[0001] Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung beziehen sich auf Trinkbehälter zur Verwendung
unter Wasser und insbesondere auf eine Vorrichtungen und ein Verfahren zum Bereitstellen
von trinkbaren Flüssigkeiten.
[0002] Sowohl für Berufstaucher als auch Hobbytaucher ist die Versorgung mit Flüssigkeit,
vor allem während langer Tauchgänge, sehr wichtig, da es leicht zur Dehydration kommen
kann. Durch die motorische Eingeschränktheit unter Wasser und eine mögliche Vermischung
mit dem umgebenden Salz- oder Süßwasser gestaltet sich die Verwendung von herkömmlichen
Trinkflaschen als äußerst schwierig.
[0003] Ein Beispiel für herkömmliche Trinkflaschen, die unter Wasser verwendet werden, sind
verformbare Kunststofftrinkblasen, bei denen unter manuellen Händedruck die Flüssigkeit
über einen Schlauch in den Mund des Tauchers gepresst wird. Dies ist jedoch unter
Wasser ein schwieriges Unterfangen.
[0004] Dokument
US 2005/0072422 wird als nächstliegender Stand der Technik betrachtet und offenbart den Oberbegriff
der Anspüche 1 und 12.
[0005] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtungen zum Bereitstellen
von trinkbaren Flüssigkeiten zu schaffen, die eine einfache Handhabung ermöglicht.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1, 10 oder 14 oder
ein Verfahren gemäß Anspruch 19.
[0007] Ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung schafft eine Vorrichtung zum Bereitstellen
einer trinkbaren Flüssigkeit, die einen Druckbehälter, einen Druckminderer und ein
Ventil umfasst. Der Druckbehälter ist ausgelegt, um einen unter Druck verformbaren
Flüssigkeitsbehälter in einem Innenraum aufzunehmen. Der Druckminderer ist ausgelegt,
um eine Flüssigkeit, die mit einem ersten Druck an einem ersten Anschluss des Druckminderers
anliegt, mit einem zweiten Druck an einen zweiten Anschluss des Druckminderers bereitzustellen.
Dabei ist der erste Druck höher als der zweite Druck. Des weiteren ist der Druckminderer
angeordnet, so dass der erste Anschluss des Druckminderers mit einem unter Druck verformbaren
Flüssigkeitsbehälter im Innenraum des Druckbehälters verbindbar ist und der zweite
Anschluss des Druckminderers von außerhalb des Druckbehälters zugänglich ist. Das
Ventil ermöglicht ein Befüllen zumindest eines Teils eines nach Aufnahme eines unter
Druck verformbaren Flüssigkeitsbehälters verbleibenden Teils des Innenraums des Druckbehälters
mit einem Gas mit einem Überdruck so dass eine Flüssigkeit in einem unter Druck verformbaren
Flüssigkeitsbehälter mit dem ersten Druck an dem Druckminderer anliegt.
[0008] Ein weiteres Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung schafft eine Vorrichtung zum
Bereitstellen einer trinkbaren Flüssigkeit unter Wasser, die einen Flüssigkeitsbehälter
und einen Druckminderer umfasst. Der Flüssigkeitsbehälter besteht zumindest teilweise
aus elastischem Material und ist ausgelegt, um mit einer trinkbaren Flüssigkeit befüllt
zu werden, so dass das elastische Material des Flüssigkeitsbehälters gedehnt wird.
Der Druckminderer ist ausgelegt, um eine Flüssigkeit, die mit einem ersten Druck an
einem ersten Anschluss des Druckminderers anliegt, mit einem zweiten Druck an einem
zweiten Anschluss des Druckminderers bereitzustellen. Dabei ist der erste Druck höher
als der zweite Druck. Des weiteren ist der Flüssigkeitsbehälter mit einer Öffnung
mit dem ersten Anschluss des Druckminderers verbunden und der Flüssigkeitsbehälter
ist ausgelegt, um in einem gedehnten Zustand des elastischen Materials eine trinkbare
Flüssigkeit mit dem ersten Druck an den ersten Anschluss des Druckminderers bereitzustellen.
[0009] Es ist der Kerngedanke der vorliegenden Erfindung, einen verformbaren Flüssigkeitsbehälter
oder die Flüssigkeit in einem verformbaren Flüssigkeitsbehälter unter Druck zu setzen
und diesen Druck dann durch einen Druckminderer so weit zu reduzieren, dass beispielsweise
ein Taucher unter Wasser mit angenehmer Geschwindigkeit Flüssigkeit zu sich nehmen
kann. Solange der Druck, der auf die Flüssigkeit im Flüssigkeitsbehälter wirkt, größer
als der gewünschte Druck ist, mit dem die Flüssigkeit bereitgestellt werden soll,
kann durch einen Druckminderer die Flüssigkeit mit konstantem oder nahezu konstanten
Druck bereitgestellt werden. Dies entspricht einer Bereitstellung der Flüssigkeit
mit einer konstanten oder nahezu konstanten Flussmenge. Der Nutzer, wie beispielsweise
ein Taucher, kann dann sehr einfach Flüssigkeit zu sich nehmen, da diese mit konstanten
Druck zur Verfügung gestellt wird, ohne dass der Tauchers selber mit manuellen Händedruck
dafür sorgen muss. Dadurch kann die Handhabung des Trinkbehälters, vor allem unter
Wasser, deutlich erleichtert werden.
[0010] Einige Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung weisen eine wärmeisolierende Schicht
zwischen einer äußeren Wand des Druckbehälters und einem für die Aufnahme eines Flüssigkeitsbehälters
vorgesehenen Teils des Innenraums des Druckbehälters auf. Dadurch können warme trinkbare
Flüssigkeiten länger warm gehalten werden. Insbesondere unter Wasser kühlen warme
Flüssigkeiten ansonsten sehr schnell aus.
[0011] Bei einigen weiteren Ausführungsbeispielen gemäß der Erfindung ist der zweite Druck
kleiner als 0.4 bar und/oder der erste Druck größer als 2 bar.
[0012] Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung werden nachfolgend bezugnehmend auf die
beiliegenden Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1a
- einen schematischen Querschnitt einer Vorrichtung zum Bereitstellen von trinkbaren
Flüssigkeiten;
- Fig. 1b
- einen schematischen Querschnitt einer Vorrichtung zum Bereitstellen von trinkbaren
Flüssigkeiten;
- Fig. 2a
- einen schematischen Querschnitt einer weiteren Vorrichtung zum Bereitstellen von trinkbaren
Flüssigkeiten mit einem unbefüllten Flüssigkeitsbehälter;
- Fig. 2b
- einen schematischen Querschnitt der Vorrichtung zum Bereitstellen von trinkbaren Flüssigkeiten
aus Fig. 2a mit einem Flüssigkeitsbehälter in einem befüllten Zustand;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung der Bestandteile einer Vorrichtung zum Bereitstellen
von trinkbaren Flüssigkeiten;
- Fig. 4
- einen schematischen Querschnitt einer Vorrichtung zum Bereitstellen von trinkbaren
Flüssigkeiten;
- Fig. 5
- eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung zum Bereitstellen von trinkbaren
Flüssigkeiten;
- Fig. 6
- eine schematische Seitenansicht einer weiteren Vorrichtung zum Bereitstellen von trinkbaren
Flüssigkeiten;
- Fig. 7
- einen schematischen Querschnitt einer Vorrichtung zum Bereitstellen von trinkbaren
Flüssigkeiten;
- Fig. 8
- einen schematischen Querschnitt einer weiteren Vorrichtung zum Bereitstellen von trinkbaren
Flüssigkeiten;
- Fig. 9
- eine schematische Darstellung eines Trinkschlauchs mit einer Vorrichtung zum Aktivieren
einer Flüssigkeitsabgabe; und
- Fig. 10
- ein Flussdiagramm eines Verfahrens zum Bereitstellen von trinkbaren Flüssigkeiten.
[0013] Im Folgenden werden teilweise für Objekte und Funktionseinheiten, die gleiche oder
ähnliche funktionelle Eigenschaften aufweisen, gleiche Bezugszeichen verwendet. Des
Weiteren können optionale Merkmale der verschiedenen Ausführungsbeispiele miteinander
kombinierbar oder zueinander austauschbar sein.
[0014] Des Weiteren beziehen sich im Folgenden Angaben eines Drucks auf einem Druck über
dem atmosphärischen Druck von circa 1 bar. Unter dem Begriff Überdruck ist dabei ein
Druck, der höher als der atmosphärische Druck ist, zu verstehen. Im Zusammenhang mit
der Beschreibung von Ausführungsbeispielen wird die Vorrichtung zum Bereitstellen
von trinkbaren Flüssigkeiten auch kurz Trinkbehälter genannt.
