(19)
(11) EP 2 657 612 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
30.10.2013  Patentblatt  2013/44

(21) Anmeldenummer: 13165105.1

(22) Anmeldetag:  24.04.2013
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F24B 5/02(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 27.04.2012 AT 5122012

(71) Anmelder: Riener, Karl Stefan
4563 Micheldorf (AT)

(72) Erfinder:
  • Riener, Karl Stefan
    4563 Micheldorf (AT)

(74) Vertreter: Burger, Hannes 
Anwälte Burger & Partner Rechtsanwalt GmbH Rosenauerweg 16
4580 Windischgarsten
4580 Windischgarsten (AT)

   


(54) Luftleitvorrichtung für eine Heizeinrichtung


(57) Die Erfindung betrifft eine Luftleitvorrichtung (22) für eine Heizeinrichtung (1) umfassend ein Gehäuse (3) mit einer Brennraumtür (6), einen über die Brennraumtür (6) zugänglichen Brennraum (2) und zumindest eine Auslassöffnung (18, 19, 20) im Brennraum (2), über die ein Luftzuleitungskanal derart mit dem Brennraum (2) verbunden ist, dass eine zugeführte Luft an einer Innenseite (28) einer Sichtscheibe (7) in der Brennraumtür (6) entlangströmt. Wesentlich ist dabei, dass die aus einem luftundurchlässigen Material, insbesondere Metall, gebildete Luftleitvorrichtung (22) anschließend an die zumindest eine Auslassöffnung (18, 19, 20) im Brennraum (2) angeordnet ist und die zugeführte Luft (23) an einer ebenen Vorderseite (24) der Luftleitvorrichtung (22) entlangströmt, welche Vorderseite (24) Vorsprünge (25), insbesondere Noppen, aufweist. Dadurch ist eine Luftleitvorrichtung (22) für eine Heizeinrichtung (1) geschaffen, welche die Zufuhr von Spülluft an die Innenseite (28) der Sichtscheibe (7) der Heizeinrichtung (1) verbessert, sodass eine Ablagerung von Verbrennungsrückständen an der Innenseite (28) der Sichtscheibe (7), insbesondere auch nach einer längeren Betriebsdauer, praktisch ausgeschlossen ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Luftleitvorrichtung für eine Heizeinrichtung umfassend ein Gehäuse mit einer bedarfsweise öffenbaren Brennraumtür in einer Seitenwand des Gehäuses, einen im Inneren des Gehäuses angeordneten und über die Brennraumtür zugänglichen Brennraum und zumindest eine Auslassöffnung im Brennraum, über die ein Luftzuleitungskanal, insbesondere für Sekundärluft, derart mit dem Brennraum verbunden ist, dass eine zugeführte Luft an einer Innenseite einer transparenten Sichtscheibe in der Brennraumtür entlangströmt.

[0002] Bei modernen Heizeinrichtungen, welche in den zu beheizenden Wohn- bzw. Arbeitsräumen aufgestellt sind, welche vorzugsweise mit Holz, insbesondere mit Pellets, Hackschnitzel und/oder Scheitholz betrieben werden können und welche Heizeinrichtungen relativ große, transparente Sichtscheiben vorzugsweise in der Brennraumtür der Heizeinrichtung aufweisen, ist es bekannt, dass zur Verhinderung von Rußablagerungen auf der Innenseite der Sichtscheibe diese Innenseite während des Verbrennungsvorgangs mit einem Luftvorhang aus Frischluft, welche Frischluft auch als Spülluft bezeichnet wird, geschützt wird, sodass die Rußpartikel bzw. Verbrennungsrückstände die Innenseite der Sichtscheibe nicht erreichen bzw. sich dort ablagern können. Zu diesem Zweck ist die zumindest eine Auslassöffnung für die Spülluft, welche Spülluft typischerweise in weiterer Folge auch als Sekundärluft für die Aufrechterhaltung des Verbrennungsvorgangs in der Heizeinrichtung Verwendung findet, derart im Bereich der Innenseite der Sichtscheibe angeordnet, dass die aus der zumindest einen Auslassöffnung austretende Spülluft an der Innenseite der Sichtscheibe entlang strömt und den schützenden Luftvorhang bildet. Jedoch kommt es bei den bekannten Spülluftsystemen insbesondere aufgrund eines ungleichmäßigen Austritts der Spülluft aus der zumindest einen Auslassöffnung im Brennraum in manchen Fällen immer noch zu einer Ablagerung von Verbrennungsrückständen bzw. zu einer Schlierenbildung auf der Innenseite der Sichtscheibe, sodass die Sichtscheibe vor allem nach einer längeren Betriebsdauer blind wird.

