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EP 2 657 379 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.02.2017 Patentblatt 2017/06 |
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Anmeldetag: 15.03.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Offenend-Spinnrotor
Open-end spinning rotor
Rotor à filer à bout libre
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
28.04.2012 DE 102012008693
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.10.2013 Patentblatt 2013/44 |
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Patentinhaber: Saurer Germany GmbH & Co. KG |
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42897 Remscheid (DE) |
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Erfinder: |
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- Wassenhoven, Heinz-Georg
41065 Mönchengladbach (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 808 923 DE-U1- 9 319 151
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EP-A2- 0 805 224
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Offenend-Spinnrotor, umfassend einen Rotorschaft,
eine Rotortasse und eine Kupplungsvorrichtung zum lösbaren Verbinden von Rotorschaft
und Rotortasse, wobei die Kupplungsvorrichtung in einem Halteelement angeordnete Verriegelungskörper
aufweist, die bei Betrieb des Offenend-Spinnrotors in Folge der Zentrifugalkraft die
Rotortasse und den Rotorschaft in axialer Richtung arretieren, wobei den Verriegelungskörpern
ein elastisches Element zugeordnet ist und das elastische Element mit den Verriegelungskörpern
derart zusammenwirkt, dass die Verriegelungskörper die Rotortasse mit dem Rotorschaft
auch im Stillstand in axialer Richtung arretieren und wobei das Halteelement als Zapfen
ausgebildet ist und der Zapfen so geformt ist, dass er in Verbindung mit einer entsprechend
geformten Nabe eine formschlüssige Welle-Nabe-Verbindung zwischen Rotorschaft und
Rotortasse herstellt.
[0002] In der Vergangenheit waren in der Textilindustrie eingesetzte Offenend-Rotorspinnmaschinen
meistens so gestaltet, dass die Spinnrotoren mit ihrem Rotorschaft in den Lagerzwickeln
einer sogenannten Stützscheibenlagerung gelagert waren und dabei über einen maschinenlangen
Tangentialriemen angetrieben wurden.
[0003] Diese Spinnrotoren, bei denen der Rotorschaft und die Rotortasse üblicherweise über
einen Preßsitz nahezu unlösbar verbunden sind, können bei Bedarf, zum Beispiel bei
Verschleiß oder, um einen anderen Garntyp auf der Rotorspinnmaschine zu fertigen,
von vorne durch das geöffnete Rotorgehäuse ein- bzw. ausgebaut werden.
[0004] In der Gegenwart gewinnen einzelmotorisch angetriebene Spinnrotoren zunehmend an
Bedeutung. Ein solcher einzelmotorisch angetriebener Spinnrotor ist beispielsweise
aus der
EP 0 972 868 A2 bekannt. Der offenbarte Spinnrotor ist mit seinem Rotorschaft in einer Magnetlageranordnung
abgestützt.
[0005] Die Magnetlageranordnung besteht dabei aus einer vorderen und einer hinteren Lagerstelle,
wobei diese Lagerstellen ihrerseits jeweils über sich axial gegenüberstehende Permanentmagnetringe
verfügen. Einer dieser Permanentmagnetringe ist dabei jeweils am Stator festgelegt,
während der andere Permanentmagnetring mit dem Rotorschaft umläuft.
[0006] Da der Ein- oder Ausbau derartig gelagerter Spinnrotoren einen nicht unerheblichen
Montageaufwand erfordert, ist bei diesen Spinnrotoren die Rotortasse jeweils lösbar
mit dem Rotorschaft verbunden. Eine Möglichkeit einer solchen lösbaren Verbindung
ist in der
EP 1 156 142 B1 beschrieben. Diese wird mittels einer Kupplungsvorrichtung realisiert, die aus einer
Magnetlagerung zur axialen Arretierung von Rotorschaft und Rotortasse und einer mechanischen
Verdrehsicherung, die über Formschluss jede relative Rotationsbewegung zwischen Rotorschaft
und Rotortasse verhindert, besteht. In den Rotorschaft ist eine Aufnahmehülse mittels
einer Presspassung eingelassen. In der Aufnahmehülse sind in axialer Richtung hintereinander
ein Permanentmagnet und ein Innenmehrkant eingelassen. Die Rotortasse weist einen
Achsstummel mit einem Außenmehrkant auf, der mit dem Innenmehrkant korrespondiert.
