[0001] Die Erfindung betrifft eine Zahnradmaschine gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Aus der
DE 28 47 711 A1 ist eine Zahnradmaschine bekannt, die sowohl als Pumpe als auch als Motor betrieben
werden kann. Die Zahnradmaschine umfasst ein Gehäuse, in dem zwei Zahnräder angeordnet
sind, welche im Außeneingriff miteinander kämmen. Das Gehäuse weist einen Innenraum
auf, der sich im Bereich des Gehäusehauptkörpers mit einer konstanten Querschnittsform
entlang einer Längsachse erstreckt, wobei die genannte Querschnittsform an die Zahnräder
angepasst ist. Weiter sind zwei Lagerkörper vorgesehen, die bezüglich der Längsachse
zu beiden Seiten neben den Zahnrädern angeordnet sind. Die radiale Außenoberfläche
der Lagerkörper ist dichtend an den Innenraum angepasst, wobei die Lagerkörper in
Längsrichtung minimal beweglich sind, um Fertigungstoleranzen auszugleichen. Die Zahnräder
sind mit einer zugeordneten Welle bzw. Achse in beiden Lagerkörpern drehbar gelagert,
wobei deren Drehachsen parallel zur Längsrichtung verlaufen. Weiter ist eine elastische
Dichtung vorgesehen, welche das Gehäuse an einem gesonderten End- bzw. einem gesonderten
Lagerdeckel dichtend berührt. Diese langgestreckte Dichtung erstreckt sich in einer
Axialebene, die senkrecht zur Längsrichtung ausgerichtet ist, wobei sie so ausgebildet
ist, dass sie die oben angesprochenen Fertigungstoleranzen ausgleichen kann. Sie weist
die Form der Ziffer "3" auf, wobei deren bogenförmige Abschnitte die Drehachsen der
zugeordneten Zahnräder umgeben. Durch die Dichtung werden zwei Druckfelder, nämlich
ein Hochdruck- und ein Niederdruckfeld, voneinander abgegrenzt, welche die Lagerkörper
gegen die Zahnräder drücken, um eine Abdichtung zu bewirken.
[0003] An der radialen Außenoberfläche des Lagerkörpers liegt das Metall des Lagerkörpers
unmittelbar auf dem Metall des Gehäuses auf. Eine Abdichtung wird allein durch die
hochgenaue Anpassung des Gehäuses an den Lagerkörper erzielt. Es hat sich jedoch gezeigt,
dass sich sowohl das Gehäuse als auch die Lagerkörper durch den im Inneren der Zahnradmaschine
wirkenden Fluiddruck verformen. Diese Verformung kann dazu führen, dass die Lagerkörper
zumindest abschnittsweise nicht mehr dicht aneinander anliegen, so dass Hydraulikfluid
im Bereich der radialen Außenoberfläche des Lagerkörpers von der Hochdruckseite zur
Niederdruckseite fließen kann. Hierdurch sinkt der volumetrische Wirkungsgrad der
Zahnradmaschine.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, den volumetrischen Wirkungsgrad der Zahnradmaschine
zu verbessern.
[0006] Gemäß dem selbständigen Anspruch wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Dichtung
wenigstens einen Richtungswechsel aufweist, wobei sie sich mit einem zugeordneten
Endbereich entlang der radialen Außenoberfläche des zugeordneten Lagerkörpers erstreckt.
Durch den Endbereich der Dichtung wird die Fuge im Bereich der radialen Außenoberfläche
nicht mehr nur metallisch, sondern mittels einer gesonderten elastischen Dichtung
abgedichtet. Die am Gehäuse und am Lagerkörper während des Betriebs auftretenden Verformungen
können von dem Endbereich der Dichtungen ohne weiteres aufgenommen werden. In der
Folge ergibt sich kein offener Dichtspalt, durch den Hydraulikfluid von der Hochdruckseite
zur Niederdruckseite der Zahnradmaschine fließen kann. Aufgrund des Richtungswechsels
der Dichtung ist eine solche Undichtigkeit insbesondere im kritischen Eckbereich zwischen
Axialebene und radialer Außenumfangsfläche des Lagerkörpers ausgeschlossen, da die
Dichtung dort unterbrechungsfrei verläuft. Der genannte Richtungswechsel kann wahlweise
scharfkantig oder mit einem geringen Radius gebogen ausgebildet sein.
[0007] In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen
der Erfindung angegeben.
[0008] Die Dichtung erstreckt sich an beiden gegenüberliegenden Endbereichen entlang der
radialen Außenoberfläche des zugeordneten Lagerkörpers, wobei die Endbereiche benachbart
zu unterschiedlichen Zahnrädern angeordnet sind. An der radialen Außenoberfläche der
Lagerkörper existieren im Fall von Undichtigkeiten zwei mögliche Fließwege für das
Hydrauliköl von der Hochdruckseite zur Niederdruckseite. Dabei ist jedem Zahnrad ein
derartiger Fließweg zugeordnet. Durch die vorgeschlagene Dichtung können beide Fließwege
abgedichtet werden.
[0009] Die Dichtung erstreckt sich im Endbereich parallel zur Längsrichtung. Gleichwohl
ist es denkbar, dass die Dichtung im Endbereich gebogen oder schräg zur Längsrichtung
verläuft. Bei einem Verlauf parallel zur Längsrichtung ist die Dichtung aber besonders
kurz und damit Material sparend. Weiter kann die entsprechende Aufnahmekontur für
den Endbereich der Dichtung, welche vorzugsweise im Lagerkörper angeordnet ist, besonders
einfach hergestellt werden.
[0010] Die Dichtung kann zumindest im Endbereich eine kreisförmige Querschnittsform aufweisen.
Eine Dichtung mit kreisförmiger Querschnittsform ist besonders einfach herstellbar.
Darüber hinaus kommt es bei der Montage nicht darauf an, in welcher Drehlage die Dichtung
eingebaut wird, so dass Montagefehler vermieden werden. Im Bereich der Axialebene
kann die Dichtung ebenfalls mit einer kreisförmigen Querschnittsform ausgebildet sein.
Diese ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn bei niedrigem Betriebsdruck auf das
nachfolgend beschriebene Stützelement verzichtet werden kann. Soweit das Stützelement
zum Einsatz kommt, weist die Dichtung im Bereich der Axialebene vorzugsweise eine
Querschnittsform auf, welche an das Stützelement angepasst ist.
[0011] Für jeden Endbereich der Dichtung kann eine Aufnahmenut in der radialen Außenoberfläche
des zugeordneten Lagerkörpers vorgesehen sein. Die Querschnittsabmessungen der Dichtung
sind nach unten begrenzt, damit sie die Verformungen am Gehäuse und am Lagerkörper
aufnehmen kann. Daher ist auch im Bereich der radialen Außenfläche ein besonderer
Aufnahmeraum für die Dichtung erforderlich. Dieser könnte zwar im Gehäuse, namentlich
in dessen Hauptkörper, vorgesehen sein, die vorgeschlagene Ausführung in Form einer
Nut am Lagerkörper ist jedoch einfacher herstellbar.
[0012] Die Aufnahmenut kann mit Abstand zu dem zugeordneten Zahnrad enden. In den Zahnlücken
zwischen den Zähnen des Zahnrades kann sich Hydraulikfluid befinden, welches unter
hohem Druck stehen kann. Durch den vorgeschlagenen Abstand soll verhindert werden,
dass dieses Hydraulikfluid von der dem Zahnrad zugeordneten Stirnseite her in die
Aufnahmenut eindringt, hierdurch würde erst recht eine interne Undichtigkeit der Zahnradmaschine
bewirkt, welche sich negativ auf deren volumetrischen Wirkungsgrad auswirkt.
[0013] Zwischen der Dichtung und dem zugeordneten Lagerkörper kann ein Stützelement vorgesehen
sein, das sich ausschließlich im Bereich der Axialebene entlang der Dichtung erstreckt.
Durch das Stützelement soll die Dichtung von dem Druck des Hydraulikfluids von beispielsweise
280 bar abgeschirmt werden, da diese hierdurch zerstört werden könnte. Im Bereich
der Axialebene ist das Stützelement erforderlich, da dort sehr große Fertigungstoleranzen
ausgeglichen werden müssen. Dementsprechend stehen dort um die Dichtung herum Freiräume
zur Verfügung, in denen das Hydraulikfluid unter vollem Druck zur Dichtung gelangen
könnte. Im Bereich der radialen Außenoberfläche des Lagerkörpers müssen hingegen nur
kleine Fertigungstoleranzen ausgeglichen werden, so dass die Dichtung unter Vorspannung
in den zugeordneten Aufnahmeraum eingebaut werden kann, ohne dass Freiräume verbleiben.
Dementsprechend kann auf das Stützelement dort verzichtet werden.
[0014] Die Dichtung weist im Bereich der Axialebene die Form der Ziffer "3" auf, wobei deren
bogenförmige Abschnitte die Drehachsen der zugeordneten Zahnräder umgeben, wobei die
Dichtung zwei Druckfelder voneinander abgrenzt. Hierdurch wird verhindert, dass Hydraulikfluid
entlang der Axialebene von der Hochdruck- zur Niederdruckseite fließt. Gleichzeitig
wird der Lagerkörper von den Druckfeldern gegen die Zahnräder gedrückt, so dass auch
die Dichtfuge zwischen dem Lagerkörper und den Zahnrädern dicht verschlossen ist.
[0015] Das Stützelement kann vom Druck eines der beiden Druckfelder gegen die zugeordnete
Dichtung gedrückt werden. Hierdurch wird eine besonders gute Abdichtung im Bereich
der Axialebene erreicht.
[0016] Die Dichtung ist über ihre gesamte Länge einstückig ausgebildet. Die Dichtung ist
damit besonders kostengünstig herstellbar, vorzugsweise im Spritzgussverfahren. Gleichzeitig
weist sie keine Unterbrechungen auf, welche Undichtigkeiten bewirken könnten.
[0017] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Es stellt dar:
- Fig. 1
- eine Explosionsdarstellung einer Zahnradmaschine gemäß dem Stand der Technik, welche
durch die vorliegende Erfindung verbessert werden soll; und
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung eines Lagerkörpers mit einer erfindungsgemäßen Dichtung.
[0018] Fig. 1 zeigt eine Explosionsdarstellung einer Zahnradmaschine 10 gemäß dem Stand
der Technik, welche durch die vorliegende Erfindung verbessert werden soll. Die Zahnradmaschine
10 umfasst ein Gehäuse 31; 40; 41, welches aus einem Hauptkörper 31 besteht, an dessen
beiden gegenüber liegenden Stirnenden 34 ein Lagerdeckel 40 und ein Enddeckel 41 angeordnet
sind. Das Gehäuse 31; 40; 41 wird durch vier Schraubbolzen 44 zusammengehalten, von
denen in Fig. 1 nur einer dargestellt ist.
[0019] Der Hauptkörper 31 begrenzt einen Innenraum 11 des Gehäuses, der sich mit einer konstanten
Querschnittsform entlang einer Längsrichtung 17 erstreckt. Stirnseitig wird der Innenraum
11, durch den Lagerdeckel 40 und den Enddeckel 41 verschlossen, wobei zwischen dem
Hauptkörper 31 und den Deckeln 40; 41 je eine Deckeldichtung 42 in Form eines O-Ringes
aus Gummi angeordnet ist. In dem Innenraum 11 sind das erste und das zweite Zahnrad
12; 13 aufgenommen, welche im Außeneingriff miteinander kämmen. Die konstante Querschnittsform
des Innenraums 11 ist an den Kopfkreisdurchmesser des ersten und des zweiten Zahnrades
12; 13 dichtend angepasst. Bezüglich der Längsrichtung 17 zu beiden Seiten neben dem
ersten und dem zweiten Zahnrad 12; 13 ist je ein Lagerkörper 50 angeordnet, dessen
radiale Außenoberfläche 55 dichtend an den Innenraum 11 angepasst ist. Dabei liegen
die Lagerkörper 50 an den ebenen Seitenflächen des ersten und des zweiten Zahnrades
12; 13 dichtend an. Die Lagerkörper 50 sind spiegelsymmetrisch zueinander ausgebildet.
[0020] Das erste Zahnrad 12 ist mit einer Welle 14 verbunden, welche durch den Lagerdeckel
40 hindurch mit einem Antriebszapfen 15 aus dem Gehäuse 31; 40; 41 herausragt. Das
zweite Zahnrad 13 ist mit einer Achse 16 verbunden. In dem Lagerdeckel 40 ist ein
Radialwellendichtring 43 angeordnet, welcher mit seiner Dichtlippe dichtend an der
Welle 14 anliegt, so dass dort kein Hydraulikfluid austreten kann. Die Achse 16 und
die Welle 14 sind in beiden Lagerkörpern 50 in einer zugeordneten Lagerbohrung 51
drehbar gelagert. In der Lagerbohrung 51 ist eine gesonderte Lagerbuchse angeordnet,
damit dann, wenn die Zahnradmaschine 10 mit geringer Drehzahl läuft, kein übermäßiger
Verschleiß an den entsprechenden Gleitlagern auftritt.
[0021] Am Hauptkörper 21 ist ein Nieder- und ein Hochdruckanschluss 32; 33 angeordnet. In
dem in Fig. 1 dargestellten Auslieferungszustand sind diese mit je einem gesonderten
Verschlussstopfen 35 verschlossen, wobei der Niederdruckanschluss 32 den größeren
Durchmesser und mithin den größeren Verschlussstopfen 35 aufweist. Wenn die Zahnradmaschine
10 als Pumpe betrieben wird, wird Hydraulikfluid am Niederdruckanschluss 32 angesaugt,
wobei es am Hochdruckanschluss 33 aus der Zahnradmaschine 10 herausströmt. Wenn die
Zahnradmaschine als Motor betrieben wird, strömt das Hydraulikfluid vom Hochdruckanschluss
33 zum Niederdruckanschluss 32, wobei der Antriebszapfen 15 in Drehbewegung versetzt
wird.
[0022] Weiter ist auf die Dichtung 60 hinzuweisen, welche im Rahmen der vorliegenden Erfindung
modifiziert wird. Die Dichtung 60 ist langgestreckt ausgebildet und besteht aus Gummi,
wobei sie an dem zugeordneten Lager- bzw. Enddeckel 40; 41 anliegt. Sie besitzt die
Form der Ziffer "3", wobei deren gebogene Abschnitte die zugeordnete Welle 14 bzw.
die zugeordnete Achse 16 mit geringem Abstand umgeben. Mithin umgeben die genannten
gebogenen Teile auch die Drehachsen der Zahnräder 12, 13. Durch die Dichtung 60 werden
zwei Druckfelder voneinander abgegrenzt, welche jeweils den Druck am Niederdruck-
bzw. am Hochdruckanschluss 32; 33 aufweisen. Durch diese Druckfelder werden die Lagerkörper
50 gegen die Zahnräder 12; 13 gedrückt, so dass die Fuge zwischen dem Lagerkörper
50 und Zahnrädern 12; 13 fluiddicht verschlossen ist. In den Lagerkörpern 50 ist eine
an die Form der Dichtung 60 angepasste Nut vorgesehen. In der genannten Nut ist ein
Stützelement 54 aufgenommen, wobei die Dichtung 60 auf dem Stützelement 54 aufliegt.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Stützelementes 54 steht der Druck am Hochdruckanschluss
33 an, so dass die Dichtung 60 gegen den zugeordneten Deckel 40; 41 gedrückt wird.
