[0001] Die Erfindung betrifft eine Matratze für Sitz- und/oder Liegemöbel, insbesondere
in der Ausgestaltung als Bettmatratze, mit einem vorzugsweise aus einem Schaumstoff
gebildeten Grundkörper und einer Mehrzahl von Federsträngen, die jeweils aus einer
Mehrzahl von miteinander verbundenen Federelementen gebildet sind und deren jeweilige
Längserstreckung ihre jeweilige Quererstreckung wesentlich übersteigt, wobei der Grundkörper
Kammern bereitstellt, die der Aufnahme der Federstränge dienen.
[0002] Matratzen im Allgemeinen sowie Bettmatratzen im Besonderen sind aus dem Stand der
Technik an sich gut bekannt, weshalb es eines druckschriftlichen Nachweises an dieser
Stelle nicht bedarf.
[0003] Gattungsgemäße Matratzen verfügen über einen Grundkörper einerseits sowie Federstränge
andererseits. Dabei ist der Grundkörper vorzugsweise aus einem Schaumstoff gebildet.
Auch andere Materialien kommen hier in Frage, wie zum Beispiel Latex.
[0004] Um einen höchsten Anforderungen genügenden Federungskomfort bereitzustellen, ist
es aus dem Stand der Technik bekannt, den Matratzengrundkörper mit Federelementen
zu bestücken, d.h. Federelemente innerhalb des Grundkörpers auszugestalten. Als allgemeinhin
bekannte Bauform sei in diesem Zusammenhang die Taschenfederkernmatratze genannt.
[0005] Taschenfederkernmatratzen haben sich im alltäglichen Praxiseinsatz bewährt. Dabei
kommen typischerweise aus Federstahl hergestellte Spiralfedern zum Einsatz. Die gattungsgemäße
Matratze betrifft indes eine solche, die über Federelemente aus Kunststoff verfügt.
Der Einsatz von Federelementen aus Kunststoff ist gegenüber Metallfedern in vielerlei
Hinsicht von Vorteil. Zum einen bieten Kunststoff-Federelemente einen verbesserten
Federungskomfort bei gleichzeitig vereinfachter und damit preisgünstigerer Herstellung.
Zum anderen erweisen sich Kunststoff-Federelemente als verschleißarmer und weniger
anfällig gegenüber korrosiven Medien.
[0006] Die gattungsgemäße Matratze verfügt über zu Federsträngen miteinander verbundene
Federelemente. Derlei Federstränge sind aus dem Stand der Technik bekannt, so zum
Beispiel aus der
AT 509316 B1, der
EP 2 116 152 A2, der
AT 10826 U1 und der
EP 1 808 100 A1. All diesen Federsträngen ist gemein, dass deren jeweilige Längserstreckung ihre
jeweilige Quererstreckung wesentlich übersteigt, d.h. die Federstränge eine Erstreckung
in Längsrichtung aufweisen, die ihre Erstreckung in Querrichtung deutlich übersteigt.
[0007] Zur Anordnung derartiger Federstränge innerhalb eines Grundkörpers einer Matratze
verfügt der Grundkörper über entsprechende Kammern. Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall
nehmen diese Kammern jeweils einen Federstrang ggf. auch mehrere solcher Federstränge
auf, wie beispielsweise mit der
EP 2 116 152 A2 offenbart.
[0008] Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, eine Matratze der eingangs genannten, d.h. gattungsgemäßen Art hinsichtlich
des von ihr bereitgestellten Sitz- und/oder Liegekomforts weiterzuentwickeln.
[0009] Zur
Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung eine Matratze der eingangs genannten Art vorgeschlagen,
die sich dadurch auszeichnet, dass die Kammern zur Aufnahme der Federstränge in ihrer
Längserstreckung in Längsrichtung der Matratze ausgerichtet sind.
[0010] Es gilt in der Fachwelt bislang die Meinung, dass Federstränge gattungsgemäßer Matratzen
quer zur Matratzenlängsrichtung auszurichten sind, um einen adäquaten Federungskomfort
zu erzielen. Diese Vorstellung begründet sich dadurch, dass es eine Querunterteilung
der Matratze in besonders einfacher Weise gestattet, in Längsrichtung der Matratze
aufeinander nachfolgende Zonen mit unterschiedlichem Federungskomfort bereitzustellen.
Entsprechendes offenbaren die vorzitierten Druckschriften, die jeweils quer zur Längserstreckung
der Matratze ausgerichtete Federstränge zeigen.
[0011] Die Erfindung geht hier einen völlig anderen Weg und schlägt im Unterschied zum vorbenannten
Stand der Technik und in Überwindung des in der Fachwelt vorherrschenden Vorurteils
vor, die die Federstränge aufnehmenden Kammern des Grundkörpers in ihrer Längserstreckung
in Längsrichtung der Matratze auszurichten, d.h. eine solche Ausgestaltung zu wählen,
der gemäß die Federstränge nicht mehr in Quer-, sondern in Längsrichtung der Matratze
ausgerichtet sind. Demnach wird mit der Erfindung eine Ausrichtung der Federstränge
parallel zur Wirbelsäule eines die erfindungsgemäße Matratze in bestimmungsgemäßer
Weise nutzenden Verwenders vorgeschlagen.
[0012] Untersuchungen haben gezeigt, dass die erfindungsgemäße Ausgestaltung überraschender
Weise enorme Vorteile bietet. So gestattet es die Längsausrichtung der Federstränge,
dass ein Körper in Entsprechung seiner Gewichtsverteilung in Längsrichtung schlafgerecht
aufgenommen und federnd abgefangen wird. Ohne dass es in ihren Federungseigenschaften
unterschiedlicher Federelemente bedarf, lässt es die Längsausrichtung der Federstränge
zu, dass vergleichsweise schwere Körperbereiche, wie zum Beispiel der Gesäßbereich,
weiter in den Grundkörper der Matratze einsinken können als weniger schwere Körperbereiche,
wie zum Beispiel der Kopf- oder der Fußbereich. Im Ergebnis ergibt sich eine natürliche
und damit höchsten Ansprüchen gerecht werdende Körperausrichtung und Unterfederung.
Dabei wirkt der erzielte Federungskomfort stets in gleichem Maße, unabhängig davon,
ob verwenderseitig eine Körperseitenlage, eine Bauchlage oder eine Rückenlage eingenommen
wird. Es ist ferner eine Ausrichtung der Matratze mit Bezug auf ihren Kopf- bzw. Fußbereich
nicht weiter erforderlich. Die nach der erfindungsgemäßen Ausgestaltung vorgesehene
Matratze erlaubt insofern eine vereinfachte Anwendung, da es verwenderseitig nicht
erforderlich ist, zwischen Fußbereich einerseits und Kopfbereich andererseits zu unterscheiden.
[0013] Es stand im Vorfeld der Erfindung nicht zu erwarten, dass mit einer Ausrichtung der
Federstränge bzw. der sie aufnehmenden Kammern in ihrer Längserstreckung in Längsrichtung
der Matratze ein in dieser Weise gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Federungskomfort
zu erreichen sein würde. Dabei können zur Umsetzung der erfindungsgemäßen Ausgestaltung
aus dem Stand der Technik an sich bekannte Grundkörper einerseits sowie aus dem Stand
der Technik an sich bekannte Federstränge andererseits zum Einsatz kommen. Von erfindungswesentficher
Bedeutung ist allein die Ausrichtung der Federstränge, und zwar im Unterschied zum
Stand der Technik in der Weise, dass die Längserstreckung der Federstränge nun nicht
mehr in Querrichtung der Matratze, sondern in Längsrichtung der Matratze verläuft.
[0014] Der mit der erfindungsgemäßen Ausgestaltung erzielte positive Effekt wird noch verbessert,
wenn die erfindungsgemäße Matratze in Kombination mit einer federnden oder mit Federelementen
bestückten Unterlage an sich bekannter Bauart kombiniert wird. Zu nennen ist hier
als Matratzenunterlage beispielsweise der Lattenrost. Dieser verfügt typischerweise
über einzelne federelastische Latten, die in ihrer Längserstreckung quer zur Matratze
ausgerichtet sind. Bei einer Kombination eines solchen aus dem Stand der Technik an
sich bekannten Lattenrostes mit einer Matratze nach der Erfindung ergibt sich eine
matrixartige Überlagerung der federelastischen Latten des Lattenrostes einerseits
und der vom Grundkörper der Matratze bereitgestellten Federstränge anderseits. Bei
in herkömmlicher Weise quer ausgerichteten Federlatten eines Lattenrostes kommt es
in Kombination mit aus dem Stand der Technik bekannten Matratzen, deren Federstränge
ebenfalls quer ausgerichtet sind, zu einer Überlagerung der jeweils durch die Federstränge
einerseits und die Federlatten des Lattenrostes andererseits bewirkten Abfederungskräfte
bzw. Federkräfte, was in nachteiliger Weise zu einer nicht näher kalkulierbaren Verstärkung
oder Aufhebung mit Blick auf die insgesamt erzielte Federwirkung führen kann. Die
erfindungsgemäße Ausgestaltung schafft hier Abhilfe, da es Dank der erfindungsgemäßen
Matratzenausgestaltung zu einer gitterartigen Überlagerung der Federlatten des Lattenrostes
einerseits und der Federstränge der Matratze andererseits mit dem positiven Effekt
kommt, dass sich ein synergetischer Gesamtfedereffekt einstellt. Zum einen wird eine
im Federungskomfort kalkulierbare Abstützung der Matratze durch den Lattenrost erreicht.
Zum anderen gestattet es die Matratze in Ausrichtung ihrer Federstränge parallel zur
Wirbelsäule des Matratzenverwenders einen optimierten Liegekomfort bereitzustellen.
Im Ergebnis ergibt sich eine insgesamt höchsten Ansprüchen genügende Federwirkung.
[0015] Mit der Erfindung wird deshalb auch ein Matratzensystem mit einer Matratze der erfindungsgemäßen
Art und einer Matratzenaufnahme vorgeschlagen, wobei die Matratzenaufnahme matratzenseitig
mit Federelementen, vorzugsweise mit zu einem Federstrang miteinander verbundenen
Federelementen bestückt ist, wobei die Federelemente und/oder die jeweils aus einzelnen
miteinander verbundenen Federelemente gebildeten Federstränge in der jeweiligen Längserstreckung
quer zur Matratze ausgerichtet ist/sind.
[0016] Der Grundkörper der erfindungsgemäßen Matratze besteht gemäß einem weiteren Merkmal
der Erfindung aus zwei miteinander verbundenen Abschnitten. Diese Abschnitte können
beispielsweise miteinander verklebt sein. Dabei sind die einzelnen Abschnitte in Matratzenhöhenrichtung
sandwichartig übereinander angeordnet. Dabei sind die beiden den Grundkörper bildenden
Abschnitte vorzugsweise identisch zueinander ausgebildet, so dass im Zuge der Matratzenfertigung
zwischen den einzelnen Abschnitten nicht zu unterschieden werden braucht. Die Ausgestaltung
in Abschnitte hat sich insbesondere deshalb als vorteilhaft herausgestellt, weil hierdurch
in einfacher Weise eine Bestückung der einzelnen vom Grundkörper bereitgestellten
Kammern mit Federsträngen sichergestellt ist.
[0017] Ein jeder Abschnitt weist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung eine Nut auf.
Diese ist einseitig, d.h. mit ihrer dem anderen Abschnitt des Grundkörpers zugeordneten
Seite offen ausgebildet, bildet insofern im Querschnitt eine U-förmige Ausgestaltung
aus. Dabei ist die Nut in ihrer Längserstreckung in Längsrichtung des Abschnittes
bzw. der Matratze ausgerichtet. Im endfertig montierten Zustand liegen die Nuten der
beiden Abschnitte des Grundkörpers in Matratzenhöhenrichtung übereinander, wobei sie
mit ihren offenen Seiten einander zugewandt sind. Im Ergebnis bilden sich so die zur
Aufnahme der Federstränge vorgesehenen Kammern aus.
[0018] Die Federstränge sind gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung verbindungsmittelfrei
in die Kammern eingelegt. Demnach kommen keine zusätzlichen Verbindungsmittel zur
Anordnung der Federstränge innerhalb der Kammern des Grundkörpers zum Einsatz.
[0019] Zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Matratze wird zunächst der Grundkörper ausgebildet.
Dieser kann aus einem Schaumstoff oder aus Latex gebildet sein. Es erfolgt dann eine
Unterteilung des Grundkörpers in zwei Abschnitte, was beispielsweise durch Schneiden
erfolgen kann. Die auf diese Weise gebildeten Abschnitte des Grundkörpers können alsdann
mit entsprechenden Nuten ausgebildet werden. Dieses kann ebenfalls durch Schneiden
aber auch durch Fräsen erfolgen. In die Nuten eines der beiden Abschnitte werden sodann
die Federstränge eingelegt. Der so vorbereitete Abschnitt kann in einem nachfolgenden
Verfahrensschritt mit dem zweiten Abschnitt des Grundkörpers verklebt werden. Der
so mit Federsträngen ausgerüstete Grundkörper kann alsdann in einen Strumpf oder Sack,
vorzugsweise aus Nylon eingebracht werden. In einem letzten Verfahrensschritt erfolgt
sodann eine Ummantelung mit einem Außenstoff.
[0020] Alternativ zur vorbeschriebenen Vorgehensweise können die beiden Abschnitte des Grundkörpers
auch separat aus einem Schaumstoffmaterial oder aus Latex gebildet sein. Gemäß dieser
Alternative kommen formgebende Verfahren zum Einsatz, wonach die Nuten bei Ausbildung
der Abschnitte von vornherein mit ausgebildet werden, ein nachträgliches Ausschneiden
oder Ausfräsen also nicht erforderlich ist.
[0021] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
anhand der Figuren. Dabei zeigen:
- Fig.1
- in einer schematisch perspektivischen Darstellung eine Matratze nach der Erfindung;
- Fig. 2
- in einer schematischen Seitenansicht eine Matratze nach der Erfindung gemäß einer
ersten Ausführungsform;
- Fig. 3
- die Matratze nach Fig. 2 gemäß Blickrichtung II nach Fig. 2;
- Fig. 4
- in einer schematischen Seitenansicht eine Matratze nach der Erfindung gemäß einer
zweiten Ausführungsform;
- Fig. 5
- die Matratze nach Fig. 4 gemäß Blickrichtung nach Fig. 4 und
- Fig. 6
- in schematisch perspektivischer Darstellung ein aus mehreren Federelementen gebildeter
Federstrang, wie er aus dem Stand der Technik beispielsweise nach der AT 509316 B1 bekannt ist.
[0022] Fig. 1 lässt in schematisch perspektivscher Ansicht eine Matratze 1 nach der Erfindung
erkennen. Diese verfügt im gezeigten Ausführungsbeispiel über einen Grundkörper 2,
der aus einem Schaummaterial gebildet ist. Der Grundkörper 2 besteht aus zwei Abschnitten
3 und 4, die in ihrer Bauform identisch zueinander ausgestaltet sind und in bestimmungsgemäßem
Verwendungsfall in Höhenrichtung 8 der Matratze 1 übereinanderliegend nach Art eines
Sandwiches angeordnet sind.
[0023] Die beiden Abschnitte 3 und 4 sind bevorzugter Weise miteinander verklebt, und zwar
vollflächig über die Kontaktfläche 11.
[0024] Der Grundkörper 2 stellt Kammern 5 bereit, die der jeweiligen Aufnahme eines oder
mehrerer Federstränge 13 dienen, von denen einer exemplarisch in Fig. 6 dargestellt
ist.
[0025] Wie die Darstellung nach Fig. 1 erkennen lässt, stellt der Grundkörper 2 insgesamt
vier Kammern 5 bereit, die erfindungsgemäß in ihrer Längserstreckung in Längsrichtung
6 der Matratze 1 ausgerichtet sind.
[0026] Die Figuren 2 und 3 lassen die Matratze nach Fig. 1 einerseits in einer schematischen
Seitenansicht sowie andererseits in einer schematischen Frontansicht erkennen. Wie
die Figuren deutlich machen, verfügt der Grundkörper 2 über vier Kammern 5, die in
Querrichtung 7 der Matratze 1 benachbart zueinander ausgebildet sind. In Längsrichtung
6 der Matratze 1 verlaufen die Kammern 5 parallel, und zwar durchgehend, wie dies
insbesondere Fig. 2 erkennen lässt. Dabei werden die Kammern 5 gemäß dem Ausführungsbeispiel
nach den Figuren 2 und 3 durch Nuten 9 und 10 gebildet, die jeweils als einseitig
offene Rechtecknuten ausgebildet sind, wobei die Nuten 9 vom Abschnitt 3 und die Nuten
10 vom Abschnitt 4 bereitgestellt sind.
[0027] Wie die Figuren 2 und 3 ferner erkennen lassen, verläuft die Kontaktfläche 11 in
Matratzenhöhenrichtung 8 mittig durch den Grundkörper 2, d.h. innerhalb der sogenannten
neutralen Phase oder Ebene.
[0028] Das Ausführungsbeispiel nach den Figuren 4 und 5 zeigt eine zu den Figuren 2 und
3 abgewandelte Ausführungsform, der gemäß die Kontaktfläche 11 im Wesentlichen mit
der die Kammern 5 begrenzenden Oberwandung abschließt. Gemäß dieser Ausführungsform
dient der Abschnitt 3 dem Grunde nach als eine Art Deckel für den die Nuten 10 bereitstellenden
Abschnitt 4, der mit Bezug auf die Zeichnungsebene nach Fig. 5 auch als unterer Abschnitt
4 bezeichnet werden kann.
[0029] Fig. 6 zeigt schließlich einen Federstrang 13, wie er aus dem Stand der Technik an
sich bekannt ist, beispielsweise aus der
AT 509316 B1. Der Federstrang 13 ist aus einzelnen Federelementen 14 gebildet, die in Längserstreckung
12 des Federstrangs hintereinander angeordnet und miteinander verbunden sind. Dabei
besteht ein jedes Federelement 14 aus zwei Federteilen 15, die in Quererstreckung
16 des Federstranges 13 einander gegenüberliegend angeordnet und über entsprechende
Verbindungsmittel miteinander verkoppelt sind.
[0030] Wie die Darstellung nach Fig. 6 erkennen lässt, verfügt der Federstrang 13 insgesamt
über eine Längserstreckung 12, die seine Quererstreckung 16 im Wesentlichen übersteigt.
[0031] Im endfertig montierten, d.h. bestimmungsgemäßen Verwendungszustand ist der Federstrang
13 in eine der vom Grundkörper 2 bereitgestellten Kammern 5 eingesetzt, wobei sich
der Federstrang 13 in seiner Längserstreckung 12 in Richtung der Längsrichtung 6 der
Matratze 1 erstreckt.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Matratze |
| 2 |
Grundkörper |
| 3 |
Abschnitt |
| 4 |
Abschnitt |
| 5 |
Kammer |
| 6 |
Längsrichtung |
| 7 |
Querrichtung |
| 8 |
Höhenrichtung |
| 9 |
Nut |
| 10 |
Nut |
| 11 |
Kontaktfläche |
| 12 |
Längserstreckung |
| 13 |
Federstrang |
| 14 |
Federelement |
| 15 |
Federteil |
| 16 |
Quererstreckung |
1. Matratze für Sitz- und/oder Liegemöbel, insbesondere für Betten, mit einem vorzugsweise
aus einem Schaumstoff gebildeten Grundkörper (2) und einer Mehrzahl von Federsträngen
(13), die jeweils aus einer Mehrzahl von miteinander verbundenen Federelementen (14)
gebildet sind und deren jeweilige Längserstreckung (12) ihre jeweilige Quererstreckung
(16) wesentlich übersteigt, wobei der Grundkörper (2) Kammern (5) bereitstellt, die
der Aufnahme der Federstränge (13) dienen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammern (5) in ihrer Längserstreckung in Längsrichtung (6) der Matratze (1) ausgerichtet
sind.
2. Matratze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammern (5) endseitig offen ausgebildet sind.
3. Matratze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) aus zwei miteinander verbundenen, vorzugsweise verklebten Abschnitten
(3, 4) gebildet ist, die in Matratzenhöhenrichtung (8) sandwichartig übereinander
angeordnet sind.
4. Matratze nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Abschnitt (3, 4) Nuten (9, 10) aufweist, die jeweils in ihrer Längserstreckung
in Abschnittslängsrichtung ausgerichtet sind.
5. Matratze nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kammer (5) durch zwei Nuten (9, 10) zweier in Matratzenhöhenrichtung (8) übereinander
angeordnete Abschnitte (3, 4) gebildet ist.
6. Matratze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Federstränge (13) verbindungsmittelfrei in die Kammern (5) eingelegt sind.
7. Matratzensystem mit einer Matratze nach einem der vorhergehenden Ansprüche und einer
Matratzenaufnahme, wobei die Matratzenaufnahme matratzenseitig mit Federelementen,
vorzugsweise mit zu einem Federstrang miteinander verbundenen Federelementen bestückt
ist, wobei die Federelemente und/oder die jeweils aus einzelnen miteinander verbundenen
Federelemente gebildeten Federstränge in der jeweiligen Längserstreckung quer zur
Matratze (1) ausgerichtet ist/sind.