[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Zufuhr von Spülluft an die Innenseite der Sichtscheibe der Heizeinrichtung zu verbessern, sodass eine Ablagerung von Verbrennungsrückständen an der Innenseite der Sichtscheibe, insbesondere auch nach einer längeren Betriebsdauer, praktisch ausgeschlossen ist.

[0004] Die Aufgabe der Erfindung wird mit einer Luftleitvorrichtung für eine Heizeinrichtung der eingangs genannten Art gelöst, welche Luftleitvorrichtung aus einem luftundurchlässigen Material, insbesondere Metall, gebildet ist und welche Luftleitvorrichtung anschließend an die zumindest eine Auslassöffnung im Brennraum angeordnet ist und die zugeführte Luft bzw. Spülluft an einer ebenen Vorderseite der Luftleitvorrichtung entlangströmt, welche Vorderseite Vorsprünge, insbesondere Noppen, aufweist.

[0005] Auf diese Weise wird eine gleichmäßige Verteilung bzw. Vergleichmäßigung der zugeführten Spülluft erreicht, sodass der durch die Spülluft gebildete Luftvorhang die Innenseite der Sichtscheibe möglichst vollflächig vor einer Verschmutzung durch Verbrennungsrückstände bzw. Rußablagerungen schützt. Die Vorsprünge an der Vorderseite der Luftleitvorrichtung werden dabei von der zugeführten Spülluft umströmt bzw. die Spülluft tritt in den Zwischenräumen zwischen den Vorsprüngen hindurch, bei welchem Vorgang die Spülluft homogenisiert und gleichmäßig über die gesamte Ausdehnung der Luftleitvorrichtung verteilt wird, sodass die Spülluft nach dem Passieren der Luftleitvorrichtung gleichmäßig über die gesamte Breite der Luftleitvorrichtung verteilt aus dieser austritt. Darüber hinaus kann eine solche Luftleitvorrichtung konstruktiv auf besonders einfache Art und Weise hergestellt und in der Heizeinrichtung integriert werden.

[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindungen ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie aus der Beschreibung in Zusammenschau mit den Figuren.

[0007] Günstig ist es, wenn die zumindest eine Auslassöffnung in einem oberen Bereich des Brennraums angeordnet ist und wenn bei geschlossener Brennraumtür die vorzugsweise senkrecht orientierte Vorderseite der Luftleitvorrichtung gegenüber einer Innenseite der Brennraumtür über der Sichtscheibe angeordnet ist. Bei einer solchen vorteilhaften Anordnung der zumindest einen Auslassöffnung sinkt die zugeführte Spülluft grundsätzlich von selbst aus dem oberen Bereich des Brennraums in einen unteren Bereich des Brennraums, da die zugeführte Spülluft kälter und damit schwerer ist als die im Brennraum bereits vorhandene, aufgeheizte Luft. Bei diesem gewissermaßen natürlichen Absinkvorgang der zugeführten Spülluft strömt diese dabei entlang der Innenseite der Sichtscheibe und spült diese bzw. schützt diese durch Bildung eines Luftvorhangs vor der Ablagerung von Verbrennungsrückständen bzw. Rußpartikeln. Weiters ist die mit den Vorsprüngen versehene Vorderseite der Luftleitvorrichtung aufgrund der Anordnung der Luftleitvorrichtung gegenüber einer Innenseite der Brennraumtür über der Sichtscheibe und nicht etwa gegenüber einer Innenseite der Sichtscheibe von außen durch die Sichtscheibe hindurch nicht sichtbar und die Luftleitvorrichtung deckt somit auch keinen Teil der Sichtscheibe ab.

[0008] Günstig ist es auch, wenn ein Abstand zwischen Spitzen- bzw. Endbereichen der Vorsprünge und der Innenseite der Brennraumtür weniger als 1,5 cm, insbesondere weniger als 1 cm, bevorzugt ungefähr 0,5 cm beträgt. Auf diese Weise ist einerseits eine ausreichende Vergleichmäßigung des Luftstroms sichergestellt und andererseits ist aufgrund des verbleibenden Durchflussquerschnitts für die zugeführt Luft eine ausreichende Versorgung der Heizeinrichtung mit Spülluft bzw. Sekundärluft sichergestellt.

[0009] Günstig ist es weiterhin, wenn die Luftleitvorrichtung am starren Teil des Gehäuses, in welchem Teil der Brennraum untergebracht ist, fixiert ist und von der geschlossenen Brennraumtür abgedeckt bzw. überdeckt wird. Auf diese Weise wird eine Erhöhung des Gewichts der Brennraumtür vermieden, welche eintreten würde, wenn die Luftleitvorrichtung an der Brennraumtür fixiert wäre. Somit wird eine erschwerte Handhabbarkeit bzw. Bedienbarkeit der Brennraumtür aufgrund des erhöhten Gewichts vermieden. Durch die Abdeckung bzw. Überdeckung, insbesondere der Vorderseite der Luftleitvorrichtung mit den Vorsprüngen, durch die bei Bedarf wegbewegbare Brennraumtür wird eine einfache und schnelle Zugreifbarkeit und damit eine einfache und schnelle Reinigung der Luftleitvorrichtung ermöglicht.

[0010] Günstig ist es zudem, wenn sich die Luftleitvorrichtung zumindest über eine gesamte Breite der Sichtscheibe der Brennraumtür erstreckt. Auf diese Weise ist eine umfassende bzw. vollständige Spülung der Innenseite der Sichtscheibe und damit ein vollständiger Schutz der Innenseite der Sichtscheibe vor Ablagerungen von Verbrennungsrückständen sichergestellt.

[0011] Vorteilhaft ist es, wenn sich die Luftleitvorrichtung zumindest über eine gesamte Breite des Brennraums erstreckt. Damit ist neben der Bildung eines Luftvorhangs vor der Innenseite der Sichtscheibe auch eine gleichmäßige und umfassende Zufuhr von Sekundärluft in den Brennraum bzw. zum Brandherd sichergestellt.

[0012] Vorteilhaft ist es auch, wenn die Vorsprünge auf der Vorderseite der Luftleitvorrichtung eine Höhe von ungefähr 0,5 cm aufweisen. Auf diese Weise ist sowohl eine ausreichende Vergleichmäßigung des zugeführten Spülluftstroms als auch ein ausreichend großer Durchgangsquerschnitt zur Zufuhr von genügend Spülluft bzw. Sekundärluft in den Brennraum sichergestellt.

[0013] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Vorsprünge an der Vorderseite der Luftleitvorrichtung in zumindest drei horizontalen Reihen angeordnet sind, wobei die Vorsprünge in zwei übereinander liegenden Reihen zueinander versetzt angeordnet sind. Mit der versetzten Anordnung der Vorsprünge in übereinander liegenden Reihen ist insbesondere die Anordnung eines darüber- bzw. darunterliegenden Vorsprungs genau über bzw. unter dem Zwischenraum zwischen zwei Vorsprüngen in der darunter bzw. darüber liegenden Reihe gemeint. Auf diese Weise ist eine besonders gute Vergleichmäßigung bzw. Vermischung der unterschiedlichen Strömungen in der zugeführten Spülluft sichergestellt.

