[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum wiederverschließbaren Öffnen
eines Behälters, welcher Behälter während des Vorganges des Öffnens durch eine mechanische
Deformation eines Öffnungsteilbereiches des Behälters geöffnet wird.
[0002] Behälter wie beispielsweise Getränkedosen weisen in der Regel einen nach einmaligem
Öffnen der Getränkedose nicht wiederverschließbaren Verschluss auf. Ein Verschluss
einer Getränkedose stellt meistens eine Lasche dar, welche von der Getränkedose gezogen
oder in Richtung des Inneren des Behälters gedrückt wird, wobei die Getränkedose während
des Vorganges des Öffnens eine zerstörende Deformation zumindest im Öffnungsteilbereich
erfährt. Wegen der zerstörenden Deformation sind Getränkedosen nach dem Stand der
Technik nicht wiederverschließbar.
[0003] Vorrichtungen zum Verschließen von Behältern wie beispielsweise Getränkepackungen
umfassen nach dem Stand der Technik einen mehrteiligen Aufbau, wobei mittels eines
durch ein Verschlussstück bewegbaren, gleitend zu dem Verschlussstück gelagerten Dorns
ein Öffnungsteilbereich während des Vorganges des Abnehmens, insbesondere Abschrauben
des Verschlussstückes in das Innere der Getränkepackung zerstörend deformiert wird.
Während das Verschlussstück von der Oberfläche der Getränkepackung weg bewegt wird,
wird der Dorn aufgrund seiner Lagerung zum Verschlussstück in Richtung der Oberfläche
der Getränkepackung bewegt, sodass der Öffnungsteilbereich zerstörend deformiert wird.
Vorrichtungen mit einem mehrteiligen Aufbau weisen den Nachteil der kostenintensiven
Herstellung auf.
[0004] DE102006051409A1 offenbart einen Getränkebehälterverschluss, welcher im Unterschied zu der im Folgenden
offenbarten Erfindung kein Gegenstück umfasst. Die Anbringung des Verschlussstückes
unterscheidet sich aus diesem Grund grundlegend, zumal bei dem in
DE102006051409A1 offenbarten Behälterverschluss das Verschlussstück nur die Getränkedose in Teilbereichen
umschließend angebracht ist.
[0005] FR1416483A1 beschreibt einen Getränkebehälterverschluss, wobei das Gegenstück nicht in eine Vertiefung
des Getränkebehälters eingebracht wird.
[0006] US3924777 betrifft eine Ausgießhilfe anbringbar an einen Getränkebehälter.
[0007] Die in
W02007054568A1 beschriebene Vorrichtung umfasst kein Gegenstück.
[0008] Der Verschluss gemäß
DE1782307A1 umfasst ein Gegenstück, welches im Unterschied zu dem im Folgenden offenbarten Erfindungsgegenstand
auf den Behälter aufgebracht ist.
[0009] Die hier offenbarte Erfindung liegt der Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung zum wiederverschließbaren
Öffnen von Öffnungsteilbereichen von Behältern bereitzustellen, wobei die Funktionalität
des Öffnungsteilbereiches durch Getränkedosen nach dem Stand der Technik vorgegeben
ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist folglich an Behälter nach dem Stand der
Technik angepasst.
[0010] Die im Folgenden beschriebene Vorrichtung kann sich auch in einer Verwendung zur
Lagerung von pasteurisierten Getränken auszeichnen. Eine Abfüllung eines Behälters
mit einer pasteurisierten Flüssigkeit bewirkt eine hohe Druckbelastung des Behälters,
insbesondere des Verschlusses.
[0011] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung
ein in einen Vertiefungsbereich einbringbares Gegenstück mit einem Gegenstückdurchlass
umfasst, welches durch mechanische Verbindungsmittel dicht mit der Behälteroberfläche
verbunden ist, sodass sich das Gegenstück im Wesentlichen in der Ebene der Behälteroberfläche
erstreckt, in und/oder über welches Gegenstück ein Verschlussstück bringbar ist, welches
Verschlussstück während des Vorganges des Bringens in und/oder über das Gegenstück
durch einen Kontakt des ersten Verschlussstückendes mit dem Öffnungsteilbereich eine
mechanische Deformation des Öffnungsteilbereiches des Behälters bewirkt.
[0012] Der Verbindungsbereich zwischen Gegenstück und Behälteroberfläche unterliegt bei
Gebrauch einer Vorrichtung nach dem Stand der Technik hohen Belastungen, welche ein
lokales Werkstoffversagen mit sich ziehen können. Die im Rahmen der Offenbarung des
Gegenstandes der Erfindung vorgeschlagene Anordnung des Gegenstückes und die dadurch
erzielbare Koppelung der Elemente erlaubt es einen günstigeren Belastungszustand in
diesem Bereich zu erzielen.
[0013] Der Vertiefungsbereich kann auch im Rahmen des Anbringens des Gegenstückes am Behälter
durch Einpressen des Gegenstückes in die Behälteroberfläche hergestellt werden. Der
Behälter kann hierzu Solldeformationsstellen und/oder auch Sollbruchstellen umfassen,
durch welche die Herstellung einer Vertiefung in der Behälteroberfläche erleichtert
wird.
[0014] Der Vertiefungsbereich kann auch einen Teilbereich eines Getränkebehältnisses nach
dem Stand der Technik sein.
[0015] Das Gegenstück kann auch mittels Klebeverfahren an der Oberfläche des Getränkebehältnisses
aufgeklebt sein.
[0016] Das Gegenstück kann weiters mittels Spritzgussverfahren aufgebracht werden. Die Herstellung
des Gegenstückes mittels Spritzgussverfahren kann auch die Aufbringung des Gegenstückes
nach diesem Verfahren umfassen.
[0017] Der Vertiefungsteilbereich kann eine polygonale Form aufweisen. Die Flanken des Vertiefungsbereiches
können im Wesentlichen rechtwinkelig auf die an den Vertiefungsteilbereich angrenzende
Behälteroberfläche oder in einem beliebigen Winkel hierzu angeordnet sein. Die Flanken
sind vorzugsweise so ausgeformt, dass diese das Gegenstück umschließen.
[0018] Das Gegenstück kann auch im Öffnungsteilbereich unter Herstellung einer Vertiefung
eingebracht werden, sodass gleichzeitig mit der Herstellung der Vertiefung eine zerstörende
Deformation des Öffnungsteilbereiches erfolgt.
[0019] Das Gegenstück kann mehrere Gegenstücke umfassen.
[0020] Bei Behältern zur Lagerung von pasteurisierten Flüssigkeiten kann der Vorgang des
Einpressens nach dem Abkühlen der Flüssigkeit und der damit verbunden Reduktion der
Druckbelastung auf den Behälter erfolgen.
[0021] Das Gegenstück hat die Aufgabe, dass der Gegenstückdurchlass mit Hilfe des Verschlussstückes
öffenbar durch mechanische Mittel verschließbar ist. Das Verschlussstück kann hierzu
einen Schraubverschluss, einen Steckverschluss oder einen Bajonettverschluss als mechanisches
Mittel umfassen. Die mechanischen Mittel zeichnen sich dadurch aus, dass zur Herstellung
eines lösbaren Verschlusses eine gewisse Objektdicke vorhanden sein muss, um durch
diese Objektdicke beispielsweise eine ausreichende Schraubenlänge gewährleisen zu
können.
[0022] Das Gegenstück kann durch die Bringung des Verschlussstückes in oder über das Gegenstück
aufweitbar sein. Es kann dadurch ein Verspreizen des Gegenstückes im Vertiefungsteilbereich
erwirkt werden.
[0023] Das Gegenstück erstreckt sich vorzugsweise in der Ebene einer Behälterwand. Das Gegenstück
weist insofern eine größere Dicke als eine Wand des Behälters auf, als dass die Dicke
des Gegenstückes wegen dem mechanischen Mittel bedingt ist.
