| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 679 527 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
11.03.2015 Patentblatt 2015/11 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.06.2013 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Wellpappe-Anlage und Verfahren zur Herstellung von Wellpappe
Corrugated board system and method for producing corrugated board
Installation de carton ondulé et procédé pour la fabrication de carton ondulé
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
28.06.2012 DE 102012211118
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
01.01.2014 Patentblatt 2014/01 |
| (73) |
Patentinhaber: BHS Corrugated Maschinen-und Anlagenbau GmbH |
|
92729 Weiherhammer (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Gnan, Alfons
92249 Vilseck (DE)
- Reich, Heribert
92729 Weiherhammer (DE)
- Kraus, Helmut
92442 Wackersdorf (DE)
- Bernreuter, Klaus
99999 Boulevard de Sabana Grande (VE)
|
| (74) |
Vertreter: Rau, Schneck & Hübner
Patentanwälte Rechtsanwälte PartGmbB |
|
Königstraße 2 90402 Nürnberg 90402 Nürnberg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 190 843 JP-A- H01 316 257
|
EP-A2- 1 270 472
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Wellpappe-Anlagen bzw. Verfahren zur Herstellung von Wellpappe sind durch offenkundige
Vorbenutzung allgemein bekannt. In den Wellpappe-Produktions-Vorrichtungen der Wellpappe-Anlagen
werden dabei Wellpappe-Bahnen aus Material-Bahnen gebildet. Nachteilig an den bekannten
Wellpappe-Anlagen bzw. Verfahren zur Herstellung von Wellpappe ist, dass die Bahnspannung
am Einlauf bzw. Eingang der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung im Allgemeinen nicht
optimal ist, was oftmals zu Problemen bei der Wellpappe-Fertigung führt. Ferner haben
die bekannten Wellpappe-Anlagen einen äußerst hohen Energie- bzw. Strombedarf. Die
für die Erhöhung der Bahnspannung eingesetzten Brems-Einrichtungen sind außerdem häufig
einem hohen Verschleiß ausgesetzt.
[0002] Aus der
EP 1 190 843 A2 ist eine Wellpappe-Anlage mit einer Bahnspannungs-Schwankungs-Ausgleichs-Einrichtung
bekannt. Die Wellpappe-Anlage hat Vorrats-Walzen zum Abrollen einer Deck-Bahn und
eine Vorrats-Walze zum Abrollen einer Grund-Bahn. Der Vorrats-Walze zum Abrollen der
Deck-Bahn ist ein Bahnspannungs-Grobeinstell-Mittel zugeordnet, dass die Bahnspannung
in Abhängigkeit der von einem Bahnspannungs-Erfassungs-Mittel erfassten Spannung einstellt.
Auch der Vorrats-Walze zum Abrollen der Grund-Bahn ist ein Bahnspannungs-Grobeinstell-Mittel
zugeordnet. Die Deck-Bahn und die Grund-Bahn werden einem Single Facer zugeführt.
Stromaufwärts zu dem Single Facer ist der Deck-Bahn das Bahnspannungs-Erfassungs-Mittel
zugeordnet. Zwischen dem Bahnspannungs-Erfassungs-Mittel der Deck-Bahn und dem Single
Facer ist eine Bahnspannungs-Schwankungs-Ausgleichs-Vorrichtung mit einem Bahnspannungs-Schwankungs-Erfassungs-Mittel
und einem Bahnspannungs-Einstell-Mittel an der Deck-Bahn angeordnet.
[0003] Aus der
EP 1 270 472 A2 ist eine Vorrichtung zur Regelung der Bahnspannung einer bewegten Material-Bahn bekannt.
Diese umfasst eine Haupt-Walze, um die eine Deck-Bahn geführt ist. Der Umschlingungs-Winkel
der Deck-Bahn um die Haupt-Walze ist veränderbar, um die Bahnspannung einzustellen.
Anschließend wird die Deck-Bahn einer Wellpappe-Herstell-Einheit zugeführt, der auch
eine Well-Bahn zugeführt wird. Der Deck-Bahn ist ein Bahnspannungs-Sensor zugeordnet,
der ein entsprechendes Mess-Signal über eine Leitung an eine zentrale Steuer-Einheit
abgibt. Sollte die Bahnspannung zu gering sein, so gibt die Steuer-Einheit entsprechende
Signale an Motoren ab. Zur Erhöhung der Bahnspannung kann die Geschwindigkeit der
Haupt-Walze reduziert werden, um die die Deck-Bahn geführt ist. Genügt dies nicht,
so werden Spann-Walzen über den Motor verschwenkt, wodurch der Umschlingungs-Winkel
der Deck-Bahn um die Haupt-Walze zunimmt.
[0004] Die
JP 01-316257 A offenbart eine Anlage zur Herstellung von Wellpappe. Eine konstante Bahnspannung
wird erhalten, indem der Bremsdruck in Abhängigkeit eines Papierdurchmessers verändert
wird.
[0005] Nachteilig an diesen bekannten Anlagen beziehungsweise Vorrichtungen ist, dass die
Bahnspannung am Einlauf beziehungsweise Eingang der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung
im Allgemeinen nicht optimal ist. Dies kann wie bereits eingangs erwähnt zu Problemen
bei der Wellpappe-Fertigung führen.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Wellpappe-Anlage zu schaffen,
die eine gegenüber herkömmlichen Wellpappe-Anlagen verbesserte Bahnspannung, insbesondere
am Eingang der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung, aufweist. Ferner soll die Wellpappe-Anlage
einen besonders geringen Energie- bzw. Stromverbrauch und einen äußerst geringen Verschleiß
der Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtungen für die Änderung der Bahnspannung haben.
Ein entsprechendes Verfahren zur Herstellung von Wellpappe soll ebenfalls bereitgestellt
werden.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die in den unabhängigen Ansprüchen 1 und
16 angegebenen Merkmale gelöst. Der Kern der Erfindung liegt darin, dass eine erste
und mindestens eine zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung für die erste Material-Bahn
vorgesehen sind, wobei eine Veränderung, also Erhöhung oder Reduzierung, der Bahnspannung
der ersten Material-Bahn zunächst über die erste Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
und dann gegebenenfalls über die mindestens zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
erfolgt, die weiter entfernt als die erste Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung von
der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung angeordnet ist. Bei Bedarf werden also die Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtungen
von der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung in Richtung auf die erste Material-Vorrats-Vorrichtung
gehend betätigt. Die Bahnspannung der ersten Material-Bahn wird also stromaufwärts
bezogen auf deren Transport-Richtung von der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung aus
geregelt. Die mindestens zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung ist stromaufwärts
zu der ersten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung angeordnet. Faltenbildung kann so
äußerst wirksam verhindert werden. Ferner unterliegen die Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtungen
dann einem besonders geringen Verschleiß.
[0008] Es ist von Vorteil, wenn im Betrieb die erste Material-Bahn in der gesamten Wellpappe-Anlage
im Wesentlichen stets eine gewisse Bahn-Grundspannung aufweist. Die erste Material-Bahn
liegt dann an den Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtungen an und ist so in ihrer Bahnspannung
besonders gut und wirksam veränderbar. Insbesondere liegt dann die erste Material-Bahn
an den Walzen der Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtungen außenseitig in Umfangsrichtung
an.
[0009] Unter dem Ausdruck "eine mindestens zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung" oder
dergleichen wird hier verstanden, dass zwei oder mehr, also beispielsweise zwei, drei,
vier, fünf usw., Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtungen an der ersten Material-Bahn
vorgesehen sein können. Sofern vorhanden, ist die dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
stromaufwärts zu der zweiten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung angeordnet. Sofern
vorhanden, ist die vierte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung stromaufwärts zu der
dritten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung angeordnet. Sofern vorhanden, ist die
fünfte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung stromaufwärts zu der vierten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
angeordnet. Analoges gilt für etwaige weitere Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtungen.
[0010] Es ist von Vorteil, wenn die Bahnspannung der zweiten Material-Bahn von der mindestens
einen Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung unbeeinflusst bleibt.
[0011] Die Bahnspannung der ersten Material-Bahn ist somit stufenweise veränderbar. Es ist
von Vorteil, wenn jede Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung dabei eine Bahnspannungs-Veränderungs-Stufe
ergibt.
[0012] Die erste Material-Bahn kann eine Well-Bahn oder eine Deck-Bahn sein.
[0013] Unter Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtungen werden hier vorzugsweise Einrichtungen
verstanden, die direkt auf die Material-Bahnen, vorzugsweise mechanisch, einwirken
können, um deren Bahnspannung zu verändern. Dies kann beispielsweise durch die gezielte
Betätigung von Walzen, um die die Material-Bahnen geführt sind, und/oder durch Änderung
des Umschlingungs-Winkels der Material-Bahnen um die Walzen erfolgen.
[0014] Bei den Bahnspannungs-Informationen kann es sich beispielsweise um Informationen
bzw. Werte handeln, die direkte Bahnspannungen repräsentieren oder aus denen Bahnspannungen
berechnet werden können.
[0015] Bei den Bahnspannungs-Regelungs-Signalen handelt es sich vorzugsweise um elektrische
Signale, die geeignet sind, die Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtungen zu betätigen.
[0016] Unter dem Ausdruck "in datenübertragender Weise in Verbindung stehen" wird eine Verbindung
verstanden, die imstande ist, Daten bzw. Signale zu übertragen. Eine derartige Verbindung
kann beispielsweise durch Elektroleitungen, optische Leitungen, Kabel, Funk, Infrarot,
Bluetooth oder dergleichen gebildet sein.
[0017] Vorzugsweise erhöht die erste Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung im Einsatz die
Bahnspannung der ersten Material-Bahn bis zu dem ersten Bahnspannungs-Grenzwert, wobei
dann bei Bedarf die mindestens zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung die Bahnspannung
der ersten Material-Bahn über den ersten Bahnspannungs-Grenzwert hinaus erhöht.
[0018] Vorzugsweise reduziert die erste Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung im Einsatz die
Bahnspannung der ersten Material-Bahn bis zu dem ersten Bahnspannungs-Grenzwert, wobei
dann bei Bedarf die mindestens zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung die Bahnspannung
der ersten Material-Bahn über den ersten Bahnspannungs-Grenzwert hinaus weiter reduziert.
[0019] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0020] Die Ausgestaltung nach Anspruch 2 ermöglicht eine weitere Anpassung der Bahnspannung
der ersten Material-Bahn. Insbesondere ist so eine Anpassung der Bahnspannung quasi
über den gesamten Verlauf der ersten Material-Bahn möglich. Der mindestens eine Bahnspannungs-Regelungs-Apparat
ist vorzugsweise im Wesentlichen entsprechend der ersten bzw. zweiten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
ausgebildet.
[0021] Durch die Ausgestaltung nach Anspruch 3 ist auf besonders einfache und wirksame Weise
eine Erhöhung bzw. Reduzierung der Bahnspannung der ersten Material-Bahn möglich.
Das Brems-Mittel übt im Einsatz ein Brems-Moment auf die erste Material-Bahn aus,
während das Beschleunigungs-Mittel im Einsatz ein entsprechendes Beschleunigungs-Moment
auf die erste Material-Bahn ausübt.
[0022] Es ist gemäß Anspruch 4 von Vorteil, wenn das Brems-Mittel und/oder das Beschleunigungs-Mittel
durch eine mit der ersten Material-Bahn in Kontakt stehende Walze gebildet ist/sind.
Die Walze ist vorzugsweise im Querschnitt kreisringförmig oder kreisförmig ausgebildet.
Wenn die Walze abgebremst wird, wirkt die Walze als Brems-Mittel. Die Walze bildet
dagegen ein Beschleunigungs-Mittel, wenn diese beschleunigt wird.
[0023] Die Ausgestaltung nach Anspruch 5 zeichnet sich durch ihre Einfachheit aus. Es ist
von Vorteil, wenn der Antrieb ein Elektro-Antrieb ist.
[0024] Mit der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung nach Anspruch 6 ist beispielsweise einseitig
kaschierte oder mehrseitig kaschierte Wellpappe-Bahn herstellbar. Dazu werden günstigerweise
glatte Material-Bahnen bzw. Deck-Bahnen mit geriffelten Well-Bahnen in der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung
flächig verbunden. Die mindestens eine Riffel- bzw. Well-Bahn wird durch die mindestens
eine Riffel-Einrichtung wellenartig gerillt. Die Verbindungs-Einrichtung bildet vorzugsweise
eine herkömmliche Kaschier-Einrichtung.
[0025] Die Ausgestaltung nach Anspruch 7 führt zu einem äußerst kompakten und einfachen
Aufbau. Alternativ ist es möglich, dass die Bahnspannungs-Mess-Einrichtung und die
erste Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung getrennt voneinander ausgebildet bzw. angeordnet
sind.
[0026] Die Ausgestaltung nach Anspruch 8 erlaubt die Erzeugung endloser Material-Bahnen,
indem erste bzw. mindestens zweite Material-Bahnen jeweils endseitig miteinander verbunden
werden. Eine zu Ende gehende erste Material-Baln wird so mit einer neuen ersten Material-Bahn
verbunden. Alternativ ist die erste und/oder die mindestens zweite Material-Vorrats-Vorrichtung
als herkömmliche Abwickel-Vorrichtung ausgebildet, die jeweils eine Rolle einer jeweiligen
Material-Bahn lagert.
[0027] Die Ausgestaltung nach Anspruch 9 führt zu einer äußerst vorteilhaften Regelung der
Bahnspannung der ersten Material-Bahn.
[0028] Auch die Ausführung nach Anspruch 10 ergibt eine besonders vorteilhafte Regelung
der Bahnspannung der ersten Material-Bahn. Die Bahnspannung der ersten Material-Bahn
ist an der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung vorzugsweise 1,5 bis 6 mal, bevorzugter
2 bis 5 mal, am bevorzugtesten 3 bis 4 mal, größer als an der ersten Material-Vorrats-Vorrichtung.
[0029] Es ist von Vorteil, wenn die erste Material-Bahn bei der ersten Material-Vorrats-Vorrichtung
bereits eine Bahnspannung aufweist, die größer als Null ist. Vorteilhafterweise hat
die erste Material-Bahn also bereits bei der ersten Material-Vorrats-Vorrichtung eine
gewisse Bahn-Grundspannung. Auch bei der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung hat die
erste Material-Bahn vorzugsweise eine Bahnspannung, die größer als Null ist. Die erste
Material-Bahn hat vorteilhafterweise auch zwischen der ersten Material-Vorrats-Vorrichtung
und der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung eine Bahnspannung, die größer als Null ist.
Die Bahnspannung der ersten Material-Bahn wird vorzugweise von der ersten Material-Vorrats-Vorrichtung
in Richtung auf die Wellpappe-Produktions-Vorrichtung addiert. Günstigerweise wird
die Bahnspannung der ersten Material-Bahn von 1,5:1 bis 6:1, bevorzugter von 2:1 bis
5:1, am bevorzugtesten von 3:1 bis 4:1, addiert. Beispielsweise ist an der ersten
Material-Vorrats-Vorrichtung ein Bahnspannungswert von 50 N/m bis 400 N/m vorgebbar.
An der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung hat die erste Material-Bahn dann eine entsprechend
größere Bahnspannung.
[0030] Die Ansprüche 11 bis 15 betreffen bevorzugte Ausgestaltungen der mindestens dritten
Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung.
[0031] Vorzugsweise erhöhen die erste Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung im Einsatz die
Bahnspannung der ersten Material-Bahn bis zu dem ersten Bahnspannungs-Grenzwert und
die zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung im Einsatz die Bahnspannung der ersten
Material-Bahn bis zu einem zweiten Bahnspannungs-Grenzwert, wobei dann bei Bedarf
die mindestens dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung die Bahnspannung der ersten
Material-Bahn über den zweiten Bahnspannungs-Grenzwert hinaus erhöht.
[0032] Vorzugsweise reduzieren die erste Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung im Einsatz
die Bahnspannung der ersten Material-Bahn bis zu dem ersten Bahnspannungs-Grenzwert
und die zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung im Einsatz die Bahnspannung der
ersten Material-Bahn bis zu dem zweiten Bahnspannungs-Grenzwert, wobei dann bei Bedarf
die mindestens dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung die Bahnspannung der ersten
Material-Bahn über den zweiten Bahnspannungs-Grenzwert hinaus weiter reduziert.
[0033] Die Ausgestaltungen nach den Ansprüchen 17 und 18 ermöglichen eine besonders vorteilhafte
Regelung der Bahnspannung der ersten Material-Bahn.
[0034] Vorzugsweise erhöht die erste Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung im Wesentlichen
bis zu ihrer maximalen Regelungs-Leistung die Bahnspannung der ersten Material-Bahn
und erst dann kommt bei Bedarf die mindestens zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
zum weiteren Erhöhen der Bahnspannung der ersten Material-Bahn zum Einsatz.
[0035] Vorzugsweise reduziert die erste Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung im Wesentlichen
bis zu ihrer maximalen Regelungs-Leistung die Balmspannung der ersten Material-Bahn
und erst dann kommt bei Bedarf die mindestens zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
zum weiteren Reduzieren der Bahnspannung der ersten Material-Bahn zum Einsatz.
[0036] Die Ausgestaltungen nach den Ansprüchen 25 bis 33 betreffen bevorzugte Ausgestaltungen
der mindestens dritten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung.
[0037] Vorzugsweise erhöhen die erste und zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung im
Wesentlichen bis zu ihrer jeweiligen maximalen Regelungs-Leistung die Bahnspannung
der ersten Material-Bahn und erst dann kommt bei Bedarf die mindestens dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
zum weiteren Erhöhen der Bahnspannung der ersten Material-Bahn zum Einsatz.
[0038] Vorzugsweise reduzieren die erste und zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
im Wesentlichen bis zu ihrer jeweiligen maximalen Regelungs-Leistung die Bahnspannung
der ersten Material-Bahn und erst dann kommt bei Bedarf die mindestens dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
zum weiteren Reduzieren der Bahnspannung der ersten Material-Bahn zum Einsatz.
[0039] Es ist von Vorteil, wenn die erste Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung einen ersten
Bahnspannungs-Grenzwert hat bzw. vorgibt. Es ist von Vorteil, wenn die zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
einen zweiten Bahnspannungs-Grenzwert hat bzw. vorgibt. Analoges gilt vorzugsweise
für etwaige weitere Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtungen.
[0040] Eine Kombination der Gegenstände nach den unabhängigen Ansprüchen 1 und 16 miteinander
sowie der Gegenstände der auf diese rückbezogenen Unteransprüche ist möglich. Eine
Kombination eines unabhängigen Anspruchs mit einem Unteranspruch bzw. mit Unteransprüchen
des anderen unabhängigen Anspruchs ist möglich.
[0041] Nachfolgend werden unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung zwei bevorzugte
Ausführungsformen der Erfindung beispielhaft beschrieben. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Wellpappe-Anlage gemäß einer ersten
Ausführungsform, und
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Wellpappe-Anlage gemäß einer zweiten
Ausführungsform.
[0042] Einander entsprechende Teile bzw. Komponenten sind in den Figuren 1 und 2 mit denselben
Bezugszeichen versehen. Auch Einzelheiten der im Folgenden näher erläuterten Ausführungsformen
können für sich genommen eine Erfindung darstellen oder Teil eines Erfindungsgegenstands
sein.
[0043] Eine Wellpappe-Anlage zur Herstellung einer einseitig kaschierten Wellpappe-Bahn
1 weist eine erste Splice-Vorrichtung 2, eine zweite Splice-Vorrichtung 3 und eine
Wellpappe-Produktions-Vorrichtung 4 auf. Die erste Splice-Vorrichtung 2 umfasst zum
Abrollen einer endlichen ersten Material-Bahn 5 von einer ersten Material-Rolle 6
eine erste Abroll-Einheit 7 und zum Abrollen einer weiteren endlichen ersten Material-Bahn
von einer weiteren ersten Material-Rolle 8 eine weitere erste Abroll-Einheit 9. Die
endlichen ersten Material-Bahnen 5 werden zum Bereitstellen einer ersten Endlos-Material-Bahn
10 mittels einer nicht dargestellten Verbinde-Einheit der ersten Splice-Vorrichtung
2 verbunden. Bei jedem Verbinden endlicher erster Material-Bahnen 5 entsteht in der
ersten Endlos-Material-Bahn 10 eine Verbindungs-Naht, die quer zu der Endlos-Material-Bahn
10 verläuft und gegebenenfalls mittels einer Querschneide-Einrichtung aus dieser wieder
herausgetrennt wird.
[0044] Die zweite Splice-Vorrichtung 3 ist entsprechend der ersten Splice-Vorrichtung 2
aufgebaut und umfasst zum Abrollen einer endlichen zweiten Material-Bahn 11 von einer
zweiten Material-Rolle 12 eine zweite Abroll-Einheit 13 und zum Abrollen einer weiteren
zweiten endlichen Material-Bahn von einer weiteren zweiten Material-Rolle 14 eine
weitere zweite Abroll-Einheit 15. Die endlichen zweiten Material-Bahnen 11 werden
zum Bereitstellen einer zweiten Endlos-Material-Bahn 16 mittels einer nicht näher
dargestellten Verbinde-Einheit der zweiten Splice-Vorrichtung 3 miteinander verbunden.
Bei jedem Verbinden endlicher zweiter Material-Bahnen 11 entsteht in der zweiten Endlos-Material-Bahn
16 eine Verbindungs-Naht, die quer zu der zweiten Endlos-Material-Bahn 16 verläuft
und gegebenenfalls aus Qualitätsgründen aus dieser mittels einer Querschneide-Einrichtung
herausgetrennt wird.
[0045] Die beiden Endlos-Material-Bahnen 10, 16 werden der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung
4 zugeführt. Die Wellpappe-Produktions-Vorrichtung 4 zur Herstellung einer einseitig
kaschierten Wellpappe-Bahn 1 ist allgemein bekannt, beispielsweise aus der
EP 0 687 552 A2 (entspricht
US-Patent 5 632 850), der
DE 195 36 007 A1 (entspricht
GB 2 305 675 A) oder der
DE 43 05 158 A1, worauf bezüglich der Einzelheiten verwiesen wird. In der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung
4 befindet sich eine Riffel-Einrichtung (nicht dargestellt), die günstigerweise eine
um eine erste Dreh-Achse drehbar gelagerte erste Riffel-Walze und eine um eine zweite
Dreh-Achse drehbar gelagerte zweite Riffel-Walze umfasst. Die Dreh-Achsen verlaufen
parallel zueinander. Die Riffel-Walzen bilden einen Riffel-Spalt aus. Durch den Riffel-Spalt
ist die erste oder zweite Endlos-Material-Bahn 10, 16 hindurchführbar, wodurch diese
geriffelt wird. Eine endlose Well-Bahn liegt dann nach den Riffel-Walzen vor. Es wird
hier davon ausgegangen, dass bei dieser Ausführungsform der Erfindung die erste Endlos-Material-Bahn
10 geriffelt wird.