[0007] Verbindungsarten, die Drehmomente und Leistungen von einer rotierenden Welle oder
einem rotierendem Zapfen auf eine Nabe oder umgekehrt von einer rotierenden Nabe auf
eine Welle oder einen Zapfen übertragen, werden im Maschinenbau als Welle-Nabe-Verbindungen
bezeichnet. Der Innenmehrkant bildet in Verbindung mit dem Außenmehrkant eine formschlüssige
Welle-Nabe-Verbindung.
[0008] Es gab aber auch schon vor der Etablierung einzelmotorischer Rotorantriebe Bestrebungen,
die Verbindung von Rotortasse und Rotorschaft lösbar auszubilden. Beispiele finden
sich in der
DE 38 15 182 A1 und in der
DE 196 18 027 A1.
[0009] Die
DE 38 15 182 A1 offenbart verschiedene Beispiele, bei denen die Kopplung in axialer Richtung als
auch die Drehmomentübertragung von der Rotorwelle auf die Rotortasse entweder durch
eine kraftschlüssige oder eine formschlüssige Verbindung realisiert wird. Zur Übertragung
des Drehmomentes ist bei einem Ausführungsbeispiel die Rotortasse am Außenbereich
ihres Bodens mit Verbindungszapfen versehen, die in zwei achsparallele Bohrungen einer
an dem Rotorschaft befestigten Kupplungsscheibe eingeführt werden. Zur axialen Fixierung
werden unter anderem ein wellenförmig gebogener Federstahlstreifen oder ein S-förmig
ausgebildetes elastisches Verriegelungselement vorgeschlagen. Beide Teile verformen
sich unter dem Einfluss von Fliehkräften und greifen dann in Rasten am Ende der Verbindungszapfen
ein. Im Ruhezustand sind Rotortasse und Rotorschaft nicht axial arretiert. Vermutlich
aus diesem Grunde sind die Verbindungszapfen relativ lang ausgebildet, um ein Herausfallen
der Rotortasse im Ruhezustand unter Einfluss der Schwerkraft zu verhindern. Die langen
Verbindungszapfen sind für die Handhabung eher ungünstig.
[0010] Die gattungsgemäße
EP 0 805 224 A2 offenbart eine Kupplungseinrichtung zwischen Rotortasse und Rotorschaft, die sowohl
in axialer Richtung als auch zur Drehmomentübertragung eine ausschließlich kraftschlüssige
Verbindung herstellt. Es handelt sich um eine Fliehkraftkupplung mit kugelförmigen
Verriegelungskörpern. Wenn der Spinnrotor in Rotation versetzt wird, sorgen die Zentrifugalkräfte
aufgrund der Konstruktion der Kupplung für eine Arretierung in axialer Richtung als
auch in Drehrichtung. Die Kupplung weist zudem ein elastisches Element auf, das zum
Beispiel als Gummiklotz oder als Federelement ausgebildet sein kann. Das elastische
Element ist so angeordnet, dass die Verriegelungskörper auch ohne Rotationsbewegung
in Bezug auf die Drehachse des Spinnrotors nach außen gedrückt werden. Auf diese Weise
ist auch im Stillstand des Spinnrotors eine Arretierung vorhanden. Zum Verbinden von
Spinntasse und Rotorschaft können die Verriegelungskörper leicht zusammengeschoben
werden. Nachteilig an dieser Anordnung ist, dass bei zunehmender Drehzahl des Spinnrotors
die rein kraftschlüssige Übertragung des Drehmomentes nicht mehr zuverlässig arbeitet.
Deshalb wird auch die Möglichkeit beschrieben die Kupplung als nicht rotationssymmetrisches
Teil auszugestalten, zum Beispiel mit einem quadratischen Querschnitt, um gleichzeitig
als Verdrehsicherung zu wirken.
[0011] Gemäß der
EP 0 805 224 A2 soll die Kupplung mit den Verriegelungskörper als separates Bauteil ausgebildet sein.
Die Fertigungstoleranzen addieren sich entsprechend der Anzahl der Bauteile, so dass
mehr Bauteile zu größeren Ungenauigkeiten führen und damit zu einer größeren Unwucht.