[0024] Der Gegenstückdurchlass ist so dimensioniert, dass das im Behälter gelagert Fluid
oder der im Behälter gelagerte Feststoff durch den Gegenstückdurchlass entnommen werden
kann.
[0025] Das Verschlussstück verschließt den Gegenstückdurchlass vorzugsweise dicht, sodass
kein im Behälter gelagertes Fluid oder Feststoff durch den Gegendurchlass aus dem
Behälter austreten kann oder aus diesem entnommen werden kann. Darüber hinaus verhindert
das Verschlussstück ein Verschmutzen der erfindungsgemäßen Vorrichtung, welche ein
Verunreinigen der Flüssigkeit oder des Feststoffes bei der Entnahme mit sich zieht.
Im Falle der Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung bei einem ein Lebensmittel
lagernden Behälter schützt der abnehmbare Verschluss vor einer Verunreinigung insbesondere
der Teilbereich der erfindungsgemäßen Vorrichtung, welche bei einer Entnahme der Flüssigkeit
oder des Feststoffes in Berührung mit einem Körperteil des Benutzers wie beispielsweise
Lippen in Berührung kommen kann.
[0026] Da das Verschlussstück in und/oder über das Gegenstück bringbar ist, erstreckt sich
der erfindungsgemäße Behälterverschluss im Wesentlichen in der Ebene einer Wand des
Behälters.
[0027] Eine zusätzliche Verbindung des Gegenstückes mit der Behälteroberfläche kann beispielsweise
durch Verkleben, Verschweißen oder durch sonstige Verfahren zur Herstellung von adhäsiven
Verbindungen hergestellt sein. Die Verbindung des Gegenstückes mit dem Behälter kann
weiters - gegebenenfalls in Kombination mit den zuvor genannten adhäsiven Verbindungsmethoden
- durch eine formschlüssige Verbindung wie durch Verklemmen, Einklemmen, Umschließen
von Teilbereichen umfassen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann sich dadurch auszeichnen,
dass zur Herstellung einer formschlüssigen Verbindung des Gegenstückes und des Behälters
ausgeformte oder ausformbare Vorsprünge und/oder Vertiefungen von Behältern nach dem
Stand der Technik verwendet werden. Es können hierbei Falzungen, in Deckel und/oder
Boden ausgebildete Vertiefungen in Behälter wie beispielsweise Getränkedosen zur Befestigung
des Gegenwerkstückes verwendet werden. Bezug nehmend auf die beispielhafte Erörterung
der Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung bei Getränkedosen sei der Vollständigkeit
halber erwähnt, dass das Teile der erfindungsgemäßen Vorrichtung auch an Laschen,
die Laschen haltende Nieten von Behältern nach dem Stand der Technik befestigt werden
können. Zur Anbringung der Teile der erfindungsgemäßen Vorrichtung können Teile der
Behälter nach dem Stand der Technik entfernt werden und somit durch Teile der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ersetzt werden.
[0028] Das Gegenstück kann auch lösbar mit der Behälteroberfläche verbunden sein. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung kann wiederverwendbar sein. Das Vorsehen einer Rast- oder Klemmverbindung
kann zu einer lösbaren Anbringung des Gegenstückes eine Anwendung finden. Eine erfindungsgemäße
Vorrichtung kann nachfolgend auf mehreren Behältern befestigbar sein.
[0029] Das Verschlussstück wird während des Vorganges des Einbringens des Verschlussstückes
und den dadurch bewirkten Vorgang des Öffnens des Öffnungsteilbereiches in der Hauptsache
in Richtung des Behälters bewegt. Die Bewegung des Verschlussstückes in Richtung des
Behälters kann - gegebenenfalls unter Verwendung von Gewinden - durch eine drehende
oder sonstige Bewegung des Verschlussstückes in einem beliebigen Winkel zu der Behälteroberfläche
orientiert überlagert sein.
