[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kompressorsystem mit einem. Kompressor eines
Fahrzeugs und mit einer Ventileinrichtung zur Steuerung der Luftzufuhr für den Kompressor.
Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zur Steuerung einer Luftzufuhr für einen
Kompressor eines Kompressorsystems eines Fahrzeugs.
[0002] Bei modernen Fahrzeugen, insbesondere Nutzfahrzeugen, werden häufig mit Druckluft
betriebene Systeme eingesetzt. Derartige Systeme finden sich beispielsweise in Bremssystemen
und Federungssystemen. Zur Erzeugung und Aufbereitung der Druckluft werden Druckluftaufbereitungsanlagen
eingesetzt, die beispielsweise Druckluft erzeugen, filtern, speichern und an die entsprechenden
Systeme weiterleiten. Derartige Druckluftaufbereitungsanlagen finden beispielsweise
bei Lastkraftwagen, Schienenfahrzeugen und Traktoren Einsatz und weisen einen Kompressor
und zugehörige Komponenten eines Kompressorsystems auf, um Luft unter Druck zu setzen.
Um eine effiziente Ausnutzung von Energie aus einer zentralen Antriebseinrichtung
wie einem Motor zu erreichen, werden bei derartigen Fahrzeugen häufig Turbolader eingesetzt.
Über einen Turbolader kann Energie beispielsweise aus einer Abgasströmung gezogen
werden. Es ist bereits bekannt, einen Turbolader dazu zu verwenden, Luft vorzuverdichten,
bevor sie dem Kompressor der Druckluftaufbereitungseinrichtung beziehungsweise dem
Kompressorsystem zugeführt wird, um das aus dem Kompressor strömende Luftvolumen pro
Zeit zu erhöhen. Aus dem Dokument
WO 2009/146866 A1 ist es in diesem Zusammenhang bekannt, den Kompressor entweder mit durch einen Turbolader
vorverdichtete Luft oder mit Umgebungsluft zu versorgen, die unter Umgehung des Turboladers
dem Kompressor zugeführt wird.
[0003] Weitere Kompressorsysteme für Fahrzeuge sind bereits aus dem Stand der Technik bekannt.
[0004] So zeigt die
DE 24 29 976 A1 einen Kompressor mit einem Antriebsmotor, mit einem von dessen Antriebewelle Rotations-Schraubenverdichter,
an welchen Verbraucher für Druckluft anschliessbar sind, und mit einem Turbolader,
dessen Turbine von Abgangsgasen des Motors beaufschlagbar ist. Ferner ist darin gezeigt,
dass der Verdichter des Turboladers als Vorverdichter in den Strömungsweg der zu komprimierenden
Luft zwischen dem Einlass und dem von der Antriebswelle angetriebenen Verdichter angebracht
ist.
[0005] Ferner offenbart die
US 2003/217775 A1 ein Fluidventil mit einem Kolben zur Steuerung des Fluidstroms durch das Ventil.
Das Fluidventil enthält ein Gehäuse mit mindestens einem Ein- und Ausgang. Ferner
ist eine Gewindespindel im Gehäuse mit einem Verbindungselement verbunden, um den
Kolben bei Drehung der Welle zu bewegen und den Flüssigkeitsstrom zu steuern.
[0006] Zudem zeigt die
US 2009/114296 A1 ein Ventil, bei welchem beim Zuführen eines Fluids zu dessen ersten Strömungskanal
Luft aus einem Lufteinlasskanal in einen Pneumatikzylinder eingeleitet wird. Eine
Betätigungsplatte gleitet und treibt eine Welle in eine solche Position zurück, dass
eine zweite Dichtfläche einer Dichtungsplatte an einer Wand anliegt. Ein weiterer
Pneumatikzylinder wird dabei in eine solche Position bewegt, dass eine Dichtfläche
einer Dichtungsplatte an einer Wand anliegt, wodurch eine Öffnung verschlossen wird.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine möglichst zuverlässige, einfache
und preisgünstige Möglichkeit bereitzustellen, einem Kompressor eines Fahrzeugs wahlweise
Umgebungsluft oder vorverdichtete Luft zuzuführen.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst.
[0009] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen
Ansprüchen.
[0010] Erfindungsgemäß ist das Kompressorsystem mit einem Kompressor für ein Fahrzeug und
mit einer Ventileinrichtung zur Steuerung der Luftzufuhr für den Kompressor des Fahrzeugs
vorgesehen, wobei die Ventileinrichtung ein Ventilgehäuse umfasst, welches aufweist:
einen ersten Drucklufteingang zum Anschluss an eine Umgebungsluftzuführung, wobei
der erste Drucklufteingang der Ventileinrichtung an die Umgebungsluftzuführung angeschlossen
oder anschließbar ist;
einen zweiten Drucklufteingang zum Anschluss an eine Ladeluftzuführung, über die vorverdichtete
Luft zuführbar ist, wobei der zweite Drucklufteingang an die Ladeluftzuführung zum
Zuführen von vorverdichteter Luft angeschlossen oder anschließbar ist;
einen Druckluftausgang zum Anschluss an den Kompressor, wobei der Druckluftausgang
der Ventileinrichtung zur Druckluftzufuhr an den Kompressor angeschlossen oder anschließbar
ist;
wobei die Ventileinrichtung einen ersten Schaltzustand aufweist, in dem der Druckluftausgang
fluidleitend mit dem ersten Drucklufteingang verbunden ist, und
die Ventileinrichtung einen zweiten Schaltzustand aufweist, in dem der Druckluftausgang
fluidleitend mit dem zweiten Drucklufteingang verbunden ist, und
wobei
die Ventileinrichtung mindestens einen dritten Schaltzustand aufweist, in dem der
erste Drucklufteingang und der zweite Drucklufteingang fluidleitend mit dem Druckluftausgang
verbunden sind, wobei die Ventileinrichtung ferner eine Schalteinrichtung aufweist,
die es vermag, die Ventileinrichtung zwischen dem ersten Schaltzustand,dem zweiten
Schaltzustand und dem dritten Schaltzustand umzuschalten. Somit kann auf einfache
Art und Weise eine Umschaltung zwischen einer Umgebungsluftzufuhr und einer Ladeluftzufuhr
zu dem Kompressor erfolgen. Die Ventileinrichtung kann insbesondere für die Verwendung
bei einem Kompressorsystem eines Fahrzeugs vorgesehen sein. Die Ventileinrichtung
weist neben zwei Drucklufteingängen insbesondere nur einen Ausgang zum Anschluss an
den Kompressor auf. Die Schalteinrichtung beziehungsweise die Ventileinrichtung kann
zum Umschalten zwischen Schaltzuständen elektrisch oder pneumatisch ansteuerbar sein.
Es ist vorstellbar, dass im Bereich des Druckluftausgangs, im Druckluftausgang oder
stromab des Druckluftausgangs eine Sensoreinrichtung anschließbar oder angeschlossen
ist. Die Sensoreinrichtung kann insbesondere einen Drucksensor und/oder einen Flusssensor
aufweisen. Es ist zweckmäßig, wenn die Sensoreinrichtung beziehungsweise ihre Sensoren
an eine elektronische Steuereinrichtung angeschlossen sind. Es ist vorstellbar, die
Sensoreinrichtung als Teil der Ventileinrichtung und/oder als Teil eines Kompressorsystems
auszubilden oder anzusehen. Die Sensoreinrichtung kann dazu ausgebildet oder angeschlossen
sein, den Schaltzustand der Ventileinrichtung zu bestimmen und/oder Daten für eine
Ermittelung und/oder Steuerung des Schaltzustands zu ermitteln und zu übertragen.
Die Ventileinrichtung kann eine elektronische Steuereinrichtung aufweisen und/oder
an eine elektronische Steuereinrichtung angeschlossen oder anschließbar sein. Eine
derartige Steuereinrichtung kann insbesondere zum Ansteuern und/oder Schalten der
Ventileinrichtung beziehungsweise der Schalteinrichtung zwischen unterschiedlichen
Schaltzuständen ausgebildet sein. Es kann vorgesehen sein, dass die elektronische
Steuereinrichtung der Ventileinrichtung zur Kommunikation mit mindestens einer weiteren,
möglicherweise übergeordneten, Steuereinrichtung des Fahrzeugs angeschlossen oder
anschließbar ist. Insbesondere kann die Schalteinrichtung zur Ansteuerung durch die
Steuereinrichtung ausgebildet sein. Es ist zweckmäßig, wenn eine Sensoreinrichtung
zur Signalübertragung an eine entsprechende Steuereinrichtung angeschlossen ist. Die
Ventileinrichtung kann derart ausgebildet sein, dass sie in jedem Schaltzustand eine
fluidleitende Verbindung ihres einzigen Ausgangs, nämlich des Druckluftausgangs, mit
mindestens einem der Drucklufteingänge bereitstellt. Insbesondere kann vorgesehen
sein, dass in keinem Schaltzustand der Ventileinrichtung gleichzeitig die Fluidleitung
zwischen dem ersten Drucklufteingang und dem Druckluftausgang und die Fluidleitung
dem zweiten Drucklufteingang und dem Druckluftausgang abgesperrt ist.
[0011] Es kann vorgesehen sein, dass durch die Schalteinrichtung im ersten Schaltzustand
eine Fluidleitung zwischen dem zweiten Drucklufteingang und dem Druckluftausgang gesperrt
ist und/oder im zweiten Schaltzustand eine Fluidleitung zwischen dem ersten Drucklufteingang
und dem Druckluftausgang gesperrt ist. Somit wird im ersten Schaltzustand nur Druckluft
über den ersten Drucklufteingang an den Druckluftausgang und schließlich an den Kompressor
weitergeführt, während eine Druckluftzufuhr über den zweiten Drucklufteingang unterbunden
ist. Umgekehrt ist im zweiten Schaltzustand nur eine Druckluftzufuhr über den zweiten
Drucklufteingang möglich.
