[0001] Die Erfindung betrifft einen Fenster- oder Türflügel gemäss Oberbegriff von Anspruch
1 sowie ein Profil für einen Fenster- oder Türflügel.
Stand der Technik:
[0002] Ein gattungsgemäßer Fenster- oder Türflügel ist aus dem Dokument
EP2450517A1 bekannt. Gängige Fensterkonzepte sind nur durch Vergrösserung der Bautiefe in ihrer
Wärmedämmung zu verbessern. Gegenwärtig ist die Branche daran, die derzeitige Bautiefe
von 70mm auf 80mm zu erhöhen, und es gibt schon erste marktreife Fenstersysteme mit
90mm Bautiefe.
[0003] Grosse Bautiefen von Fensterprofilen sind in der Bearbeitung (präziser Zuschnitt,
präzises Fügen) äusserst anspruchsvoll. Zudem führen grosse Bautiefen geometrisch
zu Problemen. Weil an Fenstern der Drehpunkt exzentrisch angebracht ist, benötigt
ein Fensterflügel geometrisch eine gewisse Flügelbreite, um sich öffnen zu lassen.
Je grösser die Bautiefe, desto grösser wird der nötige minimale Radius. Im Sanierungsbau
sind die Flügelbreiten vorgegeben, sodass hier gar keine Fenster neuester Generation
eingebaut werden können.
[0004] Konventionelle Fensterflügel aus Metall besitzen einen Flügelrahmen 209 bestehend
aus einer Innenschale 211, einer zwingenden Aussenschale 213 und einer Mehrfachverglasung
215, welche zwischen der Innen- und der Aussenschale angeordnet ist (Fig. 1). Die
Mehrfachverglasung 215 umfasst zwei oder drei Glasscheiben 217,219, welche randseitig
mittels eines Distanzhalters 221 miteinander verbunden sind. Zur Reduzierung der Wärmeleitfähigkeit
kann der Raum 223 zwischen den Glasscheiben eine Edelgasfüllung aufweisen. Auf diese
Weise lassen sich Mehrfachverglasungen mit einem Wärmeleitfähigkeitskoeffizienten
< 0.5 W/m
2 K herstellen, die jedoch relativ teuer sind.
[0005] Das in Figur 1 gezeigte Fenster ist ein Metallfenster, bei welchem die Innen- und
Aussenschale aus einem oder mehreren Aluminiumprofilen 225,227 resp. 229 gebildet
ist. Innenschale und Aussenschale sind durch eine glasfaserverstärkte Kunststoffdichtung
231, meist aus Polyamid, zusammengehalten. Die Polyamiddichtung 231 ist mit den Aluminiumprofilen
225,227 resp. 229 form- und/oder kraftschlüssig verbunden, sodass eine tragende Verbundstruktur
geschaffen ist. Die Mehrfachverglasung 215 ruht dabei auf einem Glasauflager 233,
welches sich auf der Innenschale und der Aussenschale (Profil 229) abstützt. Das Glasauflager
233 kann beispielsweise durch ein örtliches Holzstück gebildet sein.
[0006] Schwachstelle bezüglich Wärmeleitfähigkeit ist auch bei modernen Fenstern immer noch
der Flügelrahmen 209. Hier bestehen meist Kältebrücken, die den Gesamtwärmeleitfähigkeitskoeffizienten
des Fensterflügels merklich erhöhen. Auch ausgeklügelte Dichtungen mit mehreren voneinander
getrennten Kammern, wie in Fig. 1 gezeigt, können Luftkonvektion und damit einen Wärmeaustausch
nicht verhindern. Aus diesem Grund ist der gemessene u-Wert von solchen Fenstern je
nach Einbaulage (horizontal oder vertikal) verschieden. Wird von der idealtypischen
Einbaulage abgewichen, verschlechtert sich der u-Wert um 30 bis 50%.
Aufgabe
[0007] Folglich besteht ein Bedürfnis nach Fenstern, bei denen der Flügelrahmen einen niedrigen
U-Wert aufweist, und der u-Wert sich nicht in Abhängigkeit von der Einbaulage ändert.
Es ist ausserdem ein Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Fensterflügel vorzuschlagen,
bei welchem auch bei kleiner Einbautiefe von ca. 80 mm ein geringer u-Wert erreichbar
ist.
Beschreibung
[0008] Diese und weitere Ziele werden durch den Gegenstand gemäss Anspruch 1 erreicht. Vorteilhafte
Ausgestaltungen des erfindungsgemässen Gegenstands sind in den Unteransprüchen definiert.
[0009] Die Erfindung betrifft einen Fensterflügel mit einem Flügelrahmen, welcher aus einer
Innenschale und einer Aussenschale besteht. Eine Füllung, z.B. eine Mehrfachverglasung
mit zwei, drei oder mehr Glasscheiben, ist zwischen der Innen-und der Aussenschale
angeordnet. Innen- und Aussenschale sind durch eine Isolation, d.h. durch einen Bereich
einer geringen thermischen Leitfähigkeit, thermisch getrennt voneinander, um einen
Wärmeaustausch zwischen Umgebung und Gebäudeinnerem weitgehend zu verhindern. Die
Isolation, meist in der Gestalt eines Kunststoffprofils oder -stegs, verbindet die
Innen- mit der Aussenschale.
[0010] Erfindungsgemäss weist die Innenschale ein Profil, insbesondere ein Hohlprofil, auf,
und die Isolation ist ausgebildet als Kunststoffkörper mit einem λ- Wert < 0.08 W/m
K, vorzugsweise < 0.06 W/m K und besonders bevorzugt < 0.04 W/m K, und die Isolation
ist mittels eines Kunststoffprofils mit dem Hohlprofil verbunden. Diese Ausführungsform
hat den Vorteil, dass eine deutliche Verbesserung des U-Werts im Vergleich zu Fensterflügeln
mit konventionellen glasfaserverstärkten Polyamidstegen erreichbar ist. Durch den
Einsatz eines glasfaserverstärkten Kunststoffprofils, welches mit dem Kunststoffkörper
form- und/oder formschlüssig verbunden ist, können für die Verbindung des Kunststoffprofils
mit dem Profil der Innenschale bekannte und beherrschbare Einrolltechniken eingesetzt
werden. Auch muss das Bauprinzip des eingangs erwähnten konventionellen Fensters nicht
wesentlich geändert werden. Durch den Einsatz eines feinporigen Kunststoffkörpers
als Ersatz der konventionellen Polyamidstege können deutlich niedrigere U-Werte als
mit den konventionellen Polyamidstegen erreicht werden.
[0011] Vorteilhaft ist das Kunststoffprofil mittels Form-und/oder Stoffschluss mit dem Hohlprofil
verbunden. Dies hat den Vorteil, dass bekannte Verbindungstechniken verwendet werden
können, um Kunststoffprofil und Hohlprofil miteinander zu verbinden. So können die
Hersteller von Fenstern weiterhin ihr bestehenden Füge- und Einrollanlagen einsetzen,
um die Kunststoffverbindungsprofile einzurollen.
[0012] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform eist das Kunststoffprofil einen oder mehrere
an einem Basisprofil angeformte Vorsprünge aufDiese können der Verbindung des Kunststoffprofils
mit dem Hohlprofil dienen. Vorteilhaft ist am Basisprofil wenigstens ein in einem
Winkel, vorzugsweise in einem rechten Winkel, abstehender Schenkel vorgesehen. Mittels
des Schenkels kann die Verbindungsfläche zwischen Kunststoffkörper und Kunststoffprofile
vergrössert werden, was zu einer grösseren Stabilität und Tragkraft der Isolation
beiträgt.
[0013] Vorteilhaft sind zwei in einem rechten Winkel abstehende Schenkel vorgesehen. Diese
können für eine Umklammerung eines Endes des Kunststoffkörpers sorgen. Denkbar ist
jedoch auch, dass der oder die Schenkel den Kunststoffkörper nicht umklammern, sondern
in einem im Kunststoffkörper vorgesehenen Schlitz aufgenommen und festgeklebt sind.
Die Schenkel des Kunststoffprofils besitzen mindestens eine Länge von wenigstens 5
mm, vorzugsweise mindestens 10 mm und besonders bevorzugt mindestens 20 mm. Analog
den konventionellen Kunststoffstegen kann das Verbindungskunststoffprofil aus einem
glasfaserverstärkten Polyamid hergestellt sein.
[0014] Vorteilhaft sind der oder die Vorsprünge in einer Nut des Profils vorzugsweise formschlüssig
aufgenommen. Mittels des Vorsprunges kann das Kunststoffprofil in bekannter Art mit
dem Hohlprofil verbunden sein.
[0015] Eine bevorzugte Ausführungsform sieht eine Aussenschale vor, welche durch ein zweites
Hohlprofil gebildet ist. Dabei ist der Kunststoffkörper am zweiten Hohlprofil mittels
eines zweiten Kunststoffprofils befestigt, z.B. festgeklebt oder eingerollt.
[0016] Vorteilhaft ist am Profil der Innenschale ein in Richtung Aussenschale gerichteter
Vorsprung vorgesehen, welcher als Auflager für die Füllung resp. Mehrfachverglasung
dient. Dabei liegt die innere Glasscheibe einer Mehrfachverglasung direkt oder indirekt
(via Glasauflager) vorzugsweise mindestens teilweise auf dem Vorsprung auf. Dabei
kann der Vorsprung durch das mit dem Profil der Innenschale vorzugsweise formschlüssig
verbundene Kunststoffprofil auch verlängert sein. In einem solchen Fall kann das Gewicht
der Füllung über das formstabile, nicht - nachgiebige Kunststoffprofil auf die Innenschale
abgetragen sein.
[0017] Zweckmässigerweise besitzt das Kunststoffprofil mindestens bereichsweise eine Laminierung
aus einem Kunstharz. Die bei konventionellen Metallfenstern vorhandenen, glasfaserverstärkten
Polyamiddichtungen sind erfindungsgemäss sind teilweise durch einen feinporigen Kunststoffkörper
ersetzt. Es ist denkbar, dass durch die Laminierung der feinporige Kunststoffkörper
so weit verstärkt werden kann, dass der erzeugte Verbundwerkstoff die herkömmlichen
Polyamiddichtungen vollumfänglich ersetzen kann.
[0018] Gemäss einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Laminierung mit einer Faserverstärkung
versehen. Die Faserverstärkung kann durch ein Fasergewebe, Matte, Netze, ausgerichtete
Rovingstränge, mehrheitlich unidirektionale oder ungerichtete Faserschichten und Ähnlichem
gebildet sein. Damit kann die Faserverstärkung zielgerichtet auf die zu erwartenden
Hauptbeanspruchungsrichtungen ausgerichtet sein. Vorzugsweise erstrecken sich die
Fasern der Faserverstärkung mehrheitlich quer zur Längserstreckung der Profile. Vorteilhaft
ist die Laminierng stoffschlüssig mit dem Kunststoffkörper verbunden. Dadurch ergibt
sich ein stabiler Verbund zwischen dem Kunststoffkörper und der Faserverstärkung.
[0019] Zweckmässigerweise ist die Laminierung an wenigstens einer Seite des Kunststoffkörpers,
nämlich entweder an jener, welche zur Füllung hin orientiert oder von der Füllung
abgewandt ist, vorgesehen. Durch eine solche, mindestens einseitige Laminierung kann
der Kunststoffkörper weiter verstärkt werden. Es ist jedoch denkbar, die Laminierung
an einander gegenüberliegenden Seiten des Kunststoffkörpers, nämlich an den Längsseiten,
welche der Füllung resp. Mehrfachverglasung zu- und abgewandt sind, vorzusehen. Damit
können die erwähnten Längsseiten die Funktion von Zug- und Druckstegen einnehmen.
Produktionstechnisch kann es jedoch auch sinnvoll sein, den Kunststoffkörper allseitig
oder wenigstens an allen Längsseiten mit einer Laminierung zu versehen.
[0020] Zur Erreichung der erforderlichen Stabilität kann sich die Laminierung mindestens
teilweise auf die Innenschale und vorzugsweise auf die Aussenschale erstrecken. Damit
können die Innenschale und gegebenenfalls auch die Aussenschale kraft- und vorzugsweise
formschlüssig mit dem Kunststoffkörper verbunden sein.
[0021] Vorteilhaft ist der Kunststoff des Kunststoffkörpers ein expandierter Polystyrol-Partikelhartschaumstoff
, ein geschäumter PET Kunststoff oder ein PUR Werkstoff. Diese Kunststoffe weisen
exzellente Isolationseigenschaften auf und können mit der geforderten Festigkeit hergestellt
werden. Zweckmässiger kann der Kunststoff ein spezifisches Gewicht von < 180 Kg/m3,
vorzugsweise < 160 Kg/m3, und besonders bevorzugt < 130 Kg/m3, mindestens jedoch 80
Kg/m3 aufweisen (gemessen nach der zur Zeit sich in Kraft befindenden ISO-Norm 845).
Der λ-Wert des feinporigen Kunststoffs beträgt vorzugsweise weniger als 0.08 W/m*
K, vorzugsweise weniger als 0.06 W/m* K und besonders bevorzugt weniger als 0.04 W/m*
K.
[0022] Vorteilhaft bildet die Innenschale, Isolation und die Aussenschale eine Verbundstruktur.
Dazu kann der Kunststoffkörper an der Innenschale und an der Aussenschale festgeklebt
und/oder eingerollt oder anderweitig verbunden sein. Zweckmässigerweise hat der Kunststoffkörper
eine Stärke von > 15 mm, vorzugsweise > 25 mm und besonders bevorzugt > 35 mm.
[0023] Vorteilhaft umfasst die Innenschale ein Profil, insbesondere ein Metall-, Holz- oder
Kunststoffprofil. Eine Kombination verschiedener Materialien, wie Metall/Holz, Holz/Kunststoff
oder Metall/Kunststoff, ist ebenso denkbar.
[0024] Das für den Kunststoffkörper verwendete Isolationsmaterial soll eine solche Druckfestigkeit
aufweisen, dass diese beim Abstellen des Fensterflügels nicht zusammengedrückt wird.
Entsprechend kann als Isolationsmaterial ein Dämmstoff mit geringer Druckfestigkeit
und dafür umso besserem Isolationswert eingesetzt werden. Die Erfinder haben gefunden,
dass in diesem Fall beispielsweise ein geschäumter feinporiger Kunststoff mit einer
Druckfestigkeit zwischen 0.5 und 5 N/mm
2 und vorzugsweise zwischen 1 und 3 N/mm
2 und besonders bevorzugt zwischen 1.4 und 2.3 N/mm
2 bereits ausreichend ist. Beim erfindungsgemässen Fenster kommen somit keine Polyamidstege
mehr zum Einsatz. Durch die neuartige Konstruktion können überraschenderweise Flügel
mit geringer Bautiefe und einem kleinen U-Wert hergestellt werden. So kann bei einer
Stärke der Füllung resp. der Mehrfachverglasung zwischen 44 und 52 mm eine Bautiefe
eines Fensterflügels von weniger als 90 und vorzugsweise weniger als 85 mm, konkret
zwischen 78 und 82 mm erreicht werden. Damit eignet sich der Fensterflügel auch für
Renovationen.
[0025] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform sind die Auflageelemente, nachfolgend auch
als Glasauflager bezeichnet, durch ein Winkelprofil gebildet. Ein Winkelprofil hat
den Vorteil, dass ein Schenkel direkt an der Innenschale befestigt werden kann, während
der andere als Auflager für die Mehrfachverglasung dient. Die Befestigung des einen
Schenkels an der Innenschale kann dabei mittels Schrauben oder Verklebung oder mittels
einer formschlüssigen Verbindung erfolgen.
[0026] Vorzugsweise ist das Auflageelement aus faserverstärktem Kunststoff hergestellt,
insbesondere aus einem Kunststoff aus der Gruppe der Polyamide, Polycarbonate, Polyether,
Polystyrole, Polyethylen, Polypropylen, wobei Polyamid bevorzugt ist. Dabei kann der
Kunststoff auch einen Anteil an Rezyklat und / oder Blähanteile umfassen. Faserverstärkter
Kunststoff hat eine geringe Wärmeleitfähigkeit und kann mit einer ausreichenden Biegefestigkeit
hergestellt werden, damit ein solches Eckprofil die Last der Mehrfachverglasung aufnehmen
kann. Weil das Winkelprofil mit der Aussenschale vorteilhafterweise nicht in Kontakt
ist, kommt es durch dieses auch nicht zu einem merklichen Wärmeaustausch. Vorteilhaft
ist Biegefestigkeit des Winkelprofils grösser als 2 N/mm2, vorzugsweise grösser als
4 N/mm2 und besonders bevorzugt grösser als 15 N/mm2. Die Schenkel des Eckprofils
haben vorteilhaft eine Länge von weniger als 30 cm und vorzugsweise weniger als 20
cm und besonders bevorzugt weniger als 8 cm. Ein allfälliger Spalt zwischen der Isolation
und der Mehrfachverglasung - bedingt durch die Stärke des Eckprofils - kann mit einem
Dichtungsprofil oder einem Kunststoffschaum ausgefüllt sein.
[0027] Gemäss einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Winkelprofil als Eckprofil
ausgebildet, und wenigstens zwei Eckprofile sind in zwei diagonal gegenüberliegenden
Ecken des Fensterflügels angeordnet. Durch eine solche Anordnung der Eckprofile erreicht
man eine hohe Steifigkeit des Fensterflügels. Zweckmässigerweise ist scharnierseitig
das Eckprofil in der unteren Ecke des Fensterflügels angeordnet. Dadurch lässt sich
die Hauptlast direkt in die Scharniere ableiten. In einer vorteilhaften Ausführungsform
sind in allen vier Ecken lastabtragende Eckprofile vorgesehen.
[0028] Vorzugsweise ist am Profil eine Auflage für das Eckprofil vorgesehen. Dadurch wird
die Last der Mehrfachverglasung direkt in die Innenschale eingeleitet Vorteilhaft
ist an der Vorderseite des Profils eine zweite Nut vorgesehen, in welcher der zweite
Schenkel des Winkelprofils aufgenommen ist. Beim Zusammenbau des Fensterflügels kann
das Eckprofil somit in das Profil der Innenschale eingeschoben werden.
[0029] Bei einem Metallflügelfenster ist vorzugsweise benachbart zum ersten Eckprofil ein
Eckverbinder im Profil (Hohlkammer) der Innenschale angeordnet. Daran kann ein Scharnier
befestigt sein, um das Gewicht des Fensterflügels direkt in den Fensterrahmen abzuleiten.
[0030] Gegenstand der Erfindung ist auch ein Fenstersystem umfassend einen erfindungsgemässen
Fensterflügel und einen Fensterrahmen mit einem Innen- und einen Aussenprofil. Die
Innen- und Aussenprofile sind analog dem Fensterflügel mittels eines feinporigen Kunststoffkörpers
miteinander verbunden. Zur Verstärkung ist der feinporige Kunststoffkörper an den
inneren und äusseren Enden in separaten Kunststoffprofilen aufgenommen, welche ihrerseits
formschlüssig mit den Innen- und Aussprofilen verbunden sind. Da der Aufbau des Fensterrahmens
in den wesentlichen Punkten demjenigen des Fensterflügels entspricht, kann diesbezüglich
auf die Beschreibung des Fensterflügels verwiesen werden.
[0031] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
beschrieben. Es zeigt:
- Figur 1:
- Im Schnitt ein herkömmliches Metallfenster bestehend aus einer Innen- und einer Aussenschale,
welche durch ein Polyamidsteg miteinander verbunden sind;
- Figur 2:
- die untere Ecke eines Fensterflügels mit einem ersten Eckprofil als Glasauflager und
einer geschäumten Kunststoffverbindung zwischen der Innen- und der Aussenschale im
Schnitt und in perspektivischer Ansicht;
- Figur 3:
- Der Fensterflügel von Fig. 2 mit einem im Profil der Innenschale angeordneten Eckverbinder;
- Figur 4:
- der Fensterflügel von Fig. 2 von hinten und in perspektivischer Ansicht;
- Figur 5:
- das Eckprofil in Seitenansicht (a), in Stirnansicht (b) und in perspektivischer Ansicht
(c);
- Figur 6:
- der Eckverbinder in Seitenansicht (a), in Stirnansicht (b) und in perspektivischer
Ansicht (c);
- Fig. 7:
- ein Fensterflügel in Metallausführung mit Maueranschluss;
- Fig. 8:
- ein Holz-Metallfenster.
- Fig. 9:
- ein Doppelflügel im Grundriss;
- Fig. 10:
- eine Festverglasung kombiniert mit einem erfindungsgemässen Fensterflügel;
- Fig. 11
- ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Fensters mit einem feinporigen, die
Innen-und die Aussenschale des Fensters verbindenden Kunststoffkörper, welcher mittels
eines Kunststoffprofils mit der Innen-und Aussenschale formschlüssig verbunden ist;
- Fig. 12
- ein zweites Ausführungsbeispiel des Fensters, welches neben dem Kunststoffkörper noch
ein zweites Isolationsmaterial im Fensterflügel respektive Fensterrahmen integriert
hat;
- Fig. 13
- In vergrössertem Massstab das im Flügelrahmen von Figur 12 verwendete Kunststoffprofil
in Seitenansicht;
- Fig. 14
- Einen Längsschnitt durch einen Kunststoffkörper und ein Kunststoffprofil;
- Fig. 15
- Eine weitere Ausführungsform des Kunststoffprofils mit Einpressungen;
- Fig. 16
- Ein drittes Ausführungsbeispiel des Kunststoffprofils mit nach innen ragenden Materialteilen.
[0032] Der in den Figuren 2 bis 4 gezeigte Rahmen 9 eines Fensterflügels besitzt eine Innenschale
11 und eine optionale Aussenschale 13, welche thermisch isoliert miteinander verbunden
sind. Innen- und Aussenschale 11, 13 sind durch Metallprofile 15,17, insbesondere
Aluprofile, gebildet. Die Metallprofile 15,17 sind mittels einer thermischen Isolation
miteinander verbunden. Die thermische Isolation ist durch einen Dämmstoff, insbesondere
einem geschäumten, feinporigen Kunststoffkörper 19, gebildet, welcher in Nuten 21,23
der Profile aufgenommen und unlösbar verbunden ist. Vorzugsweise ist der Kunststoffkörper
in die Aluprofile eingerollt, d.h. durch Hinterschneidungen in den Nuten 21,23 festgehalten
und gegebenenfalls verklebt (s.unten Beschreibung zu den Figuren 7 bis 10).
[0033] Gemäss einer ersten Ausführungsform der Erfindung ist das Gewicht einer Mehrfachverglasung
oder einer anderen Füllung ausschliesslich auf die Innenschale und gegebenenfalls
auf die Rahmenecke der Innenschale abgetragen. Zu diesem Zweck ist gemäss einem Ausführungsbeispiel
ein erstes Eckprofil 25 vorgesehen, welches an der Innenschale befestigt ist und/oder
sich an dieser abstützt. Gemäss der gezeigten bevorzugten Ausführungsform ist das
Eckprofil 25 mit den zwei in einem rechten Winkel zueinander angeordneten Schenkeln
24,26 aus einem Winkelprofil 27 hergestellt. Das Winkelprofil 27 hat im Querschnitt
einen ersten Schenkel 29, welcher als Auflager oder Anschlag für die Mehrfachverglasung
(in den Fig. 2 bis 4 nicht gezeigt) dient, und einen zweiten Schenkel 31, welcher
formschlüssig vorzugsweise in einer Nut 33 des Profils 15 aufgenommen ist. Ein Vorsprung
35, welcher im Abstand zum freien Schenkel 37 der Nut 33 vorgesehen ist, dient dabei
als Auflager für den Winkelprofilschenkel 29. Von Bedeutung ist, dass der Vorsprung
aus der Schenkelebene um ein bestimmtes Mass, vorzugsweise um wenigstens 5 mm und
besonders bevorzugt um wenigstens 10 mm herausragt, damit das Hauptgewicht der Füllung
auf den Steg abgetragen werden kann. Der Abstand zwischen der Stirnseite 39 der Nut
33 und dem Vorsprung 35 entspricht vorzugsweise der Stärke des Schenkels 29. Ein kürzerer
Schenkel 37 ist jedoch denkbar, solange sichergestellt ist, dass das Gewicht der Mehrfachverglasung
im Wesentlichen vollständig an die Innenschale 11 abgeleitet wird. Vorteilhaft hat
die Nut eine Tiefe von wenigstens 10 mm und vorzugsweise wenigstens 15 mm. Dadurch,
dass das Eckprofil 25 sich um die Ecke des Fensterflügelrahmens erstreckt, ergibt
sich eine besonders steife Konstruktion.
[0034] Aus Stabilitätsgründen ist benachbart zum Eckprofil 25 ein Eckverbinder 41 vorgesehen,
welcher in einer Hohlkammer 43 des Profils 15 aufgenommen ist (Fig. 3). Der Eckverbinder
41 ist vorzugsweise ein stabiles Vierkantprofil mit starken Wandungen, sodass ein
Scharnier 45 mittels entsprechenden Schrauben, Nieten oder dergleichen (in den Figuren
nicht gezeigt) daran befestigbar ist (s. Fig. 4).
[0035] Unterhalb der Hohlkammer 43 ist eine Beschlagsnut 44 vorgesehen, welche der Aufnahme
von konventionellen Beschlägen dient. An die gebäudeinnenseitige Wand des Profils
15 schliesst ein Steg 46 an, an dessen freiem Ende eine Dichtungsnut 48 für die Aufnahme
einer Kunststoffdichtung vorgesehen ist.
[0036] In den Figuren 5 und 6 sind das Eckprofil und der Eckverbinder näher im Detail gezeigt.
Beim Eckprofil 25 ist von Bedeutung, dass dieses einen möglichst kleinen Wärmeleitfähigkeitskoeffizienten
aufweist. Es ist deshalb vorzugsweise aus einem faserverstärkten Kunststoff hergestellt.
Als Verstärkungen kommen Glas-, Kohle-, Natur-, Aramidfasern und Fasern mit ähnlichen
Eigenschaften in Frage. Die Steifigkeit des Eckprofils kann durch entsprechende Orientierung
der Fasern in Längsrichtung der Schenkel 29,31 und durch den Einsatz von Rovings erhöht
werden. Vorzugsweise wird die Länge des Schenkels 29 so gewählt, dass kein Kontakt
zwischen dem Eckprofil 25 und der Aussenschale 13 besteht. Auch kann zwischen dem
Eckprofil und der Isolation 19 ein kleiner Luftspalt von 0.5 bis 5 mm, vorzugsweise
1 bis 2 mm vorhanden sein. Bevorzugt ist jedoch kein Spalt zwischen der Isolation
und den Seitenflächen der Mehrfachverglasung oder Füllung vorhanden.
[0037] Ein Eckprofil 25 ist vorzugsweise mindestens in zwei Ecken eines Fensterflügels vorzusehen.
Es kann beispielsweise in den beiden unteren Ecken eines Fensterflügels oder in zwei
einander diagonal gegenüberliegenden Ecken des Fensterflügels vorgesehen sein. Bei
der zweiten Variante ist ein Eckprofil scharnierseitig vorzugsweise in der unteren
Ecke anzuordnen.
[0038] Die Ausführungsform gemäss Fig. 7 zeigt ein Metallfenster im Schnitt. Die Mehrfachverglasung
besteht aus einer Dreifachverglasung mit einer inneren Glasscheibe 45, einer mittleren
Glasscheibe 47 und einer äusseren Glasscheibe 49, welche Scheiben durch Distanzblöcke
51 voneinander beabstandet sind. Um Grössentoleranzen der Mehrfachverglasung in Länge,
Breite und Einbaustärke auszugleichen, können Ausgleichselemente 53, wie Ausgleichshölzchen,
vorgesehen sein. Es ist ersichtlich, dass die Mehrfachverglasung - getrennt nur durch
einen schmalen Dichtstreifen - am Profil 15 anliegt. Der Abstand zwischen Mehrfachverglasung
und dem freien Schenkel 37 beträgt vorzugsweise weniger als 8 mm und besonders bevorzugt
weniger als 5 mm. Dabei soll der Schenkel 29 jeweils um mehr als den Abstand der inneren
Glasscheibe 45 vom freien Schenkel 37 aus der Ebene des freien Schenkels herausragen.
Dadurch kann der grösste Teil des Gewichts der Füllung resp. der Mehrfachverglasung
auf den Schenkel 29 abgetragen werden.
[0039] Im Aussenprofil 17 ist in einer Nut 55 ein als Wetterschutzprofil dienendes Profil
57 eingesteckt. Am oberen Ende des Profils ist eine Dichtung 59 vorgesehen, welche
die Aussenschale und die äussere Glasscheibe 49 gegeneinander abdichtet.
[0040] Ein als Maueranschlussteil dienender Fensterrahmen 61, welcher ebenfalls einen Kern
63 aus geschäumtem Kunststoff besitzt, dient als Anschlag für den Fensterflügel. Der
Kunststoffkern 63 ist fest mit einem Aussenprofil 65 und einem Innenprofil 67 verbunden.
Ein innenseitig am Aussenprofil 65 angeordnetes Dichtungsprofil 69 dient der Abdichtung
eines zwischen dem Kunststoffkörper 19 und dem Kunststoffkern 63 vorhandenen Spaltes
64. Das Maueranschlussteil 61 ist in der Laibung einer Fensteröffnung (in der Figur
nicht gezeigt) angeschlagen und befestigt.
[0041] Das Ausführungsbeispiel gemäss Figur 8 unterscheidet sich vom Fenster gemäss Figur
7 dadurch, dass der Fensterrahmen 61 und die Innenschale raumseitig teilweise aus
Holz gefertigt ist. Die Innenschale 17 besteht aus einem Holzprofil 70, in welchem
in einem Falz 71 ein Metallprofil 72 aufgenommen ist. Das Metallprofil 72 ist mit
dem Kunststoffkörper 19 und der Aussenschale 13 fest verbunden. Das Metallprofil 72
hat wie das Profil 15 eine Nut 33, welche der Aufnahme des Winkelprofilschenkels 31
dient. Im Zusammenwirken von Nut 33 und Vorsprung 35 resultiert für das eingesetzte
Eckprofil 25 ein Formschluss mit geringem Spiel.
[0042] Die Ausführungsvariante gemäss Fig. 10 ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Fensterflügel
mit einer Festverglasung kombiniert ist. Im Übrigen ist der Aufbau gleich wie beim
Fensterflügel von Fig. 7.
[0043] In der Figur 9 ist ein Doppelfensterflügel gezeigt, dessen Fensterflügel sich in
gleichen oder entgegengesetzten Drehrichtungen öffnen lassen. Am Fensterflügel, welcher
in der Darstellung unten ist, ist eine Mittelstulpe 73 angeordnet, an welchem der
obere Flügel anschlägt. Im Übrigen entspricht diese Ausführung den bereits beschriebenen,
sodass nicht näher darauf eingegangen werden muss.
[0044] Gemäss einer Ausführungsform der Erfindung (Figur 11) ist als Isolation ein Kunststoffkörper
19 vorgesehen, umfassend einen feinporigen, formstabilen und im Wesentlichen druckfesten
Dämmstoff aus einem Material wie oben beschrieben, welcher Kunststoffkörper 19 mittels
zweier Kunststoffprofile 78,82 mit der Innen-und Aussenschale 11,13 verbunden ist.
Die Kunststoffprofile 78,82 sind im Querschnitt U-förmig und weisen an einem flachen
Basisprofil angeformt zwei Schenkel 80,84 auf. Die Schenkel 80,84 der Kunststoffprofile
78,82 sind vorzugsweise mittels einer Klebeverbindung stoffschlüssig mit dem Kunststoffkörper
verbunden.
[0045] Optional kann der Kunststoffkörper eine Laminierung 74 aus einem Kunstharz und einer
Faserverstärkung (in Figur 11 nicht ersichtlich) aufweisen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
ist die Laminierung 74 nur an der der Füllung 76 (hier: Mehrfachverglasung) zugewandten
Längsseite 75 und/oder der der Füllung 76 abgewandten Seite 77 vorgesehen. Denkbar
ist jedoch, dass die Laminierung 74 wenigstens an allen Längsseiten des Kunststoffkörpers
19 vorgesehen ist. Vorteilhaft, jedoch nicht zwingend, erstreckt sich die Laminierung
bis in die Nuten 21 des Metallprofils 15 und vorzugsweise in die Nuten 23 des Metallprofils
17 hinein, wo durch Hinterschneidungen 79 resp. 81, die durch Einrollen gebildet werden
können, ein Formschluss realisiert ist.
[0046] Damit der Kunststoffkörper 19 die nötige Tragkraft und auch in Längsrichtung einer
grossen Querzugskraft widerstehen kann, ist der Kunststoffkörper von den Kunststoffprofilen
78,82 bereichsweise umfasst. Die Kunststoffprofile sind dazu U-förmig ausgebildet
und weisen seitliche Schenkel 80,84 auf. Die Schenkel 80,84 umfassen die Enden des
Kunststoffkörpers 19 mindestens teilweise. An den Kunststoffprofilen 78,82 sind Köpfe
oder Vorsprünge 87,89 angeformt, welche in den Nuten 21,23 mit den Hinterschneidungen
79,81 formschlüssig aufgenommen sind.
[0047] Wie der erfindungsgemässe Fensterflügel besitzt auch der Fensterrahmen 61 einen vorzugsweise
laminierten Kunststoffkörper 93. Der Kunststoffkörper 93 kann aus demselben Material
wie der Kunststoffkörper 19 bestehen. Der Kunststoffkörper 93 ist an den Enden von
jeweils zwei im Schnitt U-förmigen Kunststoffprofilen 100,102 mindestens teilweise
umfasst. Die Kunststoffprofile 100,102 haben angeformte Vorsprünge 103,105, welche
in entsprechende Nuten 95,99 der Profile 65,67 eingerollt sind. Das Profil 65 besitzt
zu diesem Zweck Nuten 95, dessen Seitenwände Hinterschneidungen 97 bilden. Ebenso
weist das Profil 67 Nuten 99 auf, dessen Seitenwände Hinterschneidungen 101 bilden.
Entsprechend sind die Vorsprünge 103, 105 des Kunststoffkörpers 93 formschlüssig in
den Nuten 95,99 gehalten.
[0048] Denkbar ist, nur eine oder mehr als zwei Nuten 95,99 in den Profilen 65,67 vorzusehen.
Um eine feste Verbindung auch bezüglich von in Längsrichtung der Profile wirkender
Kräfte zu erreichen, sind die Seitenwände 107,109 mindestens bereichsweise und vorzugsweise
im Wesentlichen ganzflächig mit den Innenflächen der Profile 65,67 verklebt.
[0049] Zur Erreichung eines möglichst tiefen U-Werts ist vorzugsweise der ganze oder zumindest
der grösste Teil des Falzraumvolumens zwischen dem Fensterflügel und dem Fensterrahmen
durch einen Dichtungskörper 111 ausgefüllt. Eine Besonderheit dieser Fensterkonstruktion
ist, dass über wenigstens die Hälfte und vorzugsweise über wenigstens 2/3 der Dicke
des Kunststoffkörpers 19 der Dichtungskörper 111 am Kunststoffkörper 19 resp. Kunststoffkern
93 anliegt oder nur einen minimalen Spalt von weniger als 3 mm und vorzugsweise weniger
als 1 mm freigibt. Durch diese neuartige Abdichtung, welche einen unabhängigen Aspekt
der Erfindung darstellt, kann ein Wärmeaustausch im Zwischenraum zwischen dem Flügelrahmen
und dem Fensterrahmen weitgehend unterbunden werden.
[0050] Der Dichtungskörper 111 kann ein ko-extrudiertes Dichtungsprofil sein mit einem ersten
Abschnitt 113 aus einem ersten Kunststoff und einem zweiten Abschnitt 115 aus einem
zweiten Kunststoff. Der zweite Kunststoff ist dabei vorzugsweise ein Elastomer, z.B.
auf Olefin- oder Urethanbasis, oder ein thermoplastisches Polyamid. Der zweite Abschnitt
115 des Dichtungskörpers weist vorteilhafterweise mehrere hintereinander angeordnete
Kammern 117 auf, welche in ihrem Bereich den Zwischenraum zwischen dem Flügelrahmen
und dem Fensterrahmen ausfüllen.
[0051] Der Dichtungskörper 111 ist einerseits in einer im Profil 67 vorgesehenen Dichtungsnut
119 und andererseits in einer Nut 121 formschlüssig aufgenommen.
[0052] Das Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 12 unterscheidet sich von demjenigen von Fig.
11 im Wesentlichen dadurch, dass die Kunststoffkörper 19,93 eine andere geometrische
Gestalt aufweisen. Hier ist insbesondere gezeigt, dass zwischen der Innen-und der
Aussenschale 11,13 neben dem Kunststoffkörper 19 noch ein anderes Isolationsmaterial,
welches einen noch tieferen Lambda-Wert als das Material des Kunststoffkörpers 19
hat, vorgesehen sein kann. Gemäss dem gezeigten Ausführungsbeispiel besitzt der im
Fensterflügel integrierte Kunststoffkörper 19 einen in Längsrichtung verlaufenden
Kanal oder eine Ausnehmung122, in welcher ein zweites Isolationsmaterial 127 aufgenommen
ist. Dieses kann ebenfalls ein geschäumter Kunststoff oder beispielsweise ein Aerogel
sein. Auch kann die Füllung 76 in Gestalt einer Mehrfachverglasung auf einem Glasauflager
123, welches aus dem zweiten oder einem anderen Isolationsmaterial hergestellt ist,
abgestützt sein. Dazwischen kann ein sog. Falzraumfüller, z.B. ein Moosgummi, angeordnet
sein, um eine Konvektion der Luft möglichst zu verhindern.
[0053] Die Innen-und Aussenprofile 65,67 des Fensterrahmens gemäss Figur 12 sind durch zwei
Kunststoffkörper 93 zusammengehalten. Die seitlichen Ränder der Kunststoffkörper 93
sind jeweils in Kunststoffprofilen 125 aufgenommen, welche mit den Schenkeln 129 die
Kunststoffkörper 93 teilweise umgreifen. Die Schenkel 129 besitzen vorzugsweise am
Ende einen nach innen orientierten Wulst 130, welcher in eine Längsnut im Kunststoffkörper
eingreifen kann oder einfach in den Kunststoffkörper 93 eingepresst sein kann. Dadurch
ist ein Formschluss realisiert, welcher ein Abziehen des Kunststoffprofils 125 vom
Kunststoffkörper 93 verhindert oder einem solchen zumindest entgegenwirkt. Zwischen
den beiden Kunststoffkörpern 93 ist ein Isolationsmaterial, nachfolgend als Isolationskörper
131 bezeichnet, vorgesehen, welcher einen tieferen Lambda - Wert als die Kunststoffkörper
93 aufweist. Weil die Kunststoffkörper 93 eine ausreichende Stabilität und Festigkeit
aufweisen, kann der Isolationskörper 131 hinsichtlich Isolationseigenschaften optimiert
sein, sodass der Wärmedurchgang weiter verringert werden kann, denn im Allgemeinen
ist eine höhere Festigkeit des Isolationsmaterials mit schlechteren Isolationseigenschaften
verbunden.
[0054] Die Kunststoffprofile 125 besitzen jeweils einen angeformten Kopf oder Vorsprung
133, welcher in eine Nut 135 der Innen-und Aussenprofile 65,67 eingerollt ist. Der
Vorsprung 133 ist als Konus ausgebildet, sodass dieser, wenn er einmal in das Aluminiumprofil
eingerollt ist, mittels Formschluss gehalten ist.
[0055] In Figur 13 ist das Kunststoffprofil 125, dessen wesentliche Merkmale identisch mit
den Merkmalen des Kunststoffprofils 78 sind, beispielhaft in vergrösserten Massstab
gezeigt. Die nachfolgende Beschreibung liest sich folglich auch auf das Kunststoffprofil
78 und den Kunststoffkörper 19. Um ein Ausreissen des Kunststoffkörpers 93 zu verhindern,
ist am Ende der Schenkel 129 eine sägezahnartige Erhebung 137 vorgesehen. Diese sägezahnartige
Erhebung 137 kann sich in die Oberfläche des Kunststoffkörpers 93 eingegraben und
so einem Ausreissen des Kunststoffkörper 93 aus der Umklammerung der Schenkel 129
entgegenwirken.
[0056] Figur 14 zeigt, dass die Innenflächen der Schenkel 129 eine Riffelung 139 aufweisen
können. Die Riffelung 139 hat den Zweck, einerseits zwischen den Schenkeln 129 und
dem Kunststoffkörper 93 einen Formschluss zu erreichen, und andererseits eine vergrösserte
Oberfläche für eine Klebeverbindung zwischen den Schenkeln 129 und dem Kunststoffkörper
93 zu sorgen.
[0057] Die Ausführungsbeispiele der Kunststoffprofile 125 gemäss den Figuren 15 und 16 zeigen
weitere Varianten, wie ein Formschluss zwischen Kunststoffprofil 125 und Kunststoffkörper
93 erreicht werden kann. Gemäss Figur 15 sind Einschnitte 41 in den Schenkeln 129
vorgesehen. Die eingeschnittenen Teile 143 sind sodann in den Kunststoffkörper 93
derart eingepresst, dass ein Formschluss realisiert ist.
[0058] Das Ausführungsbeispiel gemäss Figur 16 unterscheidet sich sodann von jenem von Figur
15 dadurch, dass lediglich Einschnitte in die Schenkel 129 vorgenommen werden, sodass
aus der Ebene der Schenkel herausschwenkbare Materialteile 145 gebildet sind, welche
jedoch weiterhin mit dem Schenkel verbunden bleiben. Gezeigt sind in der Figur 16
U-förmige Einschnitte 147 in den Schenkeln 129, die so ausgeführt sind, dass die Materialteile
145, wenn sie in den Kunststoffkörper 93 gepresst sind, einem Herausziehen des Kunststoffkörpers
93 aus der Umklammerung des Kunststoffprofils 125 verhindern oder zumindest entgegenwirken.
[0059] Als Isolation werden vorzugsweise Kunststoffe eingesetzt, deren Eigenschaften wenigstens
in einem der unten stehenden physikalischen Parameter den angegebenen Werten entsprechen.
Dabei ist in der fünften und sechsten Spalte der bevorzugte resp. bevorzugteste Bereich
der Parameter angegeben.
| Parameter |
Norm |
Dimension |
|
|
|
| Dichte |
ISO 845 |
Kg/m3 |
>80 |
>100 |
>145 |
| Druckfestigkeit |
ISO 844 |
N/mm2 |
>1.0 |
>1.4 |
>2 |
| Druckmodul senkrecht |
DIN 53421 |
N/mm2 |
> 70 |
>80 |
> 100 |
| Zugfestigkeit senkrech |
ASTM C297 |
N/mm2 |
>1.8 |
>2.1 |
>2.5 |
| Zugmodul senkrecht |
ASTM C297 |
N/mm2 |
> 90 |
>110 |
>150 |
| Schubfestigkeit |
ISO 1922 |
N/mm2 |
>0.7 |
> 0.9 |
>1.1 |
| Schubbruchdehnung |
ISO 1922 |
% |
< 12 |
< 10 |
< 9 |
| Wärmeleitfähigkeit |
ISO 8301 |
W/m K |
< 0.05 |
<0.044 |
>0.038 |
[0060] Bei einem bevorzugt eingesetzten Dämmstoff liegen die idealen Werte in den nachfolgend
genannten Bereichen:
| Parameter |
Norm |
Dimension |
Bereich |
| Dichte |
ISO 845 |
Kg/m3 |
100 bis 210, vorzugsweise bis 160 |
| Druckfestigkeit |
ISO 844 |
N/mm2 |
1.4 bis 2.3 |
| Druckmodul senkrecht |
DIN 53421 |
N/mm2 |
80 bis 120 |
| Zugfestigkeit senkrecht |
ASTM C297 |
N/mm2 |
2.0 bis 2.8 |
| Zugmodul senkrecht |
ASTM C297 |
N/mm2 |
100 bis 180 |
| Schubfestigkeit |
ISO 1922 |
N/mm2 |
0.75 bis 1.3 |
| Schubbruchdehnung |
ISO 1922 |
% |
7 bis 11 |
| Wärmeleitfähigkeit |
ISO 8301 |
W/m K |
0.032 bis 0.041 |
Legende
[0061]
- 9
- Rahmen
- 11
- Innenschale
- 13
- Aussenschale
- 15
- Metallprofil der Innenschale
- 17
- Metallprofil der Aussenschale
- 19
- Kunststoffkörper, Isolation
- 21
- Nute des Metallprofils 15
- 23
- Nute des Metallprofils 17
- 24,26
- Schenkel des Eckprofils
- 25
- Eckprofil
- 27
- Winkelprofil
- 29
- erster Schenkel des Eckprofils
- 31
- zweiter Schenkel des Eckprofils
- 33
- Nut
- 35
- Vorsprung
- 37
- freier Schenkel
- 39
- Stirnseite der Wand 37
- 41
- Eckverbinder
- 43
- Hohlkammer
- 44
- Beschlagsnut
- 45
- innere Glasscheibe
- 46
- Steg
- 47
- mittlere Glasscheibe
- 48
- Dichtungsnut
- 49
- äussere Glasscheibe
- 51
- Distanzblöcke
- 53
- Ausgleichselemente
- 55
- Nut
- 57
- Profil
- 59
- Dichtung
- 61
- Fensterrahmen
- 63
- Kunststoffkern
- 64
- Spalt
- 65
- Innenprofil des Fensterrahmens
- 67
- Aussenprofil des Fensterrahmens
- 69
- Dichtungsprofil
- 70
- Holzprofil
- 71
- Falz
- 72
- Metallprofil
- 73
- Mittelstulpe
- 74
- Laminierung
- 75
- der Füllung zugewandte Längsseite des Kunststoffkörpers
- 76
- Füllung, z.B. Mehrfachverglasung
- 77
- der Füllung abgewandte Längsseite des Kunststoffkörpers
- 78
- Erstes Kunststoffprofil
- 79
- Hinterschneidungen der Nut 21
- 80
- Schenkel des Kunststoffprofils 78
- 81
- Hinterschneidungen der Nut 23
- 82
- zweites Kunststoffprofil
- 84
- Schenkel des Kunststoffprofils 82
- 85,86
- Basis des Kunststoffprofile 78,82
- 87
- erster Vorsprung
- 93
- Kunststoffkörper mit Laminierung
- 95
- Nut des Profils 67
- 97
- Hinterschneidung
- 99
- Nut des Profils 69
- 100
- Kunststoffprofil des Fensterrahmen - Innenprofils
- 101
- Hinterschneidung
- 102
- Kunststoffprofil des Fensterrahmen - Aussenprofils
- 103,105
- Vorsprünge
- 107,109
- Seitenwände des Kunststoffköpers 93
- 111
- Dichtungskörper im Falz zwischen Fensterflügel und Fensterrahmen
- 113
- erster Abschnitt des Dichtungskörpers
- 115
- zweiter Abschnitt des Dichtungskörpers
- 117
- Kammern des Dichtungskörpers
- 119
- Dichtungsnut
- 121
- Nut
- 122
- Ausnehmung
- 123
- Glasauflager
- 125
- Kunststoffprofile im Fensterrahmen
- 127
- zweites Isolationsmaterial
- 129
- Schenkel der Kunststoffprofile
- 130
- Wulst
- 131
- Isolationskörper
- 133
- Kopf
- 137
- sägezahnartige Erhebung
- 139
- Riffelung
- 141
- Einschnitte
- 143
- ausgestanzten Teile
- 145
- Materialteile
- 209
- Flügelrahmen
- 211
- Aussenschale
- 213
- Innenschale
- 215
- Mehrfachverglasung
- 217
- innere Glasscheibe
- 219
- äussere Glasscheibe
- 221
- Distanzhalter
- 223
- Raum
- 225,227
- Aluminiumprofile der Innenschale
- 229
- Aluminiumprofil der Innenschale
- 231
- Polyamiddichtung
1. 1. Fenster- oder Türflügel aus Metall und/oder Kunststoff und/oder aus Holz oder Kombinationen
der Werkstoffe mit - einem Flügelrahmen mit einer Innenschale (11) und einer Aussenschale
5 (13), - einer Füllung (76), beispielsweise einer Mehrfachverglasung oder einem Paneel,
welche zwischen der Innenschale (11) und der Aussenschale (13) angeordnet ist, - einer
Isolation, welche an den Seitenflächen der Füllung zwischen der 10 Innenschale (11)
und der Aussenschale (13) vorgesehen ist, wobei die Innenschale (11) ein Profil (15),
insbesondere Hohlprofil, aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolation als geschäumter, feinporiger Kunststoffkörper (19) ausgebildet ist
mit einem λ- Wert < 0.08 W/m K, vorzugsweise < 0.06 W/m K und besonders bevorzugt
< 0.04 W/m K und - dass die Isolation (19) mittels eines ersten Kunststoffprofils
(78) mit dem Hohlprofil (15) der Innenschale verbunden ist.
2. 2. Fenster- oder Türflügel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunststoffprofil (78) mittels Form-und/oder Stoffschluss mit dem Hohlprofil (15)
verbunden ist.
3. 3. Fenster- oder Türflügel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass 25 das Kunststoffprofil (78) einen oder mehrere an einem Basisprofil angeformte Vorsprünge
(87) aufweist.
4. 4. Fenster- oder Türflügel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass am Basisprofil wenigstens ein in einem Winkel, 30 vorzugsweise in einem rechten Winkel
abstehender Schenkel (80) vorgesehen ist.
5. 5. Fenster- oder Türflügel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwei in einem rechten Winkel abstehende Schenkel (80) vorgesehen sind.
6. Fenster- oder Türflügel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Vorsprünge (87) in einer Nut (21) des Profils (15) vorzugsweise formschlüssig
aufgenommen sind.
7. Fenster- oder Türflügel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunststoffprofil (78) aus vorzugsweise glasfaserverstärktem Polyamid hergestellt
ist.
8. Flügel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Aussenschale (13) vorgesehen ist, welche durch ein zweites Hohlprofil (17) gebildet
ist, und der Kunststoffkörper (19) am zweiten Hohlprofil (17) mittels eines zweiten
Kunststoffprofils (..) befestigt ist, z.B. festgeklebt oder eingerollt ist.
9. Fenster- oder Türflügel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoffkörper (19) mindestens bereichsweise mit einer Laminierung (74), vorzugsweise
mit einer Faserverstärkung, aus einem Kunstharz versehen ist.
10. Flügel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Laminierung (74) eine Faserverstärkung aufweist, welche durch ein Fasergewebe,
ausgerichtete Rovingstränge oder dergleichen gebildet ist, welche stoffschlüssig mit
dem Kunststoffkörper verbunden ist.
11. Flügel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoffkörper (19) ein expandierter Polystyrol-Partikelhartschaumstoff oder
ein geschäumter PET oder PUR Kunststoff ist.
12. Flügel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der der Kunststoff des Kunststoffkörpers (19) ein spezifisches Gewicht von < 180
Kg/m3, vorzugsweise < 160 Kg/m3, und besonders bevorzugt < 130 Kg/m3 aufweist.
13. Flügel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoffkörper (19) im Wesentlichen die Stärke der Mehrfachverglasung, z. B.
eine Stärke von > 15 mm, vorzugsweise > 25 mm und besonders bevorzugt > 35 mm hat.
14. Flügel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenschale (11) aus einem Profil (15), insbesondere aus einem Metall-, Holz-,
Kunststoff-, metall- oder faserverstärktem Kunststoffprofil, hergestellt ist.
15. Flügel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Profil der Innenschale ein in Richtung Aussenschale gerichteter Vorsprung (35)
vorgesehen ist, welcher als Auflager für die Füllung (76) dient.
1. Window or door wing made of metal and/or plastics and/or of wood or combinations of
these materials with a wing frame with an inner shell (11) and an outer shell (13),
a filling (76), for example a multiple glazing or a panel, that is placed between
the inner shell (11) and the outer shell (13), an insulation that is provided on the
side faces of the filling between the inner shell (11) and the outer shell (13), wherein
the inner shell (11) has a profile (15), in particular a hollow profile, characterized in that the insulation is configured as a foamed fine pored plastics body (19) with a λ-value
<0.08 W/m K, preferably <0.06 W/mK and particularly preferably <0.04 W/m K and that
the insulation (19) is connected with the hollow profile (15) of the inner shell by
means of a first plastics profile (78).
2. Window or door wing according to claim 1, characterized in that the plastics profile (78) is connected with the hollow profile (15) by positive locking
and/or material connection.
3. Window or door wing according to claim 1, characterized in that the plastics profile (78) has one or several projections (87) molded on a base profile.
4. Window or door wing according to one of the claims 1 to 3, characterized in that at least one leg (80) projecting in an angle, preferably in a right angle, is provided
on the base profile.
5. Window or door wing according to one of the claims 1 to 3, characterized in that two legs (80) projecting in a right angle are provided.
6. Window or door wing according to one of the preceding claims, characterized in that the projection(s) is/are received in a groove (21) of the profile, preferably are
positively locked therein.
7. Window or door wing according to one of the preceding claims, characterized in that the plastics profile (78) is made of preferably glass fiber reinforced polyamide.
8. Window or door wing according to one of the preceding claims, characterized in that an outer shell (13) is provided that is formed by a second hollow profile (17) and
the plastics body (19) is fixed to the second hollow profile (17) by means of a second
plastics profile (..), for example is firmly bonded or rolled.
9. Window or door wing according to one of the preceding claims, characterized in that the plastics body (19) is provided at least in sections with a lamination, preferably
with a fiber reinforcement, made of a synthetic resin.
10. Wing according to one of the preceding claims, characterized in that the lamination (74) has a fiber reinforcement that is formed by a fiber tissue, aligned
roving strands or the like that is connected with the plastics body by a material
connection.
11. Wing according to one of the preceding claims, characterized in that the plastics body (19) is expanded polystyrene particle hard foam or a foamed PET
or PUR plastics.
12. Wing according to one of the preceding claims, characterized in that the plastics of the plastics body (19) has a specific weight of <180 Kg/m3, preferably of <160 Kg/m3 and particularly preferably of <130 Kg/m3.
13. Wing according to one of the preceding claims, characterized in that the plastics body (19) has substantially the thickness of the multiple glazing, for
example a thickness of >15 mm, preferably of >25 mm and particularly preferably of
>35 mm.
14. Wing according to one of the preceding claims, characterized in that the inner shell (11) is made of a profile (15), in particular of a metal, wood, plastics,
metal or fiber reinforced plastics.
15. Wing according to one of the preceding claims, characterized in that a projection that serves as a support for the filling (76) and that is oriented in
direction of the outer shell is provided on the profile of the inner shell.
1. Vantail de fenêtre ou de porte en métal et/ou en matière plastique et/ou en bois ou
en combinaisons de ces matériaux avec un cadre de vantail avec une coque intérieure
(11) et une coque extérieure (13), un garnissage (76), par exemple un vitrage multiple
ou un panneau, qui est placé entre la coque intérieure (11) et la coque extérieure
(13), une isolation qui est prévue sur les surfaces latérales du garnissage entre
la coque intérieure (11) et la coque extérieure (13), la coque intérieure (11) présentant
un profilé (15), en particulier un profilé creux, caractérisé en ce que l'isolation est configurée comme un corps en matière plastique expansée à pores fins
(19) avec une valeur À <0,08 W/m K, de préférence <0,06 W/m K et de manière particulièrement
préférée <0,04 W/m K et que l'isolation (19) est reliée au profilé creux (15) de la
coque intérieure au moyen d'un premier profilé en matière plastique (78).
2. Vantail de fenêtre ou de porte selon la revendication 1, caractérisé en ce que le profilé en matière plastique (78) est relié au profilé creux (15) par correspondance
de forme et/ou liaison de matière.
3. Vantail de fenêtre ou de porte selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le profilé en matière plastique (78) présente une ou plusieurs saillies (87) moulées
sur un profilé de base.
4. Vantail de fenêtre ou de porte selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'au moins un montant (80) qui fait saillie dans un angle, de préférence dans un angle
droit, est prévu sur le profilé de base.
5. Vantail de fenêtre ou de porte selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que deux montants (80) qui font saillie dans un angle droit sont prévus.
6. Vantail de fenêtre ou de porte selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la ou les saillies (87) est(sont) logée(s) dans une rainure (21) du profilé (15),
de préférence par correspondance de forme.
7. Vantail de fenêtre ou de porte selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le profilé en matière plastique (78) est fabriqué en polyamide, de préférence renforcé
par des fibres de verre.
8. Vantail selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu une coque extérieure (13) qui est formée par un second profilé creux
(17) et que le corps en matière plastique (19) est fixé au second profilé creux (17)
au moyen d'un second profilé en matière plastique, par exemple est fermement collé
ou est enroulé.
9. Vantail de fenêtre ou de porte selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps en matière plastique (19) est pourvu au moins par zones d'un laminage (74),
de préférence d'un renforcement de fibres, en une résine synthétique.
10. Vantail selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le laminage (74) présente un renforcement de fibres, qui est formé par un tissu en
fibres, des écheveaux de roving alignés ou équivalent, qui est relié par liaison de
matière au corps en matière plastique.
11. Vantail selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps en matière plastique (19) est une mousse expansée rigide en particules de
polystyrène ou une matière synthétique expansée PET ou PUR.
12. Vantail selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce la matière plastique
du corps en matière plastique (19) présente un poids spécifique de <180 Kg/m3, de préférence <160 Kg/m3, et de manière particulièrement préférée <130 Kg/m3.
13. Vantail selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps en matière plastique (19) a sensiblement l'épaisseur du vitrage multiple,
par exemple une épaisseur de >15 mm, de préférence >25 mm et de manière particulièrement
préférée >35 mm.
14. Vantail selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la coque intérieure (11) est fabriqué en un profilé (15), en particulier en un profilé
de métal, de bois, de plastique, de plastique renforcé en métal ou en fibres.
15. Vantail selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu une saillie (35), orientée en direction de la coque extérieure et qui
sert de support au remplissage (76), sur le profilé de la coque intérieure.