[0030] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass mittels
einer Bewegung des ersten Verschlussstückendes und des direkten Kontaktes des Verschlussstückes
und des Öffnungsteilbereiches der Öffnungsteilbereich unter im Vergleich zu Vorrichtungen
nach dem Stand der Technik höhere Krafteinwirkung deformiert wird. Die höhere Krafteinwirkung
ist insbesondere bei Behältern notwendig, in welchen pasteurisierte Flüssigkeiten,
insbesondere Lebensmittel gelagert sind, da diese Behälter eine hohe Druckbelastung
durch die erwärmte Flüssigkeit aufnehmen können müssen. Nur unter Aufbringung der
höheren Krafteinwirkung kann der Öffnungsteilbereich zerstörend deformiert werden.
[0031] Die Erfindung ist keinesfalls auf ein direktes Inkontaktbringen des Verschlussstückes
mit dem Öffnungsteilbereich beschränkt. Es können zwischen dem Verschlussstück und
dem Öffnungsteilbereich weitere Elemente angeordnet sein, sodass das Verschlussstück
und der Öffnungsteilbereich nur indirekt in Kontakt gebracht werden können. Die zwischen
dem Verschlussstück und dem Öffnungsteilbereich angeordneten Elemente sind vorzugsweise
während der zu bewerkstelligenden Deformation des Öffnungsteilbereiches bewegbar und/oder
deformierbar.
[0032] Das Verschlussstück kann - gegebenenfalls in Verbindung mit dem Gegenstück - als
ein Drehverschluss, Klappverschluss oder sonstiger wiederverschließbarer Verschluss
für Behältnisse umfassend ein Fluid oder kleinteilige feste Stoffe umfassen.
[0033] Das Gegenstück kann einen Vorsprung umfassen, welcher bei Aufweitung des Gegenstückes
in eine Behälteroberfläche unter einer Deformation der Behälteroberfläche einbringbar
ist. Durch den Vorsprung und die hervorgerufenen Verformung eines Teilbereiches des
Behälters wird ein formschlüssiger Verbund zwischen dem Gegenstück und dem Verschlussstück
hergestellt.
[0034] Das Gegenstück kann auch in einen Spannungszustand zu der Behälteroberfläche gesetzt
werden, sodass Vorsprünge in der Behälteroberfläche von Behältern nach dem Stand der
Technik als Dichtung - gegebenenfalls in Kombination mit beispielsweise Silikondichtungen
- als Dichtungen wirken.
[0035] Das erste Verschlussstückende kann eine in zumindest Teilbereichen spitze Form aufweisen,
welche Form in Kombination mit dem Vorgang des Einbringens des Verschlussstückes in
das Gegenstück eine zerstörende Deformation des Öffnungsteilbereiches bewirkt.
[0036] Das Verschlussstück der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird zum Öffnen des Öffnungsteilbereiches
in Richtung des zu öffnenden Öffnungsteilbereiches bewegt, wobei die Richtung der
Bewegung des Verschlussstückes im Wesentlichen senkrecht auf den Öffnungsteilbereich
orientiert ist.
[0037] Der Behälter kann beispielsweise aus einem Metall wie Aluminium hergestellt sein.
Die Behälteroberfläche kann in einem Bereich angrenzend an den Öffnungsteilbereich
eine Sollbruchstelle aufweisen, wobei die Form der Sollbruchstelle vorzugsweise kongruent
zu der auf die Behälteroberfläche projizierten Bewegungslinie des Verschlussstückes,
insbesondere der Spitze des ersten Verschlussstückendes aufweisen.
[0038] Der Behälter kann aus einem Kartonverbundmaterial oder aus Kunststoff hergestellt
sein. In Abhängigkeit der charakteristischen Eigenschaften des Materials des Behälters
kann die Behälteroberfläche eine Sollbruchstelle oder Solldeformationsstelle aufweisen.
[0039] Im Unterschied zu Verschlussvorrichtungen nach dem Stand der Technik kann sich die
erfindungsgemäße Vorrichtung dadurch auszeichnen, dass der Öffnungsteilbereich durch
eine Bewegung des Verschlussstückes relativ zum Gegenstück und zu dem Öffnungsteilbereich
geöffnet wird.
[0040] Die Stirnfläche des ersten Verschlussstückendes kann eine zu der Behälteroberfläche
kongruente Form aufweisen.
[0041] Das Gegenstück und das Verschlussstück können ineinandergreifende Gewinde und/oder
Rastverschlüsse aufweisen.
[0042] Das Verschlussstück wird zur Entnahme des im Behälter gelagerten Fluides oder kleinteiligen
Feststoffes für die Dauer der Entnahme vom Gegenstück gelöst, anschließend wieder
mit dem Gegenstück mechanisch zerstörungsfrei lösbar verbunden werden. Das Gegenstück
und das Verschlussstück weisen hierzu vorzugsweise ein Verbindungsmittel nach dem
Stand der Technik auf, welche mehrmals lösbar ist.
[0043] Das Gegenstück ist - wie oben angeführt - durch mechanische Verbindungsmittel mit
der Behälteroberfläche verbunden. Vorzugsweise ist das zwischen Behälteroberfläche
und Gegenstück wirkende Verbindungsmittel mit dem zwischen dem Gegenstück und dem
Verschlussstück wirkende Verbindungsmittel abgestimmt, sodass nicht durch das Lösen
des einen Verbindungsmittels ein Lösen des anderen Verbindungsmittels erwirkbar ist.
Beispielsweise sei hierbei die Verwendung eines Linksgewindes und eines Rechtsgewindes
oder die Verwendung von Gewindegängen mit unterschiedlichen Gewindesteigungen erwähnt.
[0044] Das Gegenstück und das Verschlussstück zueinander kongruente polygonale Formen aufweisen.
Das Gegenstück und das Verschlussstück können so ausgebildet sein, dass diese bei
Bringung des Verschlussstückes in und/oder über das Gegenstück eine in der Hauptsache
elastische Verformung erfahren.
[0045] Das Gegenstück und das Verschlussstück können polygonale Formen aufweisen, welche
zumindest teilweise ineinander geschoben und/oder zumindest in Teillängen zueinander
verschoben werden, wobei das Gegenstück und das Verschlussstück vorzugsweise dicht
zueinander abschließen.
[0046] Das Gegenstück und das Verschlussstück können achsparallel angeordnet sein. Die Gegenstücklängsachse
und die Verschlussstücklängsachse sind im Wesentlichen normal auf die Behälteroberfläche
orientiert ist.
[0047] Die Richtung der Bewegung des Verschlussstückes relativ zum Gegenstück kann parallel,
insbesondere deckungsgleich mit der Gegenstücklängsachse und der Verschlussstücklängsachse
verlaufen.
Figur 1 zeigt ein Schnittbild einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Figur 2 zeigt ein Schnittbild einer weiteren, zu der in Figur 1 ähnlichen Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Figuren 3, 4, 5 zeigen eine weitere mögliche Ausführungsform des Gegenstandes der
Erfindung.
[0048] In den Figuren sind die folgenden Elemente durch die vorangestellten Bezugszeichen
gekennzeichnet.