[0012] Die Ventileinrichtung weist mindestens einen dritten Schaltzustand auf, in dem der
erste Drucklufteingang und der zweite Drucklufteingang fluidleitend mit dem Druckluftausgang
verbunden sind. Somit lässt sich eine Vermischung von zugeführter Luft erreichen.
Dadurch kann beispielsweise für den Fall, dass über die Ladeluftzuführung Druckluft
mit einem für den Kompressor kritischen Druck zugeführt wird, eine Absenkung des Drucks
durch Zufuhr von Umgebungsluft beziehungsweise Ablassen von vorverdichteter Luft über
den ersten Drucklufteingang erreicht werden. Dadurch kann einerseits der Kompressor
geschont werden. Andererseits ist es nicht notwendig, in das Turboladersystem einzugreifen,
um den Ladeluftdruck zu verringern, was den Schaltungsaufwand für das Fahrzeug verringert.
Es kann insbesondere vorgesehen sein, dass die Ventileinrichtung eine Reihe unterschiedlicher
Schaltzustände aufweist, in denen der erste Drucklufteingang und der zweite Drucklufteingang
fluidleitend mit dem Druckluftausgang verbunden sind. Die Schaltzustände können sich
bezüglich der in der Ventileinrichtung freigegebenen Querschnitte des ersten Drucklufteingangs
und des zweiten Drucklufteingangs und/oder bezüglich des Verhältnisses der freigegebenen
Querschnitte unterscheiden. Dadurch können verschiedene Mischverhältnisse eingestellt
werden. Es kann zweckmäßig sein, wenn der Schaltzustand der Ventileinrichtung zwischen
dem ersten Schaltzustand und dem zweiten Schaltzustand im Wesentlichen kontinuierlich
einstellbar ist. Die Ventileinrichtung kann somit über weitere Zwischenschaltzustände
zwischen dem ersten Schaltzustand an den zweiten Schaltzustand verfügen. Dabei kann
zweckmäßig sein, wenn in der Umgebungsluftzuführung und /oder der Ladeluftzuführung
ein Sensor zum Ermitteln des Druckniveaus der zugeführten Luft angeordnet ist. Die
Sensoren können direkt oder indirekt über weitere elektronische Komponenten mit der
elektronischen Steuerung der Schalteinrichtung beziehungs weise der Ventileinrichtung
verbunden sein. Eine elektronische Steuerung kann derart ausgestaltet sein, dass sie
einen Schaltzustand der Ventileinrichtung einstellt, bei dem von über den Druckluftausgang
zum Kompressor geführter Luft ein vorbestimmter Druckschwellenwert nicht überschritten
wird. Eine derartige Steuerung kann beispielsweise basierend auf den Sensorsignalen
erfolgen und durch Schalten zwischen Schaltzuständen erreicht werden.
[0013] Die Schalteinrichtung der Ventileinrichtung kann einen Kolben aufweisen, der zwischen
einer dem ersten Schaltzustand entsprechenden ersten Position, in welcher er eine
fluidleitende Verbindung zwischen dem ersten Drucklufteingang und dem Druckluftausgang
freigibt, und einer dem zweiten Schaltzustand entsprechenden zweiten Position bewegbar
ist, in welcher er eine fluidleitende Verbindung zwischen dem zweiten Drucklufteingang
und dem Druckluftausgang freigibt. Der Kolben kann innerhalb des Ventilgehäuses, insbesondere
in einem Kanal zur Kolbenführung, aufgenommen sein. Es ist vorstellbar, dass der Kolben
eine Dichtung aufweist, die beispielsweise eine Abdichtung zwischen dem Kolben und
den Elementen des Ventilgehäuses beziehungsweise der Ventileinrichtung bereitzustellen,
in denen er sich bewegt, beispielsweise dem Kanal. Somit lässt sich auf einfache Art
eine Umschaltung insbesondere zwischen dem ersten Schaltzustand und dem zweiten Schaltzustand
erreichen.
[0014] Es kann vorgesehen sein, dass das Ventilgehäuse einen ersten Ventilsitz aufweist,
der dem ersten Drucklufteingang zugeordnet ist und einen zweiten Ventilsitz, der dem
zweiten Drucklufteingang zugeordnet ist. Ein Kolben der Schalteinrichtung kann dazu
vorgesehen sein, ansteuerbar in Anlage mit dem ersten Ventilsitz bringbar zu sein
und ansteuerbar in Anlage mit dem zweiten Ventilsitz bringbar zu sein. Im ersten Schaltzustand
befindet sich der Kolben in Anlage mit dem zweiten Ventilsitz und sperrt die Fluidleitung
zwischen dem zweiten Drucklufteingang und dem Druckluftausgang. Im zweiten Schaltzustand
befindet sich der Kolben in Anlage mit dem ersten Ventilsitz und sperrt die Fluidleitung
zwischen dem ersten Drucklufteingang und dem Druckluftausgang.
[0015] Dieser Aufbau bietet einen genau definierten Bewegungsraum für den Kolben. Im Bereich
mindestens eines Ventilsitzes kann beispielsweise zur Lokalisierung des Kolbens ein
Sensor, beispielsweise ein Kontaktsensor, vorgesehen sein. Ein solcher Sensor kann
mit einer Steuereinrichtung verbunden sein. Ein Ventilsitz kann beispielsweise als
eine Verengung in einer dementsprechenden Drucklufteingang zuzurechnenden Öffnung
oder einem Leitungsabschnitt gebildet sein. Insbesondere kann der Kolben zwischen
einer Position, in welcher er sich in Anlage mit dem ersten Ventilsitz befindet, und
einer Position, in welche er sich in Anlage mit dem zweiten Ventilsitz befindet, hin
und her bewegbar sein.
[0016] Dabei ist es vorstellbar, dass Zwischenschaltzustände eingestellt werden.
[0017] Die Schalteinrichtung kann eine Schaltscheibe aufweisen, die zwischen einer dem ersten
Schaltzustand entsprechenden ersten Position, in welcher sie eine fluidleitende Verbindung
zwischen dem ersten Drucklufteingang und dem Druckluftausgang freigibt, und einer
dem zweiten Schaltzustand entsprechenden zweiten Position drehbar ist, in welcher
sie eine fluidleitende Verbindung zwischen dem zweiten Drucklufteingang und dem Druckluftausgang
freigibt. Dies ist eine weitere Möglichkeit, eine leicht zu schaltende und zuverlässige
Schalteinrichtung bereitzustellen.
[0018] Bei einer Weiterbildung weist die Schalteinrichtung ferner eine Ausgangsscheibe mit
einer Ausgangsöffnung auf, über die eine fluidleitende Verbindung von der Schaltscheibe
zum Druckluftausgang herstellbar oder eingerichtet ist, sowie eine Eingangsscheibe
mit einer ersten Eingangsöffnung, über die eine fluidleitende Verbindung vom ersten
Drucklufteingang zur Schaltscheibe herstellbar oder eingerichtet ist, und einer zweiten
Eingangsöffnung, über die eine fluidleitende Verbindung vom zweiten Drucklufteingang
zur Schaltscheibe herstellbar oder eingerichtet ist. Die Schaltscheibe ist drehbar
zwischen der Ausgangsscheibe und der Eingangsscheibe angeordnet und weist eine Schaltöffnung
auf. Ferner kann vorgesehen sein, dass die Schaltscheibe zwischen einer ersten Position,
in welcher über die Schaltöffnung der Schaltscheibe eine fluidleitende Verbindung
zwischen der Ausgangsöffnung und der ersten Eingangsöffnung besteht, und einer zweiten
Position drehbar ist, in welcher über die Schaltöffnung eine fluidleitende Verbindung
zwischen der Ausgangsöffnung und der zweiten Eingangsöffnung besteht. Somit lässt
sich eine einfache Schalteinrichtung herstellen, bei der das Drehen der Schaltscheibe
kaum durch Druckluft aus einem der Drucklufteingänge belastet ist, da die Schaltscheibe
orthogonal zur Luftströmung drehbar ist. Die erste Position entspricht der ersten
Schaltstellung und die zweite Position entspricht der zweiten Schaltstellung. Es kann
vorgesehen sein, dass die Schaltscheibe in der ersten Position die zweite Eingangsöffnung
und in der zweiten Position die erste Eingangsöffnung derart abdeckt, dass sie eine
Fluidleitung durch die entsprechenden Öffnungen absperrt. Auch in dieser Variante
sind selbstverständlich Zwischenschaltzustände möglich, in welchen eine definierte
Vermischung von aus beiden Drucklufteingängen zugeführter Druckluft wie oben erwähnt
möglich ist. Die Ausgangsscheibe und/oder die Eingangsscheibe können innerhalb des
Ventilgehäuses befestigt sein, so dass sie gegenüber dem Gehäuse unbeweglich sind.
[0019] Es ist vorstellbar, dass die Schalteinrichtung als Betätigungseinrichtung zum Umschalten
zwischen Schaltzuständen einen Elektromotor aufweist. Die Schalteinrichtung kann auch
mit einer separaten Betätigungseinrichtung wie einem derartigen Motor, verbunden sein.
Als Betätigungseinrichtung kann auch ein Elektromagnet und/oder eine Federeinrichtung
verwendet werden. Die Betätigungseinrichtung kann durch eine der oben beschriebenen
Steuereinrichtung angesteuert sein.
[0020] Wie vorstehend erläutert, betrifft die vorliegende Erfindung ein Kompressorsystem
mit einer Ventileinrichtung zur Steuerung einer Luftzufuhr für einen Kompressor wie
oben beschrieben. Für das Kompressorsystem ergeben sich je nach Bauart der Ventileinrichtung
im Wesentlichen identische Vorteile wie bereits ausgeführt. Das Kompres sorsystem
kann eine Umgebungsluftzuführung und eine Ladeluftzuführung aufweisen.
