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(11) |
EP 2 669 227 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.12.2016 Patentblatt 2016/52 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.05.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Gewickelte Drahtspule sowie Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung der Drahtspule
Wound wire coil and method and device for manufacturing the same
Bobine de fil enroulée ainsi que dispositif et procédé de fabrication de la bobine
de fil
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
01.06.2012 DE 102012010840
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.12.2013 Patentblatt 2013/49 |
| (73) |
Patentinhaber: Binder, Fritz |
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71297 Mönsheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Binder, Fritz
71297 Mönsheim (DE)
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Vertreter: Wacker, Jost Oliver et al |
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Frank Wacker Schön
Patentanwälte
Schwarzwaldstraße 1A 75173 Pforzheim 75173 Pforzheim (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 334 211 EP-A2- 0 762 445 DE-C- 289 216
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EP-A1- 1 847 498 DE-A1- 4 009 370 DE-U1- 20 008 405
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine gewickelte Drahtspule, wie insbesondere eine Drahtspule
zur Aufnahme von Metalldraht für die Weiterverarbeitung zu Schmuck, nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zur Herstellung der Drahtspule und eine Vorrichtung
zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Die Drahtspule weist dabei eine Aufnahmespule, die einen Spulenkern mit zylindrischer
Oberfläche und dazu senkrecht stehende Seitenscheiben aufweist, und eine auf dem Spulenkern
angeordnete Drahtwickelung eines Drahtes auf, der mehrere in radialer Richtung übereinander
angeordnete Lagen bildet. Hierbei sind an den Seitenscheiben Umlenkpunkte ausgebildet,
an denen jeweils eine Verlegerichtung des Drahtes wechselt und die dadurch jeweils
einen Übergang zwischen zwei übereinander liegenden Lagen bilden. Die Umlenkpunkte
können daher auch als Verlegeumkehrpunkte bezeichnet werden.
[0003] Aus
DE 600 38 214 T2 ist eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Wickeln von Drahtspulen bekannt, die eine
Spindel mit daran befestigter Spule aufweisen. Ein Verschiebemechanismus bewirkt dabei
die relative Verschiebung eines Drahtzuführteils gegenüber der Spule. Um dabei auch
bei dünnen Drähten das Drahtzuführteil mit einer besonders genauen Steigung verlagern
zu können, um exakt zueinander ausgerichtete aneinander liegende Drahtwickelungen
gewährleisten zu können, weist der Verschiebemechanismus zwei Verschiebemotoren auf,
die voneinander unabhängig betrieben werden können.
[0004] Aus
DE 37 51 237 T2 sind Drahtspulen mit zylindrischem Spulenkern und senkrecht stehenden Seitenscheiben
bekannt, bei denen Lagen von Wickelgut konisch auf den Spulenkern aufgewickelt sind.
[0005] DE 10 2006 018 428 A1 zeigt ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Aufwicklung einer Drahtspule, bei dem
die Ausbildung von Tälern und Bergen des Wickelguts auf einem Spulenkern verhindert
wird, um ein Wickelvolumen der Drahtspule optimal nutzen zu können.
[0006] EP 0334 211 A1 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung eines spulenlosen Gebindes, bei dem das
zu wickelnde Gut in von innen nach außen zunehmenden Lagebreiten auf eine kegelstumpfförmige
Aufnahmespule aufgewickelt wird. Zur Herstellung der unterschiedlichen Lagebreiten
sind dabei Mittel vorgesehen, die einen Richtungswechsel auch zwischen den äußeren
Umlenkpunkten der Wicklung ermöglichen.
[0007] DE 4009370 A1 zeigt ein Verfahren zum Herstellen einer Kreuzspule, an der ein Spinnfasergarn kreuzweise
abgelegt ist.
[0008] EP 0762445 A2 und
DE 289216 A beschreiben jeweils ein Wickelverfahren zur Herstellung einer elektromagnetischen
Spule.
[0009] Aus
DE 20008405 U1 und
EP 1847498 A1ist jeweils ein System zur Verlegung von Wickelgut auf einem Spulenkörper bekannt,
durch das eine über die unterschiedlichen Wickellagen hinweg besonders gleichmäßige
Wickelung gewährleistet werden kann.
[0010] Nachteilig an den hierbei gewonnenen Drahtspulen ist, dass diese beim Abwickeln zu
einem Einsinken des Drahtes in die verbleibende Drahtwickelung neigen. Dieses Einsinken
kann dabei zu einem Festklemmen des abzuwickelnden Drahtes innerhalb der verbleibenden
Drahtwickelung führen, was beispielsweise bei der fortlaufenden Herstellung von Schmuckketten
zu Störungen, Produktionsabbrüchen oder zu Fehlern an den herzustellenden Produkten
führen kann.
[0011] Die Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer gattungsgemäßen gewickelten Drahtspule
die genannten Nachteile zu vermeiden und ein störungsfreies Abwickeln der aufgenommenen
Drahtwickelung zu gewährleisten.
[0012] Diese Aufgabe wird durch eine gewickelte Drahtspule mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Dabei weist der Draht zwischen den zwei Umlenkpunkten einer der Lagen Überlappungsabschnitte
auf, die zusätzliche Übergänge zwischen übereinander liegenden Lagen bilden. Auf diese
Weise können über den Querschnitt des gewickelten Drahtes hinweg Bereiche mit indifferenten
Lagerungszuständen der beim Abwickeln jeweils außen liegenden Drahtabschnitte vermieden
werden. Hierdurch wir die Gefahr verringert, dass der abzuwickelnde Drahtabschnitt
und die unterhalb desselben angeordneten Drahtabschnitte während eines Abwickelvorganges
gegeneinander verrutschen und dadurch der abzuwickelnde Drahtabschnitt einsinkt und
sich verklemmt.
[0013] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform sind die Überlappungsabschnitte
dabei in jeder Lage der gewickelten Drahtspule ausgebildet, wodurch ein vollumfänglich
erhöhter Widerstand gegen ein Einsinken des abzuwickelnden Drahtabschnittes gewährleistet
werden kann.
[0014] Vorteilhafterweise sind dabei in einer der Lagen wenigstens zwei Überlappungs-abschnitte
ausgebildet, die sich in axialer Richtung der Drahtspule jeweils zwischen einem ersten
Übergang von der jeweiligen Lage zu einer anderen Lage und einem zweiten Übergang
zurück zu der Ausgangslage über unterschiedlich große Teilverlegelängen erstrecken.
Durch die unterschiedlich große Überlappungsabschnitte kann dabei der Widerstand,
den die unteren Lagen einer Einsinkbewegung der jeweils darüber liegenden Lagen in
radialer Richtung entgegen setzen, erhöht und dadurch insbesondere das Einsinken des
Drahtes im jeweils aktuellen Abwickelungsbereich verhindert werden.
[0015] Dabei ist es zudem günstig, wenn sich die Überlappungsabschnitte über einen Winkelabschnitt
von jeweils mindestens 360° erstrecken. Hierdurch weisen die Überlappungsabschnitte
während ihrer Herstellung eine relativ hohe Lagestabilität auf.
[0016] Ferner wird die Aufgabe durch ein Verfahren zur Herstellung einer gewickelten Drahtspule
in einer der oben genannten Ausführungsformen gelöst, bei dem der Draht der sich drehenden
Aufnahmespule zugeführt und dabei von einem Verlegeapparat geführt wird, der sich
parallel zu einer Drehachse der Aufnahmespule über eine Länge des Spulenkerns zwischen
zwei Umschaltpunkten hin- und herbewegt, wobei ein Teil des Verlegeapparates entlang
einer linearen Hauptbewegungsrichtung von jeweils einem der Umschaltpunkte zu dem
jeweils anderen Umschaltpunkt bewegt wird, wobei diese Hauptlinearbewegung mit einer
mehrfach alternierenden Bewegung überlagert wird, so dass über eine Verlegelänge der
jeweils hergestellten Lage mehrere Überlappungsabschnitte ausgebildet werden. Auf
diese Weise sind an jedem Punkt entlang der Verlegelänge einer jeweils äußeren Lage
unterhalb derselben mehrere Überlappungsabschnitte ausgebildet, durch die der Widerstand,
den die unteren Lagen einer Einsinkbewegung der jeweils darüber liegenden Lagen in
radialer Richtung entgegen setzen, erhöht werden kann.
[0017] Vorteilhafterweise erstrecken sich die Überlappungsabschnitte hierbei über unterschiedlich
lange Teilverlegelängen. Durch die hierdurch bei der Herstellung der gewickelten Drahtspule
entstehende Vielzahl unterschiedlich großer und mehrfach und zueinander versetzt übereinander
angeordneter Überlappungsabschnitte kann der Widerstand gegen eine Einsinkbewegung
des abzuwickelnden Drahtes deutlich erhöht werden.
[0018] Zudem ist es günstig, wenn die Teilverlegelängen nach einem Zufallsprinzip ermittelt
werden. Hierdurch konnte überraschender Weise ein höherer Widerstand gegen eine Einsinkbewegung
des abzuwickelnden Drahtes als bei vielen regelmäßigen Anordnungen der Überlappungsabschnitte
festgestellt werden.
[0019] Darüber hinaus wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
in einer der oben genannten Ausführungsformen gelöst, bei der eine Drahtausgabeeinrichtung
vorgesehen ist, aus der der Draht über den Verlegeapparat einer Spulenaufnahme zuführbar
ist, an der die Aufnahmespule durch einen Spulenantrieb antreibbar ist, wobei der
Verlegeapparat einen vom Spulenantrieb der Aufnahmespule getrennten Verlegeantrieb
sowie Mittel zum Richtungswechsel auch zwischen den Umschaltpunkten aufweist. Hierdurch
kann der Verlegeapparat unabhängig vom Spulenantrieb angetrieben werden und insbesondere
unabhängig von Drehgeschwindigkeit und -position der Spulenaufnahme die Überlappungsabschnitte
ausbilden.
[0020] Vorteilhafterweise umfassen die Mittel zum Richtungswechsel zwischen den Umschaltpunkten
einen mit einer Steuerungseinrichtung verbundenen und entlang eines stationären Elementes
linear bewegbaren Läufer des Verlegeapparates. Hierbei kann die lineare Bewegungsrichtung
des Läufers in Abhängigkeit eines Steuerungssignals der Steuerungseinrichtung verändert
beziehungsweise gewechselt werden. Mithilfe eines derartigen Läufers ist eine einfache
und exakte Ausbildung der Überlappungsabschnitte möglich.
[0021] Dabei ist es günstig, wenn die Steuerungseinrichtung einen programmtechnisch hinterlegten
Zufallsgenerator zur Generierung des Steuerungssignals aufweist. Hierdurch kann zumindest
innerhalb vorgegebener Rahmenwerte die Häufigkeit und jeweilige Erstreckung der Überlappungsabschnitte
über die Lagen der herzustellenden Drahtspule hinweg nach dem Zufallsprinzip verteilt
werden.
[0022] In den Figuren ist eine beispielhafte Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
- Figur 1
- einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße gewickelte Drahtspule und
- Figur 2
- eine Draufsicht auf eine Vorrichtung zur Herstellung der gewickelten Drahtspule nach
Fig. 1.
[0023] Fig. 1 zeigt eine gewickelte Drahtspule 2 mit einer Aufnahmespule 4, die einen Spulenkern
6 mit zylindrischer Oberfläche 8 aufweist. Die zylindrische Oberfläche 8 ist dabei
zu beiden Enden hin durch jeweils eine zu ihr senkrecht stehende Seitenscheibe 10a,
10b begrenzt.
[0024] Zwischen den Seitenscheiben 10a, 10b ist auf dem Spulenkern 6 eine Drahtwickelung
12 aufgewickelt, die aus einem Draht 14, wie insbesondere einem zur Herstellung von
Schmuckstücken üblichen Metalldraht, gebildet ist. Die Drahtwickelung 12 umfasst dabei
in radialer Richtung R der Drahtspule 2 mehrere übereinander angeordnete Lagen L1,
L2, L3, L4 des Drahtes 14. Alternativ zu dem hier dargestellten Draht 14 mit rundem
Querschnitt ist auch die Verwendung eines Drahtes 14 mit ovalem, halbrundem oder flachem
Querschnitt möglich.
[0025] Fig. 1 zeigt die Drahtwickelung 12 hierbei zu Beginn eines Wickelvorganges, bei dem
die Drahtquerschnitte des aufgewickelten Drahtes 14 in der dargestellten Schnittebene
gemäß eines strichpunktiert dargestellten Verlegepfades V zwischen einem Startpunkt
SP an einer der Seitenscheiben 10a und einem ersten Umlenkpunkt U1 an der anderen
Seitenscheibe 10b angeordnet sind, wobei der Umlenkpunkt U1 einen Übergang am Ende
der ersten Lage L1 zu der zweiten Lage L2 bezeichnet. Im weiteren Verlauf des Wickelvorganges
wird, wie durch gepunktete Linien dargestellt, jeweils am Ende jeder weiteren Lage
L2, L3, L4 ein weiterer Umlenkpunkt U2, U3, U4 ausgebildet.
[0026] Wie aus Fig. 1 zu entnehmen ist, werden beim Verlegen des Drahtes 14 gemäß Verlegepfad
V drei unterschiedlich breite Überlappungsabschnitte 16 ausgebildet, die zwischen
den Umlenkpunkten U1, U2, U3 zusätzlich Übergänge Z1, Z2, Z3, Z4 zwischen jeweils
benachbarten Lagen L1, L2, L3, L4 bilden. Die Überlappungsabschnitte 16 erstrecken
sich dabei in axialer Richtung jeweils über eine Teilverlegelänge tl, die jeweils
einen Bruchteil der gesamten Verlegelänge I beträgt, die durch den Abstand der beiden
Seitenscheiben 10a, 10b begrenzt ist. Zudem weisen die Überlappungsabschnitte 16 bezüglich
einer tangentialen Richtung des Spulenkerns 6 aus Stabilitätsgründen mindestens einen
Winkelabschnitt von 360° auf, wobei sie bevorzugterweise wie dargestellt jeweils mehrfach
um den Spulenkern 6 gewickelt sind.
[0027] In Fig. 2 ist eine Vorrichtung 20 dargestellt, mittels der die gewickelte Drahtspule
2 hergestellt werden kann. Diese Vorrichtung 20 weist eine Drahtausgabeeinrichtung
22 in Form einer Glühvorrichtung auf, aus der der Draht 14 mit einer Drahtgeschwindigkeit
vG ausgegeben wird.
[0028] Ferner weist die Vorrichtung 20 eine Verlegeeinrichtung 24 auf, über die der Draht
14 in vorbestimmter Weise der in einer Spulenaufnahme 26 angeordneten Aufnahmespule
4 zugeführt werden kann. Die Verlegeeinrichtung 24 weist hierzu einen Verlegeapparat
28 auf, der mittels eines Verlegeantriebs 30 parallel zu einer Drehachse AD der in
der Spulenaufnahme 26 eingespannten Aufnahmespule 4 entlang einer Verlegeachse AV
verlagerbar ist. Der Verlegeapparat 24 kann hierbei entlang einer linearen Hauptbewegungsrichtung
HR zwischen zwei Umschaltpunkten 32a, 32b hin- und herbewegt werden.
[0029] Der Verlegeapparat 28 weist dabei einen Läufer 34 auf, der zusätzlich zu der Hauptbewegung
entlang der jeweiligen Hauptbewegungsrichtung HR mit einer Überlagerungsbewegung entlang
einer Teilbewegungsrichtung TR alternierend hin- und her bewegt werden kann, um die
Überlappungsabschnitte 16 über die jeweilige Teilverlegungslänge tl herzustellen.
Der Läufer 34 ist hierzu entlang eines Führungselementes 36 linear verschiebbar.
[0030] Zur Herstellung der Drahtwickelung 12 wird zudem die Aufnahmespule 4 von einem Spulenantrieb
38 um die Drehachse AD herum angetrieben, der separat zum Verlegeantrieb 30 ausgebildet
ist.
[0031] Um hierbei die jeweils resultierende lineare Geschwindigkeit des Verlegeapparates
24 entlang der Hauptbewegungsrichtung HR und der Teilbewegungsrichtung TR auf eine
Drehgeschwindigkeit vD der Aufnahmespule 4 und die Drahtgeschwindigkeit vG der Drahtausgabeeinrichtung
22 abstimmen zu können, sind die Drahtausgabeeinrichtung 22, der Verlegeantrieb 30
und der Spulenantrieb 38 mit einer Steuerungseinrichtung 40 verbunden.
[0032] Zur Herstellung der gewickelten Drahtspule 2 werden die Drahtgeschwindigkeit vG,
die Lineargeschwindigkeit und -richtung des Läufers 34 sowie die Drehgeschwindigkeit
vD der Aufnahmespule 4 mittels der Steuerungseinrichtung 40 derart aufeinander abgestimmt,
dass an der Drahtspule 2 während einer einzelnen Bewegung des Läufers von einem der
Umschaltpunkte 32a; 32b zum jeweils anderen Umschaltpunkt 32b; 32a mehrere Überlappungsabschnitte
16 ausgebildet werden.
[0033] Hierbei kann vorgesehen werden, dass über die Steuerungseinrichtung 40 für eine vorgegebene
Verlegelänge I eine für jede Lage L1, L2, L3, L4 vorbestimmte Position und Teilverlegelänge
tl der Überlappungsabschnitte 16 vorbestimmt ist. Alternativ hierzu kann die Steuerungseinrichtung
40, wie durch strichpunktierte Linien angedeutet, jedoch auch einen programmtechnisch
hinterlegten Zufallsgenerator 42 aufweisen, mittels dem die Position und Teilverlegelänge
tl der einzelnen Überlappungsabschnitte 16 im Rahmen gewisser Grenzen nach dem Zufallsprinzip
ausgewählt wird.
[0034] In jedem Fall wird auf diese Weise eine gewickelte Drahtspule 2 hergestellt, deren
aufgenommener Draht 14 beim späteren Abwickeln einen hohen Widerstand gegen Einsinken
des jeweils von der Drahtspule 2 weggeführten Drahtabschnittes aufweist.
1. Gewickelte Drahtspule (2)
mit einer Aufnahmespule (4), die einen Spulenkern (6) mit zylindrischer Oberfläche
(8) und dazu senkrecht stehende Seitenscheiben (10) aufweist, und
einer auf dem Spulenkern (6) angeordneten Drahtwickelung (12) eines Drahtes (14),
der mehrere in radialer Richtung (R) übereinander angeordnete Lagen (L1, L2, L3, L4)
aufweist,
wobei an den Seitenscheiben (10a, 10b) Umlenkpunkte (U1, U2, U3, U4) ausgebildet sind,
an denen jeweils eine Verlegerichtung des Drahtes (14) wechselt und die dadurch jeweils
einen Übergang zwischen zwei übereinander liegenden Lagen (L1, L2, L3, L4) bilden,
dadurch gekennzeichnet, dass der Draht (14) zwischen den zwei Umlenkpunkten (U1, U2, U3, U4) einer der Lagen (L1,
L2, L3, L4) Überlappungsabschnitte (16) aufweist, die zusätzliche Übergänge (Z1, Z2,
Z3, Z4) zwischen übereinander liegenden Lagen (L1, L2, L3, L4) bilden.
2. Gewickelte Drahtspule nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Überlappungsabschnitte (16) in jeder Lage (L1, L2, L3, L4) ausgebildet sind.
3. Gewickelte Drahtspule nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in einer der Lagen (L1, L2, L3, L4) wenigstens zwei Überlappungsabschnitte (16) ausgebildet
sind, die sich über unterschiedlich große Teilverlegelängen (tl) erstrecken.
4. Gewickelte Drahtspule nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Überlappungsabschnitte (16) über einen Winkelabschnitt von jeweils mindestens
360° erstrecken.
5. Verfahren zur Herstellung einer gewickelten Drahtspule nach einem der Ansprüche 1
bis 4,
bei dem der Draht (14) der sich drehenden Aufnahmespule (4) zugeführt und dabei von
einem Verlegeapparat (28) geführt wird, der den Draht (14) parallel zu einer Drehachse
(AD) der Aufnahmespule (4) über eine Länge (l) des Spulenkerns (6) zwischen zwei Umschaltpunkten
(32a, 32b) hinund herbewegt,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil des Verlegeapparates (28) entlang einer linearen Hauptbewegungsrichtung
(HR) von jeweils einem der Umschaltpunkte (32a; 32b) zu dem jeweils anderen Umschaltpunkt
(32b; 32a) bewegt wird, wobei diese Hauptlinearbewegung mit einer mehrfach alternierenden
Bewegung überlagert wird, so dass über eine Verlegelänge (l) der jeweils hergestellten
Lage (L1; L2; L3; L4) mehrere Überlappungsabschnitte (16) ausgebildet werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Überlappungsabschnitte über unterschiedlich lange Teilverlegelängen (tl)
erstrecken.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilverlegelängen (tl) nach einem Zufallsprinzip festgelegt werden.
8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 5 bis 7
mit einer Drahtausgabeeinrichtung (22), aus der der Draht (14) über den Verlegeapparat
(28) einer Spulenaufnahme (26) zuführbar ist, an der die Aufnahmespule (4) durch einen
Spulenantrieb (38) antreibbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Verlegeapparat (28) einen vom Spulenantrieb (38) der Aufnahmespule (4) getrennten
Verlegeantrieb (30) sowie Mittel zum Richtungswechsel auch zwischen den Umschaltpunkten
(32a, 32b) aufweist,
die zwischen den Umschaltpunkten (32a, 32b) einen mit einer Steuerungseinrichtung
(40) verbundenen und entlang eines Führungselementes (36) linear bewegbaren Läufer
(34) des Verlegeapparates (28) umfassen, dessen lineare Bewegungsrichtung in Abhängigkeit
eines Steuerungssignals der Steuerungseinrichtung (40) veränderbar ist,
und die Steuerungseinrichtung (40) einen programmtechnisch hinterlegten Zufallsgenerator
(42) zur Generierung des Steuerungssignals aufweist.
1. Wound wire coil (2)
with a receiving coil (4), which has a coil core (6) with a cylindrical upper surface
(8) and side plates (10) standing perpendicular to the coil core, and
a wire winding (12) of a wire (14) which has multiple layers (L1, L2, L3, L4) arranged
over one another in the radial direction (R),
wherein detour dots (U1, U2, U3, U4) are formed at the side plates (10a, 10b), at
which in each case a laying direction of the wire (14) changes, and which thereby
in each case form a transition between two layers (L1, L2, L3, L4) arranged over one
another,
characterized in that the wire (14) comprises overlapping portions (16) between the two detour dots (U1,
U2, U3, U4) of one of the layers (L1, L2, L3, L4), which form additional transitions
(Z1, Z2, Z3, Z4) between layers (L1, L2, L3, L4) arranged over one another.
2. Wound wire coil according to claim 1, characterized in that the overlapping portions (16) are formed in each layer (L1, L2, L3, L4).
3. Wound wire coil according to claim 1 or 2, characterized in that at least two overlapping portions (16) are formed in one of the layers (L1, L2, L3,
L4), which extend over part layer lengths (tl) of different sizes.
4. Wound wire coil according to any one of claims 1 to 4, characterized in that the overlapping portions (16) extend over an angle section of at least 360° in each
case.
5. Method for manufacturing a wound wire coil according to any one of claims 1 to 4,
in which the wire (14) is delivered to the rotating receiving coil (4), and in this
situation is guided by a laying apparatus (28), which moves the wire (14) to and fro
parallel to the rotation axis (AD) of the receiving coil (4) over a length (l) of
the coil core (6) between reversal points (32a, 32b),
characterized in that a part of the laying apparatus (28) is moved along a linear main movement direction
(HR) of, in each case, one of the reversal points (32a; 32b) to the respective other
reversal point (32b; 32a), wherein this main linear movement is overlaid by a multiple-alternating
movement, such that, over a laying length (l) of the respective manufactured layer
(L1; L2; L3; L4) a plurality of overlapping portions (16) are formed.
6. Method according to claim 5, characterized in that the overlapping portions extend over part laying lengths (tl) of different lengths.
7. Method according to claim 5 or 6, characterized in that the part laying lengths (tl) are determined in accordance with a random principle.
8. Device for carrying out the method according to any one of claims 5 to 7,
with a wire dispensing device (22), from which the wire (14) can be fed via the laying
apparatus (28) of a coil receiver (26), at which the receiving coil (4) can be driven
by a coil drive (38).
characterized in that the laying apparatus (28) comprises a laying drive (30) separated from the coil drive
(38) of the receiving coil (4), as well as means for a change of direction also between
the reversal points (32a, 32b),
which comprise, between the reversal points (32a, 32b), a runner (34) of the laying
apparatus (28), which is connected to a control device (40) and movable in a linear
manner along a guide element (36), the linear direction of movement of which can be
changed as a function of a control signal from the control device (40),
and the control device (40) comprises a program-loaded random generator (42), for
generating the control signal.
1. Bobine de fil enroulé (2)
comprenant une bobine réceptrice (4) comportant un noyau de bobine (6) à surface cylindrique
(8) et des disques latéraux (10) perpendiculaires à celle-ci, et
un enroulement (12) d'un fil (14) agencé sur le noyau de bobine (6), l'enroulement
comportant plusieurs couches (L1, L2, L3, L4) superposées en direction radiale (R),
des points de changement de direction (U1, U2, U3, U4) étant réalisés sur les disques
latéraux (10a, 10b), où une direction de pose du fil (14) change à chaque fois et
lesquels forment de cette manière à chaque fois un passage entre deux couches (L1,
L2, L3, L4) superposées, caractérisée en ce que le fil (14) comporte entre les deux points de changement de direction (U1, U2, U3,
U4) d'une des couches (L1, L2, L3, L4) des parties de recouvrement (16) formant des
passages supplémentaires (Z1, Z2, Z3, Z4) entre deux couches (L1, L2, L3, L4) superposées.
2. Bobine de fil enroulé selon la revendication 1, caractérisée en ce que les parties de recouvrement (16) sont réalisées dans chaque couche (L1, L2, L3, L4).
3. Bobine de fil enroulé selon la revendication 1, caractérisée en ce que, dans une des couches (L1, L2, L3, L4), au moins deux parties de recouvrement (16)
sont réalisées et s'étendent sur des longueurs de pose partielles (tl) de grandeurs
différentes.
4. Bobine de fil enroulé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les parties de recouvrement (16) s'étendent chacune sur un angle d'au moins 360°.
5. Procédé de fabrication d'une bobine de fil enroulé selon l'une des revendications
1 à 4,
dans lequel le fil (14) est amené à la bobine réceptrice (4) en rotation tout en étant
guidé par un appareil de pose (28), qui déplace le fil (14) en va et vient entre deux
points d'inversion (32a, 32b) sur une longueur (l) du noyau de bobine (6) parallèlement
à un axe de rotation (AD) de la bobine réceptrice (4),
caractérisé en ce qu'une partie de l'appareil de pose (28) est déplacée le long d'une direction de déplacement
principale (HR) linéaire depuis chacun des points d'inversion (32a, 32b) vers l'autre
point d'inversion (32b, 32a) respectif, ce déplacement linéaire principal étant superposé
avec un déplacement alternant multiple de sorte que plusieurs parties de recouvrement
(16) sont réalisées sur une longueur de pose (l) de chaque couche (L1, L2, L3, L4)
fabriquée.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que les parties de recouvrement s'étendent sur des longueurs de pose partielle (tl) de
longueurs différentes.
7. Procédé selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que les longueurs de pose partielles (tl) sont fixées selon un principe de hasard.
8. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une des revendications 5 à 7,
comprenant un équipement de fourniture (22) du fil, depuis lequel le fil (14) peut
être amené par l'intermédiaire de l'appareil de pose (28) à un réceptacle de bobine
(26), sur lequel la bobine réceptrice (4) peut être actionnée par un actionneur de
bobine (38),
caractérisé en ce que l'appareil de pose (28) comporte un actionneur de pose (30) séparé de l'actionneur
de bobine (38) de la bobine réceptrice (4), ainsi que des moyens de changement de
direction également entre les points d'inversion (32a, 32b),
lesquels moyens de changement de direction comprennent entre les points d'inversion
(32a, 32b) un curseur (34) de l'appareil de pose (28), mobile linéairement le long
d'un élément de guidage (36) et relié à un équipement de commande (40), la direction
de déplacement linéaire du curseur (34) pouvant être modifiée en fonction d'un signal
de commande de l'équipement de commande (40),
et l'équipement de commande (40) comporte pour générer le signal de commande un générateur
aléatoire (42) enregistré sous forme de programme.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente