TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Zellenrad aus Metall, mit einer koaxial zu
einer Rotationsachse liegenden Aussenhülse, einer koaxial zur Aussenhülse liegenden
Innenhülse, mindestens einer zwischen Aussenhülse und Innenhülse koaxial zu diesen
angeordneten Zwischenhülse, zwischen aufeinanderfolgenden Hülsen angeordneten, radial
zur Rotationsachse ausgerichteten, mit benachbarten Hülsen gefügten Lamellen, mit
die Aussenhülse übergreifenden und mit der Aussenhülse gefügten äusseren Dichthülsen
mit einem Dichtprofil für eine Labyrinthdichtung, und mit einer in der Rotationsachse
liegenden Antriebswelle.
STAND DER TECHNIK
[0002] Seit einigen Jahren zählt das Verfahren des Downsizing zu den Hauptthemen bei der
Konstruktion von neuen, aufgeladenen Motoren. Mit Downsizing können der Kraftstoffverbrauch
und damit die Abgasemissionen eines Fahrzeugs reduziert werden. In der heutigen Zeit
werden diese Ziele immer wichtiger, da der hohe Energieverbrauch durch fossile Brennstoffe
stark zur Luftverschmutzung beiträgt und immer härtere Gesetzgebungsmassnahmen die
Automobilhersteller zum Handeln zwingen. Unter Downsizing versteht man die Substitution
eines grossvolumigen Motors durch einen hubraumverkleinerten Motor. Dabei soll die
Motorleistung durch Aufladung des Motors hoch gehalten werden. Ziel ist es, mit kleinvolumigen
Motoren die gleichen Leistungswerte wie bei grossvolumigen Motoren zu erreichen wie
mit leistungsgleichen Saugmotoren. Neue Erkenntnisse auf dem Gebiet des Downsizing
haben gezeigt, dass insbesondere bei sehr kleinen Ottomotoren mit einem Hubraum von
2 Liter oder weniger mit einer Druckwellenaufladung die besten Ergebnisse erzielt
werden können.
[0003] Bei einem Druckwellenlader ist der Rotor als Zellenrad ausgebildet und wird von einem
Luft- und Abgasgehäuse mit einem gemeinsamen Mantel umschlossen. Die Entwicklung moderner
Druckwellenlader zur Aufladung kleiner Motoren führt zu Zellenrädern mit einem Durchmesser
in der Grössenordnung von 100 mm oder weniger. Zur Erzielung eines maximalen Zellenvolumens
und auch zur Gewichtsreduktion werden Zellenwanddicken von 0,4 mm oder weniger angestrebt.
Bei den hohen Abgaseintrittstemperaturen von gegen ca. 1000 °C kommen als Werkstoffe
für das Zellenrad praktisch nur hochwarmfeste Legierungen in Frage. Die Herstellung
dimensionsstabiler und hochpräziser Zellenräder mit geringer Zellenwanddicke ist heute
noch kaum möglich oder aber mit erheblichen Mehrkosten verbunden.
[0004] Es ist schon vorgeschlagen worden, die Kammern eines Zellenrades aus aneinander gereihten
und sich teilweise überlappenden, Z-förmigen Profilen zu bilden. Die Herstellung eines
derartigen Zellenrades ist jedoch mit hohem zeitlichem Aufwand verbunden. Hinzu kommt,
dass das Aneinanderreihen und positionsgenaue Fixieren von Z-Profilen kaum mit einer
zur Einhaltung der geforderten Toleranzen ausreichenden Präzision durchführbar ist.
[0005] Es ist auch schon vorgeschlagen worden, ein Zellenrad aus einem Vollkörper durch
Erodieren der einzelnen Zellen herzustellen. Mit diesem Verfahren ist es jedoch nur
schwer möglich, Zellenwanddicken von weniger als 0,5 mm zu erreichen. Ein weiterer
wesentlicher Nachteil des Erodierverfahrens sind die damit verbundenen, hohen Material-
und Bearbeitungskosten.
[0006] Ein Zellenrad der eingangs genannten Art ist in
WO 2010/057319 Al offenbart. Bei Laufversuchen unter Betriebsbedingungen hat sich herausgestellt, dass
die im Inneren des Zellenrades im Bereich der Stirnflächen des Zellenrades in rascher
Folge auftretenden Temperaturwechsel mit Temperaturunterschieden von 200 bis 300°C
zu periodisch stark schwankenden Wärmeausdehnungen und -kontraktionen der Lamellen
in radialer Richtung führen. Dadurch sind die zwischen aufeinanderfolgenden Hülsen
angeordneten und mit den Hülsen gefügten Lamellen hohen Lastwechseln mit einer Schwingungsfrequenz
in der Grössenordnung der doppelten Drehzahl des Zellenrades ausgesetzt, die bei andauernder
thermischer Belastung zu einer Rissbildung in der Nähe der Fügestellen zwischen Lamellen
und Hülsen an den Stirnflächen des Zellenrades und in der Folge zum Ausbrechen von
Lamellenteilen und zum Ausfall des Zellenrades führen können.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Zellenrad der eingangs genannten Art
unter Vermeidung einer Rissbildung im Fügebereich zwischen Lamellen und Hülsen einfach
und kostengünstig mit der geforderten Präzision herzustellen. Ein weiteres Ziel der
Erfindung ist die Schaffung eines für den Einsatz in einem Druckwellenlader zur Aufladung
von Verbrennungsmotoren, insbesondere zur Aufladung kleiner Ottomotoren mit einem
Hubraum in der Grössenordnung von 2 Liter oder weniger, geeigneten Zellenrades. Insbesondere
sollen unter Betriebsbedingungen mechanisch stabile Zellenräder mit einer Zellenwanddicke
von 0,5 mm oder weniger ohne Neigung zu Rissbildung im Fügebereich zwischen Lamellen
und Hülsen herstellbar sein.
[0008] Zur erfindungsgemässen Lösung der Aufgabe führt, dass wenigstens die Aussenhülse,
die Innenhülse und/oder die Zwischenhülse bzw. bei mehr als einer Zwischenhülse wenigstens
eine der Zwischenhülsen von beiden Stirnflächen des Zellenrades ausgehende Einschnitte
zwischen benachbarten Lamellen aufweist. Die Einschnitte sind bevorzugt rotationssymmetrisch.
[0009] Zur erfindungsgemässen Lösung der Aufgabe führt auch, dass ausschliesslich die mindestens
eine Zwischenhülse von den beiden Stirnflächen des Zellenrades ausgehende Einschnitte
aufweist. Folglich sind hier die Aussenhülse und die Innenhülse ohne Einschnitte ausgebildet.
Vorzugsweise ist dabei links und rechts von einer Lamelle jeweils ein Einschnitt vorhanden
bzw. es ist vorzugsweise immer ein Einschnitt zwischen zwei benachbarten Lamellen
vorhanden. Die in der Zwischenhülse angeordneten Einschnitte stellen dabei für die
entsprechende Lamelle einen Randstreifen bereit, welcher bezüglich der Zwischenhülse
und anderen Randstreifen elastisch bewegbar ausgebildet ist und die durch Temperaturschwankungen
herrührende Deformation der Lamellen durch eine Bewegung des Randstreifens in im Wesentlichen
radialer Richtung vorteilhaft kompensiert. Dadurch werden die Wechselbiegespannungen
in der Lamelle in einem grossen Mass reduziert. Die Randstreifen können auch als Laschen
bezeichnet werden. Bevorzugterweise bilden zwei benachbarte Einschnitte einen der
entsprechenden Hülse zugehörigen Randstreifen, wobei einem einzigen Randstreifen jeweils
eine einzige Lamelle zugeordnet ist. Ein solcher Randstreifen ist dabei zur entsprechenden
Hülse und zu benachbarten Randstreifen elastisch bewegbar.
[0010] Die Einschnitte sind im Wesentlichen über den Umfang der betreffenden Hülse vorzugsweise
gleichmässig verteilt angeordnet. Eine andere Verteilung in Abhängigkeit mit der Anordnung
der Lamellen ist auch denkbar.
[0011] Bevorzugt sind zwischen allen benachbarten Lamellen Einschnitte vorhanden. Es ist
jedoch auch möglich, weniger Einschnitte über den Hülsenumfang vorzusehen. Beispielsweise
kann nach jeder zweiten oder dritten Lamelle ein Einschnitt vorgesehen sein.
[0012] Durch die zwischen Fügestellen benachbarter Lamellen mit der Aussen-, Innen und/oder
Zwischenhülse angeordneten Einschnitte ist die betreffende Hülse im Randbereich des
Zellenrades also in Randstreifen aufgeteilt, so dass benachbarte Randstreifen in radialer
Richtung gegeneinander verschiebbar sind. Dadurch können sich die Lamellen zusammen
mit den mit den Lamellen gefügten Randstreifen aus ihrer ursprünglichen Lage in der
Hülse in radialer Richtung ausdehnen und kontraktieren, so dass die in rascher Folge
auftretenden Wärmedehnungen und -kontraktionen der Lamellen in radialer Richtung zu
einem geringeren Spannungsaufbau und -abbau durch schnelle Lastwechsel in den Lamellen
im Bereich ihrer Fügestellen mit den Aussen-, Innen und/oder Zwischenhülsen führen
und mit dieser Massnahme Materialbeschädigungen vermieden werden können.
[0013] Zur Vermeidung von Spannungsspitzen an den Enden der Einschnitte und einer damit
verbundenen Bildung und weiteren Ausbreitung eines Risses kann an den Enden der Einschnitte
eine Ausnehmung als sogenannter Rissstopper vorgesehen sein. Die Ausnehmung kann in
der Draufsicht senkrecht zur Mittelachse einen runden oder einen elliptischen Querschnitt
aufweisen. Die Ausdehnung der Ausnehmung liegt vorzugsweise im Bereich 1 bis 2 mm.
[0014] Bei einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemässen Zellenrades sitzt die Innenhülse
auf einer koaxial zu dieser angeordneten, mit der Antriebswelle gefügten Flanschhülse
und die Aussenhülse weist von beiden Stirnflächen des Zellenrades ausgehende Einschnitte
zwischen benachbarten Lamellen auf. Eine von den Stirnflächen des Zellenrades entfernt
liegende Randkante der äusseren Dichthülsen überragt die Einschnitte um ein Mass und
die äusseren Dichthülsen sind nur in dem die Einschnitte überragenden Bereich mit
der Aussenhülse gefügt.
[0015] Bevorzugt weist das Dichtprofil der äusseren Dichthülsen eine mit den Stirnflächen
des Zellenrades fluchtende Dichtfläche auf und die äusseren Dichthülsen bilden mit
der Aussenhülse einen an den Stirnflächen des Zellenrades offenen Ringspalt.
[0016] Bevorzugt weist bei dieser ersten Ausführungsform auch die Innenhülse von beiden
Stirnflächen des Zellenrades ausgehende Einschnitte zwischen benachbarten Lamellen
auf. Die Innenhülse ist hierbei mit der Flanschhülse zwischen benachbarten Lamellen
zwischen einander gegenüberliegenden Einschnitten gefügt.
[0017] Bei einer zweiten, bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Zellenrades
ist die Innenhülse mit der Antriebswelle gefügt und die Zwischenhülse bzw. bei zwei
oder mehr Zwischenhülsen wenigstens eine der Zwischenhülsen weist von beiden Stirnflächen
des Zellenrades ausgehende Einschnitte zwischen benachbarten Lamellen auf.
[0018] Bevorzugt weist bei dieser zweiten Ausführungsform das Dichtprofil der äusseren Dichthülsen
eine mit den Stirnflächen des Zellenrades fluchtende Dichtfläche auf und in der Innenhülse
sind mit der Innenhülse gefügte innere Dichthülsen mit einem Dichtprofil mit einer
mit den Stirnflächen des Zellenrades fluchtenden Dichtfläche für eine Labyrinthdichtung
angeordnet.
[0019] Bevorzugt sind auch bei der zweiten Ausführungsform die Dichthülsen nur im Bereich
des von den Stirnflächen des Zellenrades entfernt liegenden Endes mit der Aussen-
bzw. Innenhülse gefügt und bilden mit den Aussen- bzw. Innenhülsen einen an den Stirnflächen
des Zellenrades offenen Ringspalt.
[0020] Die Dichtfläche des Dichtprofils und der an die Dichtfläche angrenzende Ringspalt
zwischen Dichthülse und Aussen- bzw. Innenhülse sind für die Dichtigkeit einer Labyrinthdichtung
zwischen den Stirnflächen des Zellenrades und den in einem Druckwellenlader den Stirnflächen
des Zellenrades gegenüberstehenden Steuerflächen der Gas- und Luftgehäuse bestimmend.
Die periodisch auf die Stirnflächen des Zellenrades einwirkenden Druckwellen führen
auch zu hohen Gasdrücken in Bereich der Labyrinthdichtungen. Der an die Dichtfläche
des Dichtprofils angrenzende Ringspalt verhindert mit einen geringen lokalen Druckabbau
beim Einströmen des Gases in den Ringspalt ein Entweichen von Gas durch den zwischen
der Dichtfläche und der dieser gegenüberstehenden Steuerfläche gebildeten Spalt und
damit einen die Leistung des Druckwellenladers vermindernden Druckverlust.
[0021] Zur Stabilisierung des Ringspaltes können von der zur Aussen- bzw. Innenhülse weisenden
Seite der Dichthülsen im Bereich der Stirnflächen des Zellenrades über den Umfang
der Dichthülsen verteilt angeordnete Abstandselemente abragen. Alternativ können die
Abstandselemente auf der zur Dichthülse weisenden Seite der Aussen- bzw. Innenhülse
über den Umfang der Aussen- bzw. Innenhülse verteilt angeordnet sein.
[0022] Die vorstehend beschriebene Ausführung der mit den Aussen- bzw. Innenhülsen einen
an den Stirnflächen des Zellenrades offenen Ringspalt bildenden Dichthülsen führt
aufgrund ihrer reduzierten Masse auch zu kleineren Zentrifugalkräften und damit zu
einer höheren Formstabilität des Zellenrades mit entsprechend verbesserter Dichtung.
[0023] Die Länge der Einschnitte in der Aussenhülse, der Innenhülse oder der Zwischenhülse
bzw. bei mehr als einer Zwischenhülse in wenigstens eine der Zwischenhülsen liegt
im Bereich von etwa 10% bis 30% der Länge des Zellenrades, d.h. des Abstandes zwischen
den beiden Stirnflächen des Zellenrades.
[0024] Bevorzugt sind die Aussenhülse, die Innenhülse die Zwischenhülse/n, die Lamellen
und die Dichthülsen aus Metallblech mit einer Dicke von weniger als 0,5 mm gefertigt.
[0025] Bei einer besonders bevorzugten zweiten Ausführungsform des erfindungsgemässen Zellenrades
weist die Antriebswelle zwei koaxial zur Antriebswelle angeordnete und voneinander
beabstandete Ringstege mit einer Umfangfläche als Auflageflächen für die Innenhülse
auf und wenigstens einer der Ringstege ist mit der Innenhülse gefügt.
[0026] Zweckmässigerweise ist das von den Stirnflächen des Zellenrades entfernt liegende
Ende der inneren Dichthülsen mit einem der Ringstege gefügt.
[0027] Als Hitzeschutz kann die innere Dichthülse auf der Heissgasseite, d.h. auf der Seite
des Abgasgehäuses, an der Stirnfläche des Zellenrades mit einem Deckel gefügt sein.
Alternativ oder zusätzlich kann der der Heissgasseite nahe Ringsteg mit einem Deckel
gefügt sein.
[0028] Mit diesen Massnahmen kann die Antriebsachse unter Betriebsbedingungen eines Druckwellenladers
auf einer verhältnismässig tiefen Temperatur gehalten werden, so dass das axiale Spiel
des zwischen Gas- und Luftgehäuse eingeschlossenen Zellenrades zur Einhaltung eines
minimales Spiels von etwa 0,03 bis 0,05 mm über den gesamten Drehzahlbereich im kalten
Betriebszustand kleiner eingestellt werden kann.
[0029] Zur Gewichtsreduktion ist die Antriebswelle als Hohlwelle mit einem rohrförmigen
Endteil, einem konischen Zwischenteil und einem rohrförmigen Wellenteil mit einer
Aufnahme für ein mit einem motorischen Antrieb zu verbindenden Kupplungsstück ausgestaltet.
[0030] Zur weiteren Gewichtsreduktion weist das rohrförmige Endteil und das konische Zwischenteil
zweckmässigerweise symmetrisch über den Umfang angeordnete Öffnungen auf, welche auch
eine Luftzirkulation entsprechender Kühlwirkung ermöglichen.
[0031] Das Kupplungsstück weist bevorzugt eine Kupplungsachse mit Längsrippen auf, welche
beim Einschieben des Kupplungsstücks in die Aufnahme des rohrförmigen Wellenteils
in Längsnuten in der Aufnahme eingreifen.
[0032] Das erfindungsgemässe Zellenrad wird bevorzugt in einem Druckwellenlader zur Aufladung
von Verbrennungsmotoren, insbesondere von Ottomotoren mit einem Hubraum von bevorzugt
2 Litern oder weniger, verwendet.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
[0033] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung, die lediglich
zur Erläuterung dient und nicht einschränkend auszulegen ist. Die Zeichnung zeigt
schematisch in
- Fig. 1
- eine Sicht auf eine Stirnfläche des in Fig. 4 dargestellten Zellenrades für einen
Druckwellenlader;
- Fig. 2
- einen Längsschnitt durch das auf eine Flanschhülse einer Antriebswelle aufgesetzte
Zellenrad von Fig. 4 nach der Linie I-I in Fig. 1;
- Fig. 3
- einen Längsschnitt durch das auf eine Flanschhülse einer Antriebswelle aufgesetzte
Zellenrad von Fig. 4 nach der Linie II-II in Fig. 1;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform eines Zellenrades für einen
Druckwellenlader;
- Fig. 5
- einen Teilbereich III des Zellenrades von Fig. 4 in vergrösserter Darstellung;
- Fig. 6
- einen Teilbereich IV des Längsschnittes des Zellenrades von Fig. 3 in vergrösserter
Darstellung;
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht einer Lamelle des Zellenrades von Fig. 4;
- Fig. 8
- einen Teilbereich V der Lamelle von Fig. 7 in vergrösserter Darstellung;
- Fig. 9
- eine Sicht auf eine Stirnfläche des in Fig. 15 dargestellten Zellenrades für einen
Druckwellenlader;
- Fig. 10
- einen Längsschnitt durch das auf eine Antriebswelle aufgesetzte Zellenrad von Fig.
15 nach der Linie VI-VI in Fig. 9;
- Fig. 11
- einen Querschnitt durch die Antriebswelle nach der Linie VII-VII in Fig. 10;
- Fig. 12
- einen ersten Teilbereich VIII des Längsschnittes des Zellenrades von Fig. 10 in vergrösserter
Darstellung;
- Fig. 13
- einen zweiten Teilbereich IX des Längsschnittes des Zellenrades von Fig. 10 in vergrösserter
Darstellung;
- Fig. 14
- einen dritten Teilbereich X des Längsschnittes des Zellenrades von Fig. 10 in vergrösserter
Darstellung;
- Fig. 15
- eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform eines Zellenrades für
einen Druckwellenlader;
- Fig. 16
- einen Teilbereich des Zellenrades von Fig. 15 in vergrösserter Darstellung;
- Fig. 17
- einen vergrösserten Ausschnitt der Sicht von Fig. 9 auf die Stirnfläche des in Fig.
15 dargestellten Zellenrades für einen Druckwellenlader;
- Fig. 18
- einen vergrösserten Ausschnitt aus Fig. 17 in einem ersten Betriebszustand des Zellenrades;
- Fig. 19
- einen vergrösserten Ausschnitt aus Fig. 17 in einem zweiten Betriebszustand des Zellenrades;
- Fig. 20
- eine perspektivische Ansicht einer äusseren Dichthülse des Zellenrades von Fig. 15;
- Fig. 21
- einen Axialschnitt durch die äussere Dichthülse von Fig. 20;
- Fig. 22
- einen Ausschnitt aus der Sicht auf die Stirnfläche der äussere Dichthülse von Fig.
20;
- Fig. 23
- eine perspektivische Ansicht einer ersten (heissgasseitigen) inneren Dichthülse des
Zellenrades von Fig. 15;
- Fig. 24
- einen Axialschnitt durch die heissgasseitige innere Dichthülse von Fig. 23;
- Fig. 25
- eine Sicht auf die Stirnfläche der heissgasseitigen inneren Dichthülse von Fig. 24;
- Fig. 26
- eine perspektivische Ansicht einer zweiten (kaltgasseitigen) inneren Dichthülse des
Zellenrades von Fig. 15;
- Fig. 27
- einen Axialschnitt durch die kaltgasseitige innere Dichthülse von Fig. 26;
- Fig. 28
- eine Sicht auf die Stirnfläche der kaltgasseitigen inneren Dichthülse von Fig. 27.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0034] Ein in den Fig. 1 und 4 gezeigtes Zellenrad 10 eines in der Zeichnung nicht dargestellten
Druckwellenladers besteht aus einer konzentrisch zu einer Rotationsachse y des Zellenrades
10 liegenden Aussenhülse 12, einer konzentrisch zur Aussenhülse 12 liegenden Innenhülse
14 und einer zwischen der Aussenhülse 12 und der Innenhülse 14 konzentrisch zu diesen
angeordneten Zwischenhülse 18. Der äussere ringförmige Raum zwischen der Zwischenhülse
18 und der Aussenhülse 12 und der innere ringförmige Raum zwischen der Zwischenhülse
18 und der Innenhülse 14 sind durch radial zur Rotationsachse y angeordnete streifenförmige
Lamellen 16 in eine Vielzahl äussere Zellen 20 und in eine Vielzahl innere Zellen
22 unterteilt. Das beispielhaft dargestellte Zellenrad 10 mit einem Durchmesser D
und einer Länge L von beispielsweise je 100 mm weist weniger als 60 äussere Zellen
20 und weniger als 40 innere Zellen 22 auf. Die Aussenhülse 12, die Zwischenhülse
18, die Innenhülse 14 und die Lamellen 16 weisen eine einheitliche Wanddicke von z.
B. 0,4 mm auf und bestehen aus einem hochwarmfesten metallischen Werkstoff, z. B.
Inconel 2.4856. Die genannten Teile weisen in Richtung der Rotationsachse y eine gleiche
Länge L entsprechend der Länge des Zellenrades 10 auf und erstrecken sich zwischen
zwei senkrecht zur Rotationsachse y stehenden Stirnflächen 11 des Zellenrades 10.
Im Bereich der beiden Stirnflächen 11 sind auf der Aussenhülse 12 umlaufende äussere
Dichthülsen 24 mit einem mit der Stirnfläche 11 des Zellenrades 10 fluchtenden Dichtfläche
32 eines Dichtprofils 30 einer Labyrinthdichtung angeordnet. Die für die Labyrinthdichtung
erforderlichen Gegenflächen zu den Dichtflächen 32 bilden die in einem Druckwellenlader
den Stirnflächen 11 des Zellenrades 10 gegenüberstehenden Steuerflächen der Abgas-
und Luftgehäuse.
[0035] Das in den Fig. 1 und 4 dargestellte Zellenrad 10 ist gemäss den Fig. 2 und 3 mittels
einer Flanschhülse 15 mit einer Antriebswelle 13 verbunden. Die Flanschhülse 15 ist
konzentrisch zur Antriebswelle 13 ausgerichtet und mit dieser verschweisst. Die Drehachse
der Antriebswelle 13 entspricht dabei der Rotationsachse y des auf die Flanschhülse
15 aufgesetzten Zellenrades 10.
[0036] Wie in den Fig. 4 und 5 gezeigt, sind in der Aussenhülse 12 zwischen Fügestellen
17 benachbarter Lamellen 16 mit der Aussenhülse 12 Einschnitte 26 angeordnet. Diese
Einschnitte 26 verlaufen parallel zu den Lamellen 16 und erstrecken sich ausgehend
von jeder Stirnfläche 11 des Zellenrades 10 über eine Länge e von z. B. 15 mm. Die
Einschnitte 26 enden in einer kreisförmigen Ausnehmung 28 mit einem Durchmesser f
von z. B. 2 mm. Zusätzlich könnte auch die mindestens eine Zwischenhülse 16 mit entsprechenden
Einschnitten versehen sein.
[0037] Die Anordnung der äusseren Dichthülsen 24 ist aus den Fig. 4 und 6 ersichtlich. Die
äussere Dichthülse 24 weist eine Länge g von z. B. 20 mm auf. An der Stirnfläche 11
des Zellenrades 10 geht die äussere Dichthülse 24 in einen senkrecht zur Rotationsachse
y nach aussen abragenden, das Dichtprofil 30 bildenden Ringflansch mit der mit der
Stirnfläche 11 des Zellenrades 10 fluchtenden Dichtfläche 32 mit einer Breite h von
z. B. 1,5 mm über. Die äussere Dichthülse 24 sitzt im Wesentlichen formschlüssig auf
der Aussenhülse 12 und überragt mit einer freien Randkante 25 die kreisförmigen Ausnehmungen
28 an den Enden der Einschnitte 26 um ein Mass m von z.B. 5 mm und ist über zwei umlaufende
Schweissnähte 34, 36 mit der Aussenhülse 12 gefügt.
[0038] Wie in den Fig. 4 und 5 gezeigt, sind auch in der Innenhülse 14 zwischen Fügestellen
17 benachbarter Lamellen 16 mit der Innenhülse 14 Einschnitte 26 angeordnet. Diese
Einschnitte 26 verlaufen parallel zu den Lamellen 16 und erstrecken sich ausgehend
von jeder Stirnfläche 11 des Zellenrades 10 über eine Länge e von z. B. 15 mm. Die
Einschnitte 26 enden in einer kreisförmigen Ausnehmung 28 mit einem Durchmesser f
von z. B. 2 mm.
[0039] Auch können in dieser Ausführungsform optionale Einschnitte 26 in der mindestens
einen Zwischenhülse angeordnet sein.
[0040] Die Lamellen 16 sind normalerweise rechteckförmige Streifen mit einer konstanten
Dicke. Da die höchste mechanische Spannungen und damit eine erhöhte Rissbildungsneigung
in der Nähe der Fügezone auftritt, können die Lamellen im Bereich ihrer Längskanten
eine Materialverdickung 19 aufweisen (Fig. 7 und 8). Die durch die beiden parallelen
Längskanten begrenzte Fläche der Lamellen 16 kann eben oder -- in Blickrichtung der
Längsachse der Lamellen 16 gesehen -- zur Erhöhung ihrer Formstabilität nach einer
oder beiden Seiten gewölbt oder mit einer Sicke versehen sein.
[0041] Zur Herstellung des Zellenrades 10 wird die Innenhülse 14, deren Innendurchmesser
und Länge auf den Aussendurchmesser und die Länge der Flanschhülse 15 abgestimmt ist,
mit den vorgängig mit der Innenhülse 14 mit einer Längskante positionsgenau gefügten
und mit der freien Längskante radial nach aussen abragenden Lamellen 16 von beiden
Stirnflächen 11 her mit den Einschnitten 26 und an deren Enden mit den kreisförmigen
Ausnehmungen 28 versehen. Anschliessend wird die derart bearbeitete Innenhülse 14
mit den radial nach aussen abragenden Lamellen 16 in Achsrichtung y koaxial auf die
Flanschhülse 15 aufgesetzt und mit dieser mittels eines NC-gesteuerten Laserstrahls
zwischen den Lamellen 16 im Bereich zwischen den einander gegenüberliegenden Ausnehmungen
28 verschweisst. Die Schweissnaht kann von Ausnehmung zu Ausnehmung durchgehend sein
oder sich nur über je eine Länge von 3 bis 5 mm nach jeder Ausnehmung 28 erstrecken.
Zur Erzielung einer optimalen Dichtigkeit kann auch in einem kurzen Abstand von z.
B. 2 bis 3 mm zur Ausnehmung 28 eine quer zu den benachbarten Lamellen 16 verlaufende
Querschweissnaht gesetzt werden. Hierbei kann die Querschweissnaht an ihren Enden
durch parallel zu den Lamellen 16 verlaufende Längsschweissnähte von z. B. 3 bis 5
mm zu einer U-förmigen Schweissnaht ergänzt werden.
[0042] In einem nächsten Schritt wird die Zwischenhülse 18, deren Innendurchmesser und Länge
auf den von den freien Längskanten der von der Innenhülse 14 radial nach aussen abragenden
Lamellen 16 gebildeten Aussendurchmesser und die Länge der Innenhülse 14 abgestimmt
ist, mit den vorgängig mit der Zwischenhülse 18 mit einer Längskante positionsgenau
gefügten und mit der freien Längskante radial nach aussen abragenden Lamellen 16 in
Achsrichtung y koaxial und positionsgenau auf die freien Längskanten der von der Innenhülse
14 radial nach aussen abragenden Lamellen 16 gesetzt. Anschliessend wird die Zwischenhülse
18 mittels eines Laserstrahls mittels einer Blindnaht mit den freien Endkanten der
darunterliegenden Lamellen 16 der Innenhülse 14 unter Bildung der inneren Zellen 22
verschweisst.
[0043] In einem weiteren Schritt wird die Aussenhülse 12, deren Innendurchmesser und Länge
auf den von den freien Längskanten der von der Zwischenhülse 18 radial nach aussen
abragenden Lamellen 16 gebildeten Aussendurchmesser und die Länge der Zwischenhülse
18 abgestimmt ist, in Achsrichtung y koaxial auf die freien Längskanten der von der
Innenhülse 14 radial nach aussen abragenden Lamellen 16 gesetzt. Anschliessend wird
die Aussenhülse 12 mittels einer Blindnaht mit den freien Endkanten der darunterliegenden
Lamellen 16 der Zwischenhülse 18 unter Bildung der äusseren Zellen 20 verschweisst.
[0044] Nun wird die Aussenhülse 12 von beiden Stirnflächen 11 her mit den Einschnitten 26
und an deren Enden mit den kreisförmigen Ausnehmungen 28 versehen.
[0045] Sodann werden die äusseren Dichthülsen 24 auf die Aussenhülse 12 aufgesetzt und mit
dieser verbunden. Hierzu wird die äussere Dichthülse 24, deren Innendurchmesser auf
den Aussendurchmesser der Aussenhülse 12 abgestimmt ist, in Achsrichtung y koaxial
auf die Aussenhülse 12 gesetzt und der die kreisförmigen Ausnehmungen 28 an den Enden
der Einschnitte 26 überragende freie Rand der äusseren Dichthülse 24 wird mittels
zwei umlaufenden Schweissnähten 34, 36 mit der Aussenhülse 12 gefügt.
[0046] Die vorstehend beschriebenen Fügestellen sind bevorzugt als mittels eines Laser-
oder Elektronenstrahls, insbesondere mit einem Laserstrahl, erzeugte Schweissnähte
ausgeführt. Die Fügestellen können jedoch auch gelötet sein. Das Schneiden der Einschnitte
26 und der Ausnehmungen 28 erfolgt ebenfalls bevorzugt mittels eines Laser- oder Elektronenstrahls,
insbesondere mit einem Laserstrahl.
[0047] Ein in den Fig. 9 und 15 gezeigtes Zellenrad 10 eines in der Zeichnung nicht dargestellten
Druckwellenladers besteht aus einer konzentrisch zu einer Rotationsachse y des Zellenrades
10 liegenden Aussenhülse 12, einer konzentrisch zur Aussenhülse 12 liegenden Innenhülse
14 und einer zwischen der Aussenhülse 12 und der Innenhülse 14 konzentrisch zu diesen
angeordneten Zwischenhülse 18. Der äussere ringförmige Raum zwischen der Zwischenhülse
18 und der Aussenhülse 12 und der innere ringförmige Raum zwischen der Zwischenhülse
18 und der Innenhülse 14 sind durch radial zur Rotationsachse y angeordnete streifenförmige
Lamellen 16 in eine Vielzahl äussere Zellen 20 und in eine Vielzahl innere Zellen
22 unterteilt. Das beispielhaft dargestellte Zellenrad 10 mit einem Durchmesser D
und einer Länge L von beispielsweise je 100 mm weist 54 äussere Zellen 20 und 36 innere
Zellen 22 auf. Die Aussenhülse 12, die Zwischenhülse 18, die Innenhülse 14 und die
Lamellen 16 weisen eine einheitliche Wanddicke von z. B. 0,4 mm auf und bestehen aus
einem hochwarmfesten metallischen Werkstoff, z. B. Inconel 2.4856. Die genannten Teile
weisen in Richtung der Rotationsachse y eine gleiche Länge L entsprechend der Länge
des Zellenrades 10 auf und erstrecken sich zwischen zwei senkrecht zur Rotationsachse
y stehenden Stirnflächen 11 des Zellenrades 10. Im Bereich der beiden Stirnflächen
11 sind auf der Aussenhülse 12 umlaufende äussere Dichthülsen 24 mit einer mit der
Stirnfläche 11 des Zellenrades 10 fluchtenden Dichtfläche 32 eines Dichtprofils 30
einer Labyrinthdichtung angeordnet. Die für die Labyrinthdichtung erforderlichen Gegenflächen
zu den Dichtflächen 32 bilden die in einem Druckwellenlader den Stirnflächen 11 des
Zellenrades 10 gegenüberstehenden Steuerflächen der Abgas- und Luftgehäuse.
[0048] Bei dem in den Fig. 9 und 15 dargestellten Zellenrad 10 ist die Innenhülse 14 gemäss
Fig. 10 direkt mit einer Antriebswelle 13 verbunden. Die Antriebswelle 13 ist als
Hohlwelle mit zwei in Abstand zueinander angeordneten, von einem rohrförmigen Endteil
46 radial abragenden Ringstegen 38, 40 ausgestaltet. Endflächen 42, 44 der Ringstege
38, 40 liegen der konzentrisch zur Antriebswelle 13 ausgerichteten Innenhülse 14 an,
wobei nur der von der Antriebsseite weiter entfernte Ringsteg 38 mit der Innenhülse
14 z. B. mittels einer umlaufenden Laserschweissnaht gefügt ist. Die Drehachse der
Antriebswelle 13 entspricht der Rotationsachse y der Innenhülse 14 bzw. des auf die
Antriebswelle 13 aufgesetzten Zellenrades 10.
[0049] An das rohrförmige Endteil 46 der Antriebswelle 13 schliesst ein konisches Zwischenteil
48 an, welches in ein im Wesentlichen rohrförmiges Wellenteil 50 mit einer Aufnahme
52 für ein mit einem motorischen Antrieb zu verbindendes Kupplungsstück 54 übergeht.
Das Kupplungsstück 54 weist eine Kupplungsachse 56 mit Längsrippen 58 auf, welche
beim Einschieben des Kupplungsstücks 54 in die Aufnahme 52 des rohrförmigen Wellenteils
50 in entsprechende Längsnuten 60 in der Aufnahme 52 eingreifen (Fig. 11).
[0050] Wie aus Fig. 10 ersichtlich, sind im rohrförmigen Endteil 46 der Antriebswelle 13
zwischen den beiden Ringstegen 38, 40 symmetrisch über den Umfang angeordnete erste
Öffnungen 62 vorgesehen. Im konischen Zwischenteil 48 sind ebenfalls symmetrisch über
die konische Umfangsfläche angeordnete zweite Öffnungen 64 vorgesehen. Die Öffnungen
62, 64 dienen der Gewichtsreduktion und haben zudem eine Luftzirkulation mit entsprechender
Kühlwirkung zur Folge.
[0051] Die Fig. 15 und 16 zeigen eine weitere Ausführungsform des Zellenrades 10. Das Zellenrad
10 kann beispielsweise auf der Antriebswelle 13 nach Figur 2 oder nach Figur 10 eingesetzt
werden. Wie in den Fig. 15, 16 und 17 gezeigt, sind in der Zwischenhülse 18 zwischen
Fügestellen 17 benachbarter Lamellen 16 mit der Zwischenhülse 18 Einschnitte 26 angeordnet.
In diesen Figuren handelt es sich dabei um diejenige Ausführungsform, bei welche die
Einschnitte 26 ausschliesslich in der Zwischenhülse 18 angeordnet sind und die Aussenhülse
12 und die Innenhülse 14 keine Einschnitte aufweisen. Die nachfolgende Beschreibung
kann aber auch auf die oben beschriebene Ausführungsform mit den Einschnitten in Aussenhülse
12 und/oder Zwischenhülse 18 und/oder Innenhülse 14 angewandt werden.
[0052] Diese Einschnitte 26 in der Zwischenhülse 18 verlaufen parallel zu den Lamellen 16
und erstrecken sich ausgehend von jeder Stirnfläche 11 des Zellenrades 10 bzw. der
Zwischenhülse 18 über eine Länge von z. B. 15 mm. Die Einschnitte 26 enden in einer
kreisförmigen Ausnehmung 28 mit einem Durchmesser von z. B. 2 mm.
[0053] Die Funktion der Einschnitte 26 wird nachfolgend anhand der Fig. 18 und 19 und auch
der Fig. 15 und 16 näher erläutert. Fig. 18 und 19 zeigen schematisch einen Ausschnitt
in Richtung der Rotationsachse y gesehen. Fig. 19 repräsentiert dabei den Zustand
der Figuren 15 und 16, in welchen die Lamellen 16 und auch Teile der Zwischenhülse
18 aufgrund der unten beschriebenen Temperaturwechsel deformiert sind.
[0054] Unter den in einem Druckwellenlader herrschenden Betriebsbedingungen ergeben sich
sowohl auf der Heissgasseite als auch auf der Kaltgasseite in rascher Folge auftretende
Temperaturwechsel, die im Inneren des Zellenrades 10 in einem Bereich von den Stirnflächen
11 ausgehend bis zu einer Tiefe von etwa 20 mm 200 bis 300°C betragen und in diesem
Bereich zu periodisch stark schwankenden Wärmeausdehnungen und Wärmekontraktionen
der Lamellen 16 in radialer Richtung führen. Diese Ausdehnungen bzw. Kontraktion stellen
eine enorme Belastung für das Material dar und Versuche haben gezeigt, dass es im
Bereich der Lamellen 16 zu Rissen kommt. Die Risse erstrecken sich entweder entlang
der Fügestellen 17 oder aber in der Lamelle 16 selbst, wodurch es zu einem Bruch in
der Lamelle 16 kommen kann.
[0055] Fig. 18 zeigt einen Betriebszustand, in welchem sich das Zellenrad 10 in axialer
Richtung über seine ganze Länge auf einer im Wesentlichen konstanten Betriebstemperatur
befindet. Unter diesen Bedingungen ergibt sich somit über die ganze Länge des Zellenrades
10 kein Unterschied in der Wärmeausdehnung der Lamellen 16 in radialer Richtung.
[0056] Fig. 15, 16 und 19 zeigen einen Betriebszustand, in welchem die Lamellen 16 in einem
von einer Stirnfläche 11 des Zellenrades 10 bis in eine Tiefe von etwa 15 bis 20 mm
erstreckenden Randbereich des Zellenrades 10 eine um 200 bis 300 °C höhere Temperatur
aufweisen als in einem inneren Bereich des Zellenrades 10. Unter diesen Bedingungen
führt die höhere Temperatur der Lamellen 16 im Randbereich im Vergleich zu den Lamellen
im Inneren des Zellenrades 10 zu einer grösseren Wärmeausdehnung. Durch die zwischen
Fügestellen 17 benachbarter Lamellen 16 mit der Zwischenhülse 18 angeordneten Einschnitte
26 ist die Zwischenhülse 18 im Randbereich des Zellenrades 10 in Randstreifen 18 a,
18 b aufgeteilt, so dass benachbarte Randstreifen 18 a, 18 b in radialer Richtung
gegeneinander verschiebbar sind. Dadurch kann sich jede Lamelle 16 a, 16 b zusammen
mit dem mit ihr gefügten Randstreifen 18 a, 18 b aus ihrer ursprünglichen Lage in
der Zwischenhülse 18 in radialer Richtung ausdehnen, ohne dass sich durch temperaturbedingte,
schnelle Lastwechsel in rascher Folge Zugspannungen in den Lamellen 16 selbst und
im Bereich ihrer Fügestellen 17 mit den Aussen- und Innenhülsen 12, 14 auf- und abbauen
und zu Materialbeschädigungen führen können. Der in den Fig. 15, 16 und 19 gezeigte
Betriebszustand ergibt sich aus den schnellen periodischen Temperaturerhöhungen auf
der Heissgasseite des Zellenrades 10. Durch die Anordnung der Einschnitte 26 wird
somit eine Verformung der Lamellen 16 in radialer Richtung ermöglicht, was die Spannungen
im Bereich der Lamellen 16 weitgehend verhindert.
[0057] Unter Bezugnahme zur Fig. 16 wird nun die Kompensation der temperaturbedingten Ausdehnung
der Lamellen 16 nochmals erläutert. Der Lamelle 16a ist einem durch zwei links und
rechts von der Lamelle 16a vorhandene Einschnitte 26 gebildeten Randstreifen 18a der
Zwischenhülse 18 zugeordnet. Mit anderen Worten kann auch gesagt werden, dass durch
die Einschnitte 26 ein vom Grundkörper der Zwischenhülse 18 abstehende Randstreifen
18 a gebildet wird. Die Lamelle 16a steht über die Fügestelle 17 fest mit dem Randstreifen
18a in Verbindung. Bei einem Anstieg der Temperatur verformt sich die Lamelle 16a
in radialer Richtung im vorderen Bereich über den Randstreifen 18 a und diese Verformung
kann durch eine Bewegung des Randstreifens 18 a in Richtung der Rotationsachse y kompensiert
werden. In der Lamelle 16a selbst entsteht dabei keine Spannung oder eine stark verringerte
Spannung.
[0058] Bezüglich der Lamelle 16b können die eben gemachten Ausführungen wiederholt werden,
wobei die Verformung von der Rotationsachse y weg erfolgen. Die Lamelle 16b steht
dabei mit einem Randstreifen 18 b in Verbindung, wobei sich bei einer Deformation
der Lamelle 16b der entsprechende Randstreifen 18b verformt. Der Randstreifen 18 b
wird durch zwei links und rechts von der Lamelle 16b sich in die Zwischenhülse 18
erstreckende Einschnitte 26 bereitgestellt.
[0059] Auf der Kaltgasseite ergibt sich durch die raschen Temperaturwechsel ein Betriebszustand,
in welchem sich die Lamellen 16 im Randbereich des Zellenrades 10 im Vergleich zu
den Lamellen im Inneren des Zellenrades 10 auf einer um 200 bis 300 °C niedrigere
Temperatur befinden. Unter diesen Bedingungen führt die niedrigere Temperatur der
Lamellen 16 im Randbereich des Zellenrades 10 im Vergleich zu den Lamellen im Inneren
des Zellenrades 10 zu einer stärkeren Kontraktion in radialer Richtung. Jede Lamelle
16 a, 16 b kann so zusammen mit dem mit ihr gefügten Randstreifen 18 a, 18 b aus ihrer
ursprünglichen Lage in der Zwischenhülse 18 in radialer Richtung kontrahieren, ohne
dass sich durch temperaturbedingte, schnelle Lastwechsel in rascher Folge Druckspannungen
in den Lamellen 16 im Bereich ihrer Fügestellen 17 mit den Aussen- und Innenhülsen
12, 14 auf- und abbauen und zu Materialbeschädigungen führen können.
[0060] Die Anordnung der äusseren Dichthülsen 24 ist aus den Fig. 12, 14 und 15 ersichtlich.
Die zylindrischen äusseren Dichthülsen 24 weisen eine Breite von z. B. 20 mm auf.
An beiden Stirnflächen 11 des Zellenrades 10 weisen die in den Fig. 20 bis 22 dargestellten
äusseren Dichthülsen 24 ein radial nach aussen abragendes Dichtprofil 30 mit einer
mit der Stirnfläche 11 des Zellenrades 10 fluchtenden Dichtfläche 32 mit einer Breite
d3 von z. B. 1,5 mm für eine Labyrinthdichtung ab. Die äussere Dichthülse 24 sitzt
in einem von der Stirnfläche 11 des Zellenrades 10 entfernten Bereich im Wesentlichen
formschlüssig auf der Aussenhülse 12 und ist in diesem Bereich über eine umlaufende
Schweissnaht 34 mit der Aussenhülse 12 gefügt. Von der Stirnfläche 11 des Zellenrades
10 bis zum Fügebereich mit der Aussenhülse 12 weist die äussere Dichthülse 24 mit
einer Wanddicke d1 von z.B. 0,25 mm einen dickenreduzierten Bereich 23 mit einer Dicke
d2 von z.B. 0,13 mm und damit einen radialen Abstand zur Aussenhülse 12 auf, so dass
sich von den Stirnflächen 11 des Zellenrades 10 bis zum Fügebereich der äusseren Dichthülse
24 mit der Aussenhülse 12 zwischen Dichthülse 24 und Aussenhülse 12 ein an den Stirnflächen
11 des Zellenrades 10 offener Ringspalt 66 ergibt. Zur Stabilisierung der gegenseitigen
Lage von Dichthülse 24 und Aussenhülse 12 weist die Dichthülse 24 unterhalb des Dichtprofils
30 radial nach innen abragende Nasen als Abstandshalter 68 mit einer Höhe d4 von z.B.
0,13 mm auf. Beispielsweise sind sechs Abstandshalter 68 gleichmässig über den Umfang
des Dichtprofils 30 der Dichthülse 24 verteilt angeordnet.
[0061] Wie in den Fig. 10, 12, 13, 14 und 17 gezeigt, sind in der Innenhülse 14 eine in
den Fig. 23 bis 25 dargestellte erste innere Dichthülse 70 und eine in den Fig. 26
bis 28 dargestellte zweite innere Dichthülse 72 eingesetzt. Die erste innere Dichthülse
70 ist auf der Heissgasseite, die zweite innere Dichthülse 72 auf der Kaltgasseite
des Zellenrades 10 angeordnet.
[0062] An den Stirnflächen 11 des Zellenrades 10 weisen die innere Dichthülsen 70, 72 ein
radial nach innen abragendes Dichtprofil 74 in Form eines Ringsteges mit einer mit
der Stirnfläche 11 des Zellenrades fluchtenden Dichtfläche 75 mit einer Breite von
z. B. 1,5 mm auf. In einem sich von den Stirnflächen 11 des Zellenrades 10 in die
Innenhülse 14 erstreckenden Bereich von z. B. je 20 mm weisen die inneren Dichthülsen
70, 72 einen dickenreduzierten Bereich 73 und damit einen radialen Abstand zur Innenhülse
14 auf, so dass sich von den Stirnflächen 11 des Zellenrades 10 ausgehend zwischen
innerer Dichthülse 70, 72 und Innenhülse 14 ein an den Stirnflächen 11 des Zellenrades
10 offener Ringspalt 66 ergibt. Im Anschluss an den Ringspalt 66 liegen die inneren
Dichthülsen 70, 72 der Innenhülse 14 im Wesentlichen formschlüssig an, erstrecken
sich bis zum jeweils näher liegenden Ringsteg 38, 40 am rohrförmigen Endteil 46 der
Antriebswelle 13 und sind mit dem entsprechenden Ringsteg 38, 40 mittels einer umlaufenden
Schweissnaht gefügt. Die Ringstege 38, 40 am rohrförmigen Endteil 46 der Antriebswelle
13 sind mit der Innenhülse 14 mittels einer umlaufende Schweissnaht gefügt. Das Dichtprofil
74 ist auf der von der Antriebsseite weiter entfernten Stirnfläche 11 des Zellenrades
10, d.h. auf der Heissgasseite, mit einem die Innenhülse 14 verschliessenden äusseren
Deckel 78 verschweisst. Ebenso ist der von der Antriebsseite weiter entfernte Ringsteg
38 am rohrförmigen Endteil 46 der Antriebswelle 13 mit einem die Innenhülse 14 im
Innern des Zellrades 10 verschliessenden inneren Deckel 80 verschweisst. Zur Stabilisierung
der gegenseitigen Lage von innerer Dichthülse 70, 72 und Innenhülse 14 weisen die
inneren Dichthülsen 70, 72 auf der Aussenseite über dem Dichtprofil 74 radial nach
aussen abragende Nasen als Abstandshalter 68 zur Innenhülse 14 auf. Beispielsweise
sind sechs Abstandshalter 68 gleichmässig über den Umfang der inneren Dichthülse 70,
72 verteilt angeordnet. Die vorstehend für die in den Fig. 20 bis 22 gezeigten äusseren
Dichthülsen 24 angegebenen Werte für die Abmessungen d1, d2, d3 und d4 gelten auch
für die in den Fig. 23 bis 28 gezeigten inneren Dichthülsen 70, 72.
[0063] Insbesondere aus den Fig. 12, 14 und 17 sowie den Fig. 20 bis 28 ist erkennbar, dass
zur Erzeugung des an der Stirnfläche 11 des Zellenrades 10 offenen Ringspaltes 66
zwischen den Dichthülsen 24, 70, 72 und der Aussen- bzw. Innenhülse 12 der Innendurchmesser
der Dichthülsen 24, 70, 72 bei gleichbleibendem Aussendurchmesser vergrössert ist.
Dies kann mit einer Materialabdünnung durch eine Massivumformung erreicht werden,
wobei das aus dem Ringspaltbereich verdrängte Material zur Bildung des Dichtprofils
30, 74 dient. Zur Vergrösserung der Ringspaltbreite zwischen den äusseren Dichthülsen
24 und der Aussenhülse 12 ist, wie aus den Fig. 12 und 14 erkennbar, zusätzlich der
Aussendurchmesser der Aussenhülse 12 im Ringspaltbereich bei gleichbleibendem Innendurchmesser
verringert. Hierbei beträgt die Wanddicke a1 der Aussenhülse 12 z.B. 0,25 mm und die
Dicke a2 des dickenreduzierten Bereichs 23 z.B. 0,13 mm. In gleicher Weise kann die
Ringspaltbreite zwischen inneren Dichthülsen 70, 72 und der Innenhülse 14 durch Verringerung
des Innendurchmessers der Innenhülse 14 bei gleichbleibendem Aussendurchmesser vergrössert
sein, wobei die vorstehen für die Aussenhülse 12 angegebenen Werte für a1 und a2 auch
für die Innenhülse 14 gelten.
[0064] Zur Herstellung des Zellenrades 10 wird die Innenhülse 14 mit den mit einer Längskante
positionsgenau gefügten und mit der freien Längskante radial nach aussen abragenden
Lamellen 16 versehen. Anschliessend wird die Zwischenhülse 18, deren Innendurchmesser
und Länge auf den von den freien Längskanten der von der Innenhülse 14 radial nach
aussen abragenden Lamellen 16 gebildeten Aussendurchmesser und die Länge der Innenhülse
14 abgestimmt ist, mit den vorgängig mit der Zwischenhülse 18 mit einer Längskante
positionsgenau gefügten und mit der freien Längskante radial nach aussen abragenden
Lamellen 16 in Achsrichtung y koaxial und positionsgenau auf die freien Längskanten
der von der Innenhülse 14 radial nach aussen abragenden Lamellen 16 gesetzt. Die Zwischenhülse
18 wird sodann mittels einer Blindnaht mit den freien Endkanten der darunterliegenden
Lamellen 16 der Innenhülse 14 unter Bildung der inneren Zellen 22 verschweisst. Anschliessend
wird die Zwischenhülse 18 von beiden Stirnflächen 11 her mit den Einschnitten 26 und
an deren Enden mit den kreisförmigen Ausnehmungen 28 versehen.
[0065] In einem nächsten Schritt wird die Aussenhülse 12, deren Innendurchmesser und Länge
auf den von den freien Längskanten der von der Zwischenhülse 18 radial nach aussen
abragenden Lamellen 16 gebildeten Aussendurchmesser und die Länge der Zwischenhülse
18 abgestimmt ist, in Achsrichtung y koaxial auf die freien Längskanten der von der
Zwischenhülse 14 radial nach aussen abragenden Lamellen 16 gesetzt. Sodann wird die
Aussenhülse 12 mittels einer Blindnaht mit einem Laserstrahl mit den freien Endkanten
der darunterliegenden Lamellen 16 der Zwischenhülse 18 unter Bildung der äusseren
Zellen 20 verschweisst.
[0066] In einem weiteren Schritt werden die äusseren Dichthülsen 24, deren Innendurchmesser
auf den Aussendurchmesser der Aussenhülse 12 abgestimmt ist, in Achsrichtung y koaxial
auf die Aussenhülse 12 gesetzt und mit dieser gefügt. Ebenso werden die inneren Dichthülsen
70, 72, deren Aussendurchmesser auf den Innendurchmesser der Innenhülse 14 abgestimmt
ist, in Achsrichtung y koaxial auf die Innenhülse 14 eingesetzt und mit dieser sowie
mit den Ringstegen 38, 40 am rohrförmigen Endteil 46 der Antriebswelle 13 gefügt.
Anschliessend werden der innere und der äussere Deckel 80, 78 eingesetzt und mit dem
Ringsteg 38 am rohrförmigen Endteil 46 bzw. mit dem Ringsteg 74 an der heissgasseitigen
Dichthülse 70 gefügt.
[0067] Die vorstehend beschriebenen Fügestellen sind bevorzugt als mittels eines Laser-
oder Elektronenstrahls, insbesondere mit einem Laserstrahl, erzeugte Schweissnähte
ausgeführt. Die Fügestellen können jedoch auch gelötet sein. Das Schneiden der Einschnitte
26 und der Ausnehmungen 28 erfolgt ebenfalls bevorzugt mittels eines Laser- oder Elektronenstrahls,
insbesondere mit einem Laserstrahl, wobei eine minimale Schnittbreite von etwa 15
µm erzielt wird.
Bezugszeichenliste
[0068]
- 10
- Zellenrad
- 11
- Stirnflächen
- 12
- Aussenhülse
- 13
- Antriebswelle
- 14
- Innenhülse
- 15
- Flanschhülse
- 16
- Lamellen
- 17
- Fügestellen 16/12, 16/14
- 18
- Zwischenhülse
- 19
- Verdickung an 16
- 20
- äussere Zellen
- 22
- innere Zellen
- 23
- dickenreduzierter Bereich
- 24
- äussere Dichthülse
- 25
- Randkante von 24
- 26
- Einschnitte in 12, 14, 18
- 28
- Ausnehmung
- 30
- Dichtprofil
- 32
- Dichtfläche an 30
- 34, 36
- Fügestellen 24/12
- 38,40
- Ringstege
- 42, 44
- Endflächen
- 46
- rohrförmiges Endteil
- 48
- konisches Zwischenteil
- 50
- rohrförmiges Wellenteil
- 52
- Aufnahme
- 54
- Kupplungsstück
- 56
- Kupplungsachse
- 58
- Längsrippen
- 60
- Längsnuten
- 62
- erste Öffnungen
- 64
- zweite Öffnungen
- 66
- Ringspalt
- 68
- Nasen /Abstandshalter
- 70
- erste innere Dichthülse
- 72
- zweite innere Dichthülse
- 73
- dickenreduzierter Bereich
- 74
- Dichtprofil
- 75
- Dichtfläche von 74
- 76
- Ausnehmung
- 77
- Randkante von 70, 72
- 78
- äusserer Deckel
- 80
- innerer Deckel
- y
- Rotationsachse
- a1
- Dicke von 12, 14, 18
- a2
- Dicke von 23
- d1
- Dicke von 24, 70, 72
- d2
- Dicke von 73
- d3
- Dicke von 74
- d4
- Dicke von 68
- e
- Länge von 26
- f
- Durchmesser von 28
- g
- Breite von 24
- h
- Breite von 32
- m
- Übermass von 24
1. Zellenrad aus Metall, mit einer koaxial zu einer Rotationsachse (y) liegenden Aussenhülse
(12), einer koaxial zur Aussenhülse (12) liegenden Innenhülse (14), mindestens einer
zwischen Aussenhülse (12) und Innenhülse (14) koaxial zu diesen angeordneten Zwischenhülse
(18), zwischen aufeinanderfolgenden Hülsen (12, 18; 18, 14) angeordneten, im Wesentlichen
radial zur Rotationsachse (y) ausgerichteten, mit benachbarten Hülsen (12, 18; 18,
14) gefügten Lamellen (16), mit die Aussenhülse (12) übergreifenden und mit der Aussenhülse
(12) gefügten äusseren Dichthülsen (24) mit einem Dichtprofil (30) für eine Labyrinthdichtung,
und mit einer in der Rotationsachse (y) liegenden Antriebswelle (13), dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens die Aussenhülse (12), die Innenhülse (14) und/oder die Zwischenhülse (18)
bzw. wenigstens eine der Zwischenhülsen (18) von beiden Stirnflächen (11) des Zellenrades
(10) ausgehende Einschnitte (26) zwischen benachbarten Lamellen (16) aufweist, oder
dass ausschliesslich die Zwischenhülse (18) bzw. wenigstens eine der Zwischenhülsen
(18) von den beiden Stirnflächen (11) des Zellenrades (10) ausgehende Einschnitte
(26) aufweist.
2. Zellenrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschnitte (26) in Ausnehmungen (28) enden und/oder dass jeweils zwei benachbarte
Einschnitte (26) einen der entsprechenden Hülse (12, 14, 18) zugehörigen Randstreifen
(18 a, 18 b) bilden, wobei einem einzigen Randstreifen jeweils eine einzige Lamelle
(16) zugeordnet ist und wobei die die Ausnehmungen (28) vorzugsweise eine Ausdehnung
(f) von 1 bis 2 mm aufweisen.
3. Zellenrad nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenhülse (14) auf einer koaxial zu dieser angeordneten, mit der Antriebswelle
(13) gefügten Flanschhülse (15) sitzt und die Aussenhülse (12) von beiden Stirnflächen
(11) des Zellenrades (10) ausgehende Einschnitte (26) zwischen benachbarten Lamellen
(16) aufweist, wobei eine von den Stirnflächen (11) des Zellenrades (10) entfernt
liegende Randkante (25) der äusseren Dichthülsen (24) die Einschnitte (26) um ein
Mass (m) überragt und die äusseren Dichthülsen (24) nur in dem die Einschnitte (26)
überragenden Bereich mit der Aussenhülse (12) gefügt sind.
4. Zellenrad nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtprofil (30) der äusseren Dichthülsen (24) eine mit den Stirnflächen (11)
des Zellenrades (10) fluchtende Dichtfläche (32) aufweist und die Dichthülsen (24)
mit der Aussenhülse (12) einen an den Stirnflächen (11) des Zellenrades (10) offenen
Ringspalt (66) bilden.
5. Zellenrad nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenhülse (14) von beiden Stirnflächen (11) des Zellenrades (10) ausgehende
Einschnitte (26) zwischen benachbarten Lamellen (16) aufweist und die Innenhülse (14)
mit der Flanschhülse (15) zwischen benachbarten Lamellen (16) zwischen einander gegenüberliegenden
Einschnitten (26) gefügt ist.
6. Zellenrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenhülse (14) mit der Antriebswelle (13) gefügt ist und die Zwischenhülse/n
(18) von beiden Stirnflächen (11) des Zellenrades (10) ausgehende Einschnitte (26)
zwischen benachbarten Lamellen (16) aufweist/aufweisen.
7. Zellenrad nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtprofil (30) der äusseren Dichthülsen (24) eine mit den Stirnflächen (11)
des Zellenrades (10) fluchtende Dichtfläche (32) aufweist und in der Innenhülse (14)
mit der Innenhülse (14) gefügte innere Dichthülsen (70, 72) mit einem Dichtprofil
(74) mit einer mit den Stirnflächen (11) des Zellenrades (10) fluchtenden Dichtfläche
(75) für eine Labyrinthdichtung angeordnet sind.
8. Zellenrad nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichthülsen (24, 70, 72) nur im Bereich des von den Stirnflächen (11) des Zellenrades
(10) entfernt liegenden Endes mit der Aussen- bzw. Innenhülse (12, 14) gefügt sind
und mit den Aussen- bzw. Innenhülsen (12, 14) einen an den Stirnflächen (11) des Zellenrades
(10) offenen Ringspalt (66) bilden.
9. Zellenrad nach Anspruch 4 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Volumen des Ringspaltes (66) durch eine im Bereich des Ringspaltes (66) verminderte
Wanddicke (d2) der Dichthülsen (24, 70, 72) vergrössert ist; oder dass das Volumen
des Ringspaltes (66) durch eine im Bereich des Ringspaltes (66) verminderte Wanddicke
(a2) der Aussen- bzw. Innenhülse (12, 14) vergrössert ist.
10. Zellenrad nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass zur Stabilisierung des Ringspaltes (66) von der zur Aussen- bzw. Innenhülse (12,
14) weisenden Seite der Dichthülsen (24, 70, 72) im Bereich der Stirnflächen (11)
des Zellenrades (10) über den Umfang der Dichthülsen (24, 70, 72) verteilt angeordnete
Abstandselemente (68) abragen.
11. Zellenrad nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zur Stabilisierung des Ringspaltes (66) von der zur Dichthülse (24, 70, 72) weisenden
Seite der Aussen- bzw. Innenhülse (12, 14) im Bereich der Stirnflächen (11) des Zellenrades
(10) über den Umfang der Aussen- bzw. Innenhülse (12, 14) verteilt angeordnete Abstandselemente
(68) abragen.
12. Zellenrad nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge (e) der Einschnitte (26) 10% bis 30% der Länge (L) des Zellenrades (10)
beträgt; und/oder dass die Aussenhülse (12), die Innenhülse (14) die Zwischenhülse/n
(18), die Lamellen (16) und die Dichthülsen (24, 70, 72) aus Metallblech mit einer
Dicke von weniger als 0,5 mm gefertigt sind.
13. Zellenrad nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (13) zwei koaxial zur Antriebswelle (13) angeordnete und voneinander
beabstandete Ringstege (38, 40) mit einer Umfangfläche (42, 44) als Auflageflächen
für die Innenhülse (14) aufweist und wenigstens einer der Ringstege (38, 40) mit der
Innenhülse (14) gefügt ist.
14. Zellenrad nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das von den Stirnflächen (11) des Zellenrades (10) entfernt liegende Ende der inneren
Dichthülsen (70, 72) mit einem der Ringstege (38, 40) gefügt ist und/oder dass eine
innere Dichthülse (70) an einer Stirnfläche (11) des Zellenrades (10) mit einem Deckel
(78) gefügt ist und/oder dass ein Ringsteg (38) mit einem Deckel (78) gefügt ist.
15. Zellenrad nach einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (13) als Hohlwelle mit einem rohrförmigen Endteil (46), einem konischen
Zwischenteil (48) und einem rohrförmigen Wellenteil (50) mit einer Aufnahme (52) für
ein mit einem motorischen Antrieb zu verbindenden Kupplungsstück (54) ausgestaltet
ist.
16. Zellenrad nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das rohrförmige Endteil (46) und das konische Zwischenteil (48) symmetrisch über
den Umfang angeordnete Öffnungen (62, 64) aufweisen, und/oder dass das Kupplungsstück
(54) eine Kupplungsachse (56) mit Längsrippen (58) aufweist, welche beim Einschieben
des Kupplungsstücks (54) in die Aufnahme (52) des rohrförmigen Wellenteils (50) in
Längsnuten (60) in der Aufnahme (52) eingreifen.
17. Verwendung eines Zellenrades (10) nacheinem der vorangehenden Ansprüche in einem Druckwellenlader
zur Aufladung von Verbrennungsmotoren, insbesondere von Ottomotoren.