[0001] Die Erfindung betrifft ein Schuhhalteaggregat einer Ski- oder Snowboardbindung mit
wenigstens einem Schuhhalteelement, einer Rückstellfeder für das Schuhhalteelement
und einer Dämpfungsvorrichtung zur Aufnahme kurzer, harter Stöße. Das wenigstens eine
Schuhhalteaggregat und die Dämpfungsvorrichtung sind über eine Übersetzungsmechanik
verbunden, das eine kleine Auslenkung des wenigstens einen Schuhhalteelements in eine
größere Bewegung an der Dämpfungsvorrichtung übersetzt.
[0002] Es ist bekannt, dass die Auslösekraft für eine Ski- oder Snowboardbindung so eingestellt
werden kann, dass die Sicherheitsbindung im Falle eines Sturzes zuverlässig auslöst.
Ein Sturz kann mit einem relativ langsamen Stoß verglichen werden, relativ langsam
zu Stößen, die zum Beispiel beim Überfahren von kleineren Unebenheiten auftreten können.
Solche kurzen, harten Stöße können zu Fehlauslösung der Sicherheitsbindung führen
und dadurch zum Sturz des Ski- oder Snowboardfahrers. Es wurden daher Sicherheitsbindungen
mit Dämpfungsvorrichtungen entwickelt, wobei die Dämpfungsvorrichtungen die kurzen,
harten Stöße soweit dämpfen, dass es zu weniger Fehlauslösungen der Sicherheitsbindung
kommt.
[0003] So schlägt zum Beispiel die
EP 0 829 280 B1 eine Dämpfungsvorrichtung für ein Schuhhalteaggregat bestehend aus einem Zylinder
gefüllt mit einem im Ruhezustand pastösen Hydraulikmedium vor. Die kurzen harten Stöße
werden dabei direkt vom Schuhhalteaggregat auf die Dämpfungsvorrichtung übertragen.
[0004] Es ist daher eine Aufgabe eine Sicherheitsbindung zur Verfügung zu stellen mit wenigstens
einem Schuhhalteaggregat, einem Zehenhalter oder einem Fersenhalter, bei der die Gefahr
einer Fehlauslösung durch kurze, harte Stöße weiter reduziert wird.
[0005] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des Anspruch 1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen
der Erfindung sind jeweils Gegenstand der Unteransprüche. Diese können in technologisch
sinnvoller Weise miteinander kombiniert werden. Die Beschreibung, insbesondere im
Zusammenhang mit der Zeichnung, charakterisiert und spezifiziert die Erfindung zusätzlich.
[0006] Eine Ausführung betrifft ein Schuhhalteaggregat einer Ski- oder Snowboardbindung,
umfassend wenigstens ein Schuhhalteelement, eine Rückstellfeder für das Schuhhalteelement,
eine Dämpfungsvorrichtung zur Aufnahme kurzer, harter Stöße, wobei das wenigstens
eine Schuhhalteaggregat und die Dämpfungsvorrichtung über eine Übersetzungsmechanik
verbunden sind, das eine kleine Bewegung des wenigstens einen Schuhhalteelements in
eine größere Bewegung an der Dämpfungsvorrichtung übersetzt.
[0007] Bei dem Schuhhalteaggregat kann es sich um einen Zehenhalter oder Fersenhalter einer
Sicherheitsbindung für einen Ski oder ein Snowboard handeln. Bei der Rückstellfeder
handelt es sich um die Feder, die das Schuhhalteaggregat bzw. wenigstens ein Schuhhalteelement
gegen den Ski- bzw. Snowboardschuh drückt, um den Ski- oder Snowboardschuh fest mit
dem jeweiligen Sportgerät zu verbinden. Gegen den Widerstand der Rückstellfeder kann
der Ski- bzw. Snowboardschuh aus der Bindung zehenseitig bzw. fersenseitig herausgenommen
werden. Die Kraft, mit der die Rückstellfeder wirkt, kann auf eine Körpergewicht und
die sportlichen Fähigkeiten des Ski- oder Snowboardfahrers eingestellt werden.
[0008] Eine kleine Auslenkung des Schuhhalteaggregats bzw. eines der Schuhhalteelemente
wird durch die Übersetzungsmechanik auf die Dämpfungsvorrichtung übertragen. Ein Ende
des Übertragungselements wirkt dabei direkt oder indirekt mit dem wenigstens einen
Schuhhalteelement zusammen, während das andere Ende auf die Dämpfungsvorrichtung einwirkt.
Die Übersetzungsmechanik ist dabei so konstruiert, zum Beispiel als Hebelverbindung,
dass die kleine Auslenkung des Schuhhalteelements in eine größere Bewegung der Dämpfungsvorrichtung
übersetzt wird, was zu einer effektiven Dämpfung von kurzen, harten Schlägen die auf
das Schuhhalteelement einwirken führt. Dabei kann die Auslenkung des Schuhhalteaggregats
zum Beispiel in Winkelgraden gemessen werden, während die Dämpfungsbewegung in mm
messbar ist.