| 1 |
Behälter |
| 2 |
Öffnungsteilbereich |
| 3 |
Gegenstück |
| 4 |
Gegenstückdurchlass |
| 5 |
Behälteroberfläche |
| 6 |
Verschlussstück |
| 7 |
erstes Verschlussstückende |
| 8 |
Vertiefungsteilbereich |
| 9 |
Gegenstückvorsprung |
| 10 |
(frei) |
| 11 |
(frei) |
| 12 |
(frei) |
| 13 |
Gegenstücklängsachse |
| 14 |
Verschlussstücklängsachse |
| 15 |
Behälterinneres |
| 16 |
Behälteräußeres |
| 17 |
zweites Verschlussstückende |
| 18 |
Gegenkeil |
| 19 |
Vertiefungsvorsprung |
| 20 |
Pfeilrichtung |
| 21 |
Öffnungsvorsprung |
| 22 |
(frei) |
| 23 |
(frei) |
| 24 |
(frei) |
| 25 |
Lasche |
[0049] Figur 1 zeigt eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum wiederverschließbaren
Öffnen eines Behälters 1. Das Behälterinnere 15 befindet sich im Wesentlichen im unteren
Bereich der Figur 1. Das Behälteräußere 16 ist im Wesentlichen im oberen Bereich der
Figur 1, wobei Behälterinneres 15 und Behälteräußeres 16 durch den Behälter 1 getrennt
sind.
[0050] Der Behälter 1 erfährt während des Vorganges des Öffnens eine in zumindest Teilbereichen
zerstörende mechanische Deformation eines Öffnungsteilbereiches 2 des Behälters 1
und wird so geöffnet. Der Öffnungsteilbereich 2 ist im geschlossenen Zustand des Behälters
1 ein Teilbereich der Behälteroberfläche 5.
[0051] Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst ein Gegenstück 3 mit im Gegenstück 3 situierten
Gegenstückdurchlass 4. Der Gegenstückdurchlass 4 ist so dimensioniert, dass durch
diesen ein im Behälterinneren 15 gelagerter Feststoff oder ein im Behälterinneren
15 gelagertes Fluid entnommen werden kann. Der Gegenstückdurchlass 4 erstreckt sich
im geöffneten Zustand des Behälters 1 vom Behälterinneren 15 zum Behälteräußerem 16.
[0052] Das Gegenstück 3 ist durch mechanische Verbindungsmittel dicht mit der Behälteroberfläche
5 verbunden. Das Gegenstück 3 wird in einen an der Behälteroberfläche 5 ausgebildeten
Vertiefungsteilbereich 8 eingebracht. Der Öffnungsteilbereich 2 beziehungsweise der
Vertiefungsteilbereich 8 umfasst einen Vorsprung 19, durch welchen Vorsprung 19 ein
formschlüssiger Verbund zwischen der Behälteroberfläche 5 und dem Gegenstück 3 durch
Aufsetzen des Gegenstückes 3 auf den Vorsprung 19 herstellbar ist.
[0053] Es ist in das Gegenstück 3 ein Verschlussstück 6 in Pfeilrichtung 20 bringbar, wobei
das Verschlussstück 6 während des Vorganges des Bringens in das Gegenstück 3 durch
einen Kontakt mit seinem ersten Verschlussstückendes 7 mit dem Öffnungsteilbereich
2 eine mechanische Deformation des Öffnungsteilbereiches 2 des Behälters 1 bewirkt.
Das zweite Verschlussstückende 8 ist als Griff ausgebildet, sodass eine Bewegung des
Verschlussstückes leicht vorgenommen werden kann.
[0054] Das erste Verschlussstückende 7 ist flach ausgebildet. Der Öffnungsteilbereich 2
umfasst einen keilförmig ausgebildeten Öffnungsvorsprung 21, sodass bei fortgeschrittener
Einbringung des Verschlussstückes 7 in das Gegenstück 3 durch den Kontakt von Öffnungsvorsprung
21 und erstem Verschlussstückende 7 eine zerstörende Deformation des Öffnungsteilbereiches
2 hervorgerufen wird.
[0055] Die das Gegenstück 3 kontaktierende Oberfläche des Verschlussstückes 7 weist einen
anderen Neigungswinkel als die dazugehörige Oberfläche des Gegenstückes 3 auf. Bei
Einbringung des Verschlussstückes 6 in das in den Vertiefungsteilbereich 8 eingebrachte
Gegenstück 3 ist das Gegenstück 3 aufweitbar, wodurch ein Verspreizen des Gegenstückes
3 im Vertiefungsteilbereich 8, insbesondere mit dem Vorsprung 19 erwirkbar ist. In
Abhängigkeit der Neigung der oben genannten Oberflächen ist ein Verspannen von Gegenstück
3 und dem Vertriefungsteilbereich möglich.