[0046] Zum Verbinden der geriffelten ersten Endlos-Material-Bahn 10 mit der ungeriffelten
zweiten Endlos-Material-Bahn 16 zu der einseitig kaschierten Wellpappe-Bahn 1 weist
die Wellpappe-Produktions-Vorrichtung 4 ferner vorteilhafterweise eine Verbindungs-Einrichtung
(nicht dargestellt) auf. Die Verbindungs-Einrichtung hat vorzugsweise ein Leimwerk
und eine Kaschier-Einheit. Sie umfasst eine Leimauftrags-Walze, eine Leimdosierungs-Walze,
einen Leim-Behälter und zwei Anpress-Walzen. Zum Durchführen und Beleimen der geriffelten
ersten Endlos-Material-Bahn 10 bildet die Leimauftrags-Walze mit der zweiten Riffel-Walze
einen Walzen-Spalt aus, wobei die Leimauftrags-Walze zum Auftragen von Leim teilweise
innerhalb des Leim-Behälters angeordnet ist. Die Leimdosierungs-Walze liegt gegen
die Leimauftrags-Walze an und dient zum Ausbilden einer gleichmäßigen Leimschicht
auf der Leimauftrags-Walze. Zum Anpressen der mit Leim versehenen ersten geriffelten
Endlos-Material-Bahn 10 bildet die eine Anpress-Walze mit der zweiten Riffel-Walze
einen Walzen-Spalt aus, durch den die erste geriffelte Endlos-Material-Bahn 10 und
die zweite ungeriffelte Endlos-Material-Bahn 16 gleichzeitig geführt werden. Anders
ausgebildete Verbindungs-Einrichtungen können alternativ Anwendung finden.
[0047] Zum Zwischenspeichern und Puffern der einseitig kaschierten Wellpappe-Bahn 1 wird
diese einer Speicher-Einrichtung 17 zugeführt, wobei die einseitig kaschierte Wellpappe-Bahn
1 in der Speicher-Einrichtung 17 eine Transport-Richtung 18 aufweist. Die Wellpappe-Bahn
1 bildet in der Speicher-Einrichtung 17 Schleifen 19 aus. Die Speicher-Einrichtung
17 ist tischartig ausgebildet und ist auch als Brücke bekannt.
[0048] Zur Erzeugung einer zweiseitig kaschierten Wellpappe-Bahn ist eine dritte Splice-Vorrichtung
vorgesehen, wobei die dritte Bahn mit der einseitig kaschierten Wellpappe-Bahn 1 in
bekannter Weise verklebt wird.
[0049] Zur Regelung der Bahnspannung der ersten Endlos-Material-Bahn 10 ist eine Bahnspannungs-Mess-Regelungs-Anordnung
vorgesehen, die zwischen der ersten Splice-Vorrichtung 2 und der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung
4 angeordnet ist. Die Bahnspannungs-Mess-Regelungs-Anordnung umfasst eine Bahnspannungs-Mess-Regelungs-Vorrichtung
20, die wiederum eine Bahnspannungs-Mess-Einrichtung 21 zum Messen der Bahnspannung
der ersten Endlos-Material-Bahn 10 und eine erste Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
22 zum Regeln der Bahnspannung der ersten Endlos-Material-Bahn 10 aufweist. Ferner
hat die Bahnspannungs-Mess-Regelungs-Anordnung eine zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
23 zum weiteren Regeln der Bahnspannung der ersten Endlos-Material-Bahn 10. Die Bahnspannungs-Mess-Regelungs-Vorrichtung
20 ist zwischen der zweiten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 23 und der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung
4 angeordnet. Ferner ist die Bahnspannungs-Mess-Einrichtung 21 zwischen der ersten
Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 22 und der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung 4
angeordnet. Die zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 23 ist stromaufwärts zu
der ersten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 22 angeordnet.
[0050] Die Bahnspannungs-Mess-Einrichtung 21 misst die Bahnspannung der ersten Endlos-Material-Bahn
10 und gibt über eine Leitung 24 ein entsprechendes elektrisches Mess-Signal an eine
zentrale, elektronische Informations-Verarbeitungs-Einheit 25 ab. Sie kann beispielsweise
als Mess-Walze ausgebildet sein, deren Achse quer verschiebbar ist. Diese Achsbewegung
kann dann detektiert werden.
[0051] Die erste und zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 22 und 23 umfassen jeweils
eine Haupt-Walze 26 bzw. 27. Die Haupt-Walzen 26, 27 sind drehantreibbar bzw. abbremsbar.
Dafür sind den Haupt-Walzen 26, 27 elektrische Antriebe 29 bzw. 30 zugeordnet. Die
Informations-Verarbeitungs-Einheit 25 steht über Leitungen 31 und 32 mit den Antrieben
29 bzw. 30 in Daten-übertragender Weise in Verbindung bzw. in Signal-Verbindung.
[0052] Ferner hat die erste Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 22 eine Neben-Walze 33,
die mit der Haupt-Walze 26 einen Walzen-Spalt für die erste Endlos-Material-Bahn 10
bildet. Die Neben-Walze 33 ist in ihrer Gesamtheit um die Achse der Haupt-Walze 26
verschwenkbar. Dafür ist die Neben-Walze 33 über einen entsprechenden Lager-Arm 34
entsprechend gelagert.
[0053] Die zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 23 umfasst dagegen zwei aneinander
gekoppelte Neben-Walzen 35, die mit der Haupt-Walze 27 einen Walzen-Spalt bilden.
Die Neben-Walzen 35 sind um die Achse der Haupt-Walze 27 insgesamt verschwenkbar.
Dafür sind sie in einem Lager-Gestell 36 entsprechend gelagert.
[0054] Die Bahnspannungs-Mess-Regelungs-Anordnung umfasst außerdem eine dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
53 zum weiteren Regeln der Bahnspannung der ersten Endlos-Material-Bahn 10. Die dritte
Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 53 ist stromaufwärts zu der zweiten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
23 an der ersten Material-Bahn 5, 10 angeordnet. Sie befindet sich so zwischen der
zweiten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 23 und der ersten Splice-Vorrichtung 2.
[0055] Die dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 53 umfasst eine Haupt-Walze 54, die
drehantreibar bzw. abbremsbar ist. Dafür ist der Haupt-Walze 54 ein elektrischer Antrieb
55 zur Betätigung zugeordnet. Die erste Endlos-Material-Bahn 10 liegt bereichsweise
umfangsseitig an der Haupt-Walze 54 an.
[0056] Die Informations-Verarbeitungs-Einheit 25 steht über eine Leitung 56 mit dem Antrieb
55 in Daten-übertragender Weise in Verbindung bzw. in Signal-Verbindung. Der Antrieb
55 empfängt entsprechende Bahnspannungs-Informationen zu der ersten Material-Bahn
5, 10 von der Informations-Verarbeitungs-Einheit 25.
[0057] Die Informations-Verarbeitungs-Einheit 25 steht ferner mit der ersten Material-Rolle
6 und der weiteren ersten Material-Rolle 8 in Datenübertragender Weise in Verbindung,
um auch dort die Bahnspannung der ersten Material-Bahn 5 zu regeln. Dafür ist die
Informations-Verarbeitungs-Einheit 25 mit einer weiteren elektronischen Informations-Verarbeitungs-Einheit
37 in datenübertragender Weise verbunden. Die weitere Informations-Verarbeitungs-Einheit
37 ist über Leitungen 38 bzw. 39 mit der ersten Material-Rolle 6 bzw. der weiteren
ersten Material-Rolle 8 in datenübertragender Weise verbunden. Genauer betrachtet
sind die Leitungen 38 und 39 jeweils mit einem Bahnspannungs-Regelungs-Apparat (nicht
dargestellt) in datenübertragender Weise verbunden, der der ersten Material-Rolle
6 bzw. der weiteren ersten Material-Rolle 8 zugeordnet sind. Die Informations-Verarbeitungs-Einheiten
25 und 37 können zu einer gemeinsamen Einheit zusammengefasst sein.
[0058] Zwischen der zweiten Splice-Vorrichtung 3 und der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung
4 sind ein erster bzw. ein zweiter Bahnspannungs-Regler 40, 41 zur Regelung der Bahnspannung
der zweiten Endlos-Material-Bahn 16 angeordnet. Der erste und zweite Bahnspannungs-Regler
40, 41 weisen wieder eine Haupt-Walze 42 bzw. 43 auf, die durch einen Antrieb 44 bzw.
45 beschleunigbar und/oder abbremsbar sind. Den Haupt-Walzen 42, 43 sind Neben-Walzen
46 bzw. 47 zugeordnet, die um die Achse der jeweiligen Haupt-Walze 42 bzw. 43 insgesamt
verschwenkbar sind und mit diesen jeweils einen Walzen-Spalt für die zweite Endlos-Material-Bahn
16 bilden. Die Antriebe 44 bzw. 45 stehen vorzugsweise nicht mit den Informations-Verarbeitungs-Einheiten
25 bzw. 37 in Daten-übertragender Weise in Verbindung. Eine derartige Verbindung ist
aber alternativ möglich.
[0059] Nachfolgend wird die Funktion bzw. der Betrieb der Wellpappe-Anlage beschrieben.
Die erste Material-Bahn 5 wird von der ersten Material-Rolle 6 abgerollt. Die erste
Material-Bahn 5 bzw. die erste Endlos-Material-Bahn 10 wird dann über Umlenk-Walzen
48 zu der dritten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 53 geführt, wo sie bereichsweise
um die Haupt-Walze 54 läuft. Von der dritten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 53
wird die erste Material-Bahn 5 bzw. die erste Endlos-Material-Bahn 10 dann zu der
zweiten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 23 geführt, wo sie durch den Walzen-Spalt
zwischen den Neben-Walzen 35 und der Haupt-Walze 27 läuft. Die erste Material-Bahn
5 bzw. die erste Endlos-Material-Bahn 10 läuft dann nach der zweiten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
23 in die erste Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 22, wo sie durch den Walzen-Spalt
zwischen der Neben-Walze 33 und der Haupt-Walze 26 läuft. Die erste Material-Bahn
5 bzw. die erste Endlos-Material-Bahn 10 läuft dann in die Wellpappe-Produktions-Vorrichtung
4 über deren Eingang.
[0060] Die dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 53 ist also stromabwärts zu der ersten
Splice-Vorrichtung 2 angeordnet, wobei die dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
53 wiederum stromaufwärts zu der ersten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 22 und
stromaufwärts zu der zweiten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 23 angeordnet ist.
[0061] Die zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 23 ist also stromabwärts zu der ersten
Splice-Vorrichtung 2 angeordnet, wobei die erste Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
22 wiederum stromabwärts zu der zweiten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 23 angeordnet
ist. Die Wellpappe-Produktions-Vorrichtung 4 ist wiederum stromabwärts zu der ersten
Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 22 angeordnet.
