[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kühl- und/oder Gefriergerät mit wenigstens
einem Auszugsystem, das wenigstens ein feststehendes und wenigstens ein bewegbares
Element umfaßt, wobei das feststehende Element oder ein Befestigungselement für das
Auszugsystem an einem Korpusteil des Gerätes festgelegt ist und wobei das bewegbare
Element relativ zu dem feststehenden Element verschiebbar ist.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Auszugsysteme und insbesondere Teleskopauszugsysteme
bekannt, die in sehr unterschiedlicher Art und Weise am Innenbehälter des Gerätes
befestigt werden. In den meisten Fälle werden für die unterschiedlichen Teleskopauszugsysteme
spezifische Innenbehälterseitenwände gefertigt, das heißt je nach Teleskopauszugsystem
werden unterschiedlich ausgeführte Innenbehälter verwendet. Zur Befestigung der Teleskopauszüge
an der Innenbehälterseitenwand ist es beispielsweise bekannt, diese mit der Behälterseitenwand
zu verschrauben. Hierzu werden oftmals schaumseitig angeordnete Verstärkungsteile
verwendet, die auf der Schaumseite der Innenbehälterseitenwand z. B. in Vertiefungen
eingelegt werden. Die Befestigungsteile werden formschlüssig vor dem Schäumprozess
montiert und sodann durch den Schaumdruck an Ort und Stelle auf der Schaumseite des
Innenbehälters fixiert. Dieser Fertigungsablauf zwingt dazu, bereits vor dem Schäumprozess
entsprechende Varianten festzulegen.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kühl- und/oder Gefriergerät
der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, dass unterschiedliche Auszugsysteme,
insbesondere Teleskopschienensysteme an einer einheitlich ausgeführten Innenbehälterwand,
vorzugsweise an einer einheitlichen Innenbehälterseitenwand in einfacher, raumsparender
und kostengünstiger Weise in der Endmontage montiert werden können.
[0004] Diese Aufgabe wird durch ein Kühl- und/oder Gefriergerät mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Danach ist vorgesehen, dass das genannte Korpusteil zumindest eine Vertiefung
und/oder zumindest eine Erhebung aufweist, in der bzw. an der das feststehende Element
oder das Befestigungsteil ausschließlich oder auch durch Formschluss fixiert ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt somit der Gedanke zugrunde, in dem genannten Korpusteil,
vorzugsweise im Innenbehälter und besonders bevorzugt in den Seitenwandungen des Innenbehälters
eine oder mehrere Vertiefungen vorzusehen, in die das feststehende Element oder wenigstens
ein Befestigungsteil des Auszugsystems eingesetzt wird und darin nur oder auch durch
Formschluss fixiert wird. Auf den Einsatz von schaumseitig angeordneten Befestigungselementen
zur Fixierung des Auszugsystems wird vorzugsweise verzichtet. Vielmehr ist es ausreichend,
den Innenbehälter herzustellen, den Schäumprozess vorzunehmen und dann erst in der
Endmontage das Auszugsystem zu montieren.
[0005] In bevorzugter Ausgestaltung ist somit vorgesehen, dass die Variantenbildung somit
erst in der Endmontage erfolgt und bis dahin die Innenbehälter bzw. das Herstellverfahren
des Gehäuses unabhängig vom Auszugsystem einheitlich erfolgt.
[0006] Vorzugsweise ist somit vorgesehen, dass das Kühl- und/oder Gefriergerät derart ausgebildet
ist, dass verschiedene Teleskopauszugsysteme je nach Ausstattungsvorgabe erst in der
Endmontage und vorzugsweise ohne Werkzeug und ohne zusätzliche Verstärkungs- bzw.
Befestigungsteile stets an identisch ausgeführten Innenbehälterwandungen, vorzugsweise
Innenbehälterseitenwandungen befestigt werden. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass
abweichend von der bisherigen Vorgehensweise mit dem gleichen Gehäuse geschäumte Innenbehälter
eine Vielzahl von Ausstattungsvarianten erst in der Endmontage, das heißt nach dem
Schäumprozess bereitgestellt werden kann.
[0007] Wie oben ausgeführt, weist das Korpusteil wenigstens eine Vertiefung auf, in der
sich das feststehende Element oder ein Befestigungsteil für das Auszugsystem befindet
und daran durch Formschluss fixiert ist. Zusätzlich zu der formschlüssigen Fixierung
sind auch weitere Befestigungsarten, wie beispielsweise eine Fixierung durch Kraftschluss
oder durch Stoffschluss möglich.
[0008] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Innenbehälterseitenwand bzw. die beiden gegenüberliegenden
Innenbehälterseitenwandungen mit wenigstens einer entsprechend der Teleskopauszugsystem-Aufnahmegeometrie
in Form einer oder mehrerer Vertiefungen ausgeführt sind. Diese Geometrie kann soweit
erforderlich beim Schäumvorgang in diesen Bereich durch das Schäumwerkzeug oder anderweitig
abgestützt werden.
[0009] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die bislang verwendeten
Verstärkungs- bzw. Befestigungsteile sowie Durchbrüche und Bohrungen im Innenbehälter
zur Montage von diesen Befestigungs- bzw. Verstärkungsteilen entfallen können, was
den Vorteil mit sich bringt, dass bisher notwendige Schaumabdichtungsmaßnahmen ebenfalls
entfallen können.
[0010] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass sich die Vertiefung
in eine Richtung senkrecht zur Oberfläche des Korpusteils erstreckt und beispielsweise
wannenförmig ausgeführt ist. Anstelle einer Vertiefung können auch mehrere Vertiefungen
pro Befestigungsteil oder für mehrere Befestigungsteile pro Seitenwand verwendet werden.
[0011] Die genannte Vertiefung kann zusätzlich wenigstens einen Hinterschnitt aufweisen,
durch den eine Vertiefung, die im Folgenden als Aufnahmebereich bezeichnet wird, gebildet
wird, in dem ein Teil des feststehenden Elementes oder des Befestigungsteils aufgenommen
ist. Durch diesen Aufnahmebereich, der sich vorzugsweise im frontseitigen Bereich
der Vertiefung befindet und/oder in deren rückwärtigen Bereich ist es möglich, das
feststehende Element bzw. das Befestigungselement durch Formschluss in der genannten
Vertiefung zu fixieren.
[0012] Da die maximale Belastung (vertikal, horizontal und Torsion) auf die Auszugsystembefestigung
im vorderen Bereich im ausgefahrenen Zustand auftritt, ist vorzugsweise vorgesehen,
dass das Auszugsystem bzw. das Teleskopauszugsystem in einer bzw. mehreren Innenbehälterseitenwandvertiefungen
plaziert wird und zusätzlich in einer oder mehreren stirnseitigen Aufnahmebereichen,
an der Innenbehälterseitenwand. Durch diese stirnseitigen Aufnahmebereiche bzw. Hinterschnitte
wird ein formschlüssiger Verbund zwischen der Innenbehälterwand bzw. - seitenwand
und dem Auszugsystem bzw. dem Teleskopauszugsystem hergestellt.
[0013] Denkbar ist es, diesen stirnseitigen formschlüssigen Verbund bei Bedarf spielfrei
auszuführen, da durch die Länge des Teleskopauszugsystems bzw. sonstigen Auszugsystem
bzw. des Befestigungsteils ein günstiger Hebelarm für die Montage vorhanden ist.
[0014] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist somit vorgesehen, dass durch den genannten
Hinterschnitt ein sich in Richtung der Frontseite und/oder der Rückseite des Gerätes
erstreckender Aufnahmebereich gebildet wird, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass
die Vertiefung sowie der Aufnahmebereich miteinander in Verbindung stehen. Denkbar
ist es somit beispielsweise, eine wannenförmige oder auch anders ausgestaltete Vertiefung
vorzusehen, die einen oder mehrere Bereiche aufweist, die Hinterschnitte ausbilden,
in denen das Befestigungselement bzw. das feststehende Element des Auszugsystems durch
Formschluss gehalten ist. Denkbar ist es, dass das feststehende Element oder das Befestigungsteil
nur bereichsweise mit der Wandung der Vertiefung in Kontakt steht.
[0015] Um den Montagevorgang von Teleskopauszugsystemen bzw. des Befestigungsteils an die
Innenbehälterseitenwand möglichst einfach und mit wenig Kraftaufwand ausführen zu
können und die Maßschwankungen der Innenbehälterseitenwand-Aufnahmegeometrie beim
Schäumvorgang zu eliminieren ist somit vorzugsweise vorgesehen, dass das Befestigungsteil
bzw. das feststehende Element des Auszugsystems nur an den relevanten Bereichen, das
heißt nur an Teilbereichen der Vertiefung fixiert wird.