Bei den hohen Drehzahlen mit denen Spinnrotoren betrieben werden, kann diese Unwucht
zu Problemen führen, bis hin zur Beschädigung der Spinneinheit.
[0012] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ausgehend von der
EP 0 805 224 A2, einen Spinnrotor mit einer kompakten und zuverlässigen Kupplungsvorrichtung zur
Verfügung zu stellen.
[0013] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches
1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0014] Zur Lösung der Aufgabe ist das Halteelement mit den Verriegelungskörpern fest mit
dem Rotorschaft verbunden und die Nabe ist als Teil der Rotortasse ausgebildet. Durch
die Anordnung des Halteelementes auf dem Rotorschaft, kann die Rotortasse, die bei
Bedarf ausgetauscht wird, besonders einfach gestaltet werden.
[0015] Die Erfindung realisiert auf einfache Weise eine formschlüssige Verbindung zur Übertragung
eines Drehmoments von dem Rotorschaft auf die Rotortasse. Dadurch kann das Drehmoment
auch bei höheren Drehzahlen zuverlässig übertragen werden. Durch die erfindungsgemäße
Form des Halteelementes für die Verriegelungskörper wird eine kompakte und platzsparende
Anordnung geschaffen. Ein separates Achselement ist für die formschlüssige Verbindung
nicht erforderlich. Die erfindungsgemäße Anordnung weist wenige Einzelteile auf. Dadurch
kann eine Summierung von Fertigungstoleranzen reduziert werden, so dass der Spinnrotor
eine geringe Unwucht aufweist.
[0016] Für die Form des als Zapfen ausgebildeten Halteelementes können an sich bekannte
Formen für Welle-Nabe-Verbindungen verwendet werden. Die formschlüssige Verbindung
kann zum Beispiel durch ein Keilwellenprofil, ein Polygonprofil oder eine Kerbverzahnung
erreicht wird.
[0017] Eine einfache aber wirkungsvolle Form für die formschlüssige Verbindung ist eine
kreiszylindrische Form mit mindestens einer ebenen Fläche auf dem Umfang.
[0018] Vorzugsweise weist die Nabe Aufnahmen auf, die in montiertem Zustand die Verriegelungskörper
zumindest teilweise aufnehmen. Die in radialer Richtung wirkende Zentrifugalkraft
bewirkt zunächst eine kraftschlüssige Arretierung in axialer Richtung. Durch die Aufnahme
wird zusätzlich ein Formschluss erreicht, der die Arretierung in axialer Richtung
verbessert. Die Aufnahme kann zum Beispiel als V-förmige Nut ausgebildet sein. Für
die Funktion ist es ausreichend, wenn die Nut im Bereich der Verriegelungskörper vorhanden
ist. Aus fertigungstechnischen Gründen ist die Nut allerdings vorteilhaferweise umlaufend
entlang des Umfangs der Nabe ausgebildet.
[0019] Vorteilhafterweise weisen die Aufnahmen jeweils eine Fläche auf, gegen die die Verriegelungskörper
drücken, und der Rotorschaft und die Rotortasse weisen jeweils einen Anschlag zur
Begrenzung einer axialen Bewegung auf, wobei die Aufnahmen und die Fläche so ausgebildet
sind, dass die in radialer Richtung wirkende Kraft auf die Verriegelungskörper in
eine Kraft in axialer Richtung des Offenend-Spinnrotors umgewandelt wird und dadurch
die Anschläge von Rotorschaft und Rotortasse aneinander gedrückt werden.
[0020] Wenn die Aufnahmen als V-förmige Nut ausgebildet sind, kann diese Wirkungsweise durch
einen unsymmetrischen Aufbau der Nut erreicht werden. Die Nut ist so gestaltet, dass
die Verriegelungskörper nur gegen eine der schrägen Flächen drücken und so die radiale
Kraft in eine axiale Kraft umgewandelt wird. Wenn durch die axiale Kraft Anschläge
von Rotortasse und Rotorschaft gegeneinander gedrückt werden, erhält man eine optimale
Arretierung in axialer Richtung.
