[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Falzen von Bogen gemäß Anspruch 1 und eine
Taschenfalzmaschine gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 8.
Stand der Technik
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Taschenfalzmaschinen und Schwertfalzmaschinen bekannt.
Die Kombination von Taschenfalzmaschinen mit Schwertfalzmaschinen ist als Kombifalzmaschine
geläufig. Dabei werden in Taschenfalzwerken Parallelbrüche und in den nachfolgenden
Schwertfalzwerken Kreuzbrüche gefalzt. Der Bogen durchläuft dabei in Durchlaufrichtung
der Kombifalzmaschine mindestens folgende Stationen: Anleger, Übergabetisch, Taschenfalzwerk,
Schwertfalzwerk, Ausleger.
[0003] Der Aufbau einer Taschenfalzmaschine mit einer Vielzahl von Taschenfalzwerken geht
aus der
DE 10 2004 041 471 A1 hervor. In jedem Falzwerk wird dabei ein Falzbruch erzeugt. Ein jeweiliges Taschenfalzwerk
besteht aus einer Falztasche und drei Falzwalzen, welche in zwei Falzwalzenpaaren
angeordnet sind.
Die Falzwalzen selber sind mittels Zahnrädern, Flachriemen oder Zahnriemen untereinander
verbunden und werden mit gleicher Geschwindigkeit über einen regelbaren Hauptantrieb
angetrieben.
Messerwellen oder Zuführeinheiten werden ebenfalls von diesem Hauptantrieb angetrieben.
[0004] Die
EP 1 475 333 A1 offenbart ein alternatives Antriebskonzept: jeder Falzwalzen eines Taschenfalzwerkes
ist ein eigener, unabhängiger Servomotor zugeordnet, so dass die Transportgeschwindigkeiten
der Falzwalzen unabhängig voneinander einstellbar sind.
[0005] Aus der
EP 0 844 205 A1 ist ein Taschenfalzwerk bekannt, dessen Falzwalzen mit unterschiedlichen Geschwindigkeitsprofilen
angetrieben werden.
[0006] Um eine höhere Arbeitsgeschwindigkeit des Taschenfalzwerkes ohne Beschädigung der
zu falzenden Bogen zu erreichen, wird ein Walzenpaar zunächst beschleunigt und anschließend
wieder abgebremst.
[0007] Bei Falzvorgängen im Taschenfalzprinzip, auch als Stauchfalzprinzip bezeichnet, werden
die Bogen über ein Schubwalzenpaar an einen einstellbaren Taschenanschlag geführt.
Nach Erreichen dieses Anschlages wird der Bogen an seiner Bogenvorderkannte gestoppt,
während das Schubwalzenpaar den Bogen weiter transportiert. Hierdurch erfährt der
Bogen eine Druckspannung zwischen Bogenanschlag und Schubwalzenpaar und es kommt dadurch
zu einer Ablenkung des Bogens kurz hinter dem Schubwalzenpaar, der Bildung eines Stauches.
Zur oberen Abstützung ist kurz hinter dem Schubwalzenpaar eine obere Führungsleiste
(obere Taschenlippe) angeordnet. Hinter dem Schubwalzenpaar ist ein Zugwalzenpaar
angeordnet. Durch die Auslenkung des Bogens nach unten wird der Bogen von den Zugwalzen
erfasst und der eigentliche Falzvorgang wird ausgeführt.
[0008] Um die Ausbringung von Falzmaschinen, sprich deren Produktivität, zu erhöhen, wird
die Durchlaufgeschwindigkeit der Bogen durch die Falzmaschine üblicherweise erhöht.
Durch die Erhöhung der Geschwindigkeit erfährt ein jeweiliger Falzbogen jedoch Deformierungen
und Beschädigungen, was zu deutlichen Qualitätseinbußen führt.
[0009] Die
DE 10 2008 048 287 A1 offenbart ein Verfahren zum unterschuppten Falzen von bedruckten Bogen in einer Falzmaschine.
Die Falzmaschine weist dazu mindestens eine Falzstation mit mindestens einem Falzwerk
auf. Die bogenförmigen Elemente werden in einer Transportrichtung mit ihrer Vorderkante
voraus mit einer Unterschuppung der Falzstation zugeführt. Die Unterschuppung entspricht
dabei erfindungsgemäß maximal der ersten Falzlänge.
Bei einem derartigen Verfahren kann die Leistung der Falzstation deutlich gesteigert
werden.
[0010] Nachteilig bei den oben beschriebenen Taschenfalzmaschinen ist, dass es bei der Stauchbildung
zu Problemen kommen kann. Wird der Stauch von den Zugwalzen nicht schnell genug sicher
erfasst, so kann es zur Kollision mit einem nachfolgenden Bogen und somit zu einem
Materialstau kommen.
Aufgabenstellung
[0011] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher ein Verfahren zum Falzen von Bogen
zu beschreiben und eine Taschenfalzmaschine zu schaffen, welche den Bogenlauf durch
das Falzwerk verbessern und die Nachteile des Standes der Technik zumindest teilweise
beheben.
[0012] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zum Falzen von Bogen gemäß Anspruch
1 und durch eine Taschenfalzmaschine gemäß Anspruch 8.
[0013] Das erfindungsgemäße Verfahren dient dem Falzen von Bogen in einer Taschenfalzmaschine
mit mindestens einem ersten Walzenpaar, einer in Bogenlaufrichtung nachgeordneten
ersten Falztasche und einem in Bogenlaufrichtung nachgeordneten Falzwalzenpaar. Erfindungsgemäß
weist zumindest eine der Walzen des Falzwalzenpaares an ihrer Oberfläche eine permanent
höhere Umfangsgeschwindigkeit auf als die Umfangsgeschwindigkeit an der Oberfläche
einer der Walzen des ersten Walzenpaares. In anderen Worten: die Umfangsgeschwindigkeit
der zumindest einen Walze des Falzwalzenpaares ist größer als die Umfangsgeschwindigkeit
zumindest einer der Walzen des ersten Walzenpaares. Dieser Geschwindigkeitsunterschied,
welcher bei Taschenfalzmaschinen gemäß dem Stand der Technik so nicht existiert, bewirkt,
dass nach der eigentlichen Falzbildung der Bogen durch das Falzwalzenpaar, auch als
Zugwalzenpaar bezeichnet, schneller transportiert wird als von dem Falzwalzenpaar,
auch als Schubwalzenpaar bezeichnet. Dadurch wird der Falzbogen gestrafft und schneller
in das Falzwalzenpaar eingezogen. Der Falzbogen wird somit nicht durch das Falzwerk
der Taschenfalzmaschine geschoben, wie allgemein üblich, sondern vielmehr gezogen.
Der Falzbogen steht ab dem Moment der Falzbildung unter einer Zugspannung. Infolgedessen
kann der Falzprozess insgesamt verbessert und die Qualität der Falzprodukte gesteigert
werden.
