[0001] Die Erfindung betrifft einen Kraftspeicher, insbesondere einen Kraftspeicher für
Stufenschalter an Stufentransformatoren.
[0002] Stufenschalter dienen zur unterbrechungslosen Umschaltung zwischen Wicklungsanzapfungen
eines Stufentransformators. Damit diese Umschaltung, um Lichtbogenbildungen zu vermeiden,
möglichst rasch vollzogen werden kann, sind seit langem Kraftspeicher üblich. Sie
bestehen normalerweise aus einem Auszugsschlitten, der von einer Antriebswelle kontinuierlich
aufgezogen wird, wobei eine oder mehrere Federn gespannt werden, sowie einem Abtriebsteil,
das nach vollem Aufzug ausgelöst wird und eine sprungartige Bewegung vollzieht, bei
der sich die bislang gespannten Kraftspeicherfedern wieder einspannen. Diese sprungartige
Bewegung des Abtriebsteils wird für die schnelle Lastumschaltung genutzt.
[0003] Die
DE-OS 19 56 369 zeigt einen solchen bekannten Kraftspeicher. Nachteilig ist dabei die notwendige
Umwandlung der Drehbewegung der Antriebswelle in eine Längsbewegung des Aufzugsschlittens
und der Längsbewegung des Abtriebsteils wieder zurück in eine Drehbewegung der Abtriebswelle.
[0004] Aus der
DE-OS 22 50 260 ist ein weiterer Kraftspeicher bekannt, der diesen Nachteil nicht aufweist, und eine
Aufziehkurbel sowie eine Sprungkurbel vorsieht. Bei diesem Kraftspeicher ist ein Maltesergetriebe
vorhanden, das eine Drehbewegung der Antriebswelle auf eine Aufziehkurbel überträgt,
die dabei einen Spannhebel mitnimmt. Der Spannhebel ist mittels eines Sperrschiebers,
der in einem Sperrkranz verrastet ist, fixiert, so dass er der Bewegung nicht folgen
kann; vielmehr spannen sich als Kraftspeicherfedern vorgesehene Druckfedern. In der
letzten Phase der Aufzugsbewegung der Aufziehkurbel läuft dann diese mit ihrem Kurbelende
gegen einen Auslösehebel, der seinerseits den Sperrschieber aus der Arretierung auslenkt,
so dass die Sprungkurbel sprungartig bewegt wird, wobei sich die Druckfedern wieder
entspannen. Nach Abschluss dieser sprungartigen Bewegung, wenn sich der Auslösehebel
wieder von der Aufziehkurbel entfernt hat, rastet der beschriebene Sperrschieber wieder
in den Sperrkranz ein. Damit ist die Umschaltung beendet und der Kraftspeicher ist
bereit für einen neuen Aufzug vor Beginn der nächsten Umschaltung. Dieser bekannte
Kraftspeicher verwendet demnach, als ein Ausführungsbeispiel, einen Sperrschieber
an einem Abtriebsteil, der mit einem fest angeordneten Sperrkranz zusammenwirkt. Nachteilig
bei diesem bekannten Kraftspeicher ist zunächst einmal der erforderliche Malteserantrieb.
Darüber hinaus besitzt der bekannte Kraftspeicher einen komplizierten mechanischen
Aufbau, insbesondere, neben dem erwähnten Malteserantrieb, auch wegen der gleichachsig
gelagerten doppelarmigen Spannhebel und der beiden sich gegenüberliegenden Federn.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es demnach, einen Kraftspeicher der eingangs genannten
Art anzugeben, der einfach aufgebaut ist und mit einem Minimum an Einzelteilen die
effiziente Umwandlung einer kontinuierlichen Drehbewegung der Antriebswelle in eine
schnelle Drehbewegung einer Abtriebswelle nach deren Auslösung um einen definierten
Drehwinkel gestattet.
[0006] Diese Aufgabe wird durch einen Kraftspeicher mit dem Merkmal des ersten Patentanspruches
gelöst. Die Unteransprüche betreffen besonders vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung.
[0007] Die Erfindung geht von der allgemeinen erfinderischen Idee aus, eine Schenkelfeder
als Kraftspeicherfeder vorzusehen und diese konzentrisch um Antriebswelle und Abtriebswelle
herum anzuordnen. Eine solche Schenkelfeder wird, anders als eine Zug- oder Druckfeder,
nicht durch Bewegung in ihrer Längsrichtung gespannt, sondern durch radiales Verdrehen.
Bei der Erfindung wird auf einfache Weise, ohne zusätzlichen Malteserantrieb, durch
ein Antriebsrad diese Schenkelfeder gespannt, gleichzeitig wird, nach dem Aufzug der
Schenkelfeder, durch dieses Antriebsrad auch die Verklinkung einer bis dahin in einem
an sich bekannten Rastenring einem Abtriebsteil gelöst.
Das erwähnte Antriebsrad dient also sowohl zum Spannen als auch zum Auslösen des Kraftspeichers.
[0008] Der erfindungsgemäße Kraftspeicher ermöglicht einen Direktantrieb der Antriebswelle,
z. B. durch einen Schritt- bzw. Getriebemotor, wodurch ein separates Maltesergetriebe
überflüssig wird. Der erfindungsgemäße Kraftspeicher ermöglicht weiterhin auf einfache
Weise ein Spannen und Auslösen in beiden (Dreh-)Richtungen.
[0009] Die Erfindung soll nachfolgend an Hand von einer Zeichnung beispielhaft noch näher
erläutert werden. Die einzige Figur zeigt einen erfindungsgemäßen Kraftspeicher in
schematischer perspektivischer Darstellung, wobei aus Gründen der Übersichtlichkeit
nicht zur Erläuterung der Funktion erforderliche Bauteile eines Stufenschalters, dessen
Bestandteil der Kraftspeicher ist, weggelassen sind.
[0010] Die Figur zeigt eine Antriebswelle 1, die mit einer nicht dargestellten Motorantriebswelle
verbunden werden kann, beispielsweise formschlüssig mittels einer gezeigten Nut 2.
Die eigentliche Antriebseinheit des erfindungsgemäßen Kraftspeichers besteht aus einem
mit der Antriebswelle 1 fest verbundenen Antriebsrad 3. Das Antriebsrad 3 besitzt
einen Anschlag 4 mit beidseitigen Widerlagern, von denen in der Zeichnung nur eines
sichtbar ist, zur Aufnahme einer Kraftspeicherfeder, was später noch ausführlich erläutert
wird.
[0011] Die eigentliche Abtriebseinheit des erfindungsgemäßen Kraftspeichers besteht aus
einem Kraftspeicherträger 5, der mit einer Abtriebswelle 6 fest verbunden ist. Antriebswelle
1 der Antriebseinheit sowie Abtriebswelle 6 der Abtriebseinheit sind dabei gleichachsig
gelagert und unabhängig voneinander drehbar.
[0012] Ferner ist ein fester Rastenring 7 vorgesehen, der mittels Verschraubungen 8 mit
einem nicht dargestellten Stufenschalterkopf oder einem vergleichbaren Bauteil des
Stufenschalters verschraubt ist. Der Rastenring 7 weist radiale Rasten 9, 10, 11 auf,
deren Winkelabstand voneinander der Teilung des Stufenschalters, d. h. der Zahl der
möglichen Schaltstellungen n, n+1, n+2,... entspricht. In der Figur sind aus Gründen
der Übersichtlichkeit nicht alle Rasten mit Bezugszeichen versehen.
[0013] Auf dem Kraftspeicherträger 5, der Teil der Abtriebseinheit ist, ist ein seitlicher
Lagerbock 12 vorgesehen, der ein Lager 13 aufweist, in dem eine Klinke 14 beweglich
gelagert ist. Das freie, vordere Ende der Klinke 14 koi-respondiert mit den Rasten
9... 11 des Rastenrings 7. An seiner anderen Seite wird die Klinke 14 durch eine in
der Figur nur angedeutete Klinkenfeder 15 in Ruhestellung nach unten, d. h. in eine
der jeweiligen Rasten 9... 11 gedrückt. Als eigentliche Kraftspeicherfeder ist erfindungsgemäß
eine Schenkelfeder 16 vorgesehen, die sich mit ihren beiden freien Anschlagenden,
wobei in der Figur nur das eine Anschlagende 17 gezeigt ist, jeweils an einer Seite
eines nur angedeuteten Anschlages 5a des Kraftspeicherträgers 5 sowie zusätzlich des
Anschlages 4 des Antriebsrades 3 abstützt. Die Schenkelfeder 16 stellt demnach die
mechanische Kopplung zwischen Antriebsrad 3 und Kraftspeicherträger 5 dar. Sie ist
an ihren freien Enden unabhängig jeweils durch einen Anschlag 4 des Antriebsrades
3 (Teil der Antriebseinheit) als auch einen Anschlag 5a des Kraftspeicherträgers 5
(Teil der Abtriebseinheit) fixiert. Im stationären Zustand liegen die beiden Anschläge
4 und 5a jeweils vertikal übereinander. Schließlich weist das Antriebsrad 3 an seiner
dem Anschlag 4 abgewandten Seite zwei Auflaufschrägen 18 bzw. 19 auf, die symmetrisch
angeordnet sind und mit dem dem Rastenring 7 abgewandten Ende der Klinke 14 korrespondieren.
Die Wirkungsweise des erfindungsgemäßen Kraftspeichers ist folgende:
[0014] Zu Beginn einer Umschaltung wird der Kraftspeicher aufgezogen, d. h. gespannt. Dies
geschieht dadurch, dass die Antriebswelle 1 und damit das mit ihr verbundene Antriebsrad
3 gedreht werden. Dabei wird die Schenkelfeder 16 dadurch, dass ihr jeweiliges Anschlagende
17 vom Anschlag 4 des Antriebsrades 3 mitgenommen und damit aus der Fixierung am Kraftspeicherträger
5 gelöst wird, während ihr anderes Anschlagende vom Anschlag des Kraftspeicherträgers
an der anderen Seite fixiert bleibt und der Bewegung nicht folgen kann, gespannt.
Kurz vor dem vollständigen Spannen bewegt sich drehrichtungsabhängig eine der Auflaufschrägen
18 bzw. 19 des Antriebsrades 3 hin zur Klinke 14. Durch die horizontal gesehen schräge
Kontur der Auflaufschrägen 18, 19 drücken diese die Klinke 14 gegen die Kraft der
Klinkenfeder 15 aus der entsprechenden Raste 9... 11; die bis dahin bestehende Arretierung
des Kraftspeicherträgers 5 wird aufgehoben. Der Kraftspeicherträger 5, der mit der
Abtriebswelle 6 verbunden ist, dreht sich damit sprungartig um einen gewissen Winkel.
Dabei wird die Schenkelfeder 16 entspannt. In der Folge geraten die Auflaufschrägen
18 bzw. 19 außer Eingriff mit der Klinke 14; diese rastet, durch die Klinkenfeder
15 unterstützt, in die nächste Raste, die sich, drehrichtungsabhängig, links oder
rechts von der bisherigen Raste befindet, ein. Damit ist die Umschaltung abgeschlossen.
[0015] Aus der Figur wird der einfache mechanische Aufbau des erfindungsgemäßen Kraftspeichers
deutlich. Er weist nur wenige funktionswichtige Bauteile auf: Das Antriebsrad 3, den
die Abtriebswelle 6 betätigende Kraftspeicherträger 5 mit der Klinke 14, den feststehenden
Rastenring 7 und die Schenkelfeder 16, die sich zwischen Antriebsrad 3 und Kraftspeicherträger
5 abstützt und durch deren Relativbewegung zueinander spann- und entspannbar ist.
1. Kraftspeicher mit einer kontinuierlich aufziehbaren Antriebswelle (1) wobei zwischen
der Antriebswelle (1) und einer Abtriebswelle (6) eine Kraftspeicherfeder (16) angeordnet
ist,
wobei die bis dahin arretierte Abtriebswelle (6) nach Aufzug der Antriebswelle (1)
d.h. Spannen der Kraftspeicherfeder (16) auslösbar ist,
wobei ein umlaufender fester, nicht drehbarer Rastenring (7) mit Rasten (9...11) vorgesehen
ist und wobei im arretierten Zustand der Abtriebswelle (6) eine mit dieser mechanisch
in Verbindung stehende Sperrklinke (14) schaltstellungsabhängig in eine der Rasten
(9...11) eingreift,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Antriebswelle (1) ein fest mit ihr verbundenes Antriebsrad (3) angeordnet
ist, dass das Antriebsrad (3) einen Anschlag (4) aufweist,
dass an der Abtriebswelle (6) ein fest mit ihr verbundener Kraftspeicherträger (5) angeordnet
ist, der eine verschwenkbare Klinke (14) besitzt, die schaltstellungsabhängig in eine
der Rasten (9...11) des Rastenrings (7) einrückbar ist, derart, dass sie den Kraftspeicherträger
(5) blockiert,
dass der Kraftspeicherträger (5) einen weiteren Anschlag (5a) aufweist,
dass die Kraftspeicherfeder eine Schenkelfeder (16) ist, die konzentrisch um Antriebswelle
(1) und Abtriebswelle (6) herum angeordnet ist und die sich mit ihren beiden freien
Anschlagenden (17) jeweils sowohl am Anschlag (4) des Antriebsrades (3) als auch am
Anschlag (5a) des Kraftspeicherträgers (5) abstützt,
und dass das Antriebsrad (3) mechanische Mittel aufweist, mittels derer bei Drehung der Antriebswelle
(1) relativ zur arretierten Abtriebswelle (6) die Klinke (14) aus der jeweiligen Raste
(9...11) gegen die Kraft einer Klinkenfeder (15) auslenkbar ist.
2. Kraftspeicher nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mechanischen Mittel am Antriebsrad (3) aus Auflaufschrägen (18, 19) bestehen,
die durch Auftreffen auf die Klinke (14) diese auslenken.
1. Energy store with a drive shaft (1) which can be continuously drawn up,
wherein an energy store spring (16) is arranged between the drive shaft (1) and a
drive output shaft (6),
wherein the drive output shaft (6) locked until then is releasable after drawing up
the drive shaft (1), i.e. stressing of the energy store spring (16),
wherein an encircling, fixed, non-rotatable detent ring (7) with detents (9....11)
is provided and
wherein in the locked state of the drive output shaft (6) a pawl (14) mechanically
connected therewith engages in one of the detents (9...11) depending on the switch
setting,
characterised in that
a drive wheel (3) fixedly connected with the drive shaft (1) is arranged thereat,
the drive wheel (3) has an abutment (4),
an energy store support (5) fixedly connected with the drive output shaft (6) is arranged
thereat, the support having a pivotable pawl (14) which is detentable in one of the
detents (9 to 11) of the detent ring (7) in dependence on switch setting in such a
manner that it blocks the energy store support (5),
the energy store support (5) has a further abutment (5a),
the energy store spring is a leg spring (16), which is arranged concentrically around
the drive shaft (1) and drive output shaft (6) and which is supported by its two free
abutment ends (17) respectively at both the abutment (4) of the drive wheel (3) and
the abutment (5a) of the energy store support (5), and
the drive wheel (3) comprises mechanical means by means of which, on rotation of the
drive shaft (1) relative to the drive output shaft (6) to be locked, the pawl (14)
is deflectable out of the respective detent (9 to 11) against the force of a pawl
spring (15).
2. Energy store according to claim 1, characterised in that the mechanical means at the drive wheel (3) consist of ramps (18, 19) which through
impinging on the pawl (14) deflect this.
1. Accumulateur d'énergie comportant un arbre d'entrainement (1) pouvant être déployé
en continu,
un ressort accumulateur d'énergie (16) étant monté entre l'arbre d'entrainement (1)
et un arbre entrainé (6),
l'arbre entrainé (6) jusqu'alors bloqué pouvant être dégagé après déploiement de l'arbre
d'entrainement (1) c'est-à-dire tension du ressort accumulateur d'énergie (16), une
bague périphérique (7) fixe en rotation équipée d'encoches (9...11) étant prévue,
et, à l'état bloqué de l'arbre entrainé (6) un cliquet de blocage (14) en liaison
mécanique avec celui-ci venant en prise dans l'une des encoches en fonction de la
position de commutation,
caractérisé en ce que
sur l'arbre d'entrainement (1) est montée une roue d'entrainement (3) reliée solidairement
à celui-ci,
la roue d'entrainement (3) comporte une butée (4),
sur l'arbre entrainé (6) est monté un support d'accumulateur d'énergie (5) relié solidairement
à celui-ci qui comporte un cliquet pivotant (14) qui peut être mis en prise dans l'une
des encoches (9...11) de la bague à encoches (7) en fonction de la position de commutation
de façon à bloquer le support d'accumulateur d'énergie (5),
l'accumulateur d'énergie (5) comporte une autre butée (5a),
le ressort accumulateur d'énergie est un ressort à branches (16) qui est monté concentriquement
autour de l'arbre d'entrainement (1) et de l'arbre entrainé (6) et qui s'appuie respectivement
par ses deux extrémités de butée libre (17) contre la butée (4) de la roue d'entrainement
(3) et également contre la butée (5a) du support d'accumulateur d'énergie (5), et
la roue d'entrainement (3) comporte des moyens mécaniques par lesquels lors d'une
rotation de l'arbre d'entrainement (1) par rapport à l'arbre entrainé (6) bloqué,
le cliquet (14) peut être déplacé par pivotement en dehors de l'encoche respective
(9...11) contre la force d'un ressort de cliquet (15).
2. Accumulateur d'énergie conforme à la revendication 1,
caractérisé en ce que
les moyens mécaniques situés sur la roue d'entrainement (3) sont constitués par des
biseaux (18, 19) qui dévient le cliquet (14) par impact sur celui-ci.