[0009] Die Dämpfungsvorrichtung wirkt nur bei kurzen Schlägen, da sie eine kürzere Reaktionszeit
aufweist als die Rückstellfeder. Das heißt, dass bei einem Schlag oder einer Kraft
quer oder schräg zur Fahrtrichtung, die auf das Skihaltelement einwirkt, diese Kraft
gleichzeitig auf die Rückstellfeder und die Dämpfungseinrichtung übertragen wird.
Tritt die Kraft plötzlich auf, wird diese durch die Dämpfungsvorrichtung aufgefangen
und die Rückstellfeder wird weniger komprimiert, als dies aufgrund der Stärke der
auftretenden Kraft zu erwarten wäre. Dadurch wird verhindert, dass trotz des Einwirkens
einer Kraft über der Auslösekraft für die Rückstellfeder, das Schuhhalteelement auslöst
und der Ski- oder Snowboardfahrer stürzt.
[0010] Wirkt die Kraft dagegen in einer "Normalgeschwindigkeit" auf die Rückstellfeder und
die Dämpfungsvorrichtung ein, so wird die Rückstellfeder entsprechend der auf sie
wirkenden Kraft komprimiert, während gleichzeitig die Dämpfungsvorrichtung mitbewegt
wird, ohne eine nennenswerte Dämpfungswirkung zu entfalten. Das Schuhhalteelement
kann jetzt auslösen.
[0011] Bei der Übersetzungsmechanik kann es sich um eine Übersetzungsmechanik handeln, die
eine auf das wenigstens eine Schuhhalteelement einwirkende Kraft, die die Auslenkung
bewirkt, über wenigstens einen Hebel auf einen Dämpfer der Dämpfungsvorrichtung überträgt
und dabei verstärkt. Eine bekannt Übersetzungsmechanik ist der Hebel, der um einem
Hebelpunkt drehbar ist und der aufgrund der unterschiedlichen Hebelteillängen vor
und hinter dem Hebelpunkt eine Kraft die an einem Ende angreift in eine größere Kraft
am anderen Ende des Hebels übersetzen kann. Der Hebel kann einstückig gebildet sein
oder zwei mittels eines Gelenks verbundene Hebelabschnitte aufweisen.
[0012] Dabei kann der Hebel einen ersten Hebelabschnitt aufweisen, der mit dem wenigstens
einen Schuhhalteelement gekoppelt ist, und einen zweiten Hebelabschnitt, der mit dem
Dämpfer gekoppelt ist. Beide Hebelabschnitte können dabei in einem Schwenkgelenk um
einen gemeinsamen Schwenkpunkt verschwenkbar sein.
[0013] Die Dämpfungsvorrichtung wird bevorzugt von der Rückstellfeder für das Schuhhalteelement
aus einem aktivierten Zustand in den Ruhezustand zurückgestellt. Das heißt, dass die
Rückstellfeder, die auch bei den kurzen Schlägen elastisch komprimiert wird, beim
anschließenden Ausdehnen in die Länge vor dem Auftreten des kurzen harten Schlags
gleichzeitig die Dämpfungsvorrichtung wieder in die Ausgangslage vor dem Auftreten
des kurzen harten Schlags zurückführt. Die durch die Komprimierung in die Rückstellfeder
implementierte Kraft bewirkt also gleichzeitig die Rückstellung des Schuhhalteelements
und eine Rückstellung der Dämpfungsvorrichtung. Letzteres kann die Rückstellfeder
nur bewirken, wenn die Dämpfungsvorrichtung mechanisch mit dem wenigstens einen Schuhhalteelement
so gekoppelt ist, das eine Rückstellbewegung des Schuhhalteelements durch die Rückstellfeder
zwangsläufig auf die Dämpfungsvorrichtung wirkt. Solch eine mechanische Kopplung kann
beispielsweise ein Gestänge sein, bei dem die einzelnen Stangen in zum Beispiel Schwenkgelenken
fest miteinander verbunden sind. Dabei können die erste Stange fest mit dem Schuhhalteelement
und die letzte Stange fest mit dem Dämpfer verbunden sein.
[0014] Alternativ können der Dämpfer und das/die Schuhhalteelement/e auch durch eine Mechanik
verbunden sein, die im Ruhezustand am Dämpfer und/oder am Schuhhaltelement nur anliegt,
ohne eine feste Verbindung aufzuweisen. In diesem Fall stellt die Rückstellfeder nach
einer Auslenkung nur das bzw. die Schuhhalteelemente und gegebenenfalls einen Teil
der Mechanik zurück in den Ruhezustand, während der Dämpfer separat in den Ruhezustand
zurückkehrt und dabei gegebenenfalls einen Teil der Mechanik mitnimmt.
[0015] Die Rückstellfeder kann je nach der Bauweise des Schuhhalteaggregats quer zu oder
entlang einer Längsachse der Ski- oder Snowboardbindung angeordnet sein. Die Längsachse
der Skibindung fällt immer mit einer Längsachse des Skis zusammen und zeigt in die
Fahrtrichtung. Beim Snowboard gibt es jedoch unterschiedliche Arten die Skibindungen
auf dem Brett zu befestigen, wobei die Längsachse der Snowboardbindung in der Regel
nicht mit der Fahrtrichtung des Snowboards identisch ist.