[0015] Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung zum Bereitstellen von trinkbaren Flüssigkeiten entsprechend
eines Ausführungsbeispiels gemäß der Erfindung. Die Vorrichtung 100 umfasst einen
Druckbehälter 110, einen Druckminderer 120 und ein Ventil 130. Der Druckminderer 120
und das Ventil 130 sind als Durchführungen durch die Wand des Druckbehälters 110 ausgeführt,
so dass der Druckminderer 120 und das Ventil 130 jeweils einen Anschluss im Innenraum
112 des Druckbehälter 110 und einen Anschluss außerhalb des Druckbehälters 110 aufweisen.
Der Druckbehälter 110 kann einen unter Druck verformbaren Flüssigkeitsbehälter 102
aufnehmen. Der Druckminderer 110 stellt eine Flüssigkeit, die mit einem ersten Druck
an einem ersten Anschluss 122 des Druckminderers 120 anliegt, mit einem zweiten Druck
an einem zweiten Anschluss 124 des Druckminderers bereit. Dabei ist der erste Druck
höher als der zweite Druck. Der Druckminderer 120 ist angeordnet, so dass der erste
Anschluss 122 des Druckminderers 120 mit einem unter Druck verformbaren Flüssigkeitsbehälter
102 im Innenraum 112 des Druckbehälters 110 verbindbar ist und der zweite Anschluss
124 des Druckminderers 120 von außerhalb des Druckbehälter zugänglich ist. Durch den
Druckminderer 120 kann somit Flüssigkeit aus einem Flüssigkeitsbehälter 102, die mit
einem hohen ersten Druck an den ersten Anschluss 122 des Druckminderers 120 anliegt,
mit einem niedrigeren zweiten Druck an den zweiten Anschluss 124 des Druckminderers
120 bereitgestellt werden. Das Ventil 130 dient zum Befüllen zumindest eines Teils
eines nach Aufnahme eines unter Druck verformbaren Flüssigkeitsbehälters 102 verbleibenden
Teils des Innenraums 112 des Druckbehälters 110 mit einem Gas mit einem Überdruck,
so dass eine Flüssigkeit in einem unter Druck verformbaren Flüssigkeitsbehälter 102
mit dem ersten Druck an dem ersten Anschluss 122 des Druckminderer 120 anliegt.
[0016] Durch Befüllen des verbleibenden Teils des Innenraums 112 oder eines Teils des verbleibenden
Teils des Innenraums 112 mit einem Gas mit Überdruck kann ein Druck auf den verformbaren
Flüssigkeitsbehälter 102 und dadurch auf die Flüssigkeit in den Flüssigkeitsbehälter
102 ausgeübt werden. Durch den Druckminderer 120 kann diese Flüssigkeit nahezu unabhängig
von dem Druck innerhalb des Druckbehälters bereitgestellt werden. Dadurch kann erreicht
werden, dass einerseits ein Nutzer nicht selber manuell durch Händedruck den Flüssigkeitsbehälter
unter Druck setzen muss, um Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsbehälter zu erhalten,
andererseits aber auch nicht die Flüssigkeit unter zu hohen Druck bereitgestellt wird,
wodurch die Flüssigkeit nur mehr schwer oder gar nicht trinkbaren wäre. Somit wird
durch die beschriebene Vorrichtung 100 eine einfache Möglichkeit geboten Flüssigkeit,
insbesondere auch unter Wasser, komfortabel zur Verfügung zu stellen. So kann beispielsweise
ein einfach handhabbarer Trinkbehälter zur Verwendung unter Wasser geschaffen werden.
Aber nicht nur unter Wasser kann eine Vorrichtung nach dem beschriebenen Konzept Anwendung
finden. Beispielsweise können auch Radfahrer oder Bergsteiger davon profitieren, dass
ihnen auf solch einfache Art und Weise trinkbare Flüssigkeit bereitgestellt wird.
[0017] Der Druckbehälter 110 ist ausgelegt, um für einen Überdruck, der durch das Befüllen
mit dem Gas von innen entsteht, sowie gegen Wasser von außen druckdicht zu sein. Dementsprechend
sind auch der Druckminderer 120 und das Ventil 130 druckdicht in den Druckbehälter
110 integriert.
[0018] Der Druckbehälter 110 kann implementiert sein, so dass ein unter Druck verformbare
Flüssigkeitsbehälter 102 austauschbar aufgenommen werden kann. In anderen Worten,
der Druckbehälter 110 kann mehrteilige sein, so dass er geöffnet werden kann und ein
Flüssigkeitsbehälter 102 eingebracht und mit dem Druckminderer 110 verbunden werden
kann. In diesem Fall, kann der Druckbehälter 110 wieder reversibel druckdicht verschlossen
werden. In diesem Beispiel ist der unter Druck verformbare Flüssigkeitsbehälter 102
beispielsweise ein austauschbarer Einweg-Trinkbehälter und daher nicht Teil der Vorrichtung
100. Alternativ kann der unter Druck verformbare Flüssigkeitsbehälter 102 auch nicht
austauschbar oder zumindest mehrfach verwendbar (wieder befüllbar) ausgelegt und Teile
der Vorrichtung 100 sein. Dann kann der Druckbehälter 110 beispielsweise auch einteilig
ausgeführt sein.
[0019] Der Druckbehälter 110 ist zumindest so groß, dass der unter Druck verformbare Flüssigkeitsbehälter
102 darin Platz findet. Beispielsweise kann der Druckbehälter 110 ausgelegt sein,
um einen unter Druck verformbaren Flüssigkeitsbehälter 102 mit einem maximalen Volumen
in einem befüllten Zustand zwischen 0.5 l und 3 l aufzunehmen. Bevorzugt ist der Druckbehälter
110 etwas größer (zum Beispiel um 10 %, 50 %, 100 %, 200 % oder mehr größer als der
aufzunehmende Flüssigkeitsbehälter 102), um noch ausreichend Platz für das Befüllen
mit Gas mit Überdruck zu bieten, da ansonsten bei Entleerung des Flüssigkeitsbehälters
102 der Überdruck des Gases zu stark nachlassen würde und möglicherweise nicht der
gesamte Inhalt des Flüssigkeitsbehälters 102 entleert werden könnte.
[0020] Der unter Druck verformbare Flüssigkeitsbehälter 102 kann beispielsweise ein herkömmlicher
Einweg-Trinkbeutel oder Mehrweg-Trinkbeuteln aus Kunststoff sein. Auch dünnwandige
Aluminiumbehälter können zum Beispiel verwendet werden, solange das Gas mit genug
Überdruck in den Innenraum 112 des Druckbehälters 110 gefüllt wird, um den Aluminiumbehälter
zu verformen und somit die Flüssigkeit aus dem Aluminiumbehälter zu drücken. Bevorzugt
handelt es sich bei den unter Druck verformbaren Flüssigkeitsbehälter 102 jedoch um
leicht verformbare Kunststoffbehälter, da hier auch gewährleistet werden kann, dass
nahezu die gesamte Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsbehälter 102 gedrückt werden kann,
solange das Gas mit genug Überdruck in den Innenraum 112 des Druckbehälters 110 gefüllt
wird.
[0021] Der Druckminderer 120 kann auf unterschiedliche Arten implementiert werden. Beispielsweise
kann ein klassischer Druckminderer mit einem Drucksensor und einem Ventil verwendet
werden, bei dem bei steigendem Druck auf der Ausgangsseite über den Drucksensor das
Ventil mehr und mehr geschlossen wird. Dadurch kann der Druck auf der Ausgangsseite
konstant oder nahezu konstant gehalten werden. Bevorzugt wird als Druckminderer 120
jedoch ein Durchflussmengenbegrenzer verwendet. Ein Durchflussmengenbegrenzer dient
zur Regulierung eines vordefinierten, konstanten oder nahezu konstanten Durchflusses
von Flüssigkeit. In anderen Worten, der Durchflussmengenbegrenzer kann einen Durchfluss
von Flüssigkeiten begrenzen, so dass Flüssigkeit, die mit einem ersten Druck an den
ersten Anschluss 122 des Durchflussmengenbegrenzers 120 anliegt, mit einem zweiten
Druck an den zweiten Anschluss 124 des Durchflussmengenbegrenzers bereitgestellt wird.
Der erste Druck muss dabei nicht konstant sein, sondern ist vielmehr auch davon abhängig
mit welchem Überdruck das Gas in den verbleibenden Innenraum gefüllt wurde. Entscheidend
dabei ist, dass durch den Druckminderer 120 die Flüssigkeit mit konstantem oder nahezu
konstantem zweiten Druck am zweiten Anschluss 124 bereitgestellt wird.
[0022] Der Druckminderer ist dabei nicht mit einem reinen Ein-/Aus-Ventil zu verwechseln.