[0014] Vorteilhaft ist es, wenn die Vorderseite der Luftleitvorrichtung eine Höhe von ungefähr 7 cm aufweist. Auf diese Weise ist einerseits ausreichend Platz zur Anordnung der Vorsprünge vorhanden und damit eine ausreichende Vergleichmäßigung der zugeführten Spülluft bzw. Sekundärluft sichergestellt und andererseits wird dadurch kein zu großer Widerstand gegenüber dem Durchfluss der Spül- bzw. Sekundärluft erzeugt.

[0015] Günstig ist es schließlich, wenn die Luftleitvorrichtung mit den Vorsprüngen aus einem einteiligen Gussteil gebildet ist. Auf diese Weise ist eine sehr kostengünstig herstellbare Luftleitvorrichtung geschaffen, welche darüber hinaus einen sehr stabilen Aufbau aufweist. Dies ist besonders im Zusammenhang mit einer Anordnung der Luftleitvorrichtung im Bereich der Brennraumtür der Heizeinrichtung von großem Vorteil, da durch die geöffnete Brennraumtür gegebenenfalls mehr oder weniger schwere Holzscheite in den Brennraum eingebracht werden, bei welchem Vorgang die Luftleitvorrichtung entsprechenden Kräften ausgesetzt sein kann. Durch die stabile Ausführung der Luftleitvorrichtung werden Beschädigungen derselben vermieden.

[0016] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.

[0017] Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
Fig. 1
eine perspektivische Vorderansicht der Heizeinrichtung mit geöffneter Brennraumtür; und
Fig. 2
einen Querschnitt durch die Heizeinrichtung mit geschlossener Brennraumtür entlang der in Fig. 1 angedeuteten Schnittebene II.


[0018] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.

[0019] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Heizeinrichtung 1 in Form eines Kaminofens zur Verbrennung von Holzscheiten in einem Brennraum 2 der Heizeinrichtung 1. Grundsätzlich ist die Erfindung bei Heizeinrichtungen 1 für unterschiedlichste Brennstoffe, wie beispielsweise auch Pellets oder Hackschnitzel, einsetzbar.

[0020] Ein Gehäuse 3 der Heizeinrichtung 1 umfassend vier Seitenwände und eine obere und eine untere Abschlusswand weist in einer vorderen Seitenwand 4 eine bei Bedarf über einen Griff 5 öffenbare bzw. verriegelbare Brennraumtür 6 mit einer transparenten Sichtscheibe 7 auf. Das Gehäuse 3 der Heizeinrichtung 1 ruht mit seiner unteren Abschlusswand auf einer unteren Aufstandsebene 8, welche üblicherweise durch einen Fuß- oder Erdboden gebildet ist.

[0021] Wie am besten in der Schnittdarstellung der Heizeinrichtung 1 mit geschlossener Brennraumtür 6 in Fig. 2 ersichtlich ist, bildet den unteren Abschluss des Brennraums 2 ein über einen Hebel 9 beweglicher Drehrost 10, auf welchem das zu verbrennende Scheitholz positioniert wird. Die bei der Verbrennung anfallende Asche bzw. andere Verbrennungsrückstände können bei entsprechender Stellung des Drehrosts 10 in die darunter angeordnete Aschenlade 11 gelangen, welche Aschenlade 11 bei geöffneter Brennraumtür 6 aus der Heizeinrichtung 1 herausgezogen und entleert werden kann.

