| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 656 983 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
21.10.2015 Patentblatt 2015/43 |
| (22) |
Anmeldetag: 28.01.2013 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Papierstapelschneidemaschine mit Ein- oder Zweihandbedienung
Paper stack cutting machine with one or two-handed operation
Machine de coupe de piles de papier avec commande à une main ou deux mains
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
25.04.2012 DE 102012206793
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
30.10.2013 Patentblatt 2013/44 |
| (73) |
Patentinhaber: Krug & Priester GmbH & Co. KG |
|
72336 Balingen (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Priester, Wolfgang
72336 Balingen (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Kohler Schmid Möbus Patentanwälte |
|
Partnerschaftsgesellschaft mbB
Ruppmannstraße 27 70565 Stuttgart 70565 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-B- 1 128 836 US-A- 2 916 801
|
DE-U1-202008 013 651 US-A- 3 580 123
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Papierstapelschneidemaschine mit einer Ein- oder Zweihandbedienung
zum elektrischen Auslösen eines Schneid- und/oder Pressvorgangs, wobei die Einhandbedienung
eine Betätigungseinheit mit einem Handschaltelement oder die Zweihandbedienung zwei
Betätigungseinheiten mit jeweils einem Handschaltelement aufweist.
[0002] Um Verletzungen des Bedieners einer Papierstapelschneidemaschine auszuschließen,
gibt es gesetzliche Vorschriften. Eine Möglichkeit, diese Vorschriften einzuhalten,
ist die Anbringung einer Zweihandbedienung. Sie stellt sicher, dass sich die Hände
des Bedieners zum gefährlichen Zeitpunkt des Schneidens an den Schaltern der Zweihandbedienung
und nicht in der Nähe des Messers befinden. Folgende Funktionen lassen sich über die
Zweihandbedienung steuern:
- Getrennte Betätigung der Pressung, danach Betätigung des Schneidmessers. Diese Funktion
wird eingesetzt, wenn sich der Bediener nach Pressen des Papierstapels noch einmal
davon überzeugen will, dass der Schnitt an der gewünschten Stelle ausgeführt wird.
- Lösen der Pressung, wenn der Schneidvorgang nicht ausgeführt werden soll. Dies ist
der Fall, wenn bei oben genannter Variante nach dem Pressen bemerkt wird, dass der
Schnitt an der falschen Stelle erfolgen würde.
- Gleichzeitige Betätigung von Pressung und Schneidwerk. Diese Funktion wird gewählt,
wenn sich der Bediener sicher ist, dass der Schnitt an der richtigen Stelle erfolgen
wird.
[0003] Bei einer bekannten Papierstapelschneidemaschine mit Zweihandbedienung besteht die
Zweihandbedienung aus zwei elektrischen Schaltermasken jeweils an der rechten und
linken Seite der Maschinenfront. Die rechte Schaltermaske verfügt über einen ersten
Drucktaster mit der Funktion "Pressen" und einen zweiten Drucktaster mit der Funktion
"Schneiden". Die linke Schaltermaske verfügt ebenfalls über zwei Drucktaster. Hier
hat der erste Drucktaster die Funktion der Bestätigung der über die rechte Schaltermaske
angewählten Funktion. Das bedeutet, wenn die Funktion "Pressen" oder "Schneiden" über
die rechte Schaltermaske angewählt wird, funktioniert die Maschine nur, wenn gleichzeitig
an der linken Schaltermaske der Bestätigungstaster gedrückt wird. Der zweite Drucktaster
der linken Schaltermaske lässt die Pressung in Ausgangsposition fahren, wenn der Schneidvorgang
nicht ausgelöst werden soll.
[0004] Diese Drucktaster-Bedienung hat allerdings folgende Nachteile:
- Unergonomisches Arbeiten, da die Drucktaster nur mit der Fingerkuppe von vorne gedrückt
werden können, was eine unnatürliche Handhaltung bedingt.
- Wenn zuerst gepresst und danach geschnitten werden soll, ist ein Umgreifen notwendig.
- Gleiches Design der Drucktaster mit unterschiedlicher Funktion. Das heißt, der Bediener
kann die unterschiedliche Funktion der Drucktaster nicht ertasten. Der ungeübte Bediener
ist gezwungen, auf die Piktogramme an den Drucktastern zu schauen.
[0005] Aus der
US 2 916 801 A ist eine Papierschneidemaschine mit zwei Druckknopfschaltern bekannt, die an zwei
einander gegenüberliegenden Seiten einer Steuerpanele vorgesehen sind, um den Motor
zum Absenken des Schneidmessers zu betätigen. An der Steuerpanele ist außerdem ein
Zwei-Positionen-Schalter vorgesehen, um den Schalter zwischen einem manuellen Betrieb
über die zwei Druckknopfschaltern und einem programmgesteuerten Betrieb umzuschalten.
[0006] Weiterhin ist aus der
DE 11 28 836 B noch eine Papierschneidemaschine bekannt, die eine Handhebel und einen Steuerknopf
zur Betätigung eines Messers sowie ein Fußpedal zur Betätigung eines Klemmbalkens
aufweist. Außerdem ist ein Zweiwegschalter vorgesehen, um zwischen Handsteuerung und
selbsttätiger Steuerung umzuschalten.
[0007] Demgegenüber ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, bei einer Papierstapelschneidemaschine
die Ein- oder Zweihandbedienung einfacher zu gestalten.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die eine bzw. die beiden
Betätigungseinheiten jeweils 2-stufig ausgebildet sind, wobei die beiden Schaltstufen
in der gleichen Betätigungsrichtung hintereinander liegen, dass das Handschaltelement
in der ersten Schaltstufe einen ersten Schalter und in der zweiten Schaltstufe einen
zweiten Schalter schaltet, und dass die Maschine derart gesteuert ist, dass beim Drücken
der einen oder der zwei Betätigungseinheiten bis zur ersten Schaltstufe die Pressung
aktiviert wird und durch Weiterdrücken der einen oder der zwei Betätigungseinheiten
bis zur zweiten Schaltstufe der Schneidvorgang ausgelöst wird.
[0009] Die erfindungsgemäßen 2-stufigen Betätigungseinheiten sind anstelle der bisherigen
Schaltermasken an der Maschinenfront angebracht. Die 2-stufige Betätigungseinheit
verfügt, wie der Name schon sagt, über 2 Schaltstufen, welche verschiedene Funktionen
erfüllen. Die Betätigungseinheit wird vom Bediener nach unten gedrückt. Auf halbem
Weg erfährt der Bediener durch einen mechanischen Widerstand die Rückmeldung, dass
die erste Schaltstufe erreicht ist. Ab jetzt ist die Bedienkraft bis zum Endanschlag
höher und vermittelt dem Bediener, dass die zweite Schaltstufe nun geschaltet wird.
Durch Drücken der Betätigungseinheit bis zur ersten Schaltstufe (bei einer Zweihandbedienung
müssen beide Betätigungseinheiten zeitgleich betätigt werden) wird die Pressung aktiviert.
Durch Weiterdrücken der Betätigungseinheit bis zur zweiten Schaltstufe (auch hier
müssen bei einer Zweihandbedienung beide Betätigungseinheiten zeitgleich betätigt
werden) wird der Schneidvorgang ausgelöst. Der Schneidvorgang mit automatischer Pressung
kann auch sofort gestartet werden, indem das Handschaltelement bzw. beide Handschaltelemente
gleich ganz durchgedrückt werden. Soll die Pressung ohne Schneidvorgang gelöst werden,
braucht nur eine der beiden Betätigungseinheiten kurz betätigt zu werden.
[0010] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform entspricht die Betätigungsrichtung
des einen bzw. der beiden Handschaltelemente jeweils der vertikalen Richtung des Schneid-
und/oder Pressvorgangs.
[0011] Verglichen mit der gewöhnungsbedürftigen bekannten Drucktasteranordnung hat die erfindungsgemäße
Ein- oder Zweihandbedienung folgende Vorteile:
- Die Betätigungsweise der 2-stufigen Betätigungseinheit in der Papierstapelschneidemaschine
fördert die intuitive Bedienbarkeit der Maschine. Es erscheint dem Bediener sofort
als logisch, dass die erste Schaltstufe des Handschaltelements die Pressung, also
quasi die Vorbereitung auf den Schneidvorgang, auslöst. Das Weiterdrücken des Handschaltelements
in die zweite Schaltstufe schließt mit dem Schneidevorgang ab. Die übrigen Funktionen
erschließen sich dem Bediener nach kurzer Testphase. Selbst ohne erklärende Piktogramme
ist die richtige Bedienung der Papierstapelschneidemaschine kein Problem.
