[0001] Die Erfindung betrifft eine Zahnradmaschine gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1
bzw. Anspruch 11.
[0002] Aus der
DE 1 006 722 ist eine Zahnradmaschine in Form einer Pumpe bekannt. Die Zahnradmaschine umfasst
zwei Zahnräder, die im Außeneingriff miteinander kämmen. Die Zahnränder sind von einem
Gehäuse umgeben, welches aus einem Hauptkörper und zwei Lagerkörpern besteht. Die
Zahnräder liegen mit ihrem Kopfkreisdurchmesser dichtend an dem Hauptkörper und mit
ihren beiden Seitenflächen dichtend an dem zugeordneten Lagerkörper an. Eine Drehung
der Zahnräder geht somit mit einer Fluidströmung zwischen einem ersten und einem zweiten
Fluidanschluss im Gehäuse einher. Beide Zahnränder sind auf beiden Seiten mit je einem
kreiszylindrischen Lagerzapfen versehen. Der Lagerzapfen ist in einer zugeordneten
Lagerbohrung bezüglich einer Drehachse drehbar aufgenommen, wobei die Lagerbohrung
in den Lagerkörpern, also im Gehäuse, angeordnet ist.
[0003] Die Lagerbohrung ist mit einer Nut versehen, welche von dem Lagerzapfen überdeckt
wird. Die Nut ist an einen Zuführkanal angeschlossen, über den sie mit unter Druck
stehendem Druckfluid, insbesondere Hydrauliköl, gefüllt werden kann. An der Fläche,
welche von der endlosen Nut umgrenzt wird, steht somit der genannte Druck an. Die
Lage der genannten Fläche ist so gewählt, dass die resultierende Kraft aus den dort
wirkenden Druckkräften der Kraft genau entgegen wirkt, welche das Druckfluid auf die
Zähne des Zahnrades ausübt.
[0004] Der Nachteil der bekannten Zahnradmaschine besteht darin, dass sie für den Betrieb
mit einer bestimmten Drehzahl der Zahnräder ausgelegt ist. Wird im Betrieb von dieser
Auslegungsdrehzahl abgewichen, so tritt ein übermäßiger Verschleiß an den Lagerzapfen
bzw. der Lagerbohrung auf, so dass die Lebensdauer der Zahnradmaschine sinkt.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Zahnradmaschine anzugeben, die mit
unterschiedlichen Drehzahlen der Zahnräder betrieben werden kann, ohne dass übermäßiger
Verschleiß an den Lagerzapfen bzw. der Lagerbohrung auftritt.
[0006] Gemäß dem selbständigen Anspruch 1 wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Nut
endlos umlaufend um den Lagerzapfen herum ausgebildet ist, wobei einseitig neben der
Nut in der Lagerbohrung wenigstens eine erste Ausnehmung vorgesehen ist, die mit einem
geschlossenen Zuführkanal zum Zuführen von Druckfluid verbunden ist. Die Nut ist dabei
vorzugsweise nicht an unter Druck stehendes Druckfluid angeschlossen. Es ist vielmehr
daran gedacht, dass das Druckfluid, welches aus dem Lagerspalt zwischen Lagerzapfen
und der Lagerbohrung in die Nut fließt, im Wesentlichen drucklos aus der Nut abgeleitet
wird. Dies geschieht vorzugsweise dadurch, dass das Druckfluid aus der Nut wieder
zurück in den Lagerspalt fließt und zwar in eine Zone, in der ein niedriger Druck
herrscht. Dies wird dadurch begünstigt, dass die Nut endlos um den Lagerzapfen herum
verläuft. Sollte dies nicht ausreichen, um das Druckfluid aus der Nut abzuführen,
so kann die Nut zusätzlich an einen gesonderten Abführkanal zum Abführen von Druckfluid
angeschlossen sein. Dieser Abführkanal führt beispielsweise zum Niederdruckanschluss
des Gehäuses bzw. zu einem Druckraum im Gehäuse, in dem das Druckfluid einen niedrigen
Druck aufweist.
[0007] Im Ergebnis teilt die Nut den Lagerzapfen in zwei Bereiche auf. In dem ersten Bereich,
in dem die erste Ausnehmung nicht angeordnet ist, bildet sich ein hydrodynamischer
Schmierfilm zwischen dem Lagerzapfen und der Lagerbohrung aus, der den Lagerzapfen
von der Lagerbohrung vollständig trennt, so dass diese sich nicht unmittelbar berühren.
Dies geschieht insbesondere dann, wenn sich die Zahnräder mit einer hohen Drehzahl
drehen. In dem zweiten Bereich, in dem die erste Ausnehmung angeordnet ist, wird über
den Zuführkanal und die erste Ausnehmung unter Druck stehendes Druckfluid in den Lagerspalt
eingeführt. Damit kann sich schon bei einer sehr geringen Drehzahl der Zahnräder ein
Schmierfilm ausbilden, der den Lagerzapfen vollständig von der Lagerbohrung trennt.
Folglich ist sowohl bei einer niedrigen als auch bei einer hohen Drehzahl der Zahnräder
ein tragender Schmierfilm zwischen dem Lagerzapfen und der zugeordneten Lagerbohrung
vorhanden, so dass kein übermäßiger Verschleiß auftritt.
[0008] Der Zuführkanal ist vorzugsweise unmittelbar an die erste Ausnehmung angeschlossen.
Er ist geschlossen ausgebildet, damit das Druckfluid, welches sich in dem Zuführkanal
befindet, die Ausbildung des Schmierfilms nicht stört. Der Schmierfilm wird also in
erster Linie durch die Lage und die Form der ersten Ausnehmung beeinflusst. Dabei
ist vorzugsweise eine einzige erste Ausnehmung vorgesehen, damit die Zahnradmaschine
besonders einfach hergestellt werden kann.
[0009] In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen
der Erfindung angegeben.
[0010] Die Lagerbohrung kann in einem gesonderten Lagerkörper angeordnet sein, welcher an
einer Seitenfläche des zugeordneten Zahnrades anliegt, wobei der Zuführkanal ausschließlich
in dem Lagerkörper angeordnet ist. Der Lagerkörper ist ein vergleichsweise kleines
Bauteil, so dass der Zuführkanal dort besonders leicht hergestellt werden kann.
[0011] Der Zuführkanal kann in den Bereich Zähne des Zahnrades führen, so dass eine Fluidaustauschverbindung
zwischen den Zahnzwischenräumen und dem Zuführkanal besteht. Damit kann unter Druck
stehendes Druckfluid aus den Zahnzwischenräumen in den Zuführkanal und damit über
die erste Ausnehmung in den Lagerspalt zwischen Lagerzapfen und Lagerbohrung fließen.
Über die Lage der Mündungsöffnung des Zuführkanals am Umfang des zugeordneten Zahnrades
kann der Druck des Druckfluids im Zuführkanal gesteuert werden, so dass sich ein optimaler
Schmierfilm ergibt.
[0012] Die Mündungsöffnung des Zuführkanals kann am zugeordneten Zahnrad in Umfangsrichtung
bezüglich der Drehachse breiter als ein Zahn des Zahnrades sein. Hierdurch wird erreicht,
dass die genannte Mündungsöffnung durch einen Zahn des Zahnrades nicht vollständig
überdeckt werden kann. In der Folge besteht in jeder Drehstellung des Zahnrades eine
Fluidaustauschverbindung zwischen wenigstens einem Zahnzwischenraum und dem Zuführkanal.
Der Druck im Zuführkanal ist dementsprechend konstant. Eine Druckpulsation, welche
den Schmierfilm stört, tritt nicht auf.
[0013] Das Gehäuse kann einen Druckanschluss aufweisen, wobei der Zuführkanal mit dem Druckanschluss
verbunden ist. Bei dem Druckanschluss kann es sich um den Hochdruckanschluss des Gehäuses
handeln, an dem das durch die Zahnradmaschine fließende Druckfluid mit hohem Druck
zu- bzw. abgeführt wird. Es kann aber auch ein gesonderter Druckanschluss vorgesehen
sein, an dem Druckfluid mit einem besonders eingestellten Druck von einer gesonderten
Fluidquelle zugeführt wird.
[0014] Die Nut kann in einer Ebene verlaufen, welche senkrecht zur Drehachse des zugeordneten
Lagerzapfens ausgerichtet ist, wobei sie vorzugsweise eine konstante Querschnittsform
aufweist. Damit erstreckt sich die Nut in Richtung der zugeordneten Drehachse über
die geringst mögliche Länge. In diesem Bereich kann sich kein tragender Schmierfilm
ausbilden. Somit geht durch die vorgeschlagene Nut die geringst mögliche tragende
Breite am Lagerzapfen verloren. Eine Nut mit konstanter Querschnittsform kann, beispielsweise
auf einer Drehmaschine, besonders einfach hergestellt werden.
[0015] Die Lagerbohrung kann von einer gesonderten Lagerbuchse gebildet werden, wobei die
erste Ausnehmung von einem radialen Durchbruch in der Lagerbuchse gebildet wird, wobei
der Zuführkanal im verbleibenden Gehäuse angeordnet ist. Die erste Ausnehmung lässt
sich damit besonders einfach, beispielsweise mittels einer Fräsbearbeitung, herstellen.
Die Fräsbearbeitung kann dabei insbesondere von radial außen her an der Lagerbuchse
vorgenommen werden, so dass auch sehr filigrane Formen der ersten Ausnehmung leicht
herstellbar sind. Der Zuführkanal im verbleibenden Gehäuse ist vorzugsweise zumindest
abschnittsweise offen ausgebildet, wobei er von der Lagerbuchse überdeckt wird, so
dass im Ergebnis ein geschlossener Zuführkanal vorliegt. Hierdurch wird die Herstellung
des Zuführkanals vereinfacht.
[0016] Der Durchbruch kann in Form eines Langlochs ausgebildet sein, welches parallel zur
Drehachse des zugeordneten Lagerzapfens ausgerichtet ist. Ein Langloch kann sehr einfach
mit einem Schaftfräser hergestellt werden. Das Langloch erstreckt sich vorzugsweise
über weitgehend die gesamte Breite zwischen der Nut und dem Rand der Lagerbuchse.
Damit bildet sich bei niedrigen Drehzahlen über den gesamten Bereich zwischen der
Nut und dem Rand der Lagerbuchse ein tragender Schmierfilm aus. Dieser kann aufgrund
seiner großen Fläche große Kräfte abstützen.
[0017] Die Lagerbuchse kann einstückig ausgebildet sein, wobei die Nut ausschließlich von
der Lagerbuchse begrenzt wird. Damit kann die Nut durch Bearbeitung der vergleichsweise
kleinen Lagerbuchse allein hergestellt werden. Dies ist besonders einfach und damit
kostengünstig.
[0018] Die Lagerbuchse kann ein erstes und ein gesondertes zweites Buchsenteil aufweisen,
welche die Nut seitlich begrenzen. Eine besondere Span abhebende Bearbeitung zur Herstellung
der Nut ist damit nicht mehr erforderlich. Die Breite der Nut kann darüber hinaus
bei der Montage der Zahnradmaschine beliebig eingestellt werden. Weiter kann die Breite
des Lagerspaltes zwischen dem ersten Buchsenteil und dem Lagerzapfen und dem zweiten
Buchsenteil und dem Lagerzapfen unterschiedlich ausgebildet werden, um die Ausbildung
des Schmierfilms zu verbessern.
[0019] Gemäß dem selbständigen Anspruch 11 kann auf die Nut zur definierten Abgrenzung des
ersten und des zweiten Bereichs auch verzichtet werden. Dabei ist die genannte erste
Ausnehmung vollständig neben einer Ebene angeordnet, welche senkrecht zur zugeordneten
Drehachse in der Mitte des Berührbereichs zwischen Lagerbohrung und Lagerzapfen angeordnet
ist. Diese Ausführungsform ist besonders einfach ausgebildet, da auf die Bereitstellung
einer besonderen Nut verzichtet wird.
[0020] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Es stellt dar:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Zahnradmaschine,
wobei die Schnittebene durch die Drehachsen der Zahnräder verläuft;
- Fig. 2
- einen Längsschnitt eines Lagerkörpers der Zahnradmaschine nach Fig. 1;
- Fig. 3
- einen Querschnitt des Lagerkörpers nach Fig. 2, wobei die Lage der Schnittebene in
Fig. 2 mit A-A gekennzeichnet ist;
- Fig. 4
- einen Längsschnitt eines Lagerkörpers gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung;
und
- Fig. 5
- einen Längsschnitt eines Lagerkörpers gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung.
[0021] Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Zahnradmaschine 10, wobei die Schnittebene durch die Drehachsen der Zahnräder 11 verläuft.
Die Zahnradmaschine 10 umfasst ein Gehäuse 30, welches aus einem Hauptkörper 31, einem
ersten und einem zweiten Deckel 33; 34 und insgesamt vier gesonderten Lagerkörpern
40 zusammengesetzt ist. In dem Hauptkörper 31 sind zwei außenverzahnte Zahnräder 11
aufgenommen, die miteinander kämmen, wobei sie parallele Drehachsen 14 aufweisen.
Der rohrartige Hauptkörper 31 weist an der Innenumfangsfläche eine in Richtung der
Drehachsen 14 konstante Querschnittsform auf, welche an die Zahnräder 11 angepasst
ist, so dass diese mit ihrem Kopfkreisdurchmesser dichtend an dem Hauptkörper 31 anliegen.
Die ebenen und senkrecht zu den Drehachsen 14 ausgerichteten Seitenflächen 12 der
Zahnräder 11 liegen jeweils an einem zugeordneten Lagerkörper 40 an, welcher von dem
Druckfluid in der Zahnradmaschine 10 gegen das zugeordnete Zahnrad 11 gedrückt wird,
so dass der Lagerkörper 40 dicht am zugeordneten Zahnrad 11 anliegt. In dem Hauptkörper
31 sind zwei Druckanschlüsse 32, nämlich ein Hochdruck- und ein Niederdruckanschluss
vorgesehen, welche vor bzw. hinter der Schnittebene der Fig. 1 angeordnet sind.
[0022] Wenn die Zahnradmaschine 10 als Pumpe betrieben wird, werden die Zahnränder 11 mit
dem Antriebszapfen 15 in Drehbewegung versetzt, wobei das Druckfluid, insbesondere
Hydrauliköl, vom Niederdruckanschluss zum Hochdruckanschluss fließt. Wenn die Zahnradmaschine
als Motor betrieben wird, fließt das Druckfluid vom Hochdruckanschluss zum Niederdruckanschluss,
wobei der Antriebszapfen 15 in Drehbewegung versetzt wird.
[0023] Beide Zahnräder 11 weisen auf beiden Seiten je einen bezüglich der zugeordneten Drehachse
14 kreiszylindrischen Lagerzapfen 13 auf, welcher in einer Lagerbohrung 51 im zugeordneten
Lagerkörper 40 aufgenommen ist. Die Lagerbohrung 51 ist dabei an einer gesonderten
Lagerbuchse 50 ausgebildet, welche in den verbleibenden Lagerkörper 40 eingepresst
ist. Die beiden Lagerkörper 40 auf einer Seite des Zahnrades liegen an einer ebenen
Anlagefläche 44 aneinander an. Die vier Lagerkörper 40 sind jeweils spieglsymmetrisch
zu einer Ebene ausgebildet, die senkrecht zu den Drehachsen 14 verläuft und darüber
hinaus spiegelsymmetrisch zu der ebenen Anlagefläche 44. An ihrer Außenumfangsfläche
sind sie dichtend an die Innenumfangsfläche des Hauptkörpers 31 angepasst, wobei sie
in Richtung der Drehachsen 14 minimal beweglich im Hauptkörper 31 aufgenommen sind.
[0024] Hinzuweisen ist noch auf den ersten und den zweiten Deckel 33; 34, mit denen der
Hauptkörper 31 an beiden Stirnenden dicht verschlossen ist. Der Antriebszapfen 15
ragt durch den ersten Deckel 33 aus dem Gehäuse 30 heraus, wobei die Durchtrittsstelle
mit einem (nicht dargestellten) Radialwellendichtring gegen Austritt des Druckfluids
abgedichtet ist.
[0025] Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt eines Lagerkörpers 40 der Zahnradmaschine 10 nach
Fig. 1. Die Lagerbuchse 50 ist in einer Aufnahmebohrung 41 in dem Lagerkörper 40 aufgenommen,
welche kreiszylindrisch bezüglich der Drehachse 14 des zugeordneten Zahnrades ausgebildet
ist. Die Lagerbuchse 50 umfasst ein erstes und ein zweites Buchsenteil 54, 55, die
jeweils als kreiszylindrisches Rohr mit einer konstanten Wanddicke ausgeführt sind.
Die Innenumfangsflächen der Buchsenteile 54; 55 bilden die Lagerbohrung 51, wobei
beide Innenumfangsflächen den gleichen Durchmesser aufweisen. Die beiden Stirnflächen
des ersten und des zweiten Buchsenteils 54; 55 sind jeweils eben und senkrecht bezüglich
der Drehachse 14 des zugeordneten Zahnrades ausgebildet. Das erste und das zweite
Buchsenteil 54; 55 sind mit Abstand zueinander angeordnet, so dass zwischen diesen
eine Nut 52 vorhanden ist. Die Seitenwände der Nut 52 werden von den zugeordneten
Stirnflächen des ersten und des zweiten Buchsenteils 54; 55 gebildet. Die Bodenwand
der Nut 52 wird von dem Lagerkörper 40, namentlich der Aufnahmebohrung 41, gebildet.
[0026] In dem in Fig. 2 rechts neben der Nut 52 angeordneten ersten Bereich 20 ist eine
einzige erste Ausnehmung 53 angeordnet, welche in Form eines Durchbruchs in der Lagerbuchse
50, namentlich dem ersten Buchsenteil 54, ausgebildet ist. Die erste Ausnehmung 53
ist in Form eines Langlochs ausgebildet, welches sich parallel zur Drehachse 14 des
zugeordneten Zahnrades erstreckt. Die erste Ausnehmung 53 kann jedoch auch andere
Formen aufweisen, so weit diese dazu geeignet ist, einen Schmierfilm zwischen der
Lagerbohrung 51 und dem zugeordneten Lagerzapfen auszubilden. Darüber hinaus können
auch mehrere erste Ausnehmungen 53 vorgesehen sein.
[0027] Die erste Ausnehmung ist unmittelbar mit einen Zuführkanal 42 verbunden, welcher
eine geschlossene Kanalquerschnittsform aufweist. Über den Zuführkanal 42 kann der
ersten Ausnehmung 53 unter Druck stehendes Druckfluid zugeführt werden, so dass dieses
in den Lagerspalt zwischen der Lagerbohrung 51 und dem Lagerzapfen strömt.
[0028] In dem in Fig. 2 links neben der Nut 52 angeordneten zweiten Bereich 21 ist keine
besondere Einströmöffnung für das Druckfluid vorgesehen. In dem dortigen Lagerspalt
zwischen der Lagerbohrung 51 und dem Lagerzapfen befindet sich daher ausschließlich
Druckfluid, welches durch unvermeidbare Leckagen dorthin gelangt. Der entsprechende
Schmierfilm weist daher nur dann eine genügend große Dicke auf, um die Lagerzapfen
vollständig von der Lagerbohrung zu trennen, wenn sich die Zahnräder mit einer hohen
Drehzahl von beispielsweise 3000 min
-1 drehen.
[0029] Die Breite des ersten und des zweiten Bereichs 20; 21 und mithin die Breite des ersten
und des zweiten Buchsenteils 54, 55 ist so gewählt, dass die entsprechenden Schmierfilme
in etwa die gleiche Tragfähigkeit aufweisen. Dabei reicht im ersten Bereich 20, in
dem das Druckfluid unter Druck zugeführt wird, eine geringere Breite als im zweiten
Bereich 21 aus, um die gleiche Tragfähigkeit zu erzielen.
[0030] Fig. 3 zeigt einen Querschnitt des Lagerkörpers 40 nach Fig. 2, wobei die Lage der
Schnittebene in Fig. 2 mit A-A gekennzeichnet ist. Der Zuführkanal 42 wird von einer
kreiszylindrischen Bohrung gebildet, welche die Aufnahmebohrung 41 im Lagerkörper
40 anschneidet. Dort wird der Zuführkanal 42 von der Lagerbuchse 50, namentlich dem
ersten Buchsenteil abgedeckt, so dass das Druckfluid aus dem Zuführkanal 42 ausschließlich
über die erste Ausnehmung 53 in den Lagerspalt fließen kann. Aufgrund des großen Durchmessers
des Zuführkanals 42 ist dies mit geringen Druckverlusten verbunden.
[0031] Im Bereich der Mündung des Zuführkanals 42 ist an der radialen Außenoberfläche des
Lagerkörpers 40 eine dritte Ausnehmung 45 vorgesehen, welche sich über die gesamte
Breite des Lagerkörpers 40 erstreckt. Über die dritte Ausnehmung 45 wird eine Fluidaustauschverbindung
zwischen dem Hochdruckanschluss am Gehäuse der Zahnradmaschine und dem Zuführkanal
42 hergestellt. Dementsprechend ist der Druck, mit dem das Druckfluid in den Lagerspalt
hinein fließt, gleich dem Druck am Hochdruckanschluss der Zahnradmaschine.
[0032] Fig. 4 zeigt einen Längsschnitt eines Lagerkörpers 40 gemäß einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung. Die zweite Ausführungsform unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform
ausschließlich dadurch, dass anstelle eines ersten und eines gesonderten zweiten Buchsenteils
eine einstückige Lagerbuchse 50 vorgesehen ist. Die Lagerbuchse 50 ist in Form eines
kreiszylindrischen Rohres mit konstanter Wanddicke ausgebildet. Die Nut 52 wird ausschließlich
durch die Lagerbuchse 50 begrenzt. Sie verläuft dabei um den Lagerzapfen herum in
einer Ebene, die senkrecht zur Drehachse 14 des zugeordneten Zahnrades ausgebildet
ist. Die Querschnittsform der Nut 52 ist konstant und kann beispielsweise rechteckig,
quadratisch oder halbkreisförmig ausgebildet sein.
[0033] Im Übrigen wird auf die Ausführung zu den Fig. 1 bis 3 bezüglich der ersten Ausführungsform
verwiesen, wobei gleiche Teile mit gleichen Bezugsziffern gekennzeichnet sind.
[0034] Fig. 5 zeigt einen Längsschnitt eines Lagerkörpers 40 gemäß einer dritten Ausführungsform
der Erfindung. Die dritte Ausführungsform unterscheidet sich von der ersten und der
zweiten Ausführungsform ausschließlich dadurch, dass die Nut, welche den ersten vom
zweiten Bereich abgrenzt ganz weggelassen wurde. Dadurch, dass die erste Ausnehmung
53 außermittig angeordnet ist ergibt sich aber dennoch annähernd der erfindungsgemäße
Effekt wie bei der ersten und der zweiten Ausführungsform der Erfindung. Unter einer
außermittigen Anordnung soll dabei verstanden werden, dass die erste Ausnehmung 53
einseitig neben einer Ebene 23 angeordnet ist, welche senkrecht zur zugeordneten Drehachse
14 in der Mitte des Berührbereichs (Nr. 22 in Fig. 1) zwischen Lagerbohrung 51 und
Lagerzapfen angeordnet ist
[0035] Im Übrigen wird auf die Ausführung zu den Fig. 1 bis 3 bezüglich der ersten Ausführungsform
verwiesen, wobei gleiche Teile mit gleichen Bezugsziffern gekennzeichnet sind.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 10
- Zahnradmaschine
- 11
- Zahnrad
- 12
- Seitenfläche des Zahnrades
- 13
- Lagerzapfen
- 14
- Drehachse
- 15
- Antriebszapfen
- 20
- erster Bereich
- 21
- zweiter Bereich
- 22
- Berührbereich zwischen Lagerbohrung und Lagerzapfen
- 23
- Ebene in der Mitte des Berührbereichs
- 30
- Gehäuse
- 31
- Hauptkörper
- 32
- Druckanschluss
- 33
- erster Deckel
- 34
- zweiter Deckel
- 40
- Lagerkörper
- 41
- Aufnahmebohrung
- 42
- Zuführkanal
- 44
- Anlagefläche
- 45
- dritte Ausnehmung
- 50
- Lagerbuchse
- 51
- Lagerbohrung
- 52
- Nut
- 53
- erste Ausnehmung / Durchbruch
- 54
- erstes Buchsenteil
- 55
- zweites Buchsenteil
1. Zahnradmaschine (10), insbesondere Pumpe oder Motor, mit wenigstens zwei Zahnrädern
(11), die im Außeneingriff miteinander kämmen, wobei die Zahnräder (11) von einem
Gehäuse (30) umgeben sind, wobei wenigstens ein Zahnrad (11) wenigstens einen Lagerzapfen
(13) aufweist, der in einer zugeordneten Lagerbohrung (51) des Gehäuses (30) bezüglich
einer Drehachse (14) drehbar aufgenommen ist, wobei die Lagerbohrung (51) oder der
Lagerzapfen (13) mit einer Nut (52) versehen ist, die von dem Gegenstück, Lagerzapfen
(13) oder Lagerbohrung (51), überdeckt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (52) endlos umlaufend um den Lagerzapfen (13) herum ausgebildet ist, wobei
einseitig neben der Nut (52) in der Lagerbohrung (51) wenigstens eine erste Ausnehmung
(53) vorgesehen ist, die mit einem geschlossenen Zuführkanal (42) zum Zuführen von
Druckfluid verbunden ist.
2. Zahnradmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerbohrung (51) in einem gesonderten Lagerkörper (40) angeordnet ist, welcher
an einer Seitenfläche (12) des zugeordneten Zahnrades (11) anliegt, wobei der Zuführkanal
(42) ausschließlich in dem Lagerkörper (40) angeordnet ist.
3. Zahnradmaschine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Zuführkanal (42) in den Bereich Zähne des Zahnrades (11) führt, so dass eine
Fluidaustauschverbindung zwischen den Zahnzwischenräumen und dem Zuführkanal (42)
besteht.
4. Zahnradmaschine nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mündungsöffnung des Zuführkanals am zugeordneten Zahnrad (11) in Umfangsrichtung
bezüglich der Drehachse (14) breiter als ein Zahn des Zahnrades (11) ist.
5. Zahnradmaschine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (30) einen Druckanschluss (32) aufweist, wobei der Zuführkanal (42) mit
dem Druckanschluss (32) verbunden ist.
6. Zahnradmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (52) in einer Ebene verläuft, welche senkrecht zur Drehachse (14) des zugeordneten
Lagerzapfens (13) ausgerichtet ist, wobei sie vorzugsweise eine konstante Querschnittsform
aufweist.
7. Zahnradmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerbohrung (51) von einer gesonderten Lagerbuchse (50) gebildet wird, wobei
die erste Ausnehmung von einem radialen Durchbruch (53) in der Lagerbuchse (50) gebildet
wird, wobei der Zuführkanal (42) im verbleibenden Gehäuse (30) angeordnet ist.
8. Zahnradmaschine nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der Durchbruch (53) in Form eines Langlochs ausgebildet ist, welches parallel zur
Drehachse (14) des zugeordneten Lagerzapfens (13) ausgerichtet ist.
9. Zahnradmaschine nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerbuchse (50) einstückig ausgebildet ist, wobei die Nut (52) ausschließlich
von der Lagerbuchse (50) begrenzt wird.
10. Zahnradmaschine nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerbuchse (50) ein erstes und ein gesondertes zweites Buchsenteil (54; 55)
aufweist, welche die Nut (52) seitlich begrenzen.
11. Zahnradmaschine (10), insbesondere Pumpe oder Motor, mit wenigstens zwei Zahnrädern
(11), die im Außeneingriff miteinander kämmen, wobei die Zahnräder (11) von einem
Gehäuse (30) umgeben sind, wobei wenigstens ein Zahnrad (11) wenigstens einen Lagerzapfen
(13) aufweist, der in einer zugeordneten Lagerbohrung (51) des Gehäuses (30) bezüglich
einer Drehachse (14) drehbar aufgenommen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass in der Lagerbohrung (51) wenigstens eine erste Ausnehmung (53) vorgesehen ist, die
mit einem geschlossenen Zuführkanal (42) zum Zuführen von Druckfluid verbunden ist,
wobei die wenigstens eine erste Ausnehmung (53) einseitig neben einer Ebene angeordnet
ist, welche senkrecht zur zugeordneten Drehachse (14) in der Mitte des Berührbereichs
(22) zwischen Lagerbohrung (51) und Lagerzapfen (13) angeordnet ist.
12. Zahnradmaschine nach Anspruch 11 mit den Merkmalen des Kennzeichenteils wenigstens
einer der Ansprüche 2 bis 5; 7 und 8.