[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen, die eine
Transporteinheit zum Transport der Wertscheine in eine Transportrichtung entlang eines
Transportpfads und eine Ausrichteinheit zum Ausrichten der Wertscheine umfasst. Ferner
hat die Vorrichtung eine Steuereinheit zur Steuerung der Ausrichteinheit.
[0002] Aus dem Dokument
DE 102 03 177 C1 ist eine Vorrichtung zum Ausrichten von Scheinen bekannt, bei der die auszurichtenden
Scheine mit Hilfe mindestens eines Ausrichtelements gegen einen in Transportrichtung
gerichteten Führungsrand transportiert werden. Problematisch an seiner solchen Vorrichtung
ist, dass somit alle Scheine zwangsläufig in der gleichen Ausrichtung ausgerichtet
werden. Dies ist insbesondere dann problematisch, wenn die Ausrichteinheit in einer
Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen verwendet wird, in der sowohl Schecks
als auch Banknoten verarbeitet werden können. Für den sicheren Transport der Schecks
und der Banknoten und/oder für das Lesen der Banknoten und Schecks ist es erforderlich,
dass die Schecks und die Banknoten mit unterschiedlichen Ausrichtungen ausgerichtet
werden. Andernfalls kann es zum Auftreten von Wertscheinstaus und/oder zum fehlerhaften
Lesen der Schecks und/oder Banknoten kommen.
[0003] Aus dem Dokument
DE 10 2007 059 410 A1 ist eine Leseeinheit zum Lesen von einem MICR-Abschnitt eines Schecks bekannt.
[0004] Aus dem Dokument
US 2008/073824 A1 ist eine Vorrichtung zur Ausrichtung von Blättern bekannt, die schräg zur Transportrichtung
angeordnete Rollenpaare umfasst, mit deren Hilfe die Blätter in einer vorbestimmten
Soll-Ausrichtung ausgerichtet werden können.
[0006] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen anzugeben,
mit deren Hilfe Wertscheine unterschiedlicher Wertscheinarten zuverlässig gehandhabt
werden können.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit dem Merkmal des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0008] Durch das Vorsehen eines stromaufwärts der Ausrichteinheit angeordneten Sensors zur
Ermittlung mindestens eines Merkmals der Wertscheine und der Ausrichtung der Wertscheine
in Abhängigkeit der Ausprägung des mindestens eines ermittelten Merkmals in einer
voreingestellten ersten Soll-Ausrichtung oder mindestens einer von der ersten Soll-Ausrichtung
verschiedenen voreingestellten zweiten Soll-Ausrichtung, wird erreicht, dass die verschiedenartigen
Wertscheine jeweils in der für sie optimalen Ausrichtung ausgerichtet werden, sodass
die Wertscheine zuverlässig weiterverarbeitet werden können. Insbesondere wird hierdurch
erreicht, dass die Wertscheine einer stromabwärts der Ausrichteinheit angeordneten
Sensoreinheit derart zugeführt werden können, dass diese auf den Wertscheinen aufgedruckte
Informationen, beispielsweise die Denomination und/oder magnetische Informationen
eines MICR-Abschnitts, zuverlässig auslesen kann. Ferner wird durch die jeweilige
Ausrichtung in der optimalen Soll-Ausrichtung erreicht, dass die Wahrscheinlichkeit
des Auftreten von Wertscheinstaus, insbesondere das Verkanten mit Transportelementen
die seitlich des Transportpfades angeordnet sind, vermieden oder zumindest verringert
wird.
[0009] Der Sensor ermittelt als Merkmal der Wertscheine insbesondere die Wertscheinart,
die Wertscheingröße und/oder die Wertscheinausrichtung. Zur Ermittlung der Wertscheingröße
werden insbesondere die Abmessungen des Wertscheins, d. h. die Länge der längeren
Seitenkanten und die Länge der kürzeren Seitenkanten ermittelt. Unter der Wertscheinausrichtung
wird insbesondere die relative Lage eines Wertscheins bezüglich der Transportrichtung,
und hierbei insbesondere bezüglich eines in Transportrichtung gerichteten Randes der
Transportebene, in der die Wertscheine transportiert werden, verstanden. Die Wertscheinausrichtung
ist insbesondere über den Winkel, um den der Wertschein zur Transportrichtung verdreht
ist, und/oder über die Außermittigkeit des Wertscheins relativ zu einer Mittelachse
des Transportpfades bestimmt.
[0010] Als Ausprägungen für das Merkmal der Wertscheinart wird insbesondere zwischen Schecks
und Banknoten unterschieden. Bei Banknoten kann ferner weiter in Banknoten unterschiedlicher
Denominationen unterteilt werden.
[0011] Die Ausrichteinheit richtet einen Wertschein vorzugsweise in der ersten Soll-Ausrichtung
aus, wenn als Ausprägung ermittelt wurde, dass es sich bei dem Wertschein um einen
Scheck handelt. Wurde dahingegen ermittelt, dass es sich um eine Banknote handelt,
so wird diese in der zweiten Soll-Ausrichtung ausgerichtet. Hierbei ist die Soll-Ausrichtung
derart voreingestellt, dass ein ihr ausgerichteter Scheck von einer Sensoreinheit,
insbesondere einem MICR-Leser, gelesen werden kann, und derart, dass das Verkanten
des Schecks während des Transports innerhalb der Vorrichtung vermieden wird. Dementsprechend
ist die zweite Soll-Ausrichtung derart voreingestellt, dass eine Banknote, die in
der zweiten Soll-Ausrichtung ausgerichtet ist, zuverlässig von Sensoren einer Echtheitsprüfungseinheit
erfasst werden kann, sodass sichergestellt ist, dass die Echtheit des Wertscheins
und/oder die Denomination des Wertscheins zuverlässig ermittelt werden können. Ferner
ist die zweite Soll-Ausrichtung auch derart voreingestellt, dass eine in dieser Ausrichtung
transportierte Banknote sicher transportiert werden kann, sodass das Auftreten von
Wertscheinstaus während des Transports vermieden wird.
[0012] Bei einer alternativen Ausführungsform der Erfindung kann die Ausrichteinheit, wenn
es sich bei dem Wertschein um eine Banknote handelt, diesen auch in Abhängigkeit der
ermittelten Wertscheingröße entweder in die zweite Soll-Ausrichtung oder mindestens
eine weitere voreingestellte Soll-Ausrichtung ausrichten. Bei dieser Ausführungsform
ist insbesondere für jede Wertscheingröße, und somit jede mögliche zu verarbeitende
Denomination, eine Soll-Ausrichtung voreingestellt, in der die Wertscheine dieser
Denomination am zuverlässigsten transportiert werden können und in der die Sensoren
der Echtheitsprüfungseinheit die für die Echtheitsprüfung erforderlichen Merkmale
der Banknote zuverlässig erfassen können.
[0013] Es ist vorteilhaft, wenn die Ausrichteinheit zunächst alle Wertscheine in der ersten
Soll-Ausrichtung ausrichtet und wenn die Ausrichteinheit jeweils in Abhängigkeit der
ermittelten Ausprägung des Merkmals eines Wertscheins diesen in der ersten Soll-Ausrichtung
belässt und ohne Veränderung der Ausrichtung in der ersten Soll-Ausrichtung weiter
in Transportrichtung transportiert oder den Wertschein von der ersten Soll-Ausrichtung
in die mindestens eine zweite Soll-Ausrichtung ausrichtet. Durch das Ausrichten aller
Wertscheine zunächst in der ersten Soll-Ausrichtung wird erreicht, dass unabhängig
von der Ist-Ausrichtung, die ein Wertschein hat, wenn dieser der Ausrichteinheit zugeführt
wird, zunächst alle Wertscheine in eine einheitliche erste Soll-Ausrichtung gebracht
werden. Von dieser einheitlichen ersten Soll-Ausrichtung können dann diejenigen Wertscheine,
die in der zweiten Soll-Ausrichtung ausgerichtet werden sollen, mit geringem Aufwand
und nur wenigen notwendigen Ausrichtelementen in die zweite Soll-Ausrichtung verbracht
werden. Wertscheine, die sowieso in der ersten Soll-Ausrichtung ausgerichtet werden
sollen, können in dieser verbleiben, sodass keine weitere Veränderung der Ausrichtung
dieser Wertscheine nötig ist.
[0014] Die erste Soll-Ausrichtung ist insbesondere derart voreingestellt, dass die längeren
Seiten eines Wertscheins, der in der ersten Soll-Ausrichtung ausgerichtet ist, parallel
zur Transportrichtung gerichtet sind. Ebenso kann auch die zweite Soll-Ausrichtung
derart voreingestellt sein, dass die längeren Seiten eines Wertscheins, der in der
zweiten Soll-Ausrichtung ausgerichtet ist, parallel zur Transportrichtung gerichtet
sind. In diesem Fall werden sowohl die Wertscheine, die in der ersten Soll-Ausrichtung
transportiert werden, als auch die Wertscheine, die in der zweiten Soll-Ausrichtung
transportiert werden, Short-Side-First, d.h. mit einer ihrer kurzen Seiten voran,
transportiert. Die erste Soll-Ausrichtung und die zweite Soll-Ausrichtung unterscheiden
sich lediglich in der relativen Position der längeren Seiten der Wertscheine zu der
Mittelachse des Transportpfads, entlang dessen die Wertscheine transportiert werden.
[0015] Bei einer weiteren alternativen Ausführungsform der Erfindung ist die zweite Soll-Ausrichtung
derart voreingestellt, dass ein Wertschein, der in ihr transportiert ist, derart angeordnet
ist, dass seine längere Längsachse mit der Mittelachse des Transportpfads zusammenfällt.
[0016] Die Ausrichteinheit umfasst insbesondere ein permanent angetriebenes in Transportrichtung
gerichtetes erstes Transportelement. Über dieses erste Transportelement werden alle
der Ausrichteinheit zugeführten Wertscheine unabhängig von der ermittelten Ausprägung
des Merkmals in Transportrichtung transportiert. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform
ist in einem in Transportrichtung gesehenen Anfangsbereich der Ausrichteinheit mindestens
ein solches permanent angetriebenes in Transportrichtung gerichtetes Transportelement
und in einem in Transportrichtung gesehenen Endbereich der Ausrichteinheit ebenfalls
mindestens ein solches permanent angetriebenes in Transportrichtung gerichtetes Transportelement
angeordnet. Über diese Transportelemente wird erreicht, dass ein Wertschein, der der
Ausrichteinheit zugeführt wird, innerhalb dieser Ausrichteinheit zuverlässig weiter
in Transportrichtung transportiert wird, sodass das Entstehen von Wertscheinstaus
vermieden wird.
[0017] Die Ausrichteinheit hat vorzugsweise mindestens ein in Transportrichtung gerichtetes
zweites Transportelement, das in einem aktivierten Betriebszustand einen auszurichtenden
Wertschein kontaktiert und die Ausrichtung und/oder Position des Wertscheins verändert,
und das in einem deaktivierten Zustand die Ausrichtung und Position des auszurichtenden
Wertscheins nicht verändert. Unter einem in Transportrichtung gerichteten Transportelement
wird insbesondere verstanden, das die Kraft, die dieses Transportelement auf den Wertschein
ausübt, in Transportrichtung gerichtet ist.
[0018] Unter der Ausrichtung wird, wie bereits zuvor beschrieben, insbesondere die relative
Lage des Wertscheins zur Transportrichtung und zu einer Mittelachse des Transportpfads
verstanden. Die Position dahingegen gibt den genauen Ort an, an dem ein Wertschein
innerhalb des Transportpfads angeordnet ist. Somit kann ein Wertschein in seiner Position
verändert werden, ohne dass hierbei die Ausrichtung verändert wird. Dies ist dann
der Fall, wenn ein Wertschein exakt in Transportrichtung transportiert wird, ohne
dass er hierbei quer zur Transportrichtung verschoben wird und ohne dass er hierbei
gedreht wird. In diesem Fall behält der Wertschein die Ausrichtung bei und verändert
lediglich seine Position innerhalb des Transportpfads.
[0019] Die Steuereinheit legt insbesondere in Abhängigkeit einer ermittelten Ist-Ausrichtung
und/oder Ist-Position des auszurichtenden Wertscheins den Betriebszustand des zweiten
Transportelements fest. Die Ist-Ausrichtung und/oder die Ist-Position können über
den Sensor, mit dessen Hilfe auch das Merkmal ermittelt wird, ermittelt werden und/oder
über einen weiteren Sensor detektiert werden. Über das Ansteuern des Betriebszustands
zwischen dem aktivierten und dem deaktivierten Betriebszustand verändert die Ausrichteinheit
in Abhängigkeit der Ist-Ausrichtung bzw. Ist-Position die Ausrichtung und/oder Position
des Wertscheins, sodass dieser von seiner Ist-Ausrichtung und Ist-Position in die
erste Soll-Ausrichtung oder die zweite Soll-Ausrichtung verbracht wird oder zumindest
einer der beiden Soll-Ausrichtungen angenähert wird. Hierzu legt die Steuereinheit
in Abhängigkeit der ermittelten Ist-Ausrichtung und/oder Ist-Position insbesondere
den Zeitpunkt, zu dem das zweite Transportelement von dem deaktivierten Betriebszustand
in den aktivierten Betriebszustand versetzt wird, und/oder die Zeitdauer, während
derer das zweite Transportelement in dem aktivierten Betriebszustand betrieben wird,
fest.
[0020] Ferner kann die Ausrichteinheit mindestens ein schräg zur Transportrichtung gerichtetes
drittes Transportelement umfassen, das in einem aktivierten Betriebszustand den auszurichtenden
Wertschein kontaktiert und die Ausrichtung und/oder Position dieses Wertscheins verändert
und das in einem deaktivierten Betriebszustand weder die Ausrichtung noch die Position
des Wertscheins verändert. Die Steuereinheit legt in Abhängigkeit der ermittelten
Ist-Ausrichtung und/oder Ist-Position des auszurichtenden Wertscheins den Betriebszustand
des dritten Transportelements fest. Analog zum zweiten Transportelement legt die Steuereinheit
auch für das dritte Transportelement vorzugsweise den Zeitpunkt und/oder die Zeitdauer,
zu dem es aktiviert wird und während derer es aktiviert bleibt, fest. Somit wird die
Ausrichtung und die Position, insbesondere über das Zusammenspiel des zweiten und
des dritten Transportelements, verändert, und somit der Wertschein in die erste Soll-Ausrichtung
oder die zweite Soll-Ausrichtung verbracht.
[0021] Das dritte Transportelement ist vorzugsweise derart angeordnet und/oder ausgerichtet,
dass es im aktivierten Betriebszustand den auszurichtenden Wertschein in Richtung
eines Begrenzungselements transportiert und/oder dreht. Die Steuereinheit steuert
das dritte Transportelement und das zweite Transportelement derart an, dass diese
den auszurichtenden Wertschein derart transportieren, dass dieser in die erste Soll-Ausrichtung
ausgerichtet wird, in der er mit einer seiner längeren Seiten an einer parallel zur
Transportrichtung gerichteten Kontaktfläche des Begrenzungselements anliegt. Über
dieses Begrenzungselement kann die Soll-Ausrichtung auf einfache Weise festgelegt
werden, sodass ein in ihr auszurichtender Wertschein leicht in diese erste Soll-Ausrichtung
verbracht werden kann. Das Begrenzungselement ist vorzugsweise derart angeordnet,
dass es den Transportpfad an einer Seite seitlich begrenzt.
[0022] Das Begrenzungselement ist insbesondere konkav ausgebildet, sodass eine Führung des
auszurichtenden Wertscheins quer zu der Transportebene, in der der Wertschein transportiert
wird, erreicht wird. Vorzugsweise hat das Begrenzungselement ein C-Profil. Insbesondere
wird hierdurch vermieden, dass ein gegen das Begrenzungselement transportierter Wertschein
über das Begrenzungselement hinweg bzw. unter dem Begrenzungselement hindurch transportiert
wird, und somit die erste Soll-Ausrichtung nicht mehr gegeben wäre.
[0023] Ferner ist es vorteilhaft, wenn die Ausrichteinheit mindestens ein in Transportrichtung
gerichtetes stromabwärts des dritten Transportelements angeordnetes viertes Transportelement
umfasst, das in einem aktivierten Betriebszustand den auszurichtenden Wertschein kontaktiert
und die Ausrichtung und/oder die Position des Wertscheins verändert und in einem deaktivierten
Betriebszustand weder die Ausrichtung noch die Position des auszurichtenden Wertscheins
verändert. Ferner hat die Ausrichteinheit insbesondere ein stromabwärts des dritten
Transportelements angeordnetes schräg zur Transportrichtung von dem Begrenzungselement
weg gerichtetes fünftes Transportelement, das in einem aktivierten Betriebszustand
einen auszurichtenden Wertschein kontaktiert und von dem Begrenzungselement wegtransportiert
und in einem deaktivierten Betriebszustand weder die Ausrichtung noch die Position
des auszurichtenden Wertscheins verändert. Die Steuereinheit legt in Abhängigkeit
der für den Wertschein vorgesehenen Soll-Ausrichtung die Betriebszustände des vierten
und/oder des fünften Transportelements fest. Insbesondere legt die Steuereinheit jeweils
den Zeitpunkt fest, zu dem das vierte Transportelement und das fünfte Transportelement
von dem deaktivierten in den aktivierten Betriebszustand umgeschaltet werden soll,
und die Zeitdauer, während derer das vierte und das fünfte Transportelement jeweils
in dem aktivierten Betriebszustand betrieben werden sollen.
[0024] Wenn für einen Wertschein die erste Soll-Ausrichtung festgelegt ist, betreibt die
Steuereinheit das vierte Transportelement in dem aktivierten Betriebszustand und das
fünfte Transportelement in dem deaktivierten Zustand. Hierdurch wird erreicht, dass
der Wertschein in der ersten Soll-Ausrichtung verbleibt und in Transportrichtung transportiert
wird, ohne dass seine Ausrichtung verändert wird.
[0025] Wenn für den Wertschein jedoch die zweite Soll-Ausrichtung festgelegt worden ist,
aktiviert die Steuereinheit das fünfte Transportelement, sodass dieses den Wertschein
von dem Begrenzungselement weg von der ersten Soll-Ausrichtung in die zweite Soll-Ausrichtung
transportiert. Hierbei kann auch zeitgleich das vierte Transportelement aktiviert
werden, sodass der Wertschein von beiden Transportelementen zusammen transportiert
wird, während er von der ersten Soll-Ausrichtung in die zweite Soll-Ausrichtung verbracht
wird.
[0026] Die erste Soll-Ausrichtung kann insbesondere derart voreingestellt sein, dass ein
in dieser ersten Soll-Ausrichtung ausgerichteter Wertschein das Begrenzungselement
kontaktiert, wohingegen die dem Begrenzungselement zugewandte längere Seite eines
in der zweiten Soll-Ausrichtung ausgerichteten Wertscheins einen voreingestellten
Abstand zum Begrenzungselement hat. Insbesondere können zusätzlich weitere Soll-Ausrichtungen
voreingestellt sein, wobei sich die weiteren Soll-Ausrichtungen über den voreingestellten
Abstand zum Begrenzungselement unterscheiden. In Abhängigkeit der ermittelten Wertscheingröße
werden die Wertscheine in den unterschiedlichen Soll-Ausrichtungen ausgerichtet, wobei
die Wertscheine insbesondere derart ausgerichtet werden, dass der Abstand der dem
Begrenzungselement zugewandten längeren Seite in der jeweils voreingestellten Soll-Ausrichtung
umso größer ist, je geringer die Breite des Wertscheins, d.h. die Länge seiner kürzeren
Seiten, ist.
[0027] Das zweite, das dritte, das vierte und/oder das fünfte Transportelement weisen vorzugsweise
jeweils mindestens ein zwei Rollen umfassendes Rollenpaar auf, wobei mindestens eine
Rolle quer oder schräg zu der Transportebene, in der die Wertscheine transportiert
werden, bewegbar ist. Über das Bewegen dieser Rolle quer bzw. schräg zur Werttransportebene
wird das entsprechende Transportelement zwischen dem aktivierten und dem deaktivierten
Betriebszustand verstellt. Im den aktivierten Betriebszustand sind die beiden Rollen
des Rollenpaars so nah aneinander angeordnet, dass sie auf einen zwischen ihnen angeordneten
Wertschein eine Kraft ausüben, über die der Wertschein in die Laufrichtung der Rollen
transportiert wird, sodass je nach Ausrichtung der Rollen auch die Ausrichtung des
Wertscheins verändert werden kann. Im deaktivierten Betriebszustand dahingegen ist
der Abstand der Rollen zueinander so groß, dass diese keine Kraft auf den zwischen
den Rollen angeordneten Wertschein ausüben, die groß genug ist, um den Wertschein
in Laufrichtung der Rollen zu bewegen.
[0028] Mindestens eine der beiden Rollen eines jeden Rollenpaars ist permanent mit Hilfe
einer Antriebseinheit, insbesondere mit Hilfe einer zentralen Antriebseinheit der
Vorrichtung, angetrieben. Durch das Verändern des Abstands der Rollen zueinander kann,
trotz des permanenten Antreibens, die Einstellung der Betriebszustände der jeweiligen
Transportelemente auf einfache Weise erfolgen. Das Bewegen der Rollen erfolgt insbesondere
mit Hilfe von Hubmagneten.
[0029] Die Ausrichteinheit weist bei einer bevorzugten Ausführungsform mindestens einen
ersten Sensor zur Ermittlung der Ist-Ausrichtung und/oder der Ist-Position eines der
Ausrichteinheit zugeführten Wertscheins auf. Zusätzlich oder alternativ hat die Vorrichtung
insbesondere einen zweiten Sensor zur Ermittlung der Ist-Ausrichtung eines Wertscheins
während des Ausrichtvorgangs und/oder mindestens einen dritten Sensor zur Ermittlung
der Ist-Ausrichtung und/oder der Ist-Position eines Wertscheins nach dem Ausrichtvorgang.
Mit Hilfe des ersten Sensors können die für die Ansteuerung der Transportelemente
notwendigen Informationen gewonnen werden, sodass die Transportelemente derart angesteuert
werden, dass der Wertschein von seiner Ist-Ausrichtung in die Soll-Ausrichtung verbracht
wird. Mit Hilfe des zweiten Sensors ist eine Überwachung des Ausrichtvorgangs möglich,
sodass, wenn der Ausrichtvorgang nicht planmäßig erfolgt, die Ansteuerung der Transportelemente
verändert werden kann, sodass der Wertschein auch tatsächlich in der für ihn vorgesehene
Soll-Ausrichtung ausgerichtet wird. Mit Hilfe des dritten Sensors kann insbesondere
ein Regelkreis ausgebildet sein, der in Abhängigkeit der tatsächlichen Ausrichtung
des Wertscheins nach dem Durchlaufen der Ausrichtstation über einen Vergleich mit
der voreingestellten Soll-Ausrichtung die Ansteuerung der Transportelemente derart
verändert, dass, wenn zwischen der Ist-Ausrichtung nach dem Durchlaufen der Ausrichteinheit
und der voreingestellten Soll-Ausrichtung eine Abweichung besteht, diese bei weiteren
durch die Ausrichteinheit auszurichtenden Wertscheinen vermindert oder ausgeglichen
wird.
[0030] Unter einem Ausrichtvorgang wird das Verbringen eines Wertscheins von seiner Ist-Ausrichtung
in die für ihn vorgesehene voreingestellte Soll-Ausrichtung verstanden.
[0031] Der erste Sensor, der zweite Sensor und/oder der dritte Sensor umfassen vorzugsweise
jeweils mindestens eine Lichtschranke, mit deren Hilfe auf einfache Weise die Position
und/oder Ausrichtung des Wertscheins ermittelt werden kann. Bei einer alternativen
Ausführungsform der Erfindung können der erste Sensor, der zweite Sensor und/oder
der dritte Sensor auch jeweils eine Kamera umfassen, über die ein Bild mit einer Abbildung
des Wertscheins ermittelt wird. Mit Hilfe eines in der Steuereinheit hinterlegten
Bildverarbeitungsalgorithmus ermittelt die Steuereinheit aus dem Bild die Ausrichtung
und/oder Position des Wertscheins.
[0032] Die Vorrichtung ist insbesondere derart ausgebildet, dass der Transportpfad, entlang
dessen die Wertscheine innerhalb der Ausrichteinheit transportiert werden, derart
ausgebildet ist, dass die Wertscheine um einen voreingestellten Winkel umgelenkt werden.
Dieser Winkel hat insbesondere einen Wert im Bereich zwischen 170° und 190°, vorzugsweise
von etwa 180°. Hierdurch wird ein besonders kompakter Aufbau der Ausrichteinheit erreicht,
sodass nur wenig Bauraum für sie benötigt wird. Der Transportpfad ist insbesondere
über zwei flächige Begrenzungselemente ausgebildet, wobei der auszurichtende Wertschein
auf einen dieser Begrenzungselemente aufliegt und von dem anderen an der gegenüberliegenden
Seite begrenzt wird.
[0033] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung,
die die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen in Zusammenhang mit den beigefügten
Figuren näher erläutert.
[0034] Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen;
- Figur 2
- eine schematische Darstellung eines Kopfmoduls der Vorrichtung nach Figur 1;
- Figur 3
- eine Seitenansicht einer Schnittdarstellung einer Ausrichteinheit der Vorrichtung
nach den Figuren 1 und 2;
- Figur 4
- eine schematische, perspektivische Darstellung der Ausrichteinheit nach Figur 3;
- Figur 5
- eine schematische, perspektivische Darstellung der Ausrichteinheit nach den Figuren
3 und 4 in einem aufgeklappten Zustand mit Blick auf einen ersten Teil eines Transportpfads;
- Figur 6
- eine schematische, perspektivische Darstellung der Ausrichteinheit nach den Figuren
3 bis 5 in einem aufgeklappten Zustand mit Blick auf einen zweiten Teil des Transportpfads;
- Figur 7
- eine schematische Darstellung mehrerer SollAusrichtungen für mehrere unterschiedliche
Wertscheine;
- Figur 8
- eine schematische Darstellung eines Wertscheins und der Ausrichteinheit beim Ausrichten
dieses Wertscheins während eines ersten Betriebszustands;
- Figur 9
- eine schematische Darstellung eines Wertscheins und der Ausrichteinheit beim Ausrichten
dieses Wertscheins in einem zweiten Betriebszustand;
- Figur 10
- eine schematische Darstellung eines Wertscheins und der Ausrichteinheit während des
Ausrichtens dieses Wertscheins in einem dritten Betriebszustand;
- Figur 11
- eine schematische Darstellung eines Wertscheins und der Ausrichteinheit während des
Ausrichtens dieses Wertscheins in einem vierten Betriebszustand;
- Figur 12
- eine schematische Darstellung eines Wertscheins und der Ausrichteinheit während des
Ausrichtens dieses Wertscheins in einem fünften Betriebszustand;
- Figur 13
- eine schematische Darstellung eines Wertscheins und der Ausrichteinheit während des
Ausrichtens dieses Wertscheins in einem sechsten Betriebszustand;
- Figur 14
- eine schematische Darstellung eines Wertscheins und der Ausrichteinheit während des
Ausrichtens dieses Wertscheins in einem siebten Betriebszustand;
- Figur 15
- eine schematische Darstellung eines Wertscheins und der Ausrichteinheit während des
Ausrichtens dieses Wertscheins in einem achten Betriebszustand; und
- Figur 16
- eine schematische Darstellung eines Wertscheins und der Ausrichteinheit während des
Ausrichtens dieses Wertscheins in einem neunten Betriebszustand.
[0035] In Figur 1 ist eine schematische Darstellung einer Vorrichtung 10 zur Handhabung
von Wertscheinen dargestellt. Bei der Vorrichtung 10 handelt es sich insbesondere
um eine automatische Tresorkasse, ein automatisches Kassensystem und/oder einen Geldautomaten,
wie einen Einzahlautomaten zum Einzahlen von Banknoten und Schecks.
[0036] Die Vorrichtung 10 umfasst ein Kopfmodul 12 und einen Tresor 14. Der Aufbau des Kopfmoduls
12 ist im Zusammenhang mit Figur 2 näher beschrieben. In dem Tresor 14 sind vier Wertscheinkassetten
16a bis 16d angeordnet, in denen die Wertscheine aufgenommen werden können. Hierbei
ist insbesondere eine der Wertscheinkassetten 16a bis 16d zur Aufnahme von Schecks
und die anderen drei Wertscheinkassetten 16a bis 16d zur Aufnahme von Banknoten vorgesehen.
Die Aufnahme von den Banknoten erfolgt insbesondere sortenrein, d.h. dass in einer
Wertscheinkassette 16a bis 16d immer nur Banknoten einer Denomination aufgenommen
sind. Alternativ kann auch eine Mischspeicherung erfolgen, d.h. dass in einer Wertscheinkassette
16a bis 16d Wertscheine unterschiedlicher Denominationen gemischt aufgenommen werden.
Bei einer alternativen Ausführungsform können in dem Tresor 14 auch mehr als vier
oder weniger als vier, insbesondre zwei, Wertscheinkassetten 16a bis 16d vorgesehen
sein. Insbesondere kann eine sogenannte Reject-Kassette vorgesehen sein, in der Wertscheine
aufgenommen werden, die fälschungsverdächtig sind und/oder Beschädigungen aufweisen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind zwei Wertscheinkassetten 16a bis 16d, nämlich
eine zur Aufnahme von Schecks und eine zur Aufnahme von Banknoten, vorgesehen.
[0037] Die Wertscheine können hierbei in den Wertscheinkassetten 16a bis 16d sowohl in gestapelter
Form in einem Aufnahmebereich aufgenommen sein, als auch zwischen zwei Folienbändern
aufgewickelt auf einem Rollenspeieher gespeichert werden. Es können auch unterschiedliche
Wertscheinkassettenarten innerhalb des Tresors 14 verwendet werden.
[0038] Die Vorrichtung 10 kann ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel als reine Einzahlungsvorrichtung
ausgebildet sein, in der lediglich Wertscheine aufgenommen werden können. Alternativ
kann sie auch als eine Recyclingvorrichtung ausgebildet sein, in die sowohl Wertscheine
eingegeben als auch wieder Wertscheine ausgegeben werden können.
[0039] Der Tresor 14 weist einen Übergabeschlitz 18 auf, durch den die Wertscheine von dem
Kopfmodul 12 dem Tresor 14 zugeführt werden. Von dem Übergabeschlitz 18 werden die
Wertscheine über eine mit dem Bezugszeichen 21 bezeichnete Transporteinheit zu den
Wertscheinkassetten 16a bis 16d transportiert.
[0040] In Figur 2 ist eine schematische Darstellung des Kopfmoduls 12 nach Figur 1 gezeigt.
Das Kopfmodul 12 weist eine Ein- und Ausgabeeinheit 20 auf, über die die Wertscheine
in Form eines Wertscheinstapels eingegeben werden können. Ferner können über diese
Ein- und Ausgabeeinheit 20 auch wieder einzelne Wertscheine und/oder Wertscheinstapel
an die Bedienperson der Vorrichtung 10 ausgegeben werden. Die Ein- und Ausgabeeinheit
20 weist insbesondere einen sogenannten Shutter 22 auf, über den eine Öffnung zum
Zuführen und Ausgeben der Wertscheine geöffnet und geschlossen werden kann.
[0041] Ein über die Ein- und Ausgabeeinheit 20 eingegebener Wertscheinstapel wird mit Hilfe
einer Transporteinheit 24 zu einer ersten Ausrichteinheit 100 transportiert. Mit Hilfe
der ersten Ausrichteinheit 100 werden die Wertscheine des Wertscheinstapels in einer
voreingestellten Ausrichtung ausgerichtet oder zumindest wird die Ausrichtung eines
Teils der Wertscheine des Wertscheinstapels derart verändert, dass diese der voreingestellten
Ausrichtung angenähert wird. Der ausgerichtete Wertscheinstapel wird mit Hilfe einer
Transporteinheit 26 einer Vereinzelungseinheit 200 zugeführt, die die Wertscheine
des Wertscheinstapels vereinzelt und die vereinzelten Wertscheine einer ersten Sensoreinheit
300 zuführt.
[0042] Die erste Sensoreinheit 300 umfasst eine Bilderfassungseinheit, mit deren Hilfe von
jedem zugeführten Wertschein mindestens ein Bild mit einer Abbildung dieses Wertscheins
aufgenommen wird. Eine Steuereinheit 28 der Vorrichtung 10 ermittelt in Abhängigkeit
der Abbildung des Wertscheins in dem Bild mindestens ein Merkmal des Wertscheins und
klassifiziert den Wertschein in Abhängigkeit dieses Merkmals in Schecks, Banknoten
einer voreingestellten Währung und andere blattförmige Medien. Bei den anderen blattförmigen
Medien kann es sich beispielsweise um Wertscheine einer anderen als der voreingestellten
Währung handeln und/oder um sonstige blattförmige Medien, die von der Bedienperson
der Vorrichtung fälschlicherweise eingegeben wurden. Beispielsweise kann es sich hierbei
um Visitenkarten oder Kontoauszüge handeln. Die voreingestellte Währung ist insbesondere
diejenige Währung, die mit Hilfe der Vorrichtung 10 gehandhabt, insbesondere in den
Wertscheinkassetten 16a bis 16d aufgenommen, werden soll.
[0043] Diejenigen Wertscheine, die weder als Schecks noch als Banknoten der voreingestellten
Währung klassifiziert wurden, werden über eine Weiche 400 in einen zweiten Zwischenspeicher
500 zur Zwischenspeicherung von blattförmigen Medien transportiert und in diesem vorzugsweise
als zweiter Wertscheinstapel zwischengespeichert. Die Schecks und die Banknoten der
voreingestellten Währung dahingegen werden über die Weiche 400 einer zweiten Ausrichteinheit
600 zugeführt. Mit Hilfe dieser zweiten Ausrichteinheit 600 werden die Schecks in
einer ersten voreingestellten Soll-Ausrichtung ausgerichtet und die Banknoten in einer
von der ersten Soll-Ausrichtung abweichenden zweiten Soll-Ausrichtung ausgerichtet.
Insbesondere sind mehrere verschiedene Soll-Ausrichtungen für Banknoten unterschiedlicher
Denominationen voreingestellt und die zweite Ausrichteinheit 600 richtet die Wertscheine
nicht nur in Abhängigkeit davon, ob es sich um Schecks oder Banknoten handelt in unterschiedlichen
voreingestellten Soll-Ausrichtungen aus, sondern auch noch zusätzlich in Abhängigkeit
der Denomination der Banknoten.
[0044] Die ausgerichteten Wertscheine werden dann einer zweiten Sensoreinheit 29 zugeführt,
mit deren Hilfe die Echtheit der Banknoten ermittelt wird und mit deren Hilfe magnetische
Informationen der Schecks ausgelesen werden. Die Sensoreinheit 29 umfasst eine Banknotensensoreinheit
29a, mit deren Hilfe die Echtheit der Banknoten überprüft wird und eine Schecksensoreinheit
29b, mit deren Hilfe die Echtheit der Schecks überprüft wird und auf die Schecks aufgedruckte
Informationen ausgelesen werden. Die erste Sensoreinheit 300 und die zweite Sensoreinheit
29 bilden zusammen mit der Steuereinheit 28 insbesondere ein Echtgeld- und Scheckerkennungsmodul.
Bei der Ermittlung der Echtheit des Banknoten und/oder Schecks werden vorzugsweise
auch mit Hilfe der Sensoreinheit 300 ermittelte Informationen berücksichtigt.
[0045] Anschließend werden die Wertscheine mit Hilfe weiterer Transportelemente, von denen
eines beispielhaft mit dem Bezugszeichen 30 bezeichnet ist, in Richtung einer zweiten
Weiche 700 transportiert. Über die zweite Weiche 700 werden alle Wertscheine des zuvor
eingegebenen Wertscheinstapels, die als Schecks oder Banknoten der voreingestellten
Währung klassifiziert wurden, zunächst einem ersten Zwischenspeicher 32 zugeführt
und in diesem zwischengespeichert. Der Zwischenspeicher 32 ist insbesondere in Form
eines Rollenspeichers ausgebildet, bei dem die aufzunehmenden Wertscheine zwischen
zwei Folienbändern aufgewickelt aufgenommen sind. Nachdem alle Wertscheine des eingegebenen
Wertscheinstapels in dem ersten Zwischenspeicher 32 oder dem zweiten Zwischenspeicher
500 aufgenommen sind, wird über eine Anzeigeeinheit 34 mindestens eine Information
über die in dem ersten Zwischenspeicher 32 und/oder die in dem zweiten Zwischenspeicher
500 aufgenommenen Wertscheine an die Bedienperson ausgegeben. Diese Information umfasst
insbesondere Informationen über die Anzahl der eingegebenen Wertscheine und/oder den
Wert der Summe der Denominationen der eingegebenen Wertscheine, die in dem ersten
Zwischenspeicher 32 aufgenommen sind. Ferner wird die Bedienperson insbesondere aufgefordert,
über eine Eingabeeinheit 36 eine Bestätigungsinformation einzugeben.
[0046] Wenn in einem voreingestellten Zeitintervall nach der Aufforderung von der Bedienperson
keine Eingabe der Bestätigungsinformation über die Eingabeeinheit 36 erfolgt und/oder
wenn die Bedienperson eine ablehnende Eingabe tätigt, so werden die in dem ersten
Zwischenspeicher 32 aufgenommenen Wertscheine aus diesem transportiert und einer Stapeleinheit
40 zugeführt, mit deren Hilfe ein erster Wertscheinstapel aus allen in dem ersten
Zwischenspeicher 32 aufgenommenen Wertscheine gebildet wird. Ferner wird der in dem
zweiten Zwischenspeicher 500 aufgenommene zweite Wertscheinstapel dem zweiten Zwischenspeicher
500 entnommen. Sowohl der erste Wertscheinstapel als auch der zweite Wertscheinstapel
werden einer Stapelzusammenführungseinheit 802 zugeführt, mit deren Hilfe aus dem
ersten und dem zweiten Wertscheinstapel ein einziger zusammengefügter Wertscheinstapel
gebildet wird. Dieser zusammengefügte Wertscheinstapel wird anschließend über die
Ein- und Ausgabeeinheit 20 wieder an die Bedienperson ausgegeben.
[0047] Erfolgt dahingegen durch die Bedienperson die Eingabe der Bestätigungsinformation
in dem voreingestellten Zeitintervall nach der entsprechenden Aufforderung, so wird
der zweite Wertscheinstapel dem zweiten Zwischenspeicher 500 entnommen und über die
Ein- und Ausgabeeinheit 20 an eine Bedienperson ausgegeben.
[0048] Die in dem ersten Zwischenspeicher 32 zwischengespeicherten Wertscheine dahingegen
werden entlang eines Transportpfades 38 dem Tresor 14 zugeführt und in den Wertscheinkassetten
16a bis 16d aufgenommen. Die in dem ersten Zwischenspeicher 32 zwischengespeicherten
Schecks werden, bevor sie in den Tresor 40 transportiert werden, durch das Aufdrucken
eines Entwertungsdruckbildes in einem vorbestimmten Druckbereich des Schecks entwertet.
Hierzu ist zwischen der zweiten Weiche 700 und dem Transportpfad 38 eine Druckeinheit
900 zum Bedrucken der Schecks vorgesehen. Über die Weiche 700 werden die Schecks hierbei
derart der Druckeinheit 900 zugeführt, dass der Druckbereich, auf den die Entwertungsinformation
aufgedruckt werden soll, dem Druckkopf der Druckeinheit 900 zugewandt ist, so dass
der Druckkopf diesen Druckbereich mit dem Entwertungsdruckbild bedrucken kann.
[0049] Durch das zuvor beschriebene Kopfmodul 12 wird erreicht, dass in einer Vorrichtung
10 zusammen Schecks und Banknoten gehandhabt werden können und diese beliebig gemischt
in einem Stapel der Vorrichtung 10 zugeführt werden können. Hierdurch wird ein besonders
hoher Bedienkomfort für eine Bedienperson der Vorrichtung 10 erreicht, da diese keine
manuelle Vorsortierung der Wertscheine in Schecks und Banknoten vornehmen muss und
auch nicht, wie bei bekannten Vorrichtungen, voreinstellen muss, welche Art von Wertscheinen
zugeführt wird.
[0050] Nachdem die Wertscheine des eingegebenen Wertscheinstapels mit Hilfe der Vereinzelungseinheit
200 vereinzelt wurden, werden die Wertscheine einzeln der Sensoreinheit 300 zugeführt.
Eine Bilderfassungseinheit der Sensoreinheit 300 nimmt von jedem vereinzelten Wertschein
mindestens ein Bild mit einer Abbildung dieses Wertscheins auf. Die Steuereinheit
38 klassifiziert in Abhängigkeit dieser Abbildung die Wertscheine in Schecks, zulässige
Banknoten und sonstige blattförmige Medien. Unter zulässigen Banknoten werden Banknoten
verstanden, die derjenigen Währung angehören, die mit Hilfe der Vorrichtung 10 gehandhabt
und in den Geldkassetten 16a bis 16d aufgenommen werden soll.
[0051] Die Wertscheine, die als sonstige blattförmige Medien klassifiziert wurden, werden
über die Weiche 400 dem zweiten Zwischenspeicher 500 zugeführt und in diesem so lange
zwischengespeichert, bis alle Wertscheine des eingegebenen Wertscheinstapels in dem
ersten Zwischenspeicher 32 oder in dem zweiten Zwischenspeicher 500 aufgenommen wurden.
Anschließend werden diese in dem zweiten Zwischenspeicher 500 aufgenommenen Wertscheine
über die Ein- und Ausgabeeinheit 20 wieder an die Bedienperson der Vorrichtung 10
ausgegeben. Auf diese Weise wird ein Aussortieren von blattförmigen Medien, die keine
zulässigen Banknoten und keine Schecks darstellen, erreicht. Ferner können über eine
Steuereinheit 28 in Abhängigkeit des mit Hilfe der Sensoreinheit 300 ermittelten Bildes
auch beschädigte Wertscheine aussortiert werden und dem zweiten Zwischenspeicher 500
zugeführt werden.
[0052] Die als zulässige Banknoten und Schecks klassifizierten Wertscheine werden über die
Weiche 400 der Ausrichteinheit 600 zugeführt, mit deren Hilfe die Schecks in einer
ersten voreingestellten Soll-Ausrichtung und die Banknoten in einer von der ersten
Soll-Ausrichtung verschiedenen voreingestellten zweiten Soll-Ausrichtung ausgerichtet
werden. Die erste Soll-Ausrichtung ist derart voreingestellt, dass die Schecks mit
Hilfe der stromabwärts der Ausrichteinheit 600 angeordneten Einheiten weiterverarbeitet
werden kann. Insbesondere ist die erste Soll-Ausrichtung derart voreingestellt, dass
die Sensoreinheit 29b magnetische Informationen eines MICR-Bereichs des Schecks auslesen
kann und dass die Schecks sich während des weiteren Transports nicht mit Elementen
der Vorrichtung 10 verhaken können, sodass Wertscheinstaus vermieden werden.
[0053] Entsprechend ist die zweite Soll-Ausrichtung derart voreingestellt, dass die Banknoten,
wenn sie in dieser zweiten Soll-Ausrichtung ausgerichtet sind, mit Hilfe der Sensoreinheit
29a einer Echtheitsprüfung unterzogen werden können und dass auch bei den Banknoten
das Auftreten von Wertscheinstaus verhindert wird.
[0054] Bei einer alternativen Ausführungsform der Erfindung können auch nicht alle Banknoten
in der zweiten Soll-Ausrichtung ausgerichtet werden, sondern es können weitere Soll-Ausrichtungen
voreingestellt sein, wobei die Banknoten in Abhängigkeit ihrer Abmessungen, insbesondere
ihrer Breite in der zweiten Soll-Ausrichtung oder einer dieser weiteren voreingestellten
Soll-Ausrichtungen ausgerichtet werden. Die Breite des Wertscheins ist die Abmessung
derjenigen Seiten des Wertscheins, die beim Transport der Wertscheine in die Transportrichtung
quer zur Transportrichtung gerichtet ist.
[0055] In Figur 3 ist eine Seitenansicht einer Schnittdarstellung der Ausrichteinheit 600
nach Figur 2 gezeigt. Figur 4 stellt eine schematische, perspektivische Darstellung
der Ausrichteinheit 600 nach Figur 3 dar.
[0056] Die von der Weiche 400 kommenden Wertscheine werden der Ausrichteinheit 600 in Richtung
des Pfeils P1 zugeführt und entlang des durch die Strichlinie 602 angedeuteten Transportpfads
durch die Ausrichteinheit 600 transportiert und während des Transports entsprechend
ihrer Wertscheinart in der für diese Wertscheinart voreingestellten Soll-Ausrichtung
ausgerichtet. Die Transportrichtung, in die die Wertscheine entlang des Transportpfads
transportiert werden, ist durch den Pfeil P2 angedeutet. Der Transportpfad 602 ist
durch eine erste Begrenzungseinheit 604 und eine zweite Begrenzungseinheit 606 begrenzt,
wobei der Transportpfad 602 in dem zwischen den beiden Begrenzungseinheiten 604, 606
ausgebildeten Bereich angeordnet ist.
[0057] Die beiden Begrenzungseinheiten 604, 606 sind in einem Krümmungsbereich 608 halbkreisförmig
ausgebildet, sodass der Transportpfad 602 in diesem Bereich ebenfalls halbkreisförmig
ist und die entlang des Transportpfads 602 transportierten Wertscheine während ihres
Transportes durch die Ausrichteinheit 600 um 180° umgelenkt werden. Hierdurch wird
ein besonders kompakter, platzsparender Aufbau der Ausrichteinheit 600 erreicht. Bei
einer alternativen Ausführungsform können die Begrenzungseinheiten 604, 606 auch derart
ausgebildet sein, dass sie keinen Krümmungsbereich 608 aufweisen, sondern dass die
Wertscheine während des Transports durch die Ausrichteinheit 600 nicht umgelenkt und
entlang einer ebenen Fläche transportiert werden.
[0058] Durch das Umlenken der Wertscheine ist der Transportpfad 602 in einem ersten Teilbereich
610 und einem zweiten Teilbereich 612 eingeteilt. Bei der in Figur 5 gezeigten schematischen,
perspektivischen Darstellung der Ausrichteinheit 600 ist die Begrenzungseinheit 604
in dem ersten Teilbereich 610 von der restlichen Ausrichteinheit 600 abgeklappt, sodass
der erste Teil 610 des Transportpfads 602 sichtbar ist. In Transportrichtung P2 gesehen
zu Beginn des Transportpfads 602 der Ausrichteinheit 600 sind zwei Rollen 614, 616
angeordnet, die über eine zentrale Antriebseinheit permanent derart angetrieben werden,
sodass sie einen sie kontaktierenden Wertschein in Transportrichtung P2 transportieren.
Die Rollen 214, 216 ragen dazu in den Transportpfad 602 hinein. Durch den Kontakt
der in Transportrichtung P2 gerichteten Rollen 614, 616 werden die Wertscheine, die
der Ausrichteinheit 600 von der Weiche 400 kommend zugeführt werden, weiter in Transportrichtung
P2 transportiert.
[0059] Ebenso sind in Transportrichtung P2 gesehen am Ende des Transportpfads 602 der Wertschein
innerhalb der Ausrichteinheit 600 zwei weitere ebenfalls permanent angetriebene und
in Transportrichtung P2 gerichtete Rollen 618, 620 angeordnet, mit deren Hilfe ein
durch die Ausrichteinheit 600 ausgerichteter Wertschein weiter in Richtung der Sensoreinheit
29 transportiert wird.
[0060] In dem ersten Teilbereich sind fünf Rollenpaare 622 bis 630 angeordnet, die jeweils
zwei Rollen umfassen, die durch Aussparungen der Begrenzungseinheit 604, 606 hindurch
in den Transportpfad 602 ragen.
[0061] Die Rollen 632 bis 638 der Rollenpaare 622 bis 628 sind in Transportrichtung P2 gerichtet
und über die zentrale Antriebseinheit permanent angetrieben. Die gegenüberliegenden
Rollen 640 bis 646 der Rollenpaare 622 bis 628 dahingegen dienen als Andruckrollen
und sind nicht angetrieben. Die Lagerungen der Rollen 640 bis 646 sind über eine Schubstange
650 mit dem Anker 652 eines Hubmagneten 658 verbunden, wobei die Rollen 640 bis 646
durch den Hubmagneten 658 zwischen einem aktivierten Betriebszustand und einem deaktivierten
Betriebszustand verschwenkt werden können. In dem aktivierten Betriebszustand drücken
die Rollen 640 bis 646 einen in ihrem Bereich angeordneten Wertschein gegen die entsprechenden
angetriebenen Rollen 632 bis 636, sodass der Wertschein über die Rollenpaare 622 bis
628 in Transportrichtung P2 transportiert wird. Im deaktivierten Zustand dahingegen
sind die Rollen 640 bis 646 derart von den Rollen 632 und 638 abgeschwenkt, dass sie
den Wertschein nicht gegen die Rollen 632 bis 638 drücken bzw. die Andruckkraft so
gering ist, dass durch die Rollenpaare 622 bis 628 keine Kraft auf den zwischen den
Rollen 632 bis 638, 640 bis 646 der Rollenpaare 622 bis 628 angeordneten Wertschein
übertragen wird.
[0062] Die Rolle 654 des Rollenpaars 630 ist ebenfalls eine Andruckrolle, wohingegen die
Rolle 656 des Rollenpaares 630 über die zentrale Antriebseinheit permanent angetrieben
ist. Über den Hubmagneten 658 kann die Andruckrolle 654 zwischen einem aktivierten
und einem deaktivierten Betriebszustand verstellt werden. Das Rollenpaar 630 ist derart
ausgerichtet, dass es einen Wertschein, wenn es im aktivierten Betriebszustand betrieben
ist, schräg zur Transportrichtung P2 in Richtung des Pfeils P3 transportiert.
[0063] In Figur 6 ist eine schematische perspektivische Darstellung der Ausrichteinheit
600 gezeigt, wobei im zweiten Teilbereich die Begrenzungseinheit 606 von der übrigen
Ausrichteinheit 600 abgeklappt ist, sodass der Transportpfad 602 in diesem Bereich
sichtbar ist. In dem zweiten Teilbereich sind sechs Rollenpaare 660 bis 670 angeordnet,
die in Transportrichtung P2 gerichtet sind. Die Rollenpaare 660 bis 670 umfassen jeweils
eine permanent angetriebene Rolle 672 bis 682 und eine nicht angetriebene Andruckrolle
684 bis 694. Die Andruckrollen 684 bis 694 sind über den Hubmagnet 696 zwischen einem
aktivierten und einem deaktivierten Betriebszustand verschwenkbar, wobei der Anker
698 des Hubmagneten 696 über ein Verbindungselement 702 und eine Schubstange 704 mit
Lagerungselementen 706 bis 710 der Andruckrollen 684 bis 694 verbunden ist. Ferner
sind zwei weitere in den Transportpfad 602 im zweiten Teilbereich 612 hineinragende
Rollenpaare 712, 714 vorhanden, die jeweils eine angetriebene Rolle 720, 724 und eine
zwischen einem aktivierten und deaktivierten Betriebszustand verstellbare Andruckrolle
716, 718 umfassen. Die Rollenpaare 712, 714 sind schräg zur Transportrichtung P2 ausgerichtet,
d.h. dass die durch die Rollenpaare 712, 714 auf einen Wertscheine ausgeübte Kraft
schräg zur Transportrichtung P1 gerichtet ist, sodass über sie, wie auch über das
Rollenpaar 630, eine Veränderung der Ausrichtung und/oder Position eines entlang des
Transportpfads 602 transportierten Wertscheins bei entsprechender Aktivierung der
Rollenpaare 630, 712, 714 möglich ist. In dem Krümmungsbereich 608 sind zwei weitere
Rollenpaare 730 und 732 angeordnet, wobei das stromaufwärts angeordnete Rollenpaar
dieser beiden Rollenpaare 730, 732 in Transportrichtung P2 gerichtet ist und das andere
Rollenpaar 732 schräg zur Transportrichtung P2 gerichtet ist.
[0064] Das Rollenpaar 730 umfasst eine permanent angetriebene Rolle 738 und eine mit Hilfe
eines in den Figuren 3 bis 6 nicht sichtbaren Hubmagneten zwischen einem aktivierten
Betriebszustand und einem deaktivierten Betriebszustand verstellbare nicht angetriebene
Andruckrolle 740. Ebenso umfasst das Rollenpaar 732 eine über den Hauptantrieb permanent
angetriebene Rolle 736 und eine mit Hilfe des Hubmagneten 742 zwischen einem aktivierten
Betriebszustand und einem deaktivierten Betriebszustand verstellbare nicht angetriebene
Andruckrolle 734.
[0065] Bei allen zuvor beschriebenen Rollenpaaren bedeutet der aktivierte Zustand jeweils,
dass wenn ein Wertschein zwischen den Rollen eines im aktivierten Betriebszustand
betriebenen Rollenpaars angeordnet ist, dieser Wertschein über das entsprechende Rollenpaar
in die Laufrichtung der Rollen bewegt und/oder verdreht wird. Im deaktivierten Zustand
dahingegen übt das Rollenpaar auf einen zwischen den Rollen des Rollenpaars angeordneten
Wertschein keine Kraft aus oder diese Kraft ist so gering, dass sie die Ausrichtung
und/oder Position des Wertscheins nicht oder höchstens unwesentlich verändert.
[0066] Ferner umfasst die Ausrichteinheit 600 ein seitliches Begrenzungselement 750 gegen
das die auszurichtenden Wertscheine zum Ausrichten in den voreingestellten Sollpositionen
wie im Folgenden im Zusammenhang mit den Figuren 7 bis 16 näher beschrieben verschoben
werden.
[0067] In Figur 7 sind das seitliche Begrenzungselement 750 in mehrere in verschiedenen
voreingestellten Soll-Ausrichtungen ausgerichtete Wertscheine 752 bis 756 dargestellt.
Zur Vereinfachung der Darstellung sind die Wertscheine 752 bis 756 in ihrer Breite
maßstabsgetreu, aber in ihrer Länge verkürzt dargestellt. Die Breite ist beispielhaft
für den Wertschein 752 mit dem Bezugszeichen B, die Länge mit dem Bezugszeichen L
bezeichnet.
[0068] Bei den Wertscheinen 752, 754 handelt es sich jeweils um Schecks, wobei der Scheck
754 eine geringere Breite als der Scheck 752 hat. Die Schecks 752, 754 sind in einer
voreingestellten ersten Soll-Ausrichtung ausgerichtet, wobei diese erste Soll-Ausrichtung
derart voreingestellt ist, dass die längeren Seiten 764 bis 770 der Schecks 752 bis
754 parallel zur Transportrichtung P2 gerichtet sind und dass jeweils eine der längeren
Seiten 766, 770 an dem Begrenzungselement 750 anliegt und eine Kontaktfläche 772 des
Begrenzungselements 750 kontaktiert.
[0069] Bei den Wertscheinen 756 bis 762 handelt es sich um Banknoten, wobei die Banknote
756 mit der größten Breite von den vier dargestellten Banknoten 756 bis 762 in einer
voreingestellten zweiten Soll-Ausrichtung ausgerichtet ist und die anderen drei Banknoten
758 bis 762 in einer voreingestellten dritten Soll-Ausrichtung ausgerichtet sind.
Auch bei der zweiten und der dritten Soll-Ausrichtung sind die längeren Seiten der
Banknoten 756 bis 762 parallel zur Transportrichtung P2 gerichtet. In der zweiten
Soll-Ausrichtung hat diejenige längere Seite 774 der Banknote 756, die dem Begrenzungselement
750 zugewandt ist, einen voreingestellten Abstand A1 zu dem Begrenzungselement 750.
Die dritte Soll-Ausrichtung dahingegen ist derart voreingestellt, dass die dem Begrenzungselement
750 zugewandten längeren Seiten 776 bis 780 der Banknoten 758 bis 762 einen voreingestellten
Abstand A2 zu dem Begrenzungselement 750 haben. Der Abstand A2 ist bei dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel größer als der Abstand A1.
[0070] Durch das Ausrichten der Schecks 752, 754 in der ersten Soll-Ausrichtung und der
Banknoten 756 bis 762 in der zweiten bzw. dritten Soll-Ausrichtung wird erreicht,
dass die Schecks durch die Sensoreinheit 29b optimal weiterverarbeitet werden können,
insbesondere dass alle notwendigen Informationen von den Schecks 752, 754 gelesen
werden können. Umgekehrt ist durch die zweite Soll-Ausrichtung und die dritte Soll-Ausrichtung
sichergestellt, dass die Banknote 756 bis 762 von der Sensoreinheit 29a auf ihre jeweilige
Echtheit geprüft werden können und/oder die Denominationen ermittelt werden können.
Somit reicht es insbesondere aus, dass die Sensoreinheit 29a lediglich eine Spurleseeinheit
umfasst, sodass keine teure Flächenleseeinheit notwendig ist.
[0071] Im Folgenden wird in Zusammenhang mit den Figuren 8 bis 16 schrittweise das Verfahren
zum Ausrichten von Schecks in der ersten Soll-Ausrichtung und von Banknoten in der
zweiten Soll-Ausrichtung beschrieben. Hierbei ist jeweils nur eine stark vereinfachte
Darstellung der Ausrichteinheit 600 gezeigt, wobei lediglich eine der Begrenzungseinheiten
606 dargestellt ist und diese nicht, wie in den Figuren 3 bis 6 gezeigt, gekrümmt
ist, sondern eben, dargestellt ist. Ferner ist von den Rollenpaaren jeweils nur eine
Rolle dargestellt, wobei bei den folgenden Ausführungen nicht unterschieden wird,
ob dieses jeweils die angetriebene oder die nicht angetriebene Rolle ist. Es wird
lediglich zwischen dem aktivierten und dem deaktivierten Betriebszustand unterschieden.
Die jeweiligen Rollen sind deshalb in den Figuren 8 bis 16 mit dem Bezugszeichen der
Rollenpaare bezeichnet. In den Figuren 8 bis 16 sind diejenigen Rollenpaare, die im
jeweils dargestellten Betriebszustand der Ausrichteinheit 600 im aktivierten Betriebszustand
betrieben sind, jeweils gepunktet dargestellt, wohingegen diejenigen Rollenpaare,
die im deaktivierten Betriebszustand betrieben sind, ohne Schraffur dargestellt sind.
[0072] In den Figuren 8 bis 13 sind verschiedene Betriebszustände der Ausrichteinheit 600
während des Ausrichtens eines Schecks 782 in die erste Soll-Ausrichtung dargestellt.
Bei dem in Figur 8 gezeigten ersten Betriebszustand ist der Scheck 782 in derjenigen
Ist-Ausrichtung ausgerichtet, in der er von der Weiche 400 kommend über die Rollen
614, 616 der Ausrichteinheit 600 zugeführt wurde. Bei dieser Soll-Ausrichtung sind
die längeren Seiten 784, 786 nicht parallel zu der Transportrichtung P2 gerichtet
und die dem seitlichen Begrenzungselemente 750 zugewandte längere Seite 784 kontaktiert
das seitliche Begrenzungselement 750 nicht über ihre volle Länge.
[0073] In dem ersten Betriebszustand sind neben den permanent im aktivierten Betriebszustand
betriebenen Rollen 614 bis 620 alle Rollenpaare 622 bis 628, 660 bis 670, 730, die
in die Transportrichtung P2 gerichtet sind, im aktivierten Betriebszustand betrieben.
Somit wird in diesem ersten Betriebszustand der Scheck 782 in Transportrichtung P2
bewegt, ohne dass seine Ausrichtung hierbei verändert wird.
[0074] Bei dem in Figur 9 gezeigten zweiten Betriebszustand ist der Scheck 782 so weit in
Transportrichtung P2 transportiert, dass er die Rollenpaare 730 und 630 kontaktiert.
In diesem zweiten Betriebszustand sind die in Transportrichtung gerichteten Rollenpaare
622 bis 628 und 660 bis 670 im deaktivierten Betriebszustand betrieben, wohingegen
lediglich das Rollenpaar 630 und das Rollenpaar 730 in dem aktivierten Betriebszustand
betrieben sind. Hierdurch wird der Scheck 782 in Richtung des Pfeils P4 gedreht, sodass
auch die längeren Seiten 784, 786 in Richtung des Pfeils P4 gedreht werden.
[0075] Bei dem in Figur 10 gezeigten dritten Betriebszustand ist der Scheck 782 bereits
deutlich in Richtung des Pfeils P4 gedreht worden, sodass seine längeren Seiten 784,
786 schon näher an der Soll-Ausrichtung, d. h. näher an der Ausrichtung parallel zur
Transportrichtung P2, ausgerichtet sind. Auch in dem dritten Betriebszustand sind
lediglich die Rollenpaare 630 und 730 im aktivierten Betriebszustand betrieben. Somit
wird der Scheck 782 weiter in Richtung des Pfeils P4 gedreht, bis dieser, wie in Figur
11 im vierten Betriebszustand dargestellt, mit der Ecke 788 das seitliche Begrenzungselement
750 kontaktiert. Hierzu wurde der Scheck 782 so weit in Richtung des Pfeils P4 verdreht,
dass seine längeren Seiten 784, 786 nicht mehr, wie zwischenzeitlich, parallel zur
Transportrichtung P2 ausgerichtet sind, sondern verglichen mit der Ist-Ausrichtung
in die entgegengesetzte Richtung schräg zur Transportrichtung P2 gerichtet sind.
[0076] Um nun auch die Ecke 790 in Richtung des seitlichen Begrenzungselements 750 zu bewegen,
sodass der Scheck 782 mit seiner gesamten längeren Seite 784 an der Kontaktfläche
772 des seitlichen Begrenzungselements 750 anliegt, wird nun das Rollenpaar 732 aktiviert,
wohingegen alle anderen zwischen dem aktivierten und dem deaktivierten Betriebszustand
verstellbaren Rollenpaaren 622 bis 628, 660 bis 670, 630, 730 im deaktivierten Betriebszustand
betrieben werden. Hierdurch wird die Ecke 790 des Schecks 782 in Richtung des Pfeils
P5 auf das seitliche Begrenzungselement 750 zu gedreht.
[0077] Bei dem in Figur 12 dargestellten fünften Betriebszustand wurde der Scheck 782 durch
das Rollenpaar 732 so weit in Richtung des Pfeils P5 gedreht, das nun seine gesamte
längere Seite 784 die Kontaktfläche 772 des seitlichen Begrenzungselementes 750 kontaktiert
und der Scheck 782 nunmehr in der ersten Soll-Ausrichtung ausgerichtet ist.
[0078] Da die erste Soll-Ausrichtung diejenige voreingestellte Soll-Ausrichtung ist, in
der Schecks 782 verbleiben sollen, werden nun all diejenigen Rollenpaare 622 bis 628,
660 bis 670, 730, die in Transportrichtung P2 gerichtet sind, im aktivierten Betriebszustand
und die schräg zur Transportrichtung P2 gerichteten Rollenpaare 630, 714, 712, 732
im deaktivierten Betriebszustand betrieben, sodass der Scheck 782 weiter in Transportrichtung
P2 transportiert wird, ohne dass hierbei seine Ausrichtung verändert wird. Der Scheck
782 verbleibt somit in der ersten Soll-Ausrichtung.
[0079] Bei dem in Figur 13 gezeigten sechsten Betriebszustand der Ausrichteinheit 600 ist
der Scheck 782 schon weiter in Transportrichtung P2 transportiert und immer noch in
der ersten Soll-Ausrichtung ausgerichtet. Es sind nach wie vor diejenigen Rollenpaare
622 bis 628, 660 bis 670, 730, die in Transportrichtung P2 gerichtet sind, im aktivierten
Betriebszustand betrieben, sodass der Wertschein weiter in Richtung P2 transportiert
wird und er der stromabwärts der Ausrichteinheit 600 angeordneten Sensoreinheit 29
in der ersten Soll-Ausrichtung zugeführt wird.
[0080] Wird dahingegen nicht ein Scheck 782 sondern eine Banknote 791 von der ersten Weiche
600 kommend der Ausrichteinheit 600 zugeführt, so wird auch diese Banknote 791 zunächst
wie im Zusammenhang mit den Figuren 8 bis 12 beschrieben, in der ersten Soll-Ausrichtung
ausgerichtet. Insbesondere werden alle der Ausrichteinheit 600 zugeführten Wertscheine
zunächst in der ersten Soll-Ausrichtung ausgerichtet, sodass deren Ausrichtung durch
das seitliche Begrenzungselement 750 auf einfache Weise einstellbar ist und dann diese
nachfolgend einfach in weitere Soll-Ausrichtungen verändert werden kann. Somit ist
insbesondere eine einfache Ansteuerung der einzelnen Rollenpaare der Ausrichteinheit
600 möglich.
[0081] Nachdem die Banknote 791 in der ersten Soll-Ausrichtung ausgerichtet wurde, werden,
wie im siebten Betriebszustand in Figur 14 dargestellt, die Rollenpaare 712 und 714
im aktivierten Betriebszustand betrieben, wohingegen alle anderen verstellbaren Rollenpaare
622 bis 628, 660 bis 670, 630, 730, 732 im deaktivierten Betriebszustand betrieben
werden. Über die schräg zur Transportrichtung P2 angeordneten Rollenpaare 712 und
714 wird die Banknote 791 in Richtung des Pfeils P6 schräg zur Transportrichtung P2
von dem Begrenzungselement 750 wegtransportiert, wobei die längeren Seiten 792, 794
parallel zur Transportrichtung P2 bleiben, sodass lediglich der Abstand zwischen der
dem seitlichen Begrenzungselement 750 zugewandten längeren Seite 794 und der Kontaktfläche
772 des Begrenzungselements 750 vergrößert wird.
[0082] Bei dem in Figur 15 gezeigten achten Betriebszustand ist bereits ein kleiner Abstand
zwischen dem Begrenzungselement 750 und der längeren Seite 794 der Banknote 791. Da
dieser Abstand aber noch geringer ist als der voreingestellte Soll-Abstand A1 werden
die Rollenpaare 712 und 714 weiter im aktivierten Betriebszustand betrieben, sodass
die Banknote 791 weiter in Richtung des Pfeils P6 transportiert wird, bis sie, wie
im neunten Betriebszustand in Figur 16 dargestellt, den voreingestellten Soll-Abstand
A1 zu der Kontaktfläche 772 des seitlichen Begrenzungselements 750 hat. Anschließend
werden im neunten Betriebszustand alle in Transportrichtung P2 gerichteten Rollenpaare
622 bis 628, 660 bis 670, 730 im aktivierten Betriebszustand betrieben, sodass die
Banknote 791 ohne Veränderung ihrer Ausrichtung in Transportrichtung P2 transportiert
wird.
[0083] Soll die Banknote 791 nicht in der zweiten Soll-Ausrichtung sondern in der dritten
Soll-Ausrichtung ausgerichtet werden, so werden die Rollenpaare 712 und 714 über eine
längere Zeitdauer im aktivierten Zustand betrieben, sodass sie die Banknote 791 so
lange in Richtung P6 transportieren, bis die Seite 794 den Soll-Abstand A2 zur Kontaktfläche
772 hat.
[0084] Bei einer alternativen Ausführungsform der Erfindung können auch zum Transport der
Wertscheine 782, 791 in Transportrichtung P2 jeweils nicht alle in Transportrichtung
P2 gerichteten Rollenpaare 622 bis 628, 660 bis 670, 730 aktiviert werden, sondern
jeweils nur die Rollenpaare 622 bis 628, 660 bis 670, 730, die für den weiteren Transport
des Wertscheins 782, 791 benötigt werden, d. h. diejenigen, die stromabwärts der in
Transportrichtung P2 gesehen hinteren Seite des Wertscheins 782, 791 angeordnet sind.
[0085] Die Ist-Ausrichtung des Wertscheins beim Zuführen zu der Ausrichteinheit 600 wird
insbesondere mit Hilfe der Sensoreinheit 300 bestimmt. In Abhängigkeit hiervon werden
die Zeitpunkte und Zeitdauern, zu denen die einzelnen Rollenpaare 622 bis 630, 660
bis 670, 712, 714, 730, 732 in dem aktivierten bzw. deaktivierten Betriebszustand
betrieben werden sollen, festgesetzt. Ferner kann das Festsetzen der Zeitpunkte und
Zeitdauern auch in Abhängigkeit von in dem Transportpfad angeordneten Lichtschranken
erfolgen, von denen eine in Figur 16 beispielhaft mit dem Bezugszeichen 796 bezeichnet
ist.
[0086] Des Weiteren kann über die Lichtschranken 796 auch die jeweilige Ausrichtung des
Wertscheins 782, 791 kontrolliert werden, sodass im Falle, dass der Wertschein 782,
791 nicht wie beabsichtigt gedreht und/oder verschoben wurde, die Rollenpaare 622
bis 668, 630, 660 bis 670, 712, 714, 730, 732 entsprechend angesteuert werden können,
das dies korrigiert wird. Insbesondere erfolgt die Ansteuerung der Rollenpaare 622
bis 668, 630, 660 bis 670, 712, 714, 730, 732 in Form eines Regelkreises in Abhängigkeit
der Detektion von Wertscheinen über die Lichtschranken 796. Hierzu wird insbesondere
eine über die Lichtschranken 796 ermittelte Ist-Ausrichtung eines Wertscheins 782,
791 nach dem Durchlaufen der Ausrichteinheit 600 mit der für den Wertschein 782, 791
voreingestellten Soll-Ausrichtung verglichen. In Abhängigkeit des Ergebnisses dieses
Vergleichs wird die Ansteuerung der Rollenpaare 622 bis 668, 630, 660 bis 670, 712,
714, 730, 732 für die Ausrichtung eines folgenden weiterer Wertscheins 782, 791 derart
angepasst, dass dieser auch tatsächlich in der für ihn voreingestellten Soll-Ausrichtung
ausgerichtet wird.
[0087] Alternativ und zusätzlich können die mit Hilfe der Lichtschranken 796 ermittelten
Ist-Ausrichtungen auch für eine kaskadierte Steuerung der Rollenpaare 622 bis 668,
630, 660 bis 670, 712, 714, 730, 732 verwendet werden, bei der die jeweils stromabwärts
einer Lichtschranke 796 angeordneten Rollenpaare 622 bis 668, 630, 660 bis 670, 712,
714, 730, 732 in Abhängigkeit der durch diese Lichtschranke 796 ermittelten Ist-Ausrichtung
angesteuert werden.
[0088] Bei einer alternativen Ausführungsform können die Zeitpunkte und Zeitdauern für die
für das Ausrichten der Wertscheine 782, 791 in die erste Soll-Ausrichtung verwendeten
Rollenpaare 622 bis 630, 730, 732 auch fest voreingestellt sein, wobei sie in diesem
Fall derart voreingestellt sind, dass jeder zugeführte Wertschein 782, 791 unabhängig
von seiner Ist-Ausrichtung in der Soll-Ausrichtung ausgerichtet wird.
[0089] Der Winkel W1 zwischen der Laufrichtung P7 des Rollenpaares 630 und der Transportrichtung
P2 hat insbesondere einen Wert zwischen 20° und 30°, vorzugsweise von 25°. Ebenso
hat der Winkel W2 zwischen der Laufrichtung P8 des Rollenpaares 732 und der Transportrichtung
P2 einen Wert im Bereich zwischen 20° und 30°, vorzugsweise einen Winkel W2 von 25°.Die
Rollenpaare 712, 714 sind derart ausgerichtet, dass ihre Laufrichtung P9, P10 jeweils
einen Winkel W3, W4 zur Transportrichtung P2 von 10° bis 15°, insbesondere von 11°,
hat.
Bezugszeichenliste
[0090]
- 10
- Vorrichtung
- 12
- Kopfmodul
- 14
- Tresor
- 16a bis 16d
- Wertscheinkassette
- 18
- Übergabeschlitz
- 20
- Ein- und Ausgabeeinheit
- 21
- Transporteinheit
- 22
- Shutter
- 24, 26
- Transporteinheit
- 28
- Steuereinheit
- 29, 29a, 29b
- Sensoreinheit
- 30
- Transportelement
- 32
- Zwischenspeicher
- 34
- Anzeigeeinheit
- 36
- Eingabeeinheit
- 38
- Transportpfad
- 40
- Stapeleinheit
- 100
- Ausrichteinheit
- 200
- Vereinzelungseinheit
- 300
- Sensoreinheit
- 400
- Weiche
- 500
- Zwischenspeicher
- 600
- Ausrichteinheit
- 602
- Transportpfad
- 604, 606
- Begrenzungselement
- 608
- Krümmungsbereich
- 610, 612
- Teilbereich
- 614, 616, 618, 620
- Rolle
- 622 bis 630
- Rollenpaar
- 632 bis 664
- Rolle
- 648
- Hubmagnet
- 650
- Schubstange
- 652
- Anker
- 654, 656
- Rolle
- 658
- Hubmagnet
- 660 bis 670
- Rollenpaar
- 672 bis 694
- Rolle
- 696
- Hubmagnet
- 698
- Anker
- 700
- Weiche
- 702
- Verbindungselement
- 704
- Schubstange
- 706 bis 710
- Lagereinheit
- 712, 714
- Rollenpaar
- 716 bis 724
- Rolle
- 730, 732
- Rollenpaar
- 734 bis 740
- Rolle
- 742
- Hubmagnet
- 750
- Begrenzungselement
- 752, 754
- Scheck
- 756 bis 762
- Banknote
- 764 bis 770, 774 bis 780
- längere Kante
- 772
- Kontaktfläche
- 782
- Scheck
- 784, 786
- längere Kante
- 788, 790
- Ecke
- 791
- Banknote
- 792, 794
- längere Kante
- 796
- Lichtschranke
- 802
- Stapelzusammenführungseinheit
- 900
- Druckeinheit
- A1, A2
- Abstand
- B
- Breite
- L
- Länge
- P1
- Zuführrichtung
- P2
- Transportrichtung
- P3 bis P6
- Richtung
- P8 bis P10
- Laufrichtung
- W1 bis W4
- Winkel
1. Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen,
mit einer Transporteinheit (24, 26) zum Transport der Wertscheine in eine Transportrichtung
(P2) entlang eines Transportpfades (602),
einer Ausrichteinheit (600) zum Ausrichten der Wertscheine,
einer Steuereinheit (28) zur Steuerung der Ausrichteinheit, und
mit einer stromaufwärts der Ausrichteinheit (600) angeordneten Sensoreinheit (300)
zur Ermittlung mindestens eines Merkmals der Wertscheine,
dadurch gekennzeichnet, dass der Sensoreinheit (300) als Merkmal der Wertscheine die Wertscheinart ermittelt,
und
dass die Steuereinheit (28) die Ausrichteinheit (600) derart ansteuert, dass die Ausrichteinheit
(600) einen Wertschein jeweils in Abhängigkeit der ermittelten Ausprägung des Merkmals
dieses Wertscheins in eine voreingestellte erste Soll-Ausrichtung oder mindestens
eine von der ersten Soll-Ausrichtung verschiedene voreingestellte zweite Soll-Ausrichtung
ausrichtet,
wobei die Ausrichteinheit (600) einen Wertschein in die erste Soll-Ausrichtung ausrichtet,
wenn als Ausprägung der Wertscheinart ermittelt wurde, dass es sich bei dem Wertschein
um einen Scheck (752, 754, 782) handelt, und
wobei die Ausrichteinheit (600) einen Wertschein in die zweite Soll-Ausrichtung ausrichtet,
wenn als Ausprägung der Wertscheinart ermittelt wurde, dass es sich bei dem Wertschein
um eine Banknote (756 bis 762, 791) handelt.
2. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensoreinheit (300) als Merkmale der Wertscheine die Wertscheingröße und/oder
die Wertscheinausrichtung ermittelt.
3. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausrichteinheit (600) einen Wertschein in die erste Soll-Ausrichtung ausrichtet,
wenn als Ausprägung der Wertscheinart ermittelt wurde, dass es sich bei dem Wertschein
um einen Scheck (752, 754, 782) handelt, und dass die Ausrichteinheit (600), wenn
als Ausprägung der Wertscheinart ermittelt wurde, dass es sich bei dem Wertschein
um eine Banknote (756 bis 762, 791) handelt, diesen Wertschein in Abhängigkeit der
ermittelten Wertscheingröße (B) in die zweite Soll-Ausrichtung oder mindestens eine
voreingestellte dritte Soll-Ausrichtung ausrichtet.
4. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausrichteinheit (600) zunächst alle Wertscheine in die erste Soll-Ausrichtung
ausrichtet, und dass die Ausrichteinheit jeweils in Abhängigkeit der ermittelten Ausprägung
des Merkmals eines Wertscheins diesen in der ersten Soll-Ausrichtung belässt und ohne
Veränderung der Ausrichtung in der ersten Soll-Ausrichtung weiter in Transportrichtung
(P2) transportiert, oder den Wertschein von der ersten Soll-Ausrichtung in die mindestens
eine zweite Soll-Ausrichtung ausrichtet.
5. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die längeren Seiten (764 bis 770, 774 bis 780, 782, 784, 792, 794) der Wertscheine
sowohl in der ersten Soll-Ausrichtung als auch in der zweiten Soll-Ausrichtung, vorzugsweise
bei allen voreingestellten Soll-Ausrichtungen, parallel zur Transportrichtung (P2)
gerichtet sind.
6. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dass die Ausrichteinheit
mindestens ein schräg Transportrichtung (P2) gerichtetes drittes Transportelement
(630, 732) umfasst, das in einem aktivierten Betriebszustand einen auszurichtenden
Wertschein kontaktiert und die Ausrichtung und/oder Position dieses Wertscheins verändert
und in einem deaktivierten Betriebszustand die Ausrichtung und Position des auszurichtenden
Wertschein nicht verändert, und dass die Steuereinheit (28) in Abhängigkeit einer
ermittelten Ist-Ausrichtung dieses auszurichtenden Wertscheins und/oder Ist-Position
dieses auszurichtenden Wertscheins den Betriebszustand des dritten Transportelements
(630, 732), insbesondere den Zeitpunkt und/oder die Zeitdauer, zu dem bzw. während
derer das dritte Transportelement (630, 732) in dem aktivierten Betriebszustand betrieben
ist, festlegt.
7. Vorrichtung (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das dritte Transportelement (630, 732) derart gerichtet ist, dass es im aktivierten
Betriebszustand den Wertschein in Richtung eines Begrenzungselementes (750) transportiert
und/oder dreht, und dass die Steuereinheit (28) das dritte Transportelement (630,
732) und/oder das zweite Transportelement (622 bis 628, 730) derart ansteuert, dass
der Wertschein in der ersten Soll-Ausrichtung mit einer seiner längeren Seiten (784,
794) an einer parallel zur Transportrichtung (P2) gerichteten Kontaktfläche (772)
des Begrenzungselements (750) anliegt.
8. Vorrichtung (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausrichteinheit (600) mindestens ein in Transportrichtung (P2) gerichtetes stromabwärts
des dritten Transportelements (630, 732) angeordnetes viertes Transportelement (660
bis 670) umfasst, das in einem aktivierten Betriebszustand einen auszurichtenden Wertschein
kontaktiert und die Ausrichtung und/oder Position des Wertscheins verändert und in
einem deaktivierten Betriebszustand die Ausrichtung und Position des auszurichtenden
Wertschein nicht verändert, dass die Ausrichteinheit (600) mindestens ein stromabwärts
des dritten Transportelements (630, 732) angeordnetes schräg zur Transportrichtung
(P2) von dem Begrenzungselement (750) weg gerichtetes fünftes Transportelement (712,
714) umfasst, dass in einem aktivierten Betriebszustand einen auszurichtenden Wertschein
kontaktiert und von dem Begrenzungselement (750) weg transportiert und in einem deaktivierten
Betriebszustand die Ausrichtung und Position des auszurichtenden Wertschein nicht
verändert, und dass die Steuereinheit (28) in Abhängigkeit der für den Wertschein
vorgesehenen Soll-Ausrichtung die Betriebszustände des vierten Transportelements (660
bis 670) und/oder des fünften Transportelements (712, 714), insbesondere den Zeitpunkt
und/oder die Zeitdauer, zu dem bzw. während derer das vierte Transportelement (660
bis 670) bzw. das fünfte Transportelement (712, 714) in dem aktivierten Betriebszustand
betrieben ist, festlegt.
9. Vorrichtung (10) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass, wenn für einen Wertschein die erste Soll-Ausrichtung festgelegt ist, die Steuereinheit
(28) das vierte Transportelement (660 bis 670) in dem aktivierten Betriebszustand
und das fünften Transportelement (712, 714) in dem deaktivierten Betriebszustand betreibt,
und dass die Steuereinheit (28), wenn für einen Wertschein die zweite Soll-Ausrichtung
festgelegt ist, das fünfte Transportelement (712, 714) in dem aktivierten Betriebszustand
betreibt.
10. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Soll-Ausrichtung derart voreingestellt ist, dass ein in der ersten Soll-Ausrichtung
ausgerichteter Wertschein das Begrenzungselement (750) kontaktiert, und dass die zweite
Soll-Ausrichtung derart voreingestellt ist, dass ein in der zweiten Soll-Ausrichtung
angeordneter Wertscheinen eine voreingestellten Abstand (A1, A2) zum Begrenzungselement
(750) hat.
11. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Transportelement (622 bis 628, 730), das dritte Transportelement (630,
732), das vierte Transportelement (660 bis 670) und/oder das fünfte Transportelement
(712, 714) jeweils mindestens ein zwei Rollen (632 bis 646, 654, 656, 672 bis 694,
716 bis 724, 734 bis 740) umfassendes Rollenpaar aufweisen, wobei mindestens eine
Rolle (632 bis 646, 654, 656, 672 bis 694, 716 bis 724, 734 bis 740) quer oder schräg
zu der Wertscheintransportebene, in der die Wertscheine transportiert werden, bewegbar
ist.
12. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausrichteinheit (600) mindestens einen ersten Sensor (796) zur Ermittlung der
Ist-Ausrichtung und/oder der Ist-Position eines der Ausrichteinheit (600) zugeführten
Wertscheins, mindestens einen zweiten Sensor (796) zur Ermittlung der Ist-Ausrichtung
und/oder der Ist-Position eines Wertscheins während des Ausrichtvorgangs und/oder
mindestens einen dritten Sensor (796) zur Ermittlung der Ist-Ausrichtung und/oder
der Ist-Position eines Wertscheins nach dem Ausrichtvorgang umfasst.
13. Vorrichtung (10) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (28) das erstes Transportelement (614 bis 620), das zweite Transportelement(622
bis 628, 730), das dritte Transportelement (630, 732), das vierte Transportelement
(660 bis 670) und/oder das fünfte Transportelement (712, 714) in Abhängigkeit der
mit Hilfe des ersten Sensors (796) ermittelten Ist-Ausrichtung, der mit Hilfe des
ersten Sensors (796) ermittelten Ist-Position, der mit Hilfe des zweiten Sensors (796)
ermittelten Ist-Ausrichtung, der mit Hilfe des zweiten Sensors (796) ermittelten Ist-Position,
der mit Hilfe des dritten Sensors (796) ermittelten Ist-Ausrichtung, der mit Hilfe
des dritten Sensors (796) ermittelten Ist-Position und/oder der mit Hilfe der Sensoreinheit
(300) ermittelten Ausprägung des Merkmals des Wertscheines ansteuert.
14. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportpfad (602), entlang dessen die Wertscheine innerhalb der Ausrichteinheit
(600) transportiert werden, derart ausgebildet ist, dass die Wertscheine um einen
voreingestellten Winkel, insbesondere um einen Winkel im Bereich zwischen 170° und
190°, umgelenkt werden.
1. Apparatus for handling notes of value,
having a transporting unit (24, 26) for transporting the notes of value in a transporting
direction (P2) along a transporting path (602),
having an aligning unit (600) for aligning the notes of value,
having a control unit (28) for controlling the aligning unit, and
having a sensor unit (300), which is arranged upstream of the aligning unit (600)
and is intended for determining at least one feature of the notes of value, characterized in that the feature of the notes of value determined by the sensor unit (300) is the type
of note of value, and
in that the control unit (28) activates the aligning unit (600) such that, in dependence
in each case on the determined expression of the feature of a note of value, the aligning
unit (600) aligns said note of value in a preset first desired alignment or in at
least one preset second desired alignment, which differs from the first desired alignment,
wherein the aligning unit (600) aligns a note of value in the first desired alignment
if, as an expression of the type of note of value, it was determined that the note
of value is a cheque (752, 754, 782), and
wherein the aligning unit (600) aligns a note of value in the second desired alignment
if, as an expression of the type of note of value, it was determined that the note
of value is a banknote (756 to 762, 791).
2. Apparatus (10) according to Claim 1, characterized in that the features of the notes of value determined by the sensor unit (300) are constituted
by the size of the notes of value and/or the alignment of the notes of value.
3. Apparatus (10) according to Claim 1, characterized in that the aligning unit (600) aligns a note of value in the first desired alignment if,
as an expression of the type of note of value, it was determined that the note of
value is a cheque (752, 754, 782), and in that, if, as an expression of the type of note of value, it was determined that the note
of value is a banknote (756 to 762, 791), the aligning unit (600) aligns said note
of value, in dependence on the size (B) of the note of value determined, in the second
desired alignment or in at least one preset third desired alignment.
4. Apparatus (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the aligning unit (600) first of all aligns all the notes of value in the first desired
alignment, and in that the aligning unit, in dependence in each case on the determined expression of the
feature of a note of value, leaves the latter in the first desired alignment and,
without altering the alignment, transports it onwards, in the transporting direction
(P2), in the first desired alignment, or aligns the note of value from the first desired
alignment into the at least one second desired alignment.
5. Apparatus (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the longer sides (764 to 770, 774 to 780, 782, 784, 792, 794) of the notes of value
are directed parallel to the transporting direction (P2) both in the first desired
alignment and in the second desired alignment, preferably in all the preset desired
alignments.
6. Apparatus (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the aligning unit comprises at least one third transporting element (630, 732), which
is directed obliquely in relation to the transporting direction (P2) and, in an activated
operating state, establishes contact with a note of value which is to be aligned,
and alters the alignment and/or position of said note of value, and, in a deactivated
operating state, does not alter the alignment or position of the note of value which
is to be aligned, and in that, in dependence on an actual alignment determined for said note of value which is
to be aligned and/or on an actual position of said note of value which is to be aligned,
the control unit defines the operating state of the third transporting element (630,
732), in particular the point in time at which the third transporting element (630,
732) is operated in the activated operating state and/or the time period over which
this takes place.
7. Apparatus (10) according to Claim 6, characterized in that the third transporting element (630, 732) is directed such that, in the activated
operating state, it transports and/or rotates the note of value in the direction of
a boundary element (750), and in that the control unit (28) activates the third transporting element (630, 732) and/or
the second transporting element (622 to 628, 730) such that, in the first desired
alignment, the note of value has one of its longer sides (784, 794) butting against
a contact surface (772) of the boundary element (750), said contact surface being
directed parallel to the transporting direction (P2).
8. Apparatus (10) according to Claim 7, characterized in that the aligning unit (600) comprises at least one fourth transporting element (660 to
670), which is directed in the transporting direction (P2), is arranged downstream
of the third transporting element (630, 732) and, in an activated operating state,
establishes contact with a note of value which is to be aligned, and alters the alignment
and/or position of the note of value, and, in a deactivated operating state, does
not alter the alignment or position of the note of value which is to be aligned, in that the aligning unit (600) comprises at least one fifth transporting element (712, 714),
which is arranged downstream of the third transporting element (630, 732), is directed
away from the boundary element (750) obliquely in relation to the transporting direction
(P2) and, in an activated operating state, establishes contact with a note of value
which is to be aligned, and is transported away from the boundary element (750), and,
in a deactivated operating state, does not alter the alignment or position of the
note of value which is to be aligned, and in that, in dependence on the desired alignment provided for the note of value, the control
unit (28) defines the operating states of the fourth transporting element (660 to
670) and/or of the fifth transporting element (712, 714), in particular the point
in time at which the fourth transporting element (660 to 670) or the fifth transporting
element (712, 714) is operated in the activated operating state and/or the time period
over which this takes place.
9. Apparatus (10) according to Claim 8, characterized in that, if the first desired alignment is defined for a note of value, the control unit
(28) operates the fourth transporting element (660 to 670) in the activated operating
state and the fifth transporting element (712, 714) in the deactivated operating state,
and in that, if the second desired alignment is defined for a note of value, the control unit
(28) operates the fifth transporting element (712, 714) in the activated operating
state.
10. Apparatus (10) according to one of Claims 7 to 9, characterized in that the first desired alignment is preset such that a note of value which is aligned
in the first desired alignment establishes contact with the boundary element (750),
and in that the second desired alignment is preset such that a note of value which is arranged
in the second desired alignment is at a preset distance (A1, A2) from the boundary
element (750).
11. Apparatus (10) according to one of Claims 6 to 10, characterized in that the second transporting element (622 to 628, 730), the third transporting element
(630, 732), the fourth transporting element (660 to 670) and/or the fifth transporting
element (712, 714) each have at least one pair of rollers comprising two rollers (632
to 646, 654, 656, 672, to 694, 716, to 724, 734 to 740), wherein at least one roller
(632 to 646, 654, 656, 672, to 694, 716, to 724, 734 to 740) can be moved transversely
or obliquely in relation to the transporting plane in which the notes of value are
transported.
12. Apparatus (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the aligning unit (600) comprises at least one first sensor (796) for determining
the actual alignment and/or the actual position of a note of value fed to the aligning
unit (600), also comprises at least one second sensor (796) for determining the actual
alignment and/or the actual position of a note of value during the aligning operation
and/or further comprises at least one third sensor (796) for determining the actual
alignment and/or the actual position of a note of value following the aligning operation.
13. Apparatus (10) according to Claim 12, characterized in that the control unit (28) activates the first transporting element (614 to 620), the
second transporting element (622 to 628, 730), the third transporting element (630,
732), the fourth transporting element (660 to 670) and/or the fifth transporting element
(712, 714) in dependence on the actual alignment determined with the aid of the first
sensor (796), on the actual position determined with the aid of the first sensor (796),
on the actual alignment determined with the aid of the second sensor (796), on the
actual position determined with the aid of the second sensor (796), on the actual
alignment determined with the aid of the third sensor (796), on the actual position
determined with the aid of the third sensor (796) and/or on that expression of the
feature of the note of value which is determined with the aid of the sensor unit (300).
14. Apparatus (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the transporting path (602) along which the notes of value are transported within
the aligning unit (600) is designed such that the notes of value are deflected by
a preset angle, in particular by an angle ranging between 170° and 190°.
1. Appareil destiné à la manipulation de papiers de valeur,
doté d'une unité de transport (24, 26) destinée à transporter les papiers de valeur
dans une direction de transport (P2) le long d'un chemin de transport (602), d'une
unité d'orientation (600) destinée à orienter les papiers de valeur,
d'une unité de commande (28) destinée à commander l'unité d'orientation, et
doté d'une unité de capteur (300) agencée en amont de l'unité d'orientation (600)
destinée à déterminer au moins une caractéristique des papiers de valeur,
caractérisé en ce que l'unité de capteur (300) détermine comme caractéristique des papiers de valeur le
type de papier de valeur, et
en ce que l'unité de commande (28) commande l'unité d'orientation (600) de telle sorte que
l'unité d'orientation (600) oriente un papier de valeur dans une première orientation
de consigne prédéfinie ou au moins une deuxième orientation de consigne prédéfinie
différente de la première orientation de consigne respectivement en fonction de la
manifestation déterminée de la caractéristique de ce papier de valeur, dans lequel
l'unité d'orientation (600) oriente un papier de valeur dans la première orientation
de consigne lorsque la manifestation déterminée du type de papier de valeur est que
le papier de valeur est un chèque (752, 754, 782), et
dans lequel l'unité d'orientation (600) oriente un papier de valeur dans la deuxième
orientation de consigne lorsque la manifestation déterminée du type de papier de valeur
est que le papier de valeur est un billet de banque (756 à 762, 791).
2. Appareil (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité de capteur (300) détermine comme caractéristiques des papiers de valeur la
taille du papier de valeur et/ou l'orientation du papier de valeur.
3. Appareil (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité d'orientation (600) oriente un papier de valeur dans la première orientation
de consigne lorsque la manifestation déterminée du type de papier de valeur est que
le papier de valeur est un chèque (752, 754, 782), et en ce que l'unité d'orientation (600), lorsque la manifestation déterminée du type de papier
de valeur est que le papier de valeur est un billet de banque (756 à 762, 791), oriente
ce papier de valeur dans la deuxième orientation de consigne ou au moins une troisième
orientation de consigne prédéfinie en fonction de la taille (B) déterminée du papier
de valeur.
4. Appareil (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité d'orientation (600) oriente d'abord tous les papiers de valeur dans l'orientation
de consigne, et en ce que l'unité d'orientation, en fonction de la manifestation déterminée de la caractéristique
du papier de valeur, laisse respectivement celui-ci dans la première orientation de
consigne et le transporte sans modification de l'orientation dans la première orientation
de consigne plus avant dans la direction de transport (P2) ou oriente le papier de
valeur de la première orientation de consigne vers l'au moins une deuxième orientation
de consigne.
5. Appareil (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les côtés longs (764 à 770, 774 à 780, 782, 784, 792, 794) du papier de valeur sont
dirigés parallèlement à la direction de transport (P2) aussi bien dans la première
orientation de consigne que dans la deuxième orientation de consigne, de préférence
pour toutes les orientations de consigne prédéfinies.
6. Appareil (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité d'orientation comprend au moins un troisième élément de transport (630, 732)
dirigé en biais par rapport à la direction de transport (P2), lequel, dans un état
de fonctionnement activé, entre en contact avec un papier de valeur à orienter et
modifie l'orientation et/ou la position de ce papier de valeur et, dans un état de
fonctionnement désactivé, ne modifie pas l'orientation et la position du papier de
valeur à orienter, et en ce que l'unité de commande (28), en fonction d'une orientation réelle déterminée de ce papier
de valeur à orienter et/ou d'une position réelle déterminée de ce papier de valeur
à orienter, fixe l'état de fonctionnement du troisième élément de transport (630,
732), en particulier l'instant et/ou la durée, auquel ou pendant laquelle le troisième
élément de transport (630, 732) fonctionne dans l'état de fonctionnement activé.
7. Appareil (10) selon la revendication 6, caractérisé en ce que le troisième élément de transport (630, 732) est dirigé de façon à, dans l'état de
fonctionnement activé, transporter et/ou pivoter le papier de valeur en direction
d'un élément de délimitation (750), et en ce que l'unité de commande (28) commande le troisième élément de transport (630, 732) et/ou
le deuxième élément de transport (622 à 628, 730) de telle sorte que le papier de
valeur dans la première orientation de consigne appuie avec un de ses côtés longs
(784, 794) sur une surface de contact (772) de l'élément de délimitation (750) dirigée
parallèlement à la direction de transport (P2).
8. Appareil (10) selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'unité d'orientation (600) comprend au moins un quatrième élément de transport (660
à 670), agencé en aval du troisième élément de transport (630, 732), dirigé dans la
direction de transport (P2), lequel, dans un état de fonctionnement activé, entre
en contact avec un papier de valeur à orienter et modifie l'orientation et/ou la position
du papier de valeur et, dans un état de fonctionnement désactivé, ne modifie pas l'orientation
et la position du papier de valeur à orienter, en ce que l'unité d'orientation (600) comprend au moins un cinquième élément de transport (712,
714), agencé en aval du troisième élément de transport (630, 732), dirigé en diagonale
de la direction de transport (P2) dans le sens opposé à l'élément de délimitation
(750), lequel, dans un état de fonctionnement activé, entre en contact avec un papier
de valeur à orienter et l'éloigne de l'élément de délimitation (750) et, dans un état
de fonctionnement désactivé, ne modifie pas l'orientation et la position du papier
de valeur à orienter, et en ce que l'unité de commande (28), en fonction d'une orientation de consigne prévue pour le
papier de valeur, fixe l'état de fonctionnement du quatrième élément de transport
(660 à 670) et/ou du cinquième élément de transport (712, 714), en particulier l'instant
et/ou la durée, auquel ou pendant laquelle le quatrième élément de transport (660
à 670) ou respectivement le cinquième élément de transport (712, 714) fonctionne dans
l'état de fonctionnement activé.
9. Appareil (10) selon la revendication 8, caractérisé en ce que, lorsque la première orientation de consigne est fixée pour un papier de valeur,
l'unité de commande (28) fait fonctionner le quatrième élément de transport (660 à
670) dans l'état de fonctionnement activé et le cinquième élément de transport (712,
714) dans l'état de fonctionnement désactivé, et en ce que l'unité de commande (28) fait fonctionner le cinquième élément de transport (712,
714) dans l'état de fonctionnement activé, lorsque la deuxième orientation de consigne
est fixée pour un papier de valeur.
10. Appareil (10) selon l'une des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que la première orientation de consigne est prédéfinie de telle sorte qu'un papier de
valeur orienté dans la première orientation de consigne entre en contact avec l'élément
de délimitation (750), et en ce que la deuxième orientation de consigne est prédéfinie de telle sorte qu'un papier de
valeur orienté dans la deuxième orientation de consigne possède un écart prédéfini
(A1, A2) avec l'élément de délimitation (750).
11. Appareil (10) selon l'une des revendications 6 à 10, caractérisé en ce que le deuxième élément de transport (622 à 628, 730), le troisième élément de transport
(630, 732), le quatrième élément de transport (660 à 670) et/ou le cinquième élément
de transport (712, 714) comportent respectivement une paire de rouleaux comprenant
deux rouleaux (632 à 646, 654, 656, 672 à 694, 716 à 724, 734 à 740), dans lequel
au moins un rouleau (632 à 646, 654, 656, 672 à 694, 716 à 724, 734 à 740) est mobile
transversalement ou en diagonale par rapport au plan de transport du papier de valeur,
les papiers de valeur étant transportés dans celui-ci.
12. Appareil (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité d'orientation (600) comprend au moins un premier capteur (796) pour déterminer
l'orientation réelle et/ou la position réelle d'un papier de valeur apporté à l'unité
d'orientation (600), au moins un deuxième capteur (796) pour déterminer l'orientation
réelle et/ou la position réelle d'un papier de valeur pendant le processus d'orientation
et/ou au moins un troisième capteur (796) pour déterminer l'orientation réelle et/ou
la position réelle d'un papier de valeur après le processus d'orientation.
13. Appareil (10) selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'unité de commande (28) commande le premier élément de transport (614 à 620), le
deuxième élément de transport (622 à 628, 730), le troisième élément de transport
(630, 732), le quatrième élément de transport (660 à 670) et/ou le cinquième élément
de transport (712, 714) en fonction de l'orientation réelle déterminée à l'aide du
premier capteur (796), de la position réelle déterminée à l'aide du premier capteur
(796), de l'orientation réelle déterminée à l'aide du deuxième capteur (796), de la
position réelle déterminée à l'aide du deuxième capteur (796), de l'orientation réelle
déterminée à l'aide du troisième capteur (796), de la position réelle déterminée à
l'aide du troisième capteur (796) et/ou de la manifestation déterminée à l'aide de
l'unité de capteur (300) de la caractéristique du papier de valeur.
14. Appareil (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le chemin de transport (602) le long duquel les papiers de valeur sont transportés
à l'intérieur de l'unité d'orientation (600) est réalisé de telle sorte que les papiers
de valeur sont pivotés d'un angle prédéfini, en particulier d'un angle dans un intervalle
entre 170° et 190°.