[0001] Die Erfindung betrifft ein Paneel, insbesondere Fußbodenpaneel, umfassend einen Rumpf
mit wenigstens einer Kunststoffschicht, komplementäre Verriegelungsmittel, die paarweise
an sich gegenüberliegenden Paneelkanten vorgesehen sind, damit mehrere dieser Paneele
miteinander verriegelbar sind, wenigstens ein Paar Verriegelungsmittel mit Hakenprofilen,
nämlich einem Aufnahmehaken und diesem gegenüberliegend einem Arretierhaken, mit der
Maßgabe, dass der Aufnahmehaken rumpffern angeordnet einen Hakenrand und rumpfnäher
angeordnet eine Aufnahmeaussparung aufweist, wobei die Aufnahmeaussparung zur Oberseite
offen ist, dass der Arretierhaken mit einer rumpfnäher angeordneten und zur Unterseite
offenen Arretieraussparung versehen ist und einen rumpffern angeordneten Arretierabsatz
aufweist, der in vertikaler Fügerichtung in die Aufnahmeaussparung des Aufnahmehakens
passt, dass der Arretierhaken eine rumpfferne Fugenfläche und gleichfalls rumpffern
eine vertikal wirkende Arretierkontur aufweist, dass der Aufnahmehaken rumpfnäher
eine Fugenfläche und gleichfalls rumpfnäher eine Formschlusskontur aufweist, die formschlüssig
mit der rumpffernen Arretierkontur des Arretierhakens zusammenpasst, damit eine vertikale
Verriegelung bewirkbar ist, dass der Arretierhaken rumpfnäher angeordnet eine Horizontalverriegelungsfläche
an seinem Arretierabsatz aufweist, dass der Aufnahmehaken rumpffern angeordnet eine
Horizontalverriegelungsfläche in der Aufnahmeaussparung aufweist, dass an dem Aufnahmehaken
eine verengte Aufnahmeöffnung gebildet ist, durch welche der Arretierabsatz im Wesentlichen
in vertikaler Fügerichtung in die Aufnahmeaussparung einfügbar ist, wobei die rumpfferne
Arretierkontur des Arretierhakens hinter die Ebene der Fugenfläche des Arretierhakens
zurücksteht, dass die rumpfnähere Formschlusskontur des Aufnahmehakens zumindest teilweise
über die Ebene der Fugenfläche des Aufnahmehakens hervorsteht, dass Arretierabsatz
und Aufnahmeöffnung so gestaltet sind, dass das Absatzende während einer Fügebewegung
ohne elastische Verformung der Hakenprofile zunächst soweit in die Aufnahmeöffnung
hineinpasst, dass die Horizontalverriegelungsfläche des Arretierhakens mit einem Teil
ihrer Fläche Kontakt mit der Horizontalverriegelungsfläche des Aufnahmehakens erhält,
und dass der Aufnahmehaken einen Biegesteg aufweist, der so ausgebildet ist, dass
durch seine elastische Biegbarkeit die Weite der Aufnahmeöffnung vergrößerbar ist,
sodass der Arretierabsatz ganz in die Aufnahmeaussparung einfügbar ist und außerdem
die Arretierkontur des Arretierhakens sich in die Formschlusskontur des Aufnahmehakens
einfügt.
[0002] Aus der
WO 2010/015516 ist ein Paneel für Fußböden bekannt. Die Hakenprofile des bekannten Paneels sind
abgestimmt auf das Material, aus dem der Rumpf des Paneels ausgebildet ist. Es lassen
sich solche Paneele verhaken, die einen Rumpf aus einem biegeweichen und elastischen
Kunststoffmaterial aufweisen. Die Arretierkontur, die unterhalb der Fugenfläche des
Arretierhakens vorgesehen ist, weist Bereiche auf, welche gegenüber der Ebene der
Fugenfläche hervorstehen und andere Bereiche, die gegenüber der Ebene der Fugenfläche
zurückstehen. Ebenso weist die Formschlusskontur, die unterhalb der Fugenfläche des
Aufnahmehakens vorgesehen ist, Bereiche aufweist, welche gegenüber der Ebene der Fugenfläche
hervorstehen, und andere Bereich, die gegenüber der Ebene der Fugenfläche zurückstehen.
Die erwähnten hervorstehenden und zurückstehenden Bereiche der Formschlusskontur und
der Arretierkontur bilden Hinterschneidungen, welche einem Auseinanderbewegen der
beiden Hakenprofile in einer Richtung senkrecht zur Paneelebene (vertikal) entgegenwirken.
Um die Hinterschneidungen ineinanderfügen zu können, werden die Arretierkontur und
die Formschlusskontur gegeneinander und aneinander vorbei gedrückt. Sie müssen dabei
elastisch verformt werden. Die Arretierkontur und die Formschlusskontur sind weichelastisch
und können auf diese Weise in formschlüssigen Kontakt miteinander gebracht werden.
Das maximale Maß an Hinterschneidung ist aufgrund der weichelastischen Eigenschaft
des Kunststoffmaterials begrenzt. Die Wirkung der vertikalen Verriegelung ist unbefriedigend.
[0003] Ein gattungsgemäßes Paneel mit Hakenprofilen aus einem Kunststoffmaterial ist aus
der
EP 2 339 092 A1 bekannt. Die Eignung dieser Hakenprofile, einem Auseinanderbewegen zweier verbundener
Paneele entgegenzuwirken, wird jedoch als unzureichend erachtet.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Paneel so zu verbessern, dass die Vielfalt
der Kunststoffmaterialien, die für den Rumpf verwendbar sind, erhöht und die Wirkung
der vertikalen Verriegelung möglichst verbessert wird. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe
dadurch gelöst, dass rumpffern an dem Hakenrand des Aufnahmehakens eine federnde Rastlasche
vorgesehen ist, und dass die Arretieraussparung rumpfnah eine Rastausnehmung aufweist,
die mit der federnden Rastlasche zusammenpasst.
[0006] Die Hakenprofile kommen zu Beginn des Fügeweges in Eingriff, ohne an der Engriffsstelle
bereits elastisch verformt zu werden. Erst bei weiterem Fortschritt der Fügebewegung
kommen die hinterschnittenen Bereiche von Arretierkontur und Formschlusskontur an
der Eingriffsstelle so in Kontakt, dass eine elastische Verformung bewirkt wird, wobei
zwecks elastischer Verformung eigens der Biegesteg vorgesehen ist. Zwar werden die
Arretierkontur und die Formschlusskontur auch gedrückt und verformt, aber je härter
und spröder das Kunststoffmaterial des Rumpfes ist, desto geringer ist die elastische
Verformung von Arretierkontur und Formschlusskontur und umso höher ist der Anteil
an elastischer Verformung des Biegestegs. Durch diese Gestaltung ist es nun möglich,
selbst dann, wenn der Rumpf aus einem relativ harten und spröden Kunststoffmaterial
gebildet ist, ein hohes Maß an Hinterschneidung für den Formschluss zwischen der Arretierkontur
und Formschlusskontur vorzusehen. Die Formschlusskontur kann zum Beispiel ein Rastelement
aufweisen, das weiter hervorsteht, als beim Stand der Technik, und die Arretierkontur
eine zum Rastelement komplementäre Rastvertiefung aufweist, die tiefer ist, als beim
Stand der Technik. Dennoch können die Arretierkontur und Formschlusskontur problemlos
in Eingriff gebracht werden, weil der dazu hergerichtete Biegesteg elastisch biegt
und diese Biegung eine Aufweitung der Aufnahmeöffnung ermöglicht. Die Arretierkontur
und Formschlusskontur können so ohne starke eigene Verformung aneinander vorbei bewegt
werden, bis sie in Eingriff sind.