[0021] Die Anschläge weisen Anschlagflächen auf. Die Anschlagflächen sind vorzugsweise senkrecht
zur Achse des Offenend-Spinnrotors angeordnet und ihr geometrischer Schwerpunkt liegt
auf der Achse des Offenend-Spinnrotors. Bei dieser Ausgestaltung der Anschläge wird
durch die axiale Kraft gegen die Anschläge zusätzlich eine Zentrierung der Rotortasse
erreicht. Das heißt, ein Winkelversatz zwischen der Achse des Rotorschaftes und der
Achse der Rotortasse wird vermieden.
[0022] Für Fliehkraftkupplungen der beanspruchten Art sind kugelförmige Verriegelungskörper
besonders vorteilhaft. Ein kugelförmiger Verriegelungskörper arbeitet besonders wirkungsvoll
in Verbindung mit einer V-förmigen Nut an der Nabe. Der kugelförmige Verriegelungskörper
legt sich an eine schräge Fläche der Nut, so dass die Zentrifugalkraft in eine axiale
Kraft umgewandelt wird.
[0023] Der erfindungsgemäße Spinnrotor umfasst eine Rotortasse für einen Offenend-Spinnrotor
mit einer Nabe, wobei die Nabe so geformt ist, dass sie in Verbindung mit einem entsprechend
geformten Zapfen eines Rotorschaftes eine formschlüssige Welle-Nabe-Verbindung ergibt,
wobei die Nabe an ihrem Innenumfang Aufnahmen aufweist, die dazu ausgebildet sind,
mit einem Rotorschaft verbundene Verriegelungskörper zumindest teilweise aufzunehmen,
wobei die Aufnahmen eine Fläche aufweisen, die so ausgebildet ist, dass eine Kraft,
die ein Verriegelungskörper auf die Fläche in radialer Richtung ausübt, in eine Kraft
in axialer Richtung der Rotortasse umgewandelt wird.
[0024] Vorzugsweise weist die Rotortasse Anschläge mit Anschlagflächen auf, die senkrecht
zur Achse der Rotortasse angeordnet sind und deren geometrischer Schwerpunkt auf der
Achse der Rotortasse liegt.
[0025] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
[0026] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen erfindungsgemäßen Spinnrotor;
- Fig. 2
- den Spinnrotor aus Fig. 1 in einer geschnittenen Darstellung;
- Fig. 3
- mögliche Formen für eine formschlüssige Welle-Nabe-Verbindung durch Keilwellenprofile;
- Fig. 4
- mögliche Formen für eine formschlüssige Welle-Nabe-Verbindung durch Polygonprofile;
- Fig. 5
- mögliche Formen für eine formschlüssige Welle-Nabe-Verbindung durch Kerbverzahnung;
- Fig. 6
- einen Ausschnitt aus der Darstellung der Fig. 2.
[0027] Die Figuren 1 und 2 zeigen einen erfindungsgemäßen Spinnrotor 1. Der Spinnrotor 1
umfasst einen Rotorschaft 4 und eine Rotortasse 2. Der Rotorschaft 4 und die Rotortasse
2 sind lösbar miteinander verbunden, so dass die Rotortasse 2 bei Bedarf ausgetauscht
werden kann. Der Rotorschaft 4 ist mit einem nicht dargestellten Antrieb verbunden.
Da die Rotortasse 2 austauschbar ist, kann der Rotorschaft 4 fest in den Antrieb,
vorzugsweise ein Einzelantrieb, integriert sein.
[0028] Um eine lösbare Verbindung zu realisieren, weist der Spinnrotor 1 eine Kupplungsvorrichtung
3 auf. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel umfasst der Rotorschaft 4 einen Zapfen
5 und die Rotortasse 2 eine Nabe 8. Die Außenform des Zapfens 5 und die Innenform
der Nabe 8 sind zueinander korrespondierend, so dass sich beim Aufstecken der Rotortasse
2 auf den Zapfen 5 des Rotorschaftes 4 eine formschlüssige Welle-Nabe-Verbindung ergibt
und somit ein Drehmoment übertragen werden kann. Die in den Figuren 1 und 2 dargestellte
Ausführungsform weist einen Zapfen 5 mit einer kreiszylindrischen Außenform auf. Um
eine formschlüssige Verbindung zu erzielen, weist der Kreiszylinder zwei ebene Flächen
an seinem Umfang auf. Die Figuren 3 bis 5 zeigen beispielhaft alternative Formen für
eine formschlüssige Verdrehsicherung zwischen Zapfen 5 und Nabe 8. Die Fig. 3 zeigt
Keilwellenprofile. Die Fig. 4 stellt Polygonprofile dar. Die Fig. 5 zeigt Formen mit
einer Kerbverzahnung.