[0062] Die zweite Material-Bahn 11 wird von der zweiten Material-Rolle 12 abgerollt. Die
zweite Material-Bahn 11 bzw. die zweite Endlos-Material-Bahn 16 wird über Umlenk-Walzen
49 zu dem ersten Bahnspannungs-Regler 40 geführt, wo sie durch den zwischen den Neben-Walzen
46 und der Haupt-Walze 42 gebildeten Walzen-Spalt läuft. Die zweite Material-Bahn
11 bzw. die zweite Endlos-Material-Bahn 16 wird dann in den zweiten Bahnspannungs-
Regler 41 geführt, in dem sie durch den durch die Neben-Walze 47 und die Haupt-Walze
43 gebildeten Walzen-Spalt läuft. Die zweite Material-Bahn 11 bzw. die zweite Endlos-Material-Bahn
16 gelangt dann in die Wellpappe-Produktions-Vorrichtung 4 über deren Eingang.
[0063] Die erste Material-Bahn 5 bzw. die erste Endlos-Material-Bahn 10 wird in einer Transport-Richtung
50 von der ersten Splice-Vorrichtung 2 aus gefördert, während die zweite Material-Bahn
11 bzw. die zweite Endlos-Material-Bahn 16 von der zweiten Splice-Vorrichtung 3 aus
in einer Transport-Richtung 51 transportiert wird.
[0064] Wie bereits erwähnt, wird die Well-Bahn gebildet, indem die erste Material-Bahn 5
bzw. die erste Endlos-Material-Bahn 10 durch den zwischen den Riffel-Walzen vorliegenden
Riffel-Spalt geführt wird. Die Well-Bahn wird dann durch den Walzen-Spalt geführt,
der zwischen der zweiten Riffel-Walze und der Leimauftrags-Walze gebildet ist. Die
mit Leim versehene Well-Bahn und die zweite Material-Bahn 11 bzw. die zweite Endlos-Material-Bahn
16 werden dann durch den Walzen-Spalt geführt, der zwischen den beiden Anpress-Walzen
vorliegt. Die als Deck-Bahn dienende zweite Material-Bahn 11 bzw. zweite Endlos-Material-Bahn
16 wird so mit der geriffelten Well-Bahn 5, 10 verklebt.
[0065] Die entstandene einseitig kaschierte Wellpappe-Bahn 1 wird dann zum Zwischenspeichern
und Puffern von dem Ausgang der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung 4 der Speicher-Einrichtung
17 zugeführt, wo die Wellpappe-Bahn 1 entlang der Transport-Richtung 18 transportiert
wird.
[0066] Die Informations-Verarbeitungs-Einheit 25 regelt die Wellpappe-Anlage. Dabei empfängt
die Informations-Verarbeitungs-Einheit 25 über die Leitung 24 elektrische Bahnspannungs-Informationen
bzw. Mess-Signale von der Bahnspannungs-Mess-Einrichtung 21. In der Informations-Verarbeitungs-Einheit
25 werden die gemessenen Bahnspannungs-Informationen verarbeitet. Der Informations-Verarbeitungs-Einheit
25 werden die Informationen derart bereitgestellt, dass der Informations-Verarbeitungs-Einheit
25 bekannt ist, wann sich die Bahnspannung der ersten Material-Bahn 5 bzw. der ersten
Endlos-Material-Bahn 10 an der Bahnspannungs-Mess-Einrichtung 21 ändert, das heißt
erhöht oder erniedrigt. In Abhängigkeit der durch die Bahnspannungs-Mess-Einrichtung
21 ermittelten Bahnspannung wird der erste Antrieb 29 der ersten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
22 angesteuert.
[0067] Ist der von der Bahnspannungs-Mess-Einrichtung 21 gemessene Bahnspannungs-Wert der
ersten Material-Bahn 5 bzw. der ersten Endlos-Material-Bahn 10 anders als ein Bahnspannungs-Sollwert,
so wird der Antrieb 29 über die Leitung 31 durch die Informations-Verarbeitungs-Einheit
25 betätigt. Ist der von der Bahnspannungs-Mess-Einrichtung 21 gemessene Bahnspannungs-Wert
der ersten Material-Bahn 5 bzw. der ersten Endlos-Material-Bahn 10 kleiner als der
Bahnspannungs-Sollwert, so wird durch den Antrieb 29 das Brems-Moment der Haupt-Walze
26 erhöht bzw. das Antriebs-Moment der Haupt-Walze 26 reduziert, was eine Erhöhung
des Bahnspannungs-Istwerts der ersten Material-Bahn 5 bzw. der ersten Endlos-Material-Bahn
10 bewirkt. Die Bahnspannung wird dabei bis zu einem vorbestimmten ersten Bahnspannungs-Grenzwert
durch den Antrieb 29 verändert.
[0068] Ist der von der Bahnspannungs-Mess-Einrichtung 21 gemessene Bahnspannungs-Istwert
größer als der Bahnspannungs-Sollwert, so wird durch den Antrieb 29 das Brems-Moment
der Haupt-Walze 26 reduziert bzw. das Antriebs-Moment der Haupt-Walze 26 erhöht, was
eine entsprechende Reduzierung des Bahnspannungs-Istwerts herbeiführt.
[0069] Falls ein Ändern der Bahnspannung über den ersten Bahnspannungs-Grenzwert erforderlich
ist, so betätigt die Informations-Verarbeitungs-Einheit 25 über die Leitung 32 den
zweiten Antrieb 30. Durch den Antrieb 30 wird das durch den Antrieb 29 aufgebrachte
Moment der Haupt-Walze 26 verstärkt. Wenn also der Antrieb 29 über die Haupt-Walze
26 ein Brems-Moment auf die erste Material-Bahn 5 bzw. die erste Endlos-Material-Bahn
10 aufbringt, so bringt auch der Antrieb 30 über die Haupt-Walze 27 ein Brems-Moment
auf die erste Material-Bahn 5 bzw. die erste Endlos-Material-Bahn 10 auf. Umgekehrt
gilt auch, dass der Antrieb 30 über die Haupt-Walze 26 ein Antriebs-Moment auf die
erste Material-Bahn 5 bzw. die erste Endlos-Material-Bahn 10 aufbringt, wenn der Antrieb
29 über die Haupt-Walze 27 ein Antriebs-Moment auf die erste Material-Bahn 5 bzw.
die erste Endlos-Material-Bahn 10 aufbringt. Der Antrieb 29 gibt bei dem ersten Bahnspannungs-Grenzwert
ein maximales Moment ab. Die Umschlingungs-Winkel um die Haupt-Walzen 26, 27 können
bei der Veränderung der Bahnspannung konstant bleiben.
[0070] Die Bahnspannung der ersten Material-Bahn 5 ist dabei derart eingestellt, dass sie
an der ersten Splice-Vorrichtung 2 bzw. an der gerade aktiven Material-Rolle 6, 8
kleiner, vorzugsweise wesentlich kleiner, als am Eingang der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung
4 ist.
[0071] Ferner wird die zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 23 derart betätigt, dass
der Bahnspannungs-Sollwert an der ersten Splice-Vorrichtung 2 bei einem Minimum, aber
größer Null, ist.
[0072] Die zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 23 wird zur weiteren Reduzierung der
Bahnspannung der ersten Material-Bahn 5, 10 betätigt, wenn die durch die Bahnspannungs-Mess-Einrichtung
21 gemessene Bahnspannung der ersten Material-Bahn 5, 10 größer als ein Bahnspannungs-Sollwert
der ersten Material-Bahn 5, 10 ist und die erste Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
22 bereits auf maximale Bahnspannungs-Reduzierung eingestellt ist.
[0073] Die zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 23 wird zur weiteren Erhöhung der
Bahnspannung der ersten Material-Bahn 5, 10 betätigt, wenn die durch die Bahnspannungs-Mess-Einrichtung
21 gemessene Bahnspannung der ersten Material-Bahn 5, 10 kleiner als ein Bahnspannungs-Sollwert
der ersten Material-Bahn 5, 10 ist und die erste Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
22 bereits auf maximale Bahnspannungs-Erhöhung eingestellt ist.
[0074] Das oben geschilderte Verfahren zur Steuerung der Bahnspannung erfolgt grundsätzlich
so, dass die Bahnspannung an der ersten Splice-Vorrichtung 2 bzw. Material-Vorrats-Einrichtung
möglichst gering ist. Die Bahnspannung der ersten Material-Bahnen 5, 10, die in die
Wellpappe-Produktions-Vorrichtung 4 einlaufen, wird stromaufwärts der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung
4 eingestellt. An der jeweiligen ersten Material-Bahn 5, 10 wird zunächst die Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
22 in Aktion gebracht, die unmittelbar stromaufwärts von der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung
4 angeordnet ist. Genügt beispielsweise das von dieser Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
22 aufgebrachte Bremsmoment nicht, so wird die jeweils stromaufwärts dahinter befindliche
Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 23, 53 zusätzlich zur Bahnspannungserhöhung aktiviert.
[0075] Falls ein Ändern der Bahnspannung über den zweiten Bahnspannungs-Grenzwert erforderlich
ist, so betätigt die Informations-Verarbeitungs-Einheit 25 über die Leitung 56 den
dritten Antrieb 55. Durch den Antrieb 55 wird das durch die Haupt-Walzen 26, 27 aufgebrachte
Moment verstärkt. Wenn also der Antrieb 29 über die Haupt-Walze 26 und der Antrieb
30 über die Haupt-Walze 27 jeweils ein Brems-Moment auf die erste Material-Bahn 5
bzw. die erste Endlos-Material-Bahn 10 aufbringen, so bringt auch der Antrieb 55 über
die Haupt-Walze 54 ein entsprechendes Brems-Moment auf.
[0076] Umgekehrt gilt auch, dass bei Bedarf der Antrieb 55 über die Haupt-Walze 54 ein Antriebs-Moment
auf die erste Material-Bahn 5 bzw. die erste Endlos-Material-Bahn 10 aufbringt, wenn
der Antrieb 29 über die Haupt-Walze 27 und der Antrieb 30 über die Haupt-Walze 26
jeweils ein Antriebs-Moment auf die erste Material-Bahn 5 bzw. die erste Endlos-Material-Bahn
10 aufbringen.
[0077] Die Antriebe 29, 30 geben bei dem zweiten Bahnspannungs-Grenzwert ein maximales Moment
ab, ab dem der Antrieb 55 aktiv wird.
[0078] Ferner wird auch die dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 53 derart betätigt,
dass der Bahnspannungs-Sollwert an der ersten Splice-Vorrichtung 2 bei einem Minimum,
aber größer Null, ist.
[0079] Die dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 53 wird zur weiteren Reduzierung der
Bahnspannung der ersten Material-Bahn 5, 10 betätigt, wenn die durch die Bahnspannungs-Mess-Einrichtung
21 gemessene Bahnspannung der ersten Material-Bahn 5, 10 größer als ein Bahnspannungs-Sollwert
der ersten Material-Bahn 5, 10 ist und die erste und zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
22, 23 bereits auf maximale Bahnspannungs-Reduzierung eingestellt sind.
[0080] Die dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 53 wird zur weiteren Erhöhung der
Bahnspannung der ersten Material-Bahn 5, 10 betätigt, wenn die durch die Bahnspannungs-Mess-Einrichtung
21 gemessene Bahnspannung der ersten Material-Bahn 5, 10 kleiner als ein Bahnspannungs-Sollwert
der ersten Material-Bahn 5, 10 ist und die erste und zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
22, 23 bereits auf maximale Bahnspannungs-Erhöhung eingestellt sind.
[0081] Genügt beispielsweise das von der zweiten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 23
aufgebrachte Brems-Moment nicht, so wird die jeweils stromaufwärts dahinter befindliche
dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 53 zusätzlich zur Bahnspannungs-Erhöhung
aktiviert.
[0082] Auf die Weise kann die an der ersten Splice-Vorrichtung 2 erzeugte Bahnspannung möglichst
gering sein, geringer als der Sollwert an der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung 4,
der üblicherweise das Drei- bis Vierfache der Bahnspannung an der Splice-Vorrichtung
2 ist. Die geringere Bahnspannung an der Splice-Vorrichtung 2 hat den Vorteil, dass
dadurch die Faltenbildung in der Splice-Vorrichtung 2 minimiert wird. Wie bereits
erwähnt, ist die an der ersten Splice-Vorrichtung 2 erzeugte Bahnspannung möglichst
gering, aber größer als Null.
[0083] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf Figur 2 die zweite Ausführungsform der Erfindung
beschrieben. Identische Bauteile erhalten dieselben Bezugszeichen wie bei der vorherigen
Ausführungsform, auf die hiermit verwiesen wird. Im Gegensatz zu der ersten Ausführungsform
wird bei der Ausführungsform gemäß Figur 2 die zweite Material-Bahn 11 bzw. die zweite
Endlos-Material-Bahn 16 geriffelt. Die ersten Material-Bahnen 5, 10 sind hier ungeriffelte
Deck-Bahnen und werden wieder geregelt. Ausgehend von der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung
4 sind hier in stromaufwärtiger Richtung an der ersten Material-Bahn 5 die Bahnspannungs-Mess-Regelungs-Vorrichtung
20 mit der Bahnspannungs-Mess-Einrichtung 21 und der ersten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
22, die zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 23 und die dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
53 angeordnet. Stromaufwärts zu der dritten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 53
ist die erste Material-Vorrats-Vorrichtung 2 angeordnet, von der die erste Material-Bahn
5 abgegeben wird. Bei Bedarf werden die Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtungen 22,
23, 53 wieder von der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung 4 aus in Richtung auf die
erste Material-Vorrats-Vorrichtung 2 gehend betätigt.
[0084] Gemäß einer alternativen Ausführungsform sind die zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
23 und die dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 53 zueinander vertauscht angeordnet.
Die zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 23 bildet dann die dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung,
während die dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 53 die zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
bildet.
[0085] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird die Bahnspannung der ersten und
zweiten Material-Bahn 5, 11 bzw. der ersten und zweiten Endlos-Material-Bahn 10, 16
verändert. Ausgehend von der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung 4 sind hier in stromaufwärtiger
Richtung sowohl an der ersten Material-Bahn 5 als auch an der zweiten Material-Bahn
11 jeweils die Bahnspannungs-Mess-Regelungs-Vorrichtung 20 mit der Bahnspannungs-Mess-Einrichtung
21 und der ersten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 22, die zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
23 und die dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 53 angeordnet. Stromaufwärts
zu der einen dritten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 53 ist die erste Material-Vorrats-Vorrichtung
2 angeordnet, von der die erste Material-Bahn 5 abgegeben wird. Stromaufwärts zu der
anderen dritten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung 53 ist die zweite Material-Vorrats-Vorrichtung
3 angeordnet, von der die zweite Material-Bahn 11 abgegeben wird. Bei Bedarf werden
die Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtungen 22, 23, 53 wieder von der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung
4 aus in Richtung auf die erste Material-Vorrats-Vorrichtung 2 bzw. auf die zweite
Material-Vorrats-Vorrichtung 3 gehend betätigt.
1. Wellpappe-Anlage zur Herstellung von Wellpappe mit
a) einer ersten Material-Vorrats-Vorrichtung (2) zum Abgeben einer ersten Material-Bahn
(5, 10),
b) mindestens einer zweiten Material-Vorrats-Vorrichtung (3) zum Abgeben mindestens
einer zweiten Material-Bahn (11, 16),
c) einer Wellpappe-Produktions-Vorrichtung (4) zum Erzeugen einer mindestens einseitig
kaschierten Wellpappe-Bahn (1) aus der ersten Material-Bahn (5, 10) und der mindestens
zweiten Material-Bahn (11, 16),
d) einer Bahnspannungs-Mess-Regelungs-Anordnung, die zwischen der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung
(4) und der ersten Material-Vorrats-Vorrichtung (2) angeordnet ist, wobei die Bahnspannungs-Mess-Regelungs-Anordnung
umfasst
i) eine Bahnspannungs-Mess-Regelungs-Vorrichtung (20) mit einer Bahnspannungs-Mess-Einrichtung
(21) zum Messen der Bahnspannung der ersten Material-Bahn (5, 10) und einer ersten
Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (22) zum Regeln der Bahnspannung der ersten Material-Bahn
(5, 10), und
ii) mindestens eine zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (23) zum weiteren Regeln
der Bahnspannung der ersten Material-Bahn (5, 10), wobei die Bahnspannungs-Mess-Regelungs-Vorrichtung
(20) zwischen der zweiten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (23) und der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung
(4) angeordnet ist, und
iii) eine Informations-Verarbeitungs-Einheit (25), die
- mit der Bahnspannungs-Mess-Regelungs-Vorrichtung (20) in Daten-übertragender Weise
in Verbindung steht,
- mit der zweiten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (23) in Daten-übertragender
Weise in Verbindung steht,
- Bahnspannungs-Informationen zu der ersten Material-Bahn (5, 10) von der Bahnspannungs-Mess-Einrichtung
(21) empfängt,
- derart ausgebildet ist, dass sie zum Verändern der Bahnspannung der ersten Material-Bahn
(5, 10) bis zu einem ersten Bahnspannungs-Grenzwert Bahnspannungs-Regelungs-Signale
an die erste Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (22) zur Betätigung derselben sendet,
und
- derart ausgebildet ist, dass sie zum Verändern der Bahnspannung der ersten Material-Bahn
(5, 10) über den ersten Bahnspannungs-Grenzwert hinaus Bahnspannungs-Regelungs-Signale
an die zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (23) zur Betätigung derselben sendet.
2. Wellpappe-Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der ersten Material-Vorrats-Vorrichtung (2) mindestens ein Bahnspannungs-Regelungs-Apparat
vorgesehen ist, der mit der Informations-Verarbeitungs-Einheit (25) zur Veränderung
der Bahnspannung der ersten Material-Bahn (5, 10) bei der ersten Material-Vorrats-Vorrichtung
(2) in Daten-übertragender Weise in Verbindung steht.
3. Wellpappe-Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder die mindestens zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (22,
23) ein Brems-Mittel zum Erhöhen der Bahnspannung der ersten Material-Bahn (5, 10)
und/oder ein Beschleunigungs-Mittel zum Reduzieren der Bahnspannung der ersten Material-Bahn
(5, 10) umfasst.
4. Wellpappe-Anlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Brems-Mittel und/oder das Beschleunigungs-Mittel durch eine mit der ersten Material-Bahn
(5, 10) in Kontakt stehende Walze (26, 27) gebildet ist, die abbremsbar und/oder beschleunigbar
ist.
5. Wellpappe-Anlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze (26, 27) durch einen Antrieb (29 bzw. 30) abbremsbar und/oder beschleunigbar
ist.
6. Wellpappe-Anlage nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellpappe-Produktions-Vorrichtung (4) eine Riffel-Einrichtung zum Riffeln der
ersten und/oder der mindestens zweiten Material-Bahn (5, 10, 11, 16) und eine Verbindungs-Einrichtung
zum festen flächigen Verbinden der ersten und der mindestens zweiten Material-Bahn
(5, 10, 11, 16) miteinander umfasst, wobei vorzugsweise die Verbindungs-Einrichtung
ein Leimwerk und eine Kaschier-Einheit aufweist.
7. Wellpappe-Anlage nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahnspannungs-Mess-Einrichtung (21) und die erste Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
(22) eine Einheit bilden.
8. Wellpappe-Anlage nach einem der vorherigen Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder die mindestens zweite Material-Vorrats-Vorrichtung (2, 3) als
Splice-Vorrichtung ausgebildet ist.
9. Wellpappe-Anlage nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (22) die Bahnspannung der ersten Material-Bahn
(5, 10) nur bis zu dem ersten Bahnspannungs-Grenzwert erhöht und die Bahnspannung
der ersten Material-Bahn (5, 10) durch die zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
(22) über den ersten Bahnspannungs-Grenzwert hinaus steigerbar ist.
10. Wellpappe-Anlage nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahnspannung der ersten Material-Bahn (5, 10) an der ersten Material-Vorrats-Vorrichtung
(2) kleiner, vorzugsweise wesentlich kleiner, als an der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung
(4) ist, wobei vorzugsweise die Bahnspannung der ersten Material-Bahn (5, 10) an der
ersten Material-Vorrats-Vorrichtung (2) größer als Null ist.
11. Wellpappe-Anlage nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahnspannungs-Mess-Regelungs-Anordnung mindestens eine dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
(53) zum weiteren Regeln der Bahnspannung der ersten Material-Bahn (5, 10) aufweist,
wobei die mindestens dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (53) mit der Informations-Verarbeitungs-Einheit
(25) in Daten-übertragender Weise in Verbindung steht.
12. Wellpappe-Anlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (53) stromaufwärts zu der
zweiten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (23) an der ersten Material-Bahn (5, 10)
angeordnet ist.
13. Wellpappe-Anlage nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Informations-Verarbeitungs-Einheit (25) derart ausgebildet ist, dass sie zum
Verändern der Bahnspannung der ersten Material-Bahn (5, 10) über einen zweiten Bahnspannungs-Grenzwert
hinaus Bahnspannungs-Regelungs-Signale an die mindestens dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
(53) zur Betätigung derselben sendet.
14. Wellpappe-Anlage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer beabsichtigten Erhöhung der Bahnspannung der ersten Material-Bahn (5, 10)
der zweite Bahnspannungs-Grenzwert größer als der erste Bahnspannungs-Grenzwert ist.
15. Wellpappe-Anlage nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer weiteren Reduzierung der Bahnspannung der ersten Material-Bahn (5, 10)
der zweite Bahnspannungs-Grenzwert kleiner als der erste Bahnspannungs-Grenzwert ist.