[0007] Die Kunststoffschicht des Rumpfes beziehungsweise Kerns kann aus einem weichen und
elastischen Kunststoffmaterial, wie einem thermoplastischen Polymer, ausgebildet sein,
beispielsweise Polyolefin, Polypropylen, Polyurethan oder Polyamid. Als weiches Kunststoffmaterial
kommt auch sogenanntes Weich-PVC in Frage. Hierbei handelt es sich um ein Polyvinylchlorid,
das Weichmacher enthält. Grundsätzlich ist PVC jedoch ein amorphes Elastomer, das
eine natürliche Härte und Sprödigkeit aufweist, die nur durch die Weichmacher vermindert
werden kann.
[0008] Vorteilhaft ist das Paneel jedoch so gestaltet, dass es auch möglich ist, die Kunststoffschicht
des Kerns aus einem Kunststoffmaterial mit natürlicher Härte und Sprödigkeit herzustellen,
beispielsweise einem amorphen Elastomer, wie PVC, das gar keine oder nur eine geringe
Menge Weichmacher enthält.
[0009] Je nach Ausführungsform der Erfindung beträgt die Dicke der erfindungsgemäßen Paneele
3 bis 10 mm, vorzugsweise 4 bis 8 mm, besonders bevorzugt 5 bis 6 mm. Das Flächengewicht
der Paneele liegt je nach Dicke und spezifischem Aufbau zwischen 1 bis 2,5 kg/m
2, vorzugsweise zwischen 1,6 und 1,8 kg/m
2.
[0010] Aufgrund der erfindungsgemäßen rumpffern an dem Hakenrand des Aufnahmehakens vorgesehenen
federnden Rastlasche sowie der Arretieraussparung, die rumpfnah eine Rastausnehmung
aufweist, die mit der federnden Rastlasche zusammenpasst, ist eine zweite Stelle innerhalb
der Hakenverbindung geschaffen, die durch elastische Verformung eines dazu vorgesehenen
und hergerichteten Bereiches, nämlich der federnden Rastlasche, ineinander zu fügen
ist. Die federnde Rastlasche bewirkt zusammen mit der Arretieraussparung ebenfalls
eine Verriegelung der beiden Hakenprofile in vertikaler Richtung, also senkrecht zur
Ebene der verriegelten Paneele.
[0011] Die elastischen Eigenschaften des Rumpfes können ausgenutzt werden, wenn die federnde
Rastlasche einstückig mit dem Rumpf ausgebildet ist. Ist der Rumpf aus einem relativ
harten Kunststoffmaterial gebildet, begünstigt dies unter anderem die Herstellung
der federnden Rastlasche durch spanende Fertigungsverfahren, wie Fräsen.
[0012] Die federnde Rastlasche wurzelt an der rumpffernen Seite des Hakenrands und das freie
Ende der federnden Rastlasche steht von dem Hakenrand schräg ab, beispielsweise schräg
nach unten. Die federnde Rastlasche ist stets so angeordnet, dass ein Kontakt mit
dem komplementären Hakenprofil ein Einfedern der einstückigen Rastlasche erzeugt,
welches diese näher an den Rumpf ihres Paneels heranbewegt.
[0013] Zweckmäßig weist die federnde Rastlasche rumpffern eine Gleitfläche auf. Diese kommt
während einer vertikalen Fügebewegung in Kontakt mit dem Arretierhaken. Durch diese
Berührung wird die federnde Rastlasche näher an den Hakenrand des Aufnahmehakens heranbewegt.
Sie wird auf diese Weise elastisch gespannt und gibt den Fügeweg frei. Der Arretierhaken
kann dann weiter in den Aufnahmehaken eingefügt werden, bis sich beide Paneele in
einer Ebene befinden.
[0014] Zwischen der federnden Rastlasche und dem Hakenrand kann ein Freiraum vorgesehen
sein, in den die Rastlasche elastisch einfedern kann. Die elastische Vorspannung ermöglicht
es der federnden Rastlasche, in Richtung ihrer neutralen Position zurückzufedern,
wenn sich Raum dafür bietet.
[0015] Zweckmäßig weist die Rastausnehmung eine Rastkontaktfläche auf. Diese bewirkt durch
Kontakt mit der federnden Rastlasche eine Arretierung verbundener Paneele in vertikaler
Richtung.
[0016] Vorzugsweise ist die Rastkontaktfläche so gestaltet, dass sie eine Anschlagschräge
für das freie Ende der federnden Rastlasche bildet. Die Anschlagschräge ist so gestaltet,
dass die gespannte Rastlasche, wenn sie in Richtung ihrer neutralen Position zurückfedert,
gegen diese Anschlagschräge stößt. Sie kann weiter so angeordnet sein, dass die Rastlasche
anstößt, bevor sie ihre neutrale Position erreicht, sodass stets ein Rest Spannung
in der Rastlasche erhalten bleibt, die einer sicheren Arretierung dient.
[0017] Als weiterer Vorteil wird es angesehen, wenn der Arretierabsatz auf seiner rumpffernen
Seite eine als Gleitschräge zu bezeichnende schräge Gleitfläche aufweist. Die Gleitschräge
ist zweckmäßig so gestaltet, dass sie mit demjenigen Bereich der Formschlusskontur
zusammenwirkt, der hervorsteht. Dieser von der Fugenebene hervorstehende Bereich der
Formschlusskontur, bildet beispielsweise ein hervorstehendes Rastelement. Der hervorstehende
Bereich wirkt mit der Gleitschräge des Arretierabsatzes zusammen. Sobald die Gleitschräge
mit dem hervorstehenden Bereich, beispielsweise dem Rastelement, in Kontakt kommt,
gleitet sie an dem Rastelement entlang. Dadurch werden zunächst die Fugenflächen von
Aufnahmehaken und Arretierhaken auseinander bewegt. Gleichzeitig übt die Horizontalverriegelungsfläche
des Arretierhakens eine Kraft aus, die gegen die Horizontalverriegelungsfläche des
Aufnahmehakens drückt. Diese in die Horizontalverriegelungsfläche des Aufnahmehakens
eingeleitete Kraft wird in den Biegesteg des Aufnahmehakens übertragen, der sich dadurch
elastisch gebogen wird. Bei der weiteren Fügebewegung passiert die Arretierkontur
die Formschlusskontur soweit, bis beide eine Position erreicht haben, in der sie formschlüssig
ineinander passen. Dabei übt die Biegespannung in dem Biegesteg über die Horizontalverriegelungsfläche
des Aufnahmehakens eine Kraft aus, welche die Fugenfläche des Arretierhakens wieder
in Richtung der Fugenfläche des Aufnahmehakens vorspannt. So kann eine geschlossene
Fuge erreicht werden. Die Horizontalverriegelungsflächen der beiden Hakenprofile sind
dann vorzugsweise aneinandergeschmiegt.
[0018] Durch die geometrische Form der Gleitschräge (linear oder kurvig) ist der Grad der
Biegung des Biegestegs beeinflussbar. Durch Variation der Gleitschräge kann die erzeugte
Biegespannung so abgestimmt werden, dass das Kunststoffmaterial im Bereich des Biegestegs
nicht überlastet wird und keinen Schaden nimmt.
[0019] Ein Paar der komplementären Verriegelungsmittel ist als Schwenkprofile ausgebildet.
Es ist nämlich ein Nutprofil mit Hinterschneidung einer Nutwand und einem Federprofil
mit Hinterschneidung einer Federseite vorgesehen.
[0020] Dies hat den Vorteil, dass Paneele sich zweckmäßigerweise so verlegen lassen, dass
ein neues Paneel mit einem Schwenkprofil an das komplementäre Schwenkprofil eines
schon in der Verlegeebene liegenden Paneels an angesetzt und herabgeschwenkt wird.
[0021] Vorteilhaft kann dabei gleichzeitig das Hakenprofil des neuen Paneels mit dem Hakenprofil
eines Paneels in derselben Paneelreihe verriegelt werden. Zu dem Zweck wird der Arretierhaken
des neuen Paneels in einer scherenartigen Bewegung im Wesentlichen in einer vertikalen
Ebene abgesenkt und in den Aufnahmehaken eingefügt. Während der scherenartigen Bewegung
ragt der Arretierabsatz zunächst nur an einem Ende der Paneelkante in die Aufnahmeöffnung
hinein. Beim Fortschreiten der scherenartigen Fügebewegung kommt der Arretierabsatz
Schritt für Schritt in die Aufnahmeöffnung. Die dadurch eingeleitete elastische Verformung
des Biegestegs nimmt ebenfalls Schritt für Schritt zu. Wenn die Paneele in sich schließlich
in einer Ebene befinden sind die Arretierkontur und die Formschlusskontur exakt eingepasst,
die Fugenflächen berühren sich und bilden eine geschlossene Fuge. Außerdem ist die
Biegespannung des Biegestegs wieder eliminiert und die Horizontalverriegelungsflächen
der beiden Hakenprofile schmiegen sich flächig aneinander.
[0022] Der Einsatzbereich lässt sich erweitern, wenn an der Oberseite des Paneels eine Dekorschicht
vorgesehen ist. Ein weiterer Nutzen ergibt sich dadurch, dass eine transparente Deckschicht
vorgesehen ist, durch welche die Deckschicht sichtbar ist. Die transparente Deckschicht
dient zum Schutz der Dekorschicht. Sie kann mit Mitteln versehen sein, welche den
Verschleiß mindern, beispielsweise Korundpartikel, Glaspartikel, etc. Darüber hinaus
kann es nützlich sein, wenn an der Unterseite des Paneels eine Gegenzugschicht vorgesehen
ist. Diese wirkt als Balance zu den an der Oberseite vorgesehenen Schichten, um einem
Verzug des Paneels entgegenzuwirken.
[0023] Nachstehend ist die Erfindung in einer Zeichnung beispielhaft veranschaulicht und
anhand mehrerer Figuren detailliert beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1a-1d
- komplementäre Verriegelungsmittel eines ersten Kantenpaares eines nicht erfindungsgemäßen
Paneels sowie eine schrittweise Fügebewegung zur Verriegelung zweier Paneele,
- Fig. 2a-2d
- eine alternative Ausführung eines ersten Kantenpaares komplementärer Verriegelungsmittel
eines erfindungsgemäßen Paneels sowie die schrittweise Fügebewegung zur Verriegelung
zweier Paneele,
- Fig. 3
- ein Fußbodenbelag aus erfindungsgemäßen Paneelen, die ein zweites Kantenpaar mit komplementären
Verriegelungsmitteln, die als Schwenkprofile ausgebildet sind,
- Fig. 4
- ein Ausführungsbeispiel für ein Kantenpaar aus Schwenkprofilen.
[0024] Die Figuren 1a bis 1d zeigen jeweils ausschnittsweise zwei Paneele 1 beziehungsweise
2. Die Paneele 1 und 2 sind identisch. Jedes einzelne Paneel weist an gegenüberliegenden
Paneelkanten eines Kantenpaares komplementäre Profile 3 beziehungsweise 4 auf. Bei
dem Paneel 1 weist daher die nicht dargestellte Kante identisch das Profil 4 des Paneels
2 auf und bei dem Paneel 2 weist die nicht dargestellte Kante identisch das Profil
3 des Paneels 1 auf.
[0025] Bei einem Paneel mit vier Kanten, kann das zweite Kantenpaar mit komplementären Profilen
ausgebildet sein, die mit den Profilen des ersten Kantenpaares identisch sind.
[0026] Die Serie der Figuren 1a bis 1d verdeutlicht in mehreren Schritten den prinzipiellen
Ablauf der Fügebewegung zwecks Verbindung und Verriegelung der Paneele 1 und 2.
[0027] Die komplementären Profile 3 und 4 eines jeden Paneels 1 beziehungsweise 2 bilden
komplementäre Verriegelungsmittel V in Form von Hakenprofilen H. Das Hakenprofil des
Profils 1 bildet einen Aufnahmehaken 5 und das Hakenprofil des Profils 2 einen Arretierhaken
6, der in den Aufnahmehaken 5 passt, wobei die beiden Hakenprofile so gestaltet sind,
dass eine Arretierung erfolgt. Die Arretierung wirkt einer Umkehrung der Fügebewegung
entgegen. Die Paneele 1 und 2 können so nach erfolgter Verriegelung nicht in einer
Rückwärtsbewegung wieder voneinander gelöst werden.
[0028] Jedes Paneel 1 beziehungsweise 2 umfasst einen Rumpf 1' beziehungsweise 2' mit einer
Kunststoffschicht, an der die erwähnten komplementären Verriegelungsmittel V angeordnet
sind. Eine Oberseite 7 des Paneels bildet eine Nutzoberfläche.
[0029] An dem Aufnahmehaken 5 ist rumpffern ein Hakenrand 8 und rumpfnäher eine Aufnahmeaussparung
9 vorgesehen. Die Aufnahmeaussparung 9 ist zur Oberseite 7 offen.