[0029] Der Zapfen 5 ist gleichzeitig als Halteelement für die Verriegelungskörper 6 ausgebildet.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind als Verriegelungskörper 6 zwei Kugeln
vorhanden. Zwischen den Kugeln 6 ist ein elastisches Element 7 angeordnet, das die
Kugeln 6 auch im Ruhezustand des Spinnrotors nach außen drückt. Das elastische Element
7 kann zum Beispiel als Gummiklotz oder als Feder ausgebildet sein. Bei Verwendung
von zwei Verriegelungskörpern, im vorliegenden Ausführungsbeispiel zwei Kugeln 6,
ergibt sich ein einfacher Aufbau. Die beiden Kugeln 6 können mit dem elastischen Element
in eine Querbohrung des Zapfens 5 eingebracht werden. Durch eine sogenannte Prägung
entsteht eine geringe Wulst an den Enden der Querbohrung. Durch diese Prägung werden
die Kugeln 6 mit dem elastischen Element 7 in der Querbohrung gehalten. In eingebautem
Zustand werden die Kugeln 6 in die Aufnahmen 9 der Nabe 8 der Rotortasse 2 gedrückt.
Die Aufnahmen 9 sind als V-förmige umlaufende Nut in der Nabe ausgebildet. Beim Abziehen
und Aufstecken der Rotortasse 2 können die Kräfte des elastischen Elementes 7 leicht
überwunden werden. Wenn der Spinnrotor 1 in Rotation versetzt wird, wirken auf die
Kugeln 6 Zentrifugalkräfte, so dass die Kugeln mit einer größeren Kraft in die Nut
9 gedrückt werden.
[0030] Die Fig. 6 zeigt einen Ausschnitt aus der Fig. 2 und verdeutlicht die Wirkungsweise
einer möglichen axialen Arretierung. In der vergrößerten Darstellung ist der unsymmetrische
Aufbau der Nut 9 zu erkennen. Die Anordnung ist so ausgebildet, dass die Kugel 6 nur
gegen die dem Rotorschaft 4 zugewandte Fläche 12 drückt. Dadurch wird die Zentrifugalkraft
beziehungsweise die Kraft des elastischen Elementes 7 in eine Axialkraft umgewandelt.
Die Axialkraft ist so gerichtet, dass der Anschlag 11 der Rotortasse 2 gegen den Anschlag
10 des Rotorschaftes 4 gedrückt wird. Die Anschläge 10 und 11 sind rotationssymmetrisch
angeordnet. Der geometrischer Schwerpunkt der Anschlagsflächen liegt damit auf der
Rotationachse des Offenend-Spinnrotors 1. Indem die Anschläge 10, 11 gegeneinander
gedrückt werden, erfolgt damit nicht nur eine axiale Arretierung sondern auch eine
Zentrierung der Rotortasse.
1. Offenend-Spinnrotor (1), umfassend einen Rotorschaft (4), eine Rotortasse (2) und
eine Kupplungsvorrichtung (3) zum lösbaren Verbinden von Rotorschaft (4) und Rotortasse
(2), wobei die Kupplungsvorrichtung (3) in einem Halteelement (5) angeordnete Verriegelungskörper
(6) aufweist, die bei Betrieb des Offenend-Spinnrotors (1) in Folge der Zentrifugalkraft
die Rotortasse (2) und den Rotorschaft (4) in axialer Richtung arretieren, und wobei
den Verriegelungskörpern (6) ein elastisches Element (7) zugeordnet ist und das elastische
Element (7) mit den Verriegelungskörpern (6) derart zusammenwirkt, dass die Verriegelungskörper
(6) die Rotortasse (2) mit dem Rotorschaft (4) auch im Stillstand in axialer Richtung
arretieren, das Halteelement (5) ist als Zapfen ausgebildet und der Zapfen ist so
geformt, dass er in Verbindung mit einer entsprechend geformten Nabe (8) eine formschlüssige
Welle-Nabe-Verbindung zwischen Rotorschaft (4) und Rotortasse (2) herstellt, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (5) mit den Verriegelungskörpern (6) fest mit dem Rotorschaft (4)
verbunden ist und die Nabe (8) als Teil der Rotortasse (2) ausgebildet ist.
2. Offenend-Spinnrotor (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die formschlüssige Verbindung durch ein Keilwellenprofil erreicht wird.
3. Offenend-Spinnrotor (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die formschlüssige Verbindung durch ein Polygonprofil erreicht wird.
4. Offenend-Spinnrotor (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die formschlüssige Verbindung durch eine Kerbverzahnung erreicht wird.
5. Offenend-Spinnrotor (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die formschlüssige Verbindung durch eine kreiszylindrische Form mit mindestens einer
ebenen Fläche auf dem Umfang erreicht wird.
6. Offenend-Spinnrotor (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nabe (8) Aufnahmen (9) aufweist, die in montiertem Zustand die Verriegelungskörper
(6) zumindest teilweise aufnehmen.
7. Offenend-Spinnrotor (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen (9) jeweils eine Fläche (12) aufweisen, gegen die die Verriegelungskörper
(6) drücken, und dass der Rotorschaft (4) und die Rotortasse (2) jeweils einen Anschlag
(10, 11) zur Begrenzung einer axialen Bewegung aufweisen, wobei die Aufnahmen (9)
und die Fläche (12) so ausgebildet sind, dass die in radialer Richtung wirkende Kraft
auf die Verriegelungskörper (6) in eine Kraft in axialer Richtung des Offenend-Spinnrotors
(1) umgewandelt wird und dadurch die Anschläge(10, 11) von Rotorschaft (4) und Rotortasse
(2) aneinander gedrückt werden.
8. Offenend-Spinnrotor (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschläge (10, 11) Anschlagflächen aufweisen, die senkrecht zur Achse des Offenend-Spinnrotors
(1) angeordnet sind und deren geometrischer Schwerpunkt auf der Achse des Offenend-Spinnrotors
(1) liegt.
9. Offenend-Spinnrotor (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungskörper (6) kugelförmig ausgebildet sind.
1. Open-end spinning rotor (1), comprising a rotor shaft (4), a rotor cup (2) and a coupling
device (3) for releasably connecting the rotor shaft (4) and rotor cup (2), wherein
the coupling device (3) comprises locking bodies (6), which are arranged in a holding
element (5) and lock the rotor cup (2) and the rotor shaft (4) in axial direction
as a consequence of the centrifugal force during operation of the open-end spinning
rotor (1), and wherein a resilient element (7) is associated with the locking bodies
(6) and the resilient element (7) cooperates with the locking bodies (6) in such a
way that the locking bodies (6) also lock the rotor cup (2) to the rotor shaft (4)
in the axial direction at a standstill, the holding element (5) is configured as a
pin and the pin is shaped in such a way that it produces a form-fitting shaft-hub
connection between the rotor shaft (4) and rotor cup (2) in conjunction with a correspondingly
formed hub (8), characterised in that the holding element (5) with the locking bodies (6) is securely connected to the
rotor shaft (4) and the hub (8) is configured as part of the rotor cup (2).
2. Open-end spinning rotor (1) according to claim 1, characterised in that the form-fitting connection is achieved by a spline shaft profile.
3. Open-end spinning rotor (1) according to claim 1, characterised in that the form-fitting connection is achieved by a polygonal profile.
4. Open-end spinning rotor (1) according to claim 1, characterised in that the form-fitting connection is achieved by a serration.
5. Open-end spinning rotor (1) according to claim 1, characterised in that the form-fitting connection is achieved by a circular cylindrical shape having at
least one level face on the periphery.
6. Open-end spinning rotor (1) according to any of the preceding claims, characterised in that the hub (8) has mounts (9), which at least partly receive the locking bodies (6)
in the assembled state.
