[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schalldämpfer für eine Abgasanlage einer
Brennkraftmaschine, insbesondere eines Kraftfahrzeugs. Die Erfindung betrifft weiterhin
eine Abgasanlage mit einem solchen Schalldämpfer sowie eine Brennkraftmaschine mit
einer solchen Abgasanlage.
[0002] Schalldämpfer umfassen üblicherweise ein Gehäuse, welches ein Schalldämpfervolumen
umschließt, sowie zumindest ein Einlassrohr und wenigstens ein Auslassrohr. Über das
Einlassrohr und das Auslassrohr ist der Schalldämpfer dann fluidisch an die übrige
Abgasanlage anschließbar. Der Schalldämpfer kann außerdem zumindest ein Halteelement
aufweisen, mit dem der Schalldämpfer an einer Haltestruktur, beispielsweise der Brennkraftmaschine
eines Kraftfahrzeugs, befestigt werden kann. Bei Fahrzeuganwendungen ist es üblich,
die Abgasanlage entlang eines Unterbodens des Kraftfahrzeugs zu verlegen. Da im Unterbodenbereich
nur vergleichsweise wenig Einbauraum zur Verfügung steht, können Schalldämpfer vergleichsweise
flach konzipiert werden, wobei ihr Gehäuse dann zumindest einen ebenen Wandbereich
aufweisen kann, welcher im montierten Zustand beispielsweise dem Unterboden des Kraftfahrzeugs
oder auch einer Fahrbahn zugewandt ist.
[0003] Zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs des den Schalldämpfer verwendenden Kraftfahrzeugs
kann es sinnvoll sein, das Fahrzeuggewicht so weit wie möglich zu reduzieren. Folglich
gibt es auch für den in einem Kraftfahrzeug verbauten Schalldämpfer einen Bedarf,
diesen möglichst leicht und folglich mit reduzierten Wandstärken herzustellen. Hierbei
sind Gehäuse problematisch, die wie oben erläutert zumindest einen ebenen Wandbereich
besitzen. Denn je geringer die Wandstärke eines solchen ebenen Wandbereichs ist, desto
größer ist die Neigung zur Schwingungsanregung, was zu störenden Geräuschen im Betrieb
des Schalldämpfers sowie zu Beschädigungen, insbesondere mechanischer Befestigungsstellen,
führen kann.
[0004] Vor diesem Hintergrund offenbart die
GB 2 352 480 A einen Schalldämpfer mit einer Sandwichplatte.
[0005] Die
WO 2012/055949 A1 behandelt einen Schalldämpfer, der ein Gehäuse mit einer Sandwichplatte aufweist,
die einen Teil eines Gehäusemantels bildet.
[0006] Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für einen Schalldämpfer
der eingangs genannten Art eine verbesserte Ausführungsform bereitzustellen, die sich
insbesondere zur Realisierung einer Leichtbauweise eignet. Dieses Problem wird erfindungsgemäß
durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen
sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0007] Der erfindungsgemäße Schalldämpfer weist eine Sandwichplatte auf, wobei diese Sandwichplatte
einen Teil eines Gehäusemantels des Gehäuses des Schalldämpfers ausbildet. Der Schalldämpfer
weist ferner eine selbsttragende Tragstruktur auf, welche wiederum eine Rohranordnung
umfasst, die wenigstens teilweise in dem Gehäuse-Innenraum angeordnet ist. Diese Rohranordnung
kann beispielsweise eine Abgas-Zuführungsleitung und eine Abgas-Abführungsleitung
umfassen, mittels welcher Abgas aus einer Abgasanlage einer Brennkraftmaschine einschließlich
des zu bedämpfenden Schalls dem Schalldämpfer zugeführt und aus diesem wieder abgeführt
werden kann. Mittels des erfindungsgemäßen Schalldämpfers können sowohl Kräfte als
auch mechanische Biegemomente, welche von Abgasanlage der Brennkraftmaschine oder
auch der Brennkraftmaschine selbst erzeugt werden, von der Rohranordnung aufgenommen
und durch den Schalldämpfer hindurchgeleitet werden.
[0008] Auf diese Weise kann eine unerwünschte Einleitung solcher Kräfte bzw. mechanischer
Biegemomente in das eigentliche Gehäuse des Schalldämpfers vermieden werden, so dass
dieses wiederum entsprechend dünnwandig ausgelegt werden kann. Mittels der selbsttragenden
Tragstruktur kann die Rohranordnung dabei mechanisch stabil in dem Gehäuse des Schalldämpfers
abgestützt werden.
[0009] Von einer Zuführungsleitung der Rohranordnung dem Schalldämpfer zugeführte Kräfte
bzw. Drehmomente werden also unmittelbar über die selbsttragende Tragstruktur an eine
Abführungsleitung der Rohranordnung übertragen und somit wieder aus dem Schalldämpfer
abgeführt, ohne dass das Gehäuse des Schalldämpfers selbst diese Kräfte aufnehmen
muss. Zur Anbindung des Schalldämpfers an einen Unterboden eines Kraftfahrzeugs kann
die erfindungsgemäße Sandwichplatte verwendet werden, welche zur optimalen Befestigung
des Schalldämpfers an dem Unterboden flach ausgebildet ist und dennoch eine sehr hohe
mechanische Stabilität aufweist. Somit lässt sich der erfindungsgemäße Schalldämpfer
auch in dem in einem Kraftfahrzeug üblicherweise räumlich stark begrenzten Bauraum
montieren und, falls erforderlich, hierfür entsprechend flach ausbilden. Da sich die
Sandwichplatte aus mehreren (beispielweise 4 bis 5) einzelnen Blechwand-Lagen zusammensetzt,
wobei jede solche Blechwand-Lage eine Dicke von ca. 0,1 mm aufweisen kann, ist das
Gesamtgewicht einer solchen Sandwichplatte gegenüber herkömmlichen Blechwänden mit
einer Blechwand-Dicke von ca. 1,5 mm deutlich reduziert und somit zur Aussteifung
von großen Flächen besonders geeignet. Durch den Einsatz von Sandwichplatten in Schalldämpfern
(anstelle von herkömmlichen Blechwänden) lässt sich also eine erhebliche Gewichtsersparnis
erzielen. Der erfindungsgemäße Schalldämpfer kann folglich in Leichtbauweise hergestellt
werden, wobei gleichzeitig sichergestellt ist, dass die für die Aufnahme und Übertragung
von dem Schalldämpfer zugeführten Kräften bzw. mechanischen Biegemomenten notwendige
mechanische Stabilität vorhanden ist.
[0010] Erfindungsgemäß umfasst die selbsttragende Tragstruktur wenigstens einen Zwischenboden.
Ein solcher Zwischenboden kann zur Abstützung der Rohranordnung an der selbsttragenden
Tragstruktur verwendet werden und somit die mechanische Stabilität des Schalldämpfers
weiter verbessern.
[0011] Erfindungsgemäß ist die Sandwichplatte Teil der selbsttragenden Tragstruktur. Dies
ermöglicht eine besonders gute Übertragung von dem Schalldämpfer zugeführten Kräften
bzw. Drehmomenten über die selbsttragende Tragstruktur, beispielsweise an eine Abführungsleitung
der Rohranordnung.
[0012] Erfindungsgemäß umfasst der Schalldämpfer eine Mantelhaube, welche die Sandwichplatte
zu dem Gehäusemantel des Gehäuses des erfindungsgemäßen Schalldämpfers komplettiert.
Dies bedeutet, dass das gesamte Gehäuse des Schalldämpfers durch die Sandwichplatte
und eine solche Mantelhaube gebildet wird. Dies ermöglicht einen mechanisch stabilen
und dennoch technisch sehr einfach herzustellenden Schalldämpfer, so dass die Herstellungskosten
eines solchen Schalldämpfers relativ gering gehalten werden können.
[0013] In einer weiterbildenden Ausführungsform kann daran gedacht sein, dass der Schalldämpfer
einen ersten und einen zweiten Endboden aufweist, welche den Gehäusemantel zu dem
Gehäuse komplettieren. Hierzu kann der erste bzw. zweite Endboden jeweils mit dem
Gehäusemantel verklebt, verlötet oder verschweißt sein, so dass der Gehäusemantel
mit den beiden Endböden ein gasdichtes Gehäuse ausbildet. Da auch den beiden Endböden
keine tragende Funktion zukommt, können auch diese vorzugsweise als dünne Blechwände
ausgebildet sein. In einer besonders einfach herzustellenden und auch besonders leichtgewichtigen
Ausführungsform kann die Mantelhaube integral mit dem ersten oder/und mit dem zweiten
Endboden verbunden sein. Dies bedeutet, dass die Mantelhaube sowie der erste und zweite
Endboden ein einziges Werkstück ausbilden, welches in der Art einer Haube mit der
Sandwichplatte verbunden und insbesondere dieser verschweißt werden kann. Die mit
dem ersten und zweiten Endboden integral verbundene Mantelhaube kann dabei in der
Art einer Schale ausgebildet sein.
[0014] Um eine mechanisch besonders stabile Befestigung der Mantelhaube an der Sandwichplatte
sicherstellen zu können, kann in einer besonders bevorzugten Ausführungsform die Mantelhaube
in einem Längsschnittsprofil des Schalldämpfers zwei Randabschnitte zur Anbringung
an der wenigstens einen Sandwichplatte aufweisen, welche nach außen, vom Gehäuse-Innenraum
des Schalldämpfers weg, oder nach innen, zum Gehäuse-Innenraum hin, abstehen.
[0015] Für die effektive Einleitung des von dem erfindungsgemäßen Schalldämpfer zu bedämpfenden
Schalls kann der erste oder/und zweite Endboden des Schalldämpfers jeweils eine erste
bzw. zweite Durchgangsöffnung aufweisen. Die Rohanordnung kann dabei wenigstens einen
Zuleitungs- und ein Ableitungsrohr mit einer Zuleitungs- bzw. Ableitungsöffnung umfassen,
welche durch die erste bzw. zweite Durchgangsöffnung von außen in den Gehäuse-Innenraum
durchgeführt sind, derart, dass die Zuleitungs- bzw. Ableitungsöffnung in der wenigstens
einen Kammer des Schalldämpfers angeordnet ist.
[0016] Um die mechanische Stabilität des erfindungsgemäßen Schalldämpfers weiter zu erhöhen,
so dass dieser besonders hohe in den Schalldämpfer eingeleitete Kräfte bzw. Biegemomente
aufnehmen kann, kann der wenigstens eine Zwischenboden einen ersten und einen zweiten
Endabschnitt aufweisen, wobei sich der erste Endabschnitt dann an der ersten Sandwichplatte
und der zweite Endabschnitt an der weiteren Sandwichplatte oder an der Mantelhaube
abstützen kann. In dem Zwischenboden kann in einem zwischen den beiden Endabschnitten
angeordneten Bereich wenigstens eine Durchgangsöffnung vorgesehen sein, durch welche
das wenigstens eine Zuleitungs- oder Ableitungsrohr durchgeführt sein kann. Auf diese
Weise kann das Zuleitungs- bzw. Ableitungsrohr mechanisch besonders stabil in dem
Schalldämpfer abgestützt werden.
[0017] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann der wenigstens eine Zwischenboden
eine zusätzliche Sandwichplatte (zusätzlich zu der ersten und zweiten Sandwichplatte)
sein. In diesem Fall kann mittels der zusätzlichen Sandwichplatte eine besonders hohe
mechanische Stabilität in dem erfindungsgemäßen Schalldämpfer erzielt werden. Alternativ
kann der wenigstens ein Zwischenboden auch eine Blechwand sein. Diese Variante ist
insbesondere dann vorzuziehen, wenn die mechanische Stabilität nicht mittels des Zwischenbodens
wesentlich erhöht werden muss, so dass die Blechwand beispielsweise als reine Trennwand
zur Auftrennung der Kammer in dem Gehäuse-Innenraum in eine erste und zweite Unterkammer
dienen kann, mittels welcher in den Schalldämpfer eingeleiteter Schall besonders gut
gedämpft werden kann.
[0018] In einer besonders einfachen und kostengünstig herzustellenden Ausführungsform kann
die Sandwichplatte mit der weiteren Sandwichplatte bzw. der Mantelhaube mittels Verschweißen,
Verkleben oder Verlöten verbunden sein.
[0019] Um die Sandwichplatte besonders gut an der Mantelhaube befestigen zu können, kann
die wenigstens eine Sandwichplatte in einem Längsschnittprofil des Schalldämpfers
einen bezüglich der Längsrichtung ersten und zweiten Endabschnitt aufweisen, in welchem
eine Wanddicke der Sandwichplatte einen geringeren Wert aufweist als in einem zwischen
den beiden Endabschnitten angeordneten Bereich der Sandwichplatte. Die Sandwichplatte
kann dann an den beiden Endabschnitten mit zu diesen beiden Endabschnitten komplementären
Randabschnitten der Mantelhaube vernietet sein.
[0020] Die Erfindung betrifft des Weiteren eine Abgasanlage, insbesondere für eine Brennkraftmaschine
eines Kraftfahrzeugs, mit einem Abgas-Abführungsrohr zum Abführen von Abgas aus der
Abgasanlage sowie mit einem Schalldämpfer mit einem oder mehreren der vorhergehend
genannten Merkmale. Die Rohranordnung des Schalldämpfers kann dabei ein fluidisch
mit dem Abgas-Abführungsrohr verbundenes Zuführungsrohr aufweisen.
[0021] Die vorliegende Erfindung betrifft des Weiteren eine Brennkraftmaschine mit einem
Brennraum sowie einer Abgasanlage mit einem oder mehreren der vorhergehend genannten
Merkmale, wobei der Brennraum der Brennkraftmaschine mittels eines Verbindungsrohrs
fluidisch mit der Abgasanlage verbunden sein kann.
[0022] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0023] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt
und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
[0024] Es zeigen, jeweils schematisch:
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Schalldämpfers in einer Längsschnittansicht,
- Fig. 2
- den Schalldämpfer der Figur 1 in einer Seitenansicht,
- Fig. 3
- eine nicht zur Erfindung gehörige Variante des Ausführungsbeispiels der Figur 1,
- Fig. 4
- eine Schnittansicht des Schalldämpfers der Figur 3 gemäß der Linie IV-IV,
- Fig. 5
- eine Schnittansicht des Schalldämpfers der Figur 3 gemäß der Linie V-V,
- Fig. 6
- eine Teilansicht der Figur 1,
- Fig. 7
- eine Variante der Figur 6,
- Fig. 8
- den erfindungsgemäßen Schalldämpfer als Teil einer Abgasanlage bzw. einer Brennkraftmaschine
in einer grobschematischen Darstellung.
[0025] In den Figuren 1 und 2 ist ein erfindungsgemäßer Schalldämpfer dargestellt und mit
1 bezeichnet. Die Figur 1 zeigt den Schalldämpfer 1 dabei in einer Längsschnittansicht,
die Figur 2 in einer Seitenansicht.
[0026] Der Schalldämpfer 1 umfasst ein Gehäuse 2, welches einen sich in eine Umfangsrichtung
U des Gehäuses erstreckenden Gehäusemantel 3 aufweist. Der Schalldämpfer 1 umfasst
ferner einen wenigstens eine Kammer 8 aufweisenden Gehäuse-Innenraum 4, welcher von
dem Gehäuse 2 umschlossen ist, sowie eine selbsttragende Tragstruktur 5 und eine Sandwichplatte
6. Die Sandwichplatte 6 bildet dabei einen Teil des Gehäusemantels 3 aus. Die selbsttragende
Tragstruktur 5 umfasst eine Rohranordnung 7, welche teilweise in dem Gehäuse-Innenraum
4 angeordnet ist. Der Schalldämpfer 1 umfasst ferner eine Mantelhaube 9, welche die
erste Sandwichplatte 6 zum Gehäusemantel 3 komplettiert (vgl. Figur 2). Die Sandwichplatte
6 kann mit der Mantelhaube 9 mittels Verschweißen, Verkleben oder Verlöten verbunden
sein.
[0027] Betrachtet man die Darstellung der Figur 2, so erkennt man, dass die Mantelhaube
9 aufgrund ihrer schalenartigen Ausbildung die Sandwichplatte 6 nicht nur zu dem Gehäusemantel
3, sondern zu dem gesamten Gehäuse 2 komplettiert. Dies bedeutet insbesondere, dass
zur Komplettierung des Gehäusemantels 3 keine zusätzlichen Endböden erforderlich sind,
was den Aufbau und damit die Herstellung des erfindungsgemäßen Schalldämpfers 1 stark
vereinfacht. In einer alternativen Betrachtungsweise kann man die Mantelhaube 9 auch
als integral mit einem ersten und zweiten Endboden verbunden ansehen.
[0028] In einer in der Figur 3 gezeigten, nicht zur Erfindung gehörigen Variante des Ausführungsbeispiels
der Figur 1 kann der Schalldämpfer 1' alternativ zu der Mantelhaube 9 eine weitere
Sandwichplatte 10', welche Teil der selbsttragenden Tragstruktur ist, sowie eine erste
und eine zweite Blechwand 11', 12' umfassen. Diese komplettieren dann zusammen die
erste Sandwichplatte 6' zu dem Gehäusemantel 3'. Die Figur 4 zeigt den Schalldämpfer
1' der Figur 3 gemäß der Schnittlinie IV, und die Figur 5 zeigt den Schalldämpfer
1' gemäß der Schnittlinie V.
[0029] Die Sandwichplatte 6' und die weitere Sandwichplatte 10' sowie die erste und zweite
Blechwand 11', 12' können in dem Querschnittsprofil des Schalldämpfers 1' vorzugweise
im Wesentlichen gegenüberliegend zueinander angeordnet sein. Grundsätzlich sind in
weiteren Varianten aber auch andere Anordnungs-Geometrien vorstellbar.
[0030] In der Variante gemäß den Figuren 3 bis 5, die nicht die Erfindung wiedergibt, bilden
die erste und zweite Blechwand 11', 12' gleichzeitig auch einen ersten und einen zweiten
Endboden 13', 14' aus, welche den Gehäusemantel 3' zu dem Gehäuse 2' komplettieren,
d.h. die Blechwände 11', 12' und die Endböden 13', 14' sind integral miteinander verbunden
und bilden eine rahmenartige Struktur in der Art eines umlaufenden U-Profils (vgl.
Fig. 4 und 5) aus. In einer Variante können die Blechwände 11', 12' und die Endböden
13', 14' aber auch jeweils separat ausgebildet und miteinander verschweißt sein. Die
Endböden 13', 14' bzw. die Blechwände 11', 12' können mit den Sandwichplatten 6',
10' verklebt oder verlötet sein.
[0031] Betrachtet man nun wieder die Darstellung der Figuren 1 und 2, so erkennt man, dass
der Mantelboden 9 eine erste bzw. zweite Durchgangsöffnung 15, 16 aufweist, und dass
die Rohrstruktur 7 des Schalldämpfers 1 ein Zuleitungs- und ein Ableitungsrohr 17,
18 mit einer Zuleitungs- bzw. Ableitungsöffnung 19, 20 umfasst, welche durch die erste
bzw. zweite Durchgangsöffnung 15, 16 von außen in den Gehäuse-Innenraum 4 durchgeführt
sind. Die Zuleitungs- bzw. Ableitungsöffnung 19, 20 ist dabei in der Kammer 8 angeordnet.
Entsprechendes gilt mutatis mutandis für die Variante des Ausführungsbeispiels gemäß
den Figuren 3 bis 5. In diesem Fall kann die erste bzw. zweite Durchgangsöffnung 15',
16' in dem ersten bzw. zweiten Endboden 13', 14' vorgesehen sein (vgl. Fig. 3).
[0032] Zur weiteren Verbesserung der mechanischen Stabilität kann der Schalldämpfer 1, 1'
wie in den Figuren 1, 3 und 5 gezeigt zwei Zwischenböden 21, 21' mit jeweils einem
ersten und einem zweiten Endabschnitt 22, 23, 22', 23' aufweisen, wobei sich der erste
Endabschnitt 22, 22' an der ersten Sandwichplatte 6, 6' und der zweite Endabschnitt
23, 23', an der an der Mantelhaube 9 (vgl. Fig. 1) oder an der zweiten Sandwichplatte
10' (vgl. Fig. 4) abstützt. Die Zwischenböden 21, 21' können mit den Sandwichplatten
6, 6', 10', verklebt oder verlötet und mit der Mantelhaube 9, mit den Blechwänden
11', 12' und mit den Endböden 13, 14' verschweißt sein.
[0033] In den beiden Zwischenböden 21, 21' sind in einem zwischen dem ersten und zweiten
Endabschnitt angeordneten Bereich Durchgangsöffnungen 24, 24' vorgesehen, durch welche
das Zuleitungs- bzw. Ableitungsrohr 17, 18, 17', 18' durchgeführt sind. Es ist klar,
dass in Varianten auch eine andere Anzahl an Zwischenböden in dem Schalldämpfer 1,1'
vorgesehen sein kann.
[0034] In der Darstellung der Figuren 1, 3 und 5 sind die Zwischenböden 21, 21' als dünne
Blechwände ausgebildet. Je nachdem, welche zusätzliche mechanische Versteifung mittels
der zusätzlichen Zwischenböden 21, 21' erzielt werden soll, können diese grundsätzlich
entweder als mechanisch besonders stabile Sandwichplatte oder als besonders kostengünstig
herzustellende dünne Blechwand ausgebildet sein. Auch Kombinationen, derart, dass
einzelne Zwischenböden 21, 21' als dünne Blechwand und weitere Zwischenböden 21, 21'
als Sandwichplatten ausgebildet sind, sind vorstellbar.
[0035] In Varianten des Ausführungsbeispiels können die wenigstens eine Sandwichplatte 6,
6' oder/und der wenigstens eine Zwischenboden 21, 21' Teil der selbsttragenden Tragstruktur
5 sein.
[0036] Aus der Darstellung der Figur 1 lässt sich entnehmen, dass die Mantelhaube 9 zur
besonders stabilen Befestigung an der Sandwichplatte 6 in einem Längsschnittprofil
des Schalldämpfers 1 zwei Randabschnitte 25 aufweisen kann, welche nach außen, vom
Gehäuse-Innenraum 4 weg, abstehen. In einer alternativen Variante können die Randabschnitte
25 selbstverständlich auch nach innen, zum Gehäuse-Innenraum 4 hin, abstehen.
[0037] Alternativ oder zusätzlich kann die Sandwichplatte 6, 6' in dem Längsschnittprofil
des Schalldämpfers 1 einen bezüglich einer Längsrichtung L des Schalldämpfers 1 ersten
und zweiten Endabschnitt 26 aufweisen, in welchem eine Wanddicke D der Sandwichplatte
6 einen geringeren Wert D
1 aufweist als in einem zwischen den beiden Endabschnitten 26 angeordneten Bereich
der Sandwichplatte 6. Dies ist grobschematisch in der Darstellung der Figur 6 dargestellt,
welche die Sandwichplatte 6 mit einem Endabschnitt 26 zeigt. In einer Variante können
die Endabschnitte 26 auch als Falzabschnitte ausgebildet sein, welche die Randabschnitte
25 der Mantelhaube 9 umgreifen. Dies ist grobschematisch in der Figur 7 gezeigt. Im
Bereich der Endabschnitte 26 kann dann die Mantelhaube 9 an der Sandwichplatte 6 zusätzlich
mittels Verkleben oder Verlöten befestigt sein. Alternativ ist es selbstverständlich
auch vorstellbar, dass die Randabschnitte 25 der Mantelhaube 9 als Falzabschnitte
ausgebildet sind, welche die Endabschnitte 26 der Sandwichplatte 6 umgreifen.
[0038] Wie sich der Darstellung der Figur 6 entnehmen lässt, kann die Sandwichplatte 6 zum
Zwecke einer besonders stabilen Befestigung mit der Mantelhaube 9 im Bereich 25 bzw.
26 vernietet sein (vgl. Bezugszeichen 32 in der Figur 6).
[0039] In der grobschematischen Darstellung der Figur 8 ist gezeigt, dass der Schalldämpfer
1 Teil einer Abgasanlage 27, insbesondere für eine Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs,
sein kann, welche wiederum mit einem Abgas-Abführungsrohr 30 zum Abführen von Abgas
aus der Abgasanlage 27 ausgestattet sein kann. Das Abgas-Abführungsrohr 30 ist dabei
mit dem Zuleitungsrohr 17 des Schalldämpfers 1 fluidisch verbunden. Die Abgasanlage
27 wiederum kann Teil einer Brennkraftmaschine 28 mit einem Brennraum 29 sein, wobei
der Brennraum 29 der Brennkraftmaschine 28 mittels eines Verbindungsrohrs 31 fluidisch
mit der Abgasanlage 27 verbunden ist.
1. Schalldämpfer (1) für eine Abgasanlage einer Brennkraftmaschine, insbesondere eines
Kraftfahrzeugs,
- mit einem Gehäuse (2), welches einen sich in eine Umfangsrichtung (U) des Gehäuses
(2) erstreckenden Gehäusemantel (3) aufweist,
- mit einer Sandwichplatte (6), welche einen Teil des Gehäusemantels (3) ausbildet,
- mit einem wenigstens eine Kammer (8) aufweisenden Gehäuse-Innenraum (4), welcher
von dem Gehäuse (2) umschlossen ist,
- mit einer selbsttragenden Tragstruktur (5), welche eine wenigstens teilweise in
dem Gehäuse-Innenraum (4) angeordnete Rohranordnung (7) umfasst,
- wobei die selbsttragende Tragstruktur (5) wenigstens einen Zwischenboden (21) umfasst,
- die wenigstens eine Sandwichplatte (6) Teil der selbsttragenden Tragstruktur (5)
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schalldämpfer (1) eine Mantelhaube (9) umfasst, welche die Sandwichplatte (6)
zum Gehäusemantel (3) komplettiert.
2. Schalldämpfer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Mantelhaube (9) in einem Längsschnittprofil des Schalldämpfers (1) zwei Randabschnitte
(25) zur Anbringung an der wenigstens einen Sandwichplatte (6) aufweist, welche nach
außen, vom Gehäuse-Innenraum (4) weg, oder nach innen, zum Gehäuse-Innenraum (4) hin,
abstehen.
3. Schalldämpfer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der wenigstens eine Zwischenboden (21) eine zusätzliche Sandwichplatte oder eine Blechwand
ist.
4. Schalldämpfer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die wenigstens eine Sandwichplatte (6) in einem Längsschnittprofil des Schalldämpfers
(1) einen bezüglich der Längsrichtung (L) ersten und zweiten Endabschnitt aufweist
(26), in welchem eine Wanddicke (D) der Sandwichplatte (6) einen geringeren Wert (D1) aufweist als in einem zwischen den beiden Endabschnitten (26) angeordneten Bereich
der Sandwichplatte (6),
- die wenigstens eine Sandwichplatte (6) an den beiden Endabschnitten (26) mit zu
diesen beiden Endabschnitten (26) komplementären Randabschnitten (25) der Mantelhaube
(9) vernietet ist.
5. Abgasanlage (27), insbesondere für eine Brennkraftmaschine (28) eines Kraftfahrzeugs,
- mit einem Abgas-Abführungsrohr (30) zum Abführen von Abgas aus der Abgasanlage (27),
- mit einem Schalldämpfer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
- wobei die Rohranordnung (7) ein fluidisch mit dem Abgas-Abführungsrohr (30) verbundenes
Zuführungsrohr (17) aufweist.
6. Brennkraftmaschine (28),
- mit einem Brennraum (29),
- mit einer Abgasanlage (27) nach Anspruch 5,
- wobei der Brennraum (29) mittels eines Verbindungsrohrs (31) fluidisch mit der Abgasanlage
(27) verbunden ist.
1. A silencer (1) for an exhaust system of an internal combustion engine, in particular
of a motor vehicle, the silencer (1) comprising:
- a housing (2) which comprises a housing shell (3) extending in a circumferential
direction (U) of the housing (2),
- a sandwich plate (6), which forms part of the housing shell (3),
- a housing interior space (4) comprising at least one chamber (8), which is enclosed
by the housing (2),
- a self-supporting support structure (5) which comprises a pipe arrangement (7) at
least partially arranged in the housing interior space (4),
- wherein the self-supporting support structure (5) comprises at least one intermediate
floor (21),
- wherein the at least one sandwich plate (6) is part of the self-supporting support
structure (5),
characterized in that
- the silencer (1) comprises a shell hood (9) which completes the sandwich plate (6)
to form the housing shell (3).
2. The silencer (1) according to claim 1,
characterized in that
the shell hood (9) in a longitudinal section profile of the silencer (1) comprises
two marginal portions (25) for attaching to the at least one sandwich plate (6), which
project to the outside, away from the housing interior space (4), or to the inside,
towards the housing interior space (4).
3. The silencer (1) according to any one of preceding claims,
characterized in that the at least one intermediate floor (21) is an additional sandwich plate or a sheet
metal wall.
4. The silencer (1) according to any one of the preceding claims,
characterized in that
- the at least one sandwich plate (6) in a longitudinal section profile of the silencer
(1) comprises an with respect to the longitudinal direction (L) first and second end
portion (26), in which a wall thickness (D) of the sandwich plate (6) has a lower
value (D1) than in a region of the sandwich plate (6) arranged between the two end portions
(26),
- the at least one sandwich plate (6) on the two end portions (26) is riveted to the
marginal portions (25) of the shell hood (9) which is complementary to these two end
portions (26).
5. An exhaust gas system (27), in particular for an internal combustion engine (28) of
a motor vehicle, comprising:
- an exhaust gas discharge pipe (30) for discharging exhaust gas from the exhaust
gas system (27),
- a silencer (1) according to any one of the preceding claims,
- wherein the pipe arrangement (7) comprises a feed pipe (17) which is fluidically
connected to the exhaust gas discharge pipe (30).
6. An internal combustion engine (28), comprising:
- a combustion chamber (29),
- an exhaust gas system (27) according to Claim 5,
- wherein the combustion chamber (29) is fluidically connected to the exhaust gas
system (27) by means of a connecting pipe (31).
1. Silencieux (1) pour une installation de gaz d'échappement d'un moteur à combustion
interne, en particulier d'un véhicule automobile,
- comprenant un carter (2), qui présente une enveloppe de carter (3) s'étendant dans
une direction périphérique (U) du carter (2),
- comprenant un panneau sandwich (6), qui forme une partie de l'enveloppe de carter
(3),
- comprenant une chambre intérieure de carter (4) présentant au moins une enceinte
(8), laquelle est entourée du carter (2),
- comprenant une structure porteuse (5) autoportante, qui comprend un ensemble de
tuyaux (7) disposé au moins en partie dans la chambre intérieure de carter (4),
- la structure porteuse (5) autoportante comprenant au moins un fond intermédiaire
(21),
- le panneau sandwich (6) au moins au nombre de un faisant partie de la structure
porteuse (5) autoportante,
caractérisé en ce
que le silencieux (1) comprend un capot d'enveloppe (9), qui complète le panneau sandwich
(6) pour former une enveloppe de carter (3).
2. Silencieux (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que le capot d'enveloppe (9) présente, dans un profil de coupe longitudinale du silencieux
(1), deux sections de bord (25) destinées à être installées au niveau du panneau sandwich
(6) au moins au nombre de un, lesquelles font saillie vers l'extérieur, de manière
à s'éloigner de la chambre intérieure de carter (4), ou vers l'intérieur, en direction
de la chambre intérieure de carter (4).
3. Silencieux (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que le fond intermédiaire (21) au moins au nombre de un est un panneau sandwich supplémentaire
ou une paroi de tôle.
4. Silencieux (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
- que le panneau sandwich (6) au moins au nombre de un présente, dans un profil de coupe
longitudinale du silencieux (1), une première et une deuxième section d'extrémité
(26) par rapport à la direction longitudinale (L), dans laquelle une épaisseur de
paroi (D) du panneau sandwich (6) présente une valeur (D1) inférieure à celle d'une zone, disposée entre les deux sections d'extrémité (26),
du panneau sandwich (6),
- en ce que le panneau sandwich (6) au moins au nombre de un est assemblé par rivetage,
au niveau des deux sections d'extrémité (26), aux sections de bord (25), complémentaires
desdites deux sections d'extrémité (26), du capot d'enveloppe (9).
5. Installation de gaz d'échappement (27), en particulier pour un moteur à combustion
interne (28) d'un véhicule automobile,
- comprenant un tuyau d'évacuation des gaz d'échappement (30) servant à évacuer des
gaz d'échappement hors de l'installation de gaz d'échappement (27),
- comprenant un silencieux (1) selon l'un quelconque des revendications précédentes,
- l'ensemble de tuyaux (7) présentant un tuyau d'amenée (17) raccordé de manière fluidique
au tuyau d'évacuation des gaz d'échappement (30).
6. Moteur à combustion interne (28),
- comprenant une chambre de combustion (29),
- comprenant une installation de gaz d'échappement (27) selon la revendication 5,
la chambre de combustion (29) étant raccordée de manière fluidique à l'installation
de gaz d'échappement (27) au moyen d'un tuyau de raccordement (31).