[0030] Der Arretierhaken 6 ist mit einer rumpfnäher angeordneten und zur Unterseite 10 offenen
Arretieraussparung 11 versehen und weist rumpffern einen Arretierabsatz 12 auf. Der
Arretierabsatz passt in vertikaler Fügerichtung T in die Aufnahmeaussparung 9 des
Aufnahmehakens 5. Weiterhin weist der Arretierhaken 6 eine rumpfferne Fugenfläche
13 und gleichfalls rumpffern eine vertikal verriegelnd wirkende Arretierkontur 14
auf. Der Aufnahmehaken 5 weist rumpfnah eine Fugenfläche und gleichfalls rumpfnah
eine Formschlusskontur 16 auf, die formschlüssig mit der Arretierkontur 14 des Arretierhakens
6 zusammenpasst. Auf diese Weise ist eine vertikale Verriegelung bewirkbar.
[0031] Außerdem weist der Arretierhaken 6 rumpfnah angeordnet eine Horizontalverriegelungsfläche
17 auf, die an seinem Arretierabsatz 12 angeordnet ist. Passend dazu weist der Aufnahmehaken
5, rumpffern in der Aufnahmeaussparung 9 angeordnet, eine Horizontalverriegelungsfläche
18 auf, die mit der Horizontalverriegelungsfläche 17 des Arretierhakens 6 zusammenwirkt.
[0032] Der Aufnahmehaken 5 ist an seiner Aufnahmeaussparung 9 mit einer verengten Aufnahmeöffnung
19 versehen. Der Arretierabsatz 12 ist im Wesentlichen in vertikaler Fügerichtung
T in die Aufnahmeaussparung 9 einfügbar, dass heißt in einer Ebene senkrecht zur Ebene
der verriegelten Paneele.
[0033] Gemäß den Figuren 1a bis 1d ist das Paneel 1 mit dem Aufnahmehaken 5 auf einem festen
Untergrund (nicht dargestellt) angeordnet. Der Arretierabsatz 12 des Paneels 2 wird
senkrecht zur Paneelebene (vertikal) abgesenkt. Die rumpfferne Arretierkontur 14 des
Arretierhakens 5 weist eine Rastvertiefung 14a auf, die hinter die Ebene der Fugenfläche
13 des Arretierhakens 6 zurücksteht. Die rumpfnahe Formschlusskontur 16 des Aufnahmehakens
5 ist so gestaltet, dass sie ein Rastelement 16a aufweist, das über die Ebene der
Fugenfläche 15 des Aufnahmehakens 5 hervorsteht und im verriegelten Zustand in die
Rastvertiefung 14a des Arretierhakens 6 hineingreift/hintergreift. Im Übrigen sind
Arretierabsatz 12 und Aufnahmeöffnung 19 so gestaltet, dass das freie Absatzende des
Arretierabsatzes 12 während des Beginns der Fügebewegung zunächst ohne nennenswerte
elastische Verformung der Hakenprofile in die Aufnahmeöffnung 19 hineinpasst. Dabei
kommt die Horizontalverriegelungsfläche 17 des Arretierhakens 6 mit einem Teil ihrer
Fläche in Kontakt mit der Horizontalverriegelungsfläche 18 des Aufnahmehakens 5.
[0034] An dem Aufnahmehaken 5 ist ein besonderer Biegesteg 20 ausgebildet, der am Besten
in den Figuren 1b und 1c zu erkennen ist. Der Biegesteg 20 ist so gestaltet, dass
durch seine elastische Biegbarkeit die Weite der Aufnahmeöffnung 19 vergrößerbar ist,
sodass der Arretierabsatz 12 problemlos in die Aufnahmeaussparung 9 einfügbar ist.
Außerdem ist wegen der Biegbarkeit des Biegestegs 20 die Arretierkontur 14 des Arretierhakens
6 sehr einfach in die Formschlusskontur 16 des Aufnahmehakens 5 einfügbar.
[0035] Die Hakenprofile sind zu Beginn des Fügeweges in Eingriff zu bringen, ohne an der
Engriffsstelle bereits elastisch verformt zu werden. Erst bei weiterem Fortschritt
der Fügebewegung kommen die hinterschnittenen Bereiche von Arretierkontur 14 und Formschlusskontur
16 an der Eingriffsstelle in Kontakt. Dieser Kontakt bewirkt jedoch eine elastische
Verformung, die im Wesentlichen an einer anderen Stelle stattfindet, nämlich an dem
dafür vorgesehenen Biegesteg 20. Zwar werden die Arretierkontur 14 und die Formschlusskontur
16 auch gedrückt und verformt, aber je härter und spröder das Kunststoffmaterial des
Rumpfes ist, desto geringer ist die elastische Verformung von Arretierkontur 14 und
Formschlusskontur 16 und umso höher ist der Anteil der elastischen Verformung des
Biegestegs 20.
[0036] Die Rastvertiefung 14a des Arretierhakens 6 ist tiefer gestaltet, als beim Stand
der Technik. Ebenso steht das Rastelement 16a des Aufnahmehakens 5 weiter von der
Fugenfläche 15 des Aufnahmehakens 5 hervor, als beim Stand der Technik. Dadurch ergibt
sich in der vertikalen Fügerichtung ein höheres Maß an Hinterschneidung als beim Stand
der Technik. Trotzdem können die Arretierkontur 14 und Formschlusskontur 16 problemlos
in Eingriff gebracht werden. Dies, weil der Biegesteg 20 so elastisch biegbar ist,
dass diese Biegung eine Aufweitung der Aufnahmeöffnung 19 ermöglicht. Die Arretierkontur
14 und Formschlusskontur 16 können so ohne starke eigene Verformung aneinander vorbei
bewegt werden, bis sie sich in formschlüssigem Eingriff befinden und ihre vertikale
Verriegelungswirkung entfalten.
[0037] In Fig. 1b ist dargestellt, dass eine schräge Fläche rumpffern an dem Arretierabsatz
12 vorgesehen ist, die eine Gleitschräge 12a bildet. Die Gleitschräge berührt das
hervorstehende Rastelement 16a der Formschlusskontur 16 des Aufnahmehakens. Während
der vertikalen Fügebewegung des Arretierhakens 6 wird dadurch eine horizontale Bewegung
überlagert, welche die Paneele auseinander bewegt, sodass sich zwischen den Fugenflächen
13, 15 ein Abstand bildet. Gleichzeitig übt die Horizontalverriegelungsfläche 17 des
Arretierhakens 6 eine Kraft aus, die gegen die Horizontalverriegelungsfläche 18 des
Aufnahmehakens 5 drückt. Die Kraft, die auf die Horizontalverriegelungsfläche 18 des
Aufnahmehakens 5 wirkt, wird in den Biegesteg 20 des Aufnahmehakens 5 übertragen,
der dadurch elastisch gebogen wird.
[0038] Bei der weiteren Fügebewegung gemäß Fig. 1c passiert die weiteste Stelle des Arretierabsatzes
12 die aufgeweitete Aufnahmeöffnung 19 der Aufnahmeaussparung 9. Anschließend nimmt
die Biegung des Biegestegs 20 ab, und die Aufnahmeöffnung 19 verengt sich wieder.
Die im Abstand k befindlichen Fugenflächen 13, 15 der Paneele werden durch die Biegespannung
des Biegestegs 20 aufeinander zu gedrückt.
[0039] In Fig. 1d haben die Arretierkontur 14 und die Formschlusskontur 16 eine Position
erreicht, in der sie formschlüssig ineinander passen. Die Hakenprofile H können so
ausgelegt sein, dass ein Rest Biegespannung des Biegestegs 20 erhalten bleibt und
über die Horizontalverriegelungsfläche 18 des Aufnahmehakens 5 eine elastische Kraft
(Federkraft) ausgeübt wird, welche die Fugenfläche 13 des Arretierhakens 6 permanent
in Richtung der Fugenfläche 15 des Aufnahmehakens 5 vorspannt. So kann dauerhaft eine
geschlossene Fuge erreicht werden. In Fig. 1d sind die Horizontalverriegelungsflächen
17, 18 der beiden Hakenprofile H aneinandergeschmiegt und üben keine permanente Vorspannung
aus.
[0040] Die Figuren 2a bis 2d zeigen jeweils ausschnittsweise zwei Paneele 1 beziehungsweise
2. Diese sind wiederum identisch. Jedes einzelne Paneel weist an gegenüberliegenden
Paneelkanten eines Kantenpaares die dargestellten komplementären Profile auf. Bei
einem Paneel mit vier Kanten kann das zweite Kantenpaar mit komplementären Profilen
ausgebildet sein, die mit den Paneelkanten des ersten Kantenpaares identisch sind.
[0041] Die Serie der Figuren verdeutlicht wiederum in mehreren Schritten 2a bis 2d den prinzipiellen
Ablauf der Fügebewegung zur Verbindung und Verriegelung der Paneele.
[0042] Das Ausführungsbeispiel des Paneels 1 beziehungsweise 2 gemäß den Figuren 2a bis
2d entspricht weitgehend dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 1a bis 1d. Insofern
werden für identische Merkmale die gleichen Bezugszeichen verwendet, wie in den Figuren
1a bis 1d. Gemäß den Figuren 2a bis 2d ist eine zweite formschlüssige Verriegelung
vorgesehen. Zu diesem Zweck ist eine federnde Rastlasche vorgesehen, die an dem Hakenrand
8 des Aufnahmehakens 5 wurzelt. Die Arretieraussparung 11 weist rumpfnah eine Rastausnehmung
22 auf, die mit der federnden Rastlasche 21 zusammenpasst. Auf diese Weise ist eine
zweite Stelle innerhalb einer Hakenverbindung geschaffen, die durch elastische Verformung
eines dazu vorgesehenen und hergerichteten Bereiches, nämlich der federnden Rastlasche
21, problemlos ineinander zu fügen ist. Die federnde Rastlasche 21 bewirkt zusammen
mit der Arretieraussparung 9 ebenfalls eine Verriegelung der beiden Hakenprofile H
in vertikaler Richtung, also senkrecht zur Ebene der verriegelten Paneele.
[0043] Die federnde Rastlasche 21 ist einstückig mit dem Rumpf ausgebildet. Insofern werden
die elastischen Eigenschaften des Rumpfes ausgenutzt. Es ist günstig für den verriegelnden
Effekt der federnden Rastlasche 21, wenn das Kunststoffmaterial des Rumpfes relativ
hart und biegesteif ist. Ein härteres Kunststoffmaterial wirkt daher besser als ein
weiches Kunststoffmaterial, das leicht nachgibt.
[0044] Die federnde Rastlasche 21 steht von dem Hakenrand 8 schräg nach unten ab. Wenn das
Paneel 1 mit seiner Unterseite 10 auf einem Untergrund (nicht dargestellt) liegt,
zeigt das freie Ende der federnden Rastlasche 21 in Richtung des Untergrunds. Die
federnde Rastlasche 21 weist rumpffern eine Gleitfläche 23 auf, die während der Fügebewegung
mit dem Arretierhaken 6 in Kontakt kommt und so ein Einfedern der Rastlasche 21 erzeugt.
Durch das Einfedern wird die Rastlasche 21 näher an den Hakenrand 8 beziehungsweise
näher zum Rumpf des Paneels 1 heranbewegt. Dabei wird die federnde Rastlasche 21 elastisch
gespannt und gibt den vertikalen Fügeweg frei, damit der Arretierhaken 6 weiter abgesenkt
werden kann. Der Arretierhaken 6 kann dann weiter in den Aufnahmehaken 5 eingefügt
werden, bis sich beide Paneele 1 und 2 in einer Ebene befinden. Zwischen der federnden
Rastlasche 21 und dem Hakenrand 8 ist ein Freiraum 24 vorgesehen, in den die Rastlasche
21 elastisch einfedern kann. Die elastische Vorspannung der Rastlasche 21 ermöglicht
es der Rastlasche, in Richtung ihrer neutralen Position zurückzufedern, wenn sich
Platz dafür bietet. Platz bietet sich dann, wenn die Rastlasche 21 während der Fügebewegung
in den Bereich der Rastausnehmung 22 des Arretierhakens 6 gelangt. Die Rastausnehmung
22 weist eine Rastkontaktfläche 25 auf, welche durch Kontakt mit der federnden Rastlasche
21 eine vertikal Arretierung verbundener Paneele bewirkt, dass heißt senkrecht zur
Paneelebene.
[0045] Die Rastkontaktfläche 25 ist so gestaltet, dass sie eine Anschlagschräge für das
freie Ende der federnden Rastlasche 21 bildet. Die Anschlagschräge 26 ist so gestaltet,
dass die gespannte federnde Rastlasche 21, wenn sie in Richtung ihrer neutralen Position
zurückfedert, gegen diese Anschlagschräge 26 stößt, bevor sie ihre neutrale Position
erreicht. So bleibt stets ein Rest Vorspannung in der Rastlasche 21 erhalten, wodurch
eine sichere Arretierung gewährleistet ist.
[0046] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines viereckigen Paneels ist in Fig. 3 zu sehen,
welche ausschnittsweise die Herstellung eines Fußbodenbelags aus erfindungsgemäßen
Paneelen darstellt. Bei den verwendeten Paneelen handelt es sich um ein Ausführungsbeispiel
mit einem ersten Kantenpaar, das komplementäre Hakenprofile H aufweist, sowie mit
einem zweiten Kantenpaar, welches mit komplementären formschlüssigen Schwenkprofilen
S versehen ist. Die Schwenkprofile S dienen dazu, Paneele unterschiedlicher Paneelreihen
miteinander zu verbinden. Die Hakenprofile H dienen bei diesem Ausführungsbeispiel
dazu, Paneele derselben Paneelreihe miteinander zu verbinden. Die Hakenprofile H des
ersten Kantenpaares können so ausgebildet sein, wie in dem Ausführungsbeispiel der
Figuren 1a bis 1d. Alternativ können die Hakenprofile H des ersten Kantenpaares dem
Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 2a bis 2d entsprechen.
[0047] Fig. 3 zeigt in der vordersten Paneelreihe III ein neues Paneel 27, das sowohl mit
der vorherigen Paneelreihe II als auch mit dem benachbarten Paneel 28 derselben Paneelreihe
III verriegelt werden soll. Das neue Paneel 27 ist schräg in Bezug auf die Ebene der
verlegten Paneele angesetzt und mit einem seiner Schwenkprofile S an die vordere Paneelreihe
II angesetzt. Es wird anschließend durch Herabschwenken in die Ebene der verlegten
Paneele mit der vorherigen Paneelreihe II verriegelt. Gleichzeitig verriegelt dabei
auch das Hakenprofil (Arretierhaken 6) des neuen Paneels 27 mit dem Hakenprofil (Aufnahmehaken
5) des Paneels 28 derselben Paneelreihe III. Der Arretierhaken 6 wird, während das
neue Paneel 27 in die Ebene der verlegten Paneele herabschwenkt, gleichzeitig in einer
scherenartigen Fügebewegung mit dem Aufnahmehaken 5 in Eingriff gebracht. Der Aufnahmehaken
5 weist einen Biegestegs auf, dessen elastische Biegung Schritt für Schritt vollzogen
wird, je weiter der Arretierhaken 6 in Richtung des Aufnahmehakens 5 bewegt wird,
beziehungsweise je weiter der Arretierabsatz des Arretierhaken 6 in die Aufnahmeaussparung
des Aufnahmehakens 5 eingefügt wird.
[0048] Für das zweite Kantenpaar kommen als komplementäre Schwenkprofile S alle bekannten
formschlüssigen Profile in Frage, die sich durch schräges Ansetzen eines neuen Paneels
an eine vorherige Paneelreihe und anschließendes Herabschwenken des neuen Paneels
in die Ebene der verlegten Paneele formschlüssig verbinden lassen. Ein Ausführungsbeispiel
für ein derartiges Schwenkprofil S ist in Fig. 4 gezeigt.
[0049] Die komplementären Schwenkprofile S gemäß Fig. 4 umfassen ein Nutprofil 29 und ein
Federprofil 30. Das Nutprofil 29 weist eine obere Nutwand 29a auf, die kürzer ist
als die untere Nutwand 29b. Die untere Nutwand 29b ist außerdem mit einer hinterschnittenen
Ausnehmung 29c für das Federprofil 30 versehen. Die Ausnehmung 29c weist außerdem
eine Horizontalverriegelungsfläche 29d auf. Das Federprofil 30 ist mit einer Federoberseite
30a versehen, die im Wesentlichen parallel zur Oberseite 7 des neuen Paneels 27 angeordnet
ist. Die Federunterseite 30b weist einen Hinterschnitt 30c auf und eine Horizontalverriegelungsfläche
30d, die mit der Horizontalverriegelungsfläche 29d der unteren Nutwand 29b zusammenwirkt.
Die Schrägstellung des neuen Paneels 27 gemäß Fig. 3 ist in Fig. 4 kenntlich gemacht
durch die gestrichelt dargestellte Position des Federprofil 30'. Die Federunterseite
30b wird auf die längere unter Nutwand 29b aufgelegt. Das neue Paneel 27 wird mit
die Federspitze voran in das Nutprofil bewegt und das neue Paneel 27 anschließend
in die Ebene des/der liegenden Paneele herabgeschwenkt.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 1
- Paneel
- 1'
- Rumpf
- 2
- Paneel
- 2'
- Rumpf
- 3
- Profil
- 4
- Profil
- 5
- Aufnahmehaken
- 6
- Arretierhaken
- 7
- Oberseite
- 8
- Hakenrand
- 9
- Aufnahmeaussparung
- 10
- Unterseite
- 11
- Arretieraussparung
- 12
- Arretierabsatz
- 12a
- Gleitschräge
- 13
- Fugenfläche (Arretierhaken)
- 14
- Arretierkontur
- 14a
- Rastvertiefung
- 15
- Fugenfläche (Aufnahmehaken)
- 16
- Formschlusskontur
- 16a
- Rastelement
- 17
- Horizontalverriegelungsfläche (Arretierhaken)
- 18
- Horizontalverriegelungsfläche (Aufnahmehaken)
- 19
- Aufnahmeöffnung
- 20
- Biegesteg
- 21
- federnde Rastlasche
- 22
- Rastausnehmung
- 23
- Gleitfläche
- 24
- Freiraum
- 25
- Rastkontaktfläche
- 26
- Anschlagschräge
- 27
- neues Paneel
- 27'
- neues Paneel
- 28
- Paneel
- 29
- Nutprofil
- 29a
- obere Nutwand
- 29b
- untere Nutwand
- 29c
- hinterschnittene Ausnehmung
- 29d
- Horizontalverriegelungsfläche
- 30
- Federprofil
- 30a
- Federoberseite
- 30b
- Federunterseite
- 30c
- Hinterschnitt
- 30d
- Horizontalverriegelungsfläche
- 30'
- Federprofil
- H
- Hakenprofil
- k
- Abstand
- S
- Schwenkprofil
- T
- Fügerichtung
- V
- komplementäres Verriegelungsmittel
1. Paneel (1, 2, 27, 28), umfassend einen Rumpf (1', 2') mit wenigstens einer Kunststoffschicht,
komplementäre Verriegelungsmittel (V), die paarweise an sich gegenüberliegenden Paneelkanten
vorgesehen sind, wenigstens ein Paar Verriegelungsmittel mit Hakenprofilen (H), nämlich
einem Aufnahmehaken (5) und diesem gegenüberliegend einem Arretierhaken (6), mit der
Maßgabe, dass der Aufnahmehaken (5) rumpffern angeordnet einen Hakenrand (8) und rumpfnäher
angeordnet eine Aufnahmeaussparung (9) aufweist, wobei die Aufnahmeaussparung (9)
zur Oberseite (7) offen ist, dass der Arretierhaken (6) mit einer rumpfnäher angeordneten
und zur Unterseite offenen Arretieraussparung (11) versehen ist und einen rumpffern
angeordneten Arretierabsatz (12) aufweist, der in vertikaler Fügerichtung in die Aufnahmeaussparung
(9) des Aufnahmehakens (5) passt, dass der Arretierhaken (6) eine rumpfferne Fugenfläche
(13) und gleichfalls rumpffern eine vertikal wirkende Arretierkontur (14) aufweist,
dass der Aufnahmehaken (5) rumpfnäher eine Fugenfläche (15) und gleichfalls rumpfnäher
eine Formschlusskontur (16) aufweist, die formschlüssig mit der rumpffernen Arretierkontur
(14) des Arretierhakens (6) zusammenpasst, damit eine vertikale Verriegelung bewirkbar
ist, dass der Arretierhaken (6) rumpfnäher angeordnet eine Horizontalverriegelungsfläche
(17) an seinem Arretierabsatz (12) aufweist, dass der Aufnahmehaken (5) rumpffern
angeordnet eine Horizontalverriegelungsfläche (18) in der Aufnahmeaussparung (9) aufweist,
dass an dem Aufnahmehaken (5) eine verengte Aufnahmeöffnung (19) gebildet ist, durch
welche der Arretierabsatz (12) im Wesentlichen in vertikaler Fügerichtung (T) in die
Aufnahmeaussparung (9) einfügbar ist, dass das freie Absatzende des Arretierabsatzes
(12) enger gestaltet ist als die Weite der Aufnahmeöffnung (19) des Aufnahmehakens
(5), wobei die rumpfferne Arretierkontur (14) des Arretierhakens (6) hinter die Ebene
der Fugenfläche (13) des Arretierhakens (6) zurücksteht, wobei die rumpfnähere Formschlusskontur
(16) des Aufnahmehakens (5) zumindest teilweise über die Ebene der Fugenfläche (15)
des Aufnahmehakens (5) hervorsteht, wobei der Arretierabsatz (12) und die Aufnahmeöffnung