- Die Bedienungsrichtung der 2-stufigen Betätigungseinheit entspricht der dadurch ausgelösten
Verfahrrichtung der Pressung und des Schneidmessers. Wird das Handschaltelement nach
unten gedrückt, bewegen sich dadurch Pressung und Schneidmesser auch nach unten. Diese
Tatsache fördert ebenfalls die intuitive Bedienbarkeit.
- Beim Bedienen der Papierstapelschneidemaschine mit einer bzw. zwei 2-stufigen Betätigungseinheiten
ist kein Umgreifen notwendig. Soll zuerst die Pressung aktiviert werden, um zu kontrollieren,
dass der Schnitt an der richtigen Stelle erfolgt, und erst dann geschnitten werden,
verbleiben die Hände des Bedieners in derselben Position.
- Die eine bzw. die beiden 2-stufigen Betätigungseinheiten werden leichter gefunden
als die Drucktaster der bekannten Papierstapelschneidemaschine, bei der vor Betätigung
erst nachgeschaut werden muss, welcher Knopf gedrückt werden muss.
- Die eine bzw. die beiden 2-stufigen Betätigungseinheiten ermöglichen ein ergonomisches
Arbeiten. Im Gegensatz zu den bisherigen Drucktastern, die immer mit der Fingerkuppe
von vorne gedrückt werden müssen, können die Handschaltelemente auf verschiedene Art
und Weise betätigt werden.
- Die unterschiedlichen Betätigungskräfte für die erste und zweite Schaltstufe geben
dem Bediener eine taktile Rückmeldung über den jeweiligen Schaltzustand.
[0012] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der Zeichnung.
Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter ausgeführten Merkmale erfindungsgemäß
jeweils einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen Verwendung finden.
Die gezeigten und beschriebenen Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung
zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter für die Schilderung
der Erfindung.
[0013] Die Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird anhand eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Papierstapelschneidemaschine mit Zweihandbedienung zum elektrischen
Verfahren eines Schneidmessers und eines Pressbalkens;
- Fign. 2, 3
- eine 2-stufige Betätigungseinheit der in Fig. 1 gezeigten Zweihandbedienung sowohl
in einer perspektivischen Frontansicht der Maschine (Fig. 2) als auch in einer perspektivischen
Ansicht aus dem Maschineninneren (Fig. 3);
- Fig. 4
- eine Explosionsdarstellung der 2-stufigen Betätigungseinheit; und
- Fign. 5, 6
- eine perspektivische Ansicht der 2-stufigen Betätigungseinheit mit vergrößerter Detailansicht
der Drehschenkelfeder für die erste Schaltstufe (Fig. 5) und der Drehschenkelfeder
für die zweite Schaltstufe (Fig. 6).
[0014] Die in
Fig. 1 gezeigte Papierstapelschneidemaschine
1 umfasst einen Schneidtisch
2 als Auflage für einen zu schneidenden Papierstapel
3, einen mittels eines Motors (nicht gezeigt) diagonal nach unten verfahrbaren Schneidmesserträger
4, der das Schneidmesser
5 trägt, und einen mittels eines Motors (nicht gezeigt) vertikal verfahrbaren Pressbalken
6 zum Niederdrücken des zu schneidenden Papierstapels 3, sowie eine Zweihandbedienung
10 zum elektrischen Verfahren des Schneidmesserträgers 4 und des Pressbalkens 6. Die
Zweihandbedienung 10 weist links und rechts an der Maschinenfront jeweils eine 2-stufige
Betätigungseinheit
11 mit einem schaltbaren Handschaltelement
12 auf.
[0015] Wie in
Fign. 2 und 3 gezeigt, ist das Handschaltelement 12 bügelförmig mit einem Taster
13 und zwei seitlichen Bügeln
14a,
14b ausgebildet, welche durch zwei schmale Schlitze
15 in der Maschinenfront
16 ragen. Die eigentliche Mechanik der Betätigungseinheit 11 ist im Maschineninneren
verborgen und wird im Folgenden anhand der in
Fig. 4 gezeigten Explosionsdarstellung beschrieben.
[0016] Die beiden Bügel 14a, 14b ragen durch die Maschinenfront 16 und durch eine hinter
der Maschinenfront 16 befindliche Schlitzabdeckung
17 hindurch, welche den Maschineninnenraum nach außen hin staubdicht abdichtet. Die
beiden Bügel 14a, 14b sind an einem Grundkörper
18 über zwei Achszapfen
19 drehbar gelagert und haben zusätzlich die Aufgabe, zwei elektrische Schalter
20a,
20b zu schalten, die auf einer am Grundkörper 18 befestigten Steuerungsplatine
21 vorgesehen sind. Ein zwischen Grundkörper 18 und Maschinenfront 16 angeordnetes Abstandsblech
22 gibt der Schlitzabdeckung 17 ausreichend Spielraum, sich mit den Bügeln 14a, 14b
auf und ab zu bewegen. Auf den beiden Achszapfen 19 ist jeweils eine Drehschenkelfeder
23a,
23b gelagert, gegen deren Rückstellkraft das Handschaltelement 12 aus seiner in Fign.
2 und 3 gezeigten Grundstellung auslenkbar ist. Anstelle der beiden Achszapfen 19
kann auch eine durchgängige Achse vorgesehen sein. Die Grundstellung und eine untere
Endstellung des Handschaltelements 12 sind durch Endanschläge
24 samt Dämpfer
25 definiert, welche am Grundkörper 18 befestigt sind und nur mit dem Bügel 14b zusammenwirken.
Die Endanschläge 24 nehmen die eigentliche Kraft auf, welche in der Grundstellung
durch die Federkraft und bei Betätigung durch den Bediener ausgeübt wird. Die Dämpfer
25 verhindern, dass der Bügel 14b direkt auf die Endanschläge 24 schlägt. So wird
das Geräusch verringert und ein angenehmes Betätigungsgefühl vermittelt.
[0017] Wie in
Fig. 5 gezeigt, ist die erste Drehschenkelfeder 23a mit einem Schenkel am Grundkörper 18
und mit dem anderen Schenkel an dem nach innen umgebogenen Bügelende
26a des Bügels 14a abgestützt, um so das Handschaltelement 12 auf seinem gesamten Drehbereich
zurück in seine in Fig. 5 gezeigte Grundstellung zurückzustellen. Die erste Drehschenkelfeder
23a ist also immer im Eingriff mit dem Bügel 14a und drückt das Handschaltelement
12 immer wieder zurück in die Grundstellung. Der Pfeil
27 zeigt die Bewegungsrichtung des Bügels 14a, wenn das Handschaltelement 12 in Richtung
auf seine Endstellung betätigt wird.
[0018] Wie in
Fig. 6 gezeigt, ist in der gezeigten Grundstellung des Handschaltelements 12 die zweite
Drehschenkelfeder 23b mit einem Schenkel am Grundkörper 18 abgestützt und liegt mit
dem anderen Schenkel unter Vorspannung an einer nach innen gebogenen Auflagelasche
28 des Grundkörpers 18 auf, also nicht an dem nach innen umgebogenen Bügelende
26b des Bügels 14b. In der Grundstellung ist die zweite Drehschenkelfeder 23b also noch
nicht im Eingriff mit dem Bügel 14b und daher nicht wirksam. Erst wenn das Handschaltelement
12 aus seiner Grundstellung etwa den halben Weg in Richtung auf die Endstellung ausgelenkt
wird, nimmt das dabei in Pfeilrichtung 27 geschwenkte Bügelende 26b den aufliegenden
Schenkel der zweiten Drehschenkelfeder 23b mit und hebt ihn dadurch von der Auflagelasche
28 ab. Nun ist auch die zweite Drehschenkelfeder 23b im Eingriff mit dem Bügel 14b.
[0019] Der Drehwinkelbereich bzw. der Weg, auf dem der Bügel 14b noch nicht im Eingriff
mit der zweiten Drehschenkelfeder 23b ist, bildet die erste Schaltstufe der 2-stufigen
Betätigungseinheit 11. Der Drehwinkelbereich bzw. der Weg, auf dem der Bügel 14b dann
im Eingriff mit der zweiten Drehschenkelfeder 23b ist, bildet die zweite Schaltstufe
der 2-stufigen Betätigungseinheit 11. Das Anstoßen des Bügels 14b an der zweiten Drehschenkelfeder
23b wird vom Bediener als eine Art Rastung empfunden. Ab diesem Punkt ist nun auch
die zweite Drehschenkelfeder 23b wirksam, und die Rückstellkraft ist aufgrund der
Vorspannung der zweiten Drehschenkelfeder 23b ab nun sprunghaft verstärkt. Beim Loslassen
des Handschaltelements 12 liegt die zweite Drehschenkelfeder 23b nach halbem Weg wieder
auf der Auflagelasche 28 auf und ist ab hier nicht mehr im Eingriff mit dem Bügel
14b. Auch dieser Punkt wird vom Bediener wieder als eine Art Rastung empfunden. Die
unterschiedlichen Rückstellkräfte und damit die unterschiedlichen Betätigungskräfte
des Bedieners für die erste und zweite Schaltstufe geben dem Bediener eine taktile
Rückmeldung über die jeweilige Schaltstufe. Die beiden Schaltstufen liegen in der
Betätigungsrichtung des Handschaltelements 12 hintereinander, wobei die Betätigungsrichtung
des Handschaltelements 12 der Verfahrrichtung des Schneidmessers 5 nach unten entspricht.
[0020] Der untere elektrische Schalter 20a ist zur Abfrage der Grundstellung als Öffner
angeschlossen, während der obere elektrischer Schalter 20b zur Abfrage der Endlage
als Schließer ausgeführt ist. Das bedeutet, sobald das Handschaltelement 12 aus seiner
Grundstellung ausgelenkt wird, schaltet der untere elektrische Schalter 20a. Der obere
elektrischer Schalter 20b schaltet erst bei Erreichen der Endlage des Handschaltelements
12.
[0021] Die Bedienung der Papierstapelschneidemaschine 1 funktioniert folgendermaßen: Durch
gleichzeitiges Niederdrücken der Taster 13 der beiden Betätigungseinheiten 11 wird
die erste Schaltstufe aktiviert und dadurch der Pressbalken 6 abgesenkt, um den zu
schneidenden Papierstapel 3 niederzudrücken. Durch gleichzeitiges Weiterdrücken der
beiden Taster 13 bis in die Endlage wird die zweite Schaltstufe geschaltet und dadurch
der Schneidmesserträger 4 abgesenkt, um den niedergedrückten Papierstapel 3 zu schneiden.
Der Schneidvorgang mit automatischer Pressung kann auch sofort gestartet werden, indem
beide Taster 13 ohne Anhalten bis in ihre Endlage niedergedrückt werden. Soll die
Pressung ohne Schneidvorgang gelöst werden, braucht nur eine der beiden Betätigungseinheiten
11 kurz betätigt zu werden.
[0022] Am Grundkörper 18 sind sämtliche Teile der 2-stufigen Betätigungseinheit 11 angebracht.
Dieser Aufbau mit dem Grundkörper 18 bietet den Vorteil, dass die 2-stufige Betätigungseinheit
11 komplett vormontiert werden kann. Zur Montage an der Maschine muss lediglich der
Taster 13 abmontiert werden. Dann können die beiden Bügel 14a, 14b von hinten durch
die Schlitze 15 der Maschinenfront 16 gesteckt werden. Abschließend wird der Taster
13 wieder montiert. Das hat auch später im Servicefall den Vorteil, dass die komplette
Betätigungseinheit 11 leicht demontiert werden kann. Die Steuerungsplatine 21 ist
mit einer Steckverbindung ausgerüstet, um Montage und Demontage zu erleichtern.
[0023] Soll eine Maschine keine separate Pressauslösung erhalten, so entfällt die erste
Schaltstufe durch Weglassen der zweiten Drehschenkelfeder 23b und des unteren oder
oberen elektrischen Schalters 20a, 20b. Dies ist bei Maschinen der Fall, bei denen
die Pressung auf andere Art erfolgt bzw. aktiviert wird, beispielsweise durch manuelle
Pressung oder Pressauslösung per Fußschalter. So kann durch Einbau oder Entfernen
der zweiten Drehschenkelfeder 23b und eines der beiden elektrischen Schalter 20a,
20b auf einfachste Weise eine 2-stufige oder eine 1-stufige Betätigungseinheit realisiert
werden.
[0024] Anstelle der beschriebenen Zweihandbedienung kann zum elektrischen Auslösen des Schneid-
und/oder Pressvorgangs auch nur eine Einhandbedienung vorgesehen sein, die eine einzige
Betätigungseinheit 11 mit einem Handschaltelement 12 aufweist, dessen Betätigungsrichtung
der vertikalen Richtung des Schneid- und/oder Pressvorgangs entspricht. Bei einer
solchen Einhandbedienung sollte dann auf andere Weise, z.B. über geeignete mechanische
Schutzeinrichtungen, sichergestellt sein, dass sich auch die andere Hand des Bedieners
zum gefährlichen Zeitpunkt des Schneidens nicht in der Nähe des Messers befindet.
1. Papierstapelschneidemaschine (1) mit einer Ein- oder Zweihandbedienung (10) zum elektrischen
Auslösen eines Schneid- und/oder Pressvorgangs, wobei die Einhandbedienung eine Betätigungseinheit
(11) mit einem Handschaltelement (12) oder die Zweihandbedienung (10) zwei Betätigungseinheiten
(11) mit jeweils einem Handschaltelement (12) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die eine oder die beiden Betätigungseinheiten (11) jeweils 2-stufig ausgebildet sind,
wobei die beiden Schaltstufen in der gleichen Betätigungsrichtung hintereinander liegen,
dass das Handschaltelement (12) in der ersten Schaltstufe einen ersten elektrischen Schalter
(20a) und in der zweiten Schaltstufe einen zweiten elektrischen Schalter (20b) schaltet,
und
dass die Maschine (1) derart gesteuert ist, dass beim Drücken der einen oder der zwei
Betätigungseinheiten (11) bis zur ersten Schaltstufe die Pressung aktiviert wird und
durch Weiterdrücken der einen oder der zwei Betätigungseinheiten (11) bis zur zweiten
Schaltstufe der Schneidvorgang ausgelöst wird.
2. Papierstapelschneidemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das eine oder die beiden Handschaltelemente (12) drehbar gelagert sind.
3. Papierstapelschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das eine oder die beiden Handschaltelemente (12) jeweils gegen die Wirkung einer
Rückstellkraft in die beiden Schaltstufen bewegbar sind.
4. Papierstapelschneidemaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstellkraft in der zweiten Schaltstufe sprunghaft größer als die Rückstellkraft
in der ersten Schaltstufe ist.
5. Papierstapelschneidemaschine nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstellkraft durch eine in beiden Schaltstufen wirksame erste Feder (23a) und
durch eine nur in der zweiten Schaltstufe wirksame, insbesondere vorgespannte, zweite
Feder (23b) gebildet ist.
6. Papierstapelschneidemaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das eine oder die beiden Handschaltelemente (12) drehbar gelagert und die beiden
Federn durch Drehschenkelfedern (23a, 23b) gebildet sind, wobei die erste Drehschenkelfeder
(23a) auf dem gesamten Drehbereich des Handschaltelements (12) am Handschaltelement
(12) abgestützt ist und wobei die zweite Drehschenkelfeder (23b) auf dem Drehbereich
der ersten Schaltstufe nicht am Handschaltelement (12) abgestützt und nur auf dem
Drehbereich der zweiten Schaltstufe vom Handschaltelement (12) mitgenommen ist.
7. Papierstapelschneidemaschine nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die eine oder die beiden 2-stufigen Betätigungseinheiten (11) jeweils durch Entfernen
der zweiten Feder (23b) und eines der beiden elektrischen Schalter (20a, 20b) auf
eine 1-stufige Betätigungseinheit umrüstbar sind.
8. Papierstapelschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste elektrische Schalter (20a) zur Abfrage einer Grundstellung des Handschaltelements
(12) und der zweite elektrische Schalter (20b) zur Abfrage einer betätigten Endlage
des Handschaltelements (12) angeschlossen sind.
9. Papierstapelschneidemaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der erste elektrische Schalter (20a) zur Abfrage der Grundstellung des Handschaltelements
(12) als Öffner und der zweite elektrische Schalter (20b) zur Abfrage der Endlage
des Handschaltelements (12) als Schließer ausgebildet sind.
10. Papierstapelschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die eine oder die beiden Betätigungseinheiten (11) jeweils separate Montageeinheiten
sind.
11. Papierstapelschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsrichtung des einen oder der beiden Handschaltelemente (12) jeweils
der vertikalen Richtung des Schneid- und/oder Pressvorgangs entspricht.
1. Paper stack cutting machine (1) with a one-hand or two-hand operation (10) for electrically
triggering a cutting and/or pressing process, wherein the one-hand operation comprises
an actuation unit (11) with a manually operated switching element (12) or the two-hand
operation (10) comprises two actuation units (11) each having one manually operated
switching element (12),
characterized in that
one or both actuation units (11) are each formed with two stages, wherein the two
switching stages are located one behind the other in the same direction of actuation,
that the manually operated switching element (12) switches in the first switching
stage a first electric switch (20a) and in the second switching stage a second electric
switch (20b), and
that the machine (1) is controlled in such a manner that upon pushing one or both
actuation units (11) to the first switching stage, compression is activated and the
cutting operation is triggered by further pushing one or both actuation units (11)
to the second switching stage.
2. Paper stack cutting machine according to claim 1, characterized in that one or both manually operated switching elements (12) are rotatably mounted.
3. Paper stack cutting machine according to any one of the preceding claims, characterized in that one or both manually operated switching elements (12) can each be moved to the two
switching stages against the action of a restoring force.
4. Paper stack cutting machine according to claim 3, characterized in that the restoring force in the second switching stage abruptly increases compared to
the restoring force in the first switching stage.
5. Paper stack cutting machine according to claim 3 or 4, characterized in that the restoring force is formed by a first spring (23a) which is effective in both
switching stages, and by a second spring (23b) which is, in particular, pretensioned
and is effective only in the second switching stage.
6. Paper stack cutting machine according to claim 5, characterized in that one or both manually operated switching elements (12) are rotatably mounted and the
two springs are formed by rotary leg springs (23a, 23b), wherein the first rotary
leg spring (23a) is supported on the manually operated switching element (12) on the
overall rotary area of the manually operated switching element (12), and wherein the
second rotary leg spring (23b) is not supported on the manually operated switching
element (12) on the rotary area of the first switching stage and is carried along
by the manually operated switching element (12) only on the rotary area of the second
switching stage.
7. Paper stack cutting machine according to claim 5 or 6, characterized in that one or both 2-stage actuation units (11) can be converted into a 1-stage actuation
unit in each case by removing the second spring (23b) and one of the two electric
switches (20a, 20b).
8. Paper stack cutting machine according to any one of the preceding claims, characterized in that the first electric switch (20a) is connected for scanning a basic position of the
manually operated element (12) and the second electric switch (20b) is connected for
scanning an actuated final position of the manually operated switching element (12).
9. Paper stack cutting machine according to claim 8, characterized in that the first electric switch (20a) for scanning the basic position of the manually operated
switching element (12) is designed as an opening contact and the second electric switch
(20b) for scanning the final position of the manually operated switching element (12)
is designed as a closing contact.
10. Paper stack cutting machine according to any one of the preceding claims, characterized in that one or both actuation units (11) are separate mounting units in each case.
11. Paper stack cutting machine according to any one of the preceding claims, characterized in that the actuation direction of one or both manually operated switching elements (12)
corresponds in each case to the vertical direction of the cutting and/or pressing
operation.
