Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Heben von Behältern in einer
Abfüllvorrichtung.
Stand der Technik
[0002] Es ist bekannt, in Abfüllvorrichtungen Vorrichtungen zum Heben und Senken von Behältern
vorzusehen, welche dazu dienen, die mit dem abzufüllenden Produkt zu befüllenden Behälter
anzuheben beziehungsweise abzusenken, um unterschiedliche Verfahrensschritte durchzuführen.
Beispielsweise müssen die Mündungen der Behälter den jeweiligen Füllventilen zum Befüllen
mit Produkt zugeführt werden. Bei der Abfüllung karbonisierter Getränke muss ein im
Wesentlichen gasdichtes Anpressen der Mündung des Behälters an das Füllventil stattfinden.
[0003] Weitere Anwendungen solcher Vorrichtungen zum Heben von Behältern betreffen beispielsweise
ein Übergeben der Behälter von einem Teilkreis zu einem anderen, oder Hebevorgänge
im Bereich von Verschließorganen. Die jeweiligen Vorrichtungen zum Heben von Behältern
variieren hinsichtlich ihrer Bauform, des Antriebs sowie der hygienischen Umsetzung
deutlich voneinander.
[0004] Bei den bekannten Vorrichtungen zum Heben von Behältern sind häufig Verdrehsicherungen
vorgesehen, welche ein Verdrehen der jeweiligen Vorrichtung um deren Hubachse herum
verhindert. Diese Verdrehsicherungen sind beispielsweise in Form von außen geführten
Gabeln vorgesehen, welche entlang einer entsprechenden Führungsschiene gleiten. Entsprechende
Ausführungen sind beispielsweise aus der
EP 1 452 480 A1 und der
EP 1 464 613 A2 bekannt.
[0005] Die Verdrehsicherungen dienen einerseits dazu, die Fliehkräfte abzufangen, welche
bei einem nicht exakt auf der Hubachse liegenden Massenschwerpunkt des Behälters und/oder
der Gesamtvorrichtung zum Heben von Behältern dann auftreten, wenn die Vorrichtung
beschleunigt wird. Dies ist beispielsweise bei einer Rundläuferfüllmaschine stets
der Fall.
[0006] Andererseits werden über die Verdrehsicherung auch die über eine Hubkurve eingetragenen
Momente abgestützt. In bestimmten Ausführungsformen wird die Vorrichtung zum Heben
von Behältern über eine entsprechende Hubkurve gesteuert, bei welcher eine an der
Vorrichtung angebrachten Rolle in einer entsprechenden Nut geführt wird. Durch die
exzentrisch eingetragenen Reibkräfte wird so ein entsprechendes Drehmoment auf die
Vorrichtung aufgebracht, welches über die Verdrehsicherung abgestützt wird. Eine entsprechende
Vorrichtung ist beispielsweise aus der
DE 100 25 573 A1 bekannt.
[0007] Auch aus der
EP 0 402 643 A1 ist ein Huborgan für eine Gefäßbehandlungsmaschine bekannt, bei welcher die Hubbewegung
zumindest im Bereich der Absenkbewegung über eine Kurvenrolle zwangsgeführt ist.
[0008] In der
DE 26 30 100 B1 wird eine Hubvorrichtung für Gefäße in Füllmaschinen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1 offenbart.
[0009] Die
EP 0 649 814 A1 und die
FR 2 598 401 A1 zeigen Füllmaschinen zum Befüllen von Behältern. Die
EP 0 634 357 A2 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Füllen von Flaschen mit CO
2-haltiger Flüssigkeit im Gegendruckverfahren.
Darstellung der Erfindung
[0010] Ausgehend von dem bekannten Stand der Technik ist es eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine Vorrichtung zum Heben von Behältern anzugeben, welche bezüglich ihrer
Anwendbarkeit in einer Abfüllvorrichtung weiter verbessert ist.
[0011] Diese Aufgabe wird mit der Vorrichtung zum Heben von Behältern mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Entsprechend ist eine Vorrichtung zum Heben von Behältern in einer Abfüllvorrichtung
vorgesehen, welche ein Zylindergehäuse und einen in dem Zylindergehäuse aufgenommenen
Kolben mit einer Kolbenstange zum Übertragen einer Hubbewegung, sowie eine Verdrehsicherung
zur Verhinderung einer Verdrehung der Kolbenstange relativ zum Zylindergehäuse aufweist.
Erfindungsgemäß ist die Verdrehsicherung im Zylindergehäuse aufgenommen und umfasst
eine im Zylindergehäuse angeordnete, sich in Hubrichtung erstreckende Führungsstange
oder einen im Zylindergehäuse angeordneten Kulissenstein.
[0012] Dadurch, dass die Verdrehsicherung im Zylindergehäuse aufgenommen ist, kann auf eine
außen liegende Verdrehsicherung vollständig verzichtet werden. Es ergibt sich hierdurch
eine abgeschlossene und hygienische Einheit, welche im Innenbereich einer Abfüllvorrichtung
und insbesondere im Reinraum einer Aseptikanlage vorteilhaft eingesetzt werden kann.
Der Entfall einer separaten Verdrehsicherung führt dazu, dass die Anzahl der zu reinigenden
Flächen sowie die Anzahl außen liegender Bauteile reduziert werden kann, wodurch entsprechend
auch der Reinigungs- beziehungsweise Sterilisierungsaufwand reduziert wird.
[0013] Weiterhin ergibt sich durch das Aufnehmen der Verdrehsicherung im Zylindergehäuse
eine Bauraumreduzierung, so dass eine Abfüllvorrichtung kompakter ausgebildet werden
kann oder auf einem Teilkreis mehr Füllventile aufgenommen werden können.
[0014] Bevorzugt ist der Kolben doppeltwirkend in dem Zylindergehäuse angeordnet, so dass
entsprechend eine aktive Hubbewegung und eine aktive Absenkbewegung durchgeführt werden
können. Entsprechend kann die Kolbenstange aktiv entlang einer vorgegebenen Trajektorie
bewegt werden, so dass sich ein geschlossener Kraftschluss zwischen Behälter, Hubmechanismus
und Füllventil ergibt. Gegenüber einer herkömmlichen, außen liegenden Kurvensteuerung
ergibt sich hierdurch weiterhin der Vorteil, dass auf eine massive Hubkurve verzichtet
werden kann und der Füller daher vereinfacht aufgebaut werden kann. Insbesondere kann
auf Verstärkungen der Ventilträger oder des Grundgestells verzichtet werden, da über
die aktive Steuerung des Hubzylinders mit doppeltwirkendem Kolben die vorgesehenen
Positionen unmittelbar angesteuert werden können.
[0015] Bei einer Abfüllanlage mit Neckhandling kann die vorgeschlagene Vorrichtung zum Heben
von Behältern direkt neben dem Füllventil angeordnet werden, so dass die aufgebrachten
Kräfte über direkt nebeneinander liegende Abschnitte des Ventilträgers gegeneinander
abgestützt werden können. Hieraus ergibt sich eine kompakte Einheit aus der Vorrichtung
zum Heben von Behältern und dem daneben angeordneten Füllventil. Die herkömmliche
Hubkurve kann entsprechend entfallen und durch eine wesentlich einfacher ausgebildete
Notfallkurve ersetzt werden, welche lediglich das Bewegen der Vorrichtung zum Heben
von Behältern in die Übergabestellung erzwingt, wenn die Ansteuerung des doppeltwirkenden
Kolbens ausfallen sollte.
[0016] Durch den Fortfall der Hubkurve lasten im Normalbetrieb auf der Verdrehsicherung
auch wesentlich geringere Drehmomente, welche abgestützt werden müssen, da die über
die herkömmliche Hubkurve und die entsprechende Rolle eingetragenen Drehmomente fortfallen.
Die eingetragenen Drehmomente sind dann in einem Rundläuferfüller lediglich die aufgrund
einer Exzentrizität des Massenschwerpunkts bezüglich der Hubachse eingetragenen Momente,
welche gegenüber den herkömmlichen Momenten sehr gering sind. Entsprechend kann die
Verdrehsicherung auch schwächer dimensioniert werden, was zu einer weiteren Reduktion
des Bauvolumens führen kann.
[0017] In einer Variante ist der Kolben einfach wirkend mit einer Rückstellvorrichtung,
bevorzugt einer Federrückstellvorrichtung, in dem Zylindergehäuse angeordnet. Auch
auf diese Weise können die beschriebenen Vorteile bezüglich des kompakten und hygienischen
Aufbaus erreicht werden.
[0018] Die im Zylindergehäuse aufgenommene Verdrehsicherung weist bevorzugt nicht drehsymmetrisch
bezüglich der Symmetrieachse der Kolbenstange ausgebildete Führungsmittel zwischen
dem Zylindergehäuse und dem Kolben auf. Durch die nicht drehsymmetrisch bezüglich
der Symmetrieachse der Kolbenstange ausgelegten Führungsmittel kann entsprechend eine
Verdrehung der Kolbenstange relativ zum Zylindergehäuse des Hubzylinders erreicht
werden.
[0019] In einer bevorzugten Ausbildung umfasst die Verdrehsicherung eine im Zylindergehäuse
bezüglich der Kolbenachse außermittig gehaltene, sich in Hubrichtung erstreckende
Führungsstange, welche in einer dazu komplementären Bohrung im Kolben geführt ist.
Durch die exzentrisch gehaltene Führungsstange kann entsprechend eine Verdrehung des
Kolbens und damit der Kolbenstange vermieden werden.
[0020] In einer Variante kann die Verdrehsicherung eine am Kolben bezüglich der Kolbenachse
außermittig gehaltene, sich in Hubrichtung erstreckende Führungsstange umfassen, welche
in einer dazu komplementären Bohrung im Zylindergehäuse geführt ist.
[0021] In einer Weiterbildung kann die Verdrehsicherung eine am Kolben angeordnete, sich
in Hubrichtung erstreckende Führungsstange mit einem nicht drehsymmetrischen Querschnitt,
bevorzugt einem polygonalen Querschnitt, aufweisen, welche in einer dazu komplementären
Bohrung im Zylindergehäuse geführt ist. Die dergestalt ausgebildete Verdrehsicherung
kann bevorzugt zentrisch bezüglich der Kolbenstange angeordnet sein, so dass die durch
die Verdrehsicherung aufgebrachten Reibungskräfte symmetrisch zur Kolbenachse eingetragen
werden. Auf diese Weise können auch das Auftreten eines Verkantens des Kolbens und
die Reibwerte reduziert werden.
[0022] In einer Variante umfasst die Verdrehsicherung eine am Zylindergehäuse angeordnete
Führungsstange mit einem nicht drehsymmetrischen Querschnitt, bevorzugt einem polygonalen
Querschnitt, welche sich in Hubrichtung erstreckt und welche in einer dazu komplementären
Bohrung im Kolben geführt ist.
[0023] Der polygonale Querschnitt der nicht drehsymmetrisch ausgebildeten Führungsstange
kann dabei beispielsweise einen dreieckigen, viereckigen, fünfeckigen oder sechseckigen
Querschnitt aufweisen, oder aber auch nicht drehsymmetrisch in Form einer Ellipse
oder eines eiförmigen Querschnittes ausgebildet sein. Der nicht drehsymmetrische Querschnitt
hat die Wirkung, dass eine Drehung der entsprechenden Führungsstange in der dazu komplementären
Bohrung nicht möglich ist und entsprechend die eingetragenen Drehmomente abgestützt
werden können.
[0024] In einer weiteren vorteilhaften Ausbildung umfasst die Verdrehsicherung einen am
Zylindergehäuse gehaltenen Kulissenstein, welcher in einer sich in Hubrichtung erstreckenden
Nut im Kolben geführt ist. In einer entsprechenden Variante ist ein am Kolben gehaltener
Kulissenstein vorgesehen, welcher in einer sich in Hubrichtung erstreckenden Nut im
Zylindergehäuse geführt ist.
