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EP 2 672 125 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.09.2021 Patentblatt 2021/35 |
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Anmeldetag: 05.04.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Hydrauliksystem zur sicheren Druckversorgung mindestens eines Verbrauchers
Hydraulic system for the reliable pressure supply to at least one consumer
Système hydraulique destiné à l'alimentation en pression sécurisée d'au moins un consommateur
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
08.06.2012 DE 102012011400
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.12.2013 Patentblatt 2013/50 |
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Patentinhaber: HYDAC Systems & Services GmbH |
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66280 Sulzbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Scholl, Josef
66636 Tholey (DE)
- Huth, Heinz-Peter
66802 Überherrn (DE)
- Anton, Marc
66333 Völklingen (DE)
- Mohrbacher, Markus
66606 St. Wendel (DE)
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Vertreter: Bartels und Partner, Patentanwälte |
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Lange Strasse 51 70174 Stuttgart 70174 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 989 048 US-A- 5 918 558
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DE-A1- 4 129 508
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Hydrauliksystem zur sicheren Druckversorgung mindestens
eines Verbrauchers.
[0002] Bei Hydrauliksystemen, bei denen mittels einer Konstantpumpe Verbraucher zu versorgen
sind, die im Betrieb unterschiedlich stark belastet sind, so dass sich als Load-Sensing-Signal
unterschiedliche Lastdrücke ergeben, ist die sichere Druckversorgung so lange gewährleistet,
als die Konstantpumpe in der Lage ist, einen dem höchsten Lastdruck entsprechenden
Versorgungsdruck bei vollem Förderstrom der Konstantpumpe aufrecht zu erhalten. Wenn
der Versorgungsbedarf über dem momentanen Förderstrom der Konstantpumpe liegt, droht
Unterversorgung mit entsprechend nachteiligen Auswirkungen auf die Betriebssicherheit.
Wenn es sich um Verbraucher handelt, deren Funktion aus Sicherheitsgründen unbedingt
gewährleistet sein muss, beispielsweise im Falle von Hydrolenkungen, ist dies nicht
hinnehmbar. Um dieser Schwierigkeit zu entgehen, kann die Konstantpumpe für eine entsprechend
hohe Förderleistung ausgelegt werden. Neben der sich ergebenden hohen Anlagekosten
ist hierbei auch nachteilig, dass in den Betriebsphasen, bei denen nur geringe oder
fast keine Lastdrücke gegeben sind, ein entsprechend großer, nicht benötigter Volumenstrom
ungenutzt, oder beispielsweise über einen Kühler, zum Tank abfließt.
[0003] Die
DE 41 29 508 A1 beschreibt ein Hydrauliksystem zur sicheren Druckversorgung mindestens eines Verbrauchers
mit den Merkmalen im Oberbegriff von Anspruch 1 mit einer Konstantpumpe, die für den
Verbraucher einen Förderstrom zur Verfügung stellt, einer Zusatzpumpe und einer Ventilanordnung,
mittels deren in Abhängigkeit von einem Lastdruck des betreffenden Verbrauchers, bei
dem dessen Versorgungsbedarf den vollen Förderstrom der Konstantpumpe übersteigt,
die Zusatzpumpe dem Verbraucher zuschaltbar ist, wobei die Ventilanordnung eine Druckwaage
aufweist, wobei am Ventilkolben der Druckwaage einerseits der Druck der Konstantpumpe,
und damit der Druck am Versorgungsanschluss des Verbrauchers, und andererseits der
Lastdruck des Verbrauchers plus einem Federdruck anstehen und wobei über die Druckwaage
die Zusatzpumpe mit dem Versorgungsanschluss des Verbrauchers bei Regelpositionen
der Druckwaage verbunden ist, bei denen der Druck der Konstantpumpe geringer ist als
der Lastdruck plus dem Federdruck.
[0005] Im Hinblick auf diese Problematik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein eine
Konstantpumpe enthaltendes Hydrauliksystem zur Verfügung zu stellen, das auf besonders
wirtschaftliche Weise eine sichere Druckversorgung betreffender Verbraucher ermöglicht.
[0006] Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe durch ein Hydrauliksystem gelöst, das die Merkmale
des Patentanspruchs 1 in seiner Gesamtheit aufweist.
[0007] Eine wesentliche Besonderheit der Erfindung besteht demgemäß darin, dass die Druckwaage
in Form eines 4/3-Wege-Ventils vorgesehen ist, wobei am einen ihrer zuströmseitigen
Anschlüsse die Konstantpumpe, am anderen zuströmseitigen Anschluss die Regelpumpe
und am einen abströmseitigen Anschluss der Versorgungsanschluss des Verbrauchers und
am anderen abströmseitigen Anschluss eine zum Tank führende Leitung angeschlossen
sind.
[0008] Bei dieser Anordnung erfolgt die Versorgung des Verbrauchers normalerweise durch
die Konstantpumpe, so lange diese an der Druckwaage das Druckgleichgewicht zwischen
dem Versorgungsdruck des Verbrauchers und deren Lastdruck, zuzüglich des an der Druckwaage
wirkenden Federdruckes, aufrechterhalten kann. Erfordert der Verbraucher einen Volumenstrom
über dem vollen Förderstrom der Konstantpumpe, so dass dieses Druckgleichgewicht nicht
aufrechterhalten bleibt, dann verschiebt die Feder den Ventilkolben der Druckwaage
in Regelpositionen, bei denen eine Verbindung zwischen der Zusatzpumpe und dem Versorgungsanschluss
des Verbrauchers gebildet ist.
[0009] Es ist ferner vorgesehen, dass das System neben der Konstantpumpe eine Zusatzpumpe
aufweist und dass eine Ventilanordnung vorgesehen ist, mittels deren in Abhängigkeit
von einem Lastdruck des betreffenden Verbrauchers, bei dem dessen Versorgungsbedarf
den vollen Förderstrom der Konstantpumpe übersteigt, die Zusatzpumpe dem Verbraucher
zuschaltbar ist. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, aus Sicherheitsgründen die Konstantpumpe
auf möglicherweise im Betrieb auftretende Spitzenwerte des Lastdruckes auszulegen,
d.h. sozusagen zu "überdimensionieren". Vielmehr kann in vorteilhafter Weise die Konstantpumpe
auf sozusagen normale Lastdrücke, wie sie im Betrieb während überwiegender Betriebsphasen
auftreten, ausgelegt werden, weil bei einer in Extremfällen drohenden Unterversorgung
ein Volumenstrom aus der Zusatzpumpe zugeschaltet wird.
[0010] Aufgrund der durch die bedarfsweise erfolgende Zusatzversorgung erreichten Betriebssicherheit
kann das erfindungsgemäße Hydrauliksystem mit besonderem Vorteil zur Versorgung einer
hydraulisch betätigbaren Lenkung eines Fahrzeugs vorgesehen sein.
[0011] Bei dem erfindungsgemäßen Hydrauliksystem kann außer der Lenkung, die als Verbraucher
erster Priorität bei Bedarf durch Volumenströme aus Konstantpumpe und Zusatzpumpe
versorgbar ist, mindestens ein weiterer Verbraucher minderer Priorität dem System
zugeordnet sein, wobei ein solcher Verbraucher minderer Priorität entweder durch einen
Volumenstrom aus Zusatzpumpe oder Konstantpumpe versorgbar sein kann.
[0012] In besonders vorteilhafter Weise kann eine Zusatzpumpe in Form einer Regelpumpe vorgesehen
sein, wobei mindestens einer der Verbraucher minderer Priorität für die Versorgung
durch die Regelpumpe mit dieser verbunden sein kann.
[0013] Bei besonders vorteilhaften Ausführungsbeispielen kann die Anordnung so getroffen
sein, dass der Lastdruck der Lenkung und der höchste Lastdruck der mit der Regelpumpe
verbundenen Verbraucher minderer Priorität an einem Wechselventil anstehen, das den
jeweils dominanten Lastdruck dem Regler der Regelpumpe zuführt. Mittels der Regelpumpe,
vorzugsweise in Form einer volumenstromgeregelten Kolbenpumpe, ist dadurch der Versorgungsdruck
für jeweilige Verbraucher minderer Priorität auf das momentane Druckniveau des Verbrauchers
mit dem höchsten Lastdruck einstellbar. Der momentane Druck der Regelpumpe kann dabei
wesentlich über dem erforderlichen Versorgungsdruck der Lenkung liegen. Da jedoch
bei Regelpositionen der Druckwaage, bei denen die Regelpumpe als Zusatzpumpe an der
Versorgung der Lenkung beteiligt ist, der Druck der Regelpumpe auch an der Druckwaage
wirksam ist und der durch den Lastdruck der Lenkung und den Federdruck gebildeten
Verschiebekraft entgegenwirkt, wird die Lenkung wegen der Individual-Druckwaagenfunktion
nur mit dem erforderlichen Lenkdruck versorgt.
[0014] In der von der Druckwaage zum Tank führenden Leitung kann ein Verbraucher minderer
Priorität, beispielsweise in Form eines Kühlers, angeordnet sein.
[0015] Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
im Einzelnen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 bis 3 Symboldarstellungen der Schaltung eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Hydrauliksystems, wobei in den Figuren jeweils unterschiedliche Regelpositionen einer
Druckwaage dargestellt sind.
[0016] In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines Beispiels erläutert, bei dem die
hydraulisch betätigbare Lenkung 1 eines Fahrzeugs als Verbraucher erster Priorität
mit hydraulischem Druck versorgt werden soll. Das System weist hierfür eine Konstantpumpe
3 sowie eine Regelpumpe 5 auf. Beim vorliegenden Beispiel ist die Konstantpumpe 3
durch eine Zahnradpumpe gebildet, und als Regelpumpe 5 ist eine volumenstromgeregelte
Kolbenpumpe vorgesehen. Der druckseitige Ausgang der Konstantpumpe 3 ist über eine
Versorgungsleitung 7 mit dem Versorgungsanschluss PL der Lenkung 1 verbunden. Diese
weist außer dem Versorgungsanschluss PL einen Load-Sensing-Anschluss LS auf, der den
jeweiligen Lastdruck führt. Ein Tankanschluss T der Lenkung 1 ist mit Tank verbunden.
Die Regelpumpe 5 ist an ihrem druckseitigen Anschluss über eine Leitung 9 mit einer
Individual-Druckwaage 11 verbunden, bei der es sich beim vorliegenden Beispiel um
ein 4/3-Wege-Ventil mit zwei Steuerkanten und Stetigfunktion handelt. Die Druckwaage
11 weist zwei zuströmseitige Anschlüsse auf, an deren einem Anschluss 13 die Ausgangsseite
der Konstantpumpe 3 sowie eine Steuerleitung 15 angeschlossen sind, deren Steuerdruck,
der dem Druck der Konstantpumpe 3 und damit dem Druck am Versorgungsanschluss PL der
Lenkung 1 entspricht, an einer Seite des Ventilkolbens der Druckwaage 11 angreift.
Der zweite zuströmseitige Anschluss 17 der Druckwaage 11 ist mit der Leitung 9 am
druckseitigen Ausgang der Regelpumpe 5 verbunden. Ein erster abströmseitiger Anschluss
19 ist über ein Rückschlagventil 21 mit der Versorgungsleitung 7 und damit mit dem
Versorgungsanschluss PL der Lenkung 1 in Verbindung. Am zweiten abströmseitigen Anschluss
22 der Druckwaage 11 ist eine Leitung 24 angeschlossen, die über einen Kühler zum
Tank führt.
[0017] Das der Steuerleitung 15 gegenüberliegende Ende des Ventilkolbens der Druckwaage
11 ist vom Lastdruck der Lenkung 1, der vom Load-Sensing-Anschluss LS her über eine
Steuerleitung 25 zugeführt wird, sowie vom Druck einer Feder 23 beaufschlagt. Die
den Lastdruck führende Steuerleitung 25 ist über eine Verbindungsleitung 27 auch mit
einer Seite eines Wechselventils 29 verbunden, an dem andererseits eine Lastdruckleitung
31 angeschlossen ist. Diese führt den Lastdruck weiterer, dem System zugeordneter
Verbraucher, die dem System zugeordnet sind und von der Regelpumpe 5 über eine an
deren druckseitigem Ausgang angeschlossene Druckleitung 33 versorgt sind. Bei einem
Hydrauliksystem eines Fahrzeugs kann es sich bei den weiteren Verbrauchern beispielsweise
um eine Niveauregelung, Federung/Dämpfung, um eine Bremseinrichtung oder dergleichen
handeln. Das Wechselventil 29 vergleicht den an der Verbindungsleitung 27 anstehenden
Lastdruck der Lenkung 1 mit dem höchsten Lastdruck der weiteren Verbraucher, der an
der Lastdruckleitung 31 ansteht, und meldet den jeweils dominanten Druck zum Regleranschluss
35 der Regelpumpe 5. Diese regelt den Versorgungsdruck in der Versorgungsleitung 9,
der am Anschluss 7 der Druckwaage 11 ansteht, auf zumindest den Lastdruck der Lenkung
1 plus Regeldruckdifferenz des Reglers der Regelpumpe 5.
[0018] Wird die Lenkung hinreichend aus der Konstantpumpe 3 versorgt, steht die Druckwaage
11 auf den in den Fig. 1 und 2 gezeigten Regelpositionen. Dabei entspricht die Position
von Fig. 1 dem Betriebszustand bei einem Lastdruck der Lenkung 1, bei dem überschüssiger
Volumenstrom der Konstantpumpe 3 über den zuströmseitigen Anschluss 13 und den abströmseitigen
Anschluss 22 der Druckwaage 1 zum Tank hin abströmt. Die Verbindung zur Regelpumpe
5 über die Versorgungsleitung 9 ist gesperrt. Die Fig. 2 zeigt den Betriebszustand,
bei dem die Verbindung zur Regelpumpe 5 weiterhin gesperrt ist, Druckgleichgewicht
an der Druckwaage 11 herrscht und die Lenkung 1 lediglich von der Konstantpumpe 3
über die Versorgungsleitung 7 versorgt wird. Schließlich zeigt die Fig. 3 den Betriebszustand,
bei dem eine Versorgung ausschließlich aus der Konstantpumpe 3 zur Unterversorgung
der Lenkung 1 führen würde. Bei dem hierbei gegebenen Lastdruck der Lenkung 1, der
über die Steuerleitung 25 am Ventilkolben der Druckwaage 11 zusammen mit dem Druck
der Feder 23 wirksam ist, ist der Ventilkolben gegen die schwächere Wirkung des Druckes
der Konstantpumpe 3, der über die Steuerleitung 15 zugeführt wird, nach links in die
Regelposition von Fig. 3 verschoben. Hierbei ist die Regelpumpe 5 über die Versorgungsleitung
9 sowie den abströmseitigen Anschluss 19 der Druckwaage 11 und über das Rückschlagventil
21 mit dem Versorgungsanschluss PL der Lenkung 1 verbunden.
[0019] Bei entsprechend hohen Lastdrücken weiterer Verbraucher, die dem System zugehörig
sind und über die Druckleitung 33 von der Regelpumpe 5 versorgbar sind, kann die Regelpumpe
5 auf einen Ausgangsdruck geregelt werden, der wesentlich über dem erforderlichen
Versorgungsdruck der Lenkung 1 liegt. Da jedoch bei der in Fig. 3 gezeigten Regelposition
der Ausgangsdruck der Regelpumpe 5 über die Versorgungsleitung 9, die Anschlüsse 17
und 19 sowie das Rückschlagventil 21 und die Versorgungsleitung 7 auch am zuströmseitigen
Anschluss 13 ansteht und somit über die Steuerleitung 15 auch am Ventilkolben der
Druckwaage 11 wirksam ist, wird die Lenkung 1 unabhängig vom Pumpendruck der Regelpumpe
5 nur mit dem Versorgungsdruck versorgt, der dem jeweils herrschenden Lastdruck der
Lenkung 1 plus dem Druck der Feder 23 entspricht.
1. Hydrauliksystem zur sicheren Druckversorgung mindestens eines Verbrauchers (1), mit
einem Verbraucher (1), einer Konstantpumpe (3), die für den Verbraucher (1) einen
Förderstrom zur Verfügung stellt, einer Zusatzpumpe (5) und einer Ventilanordnung
(11), mittels deren in Abhängigkeit von einem Lastdruck (LS) des Verbrauchers (1),
bei dem dessen Versorgungsbedarf den vollen Förderstrom der Konstantpumpe (3) übersteigt,
die Zusatzpumpe (5) dem Verbraucher (1) zuschaltbar ist, wobei die Ventilanordnung
eine Druckwaage (11) aufweist, wobei am Ventilkolben der Druckwaage (11) einerseits
der Druck der Konstantpumpe (3), und damit der Druck am Versorgungsanschluss (PL)
des Verbrauchers (1), und andererseits der Lastdruck (LS) des Verbrauchers (1) plus
einem Federdruck (23) anstehen und wobei über die Druckwaage (11) die Zusatzpumpe
(5) mit dem Versorgungsanschluss (PL) des Verbrauchers (1) bei Regelpositionen der
Druckwaage (11) verbunden ist, bei denen der Druck der Konstantpumpe (3) geringer
ist als der Lastdruck (LS) plus dem Federdruck (23), dadurch gekennzeichnet, dass die Druckwaage in Form eines 4/3-Wege-Ventils (11) vorgesehen ist, wobei am einen
ihrer zuströmseitigen Anschlüsse (13) die Konstantpumpe (3), am anderen zuströmseitigen
Anschluss (17) die Regelpumpe (5) und am einen abströmseitigen Anschluss (19) der
Versorgungsanschluss (PL) des Verbrauchers (1) und am anderen abströmseitigen Anschluss
(22) eine zum Tank führende Leitung (24) angeschlossen sind.
2. Hydrauliksystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es mehrere Verbraucher umfasst, und dass es zur Versorgung einer hydraulisch betätigbaren
Lenkung (1) eines Fahrzeugs als Verbraucher erster Priorität vorgesehen ist.
3. Hydrauliksystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass außer der Lenkung (1), die als Verbraucher erster Priorität bei Bedarf durch Volumenströme
aus Konstantpumpe (3) und Zusatzpumpe (5) versorgbar ist, das System mindestens einen
weiteren Verbraucher minderer Priorität umfasst, der durch einen Volumenstrom aus
Zusatzpumpe (5) oder Konstantpumpe (3) versorgbar ist.
4. Hydrauliksystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzpumpe in Form einer Regelpumpe (5) vorgesehen ist.
5. Hydrauliksystem nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Verbraucher minderer Priorität für die Versorgung durch die
Regelpumpe (5) mit dieser verbunden ist.
6. Hydrauliksystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Lastdruck (LS) der Lenkung (1) und der höchste Lastdruck der mit der Regelpumpe
(5) verbundenen Verbraucher minderer Priorität an einem Wechselventil (29) anstehen,
das den jeweils dominanten Lastdruck dem Regler (35) der Regelpumpe (5) zuführt.
7. Hydrauliksystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der von der Druckwaage (11) zum Tank führenden Leitung (24) ein Verbraucher minderer
Priorität, beispielsweise in Form eines Kühlers, angeordnet ist.
1. Hydraulic system for reliably supplying pressure to at least one consumer (1), having
a consumer (1), a fixed-displacement pump (3) which provides a constant flow rate
for the consumer (1), a booster pump (5) and a valve arrangement (11) by means of
which the booster pump (5) can be connected to the consumer (1) as a function of a
load pressure (LS) of the consumer (1), at which load pressure its supply requirement
exceeds the full flow rate of the fixed-displacement pump (3), wherein the valve arrangement
has a pressure compensator (11), wherein the pressure of the fixed-displacement pump
(3) and thus the pressure at the supply connection (PL) of the consumer (1), on the
one hand, and the load pressure (LS) of the consumer (1) plus a spring pressure (23),
on the other hand, are present at the valve piston of the pressure compensator (11)
and wherein the booster pump (5) is connected via the pressure compensator (11) to
the supply connection (PL) of the consumer (1) at regulating positions of the pressure
compensator (11), at which the pressure of the fixed-displacement pump (3) is lower
than the load pressure (LS) plus the spring pressure (23), characterised in that the pressure compensator is provided in the form of a 4/3-way valve (11), wherein
the fixed-displacement pump (3) is connected to one of its inlet-side connections
(13), the variable-displacement pump (5) is connected to the other inlet-side connection
(17), the supply connection (PL) of the consumer (1) is connected to an outlet-side
connection (19) and a line (24) leading to the tank is connected to the other outlet-side
connection (22).
2. Hydraulic system according to claim 1, characterised in that it comprises a plurality of consumers and that it is provided to supply a hydraulically
operable steering system (1) of a vehicle as a first priority consumer.
3. Hydraulic system according to claim 2, characterised in that, apart from the steering system (1), which as a first priority consumer can be supplied
as needed by volume flows from a fixed-displacement pump (3) and a booster pump (5),
the system comprises at least one further lower priority consumer which can be supplied
by a volume flow from a booster pump (5) or a fixed-displacement pump (3)
4. Hydraulic system according to one of the preceding claims, characterised in that the booster pump is provided in the form of a variable-displacement pump (5).
5. Hydraulic system according to claims 3 and 4, characterised in that at least one of the lower priority consumers is connected to the variable-displacement
pump (5) for being supplied thereby.
6. Hydraulic system according to claim 5, characterised in that the load pressure (LS) of the steering system (1) and the highest load pressure of
the lower priority consumer connected to the variable-displacement pump (5) are present
at a shuttle valve (29) which supplies the dominant load pressure in each case to
the controller (35) of the variable-displacement pump (5).
7. Hydraulic system according to one of the preceding claims, characterised in that a lower priority consumer, for example in the form of a cooler, is arranged in the
line (24) leading from the pressure compensator (11) to the tank.
1. Système hydraulique d'alimentation sécurisée en pression d'au moins un consommateur
(1), comprenant un consommateur (1), une pompe (3) constante, qui met un débit à disposition
du consommateur (1), une pompe (5) supplémentaire et un agencement (11) de vannes,
au moyen duquel, en fonction d'une pression (LS) de charge du consommateur (1), dont
le besoin d'alimentation dépasse le débit complet de la pompe (3) constante, la pompe
(5) supplémentaire peut être branchée en supplément sur le consommateur (1), dans
lequel l'agencement de vanne a une balance (11) manométrique, dans lequel au piston
de vanne de la balance (11) manométrique d'une part s'applique la pression de la pompe
(3) constante et ainsi la pression au raccord (PL) d'alimentation du consommateur
(1) et d'autre part la pression (LS) de charge du consommateur (1) plus une pression
(23) de ressort et dans lequel, par la balance (11) manométrique, la pompe (5) supplémentaire
communique avec le raccord (PL) d'alimentation du consommateur (1) en des positions
de réglage de la balance (11) manométrique dans lesquelles la pression de la pompe
(3) constante est plus basse que la pression (LS) de charge plus la pression (23)
du ressort, caractérisé en ce que la balance manométrique, est prévue sous la forme d'une vanne (11) à 4/3 voies, dans
lequel sont raccordés à l'un de ses raccords (13) du côté de l'arrivée la pompe (3)
constante, à l'autre raccord (17) du côté de l'arrivée, la pompe (5) de régulation
et à un raccord (19) du côté de la sortie, le raccord (PL) d'alimentation du consommateur
(1) et à l'autre raccord (22) du côté de la sortie un conduit (24) menant au réservoir.
2. Système hydraulique suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'il comprend plusieurs consommateurs et en ce qu'il est prévu pour l'alimentation d'une direction (1), pouvant être actionnée hydrauliquement,
d'un véhicule comme consommateur de première priorité.
3. Système hydraulique suivant la revendication 2, caractérisé en ce qu'outre la direction (1) qui peut être alimentée comme consommateur de première priorité,
en cas de besoin, par des courants en volume de la pompe (3) constante et de la pompe
(5) supplémentaire, le système comprend au moins un autre consommateur de moindre
priorité, qui peut être alimenté par un courant en volume de la pompe (5) supplémentaire
ou de la pompe (3) constante.
4. Système hydraulique suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la pompe supplémentaire est prévue sous la forme d'une pompe (5) de régulateur.
5. Système hydraulique suivant les revendications 3 et 4, caractérisé en ce qu'au moins l'un des consommateurs de moindre priorité communique pour l'alimentation
par la pompe (5) de régulation avec celle-ci.
6. Système hydraulique suivant la revendication 5, caractérisé en ce que la pression (LS) de charge de la direction (1) et la pression de charge la plus haute
du consommateur, relié à la pompe (5) de régulateur, de moindre priorité s'applique
à une vanne (29) à deux voies, qui envoie la pression de charge dominante respectivement
au régulateur (35) de la pompe (5) de régulateur.
7. Système hydraulique suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que dans le conduit (24) menant de la balance (11) manométrique au réservoir est monté
un consommateur de moindre priorité, par exemple sous la forme d'un refroidisseur.
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