[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Haushaltsgerät und insbesondere ein Gargerät
mit wenigstens einem Behandlungsraum und einer Beschickungsöffnung und wenigstens
einer die Beschickungsöffnung des Behandlungsraumes verschließenden Türeinrichtung.
[0002] Viele Haushaltsgeräte, wie z. B. Backöfen und Waschmaschinen, weisen einen Behandlungsraum
auf, der durch eine Tür zugänglich ist und mit der Tür verschlossen werden kann. Bei
Backöfen und anderen Gargeräten wie Dampfgarern oder Mikrowellengeräten ist der Behandlungsraum
in der Regel als Garraum ausgebildet, welcher zur Zubereitung von Speisen mit einer
Heizquelle beheizbar ist. Im Garraum herrschen während des Garbetriebs oft hohe Temperaturen.
Um die Umgebung außerhalb des Garraums vor der Hitze zu schützen und eine Verletzungsgefahr
auszuschließen sowie eine bestimmte Energieeffizienz des Gargerätes zu ermöglichen,
muss der Garraum entsprechend isoliert ausgebildet sein. Das gilt im besonderen Maße,
wenn das Gerät für den Pyrolysebetrieb vorgesehen ist, in dem der Garraum auf Temperaturen
von über 400°C aufgeheizt wird. Auch dann muss eine Verletzungsgefahr bei Berührung
der äußeren Scheibe vermieden werden.
[0003] Die Tür spielt bei der Hitzeisolierung eines Garraums eine wichtige Rolle, da sie
einerseits auch während des Garbetriebs einen schnellen Zugang zum Garraum ermöglichen
soll, aber andererseits auch eine gute Wärmeisolation gewährleisten muss. Zudem soll
die Tür einen Blick in den Garraum und auf die darin befindlichen Speisen zulassen,
ohne dass die Tür geöffnet werden muss und dabei Wärmeenergie verloren geht. Dazu
weisen die Türen in der Regel ein Sichtfenster auf. Die Isolierung einer Tür stellt
daher eine komplexere Aufgabe dar als beispielsweise die Isolierung einer Seitenfläche
des Garraums.
[0004] Im Stand der Technik sind daher Türen mit einem mehrscheibigen Aufbau bekannt geworden.
Bei einer solchen Mehrscheibentür werden meist mehrere Scheiben so hintereinander
angeordnet, dass zwischen den Scheiben bestimmte Zwischenräume entstehen. Die Zwischenräume
können zur Kühlung mit Luft durchströmt werden. Nachteilig an solchen Türen ist, dass
zum Anordnen der Scheiben oft Rahmenteile verwendet werden, welche als Wärmebrücke
wirken können. Die Hitze der dem Garraum zugewandten Scheibe wird dabei an die äußere
Scheibe weitergegeben, sodass die äußere Scheibe unangenehm oder sogar gefährlich
heiß werden kann.
[0005] Die Herstellung von Mehrscheibentüren ist zudem oft sehr aufwendig, da die einzelnen
Scheiben bei der Montage zeitintensiv ausgerichtet werden müssen. Eine solche Ausrichtung
ist in der Regel notwendig, um die Scheiben relativ zu den Rahmenteilen so anzuordnen,
dass möglichst keine größeren Berührungspunkte entstehen, welche als Wärmebrücken
wirken könnten. Andererseits müssen die Scheiben aber auch in einer bestimmten Nähe
zu den Rahmenteilen angeordnet sein, um ein Herausfallen oder gar Undichtigkeiten
zu vermeiden. Ein weiteres Problem bei der Herstellung und der Montage von Mehrscheibentüren
liegt darin, dass eine gegebenenfalls unterschiedliche Ausdehnung der Scheiben sowie
der Rahmenteile durch Wärmezufuhr, beispielsweise während des Garbetriebs oder des
Pyrolysebetriebs, berücksichtigt werden muss.
[0006] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Haushaltsgerät zur Verfügung
zu stellen, welches eine gut isolierende und einfach zu montierende Tür mit einem
Mehrscheibenaufbau aufweist.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Haushaltsgerät mit den Merkmalen des Anspruchs
1. Bevorzugte Merkmale sind Gegenstand der Unteransprüche. Weitere Vorteile und Merkmale
ergeben sich aus der allgemeinen Beschreibung der Erfindung und der Beschreibung des
Ausführungsbeispiels.
[0008] Das erfindungsgemäße Haushaltsgerät ist insbesondere ein Gargerät und weist wenigstens
einen Behandlungsraum und eine Beschickungsöffnung sowie wenigstens eine die Beschickungsöffnung
des Behandlungsraumes verschließende Türeinrichtung auf. Die Türeinrichtung umfasst
wenigstens eine Aufnahmeeinrichtung mit wenigstens zwei Trägerabschnitten, wobei an
den wenigstens zwei Trägerabschnitten wenigstens zwei Flächenbauteile angeordnet sind.
Die Aufnahmeeinrichtung weist dabei wenigstens zwei Abstandshalteeinrichtungen auf,
von denen wenigstens eine Abstandshalteeinrichtung wenigstens teilweise flexibel ausgebildet
ist, um wenigstens eines der Flächenbauteile relativ zu wenigstens zwei der wenigstens
zwei Trägerabschnitte auszurichten.
[0009] Das erfindungsgemäße Haushaltsgerät hat viele Vorteile. Ein erheblicher Vorteil ist,
dass das Haushaltsgerät wenigstens zwei Abstandshalteeinrichtungen umfasst, von denen
wenigstens eine Abstandshalteeinrichtung wenigstens teilweise flexibel ausgebildet
ist. Mit einer solchen Abstandshalteeinrichtung kann wenigstens ein Flächenbauteil
relativ zu den Trägerabschnitten ausgerichtet werden. Das ist besonders vorteilhaft,
weil durch die Abstandshalteeinrichtung ein Mindestabstand der Flächenbauteile zu
den Trägerabschnitten einhaltbar ist. Dadurch ist die Türeinrichtung des Haushaltsgerätes
besonders gut isolierend und sicher aufgenommen, weil ein Wärmeübergang durch Wärmebrücken
zwischen den Flächenbauteilen und den Trägerabschnitten reduziert wird. Die Bauteile
sind thermisch im Wesentlichen voneinander entkoppelt. Beispielsweise kann so trotz
der hohen Temperaturen während eines Pyrolysebetriebs eine für Personen ungefährliche
Temperatur an einem außen liegenden Flächenbauteil gewährleistet werden.
[0010] Ein weiterer erheblicher Vorteil ist, dass durch eine solche Abstandshalteeinrichtung
Herstellungstoleranzen sowie Größenänderungen der Flächenbauteile ausgleichbar sind.
Solche Größenänderungen der Flächenbauteile können beispielsweise durch Temperaturveränderungen
während des Betriebs des Haushaltsgerätes und insbesondere beim Aufheizen und Abkühlen
des Garraumes und vor allem im Pyrolysebetrieb auftreten. Dadurch ist ein zeitaufwendiges
Ausrichten der Flächenbauteile nicht mehr nötig und die Montage der Türeinrichtung
ist erheblich vereinfacht und kostengünstiger.
[0011] Die Abstandshalteeinrichtung ist insbesondere wenigstens teilweise flexibel, komprimierbar
und/oder zusammendrückbar oder dergleichen ausgebildet. Die Abstandshalteeinrichtung
ist vorzugsweise hitzebeständig ausgeführt und insbesondere beständig gegenüber typischen
Temperaturen, denen sie während eines Pyrolysebetriebs ausgesetzt sind. Möglich und
bevorzugt ist auch eine federartig ausgebildete Abstandshalteeinrichtung insbesondere
aus einem metallischen Material.
[0012] Die Aufnahmeeinrichtung kann als Rahmen oder dergleichen ausgebildet sein. In jedem
Fall ist die Aufnahmeeinrichtung dazu geeignet und ausgebildet, wenigstens zwei Flächenbauteile
aufzunehmen und zu halten. Zur Aufnahme der Flächenbauteile weist die Aufnahmeeinrichtung
wenigstens zwei Trägerabschnitte auf. Vorzugsweise ist der Trägerabschnitt ein Abschnitt
eines Trägermoduls. Möglich ist, dass das Trägermodul auch zwei oder mehr Trägerabschnitte
aufweist. Der Trägerabschnitt kann auch als wenigstens ein separates Trägermodul ausgebildet
sein. Das Trägermodul ist insbesondere als ein Profilrohr und/oder eine Profilstrebe
und/oder eine Profilleiste und/oder als eine Schiene und/oder Stange ausgebildet.
[0013] Das Flächenbauteil kann als Scheibe und/oder scheibenförmige Platte ausgeführt sein
oder eine solche umfassen. Vorzugsweise ist das Flächenbauteil als eine hitzebeständige
Glasscheibe ausgebildet. Möglich ist auch, dass das Flächenbauteil im Raum gekrümmt
ist. Das Flächenbauteil kann auch als ein Wandelement und/oder eine Abschlusseinrichtung
und/oder ein Trennmodul ausgebildet sein. Vorzugsweise ist das Flächenbauteil schwimmend
in der Aufnahmeeinrichtung gelagert. In jedem Fall ist das Flächenbauteil dazu geeignet
und ausgebildet, die Beschickungsöffnung des Behandlungsraums wenigstens teilweise
abzudecken.
[0014] In einer bevorzugten Ausgestaltung weist die Abstandshalteeinrichtung wenigstens
ein Federelement auf und/oder ist wenigstens teilweise als ein solches Federelement
ausgebildet. Das Federelement kann als eine Feder, Blattfeder und/oder eine Spiralfeder
ausgebildet sein oder eine solche umfassen. Möglich ist auch, dass das Federelement
als eine Lasche, Spange, Klammer, als ein Bügel oder dergleichen ausgebildet ist.
Bevorzugterweise besteht das Federelement, wenigstens teilweise oder vollständig aus
einem Metallmaterial. An einer solchen Ausgestaltung ist von Vorteil, dass das Flächenbauteil
durch die Federkraft des Federelements nahezu automatisch ausgerichtet wird. Dadurch
entfällt bei der Montage des Flächenbauteils zwischen den Trägerabschnitten ein aufwendiges
Ausrichten per Hand, wodurch Zeit und Kosten eingespart werden.
[0015] Es ist möglich, dass wenigstens eine Abstandshalteeinrichtung wenigstens teilweise
elastisch ausgebildet ist. Die Abstandshalteeinrichtung kann dabei aus einem elastischen
Kunststoff sein und insbesondere aus einem Silikonmaterial und/oder einem anderen
geeigneten elastischen Material.
[0016] Möglich ist auch, dass wenigstens eine Abstandshalteeinrichtung wenigstens teilweise
starr ausgebildet ist. Die Abstandshalteeinrichtung kann dabei kann an dem Flächenbauteil
angebracht sein oder ein Teil dessen sein und beispielsweise als eine Erhebung des
Flächenbauteils ausgebildet sein. Die starre Abstandshalteeinrichtung kann auch als
eine Erhöhung oder dergleichen des Trägermoduls ausgebildet sein. Vorzugsweise kann
die starre Abstandshalteeinrichtung wenigstens teilweise ähnlich wie für die flexible
Abstandshalteeinrichtung beschrieben angeordnet und ausgebildet sein.
[0017] Besonders bevorzugt umfasst die Aufnahmeeinrichtung wenigstens zwei wenigstens teilweise
flexible Abstandshalteeinrichtungen. Dabei sind beide Abstandshalteeinrichtungen insbesondere
federnd und/oder als Federelement ausgebildet oder umfassen ein solches. Eine solche
Ausgestaltung ist besonders vorteilhaft, da das Flächenbauteil durch die Federkraft
der beiden Abstandshalteeinrichtungen mittig zwischen den Trägermodulen ausgerichtet
wird. So ist das Flächenbauteil unabhängig von Größenschwankungen durch Fertigungstoleranzen
oder Temperaturausdehnungen nahezu zentriert angeordnet. Ein besonders großer Abstand
zwischen dem Flächenbauteil und dem Trägermodul auf einer Seite, sowie ein besonders
kleiner Abstand auf der anderen Seite wird dadurch verhindert.
[0018] Ebenfalls besonders bevorzugt sind die wenigstens zwei Abstandshalteeinrichtungen
an gegenüberliegenden Seiten angeordnet. Dadurch wird eine schräge Ausrichtung bzw.
ein Verkanten des Flächenbauteils zwischen den Trägerabschnitten verhindert. Möglich
sind auch wenigstens zwei Abstandshalteeinrichtungen auf einer Seite und wenigstens
zwei Abstandshalteeinrichtungen auf der anderen Seite. Es können aber auch verschieden
viele Abstandshalteeinrichtungen auf gegenüberliegenden Seiten angeordnet sein.
[0019] Insbesondere ist wenigstens eine Abstandshalteeinrichtung für eine Anordnung an dem
Trägerabschnitt ausgebildet. Die Abstandshalteeinrichtung kann beispielsweise an dem
Trägerabschnitt eingeschoben, eingesteckt, eingeschraubt, eingerastet und/oder eingeklebt
werden. Es kann auch wenigstens eine Abstandshalteeinrichtung an dem Trägerabschnitt
befestigt und insbesondere verschiebbar befestigt sein. An einer solchen Ausgestaltung
ist von Vorteil, dass die Abstandshalteeinrichtung an dem Trägerabschnitt vormontiert
werden kann und bei weiteren Montageschritten nicht herausfällt. Die Abstandshalteeinrichtung
kann dabei durch Verschieben einfach justiert werden. Beispielsweise kann der Trägerabschnitt
eine Nut, Profilvertiefung und/oder Schiene oder dergleichen aufweisen, in welche
die Abstandshalteeinrichtung eingeführt werden und verschoben werden kann.
[0020] In einer weiteren besonders bevorzugten Ausgestaltung ist wenigstens eine Abstandshalteeinrichtung
wenigstens teilweise U-förmig und mit dem Trägerabschnitt verrastbar ausgebildet ist.
Dabei kann die Abstandshalteeinrichtung den Trägerabschnitt insbesondere teilweise
umgreifen. Die Abstandshalteeinrichtung und das Trägerprofil können Haken, Laschen,
Vorsprünge, Vertiefungen oder dergleichen aufweisen, welche sich zu einer rastbaren
Verbindung ergänzen.
[0021] Es ist auch möglich, dass wenigstens eine Abstandshalteeinrichtung wenigstens eine
Nase aufweist, wobei die Nase dazu geeignet und ausgebildet ist, mit dem Trägerabschnitt
und insbesondere mit einem Hinterschnitt des Trägerabschnitts verrastet zu werden.
Dadurch kann die Abstandshalteeinrichtung durch Einrasten oder Einclipsen unaufwendig
und zügig an dem Trägerabschnitt montiert werden.
[0022] Es kann wenigstens eine Abstandshalteeinrichtung einstückig und/oder als ein gebogenes
Blechteil ausgebildet sein. Eine solche Ausgestaltung kann besonders günstig hergestellt
werden und ist zugleich stabil und hitzbeständig. Die Abstandshalteeinrichtung ist
insbesondere ein gestanztes und kaltgeformtes Blechteil. Dabei kann die Abstandshalteeinrichtung
mit wenigstens einer federartigen Lasche ausgebildet sein oder eine solche umfassen.
Die federartige Lasche ermöglicht einen flexiblen Abstand zwischen dem Trägerabschnitt
und dem Flächenbauteil.
[0023] Besonders bevorzugt ist wenigstens eine Abstandshalteeinrichtung zur Zentrierung
von wenigstens zwei Flächenbauteilen geeignet und ausgebildet. Dazu ist die Abstandshalteeinrichtung
entsprechend angepasst. Beispielsweise kann die Abstandshalteeinrichtung dazu ein
verlängertes Federelement und/oder einen vergrößerten flexiblen Bereich aufweisen.
Möglich ist auch, dass die Abstandshalteeinrichtung zwei oder mehr Federelemente und/oder
zwei oder mehr flexible Bereiche aufweist. Bei einer solchen Ausgestaltung werden
weniger Abstandshalteeinrichtungen benötigt und dadurch Material- und Montagekosten
eingespart.
[0024] In einer besonders bevorzugten Weiterbildung weist die Türeinrichtung wenigstens
drei, vier oder mehr Flächenbauteile auf. Dabei sind wenigstens zwei Abstandshalteeinrichtungen
zur Zentrierung von wenigstens zwei Flächenbauteilen und insbesondere der beiden mittleren
Flächenbauteile geeignet und ausgebildet. Eine derart ausgestaltete Türeinrichtung
ist beispielsweise bei einem Gargerät mit Pyrolysefunktion von Vorteil, da eine Türeinrichtung
mit vier Flächenbauteilen eine besonders gute Wärmeisolation ermöglicht. So kann selbst
während des Pyrolysebetriebs eine ungefährliche Temperatur an der äußersten Scheibe
gewährleistet werden.
[0025] In vorteilhaften Ausgestaltungen kann die Aufnahmeeinrichtung wenigstens drei oder
mehr Trägerabschnitte umfassen. Beispielsweise kann die Aufnahmeeinrichtung zwei seitliche
und einen unteren Trägerabschnitt aufweisen. Möglich sind auch vier oder mehr Trägerabschnitte,
welche rahmenartig wenigstens ein Flächenbauteil aufnehmen bzw. tragen können. Die
Trägerabschnitte können auch rund oder oval oder dergleichen um wenigstens ein Flächenbauteil
herum angeordnet sein. Die Trägerabschnitte können dabei Abschnitte eines Trägermoduls
oder aber auch zweier Trägermodule oder mehrerer Trägermodule sein.
[0026] Weitere Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich
aus der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels, das nun mit Bezug auf die beiliegenden
Figuren erläutert wird.
[0027] In den Figuren zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Haushaltsgerätes in perspektivischer
Ansicht;
- Figur 2
- eine Türeinrichtung mit zwei Flächenbauteilen in perspektivischer Ansicht;
- Figur 3
- eine Abstandshalteeinrichtung in perspektivischer Ansicht;
- Figur 4
- ein Trägerabschnitt mit der Abstandshalteeinrichtung aus Figur 3 in perspektivischer
Ansicht;
- Figur 5
- eine Türeinrichtung mit drei Flächenbauteilen in perspektivischer Ansicht; und
- Figur 6
- die Türeinrichtung aus Figur 5 in einer Seitenansicht.
[0028] Die Figur 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Haushaltsgerät 1, welches hier als Gargerät
2 ausgebildet ist. Über eine Bedieneinrichtung 12 kann das Gargerät 2 von einem Benutzer
bedient werden. Das Gargerät 2 weist einen Behandlungsraum 3 und eine Beschickungsöffnung
4 auf, welche durch eine Türeinrichtung 5 verschließbar ist. Der Behandlungsraum 3
ist hier als ein Garraum 13 ausgeführt, welcher durch wenigstens eine Heizquelle 14,
wie beispielsweise eine Umluftheizquelle, beheizbar ist. Weitere Heizquellen 14, wie
ein Oberhitzeheizkörper und ein Unterhitzeheizkörper sowie eine Mikrowellenheizquelle
und dergleichen können vorgesehen sein.
[0029] Die Türeinrichtung 5 ist hier eine Tür 15 mit Mehrscheibenaufbau und weist hier insgesamt
drei Flächenbauteile 8, 18, 28 auf, welche als Scheiben 20, 21, 22 ausgebildet sind.
Die mittlere Scheibe 21 und die zum Garraum 13 zeigende, innere Scheibe 22 sind dabei
durch zwei gegenüberliegende, flexible Abstandshalteeinrichtungen 9 mittig zwischen
zwei gegenüberliegenden Trägerabschnitten 7 ausgerichtet. Bei einer solchen Anordnung
entsteht ein gleichmäßiger Spalt zwischen den Trägerabschnitten 7 und der mittleren
bzw. der inneren Scheibe 21, 22. Die flexible Abstandshalteeinrichtung 9 kann dabei
Größenunterschiede, z. B. durch Wärmeausdehnung oder Herstellungstoleranzen, ausgleichen
und gewährleistet stets einen im Wesentlichen gleichmäßigen Abstand zwischen der Scheibe
21, 22 und dem Trägerabschnitt 7. Dadurch werden Wärmebrücken reduziert. Auch bei
sehr hohen Temperaturen im Garraum 13, beispielsweise während des Pyrolysebetriebs,
wird eine ungefährliche Temperatur an der äußeren Scheibe 20 erreicht und es kann
sich niemand an der geschlossenen Türeinrichtung 5 verletzten.
[0030] In Figur 2 ist eine Türeinrichtung 5 gezeigt, welche eine Aufnahmeeinrichtung 6 und
hier zwei Flächenbauteile 8, 18 umfasst. Dabei bildet ein erstes Flächenbauteil 8
der beiden Flächenbauteile 8, 18 die Außenseite der Türeinrichtung 5. Auf dem ersten
Flächenbauteil 8 ist die Aufnahmeeinrichtung 6 befestigt und insbesondere verklebt.
Die Aufnahmeeinrichtung 6 ist hier als ein Rahmen ausgebildet und umfasst zwei gegenüberliegende
Trägerabschnitte 7, welche jeweils einen Abschnitt eines Trägermoduls 27 bilden. Weiterhin
umfasst die Aufnahmeeinrichtung 6 zwei gegenüberliegende Trägerleisten 10, von denen
hier zur besseren Übersichtlichkeit nur die obere Trägerleiste 10 gezeigt ist. Die
Trägerleisten 10 sind hier im Wesentlichen rechtwinkelig zu den Trägerabschnitten
7 angeordnet.
[0031] Die Trägerabschnitte 7 weisen jeweils wenigstens eine Abstandshalteeinrichtung 9
auf. Dabei ist die Abstandshalteeinrichtung 9 mit dem Trägerabschnitt 7 verschiebbar
verrastet und insbesondere so verrastet, wie es untenstehend für die Abstandshalteeinrichtung
9 in Figur 4 beschrieben ist. Eine Rastverbindung ist besonders vorteilhaft, da die
Abstandshalteeinrichtung 9 nach dem Einrasten einfach und zügig durch ein Verschieben
entlang des Trägerabschnitts 7 ausrichtbar und insbesondere einer weiteren Abstandshalteeinrichtung
9 gegenüberliegend ausrichtbar ist.
[0032] Das zweite Flächenbauteil 18 ist zwischen den Trägerabschnitten 7 angeordnet. Die
Abstandshalteeinrichtungen 9 halten dabei das Flächenbauteil 18 auf einen Mindestabstand
zu den Trägerabschnitten 7. Durch zwei gegenüberliegende und mit wenigstens einem
Federelement 19, 39 ausgestattete Abstandshalteeinrichtungen 9 ist das zweite Flächenbauteil
18 mittig zwischen den Trägerabschnitten 7 ausgerichtet. Ein Verrutschen des Flächenbauteils
18 parallel zu den Trägerabschnitten 7 wird durch die im Wesentlichen rechtwinkelig
zu den Trägerabschnitten 7 angeordneten Trägerleisten 10 verhindert. Die Trägerleiste
10 weist wenigstens eine Stützeinrichtung 11 auf, welche eine beabstandete Anordnung
der Flächenbauteile 8, 18 zueinander ermöglicht und somit die Ausbildung einer Wärmebrücke
zwischen den Flächenbauteilen 8, 18 verhindert.
[0033] Eine solche Ausgestaltung mit einer rahmenartigen Aufnahmeeinrichtung 6 ermöglicht
eine stabile und unaufwendige Einfassung des zweiten Flächenbauteils 18. Dabei ist
das zweite Flächenbauteil 18 durch die federnden Abstandshalteeinrichtungen 9 schwimmend
gelagert und wird mittig zwischen den Trägerabschnitten 7 ausgerichtet. Möglich und
bevorzugt ist auch, dass weitere Flächenbauteile 18 und 28 und insbesondere ein drittes
und viertes Flächenbauteil 18, 28 an der Aufnahmeeinrichtung 6 aufnehmbar sind.
[0034] In Figur 3 ist eine einzelne Abstandshalteeinrichtung 9 dargestellt. Die Abstandshalteeinrichtung
9 ist U-förmig und an einem Trägerabschnitt 7 verrastbar ausgebildet. Dazu weist die
Abstandshalteeinrichtung 9 zwei Nasen 29 auf, welche insbesondere an einem Hinterschnitt
17 des Trägerabschnitts 7 verrastbar sind (vgl. Fig. 4). Die Abstandshalteeinrichtung
9 ist hier einstückig und als gestanztes sowie gebogenes Blechteil ausgeführt und
umfasst zwei Federelemente 19, 39. Die Federelemente 19, 39 sind spangenförmig ausgestaltet
und dazu geeignet, jeweils ein Flächenbauteil 18, 28 beabstandet auszurichten. Durch
die Ausgestaltung mit zwei Federelementen 19, 39 können mit nur einer Abstandshalteeinrichtung
9 bis zu zwei oder mehr Flächenbauteile 18, 28 gleichzeitig ausrichtet werden.
[0035] Die Figur 4 zeigt die Abstandshalteeinrichtung 9 aus Figur 3, welche an einem Trägerabschnitt
7 angeordnet ist. Der Trägerabschnitt 7 ist hier ein durchgehender, seitlicher Abschnitt
eines Trägermoduls 27. Das Trägermodul 27 ist dabei als ein Strangprofil ausgebildet
und weist zwei seitliche Haltenuten 37 auf. Die Haltenuten 37 weisen einen Hinterschnitt
17 auf und sind dazu geeignet, wenigstens eine Nase 29 der Abstandshalteeinrichtung
9 verrastbar aufzunehmen. Die Abstandshalteeinrichtung 9 kann dadurch fest und entlang
der Haltenut 37 verschiebbar an dem Trägerabschnitt 7 angebracht werden. Dadurch ist
eine beliebige Position der Abstandshalteeinrichtung 9 an dem Trägerabschnitt 7 möglich.
[0036] Die Figur 5 zeigt eine Türeinrichtung 5 mit drei Flächenbauteilen 8, 18, 28. Die
Trägerleisten 10 wurden zur besseren Übersichtlichkeit weggelassen. Das dritte Flächenbauteil
28 ist so in der Aufnahmeeinrichtung 6 angebracht, wie es zuvor für das zweite Flächenbauteil
18 beschrieben wurde. Das dritte Flächenbauteil 28 wird dabei durch das zweite Federelement
39 der Abstandshalteeinrichtung 9 beabstandet angeordnet und zwischen den Trägerabschnitten
7 im Wesentlichen zentriert. Eine solche Ausgestaltung mit drei Flächenbauteilen 8,
18, 28 ermöglicht eine noch bessere Wärmeisolation. Ein viertes Flächenbauteil 8,
18, 28 ermöglicht z. B. für den Pyrolysebetrieb eine nochmals bessere Wärmeisolation.
[0037] Eine Seitenansicht der Türeinrichtung 5 aus Figur 5 ist in Figur 6 dargestellt. Hier
ist die mittige bzw. zentrierte Anordnung der Flächenbauteile 18, 28 zwischen den
Trägerabschnitten 7 besonders gut zu erkennen. Wenn das zweite und/oder dritte Flächenbauteil
18, 28 beispielsweise zur Reinigung der Aufnahmeeinrichtung 6 entnommen wurde, werden
die Flächenbauteile 18, 28 nach dem Einsetzen durch die Abstandshalteeinrichtung 9
praktisch automatisch wieder zentriert ausgerichtet. Auch bei einem ersten Einbau
der Flächenbauteile 18, 28 während der Herstellung werden die Flächenbauteile 18,
28 durch die Abstandshalteeinrichtung 9 mittig ausgerichtet. Ein aufwendiges manuelles
Ausrichten ist nicht mehr nötig, wodurch Zeit und Kosten bei der Herstellung einspart
werden.
[0038] Die flexible und/oder federartige Ausbildung wenigstens einer Abstandshalteeinrichtung
9 gewährleistet einen weitgehend gleichmäßigen Mindestabstand eines Flächenbauteils
18, 28 zu den wenigstens zwei Trägerabschnitten 7. Das Flächenbauteil 18, 28 wird
dabei insbesondere mittig zwischen wenigstens zwei Trägerabschnitten 7 positioniert.
Der gleichmäßige Abstand ist besonders bei Flächenbauteilen 18, 28 mit wärmeisolierender
Funktion von Vorteil, da Wärmeübergänge bzw. Wärmebrücken reduziert werden. Ein weiterer
Vorteil ist, dass die Flächenbauteile 18, 28 auch bei einer Wärmeausdehnung sowie
bei unterschiedlichen Fertigungstoleranzen von der flexiblen Abstandshalteeinrichtung
9 nahezu automatisch mittig ausgerichtet werden. Dadurch sind stets ein gleichmäßiger
Abstand und eine gute Wärmeisolation gegeben. Während der Montage der Flächenbauteile
18, 28 entfällt ein aufwendiges manuelles Ausrichten, wodurch Kosten eingespart werden.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 1
- Haushaltsgerät
- 2
- Gargerät
- 3
- Behandlungsraum
- 4
- Beschickungsöffnung
- 5
- Türeinrichtung
- 6
- Aufnahmeeinrichtung
- 7
- Trägerabschnitt
- 8
- Flächenbauteil
- 9
- Abstandshalteeinrichtung
- 10
- Trägerleiste
- 11
- Stützeinrichtung
- 12
- Bedieneinrichtung
- 13
- Garraum
- 14
- Heizquelle
- 15
- Tür
- 17
- Hinterschnitt
- 18
- Flächenbauteil
- 19
- Federelement
- 20
- Scheibe
- 21
- Scheibe
- 22
- Scheibe
- 27
- Trägermodul
- 28
- Flächenbauteil
- 29
- Nase
- 37
- Haltenut
- 39
- Federelement
1. Haushaltsgerät (1), insbesondere Gargerät (2) mit wenigstens einem Behandlungsraum
(3) und einer Beschickungsöffnung (4) und wenigstens einer die Beschickungsöffnung
(4) des Behandlungsraumes (3) verschließenden Türeinrichtung (5),
wobei die Türeinrichtung (5) wenigstens eine Aufnahmeeinrichtung (6) mit wenigstens
zwei Trägerabschnitten (7) aufweist,
wobei an den wenigstens zwei Trägerabschnitten (7) wenigstens zwei Flächenbauteile
(8, 18, 28) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahmeeinrichtung (6) wenigstens zwei Abstandshalteeinrichtungen (9) aufweist,
von denen wenigstens eine Abstandshalteeinrichtung (9) wenigstens teilweise flexibel
ausgebildet ist, um wenigstens eines der Flächenbauteile (8, 18, 28) relativ zu wenigstens
zwei der wenigstens zwei Trägerabschnitten (7) auszurichten.
2. Haushaltsgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Abstandshalteeinrichtung (9) wenigstens ein Federelement (19, 39)
umfasst und/oder wenigstens teilweise als ein solches ausgebildet ist.
3. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Abstandshalteeinrichtung (9) wenigstens teilweise elastisch ausgebildet
ist.
4. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Abstandshalteeinrichtung (9) wenigstens teilweise starr ausgebildet
ist.
5. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinrichtung (6) wenigstens zwei wenigstens teilweise flexible Abstandshalteeinrichtungen
(9) umfasst.
6. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Abstandshalteeinrichtungen (9) an gegenüberliegenden Seiten angeordnet
sind.
7. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Abstandshalteeinrichtung (9) für eine Anordnung an dem Trägerabschnitt
(7) ausgebildet ist.
8. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Abstandshalteeinrichtung (9) an dem Trägerabschnitt (7) befestigt
und insbesondere verschiebbar befestigt ist.
9. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Abstandshalteeinrichtung (9) wenigstens teilweise U-förmig und mit
dem Trägerabschnitt (7) verrastbar ausgebildet ist.
10. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Abstandshalteeinrichtung (9) wenigstens eine Nase (29) aufweist,
wobei die Nase (29) dazu geeignet und ausgebildet ist, mit dem Trägerabschnitt (7)
und insbesondere mit einem Hinterschnitt (17) des Trägerabschnitts (7) verrastet zu
werden.
11. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Abstandshalteeinrichtung (9) einstückig und/oder als ein gebogenes
Blechteil ausgebildet ist.
12. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Abstandshalteeinrichtung (9) zur Zentrierung von wenigstens zwei
Flächenbauteilen (8, 18, 28) geeignet und ausgebildet ist.
13. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Türeinrichtung (5) wenigstens drei, vier oder mehr Flächenbauteile (8, 18, 28)
aufweist und wenigstens zwei Abstandshalteeinrichtungen (9) zur Zentrierung von wenigstens
zwei Flächenbauteilen (8, 18, 28) und insbesondere der beiden mittleren Flächenbauteile
(8, 18, 28) geeignet und ausgebildet sind.
14. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinrichtung (6) wenigstens drei oder mehr Trägerabschnitte (7) aufweist.