Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Staubsaugergebläsedichtung mit einem inneren Ring und
einen Staubsauger mit einer Staubsaugergebläsedichtung.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Die Offenlegungsschrift
DE 197 46 037 A1 betrifft eine Filteranordnung in einem Staubsauger, bei der ein mit einer Filterpappe
versehener Einwegfilterbeutel in eine aus dem Staubraum des Staubsaugers herausnehmbare,
nach oben offene Kassette eingesetzt ist, wobei der Filterbeutel mit seiner an der
Filterpappe vorgesehenen Einströmöffnung strömungsmäßig mit der Ansaugöffnung des
Staubsaugergehäuses in Verbindung steht. Der Filterbeutel ist mit einer Filterpappe
verbunden, die an eine am Staubsaugergehäuse vorgesehene Filterplatte ansteckbar ist.
Dabei kommt die an der Filterpappe vorgesehene Einströmöffnung mit der Ansaugöffnung
des Staubsaugergehäuses zur Deckung. Ein die Ansaugöffnung konzentrisch umgebendes
Dichtelement legt sich dabei an die Filterpappe an und sorgt für einen strömungsmäßig
einwandfreien Übergang von der Ansaugöffnung des Staubsaugergehäuses zu dem Filterbeutel.
[0003] In der Offenlegungsschrift
DE 44 39 761 A1 wird ein Staubsauger beschrieben, der einen in dessen Staubraum mündenden Einlassstutzen
aufweist, an dem ein in den Staubraum einsetzbarer Filterbeutel mittels einer in seiner
Halteplatte vorgesehenen Einlassöffnung ankuppelbar ist. Die Dichtigkeit in dem Übergangsbereich
zwischen dem Einlassstutzen und der Einlassöffnung der Halteplatte ist dadurch verbessert,
dass am Außenumfang des Einlassstutzens ein axial nachgiebiges, saugglockenartiges
Dichtelement angeordnet ist, welches mit seinem der Halteplatte des Filterbeutels
zugewandten Öffnungsrand beim Einsetzen des Filterbeutels in den Staubraum an der
Halteplatte zur Anlage kommt.
[0004] Die Patentanmeldung
US 2012 /0 000 0032 A1 beschreibt einen Staubsauger mit einem Luftführungsmittel zwischen einer Staubkammer
und einem Motor, wobei das Luftleitmittel ein flexibles Luftleitmittel ist, das ein
erstes ringförmiges Element umfasst, das mit einer Trennwand zwischen der Staubkammer
und der Motorkammer verbunden ist.
[0005] Die japanische Patentanmeldung
JP 2009- 131 335 A beschreibt ein elektrisches Reinigungsgerät mit einer Abdeckung, die das elektrische
Gebläse bedeckt, das aus einem Kunstharz gefertigt ist, einen zylindrischen Querschnitt
aufweist und ein vorderes und hinteres Oberflächenteil aufweist. Das elektrische Reinigungsgerät
umfasst zusätzlich ein Federelement zum elastischen Abstützen des elektrischen Gebläses
innerhalb der Abdeckung und ein ringförmiges Dichtungselement, das aus einem elastischen
Material gebildet ist und in eine Öffnung auf der vorderen Oberfläche der Abdeckung
eingebracht ist und an ein Gebläsegehäuse angrenzt.
[0006] Die Offenlegungsschrift
DE 39 04 392 A1 beschreibt einen Staubsauger, in dem der Motor von einer an das Gebläse angesetzten
Haube umschlossen ist. Außerhalb der Haube ist ein Kammersystem angeordnet, durch
welches die Luft vor Austritt aus dem Gehäuse geleitet wird und dabei mehrfach Richtungsänderungen
und damit verbundene Geschwindigkeitsänderungen erfährt. In den Kammern sind schwingungsdämpfende
Stege angeordnet, welche den Luftstrom in vorteilhafter Weise teilen. Dabei ist der
Motor-/Gebläseblock an der dem Staubraum zugewandten Seite mittels einem an den Rändern
luftdicht abschließenden und schwingungsdämpfenden Profilband in das Gehäuse eingesetzt.
[0007] Die Patentschrift
DE 823 029 B offenbart einen elektrischen Staubsauger liegender Bauart, mit einem aus Motor und
Gebläse bestehenden Einsatz im Inneren des Staubsaugergehäuses, der am Motor unter
Zwischenschaltung eines elastischen Mittels einen starren Zwischenboden zur Befestigung
des Einsatzes an dem Staubsaugergehäuse und am Gebläse eine elastische Manschette
zur Abdichtung des Einsatzes gegenüber dem Staubsaugergehäuse trägt.
[0008] Die Patentanmeldung
US 2011/0 277 272 A1 enthält einen Staubsauger mit einem Motorgehäuse, das einen Einlass und einen Auslass
aufweist. Ein Balg ist an dem Einlass angebracht und verbindet den Einlass des Motorgehäuses
mit einem zentralen Einlass der Gehäuseeinheit des Motors und Sauggebläses. Der Balg
dichtet den Saugstrom auf der Innenseite des Balgs gegenüber dem Überdruck auf seiner
Außenseite ab.
[0009] Die Patentanmeldung
WO 2010/ 137 191 A1 beschreibt ein elektrisches Gebläse, das dadurch schallisoliert ist, dass es mit
einem ersten Gehäuse und einem zweiten Gehäuse, das das erste Gehäuse bedeckt, versehen
ist. Das erste Gehäuse ist in einer im Wesentlichen zylindrischen Form und z. B. aus
einem Kunstharz gefertigt. Das erste Gebläsegehäuse ist mit einem saugseitigen Dämpfer
über ein stromaufwärts gelegenes Dichtungselement am Hauptgehäuse befestigt.
Der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Staubsaugergebläsedichtung
bereitzustellen und einen Staubsauger in Bezug auf den Stand der Technik zu verbessern.
Erfindungsgemäße Lösung
[0011] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird gelöst durch einen Staubsauger mit
einer Staubsaugergebläsedichtung gemäß Anspruch 1.
[0012] Eine Staubsaugergebläsedichtung ist eine Dichtung, die dazu geeignet ist, in einen
Staubsauger eingesetzt zu werden und dort das Gebläse gegenüber einem an das Gebläse
angrenzenden Teil, wie z. B. eine Filterkammer oder einen Staubabscheideraum, abzudichten.
Ein Ring ist ein Körper, der durch einen Tunnel vollständig durchstoßen wird. Der
erfindungsgemäße Ring ist vorzugsweise rotationssymmetrisch, zum Beispiel ein Torus.
Bevorzugt ist der Ring die Rotationsfigur eines Vierecks, besonders bevorzugt eines
Rechtecks und ganz besonders bevorzugt eines Quadrats. Erfindungsgemäß ist ein innerer
Ring von einem äußeren Ring umgeben. Zwischen dem inneren und dem äußeren Ring ist
eine im Wesentlichen geschlossene Membran aufgespannt. Die Ringe dienen zur Definition
der Membran. Dies bedeutet, dass die Ringe nicht notwendigerweise von der Membran
unterscheidbar sind. Vorzugsweise sind jedoch der innere und/oder äußere Ring von
der Membran unterscheidbar. Besonders vorzugsweise weisen der innere und/oder äußere
Ring eine verstärkende Funktion auf. Eine Oberflächenlinie ist eine Linie auf der
Oberfläche der Membran, die den Punkt an dem die Membran dem äußeren Ring entspringt
mit dem nächstgelegenen Punkt, an dem die Membran in den inneren Ring übergeht, verbindet.
Dabei verläuft die Oberflächenlinie entlang der Oberfläche der Membran. Erfindungsgemäß
ist die Membran abschnittsweise gewölbt, dies bedeutet, dass mindestens eine der genannten
Oberflächenlinien nicht der kürzesten Verbindung zwischen den beiden genannten Punkten
entspricht. Vorzugsweise ist die gesamte Membran gewölbt, das heißt, dass keine Oberflächenlinie
der kürzesten Verbindung der genannten zwei Punkte entspricht.
[0013] Durch die erfindungsgemäße Staubsaugergebläsedichtung ist es möglich, ein Staubsaugergebläse
besonders gut abdichtend mit einer Staubabscheideeinheit zu verbinden. Insbesondere
ist es mit der erfindungsgemäßen Staubsaugergebläsedichtung möglich, einen Staubsauger
mit einer geringen Gebläseleistung zwischen Gebläse und Staubabscheideeinheit abzudichten.
Die erfindungsgemäße Staubsaugergebläsedichtung ist besonders geeignet für einen akkubetriebenen
Staubsauger, da gerade in diesem nur eine eingeschränkte Gebläseleistung zur Verfügung
steht. Zudem weist die erfindungsgemäße Staubsaugergebläsedichtung den Vorteil auf,
dass bei einem Staubsauger mit einer herausnehmbaren Staubabscheideeinheit der Übergang
zwischen Staubabscheideeinheit und Gebläse besonders gut abgedichtet werden kann.
Die erfindungsgemäße Staubsaugergebläsedichtung ist in der Lage, unterschiedliche
Spaltbreiten zwischen Staubabscheideeinheit und Gebläse zu überbrücken. Dies bedeutet,
dass die Staubsaugergebläsedichtung variierende Spaltbreiten, die durch das unpräzise
Einsetzen der Staubabscheideeinheit in den Staubsauger entstehen, problemlos ausgleichen
kann. Zudem können die Bauteile des Staubsaugers mit einer größeren Toleranz gefertigt
werden, da auch die Toleranzen in den Bauteilabmessungen durch die Staubsaugergebläsedichtung
ausgeglichen werden können. Wenn die Ringe verstärkende Wirkung zeigen, so kann die
erfindungsgemäße Staubsaugergebläsedichtung mit Vorteil den häufigen Ein- und Ausbau
der Staubabscheideeinheit erlauben, ohne dass die Staubsaugergebläsedichtung beschädigt
oder zerstört wird. Bei zugleich hoher Dichtwirkung der erfindungsgemäßen Staubsaugergebläsedichtung
ermöglicht es diese zugleich, die Staubabscheideeinheit leicht zu entnehmen, da die
Staubsaugergebläsedichtung ihre Dichtwirkung schon bei geringer Fügekraft entfaltet.
[0014] Der erfindungsgemäße Staubsauger weist eine entnehmbare Staubabscheideeinheit auf.
Eine solche Staubabscheideeinheit kann einen Filter und/oder einen Wirbelabscheider
enthalten, in dem der Staub von der Saugluft durch Zentrifugalkräfte abgetrennt wird.
Die Entleerung der entnehmbaren Staubabscheideeinheit gestaltet sich besonders einfach,
da die Staubabscheideeinheit leicht zu einem Sammelbehälter für Hausmüll transportiert
werden kann. Die erfindungsgemäße Staubsaugergebläsedichtung ist besonders gut für
die Verwendung in Verbindung mit einer entnehmbaren Staubabscheideeinheit geeignet,
da die radialen Kräfte, die beim Einsetzen der Staubabscheideeinheit wirken können,
diese Staubsaugergebläsedichtung nur wenig beanspruchen. Zugleich kann die erfindungsgemäße
Staubsaugergebläsedichtung ein ungenaues Einsetzen der Staubabscheideeinheit dadurch
ausgleichen, dass sie sich besonders gut an die Staubabscheideeinheit anschmiegen
kann.
Bevorzugte Ausführungsform
[0015] Vorzugsweise ist die Membran so gewölbt, dass sie auf der Gebläseseite konkav ist.
Es ist jedoch auch möglich, dass die Membran auf der Gebläseseite konvex ausgeformt
ist. Die Membran ist vorzugsweise so gestaltet, dass mindestens eine, besonders vorzugsweise
alle Oberflächenlinien eine monoton fallende Steigung haben. Es ist ebenfalls möglich,
dass mindestens eine, vorzugsweise alle Oberflächenlinien monoton ansteigen. Die Staubsaugergebläsedichtung
wird vorzugsweise aus einem elastischen Material, z. B. einem Elastomer, hergestellt.
So kann eine besonders hohe Dichtungswirkung erzeugt werden.
[0016] Wenn der innere und äußere Ring Rotationsfiguren sind, so ist es bevorzugt, dass
der innere und äußere Ring koaxial liegen, das heißt, dass die Rotationsachsen des
inneren und äußeren Rings identisch sind. Die Membran der Staubsaugergebläsedichtung
hat vorzugsweise eine Dicke, die in allen Bereichen der Membran im Wesentlichen gleich
ist.
[0017] Die Dicke der Membran ist bevorzugt mindestens 0,1 mm, besonders bevorzugt mindestens
0,2 mm, besonders bevorzugt mindestens 0,5 mm, besonders bevorzugt mindestens 1 mm
und ganz besonders bevorzugt mindestens 2 mm. Die Dicke der Membran beträgt dabei
zugleich vorzugsweise höchstens 5 mm, besonders vorzugsweise höchstens 4 mm und ganz
besonders vorzugsweise höchstens 3 mm.
[0018] In einer besonderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Staubsaugergebläsedichtung
ist die Membran dünner als der innere Ring. Dies bedeutet, dass die Membran dünner
ist als der Ring an seiner dicksten Stelle. Bevorzugt ist die Membran dünner als der
Ring an seiner dünnsten Stelle. Wenn der Ring eine Rotationsfigur darstellt, so ist
bevorzugt, dass die Membran dünner ist als der größte Durchmesser der Figur, auf der
die Rotationsfigur basiert. Besonders bevorzugt ist die Membran dünner als der kleinste
Durchmesser dieser Figur. An dem dickeren inneren Ring kann die Staubsaugergebläsedichtung
besonders gut an einem Staubsaugergebläse fixiert werden. Die dünnere Membran kann
sich auch bei geringen Unterdrücken, z. B. in einem akkubetriebenen Staubsauger, gut
an die Staubabscheideeinheit anschmiegen und so eine hohe Dichtwirkung erzeugen.
[0019] Erfindungsgemäß ist es bevorzugt, dass die Membran dünner ist als der äußere Ring.
Dies bedeutet, dass die Membran dünner als der äußere Ring an seiner dicksten Stelle
ist. Vorzugsweise ist die Membran dünner als der äußere Ring an seiner dünnsten Stelle.
Wenn der äußere Ring eine Rotationsfigur ist, so ist es bevorzugt, dass die Figur,
auf der die Rotationsfigur basiert, einen größten Durchmesser, besonders bevorzugt
einen kleinsten Durchmesser, aufweist, der größer ist als die Dicke der Membran. Durch
den dicken äußeren Ring kann der Staubsaugergebläsedichtung nach außen hin eine hohe
Stabilität verliehen werden. Insbesondere kann so ein Einknicken der Membran verhindert
werden, wenn die Staubabscheideeinheit in den Staubsauger eingesetzt wird. Alternativ
kann der innere und/oder äußere Ring auch genauso dick oder dünner als die Membran
sein. Dies kann zur Folge haben, dass der innere und/oder äußere Ring von der Membran
nicht unterscheidbar sind.
[0020] Die Staubsaugergebläsedichtung kann z. B. so gestaltet sein, dass sie mit dem inneren
Ring an einem Staubsauger befestigt ist und zugleich der äußere Ring an einem Teil
des Staubsaugers anliegt oder keinem Teil des Staubsaugers anliegt, sondern zum nächsten
Teil des Staubsaugers beabstandet ist. Durch das Auflegen des äußeren Rands am Staubsauger
kann eine besondere Stabilität der Staubsaugergebläsedichtung, insbesondere beim Einsetzen
der Staubabscheideeinheit, erreicht werden. Durch die Beabstandung kann eine besondere
Flexibilität der Staubsaugergebläsedichtung erreicht werden, wobei der dickere äußere
Rand weiterhin der Membran eine gute Stabilität verleiht. Die Beabstandung ermöglicht
es ferner, dass die Staubsaugergebläsedichtung sich frei verformen lässt und so die
Staubabscheideeinheit leicht einzusetzen ist, wobei die Verformbarkeit der Staubsaugergebläsedichtung
Fertigungstoleranzen der Staubabscheideeinheit und des Gebläses sowie Ungenauigkeiten
bei der Positionierung der beiden zueinander nach dem Einsetzen durch den Benutzer
ausgleichen kann.
[0021] Es ist bevorzugt, dass die Dicke der Membran der erfindungsgemäßen Staubsaugergebläsedichtung
in radialer Staubsaugergebläsedichtung abnimmt. Dies bedeutet, dass die Dicke der
Membran am Übergang zum inneren Ring größer ist als die Dicke der Membran am Übergang
zum äußeren Ring. Vorzugsweise nimmt die Dicke der Staubsaugergebläsedichtung vom
inneren zum äußeren Ring hin monoton ab. So kann gewährleistet werden, dass in der
Nähe des inneren Rings eine hohe Stabilität der Staubsaugergebläsedichtung gegeben
ist und die Staubsaugergebläsedichtung auch ein häufiges Einsetzen der Staubabscheideeinheit
unbeschadet überstehen kann. Zudem führt die geringe Dicke der Membran in der Nähe
des äußeren Rings dazu, dass sich die Membran dort besonders einfach verformen kann
und - insbesondere bei eingeschaltetem Gebläse und dadurch entstehendem Unterdruck
- dem Gebläse gut anschmiegen kann.
[0022] Erfindungsgemäß ist es bevorzugt, dass die Staubsaugergebläsedichtung rotationssymmetrisch
ist. Durch die Rotationssymmetrie kann die Kraft, die einerseits durch den Unterdruck
des Gebläses und andererseits durch das Einsetzen und Herausnehmen der Staubabscheideeinheit
auf die Staubsaugergebläsedichtung übertragen wird, gleichmäßig verteilt werden. So
kann vermieden werden, dass sich einzelne Bereiche der Staubsaugergebläsedichtung
besonders schnell abnutzen und die Staubsaugergebläsedichtung schon nach kurzer Benutzung
zerstört wird.
[0023] Erfindungsgemäß ist es bevorzugt, dass der innere Ring sich in einem Rohr fortsetzt.
So kann die Staubsaugergebläsedichtung besonders gut an einer Einlassöffnung des Staubsaugergebläses
befestigt werden. Durch die Befestigung an dem Rohr erfährt die Staubsaugergebläsedichtung
sowohl in axialer als auch radialer Richtung bezogen auf das Rohr eine Befestigung,
was insbesondere bei der erfindungsgemäßen Staubsaugergebläsedichtung, die sowohl
durch den Unterdruck des Gebläses als auch durch das wiederholte Einsetzen der Staubabscheideeinheit
beansprucht wird, vorteilhaft ist.
[0024] Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, dass die Staubsaugergebläsedichtung einen Kragen
aufweist. Vorzugsweise befindet sich der Kragen näher an dem inneren Ring als an dem
äußeren Ring. Es ist bevorzugt, dass sich der Kragen an dem Rohr befindet, in das
sich der innere Ring fortsetzt. Besonders bevorzugt ist der Kragen an der äußeren
Oberfläche des Rohres befestigt. Durch den Kragen kann die Staubsaugergebläsedichtung
besonders einfach an einem Staubsauger befestigt werden.
[0025] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der erfindungsgemäße Staubsauger eine
Nut auf, in die der Kragen der Staubsaugergebläsedichtung einrasten kann. Die Befestigung
der Staubsaugergebläsedichtung in der Nut ist im Herstellungsprozess besonders einfach.
Zugleich wird die Staubsaugergebläsedichtung besonders belastbar in der Nut fixiert.
[0026] Es ist bevorzugt, dass die Staubabscheideeinheit sich auf der dem Gebläse zugewandten
Seite verjüngt. An der Seite der Staubabscheideeinheit, an der sich eine Öffnung befindet,
durch die die Luft ins Gebläse gelangen kann, verjüngt sich die bevorzugte Staubabscheideeinheit.
Besonders vorzugsweise läuft die Wand, die die Öffnung umgibt, aus der die Luft in
das Gebläse einströmen kann, konisch zu. So kann erreicht werden, dass sich die Staubsaugergebläsedichtung
besonders gut an die Staubabscheideeinheit anschmiegen kann.
[0027] Erfindungsgemäß ist es besonders bevorzugt, dass an dem Staubsauger und/oder der
Staubabscheideeinheit Merkmale angebracht sind, durch die ein Einführungsweg definiert
wird, sodass die Staubabscheideeinheit zunächst schräg zur Ebene der Staubsaugergebläsedichtung
auf der Staubsaugergebläsedichtung aufliegt. Die bevorzugte Staubabscheideeinheit
weist dazu eine Rippe, besonders vorzugsweise eine umlaufende Rippe auf. Der bevorzugte
Staubsauger enthält eine Vertiefung, in die diese Rippe eingeführt werden kann. In
einer Ausführungsform kann nach Einsetzen der Rippe in die Vertiefung die Staubabscheideeinheit
in einer Hebelbewegung, das heißt in einer Rotation um die die Achse der Vertiefung,
in den Staubsauger eingesetzt werden. Dabei berührt die Staubabscheideeinheit die
Staubsaugergebläsedichtung zunächst an der der Vertiefung zugewandten Seite. Durch
die Hebelbewegung werden fortlaufend auch die weiter von der Vertiefung entfernten
Teile der Staubabscheideeinheit an die Staubsaugergebläsedichtung angefügt, sodass
zuletzt die gesamte Dichtfläche der Staubsaugergebläsedichtung mit der gewünschten
Fügekraft gegen die Staubabscheideeinheit gepresst wird. Die erfindungsgemäße Staubsaugergebläsedichtung
ist besonders gut für die zunächst beim Einsetzen einseitige Krafteinwirkung geeignet,
da die Staubsaugergebläsedichtung sowohl durch den inneren als auch den äußeren Ring
stabilisiert wird. Durch den definierten Einführungsweg kann ein präzises Einführen
der Staubabscheideeinheit in den Staubsauger erreicht werden.
[0028] Die Erfindung ermöglicht es, eine Staubsaugergebläsedichtung herzustellen, die bei
bereits sehr geringer Fügekraft und bei geringen Drücken eine sehr gute Dichtwirkung
aufweist. Dies ist insbesondere von Vorteil bei Staubsaugern mit einer geringen Gebläseleistung,
wie es z. B. bei akkubetriebenen Staubsaugern gewöhnlich der Fall ist. Zudem ist die
erfindungsgemäße Staubsaugergebläsedichtung so gestaltet, dass beim Fügen der Staubsaugergebläsedichtung
nur sehr wenig Reibung auf der Staubsaugergebläsedichtung auftritt, sodass die Staubsaugergebläsedichtung
nur eine geringe Abnutzung erfährt und besonders lange verwendet werden kann. Zudem
wird durch die Membran der Staubsaugergebläsedichtung eine hohe Toleranzbreite erreicht.
Dies bedeutet, dass höhere Fertigungstoleranzen der Staubsaugerteile nicht zu einem
Verlust der Dichtwirkung führen. Zusätzlich wird durch ein unpräzises Einsetzen der
Staubabscheideeinheit in den Staubsauger die Abdichtung nicht verringert.
Kurzbeschreibung der Figuren
[0029]
- Figur 1
- zeigt eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Staubsaugers in einem Längsschnitt,
- Figur 2
- zeigt einen Teil eines Längsschnitts durch eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Staubsaugers und
- Figur 3
- zeigt einen Teil eines Längsschnitts einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Staubsaugers.
Detaillierte Beschreibung von Ausführungen der Erfindung
[0030] Figur 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Staubsauger 1 mit einem Sauglufteinlass 2,
durch den die Saugluft in den Staubsauger 1 eintreten kann, wo sie durch einen Saugluftkanal
3 einer Staubabscheideeinheit 4 zugeführt wird. Die Staubabscheideeinheit 4 enthält
einen Wirbelabscheider 5 mit einem zentral angeordneten Filter 6. Die Saugluft wird
in dem Wirbelabscheider 5 von Staub gereinigt und tritt dann durch eine Austrittsöffnung
7 der Staubabscheideeinheit 4 in die Einlassöffnung 8 des Gebläses 9. In dem Gebläse
9 trifft die Luft auf das rotierende Laufrad 10 und wird von diesem beschleunigt,
sodass die Luft schließlich durch Luftauslassöffnungen 11 aus dem Staubsauger 1 wieder
in die Umgebung ausgeführt wird. Zwischen der Austrittsöffnung 7 der Staubabscheideeinheit
und der Einlassöffnung 8 des Gebläses 9 befindet sich die erfindungsgemäße Staubsaugergebläsedichtung
12. Die Staubsaugergebläsedichtung 12 weist einen äußeren Ring 13 auf, der rotationssymmetrisch
ist und einen rechteckigen Querschnitt hat. Zudem weist die Staubsaugergebläsedichtung
12 einen inneren Ring 14 auf, der an dem Gebläse 9 anliegt. Auch der innere Ring 14
ist rotationssymmetrisch ausgebildet und weist im Querschnitt eine rechteckige Form
auf. Der innere Ring 14 ist mit dem äußeren Ring 13 über eine Membran 15 verbunden.
Die Membran 15 schmiegt sich an einen konisch zulaufenden Anteil 16 der Staubabscheideeinheit
4, der die Austrittsöffnung 7 umgibt, an. Durch die im Vergleich zu den Ringen 13
und 14 dünnere Membran 15 wird erreicht, dass sich die Staubsaugergebläsedichtung
12 besonders gut an die Staubabscheideeinheit 4 anschmiegen kann. Dies ist insbesondere
wichtig bei einem Staubsauger 1 mit geringer Gebläseleistung, wie es z. B. bei einem
akkubetriebenen Staubsauger 1 der Fall sein kann.
[0031] Die erfindungsgemäße Staubsaugergebläsedichtung 12 weist zudem einen umlaufenden
Kragen 17 auf, der in eine Nut 18 in dem Staubsauger 1 eingesetzt ist, um die Staubsaugergebläsedichtung
12 in dem Staubsauger 1 zu fixieren. Darüber hinaus weist die Staubsaugergebläsedichtung
12 in der Nähe des inneren Rings 14 eine Nut 19 auf, in die das Rohr 20 um die Einlassöffnung
des Gebläses 8 eingesetzt ist. So kann eine besonders gute Dichtwirkung zwischen Staubsaugergebläsedichtung
12 und dem Gebläse 9 erreicht werden.
[0032] Wie in Figur 2 deutlich zu erkennen ist, stützt sich der äußere Ring 13 auf ein Widerlager
im Staubsauger 1 ab. Dadurch wirken sowohl vom äußeren Ring 13 her als auch vom inneren
Ring 14 her Kräfte auf die Staubsaugergebläsedichtung 12, die entgegen der Staubabscheideeinheit
4 ausgerichtet sind und so zu einem besseren Anschmiegen der Staubsaugergebläsedichtung
12 an die Staubabscheideeinheit 4 führen.
[0033] In Figur 3 ist in weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Staubabscheideeinheit
3 zu sehen, dass der äußere Ring 13, der hier sehr dünn ausgestaltet ist, sich nicht
an einem Teil des Staubsaugers 1 abstützt, sondern vom Staubsauger 1 beabstandet ist.
In dieser Ausführungsform ist die Staubsaugergebläsedichtung 12 lediglich über den
inneren Ring14, den Kragen 17 und die Nut 18 am Staubsauger befestigt. Dies hat zur
Folge, dass die Staubsaugergebläsedichtung 12 sich besonders gut an die Staubabscheideeinheit
4 anschmiegen kann, da sie einerseits durch den sehr dünnen äußeren Ring 13 insbesondere
in ihrem äußeren Bereich sehr flexibel gestaltet ist und sich durch den Freiraum zwischen
dem äußeren Ring 14 und dem Staubsauger 1 besonders gut an variierende Spaltmaße anschmiegt,
die durch Fertigungstoleranzen oder unpräzises Einsetzen der Staubabscheideeinheit
4 entstehen können.
[0034] Die Staubsaugergebläsedichtung 12, wie sie in Figur 3 gezeigt ist, weist eine Membran
15 auf, deren Dicke vom inneren Ring 14 zum äußeren Ring 13 abnimmt. Auf diese Weise
kann die nahe am inneren Ring 14 gelegene Membran 15 der Staubsaugergebläsedichtung
12 Stabilität geben, während die äußere, dünnere Membran sich besonders gut an die
Staubabscheideeinheit 4 anschmiegen kann. Die Staubabscheideeinheit 4 weist einen
umlaufenden Kragen 21 auf, der in eine Vertiefung 22 im Staubsauger eingesetzt werden
kann. Beim Einsetzen der Staubabscheideeinheit 4 wird zunächst der Kragen 21 in die
Vertiefung 22 an der Vorderseite 23 des Staubsaugers 1 eingesetzt. Die Staubabscheideeinheit
4 liegt so lediglich in dem Bereich der Staubsaugergebläsedichtung 12, die der Vorderseite
des Staubsauger 1 am nächsten ist, der Staubsaugergebläsedichtung 12 an. Danach wird
die Staubabscheideeinheit 4 in einer Hebelbewegung in den Staubsauger 1 eingesetzt,
sodass der Kragen 21 auch in der Vertiefung 22 auf der Hinterseite 24 des Staubsaugers
1 einrastet. Danach liegt die gesamte Dichtoberfläche der Staubsaugergebläsedichtung
12 an der Staubabscheideeinheit 4 an, sodass eine optimale Dichtwirkung erreicht werden
kann. Der Kragen 21 an der Staubabscheideeinheit 4 und die Vertiefung 22 am Staubsauger
1 sorgen dafür, dass die Staubabscheideeinheit 4 präzise im Staubsauger 1 positioniert
wird, sodass die Staubsaugergebläsedichtung 12 in der richtigen Weise belastet wird
und keine Undichtigkeit entsteht. Die konische Verjüngung 16 um die Austrittsöffnung
7 der Staubabscheideeinheit 4 dient zugleich beim Einsetzen der Staubabscheideeinheit
4 als Zentrierung, sodass eine genauere Positionierung der Staubabscheideeinheit 4
ermöglicht wird.
[0035] Die in der vorstehenden Beschreibung, den Ansprüchen und den Zeichnungen offenbarten
Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung
der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen von Bedeutung sein.
Bezugszeichen
[0036]
- 1
- Staubsauger
- 2
- Sauglufteinlass
- 3
- Saugluftkanal
- 4
- Staubabscheideeinheit
- 5
- Wirbelabscheider
- 6
- Filter
- 7
- Austrittsöffnung der Staubabscheideeinheit
- 8
- Einlassöffnung des Gebläses
- 9
- Gebläse
- 10
- Laufrad
- 11
- Luftauslassöffnung
- 12
- Staubsaugergebläsedichtung
- 13
- äußerer Ring
- 14
- innerer Ring
- 15
- Membran
- 16
- konisch zulaufender Anteil der Staubabscheideeinheit
- 17
- Kragen an der Staubsaugergebläsedichtung
- 18
- Nut in dem Staubsauger zur Aufnahme der Staubsaugergebläsedichtung
- 19
- Nut in der Staubsaugergebläsedichtung
- 20
- Rohr des Gebläses
- 21
- umlaufender Kragen der Staubabscheideeinheit
- 22
- Vertiefung
- 23
- Vorderseite des Staubsaugers
- 24
- Hinterseite des Staubsaugers
1. Staubsauger (1) mit einer Staubsaugergebläsedichtung (12), wobei die Staubsaugergebläsedichtung
(12) einen inneren Ring (14) aufweist, der von einem äußeren Ring (13) umgeben ist
und eine gewölbte Membran (15) den inneren Ring (14) mit dem äußeren Ring (13) verbindet,
wobei sich die Staubsaugergebläsedichtung (12) zwischen einer Austrittsöffnung (7)
einer entnehmbaren Staubabscheideeinheit (4) und einer Einlassöffnung (8) eines Gebläses
(9) befindet, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Staubsaugergebläsedichtung (12) ein Übergang zwischen der entnehmbaren
Staubabscheideeinheit (4) und dem Gebläse (9) abgedichtet werden kann.
2. Staubsauger (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (15) dünner ist als der innere Ring (14).
3. Staubsauger (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (15) dünner ist als der äußere Ring (13).
4. Staubsauger (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Membran (15) in radialer Richtung abnimmt.
5. Staubsauger (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Staubsaugergebläsedichtung (12) rotationssymmetrisch ist.
6. Staubsauger (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Ring (14) sich in einem Rohr (20) fortsetzt.
7. Staubsauger (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Staubsaugergebläsedichtung (12) einen Kragen (17) aufweist.
8. Staubsauger (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Staubsauger (1) eine Nut (18) aufweist, in die der Kragen (17) der Staubsaugergebläsedichtung
(12) einrasten kann.
9. Staubsauger (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Staubabscheideeinheit (4) sich auf der dem Gebläse (9) zugewandten Seite verjüngt.
10. Staubsauger (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch an dem Staubsauger (1) und/oder der Staubabscheideeinheit (4) angebrachte Merkmale
ein Einführungsweg definiert wird, sodass die Staubabscheideeinheit (4) zunächst schräg
zur Ebene der Staubsaugergebläsedichtung (12) auf der Staubsaugergebläsedichtung (12)
aufliegt.