[0001] Die Erfindung betrifft einen Scheinwerfer für Fahrzeuge und insbesondere die Befestigung
der Lichtscheibe am Gehäuse, entsprechend dem Oberbegriff des Anspruches 1 und der
EP 1 637 801.
[0002] Die
EP 1 637 801 beschäftigt sich mit dem Problem der Erfindung, dass sich insbesondere dann stellt,
wenn großflächige Lichtscheiben, wie sie derzeit im Fahrzeugbau verlangt werden, am
Gehäuse des Scheinwerfers montiert werden müssen. Bei älteren Scheinwerfern gab es
dabei keine Probleme, die Lichtscheiben aus Glasmaterial hatten umgebogene Ränder,
die im Wesentlichen zylindrisch, wenn auch nicht kreiszylindrisch, zur Scheinwerferachse
und damit zur Hauptstrahlrichtung verlaufen, und es war möglich, diese Ränder in nutenförmige
Aufnahmen im Stirnbereich des Gehäuses einzustecken und darin entweder zu verkleben
oder durch Schrauben, Klammern oder ähnliches zu fixieren. Entsprechender Stand der
Technik ist in der
DE 28 46 990 und der
EP 589 189 zu finden. Bei den großflächigen Lichtscheiben ist eine derartige Umstülpung des
Randes nicht möglich, und die eingangs genannte Druckschrift sieht daher vor, entlang
des ebenen, im Wesentlichen lotrecht auf die Scheinwerferachse stehenden, flanschartigen
Randes der Lichtscheibe einen Blendrahmen aufzukleben. Der Blendrahmen weist im Querschnitt
im Wesentlichen L-Form auf und das Ende seines zylindrischen Abschnittes seinerseits
wird dann, so wie die früheren Lichtscheiben für sich, in etwa in Richtung des Lichtstrahls
in eine umlaufende Nut eines Basisteils eingesetzt und dort verklebt.
[0003] Diese Lösung weist verschiedene Nachteile auf: Vor allem die umlaufende Verklebung
des Blendrahmens entlang des Randes der Lichtscheibe ist problematisch, da sie einerseits
geometrisch äußerst genau erfolgen muss, andererseits unter all den rauen Einsatzbedingungen
dicht bleiben muss. Wegen der sehr komplexen Umrissform der heute verwendeten Lichtscheiben,
es wird dazu auf Fig. 1 der eingangs genannten Druckschrift verwiesen, ist die Einbringung
der richtigen Menge an Klebstoff und auch das richtige Positionieren der Lichtscheibe
bezüglich des Blendrahmens nicht einfach, sondern zeitraubend und trotzdem mit einem
unangenehm hohen Anteil an Ausschuss verbunden. Dazu kommt, dass der Blendrahmen wegen
der benötigten Klebefläche und Abdeckung verschiedenster Toleranzen eine gewisse Höhe
(in der Strahlrichtung) benötigt, was vielfach unangenehm für die Gesamtkonstruktion
und den Platzbedarf des Scheinwerfers als Ganzes ist.
[0004] Es besteht daher der Bedarf an einer Verbindung zwischen Lichtscheibe und Gehäuse,
die die erwähnten Nachteile nicht aufweist, und, wenn es gewünscht wird, auch eine
Ausführung mit lösbarer Verbindung zulässt und dabei gegenüber der derzeitigen Lösung
keine gravierenden Mehrkosten verursacht.
[0005] Erfindungsgemäß werden diese Ziele durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruches
1 angegebenen Merkmale erreicht, mit anderen Worten, es wird die Lichtscheibe in einem
Spritzgussverfahren oder einem Schäumverfahren mit einem Montagerand aus Kunststoff
versehen, der entweder einen zylindermantelartigen Endabschnitt aufweist, der bevorzugt
im Wesentlichen parallel zur Scheinwerferachse verläuft und so die Montage in Richtung
der Scheinwerferachse in eine umlaufende Stirnnut eines Gehäuseteils erlaubt, oder
einen Endabschnitt aufweist, der eine stirnseitige Nut aufweist, in die eine Dichtung
gegenüber einem Gehäuseteil eingelegt ist. So wie in den beiden oben angeführten älteren
Druckschriften kann diese Verbindung eine nicht-lösbare Klebeverbindung sein, es kann
sich aber auch um eine lösbare Verbindung, die mit Hilfe von Schrauben, Klammern oder
sonstigen Verbindungselementen zusammen gehalten wird, handeln.
[0006] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt
bzw. zeigen
die Fig. 1 eine erfindungsgemäße Verbindung zwischen einer Lichtscheibe mit einem
Gehäuseteil und
die Fig. 2 eine Variante.
[0007] Die Fig. 1 zeigt eine Lichtscheibe 1a, die mittels Spritzgussverfahren oder Schäumverfahren
entlang ihrer Peripherie mit einem Montagerand 1b aus Kunststoff, beispielsweise aus
Polyurethan, zu einer Abdeckscheibe 1 fest verbunden ist. Der Montagerand 1b weist
einen Endabschnitt 7 auf, der im Wesentlichen zylindrische Form, wenn auch nicht kreiszylindrische
Form aufweist und in jedem Axialschnitt, wie ihn auch die Fig. 1 zeigt, parallel zur
Lichtrichtung L, zumeist zusammenfallend mit der Scheinwerferachse, verläuft. Es ist
der Verlauf in Richtung L nicht zwingend notwendig sondern hängt von der Richtung
beim Entformen bei der Herstellung und von der Richtung des Zusammenbaus des Scheinwerfers
ab, für den Fachmann ist dies leicht an die Form des gesamten Scheinwerfers anzupassen.
Dieser Endabschnitt 7 kann nun, so wie bei den früheren aufgebogenen Scheinwerfern
deren Rand, in eine umlaufende Nut 8 an der Stirnseite eines Gehäuseteils 2 gesteckt
und dort, beispielsweise durch einen Klebstoff 3, beispielsweise Silikon, Schmelzkleber
oder einem Kleber auf der Basis von Polyurethan dauerhaft und dicht mit dem Gehäuseteil
2 verbunden werden.
[0008] Das Gehäuse selbst ist in der Fig. 1 nur mit seinem der Lichtscheibe benachbarten
Abschnitt 2 angedeutet, desgleichen die Lichtkomponente 4 und die Lichtrichtung L,
die, mit den oben genannten Adaptionsmöglichkeiten, zumindest im Wesentlichen parallel
zur Strahlrichtung des Scheinwerfers verläuft.
[0009] Die Fig. 2 zeigt eine Variante mit lösbarer Verbindung zwischen Abdeckscheibe 1 und
dem Gehäuseabschnitt 2, wobei der Montagerand 1b an seiner zum Gehäuse gerichteten
Stirnfläche eine umlaufende Nut 8 aufweist, in die eine Dichtung 5 eingelegt oder
eingeklebt ist. Diese Dichtung 5 drückt auf eine Stirnfläche 9 des Gehäuseabschnittes
2 und wird durch Schrauben 6, die im passenden Abstand voneinander entlang des Umfanges
des Montagerandes 1b vorgesehen sind, gegen diese Stirnfläche gedrückt gehalten. Statt
der Schrauben 6 können auch Klammern udgl, wie sie aus dem Stand der Technik, wie
er eingangs erwähnt ist, bekannt sind, verwendet werden. Wesentlich ist auch hier,
dass eine umlaufende Nut in einer Stirnfläche vorgesehen ist, und dass die Dichtung
in der Nut erfolgt.
[0010] Die erfindungsgemäße Lösung macht die Montage der Abdeckscheibe 1, bestehend aus
der Glasscheibe 1 a und deren Montagerand 1b so einfach, sicher und zuverlässig, wie
es ursprünglich bei den topfförmigen Glasscheiben der Fall war und vermeidet alle
Nachteile des späteren Standes der Technik, obwohl großflächige und ebene oder gebogene
Flachglasscheiben 1a verwendet werden. Dazu kommt noch, dass durch die die Scheibe
umfassende Ausbildung des Montagerandes 1 b die Größe der Glasscheibe 1a bei ansonsten
vergleichbaren Abmessungen kleiner gehalten werden kann als bei der eingangs genannten
Druckschrift mit dem scheibenförmigen Kleberand, bei dem die Glasscheibe bis zu dessen
Rand reichen musste, und dass die durch das Anspritzen bzw. Umspritzen bzw. Schäumen
erzielte hohe Verbindungsfestigkeit zwischen Glasscheibe 1a und Montagerand 1b die
Erstreckung des gesamten Gebildes in Richtung der Lichtstrahlen L und auch im rechten
Winkel dazu deutlich geringer gehalten werden kann als im Stand der Technik.
[0011] Bei Wahl der Montagerichtung in Richtung der Scheinwerferachse bzw. der Lichtachse
L können Abweichungen von bis zu 20° vorgenommen werden, ohne dass das als nicht mehr
parallel angesehen wird. Bei größeren Abweichungen, die insbesondere bei den heute
modernen, absolut nicht mehr kreissymmetrischen Formen der Gehäuse passend oder gar
notwendig sind, erfolgt die Montage bzw bei der Herstellung das Ausformen einfach
in anderer Richtung.
1. Scheinwerfer für Fahrzeuge, mit einem Gehäuse (2) zumindest einer Lichtquelle und
zumindest einer Lichtscheibe (1), dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtscheibe (1) mit einem Montagerand (1b) aus Kunststoff versehen ist, der
einen Endabschnitt aufweist, der entweder zylindermantelartig (7) ausgebildet ist
und in eine umlaufende Stirnnut (8) eines Gehäuseteils ragt, oder eine stirnseitige
Nut (8) aufweist, in die eine Dichtung (5) ragt, die auch an einem Gehäuseteil anliegt.
2. Scheinwerfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Montagerand (1b) mittels eines Spritzgussverfahrens oder eines Schäumverfahrens
mit der Lichtscheibe (1) verbunden ist.
3. Scheinwerfer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Erzeugenden des Zylindermantels (7) bevorzugt zumindest im Wesentlichen parallel
zur Scheinwerferachse (L) verlaufen und so die Montage der Lichtscheibe (1) auf das
Gehäuse (2) in Richtung der Scheinwerferachse (L) erlauben.
4. Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zylindermantelartig (7) ausgebildete Endabschnitt (1b) in die Stirnnut (8) eingeklebt
ist.
5. Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtscheibe (1) mit dem Gehäuse (2) mittels Schrauben (6), Federn, Spangen oder
dergl. verbunden ist, und dass diese Verbindungsorgane dabei auch die Dichtung (5)
einerseits in die Nut (8), andererseits an den Gehäuseteil pressen.
6. Scheinwerfer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (5) an einer Stirnfläche (9) des Gehäuseteils anliegt.