[0014] In einer besonders vorteilhaften und daher bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist eine Sonderwalze mit Doppelfunktion vorgesehen, welche sowohl Teil
des mindestens einen Walzenpaares als auch Teil des Falzwalzenpaares ist. Es sind
also insgesamt drei Walzen vorgesehen, wobei jeweils zwei Walzen gemeinsam ein Walzenpaar
bilden und die Sonderwalze sowohl dem Walzenpaar zugeordnet ist, welches den Einlauf
eines Bogens in die Falztasche bewirkt, als auch dem Falzwalzenpaar zugeordnet ist,
welches den eigentlichen Falzbruch bewirkt. Erfindungsgemäß entspricht die Umfangsgeschwindigkeit
dieser Sonderwalze maximal der Umfangsgeschwindigkeit der einen weiteren Walze des
Falzwalzenpaares und mindestens der Umfangsgeschwindigkeit der einen weiteren Walze
des ersten Walzenpaares. In anderen Worten: die Geschwindigkeit der Sonderwalze bewegt
sich zwischen der geringeren Geschwindigkeit der einen weiteren Walze des ersten Walzenpaares
und der höheren Umfangsgeschwindigkeit der einen weiteren Walze des Falzwalzenpaares.
[0015] In einer ersten Ausführungsvariante sind das mindestens eine erste Walzenpaar und
das Falzwalzenpaar mechanisch entkoppelt und die Rotationsgeschwindigkeiten des ersten
Walzenpaares und des Falzwalzenpaares sind unabhängig voneinander einstellbar. Für
die Durchführung dieses Verfahrens ist eine Taschenfalzmaschine mit einem Sonderwalzenstuhl
erforderlich, bei welchem der Antrieb des mindestens ersten Walzenpaares und des Falzwalzenpaares
voneinander entkoppelt sind.
[0016] In einer alternativen Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens stehen die Rotationsgeschwindigkeiten
der zumindest einen Walze des Falzwalzenpaares und der zumindest einen Walze des ersten
Walzenpaares in einem konstanten Verhältnis zueinander. In anderen Worten: die Rotationsgeschwindigkeiten
der Walzen können nicht beliebig eingestellt werden, sondern sind vielmehr voneinander
abhängig. In einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird während dem
Falzen die Bogenstraffung eines zu falzenden Bogens ermittelt, d.h. gemessen und in
Abhängigkeit vom Ergebnis der Ermittlung der Bogenstraffung werden die Rotationsgeschwindigkeiten
zumindest des ersten Walzenpaares und des Falzwalzenpaares angepasst. Dadurch kann
sichergestellt werden, dass ein Bogen während dem Falzprozess immer unter Zugspannung
gehalten wird und somit eine hohe Falzgenauigkeit erreichbar ist.
[0017] In einer ersten Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Verfahrens weisen alle
Walzen der Taschenfalzmaschine den gleichen Durchmesser auf und die zumindest eine
Walze des Falzwalzenpaares wird mit einer höheren Rotationsgeschwindigkeit angetrieben.
Insbesondere werden auch alle nachfolgenden Falzwalzen mit der höheren Rotationsgeschwindigkeit
oder einer noch größeren Rotationsgeschwindigkeit angetrieben. Zur Durchführung dieses
Verfahrens müssen an den Falzwalzen selbst keine Veränderungen vorgenommen werden,
da diese üblicherweise den gleichen Durchmesser haben. Es ist jedoch eine Anpassung
des Walzenantriebs erforderlich, so dass die zumindest eine Walze des Falzwalzenpaares
mit einer höheren Rotationsgeschwindigkeit angetrieben werden kann, wobei die höhere
Geschwindigkeit bewirkt, dass ein zu falzender Bogen während dem Falzprozess gestrafft
wird.
[0018] In einer alternativen Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Verfahrens weist
zumindest eine der Walzen des ersten Walzenpaares einen geringeren Durchmesser auf
als die Walzen des Falzwalzenpaares. Die Walzen des ersten Walzenpaares und die mindestens
eine Walze des Falzwalzenpaares werden dabei mit gleicher Rotationsgeschwindigkeit
angetrieben. Aufgrund des unterschiedlichen Durchmessers der zumindest einen Walze
des ersten Walzenpaares und der Walzen des Falzwalzenpaares ergibt sich jedoch ein
Unterschied von deren Umfangsgeschwindigkeiten. Dieses Geschwindigkeitsdelta der Umfangsgeschwindigkeiten
wiederum bewirkt, dass ein zu falzender Bogen während dem Falzprozess gestrafft wird
und ständig unter Zugspannung gehalten werden kann.
[0019] Die Erfindung betrifft auch eine alternative Ausführungsvariante einer Taschenfalzmaschine
mit mindestens einem ersten Walzenpaar, einer in Bogenlaufrichtung nachgeordneten
ersten Falztasche und einem in Bogenlaufrichtung nachgeordneten Falzwalzenpaar. Erfindungsgemäß
weist ein jeweiliges Falzwerk der Taschenfalzmaschine eine Sonderwalze mit Doppelfunktion
auf, welche sowohl Teil des mindestens einen Walzenpaares als auch Teil des Falzwalzenpaares
ist. Weiterhin weist die Taschenfalzmaschine einen Antrieb zum Antreiben der Walzen
auf, welcher zumindest dem ersten Walzenpaar und dem Falzwalzenpaar zugeordnet ist.
In vorteilhafter Weise ist die Sonderwalze über eine Reibkupplung, auch als Rutschkupplung,
Schlupfkupplung oder Schlupfgetriebe bezeichnet, zumindest mittelbar mit dem Antrieb
gekoppelt. Dadurch wird erreicht, dass die Sonderwalze derart angetrieben werden kann,
dass sich ihre Umfangsgeschwindigkeit zwischen der Umfangsgeschwindigkeit der einen
weiteren Walze des ersten Walzenpaares und der Umfangsgeschwindigkeit der einen weiteren
Walze des Falzwalzenpaares anpassen kann. Während dem Zuführen eines Bogens in die
Falztasche wirkt die Sonderwalze zusammen mit der weiteren Walze des ersten Walzenpaares,
um einen Bogen in die Falztasche zu schieben. Beide Walzen weisen dabei die gleiche
Umfangsgeschwindigkeit auf. Sobald im Bogen die Stauchbildung erfolgt und der Stauch
zwischen die Falzwalzen gezogen wird, wirkt die Sonderwalze zusammen mit der weiteren
Walze des Falzwalzenpaares und bewirkt den Falzbruch in dem Falzbogen. Dabei wird
die Sonderwalze mit der höheren Umfangsgeschwindigkeit der weiteren Walze des Falzwalzenpaares
angetrieben.
[0020] Vorstellbar ist auch eine Taschenfalzmaschine, welche nicht zur Erfindung gehört,
mit mindestens einem ersten Walzenpaar, einer in Bogenlaufrichtung nachgeordneten
ersten Falztasche und einem in Bogenlaufrichtung nachgeordneten Falzwalzenpaar. Erfindungsgemäß
weist die Taschenfalzmaschine einen Antrieb auf, wobei der Antrieb einer jeweiligen
Walze des ersten Walzenpaares und des Falzwalzenpaares zugeordnet ist. In einem jeweiligen
Falzwerk der Taschenfalzmaschine ist jeweils eine Sonderwalze mit Doppelfunktion vorgesehen,
welche sowohl Teil des mindestens einen Walzenpaares als auch Teil des Falzwalzenpaares
ist. Der Antrieb weist Bandrollen auf, wobei einer jeweiligen Walze jeweils eine Bandrolle
zugeordnet ist, und die jeweilige Walze mit der jeweiligen Bandrolle mittels einer
Freilaufkupplung verbunden ist. Der Antrieb besitzt zum Antreiben der Bandrollen weiterhin
ein bewegtes Band, welches auch als Riemen bzw. Gurt ausgeführt sein kann. In vorteilhafter
Weise ist der Durchmesser einer jeweiligen Bandrolle geringer als der Durchmesser
einer - in Bogenlaufrichtung betrachtet - vorherigen Bandrolle. In anderen Worten:
in Bogenlaufrichtung betrachtet nimmt der Durchmesser der Bandrollen ab. Dies bewirkt
im Gegenzug, dass die Rotationsgeschwindigkeit der Bandrollen - in Bogenlaufrichtung
betrachtet - zunimmt. D.h. das mindestens erste Walzenpaar wird mit einer geringeren
Rotationsgeschwindigkeit angetrieben als das nachfolgende Falzwalzenpaar. Durch diese
erfindungsgemäße Ausgestaltung des Antriebs der Walzen wird also ein Geschwindigkeitsdelta
der Walzen erzeugt, was sicherstellt, dass ein Falzbogen ständig unter Zugspannung
gehalten wird und infolgedessen qualitativ hochwertige Falzbrüche erzeugt werden können.
[0021] In einer alternativen weiteren Ausführungsvariante einer Taschenfalzmaschine, welche
ebenfalls nicht zur Erfindung gehört, besitzt diese mindestens ein erstes Walzenpaar,
eine in Bogenlaufrichtung nachgeordnete erste Falztasche und ein in Bogenlaufrichtung
nachgeordnetes Falzwalzenpaar. Erfindungsgemäß ist - in Bogenlaufrichtung betrachtet
- zwischen dem ersten Walzenpaar und der ersten Falztasche mindestens ein Bogenleitelement
angeordnet, insbesondere ein Führungsblech oder eine Leitrolle, wodurch ein Sonderwalzenstuhl
gebildet wird, sodass die Rotationsgeschwindigkeiten von Walzenpaar und Falzwalzenpaar
unabhängig voneinander einstellbar sind.
[0022] In vorteilhafter Weiterbildung dieser Variante der Taschenfalzmaschine besitzt diese
mindestens einen ersten Antrieb und einen zweiten Antrieb, wobei der erste Antrieb
dem ersten Walzenpaar und der zweite Antrieb dem Falzwalzenpaar zugeordnet ist und
das erste Walzenpaar und das Falzwalzenpaar voneinander mechanisch entkoppelt sind.
Bei den Antrieben kann es sich insbesondere um einzeln ansteuerbare Servomotoren handeln.
[0023] In einer ersten Ausführungsvariante weisen die oben beschriebenen Taschenfalzmaschinen
alle Walzen mit gleichem Durchmesser auf. Bei diesen Taschenfalzmaschinen wird das
Geschwindigkeitsdelta der Umfangsgeschwindigkeiten von erstem Walzenpaar und nachfolgendem
Falzwalzenpaar durch eine entsprechende Ausgestaltung des Walzenantriebs bewerkstelligt.
[0024] In einer zweiten Ausführungsvariante der oben beschriebenen Taschenfalzmaschinen
weist zumindest eine der Walzen des ersten Walzenpaares einen geringeren Durchmesser
auf als der Durchmesser der Walzen des Falzwalzenpaares. Das Geschwindigkeitsdelta
der Umfangsgeschwindigkeiten von erstem Walzenpaar und Falzwalzenpaar wird hierbei
durch die Durchmesserunterschiede der Walzen bewirkt.
[0025] Bezüglich der Bezeichnung "erstes Walzenpaar" sei noch folgendes bemerkt: Bei dem
ersten Walzenpaar handelt es sich um das erste Walzenpaar eines bestimmten Falzwerkes.
Sind in einer Taschenfalzstation mehrere Falzwerke vorgesehen, so kann das besagte
erste Walzenpaar auch z.B. in dem zweiten Falzwerk angeordnet sein, sodass die Walzenpaare
des - in Bogenlaufrichtung T betrachtet - vorherigen Falzwerks dem ersten Walzenpaar
vorgeordnet sind.
[0026] Die beschriebene Erfindung und die beschriebenen vorteilhaften Weiterbildungen der
Erfindung stellen auch in beliebiger Kombination miteinander vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung dar.
[0027] Hinsichtlich weiterer Vorteile und in konstruktiver und funktioneller Hinsicht vorteilhafter
Ausgestaltungen der Erfindung wird auf die Unteransprüche sowie die Beschreibung von
Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen verwiesen.
Ausführungsbeispiel
[0028] Die Erfindung soll an Hand bevorzugter Ausführungsbeispiele noch näher erläutert
werden. Es zeigen in schematischer Darstellung
- Fig. 1
- den grundsätzlichen Aufbau eines Taschenfalzwerks
- Fig. 2
- eine Ansicht der Falzstation nach Entfernen des Schutzes
- Fig. 3
- den Antrieb einer Falzwalze
- Fig. 4a
- einen Standard-Walzenstuhl in erfindungsgemäßer Ausführung
- Fig. 4b
- den Standard-Walzenstuhl aus Fig. 4a mit einem Bogen
- Fig. 5a
- einen Sonder-Walzenstuhl in einer ersten Ausfiihrungsform
- Fig. 5b
- einen Sonder-Walzenstuhl in einer zweiten Ausführungsform
- Fig. 5c
- einen Sonder-Walzenstuhl in einer dritten Ausführungsform
- Fig. 6
- einen Standard-Walzenstuhl in einer Ausführung mit zwei Antrieben
- Fig. 7
- eine Übersichtsdarstellung einer erfindungsgemäßen Falzmaschine
- Fig. 8 a,b
- einen Antrieb der Sonderwalze mit Reibkupplung
[0029] Einander entsprechende Elemente und Bauteile sind in den Figuren mit gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0030] In Fig. 1 ist ein Falzwerk einer Taschenfalzmaschine 100 dargestellt, wie es grundsätzlich
aus dem Stand der Technik bekannt ist. Das Falzwerk umfasst eine erste Falzwalze 1,
eine zweite Falzwalze 1.1 und eine dritte Falzwalze 2. Die Falzwalzen 1 und 1.1 bilden
gemeinsam ein erstes Walzenpaar, welches auch als Schubwalzenpaar bezeichnet wird.
[0031] Dieses Walzenpaar 1, 1.1 schiebt einen Bogen 30 in die Falztasche 6 des Falzwerks.
Die Falztasche 6 besitzt einen Bogenanschlag 6.1, bis zu welchem der Bogen 30 transportiert
wird. Geführt wird der Bogen dabei von einer oberen Taschenlippe 6.2 und einer unteren
Taschenlippe 6.3. Sobald der Bogen 30 mit seiner Vorderkante an dem Taschenanschlag
6.1 anstößt, beginnt sich eine Stauchfalte 30.1 im Bogen 30 auszubilden, welche von
den Walzen 1.1 und 2 eingezogen wird und wobei ein Falzbruch in dem Bogen 30 erzeugt
wird, welcher im erstellten Falzprodukt die Falzkante darstellt. Die Walzen 1.1 und
2 bilden somit ein Falzwalzenpaar, welches auch als Zugwalzenpaar bezeichnet wird.
Die Walze 1.1 bildet somit eine Sonderwalze mit Doppelfunktion, da sie sowohl Teil
des ersten Walzenpaares als auch Teil des Falzwalzenpaares ist. Bei Falzwerken nach
dem Stand der Technik werden alle Walzen 1, 1.1, 2 mit der gleichen Rotationsgeschwindigkeit
angetrieben. Auch weisen alle Walzen 1, 1.1, 2 den gleichen Durchmesser auf. Somit
besitzen alle Walzen 1, 1.1, 2 Umfangsgeschwindigkeiten von gleichem Betrag, d.h.
v1= v2. Gemäß der Erfindung wird dieses Prinzip aufgebrochen und das Falzwerk mit
einem Geschwindigkeitsdelta betrieben: die Walze 1 besitzt eine Umfangsgeschwindigkeit
v1, welche kleiner ist als die Umfangsgeschwindigkeit v2 der Falzwalze 2, also v1
< v2. Die Sonderwalze 1.1 hingegen ist so ausgeführt, dass diese sowohl die kleinere
Umfangsgeschwindigkeit v1 als auch die größere Umfangsgeschwindigkeit v2 aufweisen
kann. So besitzt die Sonderwalze 1.1 während dem Zuführen eines Bogens 30 in die Falztasche
6 wie auch die Walze 1 eine Umfangsgeschwindigkeit v1. Wenn die Stauchfalte 30.1 des
Bogens 30 zwischen die Falzwalzen 1.1 und 2 gezogen wird, nimmt die Sonderwalze 1.1
die gleiche Umfangsgeschwindigkeit v2 wie die Falzwalze 2 an. Da die Umfangsgeschwindigkeit
v2 größer ist als die Umfangsgeschwindigkeit v1, wird der Bogen 30 nicht wie üblich
durch das Falzwerk geschoben, sondern vielmehr in gestrafftem Zustand durch das Falzwerk
gezogen. Dadurch können Falzprodukte mit qualitativ hochwertigen Falzbrüchen erzeugt
werden und es wird darüber hinaus sichergestellt, dass der Bogen 30 zügig aus dem
Stauchraumbereich, d.h. dem Bereich zwischen den Walzen 1, 1.1 und 2, abtransportiert
wird, so dass es nicht zu einer Kollision mit einem nachfolgend in das Falzwerk zugeführten
Bogen 30 kommen kann.
[0032] In Fig. 2 ist eine Ansicht der Falzstation 103 dargestellt, welche sich ergibt, wenn
der Schutz der Falzstation 103 entfernt und der Antriebsstrang der Falzwalzen 1, 1.1,
2, 3, 4, 5 offengelegt wird. Die Falzwalzen 1, 1.1, 2, 3, 4, 5 werden von einem Flachband
8 angetrieben. Dazu weist die Falzstation 103 eine Getriebeplatte 25 auf, welche Bandrollen
26, eine Umlenkrolle 27.1 als auch eine Antriebsrolle 27.2 aufnimmt. Die Antriebsrolle
27.2 kann mit einem hier nicht dargestellten ersten Antrieb 28.1 verbunden sein und
treibt ein Flachband 8 an. Die Bandrollen 26 werden von dem Flachband 8 umschlungen
und somit rotativ angetrieben.
[0033] Wie es sich aus der Schnittdarstellung von Fig. 3 ergibt, sind die Falzwalzen 1,
1.1, 2, 3, 4, 5 über einen Falzwalzenhebel 23, eine Kreuzkupplung 24 - auch als Kreuzscheiben-Kupplung
bezeichnet -, welche beispielsweise als Oldham-Kupplung ausgeführt sein kann, mit
einer jeweiligen Bandrolle 26 verbunden. Die Einheit wird dabei in der Getriebeplatte
25 gelagert. Die Bandrolle 26, um welche das Flachband 8 geschlungen ist, wird in
dieser Ausführungsform mittels einer Freilaufkupplung 9 auf einem Achszapfen gehalten,
welcher mit der Kreuzkupplung 24 verflanscht ist. Die Freilaufkupplungen 9 bewirken,
dass die Falzwalze 1 in der vorgesehenen Rotationsrichtung auch schneller rotieren
kann als die Bandrolle 26. Um die nachfolgenden Falzwalzen mit einer höheren Geschwindigkeit
antreiben zu können, ist es vorgesehen, dass die Bandrollen 26 stromabwärts einen
geringfügig abnehmenden Durchmesser d3 aufweisen. Da alle Bandrollen 26 von dem gleichen
Flachband 8 angetrieben werden, wird durch den kleiner werdenden Bandrollendurchmesser
d3 erreicht, dass die Rotationsgeschwindigkeit der Bandrollen 26 zunimmt. Da gemäß
dieser Ausführungsvariante alle Walzen 1, 1.1, 2, 3, 4, 5 den gleichen Walzendurchmesser
d1, d2 aufweisen, nimmt die Umfangsgeschwindigkeit v1, v2 der Falzwalzen 1, 1.1, 2,
3, 4, 5 - in Bogenlaufrichtung T betrachtet - zu. Dadurch wird in vorteilhafter Weise
bewirkt, dass ein Bogen 30 durch die Falzwerke der Falzstation 103 hindurch gezogen
wird.
[0034] Fig. 4a zeigt eine alternative Ausgestaltung der Falzstation 103. Über einen Zuführtisch
102 werden Bogen 30 in Bogentransportrichtung T der Falzstation 103 zugeführt. Die
Falzstation 103 besitzt ein vorgelagertes Messerwellenpaar 7.1, als auch ein nachgelagertes
Messerwellenpaar 7.2, welche der Vorbereitung des Bogens 30 für den Falzprozess bzw.
der Nachbereitung der gefalzten Signatur dienen. Die Falzstation 103 besitzt weiterhin
eine Mehrzahl von Walzen 1, 1.1, 2, 3, 4, 5 und drei Falztaschen 6. An der ersten
oberen Position befindet sich keine Falztasche 6; stattdessen wird hier eine Bogenweiche
6.4 eingesetzt, so dass der erste Falzbruch in dem Bogen 30 durch die erste, untenliegende
Falztasche gebildet wird. Die Walzen 1 und 1.1. sind Teil eines ersten Walzenstuhls
W1, wohingegen die Walzen 3, 4, 5 Teil eines zweiten Walzenstuhls W2 sind. Die Walzen
1 und 1.1. des ersten Walzenstuhls W1 sind einem ersten Geschwindigkeitsbereich V1
zugeordnet und die Walzen 1 und 1.1 weisen eine erste Umfangsgeschwindigkeit v1 auf.
Die Walzen 3, 4, 5 sind einem Geschwindigkeitsbereich V2 zugeordnet und die Walzen
3, 4, 5 weisen eine zweite Umfangsgeschwindigkeit v2 auf. Die zweite Umfangsgeschwindigkeit
v2 ist dabei größer als die erste Umfangsgeschwindigkeit v1. Dadurch wird sichergestellt,
dass ein Bogen 30 durch die Falzstation 103 hindurch gezogen wird. Die Walze 2 ist
als Sonderwalze ausgeführt und keinem der beiden Walzenstühle W1, W2 zugeordnet. Die
Walze 2 ist jedoch einem Zwischengeschwindigkeitsbereich V1 - V2 zugeordnet. Dies
bedeutet, dass die Umfangsgeschwindigkeit der Walze 2 sowohl den Wert der ersten Umfangsgeschwindigkeit
v1 als auch den Wert der zweiten Umfangsgeschwindigkeit v2 annehmen kann. In einer
ersten Ausführungsform haben alle Walzen 1, 1.1, 2, 3, 4, 5 den gleichen Walzendurchmesser
d1, d2. Das Geschwindigkeitsdelta zwischen dem ersten Geschwindigkeitsbereich V1 und
dem zweiten Geschwindigkeitsbereich V2 wird dann durch Antrieb der Walzen mit unterschiedlichen
Rotationsgeschwindigkeiten erreicht, beispielsweise indem jedem Walzenstrang W1, W2
ein Antrieb 28.1, 28.2 zugeordnet ist, vergleiche Figur 6.
[0035] In einer alternativen Ausführungsvariante weisen die Walzen unterschiedliche Durchmesser
d1, d2 auf. So haben die Walzen 1, 1.1 des ersten Walzenstrangs W1 einen kleineren
Durchmesser d1, wohingegen die Walzen 3, 4, 5 des Walzenstrangs 2 als auch die Sonderwalze
2 einen größeren Walzendurchmesser d2 aufweisen. So kann beispielsweise der Walzendurchmesser
d1 um etwa 1 % geringer sein als der Walzendurchmesser d2. Dadurch wird erreicht,
dass bei einem gemeinsamen Antrieb aller Falzwalzen 1, 1.1, 2, 3, 4, 5 die Walzen
1 und 1.1 eine geringere Umfangsgeschwindigkeit v1 aufweisen als die Umfangsgeschwindigkeit
v2 der Walzen 2, 3, 4 und 5. Dadurch wird erreicht, dass ein Bogen 30 in der Falzstation
103 ständig unter einer Zugspannung gehalten wird.
[0036] In Fig. 4b ist die Situation dargestellt, wenn der Bogen 30 die ersten beiden Falztaschen
6 bereits passiert hat, somit zwei Falzbrüche erfahren hat und sich nun in der dritten
Falztasche 6 befindet. Weiter ist in Fig. 4b angedeutet, dass die Sonderwalze 2 über
eine Reibkupplung 12 mit dem Antriebsstrang verbunden ist, sodass die Umfangsgeschwindigkeit
der Walze 2 sowohl den Wert der ersten Umfangsgeschwindigkeit v1 als auch den Wert
der zweiten Umfangsgeschwindigkeit v2 annehmen kann. Eine mögliche Ausführungsform
einer Reibkupplung 12 ist in den Fig. 8a und b dargestellt.
[0037] In Fig. 5a ist ein alternativer Aufbau der Falzstation 103 dargestellt, wobei im
Gegensatz zu den Figuren 4a und 4b, wo ein Standardwalzenstuhl verwendet wird, hier
ein Sonderwalzenstuhl eingesetzt wird. Die Falzstation 103 weist einen ersten Walzenstrang
W1 und einen zweiten Walzenstrang W2 auf. Dem ersten Walzenstrang W1 sind die Walzen
1 und 1.1 zugeordnet, welche mit einer ersten Umfangsgeschwindigkeit v1 rotieren und
daher einem ersten Geschwindigkeitsbereich V1 zugeordnet sind. Dem zweiten Walzenstrang
W2 sind die Walzen 2, 3, 4 und 5 zugeordnet, welche einen zweiten Geschwindigkeitsbereich
V2 bilden, da sie Umfangsgeschwindigkeiten v2 aufweisen, welche größer sind als die
ersten Umfangsgeschwindigkeiten v1. Zwischen dem ersten Walzenstrang W1 und dem zweiten
Walzenstrang W2 ist eine Zwischenwalze 2.Z und ein Leitelement 2.L angeordnet. Die
Zwischenwalze 2.Z kann Umfangsgeschwindigkeiten zwischen v2 und v1 annehmen und ist
daher einem Zwischengeschwindigkeitsbereich V1 - V2 zugeordnet. Hierdurch wird ebenfalls
sichergestellt, dass ein Falzbogen 30 schnell in die nächste Falztasche 6 gezogen
werden kann.
[0038] In Fig. 5b ist eine Weiterbildung des Sonderwalzenstuhls aus Fig. 5a dargestellt:
Die Falzstation 103 besitzt nur zwei Falztaschen 6, ist jedoch bezüglich des Geschwindigkeitsdeltas
der Umfangsgeschwindigkeiten der Walzen weiter optimiert. So bilden die Walzen 1 und
1.1 einen ersten Walzenstrang W1, und sind einem ersten Geschwindigkeitsbereich V1
zugeordnet, da sie jeweils Umfangsgeschwindigkeiten v1 besitzen. Von diesem ersten
Walzenstrang W1 getrennt ist ein zweiter Walzenstrang W2, der von einer Falzwalze
2 und einer Zwischenwalze 2.Z gebildet wird. Die Walzen 2 und 2.Z besitzen eine zweite
Umfangsgeschwindigkeit v2 und sind daher einem zweiten Geschwindigkeitsbereich V2
zugeordnet. Mechanisch entkoppelt vom zweiten Walzenstrang W2 ist ein dritter Walzenstrang
W3, welcher von einer Falzwalze 3 und einer weiteren Zwischenwalze 3.Z gebildet wird.
Der Zwischenwalze 3.Z gegenüberliegend angeordnet ist ein Leitelement 3.L. Die Walzen
3 und 3.Z haben beide eine dritte Umfangsgeschwindigkeit v3 und werden daher einem
dritten Geschwindigkeitsbereich V3 zugeordnet. Durch die Aufteilung in drei Walzenstränge
W1, W2, W3 wird ermöglicht, dass die Umfangsgeschwindigkeit v1, v2, v3 der Walzen
- in Bogenlaufrichtung T betrachtet - zunimmt und ein Bogen 30 somit in gestrafftem
Zustand durch die Walzenstränge W1, W2, W3 hindurch gezogen wird.
[0039] In Fig. 5c ist eine Weiterentwicklung des Sonderwalzenstuhls aus Fig. 5b abgebildet.
Dabei wurden die Leitelemente 2.L und 3.L durch Führungswalzen 2.F und 3.F ersetzt.
[0040] Wird mit Falzwalzen 1, 1.1, 2, 3, 4, 5 mit gemeinsamem Antrieb 28.1 und mit unterschiedlichen
Walzendurchmessern d1, d2 gearbeitet, so können beim Sonderwalzenstuhl gemäß Figur
5b die Walzen 3.Z und 3 einen gegenüber d2 größeren Walzendurchmesser d3 aufweisen.
Beim Sonderwalzenstuhl gemäß Fig. 5c können die Walzen 3, 3.Z, 3.F den größeren Walzendurchmesser
d3 aufweisen.
In diesen Ausführungsformen wird das erfindungsgemäße Geschwindigkeitsdelta durch
die unterschiedlichen Walzendurchmesser d1, d2, d3 realisiert.
[0041] Um das erforderliche Geschwindigkeitsdelta zu bestimmen, welches für eine gute Bogenstraffung
erforderlich ist, kann die Bogenstraffung eines Bogens 30 in der Falzstation 103 optisch
erfasst werden. Alternativ dazu können auch Veränderungen der Einstellvorrichtung
29.1 zur Einstellung des Falzwalzenspaltes beobachtet werden und daraus Rückschlüsse
auf die Bogenstraffung gezogen werden. Die Einstellvorrichtung 29.1, auch bekannt
unter dem Begriff Festa-Einstellvorrichtung, ist über einen Lagerhebel 29.2 mit einer
jeweiligen Falzwalze 1, 1.1, 2, 3, 4, 5 verbunden. Bei zu hohen Förderkräften neigen
die Falzwalzen - zumindest bei einem direkten Zahnradantrieb - zum sogenannten "Springen".
Hierbei drücken sich die Zahnräder der Falzwalzen durch die auftretenden Kräfte auseinander
und es entsteht ein Spalt zwischen der Einstellvorrichtung 29.1 und dem Lagerhebel
29.2, welcher messtechnisch erfasst werden kann. Das Messergebnis kann dazu herangezogen
werden, das Geschwindigkeitsdelta soweit zu reduzieren, dass die Falzwalzen gerade
nicht mehr springen.
[0042] In einer alternativen Ausführungsform - wie in den Fig. 8a und b dargestellt - ist
es möglich das Geschwindigkeitsdelta durch ein Schlupfgetriebe zu erzeugen.
Nach Abbau der Stauchung kann sich je nach Reibkrafteinstellung am Schlupfgetriebe
12 das Geschwindigkeitsdelta automatisch anpassen. Hierbei wird ein wie in den Fig.
4a und b dargestellter Walzenstuhl W1 mit konstanter Geschwindigkeit v1 angetrieben.
Der andere Walzenstuhl W2 wird mit erhöhter Geschwindigkeit v2 angetrieben. Die Sonderwalze
2 wird über eine Reibkupplung 12 mit einer dazwischen liegenden Geschwindigkeit angetrieben,
abhängig davon, ob sich ein Bogen 30 gerade zwischen den Walzen 1.1 und 2 oder zwischen
den Walzen 2 und 3 befindet. Generell wird die Geschwindigkeit v1, v2, v3 - in Bogenlaufrichtung
T gesehen - stromabwärts erhöht. Während dem Falzprozess regelt sich die Geschwindigkeit
v1- v2 selbsttätig ein.
[0043] Die Figur 7 zeigt eine Falzmaschine 100, wie sie aus dem Stand der Technik bekannt
ist. Die Falzmaschine 100 weist einen Bogenanleger 101, einen Ausrichttisch 102 und
eine Bearbeitungsstation 103 auf. Der Bogenanleger 101 bewirkt ein Vereinzeln von
Bogen 30 von einem Bogenstapel 300, wozu ein Trennsauger 11 (Tremat) an der Hinterkante
des Stapels 300 mittels Blasluft und Hubsauger einen Bogen 30 vom Stapel trennt und
anhebt, welcher dann z.B. durch ein Saugrad 10 an den Ausrichttisch 102 übergeben
werden kann. Der Ausrichttisch 102 besitzt eine Vielzahl von Führungsschienen, auf
welchen ein jeweiliger Bogen 30 während seines Transports in Bogentransportrichtung
T aufliegt. Während des Transports über den Ausrichttisch 102 wird ein jeweiliger
Bogen 30 von dem Förderband 20, welches leicht schräg zur Bogentransportrichtung T
verläuft, gegen ein Ausrichtlineal 21 transportiert und so ausgerichtet. Um ein Abheben
eines jeweiligen Bogens 30 zu verhindern und sicher zu stellen, dass ein jeweiliger
Bogen 30 in Kontakt mit dem Förderband 20 bleibt, ist eine Vielzahl von Niederhaltekugeln
22 vorgesehen. Ein so ausgerichteter Bogen 30 wird nachfolgend an die Bearbeitungsstation
103, hier dargestellt als erste Falzstation, übergeben. Die Falzstation 103 besitzt
vorgelagerte Messerwellen 7.1, erste Falzwalzen 1, 1.1 eine erste obere Falztasche
6, zweite Falzwalzen 2, 3 und eine zweite untere Falztasche 6. Die Falzstation 103
ist wie obenstehend beschrieben ausgeführt, sodass ein Bogen 30 erfindungsgemäß durch
die Falzstation hindurch gezogen wird.
[0044] In den Fig. 8a und b ist eine mögliche Ausführungsform einer Reibkupplung 12 dargestellt,
wobei eine Sonderwalze 2 von einem Zahnrad 50 angetrieben wird und dank der Reibkupplung
12 eine Geschwindigkeit im Zwischengeschwindigkeitsbereich V1-V2 annehmen kann.
[0045] In Fig. 8a ist die Reibkupplung 12 in montiertem Zustand abgebildet; aus Fig. 8b
ergibt sich ihr Aufbau:
Die Reibkupplung 12 besitzt eine Welle 43, welche mit der Falzwalze 2 verbunden ist.
Die Rotationsbewegung des Zahnrades 50 wird über einen Gleitring 45 auf einen Mitnahmering
46 und durch dessen Nase auf die Welle 43 übertragen, sodass auch die Falzwalze 2
eine Rotationsbewegung ausführt. Der Antrieb bewirkt - wenn kein Schlupf in der Reibkupplung
12 vorliegt - eine Rotation mit der durch das Zahnrad 50 vorgegebenen Geschwindigkeit
v1. Die Reibkupplung 12 besitzt weiterhin eine Druckfeder 48, welche durch eine Buchse
47, eine Scheibe 49 und eine Mutter 41 gehalten wird, und welche die Scheiben 45,
46 als Kraftübertragungselemente gegen die Stirnfläche des Zahnrades 50 presst. Die
Spannkraft der Druckfeder 48 wird dabei so eingestellt, dass die Reibkupplung 12 dann
rutscht und keine Antriebskraft übertragen wird, wenn die Falzwalze 2 dank der Pressung
einer zwischen der Falzwalze 2 und einer nachfolgenden, mit höherer Geschwindigkeit
v2 rotierten Falzwalze 3 transportierten Signatur 30 ebenfalls mit der höheren Geschwindigkeit
v2 rotiert wird. Durch die Reibkupplung 12, welche auch als Rutschkupplung bezeichnet
werden kann, wird also sichergestellt, dass die Falzwalze 2 Geschwindigkeiten zwischen
v1 und v2 annehmen kann.
Bezugszeichenliste
[0046]
- 1, 1.1, 2, 3, 4, 5
- Falzwalzen
- 2.Z, 3.Z
- Zwischenwalzen
- 2.F, 3.F
- Führungswalzen
- 2.L, 3.L
- Leitelement
- 6
- Falztasche
- 6.1
- Bogenanschlag
- 6.2
- Taschenlippe oben
- 6.3
- Taschenlippe unten
- 6.4
- Bogenweiche
- 7.1
- Messerwellenpaar vorgelagert
- 7.2
- Messerwellenpaar nachgelagert
- 8
- Flachband
- 9
- Freilaufkupplung
- 10
- Saugrad
- 11
- Tremat (Bogentrenneinrichtung)
- 12
- Reibkupplung / Schlupfkupplung / Schlupfgetriebe
- 20
- Transportband
- 21
- Ausrichtlineal
- 22
- Niederhalteelemente
- 23
- Falzwalzenhebel
- 24
- Kreuzkupplung
- 25
- Getriebeplatte
- 26
- Bandrolle
- 27.1
- Umlenkrolle
- 27.2
- Antriebsrolle
- 28.1
- erster Antrieb
- 28.2
- zweiter Antrieb
- 29.1
- Einstellvorrichtung
- 29.2
- Lagerhebel
- 30
- Bogen
- 30.1
- Stauchfalte
- 41
- Mutter
- 42
- Kugellager
- 43
- Welle
- 44
- Gewindestift
- 45
- Gleitring
- 46
- Mitnahmering
- 47
- Buchse
- 48
- Druckfeder
- 49
- Scheibe
- 50
- Zahnrad
- 100
- Falzmaschine
- 101
- Bogenanleger
- 102
- Zuführtisch
- 103
- Falzstation
- 300
- Bogenstapel
- d1
- Walzendurchmesser
- d2
- Walzendurchmesser
- d3
- Rollendurchmesser
- v1
- erste Umfangsgeschwindigkeit
- v2
- zweite Umfangsgeschwindigkeit
- v3
- dritte Umfangsgeschwindigkeit
- V1
- erster Geschwindigkeitsbereich
- V2
- zweiter Geschwindigkeitsbereich
- V1-V2
- Zwischengeschwindigkeitsbereich
- V3
- dritter Geschwindigkeitsbereich
- W1
- erster Walzenstrang
- W2
- zweiter Walzenstrang
- W3
- dritter Walzenstrang
- T
- Bogenlaufrichtung
1. Verfahren zum Falzen von Bogen (30) in einer Taschenfalzmaschine (100) mit mindestens
einem ersten Walzenpaar, einer in Bogenlaufrichtung (T) nachfolgenden ersten Falztasche
(6) und einem in Bogenlaufrichtung (T) nachfolgenden Falzwalzenpaar (2, 3 bzw. 2,
2.Z),
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine der Walzen des Falzwalzenpaares (2, 3 bzw. 2, 2.Z) an ihrer Oberfläche
eine permanent höhere Umfangsgeschwindigkeit (v2) aufweist als die Umfangsgeschwindigkeit
(v1) an der Oberfläche zumindest einer der Walzen des ersten Walzenpaares (1.1, 2
bzw. 1, 1.1).
2. Verfahren zum Falzen von Bogen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Sonderwalze (2) mit Doppelfunktion vorgesehen ist, welche sowohl Teil des mindestens
einen Walzenpaares (1.1, 2) als auch Teil des Falzwalzenpaares (2, 3) ist, und dass
die Umfangsgeschwindigkeit dieser Sonderwalze maximal der Umgangsgeschwindigkeit (v2)
der einen weiteren Walze (3) des Falzwalzenpaares und mindestens der Umfangsgeschwindigkeit
(v1) der einen weiteren Walze (1.1) des ersten Walzenpaares entspricht.
3. Verfahren zum Falzen von Bogen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das mindestens eine Walzenpaar (1, 1.1) und das Falzwalzenpaar (2, 3) mechanisch
entkoppelt sind und ihre Rotationsgeschwindigkeiten unabhängig voneinander einstellbar
sind.
4. Verfahren zum Falzen von Bogen nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rotationsgeschwindigkeiten der zumindest einen Walze (3) des Falzwalzenpaares
und der zumindest einen Walze (1.1) des ersten Walzenpaares in einem konstanten Verhältnis
zueinander stehen.
5. Verfahren zum Falzen von Bogen nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass während dem Falzen die Bogenstraffung eines zu falzenden Bogens (30) ermittelt wird
und,
dass insbesondere in Abhängigkeit vom Ergebnis der Ermittlung der Bogenstraffung die Rotationsgeschwindigkeiten
(v1, v2, v3) angepasst werden.
6. Verfahren zum Falzen von Bogen nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass alle Walzen (1, 1.1, 2, 3, 4, 5) den gleichen Durchmesser (d1, d2, d3) aufweisen
und die zumindest eine Walze (3) des Falzwalzenpaares mit einer höheren Rotationsgeschwindigkeit
(v2) angetrieben wird.
7. Verfahren zum Falzen von Bogen nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine der Walzen (1.1) des ersten Walzenpaares einen geringeren Durchmesser
(d1) aufweist als die Walzen des Falzwalzenpaares (2, 3), wobei die Walzen des ersten
Walzenpaares (1.1, 2) und die mindestens eine Walze des Falzwalzenpaares (3) mit gleicher
Rotationsgeschwindigkeit angetrieben werden.
8. Taschenfalzmaschine (100) mit mindestens einem ersten Walzenpaar (1, 1.1 bzw. 1.1,
2) , einer in Bogenlaufrichtung (T) nachfolgenden ersten Falztasche (6) und einem
in Bogenlaufrichtung (T) nachfolgenden Falzwalzenpaar (1.1,2 bzw. 2,3) zur Durchführung
des Verfahrens nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Taschenfalzmaschine (100) einen Antrieb (8, 28.1) aufweist, wobei der Antrieb
(28.1) dem ersten Walzenpaar (1, 1.1 bzw. 1.1, 2) und dem Falzwalzenpaar (1.1,2 bzw.
2,3) zugeordnet ist und, dass eine Sonderwalze (1.1 bzw. 2) mit Doppelfunktion vorgesehen
ist, welche sowohl Teil des mindestens einen Walzenpaares als auch Teil des Falzwalzenpaares
ist, wobei die Sonderwalze über eine Reibkupplung (12) mit dem Antrieb (8, 28.1) gekoppelt
ist.
9. Taschenfalzmaschine nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass alle Walzen (1, 1.1, 2, 3, 4, 5) den gleichen Durchmesser (d1, d2, d3) aufweisen.
10. Taschenfalzmaschine nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine der Walzen (1, 1.1 bzw. 1.1,2) des ersten Walzenpaares einen geringeren
Durchmesser (d1) aufweist als der Durchmesser (d2) der Walzen (1.1, 2 bzw. 2,3) des
Falzwalzenpaares.
1. Method for folding sheets (30) in a buckle folding machine (100) including at least
one pair of rollers, a first buckle folding unit (6) disposed downstream in a direction
of sheet travel (T) and a pair of folding rollers (2, 3 and 2, 2.Z, respectively)
disposed downstream in the direction of sheet travel (T),
characterized in
that a circumferential speed (v2) of a surface of at least one of the rollers of the pair
of folding rollers (2, 3 and 2, 2.Z, respectively) is continuously higher than the
circumferential speed (v1) of a surface of at least one of the rollers of the first
pair of rollers (1.1, 2 and 1, 1.1, respectively).
2. Method for folding sheets according to claim 1,
characterized in
that a special roller (2) having a dual function is provided, the special roller being
part of the at least one pair of rollers (1.1, 2) and of the pair of folding rollers
(2, 3), and that the circumferential speed of this special roller at the maximum corresponds
to the circumferential speed (v2) of the one further roller (3) of the pair of folding
rollers and at the minimum corresponds to the circumferential speed (v1) of the one
further roller (1.1) of the first pair of rollers.
3. Method for folding sheets according to claim 1,
characterized in
that the at least one pair of rollers (1, 1.1) and the pair of folding rollers (2, 3)
are mechanically uncoupled and their rotary speeds are adjustable independently of
one another.
4. Method for folding sheets according to claim 1 or 2,
characterized in
that there is a constant relation between the rotary speeds of the at least one roller
(3) of the pair of folding rollers and of the at least one roller (1.1) of the first
pair of rollers.
5. Method for folding sheets according to any one of claims 1 to 3,
characterized in
that during the folding process, the tautness of a sheet to be folded (30) is detected
and that the rotary speeds (v1, v2, v3) are adjusted in particular as a function of
the result of the detection of the tautness of the sheet.
6. Method for folding sheets according to any one of the preceding claims,
characterized in
that all rollers (1, 1.1, 2, 3, 4, 5) have the same diameter (d1, d2, d3) and that the
at least one roller (3) of the pair of folding rollers is driven at a higher rotary
speed (v2).
7. Method for folding sheets according to claim 1 or 2,
characterized in
that at least one of the rollers (1.1) of the first pair of rollers has a smaller diameter
(d1) than the rollers of the pair of folding rollers (2, 3), wherein the rollers of
the first pair of rollers (1.1, 2) and the at least one roller of the pair of folding
rollers (3) are driven at the same rotary speed.
8. Buckle folding machine (100) including at least a first pair of rollers (1, 1.1 and
1.1,2, respectively), a first buckle folding unit (6) disposed downstream in a direction
of sheet travel (T) and a pair of folding rollers (1.1, 2 and 2, 3, respectively)
disposed downstream in the direction of sheet travel (T) for implementing the method
according to claim 2,
characterized in
that the buckle folding machine (100) includes a drive (8, 28.1), wherein the drive (28.1)
is assigned to the first pair of rollers (1, 1.1 and 1.1, 2, respectively) and to
the pair of folding rollers (1.1, 2 and 2, 3, respectively), that a dual-function
special roller (1.1 and 2, respectively) is provided, the special roller being part
of the at least one pair of rollers and of the pair of folding rollers, wherein the
special roller is coupled to the drive (8, 28.1) by a friction clutch (12).
9. Buckle folding machine according to claim 8,
characterized in
that all rollers (1, 1.1, 2, 3, 4, 5) have the same diameter (d1, d2, d3).
10. Buckle folding machine according to claim 8,
characterized in
that at least one of the rollers (1, 1.1 and 1.1, 2, respectively) of the first pair of
rollers has a diameter (d1) that is smaller than the diameter (d2) of the rollers
(1.1, 2 and 2, 3, respectively) of the pair of folding rollers.
1. Procédé pour le pliage de feuilles (30) dans une plieuse de poches (100) avec au moins
une première paire de rouleaux, une première poche de pliage (6) suivante dans la
direction de défilement de feuilles (T) et une paire de rouleaux de pliage (2, 3 resp.
2, 2.Z) suivante dans la direction de défilement de feuilles (T)
caractérisé en ce
qu'au moins l'un des rouleaux de la paire de rouleaux de pliage (2, 3 resp. 2, 2.Z) présente
à sa surface une vitesse périphérique (v2) plus élevée en continu que la vitesse périphérique
(v1) à la surface d'au moins un des rouleaux de la première paire de rouleaux (1.1,
2 resp. 1. 1.1).
2. Procédé pour le pliage de feuilles selon la revendication 1,
caractérisé en ce
qu'il est prévu un rouleau spécial (2) avec une double fonction, qui fait aussi bien
partie d'au moins une paire de rouleaux (1.1, 2) qu'une paire de rouleaux de pliage
(2, 3) et en ce que la vitesse périphérique de ce rouleau spécial correspond au maximum
à la vitesse périphérique (v2) d'un autre rouleau (3) de la paire de rouleaux de pliage
et au moins à la vitesse périphérique (v1) d'un autre rouleau (1.1) de la première
paire de rouleaux.
3. Procédé pour le pliage de feuilles selon la revendication 1,
caractérisé en ce
qu'au moins une paire de rouleaux (1, 1.1) et la paire de rouleaux de pliage (2,3) sont
désaccouplées mécaniquement et leurs vitesses de rotation sont réglables indépendamment
les unes des autres.
4. Procédé pour le pliage de feuilles selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que les vitesses de rotation d'au moins un rouleau (3) de la paire de rouleaux de pliage
et d'au moins un rouleau (1.1) de la première paire de rouleaux est dans un rapport
constant.
5. Procédé pour le pliage de feuilles selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce
que la tension d'une feuille à plier (30) est déterminée pendant son pliage et
la vitesse de rotation (v1, v2, v3) est adaptée en particulier au résultat de la détermination
de la tension de la poche.
6. Procédé pour le pliage de feuilles selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que tous les rouleaux (1, 1.1, 2, 3, 4, 5,) présentent le même diamètre (d1, d2, d3)
et au moins un rouleau (3) de la paire de rouleaux de pliage est entraîné à une vitesse
de rotation plus élevée (v2).
7. Procédé pour le pliage de feuilles selon l'une des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce
qu'au moins l'un des rouleaux (1.1 ) de la première paire de rouleaux présente un diamètre
(d1) inférieur à celui de la paire de rouleaux de pliage (2, 3), les rouleaux de la
première paire de rouleaux (1.1, 2) et au moins un rouleau de la paire de rouleaux
de pliage (3) étant entraînés à la même vitesse de rotation.
8. Plieuse de poches (100) avec au moins une première paire de rouleaux (1, 1.1 resp.
1.1, 2), une première poche de pliage suivante (6) dans la direction de défilement
de feuilles (T) et une paire de rouleaux de pliage (1.1, 2 resp. 2.3) suivante dans
la direction de défilement de feuilles (T), pour la mise en oeuvre du procédé selon
la revendication 2,
caractérisée en ce
que la plieuse de poches (100) présente un entraînement (8, 28.1), l'entraînement (28.1)
étant associé à la première paire de rouleaux (1, 1.1 resp. 1.1, 2) et à la paire
de rouleaux de pliage (1.1, 2 resp. 2.3) et en ce qu'il est prévu un rouleau spécial
(1.1 resp. 2) avec une double fonction qui fait partie aussi bien d'au moins une paire
de rouleaux qu'une paire de rouleaux de pliage, le rouleau spécial étant accouplé
à l'entraînement (8, 28.1) par un accouplement à friction (12).
9. Plieuse de poches selon la revendication 8,
caractérisée en ce
que tous les rouleaux (1, 1.1, 2, 3, 4 ; 5) présentent le même diamètre (d1, d2, d3).
10. Plieuse de poches selon la revendication 8,
caractérisée en ce
qu'au moins l'un des rouleaux (1, 1.1 resp. 1.1, 2) de la première paire de rouleaux
présente un diamètre (d1) inférieur au diamètre (d2) des rouleaux (1.1, 2 resp. 2,3)
de la paire de rouleaux.