Bei einem Ein-/Aus-Ventil wird entweder keine Flüssigkeit bereitgestellt oder es wird
die Flüssigkeit in starker Abhängigkeit von der Höhe des Überdrucks im verbleibenden
Innenraum bereitgestellt. Dies kann zu Schwierigkeiten beim Trinken, aber auch zu
Verletzungen führen, wenn der Überdruck sehr hoch ist.
[0023] Hingegen stellt der Druckminderer 120 die Flüssigkeit mit konstantem oder nahezu
konstantem Druck (mit einer maximalen Abweichung von 20%, 10%, 5% oder 1% des niedrigen
zweiten Drucks) bereit, solange der Überdruck im verbleibenden Innenraum höher als
der Druck ist mit dem der Druckminderer die Flüssigkeit bereitstellt. Der Druckminderer
120 begrenzt also den maximalen Druck mit der die Flüssigkeit zum Trinken bereitgestellt
wird. Beispielsweise kann der Druckminderer 120 den maximalen Druck mit dem die Flüssigkeit
bereitgestellt wird auf 0.4 bar (zweiter Druck) begrenzen, obwohl der Überdruck im
Innenraum (und somit auch der Flüssigkeit am Anschluss des Druckminderers) z.B. größer
als 2 bar ist.
[0024] Der Druckminderer 120 kann beispielsweise als Durchführung durch den Druckbehälter
realisiert werden, sodass außerhalb des Druckbehälters keine Teile (z.B. Trinkschlauch)
mit der unter dem hohen ersten Druck stehenden Flüssigkeit gefüllt oder in Kontakt
sind. Dadurch kann gewährleistet, dass es nicht beispielsweise durch Platzen eines
Schlauchs, der unter Druck der Flüssigkeit der Hochdruckseite, zu Verletzungen kommen
kann.
[0025] Insgesamt kann die Vorrichtung dann so realisiert werden, dass außerhalb des Druckbehälters
die Flüssigkeit nur mit dem niedrigen zweiten Druck auftritt und nur innerhalb des
Druckbehälters die Flüssigkeit unter den hohen ersten Druck steht.
[0026] Das Ventil 130 dient zum Befüllen des verbleibenden Teils des Innenraums 112 mit
Gas mit Überdruck. Genauso kann über das Ventil das Gas aus dem Druckbehälter wieder
abgelassen werden, um beispielsweise den Flüssigkeitsbehälter 102 auszutauschen. Als
Gas kann zum Beispiel von einem Kompressor unter Druck bereitgestellte Luft verwendet
werden. Alternativ kann beispielsweise im Taucherbereich einfach eine Tauchflasche
an das Ventil 130 angeschlossen werden und so Atemluft unter Druck in den Druckbehälter
110 gefüllt werden. Das Ventil 130 kann in verschiedenen Arten implementiert werden.
Beispielsweise kann ein Reifenventil (zum Beispiel ein Fahrradventil) verwendet werden.
[0027] Bei einigen Ausführungsbeispielen gemäß der Erfindung weist die Vorrichtung 100 zusätzlich
einen Druckmesser auf. Der Druckmesser kann einen Druck des unter Überdruck stehenden
Gases im Innenraum 112 des Druckbehälters 110 messen und von außen sichtbar anzeigen.
Dadurch kann ein Nutzer erkennen, ob noch ausreichend Druck vorhanden ist, um Flüssigkeit
zu erhalten. Speziell unter Wasser in großen Tiefen kann dies wichtig sein. Zusätzlich
kann man vor einem Austausch oder Wiederbefüllen des Flüssigkeitsbehälters 102 erkennen,
ob noch ein Überdruck im Innenraum 112 des Druckbehälters 110 herrscht. Ein Beispiel
für die Implementierung eines Druckmessers ist beispielsweise in Zusammenhang mit
Fig. 1b beschrieben.
[0028] Des Weiteren kann die Vorrichtung 100 optional ein Gasauslassventil auf. Das Gasauslassventil
kann das unter Überdruck stehenden Gases im Innenraum 112 des Druckbehälters 110 aus
dem Innenraum 112 des Druckbehälters 110 auslassen und an dadurch an den atmosphärischen
Druck anpassen. Danach kann der Druckbehälter zum Reinigen oder Austausch des Flüssigkeitsbehälters
geöffnet werden. Alternativ kann auch das Ventil 130 zum Befüllen des Druckbehälters
mit Gas ausgelegt sein, um das Gas auch wieder auszulassen. Ein Beispiel für eine
Implementierung eines Gasauslassventils ist beispielsweise in zusammenhang mit Fig.
1b beschrieben.
[0029] In einigen Ausführungsbeispielen gemäß der Erfindung ist eine wärmeisolierte Umgebung
für die Flüssigkeit in einem von dem Druckbehälter 110 aufzunehmenden unter Druck
verformbaren Flüssigkeitsbehälter 102 vorgesehen. Dies kann auf unterschiedliche Arten
realisiert werden. Beispielsweise kann der Druckbehälter 110 zumindest teilweise aus
wärmeisolierendem Material bestehen. Zum Beispiel kann der Druckbehälter 110 aus Kunststoff
(zum Beispiel Spritzkunststoff) Bestehen oder einen Mehrschichtaufbau aufweisen. Alternativ
kann eine Vorrichtung nach dem beschriebenen Konzept eine wärmeisolierende Schicht
zwischen einer äußeren Wand des Druckbehälters 110 und einem für die Aufnähme des
Flüssigkeitsbehälters 102 vorgesehenen Teil des Innenraums 112 des Druckbehälters
110 angeordnet sein. Beispielsweise kann die Innenwand des Druckbehälters 110 mit
wärmeisolierendem Material ausgelegt werden. Der Begriff wärmeisolierend bezieht sich
dabei auf Materialien mit einem im Vergleich zu Metall kleinem Wärmeleitkoeffizienten
(zum Beispiel kleiner als 0.01, 0.1 oder 0.5 W/mK) oder Materialschichten mit einem
kleinen Wärmedurchgangskoeffizienten (zum Beispiel kleiner als 0.5, 1, 2, 4 oder 10
W/m
2K).
[0030] Bei einigen Ausführungsbeispielen gemäß Erfindung umfasst die Vorrichtung zum Bereitstellen
von trinkbaren Flüssigkeiten auch einen unter Druck verformbaren Flüssigkeit behält
er 102, der mit einer Öffnung mit dem ersten Anschluss 122 des Druckminderers 120
verbunden ist. Dabei kann der unter Druck verformbare Flüssigkeitsbehälter 102 zusätzlich
mit einer zweiten Öffnung (neben der Öffnung zum Verbinden mit dem Druckminderer)
mit einer verschließbaren Öffnung des Druckbehälters 110 verbunden sein, so dass der
unter Druck verformbare Flüssigkeitsbehälter 102 über die verschließbare Öffnung des
Druckbehälters 110 mit einer trinkbaren Flüssigkeit befüllbar ist. Auch eine Reinigung
des Flüssigkeitsbehälters 102 kann über diese Öffnung erfolgen.
[0031] Ein konkretes Beispiel für eine mögliche Implementierung des beschriebenen Konzepts
ist in Figur 3 gezeigt. Die Vorrichtung 300 umfassend einen rohrförmigen Teil 312,
einen ersten Deckel bei 314 und einem zweiten Deckel 316, die gemeinsam den Druckbehälter
bilden. Die beiden Deckel können beispielsweise über ein Feingewinde mit dem rohrförmigen
Teil 312 druckdicht verschraubt werden. Auf diese Weise können die beiden Deckel reversibel
vom rohrförmigen Teil 312 entfernt werden, um beispielsweise den unter Druck verformbaren
Flüssigkeitsbehälter 302 (zum Beispiel ein Standardtrinkbeutel) auszutauschen oder
den Druckbehälter zu reinigen. Der erste Deckel 314 weist eine Durchführung 315 auf,
an deren inneren Ende der Druckminderer 320 und an deren äußerem Ende ein Anschluss
für einen Trinkschlauch angeordnet ist. Der Flüssigkeitsbehälter 302 kann mit einem
Anschluss des Durchflussmengenbegrenzers verbunden werden. Der zweite Deckel 316 weist
eine Durchführung 317 auf, an deren äußeren Ende das Ventil 330 (zum Beispiel ein
Standard Blitz-oder Dunlop-Ventil, ein Fahrradventil) angeordnet ist. Alternativ kann
das Ventil 330 auch am inneren Ende der Durchführung angeordnet seien oder die Durchführung
selbst bilden.
[0032] Alternativ kann der zweite Deckel 316 auch fest mit dem rohrförmigen Teil 312 verbunden
sein, da es für den Austausch des Flüssigkeitsbehälters 312 und für die Reinigung
des Druckbehälters auch ausreichend ist eine Seite zu öffnen.
[0033] In anderen Worten, der Druckbehälter kann einen rohrförmigen Teil 312, einen ersten
Deckel 314 und einen zweiten Deckel 316 aufweisen, wobei ein erstes Ende des rohrförmigen
Teils 312 reversibel mit dem ersten Deckel 314 druckdicht verschließbar ist und ein
zweites Ende des rohrförmigen Teils 312 mit dem zweiten Deckel druckdicht verschließbar
oder verschlossen ist.
[0034] Mögliche Abmessungen wären beispielsweise, um ein Volumen von 1.5 l zu erreichen
eine Länge von circa 30 cm, eine Höhe von circa 10 cm und einer Breite von circa 15
cm. Alternativ ist beispielsweise auch ein kreisförmiger Querschnitt mit einem Durchmesser
von circa 10 cm und einer Höhe von 30 cm möglich.
[0035] Eine Befestigung kann beispielsweise an der Tauchflasche, zum Beispiel unterhalb
der Befestigungsvorrichtung der Sicherheitsjacke (safety jacket) per Spanngurt erfolgen.
[0036] Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in Figur 4 gezeigt. Der Trinkbehälter 400 umfasst
einen Druckbehälter 410 mit einer Wärmeisolierung 412. Die Wärmeisolierung kleidet
die Außenschalen innenwandig aus. In einer Anwendung im Taucherbereich kann das Material
je nach vorwiegend betauchten Tiefenbereich variieren. Die Trinkblase 402 (der unter
Druck verformbare Flüssigkeitsbehälter) kann eine Füllmenge von beispielsweise circa
0.75 l (zum Beispiel ohne Kohlensäure) aufweisen. Des weiteren weist die Trinkblase
402 eine Öffnungsluke 404 mit Schraubverschluss zum Befüllen und reinigen der Trinkblase
402 auf. Der Druckminderer 420 kann man seinen ersten Anschluss im Innenraum des Druckbehälter
410 beispielsweise ein Adapterstück 422 zum Verbinden der Trinkblase 402 mit dem Druckminderer
420 aufweisen. Nach außen gerichtet kann der Druckminderer 420 einen Anschluss 424
für einen Trinkschlauch aufweisen. Der Trinkschlauch kann beispielsweise zusätzlich
zur Wärmedämmung ummantelt sein. Desweiteren ist ein Ventil 430 für das Befüllsystem
gezeigt.
[0037] Ein anderes Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung ist in Figur 5 gezeigt. Dabei
umfasst der Trinkbehälter 500 einen Druckbehälter 510 (zum Beispiel aus einem zylinderförmigen
Aluminiumrohr oder Kunststoff) mit einer Aussparung zur Aufnahme für Befestigungsriemen
beispielsweise zur Befestigung an einer Tauchflasche. An einem Ende des zylinderförmigen
Druckbehälters 510 ist ein Druckminderungsventil 520 mit einem Anschluss zur Trinkschlauchaufnahme
(zum Beispiel isoliert) angeordnet. Der Deckel an diesem Ende kann mit einem Schraubverschluss
versehen sein, um den Deckel abnehmen zu können. Im offenen Zustand kann dann beispielsweise
die Trinkblase befüllt werden und die Trinkblase mit dem Druckminderungsventil zusammen
gesteckt werden. Die andere Seite des zylinderförmigen Druckbehälters 510 kann ebenfalls
mit einem Deckel mit Schraubverschluss versehen werden, um den Boden abzunehmen oder
das Innenleben herauszunehmen. Im geöffneten Zustand kann der Trinkbehälter gereinigt
und/oder eine Sicherheitsüberprüfung durchgeführt werden. An dieser Seite ist das
Lufteinlassventil zum Befüllen der Luftblase, die dann auf die Trinkblase drückt um
diese auszupressen, angeordnet.
[0038] Einige Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung beziehen sich auf eine Vorrichtung
600 mit einem Druckbehälter 610, der zweiteilig ausgebildet ist. Die beiden Teile
des Druckbehälters 610 sind über ein Verschlusssystem druckdicht bezüglich des Gases
mit Überdruck verschließbar, wie es beispielsweise in Figur 6 gezeigt ist. Der Druckbehälter
610 besteht dabei aus einer Oberschale (zum Beispiel aus Carbon, um etwa für 2 h eine
Wärmeisolierung für warme Flüssigkeiten zu erreichen) und einer Unterschale (zum Beispiel
ebenfalls aus Carbon, um etwa für 2 h eine Wärmeisolierung zu erreichen). Das Schließsystem
kann beispielsweise nach dem Spanngurtprinzip ausgeführt sein. Zwischen der Oberschale
unter Unterschale des Druckbehälters 610 kann beispielsweise ein 360° Dichtungsgummi,
der innen bis zu oder über 2, 3 oder 5 bar und von außen bis zu oder über 7, 10 oder
15 bar aushält. Die Oberschale und die Unterschale können zusätzlich zum Beispiel
mit Verschlussnuten ineinandergreifen und dadurch hundertprozentig (Außendruck) abdichten.
Eine Sicherheitsfixierung kann durch das Verschlusssystem erreicht werden. Des weiteren
ist beispielsweise ein Druckminderer 620 oder Druckminderungsventil für eine gleichmäßige
Flüssigkeitsversorgung zu jeder Zeit und zur Aufnahme eines Trinkschlauchs gezeigt.
Der Tankschlauch 640 kann mit einer Neoprenummantelung zu Zwecken der Wärmeisolierung
versehen sein. Desweiteren ist ein Befüllventil 630 für die Erzeugung des innenliegenden
Überdrucks von circa 1 bis 2 bar oder mehr gezeigt. Die Befüllung kann beispielsweise
durch Atemluft oder Druckluft von der Sicherheitsjacke (safety jacket) erfolgen. Der
Druckbehälter 610 kann wiederum einer Aussparung zur Aufnahme eines Befestigungsriemens
zur Befestigung an der Tauchflasche aufweisen.
[0039] Passend dazu zeigt Figur 7 einen Querschnitt des Trinkbehälters 700. Dabei ist das
Befüllventil 630 sowie die ineinandergreifenden Schließnuten 718 und ein Dichtgummi
gezeigt. Die Innenwand des Druckbehälters 610 ist mit einer Wärmeisolierung 750 ausgelegt.
Der Druckbehälter 610 weist an einer Seite eine Form auf, die an einen Umfang einer
Tauchflasche oder Sauerstoffflasche angepasst ist. Dazu ist zusätzlich eine Auflagegummierung
760 für den Kontakt mit der Sauerstoffflasche zur Fixierung und zum Schutz beider
Module vorgesehen.
[0040] Bei einigen Ausführungsbeispielen gemäß Erfindung weiß die Vorrichtung zum Bereitstellen
von trinkbaren Flüssigkeiten einen unter Druck verformbare Gasbehälter im Innenraum
des Druckbehälters auf, der mit einer Öffnung mit dem Ventil verbunden ist und den
Teil des Innenraums des Druckbehälters bildet, der mit einem Gas mit einem Überdruck
befüllbar ist, so dass der unter Druck verformbare Gasbehälter nach Befüllung mit
Gas mit Überdruck durch seine Ausdehnung einen Druck auf einen von dem Druckbehälter
aufnehmbaren, unter Druck verformbare Flüssigkeitsbehälter ausübt. In anderen Worten,
der Gasbehälter drückt durch das unter Überdruck stehende Gas in seinem Inneren direkt
oder indirekt auf den Flüssigkeitsbehälter, wodurch die Flüssigkeit in dem Behälter
mit Druck an dem Druckminderer anliegt.
[0041] Ein konkretes Beispiel dafür ist in Figur 8 gezeigt. Der Trinkbehälter 800 umfassend
einen zylinderförmigen Druckbehälter, der einen rohrförmigen Teil 812 (zum Beispiel
Aluminiumrohr) mit Wärmeisolierung, einen ersten Deckel 814 mit einem Druckminderungsventil
820 und einen zweiten Deckel 816 mit einem Ventil 830 aufweist. Der obere Verschlussdeckel
814 kann zum Beispiel zum druckdichten Verschrauben mit dem rohrförmigen Teil 812
des Druckbehälters ausgelegt sein. Desweiteren kann er auf der Außenseite für die
Aufnahme eines Trinkschlauchs ausgelegt sein. Innenseitig kann ein Klickventilsystem
zum Verbinden des Druckminderers 820 mit dem unter Druck verformbare Flüssigkeitsbehälter
802 (zum Beispiel eine Trinkflasche oder pressbare Trinkblase) vorgesehen sein. Desweiteren
ist im Innenraum des Druckbehälters ein unter Druck verformbarer Gasbehälter 840 (in
diesem Zusammenhang auch Luftblase genannt) angeordnet und mit einer Öffnung mit einem
inneren Anschluss des Ventils 830 verbunden. Dadurch kann der Gasbehälter 840 über
das Ventil mit Luft gefüllt werden. Der Gasbehälter 840 kann direkt auf dem Flüssigkeitsbehälter
802 drücken oder durch einen Abstandshalter 850 (spacer) von dem Flüssigkeitsbehälter
802 getrennt sein und indirekt über den Abstandshalter 850 Druck auf den Flüssigkeitsbehälter
802 ausüben, wie es in Figur 8 gezeigt ist. Der zweite Deckel 816 beziehungsweise
der Boden des Trinkbehälters (Trinkflasche) kann mit einem Innenrohr verbunden und
als ganzes Element mit der Luftblase 840 und dem Abstandshalter 850 in das Außen-Aluminiumrohr
(dem rohrförmigen Teil des Druckbehälters) eingeführt und mit einem Schraubverschluß
sicher und dicht mit dem Außenkörper verbunden werden. Luft kann von außen (über das
Ventil) eindringen, so dass die Luftblase 840 mit Luft gefüllt werden kann. Dadurch
dehnt sich die Luftblase 840 (zylindrische) (nach oben) aus und drückt somit auf den
isolierten Abstandshalter 850 und damit die Trinkblase (Flüssigkeitsbehälter) zusammen.
Dadurch liegt permanent Druck auf dem Flüssigkeitsauslassventil (Druckminderungsventil)
an. Der rohrförmigen Teil 812 (zum Beispiel Aluminiuminnenrohr) kann gleichermaßen
zur Isolierung, zur Stabilität und zur Sicherheit dienen sowie eine kontrollierte
Führung von Abstandshalter 850, der Luftblase 840 und der Trinkblase 802 gewährleisten.
[0042] Figur 2a und 2b zeigen eine schematische Darstellung einer Vorrichtung 200 zum Bereitstellen
von trinkbaren Flüssigkeiten unter Wasser entsprechend eines Ausführungsbeispiels
gemäß Erfindung. Die Vorrichtung 200 umfassend einen Flüssigkeitsbehälter 210 und
einen Druckminderer 220. Der Flüssigkeitsbehälter 210 besteht zumindest teilweise
aus elastischem Material und kann mit einer trinkbaren Flüssigkeit gefüllt werden,
so dass das elastische Material des Flüssigkeitsbehälters 210 gedehnt wird. Der Druckminderer
220 stellt eine Flüssigkeit, die mit einem ersten Druck an einem ersten Anschluss
222 des Druckminderers 220 anliegt, mit einem zweiten Druck an einem zweiten Anschluss
224 des Druckminderers 220 bereit. Dabei ist der erste Druck höher als der zweite
Druck. Der Flüssigkeitsbehälter 210 ist mit einer Öffnung mit dem ersten Anschluss
222 des Druckminderers 220 verbunden. Der Flüssigkeitsbehälter 210 ist dabei ausgelegt,
um in einem gedehnten Zustand des elastischen Materials (in einem befüllten Zustand)
eine trinkbare Flüssigkeit mit dem ersten Druck an dem ersten Anschluss 222 des Druckminderers
220 bereitzustellen.
[0043] Der erste Druck ist sie dabei normalerweise abhängig von der Stärke der Dehnung des
elastischen Materials des Flüssigkeitsbehälters 210. Umso stärker das Material gedehnt
ist, umso höher ist normalerweise der erste Druck. Entscheidend ist dabei, dass durch
den Druckminderer 220 die Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsbehälter 210 unabhängig
oder nahezu unabhängig von dem ersten Druck mit einem konstanten oder nahezu konstanten
niedrigeren zweiten Druck an seinem zweiten Anschluss 224 bereitgestellt wird.
[0044] Der Flüssigkeitsbehälter 210 kann beispielsweise zur Gänze oder teilweise aus Gummi
bestehen, der im gedehnten Zustand die Flüssigkeit mit einem dehnungsabhängigen Druck
an seiner Öffnung abgibt.
[0045] In Figur 2a ist die Vorrichtung 200 in einem unbefüllten Zustand (oder in einem Ferien
befüllten Zustand) des Flüssigkeitsbehälters 210 gezeigt. Durch befüllen des Flüssigkeitsbehälters
210 mit trinkbarer Flüssigkeit dehnt sich das elastische Material aus, wie es in Figur
2b gezeigt ist, wodurch rückstellende Kräfte entstehen, die einen Druck auf die beinhaltete
Flüssigkeit ausüben.
[0046] Die Vorrichtung 200 kann durch ein oder mehrere weitere optionale Merkmale, die den
zuvor beschriebenen Aspekten entsprechen, erweitert werden.
[0047] Im Vergleich zu den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen kann in diesem Beispiel
normalerweise nicht die gesamte Flüssigkeit wieder aus dem Flüssigkeitsbehälter 210
gedrückt werden, dafür ist der Aufbau deutlich einfacher. Das zu Grunde liegende Prinzip
ist hingegen das gleiche, nämlich dass eine unter hohem Druck stehende Flüssigkeit
mit einem gewünschten konstanten oder nahezu konstanten Druck abgegeben werden kann,
um ein einfaches Trinken der Flüssigkeit zu ermöglichen.
[0048] Fig. 1b zeigt eine schematische Darstellung einer Vorrichtungen 150 zum Bereitstellen
einer trinkbaren Flüssigkeit entsprechend eines Ausführungsbeispiels gemäß Erfindung.
Die Vorrichtung 150 umfasst einen Druckbehälter 110, einen Durchflussmengenbegrenzer
160, einem Trinkschlauch 170 mit einer Vorrichtung zum Aktivieren einer Flüssigkeitsabgabe
180 und einem enthielt 130. Der Druckbehälter 110 ist Ausgelegt, um einen unter Druck
verformbaren Flüssigkeitsbehälter 102 in einem Innenraum 112 aufzunehmen. Desweiteren
ist der Durchflussmengenbegrenzer 160 angeordnet, so dass ein erster Anschluss 162
des Durchflussmengenbegrenzers 160 mit einem unter Druck verformbaren Flüssigkeitsbehälter
102 im Innenraum 112 des Druckbehälters 110 verbindbar ist und ein zweiter Anschluss
164 des Durchflussmengenbegrenzers 160 von außerhalb des Druckbehälters 110 zugänglich
ist. Der Trinkschlauch 170 ist mit einem Ende mit dem zweiten Anschluss 164 des Durchflussmengenbegrenzers
160 verbunden und weist an einem zweiten Ende eine Vorrichtung zum Aktivieren einer
Flüssigkeitsabgabe 180 auf. Ferner ist der Durchflussmengenbegrenzer 160 ausgelegt,
um eine Flüssigkeit, die mit einem (ersten) Druck an dem ersten Anschluss 162 des
Durchflussmengenbegrenzers 160 anliegt, mit einer vordefinierten Durchflussmenge an
dem zweiten Anschluss 164 des Durchflussmengenbegrenzers 160 bereitzustellen, wenn
durch die Vorrichtungen zum Aktivieren einer Flüssigkeitsabgabe 180 die Flüssigkeitsabgabe
aktiviert ist. Das Ventil 130 dient zum Befüllen zumindest eines Teils eines nach
Aufnahme eines unter Druck verformbaren Flüssigkeitsbehälters 102 verbleibenden Teils
des Innenraums 112 des Druckbehälters 110 mit einem Gas mit einem Überdruck, so dass
eine Flüssigkeit in einem unter Druck verformbaren Flüssigkeitsbehälter 102 mit dem
(ersten) Druck an dem Durchflussmengenbegrenzer 160 anliegt.
[0049] Durch die Verwendung eines Durchflussmengenbegrenzers 160 kann eine trinkbare Flüssigkeit
aus einem Flüssigkeitsbehälter 102 unabhängig oder nahezu unabhängig davon unter welchem
Druck (erster Druck) die Flüssigkeit in dem Flüssigkeitsbehälter 102 steht mit einer
konstanten oder nahezu konstanten Durchflussmenge von Durchflussmengenbegrenzer 160
bereitgestellt werden. Dazu muss die Flüssigkeit in dem Flüssigkeitsbehälter 102 nur
zumindest einen durch die Wahl des Durchflussmengenbegrenzers 160 festgelegten minimalen
Druck aufweisen, der jedoch durch die Wahl der Größe des Überdrucks des über das Ventil
130 einzubringenden Gases bestimmt werden kann.
[0050] Durch die konkrete Wahl des Durchflussmengenbegrenzers 160 kann die vordefinierte
Durchflussmenge festgelegt werden. Zum Beispiel kann dadurch eine Konstante oder nahezu
konstanten Flüssigkeitsabgabe von 2 l/min, 3 l/min, 4 l/min, 5 l/min oder ein anderer
gewünschter Wert erreicht werden.
[0051] Des Weiteren kann die Vorrichtung 150 optional einen Druckmesser 190 aufweisen. Der
Druckmesser 190 kann einen Druck des unter Überdruck stehenden Gases im Innenraum
112 des Druckbehälters 110 messen und von außen sichtbar anzeigen. Dadurch kann ein
Nutzer erkennen, ob noch ausreichend Druck vorhanden ist, um Flüssigkeit zu erhalten.
Speziell unter Wasser in großen Tiefen kann dies wichtig sein. Zusätzlich kann man
vor einem Austausch oder Wiederbefüllen des Flüssigkeitsbehälters 102 erkennen, ob
noch ein Überdruck im Innenraum 112 des Druckbehälters 110 herrscht.
[0052] Zusätzlich kann die Vorrichtung 150 optional ein Gasauslassventil 165 aufweisen.
Das Gasauslassventil 165 kann das unter Überdruck stehenden Gases im Innenraum 112
des Druckbehälters 110 aus dem Innenraum 112 des Druckbehälters 110 auslassen und
an dadurch an den atmosphärischen Druck anpassen. Danach kann der Druckbehälter zum
Reinigen oder Austausch des Flüssigkeitsbehälters geöffnet werden. Alternativ kann
auch das Ventil 130 zum Befüllen des Druckbehälters mit Gas ausgelegt sein, um das
Gas auch wieder auszulassen.
[0053] Die Vorrichtung 150 kann des weiteren durch ein oder mehrere weitere optionale Merkmale,
die den zuvor beschriebenen Aspekten entsprechen, erweitert werden.
[0054] Unabhängig von der konkreten Implementierung wie sie in den zahlreichen Ausführungsbeispielen
zuvor beschrieben wurde, kann der zweite Druck zum Beispiel kleiner als 0.4 bar sein,
um einen möglichst großen Trinkkomfort zu gewährleisten. Hingegen kann der erste Druck
beispielsweise größer als 2 bar sein, um den Flüssigkeitsbehälter vollständig oder
nahezu vollständig entleeren zu können.
[0055] Zusätzlich kann eine Vorrichtung zum Bereitstellen einer trinkbaren Flüssigkeit einen
Trinkschlauch aufweisen, der mit einem Ende mit dem zweiten Anschluss des Druckminderers
verbunden ist und an einem zweiten Ende eine Vorrichtung zum Aktivieren einer Flüssigkeitsabgabe
aufweist. Ein Beispiel für einen Trinkschlauch und eine Vorrichtung zum Aktivieren
einer Flüssigkeitsabgabe ist in Figur 9 gezeigt. Dabei hat die Vorrichtung 910 zum
Aktivieren einer Flüssigkeitsabgabe einen Druckauslöser 912 zur Dosierung der Flüssigkeit
und einen Anschluss 914 zur Aufnahme für den Trinkschlauch 920. Ein Taucher kann beispielsweise
den Flüssigkeitsauslass 916 mit den Lippen umschließen. Die Flüssigkeit entweicht
von selbst, durch die Einwirkung des Überdrucks auf die Trinkblase (Flüssigkeitsbehälter).
Die Flüssigkeit wird beispielsweise durch das Ventil nur dosiert. Alternativ kann
die Vorrichtung zum Aktivieren einer Flüssigkeitsabgabe auch zum Beispiel ein Drehventil
zum Aktivieren und deaktivieren der Flüssigkeitsabgabe aufweisen.
[0056] Figur 10 zeigt ein Flussdiagramm eines Verfahrens 1000 zum Bereitstellen einer trinkbaren
Flüssigkeit entsprechend eines Ausführungsbeispiels gemäß Erfindung. Das Verfahren
1000 umfasst ein Bereitstellen 1010 einer trinkbaren Flüssigkeit beinhaltet von einem
unter Druck verformbare Flüssigkeitsbehälter in einem Innenraum eines Druckbehälters
an einem ersten Anschluss eines Druckminderers mit einem ersten Druck. Dabei wird
der erste Druck der trinkbaren Flüssigkeit durch ein mit Überdruck im Innenraum des
Druckbehälters vorhandenes Gas verursacht. Desweiteren umfasst das Verfahren 1000
ein Bereitstellen 1020 der trinkbaren Flüssigkeit mit einem zweiten Druck an einem
zweiten Anschluss des Druckminderers, wobei der erste Druck größer ist als der zweite
Druck.
[0057] Zusätzlich kann das Verfahren 1000 auch weitere optionale Schritte aufweisen, die
den verschiedenen Aspekten der zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele entsprechen.
[0058] Das beschriebene Konzept bietet eine Möglichkeit eine Vorrichtung zum Bereitstellen
von trinkbaren Flüssigkeiten oder Trinkgefäße, vor allem zur Verwendung unter Wasser,
zu schaffen. Diese können beispielsweise für Tauchgänge jeder Art verwendet werden.
Das Tiefeneinsatzgebiet kann dabei vom Isoliermaterial abhängig gemacht werden beziehungsweise
für unterschiedliche Tieferieinsatzgebiete kann unterschiedliches Isoliermaterial
verwendet werden, grundsätzlich sind derartige Trinkgefäße jedoch für jede Tiefe (zum
Beispiel Standardgerät bis 60 m) und jeder Art von Wasserbeschaffenheit geeignet.
[0059] Der Druckbehälter beziehungsweise die Oberschale und Unterschale des Druckbehälters
kann beispielsweise aus Spritzkunststoff, Aluminium oder Keflar bestehen. Das Spanngurtverschlusssystem
kann aus Kunststoff oder aus Material für Sicherheitsgurte gefertigt sein. Das Druckminderungsventil
(der Druckminderer), das Befüllventil (das Ventil), der Anschluss für den Flüssigkeitsbehälter
(zum Beispiel Adapterstück welches die Trinkblase mit den Druckminderer verbindet)
und/oder der Anschluss für den Trinkschlauch (Trinkschlauchaufnahme) kann beispielsweise
aus lebensmittelechtem Metall (Metall, das zur Aufbewahrung von Lebensmitteln verwendet
werden kann) bestehen sowie der Flüssigkeitsbehälter (zum Beispiel die Trinkblase
mit Luke, Standard 0.75 l) und der Trinkschlauch können aus lebensmittelechtem Kunststoff
bestehen. Die Trinkschlauchisolierung kann zum Beispiel aus Neopren sein. Das Ventil
zur Flüssigkeitsversorgung (am Ende des Trinkschlauchs) und ein Klip zur Befestigung
des Trinkschlauchs können beispielsweise aus Kunststoff bestehen. Die Wärmeisolierung
kann zum Beispiel durch Dämmmatten oder Dämmschaum realisiert werden.
[0060] Obwohl manche Aspekte im Zusammenhang mit einer Vorrichtung beschrieben wurden, versteht
es sich, dass diese Aspekte auch eine Beschreibung des entsprechenden Verfahrens darstellen,
sodass ein Block oder ein Bauelement einer Vorrichtung auch als ein entsprechender
Verfahrensschritt oder als ein Merkmal eines Verfahrensschrittes zu verstehen ist.
Analog dazu stellen Aspekte, die im Zusammenhang mit einem oder als ein Verfahrensschritt
beschrieben wurden, auch eine Beschreibung eines entsprechenden Blocks oder Details
oder Merkmals einer entsprechenden Vorrichtung dar.
[0061] Die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele stellen lediglich eine Veranschaulichung
der Prinzipien der vorliegenden Erfindung dar. Es versteht sich, dass Modifikationen
und Variationen der hierin beschriebenen Anordnungen und Einzelheiten anderen Fachleuten
einleuchten werden. Deshalb ist beabsichtigt, dass die Erfindung lediglich durch den
Schutzumfang der nachstehenden Patentansprüche und nicht durch die spezifischen Einzelheiten,
die anhand der Beschreibung und der Erläuterung der Ausführungsbeispiele hierin präsentiert
wurden, beschränkt sei.
1. Vorrichtungen (100, 150) zum Bereitstellen einer trinkbaren Flüssigkeit, mit folgenden
Merkmalen:
einem Druckbehälter (110), der ausgelegt ist, um einen unter Druck verformbaren Flüssigkeitsbehälter
(102) in einem Innenraum (112) aufzunehmen; gekennzeichnet durch
einen Druckminderer (120, 160), der ausgelegt ist, um eine Flüssigkeit, die mit einem
ersten Druck an einem ersten Anschluss (122, 162) des Druckminderers (120, 160) anliegt,
mit einem zweiten Druck an einen zweiten Anschluss (124, 164) des Druckminderers (120,
160) bereitzustellen, wobei der erste Druck höher ist als der zweite Druck,
wobei der Druckminderer (120, 160) angeordnet ist, so dass der erste Anschluss (122,
162) des Druckminderers (120, 160) mit einem unter Druck verformbaren Flüssigkeitsbehälter
(102) im Innenraum (112) des Druckbehälters (110) verbindbar ist und der zweite Anschluss
(124, 164) des Druckminderers (120, 160) von außerhalb des Druckbehälters (110) zugänglich
ist; und
eine Ventil (130) zum Befüllen zumindest eines Teils eines nach Aufnahme eines unter
Druck verformbaren Flüssigkeitsbehälters (102) verbleibenden Teils des Innenraums
(112) des Druckbehälters (110) mit einem Gas mit einem Überdruck, so dass eine Flüssigkeit
in einem unter Druck verformbaren Flüssigkeitsbehälter (102) mit dem ersten Druck
an dem Druckminderer (120, 160) anliegt.
