| (19) |
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(11) |
EP 2 665 574 B9 |
| (12) |
KORRIGIERTE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis: Bibliographie entspricht dem neuesten Stand |
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Korrekturinformation: |
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Korrigierte Fassung Nr. 1 (W1 B1) |
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Korrekturen, siehe Beschreibung |
| (48) |
Corrigendum ausgegeben am: |
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05.04.2017 Patentblatt 2017/14 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.12.2016 Patentblatt 2016/52 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.01.2012 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2012/000249 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2012/098002 (26.07.2012 Gazette 2012/30) |
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| (54) |
VERFAHREN DES WÄLZSCHÄLENS ODER HARTSCHÄLENS EINES WERKSTÜCKES UND DAZU AUSGELEGTE
WERKZEUGMASCHINE
METHOD FOR MACHINING A WORKPIECE AND MACHINE TOOL DESIGNED THEREFOR
PROCÉDÉ D'USINAGE D'UNE PIÈCE PAR ENLÈVEMENT DE COPEAUX, ET MACHINE-OUTIL MISE AU
POINT À CETTE FIN
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
20.01.2011 DE 102011009027
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.11.2013 Patentblatt 2013/48 |
| (73) |
Patentinhaber: Gleason-Pfauter Maschinenfabrik GmbH |
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71636 Ludwigsburg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SCHWEIKER, Helmut
71711 Steinheim an der Murr (DE)
- VOGEL, Andreas
3208 Gurbrü (CH)
- BROGNI, Johannes
3293 Dotzigen (CH)
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| (74) |
Vertreter: Leinweber & Zimmermann |
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Rosental 7, II. Aufgang 80331 München 80331 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1-102008 037 514
|
DE-C- 243 514
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- KLOCKE F ET AL: "HARD GEAR FINISHING WITH A GEOMETRICALLY DEFINED CUTTING EDGE", GEAR
TECHNOLOGY, RANDALL PUBLISHING CO. ELK GROVE, ILLINOIS, US, Bd. 16, Nr. 6, 1. November
1999 (1999-11-01), Seiten 24-29, XP000873761, ISSN: 0743-6858
- LINDBERG ROY A ED - LINDBERG ROY A: "Processes and Materials of Manufacture, The Milling
Process", 1. Januar 1990 (1990-01-01), PROCESSES AND MATERIALS OF MANUFACTURE, ALLYN
AND BACON, MASSACHUSETTS, PAGE(S) 326, XP002665752, ISBN: 978-0-205-11817-5 das ganze
Dokument
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Wälzschäl- oder Hartschälverfahren zum spanenden Bearbeiten
eines um eine Werkstückachse drehend angetriebenen verzahnten Werkstückes, bei dem
man ein um eine in radialer Achsabstandsrichtung von der Werkstückachse beabstandete
Werkzeugachse drehend angetriebenes, verzahntes und mit einer an einer Stirnkante
seiner Zähne gebildeten Schneide versehenes Bearbeitungswerkzeug in Form eines Schälrades
unter einem Achskreuzwinkel zwischen den beiden Drehachsen in Wälzeingriff mit dem
Werkstück bringt, in dem die Schneide in einer eine werkstückachsenparallelen Komponente
aufweisenden Schneidbewegung Material vom Werkstück abträgt, und man das Bearbeitungswerkzeug
zur Bearbeitung des Werkstückes über eine gewünschte axiale Erstreckung hinweg zusätzlich
eine Vorschubbewegung mit einer werkstückachsenparallelen Komponente ausführen läßt,
sowie eine für ein solches Bearbeitungsverfahren ausgelegte Werkzeugmaschine.
[0002] Spanende Bearbeitungsverfahren mit einer solchen Kinematik der beteiligten Maschinenachsen
sind seit mehr als hundert Jahren bekannt (
DE 243 514). Dazu gehört beispielsweise das Wälzschälen eines außen- oder innenverzahnten zylindrischen
Werkrades mit einem Schälrad. Die folgenden Erläuterungen beziehen sich konkret auf
dieses Beispiel, gelten aber, soweit anwendbar, durchaus auch für das Hartschälen.
[0003] Das Wälzschälen läßt sich wie das bekanntere Wälzfräsen in die Gruppe der spanenden
Fertigungsverfahren mit geometrisch bestimmter Schneide einordnen. Im Gegensatz zum
Wälzfräsen, bei dem dem Bearbeitungsprozeß als Vorbild aus der Antriebstechnik ein
Schneckenradgetriebe dient, ist für das Wälzschälen als Vorbild das Schraubradgetriebe
heranziehbar, das durch eine windschiefe Anordnung der Drehachsen von Werkrad und
Schälrad charakterisiert ist. In diesem Zusammenhang wird für die Relativbewegung
zwischen den beiden Rädern auch die Bezeichnung des Verschraubens der Räder verwendet.
[0004] Aufgrund der an den stirnseitigen Kanten der Zahnflanken des Schälrads gebildeten
Schneide, die somit in einer Ebene liegt, welche zur Ebene orthogonal zur Werkstückachse
um den Achskreuzwinkels zwischen den beiden Drehachsen geneigt ist, kann die Wälzbewegung
zwischen Schälrad und Werkrad für eine rotierende Schneidbewegung genutzt werden,
mit der die Verzahnung aus dem Werkradrohling erzeugt werden kann. Die Hauptschnittrichtung
verläuft dabei entlang der Zahnlücke der hergestellten Verzahnung.
[0005] Gegenüber dem Wälzfräsen ergibt sich dabei als wesentlicher Vorteil eine bei gleichen
Schrittgeschwindigkeiten höhere Schneidleistung, da in der gleichen Zeit kinematikbedingt
ein größerer Schneideingriff realisiert ist. Zudem ist das Wälzschälen gerade für
die vollständige Generierung oder Bearbeitung von Innenverzahnungen von Vorteil, bei
der das Wälzfräsen nur eingeschränkt eingesetzt werden kann, und bei der das Wälzschälen
auch gegenüber dem Wälzstoßen Vorteile hinsichtlich der Bearbeitungszeit bietet.
[0006] Demgegenüber weist das Wälzschälen Nachteile hinsichtlich der Auslegung der Werkzeuggeometrie
auf, da man beim Wälzschälen nicht immer auf die Theorie des Bezugsprofils zurückgreifen
kann. Auch wirken sich geringfügige Fehler im Übersetzungsverhältnis von Schälrad
zu Werkrad, das im Vergleich zum Wälzfräsen deutlich geringer ist, unmittelbar auf
die Qualität des hergestellten Werkrades aus, so dass äußerst präzise Maschineneinstellungen
für eine qualitativ hohe Bearbeitung erforderlich sind.
[0007] Im Falle einer herzustellenden/zu bearbeitenden Geradverzahnung ist das Schälrad
bekannterweise als Schrägverzahnung (mit Schrägungswinkel ß
0) ausgeführt, und der Achskreuzwinkel Σ ist gleich dem Schrägungswinkel ß
0 des Schälrads gewählt. Soll das zu bearbeitende Werkrad ebenfalls eine Schrägverzahnung
mit Schrägungswinkel ß
2 erhalten, so wird dieser dem Achskreuzwinkel Σ aufgeschlagen, mit negativem Vorzeichen
bei gleichsinniger und positivem Vorzeichen bei gegensinniger Flankenrichtung bezüglich
der des Schälrads. Zudem ist beim Vorschub des Schälrades mit parallel zur Werkstückachsenrichtung
Z dem Werkrad in bekannter Weise eine der für den Wälzeingriff ausgelegten Grunddrehung
überlagerte Zusatzdrehung aufzuerlegen, um einen Verschnitt der Werkstückflanken beim
Axialvorschub zu vermeiden. Eine ausführlichere Beschreibung der Grundlagen des Wälzschälens
und auch des mit gleicher Kinematik eingesetzten Hartschälens bei bereits gehärteten
Werkstücken findet sich beispielsweise in
Thomas Bausch et al, Innovative Zahnradfertigung, Expertverlag.
[0008] Grundsätzlich kann ein Werkrad beim Wälzschälen in einem einzigen Arbeitsgang mit
nur einer durchgeführten Vorschubbewegung hergestellt werden. Insbesondere bei größerem
Materialabtrag oder auch zur Verringerung der auftretenden Belastungskräfte auf das
Schälrad ist aber auch bekannt, die Bearbeitung in mehreren Arbeitsgängen auszuführen,
wobei das Schälrad zwischen zwei Vorschubbewegungen mit einer Rückholbewegung wieder
in die Anfangsposition gebracht wird und bei der nächsten Vorschubbewegung in radialer
Achsabstandsrichtung in einer größeren Schnitttiefe arbeitet. Dies ist beispielsweise
in der
DE 10 2008 037 514 A1 beschrieben.
[0009] KLOCKE F ET AL: "HARD GEAR FINISHING WITH A GEOMETRICALLY DEFINED CUTTING EDGE", GEAR
TECHNOLOGY, RANDALL PUBLISHING CO. ELK GROVE, ILLINOIS, US, Bd. 16, Nr. 6, 1. November
1999 (1999-11-01), Seiten 24-29, XP000873761, ISSN: 0743-6858 offenbart neben einem Schälwälzfräsverfahren (skive hobbing) auch das Hartschälverfahren
(hard skiving) zur Hartfeinbearbeitung gehärteter Werkstücke.
[0010] Es hat sich allerdings herausgestellt, dass bei den oben beschriebenen bekannten
Wälzschäl-Bearbeitungsverfahren auch bei Anwendung von mehreren Arbeitsgängen noch
keine vollkommen zufriedenstellende Qualität des hergestellten/bearbeiteten Werkstücks
erreicht wird.
[0011] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Wälzschäl-/Hartschälverfahren
dieser Kinematik bereitzustellen, bei dem eine bessere Qualität des bearbeiteten Werkstückes
erreicht wird.
[0012] Die Aufgabe wird in verfahrenstechnischer Hinsicht durch eine Weiterbildung des eingangs
beschriebenen Verfahrens gelöst, die im wesentlichen dadurch gekennzeichnet ist, dass
man die werkstückachsenparallelen Komponenten von Vorschubbewegung und Schneidbewegung
einander entgegenrichtet.
[0013] Im Rahmen der Erfindung ist erkannt worden, dass man bei einem Vorschub mit werkstückachsenparalleler
Vorschubbewegungskomponente, die der sich aus dem Wälzeingriff ergebenden werkstückachsenparallelen
Schneidbewegungskomponente entgegengerichtet ist, eine verbesserte Qualität der auf
diese Weise bearbeiteten geschnittenen Flächen erreicht werden. Während bei den bekannten
Bearbeitungsverfahren, hier wieder für das Beispiel des Wälzschälens, das Werkzeug
den abgeschälten Span gleichermaßen in einer Stoßbewegung vor sich hat, wird bei dem
erfindungsgemäßen Verfahren eine Zugbewegung des Werkzeugs ausgeführt. Dadurch kann
die Gefahr eines eine Beeinträchtigung der Qualität der geschnittenen Zahnlücke verursachenden
Verklemmens des Spans in der bearbeiteten Zahnlücke verringert werden.
[0014] Im übrigen können auch bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die bekannten konstruktiven
und kinematischen Gegebenheiten herangezogen werden, die auch bei der in dem bekannten
Stand der Technik bestehenden Relation des Axialvorschubs und der Schneidbewegung
im Hinblick auf die werkstückachsenparallele Komponente bestehen. Insbesondere kann
ein Schälrad mit einem konischen Grundkörper herangezogen werden, das konstruktiv
bereits die erforderlichen Freiwinkel aufweist. Es kann aber auch mit einem Schälrad
zylindrischer Grundform gearbeitet werden, bei dem die Freiwinkel durch Maschinenachsbewegungen
realisiert werden, insbesondere durch ein Verlagern des Schälrades (Außermittigkeit
"e").
[0015] Des weiteren können mit dem Verfahren gerad- und schrägverzahnte Außen- und Innenverzahnungen
hergestellt werden, innerhalb der Anforderungen an einen ausreichend großen Achskreuzwinkel
Σ, die auch für das Wälzschälen im Stand der Technik bestehen. Auch kann die Schneide
im Treppenschliff ausgebildet sein.
[0016] In einer bevorzugten Verfahrensgestaltung werden einer erfindungsgemäßen Vorschubbewegung
"auf Zug" ein oder mehrere Arbeitsgänge mit umgekehrter Vorschubbewegung, d. h. mit
stoßendem Vorschub wie im Stand der Technik, vorangestellt. Somit wird bei einer Bearbeitung
in Form von einem oder mehreren Schrupp-Arbeitsgängen gemäß dem Stand der Technik,
bei denen etwaige schädliche Auswirkungen eines verklemmten Spans durch den Schlicht-Arbeitsgang
als abschließenden Arbeitsgang wenigstens teilweise behoben werden können, dieser
nachfolgende Schlicht-Arbeitsgang mit der erfindungsgemäßen "ziehenden" Vorschubbewegung
in Kombination mit der aus der Wälzkopplung resultierenden rotierenden Schneidbewegung
ausgeführt, bei dem dann kein Verklemmen des Spans mehr auftritt.
[0017] Grundsätzlich ist es denkbar, für den einen oder die mehreren Arbeitsgänge eine radiale
Zustellbewegung vorzunehmen, woraufhin in der Bearbeitung die axiale Vorschubbewegung
erfolgt. In einigen Fällen, insbesondere bei der Herstellung von Werkstücken in Form
von zylindrischen Achsen, die eine oder mehrere Verzahnungen tragen, kann es jedoch
von Vorteil sein, ebenfalls eine radiale Vorschubbewegung durchzuführen, auch in zeitlicher
Überlagerung mit der axialen Vorschubbewegung. Insbesondere kann in diesem Zusammenhang
eine gewünschte Form eines axialen Einlaufs und/oder Auslaufs der Zahnlücke des Werkstücks
geschnitten werden.
[0018] Je nach Steuerung der zeitlichen Überlagerung der Vorschubbewegungen läßt sich z.B.
eine bogenförmige und tangential in die Zahnlücke einlaufende Form des Einlaufs und/oder
Auslaufs herstellen. Alternativ kann an einen treppenförmigen Einlauf und/oder Auslauf
gedacht werden. Man erhält mehr Spielraum für die axiale Bewegung des Werkzeugs.
[0019] Das Bearbeitungsverfahren läßt sich auch an bereits gehärteten Werkstücken vornehmen
(Hartschälen). Bevorzugt wird es jedoch vor dem Härtungsschritt angewandt (Wälzschälen).
Darüber hinaus kann beim Wälzschälen aus dem unvorbearbeiteten Rohling geschnitten
werden, es können jedoch auch vorbearbeitete Werkstücke bearbeitet werden, bei denen
die Grundform der Verzahnung bereits gebildet und nunmehr die beabsichtigte Endform
der Verzahnung herzustellen ist.
[0020] Je nach Größe des herzustellenden Werkstückes, des Schälrads und des durch deren
Schrägungswinkel vorgegebenen Achskreuzwinkels kann die Vorschubbewegung des Werkzeugs
parallel zur Werkstückachse erfolgen, oder auch parallel zur Werkzeugachse, was bezüglich
der Werkstückachse einer Kombination einer axialen und tangentialen Vorschubbewegung
entspricht. Erstere ist insbesondere für Innenverzahnungen als hergestellte Verzahnungen
vorteilhaft. Selbstverständlich ist unter Berücksichtigung der Schrägungswinkel und
der Vorschubgeschwindigkeit in bekannter Weise die Zusatzdrehung des Werkstückes vorzunehmen,
welche der zur Herstellung des Wälzeingriffs erforderlichen Grunddrehung zu überlagern
ist, um für jede (Z-)Position des Werkzeuges auf der Werkstückachse die richtigen
Wälzeingriffsverhältnisse zu erhalten.
[0021] Im allgemeinen kann ein Schälrad mit einer Schrägverzahnung ausgestattet sein. Sollte
jedoch das herzustellende Werkstück bereits eine Verzahnung mit ausreichend großem
Schrägungswinkel aufweisen, kann das Schälrad bevorzugt auch mit einer Geradverzahnung
versehen sein.
[0022] In vorrichtungstechnischer Hinsicht wird eine Werkzeugmaschine zum Wälzschälen oder
Hartschälen unter Schutz gestellt, die die zur Durchführung des obigen Verfahrens
genannten Maschinenachsen besitzt und CNC-gesteuerte Maschinenachsbewegungen ausführen
kann, und des weiteren eine Steuereinrichtung aufweist, durch deren Ansteuerung die
für eine oder mehrere der obigen Verfahrensvarianten erforderlichen Maschinenachsbewegungen
durchgeführt werden.
[0023] Des weiteren werden auch Werkstücke unter Schutz gestellt, die mit dem oben beschriebenen
Verfahren in seiner Grundform oder einer oder mehrerer der weiter erläuterten Verfahrensaspekte
hergestellt wurde.
[0024] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der weiteren
Beschreibung mit Bezug auf die beiliegenden Figuren, von denen
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines Wälzeingriffs zwischen einem Schälrad und einem
Werkrad zeigt,
- Fig. 2a, b
- zwei Darstellungen von Achsenbeziehungen sind,
- Fig. 3
- Richtungskomponenten von bei dem erfindungsgemäßen Verfahren auftretenden Schneid-
und Vorschubbewegungen zeigt, und
- Fig. 4a, b
- schematisch Enden einer Zahnlücke eines Werkstückes zeigt.
[0025] Das in Fig. 1 dargestellte Werkzeug in Form eines Schälrades 0 wird zum Wälzschälen
des ebenfalls in Fig. 1 dargestellten Werkrades 2 verwendet. Dabei befinden sich die
beiden Räder 0 und 2 in der Darstellung von Fig. 1 im Wälzeingriff miteinander, wobei
sich die Werkzeugachse Z
0 und die Werkstückachse Z in bekannter Weise unter dem Achskreuzwinkel Σ kreuzen,
welcher in dem in Fig. 1 gezeigten Beispiel dem Schrägungswinkel der am Werkrad 2
erzeugten Verzahnung entspricht. Die Lagebeziehung der Achsen ist in Fig. 2 nochmals
in zwei selbsterklärenden Ansichten dargestellt.
[0026] Das Schälrad 0 weist einen konischen Grundkörper auf und hat somit bereits die zum
Schneiden des Werkrades 2 erforderlichen Freiwinkel konstruktiv integriert. Die Verzahnung
des Schälrades 0 ist als Geradverzahnung ausgeführt, und die Zähne des Schälrades
0 besitzen im Wälzeingriff die gleiche Orientierung wie die Zahnlücken des Werkrades
2. Durch die an der freien Stirnseite der Zähne des Schälrades 0 gebildete Schneide
werden die Zahnlücken des Werkrades 2 durch eine rotierende Schneidbewegung erzeugt.
Zur Bearbeitung über die volle Zahnbreite des Werkrades 2 führt das Schälrad 0 eine
axiale Vorschubbewegung aus, die parallel zur Werkzeugachse Z
0 oder auch parallel zur Werkzeugachse Z gefahren werden kann. Gegebenenfalls ist dazu
der für den Wälzeingriff erforderlichen Grunddrehung des Werkrads 2 eine Zusatzdrehung
zu überlagern, die von dem Axialvorschub des Schälrades 0 hin abhängt, um in jeder
Z-Position des Schälrades 0 die der herzustellenden Verzahnung passenden Wälzeingriffsbedingungen
zu halten. In jedem Fall weist die axiale Vorschubbewegung eine Komponente f
z parallel zur Werkstückachse Z auf.
[0027] Die beim Wälzschälen entstehende Hauptschnittrichtung (Schnittgeschwindigkeit) ist
in Fig.1 mit v
c dargestellt und ergibt sich aus den im Schneideingriff herrschenden tangentialen
Geschwindigkeitsvektoren, v
0 der Schneide und v
2 des zu schneidenden Werkstückmaterials. Die zur Werstückachse Z parallele Komponente
dieser Schneidrichtung (v
c,∥) zeigt in Fig. 1 von links nach rechts.
[0028] Soweit bis jetzt beschrieben, entspricht die obige Darstellung dem bekannten Wälzschälverfahren,
bei dem die axiale Vorschubbewegung hinsichtlich ihrer werkstückachsenparallelen Komponente
in Fig. 1 ebenfalls von links nach rechts verläuft. Dabei kann das Schälrad 0 im Falle
mehrerer Arbeitsgänge mit zwischen zwei Arbeitsgängen erfolgender Rückholung des Schälrades
0 und nach und nach in Achsabstandsrichtung tieferem Schnitt der Materialabtrag auf
die mehreren Arbeitsgänge verteilt werden kann.
[0029] Im Gegensatz zu diesem bekannten Wälzschälverfahren, wird nun vorgeschlagen, die
axiale Vorschubbewegung des Schälrads 0 derart auszuführen, daß ihre werkstückachsenparallele
Komponente der werkstückachsenparallelen Komponente der Schneidbewegung entgegengesetzt
ist, also in Fig. 1 von rechts nach links verläuft, die Bewegung also eine "ziehende"
Bewegung mit verminderter Spaneinklemmgefahr darstellt.
[0030] Diese im Vergleich zum Stand der Technik "umgekehrte' Vorschubbewegung wird in dem
in Fig. 3 schematisch dargestellten Ausführungsbeispiel im letzten von n Arbeitsgängen,
dem Schlichten ausgeführt, während die vorangegangenen n-1 z. B. Schrupp-Arbeitsgänge
mit dem aus dem Stand der Technik bekannten Vorschub ausgeführt werden, bei dem die
werkstückachsenparallele Vorschubkomponente in die gleiche Richtung zeigt wie die
werkstückachsenparallele, durch den Wälzeingriff unter gekreuzten Achsen hervorgerufenen
Schneidbewegung, die in der ersten Zeile von Fig. 3 dargestellt und mit v
c,∥ bezeichnet ist.
[0031] In den folgenden Zeilen von Fig. 3 sind die werkstückachsenparallelen Komponenten
der axialen Vorschubbewegung dargestellt, wobei die entsprechende Komponente im i-ten
Arbeitsgang mit f
z(i) bezichnet ist.
[0032] Diesen axialen Vorschüben f
z(i) kann eine radiale, d. h. in Achsabstandsrichtung erfolgende weitere Vorschubbewegung
überlagert werden, beispielsweise um an den axialen Enden der Zahnlücken eine gewünschte
Geometrie zu erzeugen. Beispiele für eine solche Gestaltung des Zahnlückeneinlaufs
oder auch Zahnlückenauslaufs sind in Fig. 4 dargestellt, wobei in Fig. 4a ein bogenförmiger
Auslauf und in Fig: 4b ein treppenartiger Auslauf dargestellt ist. Die gestrichelten
Linien in Fig. 4 stellen die Schnitttiefen für die aufeinanderfolgenden Arbeitsgänge
dar, welche über die Überlagerung des radialen Vorschubs oder durch radiale Zustellung
erreicht wird. Diese Variante der Formgebung der Zahnlückenenden kommt bevorzugt bei
der Bearbeitung von zylindrischen Achsen zum Einsatz, welche über eine der Verzahnungsbreite
entsprechenden axialen Länge mit einer Verzahnung ausgestattet sind und noch eine
weitergehende, die erlaubte Werkzeugbewegung beeinträchtigende Struktur aufweisen,
insbesondere auf unterschiedlichen axialen Abschnitten unterschiedliche Verzahnung
tragen.
[0033] Für die oben erwähnten Schrupp-Schnitte und Schlicht-Schnitte können unterschiedliche
Einstellparameter gewählt werden, insbesondere betreffend die Absolutdrehzahlen von
Schälrad und Werkstück und/oder die Vorschubgeschwindigkeiten.
[0034] Die Erfindung ist nicht auf die im dargestellten Ausführungsbeispiels erläuterten
Einzelheiten eingeschränkt. Vielmehr können die in der Beschreibung und in den Ansprüchen
genannten Merkmale für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen
einzeln und in Kombination wesentlich sein.
1. Verfahren des Wälzschälens oder Hartschälens eines um eine Werkstückachse (Z) drehend
angetriebenen verzahnten Werkstückes (2), bei dem man
ein um eine in radialer Achsabstandsrichtung (X) von der Werkstückachse (Z) beabstandete
Werkzeugachse (Z0) drehend angetriebenes, verzahntes und mit einer an einer Stirnkante seiner Zähne
gebildeten Schneide versehenes Schälrad (0) unter einem Achskreuzwinkel (Σ) zwischen
den beiden Drehachsen (Z, Z0) in Wälzeingriff mit dem Werkstück (2) bringt, in dem die Schneide in einer eine
werkstückachsenparallelen Komponente aufweisenden Schneidbewegung spanend Material
vom Werkstück (2) abträgt, und man das Schälrad (0) zur Bearbeitung des Werkstückes
(2) über eine gewünschte axiale Erstreckung hinweg zusätzlich eine Vorschubbewegung
mit einer werkstückachsenparallelen Komponente ausführen läßt,
dadurch gekennzeichnet, dass
man die werkstückachsenparallelen Komponenten von Vorschubbewegung und Schneidbewegung
einander entgegenrichtet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei der die Bearbeitung in wenigstens zwei Arbeitsgängen
mit unterschiedlicher Schnitttiefe des Schälrads (0) in Achsabstandsrichtung (X) erfolgt,
wobei man die Vorschubbewegung mit der der Schneidbewegungskomponente entgegengerichteten
Komponente bei einem nachfolgenden Arbeitsgang ausführt, welchem ein Arbeitsgang mit
umgekehrter Vorschubbewegung vorausgeht.
3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem die Bearbeitung in wenigstens drei Arbeitsgängen
erfolgt, der nachfolgende Arbeitsgang der letzte ist, und alle vorangehenden Arbeitsgänge
mit der umgekehrten Vorschubbewegung ausgeführt werden, wobei zwischen zwei solchen
Arbeitsgängen eine Rückholbewegung des Schälrads ohne schneidenden Eingriff mit dem
Werkstück erfolgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem der Vorschubbewegung mit der werkstückachsenparallelen
Komponente als axialer Vorschubbewegung eine in Achsabstandsrichtung verlaufende radiale
Vorschubbewegung überlagert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, bei dem durch die Überlagerung der beiden Vorschubbewegungen
eine gewünschte Form eines axialen Einlaufs und/oder Auslaufs der Zahnlücke des Werkstücks
geschnitten wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem die Form des Einlaufs und/oder Auslaufs bogenförmig
ist und tangential in die Zahnlücke einläuft.
7. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem die Form des Einlaufs und/oder Auslaufs treppenförmig
ist.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem es sich um das Wälzschälen
handelt.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem eine Aussenverzahnung bearbeitet/hergestellt
wird, und der axiale Vorschub insbesondere parallel zur Werkzeugachse erfolgt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem eine Innenverzahnung bearbeitet/hergestellt
wird, und der axiale Vorschub insbesondere parallel zur Werkstückachse erfolgt.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die bearbeitete/- hergestellte
Verzahnung eine Schrägverzahnung ist, und die Verzahnung des Schälrads eine Geradverzahnung.
12. Werkzeugmaschine zum Wälzschälen oder Hartschälen mit
einer eine Werkstückachse (Z), um die ein Werkstück (2) drehend antreibbar ist, definierenden
Werkzeugspindel,
einer eine Werkzeugachse (Z0), die gegenüber der Werkstückachse in radialer Achsabstandsrichtung (X) mit einstellbarem
Abstand beabstandet ist, sie unter einem einstellbaren Achswinkel kreuzt und um die
ein Schälrad (0) drehend antreibbar ist, definierenden Werkzeugspindel, sowie
einer Steuereinrichtung, die die Maschinenachsbewegungen derart steuert, dass das
verzahnte und mit einer an einer Stirnseite seiner Zähne gebildeten Schneide versehene
Schälrad in Wälzeingriff mit dem Werkstück gebracht wird, in dem die Schneide in einer
eine werkstückachsenparallelen Komponente aufweisenden Schneidbewegung Material vom
Werkstück abträgt, wobei das Schälrad zusätzlich eine Vorschubbewegung mit einer werkstückachsenparallelen
Komponente ausführt,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuereinrichtung die Maschinenachsbewegungen weiter derart steuert, dass die
werkstückachsenparallelen Komponenten von Vorschubbewegung und Schneidbewegung einander
entgegengerichtet sind.
13. Werkzeugmaschine nach Anspruch 12, deren Steuereinrichtung die Maschinenachsbewegungen
weiter derart steuert, dass ein Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 11 ausgeführt
wird.
1. A method of power-skiving or hard-skiving a toothed workpiece (2) driven in rotary
movement about a workpiece axis (Z),
wherein a toothed circular skiving tool (0) driven in rotary movement about a tool
axis (Z0) that is spaced apart from the workpiece axis (Z) in the radial axial spacing direction
(X) and is provided with a cutting edge formed at a front edge of its teeth is brought
into rolling engagement with the workpiece (2) at an axis crossing angle (Σ) between
the two rotary axes (Z, Z0), wherein the cutting edge removes material from the workpiece (2) in a cutting movement
that has a component parallel to the workpiece axis, and the circular skiving tool
(0) additionally performs a feed movement with a component parallel to the workpiece
axis in order to machine the workpiece (2) over a desired axial range,
characterised in that
the feed movement component parallel to the workpiece axis and the cutting movement
component parallel to the workpiece axis are oriented in opposite directions relative
to one another.
2. The method according to Claim 1, wherein the machining takes place in at least two
passes with different cutting depths of the circular skiving tool (0) in the axial
spacing direction (X), the feed movement with the component oriented in the reverse
direction of the cutting movement component being performed in a subsequent pass which
is preceded by a pass with the reverse feed movement.
3. The method according to Claim 2, wherein the machining takes place in at least three
passes, the subsequent pass is the last, and all preceding passes are performed with
the reverse feed movement, between two such passes a pull-back movement of the circular
skiving tool taking place without any cutting engagement with the workpiece.
4. The method according to any of Claims 1 to 3, wherein the feed movement with the component
parallel to the workpiece axis as an axial feed movement is superimposed with a radial
feed movement running in the axial spacing direction.
5. The method according to Claim 4, wherein by superimposing the two feed movements,
a desired shape of an axial entry and/or exit of the tooth gap of the workpiece is
cut.
6. The method according to Claim 5, wherein the shape of the entry and/or exit is arcuate
and runs tangentially into the tooth gap.
7. The method according to Claim 5, wherein the shape of the entry and/or exit is step-like.
8. The method according to any of the preceding claims, wherein this is power-skiving.
9. The method according to any of the preceding claims, wherein external teeth are machined/produced,
and the axial feed takes place in particular parallel to the tool axis.
10. The method according to any of Claims 1 to 8, wherein internal teeth are machined/produced,
and the axial feed takes place in particular parallel to the workpiece axis.
11. The method according to any of the preceding claims, wherein the teeth that are machined/produced
are helical teeth, and the teeth of the circular skiving tool are spur gear teeth.
12. A machine tool for power-skiving or hard-skiving, comprising a tool spindle defining
a workpiece axis (Z) about which a workpiece (2) can be driven in rotary movement,
a tool spindle defining a tool axis (Z0) that is spaced apart from the workpiece axis at an adjustable distance in the radial
axial spacing direction (X), crossing the workpiece axis at an adjustable axis angle,
and about which a circular skiving tool (0) can be driven in rotary movement, and
a control device that controls the movements of the machine axes in such a way that
the toothed circular skiving tool provided with a cutting edge formed on a front side
of its teeth is brought into rolling engagement with the workpiece in which the cutting
edge removes material from the workpiece in a cutting movement that has a component
parallel to the workpiece axis, the circular skiving tool additionally performing
a feed movement with a component parallel to the workpiece axis,
characterised in that
the control device additionally controls the machine axis movements in such a way
that the feed movement component parallel to the workpiece axis and the cutting movement
component parallel to the workpiece axis are oriented in opposite directions relative
to one another.
13. The machine tool according to Claim 12, the control device of which further controls
the movements of the machine axis in such a way that a method according to any of
Claims 2 to 11 is performed.
1. Procédé de décolletage en développante ou de décolletage dur d'une pièce (2) dentée
entraînée en rotation autour d'un axe (Z) de la pièce, dans lequel une roue de décolletage
(0) dentée, munie d'un tranchant formé sur une arête frontale de ses dents et entraînée
en rotation autour d'un axe d'outil (Z0) espacé de l'axe (Z) de la pièce dans une direction d'espacement radial (X) est mise
en prise avec la pièce (2) par roulement selon un angle d'intersection (Σ) entre les
deux axes de rotation (Z, Z0), le tranchant venant enlever de la matière de la pièce (2) dans un mouvement de
coupe présentant une composante parallèle à l'axe de pièce, et la roue de décolletage
(0) est en outre amenée à effectuer, sur une étendue axiale souhaitée, un mouvement
d'avancée présentant une composante parallèle à l'axe de pièce, aux fins de l'usinage
de la pièce (2),
caractérisé en ce que
les composantes du mouvement d'avancée et du mouvement de coupe qui sont parallèles
à l'axe de la pièce étant orientées à l'opposé l'une de l'autre.
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel l'usinage s'effectue en au moins deux
passes de profondeurs de coupe différentes pour la roue de décolletage (0) dans la
direction d'espacement (X) des axes, le mouvement d'avancée s'effectuant avec la composante
opposée à la composante du mouvement de coupe lors d'une passe suivante, qui est précédée
par une passe à mouvement d'avancée inverse.
3. Procédé selon la revendication 2, dans lequel l'usinage s'effectue en au moins trois
passes, la passe suivante étant la dernière, toutes les passes précédentes ayant été
effectuées avec ledit mouvement d'avancée inverse, en sachant qu'entre deux de ces
passes, on effectue un mouvement de rappel de la roue de décolletage sans effet de
prise coupante avec la pièce.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans lequel un mouvement
d'avancée radial orienté dans la direction d'espacement des axes vient se superposer
au mouvement d'avancée présentant la composante parallèle à l'axe de la pièce en tant
que mouvement d'avancée axial.
5. Procédé selon la revendication 4, dans lequel ladite superposition des deux mouvements
d'avancée permet de couper une forme souhaitée pour les côtés axiaux d'entrée et/ou
de sortie de l'entredent de la pièce.
6. Procédé selon la revendication 5, dans lequel la forme du côté d'entrée et/ou de sortie
est arquée et entre tangentiellement dans l'entredent.
7. Procédé selon la revendication 5, dans lequel la forme du côté d'entrée et/ou de sortie
est en escalier.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel il s'agit d'un principe
de décolletage en développante.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel il est usiné/produit
une denture extérieure, et l'avancée axiale s'effectue notamment parallèlement à l'axe
de l'outil.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, dans lequel il est usiné/produit
une denture intérieure, et l'avancée axiale s'effectue notamment parallèlement à l'axe
de la pièce.
11. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la denture usinée/produite
est une denture hélicoïdale, et la denture de la roue de décolletage est une denture
droite.
12. Machine-outil pour le décolletage en développante ou le décolletage dur, comportant
une broche d'outil définissant un axe de pièce (Z) autour duquel une pièce (2) peut
être entraînée en rotation,
une broche d'outil définissant un axe d'outil (Z0) espacé de l'axe de la pièce dans une direction d'espacement radial (X) selon un
écartement réglable et croisant l'axe de la pièce en formant un angle d'axes réglable
et autour duquel une roue de décolletage (0) peut être entraînée en rotation, ainsi
que
un dispositif de commande qui commande les déplacements des axes de la machine de
telle manière que la roue de décolletage dentée, munie d'un tranchant formé sur une
arête frontale de ses dents est mise en prise avec la pièce par roulement, le tranchant
venant enlever de la matière de la pièce dans un mouvement de coupe présentant une
composante parallèle à l'axe de la pièce, la roue de décolletage effectuant en outre
un mouvement d'avancée présentant une composante parallèle à l'axe de la pièce,
caractérisé en ce que
le dispositif de commande effectue en outre la commande des déplacements des axes
de la machine de manière que les composantes du mouvement d'avancée et du mouvement
de coupe qui sont parallèles à l'axe de la pièce sont orientées à l'opposé l'une de
l'autre.
13. Machine-outil selon la revendication 12, dont le dispositif de commande effectue en
outre la commande des déplacements des axes de la machine de manière à permettre l'exécution
d'un procédé selon l'une quelconque des revendications 2 à 11.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente
In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur
- THOMAS BAUSCH et al.Innovative Zahnradfertigung, Expertverlag, [0007]
- HARD GEAR FINISHING WITH A GEOMETRICALLY DEFINED CUTTING EDGEKLOCKE F et al.GEAR TECHNOLOGYRANDALL PUBLISHING CO.19991101vol. 16, 24-29 [0009]