16. Verfahren zur Herstellung von Wellpappe, umfassend die Schritte:
- Abgeben einer ersten Material-Bahn (5, 10) von einer ersten Material-Vorrats-Vorrichtung
(2),
- Abgeben von mindestens einer zweiten Material-Bahn (11, 16) von mindestens einer
zweiten Material-Vorrats-Vorrichtung (3),
- Erzeugen einer mindestens einseitig kaschierten Wellpappe-Bahn (1) aus der ersten
Material-Bahn (5, 10) und der mindestens zweiten Material-Bahn (11, 16) mit einer
Wellpappe-Produktions-Vorrichtung (4),
- Bereitstellen einer Bahnspannungs-Mess-Regelungs-Anordnung, die zwischen der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung
(4) und der ersten Material-Vorrats-Vorrichtung (2) angeordnet ist, wobei die Bahnspannungs-Mess-Regelungs-Anordnung
-- die Bahnspannung der ersten Material-Bahn (5, 10) mit einer Bahnspannungs-Mess-Regelungs-Vorrichtung
(20) misst und regelt, die dafür eine Bahnspannungs-Mess-Einrichtung (21) und eine
erste Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (22) umfasst, und
-- gegebenenfalls die Bahnspannung der ersten Material-Bahn (5, 10) mit mindestens
einer zweiten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (23) weiter regelt, wobei die Bahnspannungs-Mess-Regelungs-Vorrichtung
(20) zwischen der zweiten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (23) und der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung
(4) angeordnet ist, und
- Bereitstellen einer Informations-Verarbeitungs-Einheit (25), die
-- mit der Bahnspannungs-Mess-Regelungs-Vorrichtung (20) in Daten-übertragender Weise
in Verbindung steht,
-- mit der mindestens zweiten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (23) in Daten-übertragender
Weise in Verbindung steht,
-- Bahnspannungs-Informationen zu der ersten Material-Bahn (5, 10) von der Bahnspannungs-Mess-Einrichtung
(21) empfängt,
-- Bahnspannungs-Regelungs-Signale zum Verändern der Bahnspannung der ersten Material-Bahn
(5, 10) bis zu einem ersten Bahnspannungs-Grenzwert an die erste Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
(22) zum Betätigen derselben sendet, und
-- Bahnspannungs-Regelungs-Signale zum weiteren Verändern der Bahnspannung der ersten
Material-Bahn (5, 10) über den ersten Bahnspannungs-Grenzwert hinaus an die mindestens
zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (23) zum Betätigen derselben sendet.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (22) im Wesentlichen bis zu ihrer maximalen
Regelungs-Leistung die Bahnspannung der ersten Material-Bahn (5, 10) ändert und erst
dann gegebenenfalls die mindestens zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (23)
zum weiteren Ändern der Bahnspannung der ersten Material-Bahn (5, 10) zum Einsatz
kommt.
18. Verfahren nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass die stromaufwärts von der ersten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (22) angeordnete
mindestens zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (23) verwendet wird, wenn eine
weitere Bahnspannungs-Änderung der ersten Material-Bahn (5, 10) durch die erste Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
(22) unmöglich ist.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahnspannung der ersten Material-Bahn (5, 10) so geregelt wird, dass bei Vorgabe
einer Soll-Bahnspannung bei dem Eingang der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung (4)
die Bahnspannung am Ausgang der ersten Material-Vorrats-Vorrichtung (2) minimal, aber
größer Null, ist.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahnspannung der ersten Material-Bahn (5, 10) zwischen der ersten Material-Vorrats-Vorrichtung
(2) und der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung (4) so geregelt wird, dass die Bahnspannung
der ersten Material-Bahn (5, 10) abschnittsweise gleichbleibt und sich stufenartig
bei der ersten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (22) verändert, wenn diese im Einsatz
ist.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahnspannung der ersten Material-Bahn (5, 10) zwischen der ersten Material-Vorrats-Vorrichtung
(2) und der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung (4) so geregelt wird, dass die Bahnspannung
der ersten Material-Bahn (5, 10) abschnittsweise gleichbleibt und sich stufenartig
bei der mindestens zweiten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (23) verändert, wenn
diese im Einsatz ist.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (22) die Bahnspannung der ersten Material-Bahn
(5, 10) erhöht, wenn die durch die Bahnspannungs-Mess-Einrichtung (21) gemessene Bahnspannung
der ersten Material-Bahn (5, 10) kleiner als ein Bahnspannungs-Sollwert der ersten
Material-Bahn (5, 10) ist.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (22) die Bahnspannung der ersten Material-Bahn
(5, 10) reduziert, wenn die durch die Bahnspannungs-Mess-Einrichtung (21) gemessene
Bahnspannung der ersten Material-Bahn (5, 10) größer als ein Bahnspannungs-Sollwert
der ersten Material-Bahn (5, 10) ist.
24. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (23) nur betätigt wird,
wenn die durch die Bahnspannungs-Mess-Einrichtung (21) gemessene Bahnspannung der
ersten Material-Bahn (5, 10) von einem Bahnspannungs-Sollwert der ersten Material-Bahn
(5, 10) abweicht und die erste Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (22) auf maximale
Bahnspannungs-Änderung eingestellt ist.
25. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahnspannungs-Mess-Regelungs-Anordnung mindestens eine dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
(53) zum weiteren Regeln der Bahnspannung der ersten Material-Bahn (5, 10) aufweist,
wobei die mindestens dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (53) mit der Informations-Verarbeitungs-Einheit
(25) in Daten-übertragender Weise in Verbindung steht.
26. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (53) stromaufwärts zu der
zweiten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (23) an der ersten Material-Bahn (5, 10)
angeordnet ist.
27. Verfahren nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Informations-Verarbeitungs-Einheit (25) derart ausgebildet ist, dass sie zum
Verändern der Bahnspannung der ersten Material-Bahn (5, 10) über einen zweiten Bahnspannungs-Grenzwert
hinaus Bahnspannungs-Regelungs-Signale an die mindestens dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
(53) zur Betätigung derselben sendet.
28. Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer beabsichtigten Erhöhung der Bahnspannung der ersten Material-Bahn (5, 10)
der zweite Bahnspannungs-Grenzwert größer als der erste Bahnspannungs-Grenzwert ist.
29. Verfahren nach Anspruch 27 oder 28, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer weiteren Reduzierung der Bahnspannung der ersten Material-Bahn (5, 10)
der zweite Bahnspannungs-Grenzwert kleiner als der erste Bahnspannungs-Grenzwert ist.
30. Verfahren nach einem der Ansprüche 25 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (23) im Wesentlichen bis zu ihrer
maximalen Regelungs-Leistung die Bahnspannung der ersten Material-Bahn (5, 10) ändert
und erst dann gegebenenfalls die mindestens dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
(53) zum weiteren Ändern der Bahnspannung der ersten Material-Bahn (5, 10) zum Einsatz
kommt.
31. Verfahren nach einem der Ansprüche 25 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass die stromaufwärts von der zweiten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (23) angeordnete
mindestens dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (53) verwendet wird, wenn eine
weitere Bahnspannungs-Änderung der ersten Material-Bahn (5, 10) durch die zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung
(23) unmöglich ist.
32. Verfahren nach einem der Ansprüche 25 bis 31, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahnspannung der ersten Material-Bahn (5, 10) zwischen der ersten Material-Vorrats-Vorrichtung
(2) und der Wellpappe-Produktions-Vorrichtung (4) so geregelt wird, dass die Bahnspannung
der ersten Material-Bahn (5, 10) abschnittsweise gleichbleibt und sich stufenartig
bei der mindestens dritten Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (53) verändert, wenn
diese im Einsatz ist.
33. Verfahren nach einem der Ansprüche 25 bis 31, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens dritte Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (53) nur betätigt wird,
wenn die durch die Bahnspannungs-Mess-Einrichtung (21) gemessene Bahnspannung der
ersten Material-Bahn (5, 10) von einem Bahnspannungs-Sollwert der ersten Material-Bahn
(5, 10) abweicht und die zweite Bahnspannungs-Regelungs-Einrichtung (23) auf maximale
Bahnspannungs-Änderung eingestellt ist.
1. Corrugated board system for producing corrugated board with
a) a first material supply device (2) for dispensing a first material web (5, 10),
b) at least a second material supply device (3) for dispensing at least a second material
web (11, 16),
c) a corrugated board production device (4) for producing a corrugated board web (1)
lined on at least one side from the first material web (5, 10) and the at least second
material web (11, 16),
d) a web tension measuring regulating arrangement, which is arranged between the corrugated
board production device (4) and the first material supply device (2), wherein the
web tension measuring regulating arrangement comprises
i) a web tension measuring regulating device (20) with a web tension measuring mechanism
(21) for measuring the web tension of the first material web (5, 10) and a first web
tension regulating mechanism (22) for regulating the web tension of the first material
web (5, 10), and
ii) at least a second web tension regulating mechanism (23) to further regulate the
web tension of the first material web (5, 10), the web tension measuring regulating
device (20) being arranged between the second web tension regulating mechanism (23)
and the corrugated board production device (4), and
iii) an information processing unit (25), which
- is connected to the web tension measuring regulating device (20) in a data-transmitting
manner,
- is connected to the second web tension regulating mechanism (23) in a data-transmitting
manner,
- receives web tension information on the first material web (5, 10) from the web
tension measuring mechanism (21),
- is configured in such a way that to change the web tension of the first material
web (5, 10) up to a first web tension limit value, it sends web tension regulating
signals to the first web tension regulating mechanism (22) to actuate it, and
- is configured in such a way that to change the web tension of the first material
web (5, 10) beyond the first web tension limit value, it sends web tension regulating
signals to the second web tension regulating mechanism (23) to actuate it.
2. Corrugated board system according to claim 1, characterised in that provided at the first material supply device (2) is at least one web tension regulating
apparatus, which is connected to the information processing unit (25) to change the
web tension of the first material web (5, 10) at the first material supply device
(2) in a data-transmitting manner.
3. Corrugated board system according to claim 1 or 2, characterised in that the first and/or the at least second web tension regulating mechanism (22, 23) comprises
a braking means for increasing the web tension of the first material web (5, 10) and/or
an acceleration means to reduce the web tension of the first material web (5, 10).
4. Corrugated board system according to claim 3, characterised in that the braking means and/or the acceleration means is formed by a roller (26, 27), which
is in contact with the first material web (5, 10) and can be decelerated and/or accelerated.
5. Corrugated board system according to claim 4, characterised in that the roller (26, 27) can be decelerated and/or accelerated by a drive (29 or 30).
6. Corrugated board system according to any one of the preceding claims, characterised in that the corrugated board production device (4) has a fluting mechanism for fluting the
first and/or the at least second material web (5, 10, 11, 16) and a connecting mechanism
for the rigid flat connection of the first and the at least second material web (5,
10, 11, 16) to one another, the connecting mechanism preferably having a gluing unit
and a lining unit.
7. Corrugated board system according to any one of the preceding claims, characterised in that the web tension measuring mechanism (21) and the first web tension regulating mechanism
(22) form a unit.
8. Corrugated board system according to any one of the preceding claims, characterised in that the first and /or the at least second material supply device (2, 3) is configured
as a splice device.
9. Corrugated board system according to any one of the preceding claims, characterised in that the first web tension regulating mechanism (22) increases the web tension of the
first material web (5, 10) only up to the first web tension limit value and the web
tension of the first material web (5, 10) can be increased by the second web tension
regulating mechanism (22) beyond the first web tension limit value.
10. Corrugated board system according to any one of the preceding claims, characterised in that the web tension of the first material web (5, 10) at the first material supply device
(2) is lower, preferably substantially lower, than at the corrugated board production
device (4), the web tension of the first material web (5, 10) at the first material
supply device (2) preferably being greater than zero.
11. Corrugated board system according to any one of the preceding claims, characterised in that the web tension measuring regulating arrangement has at least a third web tension
regulating mechanism (53) to further regulate the web tension of the first material
web (5, 10), the at least third web tension regulating mechanism (53) being connected
to the information processing unit (25) in a data-transmitting manner.
12. Corrugated board system according to claim 11, characterised in that the at least third web tension regulating mechanism (53) is arranged upstream of
the second web tension regulating mechanism (23) on the first material web (5, 10).
13. Corrugated board system according to claim 11 or 12, characterised in that the information processing unit (25) is configured in such a way that to change the
web tension of the first material web (5, 10) beyond a second web tension limit value,
it sends web tension regulating signals to the at least third web tension regulating
mechanism (53) to actuate it.
14. Corrugated board system according to claim 13, characterised in that upon an intentional increase of the web tension of the first material web (5, 10),
the second web tension limit value is greater than the first web tension limit value.
15. Corrugated board system according to claim 13 or 14, characterised in that upon a further reduction of the web tension of the first material web (5, 10), the
second web tension limit value is lower than the first web tension limit value.
16. Method for producing corrugated board, comprising the steps:
- dispensing a first material web (5, 10) from a first material supply device (2),
- dispensing at least a second material web (11, 16) from at least a second material
supply device (3),
- producing a corrugated board web (1) lined at least on one side from the first material
web (5, 10) and the at least second material web (11, 16) using a corrugated board
production device (4),
- providing a web tension measuring regulating arrangement, which is arranged between
the corrugated board production device (4) and the first material supply device (2),
wherein the web tension measuring regulating arrangement
-- measures and regulates the web tension of the first material web (5, 10) using
a web tension measuring regulating device (20), which, for this purpose, comprises
a web tension measuring mechanism (21) and a first web tension regulating mechanism
(22), and
-- if necessary further regulates the web tension of the first material web (5, 10)
using at least a second web tension regulating mechanism (23), the web tension measuring
regulating device (20) being arranged between the second web tension regulating mechanism
(23) and the corrugated board production device (4), and
- providing an information processing unit (25), which
-- is connected to the web tension measuring regulating device (20) in a data-transmitting
manner,
-- is connected to the at least second web tension regulating mechanism (23) in a
data-transmitting manner,
-- receives web tension information on the first material web (5, 10) from the web
tension measuring mechanism (21),
-- sends web tension regulating signals to change the web tension of the first material
web (5, 10) up to a first web tension limit value to the first web tension regulating
mechanism (22) to actuate it, and
-- sends web tension regulating signals to further change the web tension of the first
material web (5, 10) beyond the first web tension limit value to the at least second
web tension regulating mechanism (23) to actuate it.
17. Method according to claim 16, characterised in that the first web tension regulating mechanism (22) changes the web tension of the first
material web (5, 10) substantially up to its maximum regulating power and only then
is the at least second web tension regulating mechanism (23) optionally used to further
change the web tension of the first material web (5, 10).
18. Method according to claim 16 or 17, characterised in that the at least second web tension regulating mechanism (23) arranged upstream of the
first web tension regulating mechanism (22) is used when a further web tension change
of the first material web (5, 10) is impossible by means of the first web tension
regulating mechanism (22).
19. Method according to any one of claims 16 to 18, characterised in that the web tension of the first material web (5, 10) is regulated in such a way that
when a desired web tension is input at the inlet of the corrugated board production
device (4), the web tension at the outlet of the first material supply device (2)
is minimal, but greater than zero.
20. Method according to any one of claims 16 to 19, characterised in that the web tension of the first material web (5, 10) between the first material supply
device (2) and the corrugated board production device (4) is regulated in such a way
that the web tension of the first material web (5, 10) remains the same in portions
and changes in a step-like manner at the first web tension regulating mechanism (22),
when the latter is in use.
21. Method according to any one of claims 16 to 20, characterised in that the web tension of the first material web (5, 10) between the first material supply
device (2) and the corrugated board production device (4) is regulated in such a way
that the web tension of the first material web (5, 10) remains the same in portions
and changes in a step-like manner at the at least second web tension regulating mechanism
(23), when the latter is in use.
22. Method according to any one of claims 16 to 21, characterised in that the first web tension regulating mechanism (22) increases the web tension of the
first material web (5, 10) when the web tension of the first material web (5, 10)
measured by the web tension measuring mechanism (21) is lower than a web tension desired
value of the first material web (5, 10).
23. Method according to any one of claims 16 to 22, characterised in that the first web tension regulating mechanism (22) reduces the web tension of the first
material web (5, 10), when the web tension of the first material web (5, 10) measured
by the web tension measuring mechanism (21) is greater than a web tension desired
value of the first material web (5, 10).
24. Method according to any one of claims 16 to 23, characterised in that the at least second web tension regulating mechanism (23) is only actuated when the
web tension of the first material web (5, 10) measured by the web tension measuring
mechanism (21) differs from a web tension desired value of the first material web
(5, 10) and the first web tension regulating mechanism (22) is adjusted to maximum
web tension change.
25. Method according to any one of claims 16 to 24, characterised in that the web tension measuring regulating arrangement has at least a third web tension
regulating mechanism (53) to further regulate the web tension of the first material
web (5, 10), the at least third web tension regulating mechanism (53) being connected
to the information processing unit (25) in a data-transmitting manner.
26. Method according to claim 25, characterised in that the at least third web tension regulating mechanism (53) is arranged upstream of
the second web tension regulating mechanism (23) on the first material web (5, 10).
27. Method according to claim 25 or 26, characterised in that the information processing unit (25) is configured in such a way that to change the
web tension of the first material web (5, 10) beyond a second web tension limit value,
it sends web tension regulating signals to the at least third web tension regulating
mechanism (53) to actuate it.
28. Method according to claim 27, characterised in that upon an intentional increase in the web tension of the first material web (5, 10),
the second web tension limit value is greater than the first web tension limit value.
29. Method according to claim 27 or 28, characterised in that upon a further reduction in the web tension of the first material web (5, 10), the
second web tension limit value is lower than the first web tension limit value.
30. Method according to any one of claims 25 to 29, characterised in that the second web tension regulating mechanism (23) changes the web tension of the first
material web (5, 10) substantially up to its maximum regulating power and only then
is the at least third web tension regulating mechanism (53) optionally used to further
change the web tension of the first material web (5, 10).
31. Method according to any one of claims 25 to 30, characterised in that the at least third web tension regulating mechanism (53) arranged upstream of the
second web tension regulating mechanism (23) is used when a further web tension change
of the first material web (5, 10) by the second web tension regulating mechanism (23)
is impossible.
32. Method according to any one of claims 25 to 31, characterised in that the web tension of the first material web (5, 10) between the first material supply
device (2) and the corrugated board production device (4) is regulated in such a way
that the web tension of the first material web (5, 10) remains the same in portions
and changes in a step-like manner at the at least third web tension regulating mechanism
(53) when the latter is in use.
33. Method according to any one of claims 25 to 31, characterised in that the at least third web tension regulating mechanism (53) is only actuated when the
web tension of the first material web (5, 10) measured by the web tension measuring
mechanism (21) differs from a web tension desired value of the first material web
(5, 10) and the second web tension regulating mechanism (23) is adjusted to the maximum
web tension change.
1. Installation de carton ondulé pour la fabrication de carton ondulé, comprenant
a) un premier dispositif de réserve de matière (2), pour la réalisation d'une première
bande de matière (5, 10),
b) au moins un deuxième dispositif de réserve de matière (3), pour la réalisation
d'une deuxième bande de matière (11, 16),
c) un dispositif de production de carton ondulé (4), pour la fabrication d'au moins
une bande de carton ondulé avec une face cachée (1) à partir de la première bande
de matière (5, 10) et d'au moins la deuxième bande de matière (11, 16),
d) un ensemble de régulation et de mesure de la tension de la bande, qui est disposé
entre le dispositif de production de carton ondulé (4) et le premier dispositif de
réserve de matière (2), l'ensemble de régulation et de mesure de la tension de la
bande comportant
i) un dispositif de régulation et de mesure de la tension de la bande (20), avec un
système de mesure de la tension de la bande (21) pour la mesure de la tension de la
bande de la première bande de matière (5, 10) et un premier système de régulation
de la tension de la bande (22) pour régler la tension de la bande de la première bande
de matière (5, 10), et
ii) au moins un deuxième système de régulation de la tension de la bande (23), pour
un réglage ultérieur de la tension de la bande de la première bande de matière (5,
10), le dispositif de régulation et de mesure de la tension de la bande (20) étant
disposé entre le deuxième système de régulation de la tension de la bande (23) et
le dispositif de production de carton ondulé (4), et
iii) une unité de traitement des informations (25), qui
- est en communication avec le dispositif de régulation et de mesure de la tension
de la bande (20) en transmettant des données,
- est en communication avec le deuxième système de régulation de la tension de la
bande (23) en transmettant des données,
- reçoit des informations sur la tension de la bande concernant la première bande
de matière (5, 10) par le système de mesure de la tension de la bande (21),
- est conçue de telle manière qu'elle envoie des signaux de régulation de la tension
de la bande vers le premier système de régulation de la tension de la bande (22),
pour le la mise en oeuvre de celui-ci, en vue de la modification de la tension de
la bande de la première bande de matière (5, 10) jusqu'à une première valeur limite
de la tension de la bande, et
- est conçue de telle manière qu'elle envoie des signaux de régulation de la tension
de la bande vers le deuxième système de régulation de la tension de la bande (23),
pour le la mise en oeuvre de celui-ci, en vue de la modification de la tension de
la bande de la première bande de matière (5, 10) au-delà de la première valeur limite
de la tension de la bande.
2. Installation de carton ondulé selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins un appareil de régulation de la tension de la bande, qui est en communication
en transmettant des données avec l'unité de traitement des informations (25), est
prévu dans le premier dispositif de réserve de matière (2), pour la modification de
la tension de la bande de la première bande de matière (5, 10) au niveau du premier
dispositif de réserve de matière (2).
3. Installation de carton ondulé selon les revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que le premier, et/ou au moins le deuxième, système de régulation de la tension de la
bande (22, 23) comprend un moyen de freinage pour l'augmentation de la tension de
la bande de la première bande de matière (5, 10), et/ou un moyen d'accélération pour
la réduction de la tension de la bande de la première bande de matière (5, 10).
4. Installation de carton ondulé selon la revendication 3, caractérisée en ce que le moyen de freinage, et/ou le moyen d'accélération, est formé par un tambour (26,
27), en contact avec la première bande de matière (5, 10), qui peut être freiné et/ou
accéléré.
5. Installation de carton ondulé selon la revendication 4, caractérisée en ce que le tambour (26, 27) peut être freiné et/ou accéléré par un entraînement (29, respectivement,
30).
6. Installation de carton ondulé selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de production de carton ondulé (4) comporte un système de création
d'ondulations pour onduler la première, et/ou au moins la deuxième, bande de matière
(5, 10, 11, 16) et un système de liaison pour un assemblage à plat solide de la première,
et d'au moins la deuxième, bande de matière (5, 10, 11, 16), le système de liaison
présentant de préférence une encolleuse et une unité de masquage.
7. Installation de carton ondulé selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le système de mesure de la tension de la bande (21) et le premier système de régulation
de la tension de la bande (22) constituent un ensemble.
8. Installation de carton ondulé selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le premier, et/ou au moins le deuxième, dispositif de réserve de matière (2, 3) est
conçu sous la forme d'un dispositif d'épissage.
9. Installation de carton ondulé selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le premier système de régulation de la tension de la bande (22) augmente la tension
de la bande de la première bande de matière (5, 10) uniquement jusqu'à la première
valeur limite de la tension de la bande et que la tension de la bande de la première
bande de matière (5, 10) peut augmenter au delà de la première valeur limite de la
tension de la bande par l'intermédiaire du deuxième système de régulation de la tension
de la bande (22).
10. Installation de carton ondulé selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la tension de la bande de la première bande de matière (5, 10) est plus petite, de
préférence, considérablement plus petite, sur le premier dispositif de réserve de
matière (2) que sur le dispositif de production de carton ondulé (4), la tension de
la bande de la première bande de matière (5, 10) sur le premier dispositif de réserve
de matière (2) étant de préférence supérieure à zéro.
11. Installation de carton ondulé selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'ensemble de régulation et de mesure de la tension de la bande présente au moins
un troisième système de régulation de la tension de la bande (53) pour un réglage
ultérieur de la tension de la bande de la première bande de matière (5, 10), le troisième
système de régulation de la tension de la bande (53) étant en communication par transmission
de données avec l'unité de traitement des informations (25).
12. Installation de carton ondulé selon la revendication 11, caractérisée en ce qu'au moins le troisième système de régulation de la tension de la bande (53) est disposé
en amont du deuxième système de régulation de la tension de la bande (23) sur la première
bande de matière (5, 10).
13. Installation de carton ondulé selon les revendications 11 ou 12, caractérisée en ce que l'unité de traitement des informations (25) est conçue de telle manière qu'elle émet
des signaux de régulation de la tension de la bande vers au moins le troisième système
de régulation de la tension de la bande (53, pour la mise en oeuvre de celui-ci, en
vue de la modification de la tension de la bande de la première bande de matière (5,
10) au-delà d'une deuxième valeur limite de la tension de la bande.
14. Installation de carton ondulé selon la revendication 13, caractérisée en ce que, pour une augmentation involontaire de la tension de la bande de la première bande
de matière (5, 10), la deuxième valeur limite de la tension de la bande est supérieure
à la première valeur limite de la tension de la bande.
15. Installation de carton ondulé selon les revendications 13 ou 14, caractérisée en ce que la deuxième valeur limite de la tension de la bande est inférieure à la première
valeur limite de la tension de la bande pour une réduction ultérieure de la tension
de la bande de la première bande de matière (5, 10).
16. Procédé de fabrication de carton ondulé, comprenant les étapes :
- de mise en place d'une première bande de matière (5, 10) provenant d'au moins un
premier dispositif de réserve de matière (2),
- de mise en place d'au moins une deuxième bande de matière (11, 16) provenant d'au
moins un deuxième dispositif de réserve de matière (3),
- de réalisation d'au moins une bande de papier ondulé avec une face cachée (1) à
partir de la première bande de matière (5, 10) et d'au moins la deuxième bande de
matière (11, 16) à l'aide d'un dispositif de production de carton ondulé (4),
- de mise au point d'un ensemble de régulation et de mesure de la tension de la bande
qui est disposé entre le dispositif de production de carton ondulé (4) et le premier
dispositif de réserve de matière (2), l'ensemble de régulation et de mesure de la
tension de la bande
-- mesurant et réglant la tension de la bande de la première bande de matière (5,
10) avec un dispositif de régulation et de mesure de la tension de la bande (20),
comprenant, pour ce faire, un système de mesure de la tension de la bande (21) et
un premier système de régulation de la tension de la bande (22), et
-- réglant ultérieurement, le cas échéant, la tension de la bande de la première bande
de matière (5, 10) avec au moins un deuxième système de régulation de la tension de
la bande (23), le dispositif de régulation et de mesure de la tension de la bande
(20) étant disposé entre le deuxième système de régulation de la tension de la bande
(23) et le dispositif de production de carton ondulé (4), et
- de mise au point d'une unité de traitement des informations (25) qui
-- est en communication, en transmettant des données, avec le dispositif de régulation
et de mesure de la tension de la bande (20),
-- est en communication, en transmettant des données, avec au moins le deuxième système
de régulation de la tension de la bande (23),
-- reçoit des informations concernant la tension de la bande de la première bande
de matière (5, 10) à partir du système de mesure de la tension de la bande (21),
-- envoie des signaux de régulation de la tension de la bande, pour la modification
de la tension de la bande de la première bande de matière (5, 10) jusqu'à une première
valeur limite de la tension de la bande, vers le premier système de régulation de
la tension de la bande (22) pour la mise en oeuvre de celui-ci, et
-- envoie des signaux de régulation de la tension de la bande, pour une modification
ultérieure de la tension de la bande de la première bande de matière (5, 10) au-delà
de la première valeur limite de la tension de la bande, vers au moins le deuxième
système de régulation de la tension de la bande (23), pour le la mise en oeuvre de
celui-ci.
17. Procédé selon la revendication 16, caractérisé en ce que le premier système de régulation de la tension de la bande (22) modifie dans l'ensemble
la tension de la bande de la première bande de matière (5, 10) jusqu'à sa puissance
de régulation maximale et qu'ensuite, seulement, le au moins deuxième système de régulation
de la tension de la bande (23) entre éventuellement en action pour la modification
ultérieure de la tension de la bande de la première bande de matière (5, 10).
18. Procédé selon les revendications 16 ou 17, caractérisé en ce qu'au moins le deuxième système de régulation de la tension de la bande (23), disposé
en amont du premier système de régulation de la tension de la bande (22), est employé
lorsqu'une modification de la tension de la bande ultérieure de la première bande
de matière (5, 10) est rendue impossible par le premier système de régulation de la
tension de la bande (22).
19. Procédé selon l'une des revendications 16 à 18, caractérisé en ce que la tension de la bande de la première bande de matière (5, 10) est réglée de telle
manière que, pour une prescription d'une tension de la bande souhaitée lors de l'entrée
dans le dispositif de production de carton ondulé (4), la tension de la bande à la
sortie du premier dispositif de réserve de matière (2) est minimale, mais supérieure
à zéro.
20. Procédé selon l'une des revendications 16 à 19, caractérisé en ce que la tension de la bande de la première bande de matière (5, 10) est réglée de telle
manière entre le premier dispositif de réserve de matière (2) et le dispositif de
production de carton ondulé (4) que la tension de la bande de la première bande de
matière (5, 10) reste uniforme sur des portions et se modifie par étapes au niveau
du premier système de régulation de la tension de la bande (22) lorsque celui-ci est
mis en oeuvre.
21. Procédé selon l'une des revendications 16 à 20, caractérisé en ce que la tension de la bande de la première bande de matière (5, 10) est réglée de telle
manière entre le premier dispositif de réserve de matière (2) et le dispositif de
production de carton ondulé (4) que la tension de la bande de la première bande de
matière (5, 10) reste uniforme sur des portions et se modifie par étapes au moins
au niveau du deuxième système de régulation de la tension de la bande (23) lorsque
celui-ci est mis en oeuvre.
22. Procédé selon l'une des revendications 16 à 21, caractérisé en ce que le premier système de régulation de la tension de la bande (22) augmente la tension
de la bande de la première bande de matière (5, 10) lorsque la tension de la bande
mesurée par le système de mesure de la tension de la bande (21) de la première bande
de matière (5, 10) est inférieure à une valeur souhaitée de la tension de la bande
de la première bande de matière (5, 10).
23. Procédé selon l'une des revendications 16 à 22, caractérisé en ce que le premier système de régulation de la tension de la bande (22) réduit la tension
de la bande de la première bande de matière (5, 10) lorsque la tension de la bande
mesurée par le système de mesure de la tension de la bande (21) de la première bande
de matière (5, 10) est supérieure à une valeur souhaitée de la tension de la bande
de la première bande de matière (5, 10).
24. Procédé selon l'une des revendications 16 à 23, caractérisé en ce qu'au moins le deuxième système de régulation de la tension de la bande (23) est actionné
uniquement lorsque la tension de la bande mesurée par le système de mesure de la tension
de la bande (21) de la première bande de matière (5, 10) dévie de la valeur souhaitée
de la tension de la bande de la première bande de matière (5, 10) et que le premier
système de régulation de la tension de la bande (22) est réglé sur une modification
maximale de la tension de la bande.
25. Procédé selon l'une des revendications 16 à 24, caractérisé en ce que l'ensemble de mesure et de régulation de la tension de la bande présente au moins
un troisième système de régulation de la tension de la bande (53) pour un réglage
ultérieur de la tension de la bande de la première bande de matière (5, 10), le au
moins troisième système de régulation de la tension de la bande (53) étant en communication
pour la transmission de données avec l'unité de traitement des informations (25).
26. Procédé selon la revendication 25, caractérisé en ce qu'au le troisième système de régulation de la tension de la bande (53) est disposé en
amont du deuxième système de régulation de la tension de la bande (23) sur la première
bande de matière (5, 10).
27. Procédé selon les revendications 25 ou 26, caractérisé en ce que l'unité de traitement des informations (25) est conçue de telle manière qu'elle émet
des signaux de régulation de la tension de la bande vers au moins le troisième système
de régulation de la tension de la bande (53), pour la mise en oeuvre de celui-ci,
en vue de la modification de la tension de la bande de la première bande de matière
(5, 10) au delà d'une deuxième valeur limite de la tension de la bande.
28. Procédé selon la revendication 27, caractérisé en ce que, pour une augmentation involontaire de la tension de la bande de la première bande
de matière (5, 10), la deuxième valeur limite de la tension de la bande est supérieure
à la première valeur limite de la tension de la bande.
29. Procédé selon les revendications 27 ou 28, caractérisé en ce que, pour une réduction ultérieure de la tension de la bande de la première bande de
matière (5, 10), la deuxième valeur limite de la tension de la bande est inférieure
à la première valeur limite de la tension de la bande.
30. Procédé selon l'une des revendications 25 à 29, caractérisé en ce que le deuxième système de régulation de la tension de la bande (23) modifie dans l'ensemble
la tension de la bande de la première bande de matière (5, 10) jusqu'à sa puissance
de régulation maximale et qu'uniquement après, le cas échéant, au moins le troisième
système de régulation de la tension de la bande (53) est mis en oeuvre pour une modification
ultérieure de la tension de la bande de la première bande de matière (5, 10).
31. Procédé selon l'une des revendications 25 à 30, caractérisé en ce qu'au moins le troisième système de régulation de la tension de la bande (53), disposé
en amont du deuxième système de régulation de la tension de la bande (23), est utilisé
lorsqu'une modification de la tension de la bande ultérieure de la première bande
de matière (5, 10) est rendue impossible par le deuxième système de régulation de
la tension de la bande (23).
32. Procédé selon l'une des revendications 25 à 31, caractérisé en ce que la tension de la bande de la première bande de matière (5, 10) est réglée de telle
manière entre le premier dispositif de réserve de matière (2) et le dispositif de
production de carton ondulé (4) que la tension de la bande de la première bande de
matière (5, 10) reste uniforme sur des portions et se modifie par étapes au moins
au niveau du troisième système de régulation de la tension de la bande (53) lorsque
celui-ci est mis en oeuvre.
33. Procédé selon l'une des revendications 25 à 31, caractérisé en ce qu'au moins le troisième système de régulation de la tension de la bande (53) est uniquement
mis en oeuvre lorsque la tension de la bande de la première bande matière (5, 10),
mesurée par le système de mesure de la tension de la bande (21), dévie d'une valeur
souhaitée de la tension de la bande de la première bande de matière (5, 10) et que
le deuxième système de régulation de la tension de la bande (23) est réglé sur une
modification maximale de la tension de la bande.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente