenabstandes 77 freigibt
und die hydraulische Verbindung 42 nach Erreichen des vorgegebenen Kabinenabstandes
77 sperrt.
[0045] Desweiteren wird die hydraulische Verbindung 42 von einer Hilfspumpe 44 mit zusätzlichem
Druckfluid versorgt. Dabei fördert die Hilfspumpe 44 Druckfluid von einem Ölreservoir
45 in die hydraulische Verbindung 42. Diese zusätzliche Versorgung mit Druckfluid
erfolgt zum Ausgleich von Ölverlusten. Dazu wird die Hilfspumpe 44 von der Steuereinheit
46 angesteuert. Normalerweise stellt eine Subtraktion der Positionswerte der ersten
Positionsmesseinheit 72 und der zweiten Positionsmesseinheit 73 bei einer synchronen
gegenläufigen Verstellung der Aufzugkabinen 15, 16 einen konstanten Wert dar. Bei
fortschreitendem Ölverlust variiert dieser Wert in einer gewissen Bandbreite. Die
Steuereinheit 46 stellt ein Überschreiten einer vorgegebenen kritischen Varianz dieses
Wertes fest und weist die Hilfspumpe 44 an Druckfluid zu fördern bis der Ölverlust
kompensiert ist.
[0046] Desweiteren sind die oberen Bereiche 25, 26 der hydraulischen Verstellelemente 20,
21 und die oberen Bereiche 35, 36 der hydraulischen Verstellelemente 32, 33 über eine
hydraulische Verbindung 52 verbunden. Dabei fliesst entsprechend der Verstellbewegung
der ersten und der zweiten Aufzugkabine 15, 16 Druckfluid aus den oberen Bereichen
25, 26 der Verstellelemente 20, 21 in die oberen Bereiche 35, 36 der Verstellelemente
32, 33 und umgekehrt. Da die Kolben 27, 28 das Volumen der oberen Bereiche 25, 26
der Verstellelemente 20, 21 verkleinert, ist das Volumen der oberen Bereiche 35, 36
bei gegebenem Hub der Aufzugkabinen 15, 16 und bei gleichem Durchmesser der oberen
Bereiche 25, 26, 35, 36 grösser. Daher ist die hydraulische Verbindung 52 mit einem
Druckspeicher 54 verbunden. Der Druckspeicher 54 speichert bei Fliessen des Druckfluids
aus den oberen Bereichen 35, 36 der hydraulischen Verstellelemente 32, 33 in die oberen
Bereiche 25, 26 der hydraulischen Verstellelemente 20, 21 zwischenzeitlich überschüssiges
Druckfluid aus den oberen Bereichen 35, 36. Fliesst das Druckfluid in die Gegenrichtung
gibt der Druckspeicher 54 gespeichertes Druckfuid wieder an die hydraulische Verbindung
52 ab.
[0047] Alternativ kann auf einen zusätzlichen Druckspeicher 54 verzichtet werden, wenn die
Durchmesser der oberen Bereiche 25, 26 der Verstellelemente 20, 21 entsprechend grösser
ausgestaltet sind.
[0048] Vorzugsweise ist der Druckspeicher 54 über ein Drosselventil 53 an die hydraulische
Verbindung 52 gekoppelt. Das Drosselventil 53 begrenzt die Fliessgeschwindigkeit des
Druckfluids in das Druckspeicher 54 und aus dem Druckspeicher 54, so dass bei einem
stossartigem Hub der Aufzugkabinen 15, 16, wie beispielsweise bei einem Fang des Aufzugkabinenträgers
2, in den oberen Bereichen 25, 26, 35, 36 immer genügend Druckfluid verbleibt, um
eine ausreichende Dämpfung des stossartigen Hubs zu erzielen.
[0049] Da aus denselben Gründen ein Volumenunterschied zwischen den Arbeitsbereichen 29,
30 der hydraulischen Verstellelemente 20, 21 und den Arbeitsbereichen 39, 40 der hydraulischen
Verstellelemente 32, 33 besteht, ist die hydraulische Verbindung 42 vorzugsweise mit
einem weiteren Druckspeicher und einem weiteren Drosselventil verbunden. Wie oben
kann alternativ dazu auf einen zusätzlichen Druckspeicher samt Drosselventil verzichtet
werden, wenn die Durchmesser der Arbeitsbereiche 39, 40 der Verstellelemente 32, 33
entsprechend grösser ausgestaltet sind.
[0050] Die erste Aufzugkabine 15 weist ein Ausstiegsniveau 75 auf. Die zweite Aufzugskabine
16 weist ein Ausstiegsniveau 76 auf. Die Ausstiegsniveaus 75, 76 können beispielsweise
über Fussböden der Aufzugkabinen 15, 16 bestimmt sein. Zwischen dem Ausstiegsniveau
75 der ersten Aufzugkabine 15 und dem Ausstiegsniveau 76 der zweiten Aufzugkabine
16 ist ein Kabinenabstand 77 bestimmt. Wenn die beiden Aufzugkabinen 15, 16 jeweils
relativ zu dem Aufzugkabinenträger 2 angehalten sind, was in den Schaltstellungen
50 der Schaltventileinheit 43 der Fall ist, dann bleibt der Kabinenabstand 77 auch
bei einer Fahrt des Aufzugkabinenträgers 2 durch den Fahrraum 3 konstant. Durch Verstellen
der ersten Aufzugkabine 15 und der zweiten Aufzugkabine 16 kann der Kabinenabstand
77 variiert werden.
[0051] Ein Stockwerksabstand zwischen den Stockwerken 4, 5 hängt von den architektonischen
Gegebenheiten des Gebäudes oder dergleichen ab. Hierbei kann innerhalb eines Gebäudes
der Abstand zweier aufeinander folgender Stockwerke variieren. Beispielsweise können
in dem Gebäude teilweise Zwischenböden zur Aufnahme einer Klimaanlage vorgesehen sein.
Ausserdem kann der Stockwerksabstand bezüglich eines Untergeschosses unterschiedlich
sein zu einem Stockwerksabstand der Obergeschosse. Ferner kann auch eine Eingangshalle
eine grössere Stockwerkshöhe vorgeben.
[0052] Die Aufzuganlage 1 ermöglicht in vorteilhafter Weise eine Anpassung des Kabinenabstands
77 an den Stockwerksabstand der anzufahrenden Stockwerke 4, 5. Somit kann innerhalb
des Gebäudes eine Variation des Kabinenabstands 77 erfolgen. Hierdurch werden die
architektonischen Freiheiten vergrössert.
[0053] Da die beiden Aufzugkabinen 15, 16 insbesondere aufeinander zu oder voneinander weg
bewegt werden können, ergeben sich mehrere Vorteile. Durch Verstellen der ersten Aufzugkabine
15 in der Verstellrichtung 23 und der zweiten Aufzugkabine 16 in der Verstellrichtung
62 werden die Aufzugkabinen 15, 16 aufeinander zu bewegt und der Kabinenabstand 77
wird verkürzt. Da beide Aufzugkabinen 15, 16 verstellt werden, ändert sich der Kabinenabstand
77 mit der Summe der Geschwindigkeiten der einzelnen Verstellbewegungen der Aufzugkabinen
15, 16. Dies gilt entsprechend für eine Vergrösserung des Kabinenabstands 77, bei
der die erste Aufzugkabine 15 in der Verstellrichtung 24 verfahren wird und die zweite
Aufzugkabine 16 in der Verstellrichtung 61 verfahren wird. Ein weiterer Vorteil ist,
dass die mögliche Änderung des Kabinenabstands 77, das heisst die Differenz zwischen
einem maximalen Kabinenabstand 77 und einem minimalen Kabinenabstand 77, aus den möglichen
Verstellbewegungen für die Aufzugkabinen 15, 16 zusammengesetzt ist. Hierbei addieren
sich der mögliche Hub für die hydraulischen Verstellelemente 20, 21 für die erste
Aufzugkabine 15 und der mögliche Hub für die hydraulischen Verstellelemente 32, 33
für die zweite Aufzugkabine 16 zu der möglichen Änderung des Kabinenabstands 77. Dies
bedeutet, dass die konstruktiven Anforderungen an die hydraulischen Verstellelemente
20, 21, 32, 33 aus mehreren Gründen reduziert sind. Zum einen werden auftretende Biegekräfte
oder dergleichen in den nun kürzer auslegbaren Kolben und Buchsen der Verstellelemente
bei auftretenden Stössen quer zu den Fahrrichtungen 11, 12 verringert. Zudem ist die
strukturelle Stabilität der Verstellelemente generell höher. Dank der kleineren resultierenden
Ölsäulen in den jeweiligen Zylinderräumen verringern sich auch die Anforderungen an
Dichtungen und Ventilen. Desweiteren erleichtert sich auch die konstruktive Ausgestaltung
in Bezug auf Sicherheitsanforderungen, die eine robuste Auslegung auch für den Fall
eines Nothalts oder dergleichen erfordern. Dies ermöglicht auch, dass spezielle Fang-
oder Bremseinrichtungen, die die Aufzugkabinen 15, 16 relativ zu dem Aufzugkabinenträger
fangen oder bremsen, entfallen können.
[0054] Somit kann eine Aufzuganlage 1 mit einem Aufzugkabinenträger 2 geschaffen werden,
der zwei oder mehr Aufzugkabinen 15, 16 aufnimmt. Hierbei können innerhalb des Gebäudes
unterschiedliche Abstände zwischen Stockwerken 4, 5 ausgeglichen werden.
[0055] Bei einer Kombination der Verstellbewegungen der Aufzugkabinen 15, 16 kann eine relativ
schnelle Verstellung der beiden Aufzugkabinen 15, 16 zueinander erfolgen. Der gute
Wirkungsgrad der hydraulischen Pumpe 48 ermöglicht hierbei eine vorteilhafte Umsetzung
der zum Pumpen benötigten Energie zum Anheben der jeweiligen Aufzugkabine 15, 16.
[0056] Ein Hauptvorteil der Erfindung ist das hydraulische Kommunizieren zwischen den Verstellelementen
20, 21 der ersten Aufzugkabine 15 und den Verstellelementen 32, 33 der zweiten Aufzugkabine
16. Hierbei balanciert die Gewichtskraft der ersten Aufzugkabine 15 die Gewichtskraft
der zweiten Aufzugkabine 16 aus bzw. ist der Druckunterschied zwischen p1 und p2 in
den Verstellelementen 20, 21, 32, 33 klein gehalten. Dies hat zur Folge, dass die
zu leistende Förderleistung der Pumpe 48 ebenso klein ist. Dementsprechend können
kleinere und leichtere Pumpen eingesetzt werden. Dies führt zu einer weiteren erheblichen
Gewichtsreduktion der beweglichen Masse der Aufzuganlage und zu Energieeinsparungen
im Betrieb.
[0057] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt.
[0058] Insbesondere sind die hydraulischen Verstellelemente 20, 21 der ersten Aufzugkabine
15 in einer weiteren Anordnung am unteren Querträger 18 und die hydraulischen Verstellelemente
32, 33 der zweiten Aufzugkabine 16 am mittleren Querträger 17 montierbar. In einer
weiteren Anordnung sind die hydraulischen Verstellelemente 20, 21 der ersten Aufzugkabine
15 am mittleren Querträger 17 und die hydraulischen Verstellelemente 32, 33 der zweiten
Aufzugkabine 16 am oberen Querträger 19 montierbar. In einer weiteren Anordnung sind
sowohl die hydraulischen Verstellelemente 20, 21 der ersten Aufzugkabine 15 als auch
die hydraulischen Verstellelemente 32, 33 der zweiten Aufzugkabine 16 am mittleren
Querträger 17 montierbar.
[0059] Die beiden erstgenannten weiteren Anordnungen der Verstellelemente 20, 21 und 32,
33 sind hinsichtlich des Volumens der Arbeitsbereiche 29, 30 und 39, 40 sowie der
oberen Bereiche 25, 26 und 35, 36 vorteilhaft ausgestaltet. Denn in diesen Anordnungen
sind diese Volumina weitgehend gleich, da der kreuzweise Effekt der Volumenverkleinerung
der Kolben 27, 28 und 37, 38 entfällt. Daher sind in diesen Anordnungen Druckspeicher
54 und Drosselventil 53 in den hydraulischen Verbindungen 42 und 52 obsolet.
[0060] Zudem sind die hydraulischen Verstellelemente 20, 21, 32, 33 so auslegbar, dass jede
Aufzugkabine 15, 16 lediglich ein hydraulisches Verstellelement aufweist. Hierbei
entfallen die Verbindungsleitungen 31, 51, 41, 71.
1. Aufzuganlage (1) mit zumindest einem Aufzugkabinenträger (2), der in einem für eine
Fahrt des Aufzugkabinenträgers (2) vorgesehenen Fahrraum (3) verfahrbar ist, einer
ersten Aufzugkabine (15), die an dem Aufzugkabinenträger (2) angeordnet ist, und zumindest
einer zweiten Aufzugkabine (16), die an dem Aufzugkabinenträger (2) angeordnet ist,
wobei zumindest ein hydraulisches Verstellelement (20, 21) für die erste Aufzugkabine
(15) vorgesehen ist, das zum Verstellen der ersten Aufzugkabine (15) relativ zu dem
Aufzugkabinenträger (2) dient, und wobei zumindest ein hydraulisches Verstellelement
(32, 33) für die zweite Aufzugkabine (16) vorgesehen ist, das zum Verstellen der zweiten
Aufzugkabine (16) relativ zu dem Aufzugkabinenträger (2) dient, dadurch gekennzeichnet,
dass ein Hub des hydraulischen Verstellelements (20, 21) für die erste Aufzugkabine (15)
zum Verstellen der ersten Aufzugkabine (15) in eine erste Verstellrichtung (23, 24)
in einen Hub des hydraulischen Verstellelements (32, 33) für die zweite Aufzugkabine
(16) zum Verstellen der zweiten Aufzugkabine (16) in eine entgegengesetzte Verstellrichtung
(62, 61) umgesetzt wird.
2. Aufzuganlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein möglicher Hub des hydraulischen Verstellelements (20, 21) für die erste Aufzugkabine
(15) zum Verstellen der ersten Aufzugkabine (15) zumindest näherungsweise gleich gross
ist wie ein möglicher Hub des hydraulischen Verstellelements (55, 56) für die zweite
Aufzugkabine (16) zum Verstellen der zweiten Aufzugkabine (16).
3. Aufzuganlage nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Verstellrichtung (23, 24) für die erste Aufzugkabine (15), in der die erste
Aufzugkabine (15) von dem hydraulischen Verstellelement (20, 21) für die erste Aufzugkabine
(15) verstellbar ist, und eine Verstellrichtung (61, 62) für die zweite Aufzugkabine
(16), in der die zweite Aufzugkabine (16) von dem hydraulischen Verstellelement (32,
33) für die zweite Aufzugkabine (16) verstellbar ist, parallel zu einer Fahrtrichtung
(11, 12) des Aufzugkabinenträgers (2) sind, in der der Aufzugkabinenträger (2) durch
den Fahrraum (3) verfahrbar ist.
4. Aufzuganlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das hydraulische Verstellelement (20, 21) für die erste Aufzugkabine (15) bei einer
Verstellung der ersten Aufzugkabine (15) relativ zu dem Aufzugkabinenträger (2) synchron
zu dem hydraulischen Verstellelement (32, 33) für die zweite Aufzugkabine (16) in
einer Verstellrichtung (23, 24) der ersten Aufzugkabine (15) sowie einer Verstellrichtung
(61, 62) der zweiten Aufzugkabine (16) verstellt wird.
5. Aufzuganlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine hydraulische Verbindung (42) zwischen dem hydraulischen Verstellelement (20,
21) für die erste Aufzugkabine (15) und dem hydraulischen Verstellelement (32, 33)
für die zweite Aufzugkabine (16) vorgesehen ist, in der eine Pumpe (48) angeordnet
ist, wobei die Pumpe (48) zum Absenken der ersten Aufzugkabine (15) bzw. zum Anheben
der zweiten Aufzugkabine (16) relativ zu dem Aufzugkabinenträger (2) von dem hydraulischen
Verstellelement (21, 22) für die erste Aufzugkabine (15) zu dem hydraulischen Verstellelement
(20, 21) für die erste Aufzugkabine (15) fördert.
