[0001] Die Erfindung betrifft ein Stell-Schnellschluss-Ventil für eine Dampfturbine, mit
einem Ventilgehäuse, an dem innenseitig ein Führungstopf vorsteht, dessen Achse mittig
zu einem Ventilsitz des Stell-Schnellschluss-Ventils zeigt und in dem konzentrisch
sowie in die Achsrichtung unabhängig voneinander längsverschiebbar ein Stellventilkegel
und ein Schnellschlussventilkegel angeordnet sind, wobei der Stellventilkegel gegen
den Führungstopf dampfdicht abgedichtet ist, wobei der Schnellschlussventilkegel gegen
den Führungstopf dampfdicht abgedichtet ist, wobei das Stell-Schnellschluss-Ventil
einen Eingangsdruckraum und einen gegenüber dem Eingangsdruckraum abdichtbaren Ausgangsdruckraum
aufweist, wobei eine Zentralspindel zum Vorantrieb des Schnellschlussventilkegels
in Richtung Ventilsitz ausgebildet ist.
[0002] Im Dampfturbinenbau werden Turbinenventile benötigt, die hohen thermischen und mechanischen
Anforderungen genügen müssen. In einem Dampfkraftwerk kann im Dampferzeuger ein Dampf
erzeugt werden, der vergleichsweise hohe Temperaturen und hohe Drücke aufweist. So
kommen beispielsweise Temperaturen von über 620°C bei einem Druck von über 300bar
vor. Solch hohe Temperaturen und Drücke stellen enorme Belastungen an die jeweiligen
Bauteile der Dampfturbine als auch auf die Turbinenventile dar. In der Regel wird
in einer Frischdampfleitung jeweils ein Schnellschluss- und ein Stell-Ventil angeordnet.
Das Schnellschlussventil ist hierbei ständig geöffnet und das Stellventil regelt den
Zufluss des Dampfes zur Dampfturbine hin. Es existieren Situationen, bei denen die
Dampfzufuhr abrupt versperrt werden muss. In dieser Situation reagiert das Schnellschlussventil
schlagartig und sperrt die Dampfzufuhr innerhalb von Millisekunden ab. Es ist bekannt,
das Schnellschluss- und das Stellventil innerhalb eines Ventilgehäuses anzuordnen.
Dies spart Bauraum und somit Fertigungs- und Herstellungskosten.
[0003] Allerdings ist eine solch kompakte Bauweise in einem Ventilgehäuse konstruktionsbedingt
komplizierter als separate Ausführungsformen mit jeweils einem Schnellschluss- und
einem Stellventil. So stellt beispielsweise eine Herausforderung dar ein geschlossenes
Schnellschlussventil mit möglichst geringen Kräften wieder zu öffnen.
[0004] An dieser Stelle setzt die Erfindung an, deren Aufgabe es ist, ein Stell-Schnellschluss-Ventil
anzugeben, das mit geringeren Kräften zum Öffnen des Schnellschlussventils auskommt.
[0005] Stand der Technik ist die
JP 09032996 "Integral Typ Fluid Stop Valve and Control Valve" (1997). Diese beschreibt ein Ventil
mit integrierter Stell- und Regelfunktionalität. Über Strömungskanäle im Schnellschlussventilkegel
wird bei Anhebung der Spindel ein Druckausgleich zwischen Ausgangsdruckraum und Eingangsdruckraum
ermöglicht, sodass eine Öffnung des Schnellschlussventilkegels mit geringeren Kräften
möglich wäre. Diese Ausführung bringt jedoch den Nachteil mit sich, dass der Stellventilkegel
eine gewisse Größe aufweisen muss, um trotz Materialschwächung durch Druckausgleichsbohrungen
der Belastung eines Schaltvorgangs standhalten zu können. Weiterhin muss ein gewisser
Abstand zwischen Stellventilkegel und Schnellschlussventilkegel eingehalten werden,
der einen Druckausgleich ermöglicht und eine Bewegung des Stellventils gewährleistet.
Dies resultiert insgesamt in einer vergrößerten radialen Ausführung als die der Erfindung.
