[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Fahrzeugantenne eines spurgebundenen
Fahrzeugs, wobei die Fahrzeugantenne als Balisenantenne ausgebildet sowie zum Fahrweg
gerichtet ist und wobei die Fahrzeugantenne eine Datenübertragung von und/oder zu
einer streckenseitigen Einrichtung durchführt.
[0002] Im Rahmen des Betriebs spurgebundener Fahrzeuge, bei denen es sich beispielsweise
um Schienenfahrzeuge, Magnetschwebebahnen oder spurgeführte Fahrzeuge mit Gummibereifung
handeln kann, werden zur Vermeidung von Unfällen und Gefährdungen üblicherweise Sicherungssysteme,
beispielsweise in Form von Zugsicherungssystemen, eingesetzt. Im Rahmen der entsprechenden
Systeme ist in der Regel eine Kommunikation zwischen streckenseitigen Einrichtungen
und den jeweiligen spurgebundenen Fahrzeugen vorgesehen. In diesem Zusammenhang ist
es z.B. bekannt, mittels einer zum Fahrweg gerichteten Fahrzeugantenne, beispielsweise
in Form einer Balisenantenne, eine Datenübertragung von einer streckenseitigen Einrichtung,
beispielsweise in Form einer Balise, vorzunehmen. Bei einer Balise handelt es sich
dabei um eine im Fahrweg, d.h. beispielsweise im Gleis, angeordnete Einrichtung zur
punktförmigen Datenübertragung an ein die betreffende Balise passierendes beziehungsweise
überfahrendes Fahrzeug. So werden beispielsweise im Rahmen des europäischen Zugsicherungssystems
"European Train Control System (ETCS)" als Eurobalisen bezeichnete streckenseitige
Einrichtungen zur Übertragung von Daten an eine entsprechende Eurobalisenantenne verwendet.
Die Schnittstelle zwischen der Eurobalise und der Eurobalisenantenne ist hierbei in
Form der so genannten "A"-Schnittstelle ("A"-Interface) in der Spezifikation "FFFIS
for Eurobalise - ERTMS/ETCS - Class 1, Subset-036, Issue 2.4.1, September 27, 2007"
definiert. Gemäß dieser Spezifikation strahlt die Fahrzeugantenne ("Antenna Unit")
bei einer Frequenz von etwa 27,095 MHz permanent ein so genanntes "Tele-Powering-Signal"
aus, durch das die Eurobalise zwecks Datenübertragung an die Fahrzeugantenne aktiviert
und darüber hinaus in Abhängigkeit von dem jeweiligen Balisentyp auch mit Energie
versorgt wird.
[0003] Aus der Veröffentlichung
DE 19 40 670 A1 ist es darüber hinaus bekannt, eine Haupt-Empfangsanlage eines Fahrzeugs mittels
eines Kleinempfängers erst unmittelbar vor einem gewünschten Aufrüsten einzuschalten.
Weiterhin offenbart
DE 10 2007 056 598 A1 eine Mehrsystemkonfiguration zur Zugsicherung mit einem zugseitigen Altsystem und
einem Mastersystem. Im Sinne einer einfachen Hochrüstung des Altsystems ist es hierbei
möglich, eine Antennenbaugruppe des Altsystems zu deaktivieren und die Funktion der
Antennenbaugruppe durch ETCSspezifische Komponenten zu ersetzen.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein im Hinblick auf seine
betrieblichen Eigenschaften vorteilhaftes Verfahren der eingangs genannten Art anzugeben.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zum Betreiben einer
Fahrzeugantenne eines spurgebundenen Fahrzeugs, wobei die Fahrzeugantenne als Balisenantenne
ausgebildet sowie zum Fahrweg gerichtet ist und wobei die Fahrzeugantenne eine Datenübertragung
von und/oder zu einer streckenseitigen Einrichtung durchführt, wobei die Fahrzeugantenne
vor der Datenübertragung mit der streckenseitigen Einrichtung aus einem Ruhezustand
in einen Betriebszustand geschaltet und nach der Datenübertragung mit der streckenseitigen
Einrichtung aus dem Betriebszustand in den Ruhezustand zurückgeschaltet wird.
[0006] Bekannte Fahrzeugantennen, etwa in Form der zuvor genannten Balisenantennen, zur
Datenübertragung zwischen streckenseitigen Einrichtungen und spurgebundenen Fahrzeugen
sind während des Betriebs des jeweiligen spurgebundenen Fahrzeugs üblicherweise permanent
eingeschaltet. Hierbei werden nicht unerhebliche Feldstärken beziehungsweise Sendeleistungen
erzeugt, was einen vergleichsweise hohen Energieverbrauch und eine vergleichsweise
hohe thermische Belastung der beteiligten Bauelemente zur Folge hat.
[0007] Im grundlegenden Unterschied hierzu löst sich das erfindungsgemäße Verfahren von
der gängigen Vorstellung, dass eine Fahrzeugantenne, die üblicherweise im Rahmen eines
Sicherungs- beziehungsweise Zugsicherungssystems Anwendung findet und folglich in
der Regel hohe Anforderungen an ihre Verfügbarkeit zu erfüllen hat, permanent ihren
Betriebszustand einzunehmen hat. So wird die Fahrzeugantenne erfindungsgemäß vor der
Datenübertragung mit einer streckenseitigen Einrichtung aus einem Ruhezustand in einen
Betriebszustand geschaltet und nach der Datenübertragung mit der streckenseitigen
Einrichtung aus dem Betriebszustand in den Ruhezustand zurückgeschaltet. Als Ruhezustand
wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung dabei ein Zustand der Fahrzeugantenne bezeichnet,
in dem diese im Vergleich zum Betriebszustand einen geringeren Energieverbrauch aufweist.
[0008] Das erfindungsgemäße Verfahren ist vorteilhaft, da es im zeitlichen Mittel eine deutliche
Reduzierung des Energieverbrauchs der Fahrzeugantenne sowie der von der Fahrzeugantenne
abgestrahlten Feldstärke ermöglicht. Neben einer entsprechenden Kostenersparnis ergibt
sich hierbei insbesondere der Vorteil einer Reduzierung der von der Fahrzeugantenne
emittierten elektromagnetischen Strahlung,
wodurch neben einer generellen Verringerung der auf die Umwelt einwirkenden Strahlenbelastung
insbesondere auch eine Erhöhung der elektromagnetischen Verträglichkeit erzielt wird.
Vorteilhafterweise kann das erfindungsgemäße Verfahren hierbei insbesondere zum Betreiben
von solchen Fahrzeugantennen genutzt werden, die zum Empfang von Daten von der streckenseitigen
Einrichtung ausgebildet sind. Das erfindungsgemäße Verfahren ist darüber hinaus auch
in solchen Fällen anwendbar, in denen zusätzlich oder alternativ hierzu mittels der
Fahrzeugantenne eine Datenübertragung von einem spurgebundenen Fahrzeug an eine streckenseitige
Einrichtung erfolgt. Dies bedeutet, dass sowohl eine unidirektionale als auch eine
bidirektionale Datenübertragung unterstützt wird. Das erfindungsgemäße Verfahren weist
des Weiteren den Vorteil auf, dass es mit vergleichsweise wenig Aufwand und Kosten
realisierbar ist.
[0009] Vorzugsweise ist das erfindungsgemäße Verfahren derart weitergebildet, dass die Fahrzeugantenne
in Abhängigkeit von dem Ort des spurgebundenen Fahrzeugs aus dem Ruhezustand in den
Betriebszustand geschaltet wird. Hierbei ist es beispielsweise möglich, in Fahrtrichtung
vor der streckenseitigen Einrichtung gelegene Punkte zu definieren, bei deren Erreichen
die Fahrzeugantenne aus dem Ruhezustand in den Betriebszustand geschaltet wird. Die
Bestimmung des Ortes des spurgebundenen Fahrzeugs kann dabei mittels für sich bekannter
fahrzeugseitiger Vorrichtungen, wie beispielsweise unter Verwendung von Wegimpulsgebern
oder Radargeräten, oder auch satellitengestützt erfolgen.
[0010] Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße
Verfahren derart ausgeprägt, dass die Fahrzeugantenne in Abhängigkeit von dem Ort
der streckenseitigen Einrichtung aus dem Ruhezustand in den Betriebszustand geschaltet
wird. Zusätzlich oder alternativ zur Berücksichtigung des Ortes des spurgebundenen
Fahrzeugs ist es in Bezug auf das Schalten der Fahrzeugantenne in den Betriebszustand
möglich, auch den Ort der streckenseitigen Einrichtung zu berücksichtigen. Darüber
hinaus können auch weitere Parameter, wie beispielsweise die Geschwindigkeit des spurgebundenen
Fahrzeugs, bei der Entscheidung, wann die Fahrzeugantenne in den Betriebszustand geschaltet
wird, berücksichtigt werden.
[0011] Zweckmäßigerweise kann das erfindungsgemäße Verfahren weiterhin derart weitergebildet
sein, dass der Ort der streckenseitigen Einrichtung fahrzeugseitig unter Verwendung
eines elektronischen Streckenatlasses ermittelt wird. Dies ist vorteilhaft, da ein
elektronischer Streckenatlas auf vielen spurgebundenen Fahrzeugen, insbesondere Schienenfahrzeugen,
ohnehin bereits verfügbar ist und dafür verwendet werden kann, die Orte beziehungsweise
Positionen der streckenseitigen Einrichtungen zu speichern und einer Steuereinrichtung
des spurgebundenen Fahrzeugs zur Verfügung zu stellen. Alternativ oder zusätzlich
hierzu kann ein elektronischer Streckenatlas auch dazu verwendet werden, diejenigen
Orte vorzugeben, an denen die Fahrzeugantenne aus dem Ruhezustand in den Betriebszustand
geschaltet wird.
[0012] Alternativ oder zusätzlich zu einer der zuvor beschriebenen bevorzugten Weiterbildungen
kann das erfindungsgemäße Verfahren vorzugsweise auch derart ausgestaltet sein, dass
die Fahrzeugantenne für eine vorbestimmte Zeitdauer aus dem Betriebszustand in den
Ruhezustand zurückgeschaltet wird. Vorzugsweise wird hierzu im Rahmen der Projektierung
ein Mindestabstand zwischen zwei aufeinander folgenden streckenseitigen Einrichtungen,
d.h. beispielsweise Balisen oder Balisengruppen, festgelegt. Aus einem solchen Mindestabstand
kann unter Berücksichtigung der für den betreffenden Streckenabschnitt gültigen maximalen
Geschwindigkeit der spurgebundenen Fahrzeuge die Zeitdauer vorbestimmt werden, nach
der die Fahrzeugantenne aus dem Ruhezustand in den Betriebszustand geschaltet wird.
Die Vorbestimmung der Zeitdauer kann hierbei in Abhängigkeit von den jeweiligen Gegebenheiten
beispielsweise durch einen entsprechenden Konfigurationsparameter der betreffenden
Steuerungssoftware oder auch durch manuelle Eingabe oder dynamische Ermittlung während
des Betriebs des spurgebundenen Fahrzeugs erfolgen.
[0013] Alternativ oder zusätzlich zu den zuvor genannten bevorzugten Weiterbildungen kann
das erfindungsgemäße Verfahren auch derart weitergebildet sein, dass die Fahrzeugantenne
für eine vorbestimmte Strecke aus dem Betriebszustand in den Ruhezustand geschaltet
wird. Auch in diesem Fall ist vorteilhafterweise im Rahmen der Projektierung sicherzustellen,
dass zwischen aufeinander folgenden streckenseitigen Einrichtungen ein Mindestabstand
eingehalten wird und die vorbestimmte Strecke beziehungsweise Entfernung kleiner als
dieser Mindestabstand ist.
[0014] Ebenfalls alternativ oder zusätzlich zu den zuvor genannten bevorzugten Ausführungsformen
kann das erfindungsgemäße Verfahren vorteilhafterweise weiterhin derart ausgeprägt
sein, dass an das spurgebundene Fahrzeug ein Aktivierungs-Signal übertragen wird und
die Fahrzeugantenne auf das Aktivierungs-Signal hin aus dem Ruhezustand in den Betriebszustand
geschaltet wird. Hierbei dient das Aktivierungs-Signal zum Ankündigen der streckenseitigen
Einrichtung. Dabei kann ein entsprechendes Aktivierungs-Signal auf unterschiedliche
Arten und Weisen erzeugt und an das spurgebundene Fahrzeug übertragen werden. So sind
beispielsweise Markierungen im Fahrweg beziehungsweise entlang des Fahrwegs in Form
von Permanentmagneten, RFID-Tags oder von Blechgruppen, die beispielsweise mittels
einer Radareinrichtung erfasst werden können, denkbar. Die Verwendung eines Aktivierungs-Signals
zum Schalten der Fahrzeugantenne aus dem Ruhezustand in den Betriebszustand bietet
unabhängig von der konkreten Realisierung den Vorteil, dass die Zeiträume, in denen
sich die Fahrzeugantenne im Betriebszustand befindet, minimiert werden können. Als
gewisser Nachteil ist hingegen anzusehen, dass in der Regel zum Erzeugen beziehungsweise
Übertragen und fahrzeugseitigen Empfangen des Aktivierungs-Signals ein zusätzliches
Sensorsystem erforderlich ist, mit dem zusätzliche Aufwände in Bezug auf Realisierung
und Wartung verbunden sind. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass in Abhängigkeit von
den jeweiligen Umständen an die Eigenschaften eines solchen Sensorsystems im Hinblick
auf die Zuverlässigkeit und Sicherheit vergleichsweise hohe Anforderungen bestehen
können.
[0015] Vorteilhafterweise kann das erfindungsgemäße Verfahren darüber hinaus derart weitergebildet
sein, dass das Aktivierungs-Signal von der streckenseitigen Einrichtung an eine der
Fahrzeugantenne in Fahrtrichtung des spurgebundenen Fahrzeugs vorgelagerte weitere
Antenne übertragen wird. Dies bietet den grundlegenden Vorteil, dass streckenseitig
keine weiteren Komponenten zur Erzeugung und Übertragung des Aktivierungs-Signals
an das spurgebundene Fahrzeug erforderlich sind. Stattdessen kann die streckenseitige
Einrichtung mittels der in Fahrtrichtung gesehen weiter vorne am spurgebundenen Fahrzeug
montierten weiteren Antenne detektiert und hieraufhin die Fahrzeugantenne aus dem
Ruhezustand in den Betriebszustand geschaltet werden. Sofern es sich bei den streckenseitigen
Einrichtungen beispielsweise um Eurobalisen handelt, kann die vorgelagerte weitere
Antenne ein Tele-Powering-Signal geringerer Leistung ausstrahlen und das entsprechende
Antwort-Signal der streckenseitigen Einrichtung in Form der Eurobalise für vergleichsweise
kurze Zeiten empfangen. Ein entsprechend kurzer Zeitraum reicht jedoch aus, um zu
erkennen, dass eine Eurobalise passiert wird und hieraufhin das Schalten der Fahrzeugantenne
aus dem Ruhezustand in den Betriebszustand zu veranlassen. Die Fahrzeugantenne wird
somit erst unmittelbar vor beziehungsweise während dem Passieren der streckenseitigen
Einrichtung eingeschaltet und kann nach erfolgter Datenübertragung, d.h. nach erfolgreichem
Empfang des Balisentelegramms, wieder abgeschaltet werden. Diese Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Verfahrens hat den Vorteil, dass die Fahrzeugantenne jeweils nur
vergleichsweise kurz während der Vorbeibewegung an der streckenseitigen Einrichtung
in den Betriebszustand geschaltet ist. Darüber hinaus werden vorteilhafterweise auch
Einschränkungen im Hinblick auf die Überfahrtgeschwindigkeit des spurgebundenen Fahrzeugs
in Bezug auf die streckenseitige Einrichtung vollständig oder zumindest weitgehend
vermieden. Diesen Vorteilen steht jedoch ein gewisser Nachteil dahingehend entgegen,
dass fahrzeugseitig eine weitere Komponente in Form der weiteren Antenne benötigt
wird, die jedoch gegebenenfalls kleiner und einfacher als die Fahrzeugantenne ausgeführt
sein kann.
[0016] Zweckmäßigerweise kann das erfindungsgemäße Verfahren auch derart weitergebildet
sein, dass die Fahrzeugantenne bei Stillstand des spurgebundenen Fahrzeugs aus dem
Betriebszustand in den Ruhezustand zurückgeschaltet wird. Ein Zurückschalten der Fahrzeugantenne
aus dem Betriebszustand in den Ruhezustand bei Stillstand des spurgebundenen Fahrzeugs
ist vorteilhafterweise mit vergleichsweise einfachen Mitteln realisierbar. Aufgrund
des relativ hohen Stillstandsanteils wird hiermit jedoch insbesondere im Nahverkehr
ein signifikanter Effekt erzielt. Vorteilhafterweise wird hierbei insbesondere eine
Reduktion der Strahlungsbelastung im Bereich von Haltestellen, d.h. beispielsweise
an Bahnsteigen, erzielt.
