[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie ein System für die Gründung eines mit
einem Bauwerkabschnitt in einer vorbestimmten Errichtungshöhe oberhalb der Wasseroberfläche
bzw. des dort vorherrschenden Meeresspiegels zu errichtenden Offshorebauwerks. Das
Gründungssystem gemäß der Erfindung kann dabei insbesondere ein Schwerkraft-Gründungssystem
sein.
[0002] Unter Offshorebauwerken im Sinne dieser Erfindung sollen sämtliche Bauten verstanden
werden, die im Meer und dort in einer Zone mit permanent anwesendem Meerwasser errichtet
werden bzw. errichtet sind. Insoweit ist der hier gewählte Begriffsbestandteil "Offshore"
nicht in der hoheitsrechtlich strengen Auslegung mit Bezug nur auf solche Gebiete,
die außerhalb der hoheitsrechtlich zum Anrainerstaat gehörenden Küstengewässerzone
liegen, zu verstehen. Offshorebauwerke nach dieser Erfindung beziehen vielmehr explizit
auch solche Bauten mit ein, die innerhalb der hoheitsrechtlich zum Anrainerstaat gehörenden
Küstengewässerzone liegen.
[0003] Typische derartige Offshorebauwerke, die seit langem bekannt sind und die sowohl
innerhalb als auch außerhalb der hoheitsrechtlichen Küstengewässer der Anrainerstaaten
errichtet werden, sind Bohr- und Arbeitsplattformen der Öl- und Gasindustrie. Neuerdings
gewinnen zudem Anlagen für die Erzeugung, Aufbereitung und Verteilung von Windenergie,
die auf See errichtet werden, deutlich an Bedeutung. In großen auf See errichteten
Windparks, wie etwa des in der Nordsee errichteten Parks alpha ventus, stehen dabei
nicht bloß Windenergieanlagen. Vielmehr sind auch weitere mit den einzelnen Windenergieanlagen
verschaltete Bauteile in Offshorebauwerken untergebracht, z.B. Umrichteranlagen in
entsprechenden Umrichterplattformen. Auch gibt es auf See errichtete reine Wohn- und
Aufenthaltsplattformen, die beispielsweise der Unterbringung von Service- und Wartungstechnikern
im unmittelbaren Bereich von auf See errichteten Anlagen wie etwa Windkraftanlagen,
während des Arbeitsansatzes dienen.
[0004] All diesen Anwendungsfällen und Offshorebauwerken ist gemein, dass sie über eine
sogenannte Gründung an den Meeresgrund angeschlossen und dort unverrückbar festgelegt
bzw. verankert werden müssen. Diese Festlegung geschieht, wie bereits erwähnt, über
eine sogenannte Gründung. Eine solche Gründung kann dabei grundsätzlich auf zwei unterschiedliche
Arten geschehen. So gibt es Gründungen, bei denen Elemente, beispielsweise Rammpfähle,
in den Meeresboden getrieben werden, um so eine feste und statische Anbindung an den
Meeresgrund zu schaffen, dem Bauwerk ein Gründungsfundament zu geben.
[0005] Alternativ sind Gründungen bekannt, die mit bloßer Gewichtskraft eines schweren Gründungselementes
arbeiten, sogenannte Schwerkraft-Gründungen, ohne hierbei eine zusätzliche Anbindung
an den Meeresboden durch Eintreiben von Gründungsbestandteilen (beispielsweise Rammpfählen)
hinzuzuziehen.
[0006] Die auf See zu errichtenden Offshorebauwerke müssen häufig mit bestimmten Bauwerkabschnitten
oberhalb einer Mindesthöhe in einer vorbestimmten Errichtungshöhe liegend errichtet
werden. Dies gilt z.B. für Bereiche mit darin aufgestellten Wohncontainern (Wohnplattformen),
Bereiche mit sensibler Technik (insbesondere Elektronik und Elektrik) und dgl. Der
Abstand zur Wasseroberfläche wird dabei insbesondere bestimmt durch Schwankungen der
Meereshöhe aufgrund von Tiedebewegungen sowie durch zu erwartende maximale Wellenhöhen,
wie sie bei Starkwind bzw. Sturm oder aber aufgrund anderer Naturereignisse zu erwarten
sind. Im Falle eines solch hohen Wellenganges sollen technisch empfindliche Gerätschaften
und damit ein diese tragender Bauabschnitt oder sollen Wohncontainer mit darin ggf.
noch untergebrachten Personen oder sollen auch Arbeitsplattformen an sich nicht überspült
werden.
[0007] Naturgemäß ist das Bauen auf See deutlich komplizierter als das Errichten eines Bauwerkes
auf Land. Bereits das Verbringen der entsprechenden Baumaterialien zum Errichtungsort
ist in der Regel aufwendiger und auch kostspieliger als an Land. Zudem kann ein Bau
in situ, also an der Errichtungsstelle, nur bedingt erfolgen, anders als an Land,
wo Bauwerke direkt vor Ort und Stelle aus dort zusammengestelltem Baumaterial zu errichten
sind. So ist es beispielsweise sehr aufwendig, auf hoher See Betonteile aus noch nicht
ausgehärtetem Beton zu gießen oder in anderer Weise zu errichten, insbesondere wenn
diese Teile unterhalb der Wasseroberfläche angebracht werden sollen. Mit entsprechendem
Aufwand ist es also verbunden, die Anbindung des Bauwerkes an den Meeresuntergrund,
die Gründung, zu errichten.
[0008] Ein weiterer erheblicher Aufwand ergibt sich dann, wenn Bauwerksabschnitte mit der
Gründung zu verbinden und in einer vorgegebenen Höhe anzubringen sind. Wird beispielsweise
eine Umrichterplattform für einen Windpark errichtet, so muss zunächst eine Anbindung
an den Meeresboden über die sogenannte Gründung erfolgen, anschließend sind Stützen
oder Stelzen bzw. Säulen vorzusehen bis zu einer der Errichtungshöhe der Umrichterplattform
entsprechenden Höhe und die Umrichterplattform ist auf die dafür vorgesehenen Enden
der Stützen bzw. Säulen aufzusetzen.
[0009] Auch die Umrichterplattform selbst wird typischerweise nicht in der rauen Umgebung
auf See erstellt. Vielmehr wird sie an Land fertig gestellt und als fertiges Bauelement
bzw. als fertiger Bauwerkabschnitt zum Aufstellungsort verfrachtet. Dies geschieht
typischerweise per Schiffsfracht mit sogenannten Transportbargen. Soll eine solche
Umrichterplattform dann auf bereits in die Höhe ragenden, auf der Errichtungshöhe
endenden Stützen oder Säulen aufgebracht werden, so muss entweder eine entsprechend
hohe Transportbarge bereitgestellt werden mit dem Problem eines hochgelegenen Schwerpunktes
und einer Kippgefahr sowie auch dem Problem eines kostspieligen Aufbaus einer entsprechenden
Barge, oder aber es muss auf See ein entsprechender Kran bereitgestellt werden, der
die tonnenschwere Last eines solchen Bauwerkabschnittes anheben und in die vergleichsweise
große Errichtungshöhe verbringen kann. Derartige Seekräne existieren zwar als Schiffskräne,
sind jedoch nur in äußerst geringer Zahl vorhanden und mithin im Einsatz teuer sowie
für den Einsatz mit sehr langen Wartezeiten verbunden, was zu weiteren Kosten im Gesamtprojekt
einer Errichtung eines Offshorebauwerkes durch entsprechende Verzögerung führt.
[0010] Beispiele dafür, wie im Stand der Technik Gründungen für Offshorebauwerke angebracht
werden sollen, sind in Bezug auf Offshore-Windenergieanlagen in der
DE 20 2010 010 094 U1 sowie in der
DE 10 2007 002 314 A1 offenbart. Die bereits sehr alten und auf Plattformen für die Öl- und Gasindustrie
abstellenden Vorschläge gemäß der
DE 24 42 186 sowie
DE 27 22 747 geben Gründungsmöglichkeiten an, bei denen die Plattformen nach erfolgter Gründung
an entsprechenden Streben oder Stützen bis auf die Errichtungshöhe empor gehoben werden
können.
[0011] Während dies bei den alten Systemen aus den zuletzt genannten beiden alten deutschen
Druckschriften noch nicht weiter thematisiert worden ist, verlangen neuere seerechtliche
Bestimmungen und Umweltauflagen die Möglichkeit eines vollständigen Rückbaus eines
Offshorebauwerkes inklusive der Gründung und einer "Renaturierung" des Meeresgrundes,
und dies auch noch nach vielen Jahrzehnten des Bestandes des Offshorebauwerkes.
[0012] Vor dem Hintergrund dieser oben beschriebenen Randbedingungen haben es sich die Erfinder
zur Aufgabe gemacht, ein Verfahren und ein System für die Gründung eines Offshorebauwerkes
anzugeben, welches mit einem Bauwerkabschnitt in einer vorgegebenen Errichtungshöhe
oberhalb der Wasseroberfläche zu errichten ist, und dabei das Verfahren und das System
derart auszugestalten, dass insbesondere ein Verbringen des in der Errichtungshöhe
zu errichtenden Bauwerkabschnittes bis in die Errichtungshöhe mit vergleichsweise
einfachen und kostengünstigen Mitteln möglich ist, ohne dass hierfür Spezialkräne
oder aber spezielle Transportbargen mit hohen Aufbauten erforderlich sind, und wobei
die Anbindung des in der Errichtungshöhe anzuordnenden Bauwerkabschnittes an die Gründung
mit vergleichsweise einfachen Mitteln erfolgen kann.
[0013] In weiteren Aspekten soll das Verfahren und soll das Gründungssystem vorteilhaft
so ausgebildet werden, dass ein vollständiger Rückbau auch der Gründung möglich ist
und dies auch noch nach einem sehr langen Einsatz des Offshorebauwerkes vor Ort.
[0014] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß und hinsichtlich des Verfahrens gelöst durch ein
solches Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruches 1. Vorteilhafte Weiterbildungen
eines solchen Verfahrens sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis 8 angegeben. Ein
erfindungsgemäßes Gründungssystem, welches die oben bezeichnete Aufgabe löst, ist
ein solches mit den Merkmalen des Patentanspruches 9. Vorteilhafte Weiterbildungen
dieses Gründungssystems sind in den abhängigen Ansprüchen 10 bis 18 bezeichnet.
[0015] Hinsichtlich eines Verfahrens für die Gründung eines mit einem Bauwerkabschnitt in
einer vorbestimmten Errichtungshöhe oberhalb der Wasseroberfläche zu errichtenden
Offshorebauwerkes wird ein solches vorgeschlagen, welches die folgenden Schritte umfasst:
- Absenken eines Sockelelementes, welches mindestens ein fest mit letzterem verbundenes
Vertikalrohr aufweist, wobei dieses Vertikalrohr in seinem Inneren ein relativ zu
diesem in seiner Längsrichtung verlagerbares Säulenelement aufweist. Dieses Absenken
erfolgt im Seewasser bis auf den Meeresgrund und zwar so, dass ein oberes, offenes
Ende des Vertikalrohres oberhalb der Wasseroberfläche, jedoch unterhalb der Errichtungshöhe
liegt.
- Absetzen des in der vorbestimmten Errichtungshöhe zu errichtenden Bauwerkabschnittes
auf dem oberen Ende des wenigstens einen Vertikalrohrs.
- Anheben des Säulenelementes und Verlagern desselben relativ zu dem Vertikalrohr, wobei
der in einer vorbestimmten Errichtungshöhe zu errichtende Bauwerkabschnitt auf einem
oberen Ende des Säulenelementes ruht. Dieses Anheben geschieht solange, bis der Bauwerkabschnitt,
der also mit angehoben wird, die vorbestimmte Errichtungshöhe erreicht hat.
- Festlegen des Säulenelementes an dem Vertikalrohr, um ein Absinken des erstgenannten
zu verhindern, also die Konstruktion mit dem in der Errichtungshöhe angeordneten Bauwerkabschnitt
gleichermaßen zu verriegeln.
[0016] Dieses erfindungsgemäße Verfahren hat insbesondere den Vorteil, dass der Bauwerkabschnitt,
der bis auf die Errichtungshöhe zu verbringen ist, z.B. eine an Land vorgefertigte
Umrichterplattform für das Umrichten von mit Windenergieanlagen erzeugter elektrischer
Wechselspannung, ohne Einsatz eines Schiffskranes und auch ohne die Verwendung von
speziellen hoch aufgebauten Transportbargen bis auf die Errichtungshöhe verbracht
und dort mit der Gründung verbunden werden kann. Denn der Überstand des offenen Endes
des Vertikalrohrs des abgesenkten Sockelelementes oberhalb der Wasseroberfläche muss
nur soweit ausreichend sein, als dass durch während der Bauphase durch Seegang oder
Schiffsbewegungen ausgelöste Wellen nicht die Oberkante dieses offenen Endes erreichen
und Wasser in das Innere des Rohres eintritt. Hierzu genügt allerdings (je nach Ruhe
der See) eine Höhe in der Größenordnung von einigeneinigen wenigen Metern (typischerweise
ein bis sieben Meter, bspw. fünf Meter). In dieser Höhe kann eine entsprechende Plattform
oder ein anderer Bauwerkabschnitt bequem mit einer üblichen Transportbarge ohne hohe
Aufbauten verbracht und über das Vertikalrohr gefahren werden. Anschließend kann eine
solche Plattform dann beispielsweise durch Fluten von Ballasträumen in der Transportbarge
und Absenken derselben abgelassen und auf dem oberen Ende des Vertikalrohres abgesetzt
werden.
[0017] Dabei kann der Bauwerkabschnitt auf dem oberen Ende des Vertikalrohres selbst, insbesondere
auf einem dort von dem Vertikalrohr ausgebildeten umlaufenden, flanschartig verbreiterten
Ringrand abgesetzt werden. Gleichermaßen - und auch dies fällt im Sinne der Erfindung
unter ein "Absetzen des Bauwerkabschnittes auf dem oberen Rand des Vertikalrohres"
- kann der Bauwerkabschnitt auch auf einem über das Niveau des obersten Randes des
Vertikalrohres überstehenden Stirnende des Säulenelementes abgesetzt werden. Ist das
Absetzen geschehen, so kann durch Anheben des Säulenelementes und Verlagern desselben
relativ zu dem Vertikalrohr ein Anheben des Bauwerkabschnittes bis auf die Errichtungshöhe
vorgenommen werden. Schließlich wird dann, um den Bauwerkabschnitt in der Errichtungshöhe
zu fixieren, das Säulenelement an dem Vertikalrohr festgelegt. Die Konstruktion aus
Vertikalrohr und Säulenelement bildet somit insgesamt eine Stütze für den in der Errichtungshöhe
liegenden Bauwerkabschnitt und zugleich die Anbindung an die eigentliche Gründung,
die durch das Sockelelement bedingt ist. Das Sockelelement selbst kann die Gründung
dabei allein aufgrund seiner Masse (beispielsweise eines mehrere 10'000 Tonnen umfassenden
Gewichts) besorgen. Alternativ oder auch zusätzlich kann das Sockelelement auch mit
entsprechenden Anbindungen in den Meeresboden verankert werden, beispielsweise durch
einzurammende Ankerelemente. Bevorzugt wird jedoch eine reine Schwerkraft-Gründung,
da diese im Falle eines Rückbaus leichter wieder zu entfernen ist.
[0018] Vor dem Absenken des Sockelelementes kann - und wird in der Regel - ein Schritt der
Aufbereitung des Meeresgrundes am Aufstellungsort des Sockelelementes liegen. Hierzu
wird typischerweise der Meeresgrund zunächst zu einer Baugrube ausgebaggert und vorbereitend
plan gearbeitet. Im Anschluss wird dann ein entsprechendes Aufnahmebett, beispielsweise
ein Kiesbett, eingebracht, nivelliert und darauf das Sockelelement abgesetzt. Zum
Verhindern eines Unterspülens des Sockelelementes aufgrund der Wasserbewegungen wird
um das abgesenkte und abgesetzte Sockelelement typischerweise noch ein sogenannter
Kolkschutz angeordnet. Dies kann unmittelbar nach dem Absenken des Sockelelementes
oder aber auch zu beliebiger Zeit später bis hin zu einem Zeitpunkt nach Fertigstellen
der weiteren Bauschritte erfolgen.
[0019] Das Sockelelement selbst wird typischerweise an Land fertig gestellt und muss dann
über den Seeweg zum Absenkungsort der Gründung verbracht werden. Um diesen Transport
möglichst einfach gestalten zu können, ist in einer vorteilhaften Weiterbildung der
Erfindung vorgeschlagen, dass das Sockelelement als schwimmfähiger Ponton gestaltet
ist und dass dieses somit zunächst schwimmend zu der Stelle verbracht wird, an der
es abgesenkt werden soll, wobei das Absenken durch Fluten von Ballasträumen in dem
Ponton erfolgt. So kann das pontonartige Sockelelement z.B. mittels üblicher Schleppschiffe
(Schlepper) zum Errichtungsort des Offshorebauwerkes verbracht und dann dort durch
Fluten der Ballasträume kontrolliert abgesenkt werden. Typischerweise wird das Sockelelement
mit nach oben ragendem bzw. nach oben ragenden Vertikalrohr(en), also in einer Ausrichtung,
wie sie nach auch Absenken des Sockelelementes besteht, zum Errichtungsort verbracht
werden. Dies ist zu bevorzugen, da das Sockelelement so nach dem Verbringen zu dem
Ort, an dem es abgesenkt werden soll, nicht mehr um eine Horizontalachse gedreht werden
muss, was - wenn überhaupt - typischerweise nur noch mit erheblichem Aufwand möglich
sein wird.
[0020] Insbesondere dann, wenn der Bauwerkabschnitt unmittelbar auf das obere Ende des Vertikalrohrs,
also nicht auf ein freies Ende des Säulenelementes, aufgesetzt wird, ist es von Vorteil,
wenn wie gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, auf dieses obere Ende
des Vertikalrohres, beispielsweise auf einen umlaufenden Ringrand, zuvor Puffer- bzw.
Dämpferelemente aufgesetzt werden. Auf diesen Puffer- bzw. Dämpferelementen kann dann
der Bauwerkabschnitt, beispielsweise eine Umrichterplattform oder eine Wohnplattform,
abgesetzt werden, ohne die Unterkonstruktion, auf die es abgesetzt wird, zu beschädigen.
Nach dem Anheben des Säulenelementes, wenn die Puffer- bzw. Dämpferelemente frei liegen,
können diese wieder entnommen und an anderer Baustelle wieder verwertet werden.
[0021] Auch auf der oberen Stirnseite des Säulenelementes ist mit Vorteil ein Puffer- bzw.
Dämpferelement aufgesetzt, beispielsweise ein Elastomerpuffer. Dieser verbleibt typischerweise
dauerhaft in der Anbindung zwischen dem oberen Ende des Säulenelementes und einer
Unterseite des darauf abgestützten Bauwerkabschnittes.
[0022] Das Anheben des Säulenelementes kann prinzipiell mit diversen möglichen Mitteln und
nach verschiedenen geeigneten Verfahren unternommen werden. So ist bspw. der Einsatz
von Spindelhebern oder Hydraulikhebern für diesen Zweck denkbar. Auch ist es grundsätzlich
möglich, ein Anheben über zumindest einen Teil des Hubweges mittels hydraulischen
_Drucks von in entsprechende Fluträume eingelassenem Meerwasser zu realisieren. Insbesondere
erfolgt das Anheben gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung jedoch mit
Vorteil mittels wenigstens eines Litzenhebers, insbesondere mittels mehrerer entlang
des Umfangs des Vertikalrohres verteilter Litzenheber. Litzenheber eignen sich besonders
gut zum Anheben schwerer Lasten, da sie diese zuverlässig anzuheben gestatten. Bei
einer Anordnung einer Vielzahl von Litzenhebern, wie sie nicht zuletzt aufgrund des
insgesamt anzuhebenden Gewichtes und auch aufgrund des Erfordernisses, ein Verkanten
während des Hubvorganges zu vermeiden, vorzugsweise vorzusehen ist, wird eine Steuerung
vorzusehen sein, die die Hubbewegungen der einzelnen Litzenheber untereinander koordiniert,
um ein gleichmäßiges und vertikales Anheben des Säulenelementes relativ zu dem Vertikalrohr
zu erreichen. Die Litzenheber können dabei insbesondere in einem von außen zugänglichen
oberen Abschnitt des Vertikalrohres, z.B. auf entsprechenden Konsolen aufgestellt
sein und - inklusive der Hublitzen - nach erfolgtem Festlegen des Säulenelementes
an dem Vertikalrohr entfernt und für einen weiteren Einsatz verwendet werden.
[0023] Um insbesondere ein seitliches Verkippen des Säulenelementes relative zu dem Vertikalrohr
oder ein Verkanten dieser beiden Elemente während des Anhebens des Säulenelementes
zu verhindern, kann während dieses Hebeschrittes eine aktive Umfangsführung erfolgen,
insbesondere mittels radial an das Säulenelement andrückbarer Gleit- und Führungselemente.
Über entsprechende Aktuatoren kann auf die Gleit- und Führungselemente eine vorgebbare
Kraft ausgeübt werden, um das Säulenelement mit seiner Längsachse in der Vertikalen
ausgerichtet zu halten und ein klemmfreies Anheben ohne Verkippen zu gewährleisten.
Insbesondere können entsprechende Gleit- und Führungselemente in wenigstens zwei vertikal
übereinander angeordneten Abschnitten angeordnet sein, um so eine noch verbesserte
Ausrichtung der Längsachse des Säulenelementes während des Anhebevorganges zu gewährleisten.
[0024] Um das Bauwerk mit der Gründung nach Beendigung der Nutzung möglichst einfach wieder
vollständig rückbauen zu können, erfolgt das Festlegen des Säulenelementes relativ
zu dem Vertikalrohr lösbar, insbesondere mittels Schraubverbindungen. Derartige Schraubverbindungen
können einerseits die in vertikaler Richtung auflastende Gewichtskraft des Säulenelementes
selbst sowie des darauf ruhenden Bauwerkabschnittes sicher abfangen, sie lassen sich
andererseits (eine entsprechende Wartung und Abdichtung gegen korrosive Einflüsse
vorausgesetzt) auch noch nach Jahrzehnten wieder lösen für einen einfachen Rückbau.
Sofern die eben erwähnten Umfangsführungen vorgesehen sind, so können auch diese am
Ende des Anhebens mit einer definierten Andrückkraft auf das Säulenelement fixiert
werden, um entsprechende Aktuatoren, die während des Anhebens genutzt worden sind,
um die einstellbare Andruckkraft aufzubringen, zu entlasten. Bevorzugt erfolgt auch
diese Fixierung lösbar, wobei auch hier Schraubverbindungen gewählt werden können.
Alternativ sind aber auch Verschweißungen möglich, die - bei entsprechender Ausgestaltung
- ebenfalls lösbar sind, indem sie später mit entsprechenden Werkzeugen (beispielsweise
Trennscheiben oder Schneidbrennern) wieder gelöst werden. Auch zum Bedienen der Gleit-
und Führungselemente bzw. zum Bewegen derselben in radialer Richtung des Säulenelementes
verwendete Aktuatoren können am Ende des Errichtungsprozesses ausgebaut und entnommen
werden, um sie an anderen Baustellen erneut zu verwenden und damit Kosten zu sparen.
[0025] Mit Vorteil wird nach dem Festlegen des Säulenelementes an dem Vertikalrohr, also
nach Abschluss aller hierfür erforderlichen Arbeiten im Bereich des oberen Endes des
Vertikalrohres ein Ringspalt zwischen dem Vertikalrohr und dem an dessen oberen Ende
aus diesem austretenden Säulenelement wasserdicht abgedichtet. Dies verhindert ein
Eintreten von Meerwasser in das Vertikalrohr auch dann, wenn die See rauer ist und
höhere Wellen auftreten, die das obere Ende des Vertikalrohres überspülen. Durch das
Verhindern eines Eintrittes von Meerwasser in das Innere des Vertikalrohres wird insbesondere
vermieden, dass dort bestehende Verbindungen (beispielsweise solche zum Festlegen
des Säulenelementes an dem Vertikalrohr in angehobener Stellung) korrodieren und zum
Zeitpunkt eines späteren Rückbaus nicht mehr - zumindest nicht mehr einfach - gelöst
werden können. Auch bleiben die Strukturen erhalten, die z.B. für das Anbringen der
Litzenheber oder anderer Hubmechanismen erforderlich sind, die im Falle eines Rückbaus
für ein Absenken des Säulenelementes ebenso erforderlich sind wie im Falle des Aufbaus
für ein Anheben.
[0026] Das erfindungsgemäße Verfahren ist dabei insbesondere nicht darauf beschränkt, dass
lediglich ein Vertikalrohr mit darin angeordnetem Säulenelement an dem Sockelelement
angeordnet ist. Vielmehr können zwei oder mehr derartiger Vertikalrohre mit jeweils
einem darin angeordneten Säulenelement vorgesehen sein, wobei der in der Errichtungshöhe
anzuordnende Bauwerkabschnitt dann auf sämtlichen oberen Enden der Vertikalrohre abgesetzt
wird (hierzu zählt wiederum auch ein Absetzen auf möglicherweise aus diesen oberen
Enden überstehenden freien Stirnenden der Säulenelemente) und durch Anheben aller
Säulenelemente relativ zu den Vertikalrohren in die Errichtungshöhe verbracht wird.
Dabei sind entsprechende Hubmechanismen für alle Säulenelemente miteinander über eine
Steuerung derart zu koppeln, dass ein gleichmäßiges und in der Ausrichtung, insbesondere
einer horizontalen Ausrichtung, des Bauwerkabschnittes gleichbleibendes Anheben gewährleistet
ist und es insbesondere nicht zu einem Verkippen aufgrund einer Schrägstellung des
Bauwerkabschnittes kommt. Entsprechende Steuerungen sind im Stand der Technik bekannt
und bereits realisiert, müssen hier also nicht näher erläutert werden.
[0027] Insbesondere dann, wenn der Bauwerkabschnitt eine plane und ebene Fläche aufweist,
mit der er an die oberen Enden der Säulenelemente angebunden wird, sollten die oberen
Enden der Vertikalrohre bzw. daraus überstehende obere Enden der Säulenelemente eine
im Wesentlichen horizontale Ebene aufspannen. Im Falle von Absätzen oder sonstigem
Versatz in dem Verlauf der Anbindungsfläche des Bauwerkabschnittes, sollten die oberen
Enden der Vertikalrohre bzw. die Positionen der oberen Stirnseiten der Säulenelemente
beim Aufnehmen des Bauwerkabschnittes das entsprechende Profil natürlich nachbilden.
[0028] Ein erfindungsgemäßes Gründungssystem, bei dem es sich mit Vorteil und insbesondere
um ein Schwerkraft-Gründungssystem handeln kann, für ein einen in einer vorbestimmten
Errichtungshöhe oberhalb der Wasseroberfläche zu errichtenden Bauwerkabschnitt aufweisendes
Offshorebauwerk weist folgende Merkmale auf:
- ein auf den Meeresgrund absenkbares Sockelelement mit wenigstens einem mit dem Sockelelement
fest verbundenen Vertikalrohr, welches bei auf dem Meeresgrund abgesenktem Sockelelement
mit einem oberen Ende oberhalb der Wasseroberfläche, jedoch unterhalb der Errichtungshöhe
liegt;
- ein in dem Vertikalrohr angeordnetes, relativ zu diesem in dessen Längsrichtung verlagerbares
Säulenelement; und
- Mittel zum Heben des Säulenelementes mit darauf auflastendem Bauwerkabschnitt bis
zu der Errichtungshöhe.
[0029] Mit einem solchen Gründungssystem lassen sich die oben bereits ausgeführten Vorteile,
insbesondere diejenigen eines einfachen Verbringens des Bauwerkabschnittes auf dessen
Errichtungshöhe ohne Einsatz eines Krans oder spezieller, hohe Aufbauten aufweisender
Transportbargen, erzielen.
[0030] Bestandteil des Gründungssystems sind mit Vorteil Litzenheber, die mit Litzenantrieben
auf im oberen Bereich des Vertikalrohres auf dessen Innenseite und an dessen Wand
angeordneten Montagekonsolen vorübergehend angeordnet und dort festgelegt werden können
und die Hublitzen aufweisen, welche mit einem freien Ende an an einem unteren Abschnitt
des Säulenelementes angeordneten Anschlagvorrichtungen angeschlagen werden können.
Eine derartige Ausgestaltung der Mittel zum Heben des Säulenelementes hat die oben
bereits geschilderten Vorteile, die Litzenheber mit sich bringen. Darüber hinaus sind
die Litzenheber vorübergehend einsetzbar und nach erfolgtem Hubvorgang und in anderer
Weise losgelöst von den Litzenhebern durchgeführtem Festlegen des Säulenelementes
relativ zu dem Vertikalrohr entfernbar, können aber erneut angeordnet werden, beispielsweise
um das Säulenelement kontrolliert wieder abzusenken in das Vertikalrohr hinein zum
Einholen des Bauwerkabschnittes aus der Errichtungshöhe.
[0031] Das Gründungssystem kann weiterhin Puffer- und Dämpferelemente aufweisen, die temporär
auf einem oberen Rand des Vertikalrohres aufgebracht und nach dem Verbringen des Bauwerkabschnittes
in die Errichtungshöhe wieder entnommen werden können. Ferner ist mit Vorteil an der
oberen Stirnseite des Säulenelementes wenigstens ein Pufferelement angeordnet, auf
welchem der Bauwerkabschnitt aufliegt, auch nach Abschluss der Montagearbeiten, wenn
sich der Bauwerkabschnitt in der Errichtungshöhe befindet und auf der oberen Stirnseite
des Säulenelementes ruht. Mit dieser oberen Stirnseite kann der Bauwerkabschnitt überdies
mit weiteren geeigneten Mitteln verbunden sein, beispielsweise verschraubt oder verschweißt.
[0032] Das Gründungssystem weist ferner mit Vorteil gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung
Verbindungsstrukturen zum lösbaren Verbinden des Säulenelementes mit dem Vertikalrohr
und Fixieren des ersteren in seinem angehobenen Zustand auf. Hinsichtlich einer Fixierung
in der Vertikalrichtung können dies beispielsweise durch entsprechende fluchtende
Bohrungen an entsprechenden Elementen des Vertikalrohres und des Säulenelementes geführte
Gewindestangen und Verschraubungen sein. Für eine Fixierung in horizontaler Richtung
können entsprechende Klemmbacken an den Umfang des Säulenelementes herangeführt und
dort mit einem bestimmten Anpressdruck festgelegt werden, beispielsweise auch verschraubt
und verschweißt oder in sonstiger Weise, wobei auch hier auf eine Lösbarkeit geachtet
werden sollte für einen möglichst einfachen Rückbau.
[0033] Insbesondere können über den Umfang des Säulenelementes verteilte Leit- und Gleitelemente
vorgesehen sein, die insbesondere mittels Aktuatoren in ihrer auf das Säulenelement
gerichteten Andruckkraft einstellbar sind. Derartige Leit- und Gleitelemente können
insbesondere auch in zwei horizontal übereinander angeordneten Ebenen vorhanden sein.
Über diese kann mittels der Aktuatoren während des Anhebens eine einstellbare und
vorgegebene Führungskraft, die auch der korrekten Ausrichtung des Säulenelementes
mit seiner Längsachse zur Vertikalen besorgt, auf das Säulenelement aufgebracht werden.
Im Übrigen können diese Leit- und Gleitelemente zugleich auch nach abgeschlossenen
Anheben des Säulenelementes eine Verriegelung in horizontaler Richtung besorgen, indem
sie mit einem vorgegebenen Andruck gegen das Äußere des Säulenelementes gespannt und
dort festgelegt werden (siehe obige Beschreibung der lösbaren Fixierung).
[0034] Um insbesondere auch nach einem Errichten des Bauwerkes die Strukturen der Gründung
warten und inspizieren zu können ist es von Vorteil, wenn das Säulenelement ebenfalls
rohrförmig ausgebildet ist und es Revisionszugänge in das Innere des Vertikalrohres
und auch des Säulenrohres gibt. Entsprechende Revisionszugänge können dabei auch insoweit
geführt sein, dass sie einen Ausstieg am oberen Ende aus dem Säulenelement gestatten,
so dass dieser Zugang auch für einen Zugang zu dem am oberen Ende des Säulenelementes
abgesetzten Bauwerkabschnitt selbst gestatten kann, beispielsweise nach einer Anlandung
an dem Bauwerk von See her. Entsprechend kann ein solcher Zugang beispielsweise über
einen umlaufenden Rand am oberen Ende des Vertikalrohres erfolgen, der hier z.B. einen
durch entsprechende Sicherungsgitter oder -geländer oder dgl. zum Meer hin gesicherten
Umgang aufweisen kann.
[0035] Das Gründungssystem der Erfindung kann, insbesondere bei in horizontaler Richtung
weit ausladenden Bauwerkabschnitten, die in der Errichtungshöhe anzubringen sind,
nicht nur ein, sondern es kann zwei oder insbesondere und vorzugsweise mehr als zwei
Vertikalrohre aufweisen, die fest mit dem Sockelelement verbunden sind und in denen
jeweils ein gegenüber dem Vertikalrohr in dessen Längsrichtung höhenverlagerbares
Säulenelement angeordnet ist mit einer entsprechenden Anbindung für Hubmittel zum
Anheben jedes der Säulenelemente.
[0036] Aus oben bereits näher beschriebenen Gründen ist es von Vorteil, das Sockelelement
zusammen mit dem einen oder mit den mehreren daran angeordneten Vertikalrohr(en) als
schwimmfähiges, insbesondere pontonartiges, Element mit Ballasträumen auszubilden,
wobei dieses Element durch Füllen der Ballasträume mit einem Ballastmedium, insbesondere
Meerwasser, auf den Meeresgrund absenkbar ist. So kann das Sockelelement also schwimmend
zum Einsatzort verbracht und dort durch Fluten der Ballasträume zum Meeresgrund abgesenkt
werden, wo es dann die eigentliche Gründung ausbildet. Dabei kann das Sockelelement
eine sichere Gründung bereits aufgrund seines hohen Gewichtes (beispielsweise 40'000
Tonnen) bedingen. Es kann aber für eine sichere Gründung zusätzlich auch noch mit
weiteren Verankerungselementen im Meeresgrund verankert werden, z.B. mit Rammpfählen
oder dgl. Bevorzugt wird allerdings eine einfache Schwerkraftgründung. Denn diese
gestattet es, das Sockelelement bei einem erforderlichen Rückbau dann, wenn alle weiteren
Elemente bereits entfernt und die Säulenelemente in die Vertikalrohre abgesenkt sind,
vom Meeresboden zu heben, bei einem schwimmfähigen Sockelelement insbesondere die
Ballasträume zu entleeren und wiederum einzuholen und an Land zu verbringen. Dort
kann es dann abgewrackt oder für einen neuerlichen Einsatz wieder hergerichtet werden.
[0037] Mit besonderem Vorteil ist das Sockelelement und sind die daran angeformten Vertikalrohre
einstückig aus Beton, insbesondere stahlarmierten Beton gebildet und ist das Säulenelement
bzw. sind die Säulenelemente mit einer äußeren Metall-, insbesondere Stahlwand gebildet.
Die Säulenelemente können dabei insbesondere als Stahlrohre ausgebildet sein. Der
Aufbau des Sockelelementes mit dem daran angeformten Vertikalrohr inklusive des darin
eingesetzten Säulenelementes erfolgt mit Vorteil an Land, z.B. in einem Trockendock.
Für den weiteren Aufbau, insbesondere die Verbringung zum Einsatzort wird es dann
schwimmend dorthin verbracht, nachdem das Trockendock geflutet und das Säulenelement
ausgeschleust worden ist.
[0038] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung des Gründungssystems weist dieses
Abdichtmittel zum Abdichten des Ringspaltes zwischen der Innenwand des wenigsten einen
Vertikalrohres und der Außenwand des darin angeordneten Säulenelementes am oberen
Ende des Vertikalrohres und in angehobener Position des Säulenelementes auf. Entsprechende
Abdichtmittel können, sofern dort ein Zugang zu einem abzudichtenden Innenraum besteht,
auch vorgesehen sein für die Abdichtung des Überganges zwischen dem oberen stirnseitigen
Ende des Säulenelementes und dem darauf aufgesetzten Bauwerkabschnitt. Diese Abdichtung,
die insbesondere nach erfolgtem Errichten des Offshorebauwerkes angebracht werden,
verhindert ein Eintreten von Wasser in diese Räume und damit eine Korrosion an diesen
Abschnitten. Damit kann - eine entsprechende Wartung und Pflege der Elemente vorausgesetzt
- sichergestellt werden, dass auch nach einem jahrelangen Einsatz des Bauwerkes ein
kontrollierter Rückbau durch "Rückwärtsabwicklung" der beim Aufbau vorgenommenen Schritte
möglich ist.
[0039] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels anhand der beigefügten Figuren. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht eines Offshorebauwerkes mit einer erfindungsgemäß ausgebildeten
Gründung in fertigem Zustand bei vollständig errichtetem Bauwerk;
- Fig. 2
- eine schematische Seitenansicht eines Sockelelementes eines erfindungsgemäßen Gründungssystems
mit durch gestrichelte Linien kenntlich gemachten, im Inneren liegenden Strukturen;
- Fig. 3
- eine Aufsicht auf das Sockelelement gemäß Fig. 2 erneut mit durch gestrichelte Linien
kenntlich gemachten, im Inneren des Sockelelementes liegenden Strukturen;
- Fig. 4
- in drei verschiedenen Ansichten a bis c eine Querschnittsdarstellung eines Ausschnittes
einer Gründung mit einem Sockelelement wie in Figuren 2 und 3 dargestellt sowie mit
einem in ein Vertikalrohr des Sockelelementes eingesetzten Säulenelement in drei verschiedenen
Stellungen während des Aufbaus bzw. der Errichtung des Offshorebauwerkes;
- Fig. 5
- in vergrößerter Darstellung einen Ausschnitt aus Fig. 4a, nämlich den dortigen oberen
Abschnitt des Vertikalrohrs mit daran angebrachten weiteren Elementen;
- Fig. 6
- in vergrößerter Darstellung einen Ausschnitt aus Fig. 4b, nämlich einen Ausschnitt,
darstellend den oberen Abschnitt des Vertikalrohres mit einem unteren Abschnitt des
darin angehobenen Säulenelementes;
- Fig. 7
- einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 4c, nämlich einen oberen Abschnitt des Säulenelementes
mit dem Anschluss an einen auf deren oberer Stirnfläche aufgesetzten Bauwerkabschnitt;
- Fig. 8
- einen weiteren vergrößerten Ausschnitt der Darstellung aus Fig. 4c, nämlich in vergrößerter
Darstellung einen mittleren Abschnitt des Vertikalrohres mit dem unteren Abschnitt
des Säulenelementes und der Verbindung zwischen Vertikalrohr und Säulenelement nach
erfolgtem Errichten des Bauwerkes;
- Fig. 9
- eine Aufsicht auf das obere Ende des Vertikalrohres gemäß der in Fig. 5 eingezeichneten
Blicklinie A;
- Fig. 10
- eine Schnittdarstellung gemäß der in Fig. 4a bezeichneten Schnittlinie B;
- Fig. 11
- eine Schnittdarstellung gemäß der in Fig. 6 bezeichneten Schnittlinie C;
- Fig. 12
- eine Schnittdarstellung gemäß der in Fig. 8 dargestellten Schnittlinie C;
- Fig. 13
- eine schematische Darstellung des Ablaufes für den Bau und die Aufstellung der erfindungsgemäßen
Gründung sowie die Errichtung des Offshorebauwerkes auf der Gründung;
- Fig. 14
- in schematischer Darstellung eine Anordnung einer Gruppe von gleichartigen Bauwerken
in nebeneinander angeordneter Aufstellung und gegründet auf dem Meeresgrund mit dem
erfindungsgemäßen Prinzip;
- Fig. 15
- in schematischer Darstellung mit drei verschiedenen Ansichten a, b und c eine weitere
und andere konstruktive Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Gründung für ein Offshorebauwerk.
[0040] In den Figuren sind mögliche Ausführungsbeispiele für ein erfindunsgsgemäßes Verfahren
bzw. ein erfindungsgemäßes Gründungssystem schematisch dargestellt und werden nachfolgend
erläutert. Dabei erheben die zeichnerischen Darstellungen keinen Anspruch auf detailgemäße
Vollständigkeit und/oder Maßstabsgerechtigkeit. Sie sind vielmehr als Skizzen zu verstehen,
die dort, wo erfinderische wesentliche Details beschrieben werden, weitgehend detailliert
diese darstellen, in anderen Aspekten jedoch vereinfacht sind gegenüber einer möglichen
voll umfänglichen Konstruktionsdarstellung.
[0041] In Fig. 1 ist zunächst ein Beispiel für ein vollständig errichtetes Offshorebauwerk
1 dargestellt, welches ein erfindungsgemäßes Gründungssystem zur Anbindung an den
Untergrund auf See aufweist und mit einem erfindungsgemäßen Verfahren zum Ausbilden
einer solchen Gründung bezüglich der Gründung errichtet worden ist. Das Offshorebauwerk
1 enthält einen Bauwerkabschnitt 2, der in einer Errichtungshöhe h
E oberhalb der Wasserlinie W aufgestellt und errichtet ist. Dieser Bauwerkabschnitt
2 kann insbesondere eine Umrichterplattform zum Umrichten von von offshore aufgestellten
Windenergieanlagen erzeugter elektrischer Energie sein, er kann aber auch eine andere
Struktur und Funktion beinhalten, beispielsweise eine Wohnplattform zur Unterbringung
von auf See arbeitendem Betriebs- und Wartungspersonal, eine Arbeitsplattform oder
dgl.
[0042] Der Bauwerkabschnitt 2 ruht auf einer Gründungsstruktur 3, die ein auf dem Meeresgrund
M abgesetztes Sockelelement 4 enthält. Das Sockelelement 4 umfasst eine in diesem
Ausführungsbeispiel plattenförmig gebildete Basis 5, die aber grundsätzlich auch andere
Formen aufnehmen kann, die stets jedoch dem Auflagern auf dem Meeresgrund M bzw. auf
einer dort zuvor angebrachten Unterstruktur dient. An der Basis 5 angeordnet und mit
dieser insbesondere einstückig verbunden sind Vertikalrohre 6, die im Wesentlichen
vertikal verlaufen und mit ihren oberen, offenen Enden 7 oberhalb der Wasserlinie
W liegen. Das Sockelelement 4 ist mit seiner Basis 5 auf einem Kiesbett 8 aufgesetzt,
welches in einer zuvor am Meeresgrund M ausgehobenen Baugrube eingerichtet und plan
gearbeitet worden ist. An seinen Seitenbereichen ist das Sockelelement 4 von einem
Kolkschutz 9 umgeben.
[0043] Aus den oberen Enden 7 der Vertikalrohre 6 heraus ragen Stützsäulen 10, die mit unteren
Abschnitten in den Vertikalrohren 7 in später noch zu beschreibender Weise festgelegt
sind. Auf den oberen Stirnflächen dieser Stützsäulen 10 ruht der Bauwerkabschnitt
2. Seine Gewichtskraft wird vertikal über die Stützsäulen 10, die Vertikalrohre 6
und das Sockelelement 4 auf den Meeresgrund M abgeleitet und so getragen.
[0044] In Fig. 1 ist schließlich noch mit B die Verlaufslinie einer Bemessungswelle eingetragen,
die bei der Auslegung der Errichtungshöhe h
E zugrunde gelegt wird. Diese Bemessungswelle gibt eine nach vorgegebenen Wahrscheinlichkeitskriterien
zu erwartende Maximalwellenhöhe an, für die das Offshorebauwerk 1 ausgelegt wird und
bei der insbesondere der Bauwerkabschnitt 2 nach wie vor sicher aus der unruhigen
See, also dem Wasser ragen und ohne Überflutung stehen muss. Diese Bemessungswelle
B hat mithin unmittelbaren Einfluss auf die Bestimmung der Errichtungshöhe h
E.
[0045] Mit dem Bezugszeichen 11 ist eine Tauchleitung angedeutet, die von dem Bauwerkabschnitt
2 in das Meerwasser abgesenkt ist und zum Ansaugen von Meerwasser für die Zwecke der
Kühlung von in dem Bauwerkabschnitt 2 angeordneten, zu kühlenden Komponenten eingesetzt
ist. Weiterhin ist mit 12 eine Kabelführung angedeutet, die seitlich in die Basis
5 des Sockelelementes 4 eintritt, durch das Innere eines Vertikalrohres 6 sowie der
darin angeordneten Stützsäule 10 bis hoch zu dem Bauwerkabschnitt 2 verläuft. Entlang
dieser Kabelführung 12 kann beispielsweise ein eingehendes Stromkabel geführt sein,
welches von einer an eine Umrichterplattform als Bauwerkabschnitt 2 angeschlossenen
Windenergieanlage generierte elektrische Energie zu der Umrichterplattform zuführt.
[0046] In Figuren 2 und 3 ist in zwei unterschiedlichen Ansichten, einer Seitenansicht (Fig.
2) und einer Draufsicht (Fig. 3), das Sockelelement 4 noch einmal dargestellt. Dargestellt
sind dabei auch im Inneren verborgene Strukturen, die hier mit gestrichelten Linien
angedeutet sind.
[0047] In den Bereichen, in denen nicht die Vertikalrohre 6, von denen das Sockelelement
4 insgesamt vier aufweist, die an den Ecken eines Rechteckes angeordnet sind, liegen,
sind Trennwände 13 vorgesehen, zwischen denen sich Ballasträume 14 befinden.
[0048] Das Sockelelement 4 ist in dieser Ausführungsform aus stahlarmiertem Beton gebildet,
wobei der Beton in seinen Eigenschaften, insbesondere hinsichtlich seiner Dichte und
Porosität, so gewählt und ausgebildet ist, dass er einem über viele Jahre und Jahrzehnte
andauernden Einsatz und einer entsprechenden Aufstellung im Seewasser, insbesondere
mit den oberen Enden der Vertikalrohre 6, die wie auch die Basis gleichermaßen aus
diesem Beton gebildet sind, im Bereich der Übergangszone zwischen Meerwasser und umgebender
Luft, standhalten kann.
[0049] Das Sockelelement 4 ist mit seinen Bestandteilen Basis 5 und Vertikalrohre 6 insbesondere
einstückig gebildet. Die im Inneren der Basis 5 angeordneten Trennwände 13, die zwischen
sich Ballasträume 14 belassen, sind in diesem Ausführungsbeispiel ebenfalls aus Beton,
wenngleich sie in gleich wirkender Weise auch aus anderem Material bestehen können.
Dabei ist das Sockelelement dergestalt ausgelegt, dass es bei leeren (also luftgefüllten)
Ballasträumen 14 schwimmfähig ist, durch Fluten der Ballasträume 14 eine höhere Dichte
erreicht und mithin zum Meeresgrund abgesenkt werden kann. Je nach dem mit der Gründung
aufzunehmendem Gewicht des Offshorebauwerkes und den zu erwartenden, in horizontaler
Richtung anlastenden Kräften aufgrund von Windlast und Lasten durch die Wasserbewegung,
wird die Masse des Sockelelementes 4 ausgelegt. Sie beträgt dabei typischerweise mehrere
10'000 Tonnen, insbesondere dann, wenn wie in Fig. 1 dargestellt und bevorzugt die
Gründung als reine Schwerkraftgründung ausgebildet ist, also ohne weitere Verankerungen
im Meeresgrund allein durch das im vorbereiteten Bett auf dem Meeresgrund aufgesetzte
Sockelelement erfolgen soll.
[0050] In den Figuren 4a bis c ist jeweils in einem Längsschnitt ein Ausschnitt aus der
erfindungsgemäßen Gründungsstruktur 3 in unterschiedlichen zeitlichen Situationen
während des Aufbaus des Offshorebauwerkes 1, insbesondere des Anbringens und Errichtens
des Bauwerkabschnittes 2 gezeigt. Vergrößerter Ausschnittsdarstellungen sind zu Fig.
4a in Fig. 5, zu Fig. 4b in Fig. 6 und zu Fig. 4c in den Figuren 7 und 8 dargestellt.
In der nachfolgenden Erläuterung der Darstellung der Figur 4 in den Einzeldarstellungen
a bis c wird entsprechend und hinsichtlich besonderer Strukturen auch auf die zugehörigen,
oben genannten Figuren 5 bis 8 Bezug genommen, in denen einzelne Details in verbesserter
Erkennbarkeit dargestellt und teilweise nur dort mit Bezugszeichen versehen sind.
[0051] In Fig. 4a ist zunächst der Zustand gezeigt, in dem die Gründungsstruktur 3 bereits
auf den Meeresgrund abgesenkt ist. Allerdings sind die Stützsäulen 10 noch nicht in
der Fig. 1 dargestellten Position befindlich, in denen der Bauwerkabschnitt 2 auf
deren oberen stirnseitigen Enden ruht in der Errichtungshöhe h
E. Vielmehr ist hier eine Situation dargestellt, in welcher die Stützsäulen 10 in Gänze
im Inneren der Vertikalrohre 6 angeordnet, darin abgesenkt bzw. eingefahren sind.
Hier ist also zu erkennen, dass die Vertikalrohre 6 einen ausreichend großen Innendurchmesser
aufweisen, um die Stützsäulen 10 in sich aufnehmen zu können. In dem hier gezeigten
Ausführungsbeispiel verschwinden die Stützsäulen 10 insgesamt in dem Vertikalrohr,
so dass in diesem Zustand die Stützsäulen 10 mit ihren oberen stirnseitigen Enden
nicht über das obere Ende 7 des jeweiligen Vertikalrohres 6 hinausragen. Die Stützsäulen
10 sind in diesem Ausführungsbeispiel Stahlwandrohre. Sie sind in dem in Fig. 4a gezeigten
Ausgangszustand abgesenkt und gegenüber dem Vertikalrohr 6 in Längsrichtung der genannten
Elemente verschiebbar innen in jeder Vertikalsäule 6 angeordnet. In diesem Zustand
sind jeweils ein Hubantrieb und ein Bündel von durch diesen geführten und mit diesem
in Wirkverbindung stehenden Hublitzen 16 umfassende Litzenheber 17 zum Anheben der
Stützsäulen 10 vorgesehen. Die Hublitzen 16 erstrecken sich vertikal bis zu einem
unteren Ende der jeweiligen Stützsäule 10 und sind dort an Anschlagvorrichtungen 18
angeschlagen. In jeder Vertikalsäule 6 sind dabei Litzenheber in größerer Zahl entlang
des Umfanges angeordnet, wobei die Hubantriebe 15 auf an der Innenwand der Vertikalrohre
6 ausgebildeten Montagekonsolen 19 angeordnet und dort festgelegt sind.
[0052] Weiterhin zu erkennen sind auf einer verbreiterten, am oberen Ende 7 um das Vertikalrohr
6 umlaufenden ringförmigen Anschlussfläche 20 aufgesetzte Dämpferelemente 21, bei
denen es sich beispielsweise um mit Federpaketen gebildete Federdämpfer handeln kann.
Weiterhin sind am oberen Ende 22 der Stützsäulen 10 jeweils auf einer verbreiterten
umlaufenden Ringanschlussfläche 23 weitere Dämpferelemente 24 angeordnet, die z.B.
Elastomerdämpfer sein können. In der Fig. 4a und in vergrößerter Ausschnittsdarstellung
in Fig. 5 ist nun eine Situation gezeigt, in welcher der Bauwerkabschnitt 2, von dem
lediglich ein Ausschnitt seines Bodens dargestellt ist, auf die oberen Enden 7 der
Vertikalrohre 6 abgestellt wird, wobei ein Abstellen hier auf die Dämpferelemente
21 erfolgt. Mit einer Ausstülpung 25, die im Durchmesser im Wesentlichen dem Innendurchmesser
der Stützsäule 10 entspricht und mit sich nach unten hin verjüngenden Wänden gebildet
ist, wird der Boden des Bauwerkabschnittes 2 so abgesetzt, dass diese Ausstülpung
5 in das Innere der Stützsäule 10 hineinragt. Dabei dienen die Dämpferelemente 21
einerseits einem Abpuffern eines beim Aufsetzen des Bauwerkabschnittes 2 auf die oberen
Enden 7 der Vertikalrohre 6 ansonsten zu befürchtenden Stoßes, andererseits besorgen
sie einen gewissen Ausgleich von in horizontaler Richtung ggf. gegebenen Unebenheiten,
wenn also einzelne der Vertikalrohre nicht exakt mit ihren oberen Enden auf einer
vertikalen Auflageebene abschließen.
[0053] Ist der Bauwerkabschnitt 2 dann in der wie beschriebenen Weise auf die oberen Enden
7 der Vertikalrohre 6 abgesetzt, wobei dieser Vorgang wie nachfolgend noch näher beschrieben
erfolgen kann, wird er durch Anheben, d.h. relativ Verschieben in vertikaler Richtung
nach oben, der Stützsäulen 10 relativ zu den Vertikalrohren 6 und aus diesen aus deren
oberen Enden 7 heraus in Richtung der Errichtungshöhe h
E verbracht. Dies erfolgt, bis der in Fig. 4b gezeigte Endzustand erreicht ist mit
Hilfe der Litzenheber 17, die für ein gleichmäßiges Heben für jedes Vertikalrohr 6
untereinander abgestimmt angesteuert sind und auch bezüglich der jeweiligen Vertikalrohre
untereinander sich in Abstimmung befinden, um ein exaktes mit gleichbleibender horizontaler
Ausrichtung des Bauwerkabschnittes 2 durchgeführtes Anheben zu besorgen. Der dann
erreichte Endzustand ist in Fig. 4b gezeigt mit einer vergrößerten Abschnittsdarstellung
des oberen Abschnittes eines Vertikalrohres 6 in Fig. 6.
[0054] Bei diesem Hubvorgang sorgen Leit- und Gleitelemente 26, die in zwei Anordnungsebenen
segmentartig horizontal um den Umfang der Stützsäule 10 verteilt angeordnet sind,
mit entsprechend zylinderabschnittsförmig gebildeten Führungsflächen, insbesondere
solche aus Kunststoff, für eine exakte Vertikalführung der Stützsäule 10. Um diese
Führung ausüben und eine Ausrichtung der Stützsäule 10 mit deren Längsachse in vertikaler
Richtung vornehmen zu können, sind zwischen der Innenwand des Vertikalrohres 6 und
einer Führungsfläche Aktuatoren 27 angeordnet, bei denen es sich beispielsweise um
Hydraulikzylinder handeln kann. Diese können einzeln in ihrer Andruckkraft so angesteuert
werden, dass eine Ausrichtung und eine ausreichende Führung der Stützsäule 10 bei
dem Hubvorgang ermöglicht ist.
[0055] Beim Anheben der Stützsäule 10 gelangt zunächst deren oberes Ende 22 mit den Dämpferelementen
24 mit einer Unterseite einer Bodenwand des Bauwerkabschnittes 2 in Eingriff, und
es wird der so auf den oberen Enden 23 der Stützsäulen 10 aufgesetzte Bauwerkabschnitt
2 zusammen mit den Stützsäulen 10 emporgehoben. Entsprechend werden die Litzenheber
17 derart gewählt dimensioniert sowie in ihrer Anzahl bemessen sein, dass sie nicht
nur das Gewicht der Stützsäulen 10, sondern auch die Auflast des Bauwerkabschnittes
2 anheben können.
[0056] Wenn der in Fig. 4b gezeigte Zustand erreicht ist, können die in dieser Darstellung
bereits nicht mehr auf der Anschlussfläche 20 aufgelegt gezeigten Dämpferelemente
21 entnommen werden.
[0057] In der Fig. 6 ist darüber hinaus noch zu erkennen, dass am unteren Ende der Stützsäule
10 eine Schleppbühne 28 angeordnet ist, die für während eines Hubvorganges ggf. erforderliche
Revisionsarbeiten oder aber auch für spätere Wartungs- und Servicearbeiten vorgesehen
und entsprechend begehbar ist. Dabei kann - auch noch nach dem fertigen Errichten
des Offshorebauwerkes -das Innere der Stützsäulen 10 und damit auch der Vertikalrohre
6 erreicht werden durch eine mit einer entsprechenden Tür bzw. einem Schott verschlossene
Zugangsöffnung 29 in der Mantelfläche der Stützsäule 10, die im vollständig angehobenen
Zustand der Stützsäule 10 idealerweise auf der Höhe des oberen Endes 7 der Vertikalsäule
6 liegt, so dass dieses obere Ende 7 mit seiner Anschlussfläche 10 als Umlauf und
Zugang genutzt werden kann. Für eine Vertikalbewegung im Inneren der Stützsäule 10
sind entsprechende Leitern oder vergleichbare Auf- und Abstiegsmittel vorgesehen.
[0058] Im weiteren Verlauf der Bauwerkserrichtung wird nach Abschluss des Hubvorganges die
in Fig. 4c gezeigte und in Ausschnitten gemäß Figuren 7 und 8 dargestellte Situation
geschaffen. Dazu wird die Stützsäule 10 in der Vertikalsäule 6 in angehobenem Zustand
festgelegt. Mit noch montierten Litzenhebern 17 und von den Hubantrieben verklemmten
Hublitzen werden Schraubverbindungen zwischen dem Vertikalrohr 6 und der Stützsäule
10 geschaffen. Hierzu werden Gewindestangen 30 durch Vertikalöffnungen in Haltekonsolen
31 an der Innenwand des Vertikalrohres 6 geführt und durch weitere mit diesen Öffnungen
fluchtende Öffnungen in einem am unteren Ende der Stützsäule 10 angeordneten umlaufenden
Auslegeabschnitt 32. Die Gewindestangen werden dann verschraubt, insbesondere mit
Schraubverbindungen an einem über die Haltekonsole 31 nach oben vorstehenden Abschnitt
und einem unterhalb des Auslegeabschnittes 32 nach unten vorstehenden Abschnitt. Diese
Gewindestangen 30 tragen bzw. übertragen die Vertikallasten. Horizontallasten werden
von der Stützsäule 10 auf das Vertikalrohr 6 über die Leit- und Gleitelemente 26 abgeführt,
die zu diesem Zwecke mit einer vorgegebenen Andruckkraft gegen die Außenwand der Stützsäule
10 gedrückt und dort in geeigneter Weise verriegelt sind, beispielsweise durch Verschrauben
oder Anbringen einer Schweißverbindung zwischen zuvor gegeneinander beweglichen und
mittels der Aktuatoren 27 bewegbaren Elemente. Die Aktuatoren 27 sind in diesem Zustand
entnommen, da sie für die reine Lastübertragung und "Verriegelung" nicht mehr benötigt
werden.
[0059] Sind diese beschriebenen und in Fig. 8 näher dargestellten Verbindungen zwischen
Stützsäule 10 und Vertikalrohr 6 hergestellt, werden die Litzenheber 17 entnommen,
wozu zunächst die Hublitzen 16 von ihren Anschlagpunkten gelöst und im Anschluss die
Hubantriebe 17 von den Montagekonsolen 19 gelöst und entnommen werden.
[0060] Im Anschluss wird eine Ringraumdichtung 33 am oberen Ende 7 auf die Vertikalrohre
6 aufgelegt und bis an die Außenwand der Stützsäulen 10 herangeführt, um den Spalt
zwischen der Innenwand des Vertikalrohrs 6 und der Außenwand der Stützsäule 10 gegen
ein mögliches Eindringen von Meerwasser abzudichten. Diese Ringraumdichtung 33 kann
beispielsweise durch aufgelegte Stahlplatten geschaffen werden mit entsprechenden
Abdichtungen im Bereich der Auflage auf das obere Ende 7 des Vertikalrohres 6 und
im Bereich des Anschlusses an die Außenwand der Stützsäule 10. Die Ringraumabdichtung
33 kann dabei zugleich einen von Wartungspersonal oder dgl. begehbaren Boden eines
Umlaufes darstellen, von dem aus die Zugangsöffnung 29 zu erreichen ist.
[0061] Am oberen Ende der Stützsäule 10 wird nach Abnahme der Hublitzen 16 ebenfalls eine
Abdichtung in Form einer Abdichthaube 34 vorgesehen. Diese ist an Punkten, an denen
zuvor die Hublitzen am oberen Ende der Stützsäule 10 befestigt waren, mit Gewindebolzen
35 verschraubt. In den Anschlussbereichen, in denen die Abdichthaube 34 an der Oberfläche
der Stützsäule 10 bzw. der Unterseite des Bauwerkabschnittes 2 anliegt, sind Dichtstrukturen
36 (in Fig. 7 in einer Vergrößerung näher dargestellt) vorgesehen, die auch bei wechselseitig
beispielsweise aufgrund unterschiedlicher thermischer Ausdehnung gegeneinander arbeitenden
Elementen weiterhin eine ausreichende Abdichtung gegen eindringendes Wasser oder sonstiger
von diesem Bereich fernzuhaltende Substanzen bietet.
[0062] In den Figuren 9 bis 12 sind genommen entlang der in den Darstellungen gemäß Fig.
4 bis Fig. 8 gezeigten Linien Draufsichten bzw. Schnitte dargestellt zur weiteren
Veranschaulichung der Struktur und ihrer Anordnungen. In Fig. 9 lässt sich besonders
gut die gleichmäßige entlang des Umfanges auf der Anschlussfläche 20 am oberen Ende
7 des Vertikalrohres vorgenommene Anordnung von Dämpferelementen 21 erkennen, wie
sie zunächst vorgesehen ist. Auch ist hier gut zu erkennen, dass auf der Ringanschlussfläche
23 am oberen Ende 22 der Stützsäule 10 eine Vielzahl von Dämpferelementen 24 in gleichmäßiger
Verteilung über den Umfang angeordnet ist. Schließlich ist auch die gleichmäßig über
den Umfang verteilte Anordnung von Litzenhebern 17, in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
sind dies zwölf Stück, wobei die Anzahl keinesfalls auf diese beschränkt ist, vielmehr
entsprechend jeweiligen Gegebenheiten gewählt werden kann, zu erkennen.
[0063] Die Schnittdarstellung in Fig. 10 zeigt besonders gut den Auslegeabschnitt 32 im
unteren Ende der Stützsäule 10 innerhalb des Vertikalrohres 6 mit darin angeordneten,
die Anschlagsstrukturen 18 bildenden Öffnungen zum Anschließen der Hublitzen der Litzenheber
sowie Durchgangsöffnungen 37, durch welche die Gewindestangen 30 zum Verbinden der
Stützsäule 10 mit dem Vertikalrohr 6 im angehobenen Zustand geführt und anschließend
verschraubt werden.
[0064] Der in Fig. 11 gezeigte Schnitt entlang der Linie C in Fig. 6 lässt die Haltekonsole
31 an der Innenwand des Vertikalrohres 6 erkennen sowie die Anordnung der daran in
dieser Ebene angebrachten, umfangsseitig die Stützsäule 10 umgebenden Leit- und Gleitelemente
26, mit ihren zylinderabschnittsförmig gekrümmten, an der Außenseite der Stützsäule
10 anliegenden Anlageflächen und in dieser Darstellung noch angeordneten Aktuatoren
27 zum Anstellen und Justieren der Leit- und Gleitelemente 26.
[0065] In der Schnittdarstellung nach Fig. 12 ist in derselben Schnittebene zu erkennen,
dass dort die Leit- und Gleitelemente 26 nicht mehr mit den Aktuatoren 27 verbunden
sind, diese sind entnommen. Vielmehr sind die Leit- und Gleitelemente 26 nunmehr festgelegt,
z.B. verschweißt oder verschraubt, um mit einer vorbestimmten Andruckkraft auf den
äußeren Umfang der Stützsäule 10 zu drücken und entsprechende horizontal wirkende
Kräfte aufzunehmen. Auch zu erkennen sind hier die oberen, verschraubten Enden der
Gewindestangen 30, die nach oben aus in der Haltekonsole 31 eingebrachten Durchführungsöffnungen
38 (vgl. Fig. 11) vorstehen.
[0066] In Fig. 13 ist - unterteilt in zwölf Phasen - die grundsätzliche Vorgehensweise beim
Errichten des mit der erfindungsgemäßen Gründung versehenen Offshorebauwerkes schematisch
dargestellt. Dabei wird in einer ersten Phase die Basis 5 eines Sockelelementes in
einem Trockendock D produziert. Ist diese Basis 5 fertig gestellt, wird das Trockendock
D geflutet und die Basis in der Phase 2 ausgeschleust. Aufgrund der in der Basis 5
angeordneten Ballasträume 14, die in dieser Phase ohne Ballastbefüllung sind, ist
die Basis 5 schwimmfähig. In Phase 3 wird bei an einer Kaimauer oder dgl. festgemachter
Basis 5 das Sockelelement 4 durch Aufbau der Vertikalrohre 6 fertig gestellt, und
es werden die Stützsäulen 10 und die weiteren Einbauten für den Hubmechanismus eingesetzt.
Die so vorbereitete Gründungsstruktur 3 wird dann mit einem Schleppschiff S (oder
mehreren solcher Schleppschiffe) zu dem Errichtungsort auf dem Seewege verbracht.
Dabei ist die Bemessung der Ballasträume im Vergleich zur Gesamtmasse der Gründungsstruktur
3 und dem Volumen derart, dass die Gründungsstruktur 3 schwimmfähig ist, also wie
ein Schwimmponton zum Errichtungsort verbracht werden kann. Am Errichtungsort wird,
wie schematisch in Phase 7 beschrieben, die Gründungsstruktur 3 durch kontrolliertes
Fluten der Ballasträume abgesenkt auf einen Aufstellgrund, der zuvor durch Ausheben
einer Baugrube G und Einbringen des Kiesbettes 8 vorbereitet worden war. Mit den oberen
Enden 7 ragen die Vertikalrohre 6 aus dem Wasser und liegen mit diesen Bereichen oberhalb
der Wasserlinie W. in Phase 8 wird der Kolkschutz 9 angebracht. In Phase 9 wird der
Bauwerkabschnitt 2, beispielsweise eine vollständig fertig gebaute Umrichterplattform
für einen Offshore-Windpark, z.B. mittels einer Transportbarge so relativ zu den oberen
Enden der Vertikalrohre 6 positioniert, dass er in der gewünschten Position darauf
abgesetzt werden kann. Im Anschluss wird der Bauwerkabschnitt 2 abgesenkt, beispielsweise
durch Fluten von Ballasträumen in der Transportbarge T und Absenken ihres Tiefganges.
So wird die in Phase 10 dargestellte Position erreicht, in der die Transportbarge
abgezogen ist und der Bauwerkabschnitt 2 sicher auf den oberen Enden der Vertikalrohre
6 ruht. Anschließend erfolgt das Anheben wie oben geschildert und Festlegen der Stützsäulen
10 relativ zu den Vertikalrohren 6, so dass der Bauwerkabschnitt 2 dann in der vorgegebenen
Errichtungshöhe oberhalb der Wasseroberfläche W ruht und das Offshorebauwerk 1 insgesamt
fertig gestellt ist.
[0067] In Fig. 14 ist schematisch dargestellt, dass mit der erfindungsgemäßen Gründung auch
eine Mehrzahl von Offshorebauwerken 1 nebeneinander im Verbund angeordnet werden können,
wobei jedes der Offshorebauwerke 1 eine eigene Gründungsstruktur 3 aufweist zwischen
den Basen 5 der jeweiligen Gründungsstrukturen 3 lediglich in ausreichendem Maße Kolkschutz
9 vorgesehen ist.
[0068] In Fig. 15 ist schließlich in zwei Darstellungen a und b schematisch eine alternative
Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Gründung bzw. eines Gründungssystems skizziert.
Wesentlicher Unterschied ist hier, dass ein Sockelelement 40 vorgesehen ist, welches
eine kreisrunde Aufstandfläche und lediglich ein Vertikalrohr 6 aufweist, in welchem
die Stützsäule 10 in wie oben bereits beschriebener Weise relativ zu dem Stützrohr
6 verlagerbar und nach diesem festlegbar angeordnet ist. Auch auf einem solchen Gründungssystem
kann ein Bauwerkabschnitt 2 in einer Errichtungshöhe h
E oberhalb einer Wasseroberfläche W angeordnet werden. Auch hier ist, wie sich aus
Fig. 15a ergibt, das Sockelelement 40 derart bemessen, dass bei abgesenktem Zustand
das obere Ende 7 des Vertikalrohres 6 oberhalb der Wasseroberfläche W jedoch unterhalb
der Errichtungshöhe h
E liegt.
[0069] Die Vorgehensweise zum Errichten eines Bauwerkes auf einer solchen Gründung bzw.
zum Anbringen der Gründung ist analog der oben beschriebenen, so dass auf die vorstehenden
Ausführungen Bezug genommen werden kann.
[0070] Wie sich insbesondere aus dem zuletzt dargestellten Ausführungsbeispiel ergibt, kann
die konkrete Ausgestaltung hinsichtlich der Geometrie und Form der Gründung unterschiedlich
sein, wird abhängig vom jeweiligen Einsatzzweck gewählt werden.
Bezugszeichenliste
[0071]
- 1
- Offshorebauwerk
- 2
- Bauwerkabschnitt
- 3
- Gründungsstruktur
- 4
- Sockelelement
- 5
- Basis
- 6
- Vertikalrohr
- 7
- oberes Ende
- 8
- Kiesbett
- 9
- Kolkschutz
- 10
- Stützsäule
- 11
- Tauchleitung
- 12
- Kabelführung
- 13
- Trennwand
- 14
- Ballastraum
- 15
- Hubantrieb
- 16
- Hublitzen
- 17
- Litzenheber
- 18
- Anschlagvorrichtung
- 19
- Montagekonsole
- 20
- Anschlussfläche
- 21
- Dämpferelement
- 22
- oberes Ende
- 23
- Ringanschlussfläche
- 24
- Dämpferelement
- 25
- Ausstülpung
- 26
- Leit- und Gleitelement
- 27
- Aktuator
- 28
- Schleppbühne
- 29
- Zugangsöffnung
- 30
- Gewindestange
- 31
- Haltekonsole
- 32
- Auslegerabschnitt
- 33
- Ringraumdichtung
- 34
- Abdichthaube
- 35
- Gewindebolzen
- 36
- Dichtstrukturen
- 37
- Durchgangsöffnung
- 38
- Durchführungsöffnung
- 40
- Sockelelement
- B
- Bemessungswelle
- D
- Trockendock
- G
- Baugrube
- hE
- Errichtungshöhe
- M
- Meeresgrund
- S
- Schleppschiff
- T
- Transportbarge
- W
- Wasserlinie
1. Verfahren für die Gründung eines mit einem Bauwerkabschnitt in einer vorbestimmten
Errichtungshöhe oberhalb der Wasseroberfläche zu errichtenden Offshorebauwerks mit
folgenden Schritten:
a) Absenken eines Sockelelements mit wenigstens einem fest mit diesem verbundenen
Vertikalrohr, welches in seinem Innern ein relativ zu diesem in seiner Längsrichtung
verlagerbares Säulenelement aufweist, auf den Meeresgrund, so dass ein oberes, offenes
Ende des Vertikalrohrs oberhalb der Wasseroberfläche, jedoch unterhalb der Errichtungshöhe
liegt,
b) Absetzen des in der vorbestimmten Errichtungshöhe zu errichtenden Bauwerkabschnitts
auf dem obere Ende des wenigstens einen Vertikalrohrs,
c) Anheben des Säulenelements und Verlagern desselben relativ zu dem Vertikalrohr,
wobei der in einer vorbestimmten Errichtungshöhe zu errichtende Bauwerkabschnitt auf
einem oberen Ende des Säulenelements ruht, bis der Bauwerkabschnitt die vorbestimmte
Errichtungshöhe erreicht hat,
d) Festlegen des Säulenelementes an dem Vertikalrohr, um ein Absinken des erstgenannten
zu verhindern.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sockelelement als schwimmfähiger Ponton gestaltet ist und zunächst schwimmend
zu der Stelle verbracht wird, an der es abgesenkt werden soll, wobei das Absenken
durch Fluten von Ballasträumen in dem Ponton erfolgt.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf das obere Ende des Vertikalrohrs, auf das der Bauwerkabschnitt in Schritt b)
aufgesetzt wird, zuvor Puffer- bzw. Dämpferelemente aufgesetzt und diese vorzugsweise
nach erfolgtem Anheben des Säulenelements wieder entfernt werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anheben des Säulenelements mittels wenigstens eines Litzenhebers, vorzugsweise
mittels mehrerer entlang des Umfangs des Vertikalrohrs verteilter Litzenheber erfolgt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass während des Anhebens des Säulenelements in Schritt c) eine aktive Umfangsführung
mittels radial an das Säulenelement andrückbarer Gleit- und Führungselemente erfolgt.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Festlegen des Säulenelements relativ zu dem Vertikalrohr lösbar erfolgt, insbesondere
mittels Schraubverbindungen.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach Schritt d) im Bereich des oberen Endes des Vertikalrohrs ein Ringspalt zwischen
dem Vertikalrohr und dem an dessen oberen Ende aus diesem austretenden Säulenelement
wasserdicht abgedichtet wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sockelelement zwei oder mehr fest mit diesem verbundene Vertikalrohre enthält,
in denen jeweils im Innern ein relativ zu dem jeweiligen Vertikalrohr in dessen Längsrichtung
verlagerbares Säulenelement angeordnet ist, wobei in Schritt b) der in der vorbestimmten
Errichtungshöhe zu errichtende Bauwerkabschnitt auf den oberen Enden aller Vertikalrohre
abgesetzt und anschließend in Schritt c) alle Säulenelemente gleichzeitig und derart
abgestimmt angehoben werden, dass der Bauwerkabschnitt austariert in bis zu der Errichtungshöhe
verbracht wird.
9. Gründungssystem, insbesondere Schwerkraft-Gründungssystem, für ein einen in einer
vorbestimmten Errichtungshöhe (h
E) oberhalb des Meeresspiegels (M) zu errichtenden Bauwerkabschnitt (2) aufweisendes
Offshorebauwerk (1) mit
a) einem auf den Meeresgrund (M) absenkbaren Sockelelement (4) und wenigstens einem
mit dem Sockelelement (4) fest verbundenen Vertikalrohr (6), welches bei auf dem Meeresgrund
(M) abgesenktem Sockelelement (4) mit einem oberen Ende (7) oberhalb der Wasseroberfläche
(W), jedoch unterhalb der Errichtungshöhe (hE) liegt,
b) einem in dem Vertikalrohr (6) angeordneten, relativ zu diesem in dessen Längsrichtung
verlagerbaren Säulenelement (10) und
c) Mitteln (17) zum Heben des Säulenelements (10) mit darauf auflastendem Bauwerkabschnitt
(2) bis zu der Errichtungshöhe (hE).
10. Gründungssystem nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch im oberen Bereich des Vertikalrohrs (6) auf der Innenseite an dessen Wand angeordnete
Montagekonsolen (19), durch an einem unteren Abschnitt des Säulenelements (10) angeordnete Anschlagvorrichtungen
(18) sowie durch Litzenheber (17) mit Hublitzen (16) und Litzenantrieben (15) und Mitteln zum vorübergehenden
Verbinden der Hublitzen (16) mit den Anschlagvorrichtungen (18) sowie Mitteln zum
vorübergehenden Festlegen der Litzenantriebe (15) an den Montagekonsolen (19).
11. Gründungssystem nach einem der Ansprüche 9 oder 10, gekennzeichnet durch wenigstens ein auf der oberen Stirnseite (23) des Säulenelementes (10) angeordnetes
Pufferelement (24), insbesondere einen Elastomerpuffer.
12. Gründungssystem nach einem der Ansprüche 9 bis 11, gekennzeichnet durch Verbindungsstrukturen (30) zum lösbaren Verbinden des Säulenelements (10) mit dem
Vertikalrohr (6) und Fixieren des ersteren in seinem angehobenen Zustand.
13. Gründungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Säulenelement (10) ebenfalls rohrförmig ausgebildet ist und dass Revisionszugänge
(29) in das Innere des Vertikalrohrs (6) und des Säulenrohrs (10) vorhanden sind.
14. Gründungssystem nach Anspruch einem der Ansprüche 9 bis 13, gekennzeichnet durch in dem Vertikalrohr (6) angeordnete, radial in dessen Inneres gerichtete und über
den Umfang des Säulenelementes (10) verteilte Leit- und Gleitelemente (26), die insbesondere
mittels Aktuatoren (27) in ihrer auf das Säulenelement (10) gerichteten Andruckkraft
einstellbar sind.
15. Gründungssystem nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Sockelelement (4) wenigstens zwei, vorzugsweise mehr als zwei Vertikalrohre
(6) fest angeordnet sind, die bei abgesenktem und auf dem Meeresgrund (M) aufgesetztem
Sockelelement (4) mit ihren offenen oberen Enden (7) über die Wasseroberfläche (W)
vorstehen, aber unterhalb der Errichtungshöhe (hE) liegen und die mit ihren oberen Enden (7) eine im Wesentlichen horizontale Auflageebene
aufspannen, wobei in jedem der Vertikalrohre (6) je ein in Längsrichtung des jeweiligen
Vertikalrohrs (6) relativ zu diesem verlagerbares Säulenelement (10) angeordnet ist.
16. Gründungssystem nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Sockelelement (4) mit den daran angeordneten Vertikalrohren (6) als schwimmfähiges,
insbesondere pontonartiges, Element mit Ballasträumen (14) ausgebildet ist, welches
durch Füllen der Ballasträume (14) mit einem Ballastmedium, insbesondere Meerwasser,
auf den Meeresgrund (M) absenkbar ist.
17. Gründungssystem nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Sockelelement (4) und die daran angeformten Vertikalrohre (6) einstückig aus
Beton, insbesondere stahlarmiertem Beton, gebildet sind, und dass das Säulenelement
(10) eine äußere Metall-, insbesondere Stahlwand aufweist.
18. Gründungssystem nach einem der Ansprüche 9 bis 16, gekennzeichnet durch Abdichtmittel (33) zum Abdichten des Ringspaltes zwischen der Innenwand des wenigstens
einen Vertikalrohres (6) und der Außenwand des darin angeordneten Säulenelements (10)
am oberen Ende (7) des Vertikalrohrs (6) und in angehobener Position des Säulenelements
(10).
1. Method for laying the foundation of an off-shore construction to be erected with an
edifice section in a preset erection height above the water surface with the following
steps:
a) Lowering a base element with at least one vertical pipe fixedly connected therewith,
which includes in its inside a column element movable relative thereto in its longitudinal
direction, on the seabed so that an upper, open end of the vertical pipe lies above
the water surface, however below the erection height,
b) Descending the construction section to be erected in the pre-established edifice
height on the upper end of said at least one vertical pipe,
c) Raising the column element and moving the same with respect to the vertical pipe,
whereas the construction section to be erected in a pre-established erection height
rests on an upper end of the column element, until the construction section has reached
the pre-established erection height,
d) Fixing the column element to the vertical pipe, to prevent it from sinking.
2. A method of claim 1, characterised in that the base element is designed as a buoyant pontoon and is then floatingly brought
to the position at which it must be lowered, whereas the lowering consists in flooding
ballast chambers in the pontoon.
3. A method as claimed in one of the preceding claims, characterised in that first of all buffer or damping elements are placed on the upper end of the vertical
pipe, on which the construction section is placed in step b) and said are preferably
removed again after completed raising of the column element.
4. A method as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the column element is raised by means of at least one lifting jack, preferably by
means of several lifting jacks distributed along the periphery of the vertical pipe.
5. A method as claimed in one of the preceding claims, characterised in that during the lifting process of the column element in step c) the latter is actively
guided circumferentially by means of sliding and guiding elements which can be pressed
radially to the column element.
6. A method as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the column element was fixed in a detachable way with respect to the vertical pipe,
in particular by means of screw connections.
7. A method as claimed in one of the preceding claims, characterised in that after step b) an annular gap is sealed in a water-tight fashion between the vertical
pipe and the column element coming out therefrom in the region of the upper end of
the vertical pipe.
8. A method as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the base element contains two or more vertical pipes fixedly connected thereto, in
which respectively in the inside a column element which is movable relative to the
respective vertical pipe in its longitudinal direction, whereas in step b) the construction
section to be erected in the pre-established erection height is lowered on the upper
ends of all vertical pipes and then in step c) all column elements are raised simultaneously
and coordinated in such a way that the construction section is counterweighted in
place up to the erection height.
9. A foundation system, in particular a gravity foundation system, for an offshore construction
(1) containing a construction section (2) to be erected in a pre-established erection
height (hE) above the sea level (M) with a base element (4) which can be lowered on
the seabed (M) and at least one vertical pipe (6) fixedly connected to the base element
(4), a vertical pipe which lies on a base element (4) lowered on the seabed (M), with
an upper end (7) above the water surface (W), however below the erection height (hE),
a) with a column element (10) arranged in the vertical pipe (6), which can be moved
with respect to the said in its longitudinal direction and
b) means (17) for raising the column element (10) with construction section (2) bearing
thereon up to the erection height (hE).
10. The foundation system of claim 9, characterised by assembly consoles (19) arranged in the upper area of the vertical pipe (6) on the
inner side on the wall thereof, through stop devices (18) arranged an a lower section
of the column element (10) as well as through lifting jacks (17 with lifting strands
(16) and lifting drives (15) and means for transient connection of the lifting strands
(16) with the stopping devices (18) as well as means for transient fastening of the
lifting drives (15) to the assembly consoles (19).
11. The foundation system according to one of the claims 9 or 10, characterised by at least one buffer element (24) arranged on the upper front side (23) of the column
element (10), in particular an elastomer buffer.
12. The foundation system according to one of the claims 9 to 11, characterised by connection structures (30) for releasable connection of the column element (10) with
the vertical pipe (6) and fastening the first one in its raised condition.
13. The foundation system according to any of the preceding claims, characterised in that the column element (10) is also tubular and that inspection accesses (29) are provided
in the inside of the vertical pipe (6) and of the column pipe (10).
14. The foundation system according to one of the claims 9 to 13, characterised by guiding and sliding elements (26) arranged in the vertical pipe (6), oriented radially
in the inside thereof and distributed over the circumference of the column element
(10), whose pressing force oriented to the column element (10) can be adjusted in
particular by means of actuators (27).
15. The foundation system according to one of the claims 9 to 14, characterised in that least two, preferably more than two vertical pipes (6) are arranged fixedly on the
base element (4), which protrude over the water surface (W) with their open upper
ends (7) when the base element (4) is lowered and placed on the seabed (M), but rest
below the erection height (hE) and which span an essentially horizontal bearing plane
with their upper ends (7), whereas a column element (10) is arranged in each of the
vertical pipes (6), in the longitudinal direction of the respective vertical pipe
(6) and mobile relatively to the latter.
16. The foundation system according to one of the claims 9 to 14, characterised in that the base element (4) including the vertical pipes (6) arranged thereon, is designed
as a buoyant element, in particular in the form of a pontoon, fitted with ballast
spaces (14), which element can be lowered on the seabed (M) by filling the ballast
chambers (14) with a ballast medium, in particular sea water.
17. The foundation system according to one of the claims 9 to 15, characterised in that the base element (4) and the vertical pipes (6) formed thereon, are designed as single
pieces of concrete, in particular steel armoured concrete, and that the column element
(10) presents an external metal wall, in particular a steel wall.
18. The foundation system according to one of the claims 9 to 16, characterised by sealing means (33) for sealing the annular slit between the internal wall of said
at least one vertical pipe (6) and the external wall of the column element (10) arranged
therein at the upper end (7) of the vertical pipe (6) and in raised position of the
column element (10).
1. Procédé de pose de fondations d'un ouvrage en pleine mer à ériger dans une section
d'ouvrage à une hauteur de construction prédéterminée au-dessus de la surface de l'eau,
comprenant les phases suivantes:
a) Descente d'un élément socle contenant au moins un tube vertical fixé à demeure
à celui-ci, présentant un élément colonne mobile dans sa direction longitudinale par
rapport à celui-ci dans sa partie interne, au fond de la mer, pour qu'une extrémité
supérieure ouverte du tube vertical repose au-dessus de la surface de l'eau, mais
cependant au-dessous de la hauteur de construction,
b) Pose de la section d'ouvrage à ériger à la hauteur de construction prédéterminée
sur l'extrémité supérieure dudit au moins un tube vertical,
c) Relevage de l'élément colonne et déplacement de celui-ci par rapport au tube vertical,
où la section d'ouvrage à ériger à une hauteur de construction prédéterminé repose
sur une extrémité supérieure de l'élément colonne, jusqu'à ce que la section d'ouvrage
ait atteint la hauteur de construction prédéterminée,
d) Fixation de l'élément colonne sur le tube vertical pour empêcher l'affaissement
dudit élément.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément socle est conçu comme ponton flottant et amené ensuite de manière flottante
dans la position à laquelle il doit être abaissé, où la descente s'effectue par inondation
de chambres de ballast dans le ponton.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on pose des éléments tampons ou amortisseurs d'abord sur l'extrémité supérieure
du tube vertical, sur lequel on pose la section d'ouvrage à l'étape b), avant de les
retirer de préférence après avoir relevé l'élément colonne.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le relevage de l'élément colonne s'effectue à l'aide d'au moins d'un vérin à traction,
de préférence à l'aide de plusieurs vérins à traction répartis le long de la circonférence
du tube vertical.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on réalise un guidage circonférentiel actif à l'aide d'éléments de glissement et
de guidage pouvant peser radialement contre l'élément colonne pendant le relevage
de l'élément colonne à l'étape c).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la fixation de l'élément colonne est amovible par rapport au tube vertical, en particulier
à l'aide de raccords à vis.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un espace annulaire est hermétiquement scellé et étanche à l'eau entre le tube vertical
et l'élément colonne sortant à l'extrémité supérieure de celui-ci, après l'étape d)
dans la zone de l'extrémité supérieure du tube vertical.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément socle contient deux ou plusieurs tubes verticaux connectés de manière permanente
audit élément socle, dans lequel un élément colonne est disposé respectivement à l'intérieur
et mobile dans ledit tube vertical dans la direction longitudinale de celui-ci, où
la section d'ouvrage à ériger à la hauteur de construction prédéterminé est abaissée
sur l'extrémité supérieure de tous les tubes verticaux à l'étape b) puis tous les
éléments colonnes sont relevés simultanément et adaptés à l'étape c) de telle sorte
que l'on amène la section d'ouvrage à la hauteur de construction avec rééquilibrage.
9. Système de fondation, en particulier système de fondations par gravité, pour ouvrage
en pleine mer (1) présentant une section d'ouvrage (2) à ériger à une hauteur de construction
prédéterminée (hE) au-dessus de la surface de la mer (M) comprenant un élément socle
(4) que l'on peut abaisser au fond de la mer (M) et au moins un tube vertical (6)
fixé à demeure sur l'élément socle (4), qui repose par son extrémité supérieure (7)
au-dessus de la surface de l'eau (W) mais cependant au-dessous de la hauteur de construction
(hE) lorsque l'élément socle est abaissé au fond de la mer (M),
a) avec un élément colonne (10) disposé dans le tube vertical (6), mobile par rapport
à celui-ci dans sa direction longitudinale et
b) des moyens (17) pour relever l'élément colonne (10) avec une section d'ouvrage
(2) pesant sur celui-ci jusqu'à la hauteur de construction (hE).
10. Système de fondation selon la revendication 9, caractérisé par des consoles de montage (19) disposés dans la zone supérieure du tube vertical (6)
sur le côté interne de sa paroi, à l'aide de dispositifs de butée (18) aménagés sur
une section inférieure de l'élément colonne (10) de même que des vérins à traction
(17) et des torons de levage (16) et des entraînements à toron (15) et des moyens
de liaison transitoire des torons de levage (16) avec les dispositifs de butée (18)
de même que des moyens de fixation transitoire des entraînements à toron (15) sur
les consoles de montage (19).
11. Système de fondations selon l'une des revendications 9 ou 10, caractérisé par au moins un élément tampon (24) disposé sur la face frontale supérieure (23) de l'élément
colonne (10), en particulier un tampon élastomère.
12. Système de fondations selon l'une des revendications 9 à 11, caractérisé par des structures de liaison (30) permettant une connexion amovible de l'élément colonne
(10) avec le tube vertical (6) et fixation du premier en condition relevée.
13. Système de fondations selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément colonne (10) est également tubulaire et que des accès de révision (29)
sont prévus à l'intérieur du tube vertical (6) et du tube colonne (10).
14. Système de fondations selon l'une des revendications 9 à 13, caractérisé par des éléments de glissement et de guidage (26) disposés dans le tube vertical (6),
orientés radialement dans sa partie interne et répartis à la circonférence de l'élément
colonne (10), dont la force de pression dirigée vers l'élément colonne (10) est réglable
en particulier à l'aide d'actionneurs (27).
15. Système de fondations selon l'une des revendications 9 à 14, caractérisé en ce qu'au moins deux, de préférence plus de deux tubes verticaux (6) sont fixés à demeure
sur l'élément socle (4), qui dépassent par leurs extrémités ouvertes supérieures (7)
au-dessus de la surface de l'eau (W) lorsque l'élément socle est abaissé et repose
au fond de la mer (M), mais au-dessous de la hauteur de construction (hE) et dont
les extrémités supérieures (7) recouvrent un plan d'appui principalement horizontal,
où un élément colonne (10) mobile respectivement dans la direction longitudinale dudit
tube vertical (6) par rapport à celui, est disposé dans chacun des tubes verticaux
(6).
16. Système de fondations selon l'une des revendications 9 à 14, caractérisé en ce que l'élément socle (4) muni des tubes verticaux (6) disposés sur celui-ci, est conçu
comme élément flottant, en particulier en forme de ponton, avec des chambres de ballast
(14), lequel élément peut être abaissé au fond de la mer (M) par remplissage des chambres
de ballast (14) avec un fluide de ballast, en particulier de l'eau de mer.
17. Système de fondations selon l'une des revendications 9 à 15, caractérisé en ce que l'élément socle (4) et les tubes verticaux (6) formés sur celui-ci, sont d'une seule
pièce en béton, en particulier béton armé d'acier, et que l'élément colonne (10) présente
une paroi externe métallique, en particulier une paroi en acier.
18. Système de fondations selon l'une des revendications 9 à 16, caractérisé par des moyens d'étanchéité (33) pour sceller l'espace annulaire entre la paroi interne
dudit au moins tube vertical (6) et la paroi externe de l'élément colonne (10) disposé
dans celui-ci à l'extrémité supérieure (7) du tube vertical (6) et dans la position
relevée de l'élément colonne (10).