Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung für ein Ventil einer
Getränkeabfüllanlage, bevorzugt für ein Produktventil oder ein Gasventil eines Füllventils
einer Getränkeabfüllanlage.
Stand der Technik
[0002] In herkömmlichen Getränkeabfüllanlagen werden Ventile in unterschiedlichen Bereichen
eingesetzt, um Fluidströme zu steuern. Insbesondere werden Ventile im Bereich des
Füllorgans einer Getränkabfüllanlage beispielsweise als Produktventil zum Schalten
des Produktstromes in den zu befüllenden Behälter vorgesehen. Weiterhin sind üblicherweise
Ventile am Füllorgan für das Gasmanagement vorgesehen. So ist es beispielsweise beim
Befüllen von Behältern mit karbonisierten Getränken üblich, den Behälter vor dem Befüllen
mit einem Spanngas, beispielsweise CO
2, vorzuspannen, um ein übermäßiges Aufschäumen des abzufüllenden, karbonisierten Getränks
beim Einfüllen in den Behälter zu vermeiden und entsprechend einen sicheren und definierten
Abfüllvorgang bereitzustellen. Nach einem solchen Füllvorgang mit einem vorgespannten
Behälter, insbesondere beim Befüllen mit einem karbonisierten Getränk, muss der Behälter
dann wieder definiert entlastet werden, um dem Bruch des Behälters durch eine schlagartige
Entlastung vorzubeugen und um ein unkontrollierbares Überschäumen beziehungsweise
Herausspritzen des Getränks bei der Druckentlastung zu verhindern. Weiterhin ist es
bekannt, den jeweiligen, mit Produkt zu befüllenden Behälter mit einem Spülgas vorzuspülen,
um Luftsauerstoff aus dem Behälter zu verdrängen, um entsprechend die Haltbarkeit
des abzufüllenden Produktes zu erhöhen.
[0003] Diese Vorgänge des Schaltens unterschiedlicher Produkt-, Gas- und Fluidströme in
dem Füllorgan wurden bislang über Membranventile durchgeführt, welche pneumatisch
geschaltet werden. Hierbei gibt eine elektronische Füllventilsteuerung ein elektrisches
Signal aus, welches ein so genanntes Vorsteuerventil zur Durchschaltung bringt. Dieses
Vorsteuerventil beaufschlagt dann das eigentliche Membranventil über entsprechende
Druckluftleitungen mit Druckluft, um das Produkt, das Spanngas, das Spülgas, die Entlastung
und andere Vorgänge im Füllorgan zu schalten. Entsprechend schließt oder öffnet das
entsprechende Membranventil seinerseits dann auf Grundlage des über das Vorsteuerventil
gesteuerten Druckluftdruckes den entsprechenden Produkt- beziehungsweise Gaskanal.
[0004] Die elektronische Steuereinheit und die jeweiligen Vorsteuerventile sind meist an
einem zentralen Steuerungsturm des Füllerkarussells der Getränkeabfüllanlage vorgesehen.
[0005] Die Ansteuerung der jeweiligen Membranventile im Füllorgan mittels über die entsprechenden
Pneumatikschläuche zugeführter Druckluft führt unter anderem aufgrund unterschiedlich
langer Pneumatikschläuche zu unterschiedlichen Reaktionszeiten der Ventile. Aufgrund
der Konstruktion beispielsweise eines Rundläuferfüllers finden zur Ansteuerung der
Ventile in den unterschiedlichen Füllorganen unterschiedlich lange Pneumatikschläuche
Anwendung, so dass entsprechend die über kürzere Schläuche angesteuerten Membranventile
schneller schalten, als die über längere Schläuche angesteuerten Membranventile. Diese
Schaltzeitvarianzen können zu Ungenauigkeiten beim Abfüllvorgang führen.
[0006] Darüber hinaus kann durch die Verwendung von Druckluft zur Ansteuerung der Membranventile
entsprechend Druckluft in die Abfüllbereiche gelangen, was unter hygienischen Aspekten
unerwünscht sein kann.
[0007] Das Bereitstellen von Druckluft zur Betätigung der pneumatischen Antriebe benötigt
darüber hinaus vergleichsweise viel Energie. Daneben sind jeweils zwei Ventile, nämlich
das eigentliche Membranventil sowie das zugeordnete Vorsteuerventil, zur Steuerung
der jeweiligen Fluidflüsse vorhanden, wodurch die Fehleranfälligkeit steigt.
[0008] Aus der
DE 42 07 346 A1 ist eine Steuervorrichtung für ein Ventil eines Rotationsfüllers bekannt, welche
eine bistabile Schaltung des Ventils ermöglicht.
[0009] Die
DE 1 105 746 offenbart eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 Z zum Sterilisieren
und Füllen von Gefäßen unter Verwendung von Sterilisations- und Spülmitteln und anschließender
steriler Füllung.
Darstellung der Erfindung
[0010] Entsprechend ist es ausgehend von diesem vorbekannten Stand der Technik eine Aufgabe
der vorliegenden Erfindung, einen alternativen und effizienten Ventilantrieb für ein
Ventil einer Getränkeabfüllanlage anzugeben.
[0011] Die gestellte Aufgabe wird durch eine Antriebsvorrichtung für ein Ventil einer Getränkeabfüllanlage
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen ergeben sich
aus den Unteransprüchen.
[0012] Entsprechend umfasst die Antriebsvorrichtung für ein Ventil einer Getränkeabfüllanlage,
bevorzugt für ein Produktventil oder Gasventil eines Füllorgans, mindestens einen
in einer Bewegungsrichtung beweglichen und mindestens einen Läufermagneten aufweisenden
Läufer zum Antreiben des Ventils, und mindestens einen mindestens einen Aktuatormagneten
aufweisenden Aktuator zum Auslösen der Bewegung des Läufers. Erfindungsgemäß ist der
Aktuator in einer senkrecht zur Bewegungsrichtung des Läufers angeordneten Aktuatorebene
zur Auslösung der Bewegung des Läufers bewegbar.
[0013] Durch den Aktuator, welcher in der senkrecht zu der Bewegungsrichtung des Läufers
liegenden Aktuatorebene bewegbar ist, können mit einem relativ geringen Energieeinsatz
die jeweiligen Polaritäten der Aktuatormagnete gegenüber ihrer Ausgangsposition umgekehrt
werden. Hierdurch findet eine entsprechende Bewegung des Läufers aus seiner ursprünglichen
Position in eine entgegengesetzte Position statt. Die Bewegung des Aktuators in der
senkrecht zur Bewegungsrichtung des Läufers liegenden Ebene kann entsprechend auf
eine energiesparende Art und Weise durchgeführt werden, wobei diese Bewegung des Aktuators
über einen elektrischen Antrieb durchgeführt werden kann, so dass die aus dem Stand
der Technik bekannten Nachteile eine pneumatischen Ansteuerung überwunden werden.
[0014] Durch die Verwendung der beschriebenen Antriebsvorrichtung wird entsprechend eine
Verstärkung der über einen elektrischen Antrieb aufgebrachten Kraft über die Magnete
derart erreicht, dass ein Ventil zuverlässig und mit geringem elektrischem Energieaufwand
geschaltet werden kann. Weiterhin kann durch die einfache Bewegung des Aktuators und
die daraus resultierende Umpolung des jeweils auf den Läufer wirkenden Magnetfeldes
erreicht werden, dass der Läufer mit einer hohen Kraft schlagartig von seiner vorherigen
Position in die neue Position bewegt wird.
[0015] Entsprechend lassen sich durch die vorgeschlagene Antriebsvorrichtung schnelle Schaltvorgänge
zwischen zwei Ventilzuständen erreichen, welche bei einem geringen elektrischen Energieeinsatz
durchführbar sind.
[0016] Darüber hinaus wird durch den Einsatz der Magnete und das entsprechende Umpolen der
jeweiligen Magnetfelder, welche von dem Aktuator auf den Läufer wirken, erreicht,
dass der Läufer in seiner jeweiligen Endposition stabil gehalten wird, auch ohne den
Einsatz weiterer elektrischer Energie. Mit anderen Worten handelt es sich bei der
Antriebsvorrichtung um einen bistabilen Antrieb. Dies ist besonders auch unter Energiegesichtspunkten
vorteilhaft, da in dem jeweiligen Schaltzustand keine Energie für das Aufrechterhalten
des jeweiligen Schaltzustandes aufgewendet werden muss. Damit kann die Antriebsvorrichtung
so auf das Ventil wirken, dass das Ventil nach einem Schaltvorgang in der offenen
Position, und nach einem weiteren Schaltvorgang in der geschlossenen Position gehalten
wird. Die jeweiligen Haltekräfte sind entsprechend der jeweiligen magnetischen Flüsse
der verwendeten Magneten hoch.
[0017] Besonders bevorzugt werden als Magnete Permanentmagnete und insbesondere Stabmagnete
verwendet, welche eine hohe Halteleistung beziehungsweise Bewegungskraft auf den Läufer
ausüben, ohne dass zusätzliche Energie aufgewendet werden müsste.
[0018] Ein geringer Energieeinsatz zur Umpolung des Aktuatormagnetfeldes wird dadurch erreicht,
dass der Aktuator in der Aktuatorebene rotierbar und/oder linear verschiebbar ist.
Eine solche Rotation oder lineare Verschiebung kann auch durch herkömmliche elektrische
Antriebe auf eine einfache Weise erreicht werden. Durch die entsprechende Rotation
beziehungsweise lineare Verschiebung des Aktuators kann die Polung der jeweiligen
verwendeten Aktuatormagnete relativ zu der Polung der verwendeten Läufermagnete umgekehrt
werden. Bei einer Rotation findet dies beispielsweise durch eine Rotation des Aktuators
um 180° statt. Bei einer Verschiebung beziehungsweise Translation des Aktuators findet
eine solche Umpolung des jeweils auf den Läufer wirkenden Magnetfeldes durch eine
Verschiebung des Aktuators um beispielsweise eine Magnetbreite bei sich in Läuferrichtung
erstreckenden Stabmagneten, beziehungsweise um eine halbe Magnetlänge bei sich parallel
zur Aktuatorebene erstreckenden Stabmagneten statt.
[0019] Im Vergleich zur Trennung der jeweiligen Haltemagnete in der Bewegungsrichtung wird
für eine Trennung der Magnete durch eine Verdrehung beziehungsweise Verschiebung des
Aktuators in der Aktuatorebene eine Kraft von lediglich einem Viertel der Haltekraft
benötigt. Entsprechend erhält man drei Viertel der durch die entsprechende Antriebsvorrichtung
erzeugten Haltekräfte beziehungsweise Betätigungskräfte über die Anordnung der Magnete
quasi gratis hinzu.
[0020] Die Verwendung einer translatorischen Bewegung des Aktuators erfordert eine weniger
aufwändige Lagerung und kann entsprechend einfacher ausgeführt werden und ist wartungsärmer.
[0021] Die Anordnung der jeweiligen Magnete im Läufer und im Aktuator wird bevorzugt so
gewählt, dass möglichst hohe Halte- und Bewegungskräfte ausgeübt werden können. Hierzu
können die jeweiligen Magnete entweder in der Aktuatorebene und der dazu parallelen
Ebene des Läufers ausgerichtet sein. Bevorzugt sind die jeweiligen Permanentmagnete
jedoch in Bewegungsrichtung des Läufers ausgerichtet, da beispielsweise Stabmagnete
an ihren jeweiligen Polenden die stärksten Anziehungs- beziehungsweise Abstoßungskräfte
aufweisen. Durch die entsprechende Anordnung kann der magnetische Fluss im jeweiligen
erzeugten Magnetfeld hoch gehalten werden.
[0022] Der Läufer ist besonders bevorzugt zwischen mindestens zwei Aktuatorelementen angeordnet,
wobei die Aktuatormagnete der Aktuatorelemente ein eindeutig gepoltes Magnetfeld auf
den Läufermagneten ausüben. Mit anderen Worten ist beispielsweise der dem Läufer zugewendete
Pol des ersten Aktuatorelements ein Nordpol und der dem Läufer zugewendete Pol des
parallel dazu angeordneten zweiten Aktuatorelements ein Südpol. Bei der Verwendung
von Stabmagneten für den Aktuator ergibt sich daraus eine Anordnung, in welcher die
gegenüberliegenden Stabmagnete der beiden Aktuatorelemente in die gleiche Richtung
gepolt sind, also beispielsweise beide Südpole nach oben derart, dass der dazwischenliegende
Läufer einem Südpol des unteren Aktuators und einem Nordpol des oberen Aktuators gegenüberliegt.
Bevorzugt stehen alle Aktuatormagnete der Aktuatorelemente in einer festen räumlichen
Relativbeziehung zueinander. Auf diese Weise können hohe Schaltkräfte sowie hohe Haltekräfte
in den jeweiligen Endpositionen erreicht werden.
[0023] In einer bevorzugten Weiterbildung ist mindestens ein Aktuator zwischen mindestens
zwei Läuferelementen angeordnet, wobei die Aktuatormagnete eine gleichnamig gerichtete
Polung auf die jeweiligen Läufermagnete hin aufweisen. Bevorzugt stehen alle Läufermagnete
in einer festen räumlichen Relativbeziehung zueinander. Auf diese Weise können hohe
Schaltkräfte und hohe Haltekräfte in den jeweiligen Endpositionen erreicht werden.
[0024] Der Aktuator wird bevorzugt über einen elektrischen Antrieb bewegt, bevorzugt über
einen Schrittmotor, einen Elektromotor oder einen entsprechenden elektrischen Stellzylinder.
Durch die Verwendung von elektrischen Antrieben zur Bewegung des Aktuators kann eine
unmittelbare Ansteuerung der jeweiligen Antriebsvorrichtung für das Ventil erreicht
werden. Insbesondere entfallen auf diese Weise die aus den im Stand der Technik bekannten
Verzögerungen, welche durch das Aufbringen der Druckluft über die Druckluftschläuche
auftraten. Entsprechend kann eine exakte und unmittelbare Ansteuerung der jeweiligen
Ventile mit einem geringen Aufwand an elektrischer Energie und bei gleichzeitig hohen
Stellkräften, welche sich schlagartig entfalten, erreicht werden.
[0025] Der Läufer und/oder der Aktuator weisen mindestens zwei nebeneinander angeordnete
und jeweils gegenläufig zueinander orientierte Magnete auf. Durch das Vorsehen von
mehreren Magneten in dem Aktuator und/oder dem Läufer kann, insbesondere bei Verwendung
vieler kleiner Einzelmagnete, eine große Haltekraft sowie eine große Schaltkraft bei
kleinem Bauraum erreicht werden. Bei der Anordnung von mehreren nebeneinander gegenläufig
orientierten kleinen Stabmagneten beispielsweise kann auf diese Weise eine relativ
geringe Bauhöhe erreicht werden und es sind bei einer Anordnung, welche beispielsweise
für die Translation vorgesehen ist, lediglich kleine Bewegungen notwendig, um die
jeweils dem Läufer gegenüberliegenden Magnete des Aktuators in die bezüglich des Läufers
umgepolte Orientierung zu bewegen.
[0026] Weiterhin wird ein Füllorgan für eine Getränkeabfüllanlage gemäß Anspruch 9 vorgeschlagen,
welches mindestens ein Produktventil zum Schalten des in einen Behälter zu füllenden
Produkts und/oder mindestens ein Gasventil zum Schalten eines in einen Behälter einzuleitenden,
oder aus diesem auszuleitenden Gasstroms aufweist. Ein Produktventil und/oder ein
Gasventil ist dabei über eine Antriebsvorrichtung gemäß einem der entsprechenden Ansprüche
geschaltet.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0027] Bevorzugte weitere Ausführungsformen und Aspekte der vorliegenden Erfindung werden
durch die nachfolgende Beschreibung der Figuren näher erläutert. Dabei zeigen:
- Figur 1
- eine schematische, geschnittene Seitenansicht einer Antriebsvorrichtung für ein Ventil
einer Getränkeabfüllanlage in einer ersten Ausführungsform mit rotierbaren Aktuatoren;
- Figur 2
- eine schematische, geschnittene Seitenansicht einer Antriebsvorrichtung für ein Ventil
einer Getränkeabfüllanlage in einer zweiten Ausführungsform mit rotierbaren Aktuatoren;
- Figur 3
- eine weitere schematische Darstellung einer Antriebsvorrichtung für ein Ventil einer
Getränkeabfüllanlage, mit einem linear verschiebbaren Aktuator in einem ersten, instabilen
Betriebszustand;
- Figur 4
- die in Figur 3 gezeigte Antriebsvorrichtung in einem ersten definierten Schaltzustand;
- Figur 5
- die in den Figuren 3 und 4 gezeigte Antriebsvorrichtung in einem zweiten definierten
Schaltzustand; und
- Figur 6
- eine schematische Darstellung eines Schaltdiagramms.
Detaillierte Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
[0028] Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele anhand der Figuren beschrieben.
Dabei werden gleiche, ähnliche oder gleichwirkende Elemente in den unterschiedlichen
Figuren mit identischen Bezugszeichen bezeichnet und auf eine wiederholte Beschreibung
dieser Elemente wird in der nachfolgenden Beschreibung teilweise verzichtet, um Redundanzen
zu vermeiden.
[0029] Figur 1 zeigt eine Antriebsvorrichtung 1 für ein Ventil einer Getränkeabfüllanlage,
bevorzugt für ein Produktventil und/oder Gasventil eines Füllorgans einer Getränkeabfüllanlage.
[0030] Die Antriebsvorrichtung 1 umfasst einen linear in einer Bewegungsrichtung 20 beweglichen
Läufer 2, dessen Linearbewegung zum Antrieb des Ventils verwendet wird. Entsprechend
ist der Läufer 2 entlang der durch den Pfeil angedeuteten Bewegungsrichtung 20 linear
beweglich und steht mit dem jeweiligen Stellelement des Ventils in Wirkverbindung.
In dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Läufer 2 entsprechend linear
an Führungsschienen 22 so geführt, dass nur eine lineare Bewegung des Läufers 2 in
Bewegungsrichtung 20 möglich ist, nicht jedoch eine Rotation oder anders geartete
Bewegung. Die Läuferebene 200 bleibt daher entsprechend erhalten und verschiebt sich
bei einer Bewegung des Läufers 2 in der Bewegungsrichtung 20 lediglich parallel.
[0031] Ein Aktuator 3 ist vorgesehen, welcher zwei Aktuatorelemente 32, 34 aufweist, zwischen
welchen der Läufer 2 aufgenommen ist. Der Aktuator 3 ist in der durch den Aktuator
3 beziehungsweise die Aktuatorelemente 32, 34 ausgebildete Aktuatorebene 300 beweglich.
Die Aktuatorebene 300 steht senkrecht zur Bewegungsrichtung 20 des Läufers 2. Der
Aktuator 3 ist so gehalten beziehungsweise geführt, dass er nicht in der Bewegungsrichtung
20 des Läufers 2 bewegt werden kann. Der Aktuator 3 ist in dem in Figur 1 gezeigten
Ausführungsbeispiel um eine Aktuatorachse 30 rotierbar, an welcher die Aktuatorelemente
32, 34 festgelegt sind. Die Aktuatorachse 30 erstreckt sich berührungslos durch den
Läufer 2 hindurch, um der Linearverschiebung des Läufers 2 in Bewegungsrichtung 20
keinen Widerstand entgegen zu setzen.
[0032] Wie bereits genannt, ist der Läufer 2 dazu vorgesehen, das Ventil anzutreiben beziehungsweise
zu schalten. Hierzu kann der Läufer 2 mechanisch an ein entsprechendes Schaltelement
des Ventils angebunden sein und beispielsweise eine Membran eines Membranventils öffnen
oder schließen, oder beispielsweise ein Ventilküken rotieren. Über den Läufer 2 wird
dabei die entsprechende Schaltkraft auf die jeweiligen Schaltelemente des Ventils
aufgebracht. Der Aktuator 3 hingegen ist dazu vorgesehen, die Bewegung des Läufers
2 auszulösen um damit schlussendlich die Betätigung des Ventils zu erreichen. Diese
Bewegung des Aktuators 3 findet in der Aktuatorebene 300 statt und damit in einer
Ebene, welche senkrecht zur Bewegungsrichtung 20 des Läufers 2 steht.
[0033] In dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel umfasst der Aktuator 3 in den beiden
Akuatorelementen 32, 34 jeweils einen Permanentmagneten in Form der beiden sich in
der Aktuatorebene 300 erstreckenden Stabmagnete 320, 340. Die beiden Stabmagnete 320,
340 des Aktuators 3 sind bezüglich ihrer Orientierung derart gegenläufig angeordnet,
dass auf der in Figur 1 gezeigten linken Seite der Nordpol des unteren Aktuatorelements
32 in Form des unteren Stabmagneten 320, und der Südpol des oberen Aktuatorelements
34 in Form des oberen Stabmagneten 340 orientiert sind. Der Südpol des Läufers 2 liegt
damit dem Nordpol des unteren Aktuatorelements 32 und dem Südpol des oberen Aktuatorelements
34 gegenüber. Hieraus ergibt sich eine Abstoßung des Läufers 2 vom oberen Aktuatorelement
34 und eine Anziehung durch das untere Aktuatorelement 32.
[0034] In dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel befindet sich der Läufer 2 zwischen
den Aktuatorelementen 32, 34 in einer instabilen Position und wird gerade durch die
entsprechende Polung des Magnetfeldes des Aktuators 3 zum unteren Aktuatorelement
32 hin bewegt. Der Läufer 2 wird dann in der in Figur 1 gezeigten Orientierung der
jeweiligen Magneten in Bewegungsrichtung 20 nach unten bewegt und dann bei vollständiger
Anlage am unteren Aktuatorelement 32 stabil in der unteren Position gehalten.
[0035] Durch eine Rotation des Aktuators 3 um seine Aktuatorachse 30 derart, dass die magnetische
Orientierung beziehungsweise Polung der unteren und oberen Aktuatorelemente 32, 34
umgekehrt wird, also durch eine Rotation um 180° um die Aktuatorachse 30, wird der
Läufer 2 dann entsprechend durch den dann auf der linken Seite in Figur 1 liegenden
Südpol des unteren Aktuatorelements 32 abgestoßen und den dann auf der linken Seite
in Figur 1 liegenden Nordpol des oberen Aktuatorelements 34 angezogen, so dass sich
der Läufer 2 dann in Bewegungsrichtung 20 von der unteren Position in eine obere Position
bei vollständiger Anlage am oberen Aktuatorelement 34 bewegen wird und dann stabil
in dieser Position gehalten wird.
[0036] Entsprechend handelt es sich bei der Antriebsvorrichtung 1, welche in Figur 1 sehr
schematisch gezeigt ist, um eine bistabile Antriebsvorrichtung, bei welcher der Läufer
2 stets in einer der beiden möglichen Endpositionen, welche hier durch die an den
Aktuatorelementen 32, 34 definierten Endanschläge vorliegen, stabil durch das entsprechende
Magnetfeld gehalten wird.
[0037] Entweder das untere Aktuatorelement 32 oder das obere Aktuatorelement 34 kann in
einer nicht gezeigten Ausführungsform auch durch einen einfachen Anschlag ohne Magneten
ersetzt werden, so dass der Aktuator 3 dann lediglich einen einzigen Magneten aufweist.
Wenn sich der Läufer 2 dann an diesem Anschlag ohne Magneten befindet, ist naturgemäß
die durch den gegenüberliegenden Magneten aufgebrachte Anziehungskraft aufgrund des
Abstandes nicht mehr so hoch und damit die Haltekraft in dieser Position ebenfalls
nicht so hoch. Dennoch kann eine solche Ausführungsform der Antriebsvorrichtung beispielsweise
dann sinnvoll sein, wenn ein Ventil mit einer geringen Haltekraft in einer geöffneten
Position und mit einer hohen Haltekraft in einer geschlossenen Position gehalten werden
soll.
[0038] Figur 2 zeigt eine Alternative zu der in Figur 1 gezeigten Antriebsvorrichtung 1,
wobei der Aktuator 3 nun mit zwei Permanentmagneten 320 an dem unteren Aktuatorelement
32, und mit zwei Permanentmagneten 340 an dem oberen Aktuatorelement 34 ausgestattet
ist. Die Permanentmagnete 320, 340, welche wieder als Stabmagnete ausgebildet sind,
erstrecken sich nun so in Bewegungsrichtung 20 beziehungsweise senkrecht zur Aktuatorebene
300, dass das von den jeweiligen Polen der Stabmagnete 320, 340 ausgeübte Magnetfeld
deutlich stärker auf den Läufer 2 wirkt, als in dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel,
in welchem der Aktuator 3 jeweils in der Aktuatorebene 300 liegende Stabmagnete 320,
340 aufweist. Die Permanentmagnete 320, 340 können über entsprechende Abstandselemente
36 von der Aktuatorachse 30 beabstandet sein und über diese an der Aktuatorachse 30
gehalten werden.
[0039] Auch der Läufer 2 kann in einem hier nicht gezeigten Ausführungsbeispiel mittels
sich in Bewegungsrichtung 20 erstreckender Stabmagnete ausgebildet sein, um auch hier
die effektiv wirksamen Magnetfeldstärken zu erhöhen.
[0040] Die Rotation des Aktuators 3 um die Aktuatorachse 30 herum wird bevorzugt mittels
eines elektrischen Antriebs erreicht, beispielsweise mittels eines Elektromotors,
eines Schrittmotors oder eines exzentrisch angeschlagenen Elektrozylinders. Mittels
eines solchen elektrischen Antriebs kann entsprechend eine direkte Schaltung der Antriebsvorrichtung
erreicht werden, derart, dass die Antriebsvorrichtung durch ein elektrisches Signal,
welches beispielsweise von einer elektronischen Ventilsteuervorrichtung ausgegeben
wird, angesteuert werden kann. Insbesondere kann der Aktuator 3 in den in den Figuren
1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispielen mittels des elektrischen Antriebs rotiert
werden und damit dann die Aktuatormagnete 320, 340 relativ zu dem Läufermagneten umgepolt
werden und entsprechend über den sich dann verschiebenden Läufer 2 das anzusteuernde
Ventil geschaltet wird.
[0041] Die Haltekräfte des Aktuators 3 auf den Läufer 2 sind dabei deutlich höher, als die
Kraft, welche zur Verdrehung des Aktuators 3 von einer Position mit einer ersten Magnetfeldorientierung
in die andere Position mit der zweiten Magnetfeldorientierung aufgewendet werden muss.
Typischerweise muss nur ein Viertel der eigentlichen Haltekraft der Magnete zur Verdrehung
des Aktuators 3 in der Aktuatorebene 300 aufgewendet werden. Entsprechend ergibt sich
bei den in den Figuren 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispielen ein sehr energieeffizienter
Schaltvorgang, bei welchem für das eigentliche Halten des Läufers 2 und damit des
jeweiligen Schaltzustandes des zu schaltenden Ventils in einer vorgegebenen Endlage
der Antriebsvorrichtung 1 keinerlei elektrische Energie aufgewendet werden muss, da
die Haltekraft über die Permanentmagnete bereitgestellt wird. Für das Umschalten des
Ventils von dem ersten Schaltzustand in den zweiten Schaltzustand ist lediglich ein
geringer Energieaufwand vonnöten, welcher nur ungefähr einem Viertel der Energie beträgt,
welche für das Halten des Ventils in der jeweiligen Stellung mit herkömmlichen Mitteln
aufgewendet werden müsste.
[0042] Hierdurch ergibt sich ein energieeffizienter Schaltvorgang, ein energieeffizienter
Haltevorgang, und auch ein kraftvoller und schneller Schaltvorgang, da bei der Rotation
des Aktuators 3 um die Aktuatorachse 30 die entsprechenden Schaltkräfte schlagartig
beziehungsweise explosionsartig freigesetzt werden, so dass der Schaltvorgang sehr
schnell durchgeführt werden kann. Entsprechend handelt es sich bei der Antriebsvorrichtung
1 für das Ventil um eine effiziente Antriebsvorrichtung, welche einen bistabilen Betrieb
ermöglicht und welche energieeffizient betrieben werden kann.
[0043] In den Figuren 3 bis 5 ist eine weitere Ausführungsform einer Antriebsvorrichtung
1 gezeigt, bei welcher der Läufer 2 nun durch ein erstes Läuferelement 26 und ein
zweites Läuferelement 28 ausgebildet ist und der Aktuator 3 lediglich ein einzelnes
Element umfasst. Entsprechend sind zwei Läuferelemente 26, 28 um den Aktuator 3 herum
angeordnet.
[0044] Der Aktuator 3 ist wieder in der Aktuatorebene 300 verschiebbar, wie auch durch den
Pfeil 310 angedeutet. Der Läufer 2 ist wiederum in Bewegungsrichtung 20 bewegbar.
[0045] Der Läufer 2 weist eine Vielzahl von nebeneinander angeordneten, kleinen und alternierend
orientierten Permanentmagneten 260, 280 auf, welche sich in der Bewegungsrichtung
20 erstrecken. Die gegenüberliegenden Permanentmagnete 260, 280 des oberen Läuferelements
26 und des unteren Läuferelements 28 sind jeweils so angeordnet, dass jeweils zwei
gleiche Pole zum Aktuator 3 hin zeigen. Die relative räumliche Orientierung der Permanentmagnete
260, 280 des obere Läuferelements 26 und des unteren Läuferelements 28 ist fest, so
dass sich das zwischen den Läuferelementen 26, 28 durch die einzelnen Permanentmagnete
260, 280 ausgebildete Magnetfeld auch bei einer Bewegung des Läufers 2 nicht ändert.
[0046] Auch der Läufer 3 umfasst eine Vielzahl nebeneinander angeordneter, alternierend
orientierter kleiner Permanentmagnete 360, welche sich ebenfalls in Bewegungsrichtung
20 erstrecken, also senkrecht zur Aktuatorebene 300 ausgerichtet sind. Der Aktuator
3 weist dabei aus Effizienzgründen einen Permanentmagneten 360 weniger auf, als die
jeweiligen Läuferelemente 26, 28. Dies ist aber keine Voraussetzung für das Funktionieren
der Anordnung und es kann auch die gleiche Anzahl an Permanentmagneten verwendet werden.
[0047] In Figur 3 ist ein instabiler Zustand der Antriebsvorrichtung 1 gezeigt, in welchem
sich der Läufer 2 in einer Zwischenlage zwischen den zwei Endpositionen befindet.
In Figur 4 ist dann der stabile Zustand gezeigt. Entsprechend ist beispielsweise der
erste Permanentmagnet 280 des unteren Läuferelements 28 gegenüberliegend zu dem ersten
Permanentmagneten 360 des Aktuators 3 so angeordnet, dass sich der Nordpol dieses
Magneten des Läuferelements 28 und der Südpol des Aktuators 3 gegenseitig anziehen.
Gleichzeitig ist der erste Permanentmagnet 260 des oberen Läuferelements 26 so orientiert,
dass sich dessen Nordpol mit dem Nordpol des ersten Permanentmagneten 360 des Läufers
3 abstößt. Entsprechend befindet sich der Läufer 2 in Figur 4 in einem ersten stabilen
Zustand.
[0048] Wird nun der Läufer, so wie in Figur 5 gezeigt, durch eine lineare Translationsbewegung
310 in der Aktuatorebene 300 um eine Magnetbreite nach rechts verschoben, so kehren
sich die jeweiligen Polungen des von den Aktuatormagneten 360 auf die Läufermagneten
260, 280 wirkenden Magnetfeldes um, so dass nun das obere Läuferelement 26 vom Aktuator
3 angezogen wird und entsprechend das untere Läuferelement 28 vom Aktuator 3 abgestoßen
wird. Auf diese Weise ergibt sich der in Figur 5 gezeigte zweite stabile Zustand.
[0049] Der Aktuator 3 kann in seiner Linearbewegung entlang der Aktuatorebene 300 in Translationsrichtung
310 wiederum entweder über einen Elektromotor, einen Schrittmotor oder beispielsweise
einen Elektrozylinder in einfacher Weise so verschoben werden, dass die einzelnen
Schaltzustände definiert eingenommen werden können.
[0050] Selbstverständlich ist es denkbar, das in den Figuren 3 bis 5 gezeigte Ausführungsbeispiel
dahingehend umzukehren, dass der Aktuator 3 wieder zwei Aktuatorelemente aufweist,
so wie beispielsweise in dem in Figuren 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispiel, und
der Läufer 2 lediglich ein einziges Läuferelement.
[0051] Auch können auch mehrere Aktuatorelemente und mehrere Läuferelemente verwendet werden,
welche dann entsprechend in der vorbeschriebenen Art und Weise parallel zueinander
bewegt werden. Die Anordnung der Magnete ist entsprechend so auszuführen, dass der
Aktuator mit einem definierten und gerichteten Magnetfeld so auf den Läufer wirkt,
dass sich dieser je nach Orientierung des durch den Aktuator bereit gestellten Magnetfeldes
in die eine oder die andere stabile Endposition bewegen kann.
[0052] Figur 6 zeigt in einer schematischen Darstellung die Anordnung der Antriebsvorrichtung
1 an einem schematisch angedeuteten Füllorgan 4 einer Getränkeabfüllanlage, wobei
der Läufer 1 über seinen elektrischen Antrieb, welcher die Bewegung des Aktuators
ermöglicht, über ein elektrisches Signal 42, welches von einer elektronischen Füllventilsteuerung
40 ausgegeben wird, betätigt wird.
Bezugszeichenliste
[0053]
- 1
- Antriebsvorrichtung
- 2
- Läufer
- 20
- Bewegungsrichtung des Läufers
- 22
- Führungsschiene für den Läufer
- 24
- Permanentmagnet des Läufers
- 26
- Läuferelement
- 28
- Läuferelement
- 200
- Läuferebene
- 260
- Permanentmagnet des Läufers
- 280
- Permanentmagnet des Läufers
- 3
- Aktuator
- 30
- Aktuatorachse
- 32
- Aktuatorelement
- 34
- Aktuatorelement
- 36
- Abstandselement
- 300
- Aktuatorebene
- 310
- Translationsrichtung
- 320
- Permanentmagnet des Aktuators
- 340
- Permanentmagnet des Aktuators
- 4
- Füllorgan
- 40
- elektronische Füllventilsteuerung
- 42
- elektrisches Signal
1. Antriebsvorrichtung (1) für ein Ventil einer Getränkeabfüllanlage, bevorzugt für ein
Produktventil oder Gasventil eines Füllorgans, umfassend mindestens einen in einer
Bewegungsrichtung (20) beweglichen und mindestens einen Läufermagneten (24, 260, 280)
aufweisenden Läufer (2) zum Antreiben des Ventils, und mindestens einen mindestens
einen Aktuatormagneten (320, 340, 360) aufweisenden Aktuator (3) zum Auslösen der
Bewegung des Läufers (2),
wobei der mindestens eine Aktuator (3) in einer senkrecht zur Bewegungsrichtung (20)
des mindestens einen Läufers (2) angeordneten Aktuatorebene (300) zur Auslösung der
Bewegung des Läufers (2) bewegbar ist
dadurch gekennzeichnet, dass
der mindestens eine Aktuator (3) und/oder der mindestens eine Läufer (2) mindestens
zwei nebeneinander liegende, jeweils gegenläufig orientierte Magnete (260, 280, 360)
aufweist, wobei die nebeneinander angeordneten Magnete (260, 280, 360) eine parallel
zur Aktuatorebene 300 liegende Ebene ausbilden.
2. Antriebsvorrichtung (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Aktuator in der Aktuatorebene (300) rotierbar und/oder linear
verschiebbar ist.
3. Antriebsvorrichtung (1) gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Läufer (2) zwischen mindestens zwei Aktuatorelementen (32, 34)
angeordnet ist, wobei die Aktuatormagnete (320, 340, 360) der Aktuatorelemente (32,
34) ein eindeutig gepoltes Magnetfeld auf den Läufermagneten (24, 260, 280) ausüben.
4. Antriebsvorrichtung (1) gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass alle Aktuatormagnete (320, 340, 360) der Aktuatorelemente (32, 34) in einer festen
räumlichen Relativbeziehung zueinander stehen.
5. Antriebsvorrichtung (1) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Aktuator (3) zwischen mindestens zwei Läuferelementen (26, 28)
angeordnet ist, wobei die Aktuatormagneten (320, 340, 360) so orientiert sind, dass
sie eine gleichnamige Polung auf die jeweiligen Läufermagneten (24, 260, 280) aufbringen.
6. Antriebsvorrichtung (1) gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass alle Läufermagnete (24, 260, 280) in einer festen räumlichen Relativbeziehung zueinander
stehen.
7. Antriebsvorrichtung (1) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Aktuator (3) über einen elektrischen Antrieb bewegt wird, bevorzugt
über einen Schrittmotor, einen Elektromotor oder einen elektrischen Stellzylinder.
8. Antriebsvorrichtung (1) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Läufer (2) in Wirkverbindung mit einem Stellelement des anzutreibenden
Ventils steht.
9. Füllorgan (4) für eine Getränkeabfüllanlage, umfassend mindestens ein Produktventil
zum Schalten des in einen Behälter zu füllenden Produkts und/oder mindestens ein Gasventil
zum Schalten eines in einen Behälter einzuleitenden, oder aus diesem auszuleitenden
Gasstroms,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Produktventil und/oder ein Gasventil über eine Antriebsvorrichtung gemäß einem
der vorstehenden Ansprüche geschaltet ist.
1. Actuating device (1) for a valve of a beverage filling system, preferably for a product
valve or a gas valve of a filling member, comprising at least one rotor (2) which
is moveable in one direction of movement (20) and has at least one rotor magnet (24,
260, 280) and is intended for driving the valve, and at least one actuator (3) which
has at least one actuator magnet (320, 340, 360) and is intended for triggering the
movement of the rotor (2),
wherein the at least one actuator (3) is moveable in an actuator plane (300), which
is arranged perpendicularly to the direction of movement (20) of the at least one
rotor (2), for triggering the movement of the rotor (2), characterized in that the at least one actuator (3) and/or the at least one rotor (2) have/has at least
two magnets (260, 280, 360) which lie next to each other and are in each case oriented
in an opposed manner, wherein the magnets (260, 280, 360) which are arranged next
to each other form a plane lying parallel to the actuator plane (300).
2. Actuating device (1) according to Claim 1, characterized in that the at least one actuator is rotatable and/or displaceable linearly in the actuator
plane (300).
3. Actuating device (1) according to Claim 1 or 2, characterized in that the at least one rotor (2) is arranged between at least two actuator elements (32,
34), wherein the actuator magnets (320, 340, 360) of the actuator elements (32, 34)
exert an unambiguously polarized magnetic field on the rotor magnets (24, 260, 280).
4. Actuating device (1) according to Claim 3, characterized in that all of the actuator magnets (320, 340, 360) of the actuator elements (32, 34) are
in a fixed spatial relationship relative to one another.
5. Actuating device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one actuator (3) is arranged between at least two rotor elements (26,
28), wherein the actuator magnets (320, 340, 360) are oriented in such a manner that
they apply the same polarity to the respective rotor magnets (24, 260, 280).
6. Actuating device (1) according to Claim 5, characterized in that all of the rotor magnets (24, 260, 280) are in a fixed spatial relationship relative
to one another.
7. Actuating device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one actuator (3) is moved via an electric drive, preferably via a stepping
motor, an electric motor or an electric actuating cylinder.
8. Actuating device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one rotor (2) is operatively connected to an actuating element of the
valve to be actuated.
9. Filling member (4) for a beverage filling system, comprising at least one product
valve for switching the product to be filled into a container and/or at least one
gas valve for switching a gas flow to be introduced into a container or to be discharged
therefrom,
characterized in that
a product valve and/or a gas valve are/is switched via an actuating device according
to one of the preceding claims.
1. Dispositif d'entraînement (1) pour une soupape d'une installation de remplissage de
boissons, de préférence pour une soupape de produit ou une soupape de gaz d'un organe
de remplissage, comprenant au moins un induit (2) déplaçable dans un sens de déplacement
(20) et présentant au moins un aimant d'induit (24, 260, 280) pour l'entraînement
de la soupape, et au moins un actionneur (3) présentant au moins un aimant d'actionneur
(320, 340, 360) pour déclencher le mouvement de l'induit (2),
l'au moins un actionneur (3) pouvant être déplacé dans un plan d'actionneur (300)
disposé perpendiculairement au sens de déplacement (20) de l'au moins un induit (2)
pour déclencher le mouvement de l'induit (2),
caractérisé en ce que
l'au moins un actionneur (3) et/ou l'au moins un induit (2) présentent au moins deux
aimants juxtaposés (260, 280, 360) orientés à chaque fois en sens inverse, les aimants
juxtaposés (260, 280, 360) constituant un plan situé parallèlement au plan d'actionneur
(300).
2. Dispositif d'entraînement (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'au moins un actionneur peut tourner et/ou être déplacé linéairement dans le plan
d'actionneur (300).
3. Dispositif d'entraînement (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'au moins un induit (2) est disposé entre au moins deux éléments d'actionneur (32,
34), les aimants d'actionneur (320, 340, 360) des éléments d'actionneur (32, 34) exerçant
un champ magnétique nettement polarisé sur les aimants d'induit (24, 260, 280).
4. Dispositif d'entraînement (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que tous les aimants d'actionneur (320, 340, 360) des éléments d'actionneur (32, 34)
sont dans un rapport spatial relatif fixe les uns par rapport aux autres.
5. Dispositif d'entraînement (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'au moins un actionneur (3) est disposé entre au moins deux éléments d'induit (26,
28), les aimants d'actionneur (320, 340, 360) étant orientés de telle sorte qu'ils
exercent une polarisation de même sens sur les aimants d'induit respectifs (24, 260,
280).
6. Dispositif d'entraînement (1) selon la revendication 5, caractérisé en ce que tous les aimants d'induit (24, 260, 280) sont dans un rapport spatial relatif fixe
les uns par rapport aux autres.
7. Dispositif d'entraînement (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'au moins un actionneur (3) est déplacé par le biais d'un entraînement électrique,
de préférence par le biais d'un moteur pas à pas, d'un moteur électrique ou d'un cylindre
de commande électrique.
8. Dispositif d'entraînement (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'au moins un induit (2) est en liaison fonctionnelle avec un élément de commande
de la soupape à entraîner.
9. Organe de remplissage (4) pour une installation de remplissage de boissons, comprenant
au moins une soupape de produit pour commuter le produit à verser dans un récipient
et/ou au moins une soupape de gaz pour commuter un flux de gaz devant être introduit
dans un récipient ou devant être évacué hors de celui-ci,
caractérisé en ce
qu'une soupape de produit et/ou une soupape de gaz est commutée par le biais d'un dispositif
d'entraînement selon l'une quelconque des revendications précédentes.