Diese Anordnung ist bei einem hohen Betriebsdruck von beispielsweise 280 bar erforderlich,
damit die Dichtung 60 durch den Fluiddruck nicht zerstört wird. Bei niedrigerem Betriebsdruck
kann auf das Stützelement ggf. verzichtet werden.
[0023] Neben der Abgrenzung der genannten Druckfelder hat die Dichtung 60 eine Toleranz
ausgleichende Funktion. Die Länge des Hauptkörpers 31 ist so gewählt, dass sie auch
bei ungünstigster Toleranzlage größer als die Summe der Längen der beiden Lagerkörper
50 und der Zahnräder 12; 13 ist. Damit ist sicher ausgeschlossen, dass die Zahnradmaschine
10 im Betrieb klemmt. Bei den weitaus meisten Zahnradmaschinen 10 einer Gruppe von
serienmäßig hergestellten Zahnradmaschinen 10 ist dann zwischen dem Lagerkörper 50
und dem zugeordneten Deckel 40; 41 ein kleiner Spalt vorhanden, welcher durch die
Dichtung 60 fluiddicht überbrückt werden muss. Zum Zwecke des Toleranzausgleichs sind
die Lagerkörper 50 innerhalb des Hauptkörpers 31 bezüglich der Längsrichtung 17 minimal
beweglich.
[0024] Im Gegensatz dazu ist an der radialen Außenoberfläche 55 des Lagerkörpers 50 keine
gesonderte Dichtung vorgesehen. Die radiale Außenoberfläche 55 der Lagerkörper 50
liegt vielmehr nur metallisch an der Innenoberfläche des Innenraums 11 an. Die Abdichtung
wird allein durch die genaue Anpassung der Lagerkörper 50 an den Hauptkörper 31 erreicht.
[0025] Fig. 2 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Lagerkörpers 50 mit einer erfindungsgemäßen
Dichtung 60. Der andere Lagerkörper ist spiegelsymmetrisch zu dem vorliegenden Lagerkörper
50 ausgebildet, so dass auf seine gesonderte Beschreibung verzichtet werden kann.
[0026] Die dargestellte Dichtung 60 ist über ihre gesamte Länge einstückig ausgebildet und
mit einer konstanten kreisrunden Querschnittsform ausgebildet, wobei sie aus Gummi
besteht. Ein gesondertes Stützelement ist nicht vorgesehen. Der gezeigte Lagerkörper
50 ist demnach nur für niedrige Betriebsdrücke geeignet. Sofern hohe Betriebsdrücke
angestrebt werden, ist das in Fig. 1 gezeigte Stützelement erforderlich. Dabei reicht
es aus, wenn sich dieses wie in Fig. 1 allein in Bereich einer Axialebene erstreckt,
die senkrecht zur Längsrichtung (Nr. 17 in Fig. 1) ausgerichtet ist. An den Endbereichen
61 der Dichtung 60, also an der radialen Außenoberfläche 55 des Lagerkörpers 50, ist
kein Stützelement erforderlich.
[0027] Gegenüber der Fig. 1 wurde die Dichtung 60 an beiden Enden verlängert, wobei dort
ein Richtungswechsel 63 vorgesehen wurde, so dass sich die Dichtung 60 mit ihren Endbreichen
61 entlang der radialen Außenoberfläche 55 des Lagerkörpers 50 erstreckt. Der Richtungswechsel
63 wird dabei so ausgeführt, dass die Dichtung 60 auch die Ecke zwischen dem Innenraum
des Hauptkörpers und dem Lager- bzw. dem Enddeckel sicher abdichtet. Die Endbereiche
61 der Dichtung 60 erstrecken sich parallel zur Längsrichtung 17, wobei sie in einer
Aufnahmenut 57 des Lagerkörpers 50 aufgenommen sind. Die Aufnahmenut 57 ist dabei
so an die Dichtung 60 angepasst, dass die Dichtung 60 sich bei der Montage derart
verformt, dass sie die Aufnahmenut 57 im Wesentlichen vollständig ausfüllt, wenn der
Lagerkörper 50 in den Hauptkörper eingebaut ist.
[0028] Die Aufnahmenut 57 endet mit Abstand 62 zu der an den Zahnrädern anliegenden ebenen
Stirnfläche des Lagerkörpers 60. Hierdurch wird erreicht, dass die Dichtung 60 durch
die Zahnräder nicht beschädigt wird. Weiter wird erreicht, dass von den Zahnrädern
her nahezu kein unter Druck stehendes Hydraulikfluid in die Aufnahmenut 57 einströmen
kann.
[0029] Der in Fig. 2 dargestellte Lagerkörper ist spiegelsymmetrisch bezüglich der Symmetrieebene
58 ausgebildet, so dass beide Endbereiche 61 der Dichtung identisch ausgebildet sind.
Nur die in Fig. 2 linke Hälfte des Lagerkörpers 50 zeigt die tatsächliche Gestalt.
Die in Fig. 2 rechte Hälfte des Lagerkörpers 50 ist dagegen vereinfacht dargestellt.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 10
- Zahnradmaschine
- 11
- Innenraum
- 12
- erstes Zahnrad
- 13
- zweites Zahnrad
- 14
- Welle
- 15
- Antriebszapfen
- 16
- Achse
- 17
- Längrichtung
- 31
- Hauptkörper
- 32
- Niederdruckanschluss
- 33
- Hochdruckanschluss
- 34
- Stirnende
- 35
- Verschlussstopfen
- 40
- Lagerdeckel
- 41
- Enddeckel
- 42
- Deckeldichtung
- 43
- Radialwellendichtring
- 44
- Schraubbolzen
- 50
- Lagerkörper
- 51
- Lagerbohrung
- 54
- Stützelement
- 55
- radiale Außenoberfläche
- 56
- Lecköldurchlass
- 57
- Aufnahmenut
- 58
- Symmetrieebene
- 60
- Dichtung
- 61
- Endbereich
- 62
- Abstand zum Zahnrad
- 63
- Richtungswechsel
1. Zahnradmaschine (10), insbesondere Außenzahnradpumpe oder Außenzahnradmotor, mit einem
Gehäuse (31; 40; 41), in dessen Innenraum (11) wenigstens zwei Zahnräder (12; 13)
angeordnet sind, die im Außeneingriff miteinander kämmen, wobei der Innenraum (11)
des Gehäuses (31; 40; 41) sich mit einer konstanten Querschnittsform entlang einer
Längsrichtung (17) erstreckt, wobei die genannte Querschnittsform an die Zahnräder
(12; 13) angepasst ist, wobei wenigstens ein Lagerkörper (50) vorgesehen ist, der
bezüglich der Längsrichtung (17) neben den Zahnrändern (12; 13) angeordnet ist, wobei
dessen radiale Außenoberfläche (55) an den Innenraum (11) dichtend angepasst ist,
wobei er in Längsrichtung (17) beweglich ist, wobei die Zahnräder (12; 13) in dem
wenigstens einen Lagerkörper (50) drehbar gelagert sind, wobei dem wenigstens einen
Lagerkörper (50) eine langgestreckte, elastische Dichtung (60) zugeordnet ist, welche
das Gehäuse (40; 41) dichtend berührt, wobei sich die Dichtung (60) abschnittsweise
in einer Axialebene erstreckt, die senkrecht zur Längsachse (17) ausgerichtet ist,wobei
die Dichtung (60) wenigstens einen Richtungswechsel (63) aufweist, wobei sie sich
mit einem zugeordneten Endbereich (61) entlang der radialen Außenoberfläche (55) des
zugeordneten Lagerkörpers (50) erstreckt, wobei sich die Dichtung (60) an beiden gegenüber
liegenden Endbereichen (61) entlang der radialen Außenoberfläche (55) des zugeordneten
Lagerkörpers (50) erstreckt, wobei die Endbereiche (61) benachbart zu unterschiedlichen
Zahnrädern (12; 13) angeordnet sind, wobei sich die Dichtung (60) im Endbereich (61)
parallel zur Längsrichtung (17) erstreckt,
wobei die Dichtung (60) über ihre gesamte Länge einstückig ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (60) im Bereich der Axialebene die Form der Ziffer "3" aufweist, wobei
deren bogenförmige Abschnitte die Drehachsen der zugeordneten Zahnräder (12; 13) umgeben,
wobei die Dichtung (60) zwei Druckfelder voneinander abgrenzt.
2. Zahnradmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (60) zumindest im Endbereich (61) eine kreisförmige Querschnittsform
aufweist.
3. Zahnradmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass für jeden Endbereich (61) der Dichtung eine Aufnahmenut (57) in der radialen Außenoberfläche
(55) des zugeordneten Lagerkörpers (50) vorgesehen ist.
4. Zahnradmaschine nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmenut (57) mit Abstand (62) zu dem zugeordneten Zahnrad (12; 13) endet.
5. Zahnradmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Dichtung (60) und dem zugeordneten Lagerkörper (50) ein Stützelement
(54) vorgesehen ist, das sich ausschließlich im Bereich der Axialebene entlang der
Dichtung (60) erstreckt.
6. Zahnradmaschine nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (54) vom Druck eines der beiden Druckfelder gegen die zugeordnete
Dichtung (60) gedrückt wird.
1. Gear machine (10), in particular external gear pump or external gear motor, having
a housing (31; 40; 41), in the interior space (11) of which at least two gearwheels
(12; 13) are arranged which mesh with one another in external engagement, the interior
space (11) of the housing (31; 40; 41) extending with a constant cross-sectional shape
along a longitudinal direction (17), the said cross-sectional shape being adapted
to the gearwheels (12; 13), at least one bearing body (50) being provided which is
arranged next to the gearwheels (12; 13) with regard to the longitudinal direction
(17), the radial outer surface (55) of which bearing body is adapted sealingly to
the interior space (11), the said bearing body (50) being movable in the longitudinal
direction (17), the gearwheels (12; 13) being mounted rotatably in the at least one
bearing body (50), the at least one bearing body (50) being assigned an elongate,
elastic seal (60) which makes sealing contact with the housing (40; 41), the seal
(60) extending in sections in an axial plane which is oriented perpendicularly with
respect to the longitudinal axis (17), the seal (60) having at least one direction
change (63), the said seal (60) extending with an associated end region (61) along
the radial outer surface (55) of the associated bearing body (50), the seal (60) extending
at the two opposite end regions (61) along the radial outer surface (55) of the associated
bearing body (50), the end regions (61) being arranged adjacently with respect to
different gearwheels (12; 13), the seal (60) extending parallel to the longitudinal
direction (17) in the end region (61), the seal (60) being configured in one piece
over its entire length, characterized in that the seal (60) has the shape of the numeral "3" in the region of the axial plane,
its arcuate sections surrounding the rotational axes of the associated gearwheels
(12; 13), the seal (60) separating two pressure fields from one another.
2. Gear machine according to Claim 1, characterized in that the seal (60) has a circular cross-sectional shape at least in the end region (61).
3. Gear machine according to either of the preceding claims, characterized in that a receiving groove (57) is provided for each end region (61) in the radial outer
surface (55) of the associated bearing body (50).
4. Gear machine according to Claim 3, characterized in that the receiving groove (57) ends at a spacing (62) from the associated gearwheel (12;
13).
5. Gear machine according to one of the preceding claims, characterized in that a supporting element (54) is provided between the seal (60) and the associated bearing
body (50), which supporting element (54) extends along the seal (60) exclusively in
the region of the axial plane.
6. Gear machine according to Claim 5, characterized in that the supporting element (54) is pressed against the associated seal (60) by the pressure
of one of the two pressure fields.
1. Machine à roues dentées (10), en particulier pompe à roues dentées extérieures ou
moteur à roues dentées extérieures, comprenant un boîtier (31 ; 40 ; 41) dans l'espace
interne (11) duquel sont disposées au moins deux roues dentées (12 ; 13) qui s'engrènent
l'une dans l'autre par engagement extérieur, l'espace interne (11) du boîtier (31
; 40 ; 41) s'étendant avec une forme en section transversale constante le long d'une
direction longitudinale (17), ladite forme en section transversale étant adaptée aux
roues dentées (12 ; 13), au moins un corps de palier (50) étant prévu, lequel est
disposé à côté des roues dentées (12 ; 13) par rapport à la direction longitudinale
(17), sa surface extérieure radiale (55) étant adaptée hermétiquement à l'espace interne
(11), ledit au moins un corps de palier étant déplaçable dans la direction longitudinale
(17), les roues dentées (12 ; 13) étant supportées à rotation dans l'au moins un corps
de palier (50), un joint d'étanchéité élastique allongé (60) étant associé à l'au
moins un corps de palier (50), ledit joint d'étanchéité venant en contact hermétiquement
avec le boîtier (40 ; 41), le joint d'étanchéité (60) s'étendant en partie dans un
plan axial qui est orienté perpendiculairement à l'axe longitudinal (17), le joint
d'étanchéité (60) présentant au moins un changement de direction (63), et s'étendant
avec une région d'extrémité associée (61) le long de la surface extérieure radiale
(55) du corps de palier associé (50), le joint d'étanchéité (60) s'étendant au niveau
des deux régions d'extrémité (61) en regard l'une de l'autre le long de la surface
extérieure radiale (55) du corps de palier associé (50), les régions d'extrémité (61)
étant disposées à côté de roues dentées différentes (12 ; 13), le joint d'étanchéité
(60) s'étendant dans la région d'extrémité (61) parallèlement à la direction longitudinale
(17), le joint d'étanchéité (60) étant réalisé d'une seule pièce sur toute sa longueur,
caractérisée en ce que
le joint d'étanchéité (60) présente, dans la région du plan axial, la forme du chiffre
"3", ses portions de forme courbe entourant les axes de rotation des roues dentées
associées (12 ; 13), le joint d'étanchéité (60) séparant deux champs de pression l'un
de l'autre.
2. Machine à roues dentées selon la revendication 1, caractérisée en ce que le joint d'étanchéité (60) présente au moins dans la région d'extrémité (61) une
forme en section transversale circulaire.
3. Machine à roues dentées selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que pour chaque région d'extrémité (61) du joint d'étanchéité, une rainure de réception
(57) est prévue dans la surface extérieure radiale (55) du corps de palier associé
(50).
4. Machine à roues dentées selon la revendication 3, caractérisée en ce que la rainure de réception (57) se termine à distance (62) de la roue dentée associée
(12 ; 13).
5. Machine à roues dentées selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'entre le joint d'étanchéité (60) et le corps de palier associé (50) est prévu un élément
de support (54) qui s'étend exclusivement dans la région du plan axial le long du
joint d'étanchéité (60).
6. Machine à roues dentées selon la revendication 5, caractérisée en ce que l'élément de support (54) est pressé par la pression de l'un des deux champs de pression
contre le joint d'étanchéité associé (60).