[0022] Die bei der Verbrennung entstehenden Rauchgase können über eine in einem oberen Bereich 12 des Brennraums 2 ausgebildete Austrittsöffnung 13 in ein nicht dargestelltes Kaminrohr aus dem Brennraum 2 entweichen. Über eine aktive oder passive Luftregelvorrichtung 14 kann die Luftzufuhr in den Brennraum 2 gesteuert bzw. geregelt werden. Dies betrifft im vorliegenden Ausführungsbeispiel einerseits die Zufuhr von Primärluft 15 an der Aschenlade 11 vorbei durch den Drehrost 10 hindurch von unten an das Brennmaterial im Brennraum 2 heran und andererseits betrifft es die Zufuhr von Sekundärluft 16 über einen Luftzuleitungskanal 17 und durch zumindest eine Auslassöffnung 18 im oberen Bereich 12 des Brennraums 2 hindurch im Wesentlichen von oben an das Brennmaterial im Brennraum 2 heran.

[0023] Wie am besten in Fig. 1 ersichtlich ist, umfasst das dargestellte Ausführungsbeispiel der Heizeinrichtung 1 drei Auslassöffnungen 18, 19, 20 zur Überleitung der Sekundärluft 16 vom Luftzuleitungskanal 17 in den Brennraum 2 der Heizeinrichtung 1. Die Menge der zugeführten Luft bzw. der zugeführten Primärluft 15 und Sekundärluft 16 in die Heizeinrichtung 1 kann mit einer Betätigungsvorrichtung 21 eingestellt werden.

[0024] Wie am besten in Fig. 1 ersichtlich, ist im Brennraum 2 vor bzw. unter den Auslassöffnungen 18, 19, 20 für die Spülluft bzw. Sekundärluft 16 eine Luftleitvorrichtung 22 angeordnet, welche aus einem luftundurchlässigen Material, insbesondere Metall gebildet ist. Die über die Auslassöffnungen 18, 19, 20 in den Brennraum 2 zugeführte Luft 23, welche im gezeigten Ausführungsbeispiel mit der Spülluft bzw. Sekundärluft 16 ident ist, wird an einer ebenen Vorderseite 24 der Luftleitvorrichtung 22 vorbeigeleitet, welche ebene Vorderseite 24 mehrere Vorsprünge 25, insbesondere Noppen, aufweist. Dadurch erfolgt eine Vergleichmäßigung bzw. Homogenisierung der zugeführten Luft 23 auf der gesamten Breite der Luftleitvorrichtung 22. In einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform ist die Luftleitvorrichtung 22 zusammen mit den Vorsprüngen 25 durch ein einteiliges Gussteil gebildet.

[0025] Im gezeigten Ausführungsbeispiel erstreckt sich die Luftleitvorrichtung 22 zumindest über eine gesamte Breite 26 des Brennraums 2, sodass eine gleichmäßige und hinreichende Versorgung des Brennraums 2 mit Sekundärluft 16 sichergestellt ist. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Luftleitvorrichtung 22 im Übrigen breiter als der Brennraum 2 ausgeführt.

[0026] Konkret ist die Luftleitvorrichtung 22 zumindest so breit ausgeführt, dass sie sich über eine gesamte Breite 27 der Sichtscheibe 7 der Brennraumtür 6 erstreckt. Damit ist sichergestellt, dass der durch die Luftleitvorrichtung 22 vergleichmäßigte Spülluftvorhang im Bereich bzw. an einer Innenseite 28 der transparenten Sichtscheibe 7 in der Brennraumtür 6 vollflächig entlangströmt und eine Verschmutzung der Innenseite 28 der Sichtscheibe 7 durch Verbrennungsrückstände vermeidet.

[0027] Wie am besten in Fig. 2 zu erkennen, ist gemäß einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform bei einer geschlossenen Brennraumtür 6 die vorzugsweise senkrecht orientierte Vorderseite 24 der Luftleitvorrichtung 22 mit den Vorsprüngen 25 gegenüber einer Innenseite 29 der Brennraumtür 6 in einem Bereich über der Sichtscheibe 7 angeordnet. Dadurch wird bei geschlossener Brennraumtür 6 zwischen der Innenseite 29 der Brennraumtür 6 und der Vorderseite 24 der Luftleitvorrichtung 22 ein Durchgangskanal 30 für die zugeführte Luft 23 gebildet, in welchem Durchgangskanal 30 die Vorsprünge 25 für eine Vermischung bzw. Vergleichmäßigung der zugeführten Luft 23 sorgen.

[0028] Besonders zweckmäßig ist es auch, die Sichtscheibe insbesondere möglichst flach bzw. eben auszubilden und die Innenseite 28 der Sichtscheibe 7 möglichst in einer direkten bzw. vertikalen Linie nach bzw. unter dem Durchgangskanal 30 anzuordnen, sodass die aus dem Durchgangskanal 30 austretende, vergleichmäßigte Spül- bzw. Sekundärluft 16 möglichst nahe an der Innenseite 28 der Sichtscheibe 7 entlangströmt.

[0029] Gemäß einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform beträgt ein Abstand 31 zwischen Spitzen- bzw. Endbereichen 32 der Vorsprünge 25 und der Innenseite 29 der Brennraumtür 6 bei geschlossener Brennraumtür 6 weniger als 1,5 cm, insbesondere weniger als 1 cm, bevorzugt ungefähr 0,5 cm.

[0030] Überdies ist es besonders zweckmäßig, die Luftleitvorrichtung 22 am starren Teil des Gehäuses 3, genauer gesagt an einem vorderen Mantelabschnitt des Gehäuses 3, in welchem Teil des Gehäuses 3 der Brennraum 2 untergebracht ist, zu fixieren und derart anzuordnen, dass die geschlossene Brennraumtür 6 die Luftleitvorrichtung 22 abdeckt bzw. überdeckt.

[0031] Im gezeigten Ausführungsbeispiel weisen die Vorsprünge 25 auf der Vorderseite 24 der Luftleitvorrichtung 22 eine Höhe 33 von ungefähr 0,5 cm auf. Weiters sind die Vorsprünge 25 an der Vorderseite 24 der Luftleitvorrichtung 22 in drei horizontalen Reihen angeordnet, wobei die Vorsprünge 25 in zwei übereinander liegenden Reihen zueinander "auf Lücke" versetzt angeordnet sind.

[0032] Gemäß einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform weist die Vorderseite 24 der Luftleitvorrichtung 22 eine Höhe 34 von ungefähr 7 cm auf.

[0033] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus der Heizeinrichtung () diese bzw. deren Bestandteile teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.

[0034] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen, dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mit umfassen, z.B. ist die Angabe 1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze 1 und der oberen Grenze 10 mitumfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereich beginnen mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1 oder 5,5 bis 10.

[0035] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten der Heizeinrichtung, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt. Es sind also auch sämtliche denkbaren Ausführungsvarianten, die durch Kombinationen einzelner Details der dargestellten und beschriebenen Ausführungsvariante möglich sind, vom Schutzumfang mit umfasst. Weiters können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder erfindungsgemäße Lösungen darstellen.

[0036] Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen werden.

[0037] Vor allem können die einzelnen in den Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungen den Gegenstand von eigenständigen, erfindungsgemäßen Lösungen bilden. Die diesbezüglichen, erfindungsgemäßen Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen dieser Figuren zu entnehmen.

Bezugszeichenaufstellung



[0038] 
1 Heizeinrichtung
2 Brennraum
3 Gehäuse
4 Seitenwand
5 Griff
   
6 Brennraumtür
7 Sichtscheibe
8 Aufstandsebene
9 Hebel
  10 Drehrost
   
11 Aschenlade
12 Oberer Bereich
13 Austrittsöffnung
14 Luftregelvorrichtung
15 Primärluft
   
16 Sekundärluft
17 Luftzuleitungskanal
18 Auslassöffnung
19 Auslassöffnung
20 Auslassöffnung
   
21 Betätigungsvorrichtung
22 Luftleitvorrichtung
23 Zugeführte Luft
24 Vorderseite
25 Vorsprünge
   
26 Breite
27 Breite
28 Innenseite
29 Innenseite
30 Durchgangskanal
   
31 Abstand
32 Endbereiche
33 Höhe
34 Höhe



Ansprüche

1. Luftleitvorrichtung (22) für eine Heizeinrichtung (1) umfassend ein Gehäuse (3) mit einer bedarfsweise öffenbaren Brennraumtür (6) in einer Seitenwand (4) des Gehäuses (3), einen im Inneren des Gehäuses (3) angeordneten und über die Brennraumtür (6) zugänglichen Brennraum (2) und zumindest eine Auslassöffnung (18, 19, 20) im Brennraum (2), über die ein Luftzuleitungskanal (17), insbesondere für Sekundärluft (16), derart mit dem Brennraum (2) verbunden ist, dass eine zugeführte Luft (23) an einer Innenseite (28) einer transparenten Sichtscheibe (7) in der Brennraumtür (6) entlangströmt, dadurch gekennzeichnet, dass die aus einem luftundurchlässigen Material, insbesondere Metall, gebildete Luftleitvorrichtung (22) anschließend an die zumindest eine Auslassöffnung (18, 19, 20) im Brennraum (2) angeordnet ist und die zugeführte Luft (23) an einer ebenen Vorderseite (24) der Luftleitvorrichtung (22) entlangströmt, welche Vorderseite (24) Vorsprünge (25), insbesondere Noppen, aufweist.
 
2. Luftleitvorrichtung (22) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Auslassöffnung (18, 19, 20) in einem oberen Bereich (12) des Brennraums (2) angeordnet ist und dass bei geschlossener Brennraumtür (6) die vorzugsweise senkrecht orientierte Vorderseite (24) der Luftleitvorrichtung (22) gegenüber einer Innenseite (29) der Brennraumtür (6) über der Sichtscheibe (7) angeordnet ist.
 
3. Luftleitvorrichtung (22) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstand (31) zwischen Spitzen- bzw. Endbereichen (32) der Vorsprünge (25) und der Innenseite (29) der Brennraumtür (6) weniger als 1,5 cm, insbesondere weniger als 1 cm, bevorzugt ungefähr 0,5 cm beträgt.
 
4. Luftleitvorrichtung (22) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftleitvorrichtung (22) am starren Teil des Gehäuses (3), in welchem Teil der Brennraum (2) untergebracht ist, fixiert ist und von der geschlossenen Brennraumtür (6) abgedeckt bzw. überdeckt wird.
 
5. Luftleitvorrichtung (22) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Luftleitvorrichtung (22) zumindest über eine gesamte Breite (27) der Sichtscheibe (7) der Brennraumtür (6) erstreckt.
 
6. Luftleitvorrichtung (22) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Luftleitvorrichtung (22) zumindest über eine gesamte Breite (26) des Brennraums (2) erstreckt.
 
7. Luftleitvorrichtung (22) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (25) auf der Vorderseite (24) der Luftleitvorrichtung (22) eine Höhe (33) von ungefähr 0,5 cm aufweisen.
 
8. Luftleitvorrichtung (22) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (25) an der Vorderseite (24) der Luftleitvorrichtung (22) in zumindest drei horizontalen Reihen angeordnet sind, wobei die Vorsprünge (25) in zwei übereinander angeordneten Reihen zueinander versetzt angeordnet sind.
 
9. Luftleitvorrichtung (22) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderseite (24) der Luftleitvorrichtung (22) eine Höhe (34) von ungefähr 7 cm aufweist.
 
10. Luftleitvorrichtung (22) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftleitvorrichtung (22) aus einem einteiligen Gussteil gebildet ist.
 




Zeichnung