[0016] Das wenigstens eine Schuhhalteaggregat kann in einer weiteren Ausführung direkt mit
der Übersetzungsmechanik in zum Beispiel einem Schwenkgelenk verbunden sein, in der
das Schuhhaltelement relativ zur Übersetzungsmechanik verschwenkt werden kann. Die
das Schwenkgelenk bildenden Enden des Schuhhalteaggregats und der Übersetzungsmechanik
weisen eine gemeinsame Schwenkachse, zum Beispiel in Form eines Rohres auf, sodass
die Gelenkverbindung Zug- und Druckkräfte übertragen kann bei einer gleichzeitigen
Verschwenkung des Schuhhalteaggregats und/oder der Übersetzungsmechanik.
[0017] Das wenigstens eine Schuhhalteelement kann aber auch über eine Kulisse mit der Übersetzungsmechanik
verbunden sein. Das heißt, das Schuhhalteelement wirkt zum Beispiel auf einen Teil
einer Führungshülse für die Rückstellfeder ein, die an seiner von dem Schuhhalteelement
angewandten Seite eine Kulissenführung für die Übersetzungsmechanik aufweist und/oder
mit der Übersetzungsmechanik in einem zum Beispiel Schwenkgelenk verbunden ist.
[0018] Die Führungshülse der Rückstellfeder kann aus zwei voneinander getrennten Teilhülsen
bestehen, die im Ruhezustand der Rückstellfeder voneinander beanstandet sind. Wird
das wenigstens eine Schuhhaltelement jetzt ausgelenkt, so werden die beiden Hülsenteile
aufeinander zu bewegt, das heißt, der Abstand zwischen den sich gegenüberliegenden
Hülsenteilenden verringert sich.
[0019] Auch wenn die Hülse hier als Führungshülse bezeichnet wird, hat die Hülse gleichzeitig
die Aufgabe der Feder eine maximale Ausdehnung und eine maximale Kompression vorzugeben.
Das heißt, wenn die beiden sich gegenüberliegenden Teilhülsenenden sich gegenseitig
berührend aneinander anliegen, ist die Rückstellfeder maximal komprimiert. Wenn die
expandierende Hülsenfeder das wenigstens eine Schuhhalteelement fest gegen den Ski-
oder Snowboardschuh spannt, ist sie maximal ausgedehnt.
[0020] Um eine sichere Parallelführung der beiden Teilhülsen zu garantieren, kann eine der
Teilhülsen zum Beispiel mittig über das Ende der Teilhülse in Richtung des anderen
Teilhülse vorstehenden Führungsbolzen aufweisen, der in einen am bzw. in der anderen
Teilhülse ausgebildeten Hohlzylinder beim Komprimieren und Ausdehnen der Rückstellfeder
geführt wird. Alternativ kann die eine der Teilhülsen an oder in der Innenseite oder
der Außenseite eine Nut aufweisen, die andere der Teilhülsen ein Führungselement,
das der Form der Nut angepasst ist und in dieser geführt wird.
[0021] Die Dämpfungsvorrichtung insgesamt oder zumindest ein Dämpfer der Dämpfungsvorrichtung
kann quer zu oder entlang einer Längsachse der Ski- oder Snowboardbindung angeordnet
sein. Dabei kann wenigstens ein Teil eines Dämpfergehäuses fest mit dem Ski- oder
Snowboard verbunden, sodass es sich relativ zu dem Ski- oder Snowboard nicht linear
bewegen kann. Die Verbindung kann ein Schwenkgelenk sein, in dem der Dämpfer bzw.
wenigstens ein Teil des Dämpfergehäuses um eine feststehende Schwenkachse verschwenkt
werden kann.
[0022] Der Dämpfer kann ein mit einem Dämpfungsmittel zumindest teilweise gefüllter Zylinder
mit einem Kolben sein. Dabei kann die Übersetzungsmechanik auf den Zylinder oder auf
den Kolben einwirken, sodass der Kolben bei einer Auslenkung des Schuhhaltelements
in den Zylinder hineingedrückt wird. Das Dämpfungsmittel in einem Einkammerzylinder
bzw. Zweikammerzylinder wird dadurch zusammendrückt und/oder verdrängt und bewirkt
dadurch eine Dämpfung der auf das Schuhhalteelement bzw. die Rückstellfeder einwirkende
Kraft. Bei dem Dämpfungsmittel kann es sich um eine zum Beispiel komprimierbare Flüssigkeit,
zum Beispiel ein Hydrauliköl handeln, um ein zum Beispiel komprimierbares Gas oder
um ein zum Beispiel komprimierbares pastöses Fließmittel.
[0023] Der zylinderförmige Dämpfer kann in Längsrichtung der Ski- oder Snowboardbindung
gesehen vor der Rückstellfeder angeordnet sein. Bei dieser Ausführung kann die Rückstellfeder
quer zur Längsrichtung der Ski- oder Snowboardbindung, zum Beispiel zwischen den beiden
Schuhhalteelementen eines Zehenhalters, angeordnet sein, während der Dämpfer in Längsrichtung
zur Bindung angeordnet und zum Beispiel mit dem Ski in einem Schwenkgelenk verbunden
ist, das quer zur Bindung zentral zwischen den beiden Schuhhalteelementen des Zehenhalters
liegt.