[0017] Vorzugsweise kann das erfindungsgemäße Verfahren auch derart weitergebildet sein,
dass die Fahrzeugantenne bereits vor dem vollständigen Passieren der streckenseitigen
Einrichtung aus dem Betriebszustand in den Ruhezustand geschaltet wird, sofern die
Datenübertragung zwischen der streckenseitigen Einrichtung und der Fahrzeugantenne
abgeschlossen ist. Im Falle der Verwendung von streckenseitigen Einrichtungen in Form
von Balisen bedeutet dies, dass die Fahrzeugantenne dann aus dem Betriebszustand in
den Ruhezustand geschaltet wird, wenn durch die Fahrzeugantenne eine ausreichende
Anzahl von Telegrammen beziehungsweise Datentelegrammen von der Balise empfangen worden
ist. Insbesondere im Falle langsamer Überfahrten, d.h. bei vergleichsweise geringen
Relativgeschwindigkeiten zwischen der Fahrzeugantenne und der streckenseitigen Einrichtung,
hat dies eine weitere Reduktion der Strahlung der Fahrzeugantenne und damit auch ihres
Energieverbrauchs zur Folge.
[0018] Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es möglich, dass die Fahrzeugantenne
im Ruhezustand vollständig abgeschaltet ist. Dies bietet den Vorteil, dass hierdurch
die größtmögliche Energieeinsparung erzielt und die Belastung der Umwelt mit elektromagnetischer
Strahlung minimiert wird.
[0019] Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform kann das erfindungsgemäße
Verfahren jedoch auch derart ausgestaltet sein, dass die Fahrzeugantenne im Ruhezustand
mit einer gegenüber dem Betriebszustand reduzierten Sendeleistung betrieben wird.
Dies bietet den Vorteil, dass die Fahrzeugantenne auch im Ruhezustand noch in einem
gewissen Umfang funktionsfähig bleibt. Hierbei ist es beispielsweise denkbar, dass
die Sendeleistung der Fahrzeugantenne im Ruhezustand deutlich, d.h. beispielsweise
um 10 dB, abgesenkt wird. Dabei kann der Ruhezustand als eine Art "Suchmodus" ausgeführt
sein, in dem aufgrund der zwar reduzierten aber noch vorhandenen Sendeleistung beispielsweise
nach wie vor ein Tele-Powering-Signal ausgesandt wird, das beispielsweise im Falle
streckenseitiger Einrichtungen in Form von Balisen von diesen zwar nicht mehr an den
Randbereichen, jedoch nach wie vor bei nahezu optimaler Kopplung beantwortet werden
kann. Wird nun ein entsprechendes Balisensignal empfangen, regelt die Fahrzeugantenne
aus dem Ruhezustand in den Betriebszustand hoch, bis genügend Balisentelegramme empfangen
wurden, um danach aus dem Betriebszustand in den Ruhezustand zurückzuschalten. Vorteil
hierbei ist, dass streckenseitig keine Änderungen erforderlich sind und darüber hinaus
auch keine zusätzlichen fahrzeugseitigen Komponenten, etwa in Form einer weiteren
Antenne, benötigt werden. Stattdessen ist im Wesentlichen lediglich eine zusätzliche
Funktion in der Fahrzeugantenne beziehungsweise ihrer Steuerung zu realisieren.
[0020] Den zuvor genannten erheblichen Vorteilen steht ein gewisser Nachteil dahingehend
entgegen, dass ein Teil der Überfahrtzeit für die Datenübertragung verloren geht.
Da beispielsweise im Falle streckenseitiger Einrichtungen in Form von Balisen diese
erst bei nahezu optimaler Kopplung "anspringen" und darüber hinaus für das Schalten
der Fahrzeugantenne in den Betriebszustand, d.h. für den entsprechenden Regelvorgang,
Zeit benötigt wird, reduziert sich die Wirkdauer der Datenübertragung zwischen der
streckenseitigen Einrichtung und der Fahrzeugantenne.
[0021] Alternativ oder zusätzlich zu der zuvor genannten bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Verfahrens kann dieses auch derart ausgestaltet sein, dass die Fahrzeugantenne im
Ruhezustand mit einer getakteten Sendeleistung betrieben wird. Auch in diesem Fall
kann der Ruhezustand somit als eine Art Suchmodus angesehen werden, in dem vorzugsweise
bei jedem Takt geprüft wird, ob ein Antwort-Signal, beispielsweise einer Balise, vorliegt
und, sofern dies der Fall ist, aus dem Ruhezustand in den Betriebszustand geschaltet
wird. Auch in diesem Fall können sich aus der Taktungsrate und dem Puls-Pausenverhältnis
unter Umständen gewisse Beschränkungen des Einsatzbereiches ergeben.
[0022] Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist die Fahrzeugantenne als Eurobalisenantenne ausgebildet. Dies ist vorteilhaft,
da es sich bei Balisen um weitverbreitete streckenseitige Einrichtungen handelt, die
im Rahmen von Zugsicherungs- beziehungsweise Zugbeeinflussungssystemen, wie beispielsweise
ETCS, zur Datenübertragung zwischen der Strecke und den spurgebundenen Fahrzeugen
verwendet werden.
[0023] Die Erfindung betrifft des Weiteren eine Übertragungseinrichtung mit einer Fahrzeugantenne,
wobei die Fahrzeugantenne als Balisenantenne ausgebildet sowie zur auf den Fahrweg
ausgerichteten Montage an einem spurgebundenen Fahrzeug vorgesehen und zur Datenübertragung
von und/oder zu einer streckenseitigen Einrichtung ausgebildet ist.
[0024] Hinsichtlich der Übertragungseinrichtung liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe
zugrunde, eine im Hinblick auf ihre betrieblichen Eigenschaften vorteilhafte Übertragungseinrichtung
der zuvor genannten Art anzugeben.
[0025] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Übertragungseinrichtung mit
einer Fahrzeugantenne, wobei die Fahrzeugantenne als Balisenantenne ausgebildet sowie
zur auf den Fahrweg ausgerichteten Montage an einem spurgebundenen Fahrzeug vorgesehen
und zur Datenübertragung von und/oder zu einer streckenseitigen Einrichtung ausgebildet
ist, und wobei die Übertragungseinrichtung derart ausgebildet ist, dass die Fahrzeugantenne
vor der Datenübertragung mit der streckenseitigen Einrichtung aus einem Ruhezustand
in einen Betriebszustand geschaltet und nach der Datenübertragung mit der streckenseitigen
Einrichtung aus dem Betriebszustand in den Ruhezustand zurückgeschaltet wird.
[0026] Die Vorteile der erfindungsgemäßen Übertragungseinrichtung entsprechen denjenigen
des erfindungsgemäßen Verfahrens, so dass diesbezüglich auf die entsprechenden vorstehenden
Ausführungen verwiesen wird.
[0027] Vorzugsweise ist die erfindungsgemäße Einrichtung derart weitergebildet, dass sie
zur Durchführung einer der zuvor genannten bevorzugten Weiterbildungen des erfindungsgemäßen
Verfahrens ausgebildet ist. Auch bezüglich der Vorteile der bevorzugten Weiterbildung
der erfindungsgemäßen Übertragungseinrichtung sei auf die entsprechenden Ausführungen
im Zusammenhang mit den bevorzugten Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens
verwiesen.
[0028] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Hierzu zeigt
- Figur 1
- zur Erläuterung eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens in einer
ersten schematischen Skizze für eine herkömmliche Übertragungseinrichtung den zeitlichen
Verlauf der Feldstärke übertragener Signale und
- Figur 2
- zur weiteren Erläuterung des Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens
in einer zweiten schematischen Skizze für eine erfindungsgemäße Übertragungseinrichtung
den zeitlichen Verlauf der Feldstärke übertragener Signale.
[0029] Aus Gründen der Übersicht werden in den Figuren für Objekte gleicher Art dieselben
Bezugszeichen verwendet.
[0030] Figur 1 zeigt zur Erläuterung eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens
in einer ersten schematischen Skizze für eine herkömmliche Übertragungseinrichtung
den zeitlichen Verlauf der Feldstärke übertragener Signale. Im Einzelnen sind hierbei
die Feldstärken S der zwischen einer Fahrzeugantenne in Form einer Balisenantenne
eines spurgebundenen Fahrzeugs in Form eines Schienenfahrzeugs und einer streckenseitigen
Einrichtung in Form einer Balise ausgetauschten Signale als Funktion der Zeit t dargestellt.
[0031] Bei einer herkömmlichen Datenübertragung zwischen einer Balise und einer Fahrzeugantenne,
wie sie beispielsweise in der bereits erwähnten Spezifikation ETCS Subset-036 beschrieben
ist, wird gemäß der Darstellung der Figur 1 von der Fahrzeugantenne ein Sende-Signal
10 in Form des so genannten "Tele-Powering-Signals" im Bereich einer Frequenz von
etwa 27,095 MHz mit zeitlich konstanter Feldstärke ausgesandt. Dabei geht der konstante
Verlauf des Sende-Signals 10 mit einer im Wesentlichen konstanten Stromaufnahme der
Fahrzeugantenne einher. Dies bedeutet, dass sich die entsprechende Fahrzeugantenne
permanent in ihrem Betriebszustand befindet, in dem das Sende-Signal 10 stets mit
konstanter Feldstärke abgestrahlt wird.
[0032] Mit dem Bezugszeichen 20 ist in Figur 1 die Feldstärke des Antwort-Signals der Balise
im Verhältnis zur Ansprechschwelle S
1 der Fahrzeugantenne beziehungsweise des Fahrzeugempfängers dargestellt. Das Antwort-Signal
20 der Balise weist eine keulenartige Form auf, die durch die induktive Kopplung der
Fahrzeugantenne mit der Balise während der Vorbeifahrt beziehungsweise Überfahrt des
spurgebundenen Fahrzeugs hervorgerufen ist. Eine Datenübertragung zwischen der Balise
und der Fahrzeugantenne erfolgt hierbei beginnend von einem Zeitpunkt t
1, zu dem die Ansprechschwelle S
1 der Fahrzeugantenne überschritten wird, bis zu einem Zeitpunkt t
5, zu dem die Ansprechschwelle S
1 aufgrund der nunmehr wieder abnehmenden Kopplung zwischen der Balise und der Fahrzeugantenne
wieder unterschritten wird. Die sich hieraus ergebende Wirkdauer der induktiven Kopplung
zwischen der Fahrzeugantenne und der Balise, d.h. die maximale Dauer der Datenübertragung
zwischen der Balise und der Fahrzeugantenne, ist in Figur 1 durch das Zeitintervall
T zwischen t
1 und t
5 gekennzeichnet.
[0033] Figur 2 zeigt zur weiteren Erläuterung des Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Verfahrens in einer zweiten schematischen Skizze für eine erfindungsgemäße Übertragungseinrichtung
den zeitlichen Verlauf der Feldstärke übertragener Signale.
[0034] Im zeitlichen Verlauf des Sende-Signals 10 sowie insbesondere auch im Vergleich zur
Darstellung der Figur 1 wird deutlich, dass das Sende-Signal 10 der Fahrzeugantenne
im Rahmen des beschriebenen Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens
zunächst eine geringere Feldstärke beziehungsweise Sendeleistung aufweist. Neben einem
geringeren Energieverbrauch ergibt sich hieraus insbesondere eine geringere Strahlenbelastung
der Umwelt, wodurch die elektromagnetische Verträglichkeit der Übertragungseinrichtung,
deren Bestandteil die Fahrzeugantenne ist, verbessert und die Umwelt vor der Einwirkung
elektromagnetischer Strahlung geschützt wird.
[0035] Gemäß der Darstellung der Figur 2 ist die Fahrzeugantenne somit im Rahmen des beschriebenen
Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens zunächst in einen Ruhezustand
geschaltet, in dem die Fahrzeugantenne mit einer gegenüber einem Betriebszustand geringeren
Sendeleistung beziehungsweise mit einem geringeren Energieverbrauch betrieben wird.
[0036] Bei Annäherung der Fahrzeugantenne an die streckenseitige Einrichtung in Form der
Balise steigt die Feldstärke des Antwort-Signals 20 der mittels des Sende-Signals
10 in Form des Tele-Powering-Signals induktiv mit Energie versorgten Balise gemäß
der Darstellung der Figur 2 an. Da die Erregung der Balise aufgrund des schwächeren
Sende-Signals 10 der Fahrzeugantenne ebenfalls schwächer ist, wird die Ansprechschwelle
S
1 der fahrzeugseitigen Empfangseinrichtung im Vergleich zu Figur 1 erst später, d.h.
zu einem Zeitpunkt t
2 > t
1, erreicht beziehungsweise überschritten. Durch das Überschreiten der Ansprechschwelle
S
1 wird seitens der Fahrzeugantenne ein Anheben der Feldstärke des Sende-Signals 10
ausgelöst, was in Figur 2 durch einen mit dem Bezugszeichen 30 markierten Pfeil angedeutet
ist.
[0037] Aufgrund des Überschreitens der Ansprechschwelle S
1 durch das Antwort-Signal 20 der Balise wird somit ein Hochfahren der Feldstärke des
Sende-Signals 10 der Fahrzeugantenne veranlasst, das zum Zeitpunkt t
3 beginnt und zum Zeitpunkt t
4 mit dem Erreichen des Betriebszustands der Fahrzeugantenne, d.h. mit dem Erreichen
der vollen Feldstärke des Sende-Signals 10, abgeschlossen ist. Dies bedeutet, dass
die Fahrzeugantenne zum Zeitpunkt t
4 von ihrem Ruhezustand in ihren Betriebszustand geschaltet ist. Hierdurch wird gewährleistet,
dass nach erfolgter Detektion der Balise beziehungsweise ihres Antwort-Signals 20
für die Datenübertragung zwischen Balise und Fahrzeugantenne, d.h. für die Übertragung
von Balisentelegrammen an die Fahrzeugantenne, eine größtmögliche Restzeit, d.h. Wirkdauer
T, zur Verfügung steht.
[0038] Der weitere Verlauf des Antwort-Signals 20 der Balise entspricht bei dem in Figur
2 dargestellten Ausführungsbeispiel im Wesentlichen demjenigen der Figur 1. So wird
auch hier zum Zeitpunkt t
5 die Ansprechschwelle S
1 der Fahrzeugantenne beziehungsweise des Fahrzeugempfängers unterschritten, so dass
die Datenübertragung zwischen Balise und Fahrzeugantenne spätestens zu diesem Zeitpunkt
- nach einer im Vergleich zur Darstellung der Figur 1 reduzierten Wirkdauer T - abgeschlossen
ist.
[0039] Nach erfolgter Datenübertragung wird die Fahrzeugantenne gemäß der Darstellung in
Figur 2 aus dem Betriebszustand in den Ruhezustand zurückgeschaltet. Die entsprechende
Auslösung des Zurückschaltens in den Ruhezustand durch das Unterschreiten der Ansprechschwelle
S
1 zum Zeitpunkt t
5 ist in Figur 2 durch einen mit dem Bezugszeichen 40 versehenen Pfeil angedeutet.
Zum Zeitpunkt t
6 ist die Feldstärke des Sende-Signals 10 der Fahrzeugantenne auf den niedrigeren Ausgangswert
zurückgekehrt, d.h. das Zurückschalten der Fahrzeugantenne aus dem Betriebszustand
in den Ruhezustand ist abgeschlossen.
[0040] Bei Erreichen der nachfolgenden Balise wiederholt sich der entsprechende Vorgang,
so dass die Fahrzeugantenne im Wesentlichen nur für den Zeitraum der eigentlichen
Datenübertragung zwischen Balise und Fahrzeugantenne in den Betriebszustand geschaltet
und ansonsten im Ruhezustand, der in Bezug auf eine Detektion der Balisen einem Suchmodus
entspricht, gehalten wird.
[0041] Alternativ zu dem anhand der nach Figur 1 und 2 erläuterten Ausführungsbeispiel ist
es auch denkbar, dass die Fahrzeugantenne in Abhängigkeit von dem Ort des spurgebundenen
Fahrzeugs und/oder in Abhängigkeit von dem Ort der streckenseitigen Einrichtung aus
dem Ruhezustand in den Betriebszustand zurückgeschaltet wird. Des Weiteren ist es
auch möglich, dass die Fahrzeugantenne eine vorbestimmte Zeitdauer oder eine vorbestimmte
Entfernung nach dem Passieren einer vorhergehenden Balise aus dem Ruhezustand in den
Betriebszustand geschaltet wird.
[0042] Des Weiteren kann ein Wechsel der Fahrzeugantenne aus dem Ruhezustand in den Betriebszustand
auch mittels eines an das spurgebundene Fahrzeug übertragenen Aktivierungs-Signals
erfolgen. Ein entsprechendes Aktivierungs-Signal kann mittels zusätzlicher in oder
entlang der Fahrstrecke angeordneter Komponenten erzeugt und übertragen werden oder
aber von der jeweiligen Balise selbst an eine der Fahrzeugantenne in Fahrtrichtung
des spurgebundenen Fahrzeugs vorgelagerte weitere Antenne übertragen werden. Im letzteren
Fall besteht beispielsweise in Verbindung mit dem vorstehend im Zusammenhang mit den
Figuren 1 und 2 ausführlich beschriebenen Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Verfahrens die Möglichkeit, dass die Fahrzeugantenne im Ruhezustand beziehungsweise
Suchmodus dem sicheren Erkennen der streckenseitigen Einrichtungen in Form der Balisen
und im Betriebszustand dem Lesen der Balisen dient, wobei die weitere Antenne lediglich
als Hilfsantenne verwendet wird. Hierbei ist es ausreichend, dass die weitere Antenne
die Balisen in nicht sicherer Weise erkennt und hierdurch zumindest in den meisten
Fällen ein frühzeitigeres beziehungsweise rechtzeitiges Hochfahren der Fahrzeugantenne
in den Betriebszustand ermöglicht und dadurch die Wahrscheinlichkeit für eine korrekte
Datenübertragung zwischen der Balise und der Fahrzeugantenne erhöht.
[0043] In Abhängigkeit von der jeweiligen Ausführungsform kann der Ruhezustand neben einer
Reduzierung der Feldstärke des Sende-Signals der Fahrzeugantenne auch durch ein vollständiges
Abschalten der Fahrzeugantenne realisiert werden.
[0044] Welche der zuvor beschriebenen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens
sowie der erfindungsgemäßen Übertragungseinrichtung im jeweiligen Einzelfall besonders
vorteilhaft ist, ergibt sich aus den jeweiligen Umständen, d.h. beispielsweise daraus,
ob streckenseitige Änderungen, etwa im Rahmen eines Streckenneubaus, möglich oder
jedoch aus Aufwandsgründen eher zu vermeiden sind. Darüber hinaus ist vorzugsweise
auch die Anzahl und die Anordnung der streckenseitigen Einrichtungen sowie die jeweilige
Ausprägung der Fahrzeugantenne zu berücksichtigen.
[0045] Unabhängig von der jeweiligen Ausführungsform ermöglicht es das erfindungsgemäße
Verfahren, den Energieverbrauch der Fahrzeugantenne zu reduzieren. Des Weiteren wird
die durch die Fahrzeugantenne sowie zu einem gewissen Teil auch durch die jeweilige
streckenseitige Einrichtung emittierte Strahlung reduziert, wodurch sich Vorteile
im Hinblick auf die Strahleneinwirkung sowohl auf Menschen und Tiere als auch auf
andere elektronische Komponenten ergeben, so dass beispielsweise Funkzulassungsverfahren
erleichtert beziehungsweise vermieden werden können. Darüber hinaus können sich im
Hinblick auf die Fahrzeugantenne auch Vorteile in Bezug auf eine günstigere Dimensionierung
von Bauelementen und Stromversorgung ergeben.
1. Verfahren zum Betreiben einer Fahrzeugantenne eines spurgebundenen Fahrzeugs, wobei
die Fahrzeugantenne als Balisenantenne ausgebildet sowie zum Fahrweg gerichtet ist
und wobei die Fahrzeugantenne eine Datenübertragung von und/oder zu einer streckenseitigen
Einrichtung durchführt,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Fahrzeugantenne vor der Datenübertragung mit der streckenseitigen Einrichtung
aus einem Ruhezustand in einen Betriebszustand geschaltet und
- nach der Datenübertragung mit der streckenseitigen Einrichtung aus dem Betriebszustand
in den Ruhezustand zurückgeschaltet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Fahrzeugantenne in Abhängigkeit von dem Ort des spurgebundenen Fahrzeugs aus dem
Ruhezustand in den Betriebszustand geschaltet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Fahrzeugantenne in Abhängigkeit von dem Ort der streckenseitigen Einrichtung aus
dem Ruhezustand in den Betriebszustand geschaltet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Ort der streckenseitigen Einrichtung fahrzeugseitig unter Verwendung eines elektronischen
Streckenatlasses ermittelt wird.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Fahrzeugantenne für eine vorbestimmte Zeitdauer aus dem Betriebszustand in den
Ruhezustand zurückgeschaltet wird.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Fahrzeugantenne für eine vorbestimmte Strecke aus dem Betriebszustand in den Ruhezustand
zurückgeschaltet wird.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- an das spurgebundene Fahrzeug ein Aktivierungs-Signal übertragen wird und
- die Fahrzeugantenne auf das Aktivierungs-Signal hin aus dem Ruhezustand in den Betriebszustand
geschaltet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Aktivierungs-Signal von der streckenseitigen Einrichtung an eine der Fahrzeugantenne
in Fahrtrichtung des spurgebundenen Fahrzeugs vorgelagerte weitere Antenne übertragen
wird.
9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Fahrzeugantenne bei Stillstand des spurgebundenen Fahrzeugs aus dem Betriebszustand
in den Ruhezustand zurückgeschaltet wird.
10. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Fahrzeugantenne bereits vor dem vollständigen Passieren der streckenseitigen Einrichtung
aus dem Betriebszustand in den Ruhezustand zurückgeschaltet wird, sofern die Datenübertragung
zwischen der streckenseitigen Einrichtung und der Fahrzeugantenne abgeschlossen ist.
11. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Fahrzeugantenne im Ruhezustand mit einer gegenüber dem Betriebszustand reduzierten
Sendeleistung betrieben wird.
12. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Fahrzeugantenne im Ruhezustand mit einer getakteten Sendeleistung betrieben wird.
13. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Fahrzeugantenne als Eurobalisenantenne ausgebildet ist.
14. Übertragungseinrichtung mit einer Fahrzeugantenne, wobei die Fahrzeugantenne als Balisenantenne
ausgebildet sowie zur auf den Fahrweg ausgerichteten Montage an einem spurgebundenen
Fahrzeug vorgesehen und zur Datenübertragung von und/oder zu einer streckenseitigen
Einrichtung ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Übertragungseinrichtung derart ausgebildet ist, dass
- die Fahrzeugantenne vor der Datenübertragung mit der streckenseitigen Einrichtung
aus einem Ruhezustand in einen Betriebszustand geschaltet und
- nach der Datenübertragung mit der streckenseitigen Einrichtung aus dem Betriebszustand
in den Ruhezustand zurückgeschaltet wird.
15. Übertragungseinrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Übertragungseinrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche
2 bis 13 ausgebildet ist.
1. Method for operating a vehicle antenna of a track-bound vehicle, wherein the vehicle
antenna is embodied as a balise antenna and is directed toward the track system and
wherein the vehicle antenna carries out a transmission of data from and/or to a track-side
facility,
characterised in that
- prior to the transmission of data with the track-side facility, the vehicle antenna
is switched from a resting state into an operating state and
- following the transmission of data with the track-side facility is switched back
from the operating state into the resting state.
2. Method according to claim 1,
characterised in that
the vehicle antenna is switched from the resting state into the operating state as
a function of the location of the track-bound vehicle.
3. Method according to claim 1 or 2,
characterised in that
the vehicle antenna is switched from the resting state into the operating state as
a function of the location of the track-side facility.
4. Method according to claim 3,
characterised in that
the location of the track-side facility is determined on the vehicle side by using
an electronic track atlas.
5. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
the vehicle antenna is switched back from the operating state into the resting state
for a predetermined period of time.
6. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
the vehicle antenna is switched back from the operating state into the resting state
for a predetermined section of track.
7. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
- an activation signal is transmitted to the track-bound vehicle and
- the vehicle antenna is switched from the resting state into the operating state
in response to the activation signal.
8. Method according to claim 7,
characterised in that
the activation signal is transmitted from the track-side facility to a further antenna
arranged upstream of the vehicle antenna in the travel direction of the track-bound
vehicle.
9. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
the vehicle antenna is switched from the operating state into the resting state when
the track-bound vehicle is at a standstill.
10. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
the vehicle antenna is switched back from the operating state into the resting state
even before the track-side facility has been passed fully, provided the transmission
of data between the track-side facility and the vehicle antenna is completed.
11. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
in the resting state the vehicle antenna is operated with a reduced transmit power
compared with the operating state.
12. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
in the resting state the vehicle antenna is operated with a clocked transmit power.
13. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
the vehicle antenna is embodied as a Eurobalise antenna.
14. Transmission facility with a vehicle antenna, wherein the vehicle antenna is embodied
as a balise antenna and is provided for assembly, directed toward the track system,
on a track-bound vehicle and for the transmission of data from and/or to a track-side
facility,
characterised in that
the transmission facility is embodied such that
- prior to the transmission of data with the track-side facility, the vehicle antenna
is switched from a resting state into an operating state and
- following the transmission of data with the track-side facility is switched back
from the operating state into the resting state.
15. Transmission facility according to claim 14,
characterised in that
the transmission facility is embodied to carry out the method according to one of
claims 2 to 13.
1. Procédé pour faire fonctionner une antenne d'un véhicule guidé sur rails, l'antenne
du véhicule étant constituée en antenne balise, ainsi que dirigée sur la voie de communication,
et dans lequel l'antenne du véhicule effectue un transfert de données de et/ou à un
dispositif du côté de la voie,
caractérisé en ce que
- on fait passer l'antenne du véhicule, avant la transmission de données avec le dispositif
du côté de la voie, d'un état de repos à un état de fonctionnement et
- après la transmission de données avec le dispositif du côté de la voie, on la fait
repasser de l'état de fonctionnement à l'état de repos.
2. Procédé suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
on fait passer l'antenne du véhicule de l'état de repos à l'état de fonctionnement
en fonction de l'emplacement du véhicule guidé sur rails.
3. Procédé suivant la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
l'on fait passer l'antenne du véhicule de l'état de repos à l'état de fonctionnement
en fonction de l'emplacement du dispositif du côté de la voie.
4. Procédé suivant la revendication 3,
caractérisé en ce que
l'on détermine, du côté du véhicule, en utilisant un atlas électrique de voie, l'emplacement
du dispositif du côté de la voie.
5. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'on fait repasser l'antenne du véhicule de l'état de fonctionnement à l'état de repos
pendant une durée définie à l'avance.
6. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'on fait repasser l'antenne du véhicule de l'état de fonctionnement à l'état de repos
pour une voie définie à l'avance.
7. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
- on transmet un signal d'activation au véhicule guidé sur rails et
- sur le signal d'activation, on fait passer l'antenne du véhicule de l'état de repos
à l'état de fonctionnement.
8. Procédé suivant la revendication 7,
caractérisé en ce que
le signal d'activation est transmis du dispositif du côté de la voie à une autre antenne
en amont de l'antenne du véhicule, dans le sens de marche du véhicule guidé sur rails.
9. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'on fait passer l'antenne du véhicule de l'état de fonctionnement à l'état de repos
alors que le véhicule guidé sur rails est à l'arrêt.
10. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'on fait repasser l'antenne du véhicule de l'état de fonctionnement à l'état de repos
dès avant que l'on a passé complètement le dispositif du côté de la voie, pour autant
que la transmission de données, entre le dispositif du côté de la voie et l'antenne
du véhicule, est terminée.
11. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'on fait fonctionner l'antenne du véhicule à l'état de repos à une puissance d'émission
réduite par rapport à l'état de fonctionnement.
12. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'on fait fonctionner l'antenne du véhicule à l'état de repos à une puissance d'émission
cadencée.
13. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'antenne du véhicule est constituée sous la forme d'une antenne eurobalise.
14. Dispositif de transmission, comprenant une antenne de véhicule, l'antenne de véhicule
étant constituée en antenne balise, ainsi que prévue pour le montage, en étant dirigée
sur la voie de circulation, sur un véhicule guidé sur rails et constituée pour la
transmission de données de et/ou à un dispositif du côté de la voie,
caractérisé en ce que
le dispositif de transmission est constitué de manière
- à ce que l'antenne du véhicule passe, avant la transmission de données avec le dispositif
du côté de la voie, d'un état de repos à un état de fonctionnement et
- de manière à ce que, après la transmission de données avec le dispositif du côté
de la voie, elle repasse de l'état de fonctionnement à l'état de repos.
15. Dispositif de transmission suivant la revendication 14,
caractérisé en ce que
le dispositif de transmission est constitué pour effectuer le procédé suivant l'une
des revendications 2 à 13.