[0056] Das Gegenstück 3 und Verschlussstück 6 sind achsparallel angeordnet. Die Gegenstücklängsachse
13 und die Verschlussstücklängsachse 14 im Wesentlichen rechtwinkelig auf die Behälteroberfläche
5 orientiert ist.
[0057] Figur 2 zeigte eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung, welche
zu der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform ähnlich ist.
[0058] Im Unterschied zu der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform weisen die kontaktierenden
Oberflächen des Gegenstückes 3 und des Verschlussstückes 7 keine unterschiedlichen
Neigungen auf. Es ist an den betreffenden Oberflächen ein Gewinde ausgebildet, sodass
der Verschlussteil 7 in das Gegenstück 3 schraubbar ist.
[0059] Das erste Verschlussstückende 7 weist eine spitze Form auf, sodass bei Herstellung
eines Kontaktes zwischen dem Gegenstück 3 und dem Öffnungsteilbereich 2 eine zerstörende
Deformation des Öffnungsteilbereiches 2 hervorrufbar ist. Die Kurve, welche durch
die Drehbewegung des spitz ausgeformten ersten Verschlussstückendes 7 beschrieben
wird, entspricht im Wesentlichen der Begrenzungskurve des Öffnungsteilbereiches 2.
[0060] Das Gegenstück 3 weist einen Gegenstückvorsprung 9 auf, welche bei Einbringung des
Gegenstückes 3 in den Vertiefungsteilbereich 8 eine nicht zerstörende Deformation
des Vertiefungsteilbereiches 8 hervorruft, sodass eine mechanische Verbindung zwischen
dem Gegenstück 3 und der Behälteroberfläche 5 herstellbar ist.
[0061] Figur 3 zeigt eine Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung. Figur 4 zeigt eine Ansicht von oben, in welcher auch die für Figur 3
relevante Schnittlinie A-A eingetragen ist. Figur 5 zeigt eine dreidimensionale Darstellung
der in Figuren 3 und 4 dargestellten Ausführungsform. Figur 6 zeigt die zu den Figuren
3 bis 5 gehörende Explosionszeichnung.
[0062] Es sind zwei Gegenstücke 3', 3"angrenzend an die Behälteroberfläche 5 angeordnet,
wobei ein Gegenstück 3' in den Vertiefungsbereich 8 eingebracht ist. Die Behälteroberfläche
5 weist im Vertiefungsbereich 8 eine an die Form des angrenzenden Gegenstückes 3'
angepasste Form auf, durch welche das angrenzende Gegenstück 3' am Behälter 1 gehalten
wird.
[0063] Die Gegenstücke 3', 3" sind - gleichwie die oben beschriebenen Ausführungsformen
- mit einem Gegenstückdurchlass 4 ausgebildet. Es ist das Verschlussstück 6 unter
Verwendung von mechanischer Mittel in das obere Gegenstücke 3" eingebracht.
[0064] Das Gegenstück 3" ist zum Gegenstück 3' nicht verdrehbar.
[0065] Das zu der Behälteroberfläche angrenzend angeordnete Gegenstück 3' umfasst einen
Gegenkeil 18, welcher in Kontakt mit der Behälteroberfläche 5 bringbar ist. Zum Öffnen
des Öffnungsteilbereiches 2 wird der Gegenkeil 18 unter Deformation des Öffnungsteilbereiches
2 in diesen bewegen. Dies wird durch ein Drehen des Verschlussstückes 6 bewerkstelligbar.
Durch Heben der Lasche 25 und Drehen des Verschlussstückes 6 erfährt das Verschlussstück
6 eine drehende und vertikale Bewegung. Dadurch wird das obere Gegenstück 3" zum unteren
Gegenstück 3' verschoben und ein Eingriff des Verschlussstückes 6 in den Gegenkeil
18 bewerkstelligt, welcher Gegenkeil 18 aufgrund der oben beschriebenen Bewegung des
Verschlussstückes 6 und der Gegenstücke 3 eine Deformation des Öffnungsteilbereiches
2 hervorruft. Es kann über den Schutzkeil 6 ein Druck auf den Gegenkeil 18 in Richtung
Öffnungsteilbereich 2 ausgeübt werden.
[0066] Die Deformation des Öffnungsteilbereiches 2 umfasst einen Bruch der Behälteroberfläche
5 im Bereich des Öffnungsteilbereiches 2.
[0067] Der Gegenkeil 18 ist Teil des Gegenstückes 3'.
[0068] Die oben beschriebenen Ausführungsformen sind keineswegs einschränkend auf den Gegenstand
der hier offenbarten Erfindung zu werten. Es ist durchaus möglich, dass die beschriebenen
Ausführungsformen in einer beliebigen Weise miteinander kombiniert werden, was auch
den Entfall eines Elementes, wie beispielsweise eines der zwei Gegenstücke oder der
Lasche mit sich ziehen kann.
1. Vorrichtung zum wiederverschließbaren Öffnen eines Behälters (1),
welcher Behälter (1) während des Vorganges des Öffnens durch eine mechanische Deformation
eines Öffnungsteilbereiches (2) des Behälters (1) geöffnet wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung ein in einen Vertiefungsbereich (8) einbringbares Gegenstück (3) mit
einem Gegenstückdurchlass (4) umfasst, welches durch mechanische Verbindungsmittel
dicht mit der Behälteroberfläche (5) verbunden ist,
sodass sich das Gegenstück (3) im Wesentlichen in der Ebene der Behälteroberfläche
erstreckt,
in und/oder über welches Gegenstück (3) ein Verschlussstück (6) bringbar ist, welches
Verschlussstück (6) während des Vorganges des Bringens in und/oder über das Gegenstück
(3) durch einen Kontakt des ersten Verschlussstückendes (7) mit dem Öffnungsteilbereich
(2) eine mechanische Deformation des Öffnungsteilbereiches (2) des Behälters (1) bewirkt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenstück (3) einen Gegenstückvorsprung (19) umfasst, welcher bei Aufweitung
des Gegenstückes (3) in eine Behälteroberfläche (5) unter einer Deformation der Behälteroberfläche
(5) einbringbar ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenstück (3) um einen Gegenstückdrehpunkt (10) drehbar an der Behälteroberfläche
(5) gelagert ist, wobei das Gegenstück (3) von einer ersten Gegenstückposition (11),
in welcher die erfindungsgemäße Vorrichtung den Öffnungsteilbereich (2) freigibt,
zu einer zweiten Gegenstückposition (12), in welcher die erfindungsgemäße Vorrichtung
den Öffnungsteilbereich (2) verschließt, drehbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Verschlussstückende (7) eine in zumindest Teilbereichen spitze Form aufweisen
kann oder mit einem Gegenkeil (18) in Eingriff bringbar ist, sodass in Kombination
mit dem Vorgang des Einbringens des Verschlussstückes (6) in das Gegenstück (3) eine
zerstörende Deformation des Öffnungsteilbereiches (2) bewirkbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnfläche des ersten Verschlussstückendes (7) eine zu der Behälteroberfläche
(5) kongruente Form aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenstück (3) und das Verschlussstück (6) ineinandergreifende Gewinde und/oder
Rastverschlüsse aufweisen.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenstück (3) und das Verschlussstück (6) zueinander kongruente polygonale Formen
aufweisen.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass Gegenstück (3) und Verschlussstück (6) achsparallel angeordnet sind, die Gegenstücklängsachse
(13) und die Verschlussstücklängsachse (14) im Wesentlichen rechtwinkelig auf die
Behälteroberfläche (5) orientiert ist.