[0024] In einer alternativen Ausführung kann die Rückstellfeder den Zylinder umgeben. In
diesem Fall müssen die Rückstellfeder und der Dämpfer zur Bindung relativ zur Ski-
oder Snowboardbindung gleich angeordnet sein, das heißt, beide in Längsrichtung oder
beide in Querrichtung.
[0025] Die Dämpfungseinrichtung kann in einer weiteren Ausführung einen Dämpfer in Form
eines Massependels aufweisen. Das heißt, das eine Auslenkung des wenigstens einen
Schuhhalteelements eine Auslenkung eines Massependels aus einer Ruhelage bewirkt.
Sobald die Kraft, die die Auslenkung des wenigstens eine Schuhhalteelements bewirkt
nachlässt oder weg ist, kann das Massenpendel von der Rückhaltefeder zurück in den
Ruhezustand gezwungen werden oder alternativ unabhängig von der Rückstellfeder in
den Ruhezustand zurückpendeln.
[0026] In einer weiteren Ausführung der Erfindung kann die Dämpfungsvorrichtung einen Dämpfer
in Form eines Dämpfergummis aufweisen. Der Dämpfergummi wird zur Erzeugung der Dämpfungskraft
komprimiert und kann sich nach dem Ende der Krafteinwirkung elastisch wieder in seine
ursprüngliche Form ausdehnen. Der Dämpfergummi kann, wie bereits weiter oben allgemein
zum Dämpfer beschrieben längs einer Längsachse der Bindung oder quer dazu angeordnet
sein. Zum Komprimieren des Dämpfergummis kann eine scherenartige Übertragungsmechanik
dienen, mit zwei Scherenelementen, die in einem Schwenkgelenk miteinander verbunden
sind. Durch das Gelenk wird jedes der Scherenelemente in einen kürzeren und einen
längeren Abschnitt geteilt, wobei der kürzere Abschnitt mit den Schuhhalteelementen
gekoppelt ist, während die längeren Enden den Dämpfergummi zusammendrücken. Dadurch
wird die gewünschte Übersetzungswirkung erreicht.
[0027] Anstatt eines elastisch verformbaren Vollkörpers, kann der komprimierbare Körper
auch eine elastische Außenhaut aufweisen, der mit einer komprimierbaren Mittel gefüllt
ist. Der komprimierbare Körper kann aus einem einzigen Material oder aus zwei oder
mehr verbundenen Schichten aus unterschiedlichen elastisch verformbarer Materialien
gebildet sein.
[0028] Der Dämpfergummi kann auch, wie bereits zum Dämpfungszylinder beschrieben, von der
Rückstellfeder umgeben sein. Dies gilt sowohl für den Fall, dass die Rückstellfeder
entlang der Längsachse oder quer zur Längsachse der Ski- oder Snowboardbindung angeordnet
ist.
[0029] Der Dämpfergummi oder der Dämpfungszylinder können speziell bei einer zwischen den
beiden Schuhhaltelementen eines Zehenhalters angeordneten Rückstellfeder, aber auch
von einem Teil der Rückstellfeder umgeben sein. So können sie nur in einer der beiden
die Rückstellfeder umgebenden Teilhülsen angeordnet sein, während die andere Teilhülse
die Verbindungseinrichtung aufweist, die ebenfalls von der Rückstellfeder umgeben
sein kann und die Auslenkung des wenigstens einen Schuhhalteelements auf die Dämpfungseinrichtung
übersetzt. Dabei ist es bei einem Zehenhalter egal, ob das Schuhhalteelement auf die
Verbindungseinrichtung oder auf den Dämpfer direkt wirkt, in beiden Fällen kommt es
zur gleichen Dämpfung kurzer, harte Schläge, so dass eine ungewollte Auslösung des
jeweiligen Schuhhalteelements verhindert wird.
[0030] Alle beschriebenen Dämpfervorrichtungen sind geeignet, eine auf das wenigstens eine
Schuhhalteelement einwirkende Kraft, hier einen kurzen harten Stoß, aufzunehmen, diese
Kraft über eine Mechanik zu verstärken, sodass auf den Dämpfer eine höhere Kraft wirkt,
als am wenigstens einen Schuhhaltelement. Dadurch reagiert der Dämpfer im Prinzip
schneller auf die Rückstellfeder auf die am Schuhhalteelement angreifende Kraft und
setzt dadurch der am Schuhhalteelement wirkenden Kraft schnell eine Gegenkraft in
Form einer Dämpfung entgegen, die verhindert, dass die Rückstellfeder mit einer Kraft
beaufschlagt wird, die eine Auslenkung des Schuhhalteelements bewirken würde. Dadurch
wird eine Auslösung des wenigstens einen Schuhhalteelements sicherer vermieden, als
bei Schuhhalteaggregaten mit einer Dämpfung aber ohne einer entsprechenden Übersetzungsmechanik.
[0031] Bei einem langsamen Stoß, zum Beispiel einem Sturz, wird dagegen das Schuhhalteelement
durch die Dämpfung nicht daran gehindert auszulösen.
[0032] Für die gesamte Beschreibung und die Ansprüche gilt, dass der Ausdruck "ein" als
unbestimmter Artikel benutzt wird und die Anzahl von Teilen nicht auf ein einziges
beschränkt. Sollte "ein" die Bedeutung von "nur ein" haben, so ist dies für den Fachmann
aus dem Kontext zu verstehen oder wird durch die Verwendung geeigneter Ausdrücke wie
zum Beispiel "ein einziger" eineindeutig offenbart.
[0033] Im Folgenden werden mehrere Ausführungen eines Schuhhalteaggregats mit Dämpfung anhand
eines Zehenhalters anhand von Figuren näher erläutert. Auch wenn die Figuren nur Zehenhalter
zeigen, weiß der Fachmann, das gleiche Dämpfungseinrichtungen - mutatis mutandis -
auch für den Fersenhalter bereitgestellt werden können. Die unterschiedlichen Ausführungen
zeigen nur eine Auswahl möglicher Ausführungen. Die Erfindung ist nicht auf diese
gezeigten Ausführungen beschränkt. Vorteilhafte Merkmale, die nur den Figuren entnommen
werden können, können einzeln und/oder in den gezeigten Kombinationen den Gegenstand
der Erfindung vorteilhaft weiterbilden und gehören zum Umfang der Erfindung.
[0034] Die Figuren zeigen im Einzelnen:
- Figur 1
- Schuhhalteaggregat mit direkter Verbindung zur Übersetzungsmechanik im Ruhezustand
- Figur 2
- Schuhhalteaggregat der Figur 1 mit einem ausgelenkten Schuhhalteelement
- Figur 3
- Schuhhalteaggregat das auf Kulisse wirkt, die mit der Übersetzungsmechanilk verbunden
ist
- Figur 4
- Schuhhalteaggregat der Figur 3 mit einem ausgelenkten Schuhhalteelement
- Figur 5
- Schuhhalteaggregat der Figur 3 mit einem Massependel als Dämpfer
- Figur 6
- Schuhhalteaggregat der Figur 5 mit einem ausgelenkten Schuhhalteelement
- Figur 7
- Schuhhalteaggregat mit Dämpfer, der von der Rückstellfeder umgeben ist
- Figur 8
- Schuhhalteaggregat der Figur 7 mit einem ausgelenkten Schuhhalteelement
- Figur 9
- Schuhhalteaggregat mit Dämpfergummi als Dämpfer
- Figur 10
- Schuhhalteaggregat mit zwei Schuhhalteelementen und dazwischen angeordneter Rückstellfeder
und parallel dazu verlaufendem Dämpfer
[0035] Die Figur 1 zeigt eine erste Ausführung eines erfindungsgemäßen Schuhhalteaggregats
1 für einen Ski- oder Snowboardschuh, hier einen Zehenhalter. Das Schuhhalteaggregat
1 weist zwei Schuhhalteelemente 2, 3 auf und eine zwischen den Schuhhalteelementen
2, 3 angeordnete Rückstellfeder 4. Die Rückstellfeder 4 ist in zwei Teilhülsen 5,
6 gefangen, die eine maximale Ausdehnung der Rückstellfeder 4 und eine maximale Kompression
der Rückstellfeder 4 bestimmen. Die maximal mögliche Kompression der Rückstellfeder
ist dann erreicht, wenn sich die beiden gegenüberliegenden Enden 5a, 6a der beiden
Teilhülsen 5, 6 berühren. Die maximale Ausdehnung der Rückstellfeder 4 ist dann erreicht,
wenn die beiden anderen Enden 5b, 6b der Teilhülsen 4, 5 die Schuhhalteelemente 2,
3 in der in der Figur 1 gezeigten Position halten.
[0036] In der gezeigten Ausführungsform weisen die Schuhhalteelemente 2, 3 an einem Ende
Verlängerungen 2a, 3a auf, die in je einem Schwenkgelenk 7, 8 mit einer Übersetzungsmechanik
9 verbunden sind. Die Übersetzungsmechanik 9 besteht aus zwei Übertragungselementen
9a, 9b und ist in einem weiteren Schwenkgelenk 10 mit einem Dämpfer 11 verbunden.
Die Übersetzungsmechanik 9 kann eine am Schuhhalteelement 2, 3 auftretende Kraft auf
den Dämpfer 11 übertragen und dabei verstärken.
[0037] Der Dämpfer 11 besteht aus einem Dämpfergehäuse 12 und einem in das bzw. aus dem
Dämpfergehäuse hinein und heraus bewegbaren Dämpfungskolben 13, der in einem weiteren
Schwenkgelenk 14 mit dem Ski bzw. Snowboard schwenkbar verbunden ist. Im Ruhezustand
liegen die Schwenkgelenke 10 und 14 auf einer gemeinsamen Geraden, die von den beiden
Teilhülsenenden 5a, 6a und den beiden Schuhhalteelementen 2, 3 gleichweit beabstandet
ist, das heißt eine Mittellinie des Schuhhalteaggregats 1 ist.
[0038] In der Figur 2 ist das Schuhhalteaggregat der Figur 1 gezeigt, wobei das Schuhhalteelement
3 durch eine Kraft im Wesentlichen quer zur Fahrtrichtung ausgelenkt wurde. Durch
die Auslenkung des Schuhhalteelements 3 wird nicht nur die Rückstellfeder 4 über die
Teilhülse 6 teilkomprimiert, sondern gleichzeitig wird der mit der Verlängerung 3a
verbundenen Übertragungselement 9b in dem Schwenkgelenke 10 verschwenkt. Da der Dämpfer
11 nicht ausweichen kann, wird der Dämpferkolben 13 in das Dämpfergehäuse 12 gedrückt
und ein im Dämpfer 11 enthaltenes komprimierbares Dämpfungsmittel komprimiert. Dabei
kommt es zusätzlich zu einer Verschwenkung des Dämpfers 11 im Schwenkgelenk 14, da
die Bewegungsfreiheit des Dämpfers 11 relativ zum Ski im Wesentlichen durch die vier
Schwenkgelenke 7, 8, 10 14 vorgegeben ist.
[0039] Wirkt jetzt keine Kraft mehr auf das Schuhhalteelement 3, so wird dies von der Rückstellfeder
4 wieder in die in der Figur 1 gezeigte Ruhestellung gedrückt. Da der Dämpfer 11 über
die Übersetzungsmechanik 9 mechanisch fest mit den Schuhhalteelementen 2, 3 verbunden
ist, wird zusammen mit dem Schuhhalteelement 3 auch die Dämpfungsvorrichtung wieder
in die in der Figur 1 gezeigte Ruhestellung gezwungen.
[0040] Die Figuren 3 und 4 zeigen eine alternative Ausführungsform des Schuhhalteaggregats
1 der Figur 1. Der wesentliche Unterschied ist der, dass im Ausführungsbeispiel der
Figur 3 die Schuhhalteelemente 2, 3 keine Verlängerungen aufweisen, und die Schuhhalteelemente
2, 3 nicht direkt sondern über die Teilhülsen 5, 6 mit dem Dämpfer 11 gekoppelt sind.
[0041] Die Teilhülsen 5, 6 weisen an ihrer dem Schuhhalteelement abgewandten Seite eine
Kulissenführung für das jeweilige Übertragungselement 9a, 9b auf. Dabei können die
Übertragungselemente 9a, 9b entlang der Kulisse geführt und um Schwenkachsen 7, 8,
10 verschwenkt werden. Wird jetzt eine der Teilhülsen 5, 6 durch das entsprechende
Schuhhalteelement 2, 3 in Richtung der anderen Teilhülse 5, 6 gedrückt, wie dies in
der Figur 4 zu sehen ist, wird über das Schwenkgelenke 15 und das Schwenkgelenk 14
der Dämpfer 11 aktiviert.
[0042] Die Figuren 5 und 6 zeigen eine weitere Ausführungsform bei der ein Massenpendel
17 den Dämpfer bildet. Das Massependel 17 ist anders als die bisher gezeigten Dämpfer
11 in zwei Schwenkgelenken 18, 19 mit der Übersetzungsmechanik 9 bzw. den Übertragungselementen
9a, 9b verbunden ist. Die Anlenkung der Übertragungselemente 9a, 9b in den Schwenkgelenken
7, 8 kann wie gezeigt über die Teilhülsen 5, 6 oder wie aus den Figuren 1 und 2 bekannt,
direkt durch die Schuhhalteelemente 2, 3 und die eventuellen Verlängerungen 2a, 3a
der Schuhhalteelemente 2, 3 erfolgen. Das Massependel 17 ist nicht in einem Punkt
fest mit dem Ski oder Snowboard verbunden, kann aber in einer Führung, zum Beispiel
in einer Führungsschiene geführt werden, so dass es sich von der Ski-/Snowboardoberfläche
abheben oder auf diese zu gedrückt werden kann. Auch bei dieser Ausführung wird eine
am Schuhhalteelement 2, 3 angreifende Kraft von der Übersetzungsmechanik 9 auf das
Massependel 17 übertragen und dabei verstärkt. Durch die größere Kraft, die auf das
Massependel 17 wirkt, wird frühzeitig eine Dämpfungskraft erzeugt, die einer Komprimierung
der Rückstellfeder 4 entgegenwirkt und dadurch verhindert, dass das Schuhhalteelement
2, 3 bei kurzen harten Stößen auslöst.
[0043] Die Figuren 7 und 8 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei der die Rückstellfeder
20 den Dämpfer 11 umgibt und das Dämpfergehäuse 12 bzw. die Übersetzungsmechanik 9
mit dem im Schwenkgelenke 14 mit dem Ski oder Snowboard verbundenen Dämpferkolben
13 verbindet. Anders als bei den bisher gezeigten Ausführungen wirken der Dämpfer
11 und die Rückstellfeder 20 hier in die gleiche Richtung, nämlich in Längsrichtung
der Ski- oder Snowboardbindung. Die Vorteile der Dämpfung sind dabei die gleichen,
wie bereits zu den vorgehenden Figuren beschrieben.
[0044] Bei dieser Ausführung kann zusätzlich auch noch die Rückstellfeder 4 zwischen den
Teilhülsen 5, 6 angeordnet sein. Der gesamte Federwiderstand gegen eine Auslenkung
eines der Schuhhalteelemente 2, 3 wird dann zusammen aus den beiden Rückstellfedern
4, 20 aufgebracht, das heißt, die einzelne Feder 4, 20 kann schwächer ausgelegt sein.
[0045] Die Figur 9 zeigt skizzenhaft eine weitere Ausführungsform einen Schuhhalteaggregats
1 mit einer Dämpfung. Der Dämpfer 21 ist diesmal als elastisch verformbarer Vollkörper
gebildet, der von einer Scherenmechanik 22, die im gezeigten Beispiel von den Teilhülsen
5, 6 gesteuert wird, komprimiert werden kann. Die Scherenmechanik 22 weist ein Scherengelenk
16 auf, durch das eine Hebelübersetzung von der Bewegung zum Beispiel der Teilhülsen
5, 6 auf den Dämpfer 21 bewirkt wird. Das Schuhhaltaggregat 1 weist eine Rückstellfeder
4 zwischen den beiden Teilhülsen 5, 6 auf.
[0046] Werden bei diesem Ausführungsbeispiel die mit den beiden Teilhülsen 5, 6 verbundenen
Enden der Scherenmechanik 22 aufeinander zu bewegt, schließt sich das andere Ende
der Scherenmechanik 22 um einen größeren Weg, das heißt es wirkt eine größere Kraft
am Dämpfer als an den Teilhülsen 5, 6. Dadurch wird die gewollte frühzeitige Dämpfung
der am Schuhhalteelement 2, 3 auftretenden Kraft bewirkt, die einer Auslösung des
Schuhhalteelements 2, 3 aufgrund kurzer harter Schläge verhindert.
[0047] Die Figur 10 schließlich zeigt eine Ausführung, bei der der Dämpfer 23, die Übersetzungsmechanik
24 und die Rückstellfeder 4 zwischen bzw. teilweise in den Teilhülsen 5, 6 angeordnet
sind, wobei die Rückstellfeder 4 den Dämpfer 23 vollständig und die Übersetzungsmechanik
24 teilweise umgibt. Die Übersetzungsmechanik 24 weist an seine der Teilhülse 5 zugewandten
Seite eine Schulter 25 auf, mit einem Durchmesser, der im Wesentlichen dem Außendurchmesser
der Rückstellfeder 4 entspricht. Dadurch wird eine auf das Schuhhalteelement 5 wirkende
Kraft gleichzeitig auf die Rückstellfeder und den Dämpfer 23 übertragen. Der Dämpfer
23 kann zum Beispiel wie aus den Figuren 1 bis 4 und 9 bekannt ausgebildet sein, dass
heißt ein Dämpfergehäuse und einen Dämpferkolben aufweisen oder ein elastische verformbaren
Vollkörper sein.
[0048] Rückstellfeder 4 und Dämpfer 23 sind in dem Ausführungsbeispiel der Figur 10 quer
zur Längsrichtung der Ski- oder Snowboardbindung ausgerichtet und verlaufen parallel
zueinander. Die Dämpferanordnung in der Figur 10 weist eine sehr kompakte Bauweise
auf, mit wenigen untereinander verbundenen Teilen. Dadurch kann zum Beispiel eine
Zehenhalter mit Dämpfung sehr kurz gebaut werden, zum Beispiel so kurz als würde er
keine Dämpfung aufweisen.
[0049] Gleichwohl in der vorangegangenen Beschreibung eine mögliche Ausführung der Verbesserung
offenbart wurden, versteht es sich, dass zahlreiche weitere Varianten von Ausführungen
durch Kombinationsmöglichkeiten aller genannten und ferner aller dem Fachmann naheliegenden
technischen Merkmale und Ausführungsformen existieren. Es versteht sich ferner, dass
das Ausführungsbeispiel lediglich als Beispiel zu verstehen ist, die den Schutzbereich,
die Anwendbarkeit und die Konfiguration in keiner Weise beschränken. Vielmehr möchte
die vorangegangene Beschreibung dem Fachmann einen geeigneten Weg aufzeigen, um zumindest
eine beispielhafte Ausführungsform zu realisieren. Es versteht sich, dass bei einer
beispielhaften Ausführungsform zahlreiche Änderungen bezüglich Funktion und Anordnung
der Elemente vorgenommen werden können, ohne den in den Ansprüchen offenbarten Schutzbereich
und dessen Äquivalente zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 1
- Schuhhalteaggregat
- 2
- Schuhhalteelement
- 3
- Schuhhalteelement
- 4
- Rückstellfeder
- 5
- Teilhülse
- 5a
- Ende der Teilhülse
- 6
- Teilhülse
- 6a
- Ende der Teilhülse
- 7
- Schwenkgelenk
- 8
- Schwenkgelenk
- 9
- Übersetzungsmechanik
- 9a
- Übertragungselement
- 9b
- Übertragungselement
- 10
- Schwenkgelenk
- 11
- Dämpfer
- 12
- Dämpfergehäuse
- 13
- Dämpferkolben
- 14
- Schwenkgelenke
- 15
- Schwenkgelenk
- 16
- Scherengelenk
- 17
- Massependel, Dämpfer
- 18
- Schwenkgelenk
- 19
- Schwenkgelenk
- 20
- Feder
- 21
- Dämpfer, Dämpfungsgummi
- 22
- Scherenmechanik, Übersetzungsmechanik
- 23
- Dämpfer
- 24
- Übersetzungsmechanik
- 25
- Schulter
1. Schuhhalteaggregat einer Ski- oder Snowboardbindung, umfassend
a) wenigstens ein Schuhhalteelement (2, 3),
b) eine Rückstellfeder (4) für das Schuhhalteelement (2, 3),
c) eine Dämpfungsvorrichtung zur Aufnahme kurzer, harter Stöße, wobei
d) das wenigstens eine Schuhhalteelement (2, 3) und die Dämpfungsvorrichtung über
ein Übersetzungsmechanik (9; 22; 24) verbunden sind, und
e) die Übersetzungsmechanik (9; 22; 24) eine Auslenkung des wenigstens einen Schuhhalteelements
(2, 3) in eine größere Auslenkung der Dämpfungsvorrichtung übersetzt.
2. Schuhhalteaggregat nach Anspruch 1, wobei die Übersetzungsmechanik (9; 22; 24) wenigstens
ein Übertragungselement (9a, 9b; 22) umfasst, das die Auslenkung des wenigstens eine
Schuhhalteelements (2, 3) auf einen Dämpfer (11, 17, 21, 23) der Dämpfungsvorrichtung
überträgt.
3. Schuhhalteaggregat nach dem vorgehenden Anspruch, wobei das Übertragungselement (9a,
9b; 22) ein erstes Ende, das mit dem wenigstens einen Schuhhalteelement (2, 3) gekoppelt
ist, und ein zweites Ende, das mit dem Dämpfer (11, 17, 21, 23) gekoppelt ist, aufweist.
4. Schuhhalteaggregat nach dem vorgehenden Anspruch, wobei das erste Ende in einem Schwenkgelenk
(7, 8) mit dem Schuhhalteelement (2, 3) und das zweite Ende in einem Schwenkgelenk
(10) mit dem Dämpfer (11, 17, 21, 23) gekoppelt ist.
5. Schuhhalteaggregat nach dem vorgehenden Anspruch, wobei das Schuhhalteelement (2,
3) einen ersten Hebelarm eines Hebels bildet und das Übertragungselement (9a, 9b)
einen zweiten Hebelarm des Hebels, und der erste und der zweite Hebelarm unterschiedlich
lang sind.
6. Schuhhalteaggregat nach einem der vorgehenden Ansprüche, wobei die Übersetzungsmechanik
(9; 22; 24) zwei Übertragungselemente (9a, 9b, 22) umfasst, die in dem Schwenkgelenk
(10) mit dem Dämpfer (11, 17, 21, 23) gekoppelt sind.
7. Schuhhalteaggregat nach einem der vorgehenden Ansprüche, wobei der Dämpfer (11, 17,
21, 23) in einem Schwenkgelenk (14) mit dem Ski oder Snowboard verbunden ist.
8. Schuhhalteaggregat nach einem der vorgehenden Ansprüche, wobei die Rückstellfeder
(4) für das Schuhhalteelement (2, 3) gleichzeitig eine Rückführungsfeder (4) für die
Dämpfungsvorrichtung aus einem aktivierten Zustand in den Ruhezustand ist.
9. Schuhhalteaggregat nach einem der vorgehenden Ansprüche, wobei die Rückstellfeder
(4) quer zu oder parallel zu einer Längsachse der Ski- oder Snowboardbindung angeordnet
ist.
10. Schuhhalteaggregat nach einem der vorgehenden Ansprüche, wobei der Dämpfer (11, 17,
21, 23) quer zu oder parallel zu einer Längsachse der Ski- oder Snowboardbindung angeordnet
ist.
11. Schuhhalteaggregat nach einem der vorgehenden Ansprüche, wobei das wenigstens eine
Schuhhalteelement (2, 3) direkt oder über eine Kulisse mit der Übersetzungsmechanik
(9) gekoppelt ist.
12. Schuhhalteaggregat nach einem der vorgehenden Ansprüche, wobei die Dämpfungsvorrichtung
einen Dämpfer (11, 23) in Form eines mit Dämpfungsmittel gefüllten Dämpfergehäuses
(12) mit einem Dämpferkolben (13) aufweist.
13. Schuhhalteaggregat nach dem vorgehenden Anspruch, wobei die Rückstellfeder (4) das
Dämpfergehäuse (12) und den Dämpferkolben (13) umgibt.
14. Schuhhalteaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei die Dämpfungsvorrichtung
einen Dämpfer (17) in Form eines Massependels (17) aufweist.
15. Schuhhalteaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei die Dämpfungsvorrichtung
einen Dämpfer (21) in Form eines Dämpfergummis (21) aufweist.