7. Open-end spinning rotor (1) according to claim 6, characterised in that the mounts (9) in each case have a face (12), against which the locking bodies (6)
press, and in that the rotor shaft (4) and the rotor cup (2) in each case have a stop (10, 11) for limiting
an axial movement, wherein the mounts (9) and the face (12) are configured in such
a way that the force acting in the radial direction on the locking bodies (6) is converted
into a force in the axial direction of the open-end spinning rotor (1) and the stops
(10, 11) of the rotor shaft (4) and rotor cup (2) are thereby pressed against one
another.
8. Open-end spinning rotor (1) according to claim 7, characterised in that the stops (10, 11) have stop faces, which are arranged perpendicular to the axis
of the open-end spinning rotor (1) and the geometric focal point of which is located
on the axis of the open-end spinning rotor (1).
9. Open-end spinning rotor (1) according to any of the preceding claims, characterised in that the locking bodies (6) are spherical.
1. Rotor à filer (1) à bout ouvert, comprenant une tige de rotor (4), une cloche de rotor
(2) et un dispositif d'accouplement (3) pour relier de manière amovible la tige de
rotor (4) et la cloche de rotor (2), sachant que le dispositif d'accouplement (3)
présente des corps de verrouillage (6) qui sont disposés dans un élément de maintien
(5) et qui, lors de l'activité du rotor à filer (1) à bout ouvert, bloquent la cloche
de rotor (2) et la tige de rotor (4) en direction axiale du fait de la force centrifuge,
et sachant qu'un élément élastique (7) est associé aux corps de verrouillage (6) et
que l'élément élastique (7) coopère avec les corps de verrouillage (6) de telle sorte
que les corps de verrouillage (6) bloquent la cloche de rotor (2) pourvue de la tige
de rotor (4) en direction axiale même en cas d'inactivité, sachant que l'élément de
maintien (5) est réalisé sous forme de tourillon et que le tourillon est réalisé d'une
forme telle qu'il réalise, en liaison avec un moyeu (8) de forme correspondante, une
liaison arbre-moyeu en engagement positif entre la tige de rotor (4) et la cloche
de rotor (2), caractérisé en ce que l'élément de maintien (5) pourvu des corps de verrouillage (6) est fixement relié
à la tige de rotor (4), et le moyeu (8) est réalisé sous la forme d'un élément de
la cloche de rotor (2).
2. Rotor à filer (1) à bout ouvert selon la revendication 1, caractérisé en ce que la liaison en engagement positif est obtenue par un profil cannelé.
3. Rotor à filer (1) à bout ouvert selon la revendication 1, caractérisé en ce que la liaison en engagement positif est obtenue par un profil polygonal.
4. Rotor à filer (1) à bout ouvert selon la revendication 1, caractérisé en ce que la liaison en engagement positif est obtenue par une denture conique.
5. Rotor à filer (1) à bout ouvert selon la revendication 1, caractérisé en ce que la liaison en engagement positif est obtenue par une forme cylindrique circulaire
avec au moins une face plane sur la périphérie.
6. Rotor à filer (1) à bout ouvert selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le moyeu (8) présente des logements (9) qui, dans l'état monté, reçoivent au moins
partiellement les corps de verrouillage (6).
7. Rotor à filer (1) à bout ouvert selon la revendication 6, caractérisé en ce que les logements (9) présentent respectivement une face (12) contre laquelle les corps
de verrouillage (6) exercent une pression, et en ce que la tige de rotor (4) et la cloche de rotor (2) présentent respectivement une butée
(10, 11) pour limiter un déplacement axial, sachant que les logements (9) et la face
(12) sont configurés de telle sorte que la force agissant en direction radiale sur
les corps de verrouillage (6) est transformée en une force dans la direction axiale
du rotor à filer (1) à bout ouvert, de sorte que les butées (10, 11) de la tige de
rotor (4) et de la cloche de rotor (2) sont pressées l'une contre l'autre.
8. Rotor à filer (1) à bout ouvert selon la revendication 7, caractérisé en ce que les butées (10, 11) présentent des faces de butée qui sont disposées perpendiculairement
à l'axe du rotor à filer (1) à bout ouvert et dont le barycentre se situe sur l'axe
du rotor à filer (1) à bout ouvert.
9. Rotor à filer (1) à bout ouvert selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les corps de verrouillage (6) sont réalisés sphériques.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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