(57) Die Erfindung betrifft ein Schloss mit einem Riegel, der von einem Schliesszylinder
vor- und zurückschliessbar ist, wobei das Schliessglied des Schliesszylinders in eine
Öffnung eines ringabschnittförmigen Drehübertragungsgliedes eingreift, welches eine
erste Anschlagschulter ausbildet, an der das Schliessglied angreift, um eine Riegelvorschlussbewegung
auf den Riegel zu übertragen und welches eine zweite, der ersten gegenüberliegende
Anschlagschulter ausbildet, um eine Riegelrückschlussbewegung auf den Riegel zu übertragen,
wobei die beiden Anschlagschultern (101, 102) von zwei verschiedenen, um eine gemeinsame
Achse drehbare, das Drehübertragungsglied bildenden Bogenstücken (92, 93) gebildet
sind. Um ein solches Schloss mit beliebigen Zylindern mit und ohne Freigang versehen
zu können ist vorgesehen, dass die beiden Bogenstücke (92, 93) jeweils einen Arm (96,
100) ausbilden, die zum Riegelvorschluss oder zum Riegelrückschluss an einem Schieber
(8) angreifen, wobei das vorschliessende Bogenstück (92) und das rückschliessende
Bogenstück (93) jeweils ihren Anschlagschultern (101) gegenüberliegende Gegenschultern
(102) aufweisen und die Winkelabstände von Anschlagschultern (101) und Gegenschultern
(102) etwa gleich sind und einen Drehfreigang für das Schliessglied (103) des Schliesszylinders
(10) ausbilden, wobei der Drehfreigang derartig bemessen ist, dass bei abgezogenem
Schlüssel des Schliesszylinders (10) die Bogenstücke (92, 93) ihre jeweiligen Betätigungsausgangslagen
einnehmen können, so dass der Schieber (8) ohne Verdrehen der Bogenstücke (92, 93)
zwischen seiner Sperrstellung und seiner Freigabestellung verlagerbar ist.
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