2. Vorrichtungen gemäß Anspruch 1, die eine wärmeisolierende Schicht aufweist, die zwischen
einer äußeren Wand des Druckbehälters (110) und einem für die Aufnahme eines Flüssigkeitsbehälters
(102) vorgesehenen Teils des Innenraums (112) des Druckbehälters (110) angeordnet
ist.
3. Vorrichtungen gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei der Druckbehälter (110) zumindest teilweise
aus wärmeisolierendem Material besteht.
4. Vorrichtungen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Druckbehälter (110) ausgelegt
ist, um einen unter Druck verformbaren Flüssigkeitsbehälter (102) mit einem maximalen
Volumen in einem gefüllten Zustand zwischen 0.5 l und 3 l aufzunehmen.
5. Vorrichtungen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Druckbehälter (610) zweiteilig
ausgebildet ist, wobei die beiden Teile des Druckbehälters (610) über ein Verschlusssystem
druckdicht bezüglich des Gases mit Überdruck verschließbar sind.
6. Vorrichtungen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Druckbehälter (110) einen
rohrförmigen Teil, einen ersten Deckel und einen zweiten Deckel aufweist, wobei ein
erstes Ende des rohrförmigen Teils reversibel mit dem ersten Deckel druckdicht verschließbar
ist und ein zweites Ende des rohrförmigen Teils mit dem zweiten Deckel druckdicht
verschließbar oder verschlossen ist, wobei der erste Deckel den Druckminderer (120)
aufweist und der zweite Deckel das Ventil (130) aufweist.
7. Vorrichtungen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, die ferner einen unter Druck verformbare
Flüssigkeitsbehälter (102) umfasst, der mit einer Öffnung mit dem ersten Anschluss
des Druckminderers (120) verbunden ist.
8. Vorrichtungen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der unter Druck verformbare
Flüssigkeitsbehälter (102) mit einer Öffnung mit einer verschließbaren Öffnung des
Druckbehälters (110) verbunden ist, so dass der unter Druck verformbare Flüssigkeitsbehälter
(102) über die verschließbare Öffnung des Druckbehälter (110) mit einer trinkbaren
Flüssigkeit befüllbar ist.
9. Vorrichtungen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, die einen Trinkschlauch aufweist,
der mit einem Ende mit dem zweiten Anschluss (124) des Druckminderers (120) verbunden
ist und an einem zweiten Ende eine Vorrichtung zum Aktivieren einer Flüssigkeitsabgabe
aufweist.
10. Vorrichtungen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei der Druckminderer (120) ein
Durchflussmengenbegrenzer ist, der ausgelegt ist, um einen Durchfluss von Flüssigkeiten
zu begrenzen, so dass Flüssigkeit, die mit dem ersten Druck an dem ersten Anschluss
(122) des Durchflussmengenbegrenzers anliegt, mit dem zweiten Druck an dem zweiten
Anschluss (124) des Durchflussmengenbegrenzers bereitgestellt wird.,
11. Vorrichtungen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei der erste Druck größer als
2 bar ist.
12. Vorrichtungen (150) zum Bereitstellen einer trinkbaren Flüssigkeit, mit folgenden
Merkmalen:
einem Druckbehälter (110), der ausgelegt ist, um einen unter Druck verformbaren Flüssigkeitsbehälter
(102) in einem Innenraum (112) aufzunehmen; gekennzeichnet durch
einen Durchflussmengenbegrenzer (160), der angeordnet ist, so dass ein erster Anschluss
(162) des Durchflussmengenbegrenzers (160) mit einem unter Druck verformbaren Flüssigkeitsbehälter
(102) im Innenraum (112) des Druckbehälters (110) verbindbar ist und ein zweiter Anschluss
(164) des Durchflussmengenbegrenzers (160) von außerhalb des Druckbehälters (110)
zugänglich ist;
einen Trinkschlauch (170), der mit einem Ende mit dem zweiten Anschluss (164) des
Durchflussmengenbegrenzers (160) verbunden ist und an einem zweiten Ende eine Vorrichtung
zum Aktivieren einer Flüssigkeitsabgabe (180) aufweist,
wobei der Durchflussmengenbegrenzer (160) ausgelegt ist, um eine Flüssigkeit, die
mit einem ersten Druck an dem ersten Anschluss (162) des Durchflussmengenbegrenzers
(160) anliegt, mit einer vordefinierten Dürchflussmenge an dem zweiten Anschluss (164)
des Durchflussmengenbegrenzers (160) bereitzustellen, wenn durch die Vorrichtungen
zum Aktivieren einer Flüssigkeitsabgabe (180) die Flüssigkeitsabgabe aktiviert ist;
und
ein Ventil (130) zum Befüllen zumindest eines Teils eines nach Aufnahme eines unter
Druck verformbaren Flüssigkeitsbehälters (102) verbleibenden Teils des Innenraums
(112) des Druckbehälters (110) mit einem Gas mit einem Überdruck, so dass eine Flüssigkeit
in einem unter Druck verformbaren Flüssigkeitsbehälter (102) mit dem ersten Druck
an dem Durchflussmengenbegrenzer (160) anliegt.
13. Vorrichtungen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12, die einen Druckmesser aufweist,
der ausgelegt ist, um einen Druck des unter Überdruck stehenden Gases im Innenraum
(112) des Druckbehälters (110) zu messen und von außen sichtbar anzuzeigen.
14. Vorrichtungen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13, die ein Gasauslassventil aufweist,
das ausgelegt ist, um das unter Überdruck stehenden Gases im Innenraum (112) des Druckbehälters
(110) aus dem Innenraum (112) des Druckbehälters (110) auszulassen.
15. Vorrichtungen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei der zweite Druck kleiner als
0.4 bar ist.
1. Apparatus (100, 150) for providing a potable liquid, comprising:
a pressure container (110) configured to accommodate a liquid container (102) which
is deformable under pressure in an interior space (112);
characterized by
a pressure reducer (120, 160) configured to provide a liquid which is applied to a
first terminal (122, 162) of the pressure reducer (120, 160) with a first pressure
to a second terminal (124, 164) of the pressure reducer (120, 160) with a second pressure,
wherein the first pressure is higher than the second pressure,
wherein the pressure reducer (120, 160) is arranged so that the first terminal (122,
162) of the pressure reducer (120, 160) is connectable to a liquid container (102)
deformable under pressure in the interior space (112) of the pressure container (110)
and wherein the second terminal (124, 164) of the pressure reducer (120, 160) is accessible
from the exterior of the pressure container (110); and
a valve (130) for filling at least part of a part of the interior space (112) of the
pressure container (110) which remains after receiving a liquid container (102) deformable
under pressure with a gas with overpressure, so that a liquid is applied to the pressure
reducer (120, 160) with the first pressure in a liquid container (102) deformable
under pressure.
2. Apparatus according to claim 1, comprising a heat insulating layer arranged between
an exterior wall of the pressure container (110) and a part of the interior space
(112) of the pressure container (110) provided for receiving a liquid container (102).
3. Apparatus according to claim 1 or 2, wherein the pressure container (110) at least
partially consists of heat-insulating material.
4. Apparatus according to any of claims 1 to 3, wherein the pressure container (110)
is configured to receive a liquid container (102) deformable under pressure with a
maximum volume in a filled-up state between 0.5 liters and 3 liters.
5. Apparatus according to any of claims 1 to 4, wherein the pressure container (610)
is configured into parts, wherein the two parts of the pressure container (610) are
closable pressure tight via a closing system with respect to the gas with overpressure.
6. Apparatus according to any of claims 1 to 4, wherein the pressure container (110)
comprises a tubular part, a first lid and a second lid, wherein a first end of the
tubular part is reversibly closable pressure tight with the first lid and a second
end of the tubular part is closeable or closed pressure tight with the second lid,
wherein the first lid comprises the pressure reducer (120) and the second lid comprises
the valve (130).
7. Apparatus according to any of claims 1 to 6, further comprising a liquid container
(102) deformable under pressure and connected to the first terminal of the pressure
reducer by an opening.
8. Apparatus according to any of claims 1 to 7, wherein the liquid container (102) deformable
under pressure is connected to a closeable opening of the pressure container (110)
by an opening, so that the liquid container (102) deformable under pressure may be
filled with a potable liquid via the closable opening of the pressure container (110).
9. Apparatus according to any of claims 1 to 8 comprising a drinking tube at one end
connected to the second terminal (124) of the pressure reducer (120) and at a second
end comprising a device for activating a liquid release.
10. Apparatus according to any of claims 1 to 9, wherein the pressure reducer (120) is
a flow-rate limiter configured to limit a flow-rate of liquids so that a liquid which
is applied to the first terminal (122) of the flow-rate limiter with a first pressure
is provided at the second terminal (124) of the flow-rate limiter with the second
pressure.
11. Apparatus according to any of claims 1 to 10, wherein the first pressure is higher
than 2 bars.
12. Apparatus (150) for providing a potable liquid, comprising:
a pressure container (110) configured to accommodate a liquid container (102) which
is deformable under pressure in an interior space (112);
characterized by
a flow-rate limiter (160) which is arranged so that a first terminal (162) of the
flow-rate limiter (160) is connectable to a liquid container (102) deformable under
pressure in the interior (112) of the pressure container (110) and a second terminal
(164) of the flow-rate limiter (160) is accessible from the outside of the pressure
container (110);
a drinking tube (170) at one end connected to the second terminal (164) of the flow-rate
limiter (160) and at a second end comprising a device for activating a liquid release
(180),
wherein the flow-rate limiter is configured to provide a liquid applied with a first
pressure to the first terminal (162) of the flow-rate limiter to the second terminal
(164) of the flow-rate limiter (160) with a predefined flow-rate when the liquid release
is activated by the devices for activating a liquid release (180); and
a valve (130) for filling at least part of a part of the interior space (112) of the
pressure container (110) which remains after receiving a liquid container (102) deformable
under pressure with a gas with overpressure, so that a liquid is applied to the flow-rate
limiter (160) with the first pressure in a liquid container (102) deformable under
pressure.
13. Apparatus according to any of claims 1 to 12, comprising a pressure gauge which is
configured to measure a pressure of the over-pressurized gas in the interior space
(112) of the pressure container (110) and visibly display the same from the outside.
14. Apparatus according to any of claims 1 to 13, comprising a gas outlet valve, which
is configured to lead the over-pressurized gas in the interior space (112) of the
pressure container (110) out of the interior space (112) of the pressure container
(110).
15. Apparatus according to any of claims 1 to 14, wherein the second pressure is lower
than 0.4 bar.
1. Systèmes (100, 150) destinés à fournir un liquide potable, présentant les caractéristiques
suivantes :
un contenant sous pression (110) conçu pour loger un contenant de liquide (102) déformable
sous pression dans une chambre intérieure (112) ;
caractérisés par
un détendeur (120, 160), conçu pour fournir un liquide, qui est disponible au niveau
d'une première connexion (122, 162) du détendeur (120, 160) avec une première pression,
au niveau d'une seconde connexion (124, 164) du détendeur (120, 160), avec une seconde
pression, où la première pression est supérieure à la seconde pression,
où le détendeur (120, 160) est agencé pour que la première connexion (122, 162) du
détendeur (120, 160) puisse être reliée à un contenant de liquide (102) déformable
sous pression dans la chambre intérieure (112) du détendeur (110) et la seconde connexion
(124, 164) du détendeur (120, 160) est accessible de l'extérieur du contenant sous
pression (110) ; et
une soupape (130) permettant de remplir au moins une partie de la chambre intérieure
(112) du contenant sous pression (110) avec un gaz soumis à une surpression, partie
résiduelle après avoir logé un contenant de liquide déformable sous pression (102)
de sorte qu'un liquide est disponible auprès du détendeur (120, 160) dans un contenant
de liquide (102) déformable sous pression avec la première pression.
2. Systèmes selon la revendication 1, présentant une couche isolante agencée entre une
paroi externe du contenant de liquide (110) et une partie de la chambre intérieure
(112) du contenant sous pression (110) prévu pour recevoir un contenant de liquide
(102).
3. Systèmes selon la revendication 1 ou 2, où le contenant sous pression (110) se compose
au moins partiellement de matériau isolant.
4. Systèmes selon l'une des revendications 1 à 3, où le contenant sous pression (110)
est conçu pour recevoir un contenant de liquide (102) déformable sous pression avec
un volume maximal avec un niveau de remplissage compris entre 0,5 litre et 3 litres.
5. Systèmes selon l'une des revendications 1 à 4, où le contenant sous pression (610)
se compose de deux pièces, où les deux parties du contenant sous pression (610) peuvent
être refermées avec une surpression par le biais d'un système de fermeture de manière
étanche à la pression du gaz.
6. Systèmes selon l'une des revendications 1 à 4, où le contenant sous pression (110)
présente une partie tubulaire, un premier couvercle et un second couvercle,
où une première extrémité de la partie tubulaire peut être refermée de manière étanche
à la pression et réversible avec le premier couvercle et une seconde extrémité de
la partie tubulaire peut être refermée ou bien est refermée de manière étanche à la
pression avec le second couvercle, où le premier couvercle comprend le détendeur (120)
et le second couvercle comprend la soupape (130).
7. Systèmes selon l'une des revendications 1 à 6, comprenant en outre un contenant de
liquide (102) déformable sous pression, contenant relié par une ouverture à la première
connexion du détendeur (120).
8. Systèmes selon l'une des revendications 1 à 7, où le contenant de liquide (102) déformable
sous pression est relié par le biais d'une ouverture à une ouverture hermétique du
détendeur (110) de sorte que le contenant de liquide (102) déformable sous pression
puisse être rempli de liquide potable par le biais de l'ouverture hermétique du contenant
sous pression (110).
9. Systèmes selon l'une des revendications 1 à 8, présentant un tuyau de boisson relié
par le biais d'une extrémité à une seconde connexion (124) du détendeur (120) et comprenant
un système permettant d'activer la distribution de liquide au niveau d'une seconde
extrémité.
10. Systèmes selon l'une des revendications 1 à 9, où le détendeur (120) est un limiteur
de débit d'écoulement, conçu pour limiter le débit de liquides de sorte que le liquide,
qui est disponible avec la première pression au niveau de la première connexion (122)
du limiteur de débit d'écoulement, est acheminé à la seconde connexion (124) du limiteur
de débit d'écoulement avec la seconde pression.
11. Systèmes selon l'une des revendications 1 à 10, où la première pression est supérieure
à 2 bars.
12. Systèmes (150) destinés à fournir un liquide potable, présentant les caractéristiques
suivantes :
un contenant sous pression (110) conçu pour loger un contenant de liquide (102) déformable
sous pression dans une chambre intérieure (112) ;
caractérisés par
un limiteur de débit d'écoulement (160), qui est agencé de sorte qu'une première connexion
(162) du limiteur de débit d'écoulement (160) puisse être reliée avec un contenant
de liquide (102) déformable sous pression dans la chambre intérieure (112) du contenant
sous pression (110) et une seconde connexion (164) du limiteur de débit d'écoulement
(160) soit accessible de l'extérieur du contenant sous pression (110) ;
un tuyau de boisson (170), qui est relié par une extrémité à la seconde connexion
(164) du limiteur de débit d'écoulement (160) et, au niveau d'une seconde extrémité,
comprend un système permettant d'activer la distribution de liquide (180),
où le limiteur de débit d'écoulement (160 est conçu pour fournir un liquide, qui est
disponible avec une première pression au niveau de ladite première connexion (162)
du limiteur de débit d'écoulement (160), à la seconde connexion (164) du limiteur
de débit d'écoulement (160) avec un débit d'écoulement prédéfini, si la distribution
de liquide est activée par le biais des systèmes permettant d'activer la distribution
de liquide (180) ; et
une soupape (130) permettant de remplir au moins une partie de la chambre intérieure
(112) du contenant sous pression (110) avec un gaz soumis à une surpression, partie
résiduelle après avoir logé un contenant de liquide déformable sous pression (102),
de sorte qu'un liquide est disponible auprès du limiteur de débit d'écoulement (160)
dans un contenant de liquide (102) déformable sous pression avec la première pression.
13. Systèmes selon l'une des revendications 1 à 12, possédant un baromètre conçu pour
mesurer une pression du gaz, exposé à une surpression, dans la chambre intérieure
(112) du contenant sous pression (110) et la rendre visible de l'extérieur.
14. Systèmes selon l'une des revendications 1 à 13, possédant une soupape d'évacuation
de gaz conçue pour purger le gaz en surpression dans la chambre intérieure (112) du
contenant sous pression (110) à partir de la chambre intérieure (112) du contenant
sous pression (110).
15. Systèmes selon l'une des revendications 1 à 14, où la seconde pression est inférieure
à 0,4 bar