[0001] Die Erfindung betrifft eine Luftleitvorrichtung für eine Heizeinrichtung umfassend
ein Gehäuse mit einer bedarfsweise öffenbaren Brennraumtür in einer Seitenwand des
Gehäuses, einen im Inneren des Gehäuses angeordneten und über die Brennraumtür zugänglichen
Brennraum und zumindest eine Auslassöffnung im Brennraum, über die ein Luftzuleitungskanal,
insbesondere für Sekundärluft, derart mit dem Brennraum verbunden ist, dass eine zugeführte
Luft an einer Innenseite einer transparenten Sichtscheibe in der Brennraumtür entlangströmt.
[0002] Bei modernen Heizeinrichtungen, welche in den zu beheizenden Wohn- bzw. Arbeitsräumen
aufgestellt sind, welche vorzugsweise mit Holz, insbesondere mit Pellets, Hackschnitzel
und/oder Scheitholz betrieben werden können und welche Heizeinrichtungen relativ große,
transparente Sichtscheiben vorzugsweise in der Brennraumtür der Heizeinrichtung aufweisen,
ist es bekannt, dass zur Verhinderung von Rußablagerungen auf der Innenseite der Sichtscheibe
diese Innenseite während des Verbrennungsvorgangs mit einem Luftvorhang aus Frischluft,
welche Frischluft auch als Spülluft bezeichnet wird, geschützt wird, sodass die Rußpartikel
bzw. Verbrennungsrückstände die Innenseite der Sichtscheibe nicht erreichen bzw. sich
dort ablagern können. Zu diesem Zweck ist die zumindest eine Auslassöffnung für die
Spülluft, welche Spülluft typischerweise in weiterer Folge auch als Sekundärluft für
die Aufrechterhaltung des Verbrennungsvorgangs in der Heizeinrichtung Verwendung findet,
derart im Bereich der Innenseite der Sichtscheibe angeordnet, dass die aus der zumindest
einen Auslassöffnung austretende Spülluft an der Innenseite der Sichtscheibe entlang
strömt und den schützenden Luftvorhang bildet. Jedoch kommt es bei den bekannten Spülluftsystemen
insbesondere aufgrund eines ungleichmäßigen Austritts der Spülluft aus der zumindest
einen Auslassöffnung im Brennraum in manchen Fällen immer noch zu einer Ablagerung
von Verbrennungsrückständen bzw. zu einer Schlierenbildung auf der Innenseite der
Sichtscheibe, sodass die Sichtscheibe vor allem nach einer längeren Betriebsdauer
blind wird.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Zufuhr von Spülluft
an die Innenseite der Sichtscheibe der Heizeinrichtung zu verbessern, sodass eine
Ablagerung von Verbrennungsrückständen an der Innenseite der Sichtscheibe, insbesondere
auch nach einer längeren Betriebsdauer, praktisch ausgeschlossen ist.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung wird mit einer Luftleitvorrichtung für eine Heizeinrichtung
der eingangs genannten Art gelöst, welche Luftleitvorrichtung aus einem luftundurchlässigen
Material, insbesondere Metall, gebildet ist und welche Luftleitvorrichtung anschließend
an die zumindest eine Auslassöffnung im Brennraum angeordnet ist und die zugeführte
Luft bzw. Spülluft an einer ebenen Vorderseite der Luftleitvorrichtung entlangströmt,
welche Vorderseite Vorsprünge, insbesondere Noppen, aufweist.
[0005] Auf diese Weise wird eine gleichmäßige Verteilung bzw. Vergleichmäßigung der zugeführten
Spülluft erreicht, sodass der durch die Spülluft gebildete Luftvorhang die Innenseite
der Sichtscheibe möglichst vollflächig vor einer Verschmutzung durch Verbrennungsrückstände
bzw. Rußablagerungen schützt. Die Vorsprünge an der Vorderseite der Luftleitvorrichtung
werden dabei von der zugeführten Spülluft umströmt bzw. die Spülluft tritt in den
Zwischenräumen zwischen den Vorsprüngen hindurch, bei welchem Vorgang die Spülluft
homogenisiert und gleichmäßig über die gesamte Ausdehnung der Luftleitvorrichtung
verteilt wird, sodass die Spülluft nach dem Passieren der Luftleitvorrichtung gleichmäßig
über die gesamte Breite der Luftleitvorrichtung verteilt aus dieser austritt. Darüber
hinaus kann eine solche Luftleitvorrichtung konstruktiv auf besonders einfache Art
und Weise hergestellt und in der Heizeinrichtung integriert werden.
[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindungen ergeben sich aus
den Unteransprüchen sowie aus der Beschreibung in Zusammenschau mit den Figuren.
[0007] Günstig ist es, wenn die zumindest eine Auslassöffnung in einem oberen Bereich des
Brennraums angeordnet ist und wenn bei geschlossener Brennraumtür die vorzugsweise
senkrecht orientierte Vorderseite der Luftleitvorrichtung gegenüber einer Innenseite
der Brennraumtür über der Sichtscheibe angeordnet ist. Bei einer solchen vorteilhaften
Anordnung der zumindest einen Auslassöffnung sinkt die zugeführte Spülluft grundsätzlich
von selbst aus dem oberen Bereich des Brennraums in einen unteren Bereich des Brennraums,
da die zugeführte Spülluft kälter und damit schwerer ist als die im Brennraum bereits
vorhandene, aufgeheizte Luft. Bei diesem gewissermaßen natürlichen Absinkvorgang der
zugeführten Spülluft strömt diese dabei entlang der Innenseite der Sichtscheibe und
spült diese bzw. schützt diese durch Bildung eines Luftvorhangs vor der Ablagerung
von Verbrennungsrückständen bzw. Rußpartikeln. Weiters ist die mit den Vorsprüngen
versehene Vorderseite der Luftleitvorrichtung aufgrund der Anordnung der Luftleitvorrichtung
gegenüber einer Innenseite der Brennraumtür über der Sichtscheibe und nicht etwa gegenüber
einer Innenseite der Sichtscheibe von außen durch die Sichtscheibe hindurch nicht
sichtbar und die Luftleitvorrichtung deckt somit auch keinen Teil der Sichtscheibe
ab.
[0008] Günstig ist es auch, wenn ein Abstand zwischen Spitzen- bzw. Endbereichen der Vorsprünge
und der Innenseite der Brennraumtür weniger als 1,5 cm, insbesondere weniger als 1
cm, bevorzugt ungefähr 0,5 cm beträgt. Auf diese Weise ist einerseits eine ausreichende
Vergleichmäßigung des Luftstroms sichergestellt und andererseits ist aufgrund des
verbleibenden Durchflussquerschnitts für die zugeführt Luft eine ausreichende Versorgung
der Heizeinrichtung mit Spülluft bzw. Sekundärluft sichergestellt.
[0009] Günstig ist es weiterhin, wenn die Luftleitvorrichtung am starren Teil des Gehäuses,
in welchem Teil der Brennraum untergebracht ist, fixiert ist und von der geschlossenen
Brennraumtür abgedeckt bzw. überdeckt wird. Auf diese Weise wird eine Erhöhung des
Gewichts der Brennraumtür vermieden, welche eintreten würde, wenn die Luftleitvorrichtung
an der Brennraumtür fixiert wäre. Somit wird eine erschwerte Handhabbarkeit bzw. Bedienbarkeit
der Brennraumtür aufgrund des erhöhten Gewichts vermieden. Durch die Abdeckung bzw.
Überdeckung, insbesondere der Vorderseite der Luftleitvorrichtung mit den Vorsprüngen,
durch die bei Bedarf wegbewegbare Brennraumtür wird eine einfache und schnelle Zugreifbarkeit
und damit eine einfache und schnelle Reinigung der Luftleitvorrichtung ermöglicht.
[0010] Günstig ist es zudem, wenn sich die Luftleitvorrichtung zumindest über eine gesamte
Breite der Sichtscheibe der Brennraumtür erstreckt. Auf diese Weise ist eine umfassende
bzw. vollständige Spülung der Innenseite der Sichtscheibe und damit ein vollständiger
Schutz der Innenseite der Sichtscheibe vor Ablagerungen von Verbrennungsrückständen
sichergestellt.
[0011] Vorteilhaft ist es, wenn sich die Luftleitvorrichtung zumindest über eine gesamte
Breite des Brennraums erstreckt. Damit ist neben der Bildung eines Luftvorhangs vor
der Innenseite der Sichtscheibe auch eine gleichmäßige und umfassende Zufuhr von Sekundärluft
in den Brennraum bzw. zum Brandherd sichergestellt.
[0012] Vorteilhaft ist es auch, wenn die Vorsprünge auf der Vorderseite der Luftleitvorrichtung
eine Höhe von ungefähr 0,5 cm aufweisen. Auf diese Weise ist sowohl eine ausreichende
Vergleichmäßigung des zugeführten Spülluftstroms als auch ein ausreichend großer Durchgangsquerschnitt
zur Zufuhr von genügend Spülluft bzw. Sekundärluft in den Brennraum sichergestellt.
[0013] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Vorsprünge an der Vorderseite der Luftleitvorrichtung
in zumindest drei horizontalen Reihen angeordnet sind, wobei die Vorsprünge in zwei
übereinander liegenden Reihen zueinander versetzt angeordnet sind. Mit der versetzten
Anordnung der Vorsprünge in übereinander liegenden Reihen ist insbesondere die Anordnung
eines darüber- bzw. darunterliegenden Vorsprungs genau über bzw. unter dem Zwischenraum
zwischen zwei Vorsprüngen in der darunter bzw. darüber liegenden Reihe gemeint. Auf
diese Weise ist eine besonders gute Vergleichmäßigung bzw. Vermischung der unterschiedlichen
Strömungen in der zugeführten Spülluft sichergestellt.
[0014] Vorteilhaft ist es, wenn die Vorderseite der Luftleitvorrichtung eine Höhe von ungefähr
7 cm aufweist. Auf diese Weise ist einerseits ausreichend Platz zur Anordnung der
Vorsprünge vorhanden und damit eine ausreichende Vergleichmäßigung der zugeführten
Spülluft bzw. Sekundärluft sichergestellt und andererseits wird dadurch kein zu großer
Widerstand gegenüber dem Durchfluss der Spül- bzw. Sekundärluft erzeugt.
[0015] Günstig ist es schließlich, wenn die Luftleitvorrichtung mit den Vorsprüngen aus
einem einteiligen Gussteil gebildet ist. Auf diese Weise ist eine sehr kostengünstig
herstellbare Luftleitvorrichtung geschaffen, welche darüber hinaus einen sehr stabilen
Aufbau aufweist. Dies ist besonders im Zusammenhang mit einer Anordnung der Luftleitvorrichtung
im Bereich der Brennraumtür der Heizeinrichtung von großem Vorteil, da durch die geöffnete
Brennraumtür gegebenenfalls mehr oder weniger schwere Holzscheite in den Brennraum
eingebracht werden, bei welchem Vorgang die Luftleitvorrichtung entsprechenden Kräften
ausgesetzt sein kann. Durch die stabile Ausführung der Luftleitvorrichtung werden
Beschädigungen derselben vermieden.
[0016] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0017] Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- eine perspektivische Vorderansicht der Heizeinrichtung mit geöffneter Brennraumtür;
und
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch die Heizeinrichtung mit geschlossener Brennraumtür entlang
der in Fig. 1 angedeuteten Schnittebene II.
[0018] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0019] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Heizeinrichtung 1 in Form eines Kaminofens
zur Verbrennung von Holzscheiten in einem Brennraum 2 der Heizeinrichtung 1. Grundsätzlich
ist die Erfindung bei Heizeinrichtungen 1 für unterschiedlichste Brennstoffe, wie
beispielsweise auch Pellets oder Hackschnitzel, einsetzbar.
[0020] Ein Gehäuse 3 der Heizeinrichtung 1 umfassend vier Seitenwände und eine obere und
eine untere Abschlusswand weist in einer vorderen Seitenwand 4 eine bei Bedarf über
einen Griff 5 öffenbare bzw. verriegelbare Brennraumtür 6 mit einer transparenten
Sichtscheibe 7 auf. Das Gehäuse 3 der Heizeinrichtung 1 ruht mit seiner unteren Abschlusswand
auf einer unteren Aufstandsebene 8, welche üblicherweise durch einen Fuß- oder Erdboden
gebildet ist.
[0021] Wie am besten in der Schnittdarstellung der Heizeinrichtung 1 mit geschlossener Brennraumtür
6 in Fig. 2 ersichtlich ist, bildet den unteren Abschluss des Brennraums 2 ein über
einen Hebel 9 beweglicher Drehrost 10, auf welchem das zu verbrennende Scheitholz
positioniert wird. Die bei der Verbrennung anfallende Asche bzw. andere Verbrennungsrückstände
können bei entsprechender Stellung des Drehrosts 10 in die darunter angeordnete Aschenlade
11 gelangen, welche Aschenlade 11 bei geöffneter Brennraumtür 6 aus der Heizeinrichtung
1 herausgezogen und entleert werden kann.
[0022] Die bei der Verbrennung entstehenden Rauchgase können über eine in einem oberen Bereich
12 des Brennraums 2 ausgebildete Austrittsöffnung 13 in ein nicht dargestelltes Kaminrohr
aus dem Brennraum 2 entweichen. Über eine aktive oder passive Luftregelvorrichtung
14 kann die Luftzufuhr in den Brennraum 2 gesteuert bzw. geregelt werden. Dies betrifft
im vorliegenden Ausführungsbeispiel einerseits die Zufuhr von Primärluft 15 an der
Aschenlade 11 vorbei durch den Drehrost 10 hindurch von unten an das Brennmaterial
im Brennraum 2 heran und andererseits betrifft es die Zufuhr von Sekundärluft 16 über
einen Luftzuleitungskanal 17 und durch zumindest eine Auslassöffnung 18 im oberen
Bereich 12 des Brennraums 2 hindurch im Wesentlichen von oben an das Brennmaterial
im Brennraum 2 heran.
[0023] Wie am besten in Fig. 1 ersichtlich ist, umfasst das dargestellte Ausführungsbeispiel
der Heizeinrichtung 1 drei Auslassöffnungen 18, 19, 20 zur Überleitung der Sekundärluft
16 vom Luftzuleitungskanal 17 in den Brennraum 2 der Heizeinrichtung 1. Die Menge
der zugeführten Luft bzw. der zugeführten Primärluft 15 und Sekundärluft 16 in die
Heizeinrichtung 1 kann mit einer Betätigungsvorrichtung 21 eingestellt werden.
[0024] Wie am besten in Fig. 1 ersichtlich, ist im Brennraum 2 vor bzw. unter den Auslassöffnungen
18, 19, 20 für die Spülluft bzw. Sekundärluft 16 eine Luftleitvorrichtung 22 angeordnet,
welche aus einem luftundurchlässigen Material, insbesondere Metall gebildet ist. Die
über die Auslassöffnungen 18, 19, 20 in den Brennraum 2 zugeführte Luft 23, welche
im gezeigten Ausführungsbeispiel mit der Spülluft bzw. Sekundärluft 16 ident ist,
wird an einer ebenen Vorderseite 24 der Luftleitvorrichtung 22 vorbeigeleitet, welche
ebene Vorderseite 24 mehrere Vorsprünge 25, insbesondere Noppen, aufweist. Dadurch
erfolgt eine Vergleichmäßigung bzw. Homogenisierung der zugeführten Luft 23 auf der
gesamten Breite der Luftleitvorrichtung 22. In einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform
ist die Luftleitvorrichtung 22 zusammen mit den Vorsprüngen 25 durch ein einteiliges
Gussteil gebildet.
[0025] Im gezeigten Ausführungsbeispiel erstreckt sich die Luftleitvorrichtung 22 zumindest
über eine gesamte Breite 26 des Brennraums 2, sodass eine gleichmäßige und hinreichende
Versorgung des Brennraums 2 mit Sekundärluft 16 sichergestellt ist. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel ist die Luftleitvorrichtung 22 im Übrigen breiter als der Brennraum
2 ausgeführt.
[0026] Konkret ist die Luftleitvorrichtung 22 zumindest so breit ausgeführt, dass sie sich
über eine gesamte Breite 27 der Sichtscheibe 7 der Brennraumtür 6 erstreckt. Damit
ist sichergestellt, dass der durch die Luftleitvorrichtung 22 vergleichmäßigte Spülluftvorhang
im Bereich bzw. an einer Innenseite 28 der transparenten Sichtscheibe 7 in der Brennraumtür
6 vollflächig entlangströmt und eine Verschmutzung der Innenseite 28 der Sichtscheibe
7 durch Verbrennungsrückstände vermeidet.
[0027] Wie am besten in Fig. 2 zu erkennen, ist gemäß einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform
bei einer geschlossenen Brennraumtür 6 die vorzugsweise senkrecht orientierte Vorderseite
24 der Luftleitvorrichtung 22 mit den Vorsprüngen 25 gegenüber einer Innenseite 29
der Brennraumtür 6 in einem Bereich über der Sichtscheibe 7 angeordnet. Dadurch wird
bei geschlossener Brennraumtür 6 zwischen der Innenseite 29 der Brennraumtür 6 und
der Vorderseite 24 der Luftleitvorrichtung 22 ein Durchgangskanal 30 für die zugeführte
Luft 23 gebildet, in welchem Durchgangskanal 30 die Vorsprünge 25 für eine Vermischung
bzw. Vergleichmäßigung der zugeführten Luft 23 sorgen.
[0028] Besonders zweckmäßig ist es auch, die Sichtscheibe insbesondere möglichst flach bzw.
eben auszubilden und die Innenseite 28 der Sichtscheibe 7 möglichst in einer direkten
bzw. vertikalen Linie nach bzw. unter dem Durchgangskanal 30 anzuordnen, sodass die
aus dem Durchgangskanal 30 austretende, vergleichmäßigte Spül- bzw. Sekundärluft 16
möglichst nahe an der Innenseite 28 der Sichtscheibe 7 entlangströmt.
[0029] Gemäß einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform beträgt ein Abstand 31 zwischen
Spitzen- bzw. Endbereichen 32 der Vorsprünge 25 und der Innenseite 29 der Brennraumtür
6 bei geschlossener Brennraumtür 6 weniger als 1,5 cm, insbesondere weniger als 1
cm, bevorzugt ungefähr 0,5 cm.
[0030] Überdies ist es besonders zweckmäßig, die Luftleitvorrichtung 22 am starren Teil
des Gehäuses 3, genauer gesagt an einem vorderen Mantelabschnitt des Gehäuses 3, in
welchem Teil des Gehäuses 3 der Brennraum 2 untergebracht ist, zu fixieren und derart
anzuordnen, dass die geschlossene Brennraumtür 6 die Luftleitvorrichtung 22 abdeckt
bzw. überdeckt.
[0031] Im gezeigten Ausführungsbeispiel weisen die Vorsprünge 25 auf der Vorderseite 24
der Luftleitvorrichtung 22 eine Höhe 33 von ungefähr 0,5 cm auf. Weiters sind die
Vorsprünge 25 an der Vorderseite 24 der Luftleitvorrichtung 22 in drei horizontalen
Reihen angeordnet, wobei die Vorsprünge 25 in zwei übereinander liegenden Reihen zueinander
"auf Lücke" versetzt angeordnet sind.
[0032] Gemäß einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform weist die Vorderseite 24 der Luftleitvorrichtung
22 eine Höhe 34 von ungefähr 7 cm auf.
[0033] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus der Heizeinrichtung () diese bzw. deren Bestandteile teilweise unmaßstäblich
und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
[0034] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mit umfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze
1 und der oberen Grenze 10 mitumfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereich beginnen mit
einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder
weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1 oder 5,5 bis 10.
[0035] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten der Heizeinrichtung,
wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten
Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen
der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit
aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können
des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt. Es sind also auch sämtliche
denkbaren Ausführungsvarianten, die durch Kombinationen einzelner Details der dargestellten
und beschriebenen Ausführungsvariante möglich sind, vom Schutzumfang mit umfasst.
Weiters können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und
beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische
oder erfindungsgemäße Lösungen darstellen.
[0036] Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der
Beschreibung entnommen werden.
[0037] Vor allem können die einzelnen in den Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungen den Gegenstand
von eigenständigen, erfindungsgemäßen Lösungen bilden. Die diesbezüglichen, erfindungsgemäßen
Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen dieser Figuren zu entnehmen.
Bezugszeichenaufstellung
[0038]
1 |
Heizeinrichtung |
2 |
Brennraum |
3 |
Gehäuse |
4 |
Seitenwand |
5 |
Griff |
|
|
6 |
Brennraumtür |
7 |
Sichtscheibe |
8 |
Aufstandsebene |
9 |
Hebel |
|
10 Drehrost |
|
|
11 |
Aschenlade |
12 |
Oberer Bereich |
13 |
Austrittsöffnung |
14 |
Luftregelvorrichtung |
15 |
Primärluft |
|
|
16 |
Sekundärluft |
17 |
Luftzuleitungskanal |
18 |
Auslassöffnung |
19 |
Auslassöffnung |
20 |
Auslassöffnung |
|
|
21 |
Betätigungsvorrichtung |
22 |
Luftleitvorrichtung |
23 |
Zugeführte Luft |
24 |
Vorderseite |
25 |
Vorsprünge |
|
|
26 |
Breite |
27 |
Breite |
28 |
Innenseite |
29 |
Innenseite |
30 |
Durchgangskanal |
|
|
31 |
Abstand |
32 |
Endbereiche |
33 |
Höhe |
34 |
Höhe |
1. Luftleitvorrichtung (22) für eine Heizeinrichtung (1) umfassend ein Gehäuse (3) mit
einer bedarfsweise öffenbaren Brennraumtür (6) in einer Seitenwand (4) des Gehäuses
(3), einen im Inneren des Gehäuses (3) angeordneten und über die Brennraumtür (6)
zugänglichen Brennraum (2) und zumindest eine Auslassöffnung (18, 19, 20) im Brennraum
(2), über die ein Luftzuleitungskanal (17), insbesondere für Sekundärluft (16), derart
mit dem Brennraum (2) verbunden ist, dass eine zugeführte Luft (23) an einer Innenseite
(28) einer transparenten Sichtscheibe (7) in der Brennraumtür (6) entlangströmt, dadurch gekennzeichnet, dass die aus einem luftundurchlässigen Material, insbesondere Metall, gebildete Luftleitvorrichtung
(22) anschließend an die zumindest eine Auslassöffnung (18, 19, 20) im Brennraum (2)
angeordnet ist und die zugeführte Luft (23) an einer ebenen Vorderseite (24) der Luftleitvorrichtung
(22) entlangströmt, welche Vorderseite (24) Vorsprünge (25), insbesondere Noppen,
aufweist.
2. Luftleitvorrichtung (22) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Auslassöffnung (18, 19, 20) in einem oberen Bereich (12) des Brennraums
(2) angeordnet ist und dass bei geschlossener Brennraumtür (6) die vorzugsweise senkrecht
orientierte Vorderseite (24) der Luftleitvorrichtung (22) gegenüber einer Innenseite
(29) der Brennraumtür (6) über der Sichtscheibe (7) angeordnet ist.
3. Luftleitvorrichtung (22) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstand (31) zwischen Spitzen- bzw. Endbereichen (32) der Vorsprünge (25) und
der Innenseite (29) der Brennraumtür (6) weniger als 1,5 cm, insbesondere weniger
als 1 cm, bevorzugt ungefähr 0,5 cm beträgt.
4. Luftleitvorrichtung (22) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftleitvorrichtung (22) am starren Teil des Gehäuses (3), in welchem Teil der
Brennraum (2) untergebracht ist, fixiert ist und von der geschlossenen Brennraumtür
(6) abgedeckt bzw. überdeckt wird.
5. Luftleitvorrichtung (22) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Luftleitvorrichtung (22) zumindest über eine gesamte Breite (27) der Sichtscheibe
(7) der Brennraumtür (6) erstreckt.
6. Luftleitvorrichtung (22) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Luftleitvorrichtung (22) zumindest über eine gesamte Breite (26) des Brennraums
(2) erstreckt.
7. Luftleitvorrichtung (22) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (25) auf der Vorderseite (24) der Luftleitvorrichtung (22) eine Höhe
(33) von ungefähr 0,5 cm aufweisen.
8. Luftleitvorrichtung (22) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (25) an der Vorderseite (24) der Luftleitvorrichtung (22) in zumindest
drei horizontalen Reihen angeordnet sind, wobei die Vorsprünge (25) in zwei übereinander
angeordneten Reihen zueinander versetzt angeordnet sind.
9. Luftleitvorrichtung (22) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderseite (24) der Luftleitvorrichtung (22) eine Höhe (34) von ungefähr 7 cm
aufweist.
10. Luftleitvorrichtung (22) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftleitvorrichtung (22) aus einem einteiligen Gussteil gebildet ist.