(19) so gestaltet sind, dass das Absatzende während einer Fügebewegung ohne elastische
Verformung der Hakenprofile (H) zunächst soweit in die Aufnahmeöffnung (19) hineinpasst,
dass die Horizontalverriegelungsfläche (17) des Arretierhakens (6) mit einem Teil
ihrer Fläche Kontakt mit der Horizontalverriegelungsfläche (18) des Aufnahmehakens
(5) erhält, und wobei der Aufnahmehaken (5) einen Biegesteg (20) aufweist, der so
ausgebildet ist, dass durch seine elastische Biegbarkeit die Weite der Aufnahmeöffnung
(19) vergrößerbar ist, sodass der Arretierabsatz (12) ganz in die Aufnahmeaussparung
(9) einfügbar ist und außerdem die Arretierkontur (14) des Arretierhakens (6) sich
in die Formschlusskontur (16) des Aufnahmehakens (5) einfügt
, dadurch gekennzeichnet, dass rumpffern an dem Hakenrand (8) des Aufnahmehakens (5) eine federnde Rastlasche (21)
vorgesehen ist, und dass die Arretieraussparung (11) rumpfnah eine Rastausnehmung
(22) aufweist, die mit der federnden Rastlasche (21) zusammenpasst.
2. Paneel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die federnde Rastlasche (21) einstückig mit dem Rumpf (1') ausgebildet ist.
3. Paneel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die federnde Rastlasche (21) an der rumpffernen Seite des Hakenrands (8) wurzelt
und das freie Ende der federnden Rastlasche (21) von dem Hakenrand (8) schräg absteht.
4. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die federnde Rastlasche (21) rumpffern eine Gleitfläche (23) aufweist.
5. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der federnden Rastlasche (21) und dem Hakenrand (8) ein Freiraum (24) vorgesehen
ist, in den die Rastlasche (21) elastisch einfedern kann.
6. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastausnehmung (22) eine Rastkontaktfläche (25) aufweist.
7. Paneel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastkontaktfläche (25) so gestaltet ist, dass sie eine Anschlagschräge (26) für
das freie Ende der federnden Rastlasche (21) bildet.
8. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Arretierabsatz (12) auf seiner rumpffernen Seite eine Gleitschräge (12a) aufweist.
9. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Paar Schwenkprofile (S), nämlich ein Nutprofil (29) mit Hinterschneidung einer
Nutwand (29b) und ein Federprofil (30) mit Hinterschneidung (30c) einer Federseite
(30b) vorgesehen ist.
10. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine an einer Oberseite (7) angeordnete transparente Deckschicht vorgesehen ist,
und dass eine durch die Deckschicht sichtbare Dekorschicht vorgesehen ist.
11. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an seiner Unterseite eine Gegenzugschicht vorgesehen ist.
1. A panel (1, 2, 27, 28) comprising a body (1', 2') with at least one plastic layer,
complementary locking means (V) provided in pairs at mutually opposite panel edges,
at least one pair of locking means with hook profiles (H), namely a receiving hook
(5) and in opposite relationship thereto an arresting hook (6), with the proviso that
the receiving hook (5) has remote from the body a hook edge (8) and arranged nearer
to the body a receiving recess (9), wherein the receiving recess (9) is open towards
the top side (7), the arresting hook (6) is provided with an arresting recess (11)
arranged nearer to the body and open to the underside and has an arresting step (12)
which is arranged remote from the body and which fits in a vertical joining direction
into the receiving recess (9) of the receiving hook (5), the arresting hook (6) has
a joining surface (13) remote from the body and also remote from the body a vertically
acting arresting contour (14), the receiving hook (5) has a joining surface (15) nearer
to the body and also nearer to the body a positively locking contour (16) which fits
together in positively locking relationship with the arresting contour (14), that
is remote from the body, of the arresting hook (6) so that vertical locking can be
implemented, the arresting hook (6) has arranged nearer to the body a horizontal locking
surface (17) at its arresting step (12), the receiving hook (15) arranged remote from
the body has a horizontal locking surface (18) in the receiving recess (9), formed
at the receiving hook (5) is a narrowed receiving opening (19) through which the arresting
step (12) can be inserted substantially in the vertical joining direction (T) into
the receiving recess (9), and the free step end of the arresting step (12) is narrower
than the width of the receiving opening (19) of the receiving hook (5), whereas the
arresting contour (14), that is remote from the body, of the arresting hook (6) is
set back behind the plane of the joining surface (13) of the arresting hook (6), whereas
the positively locking contour (16), that is nearer to the body, of the receiving
hook (5) projects at least partially beyond the plane of the joining surface (15)
of the receiving hook (5), whereas the arresting step (12) and the receiving opening
(19) are of such a configuration that the step end during a joining movement initially
fits without elastic deformation of the hook profile (H) into the receiving opening
(19) to such an extent that the horizontal locking surface (17) of the arresting hook
(6) makes contact with a part of its surface with the horizontal locking surface (18)
of the receiving hook (5) and whereas the receiving hook (5) has a flexural leg (20)
so adapted that the width of the receiving opening (19) can be enlarged by its elastic
bendability so that the arresting step (12) can be entirely inserted into the receiving
recess (9) and also the arresting contour (14) of the arresting hook (6) is inserted
into the positively locking contour (16) of the receiving hook (5) characterised in that a resilient latching tongue (21) is provided remote from the body at the hook edge
(8) of the receiving hook (5) and the receiving recess (11) near to the body has a
latching recess (22) which fits together with the resilient latching tongue (21).
2. A panel according to claim 1 characterised in that the resilient latching tongue (21) is formed in one piece with the body (1').
3. A panel according to claim 1 or claim 2 characterised in that the resilient latching tongue (21) is rooted at the side remote from the body of
the hook edge (8) and the free end of the resilient latching tongue (21) projects
inclinedly from the hook edge (8).
4. A panel according to one of claims 1 to 3 characterised in that the resilient latching tongue (21) has a sliding surface (23) remote from the body.
5. A panel according to one of claims 1 to 4 characterised in that provided between the resilient latching tongue (21) and the hook edge (8) is a free
space (24) into which the latching tongue (21) can resiliently springingly engage.
6. A panel according to one of claims 1 to 4 characterised in that the latching recess (22) has a latching contact surface (25).
7. A panel according to claim 6 characterised in that the latching contact surface (25) is of such a configuration that it forms an inclined
abutment surface (26) for the free end of the resilient latching tongue (21).
8. A panel according to one of claims 1 to 7 characterised in that the arresting step (12) has an inclined sliding surface (12a) on its side remote
from the body.
9. A panel according to one of claims 1 to 8 characterised in that a pair of pivotal profile portions (S), namely a groove profile portion (29) with
undercut configuration of a groove wall (29b) and a tongue profile portion (30) with
undercut configuration (30c) of a spring side (30b) is provided.
10. A panel according to one of claims 1 to 9 characterised in that a transparent cover layer arranged at a top side (7) is provided and a decorative
layer visible through the cover layer is provided.
11. A panel according to one of claims 1 to 10 characterised in that provided at its underside is a backing layer.
1. Panneau (1, 2, 27, 28), comprenant un corps (1', 2') avec au moins une couche de matière
plastique, des moyens de verrouillage complémentaires (V), qui sont prévus par paire
sur les chants opposés du panneau, au moins une paire de moyens de verrouillage avec
profilés en crochet (H), à savoir un crochet de réception (5) et, opposé à celui-ci,
un crochet d'arrêt (6), sous réserve que le crochet de réception (5) présente, disposé
loin du corps, un rebord (8) et, disposé plus près du corps, un évidement de réception
(9), l'évidement de réception (9) étant ouvert vers le côté supérieur (7), que le
crochet d'arrêt (6) soit muni d'un évidement d'arrêt (11) disposé plus près du corps
et ouvert vers le côté inférieur et présente, disposé loin du corps, un épaulement
d'arrêt (12) qui s'insère dans le sens d'assemblage vertical dans l'évidement de réception
(9) du crochet de réception (5), que le crochet d'arrêt (6) présente une surface de
jointure (13) éloignée du corps et, également disposé loin du corps, un contour d'arrêt
(14) agissant verticalement, que le crochet de réception (5) présente, plus près du
corps, une surface de jointure (15) et, également plus près du corps, un contour à
complémentarité de forme (16) qui se conforme par complémentarité de forme au contour
d'arrêt (14), éloigné du corps, du crochet d'arrêt (6), afin qu'un verrouillage vertical
puisse être réalisé, que le crochet d'arrêt (6) présente, disposée plus près du corps,
une surface de verrouillage horizontal (17) sur son épaulement d'arrêt (12), que le
crochet de réception (5) présente, disposée loin du corps, une surface de verrouillage
horizontal (18) dans l'évidement de réception (9), que soit formée sur le crochet
de réception (5) une ouverture de réception rétrécie (19) à travers laquelle l'épaulement
d'arrêt (12) peut être inséré essentiellement dans le sens d'assemblage vertical (T)
dans l'évidement de réception (9), que l'extrémité d'épaulement libre de l'épaulement
d'arrêt (12) soit plus étroite que la largeur de l'ouverture de réception (19) du
crochet de réception (5), le contour d'arrêt (14), disposé loin du corps, du crochet
d'arrêt (6) étant en retrait derrière le niveau de la surface de jointure (13) du
crochet d'arrêt (6), le contour à complémentarité de forme (16), disposé plus près
du corps, du crochet de réception (5) dépassant au moins partiellement du niveau de
la surface de jointure (15) du crochet de réception (5), l'épaulement d'arrêt (12)
et l'ouverture de réception (19) étant agencés de sorte que pendant un mouvement d'assemblage,
l'extrémité de l'épaulement s'insère dans un premier temps, sans déformation élastique
des profilés en crochet (H), dans l'ouverture de réception (19) de sorte que la surface
de verrouillage horizontal (17) du crochet d'arrêt (6) entre, par une partie de sa
surface, en contact avec la surface de verrouillage horizontal (18) du crochet de
réception (5) et le crochet de réception (5) présentant une entretoise flexible (20),
qui est conçue pour que du fait de sa flexibilité élastique, la largeur de l'ouverture
de réception (19) puisse être agrandie, de sorte que l'épaulement d'arrêt (12) est
entièrement insérable dans l'évidement de réception (9) et qu'en outre, le contour
d'arrêt (14) du crochet d'arrêt (6) s'insère dans le contour à complémentarité de
forme (16) du crochet de réception (5), caractérisé en ce qu'une languette d'encliquetage élastique (21), disposée loin du corps, est prévue sur
le rebord de crochet (8) du crochet de réception (5) et que l'évidement d'arrêt (11)
présente, disposé près du corps, un évidement d'encliquetage (22) qui s'accouple avec
la languette d'encliquetage élastique (21).
2. Panneau selon la revendication 1, caractérisé en ce que la languette d'encliquetage élastique (21) est formée d'un seul tenant avec le corps
(1').
3. Panneau selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la languette d'encliquetage élastique (21) prend naissance sur le côté du rebord
du crochet (8) éloigné du corps et que l'extrémité libre de la languette d'encliquetage
élastique (21) dépasse obliquement du rebord du crochet (8).
4. Panneau selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la languette d'encliquetage élastique (21) présente, éloignée du corps, une surface
de glissement (23).
5. Panneau selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'entre la languette d'encliquetage élastique (21) et le rebord du crochet (8) est prévu
un espace libre (24) dans lequel la languette d'encliquetage (21) peut être rabattue
élastiquement.
6. Panneau selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'évidement d'encliquetage (22) présente une surface de contact d'encliquetage (25).
7. Panneau selon la revendication 6, caractérisé en ce que la surface de contact d'encliquetage (25) est conçue de sorte à former un chanfrein
de butée (26) pour l'extrémité libre de la languette d'encliquetage élastique (21).
8. Panneau selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'épaulement d'arrêt (12) présente un chanfrein de glissement (12a) sur son côté
éloigné du corps.
9. Panneau selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'une paire de profilés basculants (S), à savoir un profilé à rainure (29) avec contre-dépouille
d'une paroi de la rainure (29b) et un profilé à languette (30) avec contre-dépouille
(30c) d'un côté de la languette (30b), est prévue.
10. Panneau selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'une couche de finition transparente disposée sur une face supérieure (7) est prévue
et qu'une couche décorative visible à travers la couche de finition est prévue.
11. Panneau selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'une couche de contrebalancement est prévue sur sa face inférieure.