| (19) |
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(11) |
EP 2 664 003 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.04.2020 Patentblatt 2020/16 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.01.2012 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2012/050343 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2012/095443 (19.07.2012 Gazette 2012/29) |
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| (54) |
DÜNNSCHICHT-SOLARZELLEN MIT DIFFUSIONSHEMMENDER SCHICHT
THIN FILM SOLAR CELLS HAVING A DIFFUSION-INHIBITING LAYER
CELLULES SOLAIRES EN COUCHES MINCES À COUCHE ANTI-DIFFUSION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
11.01.2011 DE 102011008269
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.11.2013 Patentblatt 2013/47 |
| (73) |
Patentinhaber: INTERPANE Entwicklungs- und
Beratungsgesellschaft mbH |
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37697 Lauenförde (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KAPPERTZ, Oliver
37077 Göttingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Körfer, Thomas |
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Mitscherlich PartmbB
Patent- und Rechtsanwälte
Sonnenstrasse 33 80331 München 80331 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2010/039879 US-A1- 2010 258 191
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WO-A1-2010/115558
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- GORDON R: "Chemical vapor deposition of coatings on glass", JOURNAL OF NON-CRYSTALLINE
SOLIDS, NORTH-HOLLAND PHYSICS PUBLISHING. AMSTERDAM, NL, Bd. 218, 1. September 1997
(1997-09-01), Seiten 81-91, XP004095557, ISSN: 0022-3093, DOI: 10.1016/S0022-3093(97)00198-1
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Dünnschichtsolarzelle mit einer Beschichtung aus mehreren
Schichten entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Zur Nutzung von regenerativer Energie werden heute Photovoltaik-Zellen zur Stromerzeugung
aus Sonnenlicht eingesetzt. Man unterscheidet dabei zwei Arten von Photovoltaik-Zellen.
Eine Art basiert auf kristallinem Silicium, das in 0,2 - 0,4 mm dicken Scheiben als
Silicium-Wafer verwendet wird. Die Zweite Art besteht aus dünnen Schichten, die auf
ein Substrat aufgebracht sind, und wird als Dünnschicht-Solarzelle bezeichnet. Dünnschicht-Solarzellen
können großflächig auf mehrere m
2 große Substrate, z.B. Glas, aufgebracht werden. Als photoaktive Schicht wird dabei
beispielsweise amorphes Silicium verwendet.
[0003] Ein Problem bei solchen Dünnschicht-Solarzellen stellen aus dem Substrat diffundierende
Störsubstanzen, z.B. Alkali-Ionen dar, die in darüber liegende Schichten diffundieren.
Diese wirken sich auf das Kornwachstum während der Bildung der Absorberschicht aus.
Eine zu große Zufuhr an Störsubstanz führt zu einem Abbau der kristallinen Kornstruktur
in der photoaktiven Schicht und somit zu einem verminderten Zellstrom. Daher wird
häufig eine Diffusionssperrschicht auf das Substrat aufgebracht, um die Diffusion
der Störsubstanz aus dem Substrat zu unterbinden.
[0004] In der
WO 2010/039880 A1 wird der Schichtaufbau auf einer Chalkopyrit-Dünnschicht-Solarzelle beschrieben.
Auf einem Substrat, hier Kalknatron-Glas, wird eine Diffusionssperrschicht aufgebracht,
die Natriumionen aus dem Substrat abfängt und deren Diffusion in darüber liegende
Schichten verhindert. Auf der Diffusionssperrschicht ist mindestens eine Molybdän-Schicht
aufgebracht, die als Rückkontakt dient. Darauf wird als photoaktives Material eine
Schicht aus Kupfer, Indium und Selen (CIS) oder eine Schicht aus Kupfer, Indium, Selen
und Gallium (CIGS) aufgebracht. Darauf ist wiederum eine Schicht z. B. aus Zinkoxid
(ZnO) aufgebracht, die einen Frontkontakt bildet. Die Diffusionssperrschicht wird
aus Siliciumoxid, Aluminiumoxid, Titanoxid, Zirkonoxid, oder Silicium- oder Titannitrid
allein oder in Mischungen aus den genannten Materialien gebildet und in einer Schichtdicke
bis zu 200 nm aufgebracht.
[0005] Nachteilig an einer solchen diffusionsblockierenden Schicht sind die geringe Beschichtungsrate,
mit der die genannten Materialien bei der Beschichtung abgeschieden werden und der
hoher Energiebedarf bei der Herstellung der Schicht.
[0006] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, ein Schichtsystem für eine Dünnschicht-Solarzelle
zu schaffen, bei der die Diffusion von Störsubstanzen bzw. Störionen aus dem Substrat
in die darüber liegenden Schichten zuverlässig unterbunden wird und dies mit einem
verringerten Energieaufwand bei der Herstellung effizient und kostengünstig zu erreichen.
[0007] Die Aufgabe wird durch die erfindungsgemäße Dünnschicht-Solarzelle gemäß Anspruch
1 gelöst. In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen
Dünnschicht-Solarzelle dargestellt.
[0008] Die erfindungsgemäße Dünnschicht-Solarzelle umfasst ein Substrat, eine Diffusionssperrschicht
sowie eine Rückkontakt-Schicht, die auf der dem Substrat abgewandten Seite der Diffusionssperrschicht
angeordnet ist, sowie eine photoaktive Absorberschicht. Erfindungsgemäß ist zwischen
dem Substrat und der Diffusionssperrschicht eine zusätzliche diffusionshemmende Schicht
angeordnet.
[0009] Diese diffusionshemmende Schicht nimmt aus dem Substrat heraus wanderende Störsubstanzen
auf, so dass lediglich eine geringe Anzahl an Störteilchen, insbesondere Ionen, an
der Diffusionssperrschicht ankommen. Somit reicht eine Diffusionssperrschicht mit
geringer Schichtdicke aus, um die Störteilchen aufzunehmen und eine Abgabe in die
über der Diffusionssperrschicht angeordneten Schichten zu unterbinden. Da das Aufbringen
der Diffusionssperrschicht mit einem hohen Energiebedarf verbunden ist, kann durch
die reduzierte Schichtdicke der Diffusionssperrschicht eine erhebliche Energieeinsparung
bei der Herstellung der Diffusionssperrschicht erreicht werden.
[0010] Eine solche diffusionshemmende Schicht sowie Diffusionssperrschicht ist auf metallischen
Substraten, z.B. aus Edelstahl oder auf Metall- oder Alkalimetallhaltigen Substraten,
wie z.B. Kalknatronglas, besonders vorteilhaft, da diese Substrate im größeren Maße
Ionen abgeben. Diese beeinflussen insbesondere auch bei niedrigen Temperaturen und
angelegter elektrischer Spannung die Eigenschaften der darüber liegenden Schichten
und führen zu Alterungserscheinungen der Dünnfilm-Solarzelle.
[0011] Vorteilhafter Weise umfasst die diffusionshemmende Schicht Zinkoxid und Zinnoxid
(ZnO)
x(SnO
2)
y mit einem Anteil von x zwischen 1,75 und 2,25, bevorzugt zwischen 1,9 und 2,1, und
einem Anteil y von 0,75 bis 1,25, bevorzugt von 0,9 bis 1,1. Störsubstanzen, insbesondere
die genannten Metall- oder Alkaliionen, ganz besonders Natrium-Ionen, werden in die
Kristallstruktur eingelagert und von einer Weiterdiffusion abgehalten. Dies wird insbesondere
durch das leicht vom stöchiometrischen Mischungsverhältnis, das bei einem Anteil von
genau x=2 und einem Anteil von genau y=1 liegt, abweichenden Kombination aus Zinkoxid
und Zinnoxid erreicht. Zinnoxid sowie Zinkoxid können zudem mit guter Beschichtungsrate
und mit mäßigem Energieeinsatz durch physikalische Abscheideverfahren (PVD), wie z.B.
Sputtern, und chemische Gasphasenabscheidung (CVD) auf das Substrat aufgebracht werden.
[0012] Eine vorteilhafte Alternative ist es, wenn die diffusionshemmende Schicht Titanoxid
und/oder Zirkonoxid und/oder Hafniumoxid enthält. Ebenfalls vorteilhaft ist die Verwendung
von Vanadiumoxid und/oder Nioboxid als diffusionshemmende Schicht. Die genannten Materialmischungen
werden in effizienter Weise durch chemische Gasphasenabscheidung (CVD) in einer Sauerstoffatmosphäre
aufgebracht.
[0013] Vorteilhafter Weise können Zinknitrid und/oder Zinnnitrid oder alternativ Titannitrid
und/oder Zirkonnitrid und/oder Hafniumnitrid oder alternativ Vanadiumnitrid und/oder
Niobnitrid als jeweils einzelnes Material oder als Mischung der genannten Materialien
auch mit den vorstehend genannten Oxiden in der diffusionshemmenden Schicht enthalten
sein.
[0014] Die Materialien werden dabei vorzugsweise durch chemische Gasphasenabscheidung unter
Stickstoffatmosphäre aufgebracht. Die diffusionshemmende Schicht besitzt vorteilhafter
Weise eine Schichtdicke von 10 nm bis 100 nm, bevorzugt eine Schichtdicke von 50 nm
bis 60 nm.
[0015] In vorteilhafter Weise besteht die Diffusionssperrschicht aus SiO
xN
yC
z oder aus AlO
xN
yC
z. Eine solche Diffusionssperrschicht weist vorteilhafter Weise nur noch eine Schichtdicke
von 10 nm bis 100 nm bevorzugt von 15 nm bis 30 nm und besonders bevorzugt von etwa
20 nm auf. Somit beträgt die Schichtdicke der Diffusionssperrschicht lediglich etwa
einem Zehntel der Schichtdicke üblicher Diffusionssperrschichten. Somit kann insbesondere
Energie bei der Herstellung der Dünnschicht-Solarzelle eingespart werden und die Stromgewinnung
aus regenerativen Energieqellen auch ökologisch effizienter gemacht werden. Vorteilhaft
ist es weiterhin auch die Rückseite des Substrats, die der vorgenannten Schichtstruktur
gegenüberliegt, mit einer weiteren diffusionshemmenden Schicht und einer Diffusionssperrschicht
zu versehen. Dies verhindert den Austritt von Störsubstanzen aus dem Substrat in die
umgebende Luft, sodass eine Diffusion in benachbarte Dünnfilm-Solarzellen unterbunden
wird.
[0016] Eine Beschichtung der Substratrückseite mit der diffusionshemmenden Schicht und der
Diffusionssperrschicht ist insbesondere für Dünnschicht-Solarzellen, die auf beiden
Seiten eines Substrats eine photoaktive Schicht aufweisen, vorteilhaft.
[0017] Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Dünnschicht-Solarzelle sind in der Zeichnung
beispielhaft dargestellt und werden anhand der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erstes erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel einer Dünnschicht-Solarzelle in schematischer
Darstellung,
- Fig. 2
- ein zweites erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel einer Dünnschicht-Solarzelle mit
zusätzlicher diffusionshemmender Schicht und Diffusionsperrschicht auf der Substratrückseite
und
- Fig.3
- ein Diagramm mit Messergebnissen zur Wasserbeständigkeit von Glasproben mit unterschiedlicher
Beschichtung.
[0018] Die in Fig. 1 dargestellte Dünnschicht-Solarzelle umfasst ein Substrat 11, das z.
B. aus einem metallischen Material, einer Folie und insbesondere aus Glas besteht.
[0019] Auf dem Substrat 11 ist eine diffusionshemmende Schicht 12 aufgebracht. Diese ist
entweder direkt auf dem Substrat 11 aufgetragen oder durch eine oder mehrere zwischenliegende
Schichten, wie z. B. einer Haftschicht, vom Substrat 11 getrennt. Über der diffusionshemmenden
Schicht 12 befindet sich eine Diffusionssperrschicht 13, die aus Silicium, Sauerstoff,
Stickstoff und Kohlenstoff (SiOxN
yC
z) besteht oder aus Aluminium, Sauerstoff, Stickstoff und Kohlenstoff (AlOxNyCz) besteht.
[0020] Die Diffusionssperrschicht 13 besitzt eine Schichtdicke von 10 nm bis 100 nm, bevorzugt
von 15 nm bis 30 nm und besonders bevorzugt von etwa 20 nm. Die Schichtdicke der Diffusionssperrschicht
13 ist dabei geringer als die Schichtdicke der diffusionshemmenden Schicht 12, die
bevorzugt eine Schichtdicke von 10 nm bis 100 nm und besonders bevorzugt von 50 nm
bis 60 nm aufweist. Die Schichtdicke der beiden Schichten zusammen ist dabei in etwa
gleich der Schichtdicke der bisher üblichen Diffusionssperrschicht, kann aber durch
die günstigeren Beschichtungsraten (Sputterraten) und den geringeren Energiebedarf
bei der Beschichtung der diffusionshemmenden Schicht 12 günstiger hergestellt werden.
[0021] Über der Diffusionssperrschicht 13 befindet sich eine Rückkontaktschicht 14, die
bevorzugt aus Molybdän oder einem anderen elektrisch leitenden Element besteht. Darüber
befindet sich die Halbleiter-Absorberschicht 15, in der als photoaktives Material
z.B. amorphes Silicium oder, wie hier im Weiteren bevorzugt angenommen, ein Chalkopyrit-Halbleiter
wie z.B. Kupfer-Indium-Selenid (CIS) oder Kupfer-Indium-Gallium-Selenid (CIGS), verwendet
wird. Bei Lichteinstrahlung werden Ladungsträger in dem dort enthaltenen pn-Übergang
freigesetzt und somit eine elektrische Spannung und ein elektrischer Strom erzeugt.
[0022] Auf der Absorberschicht 15 befindet sich eine Frontkontakt-Schicht 16, die wiederum
aus Molybdän oder einem anderen leitenden und für sichtbares Licht bei der gewählten
Schichtdicke transparenten Material besteht. Zwischen den genannten Schichten können
wahlweise weitere Schichten vorhanden sein, beispielsweise eine Pufferschicht aus
Cadmiumsulfid zwischen Absorberschicht 15 und Frontkontaktschicht 16. Ebenso könnte
z.B. zwischen dem Substrat 11 und der diffusionshemmenden Schicht 12 eine Haftvermittlungsschicht
vorhanden sein.
[0023] Am Beispiel einer Dünnschicht-Solarzelle 10 mit einer Kalknatron-Glasscheibe als
Substrat 11 und einer CIGS-Absorberschicht 15 wird die Wirkung der Störsubstanz, in
diesem Fall insbesondere von Natriumionen, aufgezeigt. Für das Wachstum der CIGS-Absorberschicht
15 ist Natrium vorteilhaft, da dieses die Bereiche, in denen das Absorbermaterial
in kristalliner Form vorliegt, vergrößert. Diese Natriumionen können entweder aus
dem Kalknatron-Glas stammen oder gezielt durch Dotierung der Rückkontakt-Schicht 14
mit Natrium oder z.B. durch das Aufbringen einer NaF-Schicht auf die Rückkontakt-Schicht
14 zugesetzt werden.
[0024] Um einerseits den Natrium-Gehalt exakt einstellen zu können und andererseits eine
kontinuierliche Diffusion von Natriumionen aus dem Substratglas in die darüber liegenden
Schichten zu vermeiden, werden im Ausführungsbeispiel eine diffusionshemmende Schicht
12 und eine Diffusionssperrschicht 13 eingesetzt, die die Natriumionen besonders aufnehmen
und binden. Dies verhindert insbesondere die Diffusion von Natrium bei niedrigen Temperaturen
und angelegter elektrischer Spannung, die zu Alterungseffekten in der Solarzelle und
insbesondere in der Absorberschicht 15 führen. Die diffusionshemmende Schicht 12 unterstützt
dies effizient und ermöglicht eine beträchtliche Energieersparnis bei der Herstellung
der Schichten der Dünnschicht-Solarzelle 10.
[0025] Fig. 2 zeigt ein weiteres erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel. Eine Kontamination
von benachbarten Solarzellen durch die Übertragung der Störsubstanz wird durch eine
weitere diffusionshemmende Schicht 12', und/oder eine weitere Diffusionssperrschicht
13' ebenso wirksam vermindert. Die weitere diffusionshemmende Schicht 12' und die
weitere Diffusionssperrschicht 13' ist dabei auf der Rückseite des Substrats 11, die
der Absorberschicht gegenüberliegt, angeordnet.
[0026] Fig. 3 zeigt ein Diagramm 20 mit Messergebnissen zur Wasserbeständigkeit einer Oberfläche
von verschiedenen Glasproben bei 98°C nach DIN 52296. In x-Richtung sind die vermessenen
Proben vermerkt, in y-Richtung ist die aus der Probenoberfläche ausgelöste Menge an
Natriumoxid in µg pro dm
2 aufgetragen. An der Oberfläche einer unbeschichteten Floatglasscheibe, siehe Probe
1, tritt ca. 80 µg/dm
2 gelöstes Natrium aus. Floatglasscheiben mit diffusionshemmender Schicht 12 einer
Schichtdicke d, siehe Probe 2 bis 6, weisen dagegen eine deutlich geringere Natriumoxidmenge
pro dm
2 als die unbeschichtete Probe 1 auf. Diffusionshemmende Schichten 12 liegen in Diagramm
20 im Bereich 21 zwischen 40 µg/dm
2 und 0,8 µg/dm
2 Natriumoxid, der durch die gestrichelten Linien begrenzt ist. Allgemein liegen diffusionshemmende
Beschichtungen im Bereich 21 und weisen eine um den Faktor 0,01 bis 0,5 niedrigere
Ausschwemmung von Natriumoxid aus einem Glassubstrat auf als bei einem unbeschichten
Glassubstrat.
[0027] Eine Floatglasscheibe mit einer Diffusionssperr-Schicht 13 gleicher Schichtdicke
d, siehe Probe 7, weist lediglich eine Natriumoxidausschwemmung von ca. 0,6 µg/dm
2 auf und liegt damit in einem diffusionssperrenden Bereich 22, der eine Natriumoxidausschwemmung
geringer als der 0,01-fachen Wert einer unbeschichteten Probe aufweist.
1. Dünnschicht-Solarzelle umfassend
ein Substrat (11), eine Diffusionssperrschicht (13), eine Rückkontakt-Schicht (14),
die auf der dem Substrat (11) abgewandten Seite der Diffusionssperrschicht (13) angeordnet
ist, und eine photo-aktive Absorberschicht (15),
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen Substrat (11) und Diffusionssperrschicht (13) eine diffusionshemmende Schicht
(12) angeordnet ist, und dass die Diffusionssperrschicht (13) aus Silicium, Sauerstoff,
Stickstoff und Kohlenstoff (SiOxNyCz) besteht, oder dass die Diffusionssperrschicht (13) aus Aluminium, Sauerstoff, Stickstoff
und Kohlenstoff (AlOxNyCz) besteht, und dass die Schichtdicke der Diffusionssperrschicht (13) kleiner als die
Schichtdicke der diffusionshemmenden Schicht (12) ist,
und dass auf der Rückseite des Substrats (17), die der Absorberschicht (15) gegenüberliegt,
eine weitere diffusionshemmende Schicht (12') und/oder eine weitere Diffusionssperrschicht
(13') aufgebracht ist.
2. Dünnschicht-Solarzelle nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Substrat (11) eine Störsubstanz, insbesondere Natrium vorhanden ist, und die
Diffusionssperrschicht (13) die Diffusion der Ionen der Störsubstanz in die über der
Diffusionssperrschicht (13) angeordneten Schichten verhindert.
3. Dünnschicht-Solarzelle nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
das die Absorberschicht (15) ein Chalkopyrit, das Kupfer, Indium, Selen und/oder Gallium
enthält, umfasst.
4. Dünnschicht-Solarzelle nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
das die diffusionshemmende Schicht (12) Zinkoxid und Zinnoxid (ZnO)x(SnO2)y mit einem Anteil von x zwischen 1,75 und 2,25, bevorzugt zwischen 1,9 und 2,1, und
einem Anteil y von 0,75 bis 1,25, bevorzugt von 0,9 bis 1,1, enthält und/oder
dass die diffusionshemmende Schicht (12) Titanoxid und/oder Zirkonoxid und/oder Hafniumoxid
enthält und/oder
dass die diffusionshemmende Schicht (12) Vanadiumoxid und/oder Nioboxid enthält
und/oder
dass die diffusionshemmende Schicht (12) Zinknitrid und/oder Zinnnitrid enthält
und/oder
dass die diffusionshemmende Schicht (12) Titannitrid und/oder Zirkonnitrid und/oder
Hafniumnitrid enthält und/oder
dass die diffusionshemmende Schicht (12) Vanadiumnitrid und/oder Niobnitrid enthält.
5. Dünnschicht-Solarzelle nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Absorberschicht (15) auf der Rückkontakt-Schicht (14) angeordnet ist und/oder
eine Frontkontakt-Schicht (16), die auf der Absorberschicht (15) angeordnet ist, vorhanden
ist.
6. Dünnschicht-Solarzelle nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die diffusionshemmende Schicht (12) eine Schichtdicke von 10 nm bis 100nm, bevorzugt
von 50 nm bis 60nm, besitzt.
7. Dünnschicht-Solarzelle nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Diffusionssperrschicht (13) eine Schichtdicke von 10 nm bis 100nm, bevorzugt
von 15 nm bis 30nm, besonders bevorzugt von ca. 20nm, aufweist.
8. Dünnschicht-Solarzelle nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass durch ein Substrat mit diffusionshemmender Schicht einer bestimmten Dicke eine um
den Faktor 0,01 bis 0,5 niedrigere Natriumoxidmenge pro dm2 austritt als durch ein unbeschichtetes Substrat und durch ein Substrat mit einer
Diffusionssperrschicht der gleichen Dicke eine Natriumoxidmenge pro dm2 austritt, die unter dem 0,01-fachen Wert einer unbeschichteten Probe liegt.
1. Thin-film solar cell comprising a substrate (11), a diffusion barrier layer (13),
a rear contact layer (14) which is arranged on the side of the diffusion barrier layer
(13) facing away from the substrate (11), and a photoactive absorber layer (15),
characterized in that
a diffusion-inhibiting layer (12) is arranged between substrate (11) and diffusion
barrier layer (13) and in that the diffusion barrier layer (13) consists of silicon, oxygen, nitrogen and carbon
(SiOxNyCz), or in that the diffusion barrier layer (13) consists of aluminium, oxygen, nitrogen and carbon
(AlOXNyCz), and in that the layer thickness of the diffusion barrier layer (13) is less than the layer thickness
of the diffusion-inhibiting layer (12), and in that a further diffusion-inhibiting layer (12') and/or a further diffusion barrier layer
(13') has been applied to the rear side of the substrate (17) opposite the absorber
layer (15).
2. Thin-film solar cell according to Claim 1,
characterized in that
an interfering substance, in particular sodium, is present in the substrate (11) and
the diffusion barrier layer (13) prevents diffusion of the ions of the interfering
substance into the layers arranged above the diffusion barrier layer (13) .
3. Thin-film solar cell according to Claim 1 or 2,
characterized in that
the absorber layer (15) comprises a chalcopyrite containing copper, indium, selenium
and/or gallium.
4. Thin-film solar cell according to any of Claims 1 to 3,
characterized in that
the diffusion-inhibiting layer (12) contains zinc oxide and
tin oxide (ZnO)x(SnO2)y with a proportion of x in the range from 1.75 to 2.25, preferably from 1.9 to 2.1,
and a proportion of y of from 0.75 to 1.25, preferably from 0.9 to 1.1,
and/or
in that the diffusion-inhibiting layer (12) contains titanium oxide and/or zirconium oxide
and/or hafnium oxide and/or
in that the diffusion-inhibiting layer (12) contains vanadium oxide and/or niobium oxide
and/or
in that the diffusion-inhibiting layer (12) contains zinc nitride and/or tin nitride
and/or
in that the diffusion-inhibiting layer (12) contains titanium nitride and/or zirconium nitride
and/or hafnium nitride
and/or
in that the diffusion-inhibiting layer (12) contains vanadium nitride and/or niobium nitride.
5. Thin-film solar cell according to any of Claims 1 to 4,
characterized in that
the absorber layer (15) is arranged on the rear contact layer (14) and/or a front
contact layer (16) which is arranged on the absorber layer (15) is present.
6. Thin-film solar cell according to any of Claims 1 to 5,
characterized in that
the diffusion-inhibiting layer (12) has a layer thickness of from 10 nm to 100 nm,
preferably from 50 nm to 60 nm.
7. Thin-film solar cell according to any of Claims 1 to 6,
characterized in that
the diffusion barrier layer (13) has a layer thickness of from 10 nm to 100 nm, preferably
from 15 nm to 30 nm, particularly preferably about 20 nm.
8. Thin-film solar cell according to any of Claims 1 to 7,
characterized in that
an amount of sodium oxide per dm2 which is lower by a factor of from 0.01 to 0.5 exits through a substrate having a
diffusion-inhibiting layer having a particular thickness than through an uncoated
substrate and an amount of sodium oxide per dm2 which is less than 0.01 times the value for an uncoated specimen exits through a
substrate having a diffusion barrier layer having the same thickness.
1. Cellule solaire en couches minces comprenant
un substrat (11), une couche barrière anti-diffusion (13), une couche de contact arrière
(14), qui est disposée sur la face, opposée au substrat (11), de la couche barrière
anti-diffusion (13), et une couche absorbante (15) photo-active,
caractérisée en ce
qu'une couche anti-diffusion (12) est disposée entre le substrat (11) et la couche barrière
anti-diffusion (13), et que la couche barrière anti-diffusion (13) est constituée
de silicium, d'oxygène, d'azote et de carbone (SiOxNyCz), ou que la couche barrière anti-diffusion (13) est constituée d'aluminium, d'oxygène,
d'azote et de carbone (AlOxNyCz),
et que l'épaisseur de couche de la couche barrière anti-diffusion (13) est plus petite que
l'épaisseur de couche de la couche anti-diffusion (12),
et qu'une autre couche anti-diffusion (12') et/ou une autre couche barrière anti-diffusion
(13') est appliquée sur la face arrière du substrat (17) qui est opposée à la couche
absorbante (15).
2. Cellule solaire en couches minces selon la revendication 1,
caractérisée en ce
qu'une substance parasite, en particulier du sodium, est présente dans le substrat (11),
et la couche barrière anti-diffusion (13) empêche la diffusion des ions de la substance
parasite dans les couches disposées sur la couche barrière anti-diffusion (13).
3. Cellule solaire en couches minces selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce
que la couche absorbante (15) comprend une chalcopyrite, qui contient du cuivre, de l'indium,
du sélénium et/ou du gallium.
4. Cellule solaire en couches minces selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce
que la couche anti-diffusion (12) contient de l'oxyde de zinc et de l'oxyde d'étain (ZnO)x(SnO2)y avec une proportion de x comprise entre 1,75 et 2,25, de préférence entre 1,9 et
2,1, et une proportion y de 0,75 à 1,25, de préférence de 0,9 à 1,1, et/ou
que la couche anti-diffusion (12) contient de l'oxyde de titane et/ou de l'oxyde de zirconium
et/ou de l'oxyde de hafnium
et/ou
que la couche anti-diffusion (12) contient de l'oxyde de vanadium et/ou de l'oxyde de
niobium
et/ou
que la couche anti-diffusion (12) contient du nitrure de zinc et/ou du nitrure d'étain
et/ou
que la couche anti-diffusion (12) contient du nitrure de titane et/ou du nitrure de zirconium
et/ou du nitrure de hafnium
et/ou
que la couche anti-diffusion (12) contient du nitrure de vanadium et/ou du nitrure de
niobium.
5. Cellule solaire en couches minces selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce
que la couche absorbante (15) est disposée sur la couche de contact arrière (14) et/ou
une couche de contact avant (16), qui est disposée sur la couche absorbante (15),
est présente.
6. Cellule solaire en couches minces selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce
que la couche anti-diffusion (12) possède une épaisseur de couche de 10 nm à 100 nm,
de préférence de 50 nm à 60 nm.
7. Cellule solaire en couches minces selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisée en ce
que la couche barrière anti-diffusion (13) présente une épaisseur de couche de 10 nm
à 100 nm, de préférence de 15 nm à 30 nm, de manière particulièrement préférée d'environ
20 nm.
8. Cellule solaire en couches minces selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisée en ce
qu'une quantité d'oxyde de sodium par dm2 sort plus basse du facteur 0,01 à 0,5 par un substrat avec une couche anti-diffusion
d'une épaisseur définie que par un substrat non revêtu, et une quantité d'oxyde de
sodium par dm2 qui se situe au-dessous de 0,01 fois la valeur d'un échantillon non revêtu sort par
un substrat avec une couche barrière anti-diffusion de même épaisseur.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente