[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erfassung von Zuständen auf Gleisabschnitten
enthaltend
- (a) einen Sensor zur Erfassung der Überfahrt einer Fahrzeugachse und Erzeugung von
Überfahrtsignalen; und
- (b) Übertragungsmittel mit einem Modul zur drahtlosen Datenfernübertragung zum Übertragen
der Überfahrtsignale an eine entfernt liegende Auswerteeinheit;
- (c) einen zweiter Sensor zur Erfassung der Übelfahrt einer Fahrzeugachse, der in zum
ersten Sensor Längsrichtung des Gleises beabstandet angeordnet ist; und
- (d) einen Zeitgeber, mit welchem der Zeitpunkt der Überfahrt einer Fahrzeugachse über
den Sensoren oder der zeitliche Abstand der Überfahrt zwischen den Sensoren ermittelbar
ist.
[0002] Bei den Eisenbahnen sind Abstell- und Rangiergleise ein knappes Gut. Sowohl Infrastrukturbetreiber,
als auch Verkehrsunternehmen versuchen daher, die vorhandenen Gleisanlagen so gut
wie möglich auszunutzen. Es besteht ein permanentes Informationsbedürfnis über die
Anzahl der aktuell auf einem Gleis tatsächlich abgestellten Fahrzeuge und der Belegungsveränderung.
Der Infrastrukturbetreiber auf der einen Seite kann derzeit technisch nur ermitteln,
ob ein Gleis belegt ist oder nicht. Aber nur wenige Abstell- und Rangiergleise sind
an ein Stellwerk angebunden und verfügen über eine solche Einrichtung. Die Verkehrsunternehmen
auf der anderen Seite führen manuelle Listen oder pflegen unterstützt durch eine Dispositionssoftware
einen buchmäßigen, d.h. theoretischen Gleisspiegel.
Stand der Technik
[0003] Der Zustand eines Gleisabschnitts, insbesondere die Belegung, wird üblicherweise
durch Personal ohne weitere technische Hilfsmittel ermittelt. Buchmäßige, d.h. theoretische
Gleisspiegel können mit Hilfe eines Dispositionssystems erstellt werden. Dabei werden
die Wagen elektronisch durch Rangieraufträge von einem Gleis zum anderen umgesetzt.
[0004] Ein Abgleich mit den in der Realität erfolgten Bewegungen insbesondere auch von Triebfahrzeugen
erfolgt jedoch nicht. Auch werden keine Zwischenzustände oder hilfsweise genutzte
Gleise erfasst.
[0005] Es sind sogenannte "Gleistore" bekannt. An einem Gleistor kann eine Markierung an
den Fahrzeugen optisch oder über Funk erkannt werden. Hierzu werden beispielsweise
RFID-Markierungen verwendet. Mit den Gleistoren kann der Gleiszustand fahrzeuggenau
ermittelt werden. Dies erfordert jedoch, dass ein technisch aufwändiges optisches
Erkennungs- und Auswertungssystem am Gleis installiert ist bzw. alle Fahrzeuge mit
einer geeigneten Markierung versehen sind.
[0006] Es ist ferner bekannt, Fahrzeuge mit einem GPS-Ortungssystem auszustatten. Auch hier
ist es erforderlich, alle Fahrzeuge nachzurüsten. Für eine gleis- und positionsgenaue
Auflösung ist ferner eine sehr genaue Ortung vorzusehen, die zusätzliche technische
Mittel, wie DGPS, erfordern.
[0007] Es sind sogenannte Achszähler bekannt. Die Achszähler werden in stellwerksbedienten
Bereichen eingesetzt. Dabei wird die Achsenzahl dem Bedienpersonal meistens nicht
und Verkehrsunternehmen überhaupt nicht dargestellt.
[0008] EP 0 433 756 A2 offenbart ein System zur Kontrolle und Überwachung von Güterwagen. Jeder einzelne
Güterwagen ist mit einem individuellen Identifizierungskennzeichen ausgestattet. Das
System erlaubt eine eindeutige Identifizierung der kleinsten Untereinheit (Einzelfahrzeug)
und damit eine hohe Identifizierungswahrscheinlichkeit. Die Ausrüstung aller Fahrzeuge
eines bestehenden Wagenparks mit geeigneten individuellen Identifizierungskennzeichen
ist aber teuer und erfordert eine lange Ausrüstzeit. Triebfahrzeuge sind bei einer
Identifizierung nicht vorgesehen.
[0009] DD 2 29 657 A1 offenbart ein Verfahren zur Ermittlung der Fahrzeuganzahl, der Achsabstände, der
Einzelfahrzeuglängen und der Gesamtlänge eines Fahrzeugverbandes für den Betrieb an
einem Ablaufberg. Dabei werden die Achsabstände mittels zweier Gleisschaltgeräte bestimmt.
Die Gleisschaltgeräte sind in einem kleineren Abstand angeordnet als der kleinste
Achsabstand eines Drehgestells. Die Bestimmung erfolgt aus den mittleren Achsgeschwindigkeiten,
den Zeitabständen zwischen dem Einrichtungsbetrieb und dem vollständigen Passieren
der Gleisschaltgeräte. Die so ermittelten Achsabstände werden zur Fahrzeugtypbestimmung
mit vorgegebenen typspezifischen Referenzwerten verglichen.
[0010] DE 198 36 421 A1 und
EP 0 979 765 A2 offenbaren ein Verfahren zur zeitversetzten Übermittlung eines von einem Zählpunkt
nach vollständigem Durchfahren eines Zuges ermittelten Zählstandes an eine zentrale
Auswerteeinrichtung. Die Auswerteeinrichtung erzeugt nur eine Freimeldung oder eine
Besetztmeldung.
Um den letzten Achsdurchgang zu erkennen, wird eine Erwartungszeitspanne auf Grundlage
der Geschwindigkeit berechnet. Beim Rangieren, bei dem die Fahrzeuggruppe auch auf
dem Zählpunkt stehen bleiben könnte, versagt das Verfahren. Es ist nur dazu geeignet,
eine Frei- oder Besetztmeldung für Fahrten mit nahezu konstanter Geschwindigkeit zu
erzeugen, nicht aber den wirklichen Grad der Belegung abzubilden.
[0011] EP 1 086 873 A1 offenbart ein Verfahren zum Feststellen von an einem Zählpunkt vorübergelaufenen
Schienenfahrzeugrädern. Dabei wird durch mindestens zwei Sensoren, die durch das Fahrzeugrad
überlappend beeinflusst werden, die Anzahl der unterschiedlichen Beeinflussungen an
den Sensoren gezählt, aber erst nach einer Erwartungszeitspanne plausibilisiert und
die Anzahl der Fahrzeugräder ermittelt.
[0012] US 2012/0138752 A1 offenbart eine kompakte Auswerteschaltung, die als Anrückmelder dient, aber nicht
zur Gleisbelegung herangezogen werden kann.
[0013] Der Hauptzweck bekannter technischer Einrichtungen ist die Sicherung des Fahrwegs
und die Freigabe eines Gleises für eine Fahrt. Das bedeutet, es wird lediglich ein
Signal erzeugt, welches angibt, ob sich ein Fahrzeug auf dem Gleis befindet.
US 2007/00159 A1,
US 2012/0138752 A1 und
EP 0 979 765 A2 offenbaren verschiedene Anbringungsmöglichkeiten von Sensoren an der Schiene. Ihnen
ist gemeinsam, dass Sensoren und Auswerteeinheit räumlich voneinander getrennt sind.
Damit sind Kabelverlegungen zwischen einem außerhalb des Gleisbereichs entfernt aufgestellten
Schalthaus und dem Gleis erforderlich.
Offenbarung der Erfindung
[0014] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen,
die auf einfache und kostengünstige Weise den Zustand von Gleisabschnitten ermitteln.
[0015] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Anders
als bei bekannten Achszählanordnungen wird hier nicht nur die Überfahrt einer Fahrzeugachse
ermittelt, sondern auch unmittelbar die Richtung. Es kann also sehr genau festgestellt
werden, wie viele Achsen die Sensoren tatsächlich passiert haben. Da die Vorrichtung
keine Gleisfreigabe erteilt, sondern lediglich die Überfahrt ermittelt, sind keine
zusätzlichen Sicherungen erforderlich. Entsprechend ist die Vorrichtung kostengünstig
zu verwirklichen.
[0016] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung umfassen die Übertragungsmittel
ein GSM-Modul. Die Auswerteeinheit kann ein entfernter Server sein, der Daten einer
Vielzahl von erfindungsgemäßen Vorrichtungen erhält. Die Übertragungsmittel übertragen
dabei die "Rohdaten". Dadurch wird eine aufwändige Logik vor Ort vermieden. Die Daten
werden unmittelbar übertragen. Es ist nicht erforderlich die vollständige Durchfahrt
aller Fahrzeuge abzuwarten und entsprechende Zeitverzögerungen vor der Übertragung
einzubauen.
[0017] Die Verwendung einer drahtlosen Datenfernübertragung hat den Vorteil, dass die erfindungsgemäße
Vorrichtung vollständig autark ist. Sie kann an jeder quasi beliebigen Stelle am Gleis
montiert werden. Sie ist einfach zu verschicken und sofort betriebsbereit. Es ist
keine aufwändige elektronische Einrichtung oder Softwareinstallation erforderlich.
Die Daten können mit einer Kennung verschickt werden, der die Position, beispielsweise
in der Auswerteeinheit zugeordnet ist.
[0018] Bei der Erfindung sind die Sensoren und die Übertragungsmittel auf einer gemeinsamen
Basisplatte befestigt. Dabei kann ein Teil der Basisplatte unter der Schiene geordnet
sein und die Sensoren können auf einer Seite der Schiene und die Übertragungsmittel
auf der anderen Seite der Schiene auf der Basisplatte befestigt sein. Bei Verwendung
von Schraubbefestigungen mit gesicherten Schrauben sind Spezialwerkzeuge zum Lösen
erforderlich. Dann ist die Anordnung für Unbefugte praktisch nicht entfernbar. Die
Übertragungsmittel und sonstige evtl. erforderliche elektronische und elektrische
Bauteile können in einem staub- und wasserdichten, temperaturbeständigen Gehäuse angeordnet
sein, so dass empfindliche Komponenten vor Umwelteinflüssen geschützt sind. Hier ist
beispielsweise die Schutzklasse IP 67 geeignet.
[0019] Vorzugsweise sind die Sensoren an einem höhenverstellbaren Halter befestigt. Dann
kann die erfindungsgemäße Vorrichtung für Schienen unterschiedlicher Höhe, Bauart
oder Abnutzung verwendet werden.
[0020] Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind ein Solarmodul mit
wiederaufladbaren Akkumulatoren, Batterien oder eine andere autarke Energieversorgung
für die Sensoren und/oder die Übertragungsmittel vorgesehen. Dadurch ist die erfindungsgemäße
Vorrichtung autark und braucht an keine Strom- oder sonstige Datennetze angeschlossen
werden. Insbesondere ein Solarmodul vermeidet hohen Wartungsaufwand, wie etwa den
Wechsel von Batterien.
[0021] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann mit einem Verfahren gemäß Anspruch 6 betrieben
werden. Dabei kann insbesondere auch erfasst werden, wenn ein Fahrzeug mit einer Achse
zwischen den Sensoren stehenbleibt. Eine Überfahrt in Richtung von Sensor 1 nach Sensor
2 erzeugt folgende Signalabfolge:
| Schritt |
Sensor 1 |
Sensor 2 |
Auswertung |
| A |
0 |
0 |
noch keine Überfahrt |
| B |
1 |
0 |
Sensor 1 wird überfahren |
| C |
1 |
1 |
Achse befindet sich zwischen den Sensoren |
| D |
0 |
1 |
Sensor 2 wird überfahren |
| E |
0 |
0 |
Überfahrt beendet |
[0022] Fährt die Achse in der entgegengesetzten Richtung, sind Schritt B und D vertauscht.
Aus der Reihenfolge der Überfahrtsignale der Sensoren wird so die Fahrtrichtung des
Fahrzeugs ermittelt. Zudem wird erfindungsgemäß eine Überfahrt verifiziert. Falsche
Signale an einem der beiden Sensoren werden leicht als solche identifiziert, wenn
die zugehörigen Signale am anderen Sensor nicht erzeugt werden.
[0023] Aus dem zeitlichen Abstand zwischen Schritt B und Schritt D kann zusätzlich die Geschwindigkeit
der Achse bestimmt werden. Hierzu kann der Zeitpunkt der Überfahrt einer Fahrzeugachse
über den Sensoren oder der zeitliche Abstand der Überfahrt zwischen den Sensoren ermittelt
und an die Auswerteeinheit übertragen werden. Weiterhin kann der Abstand der Sensoren
in Längsrichtung an die Auswerteeinheit übertragen werden oder in der Auswerteeinheit
gespeichert sein und aus dem Abstand der Sensoren und der zeitlichen Differenz zwischen
den Überfahrtsignalen einer Fahrzeugachse die Fahrzeuggeschwindigkeit ermittelt werden.
[0024] Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Ein Ausführungsbeispiel
ist nachstehend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0025]
- Fig.1
- zeigt eine Vorrichtung zur Erfassung von Zuständen auf Gleisabschnitten.
- Fig.2
- illustriert den Einsatz der Vorrichtung aus Figur 1 bei einer Eisenbahn.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0026] Figur 1 zeigt eine allgemein mit 10 bezeichnete Vorrichtung zur Erfassung von Gleisabschnitten.
Die Vorrichtung 10 umfasst eine Basisplatte 12, die unterhalb des Schienenfußes eines
Gleises 14 angeordnet ist und beidseitig hervorragt. Die Basisplatte 12 bildet an
einem Ende 16 einen rechten Winkel. An dem nach oben ragenden Ende 16 ist ein U-förmiger
Halter 18 angeschraubt. Hierzu weist der Halter 18 im mittleren Bereich zwei Langlöcher
20 auf, deren Längsachse im Wesentlichen vertikal verläuft. Auf diese Weise ist der
Halter 18 höhenverstellbar.
[0027] An jedem Schenkel 22 des Halters 18 ist je ein Induktionssensor 26 angeschraubt.
Die Sensoren 26 können auf diese Weise gemeinsam in vertikaler Richtung justiert werden.
Dies ist besonders hilfreich um eine Anpassung an den Abnutzungsgrad der Schiene vorzunehmen.
[0028] Die horizontale Einstellung für unterschiedliche Schienenprofile kann durch ein Verrücken
der Vorrichtung erfolgen. Dazu ist die Basisplatte 12 entsprechend der unterschiedlichen
Schienenfußbreiten mit versetzten Gewindebohrungen 24 versehen. Gewindebohrungen haben
den Vorteil, dass nicht von unten Werkzeug angesetzt werden muss.
[0029] Die Sensoren 26 sind so angeordnet, dass sie bei Überfahrt eines Rades 34 (Figur
2), entsprechend der Überfahrt einer Achse, ein Signal 36 erzeugen. Das Signal 36
wird über einen Signalanschluss 28 auf eine - nicht dargestellte - Signalleitung gegeben.
Die Signalleitung ist mit dem Anschluss 32 einer Übertragungseinheit 30 verbunden.
Die Übertragungseinheit 30 umfasst eine Impulsvorverarbeitung 38 und ein GSM Modul
39. Derartige Module sind allgemein bekannt und brauchen hier daher nicht näher beschrieben
werden. In der Übertragungseinheit 30 ist ferner eine Solarzelle als Stromversorgung,
ein Speicher und ein Zeitgeber vorgesehen. Die Übertragungseinheit 30 ist vollständig
in einem abgeschlossenen Gehäuse angeordnet, welches Manipulationen durch Unbefugte
und Umwelteinflüsse weitgehend ausschließt. Dies ist in Figur 1 zu erkennen.
[0030] Wenn ein Sensor 26 überfahren wird, wird ein entsprechendes elektrisches Signal 36
erzeugt und an die Übertragungseinheit 30 geleitet. Die Übertragungseinheit 30 sendet
das Signal über GSM zusammen mit einem Zeitstempel ohne weitere Zeitverzögerung an
einen - in Figur 2 dargestellten - zentralen Auswerteserver 40. Das GSM-Netz ist in
Figur 2 mit 42 bezeichnet. Im Auswerteserver 40 sind Informationen zu allen angeschlossenen
Erfassungsvorrichtungen 10, insbesondere deren Positionen, gespeichert. Über eine
geeignete Software wird aus den empfangenen Signalen ermittelt, wie viele Achsen in
einen Gleisabschnitt ein- bzw. ausgefahren sind. Es wird ferner ermittelt, mit welcher
Geschwindigkeit diese Achsen eingefahren sind und ob einzelne Achsen umgekehrt haben
und zurückgefahren sind. Aus den Informationen wird ferner - je nach Anwendung - ermittelt,
um welche Fahrzeugtypen es sich handelt und wie viele Fahrzeuge den Abschnitt zu welchem
Zeitpunkt frequentiert hatten (Gleisbild 44). Insbesondere wird auch die Dauer des
Aufenthalts in einigen Gleisabschnitten erfasst. Die so erfassten Informationen liefern
zeitnah den Zustand der Gleisabschnitte und ermöglichen so eine auf der Realität basierende
Abrechnung des Infrastrukturbetreibers.
[0031] Die Vorrichtung ist einfach aufgebaut und kann praktisch an jeder Stelle nachgerüstet
werden. Eine besondere Einrichtung an den überfahrenden Eisenbahnfahrzeugen ist nicht
erforderlich.
1. Vorrichtung (10) zur Erfassung von Zuständen auf Gleisabschnitten enthaltend
(a) einen Sensor (26) zur Erfassung der Überfahrt einer Fahrzeugachse und Erzeugung
von Überfahrtsignalen;
(b) Übertragungsmittel (30) mit einem Modul zur drahtlosen Datenfernübertragung zum
Übertragen der Überfahrtsignale an eine entfernt liegende Auswerteeinheit;
(c) einen zweiter Sensor zur Erfassung der Überfahrt einer Fahrzeugachse, der in zum
ersten Sensor Längsrichtung des Gleises beabstandet angeordnet ist; und
(d) einen Zeitgeber, mit welchem der Zeitpunkt der Überfahrt einer Fahrzeugachse über
den Sensoren oder der zeitliche Abstand der Überfahrt zwischen den Sensoren ermittelbar
ist;
dadurch gekennzeichnet, dass
(e) die Sensoren (26) und die Übertragungsmittel (30) auf einer gemeinsamen Basisplatte
(12) befestigt sind; und
(f) die Übertragungsmittel (30) zur drahtlosen Datenfernübertragung zum unmittelbaren
Übertragen von Rohdaten der Überfahrtsignale einer verifizierten Überfahrt ohne Zeitverzögerung
ausgebildet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungsmittel (30) ein GSM-Modul umfassen.
3. Vorrichtung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der Basisplatte (12) unter der Schiene (14) anzuordnen ist und die Sensoren
(26) auf einer Seite der Schiene und die Übertragungsmittel (30) auf der anderen Seite
der Schiene auf der Basisplatte befestigt sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoren an einem höhenverstellbaren Halter (18) befestigt sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Solarmodul mit wiederaufladbaren Akkumulatoren, Batterien oder eine andere autarke
Energieversorgung für die Sensoren (26) und/oder die Übertragungsmittel (30) vorgesehen
sind.
6. Verfahren zum Betrieb einer Vorrichtung nach einem der vorgehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch die Schritte:
(a) Erfassen der Überfahrt einer Fahrzeugachse mit einem ersten Sensor und Übertragen
des von dem ersten Sensor erzeugen Überfahrtsignals an eine entfernt liegende Auswerteeinheit;
(b) Erfassen der Überfahrt der Fahrzeugachse mit einem zweiten Sensor und Übertragen
des von dem zweiten Sensor erzeugten Überfahrtsignals an die Auswerteeinheit;
(c) Ermitteln des Zustands des Gleisabschnittes aus der Anzahl und Reihenfolge der
Überfahrtsignale an den beiden Sensoren;
(d) unmittelbares Übertragen von Rohdaten der Überfahrtssignale einer verifizierten
Überfahrt ohne Zeitverzögerung an die entfernt liegende Auswerteeinheit.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass Zeitpunkt der Überfahrt einer Fahrzeugachse über den Sensoren oder der zeitliche
Abstand der Überfahrt zwischen den Sensoren ermittelt und an die Auswerteeinheit übertragen
wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Sensoren in Längsrichtung an die Auswerteeinheit übertragen wird
oder in der Auswerteeinheit gespeichert ist und aus dem Abstand der Sensoren und der
zeitlichen Differenz zwischen den Überfahrtsignalen einer Fahrzeugachse die Fahrzeuggeschwindigkeit
ermittelt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass aus der Reihenfolge der Überfahrtsignale der Sensoren die Fahrtrichtung des Fahrzeugs
ermittelt wird.
1. Device (10) for the detection of states on track sections comprising:
(a) a sensor (26) for the detection of a passage of a vehicle axis and generation
of passage signals;
(b) transmission means (30) with a module for wireless remote data transmission for
transmitting the passage signals to a remote processing unit;
(c) a second sensor for the detection of a passage of a vehicle axis which is positioned
in a distance from the first sensor in a longitudinal direction of the track; and
(d) a timer adapted to determine the time of the passage of a vehicle axis at the
sensors or the distance in time of the passage between the sensors;
characterized in that
(e) the sensors (26) and the transmission means (30) are fixed to a common base plate
(12); and
(f) the transmission means (30) are adapted for the wireless remote data transmission
of raw data of the passage signals of a verified passage without delay.
2. Device according to claim 1, characterized in that the transmission means (30) comprise a GSM-module.
3. Device according to any of the preceding claims, characterized in that a portion of the base plate (12) is adapted to be positioned below the track (14)
and the sensors (26) are fixed on the base plate on the side of the track and the
transmission means (30) on the other side of the track.
4. Device according to any of the preceding claims, characterized in that the sensors are fixed to a holder (18) which is adapted to be adjusted in height.
5. Device according to any of the preceding claims, characterized in that a solar module with re-chargeable accumulators, batteries or any other autarkic energy
supply is provided for the sensors (26) and/or the transmission means (30).
6. Method for the operation of a device according to any of the preceding claims,
characterized by the steps of:
(a) Detecting the passage of a vehicle axis with a first sensor and transmitting the
passage signal generated by the first sensor to a remote processing unit;
(b) detecting the passage of a vehicle axis with a second sensor and transmitting
the passage signal generated by the second sensor to the remote processing unit;
(c) determining the state of the track section from the amount and order of the passage
signals at the two sensors;
(d) directly transmitting the raw data of the passage signals of a verified passage
without delay to the remote processing unit.
7. Method according to claim 6, characterized in that the time of the passage of a vehicle axis at the sensors and the distance in time
of the passage between the sensors is determined and transmitted to the processing
unit.
8. Method according to claim 7, characterized in that the distance of the sensors in a longitudinal direction is transmitted to the processing
unit or is stored in the processing unit and the vehicle velocity is determined from
the distance of the sensors and the time difference between the passage signals of
a vehicle axis.
9. Method according to any of claims 6 to 8, characterized in that the direction of the vehicle is determined from the order of the passing signals
of the sensors.
1. Dispositif (10) destiné à saisir des états sur des portions de voie ferrée, comprenant
(a) un capteur (26) destiné à saisir le passage d'un essieu de véhicule et à générer
des signaux de passage ;
(b) des moyens de transmission (30) munis d'un module destiné à transmettre des données
sans fil afin de transmettre les signaux de passage à une unité d'évaluation éloignée
;
(c) un second capteur destiné à saisir le passage d'un essieu de véhicule et disposé
avec un écart dans le sens longitudinal de la voie ferrée par rapport au premier capteur
; et
(d) une minuterie permettant de déterminer le moment du passage d'un essieu de véhicule
par l'intermédiaire des capteurs ou de déterminer l'écart de temps du passage entre
les capteurs ;
caractérisé en ce que
(e) les capteurs (26) et les moyens de transmission (30) sont fixés sur une plaque
de support commune (12) ; et,
(f) les moyens de transmission (30) destinés à transmettre des données sans fil sont
configurés afin de transmettre immédiatement les donnés brutes des signaux de passage
d'un passage vérifié sans délai.
2. Dispositif selon la revendication 1 caractérisé en ce que les moyens de transmission (30) comprennent un module GSM.
3. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes caractérisé en ce qu'un élément de la plaque de support (12) est à disposer sous le rail (14) et les capteurs
(26) sont fixés sur la plaque de support d'un côté du rail et les moyens de transmission
(30) sont fixés sur la plaque de support de l'autre côté du rail.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes caractérisé en ce que les capteurs sont fixés sur un support (18) pouvant être réglé en hauteur.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes caractérisé en ce qu'il est prévu un module solaire munis d'accumulateurs, de batteries pouvant être rechargés
ou d'un autre dispositif d'alimentation en énergie autarcique pour les capteurs (26)
et/ou les moyens de transmission (30).
6. Procédé destiné à exploiter un dispositif selon l'une quelconque des revendications
précédentes
caractérisé par les étapes de :
(a) Saisie du passage d'un essieu de véhicule à l'aide d'un premier capteur et transmission
du signal de passage généré par le premier capteur à une unité d'évaluation éloignée
;
(b) Saisie du passage de l'essieu de véhicule à l'aide d'un second capteur et transmission
du signal de passage généré par le premier capteur à l'unité d'évaluation ;
(c) Détermination de l'état de la portion de voie ferrée à partir du nombre et de
l'ordre des signaux de passage au niveau des deux capteurs ;
(d) Transmission immédiate des données brutes des signaux de passage d'un passage
vérifié sans délai à l'unité d'évaluation éloignée.
7. Procédé selon la revendication 6 caractérisé en ce que le moment de passage d'un essieu de véhicule est déterminé par l'intermédiaire des
capteurs ou l'écart de temps du passage entre les capteurs est déterminé et sont transmis
à l'unité d'évaluation.
8. Procédé selon la revendication 7 caractérisé en ce que l'écart des capteurs dans le sens longitudinal est transmis à l'unité d'évaluation
ou est mémorisé dans l'unité d'évaluation et la vitesse du véhicule est déterminée
à partir de l'écart des capteurs et de la différence de temps entre les signaux de
passage d'un essieu de véhicule.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 6 à 8 caractérisé en ce que le sens de marche du véhicule est déterminé à partir de l'ordre des signaux de passage
des capteurs.