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(11) |
EP 2 655 243 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.05.2015 Patentblatt 2015/19 |
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Anmeldetag: 21.12.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2011/006477 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2012/084229 (28.06.2012 Gazette 2012/26) |
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AUSLEGER-ABSPANNUNGS-SYSTEM FÜR EINEN TURMDREHKRAN
JIB BRACING SYSTEM FOR A TOWER CRANE
SYSTÈME DE HAUBANAGE DE FLÈCHE POUR UNE GRUE À TOUR
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
21.12.2010 DE 102010055325
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.10.2013 Patentblatt 2013/44 |
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Patentinhaber: Wolffkran Holding AG |
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6300 Zug (CH) |
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Erfinder: |
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- DÖRZBACH, Ulrich
74074 Heilbronn (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kossak, Sabine |
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Harmsen - Utescher
Rechtsanwälte - Patentanwälte
Neuer Wall 80 20354 Hamburg 20354 Hamburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 466 855 RU-C1- 2 371 374 SU-A1- 998 317
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JP-A- 10 120 371 SU-A1- 958 303
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Ausleger-Abspannungs-System für einen Turmdrehkran, bei
dem die Länge eines Auslegers und die Länge einer Abspannung für den Ausleger jeweils
veränderbar sind.
[0002] Turmdrehkrane umfassen eine Kranbasis, von der ausgehend sich ein Turm nach oben
erstreckt. An einem oberen Abschnitt des Turms ist ein Ausleger und möglicherweise
ein Gegenausleger angebracht. Ausleger und Gegenausleger werden durch Abspannungen
mit dem Turm, insbesondere der Turmspitze, verbunden. Bei bekannten Laufkatzkranen
ist das eine Ende der Abspannung an einer Turmspitze und das andere Ende der Abspannung
an dem Ausleger befestigt. Bei Wippausleger-Turmdrehkranen ist die Abspannung an dem
Ende, das nicht mit dem Ausleger verbunden ist, mit dem Wippseil verbunden, so dass
der Ausleger durch die Kombination von Wippseil und Abspannung gehalten wird. Herkömmliche
Abspannungen bestehen aus Abspannstäben aus Stahl oder Stahldrahtseilen. Es ist bekannt,
Abspannungen aus mehreren Einzelstäben zusammenzusetzen. Dies hat den Vorteil, dass
sich die Abspannung für den Transport in kleinere Teile zerlegen lässt. Darüber hinaus
lassen sich so aus den Einzelstäben Abspannungen unterschiedlicher Länge herstellen,
die damit für unterschiedliche Auslegerlängen geeignet sind. Nachteilig an diesem
bekannten System ist, dass es aus vielen Einzelteilen besteht, die organisiert, transportiert
und einzeln montiert werden müssen. Bei den herkömmlichen Stahlabspannungen kommt
hinzu, dass die Handhabung aufwendig ist. Darüber hinaus wirkt sich das Eigengewicht
der herkömmlichen Stahlabspannungen negativ auf die Traglast des Krans aus.
[0003] Die Schrift
EP 1 466 855 A2 offenbart ein Spannsystem für einen-Mobil-Teleskopkran, bei dem der Teleskopmast
(7) über ein Spannmittel (1, 11) außen abgespannt wird, und wobei das Spannmittel
(1, 11) derart am Teleskopmast (7) entlang oder über diesem geführt und befestigt
wird, dass eine Druck-Vorspannung des Mastes (7) im Bereich der Spannmittelführung
entsteht. Die Zugeinheiten bzw. Winden (3, 17) des Systems sind auf dem Kranoberwagen
in einem solchen Abstand zur Wippebene des Kran-Teleskopmastes (7) angeordnet, dass
die Spannmittel (1, 11) Lasten mit Komponenten senkrecht zur Wippebene zu einem wesentlichen
Anteil aufnehmen können. Die Spannmittelzugeinheiten bzw. -winden (3, 17) des Systems
sind an der Kranoberwagenstruktur verschieblich angeordnet.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Ausleger-Abspannungs-System für einen
Turmkran zur Verfügung zu stellen, bei dem die Abspannung aus möglichst wenigen Einzelteilen
besteht, aber dennoch in ihrer Länge veränderbar ist.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Ausleger-Abspannungs-System mit den in Patentanspruch
1 bezeichneten Merkmalen. Weitere Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche
oder nachfolgend beschrieben.
[0006] Die erfindungsgemäß Lösung hat den Vorteil, dass nicht für jede notwendige Länge
der Abspannung eine Abspanneinheit in der entsprechenden Länge erforderlich ist. Dies
ist wirtschaftlich günstig und hat darüber hinaus den Vorteil, dass das Problem vermieden
wird, die für die aktuelle Aufstellvariante nicht benötigten Abspanneinheiten sicher
zu verwahren. Die erfindungsgemäße Lösung ist auch gegenüber einer anderen denkbaren
Lösung vorteilhaft, bei der das Seil analog zu herkömmlichen Abspannstäben gestückelt
würde, um durch die Kombination von Seilstücken unterschiedliche Längen der Abspannung
zu erhalten. Denn für jedes Seilstück wären zwei Endverbindungen erforderlich, die
aufwändig und daher besonders kostenrelevant sind. Bei der erfindungsgemäßen Lösung
wird das Ziel der Veränderbarkeit der Länge der Abspannung erreicht, ohne dass dafür
mehrere Seilstücke oder sonstige Abspanneinheiten mit jeweils zwei Endverbindungen
erforderlich werden. Durch die erfindungsgemäße Lösung entfällt die Organisation vieler
Einzelteile und auch die zeit- und personalaufwendige Arbeit des Zusammensetzens der
Einzelteile.
[0007] Je nach der erforderlichen Anzahl verschiedener Längen der Abspannung werden mehrere
Festpunkte im Ausleger vorgesehen. Diese haben den jeweils erforderlichen Abstand
zu der Umlenkscheibe bzw. Umlenkrolle, um die unterschiedlichen Abspannlängen zu realisieren.
[0008] Vorteilhafterweise wird als Abspannung ein Kunstfaserseil, z.B. aus Aramid, verwendet.
Ein solches Kunstfaserseil hat einen Gewichtsvorteil gegenüber herkömmlichen Stahlseil-
oder Stahlstab-Abspannungen von bis zu 80%. Da es sich um ein flexibles Seil handelt,
kann es für den Transport aufgewickelt werden.
[0009] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben:
Fig. 1 zeigt den oberen Teil eines Laufkatzkran mit einem erfindungsgemäßen Ausleger-Abspannungs-System
bei maximaler Länge der Abspannung für den Ausleger.
Fig. 2 zeigt den oberen Teil eines Laufkatzkran mit einem erfindungsgemäßen Ausleger-Abspannungs-System
bei gegenüber der maximalen Länge verkürzter Länger der Abspannung für den Ausleger.
Fig. 3 zeigt den oberen Teil eines Wippausleger-Turmdrehkrans mit einem erfindungsgemäßen
Ausleger-Abspannungs-System bei maximaler Länge der Abspannung für den Ausleger.
Fig. 4 zeigt dasselbe Ausleger-Abspannungs-System wie Fig. 3 mit verkürztem Ausleger
und verkürzter Abspannung.
Fig. 5 zeigt dasselbe Ausleger-Abspannungs-System wie Fig. 4 mit (weiter) verkürztem
Ausleger und verkürzter Abspannung.
[0010] In Fig. 1 ist schematisch ein Teil des oberen Bereichs eines Laufkatzkrans dargestellt.
An dem Turm 1 sind ein Ausleger 2 und ein Gegenausleger 3 angebracht. Der Ausleger
2 ist mit der Turmspitze 4 durch die Abspannung 5 verbunden. Die Abspannung 5 umfasst
einen Teil eines Seils 6, das über eine am Ausleger 2 angeordnete Umlenkrolle 7 geführt
ist und dessen eines Ende an dem Festpunkt 8 befestigt ist. Fig. 2 zeigt dasselbe
Ausleger-Abspannungs-System wie Fig. 1 mit einer gegenüber der in Figur 1 gezeigt
Variante verkürzten Länge der Abspannung 5. Das eine Ende des Seils 6 ist im Ausleger
zurück, d.h. in Richtung Turm 1, geführt und an dem Festpunkt 9 befestigt.
[0011] In Fig. 3 ist schematisch ein Teil des oberen Bereichs eines Wippausleger-Turmdrehkrans
dargestellt. Die Abspannung 105 ist mit dem Wippseil 110, dessen Länge über ein Seileinziehwerk
eingestellt werden kann, verbunden. Die Abspannung 105 umfasst einen Teil eines Seils
106, das über eine am Ausleger 102 angeordnete Umlenkrolle 107 geführt ist und dessen
eines Ende an dem Festpunkt 108 befestigt ist. Fig. 4 zeigt dasselbe Ausleger-Abspannungs-System
wie Fig. 3 mit gegenüber der in Figur 1 gezeigten Variante verkürztem Ausleger 102
und verkürzter Abspannung 105. Das eine Ende des Seils 106 ist im Ausleger zurück,
d.h. in Richtung Turm 101, geführt und an dem Festpunkt 109 befestigt. Figur 5 zeigt
eine Variante mit gegenüber der in Figur 4 gezeigten Variante (noch weiter) verkürztem
Ausleger 102 und verkürzter Abspannung 105. Das eine Ende des Seils 106 ist im Ausleger
im Vergleich zu der in Figur 4 gezeigten Variante noch weiter zurückgeführt und an
dem Festpunkt 110 befestigt. Festpunkt 110 ist weiter von der Umlenkrolle 107 entfernt
als Festpunkt 109.
1. Ausleger-Abspannungs-System für einen Turmdrehkran, bei dem die Länge eines Auslegers
(2) und die Länge einer Abspannung (5) fur den Ausleger (2) jeweils veränderbar sind,
bei dem die Abspannung (5) zumindest einen Teil eines Seils (6) umfasst, dessen eines
Ende an mindestens zwei verschiedenen am Ausleger (2) angeordneten Festpunkten (8,9)
mit dem Ausleger (2) verbindbar ist, wobei am Ausleger (2) ein Umlenkelement (7) angeordnet
ist, über das das Seil (6) führbar ist, und wobei das eine Ende des Seils (6) an zumindest
eimem der Festpunkte (8,9) befestigbar ist, wenn das Seil (6) über das Umlenkelement
(7) geführt ist.
2. Ausleger-Abspannungs-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Seil (6) um eine Kunstfaserseil handelt.
3. Ausleger-Abspannungs-System nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunstfaserseil im wesentlichen aus Aramid besteht.
4. Ausleger-Abspannungs-System nach einem der vorhergehen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Umlenkelement (7) um eine Umlenkrolle oder eine Umlenkscheibe handelt.
5. Ausleger-Abspannungs-System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der am Ausleger (2) angeordneten Festpunkte (8,9) der Anzahl der möglichen
verschiedenen Längen der Abspannung (5) entspricht.
6. Ausleger-Abspannungs-System nach einem der vorhergehenden Ansprüche. dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Festpunkte (8,9), an dem das eine Ende des Seils (6) befestigbar
ist, wenn das Seil über das Umlenkelement (7) geführt wird, von dem Umlenkelement
(7) aus betrachtet in Richtung Turm angeordnet ist.
1. Jib bracing system for a tower crane, in which the length of a jib (2) and the length
of a brace (5) for the jib (2) are each changeable, in which the brace (5) comprises
at least a part of a cable (6), one end thereof can be connected to the jib (2)at
at least two different fastening points (8, 9) arranged on the jib (2), wherein a
deflector (7) is arranged on the jib (2), via which deflector the cable (6) can be
guided, and wherein the one end of the cable (6) can be attached to at least one of
the fixed points (8, 9), when the cable (6) is guided via the deflector (7).
2. Jib bracing system according to Claim 1, characterized in that the cable (6) is an artificial fibre cable.
3. Jib bracing system according to Claim 2, characterized in that the artificial fibre cable consists substantially of aramid.
4. Jib bracing system according to one of the preceding claims, characterized in that the deflector (7) is a deflection roller or a deflection pulley.
5. Jib bracing system according to one of the preceding claims, characterized in that the number of fixed points (8, 9) arranged on the jib (2) corresponds to the number
of possible different lengths of the brace (5).
6. Jib bracing system according to one of the preceding claims, characterized in that at least one of the fixed points (8, 9), to which the one end of the cable (6) can
be attached when the cable (6) is guided via the deflector (7), is arranged in the
direction of the tower when viewed from the deflector (7).
1. Système de haubanage de flèche pour une grue à tour pivotante, dans lequel la longueur
d'une flèche (2) et la longueur d'un hauban (5) pour la flèche (2) sont chacune modifiables,
dans lequel le hauban (5) comprend au moins une partie d'un câble (6) dont une extrémité
peut être reliée à la flèche (2) en au moins deux points fixes (8, 9) différentes,
disposés sur la flèche (2), sachant qu'il est prévu sur la flèche (2) un élément de
renvoi (7) sur lequel on peut faire passer le câble (6), et sachant que l'une des
extrémités du câble (6) peut être fixée à au moins un des points fixes (8, 9) lorsque
le câble (6) est guidé sur l'élément de renvoi (7).
2. Système de haubanage de flèche selon la revendication 1, caractérisé en ce que le câble (6) est un câble en fibres synthétiques.
3. Système de haubanage de flèche selon la revendication 2, caractérisé en ce que le câble en fibres synthétiques se compose essentiellement d'aramide.
4. Système de haubanage de flèche selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de renvoi (7) est une poulie de renvoi ou un disque de renvoi.
5. Système de haubanage de flèche selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le nombre des points fixes (8, 9) disposés sur la flèche (2) correspond au nombre
des différentes longueurs possibles du hauban (5).
6. Système de haubanage de flèche selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un des points fixes (8, 9), auquel l'une des extrémités du câble (6) peut
être fixée lorsque le câble est guidé sur l'élément de renvoi (7), est disposé en
direction de la tour, vu depuis l'élément de renvoi (7).


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