[0001] Die Erfindung betrifft ein Schloss für eine Klappe oder eine Tür mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des Anspruchs 1. Bei der Tür oder Klappe kann es sich um eine Tür
oder Klappe eines Kraftfahrzeugs oder eines Gebäudes handeln.
[0002] Das eingangs genannte Schloss umfasst ein Gesperre mit einer Drehfalle und mindestens
einer Sperrklinke, mit der die Drehfalle in einer Schließstellung verrastet werden
kann. Das Gesperre wird an einer in der Regel aus Metall bestehenden Schlossplatte
oder einem in der Regel aus Metall bestehenden Schlosskasten angebracht. Üblicherweise
umfasst ein solches Schloss darüber hinaus ein Schlossgehäuse, welches in der Regel
aus Kunststoff besteht und welches Komponenten des Schlosses nach außen abzuschirmen
vermag. Darüber hinaus kann es einen insbesondere aus Kunststoff bestehenden Schlossdeckel
und/ oder einen insbesondere aus Kunststoff bestehenden Deckel für eine Zentralverriegelung
geben, die ebenfalls der Abschirmung dienen.
[0003] Die Erfindung betrifft insbesondere ein Schloss mit einer Sperrklinke für die Position
Hauptrast der Drehfalle (nachfolgend "Hauptrast-Sperrklinke" genannt), einer Sperrklinke
für die Position Vorrast der Drehfalle (nachfolgend "Vorrast-Sperrklinke" genannt)
und einem Blockadehebel für die genannte Hauptrast - Sperrklinke. Ein solches Schloss
ist aus der Druckschrift
DE 10 2007 003 948 A1 bekannt.
[0004] Die Drehfalle des aus der
DE 10 2007 003 948 A1 bekannten Kraftfahrzeugschlosses verfügt über einen gabelförmigen Einlaufschlitz,
in den ein Schließbolzen einer Fahrzeugtür oder einer Fahrzeugklappe gelangt, wenn
die Fahrzeugtür oder Fahrzeugklappe geschlossen wird. Der Schließbolzen verdreht dann
die Drehfalle von einer Öffnungsstellung in eine Schließstellung. Hat die Drehfalle
eine Schließstellung erreicht, so kann der Schließbolzen den Einlaufschlitz der Drehfalle
nicht mehr verlassen. In der Schließstellung verrastet die Sperrklinke die Drehfalle,
so dass diese nicht mehr in die Öffnungsstellung zurückgedreht werden kann. Das Schloss
befindet sich dann in einer verrasteten Stellung bzw. Position.
[0005] Das aus der
DE 10 2007 003 948 A1 bekannte Schloss umfasst zwei Roststellungen, die nacheinander während des Schließens
von der Drehfalle eingenommen werden können, nämlich die sogenannte Vorrast-Position
der Drehfalle und die sogenannte Hauptrast-Position der Drehfalle.
[0006] Um zu vermeiden, dass eine Sperrklinke nicht unplanmäßig aus seiner Raststellung
heraus bewegt wird, kann ein Blockadehebel vorgesehen sein, der eine solche Bewegung
blockiert, wenn die Drehfalle verrastet ist. Ein solcher Blockadehebel ist bei dem
aus der Druckschrift
DE 10 2007 003 948 A1 bekannten Schloss für die Hauptrast-Sperrklinke erforderlich, da die Drehfalle und
die Hauptrast-Sperrklinke so konstruiert sind, dass in der Position Hauptrast die
Drehfalle in die Hauptrast-Sperrklinke ein öffnendes Moment einzuleiten vermag.
[0007] Die vorgenannten, aus dem Stand der Technik bereits bekannten Merkmale können einzeln
oder in beliebiger Kombination mit dem Gegenstand der vorliegenden Erfindung kombiniert
werden.
[0008] Aus der Druckschrift
US 4,971,373 ist bekannt, eine Sperrklinke durch eine erste Feder vorzuspannen, um die Sperrklinke
mittels Federkraft in ihre Raststellung zu bewegen. Eine zweite Feder für die Rastklinke
liegt in der Raststellung nicht an der Sperrklinke an. Durch die zweite Feder werden
Öffnungsgeräusche vermieden.
[0009] Bei einem Schloss der eingangs genannten Art gibt es also Komponenten wie Sperrklinke,
Blockadehebel oder Drehfalle, die verschwenkt werden können und sollen. Regelmäßig
gibt es zumindest eine vorgespannte Feder, mit der eine gewünschte Schwenkbewegung
einer solchen Komponente durch Federkraft bewirkt wird. Eine solche vorgespannte Feder
vermag beispielsweise eine Sperrklinke in ihre Raststellung hinein zu bewegen, einen
Blockadehebel in seine blockierende Stellung hinein oder aber eine Drehfalle in ihre
geöffnete Stellung, So ist aus der
DE 10 2007 003 948 A1 eine federbelastete Drehfalle bekannt, also eine Drehfalle, die mit Hilfe von Federkraft
der zugehörigen Feder verschwenkt werden kann.
[0010] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Schloss der eingangs genannten Art weiter zu entwickeln.
[0011] Die Aufgabe der Erfindung wird durch ein Schloss mit den Merkmalen des ersten Anspruchs
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0012] Zur Lösung der Aufgabe wird ein Schloss für eine Tür oder Klappe mit einem Gesperre
aus Drehfalle und mindestens einer Sperrklinke und einer Feder bereitgestellt. Die
Feder kann eine verschwenkbare Komponente des Schlosses durch Federkraft von einer
Ausgangsstellung in Richtung einer Endstellung verschwenken. In der Endstellung wirkt
allerdings keine Federkraft auf die verschwenkbare Komponente ein. Die verschwenkbare
Komponente fällt damit ohne den Druck der Feder in die Endstellung ein. Hierdurch
wird eine erhebliche Geräuschminderung im Vergleich zu dem Fall erzielt, dass der
Druck der Feder bis in die Endstellung hinein auf die verschwenkbare Komponente einwirkt.
[0013] Die Federbelastung der verschwenkbaren Komponente endet vorzugsweise kurz vor dem
Erreichen der Endstellung. Besonders zuverlässig wird so sichergestellt, dass die
verschwenkbare Komponente ihre Endstellung erreicht. Hierunter ist zu verstehen, dass
die verschwenkbare Komponente ab Erreichen einer nicht mehr federbelasteten Stellung
lediglich um wenige Grad gedreht werden muss, um die Endstellung zu erreichen. Insbesondere
muss die Komponente dann nur einen geringen Weg ohne Unterstützung durch die Federkraft
zurücklegen. In einer Ausführungsform muss dann die Komponente um nicht mehr als 5°,
vorzugsweise um nicht mehr als 3°, besonders bevorzugt um nicht mehr als 1° gedreht
werden, um ohne einwirkende Federkraft die Endstellung zu erreichen.
[0014] Damit in der Endstellung keine Federkraft mehr auf die verschwenkbare Komponente
einwirkt, kann die Feder entsprechend schwach in der Ausgangsstellung vor gespannt
sein. In einer Ausführungsform umfasst das Schloss jedoch vorteilhaft einen Anschlag
für die Feder. Der Anschlag bewirkt, dass in der Endstellung sowie vorzugsweise auch
kurz davor keine Federkraft der Feder auf die verschwenkbare Komponente einwirkt.
Bei dieser Ausführungsform ist es möglich, die Feder in frei wählbarer Weise vorzuspannen.
Die Vorspannung der Feder kann also so gewählt werden, dass die verschwenkbare Komponente
mit einer gewünschten Geschwindigkeit und/ oder mit einer hinreichenden Kraft verschwenkt
wird. Außerdem kann durch den Anschlag sichergestellt werden, dass keinesfalls eine
Federkraft in der Endstellung auf die verschwenkbare Komponente einwirkt. Die verschwenkbare
Komponente ist in der Endstellung also mit Sicherheit nicht federbelastet, selbst
wenn die Feder unter anderem in der Ausgangsstellung relativ stark vorgespannt war.
[0015] Der Anschlag ist zweckmäßiger Weise an einem Schlossgehäuse, einem Schlosskasten
oder einer Schlossplatte des Schlosses angebracht. Bevorzugt ist der Anschlag Teil
des Schlossgehäuses, Teil des Schlosskastens oder Teil der Schlossplatte. Der Anschlag
ist dann einstückig mit dem Schlossgehäuse, dem Schlosskasten oder der Schlossplatte
gefertigt. Dies minimiert die Zahl der herzustellenden Teile.
[0016] Die verschwenkbare Komponente kann eine Sperrklinke und/ oder ein Blockadehebel sein.
Die jeweilige Komponente ist dann zwar in der Ausgangsstellung federbelastet, nicht
aber in der Endstellung. In der Endstellung wirkt also die Federkraft nicht auf die
verschwenkbare Komponente ein. Ist die verschwenkbare Komponente eine Sperrklinke,
so verringern sich Öffnungskräfte, die aufgewendet werden müssen, um die Sperrklinke
aus ihrer Raststellung heraus zu bewegen. Es wird also in diesem Fall neben einer
deutlichen Geräuschminderung ein weiterer Vorteil erzielt.
[0017] Nachfolgend wird ein in den Figuren dargestelltes bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der Erfindung näher erläutert. Anhand des Ausführungsbeispiels werden Vorteile von
weiteren Ausführungsformen der Erfindung verdeutlicht.
[0018] Es zeigen:
Fig. 1: Gesperre in der Position Hauptrast der Drehfalle
Fig. 2: Gesperre in der Position Hauptrast der Drehfalle
Fig. 3: Gesperre in der geöffneten Stellung
Fig. 4: Gesperre in einer Zwischenstellung
Fig. 5: Ausschnitt in geöffneter Stellung
Fig. 6: Ausschnitt in Position Hauptrast der Drehfalle
[0019] In der Figur 1 ist eine Aufsicht auf eine Wand 1 eines Fahrzeugschlosses dargestellt.
Die Wand 1 kann eine Schlossplatte sein oder Teil eines Schlosskastens. Die Wand 1
besteht vorzugsweise aus Metall. Die Wand 1 ist mit einem Einlaufschlitz 2 versehen,
in den ein Schließbolzen 3 einer Fahrzeugtür oder einer Fahrzeugklappe hinein gelangt,
wenn die zugehörige Fahrzeugtür oder Fahrzeugklappe geschlossen wird. Eine Drehfalle
4 ist auf der Wand 1 verschwenkbar angebracht und kann um ihre Befestigungsachse 5
gedreht werden. In der Figur 1 wird die Position Hauptrast der Drehfalle gezeigt,
bei der der im Wand-Einlaufschlitz 2 befindliche Schließbolzen 3 von dem Einlaufschlitz
der Drehfalle so umschlossen wird, dass der Schließbolzen 3 nicht mehr aus dem Wand-Einlaufschlitz
2 heraus bewegt werden kann. Die entsprechende Tür beziehungsweise die Klappe des
Fahrzeugs ist damit durch das Verrasten der Sperrklinke in Position Hauptrast der
Drehfalle verschlossen. Gezeigt wird die Position Hauptrast, weil ein Zurückdrehen
der Drehfalle gemäß gezeigter Pfeilrichtung 11 in die geöffnete Stellung durch die
verschwenkbar angebrachte Hauptrast - Sperrklinke 6 wie dargestellt verhindert wird.
Die Hauptrast - Sperrklinke 6 ist ebenfalls auf der Wand 1 befestigt und kann um ihre
Befestigungsachse 7 gedreht werden. Die Drehfalle ist bevorzugt durch eine in der
Figur 1 nicht gezeigte Feder in Richtung geöffnete Stellung vorgespannt. Aufgrund
dieser Vorspannung drückt die Drehfalle gegen einen Anschlag der Hauptrast - Sperrklinke
mit einem schrägen Verlauf. Dieser schräge Verlauf drückt die Hauptrast - Sperrklinke
6 aus der Raststellung heraus. Es wird also so ein öffnendes Moment in die Hauptrast-Sperrklinke
6 eingeleitet.
[0020] Ist die Drehfalle 4 nicht durch eine Feder vorgespannt, so bewirkt zumindest der
Schließbolzen 3 eine Drehbewegung der Drehfalle 4 in Richtung geöffnete Stellung gemäß
Pfeil 11, wenn eine zugehörige Fahrzeugtür oder Fahrzeugklappe geöffnet wird. Das
damit einhergehende Drehmoment drückt dann die Hauptrast-Sperrklinke 6 aus der Raststellung
heraus.
[0021] Dies wird allerdings in der Position Hauptrast der Drehfalle bei verschlossener Fahrzeugtür
oder Fahrzeugklappe durch einen verschwenkbar angebrachten Blockadehebel 8 wie gezeigt
verhindert. Der Blockadehebel 8 ist ebenfalls auf der Wand 1 verschwenkbar befestigt
und kann um seine Befestigungsachse 9 gedreht werden. An einem seitlichen Konturbereich
des Blockadehebels 8 liegt ein Arm 10b einer Feder 10 an. Die Feder 10 ist so vorgespannt,
dass der Arm 10b der Feder 10 den Blockadehebel 8 in Richtung der gezeigten Blockadestellung
drückt. Begrenzt wird die dadurch verursachte Drehbewegung des Blockadehebels wie
gezeigt durch einen Anschlag 12, der in Form eines vorstehenden Bolzens an der Wand
1 befestigt ist.
[0022] Im Fall der Figur 1 ist oberhalb der Hauptrast - Sperrklinke 6 eine verschwenkbare
Vorrast - Sperrklinke 13 angeordnet, die transparent dargestellt ist, um den Blick
auf die darunter liegenden Komponenten zu ermöglichen. Die Vorrast - Sperrklinke 13
ist ebenfalls an der Achse 7 drehbar befestigt und kann also um diese Achse 7 gedreht
werden. Der Umriss der Vorrast - Sperrklinke 13 ist punktiert dargestellt. Die Vorrast
- Sperrklinke 13 umfasst einen im Fall der Figur 1 ebenfalls transparent dargesellten
Bolzen 14, der sich von der Vorrast - Sperrklinke 13 in Richtung Wand 1 nach unten
erstreckt. An diesem Bolzen 14, der an der Vorrast-Sperrklinke angebracht ist, liegt
der andere Arm 10a der Feder 10 an. In der Position Hauptrast der Drehfalle liegt
der Bolzen 14 außerdem an einem seitlichen Konturbereich des Blockadehebels 8 an.
Wird die Vorrast - Sperrklinke 13 durch Betätigen des Hebelarms 21 in Richtung des
Pfeils 16 gedreht, so bewirkt der Bolzen 14, dass der Blockadehebel 8 aus der blockierenden
Stellung heraus gedreht wird. Wird der Blockadehebel 8 so aus der blockierenden Stellung
heraus bewegt, so wird die Hauptrast-Sperrklinke 6 aus ihrer gezeigten Raststellung
durch die Drehfalle 4 heraus gedrückt. Ergänzend oder alternativ erfasst ein seitlicher
Konturbereich der Vorrast-Sperrklinke 13 infolge der genannten Drehbewegung einen
vorstehenden als Anschlag dienenden Bolzen 17, der auf der Hauptrast-Sperrklinke 6
befestigt ist. Dies hat zur Konsequenz, dass die Hauptrast-Sperrklinke 6 aus der gezeigten
Raststellung heraus gedreht wird und die Drehfalle freigibt. Diese schwenkt dann in
Richtung des Pfeils 11 in Richtung geöffnete Stellung und gibt schließlich den Schließbolzen
3 frei. Die zugehörige Tür oder Klappe kann dann geöffnet werden.
[0023] Die Vorrast-Sperrklinke 13 kann die Drehfalle 4 ebenfalls verrasten, wenn ein vorstehender
Bolzen 18 der Drehfalle 2 auf die seitliche Sperrfläche 19 der Vorrast-Sperrklinke
13 auftrifft und so ein Drehen der Sperrklinke in Richtung geöffnete Stellung gemäß
Pfeil 11 verhindert. Die Vorrast-Sperrklinke 13 ist vorzugsweise durch eine nicht
gezeigte Feder in Richtung ihrer Raststellung vorgespannt, also wie der Blockadehebel
federbelastet. Ein als Anschlag dienender vorstehender Bolzen 20, der auf der Wand
1 befestigt ist, verhindert das weitere Drehen der Vorrast-Sperrklinke über ihre Raststellung
hinaus.
[0024] Das Schloss gemäß der Figur 1 umfasst eine vorgespannte Feder 23, mit der die Hauptrast-Sperrklinke
6 von ihrer nicht verrastenden Stellung, also von ihrer Ausgangsstellung in Richtung
Endstellung, also in Richtung ihrer in der Figur 1 gezeigten Raststellung bewegt werden
kann. Die Hauptrast-Sperrklinke 6 ist in der in der Figur 1 gezeigten Raststellung,
also in ihrer Endstellung allerdings dennoch nicht federbelastet, da dies durch den
Anschlag 24 für den Federarm 23a der Feder 23 verhindert wird. Die Feder 23, der Anschlag
24 sowie ein Anschlag für den anderen Arm der Feder 23 sind vorzugsweise an einem
insbesondere aus Kunststoff bestehenden Schlossgehäuse angebracht, das in der Figur
1 nicht dargestellt ist, da dieses dann die Sicht auf die gezeigten Komponenten verdecken
würde.
[0025] Zur Erfindung gehört auch der Fall, dass die verschwenkbare Komponente, die in ihrer
Endstellung nicht federbelastet ist, also im vorliegenden Fall die Hauptrast-Sperrklinke
6 ergänzend durch andere Bauteile verschwenkt werden kann. Im vorliegenden Fall kann
ein solches ergänzendes Verschwenken beispielsweise durch eine Drehbewegung des Blockadehebels
8 in die blockierende Stellung hinein unterstützt werden. Ein solches ergänzendes
Verschwenken ist aber nicht zwingend erforderlich. Die durch das Verschwenken mittels
Federkraft erzeugte kinetische Energie genügt regelmäßig, um die verschwenkbare Komponente
bis zur Endstellung zu bewegen, obwohl die verschwenkbare Komponente in ihrer Endstellung
nicht mehr federbelastet ist. Die Feder 23 wird vorzugsweise durch einen Dorn 22 gehalten,
der Teil eines aus Kunststoff bestehendes Schlossgehäuses ist, also einstückig mit
dem Schlossgehäuse hergestellt worden ist.
[0026] In der Figur 2 wird das Schloss aus Figur 1 gezeigt. Allerdings ist die Vorrast-Sperrklinke
13 nun nicht transparent dargestellt. Diese verdeckt daher teilweise u. a. die Hauptrast-Sperrklinke
13 sowie teilweise den Federarm 23a der Feder 23.
[0027] In der Figur 3 wird die Stellung der Drehfalle 4, der Hauptrast-Sperrklinke 6, des
Blockadehebels 8, der Feder 23, der Feder 10 und des Schließbolzens 3 in der geöffneten
Stellung verdeutlicht. Außerdem wird die Stellung der Vorrast-Sperrklinke 13 durch
eine transparente Darstellung skizziert. Der Schließbolzen 3 kann nun aus dem Einlaufschlitz
2 heraus bewegt und die zugehörige Tür oder Klappe geöffnet werden. Der Federarm 23a
ist nun durch das Verschwenken der Hauptrast-Sperrklinke 6 von dem Anschlag 24 weg
in Richtung des anderen Federarms 23b bewegt worden. Hierdurch ist die Vorspannung
der Feder 23 erhöht worden. In dieser Ausgangsstellung kann nun die Feder 23 durch
Federkraft die Hauptrast - Sperrklinke 6 in Richtung Raststellung drehen. In der in
der Figur 3 gezeigten geöffneten Stellung ist also die Hauptrast - Sperrklinke 6 durch
die Feder 23 federbelastet.
[0028] In der Figur 4 wird eine Zwischenstellung zwischen Öffnungsstellung und Hauptrastposition
der Drehfalle 4 gezeigt. Wird die Drehfalle 4 durch den Bolzen 3 weiter in Richtung
Position Hauptrast gedreht, so kann zunächst die transparent dargestellte Vorrast-Sperrklinke
13 in ihre Raststellung einrasten. In dieser in der Figur 4 gezeigten Zwischenstellung
ist die Hauptrast-Sperrklinke 6 durch die Feder 23 noch federbelastet.
[0029] Vorzugsweise ist die Hauptrast-Sperrklinke 6 auch dann noch federbelastet, wenn die
Position Vorrast erreicht ist. Wird die Drehfalle 4 von der Position Vorrast in die
Position Hauptrast hineingedreht, so genügt diese Federbelastung, um die Hauptrast
- Sperrklinke 6 in ihre Raststellung hinein zu bewegen.
[0030] Die Figur 5 zeigt eine vergrößerte Darstellung des Schlosses in der geöffneten Stellung
ausschnittsweise und zwar im Unterschied zu den vorhergehenden Figuren von der Schlossplatte
oder dem Schlosskasten des Schlosses aus gesehen. Die Figur 5 verdeutlicht, dass der
Lagerdorn 22 einteilig mit dem Schlossgehäuse 25 verbunden ist. Der Lagerdorn 22 umfasst
zwei vorstehende Nasen 22a, die verhindern, dass die Feder 23 aus dem Lagerdorn 22
heraus rutschen kann. Die vorstehenden Nasen 22a sind derart rampenförmig gestaltet,
dass die Feder 23 durch Aufsetzen und Drücken in die gezeigte montierte Stellung hinein
gelangen kann. Eine seitliche Wand des Schlossgehäuses 25 weist einen Vorsprung 25a
auf, der dazu beiträgt, dass die Feder 23 in der gewünschten Lage gehalten wird. Die
entsprechende seitliche Wand dient gleichzeitig als Anschlag für den Federarm 23b,
damit dieser dauerhaft in der gezeigten Position verbleibt. Der Anschlag 24 verfügt
über einen Ausleger 24a, der sich aus Sicht des Schlosskastens oder des Schlossgehäuses
stets oberhalb des Federarms 23a befindet. Der Ausleger 24a trägt ebenfalls dafür
Sorge, dass der Federarm 23a in der gewünschten Ebene gehalten wird. Der vorgespannte
Arm 23a der Feder 23 liegt an der Hauptrast - Sperrklinke 6 an. Die Hauptrast - Sperrklinke
6 ist daher in dieser Ausgangsstellung federbelastet.
[0031] In der Figur 6 wird der Ausschnitt aus Figur 5 in der Position Hauptrast der Drehfalle
dargestellt. Der Federarm 23a liegt am Anschlag 24 an, ohne die Hauptrast-Sperrklinke
6 zu berühren. In der Position Hauptrast der Drehfalle ist die Hauptrast-Sperrklinke
6 daher nicht mehr federbelastet.
Bezugszeichenliste
[0032]
1: Wand einer Schlossplatte oder eines Schlosskastens
2: Einlaufschlitz
3: Schließbolzen
4: Drehfalle
5: Befestigungsachse
6: Hauptrast - Sperrklinke
7: Befestigungsachse
8: Blockadehebel
9: Befestigungsachse
10: Feder
10b: Federarm
10b: Federarm
11: Öffnungsrichtung
12: Anschlag
13: Vorrast - Sperrklinke
14: Bolzen
16: Drehrichtung
17: Bolzen
18: Bolzen
19: Sperrfläche der Vorrast-Sperrklinke
21: Hebelarm der Vorrast-Sperrklinke
20: Bolzen
22: Dorn
22a: Nase
23: vorgespannte Feder
23a: Federarm
23b: Federarm
24: Anschlag
24a: Ausleger
25: Schlossgehäuse
1. Schloss für eine Tür oder Klappe mit einem Gesperre aus Drehfalle (4) und mindestens
einer Sperrklinke (6) und mindestens einer Feder (23), die eine verschwenkbare Komponente
des Schlosses durch Federkraft von einer Ausgangsstellung in Richtung einer Endstellung
zu verschwenken vermag, dadurch gekennzeichnet, dass in der Endstellung keine Federkraft auf die verschwenkbare Komponente einwirkt.
2. Schloss nach dem vorhergehenden Anspruch, gekennzeichnet durch einen Anschlag (24) für die Feder (23), der bewirkt, dass in der Endstellung keine
Federkraft der Feder (23) auf die verschwenkbare Komponente einwirkt.
3. Schloss nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (24) an einem Schlossgehäuse, (25) einem Schlosskasten oder einer Schlossplatte
des Schlosses angebracht ist oder Teil des Schlossgehäuses, (25) Teil des Schlosskastens
oder Teil der Schlossplatte ist.
4. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die verschwenkbare Komponente eine Sperrklinke (6, 13) und/ oder ein Blockadehebel
(8) ist.
5. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schloss eine Position Vorrast der Drehfalle und eine Position Hauptrast der Drehfalle
(4) umfasst, wobei die verschwenkbare Komponente eine Hauptrast - Sperrklinke (6)
ist.
6. Schloss nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptrast - Sperrklinke (6) in der Position Vorrast der Drehfalle (4) federbelastet
und/ oder in der geöffneten Stellung des Gesperres durch die Feder (23) federbelastet
ist.
7. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (23) durch einen Lagerdorn (22) gehalten wird, der einteilig mit einem
Schlossgehäuse (25) des Schlosses verbunden ist.
8. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schloss eine Hauptrast - Sperrklinke (6) und eine Vorrast - Sperrklinke (13)
umfasst.
9. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehfalle (4) in der Position Hauptrast der Drehfalle (4) ein öffnendes Moment
in die Sperrklinke (6) einzuleiten vermag.
10. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Arm (23a, 23b) der Feder (23) durch einen Ausleger (24a) eines Anschlags (24)
für die Feder (23) oder durch einen Vorsprung (25a) eines Schlossgehäuses (25) des
Schlosses gehalten oder geführt wird.
1. A lock for a door or a flap, comprising a locking mechanism composed of a rotary latch
(4) and at least one pawl (6) and at least one spring (23) which can swivel a pivoting
component of the lock from an initial position into the direction of an end position
by means of spring force, characterized in that no spring force acts upon the pivoting component in the end position.
2. A lock according to the preceding claim, characterized by a stop (24) for the spring (23), which stop has the effect that no spring force of
the spring (23) acts upon the pivoting component in the end position.
3. A lock according to the preceding claim, characterized in that the stop (24) is mounted on a lock housing (25), a lock case or a lock plate of the
lock or is part of the lock housing (25), part of the lock case or part of the lock
plate.
4. A lock according to one of the preceding claims, characterized in that the pivoting component is a pawl (6, 13) and/or a blocking lever (8).
5. A lock according to one of the preceding claims, characterized in that the lock comprises a pre-detent position of the rotary latch and a main detent position
of the rotary latch (4), wherein the pivoting component is a main detent pawl (6).
6. A lock according to the preceding claim, characterized in that the main detent pawl (6) is spring-loaded in the pre-detent position of the rotary
latch (4) and/or spring-loaded by the spring (23) in the open position of the locking
mechanism.
7. A lock according to one of the preceding claims, characterized in that the spring (23) is held by a bearing mandrel (22) which is connected in one piece
to the lock housing (25) of the lock.
8. A lock according to one of the preceding claims, characterized in that the lock comprises a main detent pawl (6) and a pre-detent pawl (13).
9. A lock according to one of the preceding claims, characterized in that the rotary latch (4) can initiate an opening momentum in the pawl (6) in the main
detent position of the rotary latch (4).
10. A lock according to one of the preceding claims, characterized in that one arm (23a, 23b) of the spring (23) is held or guided by an extension arm (24a)
of a stop (24) for the spring (23) or by a projection (25a) of a lock housing (25)
of the lock.
1. Serrure destinée à une porte ou à un abattant, comprenant un mécanisme d'encliquetage
composé d'un pêne tournant (4) et d'au moins un cliquet de blocage (6) et d'au moins
un ressort (23) qui peut pivoter une composante pivotante de la serrure d'une position
d'origine dans la direction d'une position finale par moyen de force de ressort, caractérisé en ce que dans la position finale aucune force de ressort n'agit sur la composante pivotante.
2. Serrure selon la revendication précédente, caractérisée par une butée (24) destinée au ressort (23) laquelle a pour effet que le ressort (23)
n'exerce aucune force de ressort sur la composante pivotante dans la position finale.
3. Serrure selon la revendication précédente, caractérisée en ce que la butée (24) est montée sur un boîtier de serrure (25), une boîte de serrure ou
une plaque de serrure ou qu'elle fait partie du boîtier de serrure (25), de la boîte
de serrure ou de la plaque de serrure.
4. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la composante pivotante est un cliquet de blocage (6, 13) et/ou un levier de blocage
(8).
5. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la serrure comprend une position de premier cran du pêne tournant et une position
de deuxième cran du pêne tournant (4), la composante pivotante étant un cliquet de
blocage (6) de deuxième cran.
6. Serrure selon la revendication précédente, caractérisée en ce que le cliquet de blocage (6) de deuxième cran est sollicité par ressort dans la position
de premier cran du pêne tournant (4) et/ou est sollicité par le ressort (23) dans
la position ouverte du mécanisme d'encliquetage.
7. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le ressort (23) est retenu par un mandrin de support (22) qui est relié d'une seule
pièce au boîtier de serrure (25) de la serrure.
8. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la serrure comprend un cliquet de blocage de deuxième cran (6) et un cliquet de blocage
de premier cran (13).
9. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le pêne tournant (4) peut entamer un mouvement ouvrant dans le cliquet de blocage
(6) dans la position de deuxième cran du pêne tournant (4).
10. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un bras (23a, 23b) du ressort est retenu ou guidé par un avant-bras (24a) d'une butée
(24) destinée au ressort ou par une saillie (25a) d'un boîtier de serrure (25) de
la serrure.