[0016] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Befestigungsteil
oder die Vertiefung einen oder mehrere Vorsprünge aufweist, die von einem oder mehreren
schwalbenschwanzförmigen Vorsprüngen hintergriffen werden.
[0017] Denkbar ist es, das feststehende Element bzw. das Befestigungsteil ohne eine Drehbewegung
bzw. Schwenkbewegung in die Innenbehälteraufnahme, d.h. in die genannte Vertiefung
einzuführen und dann durch eine Druckkraft auf das Auszugsystem bzw. auf das Befestigungsteil
durch die schwalbenschwanzähnliche Führung oder durch anderweitig ausgebildete Rastelemente
zu verrasten.
[0018] Denkbar ist es auch, dass die schwalbenschwanzförmigen Vorsprünge derart angeordnet
sind, dass zunächst das feststehende Element oder das Befestigungsteil in die Vertiefung
und/oder in den genannten Aufnahmebereich eingesetzt werden und dann verschoben werden,
so dass die Vorsprünge derart miteinander in Eingriff stehen, dass das feststehende
Element bzw. das Befestigungsteil in der Vertiefung fixiert ist.
[0019] Auch ist eine Schwenkbewegung möglich, wobei das feststehende Element oder das Befestigungsteil
zunächst mit einem Abschnitt in die Vertiefung bzw. in den Aufnahmebereich eingesetzt
wird und dann in einer Schwenkbewegung in die Vertiefung eingeführt wird.
[0020] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass wenigstens ein zusätzliches
Verschlussstück vorgesehen ist, das in einem Bereich neben dem feststehenden Element
oder neben dem Befestigungsteil in der Vertiefung angeordnet und dort fixiert ist.
[0021] Die vorliegende Erfindung betrifft des weiteren ein Verfahren zur Fixierung eines
feststehenden Elementes oder eines Befestigungsteils in einer Vertiefung eines Korpusteils
eines Kühl- und/oder Gefriergerätes insbesondere gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8,
wobei das feststehende Element oder das Befestigungsteil zunächst mit einem Abschnitt
in die Vertiefung eingesetzt wird und dann durch eine Schwenkbewegung mit wenigstens
einem weiteren Abschnitt in der Vertiefung fixiert wird.
[0022] Das Auszugsystem bzw. alternativ nur das Befestigungsteil wird vorteilhafterweise
in einem relativ spitzen Winkel relativ zur Innenbehälterwand bzw. zur Korpuswand
in die Vertiefung, vorzugsweise in die oben genannte stirnseitige Vertiefung, d. h.
in den Aufnahmebereich eingesteckt und danach mittels einer Schwenkbewegung in die
Vertiefung eingedreht. Denkbar ist es, dass dabei das Auszugsystem bzw. das Befestigungsteil
in seiner Endposition in die Vertiefung und vorzugsweise in eine Vertiefung bzw. in
einen Aufnahmebereich auf der gegenüberliegenden Seite des stirnseitigen Aufnahmebereiches
oder auch in einen sonstigen, vorzugsweise durch Hinterschnitt gebildeten Aufnahmebereich
einrastet. Der genannte Aufnahmebereich, mittels dessen eine Rastverbindung hergestellt
wird, kann beispielsweise ebenfalls stirnseitig oder auch zusätzlich oder alternativ
auf den Längsseiten der Vertiefung angeordnet sein.
[0023] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass für Kundendienstzwecke die Verriegelung mittels
eines Werkzeuges demontierbar ist. Aufgrund einer formschlüssigen Verbindung zwischen
Korpusteil bzw. Innenbehälterwand und dem Auszugsystem bzw. dem Befestigungsteil mit
entsprechender integrierter Gestaltung wird eine vorteilhafte optische Ausführung
geschaffen.
[0024] Die vorliegende Erfindung betrifft des weiteren ein Verfahren gemäß Anspruch 10.
Dabei ist vorgesehen, dass das feststehende Element oder das Befestigungsteil zunächst
in die Vertiefung eingesetzt und dann durch eine Schiebebewegung in der Vertiefung
fixiert ist. Dabei ist es denkbar, diese Fixierung vergleichbar mit der eines Bajonettverschlusses
vorzunehmen, das heißt dadurch, dass Vorsprünge in der Vertiefung Vorsprünge des feststehenden
Elementes oder des Befestigungselementes derart fixieren, dass ein Lösen des feststehenden
Elementes oder des Befestigungselementes in einer Richtung senkrecht zur Wand des
Korpusteils nicht möglich ist.
[0025] Alternativ oder zusätzlich zu den oben genannten Ausführungsformen sind je nach Anforderungsprofile
auch andere Ausführungsmöglichkeiten denkbar:
[0026] So ist es denkbar, dass die Vertiefung im Korpusteil und vorzugsweise in der Innenbehälterseitenwand
wegen der Vermeidung von Isolationsschwächungen nur partiell ausgeführt ist oder dass
die Aufnahme an der Korpuswand teilweise bzw. komplett erhaben ausgeführt ist. Ist
die Aufnahme komplett erhaben ausgeführt, kann eine Isolationsschwächung vermieden
werden.
[0027] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Auszugsystem bzw.
dessen Befestigungsteil ohne die oben erwähnte Schwenkbewegung und vorzugsweise senkrecht
zur Innenbehälterwand eingeführt und eingerastet wird. In diesem Fall wird das Auszugsystem
bzw. das Befestigungsteil in die Vertiefung eingedrückt und ist in dieser vorzugsweise
durch eine Rastverbindung oder durch andere Mittel gesichert.
[0028] Wie bereits oben ausgeführt, ist von der Erfindung auch die Ausführungsform umfasst,
dass das Auszugsystem bzw. das Befestigungsteil in eine schwalbenschwanzähnliche Führung
in bzw. gegen Auszugrichtung des Auszuges in die Vertiefung eingeführt und in der
Endposition verrastet wird.
[0029] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Auszugsystem wie
oben beschrieben in die Vertiefung eingesteckt oder verrastet wird und anstelle einer
weiteren Verrastung das Teleskopauszugsystem bzw. das Befestigungsteil verklebt oder
auch über eine Spreizverbindung, über einen Drehverschluss oder über eine Schraubverbindung
gesichert wird, die dann ebenfalls bei Bedarf demontierbar ausgeführt sein kann.
[0030] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung sind diese Verbindungen bzw. Verschlüsse
am Befestigungsteil angespritzt bzw. integriert.
[0031] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine perspektivische Ansicht des Befestigungsteils im demontierten und im montierten
Zustand,
- Figur 2:
- eine perspektivische Ansicht des Befestigungsteils mit markierten Auflageflächen zur
Fixierung des Befestigungsteils am Innenbehälter sowie eine Darstellung der Vertiefung
des Innenbehälters,
- Figur 3:
- eine perspektivische Darstellung des Befestigungsteils im demontierten und im montierten
Zustand mit Verrastungen,
- Figur 4:
- eine perspektivische Ansicht des Befestigungsteils sowie eine perspektivische Ansicht
der Innenbehälterseitenwand mit nur partiell ausgeführter Vertiefung,
- Figur 5:
- eine perspektivische Ansicht des Befestigungsteils sowie eine perspektivische Ansicht
der Innenbehälterseitenwand mit einem erhabenen Bereich,
- Figur 6:
- eine perspektivische Ansicht des Innenbehälters sowie des Befestigungsteils mit zusätzlichem
Verschlussteil und
- Figur 7:
- eine perspektivische Darstellung des montierten Befestigungsteils mit Verschlussteil
sowie des Verschlussteils als solches.
[0032] In Figur 1 ist mit dem Bezugszeichen 10 ein Befestigungsteil eines Teleskopauszugs
gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt. Bei diesem Befestigungsteil 10 kann
es sich um ein Teil handeln, an dem der gesamte Teleskopauszug zu montieren ist oder
auch um ein Teil, das bereits einen Bestandteil, nämlich das feststehende Element
des Auszugsystems bildet.
[0033] Der Begriff "Befestigungsteil", der im folgenden verwendet wird, umfasst somit auch
das feststehende Element des Auszugsystems.
[0034] Wie dies aus Figur 1 ersichtlich ist, umfasst das Befestigungsteil 10 einen Einführabschnitt
12, der in eine Vertiefung 110 des Innenbehälters 100 eingeführt wird. Wie dies aus
Figur 1, rechte Darstellung hervorgeht, weist der Innenbehälter 100 eine taschenförmige
Vertiefung 110 auf, die in wenigstens einem Bereich mit einem Hinterschnitt 120 ausgebildet
ist. Durch diesen Hinterschnitt 120 wird ein zur Frontseite des Gerätes gerichteter
Aufnahmebereich 130 gebildet. In diesem befindet sich im montierten Zustand des Befestigungsteils
10 der Vorsprung 14 des Befestigungsteils 10. Das Befestigungsteil 10 wird somit durch
Formschluss in der Vertiefung 110 des Innenbehälters 100 gesichert. Der Vorsprung
14 befindet sich an der zur Frontseite gewandten Stirnseite des Befestigungsteils
10.
[0035] Wir dies aus Figur 1, rechte Darstellung hervorgeht, befindet sich In dieser stirnseitigen
Vertiefung 130, die durch den Hinterschnitt 120 gebildet wird, der Vorsprung 14 des
Befestigungsteils 10. Das Befestigungsteil 10 ist somit in Richtung senkrecht zur
Innenbehälterseitenwandung gegen Herausfallen bzw. gegen eine unerwünschte Entnahme
gesichert.
[0036] Das Befestigungsteil 10 gemäß Figur 1 wird dadurch in die Vertiefung 110 des Innenbehälters
100 eingesetzt, dass zunächst der Vorsprung 14 in die stirnseitige Vertiefung 130
eingesetzt wird und dann das Befestigungsteil derart zum Innenbehälter hin verschwenkt
wird, dass auch weitere Abschnitte des Teils 12 des Befestigungsteils 10 in der Vertiefung
des Innenbehälters aufgenommen sind. Dort können diese Elemente beispielsweise durch
eine formschlüssige, kraftschlüssige oder stoffschlüssige Verbindung fixiert werden.
[0037] Das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 zeigt ein Befestigungselement 10, das ebenfalls
in eine Vertiefung 110 des Innenbehälters 100 eingesetzt wird. Wie dies aus Figur
2 hervorgeht, ist auch hier ein Vorsprung 14 vorgesehen, der in eine in Figur 2 nicht
ersichtliche stirnseitige Vertiefung eingesetzt wird, die sich an die dargestellte
Vertiefung 110 des Innenbehälters 100 anschließt. Die Vertiefung des Innenbehälters
ist insoweit identisch zu der gemäß Figur 1 ausgebildet. Ein Unterschied ergibt sich
daraus, dass das Befestigungsteil 10 nicht vollumfänglich an der Innenwand der Vertiefung
110 anliegt, sondern dass die Auflageflächen, mit denen das Befestigungsteil 10 in
der Vertiefung 110 des Innenbehälters 100 in Kontakt steht auf relevante Bereiche
zur Fixierung des Befestigungsteils beschränkt werden. Diese relevanten Bereiche sind
in Figur 2 mit dem Bezugszeichen A bzgl. des Befestigungsteils und B bzgl. der Wandung
der Vertiefung markiert.
[0038] Die Fixierung des Befestigungsteils erfolgt gemäß dem zu Figur 1 beschriebenen Ausführungsbeispiel,
d.h. durch Einschwenken.
[0039] Figur 3 zeigt in einer weiteren Ausgestaltung das Befestigungsteil 10, das wie auch
gemäß den Figuren 1 und 2 einen Vorsprung 14 aufweist, der wie aus Figur 3 ersichtlich
in eine stirnseitige Vertiefung bzw. Aufnahme 130 des Innenbehälters eingreift. Die
Montage entspricht der zu Figur 1 erläuterten, wobei gemäß Figur 3 mit dem Bezugszeichen
16 ein weiterer Vorsprung gekennzeichnet ist, der gegenüberliegend zu dem Vorsprung
14 angeordnet ist. Der Vorsprung 16 befindet sich somit an der rückwärtigen Stirnseite
des Befestigungsteils 10. Er greift in eine weitere stirnseitige Vertiefung bzw. Aufnahme
150 der Vertiefung 110 des Innenbehälters 100 ein, wie dies aus Figur 3, rechte Darstellung
hervorgeht. Diese weitere Vertiefung 150 wird ebenfalls durch einen Hinterschnitt
140 gebildet und befindet sich wie aus Figur 3, rechte Darstellung, ersichtlich, im
anderen Endbereich, nämlich im rückwärtigen Bereich der Vertiefung 110 des Innenbehälters
100. Grundsätzlich sind auch andere Positionen für einen solchen weiteren Hinterschnitt
bzw. weitere Aufnahme denkbar und von der Erfindung mitumfasst. So kann sich diese
weitere Aufnahme beispielsweise auch an der Oberseite und/oder an der Unterseite der
Vertiefung 110 befinden. Die Montage erfolgt derart, dass zunächst der Vorsprung 14
in die Aufnahme 130 eingesetzt wird, dann das Befestigungsteil 10 verschwenkt wird,
bis der Vorsprung 16 in der Aufnahme 150 bzw. in ein dort angeordnetes Rastelement
R einrastet.