[0025] In einer weiteren vorteilhaften Ausbildung umfasst die Verdrehsicherung ein sich
in Hubrichtung erstreckendes Nutprofil einer am Kolben angeordneten Führungsstange,
wobei das Nutprofil in einer dazu komplementären Kugelbuchse im Zylindergehäuse geführt
ist, wobei Kugeln der Kugelbuchse in die Nut der Führungsstange eingreifen.
[0026] In einer entsprechenden Variante weist die Verdrehsicherung ein sich in Hubrichtung
erstreckendes Nutprofil einer am Zylindergehäuse vorgesehenen Führungsstange auf,
wobei das Nutprofil in einer dazu komplementären Kugelbuchse im Kolben geführt ist,
wobei die Kugeln der Kugelbuchse in die Nut der Führungsstange eingreifen.
[0027] In einer weiteren vorteilhaften Ausbildung kann zwischen einer Führungsstange der
Verdrehsicherung und einer zur Führungsstange komplementären Bohrung eine Fluidverbindung
bestehen.
[0028] Die genannten Möglichkeiten für die Verdrehsicherung, welche im Zylindergehäuse aufgenommen
ist, sind vorteilhaft, um eine entsprechend kompakte und hygienische Verdrehsicherung
zu erreichen, welche nur ein geringes Bauvolumen beansprucht und welche so ausgebildet
ist, dass ein zuverlässiger Betrieb des Vorrichtung ermöglicht wird.
[0029] Um eine noch besser zu reinigende Ausbildung der Vorrichtung zum Heben eines Behälters
zu erreichen, ist mindestens eine Medienführung, bevorzugt alle Medienführungen, im
Zylindergehäuse integriert. Entsprechend kann auf äußere Zuleitungen der jeweiligen
Betätigungsmedien für den Kolben, beispielsweise pneumatische oder hydraulische Betätigungsmedien,
verzichtet werden. Hierdurch ergibt sich eine Reduktion der Anzahl der zu reinigenden
Flächen und Einzelbauteile, was für den Betrieb in einem aseptischen Füller von Vorteil
ist.
[0030] Bevorzugt findet eine Zuführung der Medien in die Medienführungen über eine Befestigungsfläche
des Zylindergehäuses an einem entsprechenden Ventilträger statt, derart, dass auch
hier keine außen liegenden Rohrleitungen oder Schläuche vorliegen, sondern die Anzahl
der außen liegenden Flächen sowie der zu reinigenden Einzelteile weiter reduziert
werden kann.
[0031] Bevorzugt sind am Austritt der Kolbenstange aus dem Zylindergehäuse und/oder aus
einem Gehäusedeckel eine innen liegende Ringdichtung und eine außen liegende Ringdichtung
vorgesehen, zwischen denen eine sich um die Kolbenstange herum erstreckende Leckagenut
zum Ableiten von durch die innere Dichtung gedrungenem Betätigungsmedium vorgesehen
ist. Auf diese Weise kann erreicht werden, dass möglicherweise durch die innen liegende
Ringdichtung hindurch getretenes Betätigungsmedium, beispielsweise ein hydraulisches
oder ein pneumatisches Betätigungsmedium, über die Leckagenut und einen mit dieser
verbundenen Leckagekanal abgeleitet werden kann und entsprechend nicht in einen beispielsweise
aseptischen Abfüllbereich austreten kann. Hierdurch wird eine weiter verbesserte hygienische
Wirkung der vorgeschlagenen Vorrichtung erreicht. Außerdem kann eine Beeinflussung
des Füllvorgangs im Mündungsbereich des zu befüllenden Behälters verhindert werden.
[0032] Der Leckagekanal ist bevorzugt an einer Stirnfläche des Gehäuses in Fluidverbindung
mit anderen Anlagenkomponenten bringbar. Auch auf diese Weise kann eine sichere und
hygienische Anbindung der Vorrichtung an andere Anlagenkomponenten erreicht werden
[0033] Bevorzugt ist an dem dem Zylindergehäuse abgewendeten Ende der Kolbenstange eine
Behälteraufhängung zum Halten von Behältern mit der Kolbenstange verbunden, welche
entsprechend mittels des Kolbens und der Kolbenstange angehoben und abgesenkt werden
kann. Um einen zuverlässigen Betrieb zu erreichen, ist bevorzugt an der Behälteraufhängung
ein Anlenkpunkt für den Angriff einer Notfallkurve vorgesehen, bevorzugt in Form einer
Rolle, derart, dass bei einem Notfall die Behälteraufhängung über die Notfallkurve
in die Ausgangsposition bewegt werden kann.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0034] Bevorzugte weitere Ausführungsformen und Aspekte der vorliegenden Erfindung werden
durch die nachfolgende Beschreibung der Figuren näher erläutert. Dabei zeigen:
- Figur 1
- in einer schematischen Schnittdarstellung eine Vorrichtung zum Heben eines Behälters
in einer ersten Ausführungsform mit einer außermittig angeordneten Führungsstange;
- Figur 2
- in einer schematischen Schnittdarstellung eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung
zum Heben eines Behälters mit einer mittig angeordneten Vierkantführung;
- Figur 3
- in einer schematischen Schnittdarstellung eine weitere Vorrichtung zum Heben eines
Behälters in einer dritten Ausführungsform mit einer Nut und einem Kulissenstein;
- Figur 4
- in einer schematischen Schnittdarstellung eine weitere Vorrichtung zum Heben eines
Behälters mit einer eine Nut aufweisenden, mittig angeordneten Führungsstange und
mit einer Kugelbuchse;
- Figur 5
- in einer schematischen perspektivischen Seitenansicht einen Füllventilträger mit einer
Vorrichtung zum Heben eines Behälters sowie mit einem Füllventil; und
- Figur 6
- der in Figur 5 gezeigte Füllventilträger in einer schematischen Schnittdarstellung.
Detaillierte Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
[0035] Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele anhand der Figuren beschrieben.
Dabei werden gleiche, ähnliche oder gleichwirkende Elemente in den unterschiedlichen
Figuren mit identischen Bezugszeichen bezeichnet und auf eine wiederholte Beschreibung
dieser Elemente wird in der nachfolgenden Beschreibung teilweise verzichtet, um Redundanzen
zu vermeiden.
[0036] Figur 1 zeigt eine Vorrichtung 1 zum Heben eines Behälters in einer Abfüllvorrichtung,
wobei ein Hubzylinder 2 vorgesehen ist, welcher ein Zylindergehäuse 20 und einen in
dem Zylindergehäuse aufgenommenen Kolben 22 aufweist. Der Kolben 22 ist in dem Zylindergehäuse
20 durch das Aufbringen eines entsprechenden Betätigungsmediums linear bewegbar. An
dem Kolben 22 ist eine Kolbenstange 24 angeordnet, welche die entsprechende lineare
Hubbewegung relativ zu dem Zylindergehäuse 20 auf eine in der Figur nicht gezeigte
Behälteraufhängung überträgt. Die Ausbildung eines solchen Hubzylinders mit einem
Zylindergehäuse, einem Kolben und einer Kolbenstange ist an sich bekannt.
[0037] Die jeweiligen Betätigungsmedien werden über direkt in das Zylindergehäuse 20 eingebrachte
Medienkanäle übertragen. Beispielsweise ist ein erster Medienkanal 30 vorgesehen,
mittels welchem die in Figur 1 gezeigte obere Kammer zwischen Kolben 22 und Zylindergehäuse
20 mit Betätigungsmedium befüllt werden kann. Beispielsweise kann hier Druckluft in
die obere Kammer eingebracht werden. Ein zweiter Medienkanal 32 ist ebenfalls in das
Zylindergehäuse 20 eingebracht und dient dazu, die untere Kammer mit Betätigungsmedium
zu beaufschlagen. Entsprechend handelt es sich bei dem in Figur 1 gezeigten Hubzylinder
2 um einen doppelt wirkenden Zylinder, bei welchem abwechselnd das entsprechende Betätigungsmedium
unter Druck in die obere Kammer über den Medienkanal 30 und in die untere Kammer über
den Medienkanal 32 eingebracht werden kann, so dass sich der Kolben 22 entsprechend
nach oben oder nach unten bewegt. Eine Abdichtung der beiden Kammern gegeneinander
wird über an dem Kolben 22 vorgesehene Abdichtungen 220, 222 erreicht, welche eine
Abdichtung des Kolbens 22 gegen das Zylindergehäuse 20 durchführen.
[0038] Die untere Kammer wird weiterhin im Bereich des Durchtritts der Kolbenstange 24 durch
das Zylindergehäuse 20 - beziehungsweise durch einen Gehäusedeckel 26 - über eine
innen liegende Ringdichtung 240 und eine außen liegende Ringdichtung 242 bewerkstelligt.
Zusätzlich ist ein Leckagekanal 34 vorgesehen, welcher in einer Ringnut 340 endet,
welche zwischen den beiden Ringdichtungen 240, 242 am Durchtritt der Kolbenstange
24 durch den Deckel 26 des Gehäuses 20 um die Kolbenstange 24 herum eingebracht ist.
Die Ringnut 340 dient zusammen mit dem Leckagekanal 34 dazu, eventuell durch die innere
Ringdichtung 240 hindurchgetretenes Betätigungsmedium, beispielsweise Pneumatikluft
oder Hydrauliköl, zuverlässig abzuleiten. Entsprechend muss die äußere Ringdichtung
242 lediglich gegenüber Umgebungsdruck abdichten, so dass hier sehr zuverlässig vermieden
werden kann, dass Betätigungsmedium aus der Vorrichtung 1 austritt. Entsprechend liegt
der Leckagekanal 34 und damit die Ringnut 340 bevorzugt auf dem Druckniveau, welches
außerhalb des Zylindergehäuses 20 anliegt.
[0039] Weiterhin ist am untersten Ende des Durchtritts ein Abstreifer 244 vorgesehen, welcher
einen Schmutzeintrag in die Dichtungen 242, 240 verhindern soll.
[0040] Um eine Verdrehung der Kolbenstange 24 um ihre Symmetrieachse 200 herum zu verhindern,
ist eine Verdrehsicherung 4 vorgesehen. Die Verdrehsicherung 4 ist in dem in Figur
1 gezeigten Ausführungsbeispiel in Form einer außermittig angeordneten Führungsstange
400 vorgesehen, welche im Zylindergehäuse 20 gehalten ist. Die Führungsstange 400
ist in einer zur Führungsstange 400 komplementären Bohrung 402 im Kolben 22 geführt.
Sowohl die Führungsstange 400 als auch die dazu komplementäre Bohrung 402 erstrecken
sich in Hubrichtung des Hubzylinders 2 derart, dass bei einer Aufwärtsbewegung ein
Eintauchen der Führungsstange 400 in die dazu komplementäre Bohrung 402 stattfindet.
Dadurch, dass die Führungsstange 400 außermittig und entsprechend außerhalb der Symmetrieachse
200 der Kolbenstange 24 sowie des Kolbens 22 liegt, werden über die Kolbenstange 24
eingebrachte Drehmomente, welche beispielsweise durch Fliehkräfte der gehaltenen Behälter
erzeugt werden, zuverlässig über die Bohrung 402 an der Führungsstange 400 abgestützt.
Die Bohrung 402 durchdringt den Kolben 22 vorteilhaft nicht vollständig, damit keine
Fluidverbindung zwischen den beiden fluidbeaufschlagten Kammern oberhalb und unterhalb
des Kolbens 22 besteht. Alternativ wäre es möglich, dass die Bohrung 402 den Kolben
22 zwar durchdringt, dann jedoch eine oder mehrere geeignete Abdichtungen zwischen
Kolben 22 und Führungsstange 400 erforderlich sind.
[0041] In einer Variante, die in Figur 1 nicht gezeigt ist, ist die Führungsstange 400 im
Kolben 22 gehalten und ist in einer dazu komplementären Bohrung im Zylindergehäuse
20 geführt.
[0042] Bei den Ausführungsformen, bei welchen eine Führungsstange 400 in eine Bohrung 402
eintaucht, ist vorteilhaft darauf zu achten, dass das innerhalb der Bohrung eingesperrte
Fluid während des Eintauchens entweichen kann und während des Austauchens wieder in
die Bohrung zurückströmen kann. Das wird beispielsweise durch eine Nut (nicht gezeigt)
entlang der Bohrung 402 oder entlang der Führungsstange 400 erreicht. Alternativ wäre
beispielsweise auch möglich, die außermittig angeordnete Führungsstange als Polygon
und die Bohrung im Querschnitt kreisrund auszuführen.
[0043] Der Anschluss der Medienkanäle 30, 32, sowie des Leckagekanals 34 findet bevorzugt
an einer Stirnfläche 28 des Gehäuses 20 statt. Entsprechend kann, wie nachfolgend
beispielsweise in dem in den Figuren 5 und 6 gezeigten Ausführungsbeispiel dargestellt
ist, eine Anbindung des Gehäuses 20 des Hubzylinders 2 an einem Ventilträger so erreicht
werden, dass äußere Medienzuführungen nicht notwendig sind. Entsprechend kann eine
Reduktion der benötigten Teile sowie der zu reinigenden Flächen erreicht werden Durch
den Anschluss der jeweiligen Medien über die Stirnfläche 28 kann entsprechend eine
besonders hygienische Ausgestaltung der Vorrichtung 1 zum Heben von Behältern in einer
Abfüllvorrichtung erreicht werden.
[0044] In Figur 2 ist ein weiterer Hubzylinder 2 gezeigt, welcher einen zu dem in Figur
1 gezeigten ähnlichen Aufbau aufweist. Eine Verdrehsicherung 4 ist hier in einer Variante
gezeigt.
[0045] An dem Kolben 22 ist dazu eine nicht drehsymmetrisch bezüglich der Rotationsachse
200 der Kolbenstange 24 ausgebildete Führungsstange 422 vorgesehen. Die Führungsstange
422 ist in dem in Figur 2 gezeigten Ausführungsbeispiel mit einem polygonalen Querschnitt
und insbesondere mit einem Vierkantquerschnitt ausgebildet. Die entsprechend mit einem
viereckigen Querschnitt ausgebildete Führungsstange 422, welche an dem Kolben 22 angebracht
ist, ist in einer entsprechenden komplementären Bohrung 420 im Zylindergehäuse 20
verdrehsicher geführt. Entsprechend taucht die Führungsstange 422 bei einer Aufwärtsbewegung
des Kolbens 22 in die Bohrung 420 im Zylindergehäuse 20 ein und wird aus dieser bei
einer Abwärtsbewegung des Kolbens 22 wieder herausgezogen. Durch den entsprechend
nicht drehsymmetrisch ausgebildeten Querschnitt der Führungsstange 422 wird wiederum
eine effektive Verdrehsicherung erreicht. Insbesondere können Drehmomente, welche
über die Kolbenstange 24 auf den Kolben 22 eingetragen werden, über die den polygonalen
Querschnitt aufweisende Führungsstange 422 an den entsprechenden komplementären Flächen
der Bohrung 420 des Gehäuses 20 abgestützt werden.
[0046] In einer Variante kann eine entsprechende, nicht drehsymmetrisch bezüglich der Rotationsachse
200 der Kolbenstange 24 ausgestaltete Führungsstange auch am Zylindergehäuse 20 gehalten
sein, welche dann in einer dazu komplementären Bohrung im Kolben 22 geführt wird.
[0047] Auch in diesen Varianten des beschriebenen Ausführungsbeispiels ist vorteilhaft darauf
zu achten, dass in der Bohrung 420 kein Fluid eingesperrt wird, sondern dass dieses
entweichen und nachströmen kann.
[0048] Figur 3 zeigt in einer weiteren Variante den Hubzylinder 2 in einer den vorhergehenden
Varianten ähnlichen Ausbildung.
[0049] Eine Verdrehsicherung 4 ist in Form eines am Zylindergehäuse 20 gehaltenen Kulissensteins
440 vorgesehen, welcher in einer Nut 442 am Kolben 22 geführt ist. Entsprechend findet
hier wiederum eine Verdrehsicherung der Kolbenstange 24 bezüglich deren Symmetrieachse
200 statt, da der Kulissenstein 440 ein möglicherweise über die Kolbenstange 24 auf
den Kolben 22 aufgebrachtes Drehmoment über die Nut 442 abstützt. Auch in dieser Variante
findet eine zuverlässige Abstützung eventuell eingebrachter Drehmomente statt, so
dass eine effektive Verdrehsicherung gegeben ist.
[0050] In einer Variante kann der Kulissenstein 440 auch vom Kolben 22 getragen werden und
die Nut 442 kann entsprechend komplementär dazu im Zylindergehäuse 20 eingeformt sein.
[0051] Ein gegebenenfalls zwischen Kulissenstein, Zylindergehäuse und Kolben eingesperrtes
Fluid kann auch hier über eine möglicherweise zusätzlich angeordnete Fluidverbindung
(nicht gezeigt) in die untere Zylinderkammer entweichen und wieder zurückströmen.
[0052] In Figur 4 ist eine weitere Ausführungsform des Hubzylinders 2 gezeigt, welche in
ihrem Grundaufbau wiederum den in den vorgehenden Figuren 1 bis 3 gezeigten Hubzylindern
ähnlich ist. Die Verdrehsicherung 4 wird über eine Führungsstange 460 mit entsprechend
eingearbeiteten Nuten 462 ausgebildet, wobei die Führungsstange 460 in eine entsprechende
Kugelbuchse 464 eintaucht.
[0053] Die Führungsstange 460 mit den Führungsnuten 462 ist in dem in Figur 4 gezeigten
Ausführungsbeispiel an dem Kolben 22 gehalten. Die Führungsstange 460 taucht in die
Kugelbuchse 464, welche in dem Zylindergehäuse 20 des Hubzylinders 2 ausgebildet ist,
ein. Dabei greifen die Kugeln 466 der Kugelbuchse 464 in die dazu komplementären Nuten
462 der Führungsstange 460 ein. Entsprechend kann ein über die Kolbenstange 24 eingetragenes
Drehmoment über die Führungsstange 460 und deren Nuten 462 an den relativ zum Zylindergehäuse
20 festen Kugeln 466 der Kugelbuchse 464 abgestützt werden, so dass wiederum eine
effektive Verdrehsicherung erreicht wird.
[0054] In einer entsprechenden Variante kann hier wiederum die Führungsstange am Zylindergehäuse
gehalten werden und die Kugelbuchse komplementär dazu im Kolben vorgesehen sein.
[0055] Auch in dieser Ausführungsform kann das in der Kugelbuchse eingesperrte Fluid bei
einer Hubbewegung beispielsweise über die Nuten 462 in die obere Kammer des Zylinders
entweichen und bei einer Absenkbewegung wieder zurückströmen.
[0056] Weitere Ausbildungen einer Verdrehsicherung entlang der vorgenannten exemplarischen
Ausführungsbeispiele sind ebenfalls denkbar. Wesentlich ist, dass die Verdrehsicherung
innerhalb des Gehäuses des Hubzylinders angeordnet ist, um entsprechend eine Verkleinerung
des Bauraumes aus Hubzylinder und Verdrehsicherung zu erreichen und andererseits die
Anzahl der außen liegenden Bauteile sowie die Anzahl der zu reinigenden Flächen zu
reduzieren, um eine hygienische Ausbildung zu erreichen.
[0057] In Figur 5 ist die Vorrichtung 1 zum Heben von Behältern in einer schematischen Darstellung
gezeigt, wobei sie in eine Füllvorrichtung 100 zum Befüllen von Behältern eingebunden
ist, welche neben der Vorrichtung 1 zum Heben der Behälter auch ein Füllventil 102,
entsprechende Spül-, Vorspann- und Entlastungsventile 104, eine Produktzuleitung 106
mit einem Durchflussmesser 108, sowie einen Ventilträger 110 zeigt.
[0058] Die Vorrichtung 1 zum Heben der Behälter umfasst den Hubzylinder 2 in einer Form,
so wie er beispielsweise zu den Figuren 1 bis 4 beschrieben war. Weiterhin ist eine
Behälteraufhängung 5 vorgesehen, welche eine entsprechende Aufnahmeklemme 50 zum Aufnehmen
eines Behälters im Halsringbereich umfasst. Entsprechend handelt es sich hierbei um
eine so genannte NeckHandling-Behälteraufhängung. Die Behälteraufhängung 5 umfasst
weiterhin einen Abschnitt 52, welcher einen Anlenkpunkt 54 für eine Notfallkurve aufweist.
Wie in Figur 6 zu erkennen ist, welche die in Figur 5 gezeigte Füllvorrichtung 100
in einer Schnittdarstellung zeigt, kann ein Behälter 6 entsprechend an der Klammer
50 der Behälteraufhängung 5 gehalten werden. Der Anlenkpunkt 54 ist so vorgesehen,
dass er mit der entsprechend schematisch dargestellten Notfallkurve 540 wechselwirken
kann.
[0059] Die Medienkanäle 30, 32 und 34 sind direkt mit dem Ventilträger 110 über die Stirnfläche
28 des Zylindergehäuses 20 angebunden.
[0060] Wie sich aus Figur 5 ergibt, ist der Bauraum der Vorrichtung 1 zum Heben der Behälter
gering, so dass diese sehr nah neben dem Füllventil 102 platziert werden kann. Hieraus
ergibt sich eine Bauraumreduktion des Gesamtsystems, so dass die gesamte Füllvorrichtung
100 entweder kompakter ausgebildet werden kann, oder die Maschinenteilung verringert
werden kann, so dass eine höhere Anzahl an Füllventilen vorgesehen werden kann. Darüber
hinaus ergibt sich aus Figur 5 auch, dass die zu reinigenden Flächen der Vorrichtung
1 zum Heben von Behältern sehr reduziert sind, so dass eine einfache Reinigung ermöglicht
wird und entsprechend eine Anwendung in einem aseptischen Füller gefördert werden
kann.
Bezugszeichenliste
[0061]
- 1
- Vorrichtung zum Heben von Behältern
- 100
- Füllvorrichtung
- 102
- Füllventil
- 104
- Spül-, Vorspann- und Entlastungsventil
- 106
- Produktzuleitung
- 108
- Durchflussmesser
- 110
- Ventilträger
- 2
- Hubzylinder
- 20
- Zylindergehäuse
- 22
- Kolben
- 24
- Kolbenstange
- 26
- Gehäusedeckel
- 28
- Stirnfläche des Gehäuses
- 200
- Symmetrieachse der Kolbenstange
- 220
- Abdichtung
- 222
- Abdichtung
- 240
- innere Ringdichtung
- 242
- äußere Ringdichtung
- 244
- Abstreifer
- 30
- erster Medienkanal
- 32
- zweiter Medienkanal
- 34
- Leckagekanal
- 340
- Ringnut
- 4
- Verdrehsicherung
- 400
- Führungsstange
- 402
- Bohrung zur Aufnahme der Führungsstange
- 420
- Bohrung zur Aufnahme der Führungsstange
- 422
- Führungsstange
- 440
- Kulissenstein
- 442
- Nut
- 460
- Führungsstange
- 462
- Nut
- 464
- Kugelbuchse
- 466
- Kugeln
- 5
- Behälteraufhängung
- 50
- Aufnahmeklemme
- 52
- Abschnitt
- 54
- Anlenkpunkt für Notfallkurve
- 540
- Notfallkurve
- 6
- Behälter
1. Vorrichtung (1) zum Heben von Behältern (6) in einer Abfüllvorrichtung, umfassend
ein Zylindergehäuse (20) und einen in dem Zylindergehäuse (20) aufgenommenen Kolben
(22) mit einer Kolbenstange (24) zum Übertragen einer Hubbewegung, sowie eine Verdrehsicherung
(4) zur Verhinderung einer Verdrehung der Kolbenstange (24) relativ zum Zylindergehäuse
(20),
wobei
die Verdrehsicherung (4) im Zylindergehäuse (20) aufgenommen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verdrehsicherung eine im Zylindergehäuse angeordnete, sich in Hubrichtung erstreckende
Führungsstange (400, 422, 460) oder
einen im Zylindergehäuse angeordneten Kulissenstein (440) umfasst.
2. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (22) doppeltwirkend in dem Zylindergehäuse (20) angeordnet ist.
3. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (22) einfach wirkend mit einer Rückstellvorrichtung, bevorzugt einer Federrückstellvorrichtung,
in dem Zylindergehäuse (20) angeordnet ist.
4. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die im Zylindergehäuse (20) aufgenommene Verdrehsicherung (4) nicht drehsymmetrisch
bezüglich der Symmetrieachse (200) der Kolbenstange (24) ausgebildete Führungsmittel
zwischen dem Zylindergehäuse (20) und dem Kolben (22) aufweist.
5. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsstange (440) bezüglich der Kolbenachse (200) außermittig gehalten ist
und in einer dazu komplementären Bohrung (402) im Kolben (22) geführt ist.
6. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsstange am Kolben bezüglich der Kolbenachse (200) außermittig gehalten
ist und in einer dazu komplementären Bohrung im Zylindergehäuse geführt ist.
7. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsstange (422) am Kolben (22) angeordnet ist, einen nicht drehsymmetrischen
Querschnitt, bevorzugt einem polygonalen Querschnitt, aufweist, und in einer dazu
komplementären Bohrung (420) im Zylindergehäuse (20) geführt ist.
8. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsstange einen nicht drehsymmetrischen Querschnitt, bevorzugt einem polygonalen
Querschnitt, aufweist, sich in Hubrichtung erstreckt und in einer dazu komplementären
Bohrung im Kolben geführt ist.
9. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kulissenstein (440) am Zylindergehäuse (20) gehalten wird und in einer sich in
Hubrichtung erstreckenden Nut (442) im Kolben (22) geführt ist.
10. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kulissenstein am Kolben gehalten wird und in einer sich in Hubrichtung erstreckenden
Nut im Zylindergehäuse geführt ist.
11. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsstange (460) am Kolben (22) vorgesehen ist und ein sich in Hubrichtung
erstreckendes Nutprofil (462) aufweist, wobei das Nutprofil (462) in einer dazu komplementären
Kugelbuchse (464) im Zylindergehäuse (20) geführt ist, wobei Kugeln (466) der Kugelbuchse
(464) in die Nut (462) der Führungsstange (460) eingreifen.
12. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsstange am Zylindergehäuse vorgesehen ist und ein sich in Hubrichtung
erstreckendes Nutprofil aufweist, wobei das Nutprofil in einer dazu komplementären
Kugelbuchse im Kolben geführt ist, wobei Kugeln der Kugelbuchse in die Nut der Führungsstange
eingreifen.
13. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Medienzuführung (30, 32) im Zylindergehäuse (20) geführt ist.
14. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Medienzuführung (30, 32) über eine Stirnfläche (28) des Gehäuses
(20) direkt kontaktierbar ist.
15. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Austritt der Kolbenstange (24) aus dem Zylindergehäuse (20) und/oder einem Gehäusedeckel
(26) eine innen liegende Ringdichtung (240) und eine außen liegende Ringdichtung (242)
vorgesehen sind, zwischen denen ein sich um die Kolbenstange (24) herum erstreckender
Leckagekanal (34) zum Ableiten von durch die innere Dichtung (240) gedrungenem Betätigungsmedium
vorgesehen ist.
16. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Leckagekanal (34) an einer Stirnfläche (28) des Gehäuses (20) in Fluidverbindung
mit anderen Anlagenkomponenten bringbar ist.
17. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem dem Zylindergehäuse (20) abgewendeten Ende der Kolbenstange (24) eine Behälteraufhängung
(5) zum Halten von Behältern (6) mit der Kolbenstange (24) verbunden ist.
18. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälteraufhängung (5) mit einem Anlenkpunkt (54) für eine Notfallkurve (540)
versehen ist.
1. Device (1) for lifting containers (6) in a filling device, comprising a cylinder housing
(20) and a piston (22) received in the cylinder housing (20) having a piston rod (24)
for transmitting a lifting movement, and an anti-rotation lock (4) for preventing
a rotation of the piston rod (24) relative to the cylinder housing (20),
wherein
the anti-rotation lock (4) is received in the cylinder housing (20),
characterised in that
the anti-rotation lock comprises a guide rod (400, 422, 460) arranged in the cylinder
housing and extending in the lifting direction, or a sliding block (440) arranged
in the cylinder housing.
2. Device (1) according to claim 1, characterised in that the piston (22) is arranged in the cylinder housing (20) to be double-acting.
3. Device (1) according to claim 1, characterised in that the piston (22) is arranged in the cylinder housing (20) to be single-acting with
a reset device, preferably a spring reset device.
4. Device (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that the anti-rotation lock (4) received in the cylinder housing (20) has guiding means
formed to be non-rotationally symmetrical with regard to the axis of symmetry (200)
of the piston rod (24) between the cylinder housing (20) and the piston (22).
5. Device (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that the guide rod (440) is held eccentrically with regard to the piston axis (200) and
is guided in a complementary bore (402) in the piston (22).
6. Device (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that the guide rod is held eccentrically on the piston with regard to the piston axis
(200) and is guided in a complementary bore in the cylinder housing.
7. Device (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that the guide rod (422) is arranged on the piston (22), has a cross-section which is
non-rotationally symmetrical, preferably a polygonal cross-section, and is guided
in a complementary bore (420) in the cylinder housing (20).
8. Device (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that the guide rod has a cross-section which is non-rotational symmetrical, preferably
a polygonal cross-section, extends in the lifting direction and is guided in a complementary
bore in the piston.
9. Device (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that the sliding block (440) is held on the cylinder housing (20) and is guided in a groove
(442) in the piston (22) extending in the lifting direction.
10. Device (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that the sliding block is held on the piston and is guided in a groove in the cylinder
housing extending in the lifting direction.
11. Device (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that the guide rod (460) is provided on the piston (22) and has a groove profile (462)
extending in the lifting direction, wherein the groove profile (462) is guided in
a complementary ball bushing (464) in the cylinder housing (20), wherein balls (466)
of the ball bushing (464) engage with the groove (462) of the guide rod (460).
12. Device (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that the guide rod is provided on the cylinder housing and has a groove profile extending
in the lifting direction, wherein the groove profile is guided in a complementary
ball bushing in the piston, wherein balls of the ball bushing engage with the groove
of the guide rod.
13. Device (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that at least one media supply (30, 32) is guided in the cylinder housing (20).
14. Device (1) according to claim 13, characterised in that at least one media supply (30, 32) can be contacted directly via a front surface
(28) of the housing (20).
15. Device (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that an internal ring seal (240) and an external ring seal (242) are provided on the outlet
of the piston rod (24) from the cylinder housing (20) and/or a housing cover (26),
between which internal ring seal and external ring seal a leakage channel (34) extending
around the piston rod (24) is provided for draining actuating medium which has penetrated
through the inner seal (240).
16. Device (1) according to claim 15, characterised in that the leakage channel (34) can be brought into fluid connection with other system components
on a front surface (28) of the housing (20).
17. Device (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that a container suspension (5) for holding containers (6) is connected to the piston
rod (24) at the end of the piston rod (24) facing away from the cylinder housing (20).
18. Device (1) according to claim 17, characterised in that the container suspension (5) is provided with a linking point (54) for an emergency
curve (540).
1. Dispositif (1) pour le levage de récipients (6) dans un dispositif de remplissage,
lequel dispositif comprend un corps de cylindre (20) et un piston (22) logé dans le
corps de cylindre (20) avec une tige de piston (24) pour la transmission d'un mouvement
de levage ainsi qu'une sécurité anti-rotation (4) pour empêcher une rotation de la
tige de piston (24) par rapport au corps de cylindre (20),
la sécurité anti-rotation (4) étant logée dans le corps de cylindre (20),
caractérisé en ce que la sécurité anti-rotation comprend une tige de guidage (400, 422, 460) agencée dans
le corps de cylindre et s'étendant dans la direction de levage ou un coulisseau (440)
agencé dans le corps de cylindre.
2. Dispositif (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le piston (22) est agencé à double effet dans le corps de cylindre (20).
3. Dispositif (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le piston (22) est agencé à simple effet avec un dispositif de rappel, de préférence
un dispositif de rappel à ressort, dans le corps de cylindre (20).
4. Dispositif (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la sécurité anti-rotation (4) agencée dans le corps de cylindre (20) comporte entre
le corps de cylindre (20) et le piston (22) des moyens de guidage conçus non symétriques
en rotation par rapport à l'axe de symétrie (200) de la tige de piston (24).
5. Dispositif (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tige de guidage (440) est maintenue dans une position excentrique par rapport
à l'axe de piston (200) et est guidée dans un trou complémentaire (402) dans le piston
(22).
6. Dispositif (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tige de guidage est maintenue sur le piston dans une position excentrique par
rapport à l'axe de piston (200) et est guidée dans un trou complémentaire dans le
corps de cylindre.
7. Dispositif (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tige de piston (422) est agencée sur le piston (22), a une section transversale
non symétrique en rotation, de préférence une section transversale polygonale, et
est guidée dans un trou complémentaire (420) dans le corps de cylindre (20).
8. Dispositif (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tige de piston a une section transversale non symétrique en rotation, de préférence
une section transversale polygonale, s'étend dans la direction de levage et est guidée
dans un trou complémentaire dans le piston.
9. Dispositif (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le coulisseau (440) est maintenu sur le corps de cylindre (20) et est guidé dans
une rainure (442), s'étendant dans la direction de levage, dans le piston (22).
10. Dispositif (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le coulisseau est maintenu sur le piston et est guidé dans une rainure, s'étendant
dans la direction de levage, dans le corps de cylindre.
11. Dispositif (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tige de guidage (460) est prévue sur le piston (22) et comporte un profil de rainure
(462) s'étendant dans la direction de levage, le profil de rainure (462) étant guidé
dans une douille à billes (464) complémentaire dans le corps de cylindre (20), des
billes (466) de la douille à billes (464) pénétrant dans la rainure (462) de la tige
de guidage (460).
12. Dispositif (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tige de guidage est prévue sur le corps de cylindre et comporte un profil de rainure
s'étendant dans la direction de levage, le profil de rainure étant guidé dans une
douille à billes complémentaire dans le piston, des billes de la douille à billes
pénétrant dans la rainure de la tige de guidage.
13. Dispositif (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une alimentation en fluide (30, 32) est guidée dans le corps de cylindre
(20).
14. Dispositif (1) selon la revendication 13, caractérisé en ce qu'au moins une alimentation en fluide (30, 32) peut être mise directement en contact
par l'intermédiaire d'une surface frontale (28) du corps (20).
15. Dispositif (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, à la sortie de la tige de piston (24) hors du corps de cylindre (20) et/ou d'un
couvercle de corps (26), il est prévu un joint annulaire (240) situé à l'intérieur
et un joint annulaire (242) situé à l'extérieur, joints entre lesquels un canal de
fuite (34) s'étendant autour de la tige de piston (24) est prévu pour évacuer du fluide
de commande poussé à travers le joint d'étanchéité intérieur (240).
16. Dispositif (1) selon la revendication 15, caractérisé en ce que le canal de fuite (34) peut être amené en liaison pour les fluides avec d'autres
composants d'installation sur une surface frontale (28) du corps (20).
17. Dispositif (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, à celle des extrémités de la tige de piston (24) qui est à l'opposé du corps de
cylindre (20), un support de récipient (5) est assemblé à la tige de piston (24) pour
tenir des récipients (6).
18. Dispositif (1) selon la revendication 17, caractérisé en ce que le support de récipient (5) est muni d'un point d'articulation (54) pour une came
d'actionnement en cas d'urgence (540).