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(11) |
EP 2 666 740 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.06.2016 Patentblatt 2016/25 |
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Anmeldetag: 03.05.2013 |
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Früher eingereichte Anmeldung: 26.05.2012 DE 102012010458 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Spulvorrichtung mit einem Arretierungsmittel für den Spulenrahmen
Winding device with a retaining device for the winding frame
Dispositif de bobinage doté d'un moyen d'arrêt pour le cadre de bobine
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
26.05.2012 DE 102012010458
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.11.2013 Patentblatt 2013/48 |
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Patentinhaber: Saurer Germany GmbH & Co. KG |
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42897 Remscheid (DE) |
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Erfinder: |
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- Marx, Alexander
41379 Brüggen (DE)
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Vertreter: Hamann, Arndt et al |
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Saurer Germany GmbH & Co. KG
Patentabteilung
Carlstraße 60 52531 Übach-Palenberg 52531 Übach-Palenberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 878 428 WO-A1-89/08071 DE-A1- 3 207 375
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EP-A2- 1 106 556 DE-A1- 2 939 628 DE-C- 868 867
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Spulvorrichtung für eine Arbeitsstelle einer Kreuzspulen
herstellenden Textilmaschine mit einem Spulenrahmen zum Haltern einer Kreuzspule,
deren Hülse im Spulbetrieb zwischen den Hülsenaufnahmen des Spulenrahmens eingespannt
ist, Mitteln zum Changieren eines aufzuwickelnden Fadens sowie einer Antriebswalze,
die die Kreuzspule über Reibschluss antreibt, wobei eine Hülsenaufnahme entgegen der
Wirkung eines Belastungsmittels in eine Öffnungsstellung zum Einlegen einer neuen
Hülse axial verlagerbar ist und der Spulenrahmen über Arretierungsmittel verfügt,
die für die Beabstandung der Hülsenaufnahme von der Antriebswalze sorgen.
[0002] Kreuzspulen herstellende Textilmaschinen sind sowohl Spulmaschinen als auch Spinnmaschinen,
wie zum Beispiel Offenend-Spinnmaschinen. Sie sind seit langem bekannt, in zahlreichen
Schutzrechtsanmeldungen ausführlich beschrieben und bestehen in der Regel aus einer
Vielzahl von in Reihe nebeneinander angeordneten, gleichartigen Arbeitsstellen.
[0003] Auf den Arbeitsstellen eines Spulautomaten werden in der Regel Spinnkopse, die relativ
wenig Garnmaterial aufweisen, zu großvolumigen Kreuzspulen umgespult, die auf im Produktionsprozess
nachgeschalteten Textilmaschinen, beispielsweise Webmaschinen, benötigt werden.
[0004] Die Kreuzspule liegt auf der Antriebswalze auf und wird von dieser über Reibschluss
mitgenommen. Ist die Antriebswalze als Nutenwalze ausgebildet, so übernimmt sie zudem
die Führung des aufzuwickelnden Fadens. Wird als Antriebswalze hingegen eine Trommel
ohne Nuten verwendet, wird die Fadenführung von einem separaten Fadenführer, zum Beispiel
einem Fingerfadenführer, gewährleistet.
[0005] Die einzelnen Arbeitsstellen der Offenend-Spinnmaschinen verfügen jeweils über eine
Spinn- und eine Spulvorrichtung, an der das in einer Spinnkanne vorgelegte Faserband
zu einem Garn versponnen und zu einer Kreuzspule aufgewickelt wird.
[0006] Nach Entnahme der Kreuzspule wird die axial verschiebbare Hülsenaufnahme mittels
eines Belastungsmittels bis zu ihrem Endanschlag verlagert. Die Hülsenaufnahmen beinhalten
so genannte Hülsenaufnahmeteller, die rotierbar gelagert sind und entsprechend verschiedener
Hülsenformate ausgewechselt werden. Der Spulenrahmen selbst senkt sich ohne Gegenmaßnahmen
aufgrund seines Eigengewichtes, bis er mit der verlagerten Hülsenaufnahme auf der
Antriebswalze aufliegt und insbesondere bei einem versehentlichen Start der Antriebswalze
beschädigt werden kann.
[0007] Durch die
EP 0 878 428 A2 wird ein Verfahren und eine Aufspulvorrichtung zum Aufspulen eines kontinuierlich
anlaufenden Fadens zu einer Spule offenbart, bei welchem bzw. bei welcher beim Aufwickeln
einer Spule eine im wesentlichen hysteresefreie Dämpfung der Ausweichbewegung des
frei beweglichen Trägers erfolgt, so dass auch noch bei extrem niedrigen Aufwickelgeschwindigkeiten
gewickelt werden kann. Um dies zu erreichen, ist an einem Spindelträger oder an beiden
Spindelträgern ein Zapfen angeordnet. Der Zapfen greift in eine Klemmvorrichtung ein.
In der Klemmvorrichtung erfolgt eine zyklische Klemmung des Zapfens. Sind beide Spindelträger
mit einer Klemmvorrichtung verbunden, werden die Klemmvorrichtungen synchron aktiviert,
d.h. die Klemmung und das Lösen der Träger erfolgt an beiden Spindelträgern zur gleichen
Zeit. Auf diese Weise wird das Schwingen der Andrückwalze in radialer Richtung relativ
zum Maschinengestell eingeschränkt, so dass letztendlich die Schwingungen an der Spulspindel
reduziert werden.
[0008] In der Serviceanleitung des Autoconer X5 der Firma Oerlikon Schlafhorst in der Version
V3.0 von 04.2012, wird die aktuelle Vorgehensweise zur Verhinderung der Beschädigung
beschrieben. Um das Aufliegen der Hülsenaufnahme auf der Antriebswalze zu verhindern,
gibt es zwei einstellbare Begrenzungselemente: eine Stellschraube, die das Absenken
des gesamten Spulenrahmens begrenzt und einen Anlaufring, der den Hub der verschiebbaren
Hülsenaufnahme einschränkt.
[0009] Dazu müssen mit eingelegter Hülse zwei Schrauben gelöst werden, so dass die Hülse
auf der Antriebswalze beziehungsweise auf dem Auflaufring aufliegt. Nachdem die Schrauben
wieder fest gedreht wurden, muss eine Anschlagschraube so weit in den Spulenrahmen
eingedreht und schließlich gekontert werden, dass bei abgesenktem Spulenrahmen die
rechte Hülsenaufnahme nicht die Antriebswalze berührt. Um das Spiel zu überprüfen,
muss bei Anlauf der Antriebswalze eine sichere Mitnahme der Hülse gewährleistet sein.
[0010] Die Hülse wird dazu durch eine Lehre ersetzt, durch Lösen einer weiteren Schraube
ein Anschlagblech anliegend zum Nocken des Spulenrahmenöffnerhebels gebracht und schließlich
durch Festdrehen der Schraube arretiert. Der auf diese Weise eingestellte Abstand
zwischen Anschlag und Nocken muss in einem Bereich von 0,5 mm bis 1,0 mm liegen.
[0011] Nachteilig bei dieser Vorgehensweise ist, dass beide Einstellungen von der Geometrie
der vorgelegten Hülsen abhängig sind und demzufolge immer wieder neu durchgeführt
werden müssen. Das bedeutet, bei jedem Wechsel des Hülsenformates müssen erneut diese
Einstellungen ermittelt werden, um einerseits das Aufliegen der Hülsenaufnahme auf
der Antriebswalze zu verhindern und andererseits den Hub der verschiebbaren Hülsenaufnahme
zu beschränken. Zudem müssen diese Einstellungen aufgrund der geometrischen Anordnung
sehr präzise vorgenommen werden und sind damit sehr zeitaufwendig; oftmals ist ein
Nachstellen nötig.
[0012] Diese Vorgehensweise wirkt sich nicht nur negativ auf die Produktivität der Spul-
oder Spinnmaschinen aus, sondern birgt ebenso die Gefahr, dass durch eine ungenaue
Einstellung die Antriebswalze respektive die Hülsenaufnahme beschädigt werden.
[0013] Ausgehend vom vorgenannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
die Vermeidung des Kontakts von Teilen des leeren Spulenrahmens unabhängig vom jeweils
verwendeten Hülsenformat zu gewährleisten. Dabei sollen nicht nur das Handling vereinfacht
und somit letztlich die Produktivität der Spulprozesse gesteigert, sondern auch potentielle
Fehlerquellen reduziert werden.
[0014] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
[0015] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0016] Zur Lösung der Aufgabe ist gemäß Anspruch 1 vorgesehen, dass die Arretierungsmittel
durch ein begrenzt bewegliches im Spulenrahmen angeordnetes Distanzstück, welches
sich in seiner Arretierungsstellung auf einem fixen Teil der Arbeitsstelle abstützt
und eine mit dem Distanzstück zusammenwirkende Klemmeinrichtung gebildet sind, wobei
die Klemmeinrichtung so angeordnet und durch das Belastungsmittel beaufschlagt ist,
dass sie das Distanzstück bei nicht eingelegter Hülse klemmt und dadurch in seiner
momentanen Position fixiert. Dadurch wird bei fehlender Hülse der Spulenrahmen automatisch
und unabhängig vom verwendeten Hülsenformat mittels des geklemmten Distanzstücks auf
Abstand zur Antriebswalze gehalten, ohne dass hierfür zuvor Einstellungen an der Maschine
durchzuführen sind. Das bedeutet, dass die Hülsenaufnahme nicht die Antriebswalze
berühren kann, da das Distanzstück durch die Klemmeinrichtung arretiert wird und bei
fehlender Hülse das Belastungsmittel so auf die Klemmeinrichtung wirkt, dass diese
das Distanzstück arretiert.
[0017] Gemäß Anspruch 2 ist das Distanzstück beweglich im Grundkörper des Spulenrahmens
gelagert, während die Klemmeinrichtung an einem im Grundkörper drehbar gelagerten
Spulenrahmenöffnerhebel festgelegt ist, der mit der axial verlagerbaren und durch
das Belastungsmittel beaufschlagten Hülsenaufnahme gekoppelt ist. Durch die im Grundkörper
des Spulenrahmens bewegliche Lagerung des Distanzstücks und eine beim Öffnen des Spulenrahmens
über den Spulenrahmenöffnerhebel erfolgende vorübergehende Freigabe des Distanzstücks
durch die am Spulenrahmenöffnerhebel angeordnete Klemmeinrichtung wird die Beabstandung
des Spulenrahmens zur Antriebswalze ohne jedwede manuelle Einstellung gewährleistet.
Das heißt, die Klemmeinrichtung, die am Spulenrahmenöffnerhebel befestigt ist, erhält
dann bei leerem Spulenrahmen und Freigabe des Spulenrahmenöffnerhebels ihre Klemmkraft
auf das Distanzstück durch das Belastungsmittel der Hülsenaufnahme und arretiert das
Distanzstück, so dass das Distanzstück den Spulenrahmen auf einen fixen Teil der Arbeitsstelle
abstützt. Das Distanzstück ist so dimensioniert, dass auch bei der Verwendung des
größten Hülsenaufnahmetellers der Abstand zwischen Antriebswalze und Hülsenaufnahme
zur Beabstandung ausreicht. Damit entfällt die Notwendigkeit einer Justierung selbst
bei extremen Hülsenformaten.
[0018] Wie in Anspruch 3 beschrieben, sind Distanzstück und Klemmeinrichtung vorteilhaft
so angeordnet und ausgebildet, dass dadurch die Endstellung der verschiebbaren Hülsenaufnahme
sich nicht mit der Antriebswalze schneidet. Das heißt, die Klemmeinrichtung begrenzt
den maximalen Hub der Hülsenaufnahme, so dass der Weg der axial verlagerbaren Hülsenaufnahme
beschränkt ist.
[0019] Wie in Anspruch 4 dargelegt, besteht das Distanzstück aus einem Fallbolzen. Der Fallbolzen
ist gleitend gelagert sowie axial beweglich angeordnet und gewährleistet dadurch ein
einfaches Handling, ohne dass Einstellungen an dem Spulenrahmen vorgenommen werden
müssen.
[0020] Gemäß einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Spulvorrichtung nach Anspruch 5 ist
die Klemmeinrichtung durch ein Sperrblech gebildet. Solch ein Sperrblech kann fertigungstechnisch
ohne großen Aufwand und in hohen Stückzahlen produziert werden.
[0021] Ferner wird gemäß Anspruch 6 dargestellt, dass das Belastungsmittel eine Feder ist.
Eine Feder als Maschinenelement ist wartungsfrei und einfach zu konstruieren. Die
durch die Federkraft wirkende Klemmkraft ist ausreichend, um den Spulenrahmen in seiner
Position zu halten und ein Absenken auf die Antriebswalze zu verhindern. Statt einer
Feder könnte die Klemmkraft beispielsweise auch elektromagnetisch erzeugt werden.
[0022] Gemäß der Weiterbildung nach den Ansprüchen 7, 8 und 9 der Erfindung, weist der Fallbolzen
Anschlagmittel zur axialen Wegbegrenzung auf. Um ein Durchrutschen des Fallbolzens
bei der Entnahme der Kreuzspule zu verhindern, ist der Fallbolzen oben durch einen
O-Ring gesichert. Ein O-Ring ist aus flexiblem Material gefertigt und verursacht während
des Betriebs kein zusätzliches Geräusch. Auf der in Einbaurichtung unten liegenden
Seite ist der Fallbolzen durch eine Endkappe gesichert, so dass auch beispielsweise
bei Umbauarbeiten am Spulenrahmen der Fallbolzen nicht versehentlich aus seiner Führung
herausrutschen kann.
[0023] Entsprechend dem Anspruch 10 weist der Fallbolzen eine oder mehrere radiale Nuten
auf. Durch die Vertiefungen wird zwischen dem Fallbolzen und dem Sperrblech ein Formschluss
erzeugt, so dass der Spulenrahmen sicher in der beabstandeten Position gehalten werden
kann. Dadurch wird vermieden, dass, selbst wenn zusätzlicher Druck auf den Spulenrahmen
ausgeübt wird und sich der Spulenrahmen senkt, die Hülsenaufnahme nicht die Antriebswalze
berührt.
[0024] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
[0025] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht eines Spulenrahmens;
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht eines Spulenrahmens mit Kreuzspule;
- Fig. 3 und 4
- Detailansichten der erfindungsgemäßen Vorrichtung ohne Hülsen;
- Fig. 5
- Lagerung des Fallbolzens im Grundkörper des Spulenrahmens.
[0026] Figur 1 und 2 zeigen eine schematische Ansicht eines Spulenrahmens 1 einer Spulvorrichtung.
In einer derartigen Spulvorrichtung wird ein Faden zu einer Kreuzspule 2 aufgewickelt.
Die Kreuzspule 2 ist während des Spinn- respektive Spulprozesses mit ihrer Hülse 2'
in einem Spulenrahmen 1 gehalten und wird dabei über eine Spulenantriebswalze 8, hier
beispielsweise eine Fadenführungstrommel, mittels Reibschluss angetrieben. Die Fadenführungstrommel
8 sorgt neben dem Antrieb dafür, dass der Faden in sich kreuzenden Lagen auf die Kreuzspule
2 aufgespult wird. Der Spulenrahmen 1 ist um eine Schwenkachse 6 verschwenkbar gelagert.
[0027] Des Weiteren verfügen derartige Spulenrahmen 1 insgesamt über Hülsenaufnahmen 3 mit
Hülsenaufnahmetellern 4, zwischen denen die Hülse 2' eingespannt wird. Mittels des
Spulenrahmenöffnerhebels 5 kann die in Vorderansicht rechte Hülsenaufnahme 3 axial
verschoben werden, so dass die Hülse 2' der Kreuzspule 2 eingelegt werden kann.
[0028] Die Figuren 3 und 4 zeigen Detailansichten der erfindungsgemäßen Vorrichtung, wobei
keine Kreuzspule 2 oder Hülse 2' eingelegt ist. In einem Arm des Spulenrahmens 1 ist
ein als Distanzstück wirkender Fallbolzen 9 gleitend gelagert und längs seiner Achse
frei beweglich. Ein als Klemmeinrichtung wirkendes Sperrblech 13 liegt auf dem Arm
des Spulenrahmens 1 an dem Fallbolzen 9 an. Mittels einer Spannfeder 14 wird eine
Klemmkraft erzeugt, die auf den Spulenrahmenöffnerhebel 5 übertragen wird. Der Fallbolzen
9 wird in Einbaulage oben durch einen O-Ring 10 axial so gesichert, dass er ohne Wirkung
des Sperrblechs in seiner Vertikalbewegung begrenzt wird. In Einbaurichtung unten
wird dies durch eine Endkappe 11 gewährleistet. Eine oder mehrere Nuten 12 gewährleisten
eine zusätzliche, formschlüssige Halterung des Fallbolzens 9 in dem Sperrblech 13.
[0029] Figur 5 zeigt die Lagerung des Fallbolzens 9 im Grundkörper des Spulenrahmens 1.
[0030] Durch Betätigen des Spulenrahmenöffnerhebels 5 nach rechts gegen die Kraft der Spannfeder
14 kann die Kreuzspule 2 aus dem Spulenrahmen 1 entnommen werden. Der Fallbolzen 9
fällt bis zum O-Ring 10 nach unten durch und liegt auf dem Spulstellengehäuse 7 auf.
Anschließend rückt die verschiebbare Hülsenaufnahme 3 unter Wirkung der Spannfeder
nach links und wird durch das Sperrblech 13 radial geklemmt. Die Klemmkraft wird ausgehend
von der Spannfeder 14 der Hülsenaufnahme 3 über das Gelenk 15 auf den Spulenrahmenöffnerhebel
5, an dem das Sperrblech 13 befestigt ist, übertragen. Die Federkraft und die Hebelverhältnisse
sind dabei so bemessen, dass die auf den Fallbolzen 9 wirkende Klemmkraft ausreichend
ist, um den Fallbolzen 9 und damit den Spulenrahmen 1 in seiner Position zu halten
und das Absenken auf die Fadenführungstrommel 8 zu verhindern. Gleichzeitig begrenzt
das am Fallbolzen 9 anliegende Sperrblech 13 den maximalen Hub der verschiebbaren
Hülsenaufnahme 3. Falls auf den beabstandeten Spulenrahmen 1 Druck ausgeübt wird,
wird der Fallbolzen durch die radiale Nut 12 im Fallbolzen 9 abgefangen und ein Formschluss
mit dem Sperrblech 13 erzeugt, so dass die Nut 12 die Beabstandung zusätzlich sichert.
[0031] Wird eine neue Hülse 2' in den Spulenrahmen 1 eingelegt, so rückt die verschiebbare
Hülsenaufnahme 3 längs ihrer Achse weiter nach rechts, die Spannfeder 14 klemmt die
Hülse 2' und das Sperrblech 13 gibt den Fallbolzen 9 frei. Der Fallbolzen 9 ist nun
wieder axial beweglich und der Spulenrahmen 1 respektive die Hülse 2' kann zur Auflage
auf die Fadenführungstrommel 8 gebracht werden, ohne dass der Fallbolzen den erforderlichen
Schwenkweg begrenzt. Der Spulenrahmen wird in Spulstellung ausschließlich durch die
Hülse 2' respektive Kreuzspule 2 abgestützt, so dass sich ein exakter Reibschluss
automatisch einstellt.
[0032] Daraus lässt sich erkennen, dass unabhängig vom Spulenformat sowohl ein sicherer
Abstand der Hülsenaufnahmeteller von der Antriebswalze bei leerem Spulenrahmen 1 als
auch ein für das Spulenformat optimaler Reibschluss zwischen Hülse 2' respektive Kreuzspule
2 und Antriebswalze gegeben ist.
1. Spulvorrichtung für eine Arbeitsstelle einer Kreuzspulen (2) herstellenden Textilmaschine
mit einem Spulenrahmen (1) zum Haltern einer Kreuzspule (2), deren Hülse (2') im Spulbetrieb
zwischen Hülsenaufnahmen (3) des Spulenrahmens (1) eingespannt ist, Mitteln zum Changieren
eines aufzuwickelnden Fadens sowie einer Antriebswalze (8), die die Kreuzspule (2)
über Reibschluss antreibt, wobei eine Hülsenaufnahme (3) entgegen der Wirkung eines
Belastungsmittels in eine Öffnungsstellung zum Einlegen einer neuen Hülse (2') axial
verlagerbar ist und der Spulenrahmen (1) über Arretierungsmittel verfügt, die für
die Beabstandung der Hülsenaufnahme (3) von der Antriebswalze (8) sorgen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Arretierungsmittel durch ein begrenzt bewegliches im Spulenrahmen (1) angeordnetes
Distanzstück, welches sich in seiner Arretierungsstellung auf einem fixen Teil der
Arbeitsstelle abstützt und eine mit dem Distanzstück (9) zusammenwirkende Klemmeinrichtung
(13) gebildet sind, wobei die Klemmeinrichtung (13) so angeordnet und durch das Belastungsmittel
(14) beaufschlagt ist, dass sie das Distanzstück (9) bei nicht eingelegter Hülse (2')
klemmt und dadurch in seiner momentanen Position fixiert.
2. Spulvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Distanzstück (9) beweglich im Grundkörper des Spulenrahmens (1)gelagert ist,
während die Klemmeinrichtung (13) an einem im Grundkörper drehbar gelagerten Spulenrahmenöffnerhebel
(5) festgelegt ist, der mit der axial verlagerbaren und durch das Belastungsmittel
(14) beaufschlagten Hülsenaufnahme (3) gekoppelt ist.
3. Spulvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Distanzstück und Klemmeinrichtung so angeordnet und ausgebildet sind, dass dadurch
die Endstellung der verschiebbaren Hülsenaufnahme sich nicht mit der Antriebswalze
schneidet.
4. Spulvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Distanzstück (9) aus einem Fallbolzen besteht.
5. Spulvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmeinrichtung (13) durch ein Sperrblech gebildet ist.
6. Spulvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Belastungsmittel (14) eine Feder ist.
7. Spulvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fallbolzen (9) Anschlagmittel zur axialen Wegbegrenzung aufweist.
8. Spulvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Fallbolzen (9) durch eine Endkappe (11) gesichert wird.
9. Spulvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Fallbolzen (9) durch einen O-Ring (10) gesichert wird.
10. Spulvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Fallbolzen (9) eine oder mehrere radiale Nuten (12) aufweist.
1. Winding device for a workstation of a textile machine producing cross-wound bobbins
(2) comprising a winding frame (1) for mounting a cross-wound bobbin (2), the tube
(2') of which is clamped during winding operation between tube mounts (3) of the winding
frame (1), means for traversing a thread to be wound and a drive roller (8), which
drives the cross-wound bobbin (2) by frictional connection, wherein a tube mount (3)
can be mounted axially against the effect of a loading means into an open position
for inserting a new tube (2') and the winding frame (1) has locking means which ensure
the spacing of the tube mount (3) from the drive roller (8),
characterised in that
the locking means are formed by a spacer with limited mobility and arranged in the
winding frame (1), which spacer is supported in its locking position on a fixed part
of the workstation and a clamping device (13) cooperating with the spacer (9), wherein
the clamping device (13) is arranged and charged by the loading means (14) so that
it clamps the spacer (9) with a non-inserted tube (2') and fixes it in this way in
its current position.
2. Winding device according to claim 1, characterised in that the spacer (9) is mounted movably in the main body of the winding frame (1), whereas
the clamping device (13) is secured onto a winding frame opening lever (5) mounted
rotatably in the main body, which lever is coupled to the axially displaceable tube
mount (3) charged by the loading means (14).
3. Winding device according to any one of the preceding claims, characterised in that the spacer and clamping device are arranged and designed so that in this way the
end position of the displaceable tube mount does not intersect with the drive roller.
4. Winding device according to claim 2, characterised in that the spacer (9) is a drop bolt.
5. Winding device according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the clamping device (13) is formed by a locking element.
6. Winding device according to claim 1, characterised in that the loading means (14) is a spring.
7. Winding device according to any one of the preceding claims, characterised in that the drop bolt (9) comprises stop means for axially limiting travel.
8. Winding device according to claim 7, characterised in that the drop bolt (9) is secured by an end cap (11).
9. Winding device according to claim 7, characterised in that the drop bolt (9) is secured by an O-Ring (10).
10. Winding device according to any one of claims 7 to 9, characterised in that the drop bolt (9) comprises one or more radial grooves (12).
1. Dispositif de bobinage pour un poste de travail d'une machine textile produisant des
bobines croisées (2), avec un cadre de bobine (1) destiné à maintenir une bobine croisée
(2) dont le tube (2') est, pendant le bobinage, monté entre des supports de tube (3)
du cadre de bobine (1), avec des moyens pour déplacer en va-et-vient un fil à embobiner
et avec un cylindre d'entraînement (8) qui entraîne la bobine croisée (2) par friction,
sachant qu'un support de tube (3) peut être déplacé axialement, à l'encontre de l'action
d'un moyen de sollicitation, dans une position ouverte afin d'insérer un tube neuf
(2'), et que le cadre de bobine (1) dispose de moyens d'arrêt qui assurent un espacement
entre le support de tube (3) et le cylindre d'entraînement (8),
caractérisé en ce que les moyens d'arrêt sont formés par un écarteur disposé à mobilité limitée dans le
cadre de bobine (1) et s'appuyant dans sa position d'arrêt sur une partie fixe du
poste de travail, et par un dispositif de serrage (13) coopérant avec l'écarteur (9),
sachant que le dispositif de serrage (13) est disposé et sollicité par le moyen de
sollicitation (14) de telle sorte qu'il serre l'écarteur (9) lorsque le tube (2')
n'est pas inséré et l'immobilise ainsi dans sa position momentanée.
2. Dispositif de bobinage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'écarteur (9) est monté à déplacement dans le corps de base du cadre de bobine (1),
tandis que le dispositif de serrage (13) est fixé à un levier (5) d'ouverture de cadre
de bobine monté à rotation dans le corps de base, levier qui est couplé au support
de tube (3) pouvant être déplacé axialement et sollicité par le moyen de sollicitation
(14).
3. Dispositif de bobinage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'écarteur et le dispositif de serrage sont disposés et configurés de telle sorte
que la position finale du support de tube mobile en translation ne croise pas le cylindre
d'entraînement.
4. Dispositif de bobinage selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'écarteur (9) consiste en un boulon tombant.
5. Dispositif de bobinage selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le dispositif de serrage (13) est formé par une tôle de blocage.
6. Dispositif de bobinage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le moyen de sollicitation (14) est un ressort.
7. Dispositif de bobinage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le boulon tombant (9) présente des moyens de butée pour limiter la course axiale.
8. Dispositif de bobinage selon la revendication 7, caractérisé en ce que le boulon tombant (9) est assujetti par un chapeau terminal (11).
9. Dispositif de bobinage selon la revendication 7, caractérisé en ce que le boulon tombant (9) est assujetti par un joint torique (10).
10. Dispositif de bobinage selon l'une des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que le boulon tombant (9) présente une ou plusieurs rainures radiales (12).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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