[0040] Figur 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem die Vertiefung des Innenbehälters
100 in zwei Teilbereiche 110' und 110" unterteilt ist, was den Vorteil mit sich bringt,
dass die Bereiche der Isolationsschwächung kleiner sind als bei den Ausführungsbeispielen
gemäß der Figuren 1 bis 3. Die Montage des Befestigungsteils 10 in beiden Vertiefungen
erfolgt entsprechend zu der oben beschriebenen, das heißt beispielsweise dadurch,
dass das Befestigungsteil 10 zunächst in einem Endbereich in eine der Vertiefungen
eingesetzt wird und dann zum Innenbehälter hin verschwenkt wird.
[0041] Wie dies aus Figur 4, linke Darstellung, ersichtlich ist, ist in diesem Fall das
Befestigungsteil bzw. dessen Montageabschnitt 12 in zwei Teilbereiche unterteilt,
die in die beiden Vertiefungen der Innenbehälterseitenwand eingreifen. An einem dieser
Montageabschnitte befindet sich der Vorsprung 14, der formschlüssig in der Aufnahme
130 der Vertiefung des Innenbehälters angeordnet ist. Mit dem Bezugszeichen B sind
die Bereiche der Vertiefung 110 gekennzeichnet, an denen das Befestigungsteils 10
im montierten Zustand anliegt.
[0042] Figur 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem am Innenbehälter zwei Vertiefungen
110' und 110" angeordnet sind, in die das Befestigungsteil 10 eingreift. Wie dies
aus Figur 5 ersichtlich ist, erstreckt sich zwischen diesen beiden Bereichen ein erhabener
Bereich 112, der mit einer Vertiefung 19 des Befestigungsteils 10 zusammenwirkt bzw.
in die Vertiefung oder dergleichen des Befestigungsteils eingreift.
[0043] Durch eine derartige Ausgestaltung lässt sich eine Reduzierung der Isolationsschwächung
erreichen.
[0044] Die Montage des Befestigungsteils entspricht der zu Figur 1 erläuterten.
[0045] Das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 6 zeigt ein Befestigungssystem mit Schwalbenschwanz-Aufnahme
und zusätzlichem Verschlussteil.
[0046] Wie dies aus Figur 6 hervorgeht, befinden sich an den gegenüberliegenden Wandungen
der Vertiefung 110 des Innenbehälters 100 Vorsprünge 210, die von schwalbenschwanzförmig
ausgeführten Vorsprüngen 300 auf der Oberseite und Unterseite des Montageabschnittes
12 des Befestigungsteils 10 hintergriffen werden können. Zur Fixierung des Befestigungsteils
10 ist vorgesehen, dass das Befestigungsteil zunächst so eingesetzt wird, dass die
beiden beiderseitigen Vorsprünge versetzt zueinander angeordnet sind und dann das
Befestigungsteil innerhalb der Vertiefung des Innenbehälters verschoben wird, so dass
die schwalbenschwanzartigen Vorsprünge die Vorsprünge der Wandungen der Vertiefung
im Innenbehälter hintergreifen. Zum Zwecke der Lagefixierung kann ein in Figur 6 ersichtlichtes
Verschlussteil 400 vorgesehen sein, das wie aus Figur 7 ersichtlich neben dem eingesetzten
Befestigungsteil 10 eingesetzt wird. Es kann hier beispielsweise durch Verrasten,
durch Kleben, durch eine Schraubverbindung, durch eine Spreizverbindung, durch einen
Drehverschluss oder dergleichen fixiert werden.
[0047] Das Verschlussteil 400 hat die Aufgabe, ein unerwünschtes Verschieben und damit ein
Lösen des Befestigungsteils 10 in der Vertiefung des Innenbehälters zu verhindern.
[0048] Der Auszug kann beliebig ausgeführt sein. Denkbar ist es, einen herkömmlichen Teleskopauszug
einzusetzen, der an dem Befestigungsteil 10 fixiert wird oder einen Auszug, dessen
feststehendes Element durch das Befestigungsteil 10 gebildet wird. Auf diesem kann
beispielsweise ein bewegliches Teil bzw. eine Schiene durch eine Gleitbewegung und/oder
durch Kugellager oder sonstige Lager beweglich angeordnet sein.
[0049] Die Erfindung kann sich somit auch Gleit-/Roll-Teleskopschiensysteme, Teilauszüge,
Vollauszüge in den jeweiligen Varianten Kugellagerführung, Rollenlagerführung sowie
mit und ohne Selbsteinzug / Dämpfung beziehen.
1. Kühl- und/oder Gefriergerät mit wenigstens einem Auszugsystem, das wenigstens ein
feststehendes und wenigstens ein bewegbares Element umfaßt, wobei das feststehende
Element oder ein Befestigungselement für das Auszugsystem an einem Korpusteil des
Gerätes festgelegt ist und wobei das bewegbare Element relativ zu dem feststehenden
Element verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte Korpusteil wenigstens eine Vertiefung und/oder wenigstens eine Erhebung
aufweist, in der bzw. an der das feststehende Element oder das Befestigungsteil ausschließlich
oder auch durch Formschluss fixiert ist.
2. Kühl- und/oder Gefriergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem genannten Korpusteil um den Innenbehälter des Gerätes handelt.
3. Kühl- und/oder Gefriergerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, sich die Vertiefung in einer Richtung senkrecht zur Oberfläche des Korpusteils erstreckt
und zusätzlich wenigstens einen Hinterschnitt aufweist, in dem ein Teil des feststehenden
Elementes oder des Befestigungsteils aufgenommen ist.
4. Kühl- und/oder Gefriergerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass durch den Hinterschnitt eine sich zur Frontseite und/oder zur Rückseite des Gerätes
erstreckende Vertiefung gebildet wird.
5. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das feststehende Element oder das Befestigungsteil durch eine Rastverbindung in der
Vertiefung des Korpusteils fixiert ist.
6. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das feststehende Element oder das Befestigungsteil nur bereichsweise mit der Wandung
der Vertiefung in Kontakt steht.
7. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das feststehende Element oder das Befestigungsteil und/oder die Vertiefung einen
oder mehrere Vorsprünge aufweist, die von einem mehreren schwalbenschwanzförmigen
Vorsprüngen hintergriffen werden.
8. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein zusätzliches Verschlussstück vorgesehen ist, das in einem Bereich neben dem feststehenden
Element oder dem Befestigungsteil in der Vertiefung des Korpusteils angeordnet und
dort fixiert ist.
9. Verfahren zur Fixierung eines feststehenden Elementes oder eines Befestigungsteils
eines Auszuges in einer Vertiefung eines Korpusteils eines Kühl-und/oder Gefriergerätes,
insbesondere eines Kühl- und/oder Gefriergerätes gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das feststehende Element oder das Befestigungsteil zunächst mit einem Abschnitt in
die Vertiefung eingesetzt und dann durch eine Schwenkbewegung auch mit wenigstens
einem weiteren Abschnitt in die Vertiefung eingeführt wird, wobei vorzugsweise vorgesehen
ist, dass das Einsetzen des feststehenden Elementes oder des Befestigungsteils nach
dem Ausschäumen des Gerätegehäuses erfolgt.
10. Verfahren zur Fixierung eines feststehenden Elementes oder eines Befestigungsteils
eines Auszuges in einer Vertiefung eines Korpusteils eines Kühl-und/oder Gefriergerätes,
insbesondere eines Kühl- und/oder Gefriergerätes gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das feststehende Element oder das Befestigungsteil eingesetzt und darin ohne weitere
Schwenk- oder Schiebebewegungen durch eine kraft-, form- oder stoffschlüssige Verbindung
fixiert wird oder zunächst in die Vertiefung eingesetzt und dann durch eine Schiebebewegung
in der Vertiefung fixiert wird, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass das Einsetzen
des feststehenden Elementes oder des Befestigungsteils nach dem Ausschäumen des Gerätegehäuses
erfolgt.