[0006] Ein weiterer Stand der Technik ist die
DE 1 916 876 "Kombiniertes Absperr- und Regelventil" (1968). Diese beschreibt eine technische
Lösung bei der Absperr- und Regelfunktion in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht
werden mit der Zielsetzung einer Bauraumeinsparung. Durch konzentrische Lagerung des
Schnellschlussventilkegels innerhalb des Stellventilkegels wird über ineinander verschiebbare
Ventilkegel eine kompakte Bauweise im geöffneten Zustand ermöglicht. Bei einer schlagartigen
Schließung des Schnellschlussventils wird jedoch an seiner Schließposition ein Volumen
freigegeben, das durch Ausbildung eines Unterdrucks dem Schließvorgang entgegen wirken
kann. Demzufolge müssen bei dieser Lösung größere Kräfte zur Bewegung des Ventilkegels
aufgebracht werden.
[0007] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Stell-Schnellschluss-Ventil für eine Dampfturbine
gemäß Anspruch 1.
[0008] Die Erfindung geht von dem Aspekt aus, dass bei der konstruktiven Ausführung von
Dampfturbinenventilen, wobei das Stell- und Schnellschlussventil in einem Gehäuse
ausgeführt sind vergleichsweise große Ventilkörper entstehen. Des Weiteren geht die
Erfindung davon aus, dass beim Schließen eines Schnellschlussventils der Fall vorkommen
kann, dass hinter dem Schnellschlussventilkegel ein Volumen freigegeben wird, ohne
das Dampf nachströmen kann, was dazu führt, dass ein Unterdruck in diesen Rückraum
ausgebildet wird, welcher das Kräftegleichgewicht soweit verändert, dass ein störungsfreies
Schließen des Schnellschlussventilkegels verhindert werden würde. Erfindungsgemäß
wird daher eine strömungstechnische Verbindung zwischen dem Rückraum, der hinter dem
Schnellschlussventilkegel angeordnet ist und dem Ausgangsdruckraum ausgebildet. Das
bedeutet, dass die Drücke zwischen diesen beiden Räumen gleich groß sind. Das bedeutet,
dass dies ein Einfluss auf die aufzuwendenden Kräfte zur Bewegung des Schnellschlussventilkegels
hat. Die Kräfte können daher geringer sein. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den
Unteransprüchen angegeben.
[0009] Die Zentralspindel ist verschiebbar gegenüber dem Schnellschlussventilkegel ausgebildet.
Das bedeutet, dass eine relative Bewegung zwischen der Zentralspindel und dem Schnellschlussventilkegel
möglich ist. Insbesondere wird das hierbei ausgenutzt, um beim Öffnen und beim Schließen
strömungstechnische Verbindungen herzustellen bzw. zu schließen.
[0010] Der Schnellschlussventilkegel weist einen ersten Druckausgleichskanal auf, der durch
einen in der Zentralspindel ausgebildeten Vorhubkegel zum Schließen des Schnellschlussventils
verschließbar und beim Öffnen des Schnellschlussventils wiederöffenbar ist, wobei
der erste Druckausgleichskanal die strömungstechnische Verbindung zwischen dem Rückraum
und dem Ausgangsdruckraum bildet. Somit wird konstruktiv ausgenutzt, dass im Schnellschlussventilkegel
selbst eine strömungstechnische Verbindung hergestellt werden kann, die durch eine
relative Bewegung zwischen dem Vorhubkegel und dem Schnellschlussventilkegel realisiert
wird.
[0011] Der Führungstopf weist einen zweiten Druckausgleichskanal auf, der die zweite strömungstechnische
Verbindung zwischen dem Rückraum und dem Eingangsdruckraum bildet. Somit kann ebenfalls
in einer einfachen konstruktiven Weise eine strömungstechnische Verbindung zwischen
dem Rückraum und dem Eingangsdruckraum hergestellt werden. Dies wird durch einfach
ausgebildete Kanäle in dem Führungstopf realisiert.
[0012] Der Schnellschlussventilkegel ist innenseitig an dem Führungstopf angeordnet. Das
bedeutet, dass der Schnellschlussventilkegel und somit das Schnellschlussventil innerhalb
und das Stellventil um das Schnellschlussventil herum angeordnet ist.
[0013] In vorteilhaften Weiterbildungen ist der Schnellschlussventilkegel mit ersten Kolbenringen
gegenüber dem Führungstopf dampfdicht ausgebildet.
[0014] Genauso wird in vorteilhafter Weise der Stellventilkegel mittels des zweiten Kolbenringes
gegenüber dem Führungstopf dampfdicht ausgebildet.
[0015] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben.
Diese soll das Ausführungsbeispiel nicht maßstäblich darstellen, vielmehr ist die
Zeichnung in schematisierter und/oder leicht verzerrter Form ausgeführt. Im Hinblick
auf Ergänzungen der aus der Zeichnung mittelbar erkennbaren Lehren wird hier auf den
einschlägigen Stand der Technik verwiesen.
[0016] Im Einzelnen zeigt die Zeichnung in:
- Figur 1
- eine Querschnittsansicht eines Stell-Schnellschluss-Ventils.
[0017] In der Figur 1 ist ein Stell-Schnellschluss-Ventil 1 in einer Querschnittsansicht
dargestellt. Das Stell-Schnellschluss-Ventil 1 umfasst im Wesentlichen ein Ventilgehäuse
2, wobei innerhalb des Ventilgehäuses 2 das kombinierte Schnellschluss- und Stell-Ventil
angeordnet ist. Innerhalb des Ventilgehäuses 2 ist ein Eingangsdruckraum 3 und ein
Ausgangsdruckraum 4 angeordnet. In den Eingangsdruckraum 3 strömt ein Dampf ein und
wird in den Ausgangsdruckraum 4 umgeleitet. Bei einer vollständigen Öffnung des Stell-Schnellschluss-Ventils
1 ändern sich die thermodynamischen Größen des Frischdampfes auf dem Weg vom Eingangsdruckraum
3 zum Ausgangsdruckraum 4 kaum.
[0018] In dem in Figur 1 dargestellten Beispiel erfolgt eine Umlenkung des Frischdampfes
vom Eingangsdruckraum 3 zum Ausgangsdruckraum 4 um 90°.
[0019] An dem Ventilgehäuse 2 wird ein Aufnahmeelement 5 angeordnet. Dieses Aufnahmeelement
5 wird über geeignete Verbindungen dampfdicht mit dem Ventilgehäuse 2 verbunden. Das
Ventilgehäuse 6 ist zum Aufnehmen eines Antriebs für die Ventilspindeln ausgebildet.
[0020] Zwischen dem Eingangsdruckraum 3 und dem Ausgangsdruckraum 4 ist ein Schnellschlussventilkegel
7 und ein Stellventilkegel 8 angeordnet. Zwischen dem Schnellschlussventilkegel 7
und dem Stellventilkegel 8 ist ein Führungstopf 9 angeordnet, der im Ventilgehäuse
innenseitig vorsteht. Der Führungstopf 9 ist integral mit dem Aufnahmeelement 5 ausgebildet.
[0021] Innerhalb des Ventilgehäuses 2 ist ein Ventilsitz 10 ausgebildet, an dem der Schnellschlussventilkegel
7 und der Stellventilkegel 8 in Kontakt bringbar ist. Der Ventilsitz 10 ist ein separates
Bauelement, das innerhalb des Ventilgehäuses 2 über geeignete Mittel angebracht werden
kann. Sowohl der Schnellschlussventilkegel 7 als auch der Stellventilkegel 8 sind
an diesem Ventilsitz 10 angeordnet. Der Führungstopf 9 ist mittig zu diesem Ventilsitz
10 ausgebildet. Der Schnellschlussventilkegel 7 und der Stellventilkegel 8 sind konzentrisch
um den Führungstopf 9 in die Achsrichtung 12 unabhängig voneinander längsverschiebbar
ausgebildet. Dazu ist eine Zentralspindel 11 vorgesehen, die in der Achsrichtung 12
verschiebbar ist und eine Kraft auf den Schnellschlussventilkegel 7 ausüben kann.
Des Weiteren sind, wie in Figur 1 dargestellt, zwei Antriebsspindeln 13a und 13b dargestellt,
die eine Kraft auf den Stellventilkegel 8 in Achsrichtung 12 ausüben können. In alternativen
Ausführungsformen können drei auf dem Umfang verteilte Antriebsspindeln eingesetzt
werden.
[0022] Der Stellventilkegel 8 ist gegen den Führungstopf 9 dampfdicht abgedichtet. Dies
erfolgt über eine zweite Kolbenringpaarung 14. Der Schnellschlussventilkegel 7 ist
ebenfalls gegen den Führungstopf 9 mit einer ersten Kolbenringpaarung 15 dampfdicht
abgedichtet.
[0023] Der Eingangsdruckraum 3 ist mittels des Schnellschlussventilkegels 7 und dem Stellventilkegel
8 abdichtbar gegenüber dem Ausgangsdruckraum 4 ausgebildet.
[0024] Die Zentralspindel 11 ist derart ausgebildet, dass beim Öffnen des Schnellschlussventilkegels
7 eine strömungstechnische Verbindung 16 zwischen einem Rückraum 17, der hinter dem
Schnellschlussventilkegel 7 angeordnet ist, und dem Ausgangsdruckraum 4 entsteht.
Wie in Figur 1 zu sehen, wird dies folgendermaßen realisiert:
An den Schnellschlussventilkegel 7 ist ein weiteres Bauelement 18 angepasst, wobei
in diesem weiteren Bauelement 18 die strömungstechnische Verbindung 16 realisiert
ist. Die strömungstechnische Verbindung 16 entsteht hierbei durch eine relative Bewegung
zwischen einem mit der Zentralspindel 11 verbundenen Zentralspindelkegel 19 und dem
weiteren Bauelement 18. Die strömungstechnische Verbindung 16 umfasst hierbei einen
parallel zur Achsrichtung 12 angeordneten ersten Strömungskanal 20 und einen im Wesentlichen
senkrecht dazu angeordneten zweiten Strömungskanal 21. Der erste Strömungskanal 20
mündet in den Rückraum 17. Der zweite Strömungskanal 21 mündet in den Ausgangsraum
4. Der erste Strömungskanal 20 und der zweite Strömungskanal 21 sind strömungstechnisch
miteinander verbunden. Sofern sich die Zentralspindel 11 nach links bewegt, wird ebenso
der Zentralspindelkegel 19 ebenfalls nach links bewegt und öffnet die strömungstechnische
Verbindung zwischen dem zweiten Strömungskanal 21 und dem Ausgangsdruckraum 4. Diese
Öffnung wird begrenzt durch einen Anschlag 22, der durch einen Vorsprung 23 im weiteren
Bauelement 18 realisiert ist. Der Vorsprung 23 und der Zentralspindelkegel 19 stoßen
quasi aufeinander. Eine weitere Bewegung der Zentralspindel 19 nach links zieht den
Schnellschlussventilkegel 7 ebenfalls mit nach links. Dieser Vorgang ist in der Figur
1 in der unter der Achsrichtung 12 dargestellten Anordnung innerhalb des Ventilgehäuses
2 zu sehen.
[0025] Oberhalb der Achsrichtung 12 ist der Vorgang während des Schließens des Schnellschlussventilkegels
7 dargestellt. Hierbei ist zu sehen, dass der Zentralspindelkegel 19, der relativ
zum weiteren Bauelement 18 bewegt werden kann, die strömungstechnische Verbindung
zwischen dem zweiten Strömungskanal 21 und dem Außendruckraum 4 verschließt. Eine
weitere Bewegung der Zentralspindelkegel 19 nach rechts bewegt den Schnellschlussventilkegel
7 ebenfalls nach rechts bis zum Ventilsitz 10. Durch die strömungstechnische Verbindung
16 während des Öffnens ist ein Druckausgleich zwischen dem Ausgangsdruckraum 4 und
dem Rückraum 17 möglich. Das bedeutet, dass der Druck gleich ist zwischen dem Ausgangsdruckraum
4 und dem Rückraum 17.
[0026] Der Führungstopf 9 ist des Weiteren derart ausgebildet, dass in dieser eine zweite
strömungstechnische Verbindung 24 zwischen dem Rückraum 17 und dem Eingangsdruckraum
3 entsteht, wenn das Stellventil geöffnet ist. Dazu wird im Wesentlichen parallel
zur Achsrichtung 12 ein dritter Strömungskanal 25 und ein senkrecht dazu angeordneter
vierter Strömungskanal 26 ausgebildet. Der dritte Strömungskanal 25 mündet in den
Eingangsdruckraum 3 und der vierte Strömungskanal 26 mündet in den Rückraum 17. Der
erste Strömungskanal 20 und der zweite Strömungskanal 21 können auch als Druckausgleichskanal
bezeichnet werden.
So wird ein Druckausgleich geschaffen, welcher zum einwandfreien Schließen des Schnellschlussventilkegels
notwendig ist, da sich hinter dem Kegel ein Unterdruck einstellen würde, welcher das
Schließen einschränken bzw. behindern würde.
[0027] Die strömungstechnische Verbindung 24 kann auch als zweiter Druckausgleichskanal
bezeichnet werden.
[0028] Es werden dadurch zwei Arbeitsräume (Eingangsdruckraum 3 und Ausgangsdruckraum 4)
ausgebildet. Durch den Zentralspindelkegel 19 wird der Schnellschlussventilkegel 7
des Schnellschlussventils druckentlastet. Im geschlossenen Zustand wirken große Dampfkräfte
auf den Schnellschlussventilkegel 7, welcher aus der Druckdifferenz vor dem Schnellschlussventilkegel
7 und hinter dem Schnellschlussventilkegel 7 resultieren. Um den Schnellschlussventilkegel
7 gegen diese Dampfkräfte zu Öffnen müsste ein sehr großer Antrieb verwendet werden.
Um dies zu vermeiden wird der Schnellschlussventilkegel 7 mit einem Zentralspindelkegel
19 ausgeführt. Beim Öffnen wird zuerst der verhältnismäßig kleine Zentralspindelkegel
19 geöffnet und sorgt damit für einen Druckausgleich über den Zentralspindelkegel
19. Danach wird der Schnellschlussventilkegel 7 geöffnet. Da beim Schließen zunächst
der Zentralspindelkegel 19 schließt und damit die Dampfzufuhr des Rückraums 17 unterbindet,
entsteht das Problem, dass über die Kolbenringe kein Dampf hinter den Schnellschlussventilkegel
7 strömen kann, so dass sich unter Freigabe des Volumens im Rückraum des Schnellschlussventilkegels
7 ein Unterdruck ausbildet. Hierdurch wird das Kräftegleichgewicht soweit geändert,
dass ein störungsfreies Schließen des Schnellschlussventilkegels 7 verhindert werden
würde. Dies wird umgangen, indem die zweite strömungstechnische Verbindung 24 eine
permanente Dampfzufuhr garantiert.
[0029] Insgesamt entsteht eine Verkleinerung der auf die Stellventilkegel 8 und Schnellschlussventilkegel
7 wirkenden Dampfkräfte. Durch die Reduzierung der Dampfkräfte verkleinern sich die
Antriebskräfte und die mechanische Belastung der Ventilspindeln sinkt insgesamt. Dadurch
können kleinere und günstigere Antriebe und Ventilbauteile verwendet werden.
1. Stell-Schnellschluss-Ventil (1) für eine Frischdampfleitung einer Dampfturbine, mit
einem Ventilgehäuse (2), an dem innenseitig ein Führungstopf (9) vorsteht, dessen
Achse mittig zu einem Ventilsitz (10) des Stell-Schnellschluss-Ventils (1) zeigt und
in dem konzentrisch sowie in die Achsrichtung (12) unabhängig voneinander längsverschiebbar
ein Stellventilkegel (8) und ein Schnellschlussventilkegel (7) angeordnet sind,
wobei der Stellventilkegel (8) gegen den Führungstopf (9) dampfdicht abgedichtet ist,
wobei der Schnellschlussventilkegel (7) gegen den Führungstopf (9) dampfdicht abgedichtet
ist,
wobei das Stell-Schnellschluss-Ventil (1) einen Eingangsdruckraum (3) und einen gegenüber
dem Eingangsdruckraum (3) abdichtbaren Ausgangsdruckraum (4) aufweist,
wobei eine Zentralspindel (11) zum Vorantrieb des Schnellschlussventilkegels (7) in
Richtung Ventilsitz (10) ausgebildet ist, wobei
die Zentralspindel (11) derart ausgebildet ist, dass beim Öffnen des Schnellschlussventilkegels
(7) eine strömungstechnische Verbindung (16) zwischen dem Rückraum (17), der hinter
dem Schnellschlussventilkegel (7) angeordnet ist, und dem vorderen Ausgangsdruckraum
(4), entsteht, wobei die Zentralspindel (11) verschiebbar gegenüber dem Schnellschlussventilkegel
(7) ausgebildet ist,
wobei der Schnellschlussventilkegel (7) einen ersten Druckausgleichskanal (20) aufweist,
der durch einen in der Zentralspindel (11) ausgebildeten Vorhubkegel beim Schließen
des Schnellschlussventils verschließbar und beim Öffnen des Schnellschlussventils
wiederöffenbar ist, wobei der erste Druckausgleichskanal (20) die strömungstechnische
Verbindung (16) zwischen dem Rückraum (17) und dem Ausgangsdruckraum (4) bildet, wobei
der Schnellschlussventilkegel (7) innenseitig an dem Führungstopf (9) angeordnet ist,
und
wobei der Stellventilkegel (8) außenseitig an dem Führungstopf (9) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Führungstopf (9) einen zweiten Druckausgleichskanal (24) aufweist, der eine zweite
strömungstechnische Verbindung (24) zwischen dem Rückraum (17) und dem Eingangsdruckraum
(3) bildet.
2. Stell-Schnellschluss-Ventil (1) nach Anspruch 1,
wobei der Schnellschlussventilkegel (7) mittels einer ersten Kolbenringpaarung (15)
gegenüber dem Führungstopf (9) dampfdicht ausgebildet ist.
3. Stell-Schnellschluss-Ventil (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Stellventilkegel
(8) mittels einer zweiten Kolbenringpaarung (14) gegenüber dem Führungstopf (9) dampfdicht
ausgebildet ist.
1. Quick closing control valve (1) for a live steam line of a steam turbine, with a valve
housing (2) inside which there protrudes a guide pot (9) whose axis is oriented centrally
towards a valve seat (10) of the quick closing control valve (1), and in which there
are arranged a control valve cone (8) and a quick-closing valve cone (7) which are
mutually independently longitudinally displaceable, both concentrically and in the
axial direction (12),
wherein the control valve cone (8) is sealed in a steam-tight manner with respect
to the guide pot (9),
wherein the quick-closing valve cone (7) is sealed in a steam-tight manner with respect
to the guide pot (9), wherein the quick closing control valve (1) has an inlet pressure
space (3) and an outlet pressure space (4) which can be sealed with respect to the
inlet pressure space (3), wherein a central spindle (11) is formed to drive the quick-closing
valve cone (7) in the direction of the valve seat (10), wherein
the central spindle (11) is designed so as to produce, when the quick-closing valve
cone (7) is opened, a fluidic connection (16) between the back space (17), which is
arranged behind the quick-closing valve cone (7), and the front outlet pressure space
(4),
wherein the central spindle (11) is designed such that it can be displaced with respect
to the quick-closing valve cone (7),
wherein the quick-closing valve cone (7) has a first pressure-equalizing duct (20)
which can be closed, when the quick-closing valve is closed, by an advancing cone
formed in the central spindle (11), and which can be reopened when the quick-closing
valve is opened,
wherein the first pressure-equalizing duct (20) forms the fluidic connection (16)
between the back space (17) and the outlet pressure space (4), wherein
the quick-closing valve cone (7) is arranged on the inside of the guide pot (9), and
wherein the control valve cone (8) is arranged on the outside of the guide pot (9),
characterized in that
the guide pot (9) has a second pressure-equalizing duct (24) which forms a second
fluidic connection (24) between the back space (17) and the inlet pressure space (3).
2. Quick closing control valve (1) according to Claim 1,
wherein the quick-closing valve cone (7) is made steam-tight with respect to the guide
pot (9) by means of a first piston ring pairing (15).
3. Quick closing control valve (1) according to Claim 1 or 2, wherein the control valve
cone (8) is made steam-tight with respect to the guide pot (9) by means of a second
piston ring pairing (14).
1. Soupape (1) de réglage-fermeture rapide d'un conduit pour de la vapeur vive d'une
turbine à vapeur, comprenant un corps (2) de soupape, sur lequel fait saillie, du
côté intérieur, un pot (9) de guidage, dont l'axe est dirigé au milieu vers un siège
(10) de la soupape (1) de réglage-fermeture rapide et dans laquelle, concentriquement,
ainsi que dans la direction (12) de l'axe, sont disposés, pouvant coulisser longitudinalement
indépendamment l'un de l'autre, un cône (8) de soupe de réglage et un cône (7) de
soupape de fermeture rapide,
dans laquelle le cône (8) de soupape de réglage est rendu étanche à la vapeur par
rapport au pot (9) de guidage, dans laquelle le cône (7) de soupape de fermeture rapide
est rendu étanche à la vapeur par rapport au pot (9) de guidage,
dans laquelle la soupape (1) de réglage-fermeture rapide a un espace (3) d'entrée
sous pression et un espace (4) de sortie sous pression pouvant être rendu étanche
par rapport à l'espace d'entrée sous pression,
dans laquelle une broche (11) centrale est constituée pour faire avancer le cône (7)
de soupape de fermeture rapide en direction du siège (10) de soupape, dans laquelle
la broche (11) centrale est constituée de manière à créer, à l'ouverture du cône (7)
de soupape de fermeture rapide, une liaison (16) en technique d'écoulement entre l'espace
(4) de sortie plus en avant sous pression et l'espace (17) arrière, qui est disposé
derrière le cône (7) de soupape de fermeture rapide,
dans laquelle la broche (11) centrale est constituée coulissante par rapport au cône
(7) de soupape de fermeture rapide,
dans laquelle le cône (7) de soupape de fermeture rapide a un premier conduit (20)
de compensation de la pression, qui peut, à la fermeture de la soupape de fermeture
rapide, être fermé par un cône d'avance constitué dans la broche (11) centrale et
être réouvert à l'ouverture de la soupape de fermeture rapide,
dans laquelle le premier conduit (20) de compensation de la pression forme la liaison
(16) en technique d'écoulement entre l'espace (17) arrière et l'espace (4) de sortie
sous pression, dans laquelle
le cône (7) de soupape de fermeture rapide est disposé du côté intérieur sur le pot
(9) de guidage et
dan laquelle le cône (8) de soupape de réglage est disposé du côté extérieur sur le
pot (9) de guidage,
caractérisée en ce que
le pot (9) de guidage a un deuxième conduit (24) de compensation de la pression, qui
forme une deuxième liaison (24) en technique d'écoulement entre l'espace (17) arrière
et l'espace (3) d'entrée sous pression.
2. Soupape (1) de réglage-fermeture rapide suivant la revendication 1,
dans laquelle le cône (7) de fermeture rapide est constitué d'une manière étanche
à la vapeur par rapport au pot (9) de guidage au moyen d'une première paire (15) de
segments de piston.
3. Soupape (1) de réglage-fermeture rapide suivant la revendication 1 ou 2,
dans laquelle le cône (8) de soupape de réglage est constitué d'une manière étanche
à la vapeur par rapport au pot (9) de guidage au moyen d'une deuxième paire (14) de
segments de piston.