[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Deckel für Behälter, insbesondere Deckel für
Verpackungsbehälter, wobei die Verpackungsbehälter Becher, Schalen oder dergleichen
darstellen können, wobei der Deckel als Aufsetzdeckel, Schnappdeckel oder Einsetzdeckel
mit einem umlaufenden, vorzugsweise nach unten gerichteten Rand ausgebildet ist.
[0002] Es sind verschiedene derartige Deckel bekannt, die aus Kunststoffen tiefgezogen sind.
Auch bekannt sind Deckel, aus Papier oder Karton, bei denen um eine Deckelfläche eine
Zarge herumgelegt ist, oder die mittels einem Tiefdrückverfahren hergestellt sind,
wobei dann aber vor allem vertikale Faltenbildung im Randbereich beobachtet wird,
die zu einem nicht dicht schließenden Deckel führt.
[0003] Aus der
WO 2012/046215A1 ist beispielsweise ein Deckel aus einem Verbund aus Papier und Kunststoffmaterial
bekannt, welcher umgeformt wird.
[0004] Aus der
US 2,274,037A ist ein Deckel aus Papier bekannt, welcher mit Wellungen ausgerüstet ist, um diesen
zu formen.
[0005] Aus der
EP 0 639 509 A1 ist ein Papierdeckel mit siegelfähiger Beschichtung bekannt.
[0006] Desweiteren ist aus der
DE 26 56 293 A1 ein Graukartondeckel gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt, welcher umgeformt
ist und für die Umformung mit einer Beschichtung versehen ist.
[0007] Oftmals steht heute die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen im Vordergrund, weswegen
teilweise auf Kunststoffe verzichtet werden soll.
[0008] Die bekannten Papier- bzw. Kartondeckel weisen auch den gravierenden Nachteil auf,
daß diese aus mehreren Teilen gefertigt werden müssen. Zudem tritt oftmals Faltenbildung
auf, die zu Undichtigkeiten führt
Dies führt dazu, daß die Deckel nicht nur aufwendig zu fertigen sind, sondern auch
den Behälter nicht dicht verschließen können. Um eine ausreichende Dichtigkeit gewährleisten
zu können, müssen weitere, fertigungstechnisch aufwendige und vor allem aber teure
Maßnahmen ergriffen werden.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen aus nachwachsenden
Rohstoffen hergestellten Deckel zu schaffen, der einen Behälter ausreichend dicht
zu verschließen vermag.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Hauptanspruches gelöst.
[0011] Beim Tiefziehen eines solchen, faserhaltigen Materials werden keine Falten und Knicke
erzeugt, die Undichtigkeiten hervorrufen würden. Allenfalls definierte Prägungen,
die auch als Längsnoppen ausgebildet sein können, sind vorsehbar. Tiefziehen in Bezug
auf die vorliegenden Erfindung bezeichnet ein klassisches Tiefziehverfahren, bei dem
das Material durch Unterdruck in eine Form hineingezogen wird, oder ob mit Überdruck,
Stempeln oder dergleichen gearbeitet wird. Wesentlich ist eine faltenfreie und glatte
Umformung.
[0012] Gemäß der Erfindung schließt an eine innere Deckelfläche ein umlaufender, nach unten
gerichteter Rand direkt oder indirekt an, der leicht konisch verlaufen kann.
[0013] Dadurch kann der Deckel sehr leicht auf einen Behälter aufgesetzt werden und hält
dort durch Klemmung. Der Rand wird oftmals auch als Zarge bezeichnet.
[0014] Gemäß der Erfindung weist der Rand Prägungen, Umrollungen oder Umfaltungen auf, wobei
die Prägungen oder Umfaltungen vertikal und/oder horizontal verlaufen und die Prägungen,
Umrollungen oder Umfaltungen als Rastnasen wirken können.
[0015] Hiermit wird der Deckel zusätzlich gesichert.
[0016] Gemäß der Erfindung ist direkt oder indirekt an die innere Deckelfläche ein nach
oben gerichteter Wulst vorgesehen, der umlaufend ausgebildet sein kann.
[0017] Hierdurch kann eine verbesserte Stabilität des Deckels erzielt werden. Auch eine
Innendichtfläche, die sich an der Innenseite der Wände des Behälters abstützt ist
so denkbar.
[0018] Erfindungsgemäß ist es auch, daß an dem Übergang zwischen Deckelfläche und Wulst
Prägungen vorgesehen sind, die vorzugsweise vertikal bzw. radial verlaufen.
[0019] Durch diese Prägungen wird der Übergang stabilisiert und konstruktiv verstärkt.
[0020] Es hat sich auch als sehr vorteilhaft erwiesen, wenn der Wulst als Stapelhilfe ausgebildet
ist.
[0021] Damit wird beim Übereinanderstapeln mehrerer Deckel verhindert, daß sich diese gegenseitig
deformieren. Zudem wird sichergestellt, daß die Deckel nicht aneinander kleben und
so schlecht entstapelbar sind. Zudem wirkt diese Stapelhilfe auch als Zentrierhilfe
beim Übereinanderstapeln mehrerer verschlossener Becher. Ein Verrutschen der Becher
gegeneinander wird so vermieden.
[0022] Ebenfalls sehr vorteilhaft ist es, wenn Teilbereiche des Deckels gepresst, expandiert,
umgelegt und/oder gerollt ausgebildet sind.
[0023] Dadurch wird die Stabilität und die Form des Deckels positiv beeinflusst.
[0024] Äußerst vorteilhaft ist es auch, wenn der Deckel eine runde, ovale, eckige oder abgerundete
Form aufweist.
[0025] Damit lassen sich beliebige Behälter verschließen.
[0026] Es hat sich auch als sehr vorteilhaft erwiesen, wenn der Deckel eine Höhe zwischen
5 und 30 Millimeter, vorzugsweise zwischen 8 und 20 Millimeter aufweist.
[0027] Bei dieser Höhe weist der Deckel eine sehr gute Verwindungssteifigkeit auf und sorgt
so für einen sicheren Verschluß des Behälters.
[0028] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Herstellen eines Deckels aus Papier Material
liegt vor, wenn ein flachliegender Zuschnitt tiefgezogen wird und so zunächst ein
Wulst gemäß Anspruch 1 gebildet wird.
[0029] Hierdurch wird die Grundform des Deckels gebildet. Durch die Anwendung des Tiefziehverfahrens
werden Falten oder Knicke vermieden.
[0030] Dabei hat es sich als sehr vorteilhaft erwiesen, wenn ein Teil des durch Tiefziehen
gebildeten Wulstes nach außen umgelegt und so der Rand gebildet wird.
[0031] Damit kann mit einem vergleichsweise einfachen Verfahrensschritt ein stabiler Deckel
geschaffen werden.
[0032] Erfindungsgemäß werden im Bereich des Übergangs zwischen Deckelfläche und Wulst Radien
vorgesehen und Prägungen zum Stabilisieren des Übergangs angebracht.
[0033] Durch die Radien werden Brüche des Materials vermieden. Die Anbringung von Prägungen
kann zur Stabilisierung des Deckels dienen, aber auch für einen sicheren Halt auf
einem Behälter sorgen. Die Prägungen verlaufen oftmals vertikal, können aber auch
horizontal oder geneigt verlaufen.
[0034] Ein weiterer sehr vorteilhafter Verfahrensschritt liegt auch vor, wenn insbesondere
mehrlagige Bereiche des Deckels gepresst werden.
[0035] Dadurch wird nicht nur die Form des Deckels bestimmt, sondern auch mehrlagige Stellen
des Deckels zusammengefügt.
[0036] Eine weitere sehr vorteilhafte Möglichkeit zum Herstellen eines erfindungsgemäßen
Deckels aus Papier oder papierähnlichem Material liegt auch vor, wenn in einen flachliegenden
Zuschnitt im Bereich des zu bildenden Wulstes eine Rinne eingeformt und so der Wulst
gebildet wird.
[0037] Durch die Bildung der Rinne wird eine grobe Form des Deckels bestimmt und sowohl
Wulst als auch Rand angedeutet. Die Rinne kann als Prägung ausgeführt sein. Die Rinne
dient dazu, den Deckel leichter formen zu können.
[0038] Dabei ist es äußerst vorteilhaft, wenn der Wulst und/oder der Rand radial gepresst
oder expandiert und so in die endgültige Form gebracht wird.
[0039] Durch das Pressen oder Expandieren wird der Wulst und der Rand endgültig ausgebildet
und geformt.
[0040] Im folgenden wird die Erfindung anhand mehrerer Ausführungsbeispiele veranschaulicht.
[0041] Dabei zeigen:
- Fig. 1
- ein Schaubild eines ersten Deckels, der kein Teil der Erfindung ist, mit Deckelfläche
und nach unten gerichtetem Rand,
- Fig. 2
- einen Schnitt durch eine auch nicht erfindungsgemäße Variante dieses Deckels,
- Fig. 3
- ein Schaubild eines erfindungsgemäßen Deckels mit Deckelfläche, Wulst und nach unten
gerichtetem Rand/Zarge,
- Fig. 4
- einen Schnitt durch eine Variante dieses Deckels,
- Fig. 5
- eine schematische Abfolge einer ersten Möglichkeit zur Herstellung eines solchen Deckels,
- Fig. 6
- eine schematische Abfolge einer zweiten Möglichkeit zur Herstellung eines solchen
Deckels, und
- Fig. 7
- eine schematische Abfolge einer dritten Möglichkeit zur Herstellung eines solchen
Deckels.
[0042] Mit 1 ist in Fig. 1 ein Deckel mit einer Deckelfläche 2 und einem umlaufenden, nach
unten gerichteten Rand/Zarge 3 bezeichnet.
[0043] Der Deckel ist einstückig aus Papier, Pappe, Karton oder einem anderen papierähnlichem
Material hergestellt. Wesentlich bei einem solchen papierähnlichen Material ist, daß
ein großer Faseranteil enthalten ist.
[0044] Diese Materialien sind in der Regel biologisch abbaubar und/oder sind aus nachwachsenden
Rohstoffen hergestellt, so daß die Umweltbilanz dieser Materialien gegenüber gebräuchlichen
Kunststoffen für Kunststoffdeckel deutlich besser ausfällt.
[0045] In diesem Zusammenhang ist es auch denkbar, daß Polymere, insbesondere Biopolymere
als Bindemittel für die Fasern eingesetzt werden.
[0046] Die Deckelmaterialien können dabei wenigstens einseitig beschichtet, imprägniert
oder auch lackiert sein, um eine gute Resistenz gegenüber den Behälterfüllstoffen
herzustellen.
[0047] Auch eine Laminierung mit einer sehr dünnen Polymerfolie ist denkbar.
[0048] Zudem kann das Deckelmaterial wenigstens einseitig auch bedruckt sein, mit Mustern,
Informationen oder anderen Gestaltungen ausgerüstet sein.
[0049] Im Deckelrand 3 kann eine partielle oder umlaufende Prägung 4 angebracht sein, die
sich unter einem Rand des nicht dargestellten Verpackungsbehälters verkrallen kann
und so den Deckel 1 auf dem Behälter befestigt.
[0050] Die Prägung 4 verläuft dabei oftmals horizontal und ist nach innen zur Deckelfläche
2 hin gerichtet. Es ist aber auch denkbar, daß die Prägung 4 definiert vertikal, schräg
oder gar schraubenförmig verläuft.
[0051] Die Prägungen 4 können abschnittsweise angebracht sein.
[0052] Anstatt der Prägungen 4 kann der Rand 3 auch an seinem von der Deckelfläche 2 abgewandten
Ende eine Einrollung, Umfalzung oder dergleichen aufweisen, die vorzugsweise nach
innen gerichtet ist und als Rasteinrichtung dient.
[0053] Der Rand 3 kann sich, ausgehend von der Deckelfläche 2, konisch aufweiten.
[0054] Am Übergang zwischen Deckelfläche 2 und Rand 3 können weitere, vorzugsweise radial
verlaufende Prägungen 5 vorgesehen sein, die den Übergang verstärken und stabilisieren.
In diesem Zusammenhang ist auch eine Variante der Prägungen 5 denkbar, wie sie in
Fig. 2 dargestellt ist. Dabei verläuft die Prägung 5 im wesentlichen entlang des Umfangs
der Deckelfäche 2 und kann einen definierten Abstand zum Übergang zwischen Deckelfläche
2 und Rand 3 einnehmen. Die Prägung 5 kann dabei auch abschnittsweise angeordnet sein.
[0055] Durch diese Prägungen kann auch verhindert werden, daß die tief gezogene Form sich
wieder zurückbildet. Es ist auch denkbar, daß diese Prägungen 5 als Abstandshalter
oder Stapelhilfe dienen können.
[0056] Der Übergang selbst weist einen Radius auf, damit die Materialbelastung am Übergang
möglichst gering gehalten wird.
[0057] Wie in Fig. 3 dargestellt, weist ein erfindungsgemäßer Deckel 31 auch einen umlaufenden
Wulst 36 auf.
[0058] Ein solcher Deckel 31 weist umlaufend um seine Deckelfläche 32 eine nach oben verlaufende
Wandung 33 auf, die über einen Radius an der Deckelfläche 32 anschließt. Diese Wandung
33 bildet einen Teil des Wulstes.
[0059] Die Wandung 33 erstreckt sich zwischen 0,5 und dreißig, vorzugsweise bis zehn Millimeter
nach oben. Danach erstreckt sich außerhalb eine zweite Wandung 34 annähernd parallel
dazu nach unten und bildet im über die Deckelfläche 32 hinausragenden Teil einen Rand
35.
[0060] Der Rand 35 kann wiederum eine oder mehrere Prägungen 37 aufweisen, die ein Verrasten
des Deckels 31 an einem Rand des Behälters ermöglichen.
[0061] Die beiden Wandungen 33 und 34 bilden zusammen im über die Deckelfläche 32 hinausragenden
Abschnitt den Wulst 36.
[0062] Der Wulst 36 verleiht dem Deckel 31 nicht nur eine sehr hohe Stabilität, sondern
kann auch als Stapelhilfe dienen, die ein Deformieren mehrerer übereinander gestapelter
Deckel 31 ebenso verhindern kann wie ein aneinander Kleben aufeinanderfolgender Deckel
31 beim Entstapeln. Zudem kann der Wulst 36 als Zentrierhilfe für übereinander zu
stapelnde, verschlossene Behälter dienen. Ein unerwünschtes Verrutschen dieser Behälter
gegeneinander wird vermieden.
[0063] Die beiden Wandungen 33 und 34 können direkt aneinander liegen oder aber einen Abstand
voneinander aufweisen.
[0064] An den Übergängen zwischen den einzelnen Abschnitten werden Radien vorgesehen, die
von Prägungen 38 verstärkt und stabilisiert werden können.
[0065] Als Material werden faserhaltige Rohstoffe eingesetzt, wie beispielsweise Fibreform.
[0066] Insgesamt stellen alle Varianten des erfindungsgemäßen Deckels einteilige, faltenfreie
Deckel dar, die auf Kunststoffe wenigstens in soweit verzichten können, wie diese
nicht zur Bildung einer Barriereschicht benötigt werden.
[0067] Durch die faltenfreie Ausgestaltung ist es möglich, daß die Deckel das jeweilige
Behältnis dicht verschließen.
[0068] Verschiedenartigste Formen der Deckel sind denkbar. So können Deckel beispielsweise
für runde, ovale, eckige oder andere Behältnisse vorgesehen werden. Der Wulst 36 kann
umlaufend oder wenigstens über einen Teilbereich vorgesehen werden.
[0069] Als Barriereschicht können aber auch Biopolymere, Wachse oder dergleichen eingesetzt
werden.
[0070] Alle erfindungsgemäßen Deckel werden einteilig im Tiefziehverfahren hergestellt.
[0071] Tiefziehverfahren in Bezug auf die vorliegende Erfindung bezeichnet ein klassisches
Tiefziehverfahren, bei dem das Material durch Unterdruck in eine Form hineingezogen
wird, oder ob mit Überdruck, Stempeln oder dergleichen gearbeitet wird. Wesentlich
ist eine faltenfreie und glatte Umformung.
[0072] Im wesentlichen sind drei Varianten denkbar, die jedoch Abwandlungen und Kombinationen
nicht ausschließen.
[0073] Bei der ersten Variante wird aus einem flachliegenden Zuschnitt zunächst eine Deckelfläche
tiefgezogen, an die sich eine Wandung 33 anschließt.
[0074] Anschließend werden die Prägungen 37 angebracht, die als Rastnasen zu einem nicht
dargestellten Behälter hin dienen können.
[0075] Zusätzlich werden dann noch Prägungen 38 direkt im Bereich des Überganges vorgesehen,
die den Übergang verstärken.
[0076] Eine Pressung kann vor allem in radialer Richtung ausgeführt werden, um die Wandung
33 auszurichten.
[0077] Anschließend kann ein Teil der Wandung 33 nach außen umgelegt werden, welche dann
die Wandung 34 und den Rand 35 bildet.
[0078] Es ist auch denkbar, wie in Fig. 6 dargestellt, in Abwandlung hiervon, nicht die
Wandung 34 nach außen umzulegen, sondern die Deckelfläche durch einen Tiefziehschritt
im Deckel zu vertiefen.
[0079] Eine Pressung kann nach dem Umlegen nochmals vorgesehen werden, um die Wandung 34
auszurichten und eventuelle Unebenheiten zu glätten. Falten, wie sie beim klassischen
Tiefdrücken auftreten werden bei den vorliegenden Verfahren nicht erzeugt.
[0080] Der Einsatz von tiefziehfähigem Material ist jedoch nötig.
[0081] Das tiefziehfähige Material kann, um verbesserte Tiefzieheigenschaften zu erreichen,
angefeuchtet und/oder erwärmt sein bzw. einen hohen Feuchtigkeitsanteil aufweisen.
[0082] Ein anderer Verfahrensablauf, der jedoch zum selben Erzeugnis führt, kann derart
ausgestaltet sein, daß in einen flachliegenden Zuschnitt zunächst eine umlaufende
Rinne eingeprägt wird, die zum Schluß den Wulst 36 bilden wird.
[0083] Diese Rinne wird dann durch ein Tiefziehverfahren vertieft, so daß diese der Höhe
des Wulstes entspricht.
[0084] Anschließend wird der Zuschnitt bzw. teilweise ausgeformte Deckel noch radial und
vertikal gepresst um den Wulst, den Rand/Zarge und die Deckelfläche vollständig auszubilden.
[0085] Beim Pressen können auch direkt alle notwendigen Prägungen angebracht werden.
1. Verfahren zum Herstellen eines Deckels (31) aus Papier für Behälter, insbesondere
Deckel (31) für Verpackungsbehälter, wobei die Verpackungsbehälter Becher, Schalen
oder dergleichen darstellen können, wobei der Deckel (31) als Aufsetzdeckel, Schnappdeckel
oder Einsetzdeckel mit einem umlaufenden, vorzugsweise nach unten gerichteten Rand
(35) ausgebildet ist, wobei ein flachliegender Zuschnitt tiefgezogen, d.h. klassisch
durch Unterdruck in eine Form hineingezogen wird, oder mit Überdruck oder Stempeln
eine Umformung vorgenommen wird und so zunächst ein Wulst (36) gebildet wird oder
daß in einen flachliegenden Zuschnitt im Bereich des zu bildenden Wulstes (36) eine
Rinne eingeformt und so der Wulst (36) gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Übergangs zwischen Deckelfläche (32) und Wulst (36) Radien vorgesehen
und Prägungen zum Stabilisieren des Übergangs angebracht werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des durch tiefziehen gebildeten Wulstes (36) nach außen umgelegt und so
ein Rand (35) gebildet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß insbesondere mehrlagige Bereiche des Deckels (31) gepresst werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Wulst (36) und/oder der Rand (35) radial gepresst oder expandiert und so in die
endgültige Form gebracht wird.
5. Deckel (31) für Behälter, insbesondere Deckel (31) für Verpackungsbehälter, wobei
die Verpackungsbehälter Becher, Schalen oder dergleichen darstellen können, wobei
der Deckel (31) als Aufsetzdeckel, Schnappdeckel oder Einsetzdeckel mit einem umlaufenden
Rand (35) ausgebildet ist, wobei der Deckel (31) aus einem Papier tiefgezogen ist
und wobei direkt oder indirekt an die innere Deckelfläche (32) angrenzend ein nach
oben gerichteter Wulst (36) vorgesehen ist und darauf der umlaufende, nach unten gerichtete
Rand (35) direkt anschließt und wobei der Rand (35) Prägungen (37), Umrollungen oder
Umfaltungen aufweist, wobei die Prägungen (37) oder Umfaltungen vertikal und/oder
horizontal verlaufen und die Prägungen (37), Umrollungen oder Umfaltungen als Rastnasen
wirken können, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Übergang zwischen Deckelfläche (32) und Wulst (36) Prägungen (38) vorgesehen
sind, die vorzugsweise vertikal bzw. radial verlaufen.
6. Deckel (31) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der nach unten gerichtete Rand (35) leicht konisch verläuft.
7. Deckel (31) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der nach oben gerichtete Wulst (36) umlaufend ausgebildet ist.
8. Deckel (31) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Wulst (36) als Stapelhilfe ausgebildet ist.
9. Deckel (31) nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß Teilbereiche des Deckels (31) gepresst, expandiert, umgelegt und/oder gerollt ausgebildet
sind.
10. Deckel (31) nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (31) eine runde, ovale, eckige oder abgerundete Form aufweist.
11. Deckel (31) nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (31) eine Höhe zwischen 5 und 30 Millimeter, vorzugsweise zwischen 8 und
20 Millimeter aufweist.
1. Method of producing a lid (31) of paper for containers, particularly lids (31) for
packaging containers, wherein the packaging containers can be cups, tubs or the like,
wherein the lid (31) is constructed as a sit-on lid, a snap-fit lid or an insert lid
with an encircling, preferably downwardly directed, edge (35), wherein a flatly disposed
blank is deep-drawn, i.e. drawn into a mould in classic manner by sub-atmospheric
pressure, or reshaping is undertaken by excess pressure or stamping and thus initially
a bead (36) is formed or that a channel is formed in a flatly disposed blank in the
region of the bead (36) to be formed and the bead (36) is thus formed, characterised in that radii are provided in the region of the transition between lid surface (32) and bead
(36) and stampings (38) for stabilising the transition are formed.
2. Method according to claim 1, characterised in that a part of the bead (36) formed by deep-drawing is folded over outwardly and thus
an edge (35) is formed.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that, in particular, multi-layer regions of the lid (31) are pressed.
4. Method according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the bead (36) and/or the edge (35) are radially pressed or expanded and thus brought
into the final shape.
5. Lid (31) for containers, particularly lids (31) for packaging containers, wherein
the packaging containers can represent cups, tubs or the like, wherein lid (31) is
formed as a sit-on lid, a snap-fit lid or an insert lid with an encircling edge (35),
wherein the lid (31) is deep-drawn from a paper and wherein an upwardly directed bead
(36) is provided to directly or indirectly adjoin the inner lid surface (32) and the
encircling, downwardly directed edge (35) directly adjoins thereat and wherein the
edge (35) has stampings (37), rollings-over or foldings-over, wherein the stampings
(37) or foldings-over extend vertically and/or horizontally and the stampings (37),
rollings-over or foldings-over can act as detent lugs, characterised in that stampings (38), which preferably extend vertically or radially, are provided at the
transition between lid surface (32) and bead (36).
6. Lid (31) according to claim 5, characterised in that the downwardly directed edge (35) extends slightly conically.
7. Lid (31) according to claim 5 or 6, characterised in that the upwardly directed bead (36) is formed to be encircling.
8. Lid (31) according to any one of clams 5 to 7, characterised in that the bead (36) is constructed as a stacking aid.
9. Lid (31) according to any one of claims 5 to 8, characterised in that sub-regions of the lid (31) are formed to be pressed, expanded, folded-over and/or
rolled.
10. Lid (31) according to any one of claims 5 to 9, characterised in that the lid (31) has a round, oval, polygonal or rounded-off shape.
11. Lid (31) according to any one of claims 5 to 10, characterised in that the lid (31) has a height of between 5 and 30 millimetres, preferably between 8 and
20 millimetres.
1. Procédé de fabrication d'un couvercle (31) en papier, destiné à des réceptacles, notamment
couvercle (31) pour réceptacles de conditionnement, lesquels réceptacles de conditionnement
peuvent consister en des gobelets, en des bols ou en des objets similaires, ledit
couvercle (31) étant réalisé en tant que couvercle posé en applique, couvercle emboîtable
ou couvercle intégré muni d'un rebord périphérique (35) préférentiellement dirigé
vers le bas, sachant qu'un flan prédécoupé reposant à plat est embouti, c'est-à-dire
enchâssé dans un moule de manière classique, sous l'effet d'une dépression, ou qu'une
mise en forme est exécutée sous l'effet d'une surpression ou à l'aide de poinçons,
donnant ainsi naissance à un bourrelet (36) dans un premier temps, ou sachant qu'une
rigole est pratiquée dans un flan prédécoupé reposant à plat, dans la région du bourrelet
(36) devant être formé, donnant ainsi naissance audit bourrelet (36), caractérisé par le fait que, dans la zone de transition entre une surface (32) du couvercle et le bourrelet (36),
des rayons sont prévus et des empreintes matricées (38) sont ménagées en vue de stabiliser
ladite transition.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'une partie du bourrelet (36) formé par emboutissage est rabattue vers l'extérieur,
donnant ainsi naissance à un rebord (35).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que notamment des régions à couches multiples du couvercle (31) sont comprimées.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que le bourrelet (36) et/ou le rebord (35) est (sont) comprimé(s) ou déployé(s) radialement,
et amené(s) ainsi à la forme définitive.
5. Couvercle (31) destiné à des réceptacles, notamment couvercle (31) pour réceptacles
de conditionnement, lesquels réceptacles de conditionnement peuvent consister en des
gobelets, en des bols ou en des objets similaires, ledit couvercle (31) étant réalisé
en tant que couvercle posé en applique, couvercle emboîtable ou couvercle intégré
muni d'un rebord périphérique (35), sachant que ledit couvercle (31) est embouti dans
du papier et sachant qu'un bourrelet (36), pointant vers le haut, est prévu directement
ou indirectement dans la contiguïté de la surface intérieure (32) dudit couvercle
et que le rebord périphérique (35), dirigé vers le bas, se trouve dans la continuité
directe dudit bourrelet, lequel rebord (35) est pourvu d'empreintes matricées (37),
de profilages roulés ou de profilages repliés, sachant que lesdites empreintes matricées
(37) ou lesdits profilages repliés s'étendent verticalement et/ou horizontalement,
et que lesdites empreintes matricées (37), lesdits profilages roulés ou lesdits profilages
repliés peuvent agir comme des mentonnets encliquetables, caractérisé par le fait que des empreintes matricées (38), prévues à la transition entre la surface (32) du couvercle
et le bourrelet (36), présentent de préférence une étendue respectivement verticale
ou radiale.
6. Couvercle (31) selon la revendication 5, caractérisé par le fait que le rebord (35), dirigé vers le bas, présente une étendue légèrement tronconique.
7. Couvercle (31) selon la revendication 5 ou 6, caractérisé par le fait que le bourrelet (36), pointant vers le haut, est de réalisation périphérique.
8. Couvercle (31) selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé par le fait que le bourrelet (36) est réalisé en tant qu'auxiliaire d'empilement.
9. Couvercle (31) selon l'une des revendications 5 à 8, caractérisé par le fait que des régions partielles dudit couvercle (31) sont de réalisation comprimée, déployée,
rabattue et/ou roulée.
10. Couvercle (31) selon l'une des revendications 5 à 9, caractérisé par le fait que ledit couvercle (31) offre une forme ronde, ovale, anguleuse ou arrondie.
11. Couvercle (31) selon l'une des revendications 5 à 10, caractérisé par le fait que ledit couvercle (31) présente une hauteur comprise entre 5 et 30 millimètres, de
préférence entre 8 et 20 millimètres.