| (19) |
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(11) |
EP 2 677 085 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.01.2018 Patentblatt 2018/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.02.2010 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Kanaldiele und Kammerplatten-Verbaueinheit
Trench sheet and shoring unit of trench panels
Palplanche et unité de blindage par planches
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
24.04.2009 DE 102009003821
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.12.2013 Patentblatt 2013/52 |
| (62) |
Anmeldenummer der früheren Anmeldung nach Art. 76 EPÜ: |
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10153571.4 / 2246480 |
| (73) |
Patentinhaber: Friedr. Ischebeck GmbH |
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58256 Ennepetal (DE) |
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Erfinder: |
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- Die Erfinder haben auf ihr Recht verzichtet, als solche bekannt gemacht zu werden.
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| (74) |
Vertreter: Brötz, Helmut et al |
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Rieder & Partner mbB
Patentanwälte - Rechtsanwalt
Corneliusstrasse 45 42329 Wuppertal 42329 Wuppertal (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 724 400 WO-A1-90/05810 GB-A- 1 116 382
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EP-B1- 0 238 783 DE-A1- 4 432 306
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kanaldiele gemäß dem Oberbegriff von Anspruch
1.
Bekannt sind stählerne Kanaldielen für die Verwendung beim sog. Stahl-Kammerplatten-Verbau.
Diese Technik findet Einsatz beim Grabenbau (bspw. bei Rohrverlegearbeiten) in nicht
kurzfristig standfesten Böden. Dabei erfolgt zunächst ein Voraushub von nur begrenzter
Tiefe, in den mit Kanalstreben gegeneinander abgestützte stählerne Kammerplatten eingestellt
werden. In die oben und unten offenen Kammern der Kammerplatten werden anschließend
von oben Kanaldielen eingeführt und im Wechsel mit dem weiteren tieferen Grabenaushub
aufgrund ihrer schweren Handhabbarkeit mit einem Baggerlöffel auf Tiefe gedrückt.
Je nach Erstreckung der Kanaldielen in ihrer Dielenlängsrichtung können so auch tiefere
Gräben an ihren seitlichen Wänden abgestützt bzw. verbaut werden, wobei sich im oberen
Grabenausschnitt die Kanaldielen gegen die auch eine Führung bildenden Kammerplatten
abstützen und je nach Tiefe des Grabens unterhalb der Kammerplatten die Kanaldielen
bspw. durch ein Erdwiderlager oder auf andere Weise abgestützt sein können. Nach dem
bspw. Verlegen von Rohren wird der Graben wieder verfüllt und die aus Stahl hergestellten
und daher schweren Kanaldielen mittels eines Baggers, Kranes oder dergleichen aus
den Kammerplatten nach oben heraus gezogen, worauf auch die Kammerplatten aus dem
restlichen Graben entnommen und die Restverfüllung vorgenommen wird. Diese bekannte
Anwendung wird als Stahl-Kammerplatten-Grabenverbau bezeichnet. Gegenüber der aus
EP 0 238 783 B1 bekannten Grabenverbau-Einheit, deren Anwendung in der Regel auf maximal 3 m Grabentiefe
begrenzt ist, können damit auch tiefere Gräben mit einer größeren freien Höhe (Rohrverlegehöhe)
zwischen Grabensohle und unterster Strebenlage verbaut werden. Von Vorteil ist auch
der mögliche Einsatz bei nicht kurzfristig standfesten Böden, weil die Kanaldiele
immer mindestens so tief eingedrückt wird, dass die Grabentiefe dem Verbau nachläuft.
Auch bei Hindernissen im Boden, z.B. kreuzenden Leitungen, kann einfach eine Kanaldiele
ausgespart oder nur bis zum Hindernis vorgeschoben und darunter der Spalt bspw. mit
Bohlen und Bohlenschlüssen verbaut werden. Allerdings sind bei dem herkömmlichen Kammerplatten-Verbau
für die beschriebene bekannte Anwendung und deren Anforderungen die Kanaldielen und
die Kammerplatten zur Erzielung einer möglichst hohen Stabilität jeweils aus Stahl
hergestellt. Zum lösbaren Anschluss von Kanalstreben, stabilisierenden Gurtungen und
dergleichen sind an den Kammerplatten und Kanaldielen, um eine Schwächung zu vermeiden,
nur punktuell Öffnungen bzw. Anschlüsse vorhanden. Aufgrund dieser Ausführung und
des resultierenden hohen Gewichts muss in Kauf genommen werden, dass für das Arbeiten
mit dem Stahl-Kammerplatten-Verbau und stählernen Kanaldielen ein Bagger als Hebezeug
notwendig ist, weil selbst die Einzelgewichte von Menschen nicht hantiert werden können.
[0002] Im Stand der Technik ist eine gattungsgemäße Kanaldiele aus
WO 90/05810 A1 bekannt.
GB 1116382 A beschreibt Vortreiblatten aus Aluminium, die so eingesetzt werden, dass benachbarte
Vortreiblatten an ihren Rändern aneinander grenzen. Aus
DE 4432306 A1 sind als Schweißkonstruktion ausgeführte Kanaldielen bekannt.
[0003] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung zunächst die Aufgabe zugrunde, eine Kanaldiele
der eingangs genannten Art vorteilhaft weiterzubilden, so dass insbesondere die beschriebenen
Nachteile vermieden werden können.
[0004] Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung in Verbindung mit den Merkmalen gelöst, dass
zumindest ein Querschnittssegment zumindest eine hinterschnittene, vorzugsweise T-profilartig
hinterschnittene, Nut aufweist, die sich parallel zu der Dielenlängsrichtung der Kanaldiele
und vorzugsweise durchgehend entlang der gesamten Länge der Kanaldiele erstreckt,
dass für eine geometrische Bezugsachse, die sich in bzw. parallel zu der Querschnittslängsrichtung
durch den Querschnittsschwerpunkt erstreckt, die beiden Widerstandsmomente, die als
Quotient aus dem der Bezugsachse zugeordneten Querschnitts-Flächenträgheitsmoment
und je einem der zugeordneten Querschnittsrandabstände resultieren, zueinander gleich
oder im Wesentlichen gleich groß sind, und dass das Verhältnis von der in Querschnittsquerrichtung
gemessenen Querschnittsbreite zu der in dazu senkrecht orientierter Querschnittslängsrichtung
gemessenen Querschnittslänge im Wertebereich von 0,2-0,3 liegt. Die Kombination dieser
Merkmale ermöglicht es vorteilhaft, dass die erfindungsgemäßen Kanaldielen, die aufgrund
ihrer vielseitigen Verwendungsmöglichkeit auch einfach als Dielen (oder auch als Alu-Dielen)
zu bezeichnen sind, auch ohne Bagger bzw. vergleichbare Hebemittel verwendbar sind.
Einerseits wird im Vergleich zu herkömmlichen Stahl-Kanaldielen durch die erfindungsgemäße
Verwendung von Leichtmetall ein signifikant niedrigeres Gewicht erreicht. So kann
eine erfindungsgemäße Kanaldiele, die bspw. (d.h. nicht notwendig) in Dielenlängsrichtung
eine Länge von 2,5 m und in ihrem dazu senkrechten Querschnitt in Querschnittslängsrichtung
215 mm und in Querschnittsquerrichtung 50 mm misst, ein Gewicht von nur etwa 14 kg
aufweisen, das selbst nach den sehr strengen Arbeitsschutz-Vorschriften bspw. in Schweden
noch dauernd von einem Arbeiter bewegt werden darf. Im Hinblick darauf muss das Einzelgewicht
unter 16 kg liegen. Eine solche Alu-Diele kann bei einer von der Erfindung bevorzugten
Verwendung für einen Alu-Kammerplatten-Leichtverbau von Hand in die Kammerplatten
eingestellt und nachgedrückt werden und ermöglicht es bspw., Baugruben bis 2 m Tiefe
je nach Boden ohne zusätzliche Gurtungen zu verbauen. In Kombination mit dem geringen
Gewicht wird die bevorzugte manuelle Handhabung der erfindungsgemäßen Kanaldielen
durch deren hinterschnittene, in Längsrichtung verlaufende Nut (vorzugsweise T-Nut)
begünstigt, die eine Multifunktionsleiste bildet. Sie kann z.B. mittels einer Steckschraube
zum Anklemmen eines Anschlagmittels oder eines Handgriffes zum Eindrücken und Ziehen
der Alu-Diele von Hand dienen. Auch kann mittels der T-Nut bspw. ein Stopper an die
Kanaldiele angeklemmt werden. Der Stopper kann hinsichtlich seiner Abmessungen so
groß dimensioniert sein, dass er über den Rand der in einer Kammerplatte gebildeten
Kammer hinaussteht und sich daher nicht mit in die Kammer einschieben lässt. Auf diese
Weise kann die erfindungsgemäße Diele beim Einstecken in die Kammer positioniert und
in der Kammerplatte, vorzugsweise in einer nachfolgend beschriebenen erfindungsgemäßen
Kammerplatte, am weiteren Durchrutschen gehindert werden. Auch kann die erfindungsgemäße
Nut als Klemmleiste genutzt werden, um die einzelnen Alu-Dielen mit einer zusätzlichen
Gurtung abzustützen, was gegenüber bekannten stählernen Kanaldielen, die nur ein Loch
zum Anschlagen besitzen, eine größere Vielseitigkeit ermöglicht. Um die erfindungsgemäße
Kanaldiele möglichst langlebig auszuführen, sollte sie aus hochfestem Aluminium bzw.
Aluminiumlegierung hergestellt sein, vorzugsweise aus AlZn 4,5 Mg 1 nach DIN 1725
mit einer Streckgrenze über 290 N/mm
2 und einer Bruchfestigkeit über 350 N/mm
2. Die erfindungsgemäße Kanaldiele ist vorzugsweise aus hochfestem Aluminium/Aluminiumlegierung
mit der Festigkeit von Stahl bzw. aus bruchfester Aluminiumlegierung für eine hohe
Langlebigkeit hergestellt. Zufolge dieser erfindungsgemäß mittels der Multifunktions-Nut
bedarfsgerecht an der Kanaldiele zu befestigenden / zu lösenden Hilfsmittel für den
manuellen Einsatz kann der Verbau mittels Körperkraft erfolgen und auf diese Weise
nicht nur auf aufwendiges Hebezeug (bspw. auf einen Bagger mit Bohlenzange), sondern
je nach Anwendung auch auf weitere Hilfsmittel wie bspw. hydraulische Rütteleinrichtungen
verzichtet werden.
[0005] Wie schon angesprochen, weist der Querschnitt der Kanaldiele in der quer zu ihrer
Dielenlängsrichtung orientierten Querschnittsebene mehrere in dieser Querschnittsebene
in verschiedene Richtungen orientierte Querschnittssegmente auf. Bei diesen handelt
es sich vorzugsweise um im Vergleich zu den Querschnittsabmessungen in Querschnittslängs-
und Breitenrichtung vergleichsweise dünnwandige Querschnittssegmente. Einzelne oder
mehrere dieser Segmente können innerhalb der Querschnittsebene einen nahezu beliebigen,
bspw. in sich geraden oder gebogenen, bspw. auch gerundeten, Verlauf besitzen. Dabei
bilden die miteinander einstückig verbundenen Segmente bevorzugt insgesamt einen in
breitem Wortsinn wellenähnlichen Verlauf des Kanaldielenprofils aus, wobei vorzugsweise
an eine zumindest im Wesentlichen Rechteck-Wellenform oder Trapez-Wellenform als Grundform
gedacht ist. Vorzugsweise kann die Wandstärke der Kanaldiele in der Größenordnung
von wenigen Millimetern liegen, bspw. in verschiedenen Querschnittssegmenten etwa
4 oder 6 mm betragen, wobei aber auch andere Wandstärken möglich wären. Zufolge des
beschriebenen, im Querschnitt wellenartigen Profils der Kanaldiele erstreckt sich
deren Wand nicht nur in einer sog. Querschnittlängsrichtung, sondern dabei auch dazu
quer gerichtet wellen- oder stufenartig zwischen den beiden Profilseiten mehrfach
hin und her. Zur zweckmäßigen Ausgestaltung ist bevorzugt, dass die hinterschnittene
Nut an einem sich zumindest im Wesentlichen in bzw. parallel zu einer Querschnittslängsrichtung
erstreckenden Querschnittssegment vorgesehen ist, das als U-Steg mit zwei damit verbundenen,
U-Schenkel bildenden Querschnittssegmenten einen ersten, vorzugsweise in Bezug auf
die Querschnittslängsrichtung mittleren, im Wesentlichen U-profilartigen Querschnittsbereich
ausbildet, wobei die Nut und der U-profilartige Querschnittsbereich zu einander gegenüberliegenden
Profilseiten hin geöffnet sind. Wenn das der Nut insofern zugeordnete Querschnittssegment
eine ebene Wandfläche aufweist, kann diese als Führungsfläche beim Einsetzen in die
Kammer einer Kammerplatte dienen. Es besteht die Möglichkeit, dass die Wandstärke
dieses Querschnittssegmentes kleiner als die Tiefe der daran vorgesehenen Nut ist,
wobei die Nuttiefe sogar im Bereich eines Mehrfachen der Wandstärke liegen kann. Dies
bedeutet, dass das Querschnittssegment die besagte Nut im Bereich eines Vorsprunges
bzw. eine Ausbauchung aufweisen kann, welche sich als eine Umrandung der Nut von dem
U-Steg bzw. von dem entsprechenden Querschnittssegment ausgehend in das hohle Innere
des U-profilartigen Querschnittsbereiches hinein erstreckt. Auch besteht die Möglichkeit,
dass der Querschnitt in seiner Querschnittslängsrichtung im Bereich seiner beiden
Längsenden je einen endseitigen U-profilartigen Querschnittsbereich umfasst, wobei
diese beiden Querschnittsbereiche je einen sich zumindest im Wesentlichen in bzw.
parallel zu der Querschnittslängsrichtung erstreckenden U-Steg und je zwei daran anschließende
U-Schenkel aufweisen und zur einander gleichen Profil- bzw. Querschnittsseite hin
offen sind, wobei deren jeweiliger, in Querschnittslängsrichtung der Querschnittsmitte
zugewandter U-Schenkel in ein sich zumindest im Wesentlichen in bzw. parallel zur
Profillängsrichtung erstreckendes Querschnittssegment, vorzugsweise in den U-Steg
des mittleren U-profilartigen Querschnittsbereichs, übergeht, wobei das freie Ende
der jeweiligen, in Querschnittslängsrichtung von der Querschnittsmitte abgewandten
(also endseitigen) U-Schenkel in einem quer zu der Querschnittslängsrichtung (d.h.
in Querschnittsquerrichtung) gemessenen Abstand von der von der Querschnittsmitte
abgewandten Außenseite des sich im Wesentlichen in bzw. parallel zur Profillängsrichtung
erstreckenden Profilsegments liegt, der gleich oder etwas größer als die Wandstärke
der U-Stege der endseitigen U-profilartigen Querschnittsbereiche ist. Werden mehrere
solcher drehsymmetrisch ausgebildeter Kanaldielen mit abwechselnd um eine halbe Umdrehung
verdrehtem Querschnitt in eine Kammer einer Kammerplatte eingesetzt, lässt sich mittels
der endseitigen U-Schenkel ein gegenseitiger formschlüssiger Eingriff zwischen benachbarten
Kanaldielen erreichen bei zugleich hoher Überlappung der endseitigen U-Schenkel, wodurch
das Ausrieseln von bspw. Sand oder dergleichen verhindert werden kann. Auf diese Weise
kann auf eine filigrane Verbindungs- bzw. Schlossausbildung, die für die bevorzugte
Anwendung an Kammerplatten zu sensibel wäre, verzichtet werden. Wenn die U-Stege bzw.
insofern mittleren Querschnittssegmente der endseitigen U-profilartigen Querschnittsbereiche
profilaußenseitig eine ebene Wandfläche aufweisen, können diese ebenfalls als, der
vorgenannten mittleren führenden Wandfläche gegenüberliegende, Führungsflächen beim
Einsetzen in die Kammerplatte dienen. Insbesondere lässt sich in Querschnittsquerrichtung
durch geeignete Wahl der Abmessungen eine Abstimmung an die Kammerbreite zur Erzielung
einer spielarmen Aufnahme erreichen. Die Kanaldielen sind dann in Querschnittsquerrichtung
bzw. Kammerbreitenrichtung quasi selbstzentrierend und selbstführend. Insbesondere
können derartige Kanaldielen auch in der Kammer bzw. im Aufnahmespalt von Kammerplatten,
welche keine gesonderten Führungen für die Kanaldielen aufweisen, eingesetzt werden.
Die Alu-Dielen können an beliebiger Stelle darin ineinander eingreifend eingestellt
werden und werden dazu vorher zueinander abwechselnd um 180° im Querschnitt verdreht
ausgerichtet, wodurch sie automatisch eine überlappende und dichte Verbauwand bilden.
Eine kompakte Bauform der Kanaldiele wird erreicht, wenn je ein U-Schenkel des zuvor
genannten mittleren, im Wesentlichen U-profilartigen Querschnittsbereichs je zugleich
einen U-Schenkel eines der beiden endseitigen U-profilartigen Querschnittsbereiche
ausbildet, d. h. mit diesem identisch ist. Auch ermöglicht eine derartige Gestaltung
vorteilhaft, dass bezüglich einer geometrischen Bezugsachse, die sich in bzw. parallel
zu der Querschnittslängsrichtung durch den Querschnittsschwerpunkt erstreckt, die
beiden Widerstandsmomente gegen Biegung, die als Quotient aus dem der Bezugsachse
zugeordneten Querschnitts-Flächenträgheitsmoment und je einem der zugeordneten Querschnittsrandabstände
resultieren, zueinander gleich oder im Wesentlichen gleich groß sind. Bezüglich dieser
Bezugsachse können also das sog. obere Widerstandsmoment und das sog. untere Widerstandsmoment
praktisch ausgeglichen sein, was wiederum Vorteile für den beschriebenen alternierend
um 180° verdrehten Einbau bietet.
[0006] Gemäß einem weiteren Aspekt wird eine Kammerplatte beschrieben, vorzugsweise für
eine Kammerplatten-Verbaueinheit, aufweisend zwei parallel voneinander beabstandete
Kammerwände, bspw. Bohlen, die mit ihren einander zuweisenden Wandoberflächen einen
parallelflächig berandeten Zwischenraum, vorzugsweise zur Aufnahme von einer oder
mehreren Kanaldielen, begrenzen, und aufweisend auf einer Plattenseite im Bereich
beider Längsenden Anschlussmittel, vorzugsweise zum Anschluss je einer längenverstellbaren
Stützstrebe (bspw. sog. Kanalstrebe).
[0007] Derartige Kammerplatten sind im Stand der Technik, wie oben beschrieben, als Stahl-Kammerplatten
bekannt, wobei die ebenfalls erläuterten Einschränkungen bestehen.
[0008] Zur vorteilhaften Weiterbildung wird vorgeschlagen, dass die Kammerplatte aus Aluminium
und/oder Aluminiumlegierung hergestellt ist. Dadurch resultiert ein geringeres Gewicht,
so dass die Kammerplatte leichter handhabbar wird. Eine zweckmäßige Weiterbildung
sieht vor, dass es sich bei den Kammerwänden um aus Leichtmetall (insbesondere Alu
bzw. Aluminiumlegierung) hergestellte innen hohle Kastenprofile handelt, wie in der
Beschreibung der Figuren näher dargestellt. Auf diese Weise lässt sich bei gleichzeitig
niedrigem Gewicht eine hohe Stabilität erreichen.
[0009] Ein weiterer Vorschlag zur vorteilhaften Weiterbildung der genannten Kammerplatte
besteht darin, dass die erste, den Anschlussmitteln zugewandte Kammerwand im Bereich
ihrer beiden Längsenden jeweils formschlüssig in eine Vertiefung je eines Pfostens
tritt und daran befestigt ist, dass die zweite, den Anschlussmitteln abgewandte Kammerwand
im Bereich ihrer beiden Längsenden jeweils formschlüssig in eine Vertiefung je eines
Stützprofils tritt und daran befestigt ist, und dass im zusammengesetzten Zustand
der Kammerplatte die beiden Stützprofile paarweise die beiden Pfosten abschnittsweise
umgreifen, wobei Bohrungen in den Stützprofilen und in den Pfosten zur lösbaren Steckverbindung,
vorzugsweise mittels Steckbolzen, zueinander passend in Überlappung treten. Eine derartige
Kammerplatte besitzt somit einen im Wesentlichen zweiteiligen Aufbau, d.h. lässt sich
zerlegen, so dass die Bestandteile aufgrund ihres jeweils vergleichsweise geringeren
Einzelgewichts leichter transportiert werden können. Ein Vorteil ist auch, dass eine
solche Kammerplatte zerlegt werden kann, um die Innenwände der Kammer (welche zur
Aufnahme von Kanaldielen dienen können) zu reinigen oder um bspw. eine beschädigte
einzelne Wand zu ersetzen. Bevorzugt können auch hier die beiden Kammerwände, die
Pfosten und die Stützprofile zumindest im Wesentlichen aus Aluminium und/oder aus
Aluminiumlegierung hergestellt sein, so dass auch die Kammerplatte insgesamt aufgrund
ihres geringen Gewichts von Personen ohne schwere Hebemittel (bspw. Bagger) gehandhabt
werden kann. Insbesondere ist bevorzugt, dass es sich bei der genannten ersten, den
Anschlussmitteln zugewandten Kammerwand mit ihren beiden Pfosten um die aus
EP 0 238 783 B1 bekannten Wände für Grabenverbau handelt. Die entsprechenden Wände der dort beschriebenen
Grabenverbau-Einheit sind einander im Graben beabstandet gegenüberliegend angeordnet,
hohl gestaltet und besitzen innere Stützstege. Je zwei Wände sind von längenveränderbaren
Streben gegeneinander abgestützt und sind im Bereich ihrer Querkanten formschlüssig
in seitliche Schuh-Leisten eingesetzt. Die Schuh-Leisten, bei denen es sich im Sinne
der vorliegenden Erfindung um die sog. Pfosten handelt, setzen sich aus einem U-Profil
und einem von diesem ausgehenden T-förmig gestalteten Fuß zusammen, dessen einer grabenwandseitiger
T-Schenkel in Verbindung mit dem T-Steg und dem parallel zum T-Schenkel verlaufenden
U-Steg die Vertiefung zum Eintritt der Teilwand-Querkante formt und dessen anderer
T-Schenkel sich in von der Teilwand abgewandter Richtung frei fliegend grabenwandseitig
erstreckt, wobei die eine Teilwandfläche überlappenden U-Schenkel des U-Profils vorstehende
Flansche bzw. Anschlüsse zum Angriff der Streben bilden. Die Offenbarung von
EP 0 238 783 B1 wird hiermit vollinhaltlich auch mit in die vorliegende Anmeldung aufgenommen. Die
aus
EP 0 238 783 B1 bekannte Kammerwand kann wahlweise in der auch dort beschriebenen Art und Weise oder
als Bestandteil einer Kammerplatte eingesetzt werden, wodurch sich die Vielseitigkeit
dieser Kammerwände erhöht und eine geringere Bevorratung ermöglicht wird. Eine zweckmäßige
Ausgestaltung der Kammerplatte sieht vor, dass die beiden einander zuweisenden, den
Zwischenraum für die Kanaldielen berandenden Wandoberflächen keine aus der Wandebene
hervorstehenden Führungen für Kanaldielen aufweisen. Eine im Hinblick auf die Einleitung
und Verteilung der Stützkräfte vorteilhafte Weiterbildung schlägt vor, dass der Pfosten
einen sich in seiner Längsrichtung erstreckenden, die erste Kammerwand überlappenden
U-profilartigen Anschluss aufweist, dessen U-Schenkel zueinander paarweise fluchtende
Bohrungen aufweisen, und dass das Stützprofil einen sich in seiner Längsrichtung erstreckenden
L-profilartigen Anschluss aufweist, der im zusammengesetzten Zustand der Kammerplatte
mit beiden L-Schenkeln innenseitig formschlüssig gegen den U-profilartigen Anschluss
des ihm zugeordneten Pfostens tritt, wobei der jeweils eine L-Schenkel zu den Bohrungen
des Pfostens fluchtende Bohrungen zur lösbaren Steckverbindung, insbesondere mittels
Steckbolzen, aufweist. Beispielsweise können je eine innere und eine äußere Kammerwand
mit vier Steckbolzen verbunden und gesichert werden. Alternativ oder kombinativ besteht
die Möglichkeit, dass der andere L-Schenkel des L-profilartigen Anschlusses des Stützprofils
mit davon außenseitig bzw. zur Grabenmitte rechtwinklig abstehenden Schenkeln einen
U-profilartigen Anschluss für die lösbare Befestigung von Stützstreben mittels Steckbolzen
ausbildet, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die außenseitig von dem L-profilartigen
Anschluss abstehenden Schenkel in einer Projektionsrichtung quer zur Kammerplattenebene
paarweise in Überlappung mit den U-Schenkeln des Pfostens treten. Auch dies wirkt
sich vorteilhaft auf die Übertragung der wirkenden Stützkräfte aus und ermöglicht
zudem, dass einheitlich mittels Steckverbindung gearbeitet werden kann.
[0010] Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung eine Kammerplatten-Verbaueinheit,
aufweisend zumindest eine Kammerplatte und eine oder mehrere Kanaldielen, wobei die
Kammerplatte zwei parallel voneinander beabstandete Kammerwände (bspw. Bohlen) aufweist,
die mit ihren einander zuweisenden Wandoberflächen einen parallelflächig berandeten
Zwischenraum zur Aufnahme der einen oder der mehreren Kanaldielen begrenzen.
[0011] Derartige Kammerplatten-Verbaueinheiten sind aus dem eingangs beschriebenen Stand
der Technik aus Stahl bekannt und weisen die erläuterten Einschränkungen auf. Vor
diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine derartige Kammerplatten-Verbaueinheit
vorteilhaft weiterzubilden, so dass insbesondere diese beschriebenen Nachteile möglichst
vermieden werden können.
[0012] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß in Verbindung mit den Merkmalen gelöst, dass die
Kammerplatte und die eine oder mehrere Kanaldielen jeweils aus Aluminium und/oder
Aluminiumlegierung hergestellt sind, wobei die Kammerplatten-Verbaueinheit zumindest
eine Kanaldiele nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 7 aufweist. Zu den daraus
resultierenden möglichen Wirkungen und Vorteilen wird ebenfalls Bezug auf die vorangehende
Beschreibung genommen. Eine derartige Kammerplatten-Verbaueinheit kann bspw. zum Verbau
in Baugruben für Hausanschlüsse in Gehwegen mit kreuzenden Leitungen verwendet werden
oder bspw. im Garten- und Landschaftsbau. Weitere exemplarische Anwendungsmöglichkeiten
sind Baugruben für Regenwassertanks oder bspw. Geothermieanlagen in locker gelagerten
Kulturböden. Bei allen Anwendungen ermöglicht es das geringe Gewicht der Komponenten,
diese ohne motorisch, hydraulisch oder dergleichen angetriebene Hebemittel zu handhaben,
so dass ein Verbau bspw. auch unter beengten Raumverhältnissen möglich ist.
[0013] Bevorzugt ist eine Verwendung der zuvor beschriebenen Kammerplatten und Kanaldielen
bzw. Kammerplatten-Verbaueinheiten als sog. Grabenverbau-Einheit, um die einander
gegenüberliegenden Grabenwände abzustützen. Dabei sind die einander paarweise gegenüberliegenden
Kammerplatten mittels längenverstellbarer Stützstreben, bspw. sog. Kanalstreben, miteinander
verbunden und gegeneinander abgestützt.
[0014] Die Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beigefügten Figuren, welche ein
bevorzugtes Ausführungsbeispiel darstellt, weiter beschrieben. Darin zeigt:
- Fig. 1
- perspektivisch eine erfindungsgemäße Kanaldiele gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel,
bei in Dielenlängsrichtung verkürzter Darstellung;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf den Querschnitt der Kanaldiele quer zu ihrer Dielenlängsrichtung
in Blickrichtung II aus Fig. 1, demgegenüber in Vergrößerung;
- Fig. 3
- perspektivisch eine Grabenverbau-Einheit gemäß einem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel;
- Fig. 4
- eine Draufsicht in Blickrichtung IV gemäß Fig. 3 mit zusätzlich angedeuteten Grabenwänden;
- Fig. 5
- einen Teilschnitt entlang Schnittlinie V - V gemäß Fig. 4, demgegenüber in Vergrößerung;
- Fig. 6
- perspektivisch eine Kammerplatte gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel entsprechend
den Figuren 3 bis 5, jedoch demgegenüber vergrößert und verkürzt dargestellt;
- Fig. 7
- eine Draufsicht in Blickrichtung VII gemäß Fig. 6;
- Fig. 8
- perspektivisch die den Stützstreben-Anschlussmitteln zugewandte Kammerwand mit Pfosten
gemäß Fig. 6;
- Fig. 9
- perspektivisch einen Pfosten gemäß Fig. 8, demgegenüber in Vergrößerung;
- Fig. 10
- eine Draufsicht auf den Querschnitt des Pfostens in Blickrichtung X gemäß Fig. 9;
- Fig. 11
- perspektivisch die den Stützstreben-Anschlussmitteln bzw. der Grabenmitte abgewandte
Kammerwand mit ihren Stützprofilen der Kammerplatte gemäß Fig. 6 und 7, demgegenüber
vergrößert und verkürzt dargestellt;
- Fig. 12
- perspektivisch das eine der in Fig. 11 gezeigten Stützprofile, demgegenüber vergrößert;
- Fig. 13
- eine Draufsicht auf den Querschnitt des Stützprofils in Blickrichtung XIII auf Fig.
12;
- Fig. 14
- eine Ausschnittsvergrößerung von Detail XIV aus Fig. 3, betreffend einen lösbar an
der Kanaldiele befestigbaren Handgriff gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel;
- Fig. 15
- den lösbar befestigbaren Handgriff, aus der Nut der Kanaldiele entnommen;
- Fig. 16
- perspektivisch eine Grabenverbau-Einheit gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel;
- Fig. 17
- eine Ausschnittsvergrößerung von Detail XVII in Fig. 16;
- Fig. 18
- eine ausschnittsweise Draufsicht in Blickrichtung XVIII gemäß Fig. 17;
- Fig. 19
- eine Ausschnittsvergrößerung von Detail XIX in Fig. 16;
- Fig. 20
- einen Teilschnitt entlang der Schnittebene XX - XX in Fig. 19;
- Fig. 21
- perspektivisch ein Kopfstück, das bei der Grabenverbau-Einheit gemäß Fig. 16 als Stopper
der Kanaldielen verwendet wird;
- Fig. 22
- eine Stirnansicht davon in Blickrichtung XXII gemäß Fig. 21, mit schematisch überlagerter
Nut, in einer ersten Drehstellung und
- Fig. 23
- eine Stirnansicht davon in Blickrichtung XXII gemäß Fig. 21, mit schematisch überlagerter
Nut, in einer zweiten Drehstellung.
[0015] In den Figuren 1 und 2 ist eine erfindungsgemäße Kanaldiele 1 gemäß einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel dargestellt. In dem gewählten Beispiel beträgt deren Länge in
Dielenlängsrichtung D 2,5m, könnte aber auch länger oder kürzer (bspw. 1m oder 2m
Länge) sein. In dem gewählten Beispiel handelt es sich um ein Strangpressprofil. Figur
2 zeigt den Blick auf eine zu der Dielenlängsrichtung D senkrechte Querschnittsebene.
Darin umfasst der Querschnitt der Kanaldiele 1 mehrere Querschnittssegmente, die zunächst
einheitlich jeweils mit dem Bezugszeichen 2 versehen sind. Erkennbar erstrecken diese
sich als jeweils geradlinige Wandabschnitte in zueinander verschiedene Richtungen
der Querschnittsebene und gehen an ihren Enden in der Weise ineinander über, dass
im Ganzen ein im Profil wellenartiger, in dem Beispiel trapezwellenartiger, Querschnitt
der Kanaldiele 1 resultiert. In dem Beispiel beträgt die Querschnittslänge a in Querschnittslängsrichtung
L 215mm und die dazu senkrecht, d. h. in Querschnittsquerrichtung Q gemessene Querschnittsbreite
b beträgt 50mm. Folglich beträgt in dem Beispiel das Verhältnis von Querschnittsbreite
b zu Querschnittslänge a mit dem Wert 0,23 etwa ¼. Dieses Verhältnis ist deutlich
größer als das typischerweise bei Kanaldielen aus Stahl anzutreffende Verhältnis von
Querschnittsbreite zu Querschnittslänge (wobei in der Praxis die hier als Querschnittslänge
bezeichnete Abmessung auch als sog. Profilbreite und die hier als Querschnittsbreite
bezeichnete Abmessung auch als sog. Profilhöhe bezeichnet wird). Bei Kanaldielen aus
Stahl liegt dieses Verhältnis typisch im Wertebereich von 0,11 bis 0,14. Die erfindungsgemäße
Kanaldiele geht folglich auch betreffend dieses Abmessungsverhältnis einen von stählernen
Kanaldielen abweichenden, somit neuen Weg. Die Praxis zeigt, dass insbesondere ein
bevorzugtes Verhältnis von Querschnittsbreite b zu Querschnittslänge a von etwa 0,25
(oder dazu wie angegeben geringfügig kleiner oder größer) vorteilhaft im Hinblick
auf eine möglichst leicht hantierbare und zugleich gut extrudierbare Kanaldiele aus
Aluminium oder Aluminiumlegierung mit zugleich hohem Biegewiderstand ist. Es versteht
sich, dass jedoch auch abweichende Abmessungen und Abmessungs-Verhältnisse möglich
sind. In dem Beispiel wurde als Werkstoff für die Kanaldiele 1 die Aluminiumlegierung
AlZn4.5Mg1 gewählt, so dass die Kanaldiele ein nur geringes Gewicht von 5,6kg je m
aufweist. In bezüglich der Querschnittslängsrichtung L mittlerer Lage umfasst der
Kanaldielenquerschnitt ein Querschnittssegment 3, das wiederum längsmittig eine hinterschnittene,
im Querschnitt T-profilartige Nut 4 aufweist. Gemäß Figur 1 erstreckt sich die Nut
4 parallel zur Dielenlängsrichtung D entlang der gesamten Länge der Kanaldiele 1.
Durch die Nut 4 ist das Querschnittssegment 3 in zwei zu beiden Nutseiten liegende,
zueinander gleich lange Segmentabschnitte unterteilt. Der hinterschnittene, d. h.
breitenmäßig gegenüber der Nutöffnung vergrößerte Nutquerschnitt wird rahmenartig
von einer Wandung 5 begrenzt, welche einen von dem Querschnittssegment 3 hervorstehenden
Vorsprung 6 bildet.
[0016] Wie insbesondere die Figuren 14 und 15 exemplarisch verdeutlichen, kann die Nut 4
als Multifunktionsanschluss zur lösbaren Befestigung verschiedener gewünschter Hilfsmittel
mittels einer Steckschraube 7 dienen, deren Schraubenkopf 8 sich von den Stirnseiten
drehformschlüssig in die Nut 4 einschieben, d. h. nicht darin drehen lässt. Der Schraubenschaft
9 tritt durch eine Bohrung in einem Schenkel 10 eines L-profilartigen Halteteiles
11 und durch die Nutöffnung aus der Nut 4 nach außen hervor. Auf den Schraubenschaft
9 ist ein mit einem Handrad 12 verbundener Bolzen 13 mit endseitigem Stützring 14
aufgeschraubt. Zur Befestigung wird der Schraubenkopf 8 gemäß Fig. 14 von oben in
die Nut 4 eingesetzt, wobei der Schenkel 10 auf dem Querschnittssegment 3 aufsitzt.
Wird das Handrad 12 gedreht, kann die Steckschraube 7 der Drehung nicht folgen, so
dass schließlich der Stützring 14 das Halteteil 11 gegen die Kanaldiele 1 anpresst
und somit verbindet. Mit dem an dem Halteteil 11 befestigten Handgriff 15 kann die
Kanaldiele 1 bequem von einer Person angehoben oder abgesenkt werden. Wird, von dem
Beispiel abweichend, kein winkeliges, sondern ein bspw. flaches Halteteil vorgesehen,
kann damit ein Hilfsmittel an praktisch beliebiger Position der Nut 4 befestigt und
anschließend wieder gelöst werden. Bspw. könnte auch auf das Halteteil 11 gänzlich
verzichtet werden und mittels der Steckschraube 7 nur das aus Handrad 12, Bolzen 13
und Stützring 14 gebildete Hilfsmittel in beliebiger Nutposition angeklemmt werden,
um bspw. einen sog. Stopper zu bilden, der beim Einsetzen in eine Kammerplatte (siehe
unten) einen Anschlag bildet und ein Durchrutschen der Kanaldiele 1 verhindert. Bei
umgekehrter Einstecklage in einer Kammerplatte, d. h. nicht zur Grabenmitte weisender
Nutöffnung, kann daran bspw. eine zusätzliche Gurtung angeklemmt werden.
[0017] Das an die Nut 4 angrenzende Querschnittssegment 3 bildet in dem in Figur 2 gezeigten
Profilquerschnitt als U-Steg 3' mit zwei damit endseitig verbundenen, auch mit dem
Bezugszeichen 16 versehenen Querschnittssegmenten, die U-Schenkel 16' bilden, einen
ersten, in Bezug auf die Querschnittslängsrichtung L mittleren, im wesentlichen U-profilartigen
Querschnittsbereich 17. In dem Beispiel, d. h. nicht notwendig, beträgt die Wandstärke
c der sich im wesentlichen in Profilquerrichtung Q erstreckenden Querschnittssegmente
4mm und die Wandstärke d der sich in Querschnittslängsrichtung L erstreckenden Querschnittssegmente
6mm sowie die Tiefe t des hinterschnittenen Nutquerschnittes 11mm. Die Figuren 1,
2 zeigen außerdem, dass der Querschnitt der Kanaldiele 1 in seiner Querschnittslängsrichtung
L im Bereich seiner beiden Längsenden je einen endseitigen U-profilartigen Querschnittsbereich
18 umfasst. Beide Querschnittsbereiche 18 besitzen je einen sich zumindest im wesentlichen
parallel zur Querschnittslängsrichtung L erstreckenden U-Steg 19' und je zwei daran
anschließende U-Schenkel 20' und sind zu der gleichen Profilseite wie die Nut 4 geöffnet.
Aus dem Vorangehenden wird deutlich, dass es sich bei dem jeweiligen der Profilmitte
zugewandten U-Schenkel 20' der endseitigen Querschnittsbereiche 18 zugleich, d. h.
identisch, um je einen der U-Schenkel 16' des mittleren Querschnittsbereiches 17 handelt.
Das jeweilige freie Ende 21 der endseitigen U-Schenkel 20' liegt in einem in Querschnittsquerrichtung
Q gemessenen Abstand e von der Außenseite des Profilsegmentes 3. In dem Beispiel,
d. h. nicht notwendig, beträgt der Abstand e 6mm, d. h. entspricht der Wandstärke
d der U-Stege 19' der endseitigen U-profilartigen Querschnittsbereiche 18. dies ermöglicht
einen überlappenden Eingriff benachbarter Kanaldielen in einer Kammerplatte, bei dem
die U-Stege der verschiedenen Kanaldielen in Längsrichtung fluchten. Auch ist in Fig.
2 eine geometrische Bezugsachse 22 dargestellt, die sich parallel zu der Querschnittslängsrichtung
L durch den Querschnittsschwerpunkt S erstreckt. Der Profilquerschnitt der Kanaldiele
ist so ausgebildet bzw. dimensioniert, dass die beiden Widerstandsmomente gegen Biegung,
die als Quotient aus dem der Bezugsachse 22 zugeordneten Flächenträgheitsmoment und
je einem der zugeordneten Querschnittsrandabstände 23, 24 resultieren, zueinander
in etwa gleich groß sind, indem diese bspw. wertemäßig eine relative Abweichung von
bspw. nur 5 % bis 10 % aufweisen.
[0018] Mit Bezug auf die Figuren 3 bis 5 wird eine Grabenverbau-Einheit 25 gemäß einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel vorgestellt. Diese umfasst zwei parallel voneinander beabstandete
Kammerplatten 26, die zueinander baugleich und mittels daran lösbar befestigbarer
Stützstreben 27 gegeneinander abgestützt sind. Jede Kammerplatte 26 umfasst zwei ihrerseits
parallel voneinander beabstandete Kammerwände 28 und 29. Die jeweils erste Kammerwand
28 liegt innen, d. h. den Anschlussmitteln 31 für die Stützstreben 27 zugewandt, und
die jeweils zweite Kammerwand 29 liegt außen, d. h. von der Grabenmitte abgewandt.
Der genauere Aufbau der Kammerplatten 26 ist für das gewählte Ausführungsbeispiel
in den Figuren 6 und 7 dargestellt. Die einander in der Kammer zuweisenden Wandoberflächen
28', 29' begrenzen parallelflächig einen Zwischenraum 30, der zur Aufnahme einer Mehrzahl
von Kanaldielen 2 geeignet ist. In den Figuren 6 und 7 ist die Kammerplatte 26, gekennzeichnet
durch den gedachten Aufbruch, verkürzt dargestellt. Im Bereich beider Längsenden befinden
sich Anschlussmittel 31 zum höhenwählbaren, lösbaren Anschluss der Stützstreben 27.
[0019] Wie besonders die Figuren 8 bis 10 veranschaulichen, tritt die Kammerwand 28 im Bereich
ihrer beiden Längsenden jeweils formschlüssig in eine Vertiefung 32 je eines Pfostens
33. In dem Beispiel wird die Kammerwand 28 aus je einer oberen und unteren Teilwand
34 zusammengesetzt, bei denen es sich jeweils um extrudierte Kastenprofile aus Aluminium
mit dem mittels des Aufbruchs gezeigten innen hohlen Querschnitt handelt. Dabei sind
die parallelen Profilwände über kasteninnenseitig verlaufende Stützstege 35 in Verbindung.
Die Längskanten der Teilwände 34 bilden auf der einen Seite eine Nut 36 und auf der
anderen Seite eine Feder 37 aus, die jeweils zueinander passend dachförmig gestaltet
sind, so dass an der Stoßfuge 38 ein stabilisierender Eingriff entsteht. Die beiden
Teilwände 34 sind jeweils mittels Schweißnähten 39 an den Pfosten 33 fest angebracht.
In dem gewählten Beispiel sind die Wände 28 und 29 aus der Aluminiumlegierung AlMgSi1
hergestellt. Die Pfosten 33 sind in dem Beispiel aus der Aluminiumlegierung AlZn4.5Mg1
hergestellt.
[0020] Gemäß den Figuren 11 bis 13 ist die Kammerwand 29 aus zwei Teilwänden 40 aufgebaut
und entspricht auch im übrigen im Querschnitt der Kammerwand 28. Im Bereich ihrer
beiden Längsenden ist die Kammerwand 29 jeweils formschlüssig in eine Vertiefung 42
je eines Stützprofils 43 eingesetzt, wobei beide Teilwände 40 jeweils mittels Schweißnähten
39 an dem Stützprofil 43 fest angebracht sind. Die Kammerwand 29 besitzt eine im Vergleich
zu der Kammerwand 28 etwas größere Länge.
[0021] In dem in den Figuren 6, 7 gezeigten zusammengesetzten Zustand der Kammerplatte 26
umgreifen die beiden Stützprofile 43 paarweise die beiden Pfosten 33 abschnittsweise.
Die Ausrichtung in Vertikalrichtung ist so gewählt, dass Bohrungen 44 in den Stützprofilen
43 und Bohrungen 41 in den Pfosten 33 zueinander passend in fluchtende Überlappung
treten, so dass sich die Stützprofile und Pfosten mittels Steckbolzen 45 miteinander
lösbar verbinden lassen (vgl. Figuren 6 und 7). In dem gewählten Beispiel ist das
Stützprofil aus der Aluminiumlegierung AlMgSi1F28 hergestellt. Besonders die Figuren
8 bis 10 verdeutlichen, dass jeder Pfosten 33 einen sich in seiner Längsrichtung erstreckenden,
die Kammerwand 28 überlappenden U-profilartigen Anschluss 46 mit ebenfalls U-profilartigem
Querschnitt aufweist, dessen beide U-Schenkel 47 die zueinander paarweise fluchtenden
Bohrungen 41 aufweisen. Die Figuren 11 bis 13 verdeutlichen, dass jedes Stützprofil
43 einen sich in seiner Längsrichtung erstreckenden L-profilartigen Anschluss 48 aufweist,
der im zusammengesetzten Zustand der Kammerplatte (vgl. Figuren 6 und 7) mit seinen
beiden L-Schenkeln 49, 50 innenseitig formschlüssig gegen den U-profilartigen Anschluss
46 des Pfostens 33 tritt. Der sich quer zur Kammerwandebene erstreckende L-Schenkel
50 weist die in Vertikalrichtung voneinander beabstandeten Bohrungen 44 auf, die in
der Montageposition zu den in Vertikalrichtung voneinander beabstandeten Bohrungen
41 des Pfostens 33 fluchtend liegen zur lösbaren Steckverbindung mittels der in Figur
6, 7 gezeigten Steckbolzen 45.
[0022] Bei der in Figur 7 gezeigten Montagesituation ist noch eine weitere Abstützung zwischen
Pfosten 33 und Stützprofil 43 erkennbar. Diese erfolgt seitens des Stützprofils 43
im Bereich einer Kehle 51, die zwischen einer sich von der Vertiefung 42 ausgehenden,
quer zur Kammerwandebene verlaufenden Wand 52 und einer im Querschnitt nach diagonal
einwärts gerichteten Wand 53 gebildet ist. Seitens des Pfostens 33 erfolgt diese Anlage
am freien Ende 54 eines sich über das Längsende der Kammerwand 28 hinaus frei fliegend
in deren Längsrichtung erstreckenden Wand 55. Des weiteren zeigen die Figuren 6 und
7, dass der andere L-Schenkel 49 des Anschlusses 48 mit davon außenseitig rechtwinklig
abstehenden Schenkeln 56 den auch U-profilartigen Anschluss 57 für die lösbare Befestigung
der Stützstreben 27 ausbildet. In der in Figur 7 gezeigten Montageposition treten
die U-Schenkel 56 in einer quer zur Kammerwandebene gerichteten Projektion paarweise
in Überlappung mit den U-Schenkeln 47 am Anschluss 46 des Pfostens 33. Figur 7 zeigt
auch, dass die beiden einander zuweisenden Wandoberflächen 28' und 29' den Zwischenraum
30 parallelflächig beranden, wobei keine über diese Wandoberflächen 28' und 29' hinausragenden
Führungen für Kanaldielen 1 vorgesehen, sondern die Wandoberflächen 28', 29' glattflächig
sind. Die Stützstreben 27 besitzen an ihren beiden Längsenden je ein U-Profil 58.
In jedem seiner beiden Schenkel 59 ist eine Bohrung 60 vorgesehen, die paarweise miteinander
fluchten. Der Innenquerschnitt des U-Profils 58 ist hinsichtlich der Abmessungen an
eine spielarme Umgreifung des Anschlusses 31 am Stützprofil 43 angepasst. Beide Schenkel
56 des Anschlusses 57 bzw. der Anschlussmittel 31 weisen in Vertikalrichtung beabstandete
Bohrungen 61 auf, die zwischen den beiden Schenkeln 56 zueinander paarweise fluchten.
Um eine Stützstrebe 27 an dem Anschluss 57 einer Kammerplatte 26 zu befestigen, werden
die beiden Bohrungen im U-Profil 27 in der gewünschten Montagehöhe mit zwei Bohrungen
61 in fluchtende Überlappung gebracht und ein Steckbolzen 62 zur Sicherung dieser
Lage hindurchgesteckt, wie dies bspw. in Figur 4 gezeigt ist.
[0023] Wird die in Figur 6 dargestellte Kammerplatte 26 durch eine oder mehrere Kanaldielen
1 ergänzt, bildet dies eine sog. Kammerplatten-Verbaueinheit. Aus zwei solchen Kammerplatten-Verbaueinheiten
sowie zwei Stützstreben 27 ist die in Figur 3 gezeigte Grabenverbau-Einheit 25 gebildet.
Figur 5 zeigt schematisch, dass sich die Kanaldielen 1 mit ihrer Unterkante bis unter
die Unterkante der Kammerplatte 26 erstrecken können, um den Grabenaushub schrittweise
zu begleiten. In der Draufsicht von Figur 4 ist schematisch angedeutet, dass die Breite
der in den Kammerplatten 26 ausgebildeten Zwischenräume 30 nur geringfügig größer
als die Breite der Kanaldielen 1 gewählt ist. Beispielsweise können die Kanaldielen
1 eine Breite von 50mm und die Zwischenräume 30 eine Breite von 55mm aufweisen. Bei
den zuvor beschriebenen Komponenten ist im Hinblick auf deren Materialwahl und ihr
geringes Gewicht auch von einem Kammerplatten-Leichtverbau zu sprechen.
[0024] Fig. 16 zeigt ein zweites bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer wiederum mit dem
Bezugszeichen 25 bezeichneten Grabenverbau-Einheit, bei welcher auch die jeweiligen
zu vorangehenden Figuren gleichen oder entsprechenden Komponenten mit gleichen Bezugszeichen
versehen wurden. In Fig. 16 dient die Grabenverbau-Einheit zur seitlichen Abstützung
eines sich in Längsrichtung eines ersten Rohres 63 erstreckenden Grabens, wobei das
sich nach außen an die Kammerplatten 26 und Kanaldielen 1 anschließende Erdreich nicht
mit dargestellt ist. Quer zur Längsachse des ersten Rohres 63 erstreckt sich ein zweites
Rohr 64, das damit auch rechtwinklig den Graben durchkreuzt. Um die Abstützung des
Grabens hieran anzupassen, sind auf beiden Grabenseiten bzw. an beiden Kammerplatten
jeweils eine begrenzte Anzahl von in einer Vertikalprojektion über dem Rohr 64 befindlichen
Kanaldielen 1 nur bis zu einer entsprechend geringeren Tiefe als die zu beiden Rohrseiten
hin benachbarten Kanaldielen in die Kammerplatten 26 eingesetzt. Dabei entsprechen
sowohl die ganz als auch die teilweise eingesetzten Kanaldielen 1 hinsichtlich Aufbau
und verschachtelter Anordnung der mit Bezug auf die vorangehenden Figuren beschriebenen
Ausführung. Es ist erkennbar, dass in jeder Kammerplatte jeweils drei miteinander
im Eingriff befindliche Kanaldielen 1 nur bis zu der gezeigten vergleichsweise geringeren
Tiefe in die Kammerplatten 26 eingesetzt sind. Um ein weiteres Absinken nach unten
zu verhindern, ist an jeder dieser Kanaldielen 1 als Anschlagmittel ein sog. Kopfstück
65 in der Nut 4 der Kanaldiele an entsprechend geeigneter Längsposition festgeklemmt,
so dass es sich aufgrund seines seitlichen Überstands auf der Oberseite der jeweils
zugeordneten Kammerplatte 26 abstützt. Fig. 16 zeigt, dass zufolge des verschachtelten
Ineinandergreifens bei der in Blickrichtung vorderen Kammerplatte 26 die beiden randseitigen
der betroffenen drei Kanaldielen 1 mit ihrer Nut 4 und infolge dessen auch mit dem
Kopfstück 65 zur Grabenaußenseite weisen, während die Nut 4 der mittleren Kanaldiele
1 mit ihrem Kopfstück 65 zur Grabenmitte zeigt. Bei der in Blickrichtung hinteren
Kammerplatte ist dies umgekehrt.
[0025] Aus den Figuren 20 bis 23 wird der Aufbau und die Funktion des Kopfstücks 65 deutlich.
Dieses besitzt ein (bis auf sich in Längsrichtung erstreckende Profilrippen 66) um
die Längsmittelachse rotationssymmetrisches Gehäuse 67. Im Bereich der Rippen 66 ist
dieses (von den Rippen selbst abgesehen) zylindrisch ausgeführt und in einem sich
daran anschließenden Längsabschnitt 68 zu seinem Längsende (69) hin konisch verjüngt.
Von der Stirnfläche des Längsendes 69 erstreckt sich in Längsrichtung eine im Querschnitt
sechskantförmige Bohrung 70 bis zu etwa halber Tiefe in das Gehäuse 65 hinein und
geht dort in eine im Querschnitt verringerte kreisrunde Durchgangsbohrung 71 über.
In die Bohrung 70 ist eine im Querschnitt angepasste, d.h. in Umfangsrichtung formschlüssig
eingreifende Sechskantmutter 72 bis gegen den von der Bohrungsverjüngung gebildeten
Anschlag eingeschoben. Von der gegenüberliegen Stirnseite ist eine Steckschraube 7
in die Sechskantmutter 72 eingeschraubt. Der Kopf 8 der Steckschraube 7 besitzt die
in den Figuren 21 bis 23 gezeigte Querschnittsform, wobei einander zwei vergleichsweise
längere Längsseiten in vergleichsweise geringerem Abstand und zwei dazu senkrechte,
vergleichsweise kürzere Längsseiten 74 einander in vergleichsweise größerem Abstand
bzgl. der Längsmitte gegenüberliegen. Die beiden kürzeren Längsseiten sind aneinander
diagonal gegenüberliegenden Randbereichen 75 verrundet. In der in Fig. 21 gezeigten
Anordnung wird das Kopfstück 65 mit der darin eingeschraubten Steckschraube 7 mit
der Kopfstellung gemäß Fig. 22 von einer Stirnseite ausgehend in die Nut 4 einer Kanaldiele
1 eingeschoben. Dabei wird die Kanaldiele 1 in der für die Fixierung gewünschten Höhe
in der Kammerplatte 26 gehalten und das Kopfstück 65 bis zur Anlage gegen die Oberseite
der Kammerplatte geschoben. An dieser Position wird das Gehäuse 67 ergriffen und gedreht,
so dass die Steckschraube tiefer eingeschraubt wird, bis die Stirnseite 75 gegen die
Kanaldiele 1 geklemmt und das Kopfstück 65 dadurch in dieser Position fixiert wird.
Im Zuge des Festdrehens wird der Kopf 8 von der in Fig. 22 gezeigten Position, in
welcher sich die Steckschraube 7 in der Nut 4 leicht verschieben lässt, automatisch
in die in Fig. 23 gezeigte Drehlage verdreht, in welcher eine besonders hohe Klemmkraft
resultiert.
[0026] Ein weiterer Unterschied der in Fig. 16 gezeigten Grabenverbau-Einheit 25 im Vergleich
zu Fig. 3 liegt darin, dass die Kanaldielen 1 unterhalb der Kammerplatten 26 zur Grabenmitte
weisend mit je einem zu ihnen senkrechten, d.h. zur Grabenrichtung parallel, verlaufenden
Schalungsträger 76 verbunden sind. Die diesbezügliche Befestigung wird besonders von
den Figuren 17 und 18 veranschaulicht. Als Hilfsmittel dafür dienen Klemmstücke 77,
welche im Wesentlichen aus einem gebogenen Blechstück 78 mit einer zentralen Bohrung
und einer darin von der konkaven Seite eingesteckten Steckschraube 7, welche die in
Fig. 21 gezeigte oder eine vergleichbare Kopfform besitzen kann, aufweist, gebildet
werden. Zur Montage wird die Steckschraube 7 mit ihrem Kopf in die Nut 4 so weit eingeschoben,
bis eine Schmalseite des Blechstückes 28, die quer zur Krümmung des Bogens verläuft,
eine hervorspringende Randkante 79 des Schalungsträgers 76 übergreift. Auf das freie
Ende der Steckschraube 7 wird eine Flügelmutter 80 (oder dergleichen) aufgeschraubt,
bis die gewünschte Klemmwirkung entsteht. In den schmalen Randoberflächen des Schalungsträgers
76 erstreckt sich in Längsrichtung eine T-profilartige Nut 81, deren Querschnitt den
Nuten 4 entspricht. Darin sind ebenfalls Klemmstücke 77 eingeschoben, so dass deren
Blechstücke 78 einen L-profilartigen Montageflansch einer weiteren, mittels Gewindeeingriff
in ihrer Länge verstellbaren Kanalstrebe 83 übergreifen. Mittels dieser beschriebenen
Anordnung bzw. Gurtung kann die aus den Kanaldielen 1 gebildete Wand auch unterhalb
der Kammerplatten 26 gegen die gegenüberliegende Kanaldielenwand abgestützt werden.
Auch der Schalungsträger 26 kann aus Leichtmetall, vorzugsweise aus Aluminium bzw.
aus Aluminiumlegierung hergestellt sein.
1. Kanaldiele (1), insbesondere für eine Kammerplatten-Verbaueinheit, wobei der Querschnitt
der Kanaldiele in einer quer zu ihrer Dielenlängsrichtung orientierten Querschnittsebene
mehrere Querschnittssegmente, die in der Querschnittsebene in verschiedene Richtungen
orientiert sind, umfasst, wobei die Kanaldiele (1) zumindest im Wesentlichen aus Aluminium
und/oder Aluminiumlegierung hergestellt ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Querschnittssegment (3) zumindest eine hinterschnittene, insbesondere
T-profilartig hinterschnittene, Nut (4) aufweist, die sich parallel zu der Dielenlängsrichtung
(L) der Kanaldiele (1) und insbesondere durchgehend entlang der gesamten Länge der
Kanaldiele (1) erstreckt, dass für eine geometrische Bezugsachse (22), die sich in
bzw. parallel zu der Querschnittslängsrichtung (L) durch den Querschnittsschwerpunkt
(S) erstreckt, die beiden Widerstandsmomente, die als Quotient aus dem der Bezugsachse
(22) zugeordneten Querschnitts-Flächenträgheitsmoment und je einem der zugeordneten
Querschnittsrandabstände (23, 24) resultieren, zueinander gleich oder im Wesentlichen
gleich groß sind, und dass das Verhältnis von der in Querschnittsquerrichtung (Q)
gemessenen Querschnittsbreite (b) zu der in dazu senkrecht orientierter Querschnittslängsrichtung
(L) gemessenen Querschnittslänge (a) im Wertebereich von 0,2-0,3 liegt.
2. Kanaldiele (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis von der in Querschnittsquerrichtung (Q) gemessenen Querschnittsbreite
(b) zu der in dazu senkrecht orientierter Querschnittslängsrichtung (L) gemessenen
Querschnittslänge (a) etwa 0,25, insbesondere 0,23 oder 0,24 beträgt.
3. Kanaldiele nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere mittels einer Steckschraube (7) an der Nut (4) lösbar zu befestigende
Hilfsmittel, wie Anschlagmittel, Handgriffe (15), Stopper, Gurtungsmittel, vorgesehen
sind.
4. Kanaldiele nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (4) an einem sich zumindest im Wesentlichen in bzw. parallel zu einer Querschnittslängsrichtung
(L) erstreckenden Querschnittssegment (3) vorgesehen ist, das als U-Steg (3') mit
zwei damit verbundenen, U-Schenkel (16') bildenden Querschnittssegmenten (16) einen
ersten, insbesondere in Bezug auf die Querschnittslängsrichtung mittleren, im Wesentlichen
U-profilartigen Querschnittsbereich (17) ausbildet, wobei die Nut (4) und der U-profilartige
Querschnittsbereich (17) zu einander gegenüberliegenden Profilseiten hin geöffnet
sind.
5. Kanaldiele nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstärke (d) des Querschnittssegments (3) kleiner als die Tiefe (t) der daran
vorgesehenen Nut (4) ist und sich eine Wandung (5) der Nut (4) als Vorsprung (6) von
dem U-Steg (3') in das Innere des U-profilartigen Querschnittsbereichs (17) erstreckt.
6. Kanaldiele nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt in seiner Querschnittslängsrichtung (L) im Bereich seiner beiden
Längsenden je einen endseitigen U-profilartigen Querschnittsbereich (18) umfasst,
wobei diese beiden Querschnittsbereiche (18) je einen sich zumindest im Wesentlichen
in bzw. parallel zur der Querschnittslängsrichtung erstreckenden U-Steg (19') und
je zwei daran anschließende U-Schenkel (20') aufweisen und zur gleichen Profilseite
hin offen sind, wobei deren jeweiliger, in Querschnittlängsrichtung (L) der Querschnittsmitte
zugewandter U-Schenkel (20') in ein sich zumindest im Wesentlichen in bzw. parallel
zur Querschnittslängsrichtung (L) erstreckendes Querschnittssegment (3), insbesondere
in den U-Steg (3') des mittleren U-profilartigen Querschnittsbereichs (17), übergeht,
wobei das freie Ende der jeweiligen, in Querschnittslängsrichtung (L) von der Querschnittsmitte
abgewandten U-Schenkel (20') in einem quer zu der Querschnittslängsrichtung gemessenen
Abstand (e) von der von der Querschnittsmitte abgewandten Außenseite des sich im Wesentlichen
in bzw. parallel zur Querschnittslängsrichtung (L) erstreckenden Querschnittssegmentes
(3) liegt, der gleich oder etwas größer als die Wandstärke (d) der U-Stege (19') der
endseitigen U-profilartigen Querschnittsbereiche (18) ist.
7. Kanaldiele nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass je ein U-Schenkel (16') des mittleren, im Wesentlichen U-profilartigen Querschnittsbereichs
(17) je zugleich einen U-Schenkel (19') eines der beiden endseitigen U-profilartigen
Querschnittsbereiche (18) ausbildet.
8. Kammerplatten-Verbaueinheit, aufweisend zumindest eine Kammerplatte und eine oder
mehrere Kanaldielen, wobei die Kammerplatte (26) zwei parallel voneinander beabstandete
Kammerwände (28, 29) aufweist, die mit ihren einander zuweisenden Wandoberflächen
(28', 29') einen paralleflächig berandeten Zwischenraum (30) zur Aufnahme der einen
oder mehreren Kanaldielen (1) begrenzen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammerplatte (26) und die eine oder mehrere Kanaldielen (1) jeweils aus Aluminium
und/oder aus Aluminiumlegierung hergestellt sind, wobei die Kammerplatten-Verbaueinheit
zumindest eine Kanaldiele (1) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1- 7 aufweist.
9. Kammerplatten-Verbaueinheit nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammerplatte (26) auf einer Plattenseite im Bereich beider Längsenden Anschlussmittel
(31) zum Anschluss je einer längenverstellbaren Stützstrebe (27) aufweist.
10. Kammerplatten-Verbaueinheit nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammerplatte (26) zwei parallel voneinander beabstandete Kammerwände (28, 29)
aufweist, die mit ihren einander zuweisenden Wandoberflächen (28', 29') einen parallelflächig
berandeten Zwischenraum (30), insbesondere zur Aufnahme von einer oder mehreren Kanaldielen
(2), begrenzen, wobei die erste, den Anschlussmitteln (31) zugewandte Kammerwand (28)
im Bereich ihrer beiden Längsenden jeweils formschlüssig in eine Vertiefung (32) je
eines Pfostens (33) tritt und daran befestigt ist, dass die zweite, den Anschlussmitteln
abgewandte Kammerwand (29) im Bereich ihrer beiden Längsenden jeweils formschlüssig
in eine Vertiefung (42) je eines Stützprofils (43) tritt und daran befestigt ist,
und dass im zusammengesetzten Zustand der Kammerplatte (26) die beiden Stützprofile
(43) paarweise die beiden Pfosten (33) abschnittsweise umgreifen, wobei Bohrungen
(44, 41) in den Stützprofilen (43) und in den Pfosten (33) zur lösbaren Steckverbindung,
insbesondere mittels Steckbolzen (45) zueinander passend in Überlappung treten.
11. Kammerplatten-Verbaueinheit nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kammerwände (28, 29), die Pfosten (33) und die Stützprofile aus Aluminium
und/oder aus Aluminiumlegierung hergestellt sind.
12. Kammerplatten-Verbaueinheit nach einem oder mehreren der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden einander zuweisenden, den Zwischenraum (30) für die Kanaldielen (1) berandenden
Wandoberflächen (28', 29') keine aus der Wandebene hervorstehende Führungen für Kanaldielen
(1) aufweisen.
13. Kammerplatten-Verbaueinheit nach Anspruch 10 oder Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Pfosten (33) einen sich in seiner Längsrichtung erstreckenden, die erste Kammerwand
(28) überlappenden U-profilartigen Anschluss (46) aufweist, dessen U-Schenkel (47)
zueinander paarweise fluchtende Bohrungen (41) aufweisen, und dass das Stützprofil
(43) einen sich in seiner Längsrichtung erstreckenden L-profilartigen Anschluss (48)
aufweist, der im zusammengesetzten Zustand der Kammerplatte mit beiden L-Schenkeln
(49, 50) innenseitig formschlüssig gegen den U-profilartigen Anschluss (46) des Pfostens
(33) tritt, wobei der eine L-Schenkel (50) zu den Bohrungen (41) des Pfostens (33)
fluchtende Bohrungen (44) zur lösbaren Steckverbindung, insbesondere mittels Steckbolzen,
aufweist.
14. Kammerplatten-Verbaueinheit nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der andere L-Schenkel (49) des L-profilartigen Anschlusses (48) mit davon außenseitig
rechtwinklig abstehenden Schenkeln (56) einen U-profilartigen Anschluss (57) für die
lösbare Befestigung von Stützstreben (27) ausbildet, wobei insbesondere vorgesehen
ist, dass die außenseitig von dem L-profilartigen Anschluss (48) abstehenden Schenkel
(56) in einer Projektionsrichtung quer zur Kammerplattenebene paarweise in Überlappung
mit den U-Schenkeln (47) des Pfostens (33) treten.
1. Trench sheet (1), in particular for a chamber plate trench shoring unit, the cross
section of the trench sheet having, in a cross-sectional plane that is oriented transversely
to the longitudinal direction of said sheet, a plurality of cross-sectional segments
that are oriented in different directions in the cross-sectional plane, the trench
sheet (1) being made at least substantially of aluminium and/or an aluminium alloy,
characterised in that at least one cross-sectional segment (3) comprises at least one groove (4) that is
undercut, in particular undercut in the shape of a T, and extends in parallel with
the longitudinal direction (L) of the trench sheet (1) and in particular continuously
along the entire length of the trench sheet (1),
in that, for a geometric reference axis (22) that extends through the cross-sectional centre
of gravity (S) in or in parallel with the longitudinal cross-sectional direction (L),
the two section modulus values that result as a quotient from the cross-sectional
geometrical moment of inertia that is associated with the reference axis (22) and
in each case from one of the associated cross-sectional edge distances (23, 24) are
equal or substantially equal,
and in that the ratio of the cross-section width (b), measured in the transverse cross-sectional
direction (Q), to the cross-section length (a), measured in the longitudinal cross-sectional
direction, which is oriented transversely to the cross-section width, is in the range
of values of 0.2-0.3.
2. Trench sheet (1) according to claim 1, characterised in that the ratio of the cross-section width (b), measured in the transverse cross-sectional
direction (Q), to the cross-section length (a), measured in the longitudinal cross-sectional
direction (L), which is oriented transversely to the cross-section width, is approximately
0.25, in particular 0.23 or 0.24.
3. Trench sheet according to one or more of the preceding claims, characterised in that one or more aids, such as slings, handles (15), stoppers or binding means, are provided
to be detachably fastened to the groove (4) by means of a bolt (7).
4. Trench sheet according to one or more of the preceding claims, characterised in that the groove (4) is provided on a cross-sectional segment (3) that extends at least
substantially in or in parallel with a longitudinal cross-sectional direction (L)
and forms a first substantially U-shaped cross-sectional region (17), which is in
particular central with regard to the longitudinal cross-sectional direction, as a
U-web (3') having two cross-sectional segments (16) that are connected thereto and
that form U-legs (16'), the groove (4) and the U-shaped cross-sectional region (17)
being open towards opposing profile faces.
5. Trench sheet according to one or more of the preceding claims, characterised in that the wall thickness (d) of the cross-sectional segment (3) is less than the depth
(t) of the groove (4) that is provided thereon, and a wall (5) of the groove (4) extends
into the interior of the U-shaped cross-sectional region (17) as a projection (6)
from the U-web (3').
6. Trench sheet according to one or more of the preceding claims, characterised in that the cross section has, in the longitudinal cross-sectional direction (L) thereof,
a U-shaped cross-sectional region (18) at the end in the region of the two longitudinal
ends thereof in each case, said two cross-sectional regions (18) each comprising a
U-web (19') that extends at least substantially in or in parallel with the longitudinal
cross-sectional direction and each comprising two U-legs (20') that connect to the
web in each case and are open towards the same profile face, each U-leg (20') thereof
that faces the cross-sectional centre in the longitudinal cross-sectional direction
(L) transitioning into a cross-sectional segment (3) that extends at least substantially
in or in parallel with the longitudinal cross-sectional direction (L), in particular
into the U-web (3') of the central, U-shaped cross-sectional region (17), the free
end of each U-leg (20') that faces away from the cross-sectional centre in the longitudinal
cross-sectional direction (L) being located at a distance (e), measured transversely
to the longitudinal cross-sectional direction, from the outer side, facing away from
the cross-sectional centre, of the cross-sectional segment (3) that extends substantially
in or in parallel with the longitudinal cross-sectional direction (L), which distance
is equal to or somewhat greater than the wall thickness (d) of the U-webs (19') of
the U-shaped cross-sectional regions (18) at the ends.
7. Trench sheet according to one or more of the preceding claims, characterised in that each U-leg (16') of the central, substantially U-shaped cross-sectional region (17)
simultaneously forms a U-leg (19') of one of the two end U-shaped cross-sectional
regions (18).
8. Chamber plate trench shoring unit, comprising at least one chamber plate and one or
more trench sheets, the chamber plate (26) comprising two chamber walls (28, 29) that
are mutually spaced and in parallel with one another, the mutually facing wall surfaces
(28', 29') of which define a space (30) bordered in a plane-parallel manner for receiving
the one or more trench sheets (1), characterised in that the chamber plate (26) and the one or more trench sheets (1) are in each case made
of aluminium and/or an aluminium alloy, the chamber plate trench shoring unit comprising
at least one trench sheet (1) according to one or more of claims 1-7.
9. Chamber plate trench shoring unit according to claim 8, characterised in that the chamber plate (26) comprises connecting means (31) on a plate face in the region
of the two longitudinal ends for connecting a longitudinally adjustable supporting
strut (27) in each case.
10. Chamber plate trench shoring unit according to claim 9, characterised in that the chamber plate (26) comprises two chamber walls (28, 29) that are mutually spaced
and in parallel with one another, the mutually facing wall surfaces (28', 29') of
which define a space (30) bordered in a plane-parallel manner, in particular for receiving
one or more trench sheets (2), the first chamber wall (28), which faces the connecting
means (31), form-fittingly entering, in the region of the two longitudinal ends thereof,
a recess (32) in a post (33) in each case and being fastened thereto, in that, in the region of the two longitudinal ends thereof, the second chamber wall (29),
which faces away from the connecting means, form-fittingly enters a recess (42) in
a support profile (43) in each case and is fastened thereto, and in that, when the chamber plate (26) is assembled, the two support profiles (43) encompass
the two posts (33) in portions in pairs, bore holes (44, 41) in the support profiles
(43) and in the posts (33) overlapping so as to line up for the purpose of detachable
insertion connection, in particular by means of locking pins (45).
11. Chamber plate trench shoring unit according to claim 10, characterised in that the two chamber walls (28, 29), the posts (33) and the support profiles are made
of aluminium and/or an aluminium alloy.
12. Chamber plate trench shoring unit according to one or more of claims 8 to 11, characterised in that the two mutually facing wall surfaces (28', 29') that border the space (30) for the
trench sheets (1) do not comprise any guides, projecting from the wall plane, for
trench sheets (1).
13. Chamber plate trench shoring unit according to either claim 10 or claim 11, characterised in that the post (33) comprises a U-shaped connector (46) that extends in the longitudinal
direction of the post and overlaps the first chamber wall (28), the U-legs (47) of
which connector comprise bore holes (41) that are in alignment with one another in
pairs, and in that the support profile (43) comprises an L-shaped connector (48) that extends in the
longitudinal direction of the profile, and the two L-legs (49, 50) of said connector
form-fittingly come to rest against the U-shaped connector (46) of the post (33) on
the inside when the chamber plate is assembled, one L-leg (50) comprising bore holes
(44) that are in alignment with the bore holes (41) in the post (33) for the purpose
of detachable insertion connection, in particular by means of locking pins.
14. Chamber plate trench shoring unit according to claim 13, characterised in that legs (56) that project at right angles from the outside of the other L-leg (49) of
the L-shaped connector (48) form a U-shaped connector (57) for detachably fastening
supporting struts (27), in particular the legs (56) that project from the outside
of the L-shaped connector (48) overlapping the U-legs (47) of the post (33) in pairs
in a direction of projection in parallel with the plane of the chamber plate.
1. Palplanche (1), en particulier pour une unité de soutènement à plateaux chambrés,
dans lequel la section transversale du palplanche, dans un plan de section transversale
orienté transversalement à la direction longitudinale de planches, comprend plusieurs
segments de section tranversale qui sont orientés dans des directions différentes
dans le plan de section transversale, dans lequel la palplanche (1) est fabriquée
au moins essentiellement en aluminium et/ou en alliage d'aluminium, caractérisée en ce qu'au moins un segment de section transversale (3) présente au moins une rainure en contre-dépouille
(4), en particulier une rainure en contre-dépouille à profil en T, qui s'étend parallèlement
à la direction longitudinale de planches (L) de la palplanche (1) et en particulier
en continu le long de toute la longueur de la palplanche (1), en ce que pour un axe de référence géométrique (22), qui s'étend dans ou parallèlement à la
direction longitudinale de section transversale (L) à travers le centre de gravité
de section transversale (S), les deux moments résistants, qui résultent d'un quotient
du moment d'inertie de section transversale associé à l'axe de référence (22) et de
chacune des distances au bord de section transversale (23, 24) associées, sont égaux
ou sensiblement égaux, et en ce que le rapport de la largeur de section transversale (b) mesurée dans la direction transversale
de section transversale (Q) sur la longueur de section transversale (a) mesurée dans
la direction longitudinale de section transversale (L) orientée perpendiculaire à
celle-ci est dans la plage de 0,2 à 0,3.
2. Palplanche (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que le rapport de la largeur de section transversale (b) mesurée dans la direction transversale
de section transversale (Q) sur la longueur de section transversale (a) mesurée dans
la direction longitudinale de section transversale (L) orientée perpendiculaire à
celle-ci est d'environ 0,25, et vaut en particulier 0,23 ou 0,24.
3. Palplanche selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un ou plusieurs moyens auxiliaires pour une fixation de manière amovible à la rainure
(4) au moyen d'un boulon enfichable (7) sont prévus, comme des moyens de butée, des
poignées (15), des éléments d'arrêt, des moyens de sanglage.
4. Palplanche selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce que la rainure (4) est prévue au niveau d'un segment de section transversale (3) s'étendant
au moins sensiblement parallèlement à la direction longitudinale de section transversale
(L) qui, en tant que traverse de U (3'), avec deux segments de section transversale
(16) reliés à celui-ci et formant chacun une branche de U (16'), forme une première
zone de section transversale (17) sensiblement à profil en U en particulier médiane
par rapport à la direction longitudinale de section transversale (L), dans lequel
la rainure (4) et la zone de section transversale à profil en U (17) sont ouvertes
vers des côtés de profilé opposés l'un à l'autre.
5. Palplanche selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'épaisseur de paroi (d) du segment de section transversale (3) est plus petite que
la profondeur (t) de la rainure (4) prévue sur elle, et une paroi (5) de la rainure
(4) s'étend sous la forme d'une saillie (6) depuis la traverse de U (3') jusque dans
l'intérieur de la zone de section transversale à profil en U (17).
6. Palplanche selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce que la section transversale, dans sa direction longitudinale de section transversale
(L) dans la zone de chacune de ses deux extrémités longitudinales, présente une zone
de section transversale d'extrémité à profil en U (18), dans laquelle ces deux zones
de section transversale (18) comprennent chacune une traverse de U (19') s'étendant
au moins sensiblement parallèlement à la direction longitudinale de section transversale
et deux branches de U (20') reliées à celle-ci, et sont ouverts vers le même côté
de profilé, dans laquelle chacune des branches de U (20') en regard du milieu de section
transversale dans la direction longitudinale de section transversale (L) se raccorde
à un segment de section transversale (3) s'étendant au moins sensiblement parallèlement
à la direction longitudinale de section transversale (L), en particulier à la traverse
de U (3') de la zone de section transversale (17) en profil de U qui est médiane ,
dans laquelle l'extrémité libre de chacune des branches de U (20') à l'opposé du milieu
de section transversale dans la direction longitudinale de section transversale (L)
se trouve à une distance (e) mesurée transversalement par rapport à la direction longitudinale
de section transversale (L) depuis le côté extérieur à l'opposé du milieu de section
transversale du segment de section transversale (3) s'étendant au moins sensiblement
parallèlement à la direction longitudinale de section transversale (L), qui est identique
ou un peu supérieure à l'épaisseur de paroi (d) des traverses de U (19') des zones
de section transversale d'extrémités à profil en U (18).
7. Palplanche selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce que chaque branche de U (16') de la zone de section transversale médiane sensiblement
à profil en U (17) forme également une branche de U (19') d'une des deux zones de
section transversale d'extrémité à profil en U (18).
8. Unité de soutènement à plateaux chambrés, comprenant au moins un plateau chambré et
une ou plusieurs palplanches, dans laquelle le plateau chambré (26) présente deux
parois de chambre espacées parallèles (28, 29) qui, avec leurs surfaces de paroi tournées
l'une vers l'autre (28', 29'), délimitent un espace (30) bordé par des surfaces parallèles
destiné à recevoir les une ou plusieurs palplanches (1), caractérisée en ce que le plateau chambré (26) et les une ou plusieurs palplanches (1) sont fabriqués en
aluminium et/ou en alliage d'aluminium, dans laquelle l'unité de soutènement à plateaux
chambrés comprend au moins une palplanche (1) selon l'une quelconque des revendications
1 à 7.
9. Unité de soutènement à plateaux chambrés selon la revendication 8, caractérisée en ce que le plateau chambré (26) présente des moyens de raccordement (31) sur un côté de plateau
dans la zone des deux extrémités longitudinales (31), pour le raccordement d'une entretoise
de support (27) réglable en longueur.
10. Unité de soutènement à plateaux chambrés selon la revendication 9, caractérisée en ce que le plateau chambré (26) présente deux parois de chambre espacées parallèles (28,
29) qui, avec leurs surfaces de paroi tournées l'une vers l'autre (28', 29'), délimitent
un espace (30) bordé (30) par des surfaces parallèles destiné en particulier à recevoir
une ou plusieurs palplanches (2), dans laquelle la première paroi de chambre (28)
faisant face aux moyens de raccordement (31), dans la zone de ses deux extrémités
longitudinales, pénètre avec coopération de formes dans une concavité (32) d'un poteau
respectif (33) et y est fixée, en ce que la deuxième paroi de chambre (29) du côté opposé aux moyens de raccordement, dans
la zone de ses deux extrémités longitudinales, pénètre avec coopération de formes
dans une concavité (42) d'un profilé de support respectif (43) et y est fixée, et
en ce que dans l'état assemblé du plateau chambré (26), les deux profilés de support (43) viennent
localement en prise de manière appariée avec les deux poteaux (33), dans laquelle
des perçages (44, 41) dans les profilés de support (43) et dans les poteaux (33) sont
en chevauchement en correspondance mutuelle pour une liaison par enfichage amovible,
en particulier au moyen de boulons enfichables (45).
11. Unité de soutènement à plateaux chambrés selon la revendication 10, caractérisée en ce que les deux parois de chambre (28, 29), les poteaux (33) et les profilés de support
sont fabriqués en aluminium et/ou en alliage d'aluminium.
12. Unité de soutènement à plateaux chambrés selon une ou plusieurs des revendications
8 à 11, caractérisée en ce que les deux surfaces de paroi (28', 29') tournées l'une vers l'autre et bordant l'espace
(30) destiné aux palplanches (1) ne présentent aucun guide en saillie depuis le plan
de paroi pour les palplanches (1) .
13. Unité de soutènement à plateaux chambrés selon la revendication 10 ou la revendication
11, caractérisée en ce que le poteau (33) présente un raccord à profil en U (46) chevauchant la première paroi
de chambre (28) et s'étendant dans sa direction longitudinale, dont la branche de
U (47) présente des perçages (41) alignés mutuellement par paire, et en ce que le profilé de support (43) présente un raccord à profil en L (48) s'étendant dans
sa direction longitudinale, qui dans l'état assemblé du plateau chambré, vient en
appui avec coopération de formes avec les deux branches de L (49, 50) côté intérieur
contre le raccord à profil en U (46) du poteau (33), dans laquelle la branche de L
(50) présente des perçages (44) alignés avec les perçages (41) du poteau (33) pour
une liaison par enfichage amovible, en particulier au moyen de boulons enfichables.
14. Unité de soutènement à plateaux chambrés selon la revendication 13, caractérisée en ce que l'autre branche de L (49) du raccord à profil en L (48), avec des branches faisant
saillie perpendiculairement vers l'extérieur (56), forme un raccord à profil en U
(57) pour la fixation amovible d'entretoises de support (27), dans laquelle il est
en particulier prévu que la branche (56) faisant saillie vers l'extérieur depuis le
raccord à profil en L (48), dans une direction de saillie transversale à un plan de
plateau, vienne de manière appariée en chevauchement avec les branches de U (47) des
poteaux (33).
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