[0021] Es kann vorgesehen sein, dass das Kompressorsystem ein Absperrventil aufweist, welches
zwischen den Druckluftausgang der Ventileinrichtung und den Kompressor geschaltet
ist und das es vermag, die Druckluftzufuhr von der Ventileinrichtung zum Kompressor
abzusperren oder freizugeben. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das Absperrventil
in einer Absperrstellung eine Druckluftzufuhr zwischen dem Druckluftausgang und dem
Kompressor abzusperren vermag und in einer Durchlassstellung eine Druckluftzufuhr
zwischen dem Druckluftausgang und dem Kompressor zu ermöglichen vermag. Somit kann
auf einfache Art eine unerwünschte Druckluftzufuhr zum Kompressor verhindert werden,
etwa wenn dieser in einer Leerlaufphase betrieben wird. Es kann auch vorgesehen sein,
dass der Kompressor alternativ oder zusätzlich an eine Kompressorkupplung gekoppelt
ist, über die er von einem Antrieb abkoppelbar ist.
[0022] Zweckmäßigerweise kann das Kompressorsystem eine elektronische Steuereinrichtung
aufweisen, die zur Ansteuerung der Ventileinrichtung geeignet ist. Die Steuereinrichtung
kann direkt mit der Ventileinrichtung beziehungsweise der Schalteinrichtung verbunden
sein. Es ist vorstellbar, dass die Steuereinrichtung des Kompressorsystems an eine
Steuereinrichtung der Ventileinrichtung angeschlossen ist. Das Kompressorsystem kann
eine zwischen dem Druckluftausgang der Ventileinrichtung und dem Kompressor geschaltete
Sensoreinrichtung aufweisen. Die Sensoreinrichtung kann insbesondere einen Drucksensor
und/oder einen Flusssensor aufweisen. Die Sensoreinrichtung beziehungsweise ihre Sensoren
können an eine elektronische Steuereinrichtung angeschlossen sein. Es ist vorstellbar
dass die Sensoreinrichtung ausgebildet oder angeschlossen ist, den Schaltzustand der
Ventileinrichtung zu bestimmen und/oder Daten für eine Ermittelung und/oder Steuerung
des Schaltzustands zu ermitteln und and eine Steuereinrichtung zu übertragen, die
eine Steuereinrichtung des Kompressorsystems und/oder Teil einer Bordelektronik sein
kann. Eine derartige Steuereinrichtung kann insbesondere zum Ansteuern und/oder Schalten
der Ventileinrichtung beziehungsweise der Schalteinrichtung zwischen unterschiedlichen
Schaltzuständen ausgebildet sein. Es ist zweckmäßig, wenn die Sensoreinrichtung zur
Signalübertragung an eine entsprechende Steuereinrichtung angeschlossen ist. Die Steuereinrichtung
kann an einen CAN-Bus des Fahrzeugs angeschlossen sein.
[0023] Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zur Steuerung einer Luftzufuhr für
einen Kompressor eines Kompressorsystems, wie es hierin beschrieben ist, wobei der
Kompressor zur Luftzufuhr an den Druckluftausgang der Ventileinrichtung angeschlossen
ist, mit dem Schritt: Ansteuern der Ventileinrichtung derart, dass die Ventileinrichtung
zwischen drei Schaltzuständen schaltet, wobei die Ventileinrichtung derart angesteuert
wird, dass sie zu oder von einem dritten Schaltzustand geschaltet wird, in dem der
erste Drucklufteingang und der zweite Drucklufteingang fluidleitend mit dem Druckluftausgang
verbunden sind. Das Ansteuern kann basierend auf Sensorsignalen der hierin beschriebenen
Sensoreinrichtungen oder Sensoren erfolgen. Beim Ansteuern können Fahrzeugparameter
wie die Fahrzeuggeschwindigkeit, Motorparameter wie die Motordrehzahl und/oder Kompressorparameter
wie die Kompressordrehzahl berücksichtigt werden.
[0024] Bei einer Weiterbildung ist ein vorgesehen, dass die Ventileinrichtung derart angesteuert
wird, dass sie zwischen dem ersten und dem zweiten Schaltzustand schaltet.
[0025] Erfindungsgemäß wird die Ventileinrichtung derart angesteuert wird, dass sie zu oder
von einem dritten Schaltzustand geschaltet wird, in dem der erste Drucklufteingang
und der zweite Drucklufteingang fluidleitend mit dem Druckluftausgang verbunden sind.
[0026] Im Rahmen dieser Beschreibung kann ein Fahrzeug jede Art von Kraftfahrzeug sein.
Insbesondere kann ein Fahrzeug ein Nutzfahrzeug, eine fahrbare Baumaschine, ein Schienenfahrzeug,
ein Traktor oder ein Lastkraftwagen sein.
[0027] Ein Kompressor beziehungsweise ein Kompressorsystem kann eine Kompressorkupplung
umfassen. Es kann vorgesehen sein, dass ein Kompressorsystem Komponenten zur Druckluftzufuhr,
Leitun gen, Ventile, Druckluftanschlüsse und/oder ähnliche Komponenten aufweist. Es
können auch Komponenten zur Steuerung von Druckluftströmungen, zur Steuerung des Kompressors
oder einer Kompressorkupplung als Teile eines Kompressorsystems angesehen werden.
Eine Druckluftaufbereitungseinrichtung mit Lufttrockner, Mehrkreisschutzventil und
weiteren Komponenten kann als Kompressorsystem aufgefasst werden oder ein Kompressorsystem
umfassen. Eine Steuerung kann elektronische, elektrisch oder pneumatisch erfolgen.
Es kann auch eine Kombination aus elektronischer und pneumatischer Steuerung vorgesehen
sein. Ein Kompressorsystem kann insbesondere eine oder mehrere elektronische Steuereinrichtungen
aufweisen. Eine elektronische Steuereinrichtung kann beispielsweise zur Steuerung
des Kompressors und/oder der Kompressorkupplung und/oder einer Ventileinrichtung,
insbesondere zur Steuerung einer der oben beschriebenen Ventileinrichtungen, vorgesehen
und/oder entsprechend angeschlossen sein. Es kann vorgesehen sein, dass eine Steuereinrichtung
eine Steuerung basierend auf Signalen von einem oder mehreren Drucksensoren durchführt.
Es ist besonders zweckmäßig, wenn die Steuerung auf von der stromabwärts der Ventileinrichtung
gelegenen Sensoreinrichtung übermittelten Signalen basierend durchgeführt wird und/oder
auf Signalen von in der Ladeluftzuführung und/oder der Umgebungsluftzuführung basiert.
Eine Steuerung kann unter Berücksichtigung von Fahrzeugparametern wie einer Fahrzeuggeschwindigkeit,
Motorparametern wie einer Motordrehzahl und/oder Kompressorparametern wie einer Kompressordrehzahl
erfolgen. Dabei kann es zweckmäßig sein, entsprechende Parameter über eine Bordelektronik,
beispielsweise einen CAN-Bus, an die Steuereinrichtung zu übermitteln, welche die
Steuerung durchführt. Eine Ladeluftzuführung dient der Zufuhr von vorverdichteter
Luft für einen Kompressor. Die Vorverdichtung der Luft kann durch einen Turbolader
oder durch eine andere geeignete Einrichtung erfolgen. Eine Umgebungsluftzuführung
dient der Zufuhr von Umgebungsluft, die nicht vorverdichtet ist. Die Umgebungsluft
kann somit Atmosphärendruck aufweisen. Das Absperren einer Fluidleitung kann als das
Sperren jeder direkten oder indirekten fluidleitenden Verbindung ausgelegt werden.
Es ist zweckmäßigerweise vorgesehen, dass zwei Komponenten, zwischen denen eine Fluidleitung
abgesperrt ist, kein Fluid, insbesondere keine Druckluft, austauschen können. Zwischen
fluidleitend verbundenen Einrichtungen, wie beispielsweise einem Drucklufteingang
und einem Druckluftausgang, kann ein Fluid strömen, insbesondere Luft oder Druckluft.
Einem Drucklufteingang oder Druckluftausgang eines Ventilgehäuses können eine oder
mehrere Öffnungen und/oder Leitungsabschnitte und/oder Druckräume zugeordnet sein.
Ein Eingang oder Ausgang kann somit als Eingangsbereich beziehungsweise Ausgangsbereich
verstanden werden, solange Druckluft im Wesentlichen nur an einer Öffnungsstelle hineinströmt
und nur an einer Öffnungsstelle aus dem Bereich wieder hinausströmt.
[0028] Die Erfindung wird nun in Bezug auf die begleitenden Zeichnungen anhand bevorzugter
Ausführungsformen beispielhaft erläutert.
[0029] Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung eines Fahrzeugs mit einem Kompressorsystem;
- Figur 2
- eine schematische Darstellung einer Variante einer Ventileinrichtung;
- Figur 3
- eine schematische Darstellung einer weiteren Variante einer Ventileinrichtung;
- Figuren 4a
- verschiedene schematische Ansichten noch einer weiteren Variante
- und 4b
- einer Ventileinrichtung;
- Figuren 5a
- verschiedene schematische Ansichten noch einer weiteren Variante
- bis 5d
- einer Ventileinrichtung;
- Figur 6
- eine schematische Darstellung einer Ventileinrichtung mit weiteren Komponenten.
[0030] In der folgenden Figurenbeschreibung bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder
funktional ähnliche Komponenten. In Figur 1 sind pneumatische Leitungen als durchgezogene
Striche dargestellt, während elektrische Leitungen und Verbindungen gestrichelt dargestellt
sind.
[0031] Figur 1 zeigt ein schematisch dargestelltes Nutzfahrzeug 10. Das dargestellte Nutzfahrzeug
10 umfasst neben einem Antriebsmotor 14 und einem Kompressorsystem 12 eine Druckluftaufbereitungsanlage
mit Verbrauchern 16, einen Luftfilter 18, einen Ladeluftkühler 20 und einen Turbolader
22. Das Kompressorsystem 12 selbst umfasst neben einem Kompressor 24, der ein Einzylinderoder
ein Doppelzylinderkompressor sein kann, ein elektronisches Steuergerät 26 mit einem
Anschluss 28 an ei nen CAN-Bus 30. Es sind eine Umgebungsluftzuführung 32 und eine
Ladeluftzuführung 34 vorgesehen. In der Umgebungsluftzuführung ist ein erster Drucksensor
36 vorgesehen und in der Ladeluftzuführung 34 ist ein zweiter Drucksensor 38 vorgesehen.
Statt der Drucksensoren 36, 38 können Flusssensoren oder eine andere geeignete Sensoreinrichtungen,
beispielsweise mit einem Drucksensor und einem Flusssensor, vorgesehen sein Die Umgebungsluftzuführung
32 führt Luft aus der Umgebung direkt hinter dem Luftfi Iter 18 zu einer LuftzufuhrVentileinrichtung
40. Die Ladeluftzuführung führt vorverdichtete Luft, auch als Ladeluft bezeichnet,
die durch den Turbolader 22 vorverdichtet und danach im Ladeluftkühler 20 abgekühlt
wird, ebenfalls zur Luftzufuhr-Ventileinrichtung 40. Die Luftzufuhr-Ventileinrichtung
40 ist an den Kompressor 24 angeschlossen, um diesem Luft zur Komprimierung zuzuführen.
Zwischen dem Kompressor 24 und einem an diesem angeschlossenen Ausgang der Luftzufuhr-Ventileinrichtung
40 ist eine Sensoreinrichtung 39 angeschlossen. Die Sensoreinrichtung 39 weist einen
Druckund einen Flusssensor auf. Die Ventileinrichtung 40 weist vorzugsweise nur einen
einzigen Druckluftausgang zum Anschluss an den Kompressor 24 beziehungsweise zur Zufuhr
von Luft zu dem Kompressor 24 auf.
[0032] In Abhängigkeit von dem Schaltzustand der Ventileinrichtung 40 saugt der Kompressor
24 bereits von dem Turbolader 22 vorverdichtete Luft über die Ladeluftzu führung 34
oder nicht vorverdichtete Umgebungsluft über die Umgebungsluftzuführung 32 an. Befindet
sich die Ventileinrichtung 40 in ihrem dargestellten ersten Schaltzustand, so saugt
der Kompressor 24 Umgebungsluft über den Luftfilter 18 und die Umgebungsluftzuführung
32 an. In dem nicht dargestellten zweiten Schaltzustand saugt der Kompressor 24 über
den Luftfilter 18, den Turbolader 22, den Ladeluftkühler 20 und die Ladeluftzuführung
34 bereits von dem Turbolader 22 vorverdichtete Luft an. Aufgrund des gegenüber dem
Umgebungsdruck erhöhten Ladedrucks steigt dabei bei gleicher Umdrehungszahl des Kompressors
24 das von dem Kompressor 24 geförderte Luftvolumen pro Zeiteinheit an. Der Turbolader
22 wird von den Abgasen des Antriebsmotors 14 angetrieben, wobei die Hauptaufgabe
des Turboladers 22 in einer Aufladung des Antriebsmotors 14 zu sehen ist, das heißt,
dass sechs dargestellte Zylinder 42 des Antriebsmotors 14 mit einer größeren Menge
Verbrennungsluft betrieben werden. Der Antrieb des Kompressors 24 erfolgt in einer
dem Fachmann bekannten Weise durch den Antriebsmotor 14. Beispielsweise kann der Kompressor
24 über einen Rädertrieb von dem Antriebsmotor 14 angetrieben werden. Die von dem
Kompressor 24 geförderte Druckluft wird der Druckluftaufbereitungsanlage mit Verbrauchern
16 zugeführt. Die Druckluftaufbereitungsanlage mit Verbrauchern 16 umfasst insbesondere
eine dem Fachmann bekannte Druckluftaufbereitungsanlage sowie mehrere beispielsweise
durch ein Mehrkreisschutzventil gegeneinander abgesicherte Verbraucherkreise an die
die einzelnen Verbraucher angeschlossen sind. Der Kompressor 24 verfügt weiterhin
über einen von einer Ventileinrichtung 44 zuschaltbaren Schadraum 46, von etwa 10
ccm pro Zylinder, um Druckspitzen während der Druckluftförderung abzumildern. Als
Schadraum 46 wird allgemein jedes mit einem Kolbenraum des Kompressors in Verbindung
stehende Raumvolumen bezeichnet, welches am Ende eines Verdichtungstakts des Kompressors
übrig bleibt. Das Zuschalten eines Schadraumes 46 senkt daher die mögliche maximale
Verdichtung des Kompressors ab und senkt somit die während eines Verdichtungstakts
auftretenden Druckspitzen. Zwischen Kompressor 24 und der Luftzufuhr-Ventileinrichtung
40 kann ein Absperrventil 48 angeordnet sein, über das eine Luftzufuhr von der Luftzufuhr-Ventileinrichtung
40 zum Kompressor 24 abgesperrt oder geöffnet werden kann. Der Kompressor 24 kann
dann, wenn das Absperrventil geschlossen ist, keine Luft ansaugen und folglich auch
keine Druckluft mehr fördern. Es ist bekannt, dass in diesem Zustand Öl, welches üblicherweise
zur Schmierung des Kompressors 24 eingesetzt wird, durch den entstehenden Unterdruck
während eines Expansionstakts des Kompressors 24 in den Verdichtungsraum gesaugt wird
und bei dem nächsten Verdichtungstakt des Kompressors 24 in Richtung der angeschlossen
Druckluftaufbereitungsanlage mit Verbrauchern 16 ausgeworfen wird. Um dies zu verhindern,
ist es denkbar, dass das Absperrventil 48 nicht vollständig abdichtet, sondern eine
definierte Restundichtigkeit aufweist, u m den Ansaugunterdruck des Kompressors 24
zu begrenzen. Auf diese Weise wird der Ölauswurf des Kompressors 24 verringert. Das
Absperren der Luftzufuhr zum Kompressor 24 durch das Absperrventil ist eine einfache
Möglichkeit, den Kompressor 24 in eine energiesparende Betriebsweise zu versetzen.
Alternativ oder zusätzlich kann der Kompressor 24 über eine Kupplungsvorrichtung an
seinen Antrieb gekoppelt sein. Durch Lösen der Kupplung kann der Kompressor 24 in
einen energiesparenden Betriebsmodus versetzt werden.
[0033] Solange der von dem Turbolader 22 bereitgestellte Ladedruck unterhalb einer einstellbaren
Ladedruckschwelle liegt, befindet sich die Luftzufuhr-Ventileinrichtung 40 in ihrem
nicht dargestellten zweiten Schaltzustand. Der Kompressor 24 erhält dann bereits vorverdichtete
Luft über die Ladeluftzuführung 34. Der Kompressor 24 ist für das Ansaugen nicht vorverdichteter
Luft optimiert, weshalb bereits geringe Ladedrücke das von ihm geförderte Luftvolumen
deutlich erhöhen. Bis zu einem Ladedruck von zirka 0,6 bar kann der für das Ansaugen
nicht vorverdichteter Luft optimierte Kompressor 24 problemlos auch bereits vorverdichtete
Luft fördern. Übersteigt der von dem Turbolader 22 bereitgestellte Ladedruck diese
erste Grenze, die auch als Schadraum-Ladedruckschwelle bezeichnet wird, so wird der
dem Kompressor 24 zugeordnete Schadraum 46 über die Ventileinrichtung 44 zugeschaltet,
um die während der Förderung der bereits vorverdichteten Luft auftretende Förderdrücke
zu senken. Steigt der von dem Turbolader 22 bereitgestellte Ladedruck weiter an und
übersteigt schließlich eine weitere als Ladedruckschwelle bezeichnete Grenze, so können
die auftretenden Förderdrücke den Kompressor 24 trotz des Schadraums 46 beschädigen.
Bei Überschreiten der Ladedruckschwelle wird daher die Luftzufuhr-Ventileinrichtung
40 in ihren dargestellten ersten Schaltzustand überführt. Der dem Kompressor 24 zugeordnete
Schadraum 46 kann wieder durch Betätigen der Ventileinrichtung 44 geschlossen werden.
Der zum Ansaugen nicht vorkomprimierter Luft optimierte Kompressor 24 saugt nunmehr
über die Umgebungsluftzuführung 32 nicht vorverdichtete Luft an . Das Zuschalten des
Schadraums 46 kann auch ansonsten zur Reduzierung des geförderten Luftvolumens beziehungsweise
zur Energieeinsparung verwendet werden, wenn keine große Luftmenge benötigt wird.
Die Ventileinrichtung 44 kann beispielsweise über das Steuergerät 26 angesteuert beziehungsweise
betätigt werden.
[0034] Die Luftzufuhr-Ventileinrichtung 40 ist eine elektrisch oder pneumatisch betätigbare
Ventileinrichtung, die insbesondere je nach ihrem Schaltzustand einen möglichst großen
Strömungsquerschnitt der Luftzuführungen 32, 34 freigibt. Die LuftzufuhrVentileinrichtung
40 kann an das elektronische Steuergerät 26 angeschlossen sein, welches dazu ausgebildet
sein kann, die Ventileinrichtung insbesondere basierend auf Signalen der Sensoreneinrichtung
39 und/oder der Sensoren 36, 38 anzusteuern. Eine Ansteuerung kann auch in direkter
Weise über einen oder mehrere der Sensore n 36 , 38, 39 erfolgen, die dann entsprechend
an die LuftzufuhrVentileinrichtung 40 angeschlossen sind, wobei zum Schalten der Ventileinrichtung
40 dann keine weiteren Daten von einem Motorsteuergerät benötigt werden. Die Ansteuerung
der Luftzufuhr-Ventileinrichtung 40 kann in Abhängigkeit von der Motordrehzahl und/oder
der Kompressordrehzahl und/oder weiteren Motorenund/oder Fahrzeugparametern über das
elektronische Steuergerät 26 erfolgen. Die Motordrehzahl und andere Parameter können
vorzugsweise von einem Motorsteuergerät und/oder einem anderen Steuergerät ausgelesen
werden. In diesem Fall kann das Kennfeld des Motorturboladers als bekannt vorausgesetzt
werden. Entsprechende Daten können über den CAN-Bus 30 übertragen werden.
[0035] Figuren 2 bis 5 zeigen schematische Darstellungen verschiedener Ventileinrichtungen,
die jeweils als Luftzufuhr-Ventileinrichtung 40 für ein Kompressorsystem verwendet
werden können. Jede dieser Ventileinrichtungen weist ein Ventilgehäuse 100 auf. Am
Ventilgehäuse sind ein erster Drucklufteingang 102, ein zweiter Drucklufteingang 104
und ein einzelner Druckluftausgang 106 vorgesehen. Zweckmäßigerweise sind der erste
Drucklufteingang 102 zum Anschluss an eine Umgebungsluftzuführung und der zweite Drucklufteingang
104 zum Anschluss an eine Ladeluftzuführung vorgesehen. Der Druckluftausgang 106 ist
zur Zufuhr von Druckluft aus mindestens einem der Drucklufteingänge 102, 104 zu einem
Kompressor vorgesehen. Die Ventileinrichtungen weisen jeweils zumindest einen ersten
Schaltzustand auf, in dem der Druckluftausgang 106 fluidleitend mit dem ersten Drucklufteingang
102 verbunden ist, sowie einen zweiten Schaltzustand, in dem der Druckluftausgang
106 fluidleitend mit dem zweiten Drucklufteingang 104 verbunden ist. Ferner ist eine
Schalteinrichtung vorgesehen, um die Ventileinrichtung zwischen verschiedenen Schaltzuständen
umzuschalten. Die Schalteinrichtung umfasst jeweils eine Betätigungseinrichtung 108,
die über eine elektrische Steuerleitung 1 10 ansteuerbar ist. Die Steuerleitung 110
kann beispielsweise mit einem Steuergerät 26 und/oder einer oder mehreren Sensoreinrichtungen
verbunden sein. Die Betätigungseinrichtung 108 kann eine Welle oder einen Stab 109
zur Kraftübertragung aufweisen. Es ist vorstellbar, dass die Betätigungseinrichtung
108 als Elektromotor oder Elektromagnet ausgebildet ist. Die Betätigungseinrichtung
108 kann derart ansteuerbar sein, dass sie eine Vielzahl von Schaltzuständen der Ventileinrichtung
einstellt. So sind insbesondere Zwischenschaltzustände vorstellbar, in denen sowohl
der erste Drucklufteingang 102 als auch der zweite Drucklufteingang 104 gleichzeitig
mit dem Druckluftausgang 106 verbunden sind. Somit ergibt sich in diesen Zwischenschaltzuständen
eine unterschiedliche Mischung der zugeführten Luft beziehungsweise es ist für aus
der Lade luftzuführung 34 kommende Druckluft aufgrund unterschiedlicher eingestellter
Strömungsquerschnitte in unterschiedlichem Maße möglich, über die Umgebungsluftzuführung
32 zu entweichen. Die Ansteuerung der Zwischenschaltzustände kann kontinuierlich erfolgen.
[0036] Bei der in Figur 2 gezeigten Ventileinrichtung weist die Schalteinrichtung einen
Kolben 1 12 auf, der durch die Betätigungseinrichtung 108 innerhalb des Gehäuses 100
bewegbar ist. Im Ventilgehäuse 100 ist ein erster Ventilsitz 114 vorgesehen, der dem
ersten Drucklufteingang 102 zugeordnet ist. Ein zweiter Ventilsitz 1 16 ist dem zweiten
Drucklufteingang 104 zugeordnet. Die Ventilsitze 1 14, 1 16 bilden jeweils einen Anschlag
für den Kolben 1 12, dessen Bewegung somit auf den Bereich zwischen den Ventilsitzen
1 14, 1 16 beschränkt ist. Liegt der Kolben 1 12 am ersten Ventilsitz 1 14 an, sperrt
er die Fluidverbindung zwischen dem Druckluftausgang 106 und dem ersten Drucklufteingang
102. Zwischen dem zweiten Drucklufteingang 104 und dem Druckluftausgang 106 liegt
eine fluidleitende Verbindung vor, so dass dort Luft strömen kann. Diese Position
des Kolbens entspricht dem zweiten Schaltzustand der Ventileinrichtung. Liegt andererseits
der Kolben 1 12 am zweiten Ventilsitz 1 16 an, wie es in Figur 2 gezeigt ist, sperrt
er die Fluidverbindung zwischen dem Druckluftausgang 106 und dem zweiten Drucklufteingang
104. Zwischen dem ersten Drucklufteingang 102 und dem Druckluftausgang 106 liegt eine
fluidleitende Verbindung vor, so dass dort Luft strömen kann. Diese Position des Kolbens
112 entspricht dem ersten Schaltzustand der Ventileinrichtung. Zwischenschaltzustände
können durch Positionieren des Kolbens in einer Position zwischen den Ventilsitzen
1 14, 1 16 eingestellt werden.
[0037] Figur 3 zeigt eine Variante einer Ventileinrichtung, bei der die Schalteinrichtung
einen Kolben 122 aufweist, der durch die Betätigungseinrichtung 108 bewegbar ist.
Der Kolben 122 weist eine Dichtung 124 auf, die zur Abdichtung gegenüber dem Ventilgehäuse
100 dient. In dieser Variante sind keine Ventilsitze vorgesehen, die eine Bewegung
des Kolbens 122 beschränken. Vielmehr ist der Kolben 122 in einem Kanal 126 aufgenommen
und kann darin bewegt werden. An einem Ende des Kanals 126 kann der Kolben zumindest
teilweise in den ersten Drucklufteingang 102 beziehungsweise eine zugeordnete Leitung
eindringen, um eine Fluidverbindung zwischen dem ersten Drucklufteingang 102 und dem
Druckluftausgang 106 zu versperren. Zwischen dem zweiten Drucklufteingang 104 und
dem Druckluftausgang 106 kann Luft strömen. Diese Position entspricht dem zweiten
Schaltzustand. Der Kolben 122 kann ferner wie in Figur 3 gezeigt derart in eine Position
zwischen dem zweiten Drucklufteingang 104 und dem Druckluftausgang 106 bewegt werden,
dass er eine Fluidverbindung zwischen dem zweiten Drucklufteingang 104 und dem Druckluftausgang
106 versperrt. Zwischen dem ersten Drucklufteingang 102 und dem Druckluftausgang 106
kann Luft strömen. Diese Position entspricht dem ersten Schaltzustand. In dieser Variante
zweigen der Druckluftausgang 106 und der zweite Drucklufteingang 104 rechtwinklig
zur Bewegungsrichtung des Kolbens 122 vom Kanal 126 ab, während der erste Drucklufteingang
102 den Kolben 122 in Bewegungsrichtung aufnehmen kann. Der Kanal 126 im Gehäuse 100
weist eine Vertiefung auf, in welcher der Kolben 122 aufgenommen werden kann, um beide
Drucklufteingänge 102, 104 vollständig frei zu geben. Somit kann für beide Luftzuführungen
der maximale Querschnitt freigegeben werden.
[0038] Figuren 4a und 4b zeigen unterschiedliche Schnittansichten einer weiteren Variante
einer Ventileinrichtung. In diesem Beispiel weist die Schalteinrichtung eine durch
die Betätigungseinrichtung 108 drehbare Schaltscheibe 132 auf. Die Schaltscheibe 132
ist auf einer Welle 109 der Betätigungseinrichtung 108 drehbar gelagert und weist
eine Dichtung 134 auf. Das Ventilgehäuse 100 ist derart ausgebildet, dass sich die
Schaltscheibe 132 innerhalb des Gehäuses 100 derart drehen lässt, dass zumindest in
bestimmten Positionen ein abdichtender Kontakt zwischen Gehäusewand und Dichtung 134
der Schaltscheibe 132 erfolgt. In der Figur 4a ist eine entsprechende Position gezeigt,
in welcher die Schaltscheibe 132 eine Fluidverbindung zwischen dem ersten Drucklufteingang
102 und dem Druckluftausgang 106 sperrt. Zwischen dem zweiten Drucklufteingang 104
und dem Druckluftausgang 106 liegt eine fluidleitende Verbindung vor. Figur 4a zeigt
also den zweiten Schaltzustand. Durch Drehen der Schaltscheibe 132 kann der Schaltzustand
umgeschaltet werden. Es versteht sich, dass Zwischenschaltzustände eingenommen werden
können, die durch eine geeignete Drehstellung der Schaltscheibe 132 definiert sind.
Figur 4b zeigt eine Seitenansicht, in welcher die Betätigungseinrichtung 108 und die
Welle 109 erkennbar sind.
[0039] Figuren 5a bis 5d zeigen eine weitere Variante der Ventileinrichtung, in welcher
die Schalteinrichtung eine Schaltscheibe 142 mit einer geschlitzten Öffnung 144 auf
weist, die in Figur 5c gezeigt ist. Die Schaltscheibe 142 ist drehbar auf der Welle
109 der Betätigungseinrichtung 108 angeordnet. Ferner weist die Schalteinrichtung
eine in dem Ventilgehäuse 100 befestigte Ausgangsscheibe 152 und ein in dem Ventilgehäuse
100 befestigte Eingangsscheibe 162 auf. Die Schaltscheibe 142 ist zwischen Eingangsscheibe
162 und der Ausgangsscheibe 152 angeordnet und diesen gegenüber drehbar. Eine erste
Flachseite der Eingangsscheibe 162 und eine erste Flachseite der Ausgangsscheibe 152
sind jeweils einer Flachseite der Schaltscheibe 142 zugewandt und liegen zweckmäßigerweise
luftdicht an dieser an. Die zweite Flachseite der Ausgangsscheibe 152 ist einem mit
dem Druckluftausgang 106 verbundenen Druckraum 154 zugewandt. Die Ausgangsscheibe
152 weist einen in Figur 5b erkennbaren Öffnungsschlitz 156 auf, durch den eine Fluidverbindung
von der Schaltscheibe 142 zum Druckluftausgang 106 herstellbar ist. Wie in Figur 5d
zu erkennen ist, weist die Eingangsscheibe 162 einen ersten Eingangsschlitz 164 auf,
über den eine Fluidverbindung mit dem ersten Drucklufteingang 102 herstellbar ist.
Ferner weist die Eingangsscheibe 162 einen zweiten Eingangsschlitz 166 auf, über den
eine Fluidverbindung mit dem zweiten Drucklufteingang 104 herstellbar ist. Die Scheiben
weisen außerdem Strukturen auf, die es ermöglichen, dass die Welle 109 derart aufgenommen
werden kann, dass sich die Schaltscheibe 142 zwischen den beiden anderen Scheiben
drehen kann. Durch Drehen der Schaltscheibe 142 wird auch deren geschlitzte Öffnung
144 gedreht. Die Öffnungen von Schaltscheibe 142 und Eingangsscheibe 162 sind derart
dimensioniert, dass die Schaltscheibe zumindest in einer ersten Position den zweiten
Eingangsschlitz 166 der Eingangsscheibe 162 vollständig verdeckt und somit die Fluidverbindung
zum zweiten Drucklufteingang 104 über die Eingangsscheibe 162 versperrt. In dieser
Position überlagern sich die geschlitzte Öffnung 144 der Schaltscheibe 142 und der
erste Eingangsschlitz 164 derart, dass zumindest eine teilweise Überlagerung des Öffnungsschlitzes
156 der Ausgangsscheibe 152, der Öffnung 144 der Schaltscheibe 142 und des ersten
Eingangsschlitzes 164 gegeben ist. Durch durch diese Öffnungen beziehungsweise Schlitze
kann somit Druckluft von dem ersten Drucklufteingang 102 zum Druckluftausgang 106
strömen, während eine Fluidverbindung zwischen dem zweiten Drucklufteingang 104 und
dem Druckluftausgang 106 ver sperrt ist. Dies entspricht dem ersten Schaltzustand.
Analog kann die Schaltscheibe 142 derart gedreht werden, dass der erste Eingangsschlitz
164 durch die Schaltscheibe 142 verdeckt ist, und über die Öffnungen 144, 156 und
166 eine fluidleitende Verbindung zwischen dem Druckluftausgang 106 und dem zweiten
Drucklufteingang 104 hergestellt wird. Diese Position der Schaltscheibe 142 entspricht
dem zweiten Schaltzustand. Durch Drehung der Schaltscheibe 142 in eine Position, in
welcher die geschlitzte Öffnung 144 jeweils teilweise die erste Eingangsöffnung 164
und die zweite Eingangsöffnung 166 sowie die Öffnung 156 der Ausgangsscheibe 152 überlagert,
sind Zwischenschaltzustände einstellbar, in denen beide Drucklufteingänge fluidleitend
mit dem Druckluftausgang 106 verbunden sind. Die Eingangsscheibe 162, die Ausgangsscheibe
152 und/oder die Schaltscheibe 142 können aus keramischem Material bestehen. Es ist
auch vorstellbar, dass Dichtungseinrichtungen zum Abdichten zwischen den Scheiben
beziehungsweise zwischen der Ausgangsscheibe 152 und dem Druckluftausgang 106 und/oder
zwischen der Eingangsscheibe und den Drucklufteingängen vorgesehen sind, um zu verhindern,
dass Druckluft ungewollt an den Öffnungen der Scheiben vorbeiströmt.
[0040] Figur 6 zeigt schematisch eine Teilansicht einer Ventileinrichtung 40 mit weiteren
Komponenten. In diesem Beispiel ist eine Ventileinrichtung wie in Figur 2 gezeigt
zu erkennen. Es versteht sich, dass im Zusammenhang der Figur 6 jede andere der oben
beschriebenen Ventileinrichtungen Verwendung finden kann. Die Betätigungseinrichtung
108 der Ventileinrichtung 40 ist über eine Steuerleitung 1 10 mit einer elektronischen
Steuereinrichtung 170 verbunden, die ein elektronisches Steuergerät 26 wie mit Bezug
auf Figur 1 beschrieben sein kann. Es ist auch vorstellbar, dass die Steuereinrichtung
170 eine eigenständige Steuereinrichtung ist, die beispielsweise mit einem Steuergerät
26 eines Kompressorsystems oder mit einem Bordcomputersystem des Fahrzeugs kommunizieren
kann. Stromabwärts des Druckluftausgangs 106 der Ventileinrichtung 40 ist eine Sensoreinrichtung
39 vorgesehen. Die Sensoreinrichtung 39 umfasst in diesem Beispiel einen Drucksensor
172 und einen Flusssensor 174. Es ist auch vorstellbar, dass die Sensoreinrichtung
39 nur einen der beiden Sensoren 172, 174 oder noch zusätzliche Sensoren aufweist.
Die Sensoreinrichtung 39 beziehungsweise die Sensoren 172, 174 sind zur Signalübertragung
mit der Steuereinrichtung 170 verbunden. Die Steuereinrichtung 170 ist ferner über
eine Signalverbindung 176 mit einer oder mehreren Komponenten wie beispielsweise einem
Steuergerät des Kompressorgeräts oder weiteren Einrichtungen der Bordelektronik verbunden,
beispielsweise über einen CAN-Bus. Basierend auf den Signalen der Sensoreinrichtung
39 und/oder über die Signalleitung 176 bereitgestellten Signalen, welche beispielsweise
Motorparameter wie Motordrehzahl, Kompressorparameter wie Kompressordrehzahl oder
weitere Fahrzeugparameter wie Fahrzeuggeschwindigkeit repräsentieren können, kann
die Stellung der Ventileinrichtung 40 beziehungsweise ihr Schaltzustand bestimmt und
gesteuert werden. Die Steuerung kann beispielsweise durch die Steuereinrichtung 170
erfolgen.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 10
- Nutzfahrzeug
- 12
- Kompressorsystem
- 14
- Motor
- 16
- Druckluftaufbereitungsanlage mit Verbrauchern
- 18
- Luftfilter
- 20
- Ladeluftkühler
- 22
- Turbolader
- 24
- Kompressor
- 26
- Steuergerät
- 28
- Anschluss
- 30
- CAN-Bus
- 32
- Umgebungsluftzuführung
- 34
- Ladeluftzuführung
- 36
- Drucksensor
- 38
- Drucksensor
- 39
- Sensoreinrichtung
- 40
- Luftzufuhr-Ventileinrichtung
- 42
- Motorzylinder
- 44
- Ventileinrichtung
- 46
- Schadraum
- 48
- Absperrventil
- 100
- Ventilgehäuse
- 102
- Drucklufteingang
- 104
- Drucklufteingang
- 106
- Druckluftausgang
- 108
- Betätigungseinrichtung
- 109
- Welle/Stab
- 110
- Steuerleitung
- 112
- Kolben
- 114
- Ventilsitz
- 116
- Ventilsitz
- 122
- Kolben
- 124
- Dichtung
- 126
- Kanal
- 132
- Schaltscheibe
- 134
- Dichtung
- 142
- Schaltscheibe
- 144
- Öffnung
- 152
- Ausgangsscheibe
- 154
- Druckraum
- 156
- Öffnungsschlitz
- 162
- Eingangsscheibe
- 164
- Eingangsschlitz
- 166
- Eingangsschlitz
- 170
- Steuergerät
- 172
- Drucksensor
- 174
- Flusssensor
1. Kompressorsystem (12) mit einem Kompressor (24) für ein Fahrzeug (10) und mit einer
Ventileinrichtung (40) zur Steuerung der Luftzufuhr für den Kompressor (24) des Fahrzeugs
(10), wobei die Ventileinrichtung (40) ein Ventilgehäuse (100) umfasst, welches aufweist:
einen ersten Drucklufteingang (102) zum Anschluss an eine Umgebungsluftzuführung (32),
wobei der erste Drucklufteingang (102) der Ventileinrichtung (40) an die Umgebungsluftzuführung
(32) angeschlossen oder anschließbar ist;
einen zweiten Drucklufteingang (104) zum Anschluss an eine Ladeluftzuführung (34),
über die vorverdichtete Luft zuführbar ist, wobei der zweite Drucklufteingang (104)
an die Ladeluftzuführung (34) zum Zuführen von vorverdichteter Luft angeschlossen
oder anschließbar ist;
einen Druckluftausgang (106) zum Anschluss an den Kompressor (24), wobei der Druckluftausgang
(106) der Ventileinrichtung (40) zur Druckluftzufuhr an den Kompressor (24) angeschlossen
oder anschließbar ist;
wobei die Ventileinrichtung (40) einen ersten Schaltzustand aufweist, in dem der Druckluftausgang
(106) fluidleitend mit dem ersten Drucklufteingang (102) verbunden ist, und
die Ventileinrichtung (40) einen zweiten Schaltzustand aufweist, in dem der Druckluftausgang
(106) fluidleitend mit dem zweiten Drucklufteingang (104) verbunden ist, und
wobei die Ventileinrichtung (40) ferner eine Schalteinrichtung aufweist, die es vermag,
die Ventileinrichtung (40) zwischen dem ersten Schaltzustand und dem zweiten Schaltzustand
umzuschalten,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ventileinrichtung (40) mindestens einen dritten Schaltzustand aufweist, in dem
der erste Drucklufteingang (102) und der zweite Drucklufteingang (104) fluidleitend
mit dem Druckluftausgang (106) verbunden sind, und dass die Schalteinrichtung es vermag,
die Ventileinrichtung (40) zwischen dem ersten Schaltzustand, dem zweiten Schaltzustand
und dem dritten Schaltzustand umzuschalten.
2. Kompressorsystem nach Anspruch 1, wobei durch die Schalteinrichtung in dem ersten
Schaltzustand die Fluidleitung zwischen dem zweiten Drucklufteingang (104) und dem
Druckluftausgang (106) gesperrt ist und/oder in dem zweiten Schaltzustand die Fluidleitung
zwischen dem ersten Drucklufteingang (102) und dem Druckluftausgang (106) gesperrt
ist.
3. Kompressorsystem nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Schalteinrichtung einen
Kolben (112, 122) aufweist, der zwischen einer dem ersten Schaltzustand entsprechenden
ersten Position, in welcher er eine fluidleitende Verbindung zwischen dem ersten Drucklufteingang
(102) und dem Druckluftausgang (106) freigibt, und einer dem zweiten Schaltzustand
entsprechenden zweiten Position bewegbar ist, in welcher er eine fluidleitende Verbindung
zwischen dem zweiten Drucklufteingang (104) und dem Druckluftausgang (106) freigibt.
4. Kompressorsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei
das Ventilgehäuse (100) einen ersten Ventilsitz (114) aufweist, der dem ersten Drucklufteingang
(102) zugeordnet ist und
das Ventilgehäuse ferner einen zweiten Ventilsitz (116) aufweist, der dem zweiten
Drucklufteingang (104) zugeordnet ist, und
wobei die Schalteinrichtung einen Kolben (122) aufweist, der ansteuerbar in Anlage
mit dem ersten Ventilsitz (114) bringbar ist und ansteuerbar in Anlage mit dem zweiten
Ventilsitz (116) bringbar ist,
wobei der Kolben (122) sich im ersten Schaltzustand in Anlage mit dem zweiten Ventilsitz
(116) befindet und die Fluidleitung zwischen dem zweiten Drucklufteingang (104) und
dem Druckluftausgang (104) sperrt, und der Kolben (122) sich im zweiten Schaltzustand
in Anlage mit dem ersten Ventilsitz (114) befindet und die Fluidleitung zwischen dem
ersten Drucklufteingang (102) und dem Druckluftausgang (106) sperrt.
5. Kompressorsystem nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Schalteinrichtung eine
Schaltscheibe (132, 142) aufweist, die zwischen einer dem ersten Schaltzustand entsprechenden
ersten Position, in welcher sie eine fluidleitende Verbindung zwischen dem ersten
Drucklufteingang (102) und dem Druckluftausgang (106) freigibt, und einer dem zweiten
Schaltzustand entsprechenden zweiten Position drehbar ist, in welcher sie eine fluidleitende
Verbindung zwischen dem zweiten Drucklufteingang (104) und dem Druckluftausgang)106)
freigibt.
6. Kompressorsystem nach Anspruch 5, wobei die Schalteinrichtung ferner umfasst:
eine Ausgangsscheibe (152) mit einer Ausgangsöffnung (156), über die eine fluidleitende
Verbindung von der Schaltscheibe (142) zum Druckluftausgang (106) herstellbar oder
eingerichtet ist;
eine Eingangsscheibe (162) mit einer ersten Eingangsöffnung (164), über die eine fluidleitende
Verbindung vom ersten Drucklufteingang (164) zur Schaltscheibe (142) herstellbar oder
eingerichtet ist, und einer zweiten Eingangsöffnung, über die eine fluidleitende Verbindung
vom zweiten Drucklufteingang (104) zur Schaltscheibe (142) herstellbar oder eingerichtet
ist; wobei
die Schaltscheibe (142) drehbar zwischen der Ausgangsscheibe (152) und der Eingangsscheibe
(162) angeordnet ist und eine Schaltöffnung (144) aufweist; und wobei ferner die Schaltscheibe
(142) zwischen einer ersten Position, in welcher über die Schaltöffnung (144) der
Schaltscheibe (142) eine fluidleitende Verbindung zwischen der Ausgangsöffnung (156)
und der ersten Eingangsöffnung (154) besteht, und einer zweiten Position drehbar ist,
in welcher über die Schaltöffnung (144) eine fluidleitende Verbindung zwischen der
Ausgangsöffnung (156) und der zweiten Eingangsöffnung (166) besteht.
7. Kompressorsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Schalteinrichtung einen
Elektromotor als Betätigungseinrichtung (108) zum Umschalten zwischen Schaltzuständen
aufweist.
8. Kompressorsystem nach Anspruch 1, welches ferner ein Absperrventil (48) aufweist,
welches zwischen dem Druckluftausgang (106) der Ventileinrichtung (40) und dem Kompressor
(24) geschaltet ist und das es vermag, die Druckluftzufuhr von der Ventileinrichtung
(40) zum Kompressor (24) abzusperren oder freizugeben.
9. Kompressorsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, welches ferner eine elektronische
Steuereinrichtung (26, 170) aufweist, die zur Ansteuerung der Ventileinrichtung (40)
geeignet ist.
10. Verfahren zur Steuerung einer Luftzufuhr zu einem Kompressor (24) eines Kompressorsystems
(12) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei der Kompressor (24) zur Luftzufuhr an
den Druckluftäusgang (106) der Ventileinrichtung (40) angeschlossen ist, mit dem Schritt:
Ansteuern der Ventileinrichtung (40) derart, dass sie zwischen zwei Schaltzuständen
schaltet, dadurch gekennzeichnet, dass
die Ventileinrichtung (40) derart angesteuert wird, dass sie zu oder von einem dritten
Schaltzustand geschaltet wird, in dem der erste Drucklufteingang (102) und der zweite
Drucklufteingang (104) fluidleitend mit dem Druckluftausgang (106) verbunden sind.
11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei die Ventileinrichtung (40) derart angesteuert wird,
dass sie zwischen dem ersten und zweiten Schaltzustand schaltet.
1. Compressor system (12) comprising a compressor (24) for a vehicle (10) and comprising
a valve device (40) for controlling the air intake for the compressor (24) of the
vehicle (10), wherein the valve device (40) comprises a valve housing (100), which
comprises:
a first compressed air inlet (102) for connection to an ambient air feed (32), wherein
the first compressed air inlet (102) of the valve device (40) is connected or connectable
to the ambient air feed (32);
a second compressed air inlet (104) for connection to a charge air feed (34), via
which precompressed air can be fed, wherein the second compressed air inlet (104)
is connected or connectable to the charge air feed (34) for feeding precompressed
air;
a compressed air outlet (106) for connection to the compressor (24), wherein the compressed
air outlet (106) of the valve device (40) is connected or connectable to the compressor
(24) for the intake of compressed air;
wherein the valve device (40) has a first switched state, in which the compressed
air outlet (106) is fluidically connected to the first compressed air inlet (102),
and
the valve device (40) has a second switched state, in which the compressed air outlet
(106) is fluidically connected to the second compressed air inlet (104), and
wherein the valve device (40) further comprises a switching device, which is capable
of switching the valve device (40) between the first switched state and the second
switched state,
characterized in that the valve device (40) has at least one third switched state, in which the first compressed
air inlet (102) and the second compressed air inlet (104) are fluidically connected
to the compressed air outlet (106), and
in that the switching device is capable of switching the valve device (40) between the first
switched state, the second switched state and the third switched state.
2. Compressor system according to Claim 1, wherein, as a result of the switching device,
the fluid line between the second compressed air inlet (104) and the compressed air
outlet (106) is closed in the first switched state and/or the fluid line between the
first compressed air inlet (102) and the compressed air outlet (106) is closed in
the second switched state.
3. Compressor system according to either of Claims 1 and 2, wherein the switching device
comprises a piston (112, 122), which is movable between a first position corresponding
to the first switched state, in which it releases a fluidic connection between the
first compressed air inlet (102) and the compressed air outlet (106), and a second
position corresponding to the second switched state, in which it releases a fluidic
connection between the second compressed air inlet (104) and the compressed air outlet
(106).
4. Compressor system according to one of Claims 1 to 3, wherein
the valve housing (100) comprises a first valve seat (114), which is assigned to the
first compressed air inlet (102), and
the valve housing (100) further comprises a second valve seat (116), which is assigned
to the second compressed air inlet (104), and
wherein the switching device comprises a piston (122), which can be brought controllably
into bearing contact with the first valve seat (114) and can be brought controllably
into bearing contact with the second valve seat (116),
wherein, in the first switched state, the piston (122) is in bearing contact with
the second valve seat (116) and closes the fluid line between the second compressed
air inlet (104) and the compressed air outlet (104), and, in the second switched state,
the piston (122) is in bearing contact with the first valve seat (114) and closes
the fluid line between the first compressed air inlet (102) and the compressed air
outlet (106).
5. Compressor system according to either of Claims 1 and 2, wherein the switching device
comprises a switching disk (132, 142), which is rotatable between a first position
corresponding to the first switched state, in which it releases a fluidic connection
between the first compressed air inlet (102) and the compressed air outlet (106),
and a second position corresponding to the second switched state, in which it releases
a fluidic connection between the second compressed air inlet (104) and the compressed
air outlet (106).
6. Compressor system according to Claim 5, wherein the switching device further comprises:
an outlet disk (152) with an outlet opening (156), via which a fluidic connection
from the switching disk (142) to the compressed air outlet (,106) can be produced
or established;
an inlet disk (162) with a first inlet opening (164), via which a fluidic connection
from the first compressed air inlet (164) to the switching disk (142) can be produced
or established, and with a second inlet opening, via which a fluidic connection from
the second compressed air inlet (104) to the switching disk (142) can be produced
or established; wherein
the switching disk (142) is arranged rotatably between the outlet disk (152) and the
inlet disk (162) and comprises a switching opening (144); and
wherein the switching disk (142) is also rotatable between a first position, in which
a fluidic connection exists between the outlet opening (156) and the first inlet opening
(154) via the switching opening (144) in the switching disk (142), and a second position,
in which a fluidic connection exists between the outlet opening (156) and the second
inlet opening (166) via the switching opening (144).
7. Compressor system according to one of Claims 1 to 6, wherein the switching device
comprises an electric motor as an actuation device (108) for switching between switched
states.
8. Compressor system according to Claim 1, which further comprises a shut-off valve (48),
which is connected between the compressed air outlet (106) of the valve device (40)
and the compressor (24), and which is capable of shutting off or releasing the intake
of compressed air from the valve device (40) to the compressor (24).
9. Compressor system according to one of Claims 1 to 8, which further comprises an electronic
control device (26, 170), which is suitable for controlling the valve device (40).
10. Method for controlling an air intake to a compressor (24) of a compressor system (12)
according to one of Claims 1 to 9, wherein the compressor (24), for the air intake,
is connected to the compressed air outlet (106) of the valve device (40), said method
comprising the following step:
controlling the valve device (40) in such a way that the valve device switches between
two switched states, characterized in that
the valve device (40) is controlled in such a way that it is switched to or from a
third switched state, in which the first compressed air inlet (102) and the second
compressed air inlet (104) are fluidically connected to the compressed air outlet
(106).
11. Method according to Claim 10, wherein the valve device (40) is controlled in such
a way that it switches between the first and second switched state.
1. Système (12) de compresseur, comprenant un compresseur (24) d'un véhicule (10) et
un dispositif (40) de soupape pour commander l'arrivée d'air au compresseur (24) du
véhicule (10), le dispositif (40) de soupape comprenant un corps de soupape, qui a
:
une première entrée (102) d'air comprimé pour se raccorder à une arrivée (32) d'air
ambiant, la première entrée (102) d'air comprimé du dispositif (40) de soupape étant
raccordée à l'arrivée (32) d'air ambiant ou pouvant l'être ;
une deuxième entrée (104) d'air comprimé pour se raccorder à une arrivée (34) d'air
de suralimentation, par laquelle de l'air précomprimé peut être apporté, la deuxième
entrée (104) d'air comprimé étant raccordée à l'arrivée (34) d'air de suralimentation
pour l'apport d'air précomprimé ou pouvant l'être ;
une sortie (106) d'air comprimé pour se raccorder au compresseur (24), la sortie (106)
d'air comprimé du dispositif (40) de soupape étant raccordée à l'arrivée d'air comprimé
au compresseur (24) ou pouvant l'être ;
dans lequel le dispositif (40) de soupape a un premier état de commutation, dans lequel
la sortie (106) d'air comprimé communique fluidiquement avec la première entrée (102)
d'air comprimé et
le dispositif (40) de soupape a un deuxième état de commutation, dans lequel la sortie
(106) d'air comprimé communique fluidiquement avec la deuxième entrée (104) d'air
comprimé et
dans lequel le dispositif (40) de soupape a, en outre, un dispositif de commutation,
qui permet d'inverser le dispositif (40) de soupape entre le premier état de commutation
et le deuxième état de commutation,
caractérisé en ce que le dispositif (40) de soupape a au moins un troisième état de commutation dans lequel
la première entrée (102) d'air comprimé et la deuxième entrée (104) d'air comprimé
communiquent fluidiquement avec la sortie (106) d'air comprimé et en ce que le dispositif de commutation permet de faire passer le dispositif (40) de soupape
entre le premier état de commutation, le deuxième état de commutation et le troisième
état de commutation.
2. Système de compresseur suivant la revendication 1, dans lequel, par le dispositif
de commutation dans le premier état de commutation, le passage du fluide entre la
deuxième entrée (104) d'air comprimé et la sortie (106) d'air comprimé est bloqué
et/ou dans le deuxième état de commutation, le passage du fluide entre la première
entrée (102) d'air comprimé et la sortie (106) d'air comprimé est bloqué.
3. Système de compresseur suivant l'une des revendications 1 ou 2, dans lequel le dispositif
de commutation a un piston (112, 122), qui est mobile entre une première position
correspondant au premier état de commutation, dans laquelle il dégage une communication
fluidique entre la première entrée (102) d'air comprimé et la sortie (106) d'air comprimé,
et une deuxième position correspondant au deuxième état de commutation, dans laquelle
il dégage une communication fluidique entre la deuxième entrée (104) d'air comprimé
et la sortie (106) d'air comprimé.
4. Système de compresseur suivant l'une des revendications 1 à 3, dans lequel
le corps de la soupape a un première siège (114) de la soupape, qui est associé à
la première entrée (102) d'air comprimé et
le corps (100) de la soupape a, en outre, un deuxième siège (116) de la soupape, qui
est associé à la deuxième entrée (104) d'air comprimé et
dans lequel le dispositif de commutation a un piston (122), qui, en pouvant être commandé,
peut être mis en contact avec le premier siège (114) de la soupape et, de manière
commandée, peut être mis en contact avec le deuxième siège (116) de la soupape,
dans lequel le piston (122) se trouve, dans le premier état de commutation, avec le
deuxième siège (116) de la soupape et bloque la communication fluidique entre la deuxième
entrée (104) d'air comprimé et la sortie (106) d'air comprimé et le piston (122) se
trouve dans le deuxième état de commutation en contact avec le premier siège (114)
de la soupape et bloque la communication fluidique entre la première entrée (102)
d'air comprimé et la sortie (106) d'air comprimé.
5. Système de compresseur suivant l'une des revendications 1 ou 2, dans lequel le dispositif
de commutation a un disque (132, 142) de commutation, qui peut tourner entre une premier
position correspondant au premier état de commutation, dans laquelle il dégage une
communication fluidique entre la première entrée (102) d'air comprimé et la sortie
(106) d'air comprimé, et une deuxième position correspondant au deuxième état de commutation,
dans laquelle il dégage une communication fluidique entre la deuxième entrée (104)
d'air comprimé et la sortie (106) d'air comprimé.
6. Système de compresseur suivant la revendication 5, dans lequel le dispositif de commutation
comprend, en outre :
un disque (152) de sortie, comprenant une ouverture (156) de sortie, par laquelle
une communication fluidique du disque (142) de communication à la sortie (106) d'air
comprimé peut être ménagée ou être réalisée ;
un disque (162) d'entrée, ayant une première ouverture (164) d'entrée, par laquelle
une communication fluidique de la première entrée (164) d'air comprimé au disque (142)
de commutation peut être ménagée ou est réalisée et une deuxième ouverture d'entrée,
par laquelle une communication fluidique de la deuxième entrée (104) d'air comprimé
au disque (142) de commutation peut être ménagée ou est réalisée, dans lequel
le disque (142) de commutation est monté tournant entre le disque (152) de sortie
et le disque (162) d'entrée et a une ouverture (144) de commutation et dans lequel,
en outre, le disque (142) de commutation peut tourner entre une première position,
dans laquelle, par l'ouverture (144) de commutation du disque (142) de commutation,
il y a une communication fluidique entre l'ouverture (156) de sortie et la première
ouverture (154) d'entrée, et une deuxième position dans laquelle, par l'ouverture
(144) de commutation, il y a une communication fluidique entre l'ouverture (156) de
sortie et la deuxième ouverture (166) d'entrée.
7. Système de compresseur suivant l'une des revendications 1 à 6, dans lequel le dispositif
de commutation a un moteur électrique comme dispositif (108) d'actionnement pour passer
entre des états de commutation.
8. Système de compresseur suivant la revendication 1, qui a, en outre, une soupape (48)
d'arrêt, qui est montée entre la sortie (106) d'air comprimé du dispositif (40) de
soupape et le compresseur (24) et qui permet de bloquer ou de dégager l'arrivée d'air
comprimé du dispositif (40) de soupape au compresseur (24).
9. Système de compresseur suivant l'une des revendications 1 à 8, qui a, en outre, un
dispositif (26, 170) électronique de commande propre à commander le dispositif (40)
de soupape.
10. Procédé de commande d'une arrivée d'air à un compresseur (24) d'un système (12) de
compresseur suivant l'une des revendications 1 à 9, le compresseur (24) étant, pour
l'arrivée d'air, raccordé à la sortie (106) d'air comprimé du dispositif (40) de soupape,
comprenant les stades :
commande du dispositif (40) de soupape, de manière à ce qu'il passe entre deux états
de commutation, caractérisé en ce que
on commande le dispositif (40) de soupape, de manière à ce qu'il prenne ou quitte
un troisième état de commutation, dans lequel la première entrée (102) d'air comprimé
et la deuxième entrée (104) d'air comprimé communiquent fluidiquement avec la sortie
(106) d'air comprimé.
11. Procédé suivant la revendication 10, dans lequel on commande le dispositif (40) de
soupape, de manière à ce qu'il passe entre le premier et le deuxième état de commutation.