6. Aufzuganlage nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der hydraulische Verbindung (42) ein Sperrventil (50) angeordnet ist, wobei die
Pumpe (48) von dem hydraulischen Verstellelement (21, 22) für die erste Aufzugkabine
(15) zu dem hydraulischen Verstellelement (20, 21) für die erste Aufzugkabine (15)
über das offene Sperrventil (50)fördert.
7. Aufzuganlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine hydraulische Verbindung (42) zwischen dem hydraulischen Verstellelement (20,
21) für die erste Aufzugkabine (15) und dem hydraulischen Verstellelement (32, 33)
für die zweite Aufzugkabine (16) vorgesehen ist, in der ein Sperrventil (50) angeordnet,
wobei das Sperrventil (50) für eine Ruhestellung, in der die erste Aufzugkabine (15)
und die zweite Aufzugkabine (16) relativ zu dem Aufzugkabinenträger (2) ruhen, die
hydraulische Verbindung (42) sperrt.
8. Aufzuganlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das hydraulische Verstellelement (20, 21) für die erste Aufzugkabine (15) unterhalb
der ersten Aufzugkabine (15) an einem Querträger (18) des Aufzugkabinenträgers (2)
angeordnet ist und dass das hydraulische Verstellelement (32, 33) für die zweite Aufzugkabine
(16) oberhalb der zweiten Aufzugkabine (16) an einem Querträger (19) des Aufzugkabinenträgers
(2) angeordnet ist.
9. Aufzuganlage nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das hydraulische Verstellelement (20, 21) der ersten Aufzugkabine (15) und das hydraulische
Verstellelement (32, 33) der zweiten Aufzugkabine (16) je über einen unteren Arbeitsbereich
(29, 30; 39, 40) und je über einen oberen Bereich (25, 26; 35, 36) verfügen, die durch
eine Kolbenfläche eines Kolbens (27, 28; 37, 38), der im jeweiligen Verstellelement
(20, 21; 32, 33) geführt ist, unterteilt sind, wobei zumindest der untere Arbeitsbereich
(25, 26) des hydraulischen Verstellelements (20, 21) und der untere Arbeitsbereich
(35, 36) des Verstellelements (32, 33) über die hydraulische Verbindung (42) verbunden
sind.
1. Lift installation (1) with at least one lift cage carrier (2), which is movable in
a travel space (3) provided for travel of the lift cage carrier (2), a first lift
cage (15) which is arranged at the lift cage carrier (2), and at least one second
lift cage (16), which is arranged at the lift cage carrier (2), wherein at least one
hydraulic adjusting element (20, 21) for the first lift cage (15) is provided, which
serves for adjusting the first lift cage (15) relative to the lift cage carrier (2),
and wherein at least one second hydraulic adjusting element (32, 33) for the second
lift cage (16) is provided, which serves for adjusting the second lift cage (16) relative
to the lift cage carrier (2), characterised in that a stroke of the hydraulic adjusting element (20, 21) for the first lift cage (15)
for adjusting the first lift cage (15) in a first adjustment direction (23, 24) is
converted into a stroke of the hydraulic adjusting element (32, 33) for the second
lift cage (16) for adjusting the second lift cage (16) in an opposite adjustment direction
(62, 61).
2. Lift installation according to claim 1, characterised in that a possible stroke of the hydraulic adjusting element (20, 21) for the first lift
cage (15) for adjusting the first lift cage (15) is at least approximately equal in
amount to a possible stroke of the hydraulic adjusting element (55, 56) for the second
lift cage (16) for adjusting the second lift cage (16).
3. Lift installation according to claim 1 or 2, characterised in that an adjustment direction (23, 24) for the first lift cage (15) in which the first
lift cage (15) is adjustable by the hydraulic adjusting element (20, 21) for the first
lift cage (15) and an adjustment direction (61, 62) for the second lift cage (16)
in which the second lift cage (16) is adjustable by the hydraulic adjusting element
(32, 33) for the second lift cage (16) are parallel to a travel direction (11, 12)
of the lift cage carrier (2) in which the lift cage carrier (2) is movable through
the travel space (3).
4. Lift installation according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the hydraulic adjusting element (20, 21) for the first lift cage (15) is, in the
case of adjustment of the first lift cage (15) relative to the lift cage carrier (2),
adjusted synchronously with respect to the hydraulic adjusting element (32, 33) for
the second lift cage (16) in an adjustment direction (23, 24) of the first lift cage
(15) as well as an adjustment direction (61, 62) of the second lift cage (16).
5. Lift installation according to any one of claims 1 to 4, characterised in that a hydraulic connection (42) between the hydraulic adjusting element (20, 21) for
the first lift cage (15) and the hydraulic adjusting element (32, 33) for the second
lift cage (16) is provided, in which a pump (48) is arranged, wherein the pump (48)
for lowering the first lift cage (15) or raising the second lift cage (16) relative
to the lift cage carrier (2) conveys from the hydraulic adjusting element (21, 22)
for the first lift cage (15) to the hydraulic adjusting element (20, 21) for the first
lift cage (15).
6. Lift installation according to claim 5, characterised in that a blocking element (50) is arranged in the hydraulic connection (42), wherein the
pump (48) conveys from the hydraulic adjusting element (21, 22) for the first lift
cage (15) to the hydraulic adjusting element (20, 21) for the first lift cage (15)
via the open blocking valve (50).
7. Lift installation according to any one of claims 1 to 4, characterised in that a hydraulic connection (42) between the hydraulic adjusting element (20, 21) for
the first lift cage (15) and the hydraulic adjusting element (32, 33) for the second
lift cage (16) is provided, in which a blocking valve (50) is arranged, wherein the
blocking valve (50) for a rest setting, in which the first lift cage (15) and the
second lift cage (16) are at rest relative to the lift cage carrier (2), blocks the
hydraulic connection (42).
8. Lift installation according to any one of claims 1 to 7, characterised in that the hydraulic adjusting element (20, 21) for the first lift cage (15) is arranged
below the first lift cage (15) at a cross beam (18) of the lift cage carrier (2) and
that the hydraulic adjusting element (32, 33) for the second lift cage (16) is arranged
above the second lift cage (16) at a cross beam (19) of the lift cage carrier (2).
9. Lift installation according to any one of claims 5 to 7, characterised in that the hydraulic adjusting element (20, 21) of the first lift cage (15) and the hydraulic
adjusting element (32, 33) of the second lift cage (16) each have a lower working
region (29, 30; 39, 40) and an upper region (25, 26; 35, 36), which are divided by
a piston surface of a piston (27, 28; 37, 38) guided in the respective adjusting element
(20, 21; 32, 33), wherein at least the lower working region (25, 26) of the hydraulic
adjusting element (20, 21) and the lower working region (35, 36) of the adjusting
element (32, 33) are connected by way of the hydraulic connection (42).
1. Installation d'ascenseur (1) avec au moins un support de cabines d'ascenseur (2) qui
est apte à circuler dans un espace de circulation (3) prévu pour un trajet dudit support
de cabines d'ascenseur (2), une première cabine d'ascenseur (15) qui est disposée
sur le support de cabines d'ascenseur (2), et au moins une deuxième cabine d'ascenseur
(16) qui est disposée sur le support de cabines d'ascenseur (2), étant précisé qu'il
est prévu au moins un élément de réglage hydraulique (20, 21) pour la première cabine
(15), qui sert à régler ladite première cabine (15) par rapport au support de cabines
d'ascenseur (2), et qu'il est prévu au moins un élément de réglage hydraulique (32,
33) pour la deuxième cabine (16), qui sert à régler ladite deuxième cabine (16) par
rapport au support de cabines d'ascenseur (2),
caractérisée en ce qu'une course de l'élément de réglage hydraulique (20, 21) pour la première cabine d'ascenseur
(15) destiné à régler ladite première cabine (15) dans un premier sens de réglage
(23, 24) est transformée en une course de l'élément de réglage hydraulique (32, 33)
pour la deuxième cabine (16) destiné à régler ladite deuxième cabine (16) dans un
sens de réglage (62, 61) opposé.
2. installation d'ascenseur selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une course possible de l'élément de réglage hydraulique (20, 21) pour la première
cabine d'ascenseur (15) destiné au réglage de ladite première cabine (15) est au moins
approximativement égale à une course possible de l'élément de réglage hydraulique
(55, 56) pour la deuxième cabine (16) destiné au réglage de ladite deuxième cabine
(16).
3. Installation d'ascenseur selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'un sens de réglage (23, 24) pour la première cabine d'ascenseur (15) dans lequel celle-ci
est apte à être réglée par l'élément de réglage hydraulique (20, 21) pour ladite première
cabine (15), et un sens de réglage (61, 62) pour la deuxième cabine (16) dans lequel
celle-ci est apte à être réglée par l'élément de réglage hydraulique (32, 33) pour
ladite deuxième cabine (16) sont parallèles à un sens de circulation (11, 12) du support
de cabines d'ascenseur (2) dans lequel ce dernier est apte à circuler dans l'espace
de circulation (3).
4. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que l'élément de réglage hydraulique (20, 21) pour la première cabine d'ascenseur (15),
lors d'un réglage de celle-ci par rapport au support de cabines d'ascenseur (2), est
réglé de manière synchrone par rapport à l'élément de réglage hydraulique (32, 33)
pour la deuxième cabine d'ascenseur (16) dans un sens de réglage (23, 24) de la première
cabine (15) et dans un sens de réglage (61, 62) de la deuxième cabine (16).
5. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce qu'il est prévu une liaison hydraulique (42) entre l'élément de réglage hydraulique (20,
21) pour la première cabine d'ascenseur (15) et l'élément de réglage hydraulique (32,
33) pour la deuxième cabine d'ascenseur (16), dans laquelle est disposée une pompe
(48), étant précisé que la pompe (48), pour abaisser la première cabine (15) et pour
soulever la deuxième cabine (16) par rapport au support de cabines (2), refoule de
l'élément de réglage hydraulique (21, 22) pour la première cabine (15) vers l'élément
hydraulique (20, 21) pour la première cabine (15).
6. Installation d'ascenseur selon la revendication 5, caractérisée en ce qu'il est prévu dans la liaison hydraulique (42) un clapit antiretour (50), étant précisé
que la pompe (48) refoule de l'élément de réglage hydraulique (21, 22) pour la première
cabine d'ascenseur (15) vers l'élément hydraulique (20, 21) pour la première cabine
d'ascenseur (15) par le clapet antiretour (50) ouvert.
7. installation d'ascenseur selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce qu'il est prévu une liaison hydraulique (42) entre l'élément de réglage hydraulique (20,
21) pour la première cabine d'ascenseur (15) et l'élément de réglage hydraulique (32,
33) pour la deuxième cabine d'ascenseur (16), dans laquelle est disposé un clapet
antiretour (50), étant précisé que le clapet antiretour (50), pour une position de
repos dans laquelle la première cabine (15) et la deuxième cabine (16) sont au repos
par rapport au support de cabines (2), bloque la liaison hydraulique (42).
8. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que l'élément de réglage hydraulique (20, 21) pour la première cabine d'ascenseur (15)
est disposé sous celle-ci, sur une traverse (18) du support de cabines d'ascenseur
(2), et en ce que l'élément de réglage hydraulique (32, 33) pour la deuxième cabine d'ascenseur (16)
est disposé au-dessus de celle-ci, sur une traverse (19) du support de cabines (2).
9. installation d'ascenseur selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisée en ce que l'élément de réglage hydraulique (20, 21) de la première cabine d'ascenseur (15)
et l'élément de réglage hydraulique (32, 33) de la deuxième cabine d'ascenseur (16)
disposent chacun d'une zone de travail inférieure (29, 30 ; 39, 40) et d'une zone
supérieure (25, 26 ; 35, 36) qui sont divisées par une surface d'un piston (27, 28
; 37, 38) qui passe dans l'élément de réglage correspondant (20, 21 ; 32, 33), étant
précisé qu'au moins la zone de travail inférieure (25, 26) de l'élément de réglage
hydraulique (20, 21) et la zone de travail inférieure (35, 36) de l'élément de réglage
(32, 33) sont reliées par la liaison hydraulique (42).