1. Machine (1) de sectionnement de piles de papier, équipée d'une commande à une seule
main ou d'une commande (10) à deux mains en vue du déclenchement électrique d'un processus
de sectionnement et/ou de compression, ladite commande à une seule main présentant
une unité d'actionnement (11) dotée d'un élément (12) de commutation manuelle, ou
ladite commande (10) à deux mains comportant deux unités d'actionnement (11) respectivement
munies d'un élément (12) de commutation manuelle, caractérisée par le fait
que l'une des unités d'actionnement (11), ou les deux unités, est (sont) respectivement
réalisée(s) à deux étages, les deux étages de commutation étant agencés en succession
dans la même direction d'actionnement,
que l'élément (12) de commutation manuelle commute un premier interrupteur électrique
(20a) dans le premier étage de commutation, et un second interrupteur électrique (20b)
dans le second étage de commutation, et
que la machine (1) est pilotée de façon telle que la compression soit activée lors de
l'enfoncement de l'une des unités d'actionnement (11) ou des deux unités, jusqu'au
premier étage de commutation, et que le processus de sectionnement soit déclenché
par poursuite de l'enfoncement de l'une des unités d'actionnement (11) ou des deux
unités, jusqu'au second étage de commutation.
2. Machine de sectionnement de piles de papier, selon la revendication 1, caractérisée par le fait que l'un des éléments (12) de commutation manuelle, ou les deux éléments, est (sont)
monté(s) à rotation.
3. Machine de sectionnement de piles de papier, selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée par le fait que l'un des éléments (12) de commutation manuelle, ou les deux éléments, est (sont)
respectivement mobile(s) vers les deux étages de commutation en s'opposant à l'action
d'une force de rappel.
4. Machine de sectionnement de piles de papier, selon la revendication 3, caractérisée par le fait que la force de rappel agissant dans le second étage de commutation est supérieure, de
manière brusque, à la force de rappel agissant dans le premier étage de commutation.
5. Machine de sectionnement de piles de papier, selon la revendication 3 ou 4, caractérisée par le fait que la force de rappel est développée par un premier ressort (23a) agissant dans les
deux étages de commutation et par un second ressort (23b), notamment précontraint,
qui agit uniquement dans le second étage de commutation.
6. Machine de sectionnement de piles de papier, selon la revendication 5, caractérisée par le fait que l'un des éléments (12) de commutation manuelle, ou les deux éléments, est (sont)
monté(s) à rotation et les deux ressorts sont constitués par des ressorts de torsion
(23a, 23b) à branches, sachant que le premier ressort de torsion (23a) à branches
est en appui contre l'élément (12) de commutation manuelle dans toute la plage de
rotation dudit élément (12) de commutation manuelle, et que le second ressort de torsion
(23b) à branches n'est pas en appui contre l'élément (12) de commutation manuelle
dans la plage de rotation du premier étage de commutation et est entraîné, par ledit
élément (12) de commutation manuelle, uniquement dans la plage de rotation du second
étage de commutation.
7. Machine de sectionnement de piles de papier, selon la revendication 5 ou 6, caractérisée par le fait que l'une des unités d'actionnement (11) à deux étages, ou les deux unités, peu(ven)t
être respectivement convertie(s) en une unité d'actionnement étage unique, par dépose
du second ressort (23b) et de l'un des deux interrupteurs électriques (20a, 20b).
8. Machine de sectionnement de piles de papier, selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée par le fait que le premier interrupteur électrique (20a) est connecté en vue d'interroger une position
de base de l'élément (12) de commutation manuelle, le second interrupteur électrique
(20b) étant connecté en vue d'interroger une position extrême consécutive à un actionnement
dudit élément (12) de commutation manuelle.
9. Machine de sectionnement de piles de papier, selon la revendication 8, caractérisée par le fait que le premier interrupteur électrique (20a), affecté à l'interrogation de la position
de base de l'élément (12) de commutation manuelle, est réalisé en tant que contact
d'ouverture et le second interrupteur électrique (20b), assigné à l'interrogation
de la position extrême dudit élément (12) de commutation manuelle, est réalisé en
tant que contact de fermeture.
10. Machine de sectionnement de piles de papier, selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée par le fait que l'une des unités d'actionnement (11), ou les deux unités, se présente(nt) respectivement
comme des unités de montage distinctes.
11. Machine de sectionnement de piles de papier, selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée par le fait que la direction d'actionnement de l'un des éléments (12) de commutation manuelle, ou
des deux éléments, correspond respectivement à la direction verticale du processus
de sectionnement et/ou de compression.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente