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EP 2 665 865 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.07.2015 Patentblatt 2015/28 |
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Anmeldetag: 21.12.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2011/006463 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2012/097850 (26.07.2012 Gazette 2012/30) |
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VERFAHREN ZUM UNTERSTOPFEN EINES GLEISES
METHOD FOR BALLAST TAMPING A RAILWAY TRACK
PROCÉDÉ POUR BOURRER UNE VOIE FERRÉE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
19.01.2011 DE 102011008893
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.11.2013 Patentblatt 2013/48 |
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Patentinhaber: Robel Bahnbaumaschinen GmbH |
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83395 Freilassing (DE) |
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Erfinder: |
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- WIDLROITHER, Otto
83395 Freilassing (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-B- 1 241 474 DE-C- 509 412
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DE-B- 1 280 272 JP-U- 58 000 874
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Unterstopfen eines Gleises durch einen Handstopfer.
[0002] Vielfach bekannte Handstopfer werden in einem oberen, den Antrieb aufweisenden Abschnitt
erfasst und mit einer in Vibration versetzten Stopfschaufel in den Schotter eingetaucht
(siehe
DE 1 241 474 B). Während des Eintauchvorganges wird versucht, durch ein Absenken des oberen Antriebabschnittes
in Richtung zur Bedienungsperson mit der Stopfschaufel eine Verdichtbewegung in Richtung
zur Schwelle zu erzielen. Die daraus resultierende Verdichtwirkung ist jedoch unbefriedigend,
da der hinter der Stopfschaufel als eine Art Widerlager benutzte Schotter infolge
der Vibrationen wenig Widerstand leistet.
[0003] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nun in der Schaffung eines Verfahrens
der eingangs genannten Art, mit dem eine verbesserte Schotterverdichtung erzielbar
ist.
[0004] Diese Aufgabe wird mit erfindungsgemäß mit einem Verfahren der gattungsgemäßen Art
dadurch gelöst, dass der Handstopfer vor dem Eintauchen in den Schotter durch ein
- zwischen einem Antriebsmotor und einer Stopfschaufel gelegenen Stopferabschnitt
befestigtes - Fixierorgan lösbar mit einem bezüglich einer Stopfbewegung gegenüberliegenden,
am Gleis fixierten Ankerelement verbunden wird.
[0005] Durch diese kurzzeitige Verbindung mit dem Gleis wird ein nicht verschiebbares Widerlager
geschaffen, so dass mit der Abwärtsbewegung des oberen Handstopferabschnittes eine
zwingende Gegenbewegung der Stopfschaufel in Richtung zur Schwelle erfolgt. Damit
wird der Schotter zwangsläufig unter die Schwelle verdrängt und verdichtet.
[0006] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der Zeichnungsbeschreibung.
[0007] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 eine Ansicht von zwei Handstopfern in Schwellenlängsrichtung,
Fig. 2 eine Draufsicht und Fig. 3 eine vereinfachte Darstellung einer weiteren Variante
der Erfindung.
[0008] In den Fig. 1 bis 3 dargestellte Handstopfer 1 weisen je einen in einem oberen Abschnitt
2 angeordneten Antriebsmotor 3 sowie Handgriffe 4 auf. Ein zwischen dem Antriebsmotor
3 und einer Stopfschaufel 5 vorgesehener mittlerer Stopferabschnitt 6 ist als eine
Längsrichtung 7 aufweisendes Verbindungsrohr 17 ausgebildet, in dem eine nicht näher
dargestellte Exzenterwelle in Rotation versetzt wird.
[0009] Oberhalb einer zu unterstopfenden Schwelle 8 eines Gleises 9 befindet sich ein als
Schienenanker ausgebildetes Ankerelement 10, das durch einen Schnellverschluss 11
lösbar mit einer Schiene 12 verbunden ist und Haken 13 aufweist. Ein beispielsweise
als Kette oder Seil ausgebildetes Fixierorgan 15 ist am Verbindungsrohr 17 in dessen
näher zur Stopfschaufel 5 gelegenen Hälfte an einem Haken 14 befestigt.
[0010] Zur Durchführung des Stopfverfahrens wird nun der Haken 14 durch das Fixierorgan
15 mit einem Haken 13 des am Gleis fixierten Ankerelementes 10 verbunden. Um eine
optimale Verdichtwirkung zu erzielen, wird der Handgriff 4 mit dem Antriebsmotor 3
in einer Arbeitsrichtung 16 zur Bedienungsperson hin bewegt. Dies erzeugt auf Grund
der Verbindung des mittleren Stopferabschnittes 6 mit dem Ankerelement 10 eine zwingende
Stopfbewegung 18 der Stopfschaufel 5 in Richtung zur angrenzenden Schwelle 8.
[0011] Eine weitere Optimierung der Unterstopfung des Gleises 9 kann damit erzielt werden,
dass zwei - bezüglich der zu unterstopfenden Schwelle 8 - einander gegenüberliegend
positionierte und je mit dem Ankerelement 10 verbundene Handstopfer 1 synchron eingesetzt
werden. Wie in Fig. 2 durch strichpunktierte Linien angedeutet, besteht auch die Möglichkeit,
dass mit vier je an das Ankerelement 10 angehängten Handstopfern 1 synchrone Stopfbewegungen
zur Unterstopfung der Schwelle 8 durchgeführt werden.
[0012] Nach ausreichender Verdichtung des Schotters wird das Fixierorgan 15 vom Ankerelement
10 gelöst. Nach Befestigung des Ankerelementes 10 oberhalb der nächstfolgenden Schwelle
wiederholt sich das beschriebene Stopfverfahren. Es ist natürlich auch möglich, das
Ankerelement 10 direkt auf der Schwelle zu befestigen. Es könnte aber auch beispielsweise
ein die Schiene 12 mit der Schwelle 8 verbindender Schienenclip od. dgl. als Ankerelement
zur Befestigung des Fixierorganes 15 am Gleis 9 verwendet werden.
[0013] Zur Durchführung des anmeldungsgemäßen Verfahrens wäre es alternativ auch möglich,
ausschließlich die als Ankerelement 10 dienenden Haken 14 zweier einander gegenüberliegender
Handstopfer 1 durch das Fixierorgan 15 direkt miteinander zu verbinden (s. Fig. 3).
Zur Erzielung einer bestmöglichen Schotterverdichtung sollte die Bewegung der beiden
Handstopfer 1 in Arbeitsrichtung 16 weitgehend synchron durchgeführt werden.
1. Verfahren zum Unterstopfen eines Gleises durch Eintauchen eines Handstopfers in Schotter,
dadurch gekennzeichnet, dass der Handstopfer (1) vor dem Eintauchen in den Schotter durch ein - zwischen einem
Antriebsmotor (3) und einer Stopfschaufel (5) gelegenen Stopferabschnitt (6) befestigtes
- Fixierorgan (15) lösbar mit einem bezüglich einer Stopfbewegung gegenüberliegenden,
am Gleis (9) fixierten Ankerelement (10) verbunden wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Unterstopfung zwei - zum gleichen Zeitpunkt bezüglich einer Stopfbewegung (18)
je an einer gegenüber liegenden Schwellenlängsseite - in den Schotter eintauchende,
durch das Fixierorgan (15) miteinander verbundene und jeweils als Ankerelement (10)
dienende Handstopfer (1) verwendet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Ankerelement (10) ein lösbar mit der Schiene verbundener Schienenanker verwendet
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Ankerelement (10) an einem Kreuzungspunkt der Schwelle (8) mit der Schiene (12)
befestigt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Fixierorgan (15) an einem zwischen Antriebsmotor (3) und einer Stopfschaufel
(5) angeordneten Verbindungsrohr (17) in dessen näher zur Stopfschaufel (5) gelegenen
Hälfte befestigt wird.
1. A method of tamping a track by immersing a hand tamper into ballast, characterized in that, prior to the immersion into the ballast, the hand tamper (1) is detachably connected
to an anchor element (10), fixed to the track (9) and lying opposite with regard to
a tamping motion, by means of a fixing member (15) fastened to a tamper section (6)
situated between a drive motor (3) and a tamping blade (5).
2. A method according to claim 1, characterized in that two hand tampers (1), each serving as an anchor element (10), are used for tamping,
the tampers being connected to one another by means of the fixing member (15) and
plunging into the ballast at the same time at an opposite longitudinal side of a sleeper,
respectively, with regard to a tamping movement (18).
3. A method according to claim 1, characterized in that a rail anchor detachably connected to the rail is used as an anchor element (10).
4. A method according to claim 3, characterized in that the anchor element (10) is fastened at an intersection of the sleeper (8) and the
rail (12).
5. A method according to one of claims 1 to 4, characterized in that the fixing member (15) is fastened to a connecting tube (17), arranged between the
drive motor (3) and a tamping blade (5), in the half of the tube situated closer to
the tamping blade (5).
1. Procédé de bourrage inférieur d'une voie ferrée par immersion d'un dispositif de bourrage
manuel dans du ballast, caractérisé en ce que le dispositif de bourrage manuel (1) est relié de manière amovible à un élément d'ancrage
(10) fixé à la voie ferrée (9), opposé par rapport à un mouvement de bourrage, avant
l'immersion dans le ballast par un organe de fixation (15) fixé à une section de dispositif
de bourrage (6) située entre un moteur d'entraînement (3) et une pelle de bourrage
(5).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que deux dispositifs de bourrage manuels (1) s'immergeant dans le ballast en même temps,
chacun sur un côté longitudinal de traverse opposé par rapport à un mouvement de bourrage
(18), reliés ensemble par l'organe de fixation (15) et servant chacun d'élément d'ancrage
(10) sont utilisés pour le bourrage inférieur.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une ancre de rail reliée de manière amovible au rail est utilisée comme élément d'ancrage
(10).
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'élément d'ancrage (10) est fixé à un point de croisement de la traverse (8) avec
le rail (12).
5. Procédé selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'organe de fixation (15) est fixé à un tuyau de connexion (17) disposé entre le
moteur d'entraînement (3) et une pelle de bourrage (5) dans sa moitié située plus
près de la pelle de bourrage (5).

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente